Meh Dräck (mehr Schmutz)

Kommt ein frisch ausgebildeter Jurist in einer Wüstenstadt um eine Kanzlei zu eröffnen, verdient er dort kaum das warme Wasser für eine Suppe – der Arme! Nun, das dauert jedoch nur so lange, bis ein zweiter kommt!

Vom „Liz“ (Lic. iur., von der „Krone“) in der Gemeinde wo ich aufgewachsen bin wurde gesagt: Sei vorsichtig, wenn du dem „Guten Tag“ sagst, bekommst danach eine Rechnung!“ Es ist eine Binsenwahrheit geworden: Einfache Bürger haben keine Chance, sich rechtlich zu wehren. Sie können es sich schlicht nicht leisten. Zweiklassengesellschaft!

In Deutschland pflege man zu sagen:

„(…) Juristen wissen allesLehrer wissen alles besser)“

Busch, Lehrer Lämpel,

Ein Bekannter, mit einem umfassenden Ausbildungs- Leistungsausweis sagte eints: „Wer nicht kann, lehrt!“

Jemand anders sagte: „Dummheit ist lernbar“ was er daraus lernte: Missbrauchsvorwürfe an den «Lehrer der Nation»

Ausgenommen sind alle jene berufenen Lehrer, die es geschafft haben, Ihren Respekt durch Strenge, Korrektheit, Gradlinigkeit und Authenzität zu wahren und dadurch ihre Schüler mit Herzblut förderten.

Der Eindruck, wenn es denn einer ist, täuscht nicht. Er wird noch verstärkt, wenn letztere von dünkelhaftem Stolz gesteuert sind. Sie verfügen über die beste Bildung: die Ein-Bildung.

Sie fahren anderen direkt an den Karren, stellen sich auf den hohen Bock, etwa wie der Güggel auf dem Misthaufen, doch selbst sind sie sehr verletzlich – eitel. Als Fehlersucher sind sie mit der Note „6“ ausgestattet…..

Beleidigte Leberwurst

Die Standes-Dünkel werfen ihren Dreck um sich, doch selbst wollen sie unter keinen Umständen verdreckt werden. Logo, die weisse Weste wär’s dann nicht mehr. „Was wirdid oi d‘ Leyt sägè!?“  (was würden wohl die Leute sagen). Entspricht etwas nicht ihrem Röhrenblick, sind sie sofort beleidigt. – Den meisten, sofern sie öffentlich rechtlich angestellt sind, werden per Salair rote Nasen finanziert. Die Saläre liegen eindeutig über dem Durchschnitt der Bürger im Staat – und dies in beschützenden Werkstätten. Sie nehmen es als selbstverständlich hin, dass sie vom Volk finanziert werden, sie fühlen sich auch als etwas Besseres.

Chris von Rohr – aus vollem Rohr:

Du choufsch die Heftli wo si säge wie
du machsch dini Wellnessdays
du spraysch dr aus um d`Ohrä

aber keis Feeling hesch e keis
hör mir uf met Lifestyle
hör mer uf met nätt
chum us dim Aromadampfbad
i bruch jetz ds vollä Brät

Meh Dräck…
Baby, gimer meh dräck

Du putzisch wie dr Tüfu
niene meh en Fläck
he, säg mol isch das ds Läbe
du poliersch drs eifach wäg
i wott kei Schwan so wiss wie Schnee
bi lieber bi dä gfläcktä Soi
bruchä au keis Zimmer ufe See
mit mir gots au im Heu

 

Träge verwäschne Kotten
u i liebe verrissni Jeans
baby die wisse Hose
si mir eifach too much clean
mit Schminki chasch mi jage
wott di schmöcke sec und pur
chum gib mir dini wüldi Liebi
die tierischi Natur

Weisch no wo mir gspeut hei dussen im Dräck
is blaue use blöd ta ohni Zwäck

Mir strampla ir Leischtigsröndle
i däm Biederbünzlibonsaigroove
seckle, shoppe, zäppe
dä Stress nimmt üs dr Schnuff
hey los jetz ufe dö Röhr
und läb doch dini Luscht
chumm au zu mir uf Soleure
baby nimm mi chli zur Bruscht

I schänke der mi Dräck
Gel hani nid…

Die Castingshow «MusicStar» prägte «Meh Dräck» als das Wort des Jahres 2004.

NZZ: Schweizer Wort des Jahres: Meh Dräck» – künftig wissenschaftlich fundiert

 Allergien werden immer häufiger. Was sich tun lässt, damit sie nicht zur Epidemie der Zukunft werden, hat Georg Schäppi, Geschäftsleiter des Allergiezentrums Schweiz (aha!), im Rahmen der UZH-Veranstaltungsreihe «Wissen-schaf(f)t Wissen» erläutert. Meh Dräck, schadet nicht unbedingt…!:
Bemerkung:

Sollte sich jemand irrtümlich als gut beschrieben oder als schlecht dargestellt erkannt haben, Irrtum! Sie sind es nicht! Allfällige Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen wären rein zufällig!


Georg Vranek ist nicht mehr

Georg Vranek 25. 04. 1936 – 13. 04. 2017

Wer kannte ihn nicht, den Segelflieger und Schlepp-Piloten?  Ich war sein Prüfer, als er in Beromünster die Flugprüfung für den Schweizer Führerschein für Segelflieger zu bestehen hatte.  – „Ich war 1 Meter zu kurz!“ war seine Feststellung beim Debriefing. Ich sah es auch so, wie auch seine Kollegen, die exakt Mass nahmen…

Georg hatte alles gut im Griff. Die Ka7, HB-652, gab ihm keine Rätsel auf. Doch er war schon erstaunt, dass ich ihm diesen einen „Meter“ schenkte. Es war kein Geschenk, sondern es lag in meinem Ermessen.

Georg war der älteste Sohn. Insgesamt waren es 5 Geschwister, 4 Brüder und 1 Schwester. Sein Vater hatte den grössten Bauernhof im beschaulichen Dörfchen „Jakubin“ und er bewirtschaftete 30 Hektaren Land. Er starb früh mit 47 Jahren, so wurde Georg zum Vaterersatz, doch seine Liebe zur Fliegerei war stärker.

Im Zuge der kommunistischen Machtübernahme wurde die Familie enteignet. Landwirte wurden als Feind der Arbeiterklasse angesehen. Geblieben ist der Familie einzig der Hof und eine Kuh.

Sein Rüstzeug holte er sich an der Grundschule in Jakubin (Ortsteil von Častrov) 5 J. Primarschule und  Zirovnice 4 J.Sek. Er erlernte das Hanwerk eines Modellschrienrs, 1 J. in Vitkovice. Danach folgten 4 J. HTL in Praha (Flugzeugbau) und 5 J. TH in Praha, Motorfahrzeugbau. Es folgten 6 J. Motorfahrzeugbau und ein Jahr Flugzeugbau in der CSSR.

Georg lebte währen seines Studiums/Arbeit in Prag, wo er sich das Leben u.a. auch mit Übersetzungen von polnischen und englischen Flugzeitschriften/Artikeln finanzierte.

Swiss Trainer HB- HOJ, Foto: Dättwyler

Über einen Artikel stellte er Kontakt in die Schweiz her und konnte in den Wirren des Prager Frühlings fliehen, um bei Max Dätwyler AG in Bleienbach an der Entwicklung des SWISSTRAINERs teilnehmen.

Die junge Familie folgte kurz darauf, bevor die Grenzen von dem kommunistischen Regime geschlossen wurden.

Nach knapp 2 J. bei Max Dätwyler in Bleinebach benutzte er das Sprungbrett „Dättwyler“ um bei den Pilatus Flugzeugwerken AG in Stans anzuheuern. Hier war er fast 27 J. angestellt, davon 8 J. als Konstruktionsingenieur, 12 J. als Flz.-Statiker, 5 J. als Process Engineer sowie als Quality Assurance Engineer. Er betreute u.a.  das  Projekt PC-11 B-4 .

In der Tschechei flog er verschiedene Motor-Flugzeugtypen, wie Zlin bzw. Aero C-104 / Zlin C-105 (mil) bzw. Zlín Z-126 /Zlin C-205, bzw. Zlin 226 / Zlin C-5 (Zlín Z-26 Trenér) und  C-11 (Jak-11), sowie die Segelflugzeuge VT-55, VT-24, VT-125 Sohaj 2, VT-200, VT-425 Sohaj 3

LET LG-125 sohaj, Bild: Petr Kolmann
LET LG-425 Sohaj 3, Bild: airliners

1961-1967: Verbot der Fliegerei für Georg in der CSSR, weil er einen Onkel in England hatte.

Georg Vranek has submitted his proposed design for a  Porsche Skymaster

Als „Pilatuser“ war er Mitglied der Motorfluggruppe Pilatus. Ich fog einst mit ihm mit dem Traveler nach Friedrichshafen. In Altenrhein erfolgte die Zollabfertigung. Er flog souverän, doch die Beamten auf dem Funkturm hatten mit seinem Luftfahrt-Englisch mit tschechischem Slang etwas Mühe.

Und hin und wieder gegegneten wir uns in der Luft, er in der ASW-20 L, ich in der Elfe 17 A. „Deine Elfe hat ganz schön etwas drauf!“ meinte er einst, als ich die tragenden Linien etwas besser fand als er.

Eine Zeit lang besass „Dschordsch“ einen B-4, HB-1101. Es handelte sich um den zweiten Prototypen, den Pilatus baute. Nach einem Akro-Manöver (g-Überschreitung) haben sich die Tragflächen verbogen und die Maschine wurde „abgestellt“. Georg konnte diesen B-4  günstig erwerben. Mit viel Einsatz hat er das Flugzeug in einem Stall in Beckenried wieder flugtüchtig gemacht.  Er flog damit bis zum Eintritt in die SG Nidwalden in Beromünster, wo er viele Flugstunden sammelte. Bei seinem Eintritt in die Segelfluggruppe Nidwalden, gab es keinen freien Platz für Privatmaschinen. Schweren Herzens musste er sich von seiner B4 trennen.

Nebenbei war er auch ein wenig Fantast. So geisterte in seinem Kopf stets das fliegende Auto herum. Über eine Studie hinaus gelangte das „Projekt“ nicht. Als er im Besitz des B-4 war, arbeitete er daran, diesen zu motorisieren. Der Motor sollte in den Rumpf geklappt werden. Dass er daran glaubte, beweist, dass er bereits einen Motor dafür beschafft hatte.

Die Tüftlerei brachte ihn dazu, für sich ein bequemes Fahrrad zu bauen. Es war auf einem Zentralrohr aufgebaut, hatte ein kleines Vorderrad. Bedient hat er es liegend.

Dass er den Grundsatz: „Geh mit der Zeit, sonst gehst Du mit der Zeit!“ kannte, zeigte sich daran, dass er auch an futuristische Konstruktionen glaubte, die zu realisieren sei es langsam Zeit.

Skyrotor Learjet, designed by Georg Vranek senior

Weil er einen Flugplatz praktisch vor der Haustür hatte, kam er schliesslich  zur SG Nidwalden. Hier wurde er auch Schlepp-Pilot.

georg „Dschordsch“ Vranek, hier im „Spys Geist2, Robin DR-180-R, HB EXW, Foto: Niklaus Wächter

Er genoss ausgiebige Segelflüge mit der ASW -20L. War er einmal in der Luft, musste man ihn fast abschiessen, wollte man eingeräumt haben bevor es Nacht wurde oder wollte man  in der Beiz noch ein paar Erfahrungen austauschen..

Georg in seinem Büro, Foto Niklaus Wächter

Um seinen Flughunger zu stillen bewarb er sich einst auch als Schlepp-Pilot bei der Fliegerschule Birrfeld. Dessen Aufgabe war es u.a. zwischendurch die Piste zu mähen. Da war er doch schön mitten auf der Piste und fuhr in Flugrichtung, das Gras mähend. Ich war mit dem Schüler im Landeanflug. Nun kam ein wenig Schalk ins Spiel. Die Landung wäre etwas zu lang geraten. Der Flugschüler reagierte richtig. Er startete schon wegen des Hindernisses „Vranek“ durch.  Nun griff ich kurz ein. Wir nahmen Fahrt auf ohne zu steigen. Und im Tiefflug überflogen wir Georg. Dieser erschrak dermassen, dass er beide Hände seitwärts ausstreckte und en Kopf einzog, wie uns Beobachter der Szene hinterher erzählten. „Du hast mich sehr erschreckt! Geht es eigentlich noch!“ Recht hatte er! Aber so nah sah er ein Flugzeug noch nie von unten!

Vranek der Rasenmäher

Er besass die Erweiterung für Instrumentenflug. Diese war ihm sehr wichtig und er absolvierte regelmässig den entsprechenden Checkflug.

Georg Vranek, bereit zum „Blindflug-Check“

Das „Militärvelo“ (Bezeichnung nach Jack Rufli dem damaligen Chefffluglehrer im Motorflug der FSB), der SF25 C-Falke eignete sich sehr gut für diese Übungen!

