Solarimpulse 2 in Ägypten gelandet

SI-2 in Ägypten
SI-2 in Ägypten

André landed Si2 in Egypt for his final flight on the round-the-world

Today, André Borschberg’s legacy at Solar Impulse will be remembered as he closed Solar Impulse’s penultimate flight of the round-the-world tour. He landed in Cairo, Egypt on July 13th at 5:10AM UTC, 7:10AM CET, 1:10AM EDT after 48 hours and 50 minutes of flight. Discover the intensity of this moment not only for André and his team, but also for history.

André Borschberg’s top 15 moments with Solar Impulse

Eine Meisterleistung! Auch wenn es anders gesehen werden kann! Jetzt steht die letzte Etappe nach Abu Dhabi bevor! Ich drücke die Daumen.


Ruedi Sägesser (Sägi) 1914 -2006

(aus Albatros-INFO März 2007 und meinen Ergänzungen)

"Sägi" auf Zögling, Bild aus: WLM Modellbau: "Sägi"
„Sägi“ auf Zögling, Bild aus: WLM Modellbau: „Sägi“

Es ist mir nicht leicht gefallen einen Fliegerkameraden zu finden, welcher Ruedi persönlich so gut gekannt hat, um einen Nachruf zu verfassen. Von allen Angefragten habe ich leider Absagen erhalten. Ich selber habe Ruedi zu wenig lange gekannt um diese Aufgabe oder Ehre zu übernehmen.

Willi Schwarzenbach hat Ruedi im VGC-News gewürdigt. Darauf habe ich mit Willi Kontakt aufgenommen und angefragt, ob ich Ruedis Nachruf für unser Info in Deutsch veröffentlichen dürfe. Da mein Englisch nicht ausreicht um alles zu übersetzen, hat ihn Willi für mich gleich noch ins Deutsche übersetzt. Vielen Dank Willi!

Wir denken gerne an die Zeiten zurück, wo er an den Treffen und Anlässen der „Albatrössler“ dabei war. An seine Erzählungen aus den Anfängen des Segelflugs, an die Film-Vorführungen in Thörigen, an seine Werkstatt, an…, an … , einfach an einen lieben Kameraden, welcher leider nicht mehr unter uns ist¨!  Peter Ziegler

"Sägi" Rudolf Sägesser-1914-2006-Bild-IG-Albatros
„Sägi“ Rudolf Sägesser,1914-2006; Bild: IG-Albatros

„Ruedi ist am 8. März 2006 in der Pflegeabteilung des Spitals Langenthal von seinen Altersbeschwerden erlöst worden und hat uns friedlich verlassen, wenige Tage vor seinem 94. Geburtstag. Bis in die letzten Wochen seines Lebens war sein Geist erstaunlich rege, er konnte sich noch gut unterhalten mit Besuchern und Freunden, er freute sich und wusste vieles aus früheren Zeiten zu erzählen.

Sägi war eine legendäre Figur in unserem Segelflug und ein Teil der schweizerischen Segelfluggeschichte, die er während fast 60 Jahren mit Begeisterung lebte und prägte. Schon während seiner Schulzeit war er ein geschickter Flugmodellbauer mit neuen und originellen Ideen.

1930 stieg er ein in die faszinierende „Welt der Flugzeugbauer“. Bei den Gebr. Karpf in Zürich, begann er als erster Lehrling der gerade geschaffenen Berufsgattung „Flugzeugschreiner“ seine Karriere. Ein Beruf der damals von manchen als „zukunftslos“ abgetan wurde. Das 4-Mann-Unternehmen Karpf stellte, neben einigen Booten, den „Stamer-Lippisch“ Zögling, bekannt als „Karpf-Zögling“ und später auch das Karpf-Baby, eine etwas verbesserte Konstruktion des „Grunau-Baby II“ her. Des Weiteren wurden Reparaturen und auch Arbeiten an Motorflugzeugen durchgeführt. Doch die Lehrzeit verlief nicht nach Programm, ein Brand zerstörte die Werkstatt. Sägi wurde für einige Zeit in die „Flugzeugwerke A. Comte“ in Horgen/Oberrieden versetzt. Er hatte dabei Gelegenheit an den Holz-Flügeln der AC-Motorflugzeuge und auch am Prototyp des AC-3, eines zweimotorigen Bombers für die bolivianische Armee zu arbeiten.

AC 3

AC 3, (1929/30) Transporter und Bomber, 1 Expl. gebaut, war für den Export nach Bolivien vorgesehen; das Flugzeug wurde nicht ausgeliefert. Quelle: http://www.swissair00.ch/compte-alfred-.html – (odh)

Doch sobald der Karpf-Betrieb, diesmal in einem anderen Lokal wieder anlief, musste er zu seinem grossen Bedauern, wieder dorthin zurück. Im Oktober 1933 hatte er sich in Dübendorf zur Lehrabschlussprüfung zu stellen. Diese gelang ihm ausgezeichnet und der Lehrbrief wurde ihm durch den Experten J. Spalinger, dem erfolgreichen Segelflugzeug-Konstrukteur, überreicht.

Als gelernter Berufsmann trat er nun in die Firma A. Comte ein und fand dort ein interessantes Arbeitsfeld. Er blieb dort bis dieses Flugzeugwerk infolge wirtschaftlicher Probleme geschlossen werden musste. Sägi, damals gerade 20-jährig, war nicht nur ein qualifizierter Berufsmann, er hatte sich als innovativer Flugzeugbauer schon einen Namen geschaffen, hatte er doch schon während seiner Freizeit zum grossen Teil allein einen Hängegleiter „HAFA 9“ gebaut und war damit geflogen – – und einen „Zögling“ – – und dann, 1933/34 zusammen mit Walter Studer und mit Unterstützung (Berechnung) von W. Pfenninger das leichte Segelflugzeug „WS 1 Lilli“ gebaut und erfolgreich geflogen.

Sägis WS 1 "Lilli"
Sägis WS 1, „Lilli“

Er entschied sich, von nun an auf eigene Rechnung zu arbeiten. Trotz den schwierigen Vorkriegsjahren und der wirtschaftlichen Depression gelang es ihm, in Gümligen bei Bern eine Serie von 10 „Grunau-Baby II“, im Auftrag des AeCS zu bauen. Später folgten 3 „Hütter 17“ für Westschweizer Segelfluggruppen, eine „Weihe“, ein „S 18“ und einige andere Flugzeuge. Hie und da wurde er von Amateuren zu Hilfe gerufen um angefangene Flugzeuge fertig zu stellen, darunter einen „Rhönadler“, einen „Bussard“ und „Grunau-Baby“. Eine grosse Arbeit (1937) war die Reparatur eines schwer beschädigten, doch billig erstandenen „Condor 1“ für sich selbst. In derselben Zeit erstellte er auch Pfenningers revolutionäre leichte „Elfe P 1“, 9m Spannweite, 43 kg Leergewicht, die er auch selbst flog. Siehe mehr unter: Pfenninger- und Markwalder-Elfen

Elfe P1, auf dem Bild (vom 13.03.2000 © Herbert Röthlisberger) von links nach rechts: Frau Gysi, Karl Gysi, Rudolf Sägesser der Erbauer, Hans Gysi
Elfe P1, auf dem Bild (vom 13.03.2000 © Herbert Röthlisberger) von links nach rechts: Frau Gysi, Karl Gysi, Rudolf Sägesser der Erbauer, Hans Gysi  – (odh)
„(…) Wurde der Erbauer Rudolf Sägesser gefragt, warum diese Ur-Elfe nur 43 kg wäge, sagte er lächelnd „weil das Geld für teures Material fehlte „.)“
"Sägi" am Hochalpinen Segelfluglager-in-Flims-vom-30.-Mai-bis-2.-Juni-1941(Pfeil)
„Sägi“ am Hochalpinen Segelfluglager in Flims vom 30 -Mai bis 2. Juni 1941(Pfeil) unter berühmten Grössen. von links: E. Spahni, ?, W. Baur, M. Schachenmann, E. Aeberli, W. Baldi, M. Godninat, P. Schmid,  E. Scheidegger, E. Schaffroth, G. de Chambrier, N.Ris, F. Schmid, H. Kuhn, A. Föllmi, R. Sägesser, St. Jösler, H. Katz, M. A. Steiner –  Foto: Tilgenkamp III (odh)

Während seiner militärischer Aktivdienstzeit 1942/43 gelang es ihm einen Doppelsitzer „S 21“ zu bauen mit dem er später oft in der Luft war.

Doppelsitzer Spalinger S 21 HB-367 "Min Tau" vor dem Erstflug
Doppelsitzer Spalinger S 21 HB-367 „Min Tau“ vor dem Erstflug – Bild: IG Albatros

Gelegentlich, wenn keine Aufträge einliefen, arbeitete er im Reparaturbetrieb der „Alpar“ auf dem Belpmoos und amtete dort auch als Fluglehrer. 1943 begann der wohl interessanteste Abschnitt seiner beruflichen Aktivität. Er wechselte zum neu gegründeten „Flugzeugbau“ der Gebrüder Isler in Wildegg, welcher unter seiner Leitung als fortschrittliches Unternehmen dieser Branche gewertet wurde. Prunkstücke aus dieser Werkstatt waren wohl die Schalenbau-Flügel der 14m „WLM 1“, (1947), der 16m „WLM 2“ 1954 und die baulich sehr anspruchsvolle „Elfe PM3“.

Bezüglich WLM 1 siehe unter: SAGA Swiss Gliding Aerobatic Acossiation WLM 1

Zum Thema Elfen/ R. Sägesser/Laminarprofile lese man im Oltener „rhönstei“ mehr!

KORRIGENDA (dr rhönstei Nr. 3/2004):
Hans Gysi und Lilly Grundbacher haben mich auf folgende vier Fehler im dr rhönsteiNr. 2/2004 aufmerksam gemacht:
1) Die Elfe M wurde 1975 (und nicht 1961) von einem Motorflugzeug beschädigt.
2) Bei dem 1973 im Baulokal verbrannten Elfe-Rohbau handelt es sich vermutlich nichtum eine PM-2 (wie bisher angenommen), sondern um eine PM-3. Ob dafür die Immatrikulation HB-533 reserviert war, kann zur Zeit nicht bewiesen werden.
3) Das Gerücht, wonach Max Schachenmann für die Elfe PM3, HB-526,  Fr. 100’000 bezahlt haben soll, muss insofern hinterfragt werden, als sich der Erbauer Ruedi Sägesser daran erinnert, für das Material und die Arbeit nur rund Fr. 20’000 erhalten zu haben.
 Ruedi Sägesser, Rene Comte im Cockpit der Elfe PM 3 und Graham McLean
Ruedi Sägesser, Rene Comte im Cockpit der Elfe PM 3 und Graham McLean (odh)

Sägi verheiratete sich 1944 mit Hilde. Leider verstarben ihre beiden Söhne im besten Alter an Krankheit.

Hilda und Ruedi Sägesser auf dem Flugfeld Luzern-Beromünster Die WLM-2 HB-562 wurde in Thörigen revidiert Bild IG Albatros
Hilda und Ruedi Sägesser auf dem Flugfeld Luzern-Beromünster
Die WLM-2, HB -562 wurde in Thörigen revidiert- Bild IG Albatros

1953 übernahm Sägi das Werkstattinventar der Firma Isler und zog dann 1955 nach Herzogenbuchsee in eine gemietete Werkstatt; später konnte er eine Liegenschaft mit geeignetem Werkraum in Thörigen erwerben. Er beschäftigte sich vorab mit Revisionen und Reparaturen an Segel- und auch Motorflugzeugen. Seine Frau Hilde half oft tatkräftig mit und hatte besonderes Geschick wenn es um das Eintuchen von Flügeln und Rümpfen ging.

Die Minimoa HB-282 wird in Ruedi Sägessers Werkstatt in Thörigen totalrevidiert (1984) Bild IG Albatros
Die Minimoa HB-282 wird in Ruedi Sägessers Werkstatt in Thörigen totalrevidiert (1984) Bild: IG Albatros

Nach dem Tod von Hilde zog sich Ruedi progressiv von der harten Arbeit zurück, er stellte aber zeitweise die Werkstatt für Winterarbeiten oder Überholungen an Segelflugzeugen seinen Freunden zur Verfügung.

Er fand dafür wieder Zeit für seine grosse Bahn-Modellanlage und auch für den perfekten Bau von Scale-Flugzeugmodellen. Ruedi lud aber auch Schulklassen ein und unterrichtete über den Segelflug, den Flugzeugbau und zeigte gerne in seinem Hinterraum-Kino Filme aus der Fliegerei, zum Teil sogar ab einem 72mm –Projektor den sein Sohn Kurt seinerzeit installiert hatte.
Sägi war auch immer dabei, wenn es etwas zu sehen gab, sei es bei den „Oldtimern“ hier oder sogar beim Int. Vintage Glider Club. So war er zum letzten Mal mit René Comte am VGC Rally 2000 in Tibenham (GB) um seine, in den USA durch einen Engländer hervorragend restaurierte „Superelfe“ im Flugbetrieb zu sehen.
Ruedi Sägesser war eine Persönlichkeit und ein Freund den wir nicht vergessen werden.

