Waffenrecht

Die Ja-Sager zur Waffenrechtsinitiative machen es sich einfach. Bei einem Ja  betrifft es nach Ihnen niemanden nachteilig in der Schweiz. Dafür gewinnen alle: Wirtschaft, Tourismus, Sicherheit, und schliesslich wird der Wohlstand damit gefördert…. Es gleicht schon fast einer win-win-Situation um nicht gerade von einem einseitigen politischen Perpetuum mobile zu reden.

Aber eigentlich fürchten sich die Jasager davor, dass die Schweiz aus dem Schengenraum fliegen könnte. Da muss doch wohl eine Drohung in der Luft liegen! Duckmäuserisch will nachgegeben werden! Eine Folge von einstig falschen Verhandlungen mit der EU.

Sie meint dazu, Monika Rühl, Direktorin von Economiesuisse:

Waffenrecht Schengen

Wenn wir mit einem Ja nur länger bleiben können, handelt es sich ergo eh um eine befristete Angelegenheit! Warum die ganze Aufregung? Frau Rühl hat sich entsprechend geäussert!

So wird mit dem Volk umgegangen! Für wie blöd wird dieses eigentlich gehalten?

„(…) Für die Wirtschaft und den Tourismus steht viel auf dem Spiel am 19. Mai. Im Video erklären drei Wirtschaftsvertreter, warum ein JA zum Waffenrecht so wichtig ist. Jetzt Video ansehen!)“

Waffenrecht, Schengen, Reisen

Das freie Reisen ist zwar angenehm, aber auch contraproduktiv in Sachen CO2-Ausstoss, Wirtschaftsflüchtlingen und Kriminalismus. Es beisst sich in den Schwanz. Man will unbeschränkt reisen und CO2 ausstossen können. Um Letzterem ein grünen Anstrich geben zu können will man den Leuten, die ja frei reisen können, eine CO2-Steuer abknöpfen… reine Gewissensberuhigung.

Er sagt dazu,  Andreas Züllig, Präsident Hotelier suisse – zvg „(…) Ein Ja bei dieser Abstimmung ist für den Tourismusstandort Schweiz von zukunftsweisender Bedeutung…  Schengen ist nicht nur für die Schweizer Sicherheitsbehörden ein Gewinn, sondern auch für den Tourismus. …)“

Die Touristiker haben den Markt schon gepflegt, als es Schengen noch gar nicht gab. Man denke anden langjährigen Verkehrsdirektor  Kurt H.  Illi, der persönlich für die Stadt Luzern und die Region bis auf die Chinesische Mauer geworben hat. Ein Profi halt!

Bisher hat weder der Tourismus noch die Wirtschaft wegen des bestehenden Waffenrechts gelitten! Die nicht bewachten Aussengrenzen der EU fördern auch das freie Reisen Krimineller und Wirtschaftsflüchtlingen, was nun ja schon zur Genüge nachgewiesen wurde !

Kurt Rohrbach, der „Berner Chef der Chefs“ bläst mit dem Strom schwimmend ins Horn!  „Wichtiger Sicherheitsgewinn“ «Über 50 Fahndungstreffer pro Tag erhalten Schweizer Behörden auf diesem Weg. Allein aus der Schweiz wird das SIS rund 320’000 Mal abgefragt – und das jeden Tag» Das SIS ist ein Informationssystem, in dem gestohlene Gegenstände und Personen ausgeschrieben werden, die polizeilich zwecks Auslieferung gesucht werden, mit einer Einreisesperre belegt sind oder vermisst werden. Es ist davo auszugehen, dass auch Schengenstaaten an Schweizer Informationen interessiert sind. Um den Datenaustausch zu pflegen benötigt man ein entsprechendes gegenseitiges Abkommen und keine Erpressung! Trotz SIS ist der Fall des schweizerisch-spanischen Doppelbürgers Amri erst nachträglich ans Tageslicht gekommen! Wer hat versagt?

Man Stimme entspannt mit einem überzeugten Nein. Sie werden sehen, die Innovationskraft wird die „Schengenschranken“ und den „EU-Druck“ neutralisieren! Politiker, Touristiker, Reisende und Sicherheitsfachleute werden den Kopf etwas schräg halten, so dass die graue Masse in einer Ecke zusammen läuft und dann werden die entsprechenden Ideen zu neuen und sinvollen Strategieen führen!

Vielleicht wird der Schutz der EU-Aussengrenzen doch noch wirksam konzipiert!