Herbie Odermatt: „Es kann los gehen!“
Georg Vranek, konzentriert an der Aufgabe
Georg Vraneks Massarbeit, die kleine Abweichung korrigierte er umgehend.

Georg bereitete materiell stets alles perfekt vor. Ich konnte eigentlich nur einsteigen! Er war auch immer gut auf die Übungen vorbereitet und die  gelangen ihm immer gut. Er wollte jeweils noch „Supplement“. Anspruchsvollere Kurvenlagen und Kurvenwechsel. Wenn man schon mal dran war, dann die vorhandenen Mittel ausnützen, war seine Devise.

Ich war im Juni 1988 mit Brigitte in einem Privatfluglager im Birrfeld. Sie flog unsere Elfe 17A, ich die ASW 20-L der SG Nidwalden. Gegen Ende der Woche kam Georg ins Birrfeld. Er bot uns an, die ASW nach Buochs zu bringen, wenn er dafür enoch einen Tag damit fliegen dürfe. Es passte. Brigitte war bereits weg gefahren. Etwas päter wollte ich den Anhänger öffnen, doch der Schlüssel  war irrtümlich bereits auf dem Weg nach Flüelen…  Sofort bot ich Georg die Elfe an. Leider passte er mit allen Tricks und Kniff’s nicht hinein. Er war einfach zu lang! Ich bot ihm an, eine ASK 21 von der Fliegerschule auf meine Kosten als Ersatz zu fliegen.

Nik Wächter bemühte sich einst um Georgs PC => Der alte Mann und das Mail

Georg, gut betreut im Spital in Stans

Es wurde stiller um Georg. Als ich bei Istvan nach ihm fragte, erfuhr ich, dass er im Spital sei. Wir machten uns auf, um ihn zu besuchen! Er war nicht in gutem Zustand, doch als er uns erkannte, taute er richtig auf. Er fühlte sich für eine Weile wohl unter Kollegen! Der Rollator und viele Erinnerungen sind ihm geblieben! Von seiner Heimat erzählte er wenig. Als er einst nach Hause fuhr, war er dort nicht gerne gesehen. Man hatte Angst, dass er Ansprüche an Haus und Umschwung anmelden würde.

Georg, der gebürtige Tscheche und Istvan Amort, der gebürtige Ungare, beide sind in der Schweiz alt geworden. Und beide haben sich voll integriert. Doch einige einheimische Gipsköpfe, die kaum je echt fremdes Brot gegessen hatten,  wollten es nicht verstehen, dass Integration immer von zwei Seiten gelebt werden muss… Während des Krieges, so erzählte er, hätte er nichts weiter ahnend gespielt und dabei hätte er sich etwas vom Haus entfernt. Plötzlich sah er deutsche Soldaten vor sich, die das Totenkopf-Emblem trugen. Er sei derart verängstigt gewesen, dass er fast die Hosen voll machte. Doch die Soldaten seien sehr nett zu ihm gewesen, Er brauche sich wegen ihnen nicht zu fürchten, wurde ihm bedeutet.  Die deutschen Soldaten der SS-Division Totenkopf untersuchten einen Notlandung einer Stuka Junkers Ju 87, welche im Winter im nahen mit Schnee bedeckten Feld landete und sich überschlug. Der Pilot konnte die Furchen unter dem Schnee nicht erkennen.

Als ihm seine Gesundheit weiter zu schaffen gab, wurde er wieder aufgebaut. Er hatte noch einen grossen Wunsch: Er wollte noch einmal „Heim gehen“. Der Wunsch wurde ihm im übertragenen Sinn zweimal erfüllt: Einmal durfte er in seinem Heimatland Ferien verbringen – auf einem Bauernhof. Dann holte ihn die Gesundheit, die nicht mehr mitspielen mochte, ein. Georg musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, wo er schliesslich verstarb. Die Erde seiner Heimat hat ihn aufgenommen. Der Kreis hat sich geschlossen.

Leise ging er von uns! Wir wurden überrascht! Da oben auf der Wolke sieben ist nun alles in bester Ordnung!

Georg auf Wolke sieben!

Deine Fliegerkollegen

Herzlichen Dank an Georg Vranek jun., dipl. Architekt ETH-SIA, der viele Einzelheiten zu diesem Bericht beigetragen hat.


Rattenfänger Energiewende

Rattenfängerin durch Gesprächsverweigerung

Die Rattenfänger der Energiewende, die für ein Ja plädieren, verweigern das Gespräch! Frau Rigozzi hätte Besseres zu tun!

Man kann die Botschaft teilen aber weder kritisieren noch ablehnen! Wieviele fallen auf diesen fiesen Trick herein?

Sogar der „liberale Strahlemann“ gibt sich für diesen schlechten Stil hin!

Ruedi Noser sagt: Die Liberalen sagen ja zur Energiestrategie 2050.

Strahlemann als Rattenfänger!

Ich sage:

Es gibt fast keine echte Liberale mehr! Lieber Ruedi Noser, Liberale haben nichts mit Planwirtschaft am Hut! Daher Energiestrategie 2050: NEIN!

Für wie dumm hält man uns eigentlich? Weitere Schlaumeier wollen uns „Erneuerbare Energie“ andrehen. Verbrauchte Energie kann nicht erneuert werden. Das abgebrannte Zündholz ist irreversibel! Strom, vom Generator geliefert ist weg, wenn er nicht gespeichert wird! Verpufft! Wann verkauft man dem Volk das Perpetuum mobile?

Die Störche sind auch nicht mehr, was sie einst waren. Es lohnt sich daher nicht mehr an sie zu glauben.
Die E-Strategie ist gar keine echte Strategie. Die Ziele sind kaum ausmachbar! Man müsste sich bemühen, die Kostenfrage umfassend zu beantworten. Aber leider haben wir mit Behörden unerfreuliche Erfahrungen gemacht. Sie stapeln in der Regel tief um eine Angelegenheit schöner darzustellen. Wenn es dann soweit ist, dass man der Wahrheit näher kommt, heisst es höchstens: „Konnte man damals nicht besser beurteilen.“ Mark Twain hat es schön gesagt:

„Als wir die Ziele aus den Augen verloren, verdoppelten wir die Anstrengungen.“

Die Strombarone haben die Angelegenheit (bewusst) verschlafen. Und die europäischen Stromdumpingpreise verlangen nach gleich langen Spiessen, also mehr Subventionen! Man würde besser, die EU-Dumpingpreise einklagen wegen Marktbeeinflussung, Marktbeherrschung, unlauteren Wettbewerb usw! Doch die Parlamentarier mit ihrem vorauseilenden EU-Gehorsam getrauen sich nicht. Warum wohl? Einerseits weil die eigenen, bestehenden Subventionen kaum als Muster vortragen könnten. Andererseits wollen die CH-E-Grosskonzerne (die im Vergleich zu ausländischen Zwerge sind), auf den EU-Markt mitmischen. Und eine Schar von Politikern müssen vorsichtig agieren, wenn sie E-Verwaltungsräten hocken oder einen entsprechenden Sitz im Visier haben…

Die Vorlage gehört an den Absender zurück! Ich mag kein janusköpfiges Spiel, bei dem ich zum Vorneherein zu den Verlierern gehöre! Wir Einzelbürger und Kleinfirmen sollen den Strom zu den Gestehungskosten einkaufen, während andere die Möglichkeiten haben, von uns subventionierten Strom zu kaufen! Da beisst sich doch etwas in den Schwanz! Daher: Energie-Abstimmung: Schweiz NEIN zu schleichendem EU Beitritt, Energiestrategie 2050 Nein

Auch deswegen: Elektro – Planwirtschaft

und:


Ungenaue Journalisten

Was uns Journalisten gelegentlich einbrocken! Oft falsch oder nur zeitweise richtig? Vielleicht gilt: „Ungefähr genau ist besser als absolut falsch.“ Ohne auf Fake News einzugehen, dies hat eine ganz andere Dimension, will ich auf das hinweisen, was mir öfters begegnet.

20 Minuten verkauft uns heute: „Dieser US-Airforce-Jet fliegt durch den Hurrikan“

Lockheed WP-3D Orion

Nichts da von Jet! Jedes Kind stellt fest, dass da 4 Propeller dran sind! Lockheed WP-3 Orion ist ein Turboprop mit vier Rolls-Royce-AllisonPropellerturbinen T56-A-14

Es scheint, dass etwas gemerkt wurde! Immerhin!

Sonntag 14. 5. 17: Neuer Titel: Sturmflugzeug – Diese Airforce-Maschine fliegt durch den Hurrikan

In letzter Zeit lesen wir viel über Erneuerbare Energie. Physikalisch betrachtet kann Energie weder erneuert noch verbraucht werden. Spätestens wenn die Sonne ihr Licht löscht, kommen die letzten Hinterwäldler drauf, sofern es dann noch welche gibt!

Wasser im Stausee gelagert ist lediglich potenzielle Energie. Gelangt das Wasser durch Druckleitungen in das Maschinenhaus eines E-Werkes treibt die kinetische Energie eine Turbine an und diese einen Generator, der nun Strom ins Netz liefert. Wird diese Energie nicht genutzt, verpufft sie unwiederruflich. Würde überschüssige Energie zum Pumpen verwendet, kann Wasser aus der tiefer liegenden Position in eine höhere gebracht werden. Wir haben die potenzielle Energie erhöht.

Das Ungenaue: Wasserkraft, Biogas, Solarenergie, Geothermie, Windenergie und Biomasse sind nach der praktizierten Redeart erneuerbare Energien oder nicht etwa Energieträger? Wäre „Energie aus umweltfreundliche Quellen“ nicht eher angebracht! Der Hinweis auf „umweltfreundlich“ würde dabei das Bewusstsein fördern.

Dakota, Gauligletscher, Nov. 1946 Bild Keystone

Im November 1946 „stürzte“ eine amerikanische Dakota DC-3 im Berner Haslital auf den Gauligletscher. Das Bild zeigt das Flugzeugwrack der US Air-Force, aufgenommen am 23. November 1946. Der Schriftzug «Fini» stammt vom Piloten Ralph H. Tate. Er hatte versucht, die Paketabwürfe zu stoppen, die die Insassen der Dakota gefährdeten. „Abgestürzt“ war die Maschine am 19. November. (Bild: Keystone). Wäre die Dakota abgestürzt, wie immer wieder geschrieben wird, hätte die erste alpine Luftrettung kaum stattgefunden. Das Flugzeug ist nicht abgestürzt sondern „aufgefahren“, ähnlich wie ein Schiff auf ein Ufer auffährt. Die orientierungslose Besatzung hatte Glück im Unglück.

Als über den Fund eines Propellers und danach über den Fund des ganzen Flugzeuges berichtet wurde, roch einer der Berichterstatter „noch das Kersosen„. Doch die Dakota war mit zwei Doppelsternmotoren Pratt & Whitney R-1830-92 Twin Wasp mit je 1.200 PS ausgerüstet, die selbstverständlich mit Benzin betrieben werden! Mehr: Flugzeugabsturz auf dem Gauligletscher (1946 Schweiz). Siehe auch: Luftwaffe: Rettungsaktion auf dem Gauligletscher.

Was uns vorgesetzt wird, muss noch lange nicht das Wort zum Sonntag bedeuten….

„(…) …sie bieten manchmal eine ausgesprochen tendenziöse und ideologisch eingefärbte Weltsicht. Die in den Medien dargebotene Wirklichkeit repräsentiert in erster Linie Stereotype und Vorurteile der Journalisten, ihre professionellen Regeln und politischen Einstellungen, die Zwänge der Nachrichtenproduktion und die Erfordernisse medialer Darstellung.
Sie lässt nur bedingt Rückschlüsse auf die physikalischen Eigenschaften der Welt, die Strukturen der Gesellschaft, den Ablauf von Ereignisse, die Verteilung der öffentlichen Meinung zu.)“   
(Winfried Schulz, Die Konstruktion von Realität in den Nachrichtenmedien)

und

Es gilt die Annahme: ”Egal, was wir sagen, sie schreiben doch, was sie wollen!” Mehr: Medienkritik, ungenau und verzerrt…
Die Frage ist nicht, ob Journalisten bestechlich sind. Sondern, von wem. Und von was.
Wenn schon ganz hohe Tiere in der EU verkünden: „Wenn es ernst wird, muss man lügen!“ (Jean Claude Juncker), sollten wir mit den Journalisten gnädig umgehen, denn schon Mark Twain sagte: Wahrheit ist unser kostbarster Besitz. Lasst uns sparsam mit ihr umgehen!“
Gilt auch für Journalisten: Ziel: fehlerfreie Arbeit => Zero – DefectsNullfehler Management
Ich habe grosses Verständnis für die Schreiberlinge. Sie müssten immer alles genau wissen und dafür entsprechend recherchieren. Die schnell lebende Zeit… Ich frage mich, was mir alles angedreht wird in Angelegenheiten, die ich wenig bis gar nicht kenne! Auf wen ist noch Verlass? Und muss ich alles hinterfragen, was die „Gelernten“ der 4. Staatsmacht alles erzählen…!? Es kommt mir gelegentlich vor wie in einem schlechten Krimi, wenn der Täter sich herausredet mit: „Das müssen Sie mir glauben!“ Da wären wir schon in die Nähe der Ideologie oder der Religion gerückt. Doch glauben bedeutet vor allem: „Nicht wissen“.
N.W. selbst erfahren in der Gilde schreibt dazu: Wer keine Mauer hinkriegt, sollte keine Häuser bauen. Journalismus zählt zu den anspruchs- und mühevollsten Berufen. Zudem zunehmend brotlos. Aber es fühlen sich weiterhin viele Leute dazu berufen. Einige davon, um mit dem Presseausweis gratis an die Party zu kommen. Und das ist kein schlechter Witz…( einen der schlechten Witze kenne ich persönlich…!)
Die Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten wird wohl so wie von Vielen die Gesetze verstanden werden. Sie seien da um umgangen zu weren….