Sägi So wie er es gewünscht hatte, zerstreute der Biswind am Belpberg seine Asche, da wo er vor 60 Jahren stundenlang gesegelt hatte. Bild IG Albatros
Sägi So wie er es gewünscht hatte, zerstreute der Biswind am Belpberg seine Asche, da wo er vor 60 Jahren stundenlang gesegelt hatte. Bild: IG Albatros

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Weitere interessante Hinweise zu „Sägi“ findet man unter WLM-Modellbau: Ruedi Sägesser7 Seiten!

Sägi, wer kannte ihn nicht!? Er hat für die SG Nidwalden einmal den Spyr Va, HB -509 innert Kürze repariert, als nach einem missglückten Windenstart mit einem „Cheval de bois“ der Rumpf entzwei gebrochen ist.

Es geschah am 23. April 1966: Klaus Hauck(+) kam mit einem Passagier auf den Platz. Der Start an der Winde missriet völlig. Der Pilot zog derart stark am Höhensteuer, dass der Spyr die Strömung am Flügel abreissen liess.

Spyr Bruch K. Hauck 1966, 23. April 1966, Bild H.Odermatt/SGN
Spyr Bruch K. Hauck 1966, 23. April 1966, Bilder: H.Odermatt/SGN

Zwar klinkte Klaus noch, doch das Flugzeug drehte um sich selbst, berührte mit einem Flügel den Boden zuerst, drehte um sich weiter und schepperte schliesslich seitwärts uns Gras. Der Aufprall erfolgte in schier wagrechter Lage seitwärts. Kufe und Hecksporn griffen gemeinsam. Dann ein Knall und es herrschte Spyr geteilt durch zwei!

Verrwirrung, Ratlosigkeit, der Spyr, schon wieder!
Verrwirrung, Ratlosigkeit, der Spyr, schon wieder!
Es war schnell klar, was zu geschehen war. Eine Reparatur auswärts!
Es war schnell klar, was zu geschehen war. Eine Reparatur auswärts!

Es erfolgte noch gleichen Tags die Fahrt zu „Sägi“. Dieser nahm die Arbeit am Folgetag auf. Der Spyr kam innert kürzester Frist zurück. 1600 Franken kostete der „Spass“! Sägi meinte, es sei ein „schöner“ Bruch gewesen. Die zwei Hälften seinen so schön getrennt gewesen, dass er sie lediglich zusammenstossen  und ins Lot bringen musste. Dann alte Beplankung runter, Stringer anschäften, neue Beplankung drauf, fertig!

"... und der Leichnam Jesu wurde fort getragen...!"
„… und der Leichnam Jesu wurde fort getragen…!“

Ein Rüge erteilte er uns noch: Es sei ein Fehler gewesen, dass für den Abtransport die Steuerseile durch geschnitten wurden. Diese neu einzuziehen seien doch noch aufwändig gewesen. Wir meinten, dass wir auf der Piste nicht lange „herumgänggelen“ wollten…! Ausserdem war der Ersatz der Seile eh an der Zeit gewesen!

Davor reparierte er den Moswey IIa HB – 309, als dessen Rumpf auch bei einer Aussenlandung in drei Teile gezerrt wurde.  Moswey geteilt durch drei = 103 ( HB 309; => 309 : 3 = 103  😉  ) Dem gleichen „Mösel“  reparierte er einen gestauchten Kiel und da baute er gleichzeitig die Hochstartklinke anstelle der versetzten Bugklinke ein. Die Skizzen für die Position und die Halterung zwischen den Spanten erstellte ich selbst. August Hug liess mich auch rechnen und überprüfte das Ergebis, welches er so annahm! Also, etwas gelernt im Thema Festigkeitslehre!

„Gupfera“ stellte auf einem Flug mit dem S-22, HB-276, „Hero“ fest, dass sich  im Geradeausflug bei Betätigung des Seitenruders nur der Rumpf aus der Achse bewegte… (Die  „Fräserei“ hinter dem Bürgenstock durch J. H. hiunterliess seine Spuren!). Eine Kontrolle nach dem Flug ergab, dass der Hauptspant lose in der Beplankung lag! Toni Loppacher besuchte zur gleichen Zeit den Bauleiterkurs, durchgeführt durch das L+A (Luftamt). Es ging alles zu theoretisch zu, weil man kein Übungsobjekt hatte. Toni schaltete schnell. Die Reparatur war für die Teilnehmer ein Lehrstück. „Sägi“ und „Pole Berner“ (Paul Berner) waren die Haupt-Referenten. Die SG Nidwalden bekam zum Materialwert eine wertvolle Reparatur!

Und als  „Gupfera“ mit der Mucha ST, HB-635 ein Männchen versuchte, ging das Seitenruder aus den Verankerungen. Warum er auf diese Schnapsidee kam, konnte er nicht sagen. Wir hätten die Antwort parat gehabt es war eine Dulcinea im Spiel gewesen… Sägi hatte ein Ersatzruder und schon tags darauf, konnte wieder geflogen werden. In der Zwischenzeit reparierte ich das Seitenruder um die Leihware sobald als möglich zurück geben zu können. Die gleiche Mucha wurde bei einem Seilriss beim Windenstart stark beschädigt. Der Pilot „Moritz“ reagierte zu spät… Sein Rücken riet ihm danach, schnell zu handeln und sanft zu landen! Sägi machte mir einen Kostenvoranschlag für die Reparatur. Danach kaufte ich den Bruch als „Konstruktiven Totalschaden“ von der Versicherung ab und baute den Flieger wieder auf. Der Pilot hatte Glück. Er brauchte lediglich den Selbstbehalt zu bezahlen. Ich hatte eine Kaskoversicherung abgeschlossen, weil die Mucha für die Akroschulung eingesetzt wurde.

Sägis Frau hätte die Reparatur lieber in Ihrer Werkstatt ausgeführt! Da eine Versicherung zahlte, wäre as Geld sicher gewesen. Doch Sägi hatte ein Herz für mein Anliegen. Er gab mir sogar noch die Zeichnungen und die Stücklisten zur Mucha SZD-22!

Der erfahrene und geborene Flugzeugbauer war ein begehrter Fachmann. Brauchte man einen Rat: Sägi war immer bereit, hilfreich Auskunft zu erteilen. ich glaube, Sägi konnte ein Holzflugzeug auswendig bauen – gelebtes Workmanship (wissen, wie man „es“ macht“!).

 


Deutsche Chefs wollen nicht mehr in die Schweiz – so 20 Minuten

Topmanager aus Deutschland lassen sich nicht mehr so einfach in die Schweiz locken. Das sei dramatisch für die hiesige Wirtschaft, sagt Headhunter Guido Schilling.

Wenn der „Headhunter“ sich selbst als wichtigen Teil der Wirtschaft sieht, dann spricht er für sich. Pflege des Eigennutzes!

Wie ist die Meinung? => Umfrage (20 Minuten 10. 07. 16, insgesamt 9412 Teilnehmer )

Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit deutschen Chefs?

16 %  – Als sehr gut – sie sind hart, aber fair und professionell.

27 % – So la la – sind auch nicht besser oder schlechter als Schweizer Chefs.

39 % – Als schlecht – ich kann mit der direkten Art und dem Befehlsgehabe nicht umgehen.

18 % – Ich hatte noch nie einen deutschen Chef.

Gewisse Deutsche Unternehmen sind noch organisiert wie eine Kaserne in den 50-er Jahren! In der Schweiz kommt diese Art der Führung kaum gut an! Harzburg war gestern!

Was sind denn die Ursachen?

«Da fragen sich viele deutsche Topmanager: Zu Hause läuft es auch gut, warum sollte ich in die Schweiz ziehen?» Logisch: Hohe Schweizer Löhne sind mit hohen Kosten verbunden, massgebend ist, was unter dem Strich bleibt.

«Die Deutschen nähmen die Diskussion um Einwanderung oft persönlich und kehrten der Schweiz darum vermehrt den Rücken» so Schilling – So etwas würde man belastbare Manager nennen? … Kann es wohl kaum sein!

Die Wirtschaft in Deutschland läuft wie geschmiert. Sie braucht qualifizierte Leute. Zurück zu wandern, wo ein vergleichbarer oder besserer Lebensstandard zu erwarten ist, liegt doch auf der Hand! Interpretation durch Headhunter hin oder her!

Daraus folgt, dass wir es oft lediglich mit so genannten „Konjunkturrittern“ und „Job-Hoppern“ zu tun hatten. Exakt diese Sorte von Managern und Berufsleuten sind aber nicht gesucht – und die Headhunter haben genau diese vermittelt – eine fragwürdige Tätigkeit! In einem Teich zu fischen, wo es arbeitslose Manager, Fachleute und Auswanderungswillige hat, ist eigentlich eine einfache Angelegenheit. Dass es die Unternehmen selbst nicht taten oder tun, zeugt vom Stellenwert, den sie ihrem HR-Management (wenn sie denn eines haben welches den Namen verdient) einräumen – Geringschätzung – auf administrativen Bereich beschränkt!

Haben wir in der Schweiz nicht genügend Kadernachwuchs? Falls dem so wäre, müssten sich die Unternehmen selbst hinterfragen! Es liegt an Ihnen die Fähigen zu fördern! So lange es kostengünstiger ist, im Ausland zu rekrutieren, als selbst zu fördern, wird das Angebot freudig angenommen. Daher wird der Personenfreizügigkeit aus der Sicht der Wirtschaft das Wort geredet! Danach folgt das Jammern auf auf hohem Level in der Hoffnung es käme Unterstützung von der öffentlichen Hand, wie es bei den Ärzten bereits vorgemacht wird!

Wer wegläuft, weil er aneckt hat entweder keinen Führungsprofil oder es liegt an Gründen in seiner Person!

Eigene Erfahrungen: Vorgesetzte im Topkader waren kompetent und sehr zugänglich. Auch jene mit wissenschaftlichen Hintergrund. Sie brauchten niemandem was zu beweisen. Wir kamen gut zurecht, denn wir verfolgten gemeinsam Ziele! Kaderleute im mittleren Kader auch Mitarbeiter im ausführenden Bereich machten oft den Eindruck, sie müssten stets beweisen, dass sie besser sind. Sie kamen schon gestresst an die Arbeit, weil sie auf dem Weg zur Arbeit bereits einige Kämpfe hinter sich hatten. Sie legten sehr grossen Wert auf ihre Leistungen und suchten stets den Mittelpunkt. Sie glaubten, immer wieder Methoden gefunden zu haben, um das Wasser auf ihre Mühlen zu leiten. Die Teamfähigkeit liess zu wünschen übrig. Oftt gestresste Arbeitsatmosphäre!

„(…) Überforderten Führungskräften helfen aber auch gut vorbereitete Jahresgespräche, objektive Bewertungsbögen und das beste Weiterbildungsprogramm wenig, wenn sie ihre Ängste nicht in den Griff bekommen, übertriebenen Ehrgeiz nicht zu zähmen wissen oder keine Selbstkritik zulassen…)“

http://www.20min.ch/interaktiv_2013/Zuwanderung/index.htm

Lohndumping ja oder nein?

Lohndumping existiert! Warum soll einer nicht einen deutschen Kadermann für 30% weniger Lohn einstellen, wenn es ihm erlaubt ist? Ist es erlaubt, ist es kein Dumping!

Wir würden besser von jenen Ausländern reden, die es schätzen hier zu leben, die hier Fuss gefasst und sich integriert haben! Ihnen wird etwas geboten! Job, Fort- und Weiterbildung, eine Karriere, eine gute Infrastruktur sowie neue Horizonte.Den ersten, der aus sich etwas machte, lernte ich als Bub 1951 kennen! Er kam aus Italien. Beruf: Velomechaniker. Hier arbeitete er in der Kalk- und Steinfabrik am Rundautomat, wo die Cementsteine von Hand abzuräumen und zu stapeln waren. Er wollte mehr. Schliesslich ging er hinter die Bücher, absolvierte einen Fernkurs bei Onken und wurde schliesslich Elektromechaniker. Er wurde ein gefragter Berufsmann. Er gründete hier eine Familie, die sich gut entwickelte! Vor einigen Tagen kreuzte er bei mir auf. In voller Montur per Rennvelo! So wie ich ihn damals kannte, als er am Wochenende mit seinem türkis-grünen „Renner“ vom Typ Michelin jeweils wie Gino Bartali zu seinen Clubrennen fuhr. Heute ist er vierundachtzig jährig und fit wie in den besten Jahren! Er sei damals oft entrüstet gewesen, wenn er sich als Tschingg vorkam. Heute könne er darüber lachen. Denn, kaum einer meinte es wirklich schlecht und schon gar nicht persönlich!

Jammeris“ gibt es überall!


Die Keulen der Bundesrätin Leuthard

Die Pendler, eh schon eine Untergruppe der Lastesel der Nation, werden erneut geschröpft.

Trotz Gleitender Arbeitszeit (GLAZ): Der Arbeitsbeginn und das Arbeitsende fallen immer in die gleiche zeitliche Bandbreite: 08.00 -12.00 und 13.00 – 17.00 Uhr , +/- . Ergo finden vor- und nach diesen Arbeitszeiten die grossen Verkehrsströme statt.

Logo, wo nicht in zwei oder drei Schichten gearbeitet wird, fällt die „Normalarbeitszeit“ auf den Normaltag.

Die GLAZ wurde von den meisten Mitarbeitenden jedoch genutzt, um möglichst viel Überstunden zu produzieren, damit man dafür mal eine zusätzliche Ferienwoche einziehen konnte. Bei vielen Mitarbeitenden entwickelte sich ein spezielles „Minutendenken“!

