Kategorie-Archiv: 04 Geld

Konsum, Deflation, Geld


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Ich konsumiere, was ich nötig habe und gelegentlich leiste ich mir etwas dazu. Das „Dazu“ wäre nicht unbedingt nötig. Vor allem aber leiste ich mir dann etwas, wenn ich das Bedürfnis habe. Ich lasse mir den Termin nicht vorschreiben. Einen zweiten Fernseher leiste ich mir nicht, es wäre Luxus pur. Das analoge Format hätte mir noch lange gedient. Das digitale hat technische Vorteile. Es können mehr Sendungen pro Leitung bewältigt werden. Kanäle können enger gefasst werden. Dadurch gibt es mehr Frequenzen. Die Nachfrage ist gross. Wenn das analoge Fernsehen schon bald eingestellt wird, habe ich keine Nachteile. Mein Fernseher deckt beide Techniken ab. Das Mehrangebot an Kanälen und folglich an Programmen wird mir kaum viel nützen. Ich setze mich wegen den Möglichkeiten nicht länger an die Flimmerkiste! Auch Aufzeichnungen von Sendungen brauche ich nicht. Es besteht keine Verführung, mittels eines zusätzliche Adapters den Kosum auf espäter zu verschieben, nur weil eine Sendung zur „Unzeit“ angeboten wird.

Mit dem Auto habe ich es ähnlich. Ich bin jeweils der letzte, welcher ein Auto fährt. Die Investition muss ordentlich abgeschrieben werden! Ich bin mit meinen Occasionen günstig gefahren! Der Mazda wird nächstes Jahr 10 jährig. Davon werde ich diesen 8 Jahre selbst gefahren haben. Der Unterboden ist preiswert aufgewertet worden (Rost entfernt, Bleche eingesetzt, Hohlräume nachbehandelt, Unterbodenschutz erneuert). Das wurde nach der MFK gemacht, die ohne Mängel passiert wurde. Es wird gemacht, was nötig oder sinnvoll ist. Das muss genügen! Wenn durch mein Verhalten der Hochofen erst viel später in Aktion kommt, habe ich etwas für den Umweltschutz getan, auch wenn es wenig ist. Ein „Export“ in eine Entwicklungsland kommt für mich nicht in Frage! Öl triefende „Ankara-Taxis“ (Mercedes), also „expotierte“ und danach schlecht gewartete Fahrzeuge und die Öl getränkten Standplätze habe ich in südlichen Ländern zur Genüge gesehen.
Mein weiterer Beitrag: Ich habe die Fahrkilometer um mehr als die Hälfte gesenkt (mindestens um 10’000 km/Jahr)! So etwa halte ich es mit anderen „Geräten“! Auf die Frage von BR Simonetta Sommaruga, ob jeder Schweizer ein Auto benötige, ist nicht weiter einzugehen. Es kommt nicht auf die Anzahl Autos, sondern die gefahrenen Strecken an. Meinetwegen kann jemand mehrer Autos haben. Fahren kann er jeweils nur mit einem! Selbst die Umgebung wird nicht geheizt. Das gut gedämmte Haus Jg 93/94 liegt nicht weit vom Minergie-Standard entfernt! Es fehlen nur noch Sonnenkollktoren für die Aufbereitung des Warmwassers und Solarzellen für die Stromerzeugung…

Wahrscheinlich bin ich nicht der idale Verbraucher. Wer ist es schon!?

Es heisst auch: Spare in der Zeit, hast du in der Not. Diese Weisheit stammt wohl aus einer Zeit, als es noch keine Geldentwertung und das Gesparte Zinsen abwarf. Bald müssen wir dafür bezahlen, dass die Bank vom Ersparten Giralgeld macht und kräftig schöpft!

Der Bund: 05.01.2009
Tribüne: Gegen den Zwangskonsum Daraus:

„(…) Weniger konsumieren, mehr spenden für die Dritte Welt. Weniger wegwerfen, mehr Sorge tragen. Weniger Südsee-Ferien, mehr Zeit für Familie, Freunde und Notleidende. «Das sind Werte, die wir vertreten sollten», ermunterte uns in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens Bundesrätin Doris Leuthard, als sie das Leben der heiliggesprochenen Schwester Bernarda Bütler würdigte…

…. Wenn das Klima zur Gefahr wird, die Meere leer gefischt oder Landschaften zersiedelt werden, schiebt die Wirtschaft den Schwarzen Peter uns Konsumentinnen und Konsumenten zu: Wir würden zu viel Energie brauchen, zu viele Meerfische essen oder Zweitwohnungen kaufen. Sobald wir uns aber etwas bescheidener verhalten, macht man uns verantwortlich dafür, dass die Wirtschaft zu wenig Umsätze macht. Dann setzt die Politik alle Hebel in Bewegung, damit wir wieder mehr konsumieren. Der Chefökonom des Gewerkschaftsbundes will für die Leute höhere Löhne, «damit sie mehr konsumieren», der Chefökonom der Economiesuisse spricht sich dagegen aus, «weil dann ein Teil des Lohns gespart wird». Sogar Sparen wird unmoralisch …

Selbst Wirtschaftsministerin Leuthard versteht keinen Spass, wenn die Wirtschaft nicht um mindestens zwei Prozent jährlich wächst. Mit solchen Wachstumsvorgaben verlangt sie nichts anderes von uns, als dass wir in 35 Jahren doppelt so viel konsumieren müssen wie heute, egal was. Denn im Konflikt hat auch für Doris Leuthard das Wachstum der Wirtschaft Vorrang gegenüber den Tugenden der Heiligen Schwester Bernarda Bütler.)“ => mehr: Gegen den Zwangskonsuml

Leuthard ruft zum Konsumieren auf Cash, 07.03.2009 17:34

Schweizerinnen und Schweizer sollten in der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise nicht sparen, sagt Bundesrätin Doris Leuthard – und fest eingeplante Ausgaben sogar vorziehen. Wenn die Wirtschaft dereinst stottert oder Unternehmen abziehen, hockt die Schweiz auf einer überdimensionierten Infrastruktur, die erhalten und finanziert werden muss. Dann entsteht neues Wachstum, mindestens bei den Steuern…!

Neue Devise des IWF: Investieren statt sparen – News …  SRF 10.10.2014  

Statt Schulden abzubauen, sollen die Länder nun Geld ausgeben:

… Die Chefin des Internationalen Währungsfonds IWF, Christine Lagarde, hat Länder mit lahmender Konjunktur dazu gedrängt, mehr Geld für den Bau von Strassen, Brücken und Flughäfen auszugeben. Mehr öffentliche Investitionen in die Infrastruktur könnten «ein guter Weg sein, um kurzfristig das Wachstum zu unterstützen und neue Arbeitsplätze zu schaffen», sagte die Französin in Washington. Solche Investitionen könnten sich auf längere Sicht für die Staaten lohnen, da sie die Konjunktur belebten und so die Staatsbudgets entlasteten….

Lagarde ein Wendehals?

… Nach der Finanzkrise hatte der Währungsfonds seine 188 Mitglieder stets ermahnt, ihre Schuldenberge abzubauen. Jetzt scheint das in den Hintergrund zu treten.»

Einmal so, danach wiederum anders! Wachstum soll anstatt durch Innovationen und Erfindergeist mit Schulden erkauft werden. Die Haushaltsdisziplin wird geopfert. Das billige Geld wird verhindern, dass Reformen und Strukturbereinigungen angegangen werden. Der St. Nimmerleinstag sei gegrüsst!

Mir kommt es vor, als befinde man sich in einer Versuchswerkstatt, wo „Try and Error“ gelebt wird. So was kann sich leisten, wer über das Geld der Menschen von 188 Ländern bestimmen will…! Es fehlen Rezepte für Vollbeschäftigung mit gleichzeitiger Nachhaltigkeit. Dies könnte man noch verzeihen. Aber es wird so getan, als ob und das ist unverzeihbar. Dass das „Gewusst wie“ fehlt zeigt sich daran, dass die Überschwemmung der Märkte mit Geld weder die erwartete Inflation noch den wirtschaftlichen Aufschwung brachten.

Vieles wird gelegentlich anders dargestellt als es in Wirklichkeit war: Das „Deutsche Wirtschaftswunder“ gehört dazu. Hören und sehen Sie hier:

Geschichte im Ersten: Unser Wirtschaftswunder – Die wahre Geschichte
http://www.youtube.com/watch?v=DV8DsMmS65I

Deflation: Es wird immer wieder davor gewarnt. Ich nehme dies nicht so ernst! In gesättigten Märkten ist dies kaum gravierend. Der Unternehmer wird investieren, wenn sein Produkt entwickelt ist, er daran glaubt und Marktanalysen positiv sind. Er wird es tun, ob Deflation oder Inflation herrscht. Wer zuerst auf dem Markt ist, hat Vorsprung. Es ist doch gut, wenn Preise mal nicht steigen! Rentner wissen es zu schätzen. Wenn eine Pensionskasse die Leistungen längst eingefroren hat weil Teuerung ein Fremdwort geworden ist, kann es hilfreich sein, wenn die Produkte nicht teurer werden. Dann ist die Rente länger etwas wert! Sogar der Staat profitiert davon! Er muss weniger an Sozialleistungen ausgeben, für jene, deren Rente sich bei hoher Inflation schneller entwerten und deswegen nicht mehr reichen…!

