Kategorie-Archiv: 07 Arbeitswelt

Wirkungsvolle Praktiker 1

1944: Der  32 Meter lange Nauen Mars, Baujahr 1930, Tragkraft 140 Tonnen (heute 130 Tonnen), wurde in der sturmsicheren Bucht bei der Chindlimordkapelle zwischen Brunnen und Gersau durch einen aus unerwarteter Richtung kommender Dimmerföhn – Stoss so gewaltig durchgeschüttelt, dass die, durch ein unvorsichtiger-weise offen gelassenes Maschinenhausfenster eindringenden Wassermassen genügten, um den schweren Kahn absacken zu lassen…. So schrieb es der unbekannte Journalist der „Schweizerischen Allgemeine Volks Zeitung“ ( „Zofinger Zeitung“ von Ringier, seit 1977 «Glückspost» )

Mars, Alpnach, Juli 2004, immer noch ein eleganter Nauen! Foto: Herbie Odermatt

Der «MARS» gehörte damals der Kieshandels AG, Brunnen, später der Sand & Kies AG, Alpnach. Der «MARS» kam danach durch Tausch mit dem Nauen «SCHILLER» zur WABAG Kies AG.

Meinrad Murer, 16. März 1905 – 11. März 1994

Es war Meinrad, „Rädi“, Murer, ein „Bödeler“, aus Beckenried, der mutig an die Arbeit ging, um den Nauen zu heben. Die Methode war in der hiesigen Umgebung neu. Er tat es nicht aus eigenen Stücken.

Marcel Murer: „(…) Ich mag mich daran erinnern, als unser Vater sagte, wie er zu diesem Auftrag gekommen ist. Er war ja damals noch Schiffsführer auf dem Goliath. Als er am Abend spät in die Fabrik zurückkam, lag ein Zettel für ihn bereit vom Direktor (Schneider?): «Morgen Mars heben».

Der Direktor hatte ihm nach der erfolgreichen Hebung auch mitgeteilt, dass, wäre die Übung gescheitert, der Arbeitgeber ihn für den Schaden verantwortlich  gemacht hätte…….und das bei seinem damaligen Stundenlohn von Fr. 1.00 !.)“

Freilich war es der umstrittene Direktor Gustav Schneider, der 1923 die Direktion der Kalk- und Steinfabrik AG Beckenried übernahm!

Meinrad Murrer hatte genug „XM“ (Xunder Menschenverstand) um ohne Berufsausbildung durch die Welt zu kommen. Er erlernte von seinem Vater, dem alten Bodè Rädi, das Handwerk eines Schiffsführers. Die Bödeler bauten einst in der  Schiffhütte im Boden selbst Schiffe.

Der noch junge Rädi am Steuer, Bild: Archiv Rolf Gwerder

Er war mit 24 Jahren, der jüngste Schiffsführer auf dem Goliath. Auch als „Kapitän“ hatte er selbst anzupacken. Er konnte sich nicht hinter die goldenen Streifen einer Uniform verstecken. Der Journalist schrieb dazu: „Das Ledischiff löscht seine Zementstein-Ladung in Flüelen, und das geschieht noch nicht mit Kran, sondern mit gesunder Menschenkraft!“

Auslad,in Flüelen, Bild: Archiv Rolf Gwerder.

Rolf Gwerder: „In seinen besten Jahren schob Rädi schon mal 12 Säcke Zement den 38 m langen GOLIATH hinaus übers Joch bis auf den Bahnwagen beim Seeverlad in Luzern!“

Ein Zementsack wog damals 50 Kg! Wenn man die „Stossbären“ (Karetten)betrachtet, läufts kalt über den Rücken hinab! Holzräder mit Stahlreifen! Und das Fuder ist nicht allein auf dem Rad gelagert. Neben der Balance musste auch gehoben und geschoben werden. Heute käme die SUVA! Einmal wegen den schweren Zementsäcken und dann, wegen den schweren Karetten! Und zusätzlich noch, wegen der Gesamtmasse.

Bödeler Karetten – grösseres Volumen (blau) im Vergleich zu „normalen Karetten. Man wolle arbeiten, nicht gfätterlen (spielen) und man wolle am Abend zeitig Feierabend haben…

Wurde von Hand ausgeladen, verschob jeder „Seegusler“ mindestens 25 Tonnen Material! Karette füllen, aus dem Schiff „bärlè“, kippen…. bis der Nauen leer war! Die damaligen Karetten waren leer schon so schwer, wie heute eine normale Karette, voll geladen, wie man sie auf dem Bau antrifft. Der „Boden Edy“ fertigte seine Karetten selbst an! Die waren noch grösser! Man konnte mehr aufs „Rad laden“ und seitwärts waren sie über dem Träger zusätzlich ausgekragt!

Josef Amstad, „Seehof Sepp“ in Aktion (Bildd: Archiv Rolf Gwerder

Improvisation war täglich!

Goliath, Vorbereitung zum Auslad. Rädi erstellt das Gerüst. Die Akteure auf dem Joch v. li:  ?, Sepp Odermatt, ? , ? , Lorenz Bariselli, Gody Kistler.; Foto: Archiv Herbie Odermatt

Später machte er sich mit zwei Partnern selbständig. Sie betrieben erfolgreich den Steinbruch Matt.

Matt aus Autofähre Tellsprung (50-er Jahre) Foto: Herbie Odermatt

„Alle vier Wochen einmal Sonntag würden genügen… !“ So könnte er in der Matt noch mehr bewirken, sagte er mir einst.  Er brachte zu Wohlstand und Ansehen. Mit klarem Kopf, „beiden Füssen auf dem Boden“, Fleiss, Beharrlichkeit, stetige Beobachtung des Geschehens, laufender Orientierung am Stand der Technik sowie etwas Bauernschläue und gesunder „Lebtag“ führten zum Ziel! Er wechselte von  der körperlichen Arbeit indem er zum „Kopfmodus“ umschaltete. Es ging jetzt darum, die Arbeit so rationell wie möglich zu gestalten. Der Maschinenpark war ein starkes Indiz dafür!

Schiffhütte im Boden. Dahinter „Rädis Huis“, links das ehemalige „Edelweiss“ und, was nicht fehlen darf: die Autofähre „Tellsprung“; Foto: Archiv Herbie Odermatt

Das Heben von gesunkenen Nauen war eine sich selbst angeeignete Fachkompetenz der Bödeler. => Unternehmen Schwalmis – Projektabwicklung einmal ganz anders

Rädi hatte diese Lauchenauer-Pumpe der Pumpenfabrik an der Sihl seinerzeit bei der Auffüllung des Flugplatzes Altenrhein gesehen. Zuerst wurde das Kies abgesaugt (siehe 1. Skizze im Prospekt 34). Dass sich der Nauen beim Auspumpen auf die Steuerbordseite legen würde, damit hatte niemand gerechnet. Man hätte sich also das Abpumpen der Ladung sparen können – ein Umstand, welcher ein Jahr später beim Heben des «GOLIATH» in Flüelen berücksichtigt wurde.

Goliath, Juli 2004, Risleten; Foto: Herbie Odermatt

Die Zuführung von genügend Strom bot damals für das EBS (Elektrizitätswerk des Bezirks Schwyz), welches extra eine Leitung legen musste, eine grössere Herausforderung. Die ganze Einrichtung auf dem «GOLIATH» war schon lange bereit – aber man musste bis abends auf Strom warten.

MARS – Hebung beim Chindli (1)
MARS – Hebung beim Chindli (2)
Mars, Goliath, Chindli, 1944, Archiv v. Rolf Gwerder

„Abkupfern ist oft schneller als selbst erfinden…!“ Dies weiss jeder Konstrukteur seit eh und je. So machte sich Rädi zu Nutze, was andere bereits praktisch erprobt hatten, wenn auch das Ziel ein anderes war. Er hatte schon einen Bagger und Dumper im Steinbruch, als andere noch von Hand Rollwagen beluden und schoben. Und er hatte schon einen Steinbrecher, der Steine, „grösser als eine Badewanne“ verschluckte, während man andernorts, die Steine von Hand mittels „Schlegel und Wegge“ auf etwa Zwei Fäuste gross zerkleinern musste.

Ammann „Kniehebelbrecher“, Foto: Archiv Rolf Gwerder

Rolf Gwerder weiss zu berichten: „(…) Der Ammann-Kniehebelbrecher mit einer Öffnung von 1 Meter stammte vom Bau der Grande Dixence und war dort der Reservebrecher Nr. 7. Es gab also auf dieser gigantischen Baustelle noch 6 weitere dieser Art, welche für die Aufbereitung des Materials für die Betonproduktion verwendet wurden. Die Grande Dixence wurde von 1951 bis 1965 gebaut. Am 22. September 1961 wurde der letzte Kübel Beton (insgesamt 15 Millionen Tonnen) verbaut. Bereits 2 Jahre vorher wurde der Brecher Nr. 7 „frei“, zerlegt und die bis zu 22 Tonnen schweren Einzelteile mit dem GOLIATH in den Steinbruch in der Matt transportiert und dann mit dem MENK-Bagger und der 6-fachen Übersetzung von Boden Edy’s Schlagwerk, 1959 dort aufgestellt.)“

Flugwerft und Flugplatz Altenrhein (Mitgeteilt vom Offiz. Verkehrsbureau Rorschach und Umgebung).

(….) Niemand, der heute die ausgedehnten Fabriken der Dornierwerke ansieht, kann sich eine Vorstellung machen, wie vor weniger als zehn Jahren diese Gegend noch ausgesehen hat. Von den schilfbewachsenen Ufern des Bodensees bis weit ins Land hinein nichts als magerer, öder Rietboden. Eine trostlose Moorlandschaft! Im Juni aber, wenn in den Bergen die Schneeschmelze einsetzte und als Folge davon der Spiegel des Bodensees sich hob, stiegen im Rietland die Grundwasser auf und bildeten lauter kleinere und grössere Seen. Wie durch Zauberhand erstand eine wunderbare, reiche Vegetation, schlanke, blaue und gelbe Lilien wiegten sich im Wasser, Seerosen zu Hunderten, ja zu Tausenden bedeckten die Oberfläche mit ihren grossen, runden, grünen Blättern und dem reinen Weiss ihrer Blüten. Die Landschaft hatte ihr Brautkleid angezogen. Dann begann der Bau der Dornierwerke. In das Sumpfgebiet wurden lange Eisenbetonpfeiler ohne Zahl eingetrieben und auf diesen alsdann die schweren geräumigen Fabrikgebäude aufgeführt, eine Riesenarbeit, wie sie nur die heutige, fortgeschrittene Technik zu leisten imstande ist. Kaum standen die Gebäude, so wurde mit der Auffüllung des Sumpfbodens begonnen. Draussen im See, nahe dem Ufer, wurden Saugbagger verankert, die von früh bis spät aus dem Seegrunde den Sand aufsogen und durch lange Leitungen in das Gelände ergossen. Die Wasser verliefen sich wieder und fanden den Weg zum See zurück, der Sand aber blieb liegen und in monatelanger Arbeit wurde eine gleichmässige, flache, trockene Ebene geschaffen, die man nun mit Gras bepflanzte, um das Entweichen des Sandes bei Sturmwinden zu verhindern.

Der Entwicklungsgang der Dornierwerke war ein
erfreulicher. Die Riesenvögel, die verschiedenen Do X,
machten die Flugwerke Altenrhein bald in der ganzen
Welt bekannt. Leider bekommt auch dieses Linternehmen
die gegenwärtige, allgemeine Krise zu spüren und muss
seinen Betrieb momentan etwas einschränken.
Die überaus günstige Lage von Altenrhein hat dazu
geführt, dass der St. Galler Flugplatz vom dortigen
Breitfeld nach Altenrhein verlegt wurde, und damit hat
letzteres als Weltflugplatz eine neue Anziehungskraft erhalten» Neuerdings erhält der Flugplatz militärische Belebung.
Die roten Nachtbeleuchtungen des Flugplatzes, der
einer der grössten und besteingerichteten des Kontinents
ist, sind ganz wunderbar und gemahnen an Märchen
aus „Tausend und eine Nacht“. Wahrhaftig, die Umgebung von Rorschach hat des Schönen und Interessanten viel, das wert ist, angesehen und bewundert zu werden….)“ – aus „Der Fourier, 1932, S. 78 (von Rolf Gwerder erhalten, aus ETH-Bibliothek).

Der Flugplatz St. Gallen-Altenrhein hat heute eine andere Bedeutung. Es werden immer noch Flugzeuge gebaut, für Pilatus!

 

Onkel Meinrad, bereit auf was Neues! Im Robin DR 180 R, HB EXW; von links: Roland Schürmann (heute Linienpilot bei SWISS, Brigitte Odermatt, Segelfliegerin, Meinrad Murer, Seegusler und Hartschotterspezialist, Herbie Odermatt

Wenn wir schon beim Fliegen sind: Onkel Rädi liess sich nicht lumpen! Er liess sich auf die Einladung zu einem Alpenflug ein. Dass er die Kapitänsmütze mit dem Anker zu Hause lassen musste, störte ihn nicht. Es gebe noch andere Hüte, wie Figura zeigt. Obwohl er die Route aus der Luft zum ersten Mal sah, erklärte er mir die Geografie! Dass unter der Motorhaube 180 PS steckten., liessen ih aufhorchen!

Alpenflug mit Rädi Kartenausschnit aus Google Maps

Ausserdem wusste er zu erzählen, dass die Walliser dort vor rund 800 Jahren Soldaten des Heeres von Herzog Berchtold V. von Zähringen in den Totensee getrieben hätten. Daher dar Name!

Totensee auf der Grimsel (Bild: Wikipedia)

Rädi wagte sich auch in

Rolf Gwerder (re) im Gespräch mit Hugo Bürkli. Juni 2017, Beckkenried, „Boden“

grössere Flugzeuge. Eines transportierte ihn bis auf die Philippinen! Der „Einsiedeler von der Matt“ war weltoffener, als man ihm zutraute!

Rolf Gwerder gebührt mein Dank für die ergänzenden Informationen.


Einwanderung

Wir wissen es schon lange. Schon vor zwanzig Jahren mussten Arbeitslose den Nachweis erbringen, dass sie sich beworben haben. Sie wurden mit einem Papier auf den unwürdigen und aussichtlosen „Spiessrutenlauf“ geschickt, Unterschriften von möglichen nd ungeeigneten Arbeitgebern zu sammeln um zu beweisen, dass sie sich Mühe gaben und Stellen suchten. Über 95% kamen vom Baugewerbe oder von der Gastronomie. Beim RAV hätte man allein aufgrund der Stelleninserate die Aussichtslosigkeit ihres Tuns erkennen müssen. Aber so, wie arbeitslose Personalchefs beim RAV noch einmal lernen mussten Stellenbewerbungen zu schreiben(!); Kollege E.Z. kann davon ein Lied singen, gab man sich stark gegenüber den Schwächsten im Glied, den Ungelernten, und forderte formalistisch, schematisch und stur eine gewisse Anzahl von Unterschriften, sonst… Hoch zu Ross, oder eben auf dem Amtsschimmel!

Der Mechanismus ist einfach: Es werden die kostengünstigsten Arbeitnehmer eingestellt! und sind diese auch noch besonders hübsch, dann stehen ihnen im Gastgewerbe alle Türen offen. Sind sie es nicht mehr, günstig und hübsch, werden sie sozialisiert! Aufschlussreich ist das Merkblatt für Mindestlöhne von Gastro Swiss. Auch der Leitfaden für Sozialversicherung und Lohabrechnung von Gastrosocial ist es. Demnach sind die unter 24-jährigen die kostengünstigsten.  So wunderts nicht, dass sich immer wieder sehr junge Bedienstete im Zimmerservice und auch im Service beim Gast einfinden derweil man sich die Frage stellt, wo die bisherigen verblieben sind! Ähnlich läuft es im Baugewerbe. Jene, die bei unserem Betrieb nachfragten, waren meist ältere, erfahrene Arbeitnehmer, die abgeschoben wurden. Als ich einst dem Leiter des Arbeitsamtes die Bemerkung hinterliess, er soll doch die Baufirmen verpflichten, Arbeitslose ihrer Branche so lange anzustellen, bis es keine solchen Arbeitslosen mehr gäbe, bevor immer wieder neue Ausländerbewilligungen ausgestellt würden, wurde ich vehement zurück gepfiffen. Wie hätte er anders können! Bei einem Bier fand dann aber meine Idee ein gewisses Verständnis, ganz inoffiziel! Ich bot ihm einen Teilzeitjob an, um den „Spiessrutenläufern“ zu erklären, dass wir keine geignete Jobs hätten und damit ich ungstört meine Arbeit tun konnte. Das kam nicht gut an. Es entstand der (natürlich unbegründete) Eindruck, dass gewisse Amtsträger von der Erteilung der Bewilligungen gut lebten. Es gab Gemeindeschreiber, die immer wieder über „gute Adressen“ verfügten…

Wenn es ums Geld geht, hört die Nächstenliebe auf! „Viele arbeitslose Arbeiter wären bereit, beim Lohn Abstriche in Kauf zu nehmen“ wohl bis hin zu den Working poors und den Sans Papiers! Geht’s noch? Das ist wohl das Opfer, damit genug zahlbare Wohnungen für die aufgeblasene Einwanderungspolitik zur Verfügung gestellt werden können… Nur weil der Margendruck in einer Branche sehr hoch ist, ist dies noch längst kein Freipass falsch rekrutierte Arbeitskräfte in die Sozialisierung und damit als Last den Bürgern auf den Buckel zu laden! Wenn kräftige Leute gesucht sind, sollten keine Bambussticks angestellt werden, auch wenn die Personalvermittler (seriöse und andere) noch so viele anbieten! Wenn heute ein ausgelernter Maurer, der seine Ausbildung mit Bravour abschloss, keine Stelle auf seinem Beruf findet, ist das Plakat des Baumeisterverbandes eine Beleidigung für ihn. Die Beleidigung wird noch verstärkt, wenn man sieht, welche „Kanacken“ anstelle von Ausgebildeten eingestellt und beschäftigt und am Schluss der Bauherrschaft verrechnet werden…! Sie werden schon bald in der Arbeitslosenstatistik erscheinen! Dass man ihnen einen Branchenwechsel vorschlägt ist reine Augenwischerei! Über 19’000 Arbeitslose in der Baubranche ist etwas viel!
Wenn Lehrabgänger zum Schluss kommen, sie wären während der Ausbildung lediglich billige Arbeitskräfte gewesen, kann ich Verständnis dafür aufbringen. Es ist einfach zu etwas zu stehen, das man nur im Ausnahmefall anwendet…! Schönfärberei!