 

Als 1965 -1967 in einem Betrieb freie Arbeitszeit genoss, war mir sehr bald klar, dass ich regelmässig arbeiten sollte, um die geplanten Soll-Stunden zu erreichen. Ich arbeitete im Stundenlohn und ich hatte ein Budget zu erfüllen, das ich mir selbst auferlegt hatte. Zwar ging ich an heissen Tagen am Morgen früh bis etwa 10 Uhr und am Nachmittag ab ca. 17 Uhr bis Abend spät ins Büro, doch dies waren die Ausnahmen. Ausserdem hatte ich zu bestimmten Zeiten anwesend zu sein und zwar ausgerichtet auf die Zeiten unserer Kunden! Die Zeiterfassung erfolgte einfach: jeder schrieb seine Zeit auf. Direkt wurde nicht kontrolliert. Die Gruppe aber kontrollierte sich mit einer Ausnahme selbst!

Unternehmer und Politiker predigten Jahre lang, die Arbeitnehmer müssten flexibler werden. Sie müssten da arbeiten, wo die Arbeit anfalle. Gemeint war wohl auch, dass bei jedem Stellenwechsel ab einer bestimmten Distanz auch Wohnung oder Haus gewechselt würden, was die Immobilienbranche sehr gefreut hätte. Selbst Kirchenchöre und Vereine sollten gewechselt werden…

Die Menschen sollten ihre gewohnte Umgebung samt ihren sozialen Netzen dem „Erwerb“ , besser dem Profit der Unternehmung opfern. Die Menschen aber nahmen lieber längere Arbeitswege unter die Räder. Die Pendler nahmen zu. Dann liessen Politiker und Unternehmer in „Denk“-Fabriken Umsatzstrategien entwickeln und fanden ausländische Fachkräfte als „Bonmot“. Vordergründig wurde verkündet, es fehle an Fachkräften. Hintergründig aber wurden die Grenzen geflutet um allem möglichen Gesinde Aufenthalte zu ermöglichen. Diese förderten logisch den Konsum. Es wurden statt Fachkräfte zum grossen Teil Konsumenten importiert! Der Markt wurde künstlich aufgepumpt! Dies peseudo-Fachkräfte, wenn sie nicht arbeitsfähig waren, wurden vom Sozialstaat unterhalten – eine indirekte Subvention an die „Konsum-Befriediger“.

Vorübergehend sah es nach Voll- und Überbeschäftigung aus. Unter dem Strich, volkswirtschaftlich gesehen, nahmen die Kosten im Sozialbereich überdurchschnittlich zu. Der Staat musste die Kapitalisierung sozialisieren – einmal mehr!

Unternehmen im Dienstleistungsbereich lieferten einleuchtende Zahlen. Sie feierten Umsatzzuwachs und hohe Boniohne sich ernsthaft anstrengen zu müssen. Allein die Zuwanderung war die „kreative“ Leistung!

Man begann deutsche arbeitslose Ärzte zu beschäftigen. Viele  davon nahen die Gelegenheit wahr, möglichst schnell eine leitende Funktion zu holen, um damit dann im Ursprungsland Karriere zu machen – Konjunktur-Ritter eben! Es wurden „Fachkräfte“ geholt, die kurz vor der Pensionierung standen. Sie werden die AHV mehr belasteten als ihnen durch ihre bescheidenen Beiträge zugestanden wäre, versicherungsmathematisch betrachtet. Soweit aber dachte bei der Schweizer Botschaft in Berlin z.B. kaum jemand.

Die Bauwirtschaft boomte, sie durfte Wohnraum zur Verfügung stellen, den ein Grossteil der Zugewanderten kaum oder nicht bezahlen konnten. Sie lernten schnell. Autoleasing, teure Klamotten und gute Wohnlagen – man gab sich standeskonform.

Nun begann sich die Konjunktur in Europa, so vor allem In Deutschland zu entwickeln. Fachkräfte wandern zurück, oh Schreck! Die bösen Schweizer seien Schuld daran, hätten sie doch die Deutschen heraus geekelt, so der Tenor. Doch wird in die Bücher geschaut, sind durch Abwanderung von Unternehmen und fehlendem Ersatz Löcher entstanden. Ausländer wurden dazu bewegt, da hin zu ziehen, wo es ihnen besser ging. Denn hohe Löhne in der Schweiz sind mit hohen Kosten verbunden. Was unter dem Strich als Lebensqualität herausschaut ist in die Waagschale zu werfen. Und so ist dann schnell gerechnet. Die Grenzgänger sind vielleicht die Profiteure und da dieser Begriff sehr ausgedehnt wurde, lohnt es sich schon seit längerem als Grenzgänger z.B. In Hamburg zu wohnen und in der Schweiz zu arbeiten…!

Während die Bevölkerung jährlich um 80-100’000 Menschen zunahm, entwickelte sich auch der Motorfahrzeugbestand entsprechend. Gleichzeitig mit der Zunahme der Motorfahrzeuge, die dringend für die geforderte Flexibiltät benötigt wurden, begannen rotgrüne Regierungen die Parkplätze zu reduzieren.

Die Hochlohn-/Hochpreisinsel begann zu jammern, weil der Franken schockte. Der Franken wurde verteufelt, die Ursachen verdrängt. Es lief nicht mehr wie geschmiert.

Da nahm Frau BR Leuthart die Konsumkeule zur Hand. Das Volk solle gefälligst mehr konsumieren! Soll ich nun einen zweiten TV-Apparat, eine zweit Toaster, ein zweites E-Bike, ein zweites Auto kaufen oder gar ein drittes? In einer Welt wo alles im Überfluss vorhanden ist, kann es schwierig werden, Wachstum zu erzeugen. „Innovationen“ müssen her das weisse Weiss von den Waschmittelreklamen ist bekannt, nun solle es auch noch bei Gebrauchsgegenständen herhalten! Jeder normale Bürger kauft dann etwas, wenn er es braucht.

BR Doris Leuthard mit der Konsumkeule
BR Doris Leuthard mit der Konsumkeule

Mein Geschirrspüler spült schon seit 22 Jahren, jeden zweiten Tag. Gibt nach Adam Riese: 22x 365/2 = 11×365 = 4015 Waschvorgänge. Für Waschmaschinenhersteller ein Horror. Man hätte in der Zwischenzeit mindestens ein evtl. gar zwei Maschinen absetzen müssen… Nun, ein Anlasser bei einem Auto, der nur gut 4000 Starts zuliesse, würde wohl durchfallen!

Das Radiohören muss auf DAB umgestellt werden. Die Radiofabriken in Fernost wird es freuen und die Händler hier auch, die dann eine Marge von 400 % abschöpfen.

Telefone müssen auf IP umgestellt werden. Man weiss bisher den Termin aber wie ist noch nicht angekommen. Wird es Konverter für ISDN auf IP geben? Niemand will es wissen, weder swisscom, noch Siemens. Aber in den Schaufenstern ist immer noch der zukünftige Schrott ausgestellt!

Frau BR Leuthard kommt mit einer weiteren Keule: dem Moblitiy Pricing. Das Ziel: Die Pendler sollen nicht mehr alle zur gleichen Zeit zur Arbeit fahren, sondern sich über den Tag verteilen. Das Problem dabei: Der einzelne Pendler kann gar nicht wählen. Er hat dann zu reisen, so dass er den vom Unternehmen geforderten Zeitraum einhalten kann. Der ÖV wurde bis zum Viertelstundentakt aufgepumpt. Man sehe sich die Auslastung über den ganzen Tag an!

BR Leuthard, Mobility Pricing -Keule
BR Leuthard, Mobility Pricing -Keule

Es wird der einfache Angestellte sein, der den Preis für die geforderte Mobilität zu bezahlen hat. Über den entgangenen Wohlstandsgewinn, redet niemand. Aber wir haben eine künstliche Überbevölkerung, die den Unternehmen durch Konsum viel Geld in die Kasse speit, welches den „Büezern“ nun kontinuierlich aus den Taschen gestohlen wird!

Darüber, wie vermehrt Arbeit zu den Arbeitenden verlagert (dezentralisiert) wird, denkt kaum einer nach. Dabei wäre die Zeit längst reif dafür inklusive der erforderlichen Technik.

Am Beispiel von mxon motor AG könnten andere ein Beispiel nehmen. Als es nicht möglich war, innert Kürze intern mehr Arbeitsplätze anzubieten, wurden Teilproduktionen ausgelagert. So gab es mehrere Produktionsstandorte in der Nähe. Die Arbeit wurde zu den Menschen gebracht! Maxon motor AG profitierte von einer geschickten Standortförderung. Die Firma genoss zehn Jahre Steuerfreiheit.

Die Sache mit dem Mobility Pricing ist durchsichtig. Unternehmenssteuern werden gesenkt. Der Ausfall muss kompensiert werden. Es sind einmal mehr die Lastesel der Nation. Umverteilung halt!

 


Schweiz kurz vor der Landung – Handeln ist gefragt!

Ist ein Flugzeug in der Nähe des Zielflughafens angekommen, kann es sein, dass es auf Warteschlaufen „parkiert“ wird. Neigt sich der Treibstoff der kritischen Menge zu, wird der Flugkapitän prioritäre Behandlung verlangen. Er muss “jetzt“ landen, ein Alternate gibt es jetzt nicht mehr!

Vom „Hosenmüller“ des einstigen Besitzers des La Perla und des Flugplatzes Lugano-Agno wurde verbreitet, er hätte die Priorität stets selbst gesetzt. Sein letzter Funkspruch über Frankfurt hiess: „Hier Müller, ich lande“ – Radio aus! Alle Flugzeuge durften dann warten bis Hosenmüller gelandet war. Und er soll die Kosten die dadurch entstanden seien stets bezahlt haben…

Die Schweiz ist bezüglich Personenfreizügigkeit längst im Flughafenbereich angekommen. Die EU hält sie bezüglich Personenfreizügigkeit hin. Die Umsetzung der Initiative ist mit einem Termin verbunden. Das Volk wartet!

Nun hat der Brexit der EU neue Argumente in die Hand gespielt. Sie hat erst recht keine Zeit, mit der Schweiz zu verhandeln. Oder sie spielt erst recht auf Zeit! Die bisherige Zeit wurde nicht genutzt. Die Arroganz in Brüssel kennt keine Grenzen. Alles was von einem Volk kommt, ist offenbar des Teufels! England hat es eben aufgezeigt!

Der Bundesrat täte gut daran, den Termin einzuhalten, notfalls durch Setzung eigener Prioritäten. Nur weil man dort in der übergrossen Organisation nicht in der Lage sein will, mit der Schweiz vernünftig zu verhandeln, gibt es keinen Grund, den Fahrplan nicht einzuhalten.

Die Schweiz soll eine Lösung realisieren und diese als provisorisch oder als „Übergang“ bezeichnen. Wenn die Verhandlungen endlich aufgenommen würden, lägen bereits gute Erfahrungen beidseitig vor! Die Schweiz ein Musterbau – auch zum Nutzen der EU! Was spricht gegen ein solches Vorgehen? Jeder vernünftige Mensch würde so handeln. Auch Piloten, wenn die Landung angezeigt ist und ein Alternate in die Ferne gerückt ist!

Falls man die Idee nicht begreift, packe man alle Mächtigen der EU in Flugzeuge und lasse sie im Warteraum schmoren – wetten, dass sie versuchen, dem Piloten „Clear to land“ zu befehlen (auch wenn sie dazu keine Kompetenz haben) – um unfallfrei zu landen?

Man soll nicht dauernd fragen was zu tun sei, sondern sagen was man zu tun gedenke. Agieren statt plagieren, Agieren statt reagieren!

Ich bin zuversichtlich, dass die Briten gestärkt aus dem Brexit hervorgehen werden. Sie machen auf „lean management“ auf Staatsebene. In der Wirtschaft ist es verbreitet, dass Betriebe und Organisationen von Zeit zu Zeit entrümpelt werden, der Speck abgschnitten wird un die Maden im Speck eliminiert werden. Warum soll dies auf Staatsebene nicht erfolgreich sein? Die Engländer sind im Stande zu improvisieren, können pragmatisch handeln und sie sind ideenreich. Sie sind nach den USA gut vernetzt wie auch weltweit durch das frühere Kolonialreich. Mit dem Brexit lösen sie sich endgültig vom  EuGH, der ja nicht unabhängig ist. Und es würde sich der Beitritt zur EFTA anbieten. Da sind kluge Köpfe gefragt welche über Wissen, Persönlichkeit und Überzeugungskraft ausweisen (welche die Briten haben), wie Carl Baudenbacher, Präsident des EFTA-Gerichtshofs in der NZZ schreibt.

Das ist ein deutlicher Tritt an das Schienbein an die Adressen von Jean Claude Juncker, Jean Asselborn, Martin Schulz & Co!

Die Angstverbreiter, jene denen einige Pfründe davon schwimmen, sollen sich warm anziehen! Mehr Markt und weniger Regulierung und mehr Bürgernähe werden die Heilmittel sein. Und da können sich jene, die glauben ihre Felle würden davonschwimmen, bewähren.


Sicherheit: Farbige Segelflugzeuge – Flugzeuge

Sicherheitstechnisch hat sich in den letzten Jahren viel getan. Viele Segelflugzeuge sind mit Transpondern ausgerüstet. So kann das Radar Segelflugzeuge „sichten“ und als Nebenprodukt werden die Lufträume besser eingehalten.