Die Finanzwirtschaft und die Ökonomen springen zu sehr einem Phantom nach! Bei deflationärem Zustand sind Innovation und Erfindergeist erst recht gefragt! Nur lässt es sich nicht verordnen. Das veränderte Umfeld ruft von selbst danach! Die Wachstumsgläubigen sind bequem! Durch Zuwanderung steigt die Nachfrage ohne dass sich Produzenten, Lieferanten, Grossverteiler und Verkäufer besonders anstrengen müssen. Das macht sie träge. Sie sind kaum fit, wenn es weniger geschmiert läuft. Das Gewerbe bekommt ebenfalls mehr Aufträge bis hin zum Haarschneider.

Haarschneider: Der Coiffeur in Singapur musste sein früheres Lokal an guter Lage aufgeben. Die Miete wurde zu teuer. Er zog in ein Aussenquartier. Auch hier hatte er drei Stühle. Einer davon bediente ein Angestellter und der dritte, ein „Subunternehmer“, arbeitete auf eigene Rechnung wie am alten Standort. Hier teilte der Haarschneider das Lokal und die Miete mit einem Stoffhändler. Dieser wurde auch verdrängt. Unter dem Strich war der Verdienst nun etwas tiefer als vorher. Jetzt kommts: Der Coiffeur verlangte anstatt wie bisher 12 nur 10 SGD für einen Haarschnitt (ca. 8 Franken!). Er begründete es damit, dass seine Kunden einen weiteren Weg hätten und neue Kunden müsste er erst noch gewinnen! Etwa zwei Jahre später, als er wieder vollbeschäfttigt war, konnte er alten Preis verlangen (12 SGD). Die Teuerung hattte er am Anfang noch nicht kompensiert, aber er profitierte vom tieferen Mietpreis, was etwa ein gleiches Einkommen bedeutete! Nach geraumer Zeit verdiente er mehr! Stoffhändler wie Haarschneider haben sich der neuen Gegebenheit optimal angepasst. Durch Flexibilität retteten sie ihre Haut…

Die Schweiz hat den bequemen Weg gewählt. Sie hat den Franken abgewertet, indem sie sich an den Euro angebunden hat. Wird der Euro schwächer, was vorauszusehen ist, zieht der Franken mit. Ohne Abwertung bzw. Anpassung an den Euro, hätte sich die Einwanderung sehr schnell verringert.

„(…) Da wir jedoch noch den eigenen Franken haben, könnten wir einseitig und souverän die Unter­grenze für den Euro aufheben und den Wechselkurs als wichtigsten Mechanismus für das «richtige» Wachstum und den «richtigen» Strukturwandel in der Schweiz wieder freigeben. Die Aufwertung würde die Zuwanderung automatisch bremsen oder wie in den frühen siebziger Jahren eine Abwanderung auslösen. Hier wäre die Schweiz absolut souverän, aber de facto haben wir uns mit der Untergrenze von Fr. 1.20 dem Euro-Land freiwillig angeschlossen, was etwa Grossbritannien als EU-Mitglied nie tun würde. Eine Frankenaufwertung wäre die marktnähere Lösung als die Wiedereinführung von verpolitisierten Kontingenten. )“ WW, Wege aus der Denkfalle“ von Silvio Borner

Was der bequeme Weg bedeutet, hat die Uhrenindustrie in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts schmerzlich erlebt. Eine starke Konkurrenz aus Japan, die ihre Zeit nicht auf Golf- und Tennisplätzen nutzte, störte den Dornröschenschlaf im Schlaraffenland und eine allgemeine Wirtschaftskrise, die vom Ölschock begleitet wurde rüttelte die Branche arg durch. Es folgte eine gewaltige Strukturbereinigung. Inzwischen ist die Uhrenbranche Schweiz wieder auf Kurs. => Quarzkrise – Wikipedia

„(…) Wo werden in der Schweiz am meisten Arbeitsplätze geschaffen? Die Zeitung «Schweiz am Sonntag» hat bei den 50 grössten Arbeitgebern nachgefragt. Unter den Privatfirmen sind Novartis, Swisscom und die Swatch Group die grössten Job-Macher. Sie schufen alle je über 1000 neue Stellen. Und sie kündigen in der Umfrage an, auch 2014 neue Stellen aufzubauen.  …. Job-Maschine Nummer 1 ist nämlich: der Staat. Die Zahl der Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung stieg zwischen 2009 und 2013 von 158’200 auf 183’300, wie aus der Beschäftigungsstatistik des Bundes hervorgeht, aus der die «Schweiz am Sonntag» zitiert…..  Der Zuwachs innerhalb von vier Jahren beträgt also 25’100 Stellen. Mit anderen Worten: Pro Monat gibt es in der Schweiz 523 neue Stellen beim Staat. Die öffentlichen Verwaltungen beschäftigen inzwischen dreimal so viele Mitarbeiter wie der grösste private Arbeitgeber, die Migros. Sie hat 64’000 Vollzeitstellen, 375 weniger als im Vorjahr. …  Burkhalters EDA und Leuthards Umweltdepartement mit grösstem Zuwachs…)“! aus 20 Minuten

Zusätzlich:

„(…) Die wichtigsten Befunde: In den untersuchten Ämtern kam im Jahr 2012 auf zehn Vollzeitstellen ein externer Mitarbeiter. Die Ausgaben für die Externen betrugen im gleichen Jahr 137 Mio CHF, davon entfielen 114 Mio CHF auf den Informatikbereich. Der Beizug von externen Mitarbeitern sei «eine weit verbreitete Praxis», so das Fazit….)“ aus NZZ 

Staaten, die ihre Währung abwerten betreiben nichts anderes als Deflation. Die EU hat ihren Staaten diese Möglichkeit genommen. Niemand hat sich deswegen je sonderlich aufgeregt, wenn Währungen abgewertet wurden! Ginge es nach dem AfD-Vorsitzenden Bernd Lucke, müsste Frankreich den EURO aufgeben! (WIWO). Griechenland musste teuer „gerettet“ werden. Alle sprachen vom Erfolg, doch ist die Verschuldung nach der Rettung höher als vorher. Mit einer Abwertung wäre dies nicht geschehen.  Man wende jetzt nicht ein, dass die Strukturbereinigung auch nicht eingestzt hätte. Dass eine solche statt fand, muss erst einmal noch bewiesen werden. mehr: Blog Archiv » Wie gefährlich ist Deflation?

Zieht man den Gedankengang von Bernd Lucke weiter, bleibt am Schluss noch Deutschland übrig. Somit könnte die D-Mark wieder eingeführt werden… Solches würde Brüssel mit aller Härte unterbinden. Unterstützung wäre von all jenen Staaten, die von der EU Geschenke erwarteten so sicher wie das „Amen“ in der Kirche. Sie haben sich schliesslich wegen grossen finanziellen und wirtschaftlichen Erwartungen Brüssel unterworfen – und sie wurden teilweise bereits fürstlich belohnt.

Geld und was man damit anfangen soll, ausser zu konsumieren? Wir haben einen Teil in die Bildung unserer Kinder gesteckt. Es hat sich gelohnt. Nun könnte ich noch etwas in die Bildung der Grosskinder stecken! Es wäre besser als beim Sozialstaat angelegt …!

Neben dem „Schöpfer“ (rel.) gibt es auch jene die schöpfen. Anschaulich: Wie kommt Geld in die Welt? (FAZ), Wie Geld zu Geld wird (“Die Zeit”)

Was gäbe viel zu tun!