Bildergebnis für Plakat Baumeister Mindestlohn

In der Schweiz leben 40 000 Arbeitslose aus der EU. Nur die wenigsten verlieren ihre Aufenthaltsbewilligung. Wieso EU-Arbeitslose bleiben? Es ist undurchsichtig und von Kanton zu Kanton verschieden!

Wenn vier von fünf Eingewanderten keine gesuchten Fachkräfte sind, wozu sind sie denn gut? Es gibt schon welche die daran interessiert sind. Die Grossverteiler z.B. füttern auch diese und die teuersten Handy’s werden auch denen verkauft … um ohne etwas dazu tun zu müssen höhere Umsätze und Gewinne auszuweisen. Dass ein Grossteil der „Neuen Kunden“ von der Sozialhilfe finanziert werden kümmert hier niemanden.

Einwanderung

Es kommen die falschen Fachkräfte…Die Studie hat den Arbeitsmarkt von 15 sogenannten Mangelberufen in der ganzen Schweiz untersucht und zeigt auf, dass vier von fünf Zuzügern aus dem Ausland keine dringend benötigten Fachkräfte sind, berichtet die «NZZ am Sonntag».

…Demzufolge kommen nicht nur Ärzte, IT-Spezialisten, Pflegepersonal oder Ingenieure, die besonders gesucht sind, in die Schweiz, sondern wenige qualifizierte Arbeiter für Detailhandel, Gastronomie und das Baugewerbe.

…In der Baubranche werden beispielsweise nicht Poliere oder Produktionsleiter eingestellt sondern vor allem ungelernte Bauarbeiter. Diese würden aber nicht wegen tieferen Löhnen geholt – in der Baubranche gilt ein Mindestlohn gemäss Gesamtarbeitsvertrag – sondern weil sie schlicht leistungsfähiger seien, sagt Nico Lutz von der Gewerkschaft Unia. Dadurch kämen vor allem ältere Arbeitnehmer unter Druck.

Baulöwen, -unternehmer und -kader nehmen für sich in den Wintermonaten nicht weniger Geld aus dem Betrieb. Dafür sind sie durch genügend „Manipuliermasse“ abgesichert: ihre Arbeitnehmer, deren Arbeitslosenversicherung, Kurzarbeitsentschädigung und die Schlechtwetterentschädigung. Reicht dies nicht, werden Arbeitnehmer entlassen und sofort als Temporärarbeiter zu schlechteren Bedingungen wieder angestellt (neue Kündigungsfrist: 2 Tage!). Reicht es immer noch nicht, kommen undurchsichtige Subunternehmer ins Spiel.

Das Unia-Bauarbeiterparlament fordert eine Beschränkung der Temporärarbeit. War diese ursprünglich gedacht, um saisonale Spitzen abzudecken, werde sie heute immer mehr missbraucht, um sich billige Arbeitskräften zu verschaffen. Gemäss Unia ist der Anteil der Temporärarbeitenden im Bauhauptgewerbe sechs Mal so hoch wie im Durchschnitt aller Branchen. Immer öfter würden ältere Festangestellte entlassen und am nächsten Tag zu schlechteren Bedingungen temporär wieder angestellt, teilte die Gewerkschaft mit. Diese könnten dann innert zwei Tagen auf die Strasse gestellt werden. Quelle

Wenn in der Schweiz die Arbeitsproduktivität seit über zehn Jahren stagniert, stimmt etwas nicht! Die Zuwanderung brachte der Schweiz ein „Jobwunder“ aber keinen Profit am Produktionsfortschritt (weil es keinen gibt!). Dieses ist jedoch nicht da geschehen, wo die Wirtschaft Werte schafft, nämlich in der Privatwirtschaft, sondern im öffentlichen und halböffentlichen Bereichen wie im Gesundheitswesen, in der Bildung und in der Sozialindustrie. => Beat Gygi: Falsches Jobwunder

Es gibt keinen Profit am Produktionsfortschrit weil der grösstenteils ins Ausland fliesst! 

Drei Viertel der Gewinne Schweizer Firmen, jährlich rund CHF 200 Milliarden, fliessen ins Ausland. Oft kommen dazu noch weitere Konzern- und Patententschädigungen in Milliardenhöhe, die Schweizer Tochterfirmen an ihre ausländischen Muttergesellschaften zahlen. Reinvestiert werden im Schnitt pro Jahr weniger als zehn Milliarden Franken.

Die Schweiz eine fette Beute!

Deswegen und wegen des Götzendienstes am Wachstum werden die Unternehmensteuern für ausländische Firmen gesenkt. Der künstlich aufgepumpte Ballon wird zu einer 11- oder 12 -Millionen-Schweiz führen. Die Gipsermeister und Ihresgleichen bis hin zu Philipp Müller freuts. Sie können mit „Konjunktur“ rechnen bis 3 bis 4 weitere Millionen ihre Wohnung haben – womöglich auf bestem Kulturland!

Schweiz AG - Tanz der ausländischen Kaufkraft- und Geldabschöpfern um das Goldene Kalb
Schweiz AG – Tanz der ausländischen Kaufkraft- und Geldabschöpfern um das Goldene Kalb „Wachstum“ der Schweiz – Bild: H.Odermatt

Schnell sind Sündenböcke gefunden. Dieses mal sind es die Gewerkschaften.

Lardi betont mehrmals, dass er weder gegen GAV noch Mindestlöhne sei. Mit Regulierungen könne man aber nicht unbegrenzt in den Markt eingreifen. Die deutlich höheren Saläre im Vergleich zu Europa liessen sich nur «bis zu einem gewissen Grad mit Erfolg verteidigen.» Quelle

Zur Situation auf der Kostenseite macht Lardi keine Aussage. Die Bekämpfung der Hochpreisinsel Schweiz ist offenbar eine Kragennummer zu gross.

Ich kann mir sicher sein, dass schon bald ein Kommentar oder sonst eine Botschaft ins Haus flattert die sagt, ich sei ein Fremden feindlicher Ewiggestriger zu dem es gar nicht passe, dasss er selbst Ausländer in die Schweiz vermittelte.

Nichts da von „Menschenhändler“, „Kopfjäger“ oder „Headhunter“! Kein einziger Franken ging unrechtmässig über den Tisch! Jeder Anstellung die über mein Büro realisiert wurde, ging ein ordentliches Bewilligungsverfahren voraus. Es ist natürlich schnell etwas daher gesagt ohne genau hin zu sehen. Die Aussage stimmt insofern, als dass ich einer grosse Zahl von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz zu einem Job verholfen habe. Genauer: ich habe Bedürfnisse abgedeckt und mich dabei angestrengt, geeignetes Personal für offene, schwer zu besetzende Stellen zu finden und zu vermitteln. Jede vermittelte Person wurde eingehend geprüft, interviewt, auf Sprachkenntnisse getestet. Sie mussten unisono Schul- und Berufsbildung sowie die Berufstätigkeiten nachweisen (notariell beglaubigt). Das Sprachniveau musste mindestens dem Niveau B1, für die Berufsanerkennung B2 des EU-Sprachenportfolios entsprechen und das Sprachdiplom musste bis auf wenige Ausnahmen vom Goethe-Institut stammen. Die Berufe wurden auf Äquivalenz mit schweizerischen Berufen geprüft. Das Schweizer Rote Kreuz (SRK) oder das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) überprüften diese Ausbildungslehrgänge bzw. bestätigten die Gleichwertigkeit der Ausbildung. Damit ist gesagt, dass nur anerkannte Berufsleute gefragt waren. Da diese Berufsleute in ihrer Tätigkeit mit Menschen zu tun hatten, wurden sie auch bezüglich des kulturellen Hintergrundes ausgewählt. Menschen aus einer romanischen Kultur mit einer christlichen Religion und einer nachgewiesen guten Ausbildung passten wohl gut in die Schweiz, wo die Romanische Kultur in drei Landesteilen angesiedelt ist. Es gibt bisher einen Sozialfall der aus dieser Dienstleistung entstanden ist. Ursache dafür war ein Schweizer Transpörtler, der eine Baumaschine nicht richt vertaut hatte und die just beim Kreuzen ab seinem Lastwagen auf einen korrekt fahrenden PW fiel, in dem zwei Personen sassen und die dabei schwer verletzt wurden. Eine Person wird lebenslang daran leiden! Weil jede Person professionell selektioniert wurde, gab es auch kaum „Nieten“. Die Zahl liegt unter zwei Prozent. Und bedenkt man, dass zwischenmenschlichen Aspekte Grund für ein Scheitern war, kann die Zahl halbiert werden! Die Arbeitgeberseite hinterliess gelegentlich nicht den besten Endruck.

So lange ich als Personaler, ob angestellt oder in selbständiger Tätigkeit mit der Gewinnung bis zu allfälliger Freistellung von Personal zu tun hatte: Jede Absage wurde schriftlich begründet! Das ist eine Frage des Anstandes! Bewerbende, die die Voraussetzungen eindeutig nicht erfüllten wie z.B. ein Fahrradmechaniker der sich auf eine Stelle für einen erfahrenen Werkzeugmacher bewarb oder jemand ohne Beruf und Erfahrung auf eine qualifizierte Position, dann machte man keinen grossen Aufwand aber es gab eine Erklärung bezüglich Nichteignung.

Heute wird im Parlament über diesen Anstand verhandelt! Wer als Arbeitsloser Hoffnung auf einen Job hat, der erwartet Gründe für eine Absage. Sie dient ihm als Orientierungshilfe für weitere Anstrengungen. Diese Hilfe soll ihm mit staatlicher Hilfe versagt bleiben, weil sich die Politik in Details mischt um den letzt möglichen Saft für die Gewinnmaximierung heraus zu pressen! Und um Schönfärberei gegenüber von „Brüssel“ zu betreiben! Welche Leistung hat denn die EU schon dafür erbracht, dass über Jahre arbeitslose deutsche Ärzte und arbeitsloses Pflegepersonal, das durch billige ausländische Personen erstzt wurde, in der Schweiz Stellen fanden? Auf welchem Niveau befinden wir uns denn heute!? Dass viele Bewerbungen von Leutenkamen, die die Sprache nicht beherrschten (auch solche die die Schweizer Schulen besuchten!) soll auch noch erwähnt werden. An die schriftliche Form dürfen bekanntlich keine hohen Ansprüche gestellt werden (vgl. OR Art. 18, sinngemäss)!

Wer abschätzig daher plaudert, darf den Leistungsausweis jederzeit gerne unterbieten. Während andere professionell weiter dachten, hielten wir die Nase richtig in den Wind und versilberten wir unsere Nische zwischen den Grossen im Geschäft durch kräftiges Anpacken.

Die infame Unterstellung einer Fremdenfeindlichkeit stellt eine Geschmacklosigkeit der Sonderklasse dar. Ich bin in einem Umfeld gross geworden, wo Gastarbeiter aus Italien im gleichen Haus wohnten. Wir hatten es stets gut mit ihnen. Zu einem habe ich heute noch guten Kontakt. Er kam 1952 ins Blickfeld. Zu Hause betrieben sie eine Mühle, die er übernehmen sollte. Leider ging der Bedarf zurück und die Rentabilität sank. So war der gelernte Velomechaniker gezwungen, sich etwas einfallen zu lassen. er kam nicht zufällig in unsere Nähe, sondern durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Erst war er als Saisonier, später mit Daueraufenthaltsbewilligung da. Beruflich entwickelte er sich durch intensive Weiterbildung (fernkurse, Kursbesuche etc.) zum Netzelektriker. Er gründete eine Familie, kam später zum „roten Pass“, übernahm zusammen mit seiner Frau ein Haus seiner Schwiegermutter, welches er pflegte und im Laufe der Zeit umbaute und durch Zukauf eines Hausteils erweiterte. Heute mit mi 84 Jahren blickt er auf ein reichhaltiges Leben zurück, erfreut sich guter Gesundheit und fährt wie 1952 mit seinem Rennvelo regelmässig durch die gegend. Gastarbeiter waren Arbeitskollegen meines Vaters und sie waren alle samt nicht die schlechtesten! Gastarbeiter waren im Steinbruch meines Onkels anzutreffen. Sie stellten die besten Mineure! Und das Betonieren unter Wasser erlernte ein anderer Onkel von Italienern und kaum von einheimischen Bauunternehmern. Die hätten ihre Geheimnisse schön für sich unter dem Deckel gehalten. Ich habe Freunde, die 1956 aus Ungarn in die Schweiz kamen und welche die 1968 aus Tschechien kamen! Und über Jahre habe ich mit Leuten mit deutschem Pass erfolgreich zusammen gearbeitet. Über die Fliegerei werden Kontakte gepflegt, die weit über die Landesgrenzen hinaus reichen – auch nach der aktiven Fliegerzeit. Einst wirkten wir sehr erfolgreich als kleines, schlagfertiges Team, bestehend aus drei Ungarn, einem Deutschen, einem Östereicher, zwei Tschechen und drei Schweizern im technischen Bereich. Wir lebtem vom „Schaum“ der Wirtschaft, waren Feuerwehr, wenn es irgendwo Mangel an Arbeitskräften gab und waren zur Stelle, wenn es um schnelle Lösungen ging. Es entstanden Strassenmarkiermaschinen, Stahlmasten, Fernsehumsetzer (Stockern und Mühleberg), Sandfüllapparate für E-Sicherungen, Druckgusswerkzeuge, Getreideumlademaschinen, eine Transportseilbahn wurde zu einer Passagiertransportbahn umgebaut, es entstanden Dreizugkessel, ein Bootsstegsystem für über 800 Boote, Industriekühler und Vieles mehr! Dabei lernten wir kompetente Menschen aus dem In- und Ausland kennen. Mit Fremdenfeindlichkeit wären wir kaum weit gekommen! Nicht ich, nicht Bernhard, nicht Gorg, nicht Attila I oder II, nicht Tommie, nicht Hansueli, nicht Sepp waren die Könner! Wir erkannten, dass keiner so viel wusste (und konnte), wie alle! Die individuellen Stärken wurden ausgenützt, wir wären wohl dumm gewesen, es anders zu tun! Der Ölschock 1973 wirkte wie eine Zäsur. Weitere Widerwärtigkeiten liessen schliesslich das Team auseinander brechen. Jeder fand sofort eine neue Beschäftigung! Der Sozialstaat kam nie zum Zug!

Unser Land benötigt ausländische Fachkräfte, das steht ausser Zweifel und dagegen ist auch nichts einzuwenden. Wir brauchen jedoch keine „Analphabeten“ und kriminelle Afrikaner anzusaugen, nur damit die Sozialindustrie zu mehr Subventionen kommt! Und Mitglieder von politischen Religionen die sich mehr subversiv als konstruktiv erhalten, und für die Andersgläubige „Kuffars“ (Ungläbige) sind, müssen dort bleiben, wo sie tun und lassen können, was sie wollen. Arabische und Türkische Gelder zur Unterstützung der Verbreitung des Islams im Westen, würden sie besser bei sich im Land in Bildung anlegen! Aber letztlich wollen sie hier etwas holen und betreiben Unterwanderung.

Trump sagte: „Wir werden eine nationale Anstrengung unternehmen, um unsere schwer vernachlässigte Armee neu aufzubauen. Wir haben keine Wahl. Wenn wir auf diese Welt schauen, sie ist ein Pulverfass (tinder box). Wir möchten eine starke Armee – und wir wollen sie nicht einsetzen müssen. Idealerweise werden wir sie nicht einsetzen müssen. Aber wir werden ISIS zerstören. Gleichzeitig werden wir eine neue US-Außenpolitik verfolgen, die endlich aus den Fehlern der Geschichte lernt. Wir werden mit dem Versuch aufhören, Regime zu Fall zu bringen und Regierungen zu stürzen. Erinnern Sie sich: Sechs Billionen Dollar haben wir an Kosten im Nahen Osten ausgeben. Unser Ziel ist Stabilität, nicht Chaos. Denn wir wollen unser Land aufbauen – es ist an der Zeit.“ Quelle

Trump vergass zu sagen, dass genau diese Politik zu den grossen Völkerwanderungen führten, die in Europa grosse Flüchtlingswellen auslösten und ob er daran gedacht hat, die Kosten dafür zu übernehmen. Von den Europäern habe ich auch noch nicht gehört, dass sie entsprechende Leistungen einzufordern gedenken. Ginge es um Banken, wüsste man in den USA exakt wer zu bezahlen hat! Kriegstreiber geniessen Vogelfreiheit! Man stelle sich vor, was mit 6 Billionen (Milliarden!) Dollar an Entwicklungshilfe in diesen Ländern gebracht hätte…

Die Völkerwanderung ist aber auch eine geplante Angelegenheit!

Der breiten Öffentlichkeit wird suggeriert, die sogenannte «Flüchtlingskrise» sei aus heiterem Himmel über Europa hereingebrochen. Es ist aber nachweisbar, dass dieses Ereignis von langer Hand geplant war.