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Elektro – Planwirtschaft

Heute bestätigt sich, was Ludwig Erhard voraus sah: Subventionierte Gewinne werden kapitalisiert, alles andere sozialisiert. Jene, von denen es am meisten gibt, bezahlen die Subventionen und für die Sozialisierung!

Ludwig Erhard

Wir können es an der „Energiestrategie“ 2050 nach vollziehen. Das was uns zur Abstimmung vorgelegt wird hat mit Strategie wenig zu tun, wenn Strategie der Weg zum Ziel bedeutet. Die Ziele sind nicht zu erkennen, wenn man davon absieht, dass neue Maden im Speck, neue Profiteure und weitere Trittbrettfahrer mit staatlichen Massnahmen herangezüchtet werden sollen.

Die gehegten Absichten kompensieren kein einziges AKW! AKW’s haben zwar den Vorteil der CO2-Neutralität, haben aber ein auf hundert Tausende Jahre langes Entsorgungsproblem, welches bereits auf „ewig“ sozialisiert ist. Die Gesamtrechnung ist auf jeden Fall anders als das, was dem Volk eingebäut wurde und wie das Blaue vom Himmel schön geschwätzt wurde. Die Welschen sagen: „Le bleu de bleu“!

Gaskombikraftwerke, sie wurden aus der Vorlage ohne Begründung heraus genommen, haben keine solchen Entsorgungsprobleme, sind aber nicht CO2 -neutral. Was ist wohl das kleinere Übel?

„Erst die Arbeit, dann der Lohn!“ In der Schweiz hat es sich eingebürgert, dass gewisse Akteure den freien Markt mit staatlicher Unterstützung umgehen können. Sie tun so, als wären sie dem Ohm’schen Gesetz unterworfen. Danach fliesst der Strom dort, wo ihm der geringste Widerstand entgegen steht.

Es hat sich eingebürgert, dass für Missmanagement und gewaltige Fehlleistungen exorbitante Gehälter bezahlt werden und dass für die Misswirtschaft sogar Belohnungen bezahlt werden!

Würde man für das „Gehalt“ Ermottis von 13,6 Mio Franken, dessen Job einer qualifizierten Arbeitsteilung unterwerfen, könnte man dafür 90 Personen à Fr. 150’000.- pro Jahr oder 75 à Fr. 180’000.- beschäftigen. Wetten dass… da eine grössere Leistung heraus käme, dass weniger Reputationsschaden angerichtet würde und dass mindestens 89 weitere Menschen ihr Brot verdienen könnten….? Dass der Staat das Unternehmen  noch nicht vor allzu langer Zeit vor dem Untergang retten „musste“, ist wohl Schnee von gestern!

Die Planwirtschaft:

  • 5 Jahre Marktprämien für die Energiefirmen (FR. 600 Mio Franken). Strom aus heimischer Wasserkraft zu kostendeckenden Preisen für Privatpersonen und kleine Firmen. Der Bundesrat legt die Preise fest und bestimmt, was „Kostendeckend“ heisst.
  • Grosse Firmen kaufen Strom auf dem „freien Markt“, zu subventionierten Tiefst-Preisen.
  • Diese Firmen bekommen den Netzzuschlag von jetzt 1,5 danach von 2,3 Rp / kWh sogar noch zurück
  • Während die Sowjets ihre Pläne jeweils für fünf Jahre festlegten ist unsere Zaubertante Doris Leuthard viel frecher. Sie schaut auf 33 Jahre voraus, exakt so lange wie der Fleisch gewordene Messias lebte! => BAZ: Unter falschen Propheten

Der Strom aus der Steckdose kommt dem Ohm’schen Gesetz folgend nach wie vor aus französichen Atomkraftwerken und aus deutschem Kohlestrom!

Schweizer Grossunternehmen der Stromwirtschaft sind im Vergleich zu europäischen höchstes kleine Gnomen. Aber sie wollen international mitmischen. Dort müssen sie sich mit Subventionitis herum schlagen. darin sind sie bereits Meister. Ergo muss in der Schweiz, wegen gleich langer Spiesse, kräftig subventioniert werden!

Als ich mich einst selbständig machte, musste ich vorerst kräftig investeren, danach hart arbeiten und mich gegen etwablierte Konkurrenz behaupten. Es wäre einfacher gewesen, wenn man mir die Investition subventioniert hätte. Wenn… Die Befriedigung, es selbst geschafft zu haben ist von anderer Qualität als eine Subvention!

„Die Falle ist von anderer Beschaffenheit als die Beute!“ (Saint Ex)

In dieser  Sache ist die Falle ein jährlicher „Beitrag“ von Fr. 10 / Person an die E-Wirtschaft! – Vorgerechnet von BR Doris Leuthard. Tonui Brunner hat Fr. 800 Fr ermittelt. 1: 80 ist eine weite Spanne!

Fiat lux! Bei „Uriella ist Doris Leuthard passend positioniert!

Ich bin froh, bereits ein „Nein“ eingeworfen zu haben! Deshalb:

Die bürgerlichen Befürworter der Energiestrategie arbeiten in Branchen, die profitieren könnten.„Handfeste Wirtschaftsinteressen“

Der Verzicht auf eine Parole zur Energiestrategie ist ein Symptom des Bedeutungsverlustes von Economiesuisse. „Nichts mehr zu sagen“

Ausserhalb der falschen Propheten:

Silvio Borner über zwei schwerwiegende Kleinigkeiten der Energiestrategie 2050. Liefern statt Lafern!

In diesem Blog schon behandelt:


Energiestrategie 2050

Mit der Energievorlage ist das Wort zum Sonntag noch lange nicht gesprochen! Sie ist in dieser Form abzulehnen! Das Muster erinnert an USR III!

Es gibt schon Ziele, die werden aber nicht genannt! Sie heissen:

Kapitalisierung von Gewinnen, Sozialisierung der Lasten

Es bedeutet nicht, dass Massnahmen nicht nötig wären. Doch so nicht! Strategien sind Wege zu Zielen. Die „Energiestrategie 2050“ lässt keine eigentliche Ziele erkennen. Erinnern wir uns an Mark Twain:

 „Als wir die Ziele aus den Augen verloren, verdoppelten wir die Anstrengungen!“

Sollen wir künftig mit 1000 und mehr Windrädern leben? Was machen die Windräder, wenn der Wind nicht geht (bläst)? Also, wenn der Wind neuen Wind holt?

Soll mit der sehr umstrittenen Geothermie noch ein paar Erdbeben erzeugt werden?

Wie steht es um den Begriff „Erneuerbare Energie“?  Energie, einmal verbraucht, kann nicht erneuert werden! Gewisse Vorgänge sind irreversibel! Verbrauchte Energie kann nicht erneuert werden. Spätestens wenn die Sonne das Licht abstellt wird es allen einleuchten, doch sie werden vorher verschwunden sein… Bevor es so weit ist sind sie in Verwaltungsräten und anderen „Schaltstellen“ verschwunden. Der Abbrand eines Zündholzes kann nicht rückgängig gemacht werden!

Wie sollen wir bis 2035 den Energieverbrauch um 43% senken, wenn jährlich gegen den Volkswillen  80’000 Menschen zuziehen?

Und wenn Ölheizungen verboten werden (ab 2029), wird es einen staatlich verordneten Investitionsschub geben, den jemand zuerst einmal bezahlen muss! Unser Haus ist jetzt 23 Jahre alt. Es ist sehr energiefreundlich gebaut. Wir erfüllen fast den Minergie-Standard! So weit ist nicht einmal das Bundeshaus, welches offenbar undichte Dächer aufweist (Unfall Blocher)! Der Unterschied zwischen dem Bundeshaus und dem Burghölzli bzw, einer Klappsmühle ist der: Das Burghölzli bzw. die Klappsmühle hat wenigstens ein dichtes Dach.

Wir erfüllen fast den Minergie-Standard!

Und wie steht es um die Lebensdauer von energiefreundlichen E-Geräten, inkl. Haushaltgeräten? Die Wertanalysten sollten Mindestwerte bezüglich garantierter Lebensdauer aufgebrummt bekommen. Als die Tiefkühltruhe nach gut 5 Jahren den Geist aufgab, erfuhr man, dass es 10 Jahre schon sein sollten. Es gab einen Preisnachlass auf das neue mit AAA (sehr energiefreundlich) gekennzeichnete Gerät. Im Gegensatz zum „Methusalem“ in Grossvaters Haus. Der Kühlschrank funktionierte nach 40 Jahren noch!

Der kürzlich erstandene 700 Watt-Staubsauger nach EU-Norm zeigt doch auf wie es geht.  Das Produktblatt sagt u.a. aus:

  • max. Leistungsaufnahme: 700 Watt
  • Energieeffizientsklasse A
  • Schallleistungspegel: 61 dB (A)
  • Stromverbrauch pro Jahr 26 kWh (auch wenn er nicht gebraucht in der Ecke steht?)
  • Saugleistung in mm Wassersäule: Im Vergleich zu früheren Geräten keine Angabe.  Auch der Verkäufer hatte keine Ahnung, nicht einmal wovon ich sprach!

Lebensdauer: Was nutzt ein energiefreundliches Gerät, wenn es bereits alle paar Jahre  ersetzt werden muss? Die Gesamtbilanz ist dann sehr schwach! Oder meint man etwa, wenn die Geräte in Far East hergestellt werden, es sei dann eben deren dort ihr Problem?

Bei Annahme der Vorlage wird erst einmal sehr viel Kapazität aufgebaut und es wird sehr viel Geld umverteilt. Wie weiter wird danach festgelegt. Das ist nicht mehr und nicht weniger ein Gewurstel – ein Experiment mit unbekanntem Ausgang.

Energiegesetz, viel Spielraum für die Verordnung dazu!

Es kommt mir vor, als würde man erst einmal planwirtschaftlich 10’000 Windkraftanlagen aufstellen und staunen, wenn der Wind ausbleibt….!

Wenn das einzige strategische Ziel unserer „Eliten“ die nächsten Wahlen und danach die Sintflut vorliegt hilft es mir wenig. Einige der „Strategen denken doch noch weiter: Was ist nach der Politkarriere? Um in einen Verwaltungsrat gewählt zu werden, muss schon heute gekuscht werden…

Die Einflüsterer der Branche (BKW, ALPIQUE, etc.), sind vom subventionierten EU-Strom geblendet, namentlich vom Strom aus Deutschland. Weil sie dort am „freien“ Markt mitmischen wollen, brauchen sie gleich lange Spiesse – sprich gleiche Subventionen!

Bundesrätin Doris Leuthard schwingt die Energiekeule

Frau Leuthard will jedem Hauhalt (4 Personen) jährlich lediglich 40 Fränkli anzwacken. Genauer: 10 Fränkli pro Person! Toni Brunner hat nachgerechnet und ist auf 3200.- bzw. 800 Franken gekommen.  1: 80 ! Da ist aber der Bogen weit gespannt! Es wird wohl dazwischen liegen. Bundesräte verrechnen sich regelmässig um Vorlagen durchzu bringen. Bei der Empfehlung, die Personenfreizigigkeit anzunehmen betrug der Faktor etwa 10! Da sie nie zur Rechenschaft gezogen werden, können sie es sich leisten, gezielt tief zu stapeln

Es wäre besser, die Wettbewerbsverzerrung durch Subventionen einzuklagen anstatt von freiem Markt zu reden, wo es keinen freien gibt! Was soll ich dazu noch sagen? Die Schweiz würde in Strassburg kaum glaubwürdig gegen Subventionen klagen können, weil sie selbst schon in einem Subventionssumpf ist und diesen statt trocken zu legen, noch vergrössern will!

Allein, was mit der Nutzung der Wasserkraft geschehen soll macht nachdenklich!

Warnt vor Ungleichbehandlung: Preisüberwacher Meierhans NZZ am Sonntag 30. 04. 17. Es lohnt sich, diese Gedanken einzuziehen!

Daniel Friedli

„(…) Wie rettet man die Schweizer Wasserkraft? Die Energiekommission des Nationalrates hat darauf eine Antwort formuliert, welche die privaten Stromkunden und kleinere Firmen in die Pflicht nimmt: Sie sollen, so der Entscheid von dieser Woche, künftig nur noch mit Strom aus heimischer Wasserkraft beliefert werden. Und sie sollen für diesen Strom einen Preis bezahlen, der alle Kosten deckt und zusätzlich eine gewisse Marge für die Produzenten enthält.