Das Leben auf Kosten der nachfolgenden Generationen muss kontinuierlich abgebaut werden. Der dauernden Verschuldung muss Einhalt geboten werden. Macht und Dominanz der Notenbanken ist zu stark, ergo muss sie geschwächt werden. Dem Volk, den Völkern muss mit mehr Respekt begegnet werden. Die Politik muss vermehrt dem Volkswillen angepasst werden. Die Wirtschaft ist allein nicht das Mass aller Dinge. Sie muss vermehrt in die Verantwortung genommen werden. Dem stets geforderten Wachstum muss mit Qualitätsansprüchen anstelle von Quantität begegnet werden. Der Wegwerfgesellschaft muss der Kampf angesagt werden, Reparaturen müssen sich wieder lohnen. Die internationalen Organisationen, die G20, die G7 bis 8 usw. müssen in die Pflicht genommen werden. Sie können sich profilieren und für gleich lange Spiesse sorgen, so wie sie es in anderen Angelegenheiten auch tun. Dem Raubbau an der Natur muss Einhalt geboten werden! Die Arbeit geht nicht aus! Sicherstellung von sauberem Wasser, Reinigung der Abwässer, Schutz der Meere (Plastik, Müll), Sauberhaltung der Luft, Förderung erneuerbarer Energie, sichere Lagerung radioaktiver Abfälle, Erhaltung des Grundwassers, Erhaltung der Wälder (Wasserspeicher, „grüne Lunge“), Reduktion des Lärms, Arbeit vermehrt dezentralisieren (zu den Arbeitnehmern bringen anstatt zentraler Arbeitsplätzen dadurch Reduktion des Verkehrs), Recycling (z.B wie „David gegen die Müllmafia„, WIWO), usw.

(Aus dem Personalblog: Marode Staatsfinanzen

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Finanzblog: Weltbuchhaltung, Abfall und der Turm von Basylon


Geht dem Geld bald der Saft aus?


Das „System“ Geld hat wahrscheinlich drei Hauptprobleme:

  1. Die amerikanische Notenbank FED ist privat organisiert. Ergo dient diese primär privaten Interessen. 
  2. Die Nationalbanken können per Knopfdruck Geld drucken.
  3. Die Finanzwirtschaft hat die Möglichkeit, „virtuelles Geld“ zu schaffen.

Wäre die Abhilfe in einem neuen Finanzsystem mit einer Art „Goldstandard“ zu suchen?

Geld ist reichlich vorhanden, jedoch sehr ungleich verteilt. Viele erstreben es, wenige beherrschen damit die Welt.

Geld scheint auch autark verwendbar zu sein. Ob das Geld aus Noten, Münzen, Papier, oder ob es sich um virtuelles, falsches oder Schummelgeld handelt: Für „Normalbürger“ steht es immer im Bezug zu einem realen Gegenwert. Im Alltag kann man sich dafür etwas kaufen. Bei einem Run auf die Banken sähe es allerdings anders aus und bei der Abwicklung einer Bank ebenfalls.

Das grosse Dilemma: Reales Geld ist auf den ersten Blick von virtuellem nicht zu unterscheiden. Während die einen es durch ihre Arbeit in der Realwirtschaft erarbeiten (Wert und Gegenwert), lassen die anderen in der Finanzwirtschaft die Druckmaschinen arbeiten oder schaffen sich virtuelles Geld (Geld ohne realen Gegenwert).

Der Deregulierung wurde zu lange der Marsch geblasen! Zocker und „Manipulatoren“ hatten ein zu leichtes Spiel. Die Selbstverständlichkeit, dass letztlich die Staaten eh bezahlen müssen waren Teil des grossen Spiels. Die Spekulationen der Finanzwirtschaft müssen massiv einschränkt bzw. staatlich kontrolliert werden, ob es ihnen passt oder nicht.

Je nach Betrachter fallen die Ursachen der Finanzkrise etwas anders aus. Einige Beispiele:

Die wahre Ursache der Finanzkrise in einem Satz: (PDV, Partei der Vernunft)

„(…) Sobald eine zentrale Institution wie die Zentralbank, in dem wichtigsten Markt der Wirtschaft, dem Geldmarkt, sowohl den Preis des Gutes Geld, also den Zins, als auch die ursprüngliche Menge des Gutes, also die Geldmenge, zentral per Dekret vorgibt, muss das schief gehen, weil die zentrale Stelle niemals die Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten vieler Millionen Marktteilnehmer kennen kann. )“ zum Artikel =>   

Aus: „finazkrise.eu“

„(…) Die Finanzwirtschaft ist eng mit der Realwirtschaft verknüpft. Während die Finanzwirtschaft aber mit potentiellen Gewinnen spekuliert, wird in der Realwirtschaft nur das Geld verdient, welches tatsächlich erarbeitet wird. Folgt man diesem Gesichtspunkt, so hat die Finanzwirtschaft sich massiv übernommen: Es wurden hohe Geldsummen in Wirtschaftszweige investiert, die ihre Renditeversprechungen nicht einhalten konnten….)“ zum Artikel =>

Aus: „Der Honigmann sagt“:

„(…) Um die wirtschaftliche und finanzielle Situation Deutschlands heute zu verstehen, muss man zur Situation Deutschlands am Ende des Zweiten Weltkrieges zurückkehren. Die USA sahen Deutschland damals als einen Konkurrenten auf dem Weltmarkt, auf den man aufpassen muss, damit er nicht technologisch überholt oder zu viele Ressourcen verbraucht. Deutschland interessierte die USA in erster Linie als Militärstützpunkt, als Geldlieferant, als Risikoversicherer und als Workshop für bestimmte Produkte…)“  zum Artikel =>

Spannbauer, Krisenvorsorge: Was sind die wirklichen Ursachen der Finanzkrise?

Die vier Ursachen der Finanzkrise sind:

  1. Substanzloses, unbesichertes Geld und der “Schein” in meiner Hand
  2. Die unendliche Verschuldung und das legale Schneeballsystem
  3. Das Zinseszinssystem, der todbringenden Krebs
  4. Geld regiert die Welt – aber wer regiert das Geld?

Aus 1):

In den letzten dreißig Jahren haben sich die weltweit hergestellten Produkte und Dienste in etwa vervierfacht, die Geldmenge in diesem Zeitraum jedoch vervierzigfacht (Professor Hamer). Seit dem Ausbruch der Krise haben alle großen Notenbanken – die amerikanische FED, die europäische Notenbank, die Chinesische und die Japanische – die Geldmenge massiv erhöht. Das heißt, es steht der enormen Menge an bedruckten Papierscheinen in Wirklichkeit nur eine begrenzte Anzahl an Waren und Dienstleistungen gegenüber, sprich ein Großteil der Geldscheine ist schlichtweg „wertlos“. …

Die Bank schafft neues Geld aus der Luft und muss es nicht wie alle anderen durch Produktion und Verkauf ihrer Dienste erwerben. Kurzum, die Bank ist bereits jetzt und zu jeder anderen Zeit bankrott. Doch diese Zahlungsunfähigkeit kommt nur zum Vorschein, wenn die Kunden Verdacht schöpfen und einen „Run“ auf die Bank lostreten. Bei keinem anderen Unternehmen lässt sich das Phänomen des „Runs“ beobachten. Kein anderes Unternehmen kann über Nacht in den Ruin getrieben werden, nur weil seine Kundschaft beschließt, ihr Eigentum zurückzufordern. Kein anderes Unternehmen schafft fiktives neues Geld, das sich in nichts verflüchtigt, sobald man es einmal nüchtern beurteilt. Murray Newton Rothbar, Ökonom und Autor

Aus 2): Unsere heutige Welt basiert auf Schulden, die niemals getilgt werden (können), sondern fortlaufend durch neue refinanziert werden.

Ihre Bank “macht” Geld: Geld kommt als Schuldgeld auf die Welt. Geld entsteht in dem Moment, wenn jemand ein Darlehen aufnimmt. Dieses Schuldgeld wird von großen Notenbanken erzeugt, aber auch von der Bank um die Ecke. Und dies geschieht folgendermaßen: Eine Person spart und bringt bspw. einen Betrag in Höhe von 10.000 Euro auf die Bank und legt es dort auf ein Sparkonto. Zeitgleich kommt eine andere Person zur Bank und fragt nach einem Kredit über 100.000 Euro. Die Bank benötigt – anders als Sie vielleicht denken mögen – KEINE zehn weitere Personen, die dort jeweils 10.000 Euro als Sparguthaben anlegen, sondern es reicht eine Reserve von zwei bis zehn Prozent um solch ein Darlehen auszugeben. Den Rest – in unserem Beispiel also 90.000 Euro erzeugt sie auf Knopfdruck und erschafft in diesem Moment Geld aus dem Nichts und verdient daran Zinsen. Ein weiterer unglaublicher Betrug der Geldelite am normalen Bürger, der auf der ganzen Welt praktiziert wird.

Der tödliche Trick in unserem Geldsystem: Die Bank erschafft hier den Darlehensbetrag aus dem Nichts, aber nicht die dafür zu zahlenden Zinsen. Auf das eben angesprochene Darlehen über 100.000 Euro müssen ja bekanntlich Zinsen bezahlt werden. Woher kommt dieses Geld? Dies wird bei dem obigen Vorgang nicht geschaffen, sondern der Darlehensnehmer muss diese Zinsen durch mehr Arbeit und durch einen höheren Einsatz in Konkurrenz zu seinen Mitmenschen diesen abjagen. Dies erschwert einerseits allen das Leben, aber andererseits reicht es bei weitem nicht. Bei den unvorstellbar hohen Darlehenssummen kann man auch mit dem größtmöglichen Einsatz dieses Geld nicht verdienen, denn es ist schlicht und einfach nicht vorhanden.

