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Greta

Gastkommentar

Liebe Freunde,
Eine neue Art Kinder zu manipulieren und um ans viele Geld zu kommen. Ein Beschiss durch und durch mit dem Klimawandel; früher wars mal der Borkenkäfer, dann der saure Regen und das Waldsterben.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Beste Grüsse,
Hans G.

Greta Thunberg; Bild: Tagesspiegel

„(…) Greta sitzt mit selbstgebasteltem Pappschild an einer Hauswand in Schweden auf dem Boden. Rein zufällig kommt an genau diesem Tag, in genau dieser Stunde, an genau diesem Ort Ingmar Rentzhog, Rein zufällig PR-Experte, dort vorbei. Macht Fotos. Rein zufällig hat Herr Rentzhog auch exzellente Kontakte zu Organisationen, die mit viel Geld ausgestattet sind und dichte, global verzweigte Netze und sehr reiche Geldgeber haben. Rein zufällig ist er auch Vorsitzender des Think Tanks „Global Challenge“. Rein zufällig bringt Gretas Mutter auch wenige Tage später ein neues Buch über sich und Greta heraus. Und natürlich Rein zufällig postet Ingmar Rentzhog sein anrührendes Foto von Greta auf
Instagram und Facebook samt einem langen, herzerweichenden Artikel genau am Tag der Buchvorstellung. Rein zufällig hatten sich Rentzhog und Gretas Mutter aber schon früher mal getroffen. Am 4. Mai 2018 bei einer Klimakonferenz. Rein zufällig wurde er an genau diesem Tag auch Vorsitzender des genannten Think Tanks. Der Rein zufällig von Milliardärin und Ex-Ministerin Kristine Person von der
Sozialdemokratischen Arbeiterpartei gesponsert wird.

Und los geht die PR-Kampagne für die linksgrün indoktrinierten, naiven jungen Menschen rund um die Welt. Ein dauer-schulschwänzender Teenager mit Asperger-Syndrom als Zugpferd für Spendengelder und zur Verbreitung linker Botschaften, das zieht wie verrückt und wird perfekt gemanagt. Als Krönung ein Auftritt im schwedischen TV mit einem flammenden Plädoyer für die Klimarettung. Was die linientreuen Merkel-Medien natürlich nicht zeigten und erst ein Clip am folgenden Tag offenbarte:
der Saal war fast leer…

Rein zufällig ist Gretas Papa nicht nur Geschäftsführer sowohl bei
Ernman Produktion AB wie auch bei Northern Grace AB, beides
aktiennotierte Gesellschaften in Schweden mit identischer Adresse in einem Nobelviertel Stockholms, deren Aktien seit dem ersten Auftreten Gretas quasi durch die Decke gehen, er ist nebenbei auch Rein zufällig Promoter der Firma „WeDontHaveTimeAB“, deren Gründer Rein zufällig Ingmar Rentzhog ist und die ihr Geschäftsmodell mit der Verbindung über das Pariser Abkommen und der Förderung des großen Geschäfts mit Klima-Informationen und CO2-Zertifikaten finanziert. Diese „edle“ Firma betreibt ausschließlich PR für die Pariser Verträge und die CO2-Agenda
zur „Klimarettung“, die Rein zufällig diese CO2-Zertifikate in die Welt gerufen hat. Hinter „WeDontHaveTime stehen „Aktivisten“ von „Extinction Rebellion“, einer internationalen linksradikalen Umweltschutzbewegung. Nachdem Rentzhog mit Greta für die Neuemission von „WeDontHaveTime“ geworben hat wurden etwa eine Million Euro eingesammelt (wurde Klima-Greta als Geldmaschine benutzt?). Überflüssig zu erwähnen, dass auch diese Aktie seit der Greta-PR steil nach oben geschossen ist. Dass diese CO2-Zertifikate ein Riesengeschäft sind und alles andere als eine wirksame Waffe gegen die Umweltverschmutzung und
CO2, ist mittlerweile bekannt. Die Idee des Handels mit
Verschmutzungslizenzen, durch den die Wirtschaft zum Energiesparen und Klimaschutz angespornt werden sollte, wurde von der Industrie schlicht in ihr Gegenteil verkehrt. Sogar eine hochoffizielle in Berlin vorgestellte Studie besagt, dass die Firmen durch den europäischen Emissionshandel nicht etwa draufzahlen, sondern millionenschwere Geschäfte machen. Greta hat sich wahrscheinlich sehr mit dem Thema „Klimawandel“ beschäftigt und sich ganz dort hineingearbeitet – ihre von finanziellen Interessen getriebenen Eltern werden daran nicht unschuldig sein. Es wäre typisch für eine Asperger-Patientin, dass sie den Klimawandel so
sehr als Gefahr und Bedrohung erlebt, dass sie wirklich all das glaubt, was man ihr an Gefahren ausmalt. Zitat: „Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre“. Ob das wirklich eine „gute Sache“ ist, das Mädchen derart in Panik zu
versetzen, so dass sie gut funktioniert?

Und man sehe sich mal an, was die „Aktivisten“ nach ihrer Demo am Ort des Gesichtzeigens zurücklassen. Weggeworfene Pappschilder, anstatt daheim vorschriftsmäßig getrennt und entsorgt, Hamburger in Styroporkisten, massenweise Getränkebecher und Weißblechdosen, Plakate, Spruchbänder, Fahnen, bestückt mit superschlauen Klimarettersprüchen – alles einfach am Straßenrand entsorgt. Und Greta sitzt schon wieder im Zug und lässt sich beim Essen fotografieren. Zwischen Bergen an Plastikverpackungen und ihrem Einweg-Kaffeebecher.