Das Waffenrecht: «Das geht die EU nichts an»

„…) Der amerikanische Verfassungsgründer Thomas Jefferson wusste genau, warum ein liberales Waffenrecht elementar ist: «Der wichtigste Grund für die Menschen, ihr Recht zu behalten, Waffen zu tragen, ist, als letzter Ausweg, sich vor der Tyrannei der Regierung zu schützen.»…)“ Quelle


Eis- und Scheinheilige

Meteo Schweiz:  Aus der jahrhundertealten landwirtschaftlichen Erfahrung mit Frühjahrsfrösten entstand die Überlieferung der Eisheiligen. Der Witterungsregelfall, der an bestimmten Maitagen auftreten soll, lässt sich mit den Messreihen von MeteoSchweiz zwar nicht bestätigen. Trotzdem sind über den ganzen Mai regelmässig Frosttage zu beobachten. Quelle

Im Frühjahr stellen Frosttemperaturen vor allem direkt am Boden eine besondere Gefahr für die Landwirtschaft dar. Schäden an jungen Trieben und Pflanzen können zu erheblichen Ertragseinbussen führen. Frostwarnungen für die Landwirtschaft gehören deshalb zu den Standardaufgaben der Wetterdienste in den von Frühjahrsfrösten betroffenen Ländern.

Über Jahrhunderte traten in Mitteleuropa immer wieder Frühjahrsfröste auf, was zur Überlieferung führte, dass Mitteleuropa Mitte Mai häufig von einem Kaltluftvorstoss erfasst wird. Daraus hat sich der Witterungsregelfall der Eisheiligen entwickelt. Als Witterungsregelfall oder Singularität wird eine an bestimmten Kalendertagen mehr oder weniger regelmässig auftretende Abweichung vom mittleren jährlichen Gang der meteorologischen Elemente bezeichnet.

Eisheiligen, Scheinheiligen

Vermutlich aus dem Mittelalter stammt auch die Überlieferung des Zeitraums: Gemäss Beschreibungen in der Literatur fallen die Eisheiligen in Mitteleuropa auf die Tage vom 11. bis zum 14. Mai. Es sind die Namenstage von Mamertus, Pankratius, Servatius und Bonifatius. Als Abschluss dieser Kaltphase wird schliesslich die Kalte Sophie vom 15. Mai genannt. Laut Überlieferung soll der Frost nach den Eisheiligen für die Landwirtschaft keine Gefahr mehr darstellen. Mit der gregorianischen Datumsverschiebung 1582 haben sich auch die Eisheiligen verschoben, obwohl dies in der Literatur zu den Eisheiligen oft keine Beachtung findet. Wird hingegen die gregorianische Kalenderreform berücksichtigt, beginnen die Eisheiligen am 19. Mai, die Kalte Sophie fällt auf den 23. Mai.

Dass sich Bodenfrost ziemlich gleichmässig über den Mai verteilt, ist grundsätzlich seit über 100 Jahren bekannt. Julius Hann zitierte bereits 1906 in seinem umfangreichen Lehrbuch der Meteorologie eine Anzahl von Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass die Eisheiligen keine grössere Frostgefahr bringen als die anderen Maitage. Diese Untersuchungen stammen zu einem grossen Teil aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auch für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigen langjährige Aufzeichnungen von Frostschäden aus der Ostschweiz, dass keinerlei Häufung von Bodenfrost um die Eisheiligen festzustellen ist.

Bodenfrost im Mai

Tage mit Bodebfrosr im Mai

Die Scheinheiligen stehen nicht im Gegensatz zu den Eisheiligen. Scheinheilige sind etwas für sich (Wortbedeutung).

Welt der Scheinheiligen

Wir leben in Zeiten des Geltungsdrangs und der Selbstüberschätzung. Der Soziologe Thomas Druyen hat ein Buch darüber geschrieben – und es den „Treuen und Anständigen“ gewidmet.

Hahn auf Miststock krea. odh

Der eigensinnige und respektlose wichtigtuerische Angeber spielt mit seinem übersteigerten Geltungsanspruch den Überlegenen. Er will dominieren und will Recht haben. Er hat andauernd es nötig, Anerkennung zu finden und bestätigt zu werden.

Man lässt diesen Güggel  auf dem Misthaufen krähen, auf den er sich stellt. Es wäre falsch, von ihm angemessenen Respekt, eine ehrliche Anerkennung oder Rücksicht zu erwarten.