Weiter sind viele Segelflugzeuge mit dem FLARM, einem Antikollisionsystem ausgerüstet.

Militärflugzeuge sind mit zpeziellen Farben versehen um vom gegnerischen Radar schlechter erfasst werden zu können.

Tiger-Flugzeuge
„Tiger-Flugzeuge“ wie graue Mäuse mit antiradar Tarnfarbe, die „Stammes-Embleme würden im Ernstfall wohl überspritzt! Foto: (c) Katsuhiko Tokunaga

Für Sport- und Segelflugzeug gilt das Gegenteil! Wenn man bei minimalster Sicht dem Strich nach und dem Boden nahe kriechen muss, besteht das Screening aus etwa 95% Luftraumbeobachtung und der Rest dient der Überwachung der Instrumente und der Bedienung des Funks. Das Führen des Flugzeuges muss absolut reflexartig erfolgen.

Ungewohnte Begegnungen im Nahbereich, die gar zu Crashs führen können sind leider nicht selten. Obwohl ich den Luftraum sehr gut überblickte, geschah es mehrmals. Grob gesagt waren es im andere die dies provozierten…. So einfach ist es nicht. Es passiert immer, wenn sich mindestens zwei un der unmittelberer Nähe befinden.

Vom Wendepunkt Rocher de Naye her kommend musste ich über Saanen Höhe tanken. Eine Ka 8 markierte einen Schlauch und weit davon entfernt sah ich eine ASK 21.  in der Nähe der K8 konnte ich einen guten Schlauch zentrieren und die ASK 21 trödelte in relativ grosser Entfernung etwas im gelände herum.  Ich konzentrierte michauf das beste Steigen. plötzlich schamm eine Flügelfläche an mir vorbei. Sie kam von rechts hinten. Da tangerte einer meinen Schlauch von hinten, so dass ich sogar die Gesichter erkennen konnte. Ich las die Immatrikulation ab, telefonierte auf den entsprechenden Flugplatz und bekam zur Antwort: „Vorne sass ein Jurist!“ Der Jurist hatte vorne nichts zu suchen, da ohne Fliegerausweis. Ich besparach mit danach mit dem Lagerleiter. „Charlie“ regelte die Angelegenheit souverän und der Pilot formulierte eine Entschuldigung. Ich nehme an, dass er auch die nötige Belehrung bekam.

Als ich hoch über dem Lungeren Giebel das Kreisen satt hatte, verlagerte ich den Flug ins Mittelland. Übe r dem Zugersee in guter Höhe und rundum alleine, packte ich mein Sandwich aus und nahm die Flasche in die Nähe. Neach einem weiteren Rundumblick wähnte ich mich sicher und begann mit dem „Z’Vieri“, immer kreisend und mit Ausschau. Plötzlich überflog mich eine schneeweisse Libelle . 10-15 Meter waren es schon! Der gute „blinde“ kam vom Vreneslis Gärtli her und wollte direkt ins Birrfeld gleiten. Er bestätigte mir später, mich nie gesehen zu haben.

Ähnlich erging es mir über Imst, als ich von Innsbruck nach Hause unterwgs war. Es war der „Vermessungs-Cirrus“ der DVFLR. Auch dieser Pilot hatte mich nie gesehen! Sekundär war ich halt doch mitbeteiligt, denn das Verpflegen lenkte etwas ab!

Über dem wilden Kaiser schaute ich Reinhard zu, wie er mit dem B-4 auf dem Rücken einen Thermikschlauch ausbohrte und anständig Höhe gewann. Dann drehte ich ab und gleitete Richtung „Scheffauer“. Vor mir viel Sonne!  Plötzlich wie aus dem Nichts machte es „SSSZischschsch….“. Ich sah kurz die Silouette eines grossen Kunstsoffbombers über mir. 10 m vielleicht? Es war eine Kestrel. Jener Gugger, den ich zwei Tage später dort oben als Wrack in hunderten von Teilen wahrnehmen konnte.

In Grenchen hat es eine Mirage geschafft, eine ASK 23 zu touchieren. Das Segeflugzeug konnte landen. Der Mirage-Pilot wollte einen militärischen Auftrag erfüllen. Unfallursachen: Der Miragepilot konnte die ASK 23 unmöglich frühzeitig erkennen. Der Segelflugzeugpilot konnte den Flugweg des Jets nicht nicht erkennen. Ergo konnte er nicht ausweichen. Hauptursache: Unvereinbarkeit der Durchführung des militärischen Auftrages bei gleichzeitig herrschendem Segelflugbetrieb angesichts des in diesem Fall nicht funktionierenden Prinzips „see and avoid“. Q.: Büro für Flugunfalluntersuchungen, Bericht Nr 1598

Stabilo KA-8, HB-920 Zusammenstoss LS-1, HB-1083 mit HB-920. Die LS krachte von hinten und von unten nach oben in die Ka8. Bader-Pappet
Stabilo KA-8, HB-920 Zusammenstoss LS-1, HB-1083 mit HB-920. Die LS krachte von hinten und von unten nach oben in die Ka8.

Es ist schnell angerichtet. Wir hatten einen Zusammenstoss zwischen einer LS1, HB-1083 und einer KA 8, HB-920 über dem „Gupf“ über der „Risis Mühle“ zu beklagen. Die LS krachte im Steigflug von hinten in die KA8. Léon Pappet (+) konnte die KA8 mit halbem Stabilo sicher landen. Zum Glück hielt deie Dreipunktaufhängung des Höhenleitwerks der Belastung stand. Die LS-1 hatte lediglich ein paar Kratzer am Rumpfvorderteil. Interessantes Detail: Der Unfall verursachende Pilot wurde kurz vor dem Vorfall auf mangekhafte Luftraumüberwachung angesprochen worden. – Glück gehabt, beide!

In Beromünster unterflog uns eine Motormaschine im Landenaflug. Der Motorpilot war sich nicht gewohnt, dass eine Segelflugzeug auf der Hauptpiste landen wollte (die Segelflugpiste war wegen vielen Regens zu nass und daher an diesem Tag nicht benutzbar). „D. S.“ absolvierte die praktische Flugprüfung. Der Motorflieger kam von hinten und gefühlsmässig tiefer. Das Motorengeräusch wurde stärker. Als die Fuji  vor und unter uns ins Blickfeld von „D. S.“ kam erschrak sie schreite vor Angst. Mir blieb die Sicht versperrt. Ich nahm intuitiv die Nase etwas hoch und fuhr die Bremsklappen langsam aus. Die Langsamflugeigenschaften der KA 7 kamen mir zu Hilfe. Ich konnte so verhindern, dass wir auf das Motorflugzeug prallten! Aber kurz dahinter gab es eine etwas unsanfte Landung. Der Motorpilot B.D. verschwand in der Beiz. Ich rapportierte an das „Amt“, was den Fluplatzchef nicht sonderlich erfreute. Der Motorpilot von dort darauf angesprochen wollte noch immer nicht verstehen. Er nahm an, dass das Segelflugzeug etwas zu weit in seinen Bereich kam und dann auf der Segelflugpiste landen würde…. Dabei hätte er einfach einen hohen Durchstart als Möglichkeit gehabt. Die Koordination Segel-Motorflug hatte nicht funktioniert. Die Verantwortung lag jedoch bei den Piloten – Da Bero keinen „Tower“ betrieb, galt: „Landing on your own discreation“.

Ich denke an einen Überflug von Meiringen über den Susten nach Buochs. Flugzeug: Robin DR 400-180R Remorque.

By, by Meiringen, Zeichnung und copyright Herbert Odermatt
By, by Meiringen, Zeichnung und copyright: Herbert Odermatt

Meiringen: Der Kaltluftsee der über dem Mittelland lag, streckte seine grauen Zungen bis weit in die Alpentäler hinien. Eine davon drang langsam vom Brienzersee her gegen den Flugplatz Meiringen vor. Im Flugplatzbereich war es hell,  Richtung Meiringen offen und ab Innertkirchen herrschte „Grand beau“  – Buochs zwar in der Suppe doch sei vor kurzem eine Mirage gelandet… Über Amsteg (Druckrohre des EW’s) herrschte Sicht bis zum Talboden und es gab eine Ahnung von Silenen. Also herabkurven und Schritt für Schritt vorwärts. Die Rückzugsmöglichkeit ins Tessin war sicher. Je tiefer, desto schlechter wurde die Sicht. Dem Strich brauchte ich nicht nachzufliegen, sondern der Bahn und der Autobahn bis Flüelen.  Bis Erstfeld gings gut vorwärts. Dann war weiteres Absinken nötig. Ausserhalb von Wolken und ständige Bodensicht… Wenn da nicht noch Überlandleitungen wären…

Der alte Flugplatz von Altdorf schielte fragend nach oben. Er wäre „bereit“ gewesen! Hier landete ich einmal im Rahmen eines Flugtages, durchgeführt durch die Motorfluggruppe Thun, nachdem ich Wisi Bissig in der K8 über das Plätzli schleppte, damit er „seinen Leuten“ zeigen konnte, was er bereits konnte. Nach der Landung kam Otti Büttiker mit einem Bündel Papier zu mir. Er stellte sich als Experte des Luftamtes vor, der den Flugbetrieb zu überwachen hatte. „Luègèd säubèr, dièr sid da niennèd verzeychnèd. Ig muèss nè Rapport schriibèn as Amt. U stöuèd nech vor, diè läsèd morn z’Bärn obè ir Zytig, dass da no ne Akrobat vèrby chon isch, de stahn ig am Pranger, verstöht er mig? Ig ha de diè abgsagtè Hosèn aa und ig bi erledigt us Expertè – ig bi der Löu!“

Mein Brief an das L+A war schneller als Otti’s Rapport. Es gab nicht mahl eine Rüge… Man stand zur Sache und es wurde angenommen!

Otto Büttiker, hier als Schlepp-Pilot auf dem Flügel der Käseglocke, der Morane Commodore, dem Luftamtschlepper in Montricher - Foto und copyright Herbert Odermatt
Otto Büttiker, hier als Schlepp-Pilot auf dem Flügel der Käseglocke, der Morane Commodore, dem Luftamtschlepper in Montricher -mit gefülltem FLUNT (Flügel Untertank) Foto und copyright: Herbert Odermatt

Otti, der damalige Betreiber des Restaurants „Türk“ in Solothurn war nebenamtlich vielfältig für das Luftamt tätig.

Ab Flüelen wurde es milchig. Umkehren wäre sehr anspruchsvoll, da in einem Winkel von 200 Grad links herum paraktisch alles diffus war. Mit einer „Kehre“ (ein x-fach geübtes Manöver) allerdings wäre dem Mangel eines fehlenden künstlichen Horizonts allerdings beizukommen. Das Grundbüel mit der mächtigen Kirche drang durch. Rechts am Hang entlang Gruonbach unter dem Unteraxen vorbei – voraus keine Sicht, seitwärts der Hang sichtbar, Sisikon zeigte etwas mehr von sich. Morschach war nicht sichtbar weil höher. Die Treib konnte man nicht sehen. Man messe! Dann begann ein ungeduldiger Kollege „M“ den Funk zu terrorisieren, was ich jetzt gar nicht brauchen konnte. Er fragte nach Position, Befinden und voraussichtlicher Ankunft. Über Brunnen wars mal etwas heller. Schon war „M“ wieder kreischend, fast hysterisch in der Leitung. Dann  am Urmiberg entlang gegen das „Chindli“. Nun rief ich Buochs auf und gab gleich die Position an. Prompt kam die Rückantwort und die Pistenbeleuchtung drang durch die Milchsuppe. Der Rest des Fluges war geeignet, die Spannung auf Normalmodus zu fahren. Meine zwei Begleiter waren froh, harten Boden unter sich zu haben. Einer der beiden, der jüngere Josef, tätig als Ambulanzfahrer hat ein kleinen Film gedreht. Es war gut, denn so war er beschäftigt gewesen. Der ältere Josef staunte, was der Schutzengel doch alles für Fähigkeiten hat…

Überflug Meiringen Buochs
Überflug Meiringen-Buochs,  ein kleiner „Gump“ könnte man meinen – es war „alles“ drin…!

Als ich im Moswey IIa, HB-309,  über dem Zeltplatz von Samaden Richtung Muottas flog, sah ich wie Cami dort mit dem S-22 plötzlich einen Taucher machte, kurz danach querte eine Libelle mit deutschem Kennzeichen seine ursprüngliche Position. Mir stockte der Atem!

Die schneeweisse Libelle kam aus dem Berninagebiet. Für Cami war der weisse Flieger im weissen Hintergrund kaum sichtbar, lösten sich Flugzeug und Hintergrund prktisch auf. Glück gehabt, alle beide! Warum er mit hoher Geschwindigkeit in eine Zone einfliege, wo meist Flugzeuge nach dem Windenstart versuchten weiter an Höhe zu gewinnen, konnte der Pilot, darauf angesprochen nicht erklären. Und dass es fast zu einem Zusammenstoss kam, war für ihn völlig neu. Da er weder Einsicht zeigte noch eine Entschuldigung abgab, suchten wir die praktische Lösung. Am nächsten Briefing stellten wir ihn an den Pranger mit der Drohung, dass wir, wenn es nötig werde, seine künftigen Starts zu verhindern wüssten. Es wirkte!