Doch die Idee dieser faktischen Abnahmegarantie für Strom aus Wasserkraft stösst auf Kritik, auch beim Preisüberwacher. Er finde den Vorschlag nicht gut, sagt Stefan Meierhans auf Anfrage. Denn die vorgeschlagene Lösung zementiere die Ungleichbehandlung im Strommarkt. «Es werden nur die gebundenen Endkunden belastet, nicht aber die grossen Verbraucher, die ihren Strom auf dem freien Markt einkaufen dürfen», sagt Meierhans. Und damit werde die Rechnung wieder denselben Konsumenten angelastet, die schon heute für ihren Strom kostendeckende Preise bezahlen müssten, die deutlich höher seien als die Tarife auf dem freien Markt.

Meierhans kritisiert aber auch, dass die Unterstützung der Wasserkraft über diese Abnahmegarantie gewissermassen verdeckt erfolgt. Dadurch würden viele Kunden die Massnahme wohl gar nicht bemerken. Dies, so der Preisüberwacher, wäre anders, wenn auch die heimische Wasserkraft transparent über eine zusätzliche Abgabe subventioniert würde. Die Frage wäre dann aber, ob das Volk einer solchen Abgabe auch zustimmen würde.

Schliesslich moniert Meierhans auch, dass die Politik jeweils nur in eine Richtung handelt, nämlich zugunsten der Branche. «Ich befürchte, dass die Ungleichbehandlung wieder aufgehoben wird, sobald der Preis der inländischen Stromproduktion wieder tiefer ist als jener auf dem internationalen Strommarkt», sagt er. Dann hätten die kleinen Kunden einen Preisvorteil, den man ihnen aber wohl schnell wieder wegnehmen würde.

Hinter diesem Punkt verbirgt sich laut dem Preisüberwacher ein tiefer liegendes Problem: Man müsste einmal grundsätzlich klären, ob die Stromwirtschaft nach marktwirtschaftlichen oder nach staatlichen Grundsätzen funktionieren soll. «In guten Zeiten Marktwirtschaft, in schlechten Zeiten Staatswirtschaft, das passt für mich nicht», sagt Meierhans. Das gereiche auch der Strombranche als Ganzes nicht zu sehr viel Glaubwürdigkeit.

Dass die Politik nun zusätzlich zur Unterstützung in der neuen Energiestrategie schon wieder neue Fördermassnahmen für die Wasserkraft ins Auge fasst, hängt mit einer Intervention aus eben dieser Branche zusammen. Mehrere Konzerne haben als Notlösung für die derzeit unrentable Wasserkraft eine «befristete Grundversorgungsprämie» verlangt, unterstützt auch von den Kantonen. So weit wollte die Energiekommission aber nicht gehen. Stattdessen beantragt sie nun die genannte Abnahmegarantie zu kostendeckenden Preisen. Der Nationalrat wird im Juni über den Vorschlag befinden.)“

BR D. Leuthard (nicht BRD-Leuthard): „Der Schuss in den Ofen“

Ich beleuchte mein kleines Büro auch mit Energie von der Sonne und mache damit meine guten Erfahrungen! Ist das Pannel grösser als 1 Quadratmeter, braucht es eine Baubewilligung. Ein Carport mit Solardach wurde mir durch die Nachbarn verweigert. Wir werden es erleben, dass wir selbst für eine Sonnenbad bezahlen müssen 😉

Ich wollte zur Ergänzung ein Windrad aufstellen. Leider weht der Wind zu wenig stark und zu wenig oft!

In diesem Blog schon behandelt:

Lesen Sie im Finanzblog…. :

… und im „Rued Milan„:


Niklaus von Flüe – der Heilige Bruder Klaus

Bruder Klaus, geboren um 1417 im Flüeli (Gemeinde Sachseln), gestorben am 21.März 1487 im nahegelegenen Ranft. –  Satue am Dorfplatz, Sachseln – Foto: Herbert. Odermatt

2017 ist der 600. Geburtstag von Niklaus von Flüe, der als Bruder Klaus in Flüeli-Ranft als Eremit und Einsiedler lebte und als Mystiker und Mittler gefeiert wird, ist der Anlass. Bruder Klaus wurde vor 70 Jahren von Papst Pius XII heilig gesprochen.

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Der Geburtstag wird mit einem Staatsakt gefeiert. Somit wird die nationale Bedeutung von Bruder Klaus gewürdigt. Die Politiker werden sich bemühen, schöne Worte zu finden, den Zusammenhalt hervorzustreichen und das Leben des Eremiten als Beispiel darstellen. Morgen aber sind sie wieder im Hamsterrad der Politik. Weitsicht ist weniger gefragt als die nächsten Wahlen. Und das einzig lang wirkende Bestreben ist jenes, das nach Amt und Würde kommt. Und da geht es darum, schon jetzt gefällig zu sein, will man dereinst noch Geld aus einem Verwaltungsrat oder einem speziellen Mandat auf seine eigene Mühle leiten… Die Vettern wollen übereben, darum pflegen sie eine eigene, die Vetternwirtschaft. Im Dialekt heisst es oft: „Söi Häfeli, Söi Deckeli“! Das Motto: „Wer hat, dem wird gegeben“ Die Energiewende lässt grüssen!

Kein Prophet, kein Führer, aber ein Seher, – Wenn Frau BR Doris Leuthard für mehr Vertrauen wirbt, muss sie selbst glaubwürdig sein! Es scheint, dass der Bundesrat und die Polit-Elite das Ohr zu wenig am Boden haben. Anstatt, dass sie Volkswillen umsetzen, lassen sie sich von Branchen-Baronen wie z.B. der Stromlobby berieseln oder kriechen Brüsseler EU-Fantasten zu Kreuze.

Nach der Überlieferung soll Niklaus von Flüe diese Verse täglich gebetet haben:

Mein Herr und mein Gott, nimm alles mir, was mich hindert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich führet zu dir.
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.

Biografie: Mit seinem Bruder Peter wuchs Niklaus auf einem ansehnlichen Hof auf (das Geburtshaus). Über seine Jugend ist wenig bekannt. Um 1445/ 1446 heiratete er Dorothea Wyss (geboren um 1430). Zehn Kinder entsprangen ihrer Ehe (Das Wohnhaus von Bruder Klaus).

Der Zeit gemäss beteiligte sich Niklaus von Flüe als Bursche an militärischen Auszügen, doch schätzte er das Kriegshandwerk nicht. Dagegen war er spätestens 1457 der Vertrauensmann der Pfarrei Sachseln, und 1462 gehörte er dem Kleinen Rat , dem höchsten politischen und richterlichen Führungszirkel des Standes Obwalden an. Eine Kandidatur für das Amt des Landammanns lehnte er ab.

Um 1465 legte er alle politischen Ämter nieder. Zwei Jahre später, am 16. Oktober 1467, verliess er mit dem Einverständnis seiner Frau die Familie in der Absicht, als Pilger zu wallfahren. Wie vor einer langen Pilgerreise üblich, ordnete er zuvor den Nachlass und vertraute Familie, Haus und Hof den beiden ältesten, bereits erwachsenen Söhnen an. Von Visionen geleitet kehrte er bald um und liess sich im nahegelegenen Ranft nieder. Freunde bauten ihm eine Kapelle und eine Klause (Die Zelle von Bruder Klaus). Bald strömte viel Volk zum „lebenden Heiligen“. Im Dezember 1481 wirkte er beim Stanser Verkommnis entscheidend auf die zerstrittenen eidgenössischen Stände ein.

Mystik: Niklaus von Flüe strebte nach dem Einswerden mit Gott. Das Leben als erfolgreicher Bauer, Ehemann, Vater, Richter und Politiker, befriedigte ihn nicht, so dass er um 1465 in eine tiefe Sinn- und Lebenskrise geriet. Sein priesterlicher Freund Heimo Amgrund half ihm, sich daraus zu lösen und den ihm gemässen Weg zu finden. Zahlreiche Erscheinungen und Visionen, die er mit Freunden besprach, führten ihn auf den Weg in den Ranft.

Bruder Klaus ist ein Vertreter der spätmittelalterlichen Laienmystik. Da er weder schreiben noch lesen konnte, übernahm er die Lehren der deutschsprachigen Dominikanermystik aus mündlicher Überlieferung. Für den Mystiker Niklaus von Flüe wichtig waren vor allem die Betrachtung des Leidens Jesu, sowie die Verehrung der Eucharistie. Er beschäftigte sich auch intensiv mit der Dreifaltigkeit. Dazu benützte er ein einfaches Radbild, das einen dynamischen Gott postuliert, dessen Allmacht dreifach von der Mitte ausgeht und wieder in die Mitte zurückkehrt.

Von Bedeutung für das Verständnis von Niklaus von Flüe ist seine völlige Abstinenz von Speise und Trank während der 19 ½ Jahre im Ranft. Glaubwürdige Zeugen bestätigen seine Abstinenz, die naturwissenschaftlich nicht erklärbar ist. Sein Beichtvater, der Kernser Pfarrer Oswald Ysner, erkannte darin ein Zeichen göttlicher Liebe.

Nachleben: Niklaus von Flüe genoss bereits zu Lebzeiten höchste Verehrung. Sein Rat an die in Stans tagenden Stände wurde jedoch weniger von den Zeitgenossen denn von der Nachwelt als bedeutende Friedenstat verstanden. Während der Reformation erinnerten Reformatoren (Zwingli, Bullinger) vor allem an die politischen Ratschläge (Abkehr vom Pensions- und Söldnerwesen) des Eremiten, während die katholische Seite die religiösen Aspekte hervorhob. Besonnene Kräfte betonten stets, dass Niklaus von Flüe allen Schweizern gehöre. Bruder Klaus wird noch heute gern zitiert, sowohl von konservativen wie von fortschrittlichen Zeitgenossen.

Autor: Dr. Roland Gröbli (als Basis für diese Kurzbiografie diente der vom selben Autor 1993 für das Schweizer Lexikon geschriebene Text).

Meditationsbild, gemalt nach Angaben von Bruder Klaus -© 1999 – 2017 Wallfahrt Sachseln

Das Meditationsbild des Heiligen Bruder Klaus – War das Volto Santo die Vorlage für das Meditationsbild des Heilgen Bruder Klaus? Das neuste Video von Pfarrer Läufer analysiert das Meditationsbild und liefert erstaunliche Informationen.

Ethik und Imagination

Die Person (Persönlichkeit) des Menschen ist seine Seele (psychë). Das Fachgebiet, in dem das Tun der Seele hinterfragt wird, ist die Ethik. «Ethik» ist abgeleitet vom griechischen Verb εθίζω (ethizo, Partizip έθικος – ethikos), was «gewöhnen», «pflegen» bedeutet. Ethik ist Pflege der Seele, Pflege der Persönlichkeit….

Vision ist Imagination

Carl Gustav Jung gilt als derjenige Psychologe, der die Imagination in die Psychotherapie einführte. Was hatte ihn dazu inspiriert? In Wirklichkeit ist die Imagination schon uralt. Durch Meditation werden in vielen Religionen im Innern Bilder hervorgerufen. Manchmal kommt es dabei auch zu spontanen Visionen. Dieser Meditation entspricht im Griechischen die «eidetikë technë» – είδος (eidos) bedeutet «Bild», die «äussere Erscheinung» – was die Begabung einiger Menschen beschreibt, in der Seele Bilder aufsteigen zu lassen. Die Fähigkeit der Imagination war also bereits ein Thema in der antiken griechischen Philosophie –, die Psychologie war ohnehin bis ins 19. Jahrhundert Bestandteil der Philosophie. In der katathym imaginativen Therapie sollen das Aufsteigen von Bildern, das sich «lebhafte» Vorstellen und die Bilderreisen befreiende und wohltuende Wirkungen hervorrufen.

Wenn ein Mensch nicht das tun darf, was er kann und wozu er berufen ist, wird er krank. Wenn er nicht in seinem Verhalten widersprüchlich entgleist, so wird er durch das permanente Erleben von Frustrationen doch schwermütig (depressiv). Bruder Klaus hatte von Anfang an die Begabungen eines Mystikers. Das besondere Tun des Mystikers ist die Imagination. Für C. G. Jung ist der Eremit im Ranft der Prototyp des Mystikers (Ges. Werke, 11, §487). Ohne künstlich angeeignete Meditationstechnik hatte er die Fähigkeit zur Imagination. Bruder Klaus hatte sehr schöne Visionen. …  mehr

Bruder Klaus und seine Mystik– Im Gespräch mit Albert Lutz, Direktor des Rietberg-Museums, über den Heiligen Bruder Klaus und seine Mystik.