 


Robert Wyss hat sich auf den Born zurück gezogen

Robert Wyss, Segelfluglehrer

Röbi Wyss, 15. 03. 1942 bis 13. April 2019 Foto: odh)

Ein Leben für den Segelfug

Aufgewachsen ist Röbi in der kleinen Gemeinde Boningen (SO) auf einem Bauernhof. Das Dorf liegt im Gäu, am Südfuss des Borns (719 m ü. M.). Er hatte noch fünf Geschwister und er war der Jüngste in der Familie. Es zog ihn vom Hof weg. Bauer wurde sein älterer Bruder. Röbi erlernte den Beruf eines Maschinenschlossers bei der SBB in deren Werkstätten in Olten. Mit achtzehn begann für ihn die Segelfliegerei. Noch auf dem elterlichen Hof, baute er um 1968/70 herum einen ersten Segelflugzeuganhänger. Schliesslich wurde er hauptamtlich angestellter Segelfluglehrer. Dies gab es einst noch in Grenchen,  bei der Alpar in Bern und in Schänis bei der ASSAG. Über 35 Jahre drückte er der Fliegerschule Birrfeld im Bereich Segelflug seinen Stempel auf! Im Winter zog er Überstunden ein und ansonsten arbeitete er im Flugzeugunterhalt seines Arbeitgebers. War er da nicht, fand man ihn auf dem Flugplatz Olten.

Olten Flugplaatz

Ob er es wusste oder nicht, er war ein echter Dienstleister. Er setzte sich für andere ein. Die Devise, sie soll von Heinrich Pestalozzi: stammen, „Erziehen heisst, tausendmal das Gleiche sagen!“ traf wohl auf ihn zu.

Vertrauen ist gut, Kontrolle besser, Röbi während einer Kontrolle, Foto: odh

Er nahm es stets genau. Es passte nicht allen. Wer unterzieht sich in seiner Freizeit schon gerne einer pedantischen Ordnung?! Wer sich bemühte, sich in sein Konzept einzuordnen, dem war sein Goodwill gewiss. Ordnung und klare Linie, im Hangar und auf dem Flugplatz, waren so etwas wie seine Lebensversicherung.

An „Gelagen“ traf man Röbi äussert selten an! Er zog seine Linie fadengerade durch! Luxus war nicht sein Ding. Trotzdem mangelte es ihm materiell an nichts.

Die schnell lebige Zeit lasse Vergangenes, auch Bewährtes, schnell vergessen – wird gesagt. Es ist nicht die Zeit, sondern es sind die Menschen, die in der Informationsflut die Orientierung verlieren. Wichtiges, auch Bewährtes von Anderem zu unterscheiden, fällt offenbar vielen Menschen schwer. Dem Vergessen versuche ich etwas entgegen zu wirken. Freunde und gute Kameraden dürfen nicht auf dem Altar der Schnelllebigkeit geopfert werden! Ich weiss: „Blasen gegen Windmühlen! Doch der Versuch ist es wert!

Blasen gegen Windmühlen, Zchng: odh

Röbi war den Kampf gewohnt. Als Bauernbub wurde er nicht zur Bequemlichkeit und zur Verschwendung erzogen. Das Leben hat er gemeistert und im Beruf gab er stets das Beste, sei es als Maschinenschlosser, als Segelfluglehrer, oder als exakter, lizenzierter Flugzeugkontrolleur. Seine Arbeitgeber konnten sich die Finger ablecken! Er war selbständig und er wusste, was wie zu tun war. Das ihm anvertraute Material war „seines“! So überliess er nichts dem Zufall. Er wusste z. B., dass die selbst gestrickten Schleppseile von Ernst Hümbelin nach weit über 4000 Starts auf einer ausgetrockneten Graspiste immer noch brauchbar waren. Auch die Kameraden „seiner Segelfluggruppe Olten begannen zu begreifen, was Röbi alles geleistet hatte! Als sie eine Milchmädchenrechnung anstellten, reichte eine halbe Million Franken nicht aus…

Röbi mit Guido Wälhli vor der Dimona – man kennt einander! Foto: Archiv Urs Meier

Müsste ich zu Röbi passende Items suchen, kämen mir spontan die folgenden in den Sinn: wortkarg, ehrlich, authentisch, geradlinig, exakt bis pedantisch, oft etwas stur, seriös, sehr hilfsbereit, vorausschauend und absolut zuverlässig. Ein Mann der Rede war er nicht aber ein Mann der Tat.

Wertschätzung, Foto: Archiv Urs Meier
Slowenien 2016, Foto: Archiv Urs Meier

Röbi war gegen sich selbst streng, doch wusste er das Leben auf seine Art zu geniessen. Über Mittag war eine obligatorische Ruhepause, möglichst am Schatten, angesagt. Näher an sich heran liess er nur ganz wenige. Nach einem anstrengenden Fluglehrertag mit vielen Platzrunden, verzog er sich pünktlich nach Feierabend. Am Abend allenfalls noch „das Ohr am Boden“ für seine Schützlinge zu haben, war nicht seine Aufgabe. Der Arbeitstag musste dafür genügen. Lieber genoss er auf dem Surfbrett die Wellen des Hallwilersees.