Moswey IIa, HB-309 in "Silber"
Moswey IIa, HB-309 in „Silber“ – – Foto und Copyright: Herbert Odermatt

Wir brachten nach dem Lager sofort Leuchtfarbe auf unseren silbergrauen Mösel an. Das „Silber“ auf dem „Mösu“ war eine reine Alu-Spannlackfarbe. Der Mösel wog damals 158 kg! Für 15,4 m Spannweite ein auffälliger Wert! Vater Cami, Malermeister bei Pilatus brachte uns einen Kessel voll Leuchtfarbe. Sie hatte den Nachteil, dass sie schnell auskreidetet. Ergo musste regelmässig nachgespritzt werden.  – Je ein Streifen an den Aussenflügeln an den Stabiloflächen und an der Rumpfnase.

Sicherheitsfarbe am Mösel
Sicherheitsfarbe am Mösel – Foto und Copyright: Herbert Odermatt
auch das Stabilo wurde mit Leuchtstreifen versehen.
Auch das Stabilo wurde mit Leuchtstreifen versehen – Foto und Copyright: Herbert Odermatt.

Alois Bissig verlieh seiner Elfe HB-1163 eine zitronengelbe Farbe. Das „Luftamtvelo“, die Elfe S3, HB-858 war in einem dunkleren Gelb. Die älteren Flugzeuge waren oft in einem „Bückergelb“ gespritzt. Dies Flugzeuge sah man immer gut.

 Spyr Va HB-509 - Odysseus
Spyr Va HB-509 – Odysseus

 

Wisi Bissig, Elfe S4, Erstflug erfolgreich
Wisi Bissig, Elfe S4, Erstflug erfolgreich – Jean Perret und Peter Häuszler (+) sind die ersten Gratulanten. – Foto und Copyright: Herbert Odermatt
HB-1163 zweiter Flug, mein erster!
HB-1163 zweiter Flug, mein erster! – Foto und Copyright: Herbert Odermatt

Nach seinem Erstflug schob Wisi die Elfe nochmals an den Start. Dann sagte er zu mir: „Etz chasch düü gaa, wènt dü wit!“ Ich war überrascht, aber schon hing der Fallschirm am Rücken und schon bald hiess es: „Seil straff!“ Als Elfen-Fan, ich hatte Gelegenheit drei schöne längere Flüge auf dem „Luftamtvelo“, der Elfe S 3 zu absolvieren, gab es keine Absage an das Angbot. Ich war lediglich für das Instrumentenbrett und ein paar kleine Beschläge für das Stabilo zuständig gewesen.

Elfe S4 HB-1163, erbaut durch Wisi Bissig - A.Neukom
Elfe S4 HB-1163, erbaut durch Wisi Bissig – A.Neukom

„Segelflflugzeuge müssen gesehen werden. Gelb ist die geeignete Farbe!“, so Wisi Jürgen Mayer und ich arbeiteten verschiedene „Desigen’s“ aus. Wisi liess sich nicht beirren. Er blieb beim Gelben vom Ei!

Als Alois Bissig den Nimbus IIC beschaffte, war dieser wie üblich, schneeweiss ab Werk. Da für Wisi „sehen und gesehen werden“ äusserst wichtig war, verpasste er dem Nimbus IIC eine zitronengelbe Farbe, wie sie die Elfe S4, HB -1163 hatte.

Nun kommts: Wisi musste das „Gelb“ abkratzen und den ganzen Flieger wieder weiss machen!

Das Unikum: HB-1546, Nimbus II C von Alois Bissig- Foto: Copyright Archiv Alois Bissig
Das Unikum: HB-1546, Nimbus II C von Alois Bissig- WB Wisi Bissig – Foto und Copyright Archiv Alois Bissig

„(…) Ich habe damals Klaus Holinghaus angefragt ob er mir die Bewilligung für meine gelbe Farbe geben könne. Die Antwort war: Diese hellgelbe Farbe sei für unsere Breitengrade eigentlich kein Sicherheitsproblem, aber wenn er mir das erlaube, müsse er den Nachweis dafür erbringen. Im übrigen habe er kein Interesse andere Farben als weiss zu verwenden, da sonst jeder Kunde eine andere Farbe wünsche, was die Fabrikation nur erschwere und ein Mehrpreis sehr schwer zu realisieren wäre. Das Kunststoffflugzeug Pik 20 konnte in verschiedenen Farben bestellt werden und Schleicher ist jetzt auch soweit, dass die neuen Typen in verschiedenen Farben produziert werden.)“

Wisi hätte die Elfe auch anders bemalen können. Doch Gelb hat auch eine andere Bedeutung.

  • Leichtigkeit, Befreiung, Lösung
  • Begegnung, Erleichterung
  • Weite

Durch Feld und Wald zu schweifen, Mein Liedchen wegzupfeifen; So geht’s von Ort zu Ort J. W. Goethe: Der Musensohn – eine andere Deutung: Hans im Glück!

ASG 32Mi bunt lackiert. Foto und Copyright Manfred Münch
ASG 32Mi bunt lackiert. Foto und Copyright Manfred Münch

„(…) Die ASG 32 ist das derzeit einzige in Serie gebaute Kunststoff-Segelflugzeug, das auch komplett in verschiedenen RAL-Farben lackiert sein kann. So können große Farbflächen an Rumpf, Leitwerk und Flügeln gebracht werden. Das Flugzeug ist damit weithin am Himmel erkennbar.)“

Schemp-Hirth hat damals vermutlich etwas kurzsichtig ein zusätzliches Verkaufsargument vergeben.

Klaus Holighaus war der finanzielle und der sportliche Erfolg wichtiger als die Sicherheit anderer Piloten. Sein Unfall kann hjeder für sich analysieren!

Die alten Segelflugzeuge konnte man in allen Farben haben, es gab keine Einschränkung. Baumwollstoff und die Holzkonstruktion hielten dies aus.

Die Elfen wurden ebenfalls in verschiedenen Farben lackiert. Der Rumpfhinterteil eine Holzkonstruktion mit Spanten, Stringern und Beplankung, oder mittels zweilagigem Sperrholz- Kunstsoff-Sandwich . DerFlügel mit einem Metallholm umgeben von einem Sperrholz/Kunststoffsandwich, waren nicht empfindlich auf etwas höhere Oberflächentemperatur. Urs Frutiger hatte eine graue Elfe, selbst gebaut.

Toni Zimmermann verschönerte seine Elfe 17 A, HB-1273 auf seine Weise. Foto und Copyright: Anton Zimmermann
Elfe 17 A, HB-1273  Foto und Copyright: Anton Zimmermann

Den B-4 konnte man auch in schwarz haben (Metallkonstruktion).  Toni Zimmermann fand ein wirkungsvolles Design für seine Elfe 17 A, HB-1273 .  Der Segler ist gut sichtbar.

Von den Kunststoff-Segelflugzeugen war die PIK 20 in verschiedenen Farben erhältlich. Eugen Äberli hatte eine grüne!

„Spywa“ schrieb einst im Blättchen der SG Oberaargau: „(…) Wie inzwischen bekannt sein dürfte, haben wir während dem Münsterlager unsere LS-7 infolge Kollision mit einer andern LS-7 verloren. Wie bin ich doch dankbar, dass sowohl bei Stefan wie bei Guido der Schutzengel mitgeflogen ist! Weniger als 50 cm haben gefehlt und die Kollision wäre weit tragischer ausgegangen. Der gleiche Schutzengel ist schon letztes Jahr mitgeflogen. Damals ging jedoch alles glimpflich aus!

Beruflich war mir in unserem kleinen Team der Testpiloten das Ressort Flugsicherheit zugeteilt. Zudem war ich jahrelang Mitglied in der militärischen Flugsicherheitskommission. Damit will ich nur sagen, dass mir die Flugsicherheit schon lange ein Anliegen war und ist. Wie Euch bekannt ist, bin ich nur Pilot und nicht Flugzeugstatiker, meine Äusserungen sind deshalb nur meine private Ansicht und beweisen kann ich sie nicht.

Letztes Jahr wurde durch die Flugsicherheitskommission des Aeroclubs während dem Münsterlager die Aktion mit den reflektierenden Silberfolien gestartet. Ich war zuerst begeistert und unsere Gruppe hat spontan mitgemacht. Ich habe die Aktion täglich von Boden und der Luft aus mitverfolgt. Je länger das Lager dauerte, umso enttäuschter war ich jedoch vom Ergebnis. Mit dem später von Noldi publizierten Artikel in der Aero-Revue hätte ich mich nicht mehr identifizieren können.

Persönlich bin ich der Meinung, dass kurzfristig nur grossflächige Farbanstriche in Schockfarben etwas bringen!!! Die feinen roten Streifen, wie sie unsere LS-7 an den Winglets trug, machen das Flugzeug höchstens am Boden etwas fotogener.

Bis jetzt wurde uns immer wieder weisgemacht, dass die Farbanstriche die Festigkeit der Flugzeuge reduziere und deshalb nicht gestattet seien.

Aber trifft dies für die heutigen Kunststoffe tatsächlich zu? Hier habe ich meine grossen Zweifel. Wenn dem so ist, möchte ich von den Flugzeugherstellern eindeutige Messresultate. Indem sie die Nachweisführung aber auf den Kunden abwälzen, verschanzen sie sich nur hinter dem Haftpflichtgesetz. Damit haben sie aber ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht.

Ich erwarte vom Vorstand der SGO eine entsprechende Reaktion und stelle den Antrag, dass während der nächsten Wintersaison alle unsere Gruppenflugzeuge grossflächig (Flugzeugnase sowie je Flügel mind. 1,5m), mit einer orangefarbenen Schockfarbe bemalt werden. Zudem werden wir uns wohl mit einem raschen Flugzeugkauf befassen. Ich werde mich jedoch jeder Neuanschaffung entgegenstellen, wenn vom Hersteller nicht hieb- und stichfeste Messresultate vorliegen.

Sollten tatsächlich bei den Herstellern der Segelflugzeuge keine Messresultate für die gestrigen und heutigen Kunststoffe vorliegen, wäre dies dann nicht ein dankbares Projekt für eine unserer Hochschulen? Hätte da die AFG nicht ein entsprechendes Beziehungsnetz?

Ebenso wünschte ich mir mehr Engagement des BAZL resp, des Büros für Flugunfalluntersuchungen. Ist die Prävention nicht eine der Hauptaufgaben des Büros für Flugunfalluntersuchungen?

Ich bin mir voll bewusst, dass mit meinem Antrag das Problem der Sichtbarkeit nicht vollständig gelöst ist. Jede Kollision hat ihre Besonderheiten. Wenn wir damit aber nur jede 3. Kollision verhindern können, haben wir mit wenig Aufwand viel erreicht.

Nichtstun verbessert aber unsere Situation in der Luft nicht!!!)“

SPYWA, der „Pöstler von Hüswil“ war ein fliegerisches Naturtalent. 1961 bestand er auf dem Grunau Baby III der SG Oberaargau die amtliche Flugprüfung – in Samaden, ab der Winde. Seine Karriere führte ihn bis in die Testpilotenposition schwerer Feuerstühle!

Trotz Radar, Funk, Farben und FLARM: Die absolute Sicherheit gibt es nicht!

Sicherheit und Risiko


Der Beginn des digitalen Zeitalters

Wir stehen in der Steinzeit des digitalen Zeitalters. Jede Schnapsidee ist für Zukunftsromantiker gut genug, um sich zu positionieren. Denkfabriken (so eine super gescheite Bezeichnung! – In einer Fabrik wird etwas hergestellt!), verdienen sich an dem Blödsinn noch eine rote Nase!

Der perfekte Computer
Der perfekte Computer – Foto: Birou Traduceri Autorizate, Sibiu (Hermannstadt) Rumänien

Wir werden lernen, dass Vieles anders kommt, als es vorgedacht wird. Doch Kühe müssen auch in Zukunft gemolken werden. Ich glaube kaum, dass Milch synthetisch hergestellt wird und dass das Fleisch allein aus der Retorte kommen wird.

Und unsere Landschaftsgärtner, die Bauern, werden die Alpen nicht virtuell an einer Spielkonsole pflegen. Und da, wo die Abhänge so steil sind, dass man selbst die Hühner beschlagen muss, dmit sie nicht abstürzen, werden kaum Roboter die Wiesen mähen.

Ob ein Roboter der betagten Frau im Altersheim die Hand gibt, als eine Pflegefachfrau wird sich noch weisen. Anstelle vereinzelter Hausdrachen wäre eine künstliche Hand auf angenehme Temperatur gebracht die bessere Variante.

Zurück zur Realität

Wenn ich vor ein paar Jahren in Deutschland ein Buch bestellte, erfolgte die Lieferung innert Kürze und die Abwicklung der Bezahlung verlief sehr einfach, auch mittels Master Card.

Ein kleines Erlebnis

Heute ist es anders. Nach der Bestellung mit allen Angaben über Zahlungsart, Zahlungsmittel, Lieferadresse, e-mailadresse usw. kommt postwendend die Bestätigung des Bestellungseingangs.

Ihre ZVAB Bestellung ist eingegangen
Sehr geehrte(r) Herbert Odermatt,

Ihre Bestellung 102659302 ist bei uns eingegangen und wurde an unten genannten Verkäufer weitergeleitet. Sobald die Bestellung durch den Verkäufer bearbeitet wurde, erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail.