Mehr dazu: Die geplante Invasion – eine Beweisführung

Die Planung ist tiefgründiger! => Internationale Migration

Frau Merkel hat sich in die Nesseln gesetzt, als sie glaubte, dass „wir es schaffen“! Insgeheim ging es ihr um die Erfüllung des Plans, die zu geringe Fertilität in Deutschland und in der EU durch eine „globale Einladung“ zu überwinden. Persönlich hat sie nichts zu dieser Problemlösung beigetragen. Es ist ihr Recht. Andere haben auch Rechte – zumindest sollten sie diese zugestanden bekommen!

Doch nun den andern in Demokraturmanier zu sagen was Sache ist, ihnen quasi dauernd das Wort vom Sonntag verkünden gehört offenbar zum Ton eines Pfarrers Tochter. Die Bürger haben nach geltender Meinung der „Eliten“ in Sachfragen eh nichts zu sagen – in der EU, ergo auch in Deutschland. Italienische Verhältnisse auf deutsch! Die Deutschen, ich mag sie, haben längst genug von der ständigen Bemutterung. Sie verstehen es inzwischen, sich in ihren Nischen einzuigeln. Und da können sie sein wie sie sind! Frau Merkel hingegen beschäftigt sich vermehrt mit den Geistern, die sie gerufen hat…

„(…)Bundeskanzlerin Merkel warnt laut dpa nach dem Mord an einer Studentin in Freiburg, alle Flüchtlinge zu verurteilen. Der Mord sei ein „tragisches Ereignis“.)“

Es braucht nicht einfach mehr Menschen, die sich hier bequem ausbreiten wollen, sondern solche, die Bedingungen erfüllen (Sprache Wissen, berufliche Erfahrung, Integrationsfähigkeit usw.) – und die etwas leisten wollen. Diese Leistung, als Beitrag zum Wohlstand aller verstehe ich als Gegenleistung an die Gastfreundschaft, die nicht missbräuchlich und schamlos ausgenützt werden darf! Für das Aushalten ausländischer Schmarotzer habe ich kein Vertändnis. Wir haben selbst schon genug davon!

Sollen Griechenland (24%), Spanien 19%,  Italien (11,6%), Portugal (11%) usw. mit ihrer hohen Arbeitslosigkeit noch „Konkurrenz“ anwerben? In Italien dürfte lediglich die MAFIA davon profitieren! So wie es genügend Gelehrte jedoch zu wenig Intelligente gibt, hat es genügend Menschen, aber zu wenig, die sich in einer hoch industrialisierten Welt zurecht finden würden. Das Problem kann nicht mit gesteuerten Wirtschaftsflüchtlingen gelöst werden! Wenn chinesische Kraftwerke am Mekong Millionen von Menschen den Lebensraum nehmen weil dadurch die Flusstiere aussterben oder die Populationen stark vermindert werden, kann man diese Menschen nicht einfach nach Deutschland oder sonst wohin bringen. Oder sollen diese etwa die nächste industrielle Revolution meistern, gegen Roboter kämpfen?

Ergänzend zum Thema


Deutsche Chefs wollen nicht mehr in die Schweiz – so 20 Minuten

Topmanager aus Deutschland lassen sich nicht mehr so einfach in die Schweiz locken. Das sei dramatisch für die hiesige Wirtschaft, sagt Headhunter Guido Schilling.

Wenn der „Headhunter“ sich selbst als wichtigen Teil der Wirtschaft sieht, dann spricht er für sich. Pflege des Eigennutzes!

Wie ist die Meinung? => Umfrage (20 Minuten 10. 07. 16, insgesamt 9412 Teilnehmer )

Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit deutschen Chefs?

16 %  – Als sehr gut – sie sind hart, aber fair und professionell.

27 % – So la la – sind auch nicht besser oder schlechter als Schweizer Chefs.

39 % – Als schlecht – ich kann mit der direkten Art und dem Befehlsgehabe nicht umgehen.

18 % – Ich hatte noch nie einen deutschen Chef.

Gewisse Deutsche Unternehmen sind noch organisiert wie eine Kaserne in den 50-er Jahren! In der Schweiz kommt diese Art der Führung kaum gut an! Harzburg war gestern!

Was sind denn die Ursachen?

«Da fragen sich viele deutsche Topmanager: Zu Hause läuft es auch gut, warum sollte ich in die Schweiz ziehen?» Logisch: Hohe Schweizer Löhne sind mit hohen Kosten verbunden, massgebend ist, was unter dem Strich bleibt.

«Die Deutschen nähmen die Diskussion um Einwanderung oft persönlich und kehrten der Schweiz darum vermehrt den Rücken» so Schilling – So etwas würde man belastbare Manager nennen? … Kann es wohl kaum sein!

Die Wirtschaft in Deutschland läuft wie geschmiert. Sie braucht qualifizierte Leute. Zurück zu wandern, wo ein vergleichbarer oder besserer Lebensstandard zu erwarten ist, liegt doch auf der Hand! Interpretation durch Headhunter hin oder her!

Daraus folgt, dass wir es oft lediglich mit so genannten „Konjunkturrittern“ und „Job-Hoppern“ zu tun hatten. Exakt diese Sorte von Managern und Berufsleuten sind aber nicht gesucht – und die Headhunter haben genau diese vermittelt – eine fragwürdige Tätigkeit! In einem Teich zu fischen, wo es arbeitslose Manager, Fachleute und Auswanderungswillige hat, ist eigentlich eine einfache Angelegenheit. Dass es die Unternehmen selbst nicht taten oder tun, zeugt vom Stellenwert, den sie ihrem HR-Management (wenn sie denn eines haben welches den Namen verdient) einräumen – Geringschätzung – auf administrativen Bereich beschränkt!

Haben wir in der Schweiz nicht genügend Kadernachwuchs? Falls dem so wäre, müssten sich die Unternehmen selbst hinterfragen! Es liegt an Ihnen die Fähigen zu fördern! So lange es kostengünstiger ist, im Ausland zu rekrutieren, als selbst zu fördern, wird das Angebot freudig angenommen. Daher wird der Personenfreizügigkeit aus der Sicht der Wirtschaft das Wort geredet! Danach folgt das Jammern auf auf hohem Level in der Hoffnung es käme Unterstützung von der öffentlichen Hand, wie es bei den Ärzten bereits vorgemacht wird!

Wer wegläuft, weil er aneckt hat entweder keinen Führungsprofil oder es liegt an Gründen in seiner Person!

Eigene Erfahrungen: Vorgesetzte im Topkader waren kompetent und sehr zugänglich. Auch jene mit wissenschaftlichen Hintergrund. Sie brauchten niemandem was zu beweisen. Wir kamen gut zurecht, denn wir verfolgten gemeinsam Ziele! Kaderleute im mittleren Kader auch Mitarbeiter im ausführenden Bereich machten oft den Eindruck, sie müssten stets beweisen, dass sie besser sind. Sie kamen schon gestresst an die Arbeit, weil sie auf dem Weg zur Arbeit bereits einige Kämpfe hinter sich hatten. Sie legten sehr grossen Wert auf ihre Leistungen und suchten stets den Mittelpunkt. Sie glaubten, immer wieder Methoden gefunden zu haben, um das Wasser auf ihre Mühlen zu leiten. Die Teamfähigkeit liess zu wünschen übrig. Oftt gestresste Arbeitsatmosphäre!

„(…) Überforderten Führungskräften helfen aber auch gut vorbereitete Jahresgespräche, objektive Bewertungsbögen und das beste Weiterbildungsprogramm wenig, wenn sie ihre Ängste nicht in den Griff bekommen, übertriebenen Ehrgeiz nicht zu zähmen wissen oder keine Selbstkritik zulassen…)“

http://www.20min.ch/interaktiv_2013/Zuwanderung/index.htm

Lohndumping ja oder nein?

Lohndumping existiert! Warum soll einer nicht einen deutschen Kadermann für 30% weniger Lohn einstellen, wenn es ihm erlaubt ist? Ist es erlaubt, ist es kein Dumping!

Wir würden besser von jenen Ausländern reden, die es schätzen hier zu leben, die hier Fuss gefasst und sich integriert haben! Ihnen wird etwas geboten! Job, Fort- und Weiterbildung, eine Karriere, eine gute Infrastruktur sowie neue Horizonte.Den ersten, der aus sich etwas machte, lernte ich als Bub 1951 kennen! Er kam aus Italien. Beruf: Velomechaniker. Hier arbeitete er in der Kalk- und Steinfabrik am Rundautomat, wo die Cementsteine von Hand abzuräumen und zu stapeln waren. Er wollte mehr. Schliesslich ging er hinter die Bücher, absolvierte einen Fernkurs bei Onken und wurde schliesslich Elektromechaniker. Er wurde ein gefragter Berufsmann. Er gründete hier eine Familie, die sich gut entwickelte! Vor einigen Tagen kreuzte er bei mir auf. In voller Montur per Rennvelo! So wie ich ihn damals kannte, als er am Wochenende mit seinem türkis-grünen „Renner“ vom Typ Michelin jeweils wie Gino Bartali zu seinen Clubrennen fuhr. Heute ist er vierundachtzig jährig und fit wie in den besten Jahren! Er sei damals oft entrüstet gewesen, wenn er sich als Tschingg vorkam. Heute könne er darüber lachen. Denn, kaum einer meinte es wirklich schlecht und schon gar nicht persönlich!

Jammeris“ gibt es überall!


Kurzsichtige Gewinnmaximierung

Annahme: Finanzinstitut mit über 5000 Angestellten weltweit, davon etwa 70% in der Schweiz. Das Unternehmen expandiert stark. Die Kräfte werden deshalb vor allem für die Expansion eingesetzt. Ergo kommen gewisse Aspekte  zu kurz.

  1. Kommunikation intern leidet, wichtige Entscheide werden z.T. an höchster Stelle ad hoc getroffen und per „Befehl“ umgesetzt.
  2. Fachkräfte werden auf dem Markt gesucht, da mehrere Institute, grosse und kleine, das gleiche tun, ist der Markt ausgetrocknet. Um dem zu begegnen wird das Problem:
  3. mit der Geldtasche gelöst, also kosten Spezialisten und Fachkräfte immer mehr, und können eigentlich je länger desto weniger bezahlt werden. Doch der Aktionär machts möglich. Er bezahlt die Misere, ohne etwas dazu sagen zu können! Folge:
  4. Personalkosten rasant steigend
  5. Lehrlinge:  unter 10 pro Jahr! Das ist mikrig!
  6. Hochschulabsolventen: nicht über 10 pro Jahr! Schon sehr bescheiden!
  7. Die Regulierungen  (AIA, Geldwäsche etc.) sind zunehmend. Die Kosten daher ansteigend.

Diskussion: Wachstum  erfordert vermehrt Zukäufe. Also besteht ein Verdrängungsmarkt. An der Zitrone wird kräftig gedrückt und gepresst. Säen ist vor der Ernte angesagt! Der Fachkräftemangel wird sich noch verstärken. Falls die EU wirtschaftlich zulegt, wird sich dies noch verstärken. Um dem zu begegnen müsste in eigenem Interesse alles zum Erhalt der Marktfähigkeit  des eigenen Personals getan werden. Das würde erstens die Qualifikation erhalten, oder steigern und zweitens würden die Rekrutierungskosten gesenkt. Frühabgänge und frühzeitige Pensionierungen könnten reduziert und somit die Fluktuation reduziert werden. Trittbrettfahrer oder mehr eigene Ausbildung von Lehrlingen und die Beschäftigung von mehr Hochschulabsolventen?   Ist der  Lobgesang auf das duale Bildungssystem der Schweiz nur für andere bestimmt, oder soll mitgesungen werden?  Eine Investition in die  Fachleute von morgen wäre nicht nur prüfenswert, sondern dringend nötig! Mit der Erhaltung der Marktfähigkeit des Fachpersonals und der Investition in die Ausbildung wird sozialen Verantwortung wahrgenommen. Langfristig wird sich die Investition auszahlen. Als Abfallprodukt so zu sagen wird das Image der Unternehmung aufpoliert. Investoren und Aktionäre werden daran langfristig profitieren.

 

 


Arbeitnehmer immer früher "aussortiert" – Gründe


Lauffeuer-Info: Die 40-er sind die neuen 50-er! Neueinstellungen vor Weiterbildung! „Mehr ältere ohne Arbeit“ laut NZZ – trotz Resistenz des Arbeitsmarktes. Der Dachverband Travail.Suisse fordert eine Bildungspolitik für ältere Arbeitnehmende (NZZ). Der Staat solls richten! Von 800 Mio Franken ist die Rede! Ist es nicht zu einfach? Arbeitgebende investieren in Betriebsmittel, Maschinen, Anlagen, Kommunikationsmittel, IT usw. Warum nicht auch in das Humankapital?

„(…) Die neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik zur beruflichen Weiterbildung älterer Arbeitnehmender lassen aufhorchen. Demnach haben «praktisch alle Unternehmen, welche berufliche Weiterbildungsangebote unterstützen, ungeachtet ihrer Grösse angegeben, ihr Weiterbildungsangebot eingeschränkt zu haben»…, 20 Minuten )“ hier zur Statistik

Es sei seit der Finanzkrise so! Mag sein! Es gibt weitere Gründe:
  • Die Personenfreizügigkeit zeigt Wirkung!
  • Die Politik des billigen Geldes
  • Die Managerlöhne und Boni der Finanzindustrie, verursachen Sogwirkung
  • Zwei Klassen von Betriebsangehörigen
  • Unternehmen müssen Geld verdienen, soviel wie möglich!
  • Die heilige Kuh „Wachstum“
  • Diktate der Wirtschaft
  • Konkurrenz aus Tieflohnländern
  • Der Strukturwandel verkürzt die Halbwertszeit des erworbenen Wissens
  • Steuerumgehung
  • Der Systemfehler im Geldsystem
  • Börse, Casino, …
  • Die Globalisierung
  • Der Weltpolizist USA („Usrael“) am Ende?
Die Personenfreizügigkeit, das veraltete, dogmatisch neoliberale Konstrukt (Neoliberale EU verweigert sich) ermöglicht, unkontrolliert „günstige“ jüngere Mitarbeiter, z.T. ohne seriöse Selektion einzustellen. Fehleinstellungen werden durch Entlassung korrigiert. Die Folgen trägt der Staat, bzw. der Sozialstaat. Ausserdem, stellt sich die Unterwerfung der Arbeitsmigration unter die liberalisierten Wirtschaftsinteressen als Irrtum dar (Rudolf Strahm in „Die ökonomischen Irrtümer der Gegenwart“ (IS).
 
Die Politik des billigen Geldes fördert die Spekulation. Banken geben das Geld der Zentralbanken nicht in genügender Menge an Unternehmen weiter. Das Ziel der Finanzierung in Entwicklung, Innovation und Fortschritt wird somit nicht erreicht. Die Sparer und die künftigen Rentner werden kalt enteignet. Wen wird es am meisten treffen? Die kleinen Einkommen! Was für Deutschland gilt, kann in der Schweiz ähnlich zutreffen:  «80 Prozent Kaufkraftverlust: Wie sich das Geld der Deutschen langsam auflöst» (Focus online)
Die übermässigen Managerlöhne und Boni der Finanzindustrie, verursachen Sog in anderen Branchen. Weil die Gesamtkosten nicht steigen dürfen (Konkurrenzfähigkeit), muss ausgeglichen werden. Bei den „alten“ Mitarbeitern ist das Sparpotenzial hoch. Beispiel: Pierre-Marcel Revaz, Chef der Krankenversicherung Groupe Mutuel, verdiente mit 2,2 Mio Franken zweieinhalb Mal so viel wie der Verwaltungsratspräsident und der CEO der Helsana zusammen. Das Salär von Revaz sprengt sämtliche Grenzen der Versicherungs-Branche. Aargauerzeitung, mehr…
Zwei Klassen von Betriebsangehörigen. Führungskräfte und Spezialisten werden mehr gefördert, als die übrigen. Nachzulesen im Schilling Report! Da ist auch ersichtlich, dass die Altersguillotine für die „Oberklasse“ höher gehängt ist.
 
Unternehmen müssen Geld verdienen. Investitionen in die Bildung passt bei vielen Unternehmungen nicht zur Gewinnmaximierung! Die Marktfähigkeit (Employability) des Personals zu erhalten ist kaum Thema. Dafür sollen andere bezahlen! Das Personal entspricht den Anforderungen, sonst wird es aussortiert – so die einfache Überlegung.
Der Glaube an die heilige Kuh „Wachstum“ bringt mehr Arbeit, ohne zusätzlichen Wert. Es wird in die Breite (lateral), anstatt in die Tiefe (vertikal) gewachsen! Quantität vor Qualität. Der bequeme Weg wird sich rächen! Mehr Menschen bringen mehr Umsatz, weil sie sich allein schon für den Lebensunterhalt eindecken müssen. Eine Wertsteigerung des Umsatzes pro Kopf ergibt sich damit noch nicht. Dafür steigen die Kosten für die Infrastruktur des Staates. Es entsteht Druck auf die Steuern.
 
Die Diktate der Wirtschaft machen den Anschein, ausser ihr gebe es nichts mehr was zählt Freilich ist eine konkurrenzfähige Wirtschaft wichtig. Sie trägt für einen funktionierenden Staat wesentlich bei und trägt eine entsprechend grosse Verantwortung. Die bewährten bürgerlichen Tugenden, wie Sparsamkeit, Ehrlichkeit und Verantwortung sollten gepflegt, anstatt über Bord geworfen werden! Ich rede nicht der Gleichheit und der masslosen Umverteilung das Wort, der Fairness jedoch schon!
 