Thomas Maissen:  Niklaus von Flüe – Glaubensvorbild, Einiger, Mahner; das Das Nachleben des Eremiten über sechs Jahrhunderte

Im Herzen von Europa-> Bruder Klaus

Sowohl Bundeskanzler Konrad Adenauer wie auch der charismatische Zeitungsverleger Axel Springer bewunderten Niklaus von Flüe. Teilweise nahm deren Faszination skurrile Züge an. Siehe auch: „Konrad Adenauer und der Bruder Klaus

Axel Springer:

«Was die Seele für den Leib ist, ist Gott für den Staat. Wenn die Seele aus dem Körper weicht, dann zerfällt er. Wenn Gott aus dem Staat getrieben wird, ist er dem Untergang geweiht.» Mehr

Mehr Ranft!

Noch mehr Ranft: Im Sommer 2017 macht das mobile Erlebnis «Niklaus von Flüe – Unterwegs» Halt in allen 26 Kantonen der Schweiz.

Flüeli-Ranft – ein Kraftort! Die Eremitenklause aus Holz gebaut liegt zwischen steilen Hängen sorgsam geborgen. Unten im Tobel fliesst die Melchaa mit ihrem klaren Wasser. Die ganze Zone hat eine Ausstrahlung von 9500 Boviseinheiten. Die Zelle selbst ist durch die vielen Besucher und Neugierige „verbraucht“. Sie starhlt praktische keine Energie mehr aus. Bei völliger Ruhe kämen die Kräfte wieder hervor.

St. Niklausen ist ein weiterer Kraftort. Neben dem Turm steht die hübsche weissverputze Kapelle. Das Spezielle an der Kapelle ist die gewölbte Holzdecke, welche im Jahr 1704 entstanden ist. Die Bilder zeigen Themen aus dem Alten und Neuen Testament und sind mit heiligen Figuren bemalt.
Ein besonders kraftvoller Platz befindet sich in der Mitte unter der Chordecke. Er gibt 18000 Boviseinheiten her. Die neue liturgische Ausstattung von 1994 weist jedoch der Standort des Priesters am Zelebrationsaltar heute nur etwa 8000 Boviseinheiten auf. In der ganzen Kirche herrscht eine schlichte, warme Atmosphäre mit dem klassischen Wert von harmonischen 15000 Boviseinheiten. (=> Blanche Merz Orte der Kraft in der Schweiz)

Grabkapelle

Die Grabkapelle ist an den Kirchturm der von der heutigen Kirche getrennt da steht, angebaut.

Die Flüelikapelle wurde 1618 zu Ehren des von Niklaus von Flüe erbaut

Flüeli Kapelle, erbaut anno 1618

Irgend wie sind sehr viele Menschen mit Niklaus von Flüe verwandt. Staatsarchivar Pater Norbert Füeler, Schwyz,  stellte diese Verbindung für unsere Familie einst her und er nahm Winkelried gleich auch noch dazu. :

Die Verbindung zum Heiligen Bruder Klaus und dem Eidgenossen Winkelried

Niklaus von Flüe (1417-1487) 
     Wyss Dorothea
     ¦
von Flüe Dorothea
     Scheuber Kensli von Altzellen, NW 
     ¦
Scheuber Konrad, sel. , Landammann 1543; 1481-1559
     Roth Margaretha
     ¦
Scheuber Christina, verheiratet um 1540 mit
     Christen Melchior, tat sich 1531 am         Hubel hervor
     ¦
Christen Wolfgang, Kommissar
     Lussi Anna, Tochter des Ritter Melchior Lussi und seiner ersten Frau        Katharina Amlehn
     ¦
Christen Andreas
     von Büren Juliana
     ¦
Christen Anna
      Gander Meinrad
     ¦
Gander Hans Caspar (1642)
      Achermann Magdalena
     ¦
Gander Anna Maria
  Murer Jakob
     ¦
     ¦
Murer Meinrad, geb. 1692, Kirchmeier
  Käslin Klara, geb. 1697 
     ¦
     ¦
Murer Jakob
     Achermann Elisabeth
     ¦
     ¦
Murer Meinrad, gefallen 1798  (Überfall der Franzosen)
     Murer Josefa
     ¦
     ¦
Murer Meinrad, geb 1793,+ 1870, verheiratet 1819 mit
     Achermann Anna Maria, + 1834        
    ¦
Murer Peter, geb. 27.10.1828, + 27.1.1900, verh. 3.7.1871 mit
   Amstad Anna Maria, geb. 25.2. 1853
     ¦
Murer Meinrad, geb 6.10.1872, + 28.8.1960, Schiffmeister und Käser, verheiratet mit 
     Würsch Marie, geb. 12.11.1870, +      27.8.1950
     ¦
Murer Margrith, geb. 2.10.1908, + 2.4.1983
     Odermatt Josef Alois, geb. 26.8. 1909 in Beckenried, Schuhmacher, Seemann 5.5.1957
     ¦
Odermatt Herbert, Paul, geb. 13. 03. 1942, verheiratet mit
     Mattmann Brigitta, Lina, geb. 22. 11. 1943             
     ¦
Odermatt Daniel, geb. 08. 11 . 64 verheiratet mit
     Mun Sau-Kuen, geb. 7.7.71 
     ¦
Odermatt Cheryl Siew-Kei (kleiner Jade), geb. 4. 11. 2000 
                   und
Odermatt Shannon Siew-Tong (Moregnrot) , geb. 03. 01. 2003





Quellen: Staatsarchivar P. Norbert Flüeler, Schwyz / odh
Winkelried Erni +1Die 1618 erbaute Kapelle auf dem Flüeli-Felsen im Abendrot386 zu Sempach
     ¦
Winkelried Erni, Landammann, 1417, 1418.
     ¦
Winkelried Heinrich, Ratsherr u. Tagsatzungsbote
     ¦
Winkelried Arnold, Hauptmann, + 1522 bei Bicocca
     Gössler Helena, Tochter des Uli Gössler, Bürgermeister von St.Gallen
     ¦
Winkelried Magdalena
     Odermatt Hans, des Klaus u. Greti Mettler
     ¦
Odermatt Arnold
     Suter Afra
     ¦
Odermatt Hans, Landvogt im Blenio (1588)
     von Büren Anna, Schwester des Landammann Sebastian von Büren
     ¦
Odermatt Jost, Landweibel
     Blättler Gertrud
     ¦
Odermatt Ulrich
     von Büren Agatha
     ¦
Odermatt Jost, verehelicht 1636
     Mathis Juliana
     ¦
Odermatt Franz, Gesandter 1651-1733
     Risi Mar.Agatha
     ¦
Odermatt Anton
 Hummel Elisabeth
     ¦
Odermatt Elisabeth
      Käslin Mathias Victor
     ¦
Käslin Josefa
      Achermann Peter
     ¦
Achermann Anna Maria, Frau des Murer Meinrad
















Odermatt Josef, Meinrad, Franz, Anton, geb. 24. 04. 1936 Bauschlosser


Odermatt Alex, geb. 02. 08. 1966 
verheiratet am 5.5. 1993 mit Bürgisser Ursula, geb. 04. 03. 1971
Odermatt Brian Philip,  geb. am 25. 05. 1997 in Toronto, Canada
                    und
Odermatt Thierry Pascal,geb. am 28. 07. 2000

          20. 04. 04 – 30 04. 17, odh 

Othmar „Oats“ Schwarzenberger

 

Oats

Der ehemaliger Nidwaldner Segelflieger, noch immer aktiv,  schreibt:

Im Duo Discus in 9000ft über Texas, Bild: Oats

„(…) Salü Herbert:

Ich hatte Pläne, meine wenigen Erinnerungen über Aktivitäten im Segelflug Nidwalden/Buochs Dir persönlich weiterzugeben. Mein Termin  für einer Reise in die Schweiz  hat sich nun verzögert.  So sende ich Dir was noch im Kopf gespeichert ist. Heute machen wir mit der Hilfe von elektronischen Geräten und Kameras, wie GoPro und IPhones, 1000 Bilder in einem kurzen Flug und alles kann im Detail verewigt warden.

Here we go:

Meine ersten Segelflug Aktivitäten waren Modellflug. Dann Segelflug ab 1945 mit der Segelfluggruppe Horgen-Zug in den Wiesen von Hausen
und Ebertswil am Albis,  und Maschwanden. Fluglehrer Heiri Meili.

odh: Aus der Urzeit in Hausen, am Rumpf mit weisser Kappel: Karl Suter (Rigisuter)
odh: Erste Landung am Albis
odh: Hans Würth; Bild: odh – aus Chronik SG Bern

Nach meiner  VU (Fliegerischer Vorunterricht) auf Spalinger S-21 und Grunau Baby Grund-Schulung im Belpmoos 1946 mit Fluglehrer Hans Würth und Hans Nietlispach,  erlangte ich das Segeflugbrevet 1948 als  Mitglied der SG Bern. Skisport, Lehrabschluss und Militärdienst waren das Programm im Jahr 1949.

 

 

Bern, 1946,  S21 (im Doppelschlepp mit Pelikan S-2″, Bild: Oats
odh: Hans Nietlispach – Housi National aus „Segelflug“ von Hans Nietlispach
In der Meise in Bern 1951. Bild: Oats

Im  Frühjahr 1950 startete ich bei Pilatus in Stans und wurde Mitglied der Segelfluggruppe Nidwalden, die zusammen mit der Segelfluggruppe Luzern den Militärflugplatz Buochs benützen durften.

Segelflugzeuge:  SG Nidwalden –  Hug Spyr Va, Grunau Baby: Das Grunau Baby war für lange Monate in  Revison, direkted bei  Herr Geering.

SG Luzern : – Spalinger S-19 , betreut von Sepp Ming.

odh: Jakob Geering, der Sheriff (aus Gruppenbuch SGN)

Schleppflugzeug:  Piper Cub (J3C, 65 PS, HB-OFK) geflogen von Guido Good und Adolf Föllmi
( die Besitzer!) Winde:  Schindler Elektro Winde, Ward Leonard“, der SG Luzern

Hangars und Wartungsräume:  Militarflugplatz Bunker (U-4) und Flugplatz-Holz-Baraken.

Das alte Baulokal in der Herderen.

Personen:  – August Hug, Senior Fluglehrer und Top Autorität über alle Gruppen Aktivitäten.

odh: Die sieben Aufrechten. Oben v. li: Alois Keller, Jakob Geering, August Hug, Hans Mühlich, unten v. li: Franz Scheiber und Werner Häuptli, der 7.,  Ernst Weber („Schnappus“) hielt den Nerven des Erstfluges des Spyrs nicht Stand und verzog sich. Bild: Gruppenbuch SG Nidwalden

Jakob Geering –  Wartungsschef  und Vermittler zwischen Militärflugplatz und den Gruppen- Aktivitäten auf dem Fluggelände. Der Sheriff!

Guido Good  – Schleppilot, Adolf Föllmi – Segelflug- & Schleppilot, Franz Scheiber– Segelflug, Sepp Ming – Segelflug, SG Luzern

odh: Erinnerungen aus der SGN-Geschichte

Die  Electro-Winde, wenn einsatzfähig, sorgte für gute Starts und kurze

odh: Grunau Baby II (Karpf), HB 403 der SG Nidwalden. Foto: Primus Wyrsch

Platzrunden.  August Hug, war mein Checkpilot für den Spyr Va und die Doppelsitzer Bewilligung.  Die Windenstarts machten es fast unmöglich im Talkessel und geringer Höhe  einen Thermikanschluss zu finden in meinen Flügen im Spyr Va und Grunau Baby.

Spyr Va, HB 509 in Buochs 1951. Bild: Oats

Flugzeugschlepps hinter dem Piper Cub (J3C) mit schwachem Motor (65 PS) brauchten viel Flugzeit und waren oft etwas spannend, besonders mit zwei Personen im Spyr Va. Es war gut, eine lange Jet-Piste zu haben.  Hohe Schlepps, i.e. auf  1000 Meter/Grund waren Ausnahmen.

In Erinnerung bleiben :

Nach Arbeitsschluss Schleppflug im Grunau Baby via Stansstad um die Westseite vom Bürgenstock.  Klinken über der Hammetschwand-Lift- Station.  Sinkflug bis über den Stockmatt Hang  N beim Pilatus Werk. Dann plötzlich stabiler Segelflug im Hang-Aufwind bis zur Dämmerung.

odh: Nachtflug gez.: Edi Lischer sel.