Bestelldetails einsehen


Bestellnummer: 102659302

Status: Bestellung eingegangen

Bestelldatum: 3. Juni 2016

Gesamtbetrag: EUR 46,50

Lieferadresse:
Herbert Odermatt
Flüelistrasse 25
Sachseln 6072
Switzerland


Verkäufer: Buchhandlung und Antiquariat Paff e.K.ZVAB Bestellnummer: 126644463

Zahlungsart: EuroCard/MasterCard

Voraussichtliches Lieferdatum: 9. August 2016

Voraussichtliche Lieferzeit: 25 – 45 Werktage
Titel: ———————————————

Autor: ————-

Anzahl: 1

Buchbeschreibung: Zwei Bände: Band 1 = 384 Seiten,/ Band 2 = 424 Seiten. Ein umfassendes Werk mit vielen BIldern, die zum Teil farbig und eingeklebt sind, sowie auch mit vielen Kopien von Dokumenten. Leineneinband mit Goldprägung (Sonne und Ikarus) ist ein wenig abgegriffen, innen naoch bester Zustand. Size: 22,5 x 33 cm

Einband: Hardcover

Zustand: Gut

Buchpreis: EUR 40,00

Versandkosten: EUR 6,50

Klingt gut!

Etwas später: Vielen Dank für die Bestellung. Aber, weil die Schweiz nicht in der EU ist, beträgt das Porto 29,99 Euro. Haben Sie etwa einen Anlaufadresse in Deutschland ? Dann könnte ich die Bücher mit 4,90 Euro Porto schicken. Bitte lassen Sie mich wissen, ob ich diesen hohen Portobetrag bei ABEBOOKS eingeben darf.
Mit freundlichen Grüßen
G. Paff

Spass darf sein

Dass die Schweiz nicht in der EU ist, wissen wir sehr gut. Es ist auch gut so! Wir haben kürzlich von Deutschlands Preisen profitiert (Ferien im „grossen Kanton“). Dabei ist uns eine Kuriostät aufgefallen: Ein gut positionierter Gastronomiebetrieb bot als Tageshit Schweizer Rösti mit Edamer Käse an! Diese Faust aufs Auge liessen wir uns nicht gefallen. Wir wurden in einem Thai-Restaurant fündig. Fantasiereich, originell hervorragend und preiswert. Das Restaurant besuchten wir ein zweites Mal und falls ich wieder dorthin komme, wird es die erste Adresse sein! Natürlich haben wir auch noch andere, leckere Kost probiert. Am Ende sind wir gerne in unser kleines „Bundesland“ zurück gekehrt. 🙂

Klingt weniger gut. Dass es für die Schweiz einen anderen Tarif gibt, hätte man doch gleich sagen können!

Meine Antwort: Ich bezahle das höhere Porto. Das mit einer D-Adresse wäre möglich, ist mir aber zu umständlich. Wenn ich es noch abholen muss, dann kommts noch teurer!

Darauf die Antwort:

Vielen Dank!
Buch wir morgen, am 7. 6. 2016 abgeschickt. Vielen Dank für die Bestellung !
Mit freundlichen Grüßen
Klingt gut!

Neue Mitteilung:

Sie müssten bei ABEBOOKS noch zustimmen. Erst dann erhalte ich Ihre komplette Anschrift. Wenn wir das ohne ABEBOOKS abwickeln wollen, müssten Sie das Geld überweisen und den Auftrag bei ABEBOOKS stornieren. Wir könnten auch die Bezahlung über Paypal durchführen.
Freundliche Grüße
G. Paff
Habe ich eigentlich gute Nerven?

Meine Reaktion (denn dies ist ganz neu für mich):

Es scheint, dass ich da etwas übersehen habe.
Komplizierter geht es wohl kaum! Ich muss also zuerst bei ABEBooks einloggen mit Passwort, e-mail Adresse und so und am Schluss kommt die Meldung, dass ich falsch liege:

Zum Bearbeiten dieser Bestellung und Abrufen der Lieferadresse bitte hier klicken:
http://www.abebooks.com/servlet/OrderUpdate?abepoid=126644463
You are not authorized to view this page. Either you have not signed on or you are trying to access a page that requires a higher level of authority.

Ich erwarte von einem Lieferanten eine Dienstleistung. Und zwar nicht nur, dass er ein Päckli korrekt verschnürt. Was das heisst, weiss ich exakt genau – weil ich jahrelang Dienstleister war, auch als Selbständiger.

You have received this as an AbeBooks customer.
Bin ich jetzt bei Ihnen oder bei AbeBooks Kunde?

Ich habe doch bekannt gegeben, mit welchem Mittel ich das Geld überweise!

Sie werden es bestimmt richten. Ich bezahle Mit Master Card. PayPal knif! (kommt nicht in Frage).

Unsicherheit
Haben Sie nicht von ABBOOKS die Anfrage bekommen. ob Sie dem höheren Preis zustimmen ? Wenn Sie diese Anfrage mit Ja beantworten, dann wird das Geld von Ihrem Konto abgebucht und ich bekomme den Auftrag, das Buch zu liefern. Erst dann erhalte ich auch Ihre komplette Anschrift, die auf der Bestellung unvollständig ist. Wenn das nicht funktioniert müssen wir uns was einfacheres einfallen lassen.
Freundlicher Gruß
Günter Paff
Rekapitulation
…. Sie haben angefragt: Vielen Dank für die Bestellung. Aber, weil die Schweiz nicht in der EU ist, beträgt das Porto 29,99 Euro. Haben Sie etwa einen Anlaufadresse in Deutschland ? Dann könnte ich die Bücher mit 4,90 Euro Porto schicken. Bitte lassen Sie mich wissen, ob ich diesen hohen Portobetrag bei ABEBOOKS eingeben darf.
Mit freundlichen Grüssen
G. Paff
Ich habe am 6.6. geantwortet: Guten Tag Herr PaffIch bezahle das höhere Porto. Das mit einer D-Adresse wäre möglich, ist mir aber zu umständlich. Wenn ich es noch abholen muss, dann kommts noch teurer!Ich nahm an, dass dies genüge!
Inzwischen müsste AbBooks meinen Namen kennen!
Résumé
Ich bestellte bei Antiquariat ZVAB.com, die brachten den Antiquar Paff ins Spiel, der nun den Bezahlsalat regeln soll! ZAVB hat Versandkosten: von EUR 6,50 versprochen. Kulant wäre, diesen Betrag zu verrechnen. Aber nicht zulasten Paff! Ich habe schliesslich von Anfang an die schweizerische Herkunft klar dargelegt. Bezahlen sollte ich via ABBOOKS.
Drei Institutionen befassen sich mit dem Verkauf eines Buches aus dem Antiquariat. Ich bin immer noch zuversichtlich, dass ich bedient werde.  Mit einem Glas Rosé „Gris de Grenach“ (Pay Doc, Mittelmeergegend, Süd Frankreich) schone ich meine Nerven! Als ich eine Firma betrieb, regelte ich die Finanzen selbst. Ich brauchte keinen „Mitesser“! Aber jemand muss die Maden im Speck der Wirtschaft schliesslich finanzieren. Dumm nur, dass es sich auf andere abwälzen lässt!
Nachträglich erfur ich von Paff, dass letztlich nicht ABBOOKS das Geld eintreibt sondern eine weitere Firma in Polen. ZVAB, ABBOOKS und die weitere Firma gehören alle zu Amazon.
Es stimmt halt doch: Wenn sich zwei gut verstehen, haben sie das ganze Jahr zu tun! Wenn sie es nicht merken, freut sich ein Dritter – auch noch ein Vierter! Jeder schneidet ein Häppchen davon ab. Es wundert mich nicht, dass die dies via Porto regeln wollen.
Als ich ein chinesisches Handy kaufte, übrigens sehr günstig, also viel Leistung für den Preis, kam dieses zoll-und portofrei, bzw. so wie angeboten!
Amazon verschafft sich durch ihr Konstrukt sämtliche Informationen von potentiellen Kunden, abgesogen von den kleinen Händlern, denen auf diese Weise das Geschäft kaputt gemacht wird. Ob das der Anfang der digitalen Veränderung ist, die wir wünschen?
Einen Tag später, der lange Arm von Amazon greift zu – Big Brother in Reinkultur!
ZAVB Werbung
ZAVB Werbung
Amazon hat den kleinen Antiquariatenhändler zum Päckliverpacker und Versender degradiert. Seine Arbeit, sein Zusammentragen von Raritäten, seine Arbeitskraft, seine Erfahrungen und sein Netz  wird aus- und abgesaugt bis er zerbricht!

Schweizer Prinzipien – längst vergessen?

Schweizer können von Rumänen jene Prinzipien wieder erlernen, die sie einst erfolgreich machten! Rumänien blickt auf eine über 6000 Jahre lange Kultur zurück. Man wird wohl etwas gelernt haben!

Selbst die Protestanten in der Schweiz sind sich der Sache nicht mehr sicher. Pfarrherren der evangelische Kirche bereitet sich auf die Kremation ihrer Konfession vor, sie verschwinde in der Bedeutungslosigkeit und habe keine Zukunft. Das sagte kein Geringerer als der reformierte Pfarrer Peter Ruch.

Martin Beglinger, NZZ-Redaktor und Protestant, geht in seinem Artikel «Wir Protestanten» in der neusten Ausgabe von «NZZ Geschichte“ (2/Juli 2015) der Frage nach, wie es zum Bild der fleissigen Protestanten und der faulen Katholiken kam, das auch in der aktuellen Schuldenkrise Griechenlands sichtbar wird. (sys)

…. Wie die Reformation die Schweiz zu einem der reichsten Länder machte. Und warum die Katholiken von heute die neuen Protestanten sind.

sinngemäss: „(…) Die fleissigen, protestantischen „Nordländer“ haben es weiter gebracht als die (faulen) katholischen Südländer. Die alten Konfessionsgrenzen existieren weiter. Während es in der Schweiz einen Röstigraben gibt kennt Europa einen Wohlstandsgraben. Die besten Triple-A Schuldner und die reichsten Länder sind protestantisch geprägte Länder im Norden. Am Schwanz der Aufzählung finden wir die katholischen Südländer und das orthodoxe Griechenland. Was die Korruption betrifft, verlaufen die Grenzen gleich….

…Fleissige Protestanten – faule Katholiken – ein alter Konflikt! – Die Calvinisten hatten 5, die Katholiken bis zu 70 Feiertagen pro Jahr! …)“

Es lohnt sich, Beglingers Gedankengängen zu folgen!

Nicht in einer „Denkfabrik“ sind die Erkenntnisse an die Oberfläche geschwemmt worden, auch nicht an einer Uni, auch nicht durch eine digitale Denkmaschine oder sonst durch wen oder wo in einer Tintenburg – nein, ein Sportjournalist ist drauf gekommen!

Brief aus Rumänien

Arbeit ersetzt das Ornament

(…) Catalin Tolontan ⋅ Um Stil und Taktik einer Fussballmannschaft zu verstehen, reicht es manchmal, ein Geschichtsbuch zu öffnen. Denn Stil und Taktik des rumänischen Teams lesen sich wie aus dem Geschichtsbuch der Schweiz. Geduld, Sie werden dieses Paradoxon schon noch verstehen!

In einer Ausgabe der «Eidgenössischen Zeitung» von 1859 stand wenige Jahre vor der Gründung des Bundesstaates zu lesen: «Von einer republikanischen Gemeinschaft kann man nicht erwarten, dass sie Kunstwerke hervorbringt, wie sie unter anderen politischen und sozialen Gestirnen entstehen. Für Zürich ist es eine unschätzbare Möglichkeit, dass hier statt dem, was nützlich und förderlich ist, keine sinnlosen architektonischen Ornamente möglich sind.»

Sparsamkeit, Nüchternheit und Bescheidenheit bezeichnet die Publizistin Joëlle Kuntz als Zürichs Grundwerte. Und genau diese Eigenschaften sollten Yann Sommer und Xherdan Shaqiri von Rumäniens Nationalteam erwarten. Die Mannschaft des ehrwürdigen Anghel Iordanescu reist nicht nach Frankreich, um der Fussballgeschichte ein Kunstkapitel hinzuzufügen. Nein, der Stil der Tricolorii bleibt nüchtern und zielgerichtet. Ohne Feuerwerk. Ohne Risiken.

Als Spanien kürzlich zu einem Testspiel nach Bukarest kam, endete die Partie torlos, und die Gäste können immer noch nicht sagen, ob man gespielt hat oder das Spiel abgesagt wurde, ohne dass man sie benachrichtigt hätte. «Selten gab es eine Mannschaft, die das Spiel so zumacht, wie die Rumänen das tun», schrieb die spanische Zeitung «Marca». Sie war höflich, meinte sie doch ein Team, das den Fussball abmurkst.

Warum spielt Rumänien so? Aus eben jenem Grund, den die «Eidgenössische Zeitung» vor so vielen Jahren formuliert hat: Von einer republikanischen Gemeinschaft sei nicht zu erwarten, dass sie aristokratische Gesten zeigt. Selbst zur Zeit der «goldenen Generation» war bei den Tricolorii die Defensive das taktische A und O. Zwar standen damals Gheorghe Hagi und Gheorghe Popescu von Real Madrid und dem FC Barcelona im Team, ihre technischen Eskapaden machten den Unterschied. Aber die Defensive und der Ballbesitz blieben die kulturelle Sozialisation, die den rumänischen Spielern Selbstsicherheit verlieh.