Konkurrenz aus Tieflohnländern und von fragwürdigen Geschäften. «Die Länder setzen die Mindestlöhne sogar bewusst tief an, um Firmen anzulocken». Hier werden die Steuern minimiert, um Firmen anzulocken… Lesen Sie: Soll man Kleider dieser Marken noch kaufen? bei Infosperber. – Dass in den Oststaaten die Löhne tief sind, ist bekannt. Auch die Lebenskosten sind anders als hier. Störend ist eine dortige Produktion erst, wenn die Arbeitenden ausgebeutet werden. Nebenbei bemerkt: Niemand in der EU spricht diesbezüglich von gleich langen Spiessen! Ist es nicht seltsam? Es wäre bestimmt anders, wenn die rumänische Automobilindustrie mit Qualitätsprodukten, Audi, BMW und Daimler zu unschlagbaren Preisen ausstechen würde! Die Unterschiede: Löhne und Arbeitskosten – Statistics Explained – Eurostat
 
Die Verkürzung der Halbwertszeit des erworbenen Wissens ist zwar längst bekannt, doch wurde sie zu wenig ernst genommen, so lange alles wie geschmiert lief! => Das Erlernte übersteht grosse Krisen
 
Die Steuerumgehung führt zu grotesken Situationen. Infosperber schreibt unter Steuerparadies hier, Sozialabbau dort: Geld: In Belgien nimmt man es den Leuten weg, in Luxemburg wird es den reichsten Firmen der Welt geschenkt. «Das Geld, das in Luxemburg (formaljuristisch legal) eingespart wird, fliesst in die Taschen der Aktionäre, der Reichen und Superreichen. Und es fehlt an einem andern Ort: z. B. dort, wo die Steuern eigentlich bezahlt werden müssten: in den Ländern, wo gearbeitet und produziert  wird.» (IS). Gespart wird an der arbeitenden Bevölkerung. Auch das gibt’s: AIG wurde vom Staat gerettet (Süddeutsche), jetzt prellt sie den „Retter“! Steuervermeidungsstrategien wirken sich letztlich negativ bis hin zu den Sozialleistungen aus. Nicht alles was rechtens ist, ist auch ethisch vertretbar!
 
Der Systemfehler im Geldsystem. Es gibt ein Schneeball-System. Es wird durch eine korrupte, politische Elite gesteuert. Bevorteilt werden Reiche, die immer reicher werden. Ein Teil der Bevölkerung wird ausgenommen! Gier und Habsucht sind der Motor. Eine wenig kritische Bevölkerung spielt ihr in die Hand…
 
Börsen, als Casinos …, Casinokapitalismus, Hochfrequenzhandel, Grossunternehmen mit angeschlossener „Elektronikabteilung“ für Handel mit Derivaten (bis 25% Rendite, statt Produktion mit Renditenvon nur 10%!), Zerschlagung gesunder Unternehmen durch Heuschrecken (Private-Equity-Firmen, Inbegriff von Masslosigkeit und Gier), nationale Notenbanken als Gefangene der Märkte, die letztlich alle Verluste auf die Volkswirtschaften abwälzen… Spekulation auf Staatskosten!   siehe auch:  «Die Börse ist ein Casino» «Die Börse ist ein Casino und nichts anderes. Diese Diktatur muss aufhören», forderte Swatch-Chef Nick Hayek.
Die Globalisierung – Weltordnung wird immer wieder neu erfunden. Es scheint, dass die Mächtigen kaum wissen worüber sie reden, ausser, dass sie die Nummer eins sein wollen. Für die Bewältigung selbst ausgelöster Krisen haben sie meist keine Rezepte, tun aber als ob. Sie widersprechen sich laufend. Einmal wird der freie Markt verkündet, dann verlangen sie gleich lange Spiesse, was nichts anderes als mehr Regulierung bedeutet. Dann folgt die Deregulierung, damit man wieder regulieren kann. Der einseitige Profit zu sichern ist das Ziel. Die gleich langen Spiesse gibt es nicht! Gleich lange Spiesse gäbe es mit einer Einheitswährung und Einheitsgesetzen oder mit dem Tod des Wettbewerbs…!? Die EU, angetrieben durch die USA, spielt mit. Der „Einkauf“ von maroden Volkswirtschaften unter dem Vorwand des Friedensprojektes in Europa durch die EU wird noch Wirkung zeigen. Jemand wird dafür bezahlen müssen. 
Das Dienstleistungsabkommen TISA, sowie das Freihandelsabkommen bzw. Handels- und Investitionspartnerschaft TTIP  (Wiki), kann Staatrecht aushebeln und die Demokratie bedrängen. Kritiker versuchen sich zu wehren!
«Die Handelsvertreter von fast 50 Ländern unter Führung der USA und der EU stehen seit letztem Jahr in Verhandlungen über ein TISA-Rahmenwerk…. In einem offenen Brief vom 16. September warnten 341 nationale und internationale Organisationen in Vertretung Hunderter Millionen von Mitgliedern in aller Welt vor einem TISA-Abschluss. Er werde wichtige Dienstleistungen gefährden und zu einer Deregulierung führen, wie sie zum Teil schon für die letzte internationale Finanzkrise verantwortlich gewesen sei, warnen die Verbände. Die TISA-Verhandlungen folgten einer weitgehend kommerziellen Agenda, die darauf abziele, “Handelsabkommen zur Festlegung der Länder auf extreme Liberalisierungs- und Deregulierungsmaßnahmen dazu zu nutzen, um Konzernen größere Profite zu Lasten von Arbeitnehmern, Bauern, Verbrauchern, Umwelt und vielen anderen zu verschaffen” » (neopresse).
 
Der Weltpolizist USA mit seiner in alle Welt exportierten Schuldenwirtschaft, und dessen Spekulationsterror, knechtet die übrige Welt, ausser Israel…
 
Die „usraelische Titanic“ ist nicht mehr zu retten
Dem Verfall des Geldwertes hat sich noch niemand kompetent entgegengestemmt. Die Verbreitung des «Wahns vom Geld, welches sich selber vermehrt, womit Spekulation besser als die Herstellung von Produkten sei, hat in den USA verbreitete Armut hinterlassen. Diese muss nun wohl in alle Welt exportiert werden.» (NJ)
Skepsis in EU gegen Freihandel mit USA wächst Handelszeitung. Starker Tobak aus einem Land, wo das Volk in Sachfragen eigentlich nichts zu sagen hat: « Am liebsten wäre ihnen eine europaweite Volksabstimmung. Das ist eine Idee, die auch Bayerns Finanzminister Markus Söder von der CSU charmant findet: «Wenn es je einen Bereich gegeben hat, in dem eine Volksabstimmung nötig ist, dann hier.»
*
Der Ausschluss von älteren Mitarbeitern ist diskriminierend! In vielen „Credo’s von Unternehmen hört es sich wie Hohn an wenn verlautet wird: „Wir stellen die Mitarbeitenden in den Mittelpunkt“ (schöngeistige Theorie), die Leute aber wie Wegwerfware zum „Mittel, Punkt!“(praktische Umsetzung) gemacht werden.
 
Andere drücken aus:  Wir wollen der weltweit führende Anbieter von … sein und damit nachhaltig Mehrwert für unsere Aktionäre und Mitarbeiter schaffen“ Es klingt gut. Wenn die Unternehmung über 6500 Stellen abbaut, nachdem der grösste Reingewinn seit langem von über 2,5 Mia EUR ausgewiesen wurde, dann ist es nicht verwunderlich, dass dies Aufsehen erregt! Diese Unternehmung wird an der Börse dafür noch belohnt, indem der Aktienkurs nach der Bekanntgabe des Stellenabbaus markannt ansteigt… Mindestens die entlassenen Mitarbeiter sehen sich getäuscht und geprellt.

Widerspruch? Maschinen und Anlagen sind oft sehr kostspielig. Die Beschaffung muss gut geplant und begründet werden. Einmal in Betrieb, stehen Wartung, laufender und vorbeugender Unterhalt, so wie Revisionen, allenfalls auch updates und sorgfältiger Umgang im Vordergrund. Um die Kosten zu minimieren wird darauf geachtet, dass kalkulatorisch mehrmals abgeschrieben werden kann. Anders der Umgang mit Menschen! Weil es genug von ihnen gibt (ist es so?), kommen sie von selbst. Das viel besungene Humankapital, das beste Gut jeder Unternehmung, wird ausgewechselt wie Hemden.

Absichtlich etwas extrem ausgedrückt: Unternehmen (jedoch längst nicht alle!) bezahlen keine Steuern. Sie erwarten eine perfekte, intakte Infrastruktur wie Wasser, Strom, Gas, schnelles Internet und perfekte Kommunikationsmittel, Strassen, Bahnen, ÖV, Flugverbindungen, günstigen Wohnraum für ihre Angestellten, Schulen, Polizei, politische Stabilität, Streikverbot, arbeitgeberfreundliche Arbeitsgesetze, möglichst keine Aktivitäten der Gewerkschaften, tiefe, lieber gar keine Beiträge an die Sozialversicherungen und an die Altersvorsorge (kostspielige Kaderversicherungen bilden die Ausnahme) usw. Sie gehen teilweise so weit, dass sie bezüglich Investitionen, Leistungen von der Standortgemeinde fordern, sonst gehen sie wo anders hin… Sie schöpfen ab, was das Zeug hält und wenn ihnen zu wenig entgegen gekommen wird, drohen sie mit Abwanderung ins Ausland. Es klingt nach Erpressung – und jenen, die mit ihren Steuern, die sie weder optimieren noch minimieren können, machen sie die Lebensgrundlagen kaputt. Wer soll letztlich die Forderungen der Unternehmen erfüllen? Beisst sich da etwas in den eigenen Schwanz? Arbeitsverhältnisse und Arbeitsbedingungen wie bei Foxcon (Handyproduktion iPhone 6), Bagladesch oder Äthiopien brauchen wir nicht! Aber die Tiefspreise für die Arbeit der Menschen dort macht vor Grenzen nicht halt. Ihr Einfluss kann man nicht ausser Acht lassen.
Henry Ford I begriff, dass die Leute Geld haben mussten, damit sie seine Produkte kaufen konnten. Der Segen wurde mit einem Fluch, der Arbeit am Fliessband (Monotonie) erkauft. Seine zwar systematische Personalpolitik war sozialmechanisch getrimmt. «Die Leute sind dazu da, um gegen einen möglichst hohen Lohn eine möglichst grosse Menge Arbeit zu leisten» und «Wenn ein Mann ausser Stande ist, seinen Lebensunterhalt ohne Hilfe einer Maschine zu verdienen, ist es dann recht, ihm die Maschine zu entziehen nur weil die Bedienung eintönig ist? Sollen wir ihn lieber verhungern lassen?»
 
Die Zunahme Von Stress, Erschöpfung und Bournout sind Zeichen genug des Drucks auf die Erwerbstätigen. Stress-Studie 2010 – Seco – admin.ch => Das Geld für die verursachten Kosten könnte sinnvoller verwendet werden:   

„(…) Im Jahr 2000 wurden anhand von persönlichen Interviews die Absenz- und Behandlungskosten in Zusammenhang mit Stress auf 4.2 Mia. Franken geschätzt. Im Rahmen der aktuellen Erhebung wurden die persönlichen Kosten nicht erhoben. Allfällige weitere Kosten für die Volkswirtschaft, z.B. IV-Kosten oder Arbeitsausfallkosten (ALV), wurden damals wie jetzt nicht berücksichtigt. …)“

Statistik aus Deutschland, Krankheitstage durch Burnout 2004-2011, grau: gesamt, gelb: Frauen, rot: Männer – AU-Tage pro 1000 Mitglieder ohne Rentner. Die Zunahme ist markant und die stärkere Belastung der Frauen deutlich. Quelle

Sind Unverwaltungsräte, Fehlberater, Veruntreuhänder, Unrechtsvertreter, Missmanager, Verführer, Banditen und Halunken (Professor Jean Ziegler) am Werk? Nein, nein! Sie tun alle nur ihre Pflicht…! Ob sie verstehen, warum Initiativen wie die Abzockerinitiative, 1:12, Masseneinwanderungsinitiative (MEI), ECOPOP, 50/50 und die Unmut gegenüber privilegierten Pauschalbesteuuerten überhaupt zustande bzw. aufkommen? Kaum, sonst würde das arbeitende Volk nicht ausgepresst wie man nur Zitronen auspresst. Sie haben das Vertrauen verloren!

Hat ein Unternehmen keine soziale Verpflichtung? Ist es lediglich eine Gewinnmaximierungsmaschine? Wenn ja, dann stellt es sich gegen die Menschen, die in diesem Unternehmen und für dieses tätig sind!
„(…) 80 % der Gemeinwohllasten werden heute von den ganz normalen Menschen getragen, nur 12 % der Gemeinwohllasten tragen die Einkommensbesitzer von Kapital und Vermögen…)” Sigmar Gabriel, 2013 (noch als Oppositionspolitiker).
Ein Unternehmen ist mehr als ein Roboter in Form eines Geld scheissenden Esels zur Maximierung des eingesetzten Kapitals innerhalb kürzester Frist.
 

Geldesel (Quelle)
 
Wer nur dies sieht und nur dies betreibt, ist Gegner der Menschen, die in diesem Unternehmen arbeiten, die diesem Unternehmen ihr Geld geliehen haben, die seine Kunden sind. Raubtierkapitalismus und Hochfrequenzhandel zählen längst nicht zum Gelben des Ei’s! Man erinnert sich an das Geschrei in Deutschland, als Nokia, nach dem es Fördermittel und andere Geschenke voll ausgenützt hatte, das Land Richtung Rumänien (Cluj) verliess. Es ging immerhin um 60 Mio Euro, die zwischen 1995 und 1999 von den finnischen Subventionsrittern kassiert wurden! Zusätzlich flossen 28 Mio Euro für Forschungszwecke in die Konzernkasse. Schon bald berichtete die Welt: Mobilfunk-Riese: Auch die Rumänen sind von Nokia enttäuscht Und wo steht Nokia mit seiner Handyproduktion heute?

Zum Glück gibt es Unternehmen die die Problematik sinnvoll angehen. Ausnahmen der Regel? Mitabeitende 50+ entwickeln statt entlassen. Mehr bei HR Today. Und es gibt auch Investoreen, die langfristig denken.

Mitarbeiter sollen nicht warten, bis ihnen der Chef eine Weiterbildung empfiehlt. Sie müssen sich selber darum bemühen! Das Erlernte kann einem niemand wegnehmen. Wie bei einer eingespielten Seilschaft, die dafür sorgen muss, dass die Seile immer wieder ausgewechselt werden müssen, muss das Wissen laufend à jour gehalten werden! Mehr zum Thema: «Arbeitsmarktfähigkeit ersetzt Arbeitsplatzsicherheit»
 
Sie haben eine Vision? Dann setzen Sie sich ein Ziel! Suchen Sie den Weg zum Ziel (Strategie)! Welche Mittel stehen zur Verfügung (finanziell, organisatorisch, personell, zeitlich, administrativ, betrieblich, privat…)? Packen Sie es an, noch heute!
http://img.jobs.ch/www/img/pdf/de/weiterbildung.pdf
„(…) Betriebliches Bildungsmanagement nimmt im Prozess der langfristigen Zukunftssicherung einer Unternehmung einen besonderen Stellenwert ein, wenn es strategische Bildungsinitiativen realisiert, welche die Entwicklung des Unternehmens vorantreiben. …) Fachhochschule Nordwestschweiz, mehr…
***
Personalblog: Bildung, Weiterbildung, lebenslanges Lernen ist wichtiger denn je! => Warum sind Muslime weltweit im Vergleich so erfolglos?
 
 
Finanzblog: Machtmissbrauch 
 


Europas abgehängte Generation


Ausgangspunkt zum folgenden Artikel war ein Bezug zum Club of Rome von einem Bekannten. Im April 2008 verkündete der Winterthurer Stadtpräsident Ernst Wohlwend und ein Vertreter des Club of Rome, dass der Hauptsitz nach Winterthur verlegt wird (=> Club of Rome – Wikipedia) 

B.T.:  „(…) Ich erinnere mich noch gut, wie anfangs der 1970er-Jahre der „Club of Rome“ Furore machte. Sein Bericht „Grenzen des Wachstums“ war ein warnendes Menetekel, welches von vielen als Panikmache abgetan wurde. Schweizer Vertreter im Club of Rome war Bundesrat Kurt Furgler. Der von Anfang an hochkarätig besetzte Club war die erste Institution, welche mit deutlicher Stimme darauf hinwies, dass es in Bezug auf Umwelt und Ressourcen nicht weiter gehen könne wie bisher. In den vergangenen 40 Jahren ist vieles eingetroffen, wovor damals gewarnt worden ist. Der Club of Rome existiert immer noch und hat nun aus Anlass seines vierzigjährigen Bestehens eine neue Veröffentlichung heraus gegeben. Nachdem sich die erste Arbeit in der Rückblende als sehr fundiert erweist, könnte es nicht schaden, sich die neue Arbeit wenigstens in einer Kurzfassung (aus der deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT) zu Gemüte zu führen. Wohl denen, die der Privilegierten Generation angehören!)“ =>

Club of Rome: Der Weltuntergang zieht sich | Wissen | ZEIT ONLINE

Jugendarbeitslosigkeit Europas abgehängte Generation

„(…) Meinem Lieblingsschlagwort folgend, möchte ich dies die „Unprivilegierte Generation“ nennen! Was für ein Kontrast zu uns Privilegierten!  Offenbar bezahlen jetzt die Jungen viel mehr, als dass sie nur unsere finanziellen Schulden übernehmen müssen. Der Artikel stammt aus „Der Zeit“. B.T. )“

„( …) Die Krise in Europa ist auch eine Krise der Jungen. Immer mehr sind arbeitslos und abgehängt. Die Politik muss handeln.