Am Arbeitsplatz in der ASK 21 – Foto: Archiv Urs Meier
Röbi vor seiner ASW-19, Foto:Foto: Archiv Urs Meier

War nicht Surfen angesagt, eilte er nach Olten, wo er das Flug- und Hilfsmaterial „seiner“ Segelfluggruppe stets à jour hielt. Gehilfen brauchte er kaum. Er arbeitete lieber alleine. So wusste er, dass es gut war. Er führte keine Arbeit ein zweites Mal aus! Mussten Flugzeuge zur Grundüberholung, z.B. nach Slowenien gebracht werden, Röbi stand zur Verfügung. Er hatte und nahm sich die Zeit! Bei der SG Olten war Röbi bis kurz vor seinem Tod als „guter Geist“ im Einsatz. Er wirkte im Hintergrund, alle profitierten davon!

Unterwegs zum Glderservice mit Urs, ein Sandwich musste genügen! Foto: Archiv Urs Meier
Man traf Röbi auch im Nationalen Segelfugwettbewerb an! Foto: Archiv Urs Meier

Ausserhalb der Saison zog es ihn z.B. nach Samaden, oder nach Ungarn wo er in seiner ASW – 24 das Engadin (Samaden) oder die weiten Ebenen im Lande Attilas, z.B. in Györ, aus der dritten Dimension für sich eroberte. Das war die Art, wie er dem Käfig von tausenden von Schulvolten entfloh.

Othmar Schaffroth, Charles Bachmann, Erwin Mit oltener Kollegen, von links: Erwin Lehmann, Urs Meier, Markus Engeler und Robert Wyss, Foto: SG Olten

Mit einer Crèmeschnitte vom Beck konnte man Röbi nicht reizen, aber etwas Selbstgebackenes wusste er sehr zu schätzen! Administration, bzw. „Papierkram“ mochte er nicht. Er war froh, dass es „Fremdarbeiter“ gab, die sich den FVS-Kursen annahmen. Ich war einer von denen und lernte Röbi näher kennen und schätzen.

Auf einer Wanderung, Foto: Foto: Archiv Urs Meier

Segelfluglehrer sind meist fit. Einsteigen, Platzrunde, Aussteigen, Flugzeug zum Startplatz zurückstossen… – Sisiphos – ! Und dies vom Morgen bis Feirabend. Den Ausgleich suchte sich Röbi auch in der Natur.

Kompromisse mochte er nicht: Als wir einst gleichzeitig unseren 2-wöchigen Kurs durchführten, musste er anstelle Scheibe’s SF 25 B-Falken,  ein anderes Flugzeug auf Eignung im harten Schulbetrieb probieren. Es sah wie ein Plagiat des Falken aus. Noch mehr Spannweite bei gleich starkem Motor. Dass der Uhu ein regenunenmpfind-liches Profil aufwies, war aus Distanz das einzig Positive, was ich dem Typ abgewinnen konnte. Denn die sehr harte Landung mit einem flotsch nassen Falken, verbunden mit einer Vergaservereisung hatte ich samt meinem Rücken hinter mir. Das „Geschwür“ passte ihm nicht. So liess er vielleicht einen seiner Schüler etwas länger gewähren und konnte den „Härtetest“ schlisslich nicht mehr verhindern. Es gilt, in solchen Momenten, sanft aber bestimmt einzugreifen! Nach einer sehr harten Landung, die ein Falke problemlos geschluckt hätte, war die Übung vorbei. Der S…..o musste auf die Böcke. Es gab viel Holzarbeit!  Nachträglich gab es Fragen… auch an mich. Da ich während der fraglichen Phase mit einem Schüler im Ausschweben vor der Landung war, hatte ich „leider nichts Genaues“ gesehen.

SZD 19 Bocian –  musste man gesehen haben! Foto: Archiv Urs Meier

Deformation professionelle, hier der SZD-9 Bocian (Storch) oder nach unserer Redeart der „Bock“. Gab es etwas zu lernen, Röbi war zur Stelle und er achtete darauf, dass es gut kam!

Man erinnert sich:

Röbi mit seinem Team – Segelflugkurs, Birrfeld anno 1967 v. li. …? Röbi Wyss, Billy W., Elisabeth N. (Foto)

(…) Röbi Wyss habe ich als sehr pflichtbewussten Fluglehrer wahrgenommen, war ich doch selber noch eher eine „strebsame Schülerin“. Aber mit meiner Kollegin Billy konnte er sehr gut rumalbern, die beiden hatten es immer sehr lustig zusammen. Als die beiden einmal viel zu kurz kamen, und wir schon meinten, wir müssten sie auf der anderen Seite der Strasse holen, tauchte die Rhönlerche plötzlich wieder knapp über dem Maisfeld auf, um dann gleich nach der Strasse auf die Wiese abzusacken. Wir hatten etwas Angst, die beiden hätten sich verletzt, aber sie stiegen prustend lachend aus der Rhönlerche aus …)“.