Der Flug von „Oats“ erinnert mich an den „Nachtflug, festgehalten von Edi Lischer.Es gibt über dem Flugplatz Buochs Situationen, wo die Abeendthermik einsetzt und Ab Winde konnten wir breite Aufwinde nutzen, die bis 2m/sec Steeigen hergaben. Der Flug am 22. 9. 62 brachte uns einen „Rüffel“ des zivilen Flugfeldleiters und Testpiloten Rolf Böhm (Pilatus) ein! Ohne Belichtung an den Flugzeugen… Ich schätzte die Höhe vor der Landung an den Strassenlampen: Waren sie alle rundum gleich hoch, kam die Zeit zum Abflachen…

Frühling 1951:  Sepp Ming offerierte SG Luzern’s S-19 für einen Flug an einem sonnigen Sonntag. Mein erster Flug in diesem “Leistungsflugzeug”.  Ich plante ein Zielflug nach Mollis. Schlepp bis über den Flugplatz Luzern- Allmend. Hier traf ich gute  Thermik an. Nach dem Steigen, Gleitflug nach Emmen.  Die Thermik nahm mich an, ich gelang nach Sins. Gutes Steigen in Thermik über dem Ort aber noch keine Cu-Wolken in Sicht über dem Zugerland, Hirzel und weiter im Osten. Einige Wolken formten sich über dem Reuss-Gebiet in Richtung Birrfeld. Entscheidung: Birrfeld oder nach Mollis. Mit Erwartung auf Thermik flog ich weiter östlich in Richtung Ebertswil am Albis, mit bekannten Landemöglichkeiten und dem Heim von Fluglehrer Meili.  Ohne weiteren Aufwind zu finden nach langem suchen, setzte sich die S-19 sanft in eine grosse, frisch geschnittene Wiese ausserhalb von Ebertswil. Fluglehrer, nun Bauer Meili, war sehr hilfsbereit und drei Stunden später konnten Schleppilot Völlmi im gelben Piper Cub und ich die herrliche Landschaft über dem Zuger- und Vierwaldstaettersee  auf dem Rückschlepp nach Buochs bei sinkender Sonne geniessen.

Zurück in Buochs vernahm ich, dass am gleichen Nachmittag zwei Segelflugzeuge vom Birrfeld kommend in Buochs landeten.

Im Juli 1951 pedalte ich am Nachmittag von Alpnach kommend dem Lopper entlang nach Hause. Ich sichtete im Wald am Westhang vom Bürgenstock über der Stanserstrasse zwei weisse Fallschirme in den Bäumen. Kein gutes Zeichen!

odh: Spyr- Absturz, Gruppenbuch SG Nidwalden

Tatsächlich waren es die Rettung von zwei SG Nidwalden Mitglieder die aus dem Spyr Va abgesprungen waren. Ein mechanischer Defeckt im Kontrollsystem (Gestänge zum Querruder war gebrochen) war die Ursache des Absturzes. Mannschaft (Josef Ming und Heinrich Schälchlin) war OK und das Segelflugzeug wurde in wenigen Monaten wieder flugfähig.

 

odh: August Hug schrieb: Ein schwarzer Tag… (Gruppenbuch der SG Nidwalden)

Für mich war es ein ganz besonderes Ereigniss. Am Tag vor dem Unfall machte ich einen Passagierflug im Spyr Va, HB-509,  mit einer Sekretaerin vom Pilatus Werk. Das war der letzte Spyr Flug vor dem Unfall!

Mein Dank an die SG Nidwalden:

odh: Othmar, verewigt in den „Analen“ der SG Nidwalden

Im Frühjahr 1952 verabschiedete ich mich von der Seglfluggruppe Nidwalden um meine weiteren beruflichen Pläne im Ausland zu verwirklichen.  Ich erlebte viele schöne Tage in Nidwalden und Segelflüge vom Militärflugplatz Buochs,  schätzte aber über alles, dass die Aktivitäten und tollen Mitglieder und Kameraden der Segelfluggruppe meine Teilnahme als Jungfliegeraustausch nach USA/Texas im Sommer 1951 möglich machten.

Elsinor, Californien 1954 – in meinem ersten US Segelflugzeug, modifizierter Laister-Kauffman,  Bild: Oats

The rest is history…………

Ich hoffe irgendwann in naher Zukunft noch einmal von Buochs einen Segelflug zu erleben, natürlich mit einem kräftigen Schleppflugzeug das den Thermikanschluss für einen scenic Flug über den Titlis oder Rigi Kulm möglich macht.

Herzliche Gruesse und safe soaring.

Othmar  „Oats“ Schwarzenberger )“

Herzlichen Dank an Othmar Schwarzenberger für seine interessanten Ausführungen. In seiner Bescheidenheit hat er vergessen, dass er gelegentlich auch ausserordentliche Leistungen vollbrachte:

odh: Oats im TG 3 von Schweizer Aircraft (aus Hans Nietlispach, „Segelflug“

„(…)  Am 14. April 1955 erreichte er mit Harold Klieforth in Bishop Kalifornien aus im Doppelsitzer Schweizer TG3, eine absolute Höhe von 10’830 M.ü. M. in einer Welle östlich der Sierra Nevada, wo ein durch  durch die US AirForce financiertes Wellenforschungsprojekt (Sierra Wave Project) im Gange war)“. (Segelflugchronik). Am 30. November 1960 erhalten die beiden Fliegerkollegen und-asse: Hans Nietlispach (Housi National) und Othmar, „Oats“ Schwarzenberger, das Internaionale Leistungsabzeichen: Goldesnes C mit drei Diamanten.

Jahre später: Oats alte Freunde, Hans „Housi“ Nietlispach und „Schaagi, Sheriff“ Jakob Geering trafen sich anlässlich eines Trainingsausscheidungslagers (TAL) in Bern Belp. Foto: Herbert Odermatt
Som sehen die Segelflieger aus Hausen Oats Heimatstadt Zug, Foto: Skylark, „Hausen 2013“

Der jung gebliebene, erfahrene Flieger lässt es immer noch nicht:

Falls es „Oats“ doch noch in die Innerschweiz schaffen sollte, wird ein Flug in „heimischen Gefielden“ zu organisieren sein! Inzwischen weiss man da, wie aus Nidwalden die Höhe in Strecken umzusetzen ist!

Alois Bissig: 10 000 Stunden ohne Motor

Wisi Bissig kennt den Föhn aus segelfliegerischer Sicht mittlerweilen wohl am besten. Der 1000-km-Flug ab Buochs 1998 dokumentiert es neben seinen über 150 oder mehr Föhnflügen!

Auch eine interessante Segelfleigerkarriere: Brigitte Odermatt, Nidwaldner Fliegerin von einst.


Brigitte Odermatt, Nidwaldner Fliegerin von einst

Mehrere Frauen haben es versucht, in die Männerwelt der Flieger einzudringen. Die einen wollten es den Männern zeigen, wie etwa der Tenor früherer „Hexentreffen“ auf nationaler Ebene verriet. Heute haben sie den Beweis wohl längst erbracht. Andere wollten dies gerade nicht. Heute gibt es die „Hexen“ immer noch. Sie versammeln sich im Verein der Schweizer Segelfliegerinnen. Jeder das ihre!

Frauen hätten in der Fliegerei nichts zu suchen.“ Diesen Spruch hörte man auch in Nidwalden. Er wurde aus Grenchen importiert. Die Importeure sind bekannt. Da gab es Männer, die es satt hatten, die Berühmten und Betuchten auf Sänften zu tragen. Anstatt sich zu arrangieren, begannen sie ein Feindbild aufzubauen. Ich überlasse das Hexenspiel jenen, die sich dafür berufen fühlen. Die Männer mit ihrer Abwehrhaltung täuschten sich sehr oder sie wollten es einfach nicht wahr haben! Die Beweise, dass ihre Aussage falsch war, waren längst erbracht. Selbst bis ins „Reduit“ hatte es sich herum gesprochen!

„Frauen hätten in der Fliegerei nichts zu suchen.“

Auf dem Flugplatz Buochs, in der Segelfluggruppe Nidwalden, ist das Grüppchen der Fliegerinnen klein. Alle aber haben ihren Teil zum Gedeihen der Gruppe nach ihren Möglichkeiten beigetragen. Darüber wird separat berichtet.

Brigitte – Odermatt Mattmann

Brigitte Odermatt-Mattmann, wagte es neben anderen Frauen, in die Männerdominanz einzubrechen. Wie es vor sich ging und was daraus wurde:

(…) Der Virus ergriff mich fast unbemerkt. Maria, Kollegin vom KV und Edi Korners Schwester lud mich zu einer Party nach Buochs ein. Ich würde abgeholt, war die Instruktion. So stand dann ein junger Mann vor der Tür und sagte „Ich glaube, ich soll Sie abholen und nach Buochs bringen!“ Er war auch auf der Party und wie sich herausstellte kam ich da so etwas wie in ein Fliegernest. Wir trafen uns später gelegentlich. Einmal, als wir uns verabredet hatten kam er zu spät – und dann war ich halt weg. Dass  Flugzeuge eingeräumt werden mussten begriff ich später schon. Und dass dies je nach Wetter länger oder kürzer dauerte auch.

Es war an einem Maitag. Herbie holte mich in Luzern zu einen Flug ab. Die Rhönlerche wurde an den Gupf geschleppt und von der Hammetschwand gings übers Tal bis über Wiesenberg. Man müsse vorsichtig sein wegen den Drahtseilen in der Gegend. Dreiviertelstunden dauerte der Flug und ich fühlte mich wohl.

Im gleichen Jahr war ich als Passagier auf einem Überflug nach Samaden mit dabei. Die Geschichte endete in Chur mit einer Aussenlandung im Rheinquartier zwischen Wohnblöcken mit Stillstand in einem Kartoffelacker beim Bauern Montigel. Edi, der Schlepp-Pilot hatte es eingebrockt… Es war eine Landung, die ich kaum spürte! So musste es wohl sein! Erst später erfuhr ich von der noch geringen Flugerfahrung des Piloten und, dass dies die erste Aussenlandung war! Ich war vom Handwerk des jungen Fliegers überzeugt. Das was dann kam, hatte ich mir nicht so vorgestellt. Das Flugzeug musste demontiert und unter dem Vordach des Stalles von Bauer Montigel gelagert werden, denn es begann heftig zu regnen. Die Schaulustigen halfen zwar beim Abmontieren, aber dann verzogen sie sich in die warme Stube und drückten die Nase breit, als wir zu zweit den grossen Spyr unter „Ottich“ (Obdach) brachten. Als wir es endlich geschafft hatten, begaben wir uns in die Felsenbar. Dort tanzten wir so lange, bis unsere Kleider trocken waren. Dann ging es per Bahn zurück. Der Spyr kam schliesslich auf der Strasse nach Samaden. Eine Woche später nahmen mich zwei von Herbies Kollegen mit nach Samaden, wo ich zwei schöne Flüge im Spyr erlebte. Als es wegen der Heimreise mit der Bahn Zeit war, wollte ich nicht hinunter! Es gefiel mir sehr da oben, über den Bergen mit der wunderbaren Sicht. Ich hatte noch mehrere Gelegenheit, mit Herbie mit zu fliegen. Ich begann zu verstehen. Die Segelfluggruppe war für ihn so etwas wie seine Familie… Er war darin tief verwurzelt. Damit wir nicht verschiedene Wege gehen mussten, entschied ich mich für die Fliegerei.

Ich machte mich 1969 daran, das Segelfliegen zu erlernen! Der erste Flug am 12. 7. auf der Rhönlerche mit Fluglehrer Walter Fleischmann dauerte 21 Minuten, der zweite 19 Minuten.

Die Quadratur des Kreises für eine Familienfrau, die noch einen 50-% Job ausübte und die noch für zwei Söhne da zu sein hatte! Meine Fluglehrer waren hauptsächlich Alois Bissig aber auch Albert Camenzind, Sepp Ming, Sepp Häfliger und Walter Fleischmann und auch Herbie „amtete“ bei einigen Flügen als Fluglehrer. Am 28. September legte ich bei Fredy Simmler die theoretische Flugprüfung ab. Am 20.6.70 bestand ich die Flugprüfung. Herbie war mein Prüfer. Mit der Prüfung standen 127 Flüge und 17 Std.40 Min. zu Buche.

Männern etwas beweisen war nicht meine Sache, und eine spezielle Behandlung wollte ich auch nicht. Ich wollte fliegen! Dies war auch Grund, sich den Fliegenden Hexen, die sich national zu profilieren suchten, nicht anzuschliessen! Schliesslich hatte ich in Buochs alles, was zum Fliegen nötig war! Neben einem stets hervorragend gewartetem Flugzeugpark gibt die Alpenwelt viel her. Andere reisen nach Namibia oder in die USA, um ihre „Bedingungen“ zu erfüllen. Wir haben das Paradies vor der Haustür! Freilich sind Segelflugzeuge mit guten Leistungen eine Voraussetzung. Die Sprungdistanzen sind oft sehr gross, was für Flugzeugen der K8-Klasse unüberwindbar sein kann.

Ich lernte, dass verschiedene Ansichten (verschiedene Fluglehrer im Wochenendbetrieb) zum Ziel führten. Also fügte ich mit der Zeit eine weitere, meine, dazu! Wir beschafften uns eine Mucha Standard, HB-635. Ein Flugzeug mit „Charakter“, mit geringen Ruderkräften speziell im Querruder! Der Doppeltrapezflügel, vrillenfreundlich, zeigte mit feinen Vibrationen an, wenn man in die Nähe der Abreissgeschwindigkeit kam, die Variometer waren zuverlässig, gut kompensiert und sprachen schnell an. Es war sehr wichtig, darauf zu achten, dass der Schwerpunkt, ja nicht zu weit hinten lag. Für mich als Leichtgewicht war das Mitführen eines Bleikissens zwingend.