Da die Politik in den vergangenen vierzig Jahren maßgeblich an diesem System der Verschuldung partizipiert hat – denn nur durch die immer weiter ausgedehnte Staatsverschuldung wurde die Erfüllung all der unsinnigen Wahlversprechen an diverse Wählergruppen überhaupt möglich – ist von dieser Seite keine Hilfe zu erwarten. Hier wurde sprichwörtlich der Bock zum Gärtner gemacht, denn die Politik wurde zum willfährigen Mittäter des Finanzwesens. Nicht vergessen sollte man an dieser Stelle, dass bspw. der Staatssekretär Jörg Asmussen eine Triebkraft bei der Einführung mit dem Handel von strukturierten Wertpapieren war und somit maßgeblich zum Desaster beigetragen hat. Heute wiederum sitzt er in den zuständigen Gremien und verteilt an die Banken, die mit den wilden Spekulationen Milliarden verloren haben, die enormen Steuergelder. So gehört er dem Lenkungsausschuss des Bankenrettungsfonds SoFFin an, sitzt im Verwaltungsrat der Finanzaufsichtsbehörde Bafin und im “Wirtschaftsfonds Deutschland”, der ohne parlamentarische Kontrolle über Staatsbürgschaften für Unternehmen entscheidet. Noch Fragen?

Aus 3): Das Zinseszinssystem, der todbringenden Krebs. Unser heutiges Geldwesen beinhaltet das Zinseszinssystem der Zinszahlungen auf all die aus dem Nichts erschaffenen Schuldbeträge. Es sind Zinsen an Banken zu zahlen, die den verliehenen Geldbetrag quasi ungesichert aus dem Hut gezaubert haben (Buchgeldschaffung) und somit ohne eine reale und werthaltige Gegenleistung nun den Lohn des Zinses vom Schuldner einstreichen. Hier wird also nur durch Verschuldung ein Abhängiger geschaffen, der sich künftig für den Zins abrackert. Ein perfides Ausbeutungssystem, das ohne Leistung des Verleihers den Reichtum und die Wertschöpfung der Schuldner umverteilt – von unten nach oben.P

Das berühmte Beispiel mit dem Josephs Pfennig – aus einem Pfennig werden … Dieses Zinseszinssystem ist wie ein Krebsgeschwür, das mit immer größerer Geschwindigkeit wuchert und zum sicheren Tod führt. Ich führe das Beispiel des berühmten Josephspfennigs auf: Hätte das Jesuskind im Jahre Null einen Pfennig mit fünf Prozent angelegt, so wäre durch den Zinseszinseffekt ein Wert entstanden, der sich auf etwa vierundzwanzigsextilliarden Euro bewegt. Dies ergäbe bei einem Goldpreis von zwanzig Euro pro Gramm einen Wert, welcher 136 Milliarden Erdkugeln aus purem Gold entspricht. Ohne den Zinseszinseffekt wäre es nur knapp ein Euro geworden. Diese einfache Rechnung zeigt, dass der Zinseszins den zyklischen Zusammenbruch der Schuldenpyramide bedingt.

„Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder“. Mayer Amschel Rothschild

Das heutige Wirtschaftssystem benötigt ein ständiges Wachstum: Die nachfolgende Grafik zeigt den Einbruch der Wirtschaftsleistung im EU Raum. Hieraus erkennt man, dass wir uns im Jahr 2009 wieder auf dem Niveau von 2003 befanden.

 

Das Zinseszinssystem erfordert ein ständiges zwanghaftes Wirtschaftswachstum und übersteigt hierbei rasch die Dimensionen unseres Planeten. Raubbau an der Natur, sowie Ausbeutung von Mensch und Material sind logische Folgen. Das scheint auf den ersten Blick nicht besonders dramatisch zu sein, jedoch haben wir gerade gelesen, dass das Zinseszinssystem ein permanentes Wachstum braucht, um die fortwährende Verschuldung und den Zins finanzieren zu können. Durch den wirtschaftlichen Einbruch verlieren wir Zeit und Geld, das nicht mehr hereingeholt werden kann und unweigerlich zum Crash führen wird. Für unser auf Schulden aufgebautes System ist ein Wachstumsstopp oder bereite eine Stagnation fatal.

Aus 4): Geld regiert die Welt aber wer regiert das Geld? Leider stellen sich nur die wenigsten die zweite Frage und deshalb haben es einige super reicher Familien geschafft, die Welt mit dem Geld zu versklaven. So wie Jakob Fugger (Auch genannt Jakob der Reiche, 1459-1528) im Mittelalter die halbe Welt durch Kredite an ausgabenwütige Herrscher unter seine Kontrolle brachte, haben es große Familien wie Rockefeller, Rothschild, Morgan, Loeb & Partner und andere mit der Gründung der privaten amerikanischen Notenbank FED im Jahre 1913 geschafft, die Welt mittels der Kontrolle des US-Dollars zu unterjochen.

Sie kontrollieren den Dollar als Weltreservewährung, damit das Geld und somit die Richtung der Welt. Diese mächtigen Familien mehren damit ihren bereits jetzt schon unvorstellbaren Reichtum. Rothschild wurde folgendermaßen zitiert: „Gib mir die Macht über das Geld und mir ist egal, wer die Regierung ist.“

Der ehemalige Präsident der Deutschen Bundesbank, Hans Tietmeyer, sagte beim Weltwirtschaftsforum in Davos bereits 1996 folgendes dazu: „Ich habe bisweilen den Eindruck, dass sich die meisten Politiker immer noch nicht darüber im Klaren sind, wie sehr sie bereits heute unter der Kontrolle der Finanzmärkte stehen und sogar von ihnen beherrscht werden.“

Die Machthaber nutzen ihre Möglichkeiten zu Lasten unserer Zukunft weidlich aus: Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass die Notenbank Geld förmlich mit der  Notenpresse erschafft. So schrieb Spiegel Online am 25.06.2009: „Die Notenbank der USA kauft sich daher selbst die Papiere ab, mit Geld, das sie vorher selbst gedruckt hat. Die Bilanz der FED hat sich seit 2007 mehr als verdoppelt. Die US-Notenbank ist damit eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen der Welt. Ihr Geschäftszweck ist die wundersame Geldvermehrung.“

Mit diesem Schummelgeld kaufen diese mächtigen Familienclans weltweit Firmen, Immobilien, Edelmetalle, Rohstoffe usw. Man kann dies auch als Sondersteuer oder als weltweiten Tribut bezeichnen, den die USA der restlichen Welt auferlegt hat….)“

Die Frage des Finanzbloggers würde mit einem neuen Finanzsystem bestimmt beantwortet. „Ist der Franken bereits zu schwach?“ – oder zu starkt? Allerdings muss er sich gedulden. So schnell geben die Mächtigen ihre Karten nicht aus der Hand! Das kann man daran ableiten, wie der Weltpolizist Noten verteilt. Deutschland wird Erfolg auf Kosten der Krisenländer vorgeworfen.Verständnis erntet die Schweizzerische Nationalbank bezüglich der Mindestkurs-Politik gegenüber dem Euro. Dies kann sich aber rasch ändern…

Lesen Sie im Finanzblog: Freude!? Berner KKW Mühleberg geht 2019 vom Netz


Die Börsen feiern – Spanien drängt sich unter die Haube


Man sollte nur in Firmen investieren,
die auch ein absoluter Vollidiot leiten kann,
denn eines Tages wird genau das passieren.
Warren Buffett
 
 

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…) Die angekündigten Milliardenhilfen der EU für Spanien verhelfen den Börsen weltweit zu Kurssprüngen. Der SMI notiert am Mittag rund 1 Prozent im Plus. Vor allem Bankentitel profitieren. Mehr…

Ob „Feiern“ etwas mit Arroganz zu tun hat? Oder geht es den Börsianern etwa so wie Kindern, wenn der Lastwagen neues und mehr Sand in den Sandkasten bringt?

  • Tagesanzeiger v. 12. 6. 12:
„(…) Die Rendite für zehnjährige spanische Staatsanleihen kletterte auf 6,783 Prozent und erreichte somit den höchste Stand seit Einführung des Euro. Die Angst der Anleger vor einer Eskalation der Euro-Krise nimmt zu. Mehr… 

„(…) Wien. Nächster Halt Rom: Die Modalitäten der 100 Milliarden Euro „schweren“ spanischen Bankenrettung sind im Detail noch nicht einmal fixiert, da taucht schon der nächste Rettungskandidat im Visier der Märkte auf: Italien. Diesmal wird es aber richtig heftig: Italien ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone und der viertgrößte Schuldenmacher der Welt. Sollte dieses Land unter den Rettungsschirm schlüpfen müssen, wird das die Kapazität der bisherigen Rettungsfazilitäten sprengen. …)“ Quelle

„(…) Spanien – Banken aufgepäppelt, aber die Sorgen werden nicht geringer. 180 Milliarden Euro sind alleine schon bekanntgegebene „notleidende Kredite.“ Aber die internationalen Börsen werden vorerst aufatmen und zu Beginn galoppieren! …)“
Hier: Börsengerüchte von cash Guru »   

„(…) Nach der Entscheidung, Spaniens marode Banken mit milliardenschweren Hilfen zu stützen, sah zunächst alles nach Eintracht und Optimismus aus: Die asiatischen und europäischen Aktienmärkte starteten mit satten Zuwächsen in den Handelstag. Händler und Volkswirte zeigten sich zuversichtlich – dann wurden die Worte von Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz bekannt.