Parallel zu Röbis Kurs fand ein L+A-Kurs Kunstflug-S unter der Leitung von Fritz Bigler und Werner Ledermann statt. Röbi fand es weniger lustig, wenn sich einige „Jungspunde“  aus der Reihe der Segelfluglehrer einen Spass daraus machten, die zwei Damen aus dem Konzept zu bringen … ;-).

S. …: (…) Ich sah in Röbi stets das gute Vorbild. Nichts konnte ihn aus der Ruhe bringen. Seine Gelassenheit wies darauf hin, dass er in vielen Dingen über der Sache stand.)“

H…: (…) Es hat nicht sein sollen – wollte ich Röbi doch nochmals sehen. Er war sehr gefasst. Ich solle ihm später wegen eines Termins anrufen… Nun hat er abgeschlossen, sein Leiden ist vorbei. Ich lernte Röbi schätzen und verstehen. Noch etwas besser wurde das Verständnis, als einige Einzelheiten seiner Biografie zu Tage kamen. Ich will mir das Bild, wie ich es hatte, bestehen lassen! )“

R…: (…) Ja, …, Röbi wird mit einem wunderschönen Segler unterwegs sein!

*****

Finstere Zeit, Foto: odh

Seine Krankheit trug er tapfer und mit Geduld. Schliesslich hatte er ihr nichts mehr entgegen zu setzen. Er trug sein Schicksal gefasst. Dabei durfte er aber auf Getreue zählen, die ihm in den letztenTagen wichtigen Beistand leisteten. Es war vielleicht etwas, was er zuletzt erwartet hatte! Seine Ruhestätte wird „sein“ Hausberg, der Born sein. Er wird ihn wohl behüten! – Finstere Zeit – und danach, einfach nichts? Es gibt vielleicht etwas, hinter dem vermeintlichen Nichts. Andeutungsweise können wir es erahnen – eine Frage des Wollens!

(…) Ich bin von euch gegangen, nur für einen Augenblick,
und gar nicht weit.
Wenn ihr dahin kommt, wohin ich gegangen bin,
werdet ihr euch fragen, warum ihr geweint habt.)“

von Antoine de Saint-Exupéry

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein (Reinhard Mey)!

Welle über OW, Mitte 70-er Jahre, Chrigu Hählen, SG Nidwalden

Adieu Röbi, während eines Vierteljahrhunderts, trafen wir uns regelmässig, wenn wir parallel je einen Segelflugkurs leiteten oder an Treffen mit dem BAZL oder an Veranstaltungen des AeCS. Warst stets ein guter Kamerad!

Herbie Odermatt

 

Allen, die zu diesem Portrait beitrugen, gebührt mein herzlicher Dank!


In den Alpen herrscht stürmischer Föhn

So verkündete es der Wetterfrosch am 24. April 19¨. Die Wetterkarte:

Isobaren 24.4.19

Für heute den 25.4. sieht es so aus: Auf der Vorderseite einer umfangreichen Tiefdruckzone über dem nahen Atlantik liegt die Schweiz in einer kräftigen Südströmung. Während am Alpensüdhang die Stausituation andauert verstärkt sich im Norden der Föhn wiederum, am Nachmittag stösst er zum Teil bis ins Flachland vor. Am Abend und in der kommenden Nacht überquert eine Kaltfront unser Land von West nach Ost.

Fotos von gestern:

Föhn in den Bergen, Sicht von Luzern am 24. 4.19
Pilatus, selten so gesehen
Blick Richtung Rigi, Atmosphäre in Schwingung
25°, trocken – eine Abkühlung kann Brigitte nicht schaden!
Richtung Entlebuch: Kalte Luft dringt offenbar ein
Pilatus von der Rückseite

Der Pilatus ist bei Leibe keine Thermikquelle! Heute macht er eine Ausnahme – mit einem „horizontalen Cumulus, einer typischen Föhnwelle!

Im Entlebuch ist es labil
Vom Brünig her kommt vorübergehend ein Stoss Regen

Ives Gerster flog auf DG 400-17 (eigenstartfähig) ab Courtelary 1.222,8 km mit einem Schnitt von 94,6 km/h in total 11 Std 13Min. => https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/flightinfo.html?dsId=7107549

Flugzeiten: Start um 04:15, Landung 17:56, Dauer 13: 40

Ives Gerster 24.4.19, ein bemerkenswerter Föhnflug!