Mucha Standard, HB-635

Der Kunstflug war nicht das, was ich unbedingt suchte. Es blieb bei der Einweisung und ein paar Trainingsflügen. Mitgeflogen bin ich mehrmals. Es machte Spass!

Am 27. 6. 71 gelang mir der Fünfstünder. An diesm kalten Bisentag war es nicht einmal möglich 1000 Meter zu überhöhen. Am 29. 4. 72 zeigte mir Herbie wie man sich im Föhn an der Hohfluh zu verhalten hat. Am Tag darauf, übte ich dort mit der Ka 8 fast zwei Stunden lang. Am 8. 7. 72 flog ich erstmals unsere Mucha Standard. Im August 72 weilten wir in Samaden im Lager. Ich bekam in zwei Flügen mit total 4 Stunden eine Einweisung in dieses Gebiet mit Herbie. Am 9. 9. 73 wies mich Wisi Bissig in den Blanik ein. Zwischendurch flog ich einige Flüge mit Herbie auf dem SF 25 B (MOSE) mit. Wir erkundeten ab dem Birrfeld die Geografie und landeten auch in Bleienbach. Am 11. 4. 75  gelang mir der 50-er vom Birrfeld nach Grenchen (65 km). Beim Rückflug klinkte ich etwas zu früh, was Aussenlandung in OLten bedeutete! Schliesslich kam ich verspätet im Birrfeld mit einem knappen, direkten Landanflug, mit 2 Metern über der Strasse an… alles gut gegangen! Am 5. Mai 1975 bekam ich das „Silber-C“.

Als wir einst in Samaden feststellten, dass das Bleikissen zu Hause lag, schaltete Herbie schnell. Er holte eine Trimmscheibe von einer C-36. Das Schwerpunktproblem war gelöst. Aber eine grosse Gefahr flog mit. Was wäre wohl geschehen wenn?

Revision K6 E Brigitte und Heidi im Team, als die Ka 6E in Altdorf in der Werkstatt von Albert Röllin überholt wurde.

Ich habe meine Pflichten im Baulokal wie alle anderen auch erfüllt. Wäre es nach dem seligen Edi Lischer gegangen, würde ich dereinst gar noch bei Petrus die Startlisten schreiben, bis in alle Ewigkeit. Ich trage ihm deswegen nichts nach. Er war ein guter und umsichtiger Kollege.

„(…) Auch ein Spass für Frauen)“ hat jemand auf dem Foto aus der Werkstatt vermerkt!

Später wurde die Mucha durch eine Elfe 17 A, HB-1273, abgelöst.

Vor der Elfe 17A HB -1273 in Kägiswil

Ich flog dieses Flugzeug gerne und ich konnte es sehr gut landen.

An einem weiteren Föhntag machte ich mich auf, um die Höhen erneut zu erproben. Die Elfe gehorchte, als wäre sie von Engeln getragen. Am 12. 5. 83 erreichte ich auf der Route Urmiberg-Muotatal- Glarus eine Überhöhung von 4300 Metern wobei ich bis 6000 M. ü.M. kam. Am 14 .5. 83 wählte ich „meine eigene Route“: Hohfluh – Muotatal – Pragelpass – rechte Glarner Talseite – bis hinauf über den Clariden. Bei Illgau erreichte ich 2600 M. ü.M. Den Rotor vor dem Stoos wollte ich nicht anfliegen. Ich peilte den Drusberg an. Die Wahl war gut. Hier ging es bis 4000 M. Von da nahm ich Richtung Süd, kam am Glattalp See vorbei. Über den Gemsfairen, noch etwas vor dem Clariden, konnte ich in die Welle einsteigen. Ich erreichte hier die Höhe von 7200 M. ü. M. Dann passierte es. Das Capot vereiste. Was tun? „Wärmere Zonen aufsuchen“! Also bestimmte die Luftfeuchte wie hoch ich durfte!  Die Auswertung ergab eine Überhöhung von 5700 Metern. Was folgte war ein wohl dosierter Abstieg. Ich genoss die Aussicht aus der hohen „Plattform“. Ich war nicht das erste Mal hier aber dies war so etwas wie ein Becherflug. Es war der absolut eindrücklichste Flug, den ich mir ganz alleine ausgesucht hatte. Alois Bissig erflog sich an diesem Tag eine Strecke von 740 km! Es lag also etwas drin in der Luft! Der AeCS erteilte mir für diesen Flug am 19. 5. 83 den Höhenbrillanten.

Die Lokalpresse wusste zu berichten, dass ich als erste Frau der Nidwaldner Segelflieger einen Brillanten erflogen hatte. Ich bildete mir deswegen nichts ein, doch gefreut hat es mich schon.

Die Gegend um den Drusberg hat in der Militäraviatik eine besondere Bedeutung, sind doch dort am 27. August 1938 vier Flugzeuge der Staffel von Hptm Decio Bacilieri verunglückt. Acht Personen kamen bei dem Unfall um, darunter auch der Staffelkommandant. Die Geschichte habe ich erst später erfahren. Im Lied: „Voglio Volare“ bzw.La canzone dell Aviatore(„Das Lied der Flieger“) von Waldes Keller, demTessiner Musiker und Komponisten, wird daran erinnert. Esther Martinet hat die Geschichte exakt und umfassend recherchiert und die Ergebnisse in Ihrem Buch: Die Peilsonate wieder gegeben. – Zeit, um inne zu halten und an jene unserer Gruppe zu denken, die in Ausübung ihres Hobbys das Leben lassen mussten.

Mit der Elfe gelang mir am 23. 4. 84 ein Flug über 330 km (Dreieck), der mir den Streckenbrillanten (7. 5. 83) einbrachte. Startort der Übung: Guber, Wendeorte Niederhorn und Klosters und zurück an den Guber. Das Prätigau zeigte sich nicht von der besten Seite, waren die Kreten doch eingenebelt. Der letzte Schenkel hatte es in sich. Vom Muotatal her kommend suchte ich tief am Eingang ins Riemenstaldental Höhe zu gewinnen, was schliesslich sehr mühsam gelang. Die Höhe musste ausreichen um an den Guber zu gleiten, um dort noch ein Wendefoto zu knipsen. Es gelang schliesslich, den Plan zu erfüllen. Die gewählte Strecke war nicht das, was ab Buochs üblich war. Umso erfreulicher war für mich das Resultat. Im Riemenstaldental kam ich zu wenig hoch. Als ich zum Gleitflug zum Guber ansetzte kam mir entgegen, dass es auf der Nordseite der Häge am Niederbauen-Klewenalp und Buochesrhorn weniger als üblich sank, zeitweise zeigte das Variometer auch Null an. Sorgfältig schlich ich mich Richtung Guber. Es gab ja Landeplätze in Alpnach und in Kägiswil. Ich brauchte sie nicht. In knapper aber sicherer Höhe knipste ich den Guber und flog entspannt Richtung Buochs zum Landen. Es war geschafft!

Das zweite „Trimmgewicht“ (Brillant) war realisiert. Nun waren die God-C Bedingungen geschafft, inkl. 2 Brillanten. Schöne Erlebnisse, die ich nicht missen möchte!

In der Elfe über dem Glaubenberggebiet (Foto: Hans Weber +).

Vorkommnisse?

Ja, klar! Während eines Schlepps in den Föhn bockte es in der Gegend vor Gersau dermassen stark, dass ich das Schleppseil verlor und in der Ka 8 gleich eine Umdrehung vrillte!

Die Zwangsverriegelung des Höhenleitwerks an der Ka 8, HB-818 (Lizenzbau von Schempp-Hirth) funktionierte nicht nach dem Sinn des Erfinders. Man konnte das Stabilo falsch montieren! Niemandem fiel es bisher auf! Es war möglich, dass nur zwei von drei Montagepunkten zum Eingriff kamen! Erst als ich schon in der Luft war, wurde am Boden das schräge Stabilo bemerkt. Herbie holte mich mit dem Piper herunter in dem er mir den Flugweg versperrte und durch die offene Seitentür Zeichen gab, die ich nicht verstand. Viel mehr war ich sauer auf ihn, weil er mich aus der Thermik drängte. Später war alles klar!

“ für zwei Trimmgewichte hat es gereicht“

Goldenes C mit 2 Brillanten (Copyright: Herbert Odermatt)

Es gab auch Momente, da Ruhe angesagt war. Der Capotverschluss an der Elfe war konstruktiv widersinnig angeordnet. So passierte es mir, dass beim Herausnehmen der Glissade der Arm am Verschluss streifte. Das Capot öffnete sich und flupps, war es weg und auch zersplittert. Erst nahmen wir an, dass die Verriegelung nicht vollständig erfolgt war. Das alleine war es nicht, denn es war sehr bockig im Anflug. Es gab dann ein zweites Vorkommnis. Diesmal blieb das Capot hängen, erzeugte aber viel Abtrieb. Mit ruhiger Hand gelang eine gute Landung. Dann hatte Herbie genug. Er demontiertete die Mechanik und baute eine von Grob (Astir) ein. Ansonsten hatte ich das nötige Glück und verursachte keinen Materialschaden.

Neben der Aussenlandung in Olten, wo ich mir die Geschichte über das gefährliche Flugzeug „Mucha“ anhören musste (wahrscheinlich von Leuten, die nie Gelegenheit hatten dieses Flugzeug zu fliegen), erlebte ich auch eine bei den „Kühen“ im Rheintal. Für einmal hatte Herbie das Vergnügen an einem Pfingstmontag den Verkehr als Rückholer zu geniessen.

Ich hatte zwar einen Fluglehrer im Haus von dem ich viel profitieren konnte, aber gepusht hat er mich nie. Es ist ihm  gelungen, in mir die Sehnsucht nach der dritten Dimension zu wecken. Wir waren mehrmals zusammen im Föhn. Wir tauschten unsere Erfahrungen gegenseitig aus. Er war daruf bedacht, dass ich gut vorbereitet meine Flüge antreten konnte. Ich hatte die Freiheit und nahm sie mir auch, selbst zu bestimmen.

Im Blanik L13, HB-1045

Das Bild im Blanik entstand, nachdem wir im Föhn über dem Stanserhorn/ Gräfimattstand eine Höhe von etwas über 5000 m ü. M. erreicht hatten. Unten warteten andere auf den Doppelsitzer. Die Demonstration: Fahrt reduzieren, alle Widerstände ausfahren und auf direktem Weg (innert ein paar Minuten bis zur Landung) war eindrücklich.

Die Fliegerei in den Voralpen und in den Alpen bietet viel Abwechslung. Man wird gezwungen, die meist eher enge Thermik sauber und eng auszukreisen. Im Mittelland erlebte ich die Aufwinde oft sehr viel weiter. Selbst mit „Kantonsrundflügen“ kam man bequem nach oben. An die geringere Operationshöhe musste ich mich zuerst gewöhnen. Der Jura, die viel gerühmte Rennbahn bietet auch seine Feinheiten. Ich erwähne speziell die Creux du Van. Ich hatte die Gelegenheit sie zu polieren. Wir waren in einem privaten Minilager bei den Neuenburger Segelfliegern. „Veru“, Werner Rufener hat uns die Tür geöffnet.

Creux du Van, aufgenommen von einem Neuenburger Segelflieger

Wir erlebten eine unkomplizierte Gemeinschaft. Die zeigte sich auch daran, dass sie einen gut ausstaffierten“Cave“ unterhielt. Hier wurde intensiv gesimpelt und Erfahrungsaustausch betrieben. Ich erinnere mich u.a. an Monsieur Zangger, Atomphysiker, der sich nicht zu schade war selbst anzupacken, oder an „Weru“ , Werner Rufener, den Optikermeister, der von seinen Spaziergängen im „menschenlosen“ Südfrankreich  zu berichten wusste. Und da war Regula, die Tochter eines tödlich verunglückten Fliegerkollegen von Herbie. Wir gehörten sofort dazu!

Eindrücklich war das Kaisergebirge, das ich von St.Johann i.Tirol aus erschloss.

Kaisergebirge

Einmal wollte ich ganz offiziell beim Fliegen im Freien
hocken! Im Baby hatte ich es schon mal probiert.

Brigitte im Stampe SV, HB-UPR, mit Adi Baumann

Ein Flug mit Adi Baumann in der Stampe SV, HB-UPR ab dem Birrfeld erfüllte mir diesen Wunsch.

Ein Erlebnis will ich aber doch noch erwähnen. Ich bekam ein Geschenk für eine Ballonfahrt. Der Ballonfahrer: Werner Ledermann, gestrenger Inspektor des Eidgenössischen Luftamtes. Startort: Bad Zurzach. Landung: Pieterlen in der „Hostatt“, westlich des Fluplatzes Grenchen. Wetter: Es herrschte eine zügige Bise von bis zu 70 km/h!

Ballon HB-BEA Startvorbereitung, alle waren aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen.