 Der Ökonom kritisiert das europäische Hilfsprogramm für Spaniens Banken als „Voodoo-Ökonomie“. „Das System ist: Die spanische Regierung rettet die spanischen Banken, und die spanischen Banken retten die spanische Regierung“, sagte Stiglitz der Nachrichtenagentur Reuters. Das könne nicht funktionieren. Stattdessen müsse Europa die Schaffung eines gemeinsamen Bankensystems und einer Fiskalunion vorantreiben. Mehr

Irgend wann braucht die EU selber Hilfe! Ob chinesische Währungsreserven in gewissen Hinterköpfen die Spekulation anmachen? => Dollar-Zukäufe: China hortet 3,2 Billionen Dollar Währungsreserven

Hauptsächlich aber geistert Das Märchen vom grenzenlosen Wachstum in der Welt herum. Einige Gedanken daraus:

„(…) 

Vom ein oder anderen ökonomischen Experten, der sich mit der fernen Zukunft beschäftigt, kann man hören, dass nur ein Idiot an grenzenloses Wachstum glaubt. Was ist damit gemeint? Wir befinden uns nun einmal auf einem Planeten, welcher ein mehr oder weniger geschlossenes System darstellt. Es sollte für jeden offensichtlich sein, dass ein solches Gebilde Grenzen hat…

Auch ohne Marx gelesen zu haben sollte man verstehen, dass das auf ewiges Wachstum ausgerichtete kapitalistische System nicht endlos funktionieren kann. Wenn weltweit die letzten Märkte erschlossen und versorgt wurden, wenn die Rohstoffe zur Neige gehen und wenn der Reichtum derart stark angestiegen ist, dass die Inflation durch die Decke geht, dann wird kein weiteres Wachstum möglich sein und das ganze System droht zu implodieren. Die aktuellen Krisen sind erst der Anfang und werden so lange nicht das Ende sein, so lange Wachstum der Grundpfeiler unseres Denkens ist. …

Was würde denn passieren, wenn wir den naiven Vorschlägen folgen und so viele Kinder in die Welt setzen würden, dass die Bevölkerungspyramide in jeder Generation an der Basis am breitesten ist? Fällt denn wirklich niemandem auf, dass das unendliches Wachstum bedeuten würde? Deutschland ist ohnehin bereits ein sehr dicht besiedeltes Land. Wo sollen denn die ganzen Menschen hin? Ganz Deutschland ein einziges Ruhrgebiet? Nicht gerade eine idyllische Vorstellung. …

Was man bei der Diskussion zum Thema abnehmende Arbeitskräfte gerne vergisst ist die Tatsache, dass man immer weniger Arbeitskräfte braucht, um einen bestimmten Wert zu erwirtschaften. Auch wenn Maschinen den Menschen nie ganz ersetzen werden, so sind die Beschäftigungszahlen im produzierenden Gewerbe in Relation zum hergestellten Wert seit der Einführung der Manufakturen (Arbeitsteilung) dramatisch gesunken…

Desweiteren bleiben die Menschen länger gesund – oder sollten es zumindest. Da sollte man tatsächlich eher eingreifen, um die Arbeitsfähigkeit der Bevölkerung zu optimieren (klingt sachlich kühl anstatt herzlich menschlich, aber darum geht es nun einmal). Die Fettleibigkeit und die damit verbunden Krankheiten wie Diabetes, Herzkreislaufprobleme, Gelenkschäden und viele mehr hat sich als ein Volksleiden etabliert. An den Folgen von Zigaretten- oder Alkoholkonsum sterben allein in Deutschland pro Jahr über 200.000 Menschen. Unzählige mehr müssen sich medizinisch behandeln lassen und verursachen der Volkswirtschaft Unmengen an Ausgaben. Viele Menschen ernähren sich ungesund, treiben zu wenig Sport und leiden unter zu viel Stress. Es gibt viele Hebel, an denen man ansetzen könnte. Gesündere Bürger können auch länger arbeiten und verursachen weniger Kosten…

Ein weiterer Faktor, der in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird, ist die private Altersvorsorge. Im Endeffekt macht das auch mehr Sinn. Im Moment zahlen die Arbeiter in eine Kasse ein, aus der sie in der Zukunft vermutlich weniger zurück bekommen werden…

… Noch ein Punkt, der beim demographischen Wandel so gut wie nie berücksichtigt wird, betrifft die natürliche Begradigung der Bevölkerungspyramide. Unvermeidbar ist es, dass in Zukunft mehr Personal im Pflege- und Gesundheitsbereich benötigt wird. Andererseits wird es – wie erwähnt – einen geringeren Bedarf im produzierenden Gewerbe geben. Man darf dabei nicht vergessen, dass die Bevölkerungspyramide nie dauerhaft in der oberen Hälfte am breitesten sein wird. Der „Bauch“, der jetzt bei den Jahrgängen zwischen 1950 und 1975 sichtbar ist, wird irgendwann von selbst verschwinden. In fünfzig Jahren wird die schmale Basis der Pyramide nämlich nach oben wandern, während die meisten Mitglieder des „Bauchs“ gestorben sein werden. Das Ergebnis ist eine schmalere, ausgeglichenere Pyramide, die eine geschrumpfte Bevölkerung wiederspiegelt…

Abschließend sollen noch ein paar Worte dazu erwähnt werden, warum ein exzessives Bevölkerungswachstum zu einer Schwächung der Demokratie führt. Im deutschen Bundestag sitzen im Moment 620 demokratisch gewählte Volksvertreter. Bei ca. 62.000.000 Wahlberechtigten kommt also ein Abgeordneter auf 100.000 Wählerstimmen. Stiege die deutsche Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten um z.B. 50%, dann kämen auf einen Abgeordneten bereits 150.000 Wähler. Bei einem Rückgang an Stimmberechtigten um 50% würden statistisch gesehen 50.000 Bürger einen Abgeordneten wählen. Die eigene Stimme und damit das demokratische Mitbestimmungsrecht würden also deutlich an Gewicht gewinnen. Umgekehrt zählt das Individuum umso weniger, je mehr Menschen es gibt, mit denen der Lebensraum geteilt werden muss. …

Am besten bringt Isaac Asimov das Dilemma von Wachstum und der Würde des Einzelnen metaphorisch auf den Punkt: Man stelle sich eine Wohnung mit zwei Bewohnern und zwei Toiletten vor. Jeder könnte sich frei entscheiden, wann, wie oft und wie lange er die Toilette benutzen würde. Die Freiheit der Toilettenbenutzung wird deshalb als selbstverständlich angesehen und akzeptiert. Wenn jedoch zwanzig Personen in der gleichen Wohnung leben spielt es keine Rolle ob alle an die Freiheit der Toilettenbenutzung glauben. Sie kann ganz einfach nicht existieren. Man muss sich absprechen, wer die Toilette als nächstes benutzen darf, man kann sie nicht mehr so lange benutzen wie man möchte, andere könnten an die Tür klopfen und verlangen, die Toilette selbst zu benutzen, usw. Kurzum, man wird in seiner Freiheit und in seiner Würde eingeschränkt und jede weitere Person würde diese Einschränkungen weiter verstärken. Diese Metapher brachte Asimov zu folgenden Schlussfolgerungen: Demokratie kann eine Überbevölkerung nicht überstehen. Die menschliche Würde kann eine Überbevölkerung nicht überstehen. Annehmlichkeiten und Anständigkeit kann Überbevölkerung nicht überstehen. Das Gleiche lässt sich auf größere Maßstäbe übertragen. Umso mehr Menschen es gibt, umso weniger zählen die Wünsche und Bedürfnisse des Einzelnen, da es ganz einfach Limitierungen gibt, die eine uneingeschränkte Freiheit unmöglich machen. Es gibt so viele Menschen auf der Welt, dass uns 30.000 verhungerte Kinder pro Tag nicht berühren. Der Wert eines Menschen nimmt mit steigenden Zahlen stetig ab. In einem Dorf sind die Beziehungen zwischen den Menschen in der Regel persönlicher als in einer Großstadt. Sollten wir also weiterwachsen und mehr Großstädte hervorbringen? …