Während die Böen aus dem Melchtal bis nach Sachseln spürbar wurden, lag Flüeli-Ranft ruhig da.

Flüeli Ranft, rechts das Jugendstil-Hotel Pax Montana

Für heute, den 25. 4. haben wir zwischen Locarno und Altdorf am Vormittag bereits einen Druckunterschied von 10,5 hPa! das ist klare Sprache und spricht für Südföhn.

Innsbruck meldet Südwind zwischen 14 und 40 km/h

isobaren 25. 4.19 Wie gestern, das gleiche Bild!

Auch Austro Control meldet Föhn für den heitigen Tag. Ich bin gespannt, was die Segelflieger heute leisten!


Brexit, Chance verpasst?

Die Briten scheinen die Gelegenheit zu verpassen, den Austritt aus der EU in eine Wachstumsstrategie umzumünzen.

Die Europäische Union (EU) stellt mit ihrem zunehmenden Regulierungs- und Zentralisierungsdrang gewissermassen die Antithese zum Erfolgsmodell dar, welchem der Kontinent seinen Aufstieg zu verdanken hat. Errungenschaften wie etwa die parlamentarische Demokratie, die Wirtschaftsfreiheit und Gewerbefreiheit, wie auch die Gewissens- und Religionsfreiheit entstammen der Abwesenheit einer zentralen politischen Gewalt und dem Wettbewerb zwischen verschiedenen Gebietskörperschaften. Der enorme Agrarprotektionismus, sowie undurchdachte gebietsübergreifende Richtlinien und Politiken der EU schränken diesen Systemwettbewerb immer stärker ein.

Aus dieser Optik hätte der Brexit durchaus eine Chance sein können, um diesen schädlichen Trend umzukehren. Doch allem Anschein nach wird Grossbritannien diese Gelegenheit nicht nutzen können. Die ökonomischen Weisheiten eines Adam Smith, die ruhmvolle Vergangenheit der industriellen Revolution (1.0-4.0) und des Freihandels, die gesunde Rhetorik einer Margaret Thatcher zum privaten Unternehmertum und zur Eigenverantwortung sind leider heute nicht mehr die dominierenden Ansichten.

Die Politik Grossbritanniens wird heute vom Chauvinismus des Wohlfahrtsstaats dominiert und viele Interessengruppen möchten den bestehenden nationalen Etatismus aufrechterhalten, ob im Gesundheitswesen, in der Bildung, im Wohnsektor, in der Landwirtschaft und der Fischerei oder bei «öffentlichen Dienstleistungen». Die wettbewerbsfähige Strategie des Brexit, nämlich die eines einseitigen Freihandels gegenüber der EU wie auch dem Rest der Welt, wird nur von einigen Think Tanks vorgeschlagen. Nichtsdestotrotz verspräche diese einen enormen Wohlstandsvorsprung. Quelle: Liberales Institut

Das nicht-verwertete Potenzial des Brexit

Es bleiben unbeantwortete Fragen:

  • Was wäre, wenn festgestellt würde, die Menschheit hätte ihr zahlenmässiges Maximum erreicht?
  • Wie würden die Wachstumsökonomen damit umgehen?
  • Die Theorien der Postwachstumsanhänger scheinen ins Leere zu verlaufen! Über „Peak Oil“ ist schon viel geschrieben worden. Die nächste Runde heisst vielleicht Peak Everything oder Peak Prosperity
  • Was wäre, wenn die Wachstumsapostel keine Alternativen zum wirtschaftlichen und Geldwachstum fänden?
  • Würden sie vielleicht etwas nachhelfen, damit Wachstum wieder möglich wäre?
  • Welche Mittel würden sie wohl einsetzen? Etwa Krieg mit biologischen oder chemischen Mitteln oder mit etwas ganz anderem? hatten wir mit den Kriegen WK1 u WK2 (inkl. Konzentrationslager und Ethanasie, sowie von Vietnam bis Syrien und Jemen…
  • Was ist von Politikern zu erwarten, deren „Horizont“ bis zu den nächsten Wahlen reicht und denen es nur um Macht geht? Die Wahrheit bleibt bei ihnen aussen vor!
  • Was ist von Unternehmern zu erwarten? Sie die kurzfristig und oft egoistisch denkt! (Hansjörg Wyss)

Die andere Sicht: öffne den folgenden Link: „Man sollte weit weit weg sein, wenn die Bombe hochgeht“  – Volkswirt Dr. Markus Krall zum Brexit

Ergänzt: 21/22. 04. 19


Ostern

Der Osterhase in guter Laune

Jedes Jahr zur Osterzeit,

macht sich wieder Hektik breit.

Seit Wochen schon im Detailhandel,

macht bemerkbar sich der Wandel,

Berge voller Süssigkeiten,

die zum Naschen uns verleiten.