Proteste in Malaga, Spanien

Proteste in Malaga, Spanien

Erinnert sich noch jemand an die „Generation Praktikum“? Vor sieben Jahren war das Schlagwort in Deutschland populär, ein Slogan der jungen Akademiker, die sich ausgebeutet und ungerecht behandelt fühlten. Schon damals war der Haken an der Geschichte, dass es kaum eine Statistik gab, die als Beleg für die These der dauerprekär beschäftigten Absolventen herhalten konnte. Unter Akademikern in Deutschland herrschte Mitte der nuller Jahre fast Vollbeschäftigung, genauso wie heute. Dennoch schaffte es die „Generation Praktikum“ auf die Titel der Magazine, vielleicht weil der Zeitgeist es so wollte.

Wie sich die Zeiten ändern. Würde man heute der 23-jährigen arbeitslosen Friseurin Sally Robinson in Dublin von den armen deutschen Akademikern erzählen, sie würde die Geschichte vermutlich etwas absurd finden. Oder Xavier Bernat Rodés in Spanien, der lange in der boomenden Bauindustrie des Landes gut verdiente, heute aber überschuldet und arbeitslos ist. Beide fürchten nicht das nächste Praktikum, sondern auf Dauer keine Arbeit mehr zu finden. Die Krise ist am deutschen Arbeitsmarkt vorbeigezogen; angekommen ist sie woanders: in Spanien, Griechenland oder Irland, aber auch in Staaten, in denen vor allem die Jungen voller Hoffnung waren, wie der Slowakei. In diesen Ländern hat es seit dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise viele Verlierer gegeben, besonders oft waren sie jung.

In Spanien ist jeder Zweite unter 25 Jahren ohne Arbeit. In Irland und Italien sind immerhin ein Drittel der Jungen ohne Job, genauso wie in der Slowakei oder in Litauen. Auf dem ganzen Kontinent ist die Jugendarbeitslosigkeit schneller als die gesamte Arbeitslosigkeit gestiegen (siehe Grafik). Die Internationale Arbeitsorganisation ILO schätzt, dass zur Stunde weltweit rund 75 Millionen Menschen unter 25 Jahren arbeitslos sind. Viele davon machen stattdessen nicht etwa eine Ausbildung oder absolvieren ein Praktikum, sondern hängen in einer Dauerschleife der Beschäftigungslosigkeit – auf rund zwölf Prozent schätzt die OECD ihren Anteil an allen jungen Menschen in den Industrieländern. Vor einer „verlorenen Generation“ warnt die Organisation. Gianni Rosas, der für die Jugend zuständige Fachmann der ILO, sagte zuletzt im Time Magazine: „Wir befinden uns in einer Situation, in der es unseren Kindern schlechter geht als uns vor 20 Jahren. Wir bewegen uns rückwärts.“ 

Das Schicksal der Jungen findet in der Krise zu wenig Beachtung. Wenn die Deutschen das größte Problem der Krise beschreiben, sagen sie: Die hohen Schulden müssen weg. Die Franzosen und Italiener finden, es müssten auch mehr Wachstum und Investitionen her. Kaum jemand sagt, dass es eine Katastrophe ist, wenn ein Großteil einer Generation in Europa keine Chance hat.

Dabei wissen Arbeitsmarktforscher: Verlieren Arbeitnehmer schon in jungen Jahren den Anschluss, braucht es viel Zeit, Energie und Geld, um sie später wieder zu integrieren. Wer als junger Mensch lange ohne Arbeit ist, in Billigjobs schuftet und enttäuscht ist, wird zudem häufiger kriminell, krank und hat keine Lust mehr etwas zu erreichen. Die alternden Gesellschaften in Europa sind zudem auf junge, gut ausgebildete Arbeitskräfte angewiesen – nicht zuletzt, um die viel beschworene Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und die immer teurer werdenden Sozialsysteme zu finanzieren. Anne Sonnet, eine Ökonomin der OECD warnt vor „immensen Kosten“, die auf die europäischen Gesellschaften zukommen, falls sie das Problem der Jugendarbeitslosigkeit nicht angehen.

Zu wenig Bildung, zu viele Zeitverträge

Warum konnte sie überhaupt so drastisch steigen? Es gibt dafür mehrere Erklärungen, und nicht in jedem Land sind sie gleich. Eine einfache Regel lautet: Wo die Krise besonders hart am Arbeitsmarkt zuschlug, stieg auch die Jugendarbeitslosigkeit stark an. Besonders schlimm wurde es dort, wo die Jugend schlecht ausgebildet war. In Spanien hatten vor der Krise ein Drittel keine Ausbildung oder Schulabschluss. Als die Rezession kam, stieg die Quote nirgendwo stärker als hier. Ähnlich lief es in Italien, wo 20 Prozent der Jungen ohne weiterführenden Schulabschluss sind.

Europas abgehängte Generation

Seite 2/2: Eine reine Sparpolitik ist ein Deal gegen die Jungen

Die jungen Arbeitnehmer in Europa haben aber noch etwas anderes gemeinsam: Ihre Jobs sind öfter befristet als die der Älteren. Weil die Arbeitsmärkte in vielen Staaten – etwa in Spanien oder Italien – stark reguliert sind, sind viele Unternehmen zuletzt auf Zeitverträge ausgewichen. Die lassen sich schnell wieder auflösen, was für die Firmen angenehm ist, wenn die Umsätze wegbrechen. Zudem galt für viele Junge die Regel last in, first out: Wer zuletzt kommt, muss als erster gehen. Läuft es am Arbeitsmarkt rund, mögen die vielen kurzfristigen Beschäftigungen kein Problem sein – es findet sich schon wieder eine neue Stelle. Aber in der Krise war der Arbeitsmarkt wie eine Einbahnstraße, alle Wege führten hinaus und keiner mehr hinein.

Warum uns das etwas angeht? Weil die Krise der Jungen in Madrid, Athen und Paris die Zukunft Europas auf Dauer gefährden kann. Weil Wachstum in wissensbasierten Volkswirtschaften langfristig nur dort entsteht, wo es ausreichend gut ausgebildete Junge gibt, erst recht in schrumpfenden Gesellschaften. Hier liegt die Gefahr der nächsten Jahre. Und natürlich, weil es uns nicht gleichgültig sein kann, wenn ganze Generationen in Europa einer Chance beraubt werden, die den meisten von uns in Deutschland ganz selbstverständlich offensteht.

Bildung darf Geld kosten

Deshalb ist es zwar richtig, wenn Deutschland darauf pocht, dass die Krisenstaaten runter kommen von ihren Schulden. Genauso klar ist aber auch: Ein solcher Sparkurs ist genau so lange ein Deal gegen die Jungen, wie die Politik nicht auch spürbar ihre Lebensbedingungen verbessert: mit Bildungsreformen, Investitionen in Universitäten und Schulen und gezielter Förderung von langzeitarbeitslosen Jugendlichen. Das kann sogar Geld kosten, und es wäre richtig, wenn auch die Deutschen das in Betracht ziehen würden.

Sparen ist richtig, aber nicht, wenn man dadurch seine Zukunft verschenkt. Wenn Europa über Wachstum diskutiert, so wäre hier der Punkt, der eine Debatte besonders lohnen würde. )“

Kurzfristig, bzw. wichtig und dringend wäre Handlungsbedarf angesagt. Statt dessen wird über Wachstum gefaselt, obwohl kaum jemand sagen kann, wass denn noch wachsen soll.

Langfristig wird der Erde noch anderes Ungemach beschert, welches man nicht einfach mit Steuern wegdiskutieren kann! Dies, sofern Henrik Svensmark richtig liegt! Und es scheint, dass er ein wichtiges Thema aufgegriffen hat, gegen den Widerstand der entsprechenden Lobby! Auch die Klimapolitik liegt falsch. Es scheint, ass man eher mehr Steuergeld will, als ein Problem ernsthaft anzugehen. Es wird einfach etwas länger dauern und die Warner von heute werden dann längst vergessen sein!

Die künstliche Produktion von Kondensationskernen in der Atmosphäre wäre ein vordringlich anzugehendes Thema! Vermutlich würde man bereits bei der Eneriefrage scheitern.

Es wird immer klarer, dass die Vertikalbewegungen der Atmosphäre (Tiefdrucksysteme, Konvektion, Saharastaub usw.) kaum alleine genügend Kondensationskerne für die weltweite Wolkenbildung zur Verfügung stellen. Neue Erkenntnisse zeigen, dass die kosmische Strahlung Kondensationskerne verursacht.

„(…) Es ist nicht die Variation der Abstrahlung der Sonne massgebend, sondern die von der Sonne mit dem Sonnenwind abgelenkten kosmischen Strahlen, die die Bildung von Wolken beeinflussen, womit weniger oder mehr Sonnenstrahlung auf die Erde auftrifft.

Bei grosser Sonnenaktivität entsteht mehr Sonnenwind, der die kosmischen Strahlen von der Erde ablenkt. Dadurch werden weniger Wolken gebildet und es treffen mehr Sonnenstrahlen auf die Erde auf. Quelle

Damit aber kommen die bisherigen Theorien betreffend der Treibhauseffekte ins Wanken!

„(…) Henrik Svensmark ist einer der weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet der Wolkenbildung und der kosmischen Strahlung: Er ist einem Phänomen auf die Spur gekommen, das die Temperatur der Erde stärker beeinflussen soll als Treibhausgase. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Aktivität der Sonne. …)“ => … Erderwärmung: Ein Physiker erschüttert die Klimatheorie…

Die Sonne dreht sich um ein Zentrum im Milchstrassensystem. Die Umrundung dauert ca.  220-240 Mio Jahre.

Der „Wasserplanet

Je nach Standpunkt, sind die Menschen etwa 4 Mio Jahre alt. Es hätte daher die Möglichkeit bestanden, dass sie sich mehrmals entwickelt hätten. Die grossen Trockenperioden sind jedoch offenbar nachgewiesen. Bliebe noch die Frage, warum die Dynosaurier vor 60 Mio Jahren plötzlich verschwunden sind. Das wäre etwa 1/4 des Umlaufes. Aber die hielten es ca. 200 Mio Jahre aus.

Die Forscher wissen, dass die kosmische Strahlung auf dieser Umlaufbahn mehr oder weniger stark ist. Es wurde ein Zusammenhang über die unterschiedlichen Erdtemperaturen in vergangenen Langzeit-Perioden hergestellt. Es wurde darauf hingewiesen, dass die derzeitige Erderwärmung damit direkt zusammenhängt. Scheinbar ist die derzeitige Position unseres Sonnensystems in eine Zone geringerer kosmischer Strahlung angelangt, was sich nun auf die Bildung von Kondensationskernen in der unteren Atmosphäre bezüglich Wolkenbildung und erforderlichem Niederschlag negativ auswirkt.

„(…) Wolken bestehen aus Wassertöpfchen, die sich an winzigen Schwebeteilchen niedergeschlagen haben. Wo aber die Milliarden von Schwebeteilchen herkommen, ist immer noch ein Rätsel. Ein dänischer Physiker ist davon überzeugt, dass kosmische Strahlung die Bildung von Wolken stimuliert.  =>…Physik, Wie die kosmische Strahlung unser Wetter macht… 

Es ist noch komplizierter:

„(…) Der Einfall kosmischer Strahlung auf der Erde hängt außerdem davon ab, wo in der Galaxie sich unser Sonnensystem gerade befindet. Die Strahlung ist dort am stärksten, wo sich neue Sterne bilden, was in den spiralförmigen Armen der Milchstraße der Fall ist. Wenn wir etwa alle ca. 150 Mio. Jahre einen solchen Arm passieren, steigt die Strahlungsintensität an und es kommt zu einer Kälteperiode. Die Klimavariationen durch diese Passagen sind ca. zehnmal so stark wie die durch die Sonne verursachten (11).
Es gibt viele Hinweise, daß die hochenergetische kosmische Strahlung für die Wolkenbildung, vor allem im unteren Atmosphärenbereich mitverantwortlich ist und somit auf das Wärmegeschehen dort Einfluß nimmt. Dann tritt globale Abkühlung auf. Wenn diese Strahlung mit den Atomkernen der Erdatmosphäre (99% N2/O2) kollidiert, entsteht eine Serie sekundärer Partikel (Protonen, Neutronen und Muonen), die tiefer in die Troposphäre eindringt.
 Dieser Kaskadierungseffekt geht so lange weiter, bis die Energie der Teilchen nicht mehr für eine Kollision ausreicht, im Mittel in einer Höhe von 16 Km. In der Troposphäre werden Ionen produziert, die Aerosole mit geringen Partikelgrößen von < 20nm entstehen lassen. Diese wiederum dienen als Keime für die Wolkenbildung (CCN; siehe Kapitel Wolken, Aerosole). Geladene Regentropfen sind 10 – 100 mal so effektiv im Einfangen von Areosolpartikeln als ungeladene. Unten ist der Zusammenhang untere Bewölkung – kosm. Strahlung dargestellt (15,16)

 

Auf diese Wiese bilden sich im unteren Atmosphärenbereich Wolken, die optisch dicht sind und das Sonnenlicht in den Weltraum zurückreflektieren. Eine Verstärkung der unteren Wolkenbildung sorgt so für globale Kühlung.  => Mehr … 

Dass Svensmark lange Zeit nicht ernst genommen wurde, sei nur am Rande bemerkt. Die von der Politik geforderten Abgaben zum Klimaschutz wird sich als willkommene Steuer entpuppen. Sie wird aber das „definierte Problem“ kaum lösen. Die Wissenschaft wird sich überlegen, wie künstlich genügend Kondensationskerne hergestellt werden können, um einer sich abzeichnenden langen Trockenperiode zu begegnen. Die Politiker werden entsprechende Mittel zur Verfügung stellen müssen! Als Testgelände könnte eine Wüste dienen. Gelingt es, diese zu begrünen, würde nicht nur mehr Regen, sondern auch mehr Nahrung zu erwarten sein. Selbst Zocker könnten sich neue Tätigkeitsgebiete unter die Nägel reissen… Nur, was fehlen wird, ist die notwendige Luftfeuchtigkeit. Urwäder reaktivieren wäre sinnvoller… Aber weil der Prozess länger als bis zu den nächsten oder übernächsten Wahlen dauert, wird sich kein Politiker die Finger krümmen. Das können später einmal andere tun! Sie leben für das „Hier und Jetzt“. Die Sintflut oder die Austrocknung ist später…!

… Henrik Svensmark – Wikipedia

… Erderwärmung: Ein Physiker erschüttert die Klimatheorie…

SvensmarkTheorie: Demaskierung alarmistischer Kritik, Teil 1

Svensmarks Wolkenhypothese bestätigt ! …. bis aufs Vorzeichen

…CERN: Svensmark`s KlimaTheorie bestätigt? Maulkorb für Wissenschaftler …

„(…) Die Klimaforschungen unter dem Namen „CLOUD“ (Cosmics Leaving Outdoor Droplets) im CERN-Ringbeschleuniger sind abgeschlosssen und scheinen sensationell zu sein. => Das CERN

Der oberste Chef der Anlage, Rolf-Dieter Heuer, Generaldirektor des europäischen Forschungszentrum Cern in Genf, hat den beteiligten Wissenschaftlern verboten, die Ergebnisse öffentlich zu interpretieren, weil man sich sonst „sofort in die hochpolitische Arena der Klimawandeldiskussion begeben“ würde, wie Welt online am 15.7.2011 berichtet…: http://www.welt.de/wissenschaft/arti…olfen-hat.html )“

Henrik Svensmark präsentiert neue Hinweise auf den Einfluss der …

www.kaltesonne.de/?p=2989

Die Sonne dreht sich also um ein Zentrum im Milchstrassensystem. Die Umrundung dauert ca.  220-240 Mio Jahre.

Je nach Betrachtung, sind die Menschen etwa 4 Mio Jahre alt. Es hätte daher die Möglichkeit bestanden, dass sie sich mehrmals entwickelt hätten. Die grossen Trockenperioden sind jedoch offenbar nachgewiesen. Bliebe noch die Frage, warum die Dynosaurier vor 60 Mio Jahren plötzlich verschwunden sind. Das wäre etwa 1/4 des Umlaufes. Aber die hielten es doch etwa 200 Mio Jahre aus!

Wer die Probleme mit mehr Wachstum, mit mehr BIP, mit mehr Aktivitäten usw. lösen will, scheint davon geprägt zu sein, auf komplexe Fragen kurze Antworten bereit zu haben. Militärs und Politiker gehören u.a. dazu. Wachstum stellt man vor allem bei Littering, allerhand Abfällen (Neapel), Meere (Ölförderung, Tankerkatastrophen), Absenkung des Grundwassers bis zum Atommüll fest… Dass Müll auch wieder zerlegt und Rohstoffe zurückgewonnen werden wollen wir nicht verschweigen. Wenn heute hier Autos mit niedrigem Verbrauch auf den Markt geschwemmt werden, bringt es wenig, wenn das, was ersetzt wird in den „Export“ geht. Damit werden Probleme nicht gelöst, sondern lediglich verschoben.

Komplexe Fragen müssen komplex beantwortet werden. Einfach ist es nicht. Die Wissenschaft kennt sie nicht, vielleicht besser als die Militärs oder die direktiven Führer.

Und wer mehr zu wissen glaubt, hält sich damit zurück um die Menschen nicht zu beunruhigen…! Die Debatte über die Erderwärmung wird vor allem ennet dem Atlantik politisch geführt. Man erinnere sich an die extremen Standpunkte von US-Ex-Präsident G.W. Bush => Public Affairs: Amtlich: Regierung Bush manipulierte Klimadebatte

publicaffairs.twoday.net/stories/4534223/

18. Dez. 2007 – Nun ist es amtlich: Die Regierung von George W. Bush hat jahrelang die Klimadebatte manipuliert. Zu diesem Ergebnis kommt eine

und Al Gore. => Al Gore – Wikipedia;=>Eine unbequeme Wahrheit – Wikipedia

„(…) Was in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist: Die letzten 12 Jahre (sehr kurze Frist für diese wichtige Angelegenheit!) ist die Temperatur der Erde nicht mehr angestiegen, sondern konstant geblieben. Doch keine Prognose des Weltklimarates hatte das vorhergesehen. Wie konnte dieses hochgelobte Expertengremium so irren? Lesen Sie hier weiter. )“


odh 

Nicht vergessen: das Finanzblog von Stephan Marti lesen! 