…Bleibt nur noch zu sagen, dass es wünschenswert wäre, einen Politiker oder einen Ökonomen zu hören, der zugibt, dass ein auf Wachstum basierendes System nicht endlos ohne Krisen funktionieren kann. Leider handelt es sich dabei um ein Hauptproblem öffentlicher Politik: Man gaukelt dem Volk vor, dass es immer weiter aufwärts geht. Ich bin mir sicher, dass kluge und einflussreiche Köpfe von den Problemen wissen und darüber nachdenken, was getan werden kann oder muss, wenn bestimmte Grenzen erreicht werden. Die Menschheit darf gespannt sein, ob dabei eine brauchbare Lösung herausspringt. Mit einer Immer-so-weiter-Mentalität werden wir auf jeden Fall nicht weit kommen. Vielleicht trifft der große Crash dann nicht uns – aber unsere Nachfahren ganz bestimmt. Die Chancen stehen gut, dass uns spätere Generationen für unsere Kurzsichtigkeit und für unseren Egoismus verteufeln werden. …)“

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Die größte Spekulation der Welt wäre es, einen Politiker zu dem Wert einzukaufen, den er hat,
und ihn zu dem Wert zu verkaufen, den er sich selbst einräumt.
André Kostolany, Spekulant (1906–1999)
 

odh

 Nicht vergessen: das Finanzblog von Stephan Marti lesen!


Virtuelle Welt


Gesehen in: „Die neuen Herrscher der Welt“ von Jean Ziegler

„(…) Wir wohnen also der Konstituierung einer virtuellen Welt bei, die an die herkömmliche geografisch-historische Welt nicht assimilierbar ist. Das zirkulierende Kapital selbst ist virtuell;  derzeit übertrifft es um das Achtzehnfache den Wert sämtlicher Güter und Dienstleistungen, die während eines Jahres auf dem Planeten produziert werden und verfügbar sind. Die so entstehende Dynamik zeugt von einer ungeheuren Vitalität, verstärkt aber auch nachdrücklich die Ungleichheiten: Die Reichen werden im Nu immer reicher, die Armen sehr viel ärmer. In den USA ist das Vermögen von Bill Gates genau so gross wie das der 106 Millionen ärmesten Amerikaner zusammen. Es gibt inzwischen Einzelpersonen, die reicher sind als ganze Staaten: Der Besitz der fünfzehn vermögendsten Menschen der Welt übertrifft das Bruttoinlandsprodukt aller Länder des subsaharischen Afrika ausser Südafrika.*

*Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), Human Development Report 2000, New York 2001

Inzwischen haben sich die Verhältnisse vermutlich noch mehr zu Ungunsten der Armen entwickelt..

(…) Sie haben einen neuen Bestseller, „Der Hass auf den Westen„, geschrieben, hasten auf Lesereise von Ort zu Ort, sind im Ausschuss des Menschenrechtsrats der Uno. Das alles mit 75 Jahren. Herr Ziegler, was treibt Sie an?

Jean Ziegler: Mein Buch entstand aus meiner Tätigkeit als Uno-Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf Nahrung. Das war eine total faszinierende und auch frustrierende Arbeit. Der Hunger nimmt weiter zu auf der Welt. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter 10 Jahren. Auf einem Planeten, der vor Reichtum überquillt. Hunger ist also nichts Zwangsläufiges. Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet.

«Ich kann den Armen zwar nicht helfen, aber ich kann erzählen, was ihnen zustösst und was ihnen helfen würde»: Jean Ziegler, Fürsprecher der Benachteiligten.
«Ich kann den Armen zwar nicht helfen, aber ich kann erzählen, was ihnen zustösst und was ihnen helfen würde»: Jean Ziegler, Fürsprecher der Benachteiligten. Bild: Susanne Keller

Wer verantwortet den Mord?
Die tyrannischen Machtstrukturen der westlichen Staaten und der Grosskonzerne.

Jean Ziegler tritt gegen sie an?

Ich versuche es. Wenn ich in Guatemala mit einem Konvoi von Uno-Fahrzeugen zu den Mayas gekommen bin, dann dachten sie, dass sich nun endlich jemand um sie kümmere. Aber ich wusste, dass ich sie in dem Moment, in dem sie mir vom Hungertod ihres Kindes erzählten, anlüge. Mehr=> in der BAZ: …«Ich kann nicht einfach sagen: ‹Brother Muammar, let’s talk!›»…

Alt oder jung, das spielt keine Rolle. Viel wichtiger ist, ob man Privilegien hat oder nicht. Wäre ich Bauarbeiter, wäre ich jetzt vollständig erschöpft. Aber Intellektuelle leisten keine ermüdende körperliche Arbeit. Sie sind bezahlt, um zu denken. Bei einem Intellektuellen würde Ruhestand bedeuten, dass er aufhört zu denken. Das Denken geht nicht in Pension.

Man muss ja nicht mit jedem einen Kuhhandel abschliessen! Bild: Lars Nay; aus 20 Minuten

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Cash Guru:

26. 10. 09: Der Markt verliert an Kraft!

Petroplus – verkauft ihre Antwerpen Operationen für 25 Millionen Dollar. Anlage steht noch mit 40 Millionen in den Büchern, bedingt also einen Abschreiber von 15 Millionen Dollar. Transaktion soll noch in diesem Jahr durchgezogen werden. Martin Ebner soll sich bei Petroplus einnisten!

Orascom übernimmt in Montenegro 90pc der Lustica Development Corp., 10pc bleiben bei der Regierung. Ein Projekt „à la Andermatt“ soll auf 6,8 Millionen Quadratmetern in den kommenden fünf Jahren  durchgezogen werden, u.a. mit 2350 Wohneinheiten.

27.10. 09: Markt klar angeknackst – Verunsicherung der Anleger

CH-Konsum – UBS Konsumindikator stabilisiert auf tiefem Niveau: September 0.63 nach 0.62 im August.

Austriamicrosystems – gute 3.Q-Zahlen, aber Auftragseingang nicht spürbar verbessert. Resultat dank Sparmassnahmen. Absatz scheint sich aber etwas zu beleben. UBS belässt auf neutral mit unverändertem Kursziel 24.

 

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Neue Blasen am Finanzhimmel sichtbar?


Ab nächstem Jahr sollen die die Zinsen erhöht werden. Die Anleger wir’s freuen, sie investieren und so kommt noch mehr Geld in den Umlauf.

29. Sept. 2009 wird die Schweizerische Nationalbank die Zinsen erhöhen, CS-Ökonom Martin Neff zu… CS bestätigt BIP-Prognose für 2010
www.cash.ch/…/csoekonom_rechnet_2010_mit_hoeheren_zinsen-831893-449

Eine Blase ist, was sie ist, eine kurzfristige Angelegenheit. Umgekehrt gesagt: Das Platzen setzt eine Blase voraus. Wer Geld verlieren will, muss ab nächstem Jahr sehr schnell in „lukrative“ Anlagen investieren, die Banken werden nicht zurückhaltend mit Angeboten sein…!

Die aktuelle Krise hat zu mindest eine Machtkonzentration bei Banken hinterlassen. Viele sind verschwunden, einige sind grösser und damit einflussreicher und mächtiger geworden. Die Kunden haben es bezahlt. Es wurde kräftig vom Verlust der vielen Anleger, die jetzt weniger bis nichts mehr haben, profitiert. Viele Anleger sind hineingerasselt, weil sie gierig nach dem schnellen Geld suchten. Wer nun meint, die Klumpenrisiken von Grossbanken würden kleiner, wird die Entwicklung mit Sperberaugen beobachten müssen. Die Saat ist aufgegangen. Das Rezept hat funktioniert. Die Staaten haben kräftig Geld gespendet, teilweise via Notrecht wie es etwa Bundespräsident Merz in Sachen UBS am Volk vorbei tat. Vorerst aber wurden die Taschen der einflussreichen Finanzer gefüllt. Boni in Milliardenhöhe, goldene Fallschirme mit Brillanten gesämt…

Künftig werden wohl die Löhne höher ausfallen, damit gezeigt werden kann, dass die Boni geriner geworden sind. Massgebend sind die Gesamtausgaben an Mitarbeitende. Die goldenen Fallschirme werden abgeschafft. Anstelle treten hohe Eintrittszahlungen. Vorteil:  Man hat was man hat, bereits ohne eine Leistung erbracht zu haben…

Die G20 hat sich selber zur Welt-Finanzpolizei erkoren. Die Welt wird nun mit unbunten, farbigen Listen kategorisiert. Wer nich spurt, bekommtes dunkelschwarz (Schwarz (-geld) und seine Emotionen). Wer spurt, bekommt ein makelloses weisser als Weiss. ( Weiss und seine Emotionen). Dazwischen ist Grau, (Was sagt uns die Farbe Grau? ) vermutlich in verschiedenen Schattierungen.