Einst am Tag vom Osterfest,

gab es noch das Osternest,

das alles ist nun längst vorbei,

seit Wochen gibt es Has und Ei.

Selbst die Eierproduzenten,

füttern Hühner und auch Enten,

damit das Ostereier legen,

für den Handel wird ein Segen.

Der Osterhase geht vergessen,

wird nun als Ragout noch gegessen.

Ein Osternest noch selber machen,

heut kauft man Online solche Sachen.

Auch die Eier noch bemalen,

man verzichtet auf die Qualen,

denn das macht man schnell,

heute nur noch maschinell.

Vom einst so schönen Osterfest,

bleibt nur noch ein kleiner Rest.

Wichtig ist die Kassen klingen,

die dem Handel Franken bringen.

Selbst beim Metzger liegt ganz stramm,

das präparierte Osterlamm.

Nach all den harten Ostertagen,

gönnt etwas Ruhe eurem Magen.

Bestimmt wird auch im nächsten Jahr,

das Osterfest ganz wunderbar.

Ruedi Gysi, 15. April 2019

Ich schlage vor, dass der Osterhase dieverse Kantonshymnen spielt:

  • Oder nach einem Vorschlag etwa: Heiterefahne, von Max Traufer

Frohe Ostern!

Spätestens am folgenden Dienstag kehrt der Alltag ein!

Auch der Osterhase macht mal Feierabend

Nicht nötige Arztbesuche – neue Abzocke?

Die Gesundheitskommission des Nationalrats betreibt Geldeintreibung für das Gesundheitswesen! Wer den Spitalnotfall aufsucht, soll eine Gebühr von etwa 50 Franken zahlen müssen. Das will die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK). Auch eine Bargebühr für Besuche in Arztpraxen steht zur Diskussion. Das ist doch absurd!

Der „symbolische“ Betrag soll bei jedem ambulanten Spital- und Praxisbesuch sofort und in „bar“ eingezogen werden.

Werden Nozfallstationen überlaufen, gibt es ein einfaches Mittel dagegen: Die Triage! Leute mit kleinen Bobos werden nach Hause geschickt oder zu hinterst in die Reihe verwiesen. Bei geringem Andrang, was ja nicht selten vorkommen soll, ist man um jedes Bobo froh!

„(…) Notfallabteilungen sind seit Jahren stark überlastet und verursachen hohe Kosten. Wie hoch die Kosten sind, die durch unnötige Besuche der Notfallstationen, zeigt erstmals eine neue Studie des Berner Inselspitals. Ohne unnötige Notfall-Besuche könnten 100 Millionen Franken gespart werden, schreibt die «SonntagsZeitung»….)“

„(…) Studie: Für die Studie wurden die Akten von insgesamt 6955 Männern und 4303 Frauen miteinbezogen, die zwischen 1. Mai 2007 und dem 31. Mai 2008 den Erwachsenen-Notfall im Universitätsspital Bern aufgesucht hatten und dort als «nicht dringliche» chirurgische Notfälle diagnostiziert worden waren. «Nicht dringlich» bedeutet, dass die Behandlung erst innerhalb von zwei bis vier Stunden erfolgen muss.)“ Man kann sich ausdenken, was dies für die 189 Spitälern in der Schweiz bedeutet!

„(…)In der Schweiz sind Schätzungen zufolge 20‘000 Spitalaufenthalte pro Jahr auf medikamentenbedingte Probleme zurückzuführen. Gemäss der internationalen Health-Policy-Survey-Studie von 2010 haben 5,3 Prozent der befragten Personen in der Schweiz in den beiden Vorjahren mindestens einmal ein falsches Medikament oder eine falsche Dosis erhalten.)“ und dafür wären dann noch 50 Franken zu berappen!?

Wenn jemand mit einer bereits schwierigen Gesudheitsbiograpie den Notfall dreimal aufsuchen muss, bis eine Lungenentzündung diagnostiziert wird, wären da bereits Fr 150.- unnötig abgeliefert worden (Fall bekannt)!

„(…) 2017 waren 36 900 Ärztinnen und Ärzte berufstätig. Im Vergleich zum Vorjahr hat ihre Gesamtzahl um 725 zugenommen. 34 Prozent davon stammen aus dem Ausland. Die Mehrheit der ausländischen ärztlichen Fachkräfte kommt aus den Nachbarländern, wobei Deutschland die grösste Gruppe stellt. 51 Prozent 
der Ärztinnen und Ärzte sind ambulant tätig, 47 Prozent arbeiten im stationären Bereich bzw. in einem Spital. Die Allgemeine Innere Medizin ist das am häufigsten vertretene Fachgebiet in der berufstätigen Ärzteschaft (22,5 Prozent). Das durchschnittliche Arbeitspensum im stationären Bereich beträgt 9,5 Halbtage und ist somit höher als im ambulanten Sektor (8,1 Halbtage)..)“ Mehr

Unter dieser Betrachtung kann danach gefragt werden, ob wir Ärztemangel haben oder ob es einen Boom gibt!