Neue Arbeitsformen – wird die Welt irre?


Mein Grossvater sagte mir einst, dass es zwei Sorten von Menschen gäbe. Die, die arbeiten und die, die sich die Lorbeeren für diese Arbeit einheimsen. Er sagte mir, ich solle versuchen in der ersten Gruppe zu sein; es gäbe dort viel weniger Konurrenz.

Indira Gandhi

Neue Arbeitsformen stellen Arbeitnehmer vor neue Herausforderungen

Gesehen in: HR Today Newsletter 1/2012

Bern (sda). Ständige Einsatzbereitschaft, egal, wo man sich gerade befindet: Der moderne Job hat sich durch neue digitale Möglichkeiten und neue Arbeitsformen verändert. Bei diesen Voraussetzungen ist Abschalten schwieriger denn je und muss erst noch gelernt werden.

Die Arbeitszeit lässt sich flexibel einteilen, und der Arbeitsplatz ist da, wo man gerade ist –  das ist Experten zufolge die Arbeitsform der Zukunft. „Workstyle“ nennt sie sich im Fachjargon. Momentan setzen erst wenige Unternehmen auf diese moderne Form der Arbeitsorganisation. Doch im Jahr 2012 werden wohl einige dazukommen.
Der Anspruch an Arbeitnehmer, überall und immer erreichbar und verfügbar zu sein, verstärkt sich. „Im Wettbewerb um die besten Talente binden Unternehmen Mitarbeiter als ganze Personen, verlangen aber auch quasi ständige Einsatzbereitschaft“, sagt Jens Meissner.
Meissner ist Professor für Organisation und Innovation sowie Leiter des Masterstudiengangs Risk Management an der Hochschule Luzern. Er untersucht die Auswirkungen der neuen Arbeitsformen und deren Risiken.

„My cloud ist my castle“

Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit sind fliessend. Die nötigen Daten, die individuelle Informationswelt hat die moderne Arbeitskraft stets dabei, weil die Daten nicht mehr auf dem eigenen Computer, sondern in übers Internet zugänglichen Netzwerken (so genannten Clouds) gespeichert werden. „My cloud ist my castle“, fasst Meissner den Trend zusammen.
Die Entwicklung wird begleitet von einem so genannten Laissez-Faire-Führungsstil. Dem Einzelnen werden mehr Freiräume und Verantwortung geboten. Selbstmanagement-Kompetenz und Selbstführung sind darum zentrale Fähigkeiten der Zukunft.
Für die Arbeitnehmer wird es immer schwieriger, sich abzugrenzen und abschalten zu können. „2012 wird deshalb das Jahr des Burnouts“, prophezeit Meissner. Denn mit den neuen Freiheiten umgehen muss erst gelernt werden. Beratungsunternehmen in diesem Bereich haben darum Hochkonjunktur.

Menschen statt Jobs

Bei der Arbeitsform der Zukunft dominieren Projekte. Die Arbeitswelt ist derart komplex geworden, dass Chefs Verantwortungen an Teams delegieren müssen. Als Auswahlkriterien gelten nicht etwa „Job-Kategorien“, sondern Aufgaben und Personen. „Mit den richtigen Leuten an spannenden Aufgaben zu arbeiten, geht vor.“
Netzwerke sind wichtig. Laut Meissner geht es nicht um Freundschaften, sondern darum, dass man Beziehungsqualität aufbaut, die einen miteinander arbeiten lässt.
Die Forscher des Gottlieb Duttweiler Institute GDI haben denn auch Beziehungen und alles, was man unter „Social“ subsummieren kann, zum Zukunftstrend schlechthin erkoren. War es früher das eher an Familienbeziehungen angelehnte und diskret behandelte „Vitamin B“, das Tür und Tor öffnen konnte, sind es heute die Freundschaften. Sie sind transparent, ihr Wert wird durch Internetplattformen messbar.

– . –

Man denke selber über die Konsequenzen nach!

Nicht von ungefähr: „(…) CS schickt Händler aus Sicherheitsgründen in die Ferien – Als eine der letzten Grossbanken verordnet die Credit Suisse ihren Händlern längere Pausen ohne Computerzugang und Blackberry. So soll die kriminelle Versuchung gebremst werden. …)“ Tagesanzeiger vom 28. 12. 11. 

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Empfehlung: Lesen Sie das Finanzblog von Stephan Marti!


Image von Berufsgruppen im Öffentlichen Dienst


 

Pflegedienstleitung gesucht: http://ch.gigajob.com/direktliste-d7666f1afaefaf4e/

„(…) Mit der „Bürgerbefragung öffentlicher Dienst 2010“ legen das Meinungsforschungsinstitut forsa und der dbb beamtenbund und tarifunion zum vierten mal eine umfassende demoskopische Erhebung zu Kernthemen des öffentlichen Dienstes und der staatlichen Aufgabenerfüllung vor. Es bietet sich jetzt die Möglichkeit, längerfristige Entwicklungslinien und Einstellungsänderungen im Urteil der Bürger über die staatlichen Leistungen und deren Garanten zu dokumentieren. Gleichzeitig können Veränderungen im Selbstbild der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes besser nachgezeichnet werden.

Der Meinungstrend der letzten Jahre ist dabei eindeutig. In Zeiten wirtschaftlicher Krisen verlassen sich die Bürgerinnen und Bürger besonders auf die Kontinuität und Qualität staatlicher Dienstleistungen: Das Ansehen der Beschäftigten wächst. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass dieser positive Imagewandel des öffentlichen Dienstes auch nach Abflauen der Krise im Wesentlichen anhält und die Umfragewerte nicht auf ihr Ausgangsniveau zurückfallen. Hier scheint es einen langfristigen Lerneffekt zu geben: Für die Menschen ist der Staat nicht mehr vor allem Kostenfaktor, sondern sie verlassen sich darauf, dass er ihnen eine verlässliche Grundversorgung sichert. …)“ Quelle: ZV Info 2010, Ausgabe 12

Interessant: 77% der befragten glauben, dass es gerade in einer durch zunehmende Globalisierung geprägten Gesellschaft einen starken Staat brauche. Diese Aussage hat sich gegenüber früheren Ergebnissen verstärkt. Auch ist die Privatisierungsskepsis grösser geworden als in Vorjahren. Eine Privatisierung der Rentenversicherung z. B. wollen deutlich weniger als in Vorjahren. Denkt man in Deutschland schneller an die Kraft der Obrigkeit?

Wenn die wüssten, was der „Staat“ eh schon alles anrichtet! Der Staat verlangt von den Banken ein bestimmtes Eigenkapital. Die so genannten systemrelevanten, die Grossbanken der Schweiz müssen künftig 19% nachweisen Damit soll das Risiko eines Bankrotts gemindert werden. Wieviel Eigenkapital muss der Staat ausweisen?

Nach der Bundesverfassung, Art 8 Abs. 1, sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich.

„(…) In der Schweiz zahlen die Unternehmen und die obersten 20% der Bevölkerung 60% der Staatsausgaben, die übrigen 80% der Bevölkerung übernehmen rund ein Drittel der des Haushalts; bei der direkten Bundessteuer leisten die obersten 10% gut 70% des Ertrages, während die untere Einkommenshäfte praktisch nichts beisteuert. Wenn man also berücksichtigt, dass in der heutigen Struktur der meisten westlichen Gesellschaften einerseits eine Mehrheit des Steuerertrages durch eine Minderheit der Bevölkerung erbracht wird, anderseits die Stimmen aber nach Köpfen und nicht nach der Steuerkraft verteilt sind, dann ist klar, weshalb „Umverteilung“ so populär ist: weil die Mehrheit der Stimmenden vom wirtschaftlichen Gewicht einer Minderheit profitiert, ohne dass diese mit vermehrter Stimmkraft dagegenhalten könnte….)“ Aus: „Was würde Robin Hood heute sagen?“ von David Zollinger => 091000_SMH.pdf

Es scheint – viele sind gleich, einige gleicher, andere ungleicher!

Auch der Staat bekommt mehr und mehr ein Imageproblem. Nicht um sonst meint das Volk: „Die in Bern oben, machen so oder anders, was sie wollen.“ Der Staat entmündigt den Bürger laufend indem er ihn in seinen Freiheiten einschränkt. Unter dem Vorwand von mehr Sicherheit und man wolle Rasern das Handwerk legen, wurden Fiskaltankstellen eingerichtet (Radarfallen im Strassenverkehr).  Die Raser rasen weiter, weil Rasen eine Eigenschaft ist. Sie rasen auch dann, wenn sie keinen Führerausweis mehr haben. Sie rasen mit dem Auto der Frau, des Bruders, des Kollegen usw.

20 Minuten, 05. 10. 2011: „(…) Ein 28-jähriger Schweizer ist im Kanton Waadt mit seinem 560 PS-starken Bentely Continental mit 325 Stundenkilometern über die Autobahn A1 gerast. Aufgrund eines Videofilms auf seinem Handy konnte der Mann überführt werden.

Der Vorfall ereignete sich am 21. April gegen 3.30 Uhr morgens auf der A1 beim Autobahnkreuz Vengeron in der Nähe von Coppet VD. Der Mann habe während der Fahrt mit seinem Handy das Armaturenbrett gefilmt, teilte die Waadtländer Kantonspolizei am Mittwoch mit. Darauf könne man erkennen, dass der Tacho 325 km/h anzeige, was mehr als 90 Metern pro Sekunde entspreche. …

… Letzten Dienstag wurde ein 38-jähriger Schwede verurteilt, der im August 2010 mit 290 km/h bei Düdingen FR über die A12 gefegt war. Ein Polizeirichter des Sensebezirks verurteilte ihn deswegen zu 300 Tagessätzen à 150 Franken, die Hälfte davon bedingt.

Erschwerend wirkte sich ein Videofilm aus, in dem der Schwede, dazu noch mit einem Kind im Wagen, bei einer weiteren Raserei gefilmt wurde. Die Existenz dieses Films war von der Zeitung «Le Matin Dimanche» enthüllt worden.)“

In einer zweiten Phase wurde der Besitz von Radarwarngeräten verboten (um Fiskalausfälle zu verhindern!). Ginge es um eine wirksame Erhöhung der Sicherheit, müssten die Radarwarnanlagen mit Leuchtfarbe gekennzeichnet werden und man müsste mit grossen Tafeln ankündigen: „Achtung, gefährliche Strecke, Radarkontrollen!“ Dies wäre im Sinne des Bürgers, im Sinne der Sicherheit im Sinne der Demokratie (die braucht weder Spitzel, noch geheime Überwachung und Kontrolle), jedoch kaum im Sinne der geplanten, automatisierten Fiskaleinnahmen.

Wer sich als Staat gegenüber dem Recht des Volkes heraus nimmt, beschädigt sein Image immens.

Besonders evident ist die Diskrepanz zwischen dem erlassenen Recht dort, wo der Staat Gesetze über sich ergehen lässt und diese nicht selten das Gegenteil von dem beinhalten, was in den Gesetzen für das Volk steht.

Der Staat befiehlt Wasser und geniesst Wein:

  • So verbietet er Kartelle und verpönt Monopole, während er sich selbst ebendieses Prinzip zubilligt, und dies beispielsweise in so grundlegenden Bereichen der Gewaltsausübung, der Gesetzgebeung und der Justiz.
  • Er lässt im Obligationenrecht (OR) einen Vertrag von noch so geringfügigem Inhalt nur gegen denjenigen gelten, der ihm zugestimmt hat, während er sich auf der Ebene des umfassenden und geradezu fundamentalen „Gesellschaftsvertrags“ über diese Minimalanforderungen hinweg setzt.
  • Er verbietet Zwangsmitgliedschaften in Berufsorganisationen, während er den staatlichen Normen jeden unterwirft, sobald er Fuss auf den Boden der Schweiz setzt.
  • Er lässt Streitigkeiten, die er selbst als Partei mit Bürgern führt (z.B. über Steuern oder andere öffentliche Abgaben) durch staatliche Gerichte entscheiden, also durch Richter, welche ihr gesamtes Berufseinkommen von ebendiesem Staat, das heisst von einer der beiden vor ihm stehenden Parteien beziehen; würde Analoges in einem privaten Schiedsverfahren passieren, würde der gleiche Staat nicht zögern, das Urteil aufzuheben(Art. 190 des Bundesgesetzes über das internationale Privatrecht).
  • Er gebietet privaten Wirtschaftseinheiten, deren Eigenkapital nur noch zur Hälfte gedeckt ist, entweder sofort zu sanieren oder den eigenen Konkurs auszulösen, bei persönlicher Verantwortlichkeit der Verwaltungsräte im Falle der Nichtbefolgung dieser Vorschrift. Sich selbst erlaubt er von Verfassungs und Gesetzes wegen seit nunmehr über 30 Jahren eine massive Überschuldung, in den letzten Jahren etwa doppelt so hohe Passiven (rund 150 Mia Franken) wie Aktiven (70 Mia Fr.). Seine Gläubiger sind also nur zur Hälfte gedeckt, während er den Privatfirmen und besonders streng den Banken gesetzlich vorschreibt, ihre Gläubiger mehr als 100% zu decken.
  • Er will im Rahmen einer sich abzeichnenden Gesetzesrevision den Aktiengesellschaften dieses Landes vorschreiben, dass sich ihre Exekutivmitglieder (Verwltungsräte) jedes Jahr der Wiederwahl durch alle Gesellschaftsmitglieder stellen, während sich die Exekutivmitglieder des Bundes (Bundesräte) bloss alle vier Jahre der Wiederwahl stellen; abgesehen davon, dass sie sich der Volkswahl überhaupt entziehen.
  • Und dieser Staat behauptet, er sei das Volk (Aus „Staats-Oper“ von David Dürr)

Ist es Imagebildend, wenn Volksbegehren nicht oder nur schleppend umgesetzt werden? Das Beispiel Ausschaffung zeigt es auf: Mit einer zweiten Volksinitiative soll dem Volkswillen Nachachtung verschafft werden. => SVP lanciert neue Ausschaffungsinitiative 

(…) Mehr Zwang, mehr Staat

Doch im Februar 2009 leitete der Bundesrat unter dem Schock der UBS-USA-Auseinandersetzungen und der Drohung mit der Kavallerie aus Deutschland eine Kehrtwende ein und erklärte, die Schweiz werde sich den internationalen Gepflogenheiten anpassen und diesen Vorbehalt fallenlassen; zukünftige Doppelbesteuerungsabkommen würden fortan einen vollständigen Informationsaustausch vorsehen. Solche Abkommen sind seither mehrfach abgeschlossen worden, und die Vertragspartner erhalten von der Schweiz Bankauskünfte beim Verdacht auf Steuerhinterziehung. Darauf stützt sich das im Grunde nachvollziehbare Anliegen der kantonalen Steuerämter, gegenüber ausländischen Behörden nicht diskriminiert zu werden und in Zukunft selbst auch Bankauskünfte einholen zu können, wenn Verdacht auf Steuerhinterziehung von Schweizer Steuerzahlern besteht. Steuerhinterziehung ist ein Delikt, und man kann fragen, weshalb hier dem Staat die Möglichkeit der vereinfachten Verfolgung vorenthalten bleiben soll. Letztlich wird ein struktureller Wechsel vorbereitet, durch den die Verwaltung eine Privilegierung gegenüber anderen Gläubigern erfährt. In totalitären Staaten ist es normal, dass der Staat Zugriff auf alle Informationen und Güter der Bürger hat. In der Schweiz war das bisher nicht so. Und es wird weitergehen: Wenn dieses Zugeständnis gegenüber den Behörden des Auslands auch in der Schweiz wiederholt wird, werden wohl künftig auch bei anderen Übertretungstatbeständen (z. B. im Strassenverkehrsrecht) Zwangsmassnahmen wie Verhaftung, Hausdurchsuchung, Bankauskünfte etc. angeordnet werden. So würde bei einer Ordnungsbusse der Beamte zuerst bei der Bank anfragen und gleich das vorgefundene Guthaben des Gebüssten beschlagnahmen können. Verständlich, dass dieser Gedanke staatlichen Organen gefällt. Man kann das gut finden oder schlecht. Aber in einer Demokratie sollte ein solcher Entscheid durch das Volk gefällt werden und nicht durch die Finanzdirektorenkonferenz. Der Bundesrätin ist beizupflichten, wenn sie sagt: «Darüber müssten wir wirklich einmal diskutieren.»  )“ Aus Weltwoche: Feuer frei v. 1. 6. 11,  Autor David Zollinger)

Am Beispiel der EU ist deutlich ersichtlich, wo die Macht angesiedelt ist und wo sie zementiert werden soll: Im Zentrum! =>

„(…) EU-Kommissionspräsident Barroso traut dem Konzert der Einzelstaaten keine Lösung der Schuldenkrise zu. Manche Länder seien schlampig mit der Verantwortung umgegangen. EU und Euro seien nur überlebensfähig, wenn Brüssel mehr Kompetenzen erhalte. …)“

Auch am Beispiel der EU ist ersichtlich, dass sich Staaten für sich erlauben, was sie Unternehmungen verbieten: Sie erwägt, die Schulden mittels Hebelprodukten in den Griff zu bekommen. Es handelt sich um jene „kreativen Produkte“, mit denen dir Investmentbanken die Finanzkrise vom Zaune rissen. Wein predigen und Wasser verteilen!

Auch am Beispiel der EU ist ersichtlich, wieviel die Abgeordneten abkassieren. Freilich hats aufgezeigt => Europäische Demokratie.