Wer aus Gier agiert, lehnt Grau ab. Das Gefühl zu kurz zu kommen und der Glaube, dass man überall dabei sein und mitreden müsse, steuert diese Mensche. Da mit Schwarz kein Weiterkommen in Aussicht steht, bleibt nur noch Weiss. Nicht wegen der Makellosigkeit, sondern aus „gierigem Kalkül“!

Bezüglich den so genannten Steueroasen hat es gewirkt. Das „nicht verhandelbare Bankgeheimnis, an dem sich die anderen noch die Zähne ausbeissen werden“ (Bundesrat Merz), ist faktisch vom Tisch. Schweiz intern dürfen wir es noch etwas pflegen, bis es vergessen sein wird!

Die neue Daumenschraube heist ab jetzt: „Schwarze Liste“

Dabei ist es doch offensichtlich: Den Tresor der Welt will man nicht länger der kleinen Schweiz, Östereich und einigen Kanalinseln überlassen. Dies umso mehr, als die Schuldenwirtschaft, voran die USA bis zur EU und z. B. Deutschland auf Heller und Pfennig angewiesen sind (was machen die mal, wenn es nichts mehr zu holen gibt?).

Hauke Reimer (Frankfurt) schreibt in WIWO: Neue Blasen an den Börsen; Die Geister, die ich rief…

Was wird sich ändern? So lange die alten Akteure mit ihren Strategien am Werks sind, wird kaum etwas ändern….

Eine unmögliche Idee:

Vollgeld – Wirtschaft ohne Blasen – Global-Talk

Es geht auch ohne Mummenschanz, UFOs und Weltuntergangszenarien. Man muss nur die richtigen Leute fragen – zum Beispiel Hans Christoph Binswanger.
www.global-talk.org/wirtschaft/4420-vollgeld-wirtschaft-ohne-blasen.html

Alles paletti? Soros sieht es anders. Er tritt gegen ein Heer von exzessiv zu optimistischen Analysten und Schönwetter-Rednern an!

Börsenguru George Soros hat das amerikanische Bankensystem als «quasi bankrott» bezeichnet. Den Meldungen über einen kommenden Aufschwung traut er nicht. Aus dem Tagi: Alle hoffen – nur George Soros nicht

aus dem personalblog:

11. August 2009: Kapitalisten aller Länder vereinigt euch, Bundesrat Merz: „Wir haben überbordet“  

30. Juli 2009: Hat jemand einen Wertewandel im Finanzbereich erwartet?  Es braucht anderes Personal.

12. Mai 2009: Schuldentilgung: Einfach erklärt  „Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nationen unserer Banken- und Wirtschaftssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“ Henry Ford 

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Zweites Leben für Lehman Brothers


„(…) Patrick Schmitz-Morkramer ist gut im Geschäft, die Pflichten eines Top-Bankers haben ihn im Griff. Im Terminkalender ist jede Minute verplant, ein Kundengespräch folgt auf das andere, und an diesem Nachmittag veranstaltet sein Arbeitgeber, die Nomura-Bank, auch noch ein Golfturnier für Kunden. Da darf er nicht fehlen.

Schmitz-Morkramer war Co-Deutschland-Chef der insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers. Nun hat er wieder die gleiche Funktion bei der japanischen Großbank inne, die die europäischen und asiatischen Teile seines Ex-Arbeitgebers aufgekauft hat. Schmitz-Morkramer ist optimistisch und schmiedet große Pläne. „Wir sind jetzt die einzige globale Investmentbank mit einer marktführenden Position in Asien“, sagt er. Nomura soll zu einer der weltweiten Top-Adressen werden. Dabei helfen sollen auch die rund 8000 weiteren Ex-Lehman-Banker….

… Doch der Exodus droht weiterzugehen. „Viele warten nur darauf, dass sie im Oktober ihren Bonus erhalten, und werden danach gehen“, sagt ein Nomura-Insider. Nomura hatte rund 400 Lehman-Investmentbankern Bar-Boni auf dem Level des Rekordjahres 2007 garantiert, wenn sie Nomura für eine gewisse Zeit treu bleiben. Wer bis zum März dieses Jahres durchhielt, bekam zwei Drittel des zugesagten Bonus. Wer bis zum ersten Oktober bleibt, erhält auch noch den restlichen Bonus. Dazu kommt: Einige Londoner Headhunter berichten bereits wieder von einer steigenden Nachfrage nach Finanzexperten.

… Die typische Lehman-Arbeitsweise, die gemünzt war auf große Deals, hohes Tempo und hohes Risiko, passt für viele nicht in die bisherige Nomura-Welt. Langsam und bürokratisch sei der Nomura-Apparat, schimpfen Ex-Lehman-Mitarbeiter. 

… Hoffen auf den grossen Deal

Seitdem tobt ein „offener Krieg“ – so das „Wall Street Journal“ – zwischen Lehman und Barclays. Lehman-Anwälte behaupten, die Briten hätten einen ungerechtfertigten Gewinn von mehr als zwei Milliarden Dollar kassiert. Barclays hält dagegen, dass es sich bei allen Zahlen in der Kaufvereinbarung nur um Schätzungen gehandelt habe. Und ein Deal sei nun mal ein Deal.

Auf einen großen Deal hofft auch Richard Fuld noch. Der ehemalige Lehman-Weltchef sitzt in einem Büro im New Yorker Stadtteil Manhattan. Fuld hofft darauf, bald wieder das große Rad zu drehen: als Hedgefondsmanager. Matrix-Advisorsust heißt sein neuer Arbeitgeber. Was er dort genau tun wird, darüber schweigt Fuld bislang. Doch der überraschende Karriereschritt zeigt: Die Lust am Zocken scheint der Mann, dem viele Amerikaner Mitschuld an der Finanzkrise geben, nicht verloren zu haben. Mehr => WIWO

Es stehen jeden Morgen viele Dummköpfe auf. Sie werden sich betören lassen und Ihr Geld den Zockern anvertrauen um zu mehr Zins und schnell ans grosse Geld zu kommen. Für viele wird es, weil es ein Nullsummenspiel ist, ein Lauf ins offene Messer sein. Einzige Unbekannte: Termin des Dolchstosses.

Die G20 macht sich als Weltpolizist für Transparenz im Finanzwesen gross. Grosse Taten werden kaum zu erwarten sein. So will man zwar mehr Aufsicht aber keine Lohnobergrenzen. Die Ursache des Übels, die Manipulationen an den Börsen, wird man kaum angehen.

Aktien-Spam, Betrug per E-Mail. Manipulationen an den Börsen

5. Mai 2008 Milliarden-Betrug, Aktien-Spam und falsche Nachrichten: Manipulationen an den Börsen sind dank Hightech ein Kinderspiel.
infopirat.com/bm_aktien-spam-betrug-e-mail-manipulationen-den-boersen

Kommentar zu Finanzkrise: Manipulationen – Börsenkrise – FOCUS Online

18. Mai 2009 Kommentar ‚Manipulationen‚ von Prof. Dr. Medenbach: Das US-amerikanische Hyperkapital bereichert sich immer wieder frech und ungestraft an
www.focus.de/…/boerse/…/manipulationen-finanzkrise-kommentar_1177576.html

Cash: Die Dollarerholung mit Hebel spielen
Wenn die US-Währung weiter seine Muskeln spielen lässt, profitieren Anleger am meisten mit einem Hebelprodukt. Mehr als 50 Prozent Gewinn liegen im besten Fall drin. mehr »

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Cash Guru:

05. 10. 09 Warten auf Impulse, Grundton freundlich

Holcim – sieht kaum weitere Chancen für Zukäufe – CEO Akermann: „Wir wachsen organisch mit dem Markt“.

Kudelski – nimmt zweiten Anlauf, um US-Tochterfirma OpenTV ganz zu schnappen – offerierter Preis von 1.55 Dollar pro Aktie liegt 17pc über Freitagsschluss.

06. 10. 09 Gold gewinnt an Glanz

Gold – im Fernen Osten heute morgen das grosse Thema – Marke von 1020 Dollar locker geknackt – US-Währung wird von Asiaten immer weniger ernst genommen.

Dollar – Australische Notenbank erhöht Leitzins überraschend um 25 Basispunkte – US-Dollar macht auch in Europa tiefen Taucher.

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Börsenfilm für Einsteiger mit Frauke Ludowig


Die Verantwortlichen schreiben dazu:

„(…) Sind Sie neu an der Börse? Dann bietet Ihnen dieser Film wertvolles Know-how für Ihre zukünftige Kapitalanlage und will Ihnen den Einstieg erleichtern.

Dorothea und Daniel sind ein junges Paar und haben sich vorgenommen, Geld an der Börse zu investieren. (…) Schritt für Schritt lernen Dorothea und Daniel, was es bei Wertpapieren und beim Handel zu beachten gilt.