Wir mussten früh am Morgen da sein um dem Ballonmeister beim Füllen des Gasballons zu helfen. Dann war es so weit. Wir bekamen Instruktionen über das Verhalten bei “Was wäre, wenn“! Dann hob der Ballon ab und driftete gleich auf eine Hochspannungsleitung zu, wo sich der Korb anmachte, sich an einem Draht zu verheddern. Ich ergriff diesen und stemmte mich mit aller Kraft dagegen. Wir kamen in die Luft. Alles gut gegangen! Der Wasserstoff in der Hülle war mir nicht besonders vertrauenswürdig…! Später erfuhr ich, dass die Holzmasten arg krächzten.

Die Fahrt über das Mittelland verlief ereignislos. Stille wie auf einem hohen Berg! Unterwegs wurde ich zur „Gräfin“von „weiss nicht mehr wo“. getauft. Ich hatte als Einzige ein Bier mit. Alle andern waren „clean“ und eher wortkarg. Selbst „Amboss“ war die Ruhe selbst. Ballonfahrer „Lädi“ war periodisch in Kontakt mit dem Rückholfahrzeug, welches von Herbie gefahren wurde. Über Gunzgen fragte Lädi den Rückholer nach dem Wind am Boden. „Mindestens 50 km/h, eher mehr! Das hohe Gras legt sich teilweise ab!“ Vor Solothurn gab der Kapitän durch: „ Ziellandung auf den Flugplatz Grenchen!“ Wir hätten lieber eine längere Fahrt genossen. Doch Lädi wollte auf keinen Fall den Jura überqueren und gar in der „Gexeren“ Gegend von Gex zu Boden gehen. Er dachte an Zollformalitäten und den Rücktransport. Am Ende war: Ziel nicht erreicht und eine Landung war es auch nicht! Das Rückholfahrzeug fuhr voraus um in Grenchen zu warten.

Der Ballon schien kaum in Grenchen zu landen, dafür war dieser zu hoch und der Wind zu stark. Er fuhr an Grenchen vorbei und westwärts des Flughafens sank der Ballon zur Erde. Ich fuhr was ich konnte über verschiedene Feldwege direkt zum Landeort. Eine schöne Anreisung!

Der Ballon auf dem Weidenbaum – „Heil dir Hevetia“!

Der Ballon hing an einem Weidenbaum. Der Korb lag umgekehrt in einem kleinen Wasserlauf der etwa 20cm tiefes Wasser führte. Eie einzige unpassende Landestelle weit und breit! Die Passagiere schickten sich an, das Nass zu verlassen, derweil ein Bauer bereits mit der Motorsäge den Weidenbaum stutzte. Er erklärte danach, dass er diesen Baum schon längst umsägen wollte. Es sei ihm aber aus Naturschutzgründen nicht erlaubt worden. Jetzt hätte er die Gelegenheit beim Schopf gepackt!“ Während er am Holzen war, kamen die Leute aus dem Ballon. Lädi hatte Moos an seiner Glatze. Er sah aus, wie ein Waldgnom…

„Ballon-Lädi“ schien wieder gefasst.

Hundehaus“ heisst die Position des Korbes nach der „Landung“ in der Fachsprache. Ich schätzte den „Endanflug“ richtig ein und liess verlauten, man solle sich mit den Armen vor dem Gesicht gut schützen, was Lädi gar nicht gerne hörte. Und, kaum gesagt rumpelte es heftig und es wurde finster. Der Korb war umgestürzt. Am Ende gab es doch einige Verrenkungen. Auch ich bekam etwas ab. Nach dem Abräumen und dem Verladen, durften wir noch eine Fahrt auf den Längenberg machen, denn dort oben landete der zweite Ballon, der auch am gleichen Ort gestartet war.

Der Korb steht wieder, Brigitte geht als Letzte von Bord, nicht der „Kapitän“…!

 Man traf sich schliesslich noch in der Beiz, wo Lädi eigentlich einen gespendeten „Champus“ erwartete. In Anbetracht der verschiedenen Beulen ging es aber etwas einfacher ab. Die Passagiere wollten nach Hause. Die Fahrt aber und das Erlebnis ist in guter Erinnerung. Der Ballon hatte einige Löcher. Lädi bemühte sich umgehend, dass er einen Termin bei der Ballonfabrik in Augsburg für die Reparatur bekam.

Ich begleitete Herbie auf mehreren Flügen im Motorflugzeug und auch im Motorsegler. So flogen wir einst via Locarno nach Zell am See, Samaden und zurück, oder wir erflogen die Geografie über den Alpen und über dem Jura. Schön für die Geografie und die Aussicht, doch der Segelflug war für mich das vollkommene Fliegen.

Vom damaligen Dogma „Nur Streckenfliegen ist Segelfliegen“ hielt ich nichts. Schliesslich gibt es auch mehr Automobilisten als Formel-1 Fahrer. Ich plante meine Flüge und führte sie meist erfolgreich durch. Zig-mal probieren konnte ich mir allerdings nicht leisten. Daher musste ich den Kopf etwas mehr einschalten. Es wirkte und stärkte das Selbstvertrauen.

Allein auf sich angewiesen, eigene Ziele verfolgen und dabei die Natur einziehen, etwa in Begleitung eines Adlers oder in Harmonie mit dem Gabelschwanzteufel (Milan) und dem Moswey (Mäusebussard), die freundlich den Weg zur Thermik zeigten – das war eine Lektion Selbstverwirklichung – ohne dass ich anderen deswegen auf den Wecker ging!

Vom damaligen Dogma: „Nur Streckenfliegen ist Segelfliegen“ hielt ich nichts.

Ich war keine Typensammlerin. Folgende Flugzeuge habe ich selbst geflogen: Rhönlerche, Grunau Baby II, Ka 8, Blanik L13, ASK 21,  Twin Astir CS, B4, Mucha Standard, Asw 19 und Elfe 17 A. Mitgeflogen bin ich im Spyr Va (mit Georges Fliss), im Kranich III (mit Fritz Strobel) in der Ka 7 (mit Storch Hanns Adalbert Wirz) und im MOSE SF 25 B (Herbie) Startarten: Windenstart und Flugzeugschlepp, Erweiterung für Passagierflüge sowie für Radiotelefonie, international gültig. Letzteres war wichtig bei Höhenflügen, die jeweils mit Koordination von „Zürich Information“ erfolgten und auch, wenn wir mit Motorantireb unterwegs waren übernahm ich den Funk.

Mein zweit letzter Flug dauerte über 5 Stunden. Ich konnte das Mittelland ab dem Birrfeld so richtig ausmessen. Der letzte Flug am Tag darauf  am 15.6. 1988 dauerte nur 24 Minuten. Am Start auf der damaligen Birrfelder Schotterpiste mit ihren Unebenheiten und Löchern, schlug es mich derart in den Sitz, dass mein Rücken dies nicht aushielt. Nach dem Klinken durfte ich nicht an die Landung denken! Abspringen wäre eine Option gewesen! Wahrscheinlich auch nicht die beste! So liess ich mich ablenken, indem ich mich daran machte, Kollege Walter Jenny in seiner Elfe „abzutrocknen“ was mir mit dem „Innerschweizer Trick“: enger Kreisen, gut gelang. Ich brach  den Flug ab, ging zum Landen – und – aus war die Geschichte! Leider reichte es so nicht mehr für den 500-er obwohl ich schon nahe dran gewesen war. Ich war rund 380 Stunden mit 553 Landungen im Segelflugzeug unterwegs. Die Flüge plante ich gut. Ich hatte dafür mein Budget. Ich konnte nicht probieren, bis ich zufällig am Tag des Herrn in der Luft war, wo es mich fast automatisch ans Ziel spülte!

Eine Rose, stellvertretend für alle anderen!

Ich wäre gerne mehr geflogen. Gelegenheit dazu war reichlich vorhanden. Es waren gesundheitliche Gründe, die mich zwangen, zurückhaltend zu sein und schliesslich das Fliegen aufzugeben. Heute widme ich einen Teil meiner Freizeit den Rosen. Gegen einhundert sind es!

VOGLIO VOLARE – Canzone militare – Dedicata alla Compagnia d’Aviatione 10

Sans-Papiers sind Illegale

„Illegale“ sind, das Wort sagt es schon, unerlaubter Weise in einem Land.

Alex Reichmuth (A.R.) schreibt darüber in der Weltwoche  Nr. 9/17:

Bleiberechte an Sans-Papiers zu verteilen, fördert den Rechtsbruch.

Man muss zweimal hinhören, um sich zu vergewissern, richtig verstanden zu ­haben. Der Genfer Sicherheitsdirektor Pierre Maudet bezeichnete es letzte Woche als «erfreulich», dass im Rahmen eines Pilotprojektes bisher 590 Sans-Papiers seines Kantons ­eine Aufenthaltsbewilligung bekommen haben.

Der Freisinnige erachtet «urbane Zentren wie Zürich, Bern und Basel» als «genauso betroffen» und fordert, dass auch sie «handeln». Prompt liess Maudets Amts- und Parteikollege in Bern, Hans-Jürg Käser, Interesse an der Legalisierung illegaler Immigranten nach Genfer Art durchblicken. Papierlose sind Leute, die unter Missachtung der Regeln im Land sind. Ebenso wie sie brechen Unternehmer die Gesetze, die Sans-Papiers schwarz arbeiten lassen.

Das Argument, vorhandene Arbeitsangebote für Illegale rechtfertigten deren Anwesenheit, ist absurd. Es ist nicht «die Schweiz», die deren Arbeitskraft nutzt, wie eben die Berner SP-Präsidentin Ursula Marti wieder behauptet hat, sondern es sind einzelne Profiteure. Sie zahlen keine Sozialabgaben, verzichten oft auf die Einhaltung von Vorschriften und bereichern sich auf Kosten der übrigen Wirtschaftsteilnehmer.

Mehr dazu hier.

A.R. Zeigt auf, dass die SP „Opfer“ sind und er schreibt auch: „Leider aber ist es in weiten politischen Kreisen chic geworden, Illegale als Opfer zu sehen.“

Die Beschreibung des Zustandes weist einen gravierenden Mangel auf: Ich hätte erwartet, dass der Ursache auf den Grund gegangen wäre. Nehmen wir einmal an, die Sans-Papiers kämen in der „Arbeiterklasse“ unter. Ich bin mir sicher, dass sich der „Rechtsstaat“ schon längst der Sache angenommen hätte. Die frechen kleinen Bürger wären veramtshandelt betraft und an den Pranger gestellt worden.

Die Vermutung liegt nahe, dass die Missetäter in gehobenen Kreisen zu suchen sind. Nicht einfach „nur“ bei Produzenten, sondern auch in privaten Haushalten und im Gastgewerbe. Und eben bei Gehobenen. Und da ja auch immer wieder Wahlen anstehen, will sich niemand mit den „Sponsoren“ anlegen. Passierte dies in Osteuropa, man würde mit dem Korruptionsfinger dort hin zeigen. Aber hier? Einmal nichts sagen darf man wohl…

Dass die Westschweiz grosszügig mit den Gesetzen umzugehen weiss, hängt wohl mit einer grösseren Affinität zum laissez-faire-Verhalten zusammen. Daher wundert es nicht, dass Genf eine „Vorreiter-Rolle“ einnimmt. Ein Pappenstiel?

„(…) Aufgrund einer Befragung von 1’300 ArbeitgeberInnen schätzte das Forum für Migrationsforschung Neuchâtel 2002, dass zwischen 70’000 bis 180’000 Sans-Papiers in der Schweiz arbeiten. Nicht mitgezählt wurden dabei die nicht erwerbstätigen Personen (Kinder, PartnerInnen) sowie der wichtige Bereich der Hausangestellten (Piguet/Losa 2002)

Bessere Zahlen existieren bis heute nicht. Die Zahl der Sans-Papiers dürfte aber in den letzen Jahren und Jahrzehnten vor allem in den urbanen Regionen der Schweiz massiv gestiegen sein.…)“

Wenn es für so viele Menschen Bedarf gibt, sollte es möglich sein, diese Menschen legal anzustellen. Die Konsequenz: Bezahlung von Mindestlöhnen, Abgaben an die Sozialversicherungen usw. Es liegt an den Profiteuren, die Sache auf den richtigen Weg zu bringen!

Singapur, das oft als Beispiel herangezogen wird, kennt solche Probleme micht: Wer sich im Land aufhält, muss sich ausweisen können. Ist dies nicht der Fall, ist ein Gesetzesverstoss offensichtlich. Ein solcher wird sofort geahndet. Somit gibt es kaum Illegale im Land. Selbst Fremdarbeiter, gehen nach ihrer Mission wieder zurück, ausser sie bekommen einen neuen Vertrag. Singapur kennt praktisch keine Probleme mit Sans-Papiers, Asylbewerbern, Scheinasylanten und Wirtschaftsflüchtlingen. Werden Arbeitskräfte gebraucht, werden solche geholt. Braucht man sie nicht mehr, reisen sie zurück. Es wird auch aufgepasst!

Warntafeln am Strand Singapurs sollen die Leute sensibilisieren, unerwünschte Personen zu erkennen und zu melden, damit diese festgenommen werden können.

Genau hingeschaut