Wen wunderts, dass es Schweizer Politiker, besonders EU-Turbos, es auch so haben möchten? Über 14’000 Euro pro Monat ist nicht nichts. Da kann man sein eigenes Land schon dagegen ausspielen! Ob dies imagefördernd wirkt? 

Krone; Einkommens-Check – 25.08.2010:

„…) 2.579 Euro brutto im Monat einschließlich Sonderzahlungen: So viel verdient der durchschnittliche männliche Beschäftigte in Österreich. Bei den Frauen sind es nur 1.730 Euro. Doch es gibt auch starke Unterschiede abhängig von Bundesland und Alter. mehr: => …So viel verdient Österreich…

Krone; Hitparade der Berufe: 

„(…) Welche Jobs haben die besten Verdienst-Aussichten? In welchem Beruf kann man rosig in die Zukunft blicken? Und welche Jobs will absolut niemand machen? Auf all diese Fragen hat eine aktuelle Studie Antworten gefunden – mit einem sehr klischeehaften Ergebnis! Hier erfährst du, welche Jobs als „Top“ gelten, und welche der absolute „Flop“ für die Österreicher sind. mehr: => …Welcher Job hat das beste Image?…

Auch andere Berufsgruppen haben ein Image-Problem:

Deutschland:

„(…) Das soziale Ansehen der Pflegenden ist in den letzten zwanzig Jahren nicht nennenswert gestiegen. Die Entlohnung sowie die Arbeitszeiten sind unattraktiv und in den Köpfen der Bevölkerung ist er noch immer da – der Hauch von Florence Nightingale. )“ Dies ist ein Widerspruch zum Krankenpfleger in der Statistik, der ja zu den Gewinnern gehören sollte.

Eben – hörten die Politiker mehr aufs Volk, was „Volksvertretern“ gut anstehen würde, sähe unsere Welt wohl etwas anders aus!

Leider sind die Volksvertreter keine Vertreter im eigentlichen Sinn!

OR Art. 32 G, Abs. 1: Wenn jemand, der zur Vertretung eines andern ermächtigt ist, in dessen Namen einen Vertrag abschliesst, so wird der Vertretene und nicht der Vertreter berechtigt und verpflichtet

OR Art. 34 G, Abs. 1: Eine durch Rechtsgeschäft erteilte Ermächtigung kann vom Vollmachtgeber jederzeit beschränkt oder widerrufen werden, unbeschadet der Rechte, die sich aus einem unter den Beteiligten bestehenden anderen Rechtsverhältnis, wie Einzelarbeitsvertrag, Gesellschaftsvertrag, Auftrag, ergeben können.

Wenn der Souverän, das Volk einen Stellvertreter bestimmt, so könnte der Souverän, das Volk oder der Prinzipal selber hingehen, den Stellvertreter also nicht einsetzen… Für „Volksvertreter“ gilt dies nicht! Laut Bundesverfassung Art. 161, Abs. 1 gilt: Die Mitglieder der Bundesversammlung stimmen ohne Weisungen.

Die indirekte Demokratie herrscht über der direkten! Die „Stellvertretung“ der Volksvertreter sind daher Zwangsdelegierte.

Das Image schaffen sich die Berufsgruppen weitgehend selber:

 Carlo Schmid, Appenzeller Zeitung, 02.12.2008

 „Er wolle keine Strassenputzer, die halbe Ingenieure seien. Und wenn er als 87jähriger in einem Pflegeheim sei, möchte er eine Pflegerin, die ihm den Schweiss von der Stirn wische und ihm Wärme gebe und keine Frau Doktor Soundso, die ihm erkläre, wie gross der Neigungswinkel des Bettes sein müsse, nur weil sie es so in der Universität gelernt habe.“

These 3
• Die Branche steckt im Bauerndilemma: Wer ständig mit negativen Ereignissen Schlagzeilen macht, muss sich nicht wundern, wenn er keinen Nachwuchs findet.

„Bauerndilemma“
• Man muss die Missstände anprangern, um politische Veränderungen zu bewirken.

• Durch die Missstände wird ein Bild geprägt, das den potenziellen Nachwuchs abschreckt. Mehr, => Stiftung careum: «Gutes tunschlecht darüber reden?» – Stiftung Careum

„Ubs!“ sagte der Zocker Kweku Adoboli, der es geschafft hat 2,3 Milliarden der UBS in den Sand zu setzen. Auch ist es ihm gelungen, die Reputation der Bank arg zu beschädigen. Das Positive an der Sache ist, dass die Bank ihr Geschäftsmodell endlich verändern muss, will sie ihren schlechten Ruf erfolgreich reparieren. Was Grübel nicht schaffte, wird wohl Adoboli indirekt erreichen.

Aus dem Personalblog:

22. 04. 2008  Pflegenotstand in Sicht?

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Die aktuellen Börsengerüchte von cash Guru »  finden Sie hier. 

Empfehlung: Lesen Sie das Finanzblog von Stephan Marti!


Der Wandel der Berufe im Gesundheitswesen


Wer also früher eine drei- oder 4-jährige AKP-Ausbildung AKP: Allgemeine Krankenpflege)  genoss, hatte „Die fünf Funktionen der Pflege“ dazu zu lernen, um das DN II zu erhalten. Sie kommen nun sogar automatisch auf das terziäre Niveau. Sie werden also jenen gleich gestellt, die nach neuen Lehrplänen das Niveau der Höheren Fachschule erreichen.

Wer in der DDR eine AKP-Ausbildung absolvierte, musste nach der Wende 

  • Eine Bestätigung, dass die absolvierte Ausbildung von Ex-DDR den Richtlinien 77/452/ EWG und 77/453/EWG entspricht und eine

  • Eine Bestätigung, dass der Ausbildungsabschluss im gesamten Gebiet Deutschlands als Krankenschwester / Krankenpfleger für allgemeine Krankenpflege gilt und uneingeschränkt gearbeitet werden darf (beide Bestätigungen müssen vom zuständigen Regierungspräsidium ausgestellt sein).

Wer mit diesen Papieren in die Schweiz kam, wurde automatisch im DN II eingereiht und heute tragen sie den Titel HF. Diese Berufsleute mussten nie eine Differenzbereinigung über sich ergehen lassen, wie etwa die Leute aus den übrigen Oststaaten, namentlich Bulgarien und Rumänien, obwohl die Ausbildungen in den Oststaaten jener der DDR sehr ähnlich waren. Der Grund liegt darin, dass die Weichen politisch gestellt wurden. Mit der Personenfreizügigkeit mit den alten EU-Staaten ging auch die gegenseitige Diplomanerkennung einher. Auf die Differenzen wurde grosszügig nicht eingegangen. Europa war zu heilig! Unter dem Strich macht dies ein Teil der Kostensteigerung im Gesundheitswesen aus! Dass Politik im Spiel war ist daran zu erkennen, dass die Deutsche ZAV (Zentralstelle für Arbeitsvermittlung) die Schweiz bewirtschaftet hat, als wäre die Schweiz ein deutsches Bundesland. Schmutzkonkurrenz zu den einheimischen Personal- und Arbeitsvermittlungen nennt man dies im Volksmund.
 
Die Änderungen im Gesundheitswesen in der Kurzübersicht, von Adecco dargestellt:

„(…) Die Berufsbildung im Gesundheitswesen ist im Umbruch. Vor der Einführung des revidierten Berufsbildungsgesetzes 2002 wurde ein grosser Teil der Berufe im Gesundheitswesen im Auftrag der Kantone vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) reglementiert. Danach wurden die Gesundheitsberufe zusammen mit den Sozial- und Kunstberufen in die schweizerische Bildungssystematik integriert und die Zuständigkeit ans Bundesamt für Berufsbildung und Technologie überführt. Diese Veränderungen beeinflussen die Landschaft der Berufe im Gesundheitswesen. Einerseits wurden neue Berufe (z. B. Fachfrau/Fachmann Gesundheit [FaGe]) gebildet, um durchgehende Bildungswege ab der Sekundarstufe 1 (obligatorische Schule) zu gewährleisten, andererseits wurden bisherige Berufe inhaltlich oder bezüglich der Zulassungsbedingungen und Berufsbezeichnungen verändert. Die Publikation «Wandel der Berufe im Gesundheitswesen», ein Gemeinschaftswerk vom Careum Verlag und Adecco, soll Berufsangehörigen, Berufsinteressierten, Berufsberatern und weiteren beratenden Personen als Übersicht und Hilfestellung dienen. Die Publikation stellt mehr als 50 Berufe vor, deren Angehörige im Gesundheitswesen tätig sind, und die interkantonal (vor der Bildungsreform) und/oder eidgenössisch (nach der Bildungsreform) reglementiert waren bzw. sind. Neben dem Kurzpro£ l umfasst die Übersicht Angaben zu den Bildungsinhalten sowie die Übergangsregelungen bzw. die Regelungen zur Führung der beruflichen Titel. Die deutsche Fassung der Publikation wird Ende April 2010 erscheinen und bei Adecco Medical (www.adecco.ch) und beim Careum Verlag (www.verlag-careum.ch) erhältlich sein. )“

Auszug aus «Wandel der Berufe im Gesundheitswesen»: Dipl. Pflegefachfrau/ Pflegefachmann HF 

Dauer                                   Titelerwerb                              Weitere
                                                                                             Aufnahmegrundlagen
3 Jahre,                                erfolgreicher Abschluss des           Bestandene Eignungs-
mind. 5400 Lernstunden         Bildungsganges nach RLP              abklärung 

Verkürzter Bildungsgang        Übergangsregelung (1):
mit einschlägigem EFZ           Inhaberinnen und Inhaber
(z.B. FaGe)                           eines Pfegediploms

                                           KWS, AKP, PsyKP, IKP, DN 2
                                           sind berechtigt, den HF-Titel
                                           zu führen.
                                           Inhaberinnen und Inhaber
                                           eines PLegediploms DN 1 sind
                                           erst nach dem erfolgreichen
                                           Besuch eines 40-tägigen vom
                                           SRK anerkannten Lehrgangs
                                           berechtigt, den HF-Titel zu
                                           führen

Kurzprofil (2)
Die Tätigkeit der dipl. PLegefachperson HF umfasst ein breites Spektrum von Aufgaben der Gesundheitsvorsorge. Die dipl. PLegefachperson HF trägt die fachliche Verantwortung für den gesamten Pflegeprozess und für die Ausführung der organisatorischen und
medizinisch-technischen Aufgaben, welche ihr delegiert wurden. Sie arbeitet effizient, analytisch, systemisch, evidenzbasiert und reflektiert. Sie berücksichtigt ethische und rechtliche Prinzipien, den Lebensstil und die soziale Umgebung der Patienten sowie das kulturelle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld.

Arbeitsprozesse
– Datensammlung und Pflegeanamnese
– Pflegediagnose und Plfegeplanung
– Pflegeintervention
– Pflegeergebnisse und Pflegedokumentation
– Kommunikation und Beziehungsgestaltung
– Intra- und interprofessionelle Kommunikation
– Wissensmanagement

(1) Anhang 1 (Auszug aus der Berufsbildungsverordnung BBV und Verordnung des EVD über Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen)
(2) Rahmenlehrplan (1. Januar 2008).

 Quelle: http://www.adecco.ch/de-CH/Documents/CV_Flyer_Adecco.pdf

Die Bildungssystematik für nicht universitäre Berufe im Gesundheitswesen:

siehe auch:  

Siehe auch:    Überblick Bildungsstufen…

Wer als Ausländer/-in vom Schweizerischen Roten Kreuz mit der Vormeinung folgende Beurteilung bekommt:

muss damit rechnen, dass für die Anerkennung ein Differenzbereinigungskurs von 20 Tagen, verteilt auf ein Jahr, besuchen muss. Dies trifft für alle Angehörigen von Staaten zu, die mit der Schweiz keine gegenseitige Diplomanerkennung vereinbart haben.

Es treffen vermehrt verschiedene Kulturen aufeinander.

 NZZ 5.8.11:

Ausländische Pflegefachleute müssen ein anderes Miteinander und die Übernahme von mehr Verantwortung lernen

Die Ausbildung von Pflegefachkräften ist in westlichen EU-Ländern und der Schweiz vergleichbar. Die Art, wie die Arbeit verrichtet wird, unterscheidet sich aber. So müssen etwa auch deutsche Pflegende umlernen, was den meisten recht gut gelingt.

 

Mitarbeiterinnen in Schweizer Krankenhäusern sind verantwortlich in die Behandlung der Patienten einbezogen.

GAETAN BALLY / KEYSTONE

Claudia Schoch

Es ist neun Uhr morgens, und sie ist schon fertig mit ihrer Arbeit, hat die ihr zugeteilten Patienten versorgt, gewaschen, Verbände gewechselt, Tabletten verabreicht. Was nur machen ihre Kolleginnen und Kollegen so lange? Sie sind alle noch an der Arbeit? – Es ist ihre erste Arbeitswoche als Pflegefachfrau in der Schweiz. Bald ist Arztvisite, Chefarzt, Oberärzte und Assistenzärzte kommen vorbei, sehen nach den von ihr versorgten Patienten. Die Ärzte besprechen die «Fälle». Sie ist dabei, wird gar einbezogen und nach ihrem Eindruck vom Befinden der Patienten gefragt. Das ist ihr neu und eher fremd. Ist das nicht Sache der Ärzte? Sie ist unsicher, was sie antworten soll. Bei ihrer Arbeit hat sie wenig bemerkt, hat nicht besonders darauf geachtet. Wichtig war doch, dass die Arbeit rasch und kompetent verrichtet wurde. Für Gespräche und Nachfragen bei den Patientinnen und Patienten bleibt dabei wenig Zeit.

Betreuung und Begleitung

Bereits am Empfang von Spitälern der Deutschschweiz lässt sich feststellen: Man spricht Hochdeutsch. Viele Pflegende, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Ärztinnen und Ärzte stammen aus Ländern der Europäischen Union, viele aus Deutschland (vgl. untenstehenden Beitrag). Sie sind willkommen und auch unbedingt erforderlich. Denn ohne sie wäre die Aufrechterhaltung des Betriebs vieler Spitäler unmöglich. Doch die zugewanderten Pflegefachleute und Ärzte treffen bei uns auf eine etwas andere Pflegekultur als in ihren Heimatländern.

Die meisten Pflegenden schätzen es, dass sie in den Schweizer Spitälern ernsthaft in die Behandlung der Patienten einbezogen sind, dass sie als Partner verstanden werden und von ihnen die Übernahme von Verantwortung erwartet wird, dass der Arzt von ihnen Rückmeldungen über das Befinden der Patienten wünscht. Es würden an die Betreuung der Patienten in der Schweiz höhere Ansprüche als in andern Ländern gestellt, sagt Kristian Schneider, Pflegeleiter am Universitätsspital Basel.

Die Ausbildung der Pflegefachkräfte in Deutschland und der Schweiz ist zwar weitgehend vergleichbar, wie die Leiterin des Master-Studienganges Pflege an der Berner Fachhochschule, Petra Metzenthin, bestätigt. Doch die Verantwortung, die Pflegende am Krankenbett zu übernehmen haben, unterscheidet sich. Nicht in der Schweiz ausgebildete Fachkräfte müssten umlernen beziehungsweise umdenken, hält Schneider fest. Die Arbeit am Krankenbett werde anders geplant und eingeteilt. Es gehe nicht allein darum, dass die Aufgaben erledigt seien, der Patient soll auch begleitet werden. Den meisten gelinge die Umstellung gut. Sie lernten rasch, mehr Verantwortung zu übernehmen.

Die Leiterin des Pflegedienstes in der Viszeralen Chirurgie und Medizin im Berner Inselspital, Cornelia Klüver – auch sie war vor über 20 Jahren in die Schweiz gekommen -, stellt aber dennoch fest, dass die Einarbeitungszeit etwa für eine deutsche Pflegefachkraft je nach Fachgebiet fast doppelt so lang dauert wie für eine in der Schweiz ausgebildete Person. Dabei fehlt es den deutschen Pflegefachkräften nicht an Wissen, sagt auch sie. Sie haben Vergleichbares gelernt. Sie haben ihr Wissen und Können zu Hause aber anders angewendet. Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung in Schweizer Spitälern stellen laut Klüver höhere Ansprüche an die Pflegenden. So würden gewisse in der Schweiz regelmässig von der Pflege verrichtete medizinische Arbeiten, wie etwa das Legen von Infusionen oder die intravenöse Verabreichung von Medikamenten, in unserem Nachbarland in der Regel von Ärzten ausgeführt. Auch sei die Mitsprache der Pflege bei der Behandlung der Patienten weit weniger ausgeprägt.

Zu direkt wirkt forsch

Metzenthin stellt in der Schweiz einen andern Umgang mit den Hierarchien fest. Man habe hier ein anderes Verständnis des Miteinanders, meint auch Kristian Schneider. Ein wichtiger Unterschied zeige sich in kultureller Hinsicht. Man ist unter den Kollegen in der Regel per Du. Ferner sei das Verhältnis zu den Ärzten unkomplizierter, weniger formell als in Deutschland. Es bestehe eine Kollegialität zwischen Pflege und Ärzteschaft. Umlernen müssten in dieser Hinsicht nicht nur Pflegende, sondern auch Ärzte, die aus Deutschland in die Schweiz kommen. – Die oft direkte Art von neuen deutschen Mitarbeitern empfinden Schweizer Patienten, aber zum Teil auch Mitarbeiter, als forsch oder gar unfreundlich. Für Zuwanderer namentlich aus dem Norden Deutschlands bedeuten wiederum die Schweizer Dialekte eine Herausforderung. Die Umstellungen bei der Arbeit dauerten in der Regel nicht allzu lange; die meisten gewöhnten sich innert weniger Wochen um, meint Schneider. Die kulturelle Anpassung an die Schweizerart hingegen nehme nicht selten erheblich mehr Zeit in Anspruch, manche brauchten bis zu einem Jahr, um es zu verstehen, den Unterschieden Rechnung zu tragen. Schneider bezeichnet die Assimilierung an die andere Art des Umgangs als die grösste Herausforderung. Gerade im Spital, wo es oft um intime Probleme geht, spiele die Art der Begegnung eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Der Pflegeleiter am Basler Universitätsspital, der selbst aus Süddeutschland stammt, unterstreicht, dass er in seinem Bereich darauf achte, einen guten Mix aus in der Schweiz ausgebildeten und aus Deutschland stammenden Pflegefachkräften zu haben. Denn nur so sei die kulturelle Anpassung garantiert. Werde nur noch Hochdeutsch gesprochen, könne dies nicht gelingen.