Mit dem heutigen Mangel an Stars bleibt Sparsamkeit erst recht die einzig valable Option auf dem Platz. Die Tricolorii fahren mit einem Team nach Frankreich, dessen Stars der Goalie Ciprian Tătăruşanu von Fiorentina und der Verteidiger Vlad Chiricheş von Napoli sind. Sonst ist die Mannschaft orientalisch angehaucht, mit Spielern, die in Israel, der Türkei, Bulgarien und im Persischen Golf auftreten. Nun denn, niemand soll einen Derwischtanz erwarten, das rumänische Nationalteam pflegt ein zielorientiertes Spiel, das auf Kampf setzt.

Gestern sind die Tricolorii ins Aostatal ins Trainingslager gefahren. Die fleissigen Bergler dort werden Augen machen. Denn heute ist kaum einer noch so sehr wie die rumänischen Spieler davon überzeugt, dass gradlinige Arbeit das schöne Ornament ersetzen kann.)“

Die NZZ berichtet in dieser Kolumne regelmässig aus den Ländern der Gruppengegner des Schweizer Fussballnationalteams an der EM 2016. Catalin Tolontan ist Rumäniens berühmtester Sportjournalist. –  NZZ vom 19. 05.15

Die Stichworte sind genannt, sie müssen lediglich befolgt werden! Wenn die Katholiken die neuen Protestanten sind, sind wir alle Protestanten.

Als ich als Stift am zweiten Protyp des Pilatus Porters HB-FAO ein Durchführungsloch im Brandspant, welches nachträglich angebracht werden musste, auf einen Zehntel Millimeter genau aber zwei Zentimeter daneben platzierte, fand ich einen gnädigen Vorgesetzten. Meister Hans Wahlen: Du hast zwei mal Glück gehabt. Erstens, weil Du es sofort gemeldet hast und zweitens, es ist ein Prototyp. Wir bestellen jetzt den Konstrukteur. Dieser wird die Zeichnung deinem „Werk“ anpassen. Ab heute sind dann alle diese Löcher am falschen Ort. Wenn alles gleich falsch ist, ist es wieder richtig!“

Alles gleich falsche = richtig – Protestanten und nacherzogene Katholiken = Protestanten…

 


Bedrohung Islam

„We don’t need terrorists, we don’t need homicide, bombers. The 50+ million Muslims (in Europe) will turn it into a Muslim continent within a few decades.“ Muammar al-Gaddafi
Vor Jahren, als der türkische Ministerpräsident Erdogan noch Bürgermeister von Istanbul war, hielt er eine feurige Rede, in der er verkündete, dass „die Demokratie nur der Zug sei, den wir benutzen, um unser Ziel zu erreichen. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Speerspitzen und die Kuppeln unsere Helme.“ Mehr : Die-Wahnvorstellungen-des-Kalifen-Erdogan

So ist es also Mohammed, der ein Kriegsherr und Religionsstifter war sowie seinen Religionsführer, nicht gelungen, Allah zu beeinflussen, dass ihre Schäfchen so inspiriert werden, dass sie den Kuffar (Ungläubigen) aus dem bösen Abendland in Sachen technischer und wirtschaftlicher Entwicklung paroli zu bieten oder sie gar zu übertrumpfen vermögen. Alah ist nicht bestechlich! Wie in alten Kriegsgeschichten trachten diese Führer nach den abendländischen Errungenschaften, deren Land und deren Kultur, die sie unbedingt „umformen“ wollen. Eine feige Angelegenheit!

Der Islam wird für Europa daher mindestens, wenn nicht die grössere Herausforderung werden als die Digitalisierung.

Die aktuelle technische Revolution bringt mehr Automation. Roboter werden vermehrt Funktionen ausüben, die bisher von Menschen getätigt werden mussten. Die Digitalisierung wird Möglichkeiten eröffnen, an die man noch kaum zu glauben wagt. Die Kommunikation durchdringt die hintersten Ecken der Welt. Vorteile des Wissens werden kaum mehr lange genutzt werden, ausser es wird verstanden, diese genügend zu schützen. Es werden viele einfache Jobs verschwinden. Weitere werden in Tieflohnländer ausgelagert. Jene, die die übrig gebliebenen und die neuen Jobs inne haben werden, brauchen ein hohes technisches Wissen.

Nun glauben Fantasten, mit dem Import von Ausländern (Ein Geheimpapier der EU sprach von 52 Millionen Einwanderern allein aus Afrika, praktisch alle Muslime!) könnten dereinst die Sozialwerke finanziert und Steuern bezahlt werden. Die Realität ist leider anders: Arbeitslose schaffen Arbeitslose – Folge der EU-Logik 

Die Frage etwas zugespitzt lautet: Will man mit „Analphabeten“die eh zum grossen Teil von der Sozialhilfe leben, Steuern einnehmen und die Sozialwerke finanzieren? Frankreich hat Erfahrungen Ghettos in den Vorstätten. Die Anstrengungen, den Jihadismus zurück zu drängen scheint umfassend. Es sei ein französischer Islam nötig, meinte Premierminister Valls.

Die Anhänger des Bedingungslosen Einkommens sehen die Möglichkeit, sich vom Staat schadlos zu halten, als hätte dieser unversiegbare Geldquellen. Unter dem Motto, „Die Schweiz soll doch wieder einmal etwas grosses leisten“ wird so quasi im „Öfter mal was Neues -Stil“ für Eigennutz geworben. Oder will man den Afrikaner, welche lieber dealen als arbeiten die „Geschäftsbasis“ finanzieren?

So wie gesagt wird, jedes Land habe eine Armee, die eigene oder eine fremde, könnte man feststellen: Jedes Land hat seine Religion, die eigene oder eine fremde. Die Sekten oder Untergruppen nicht berücksichtigt. Der Islam zumindest gehört nicht zur abendländischen Kultur.

Dass islamische Führer das Abendland unter ihre Knuten bringen wollen ist hinreichend bekannt. Zitate aus der muslimischen Welt zeigen es deutlich.

Sogenannte Gutmenschen leben ihre Ideen auf dem Buckel anderer: Vor dem Gesetz sind alle gleich. Ein Freiburger Professor stellte diesen Grundsatz bereits in Frage. Er verlangte Sonderrechte und eigene Gerichte für Ausländer. Muslime unterstützen diesen «Rechtspluralismus», Politiker sind entsetzt. => Schariagerichte für die Schweiz (NZZ).

Als Kafir (Ungläubiger) sollte ich vor einer politischen Religion, die Ungläubige töten sollen, in Acht nehmen. Dies auch dann erst recht, wenn sich Religionsführer bemühen, ihre Ideologie als harmlos darzustellen. Dass dem nicht so ist lese man in der Koran-Exegese zu Sura 47.20-21 Kampfbefehl & Sura 8.60 Terrorbefehl

Die Sicht eines Kenners:

«Ein muslimisches Europa ist das Ziel» (Weltwoche v.12. Mai 16)

Der israelische Historiker Efraim Karsh ist einer 
der profiliertesten Kenner des Nahen Ostens. Er sieht die Massenmigration nach Europa sehr kritisch. 
Die Einwanderer würden keine Integration anstreben.

Von Pierre Heumann

Der Westen trage die Schuld an den Konflikten im Nahen Osten – der Kolonialismus und militärische Interventionen seien die Ursachen für die Wirren im Orient, sagen viele Analytiker. Das sei eine Fehleinschätzung, sagt der israelische Politologe Efraim Karsh und stützt sich dabei auf langjährige Studien. Der Ursprung der nahöstlichen Tragödie sei nicht in den westlichen Hauptstädten zu suchen, sondern in einem historischen Fehler des untergegangenen Osmanischen Reichs. Imperialistisch sei nicht der Westen, sondern der Islam. Karsh warnt vor den Gefahren einer Islamisierung Europas.

Professor Karsh, Europa macht eine demografische Revolution durch, ausgelöst durch Flüchtlinge . . .

. . . mir gefällt der Ausdruck «Flüchtlinge» nicht.

Was ist daran falsch?

Es handelt sich grösstenteils um Einwanderer. Nur ein relativ kleiner Prozentsatz kommt aus Kriegsgebieten wie Syrien. Viele stammen aus Afrika, aus armen Ländern wie Eritrea oder Somalia. Sie sind auf der Suche nach einem besseren Leben. Offensichtlich ist ein grosser Teil der Dritten Welt nicht so erfolgreich wie Europa. Das heisst aber nicht, dass jeder, der europäischen Wohlstand will, in Europa leben muss.

Wen soll Europa denn aufnehmen?

Das ist Europas Entscheidung. Europa sollte allerdings nicht vergessen: Die meisten Immigranten sind Muslime.

Wo liegt das Problem?

Immigranten aus Südostasien, um ein Beispiel zu nennen, versuchen, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Auch wenn sie einen Teil ihres kulturellen Erbes bewahren, akzeptieren sie, dass sie in einer neuen Umgebung angekommen sind, deren gesellschaftlichem Kodex sie nachleben müssen. Muslimische Immigranten sehen das anders. Im Gegensatz zum Christentum ist der Islam nach wie vor eine auf Expansion bedachte Religion. Er strebt die Weltherrschaft an. Deshalb sind muslimische Minderheiten in ihren Gastländern nicht darauf bedacht, sich zu integrieren. Sie wollen von den Vorteilen profitieren, die westliche Gesellschaften offerieren, und gleichzeitig wollen sie diese nach ihren eigenen Vorstellungen beeinflussen oder sogar verändern.

Eine bessere Integration in den Arbeitsmarkt würde das Problem lösen.

Keineswegs. Es geht nicht darum, dass sie Jobs haben, einen höheren Lebensstandard realisieren und ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten.

Sondern?

Europa steht jetzt an einem entscheidenden Punkt seiner Geschichte. Wenn es eine starke muslimische Einwanderung akzeptiert, wird Europa in einer oder zwei Generationen zu etwas vollkommen anderem transformiert werden. Muslimische Gesellschaften sind nach wie vor sehr religiös. Die Menschen sind sehr fromm, in einer Art und Weise, wie wir es in Europa nicht kennen. Heute gehen in Grossbritannien mehr Muslime in die Moschee als Christen in die Kirche, obwohl Muslime in der Bevölkerung nur eine Minderheit ausmachen.

Sie prophezeien im Ernst ein muslimisches Europa?

Alles wird natürlich davon abhängen, wie viele Menschen Europa in den nächsten Jahrzehnten aufnehmen wird. Bereits heute hat Europa eine relativ grosse und schnell wachsende muslimische Bevölkerung. Sie vermehrt sich viel schneller als diejenige der Europäer, deren Geburtenraten bekanntlich abnehmen.

Das ist doch genau der Grund, weshalb der Westen auf die Einwanderung angewiesen ist: zur Finanzierung der sozialen Sicherheit.

Ich kenne das Argument, aber ich kann ihm nicht folgen. Aufgrund der Immigration steigt zwar der Anteil der Jungen an der Bevölkerung. Aber auch die Risiken steigen.

Welche?

Die Gesellschaft wird sich denjenigen annähern, aus denen die Immigranten stammen. Europäische Länder werden dann zu Drittweltstaaten. Denn die Immigranten werden ihre Werte und ihren Lebensstil den Europäern aufzwingen und nicht umgekehrt. Das Argument von den ökonomischen Vorteilen ist deshalb Unsinn. Falls sich die Europäer Sorgen machen, dass ihre Bevölkerung stagniert, sollten sie Anreize für die einheimische Bevölkerung schaffen, mehr Kinder zu haben – statt Menschen aus Staaten aufnehmen, die man als gescheitert bezeichnen muss. Wenn man heute eine so grosse Zahl von Menschen aus gescheiterten Staaten in der Schweiz aufnimmt, dass diese eines Tages in der Mehrheit sein werden, wird die Schweiz nicht mehr die Schweiz sein, sondern ein gescheiterter Staat in Europa.

Haben Sie die Handschlag-Affäre von Therwil, einer Stadt unweit Basels, verfolgt?

Durchaus, ja. (Lacht)

Wie sollte man Ihrer Meinung nach reagieren, wenn konservative Muslime mit Kontakten zwischen Mann und Frau ausserhalb der Familie ihre liebe Mühe haben?

Darüber sprechen wir ja jetzt gerade. Die muslimischen Einwanderer streben keine Integration an. Der Islam ist nach wie vorimperialistisch in dem Sinn, dass er die Welt beherrschen will. Muslime, sogar wenn sie in anderen Gesellschaften leben, sehen sich nicht als Minderheit, die die religiösen und kulturellen Werte ihrer Aufnahmeländer zu respektieren hat. Sie sehen diese Gesellschaften als Teil des «Hauses des Islam».

Eine etwas pauschale Aussage. Es gibt sehr viele Muslime, die in der westlichen Gesellschaft erfolgreich sind.

Ohne Zweifel. Aber der Islam macht nicht denselben Prozess durch, den etwa das Christentum hinter sich hat: die Trennung von Kirche und Staat, die Säkularisierung. Anders als das Christentum hat der Islam seinen expansionistischen Geist beibehalten. Ich sage das nicht wertend, sondern es ist eine Tatsache. Der Islam versteht sich als politischer Glauben. Ähnlich wie das Judentum ist auch der Islam eine umfassende Religion, eine Lebensweise. Deshalb haben Muslime ihre eigenen Werte, und die sind anders als die unseren.

Wo sehen Sie den wichtigsten Unterschied?