Aerztedichte_Grundversorger_Schweiz; – Auffällig: Stadt-Land-Gefälle

Das geringe Arbeitspensum (Halbtage oder halbe Arbeitstage?) spricht nicht dafürdass die Ärzte stets überlastet sind! Aber wenn jemand mit so einem geringen Pensum sein Leben feudal zu bestreiten vermag, muss bei der Tätigkeit wohl genügend abfallen…. Ein Grund des teuren Gesundheitswesens!

Je nach Spital sieht die Notfallbelastung unterschiedlich aus. Es gibt welche, die sich förmlich darum bemühen!

(…) Notfallstation: Rund um die Uhr und während 365 Tagen: In unserer Notfallstation werden Patientinnen und Patienten versorgt, die umgehend eine medizinische Behandlung benötigen. In unseren neuen Einzelzimmern bieten wir Ihnen grösstmögliche Ruhe, individuelle Untersuchung und Pflege sowie die Wahrung der Privatsphäre. Mit modernen Überwachungsgeräten und diagnostischen Apparaten untersuchen und behandeln wir unsere Patientinnen und Patienten zeitnah und problembezogen; hierfür steht auch ein modern ausgerüsteter Schockraum zur Verfügung.

Hausärztliche Notfallpraxis – An Wochenenden und Feiertagen betreiben die Hausärzte Obwalden und das Kantonsspital Obwalden gemeinsam die Notfallpraxis. Diese ist baulich der Notfallstation vorgelagert. Für Patientinnen und Patienten bietet dies den Vorteil, im Notfall eine zentrale Anlaufstelle zu haben und schnell am richtigen Ort behandelt zu werden.

Wenn Sie Beschwerden haben wie:

  • Brustschmerzen, Atemnot
  • Lähmungserscheinungen
  • Infektionen, Fieber
  • Unfälle
  • Bauchschmerzen
  • Vergiftungen

dann zögern Sie bitte nicht und melden sich unter den genannten Telefonnummern. In lebensbedrohlichen Situationen fordern Sie den Rettungsdienst unter dem Sanitätsnotruf 144 an.

Die einen werben um Notfallpatienten, andere wissen nicht, wie damit um zu gehen – aber alle wollen mehr Geld dafür…

Die Notfallaufnahme gehört zum ureigensten Dienst eines Spitals oder einer Arztpraxis! Was würde man wohl sagen, wenn der oberste Boss der SBB, Andreas Meyer,  Bahnfahrende auf Notwendigkeit einer kurzen oder längeren Bahnfahrt überprüfen würde und ihnen zusätzlich zur Fahrkarte 50 Franken abknöpfen würde? Indirekt hat er es schon getan, indem nicht mehr die gefahrene Strecke zur Bemessung, sondern die aufgewendete Zeit für den Tarif angewandt wird!


Frauen einst und heute

Überall in unserem Land

einst die Frau am Herde stand,

sie kochte, putzte Tag und Nacht,

hat am Krankenbett gewacht.

Sie hat Kinder gross gezogen,

bis sie alle ausgeflogen.

Schluss mit Hausarbeit und Kinderbrei

die Frau die fühlt sich heute frei.

Selbst an den Firmenspitzen,

heute starke Frauen sitzen,

sie bestimmen auf der Welt

über Macht und über Geld.

Es gibt Frauen die regieren,

die ganze Völker dirigieren.

Frauen machen nun auch schon

mit bei der Korruption.

Frauen die heut Waffen tragen

und sich sogar in Kriege wagen,

die Soldaten kommandieren

und Menschen bombardieren.

Selbst im Boxring kann man sehen,

dass Frauen an die Grenzen gehen.

Frauen tun heut all die Sachen,

die eigentlich die Männer machen.

Die Welt hat sich gedreht,

wie das wohl noch weiter geht.

Männer die im Kindbette liegen,

weil sie dann die Kinder kriegen.

Ob dem Kind da nicht die Lust,

vergeht an der behaarten Brust.

Familie ein sicherer Hort,

bald nur noch ein schönes Wort.

Schade für die schöne Zeit

mit Familie und Gemeinsamkeit.

Ruedi Gysi

Tja, was gibt es da noch bei zu fügen ausser, dass die Frauen oft doch die stärkeren Männer sind! 🙂


Genau hingeschaut