Zugewanderte Fachkräfte sind eine wichtige Stütze im Gesundheitswesen

cs. · Ohne ausländisches Gesundheitspersonal würde die Versorgung in Schweizer Spitälern und Heimen zusammenbrechen. Zwischen 2002 und 2008 benötigten die Spitäler rund 15 000 zusätzliche Pflegefachkräfte und Ärzte. Weit über die Hälfte davon rekrutierten sie im Ausland, bei den Pflegenden waren dies 55 Prozent, bei den Ärzten gar 75 Prozent. 80 Prozent der zugewanderten Arbeitskräfte stammten aus den Nachbarländern, beim Pflegepersonal rund die Hälfte allein aus Deutschland, bei den Ärzten gar 60 Prozent. Dies hat das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) in einer im vergangenen November veröffentlichten Studie ermittelt.

Insgesamt ist die Zahl der Pflegefachkräfte in den Schweizer Spitälern im erwähnten Zeitraum von sechs Jahren von 48 000 auf 54 000 Angestellte um über 12 Prozent gestiegen. Während der Anteil der ausländischen Fachkräfte im Jahre 2002 noch bei 33 Prozent lag, hatte er sich bis 2008 auf 36 Prozent und damit um fast 10 Prozent erhöht. Bei den Ärzten veränderte sich der Bestand im gleichen Zeitraum von 16 000 auf 20 000 Spitalärzte, was einen Anstieg um 25 Prozent bedeutet. In den Alters- und Pflegeheimen verfügte 2008 laut der Studie jede fünfte höhere Pflegefachkraft (Tertiärausbildung) über ein ausländisches Diplom.

Die Entwicklung an den Spitälern und in Pflegeheimen ist angesichts der Tatsache, dass die Ausbildung von Personen in der Schweiz im gleichen Zeitraum tendenziell abgenommen hat, noch beunruhigender. Besonders stossend ist die Diskrepanz zwischen zugewandertem Personal und schweizerischen Ausbildungsabschlüssen bei den Ärzten. Im Jahr 2008 standen 10 in der Schweiz diplomierten Ärztinnen und Ärzten 15 aus dem Ausland zugewanderte gegenüber. Doch auch im Pflegebereich sind die Verhältnisse alarmierend. Hier überwiegen aber immerhin mit einem Verhältnis von 10 zu 9 noch knapp die in der Schweiz ausgebildeten höheren Fachkräfte (Tertiärstufe). Die Zahlen zeigen, die grosse Bedeutung der Rekrutierung ausländischer Fachkräfte für das Gesundheitswesen.

Die Migration von Gesundheitspersonal ist ein nicht unproblematisches weltweites Phänomen. Es entsteht dabei eine Art Dominoeffekt, unter welchem schliesslich die wirtschaftlich schwächeren Länder leiden. Unter den OECD-Ländern bestehen dabei grosse Unterschiede in der Zuwanderung. Die Schweiz steht mit einem Anteil an ausländischen Ärzten von insgesamt über 28 Prozent hinter Neuseeland (47 Prozent), Australien (43), Irland (35), Kanada (35), Grossbritannien (34) und Luxemburg (30) an siebter Stelle. In Deutschland oder Frankreich beträgt der Ausländeranteil unter den Ärzten nur 11 beziehungsweise 17 und in Österreich rund 15 Prozent.

In 57 Ländern – insbesondere in Afrika, Indien, Indonesien – herrscht ein akuter Mangel an Gesundheitspersonal. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat deshalb einen Kodex zur grenzüberschreitenden Anwerbung von Gesundheitsfachkräften verabschiedet. Dieser empfiehlt, im Rahmen des Möglichen inländische Arbeitskräfte anzustellen und eine aktive Rekrutierung von Pflegepersonal und Ärzten in den Entwicklungsländern zu unterlassen.

 

 

Betrachtet man die Grafik, so ist die Frage nicht weit, warum beim Medizinstudium in der Schweiz der Numerus Clausus gilt?

Böse Zungen würden es so deuten:

  • Ausgebildete zu rekrutieren ist günstiger als selber ausbilden. Gesundheitswesen Schweiz auf dem Trittbrett der Deutschen?
  • Je mehr ausländische Mediziner und Akademiker, umso eher ist die Schweiz in der EU – Euroturbos wirken auf breiter Front. Ob Toni Brunner es auch so sieht? => Über mich – Toni Brunner 
  • Vor ca. 15 Jahren beklagte man in Deutschland viele arbeitslose Ärzte. Es wurde befürchtet, dass diese hier in der Schweiz dereinst beschäftigt werden müssten. Die Befürchtungen von damals sind heute Realität.

 

Die grosse deutsche Masse in der Schweiz darf ruhig etwas durchmischt werden. „Diversifikation“ schadet überhaupt nichts und tut der oft empfundenen Forschheit, gar Arroganz gut! Daher: Die Schweiz braucht Pflegefachkräfte, auch aus Osteuropa

mehr aus dem Personalblog:

16. 06. 11: Gesundheitssystem bald vor dem Kollaps?

18. 05. 11: Gesundheitswesen, Sprachkompetenz

24. 02. 11: Ausländer, Achtung vor der Falle der Altersarmut!

14. 02. 11: Klau von Fachpersonal – eine ethische Frage?

06.12. 10: Gesundheit: Ökonomisierung ad absurdum

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Rückkehrer – vom Handlanger zum Firmenchef


 

„der arbeitsmarkt“ | 01.06.2011 | Text: Kujtim Sabani, Fotos: Robert Hansen

„…) Als Gastarbeiter tragen sie zum Wohlstand der Schweiz bei. Als Rückkehrer in ihre Heimat bauen sie mit ihren neu erworbenen Kenntnissen ein neues Mazedonien mit auf. Vier Erfolgsgeschichten.

Produzent von Armierungsstahl

Kasam Kasami lehnt sich in seinem gepolsterten Ledersessel zurück. Als Direktor sitzt der 57-Jährige mit Anzug und Krawatte an seinem Schreibtisch. Seine Firma produziert Armierungseisen, das er in Mazedonien verkauft und in den Kosovo, nach Serbien und Albanien exportiert. Den Stahldraht importiert er aus der Ukraine und aus der Türkei. 22 Männer beschäftigt er, 500 Euro bezahlt er ihnen monatlich, inklusive der Abgaben an die Sozialversicherungen. «In meiner Firma wird wie in der Schweiz gearbeitet», sagt Kasam Kasami stolz. Auf Pünktlichkeit legt er grossen Wert.

Armiereisen aus Kasamis Produktion

Kasam Kasami öffnet das Fenster, durch das er aus seinem Büro direkt in die mächtige Fabrikhalle schauen kann. Er zeigt auf eine vollautomatische Schweissmaschine, die er kürzlich aus Österreich importiert hat. Ohrenbetäubender Lärm dringt in das Zimmer. Fingerdicker Stahldraht wird auf einen dünneren Durchmesser gepresst und erhält damit eine grössere Festigkeit. Funken sprühen. Ein Schweissautomat fertigt Eisengitter, die später in einem Betonbau verwendet werden. Ein Arbeiter füttert das Ungetüm mit neuem Draht.

Seine Karriere hat Kasam Kasami in einem der grössten Textilunternehmen des damaligen Jugoslawien begonnen. 1984 kam er mit Hilfe seines Schwagers in die Schweiz, um für seine junge Familie finanziell besser sorgen zu können. Zu Beginn arbeitete er als einfacher Betriebsmitarbeiter in einem Maler- und Gipserbetrieb, später wurde er Gruppenleiter. Seine Familie kam 1990 nach. 1996 kehrte er mit etwas Startkapital in der Tasche in seine Heimatstadt Tetovo zurück und gründete mit einem Gastarbeiter aus demselben Dorf die Firma «Zgjimi», einen mazedonischen Pionier in der Armierungseisenbranche. 2001 übernahm er den Betrieb und nannte ihn später «Eurozgjimi». Damit will er auf europäische Qualität hinweisen. In Albanien eröffnet er derzeit eine Vertretung. Auf die in der Schweiz erworbene Erfahrung ist er stolz. In Mazedonien ist er ein angesehener Unternehmer.

In die Schweiz reist er noch oft. Drei seiner Brüder sind geblieben – auch sein ältester Sohn. Diesen und seine drei Enkelkinder vermisst er besonders. Deshalb hat er für ihn auf dem Betriebsgelände ein Tochterunternehmen gegründet: eine private Motorfahrzeugkontrolle. «Mein Sohn ist Mechaniker von Beruf.» Auch ein Haus will er ihm bauen, wenn er ihn so zur Rückkehr nach Mazedonien bewegen kann. Dabei stellt Kasam Kasami seiner Heimat keine Bestnoten aus: «Neue Unternehmer werden nicht unterstützt, eher verhindert. Ich musste eineinhalb Jahre warten, bis mir ein Staatsbeamter vom Innenministerium zugeteilt wurde, der für die Zertifizierung der Motorfahrzeugkontrollen zuständig ist. Die Bürokratie ist ein grosses Problem, Korruption ist weit verbreitet. Und das Zinsniveau bei Geschäftskrediten liegt bei 14 Prozent», zählt er einige Gründe auf, weshalb ein Neustart mit Hindernissen behaftet ist. Sein Weg hat trotzdem zum Erfolg geführt: «Dank meiner Zeit in der Schweiz konnte ich mir das alles aufbauen.»

Ziegelei aus der Schweiz

Auf dem weiss gekachelten Boden des Bürogebäudes sind verschiedene Sorten Ziegel gestapelt. «Das ist ein Schweizer Modell. Es hat kleinere Löcher und ist aus deutlich mehr Material gebrannt. Diese Ziegel sind hier sehr beliebt», sagt Nevzat Ramani.

  Nevzat Ramani.

Der heute 45-Jährige hat sich nicht nur Schweizer Know-how nach Mazedonien geholt, sondern gleich eine ganze Ziegelei mit Ofen, Förderbändern, Gestellen und Presse. Ein Familienbetrieb in der Gemeinde Lufingen im Zürcher Unterland musste wegen Überkapazitäten und Preiszerfall die Ziegelproduktion 2002 einstellen. Der erhoffte Aufschwung kam nicht mehr. Der Geschäftsführer der Ziegelei verkaufte die Anlagen nach Mazedonien. Tonnen von Material kamen mit Bahn und Lastwagen in das Dorf Poroj bei Tetovo, in eineinhalb Jahren wurde die Ziegelei wieder aufgebaut und schliesslich 2006 wieder in Betrieb genommen. Den benötigten Lehm können die Unternehmer gleich auf dem eigenen Gelände abbauen lassen. Riesige Haufen rötlicher Erde liegen neben dem Fabrikgebäude bereit. «Vorsicht. Anlage läuft fernbetätigt. Auch zurzeit stillstehende Maschinen können jederzeit anlaufen!», steht auf einem gelben verbogenen Blechschild.

50 Mitarbeiter beschäftigt die Firma Mikeli, von Zilbear und Nevzat Ramani geleitet. Dazu gehört auch ein Betonwerk, das erste in der Region. Die beiden Brüder bezahlen mindestens den mazedonischen Durchschnittslohn von 250 Euro, bei gut gehenden Geschäften kommen bis 500 Euro Provision als Motivator hinzu. Trotzdem sei es schwierig, gut qualifizierte Mitarbeiter zu finden, beklagt sich Nevzat Ramani.

Geld war damals auch für den heute 51-jährigen Zilbear Ramani der Grund, sich im Alter von 19 Jahren in der Schweiz als Gastarbeiter zu verdingen.

Zilbear Ramani

Zuerst arbeitete er als Maurer und Kranführer, später in einer Staubsaugerfabrik, und er reinigte Industriekessel. Sein jüngerer Bruder Nevzat kam vier Jahre später in die Schweiz. «Wir haben dort wie in unserer eigenen Firma gearbeitet. Nie haben wir auf die Uhr geschaut», betont er. 1998, fast 20 Jahre später, war die Zeit für die Rückkehr nach Mazedonien gekommen. 23 000 Franken Startkapital sollten reichen, um ein Unternehmen aufzubauen, das heute nach eigenen Angaben einen Wert von vier Millionen Euro hat und 50 000 Quadratmeter Gelände umfasst. Das nicht ohne Hürden: «Bankkredite haben wir nicht erhalten. Und auf die Bewilligung für das Betonwerk warteten wir trotz Erfüllung aller Vorgaben drei Jahre», empört sich Nevzat Ramani noch heute. Am Rande der Legalität hätten sie die Betonproduktion aufgenommen und schliesslich über Beziehungen die offizielle staatliche Genehmigung erhalten.

Ziegelsteine der bekannten Art

 

2001 schlugen Granaten auf dem Firmengelände ein. Albanische Freiheitskämpfer und die mazedonische Armee gerieten aneinander, beschossen sich gegenseitig, Häuser brannten, einige Dutzend Menschen auf beiden Seiten wurden getötet. Das im August 2001 unterzeichnete Abkommen von Ohrid billigte der albanischen Gemeinschaft mehr Rechte zu. Einige Granatsplitter zeugen heute noch von den Auseinandersetzungen, zu spüren ist davon überhaupt nichts mehr. Die Maschinen des Betonwerks laufen auch Hochtouren, Kieselsteine werden nach Grösse sortiert. Auch die beiden Brüder packen an, wo es etwas zu tun gibt. Im Büro arbeitet der Nachwuchs der beiden Unternehmer.

Studium und eigene Physiotherapiepraxis

Eine ganz anders gelagerte Geschichte – in fast akzentfreiem Schweizerdeutsch – erzählt Sherif Xheladini.

Sherif Xheladini 

Der 42-Jährige sitzt in seiner Praxis an seinem Bürotischchen, trägt einen weissen Kittel, hinter ihm steht ein Massagetisch, im Büchergestell ist Fachliteratur auf Albanisch, Deutsch und Englisch aufgereiht. Aus der Stereoanlage klingt sanfte Musik. In einem Nebenraum hat er diverse Fitness-Trainingsgeräte installiert. «Ich wollte unbedingt meine Physiotherapieausbildung auf universitärem Niveau weiterführen. Das kann ich mir nur hier in Mazedonien leisten.» Am Morgen besuchen er und seine fünf Jahre jüngere Frau Minure die Vorlesungen im Fachbereich Physiotherapie an der medizinischen Fakultät in Tetovo. Am Nachmittag behandeln die beiden ihre Klienten – er die Männer, sie die Frauen. Eine gut einstündige Sitzung kostet 10 bis 15 Euro. Für das Ehepaar ein Bruchteil dessen, was sie in der Schweiz mit dieser Arbeit verdient haben. Für die Patienten mehr als ein Tagesgehalt – denn die Behandlung wird von der staatlichen Krankenkasse nicht finanziert. Trotzdem reisen einige sogar aus Serbien an, um sich bei Rückenproblemen und Gelenkschmerzen regelmässig behandeln zu lassen. Die Patienten schätzen die Professionalität, die Pünktlichkeit und auch die humorvolle und zuvorkommende Art von Sherif Xheladini – und natürlich seine Behandlungsmethode. «Dieser Erfolg freut mich sehr. Offenbar wird meine Qualität geschätzt», sagt er bescheiden. Dabei müssen er und seine Frau sich gegen 15 andere Physiotherapiepraxen in der Stadt behaupten. Viele seiner Kunden sind zwischen 18 und 25 Jahre alt und leiden unter Stress-Symptomen.

Sherif Xheladini begann an der Universität in Skopje Geisteswissenschaften zu studieren, kam 1988 im Alter von 20 Jahren nach Biel, arbeitete in einem Restaurant, später in der Migros, zuletzt als Rayonleiter. Seine Berufung war an einem anderen Ort: An der Migros-Klubschule absolvierte er eine eineinhalbjährige Ausbildung mit 15 Wochenstunden zum Physiotherapeuten, die er nun in Mazedonien vertieft – seine bisherige Schulung wird allerdings nicht angerechnet. 60 000 Franken hat er in seine Praxis investiert. Die meisten Geräte und Hilfsmittel hat er aus der Schweiz mitgenommen. In Blickweite hat er sich ein grosses Haus gekauft, wo seine Familie seit drei Jahren lebt. Vor allem seinen Kindern sei der Umzug schwergefallen. Sie vermissten die Schweiz, ihre früheren Freunde. Mit diesen sind sie oft via Internet in Kontakt. Über Satellit schauen sie deutschsprachiges Fernsehen.

Auch Sherif Xheladini vermisst die Schweiz manchmal, vor allem, wenn er sich über die mazedonische Bürokratie und die schlechte Wirtschaftslage ärgert. «Ich habe 20 Jahre in der Schweiz gelebt. Das ist die Hälfte meines Lebens», sinniert Sherif Xheladini. «Ich bin nirgends 100 Prozent zu Hause. Gleichzeitig habe ich zwei Heimatländer», sagt er nachdenklich. Er reist noch oft in die Schweiz, trifft Freunde, organisiert Material für seine Praxis. Ob er dereinst in der Schweiz eine Praxis eröffnet, lässt er offen. Als Doppelbürger könnte er das.
 
Aus dem personalblog:
06. September 2010: Missbrauch am Sozialstaat 
 

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Es lohnt sich, einen Blick ins Finanzblog von Stephan Marti zu werfen!