Die TV-Moderatorin Frauke Ludowig führt durch den Film und macht immer wieder Abstecher auf das Parkett der Börse Frankfurt, wo sie mit Experten und Händlern spricht.“

Unten sehen sie Kapitel 5 „Fonds und ETFs

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Tamedia – hart getroffen!

Tamedia – 1.Hj Umsatz eingebrochen minus 16pc, Gewinn nur noch „Alibi“ 0,8 Millionen Franken. Es wird weiter geschrumpft und gespart. <20 Minuten> erstmals rückläufig. Vontobel passt Kursziel auf 75 (50) an, gibt aber gleichzeitig nur Halteempfehlung ab.

Helvetia – starkes 1.Hj: dynamisches Wachstum 21,4pc! Anlagengewinn 515 Millionen sehr eindrücklich (minus 41), Gewinn 138 Millionen Franken (166). Strahlt Zuversicht aus.

 

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Kapitalisten aller Länder vereinigt euch


Kapitalismus pur? Ausbeutung der arbeitenden Klasse? I wo!

Mit Kapitalismus hat die Selbstbedienung der Banker überhaupt nichts zu tun. Denn es geht nicht um die sogenannte Profitgier von Kapitalbesitzern. Im Gegenteil: Die Profite der Kapitalisten, also der Anleger (im Falle der Citibank ist der Staat mit 34 Prozent größer Mitinhaber) werden durch den Raubzug  angestellter Manager geschmälert.

=> mehr in WIWO: …Kapitalismuskritik an die falsche Adresse…

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Nestlé bleibt auf dem Vormarsch; Nestlé – Gewinn liegt im 1. Hj mit 5,1 Milliarden Franken deutlich über den Analysten-Schätzungen von 4,8 Milliarden – Umsatz fiel leicht um 1,5pc auf 52,3 Milliarden – erwartet in der zweiten Jahreshälfte weiteres Wachstum, Zahl von plus 5pc wird aber nicht mehr genannt.

UBS – folgt heute der Durchbruch im Steuerstreit? 15:00 Uhr weitere Telefonkonferenz mit US-Richter.

 

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Hat jemand einen Wertewandel im Finanzbereich erwartet?


Anderes Personal jedoch müsste zuerst heran geschult werden. Bis eine neue Generation von Fachleuten entwickelt ist, werden wir noch mehr als eine Finanzkrise erleben. Was nützt es, wenn wichtige Referenten aus der Praxis den Nachwuchs auf das Zocken trimmen?

Neues Personal im Finanzsektor zu haben wird Wunschdenken bleiben, genau so wie Themen über „neue Ethik“ usw.

Die Banken schreiben wieder Milliardengewinne, die Börse jubiliert. Vor einem halben Jahr herrschte in den Instituten noch die grosse Werte- und Sinnkrise. Alles Schnee von gestern?

Motto: Die Krise? Das waren nicht wir, das war der Markt. => Mehr bei: cash:

„(…) Mit Milliardensummen musste das Finanzsystem gerettet werden. Doch das schert die Banker wenig – längst fordern sie wieder üppige Boni. Die Politik müsste viel entschiedener handeln. …)“

18. Juli 2009 Amerikanische Banken zocken schon wieder kräftig am Kapitalmarkt. Trotz Finanzkrise haben die großen Geldhäuser in den USA im zweiten
www.welt.de/…/US-Bankenzockenwieder-mit-Milliardenbetraegen.html 
 
Wenn amerikanische Banken Aktivitäten Richtung Zocken entwickeln, müssen die anderen nachziehen, um ja keine Marktanteile zu verlieren…!

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Gerüchteküche – «SNB Devisen-Interventionen»


Ems – Umsatz 1. Hj minus 35,3pc, Betriebsergebnis 71 Millionen Franken (136). „…aufgrund des schlechten wirtschaftlichen Umfelds wird fürs 2009 ein Betriebsergebnis deutlich (!) unter Vorjahr gerechnet“.

UBS – Nationalbank-Präsident Jean-Pierre Roth: „Wir haben keinen Zweifel, dass der bilaterale Streit gelöst wird“. Ob er schon mehr weiss?

Zurich  – die Zurich Financial Services optimiert Kapitalstruktur, kauft für 728 Millionen Dollar hybride Finanzinstrumente zurück. Klarer Beweis, dass ZFS finanziell „über dem Berg“ ist.

Schweinegrippe – USA planen, alle Schüler zu impfen. Hersteller des Impfstoffes für H1N1-Grippe sind Sanofi-Aventis, GalxoSmithKline und Novartis!

;loise – aus Basel halten sich Gerüchte, wonach ;loise an einer grossen Akquisition (Deutschland/Benelux?) arbeitet.

Kühne & NagelUBS geht von neutral auf kaufen, sieht jetzt 95 (67).

Givaudan – Nomura beginnt Analyse mit neutral 738.

Dollar – Mit China hat nun auch Frankreich am G-8-Gipfel Reformen im internationalen Währungssystem gefordert. Gerät Dollar unter Beschuss?

Ferner Osten – uneinheitlich: Tokio minus 0,3pc, Schanghai plus 0,2pc, Singapur plus  0,1pc, Hongkong plus 0,5pc, Gold 914, Erdöl 60.85, Dollar 1.0831.

Optionen – vorbörslich nichts los – Wochenend-Lustlosigkeit.

Tendenz – flauer Start ins Wochenende: SMI vorbörslich minus 15Punkte, DJ Futures minus 24 Punkte.

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09. 07. 2009 08:33 UBS – Last Minute-Stellungskämpfe!

UBS  – US Richter will vorgängig zum Prozessbeginn wissen, „..was das US-Justizdepartement  zu einer Beschlagnahme oder Zwangsverwaltung von Vermögenswerten der UBS in den USA meint“. Jetzt kommt langsam Feuer ins Dach!

UBS – VR-Präsi Kasper Villiger gibt sich unbekümmert: „Für mich ist der Turnaround sicher.“

Schindler – Grossaufträge: Schindler wird die neuen Flughäfen Berlin und Kalkutta mit 177 Aufzügen, Fahrtreppen und Fahrsteigen beliefern.

Sulzer – sieht fürs 1. Hj massiven Rückgang der Aufträge: minus 31pc! Sulzer bringt Zahlen am 14. Juli.

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08. 07. 2009 08:43 Heute starker Verkaufsdruck!

UBS – BR Leuthard in Washington für UBS Kompromiss, BR Merz in Bern: „Die UBS soll die (Straf-) Steuern der amerikanischen Kunden zahlen.“ UBS intern: Bieridee! Alles Versuchsballons für einen Kuhhandel?

SMILonza und Surveillance neu aufgenommen, Nobel Biocare und Bâloise fallen hinaus. Wirksam erst ab 21. September!

Novartis – Bluthochdruck-Medikament „Rasilez“ in Japan zugelassen. Japan „dankbarer“ Markt.

Credit Suisse – erklärt Japan zu einem Zielmarkt für Private Banking, will mehrere hundert (Mitarbeiter) einstellen.

Partners GroupMorgan Stanley geht von übergewichten auf marktgewichten zurück, Kursziel 108 (97).

CH-Arbeitslosigkeit – im Juni statt saisonal abzunehmen auf 3,6pc (3,4pc) gesprungen. Zeigt, dass wirtschaftliche Lage sich weiter verschlechtert.

Erdölamerikanische Aufsichtsbehörde (Commodity Futures Trading Commission) studiert scharfe Einschränkung des Ölhandels zur Reduktion der „reinen“ Spekulation. Ölbranche läuft Amok dagegen! Heute früh in Asien 62.10.

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07.07.2009 08:34 Novartis – Rückschlag in Indien!

Novartis – arger Rückschlag in Indien. Indisches Patentgericht verweigert Patentschutz für Krebsmittel „Gleevec“. Gleevec ist der grosse  Blockbuster für Novartis, letztes Jahr Verkäufe für 3,67 Milliarden (!) Dollar. Generic-Kopien von Gleevec überschwemmen Indien.

Nestlé – Gerüchte in Singapur melden, dass Nestlé sich weiter in China eingraben will. „Hunan Taizinai Group“ (gewichtiger Milchproduzent) im Visier.

Finanzkrise – In der „Wirtschaftswoche“ warnen Bankexperten lautstark: „spätestens im Herbst droht eine flächendeckende Kreditkrise.“

US Treasuries – stark unter Druck. Amerikas Schatzamt will noch diese Woche 35 Milliarden-Anleihe (!) auflegen. „Das Geld wird dringend gebraucht“.

Jean-Pierre Roth: «SNB führt Devisen-Interventionen fort»

Die Nationalbank will trotz Kritik aus dem Ausland weiterhin eine Aufwertung des Franken durch massive Interventionen verhindern, sagt SNB-Präsident Jean-Pierre Roth. Die UBS sei «stark kapitalisiert». mehr »
 

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