Darin, dass ihr religiöses Oberhaupt in der Politik an der Spitze steht. Wenn immer möglich, werden Religion und Politik miteinander vermengt, zum Beispiel im Iran, in Saudi-Arabien, im Islamischen Staat. Viele Leute sind schockiert über das brutale Vorgehen des Islamischen Staates. Aber er befolgt nur die Regeln im Islam. Der IS ist keine krankhafte Abweichung vom Islam.

Es gibt freilich mehrere Auslegungen des Islam.

Aber wenn Sie ein echter Muslim sind, wollen Sie die Scharia befolgen. Das bedeutet dann zum Beispiel Handabhacken für Diebstahl. Im Iran werden Ehebrecher zu Tode gesteinigt, also in dem Land, das jetzt von Europa hofiert wird.

Wie liesse sich der Islam Ihrer Meinung nach reformieren?

Natürlich gibt es im Islam auch moderate Strömungen. Aber ich bin kein Soziologe, mich interessieren in erster Linie die politischen Aspekte des Islam. Im Christentum ist Jesus eine spirituelle Person, ein Prediger, aber keine politische oder gar militärische Führungsperson. Im Islam ist das anders. Mohammed war von Anfang an sowohl ein Politiker als auch ein militärischer Oberbefehlshaber. Deshalb wurde das Konzept des Dschihad entwickelt, um die Menschen zum Kampf anzuspornen.

Dschihad kann man indes auch als eine geistige Anstrengung verstehen, nicht unbedingt als eine Aufforderung zum Krieg.

Das sagen zwar einige westliche Interpreten des Islam. Aber sie liegen falsch. Dschihad bedeutet, sich für Allah und dessen Weg einzusetzen. Als das Osmanische Reich Russland, Frankreich, Grossbritannien den Dschihad erklärte, ging es nicht darum, dass die osmanischen Bürger zu Hause den Koran studieren und in der Moschee beten sollten. Dschihad ist Dschihad ist Dschihad – und jeder weiss, was damit gemeint ist. Man kann sich zwar einreden, dass Dschihad ein Synonym für Spenden an Bedürftige sei, das tönt dann nett – aber es ist falsch. (Lacht) Solches Schönreden gehört zur Art und Weise, wie im Westen der Islam entschärft wird. Nehmen Sie US-Präsident Barack Obama: Er spricht im Zusammenhang mit Terror nicht von islamischem Extremismus oder von Islamismus, sondern von militanten Extremisten.

Damit will er politisch korrekt sein.

Wer das Problem falsch benennt und nicht identifiziert, wird es nicht in den Griff bekommen. Die richtige Diagnose ist ein wichtiger Schritt zur Problemlösung.

Es gibt aber einen Zusammenhang zwischen Armut und Terror. Wer Not leidet, neigt zu Gewalt, ob er nun Muslim ist oder nicht.

Das sehe ich anders. Terroristen sind in der Regel nicht arme Leute, die mit Müh und Not für den Unterhalt ihrer Familien aufkommen. Radikale und gewaltbereite Aktivisten sind meistens gutausgebildete Menschen, denen es materiell an nichts fehlt. Jassir Arafat war Ingenieur, unter Terroristen finden sich auch Ärzte, Studenten oder Söhne steinreicher Eltern, wie etwa Osama Bin Laden. Arme Menschen sind weniger militant als die ausgebildeten, das wissen wir aufgrund von Meinungsumfragen und vielen Beispielen. Die Vorstellung, dass wir nur für genügend Jobs und gute Saläre sorgen müssten, damit aus den Immigranten nette Europäer würden, die dem Terror abschwören, ist blanker Unsinn.

Immerhin hat sich die erste Generation muslimischer Einwanderer gut integriert.

Aber deren Kinder haben Probleme mit dem Westen.

Weil sie bei der Stellensuche aufgrund ihrer arabischen Namen diskriminiert werden.

Das wird oft behauptet, ist aber falsch. Die erste Generation integrierte sich ökonomisch, nicht aber gesellschaftlich. Wären sie wirklich Europäer geworden, würden ihre Kinder nicht den Weg einschlagen, der sie zu Dschihadisten macht. Andere Minderheiten sind da anders. Nehmen Sie die Italiener, Chinesen oder Juden in Amerika: Anfangs waren sie Aussenseiter, doch deren Kinder sind heute integriert. Es kommt zu Mischehen, sie assimilieren sich, leben und akzeptieren den American Way of Life.

Weshalb ist das bei Muslimen anders?

Die meisten ethnischen Minoritäten können sich in der neuen Umgebung ihrer Aufnahmeländer integrieren und anpassen, ohne dabei ihre religiösen, gesellschaftlichen und kulturellen Traditionen aufzugeben. Der Islam aber hat seinen missionarischen Eifer nicht abgelegt. Er ist weiterhin imperialistisch. Deshalb streben Muslime nicht nach Integration. Vielmehr wollen sie ihre Werte den adoptierenden Gesellschaften auferlegen. Lange vor dem Aufstieg von al-Qaida und des Islamischen Staats, seit den späten 1980er Jahren, sahen Muslime die wachsende muslimische Gemeinschaft in Frankreich als Beweis dafür, dass auch Frankreich Teil des «Hauses des Islam» sei. In Grossbritannien machen selbst moderate Muslime kein Geheimnis aus ihren Zielen. So hat der vor einigen Jahren verstorbene Zaki Badawi, ein Doyen des interreligiösen Dialogs in Grossbritannien, gesagt, dass der Islam eine universelle Religion sei. Ihr Ziel sei es, die Botschaft des Islam in alle Ecken der Welt zu tragen. Eines Tages werde die ganze Menschheit eine einzige muslimische Gemeinschaft sein, predigte Badawi. Das sagte ein moderater Mann! Auch der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu erklärte im Januar 2015 vor Schweizer Muslimen in Zürich, der Islam sei Europas «einheimische Religion» und werde es bleiben. Die Türkei werde der EU beitreten, «mit unserer Sprache, unseren Traditionen und unserer Religion». Der Westen ignoriert das. Deshalb werden eines Tages unsere Enkel aufwachen und feststellen, dass sie den Regeln der Scharia gehorchen müssen.

Wer unterstützt dieses globale Programm?

Die Muslimbrüderschaft zum Beispiel. Auf deren Website heisst es klipp und klar, dass die Welt am Ende muslimisch sein werde. Ajatollah Chomeini, der Gründer der Islamischen Republik Iran, sprach davon, jetzt tut es auch der Islamische Staat. Die Hamas fordert in ihrer Charta explizit, das islamische Gesetz wiederherzustellen. Die laut Programm angestrebte Zerstörung Israels wäre für sie nur ein erster Schritt dazu, um das Kalifat wiedereinzurichten. Viele Muslime in Frankreich sagen seit Jahrzehnten, dass Frankreich Teil des «Hauses des Islam» sein werde früher oder später. Ein muslimisches Europa ist das Ziel der Muslime. Weshalb würden sie sonst Moscheen im Westen finanzieren, auch in der Schweiz? Weshalb gründen sie an Eliteuniversitäten Lehrstühle für Islamstudien oder Zentren, die sich der Geschichte des Persischen Golfes widmen?

Dämpft der globale Ölpreiskollaps die Verbreitung des Islam, weil bei den Gönnern von Moscheen und islamischen Zentren das Geld knapp wird?

Vielleicht wird Saudi-Arabien vorübe gehend etwas weniger in die Verbreitung des Islam investieren. Aber die Infrastruktur ist bereits vorhanden. Und vielleicht geht der Ölpreis auch wieder rauf. Wobei es nicht nur ums Geld geht.

Sondern?

Um Konversionen. In Mischehen tritt die Frau meistens zum Islam über. Muslime versuchen zudem, in europäischen Städten die Scharia durchzusetzen. In Grossbritannien gibt es bereits Gegenden, in denen die Scharia als Gesetz gilt. In gewissen Städten senden Muslime ihre Sittenpolizei aus, die dafür sorgen soll, dass Frauen züchtig gekleidet sind.

Die Toleranz gegenüber dem Islam ist historisch verständlich. Der Westen fühlt sich schuldig für die Sünden des Kolonialismus.

Das ist Unsinn. Gegenüber dem Nahen Osten besteht überhaupt kein Grund zu Schuldgefühlen. Abgesehen von Nordafrika durch die Franzosen und Libyen ist der grösste Teil des Nahen Ostens vom Westen nicht kolonisiert worden. Es gab nach dem Zerfall des osmanischen Reichs zwar ein Mandatsystem für Teile des Nahen Ostens, aber mit dem Ziel, die Unabhängigkeit anzustreben. Externe Einflüsse haben bei der politischen Entwicklung eine zweitrangige Rolle gespielt.

Einspruch: Die Briten haben das Osmanische Reich zerstört, zusammen mit der UdSSR den Iran besetzt, später hat der Westen in Teheran einen Staatsstreich inszeniert, Israel wurde gegründet, Russland und die USA haben massiv in Afghanistan respektive im Irak eingegriffen. Sind das etwa keine externen Einflüsse?

Ja, aber es handelte sich dabei um extreme Ausnahmen. Und es handelte sich dabei in der Regel nicht um den Versuch, eine regionale Ordnung anzupeilen, sondern um Antworten auf unerwünschte Entwicklungen. Schuld, wenn Sie das Wort brauchen wollen, hat das Osmanische Reich.

Wie denn das?

Das Osmanische Reich war keineswegs das glücklose Opfer einer Geheimdiplomatie, die ihm seine Gebiete wegnehmen wollte. Der Untergang der Osmanen war das Resultat ihrer katastrophalen Entscheidung, im Ersten Weltkrieg auf die falsche Seite zu setzen. Das war mit Abstand die weitest reichende Entscheidung in der Geschichte des Nahen Ostens. Hätte sich das Osmanische Reich aus dem Konflikt herausgehalten, hätte es die Wirren vielleicht überlebt.

Was hat das Erstarken islamischer Kräfte mit dem Untergang der Osmanen zu tun?

Es ist eine Korrektur dessen, was nach dem Zerfall des Osmanischen Reichs passiert ist. Die wichtigste muslimische Macht wurde damals zerstört. Darauf entbrannte ein Kampf um das Erbe der Osmanen. Doch das Vakuum wurde nicht gefüllt, sondern nur oberflächlich zugedeckt. Die neuen Machthaber unterdrückten die islamischen Kräfte, um sich die Macht zu sichern. Jetzt beobachten wir ein Aufstreben der islamischen Kräfte, die während vieler Jahrzehnte von Diktatoren unterdrückt worden waren.

Weshalb gerade jetzt?

Nach der Zerstörung des Osmanischen Reichs installierten sich Regimes, die offiziell nicht religiös waren. Sie hofften, mit einer panarabischen Ideologie eine Alternative zu den Islamisten schaffen zu können. Aber an der Basis blieb der Islam stark. Auch die Diktatoren hielten am Islam als Staatsreligion fest. Dann kam es 1979 im Iran zur islamischen Revolution. Vor fünf Jahren war Hosni Mubarak in Ägypten am Ende zu schwach, um sich an der Macht zu halten. Die Muslimbrüderschaft, die ihm folgte, wurde zwar nach kurzer Zeit entmachtet – aber von einem Mann, der ebenfalls religiös ist. Jetzt ist auch die Türkei auf dem Weg zu mehr Islam. Der Nahe Osten wird aus all diesen Gründen weder demokratisch noch säkular, noch westlich sein. Zusammen mit Teilen Nordafrikas exportiert er den Islam nach Europa. Statt dass der Nahe Osten westlicher wird, wird der Westen langfristig mittelöstlicher und islamischer.

Efraim Karsh, 1953 in Israel geboren, ist Professor für 
politische Wissenschaften an der Bar-Ilan-Universität 
unweit Tel Avivs. Der emeritierte Professor am King’s College in London hat sich mit ebenso beachteten wie kontroversen Publikationen über den Mittleren Osten 
einen Namen gemacht.


Live Hacks – Werkzeug zu Kurz

Wenn der Stiel und die Arme zu kurz sind hast Du zwei Möglichkeiten:

  1. Kaufe ein neues Werkzeug (das alte wirfst Du eh in den Eimer…)
  2. Verpasse Werkzeug einen Stiel! Ich wähle Variante 2!

Man nehme:

    • das Corpus delicti
    • einen Rundstab aus Holz (fühlt sich warm an)
    • einen Werkzeuggriff, auch aus Holz
    • zwei Holzschrauben mit Senkkopf
    • ein paar Pinsel voll Bootslack

… und füge alles zusammen

Der verlängerter Griff
Der verlängerter Griff – Foto: Herbert Odermatt

Das Ergebnis lässt sich sehen! Nichts unnötig weg geschmissen! Ein Lob von der Bestellerin! Kleines Erfolgserlebnis des handwerklich goldenen Bodens.

Etwas radikal ganz anderes:

Wenn es pleitet um das zerschrenzte Zelt, dann geiert es nicht weit… selbst auf einem virtuellen Ast lässt es sich hocken – eine Fähigkeit der Vögel, sie brauchen zum Schlafen nur eine Gehirnhälfte! „Tipi“-Politiker hätten wohl zwei ganze Gehirne zum Arbeiten nötig….!

Es pleitet und geiert... Bild Herbert Odermatt
Es pleitet und geiert… Bild Herbert Odermatt

Über das Thema hat sich der Finanzblogger auseinandergesetzt  => „E Guete … das kann ja heiter werden: 11.00 am Tag nach der Arbeit!“


Genau hingeschaut