Greta kann einem eigentlich nur leid tun. Sie versteht nicht, dass sie
die Marionette für rein finanzielle Interessen ist. Dass man hierfür
eine Behinderte missbraucht, ist umso verwerflicher. Im Gegensatz dazu sind all die linksgrünen Gesichtzeiger auf den Demos ja bekanntlich ideologisch derart gefestigt, dass sie ihre geistige Insolvenz für moralische Überlegenheit halten und weder willens, noch in der Lage sind, die wahren Zusammenhänge zu erkennen.

LG und ein schönen CO2-freies😜 Wochenende, Hans G.

Fragen:

Wer ist Gretas Vater?

Was arbeitet er? Er ist Schauspieler und Filmproduzent. – Vater als Manager: Gute Geschäfte rund um die 16-jährige Umwelt-Aktivistin Greta Thunberg


Frecher Geist

Es passt zum Thema: „M hoch vier“ – „Man muss Menschen mögen!“ Es gibt berechtigte Ausnahmen! Denn das mit dem „Müssen“ weist zu stark nach Zwang hin!

andere klein machen…
P. B.: „Oh ja… habe ich auch festgestellt. ..sogar in der eigenen Verwandtschaft!“
H. S.: „ja so ist es…!“
E.N.: „Davon gibt es genug!“
Sagte ich  doch schon unter: Eis- und Scheinheilige
Man lässt den aufgeplusterten Güggel auf dem Miststock…
Besondere Liebe zur Umwelt! Wer macht so was? Die Tiefe des eingstecketen Spatens deutet auf die Gefühlswelt hin… Handlung im Affekt?
primel entzweit; wer macht so was

Buchsbaum ade

Der Zünsler hat gewonnen, schreibt die Süddeutsch Zeitung.

Buchsbaumzünsler

Ja wohl, man kann das Werk des Unholds selbst beobachten!

Mit viel Aufwand gepflegte Buchskugel, Foto: odh

„(…) Der Buchsbaum ziert Parks, Gärten und Friedhöfe. Er ist anspruchslos, doch jetzt ist er in Gefahr: Die Raupe des Buchsbaumzünsler macht sich überall über das Gewächs her. In diesem Jahr ist es schlimmer als je zuvor. Viele Gärtner erkennen das Problem erst, wenn es zu spät ist. „Manche Gegenden werden bestimmt irgendwann buchsfrei sein“, sagt Brigitte Murla, die Vorsitzende des Kreisverbands Erding für Gartenbau und Landespflege…-)“ Pia Eichinger, Erding

Gleiche Buchshecke, ca 2 m daneben; Foto: odh

Wer dem Zünsler entgegenwirken will, dem bleibt die regelmässige Abnahme der Raupen von Hand kaum erspart. Die vorbeugende Behandlung mit Algenkalk bringt kaum den gewünschten Erfolg.

stark befallene Buchshecke, die wird über kurz oder lang eliminiert; Foto: odh

„(…) Die rund acht Millimeter langen, jungen Raupen des Buchsbaumzünslers werden bis zur Verpuppung etwa fünf Zentimeter lang und besitzen einen grünen Leib mit hell-dunklen Rückenstreifen und schwarzem Kopf. Die deltaförmigen Schmetterlinge sind mit abgespreizten Flügeln gut 40 Millimeter breit und etwa 25 Millimeter lang. Sie tragen helle Flügel mit charakteristischem braunem Rand, es gibt aber auch eine braune Form mit weißen Punkten….

Buchsbaumzünsler Lebenszyklus

…. Der Falter selbst lebt nur wenige Tage und ist meist nicht auf dem Buchs zu finden, sondern sitzt auf anderen Pflanzen. Nur seine Eier legt er auf dem Buchsbaum ab. Die Buchsbaumzünsler-Raupen überwintern in Gespinsten meist im Innern geschnittener Buchsbäume und beginnen je nach Witterung ab Mitte März zu fressen. Sie durchlaufen bis zur Verpuppung mehrere Larvenstadien und leben als Schmetterlinge kaum zehn Tage, in denen sie dann wiederum ihre Eier ablegen. Die erwachsenen Falter sind aufgrund ihrer kurzen Lebenszeit daher auch nicht so mobil, wie gemeinhin angenommen wird. In Deutschland können bei günstigen Witterungsbedingungen pro Jahr zwei bis drei Generationen von Buchsbaumzünslern auftreten, weshalb sich der Schädling innerhalb weniger Jahre rasant vermehrt hat. Man kann davon ausgehen, dass etwa alle zwei bis drei Monate eine neue Buchsbaumzünsler-Generation schlüpft.)“

Der aus Asien engeschleppte Schädling hat (noch) keine natürlichen Feinde. Spatzen, und Singvögel und Feldwespen sollen sich den Zünsler vorgenommen haben. Davon haben wir allerdings noch nichts gemerkt, obwohl es Spatzen und Singvögel zur Genüge hätte!

Einige Buchsgewächse wurden bereits entsorgt. Die Hecke als unötiger Arbeitsspender kommt auch noch dran. Es genügt, wenn man Dickmaulrüssler zu bekämpfen hat. Die wurden ja auch eingeschleppt.


Vierte Industrielle Revolution

Während man heute noch möglichst 6- bis noch mehr Spuren aufweisende Autobahnen in die Städte plant, dort aber möglichst alle Parkplätze abschafft, überlegt kaum jemand in Wirtschaft und Politik über echte und zukunftsträchtige Alternativen nach. Und falls, ist es beim Volk bisher noch kaum angekommen! Man zentriert Arbeit und lässt tausende von Arbeitskräften antanzen (Pendlerkosten). Dezentralisation der Arbeit wäre ein wichtiges Postulat. Es würde neben den grossen Zentren auch in der Region Steuersubstrat abwerfen, mit allen Konsequenzen. Im Hinblick darauf, was uns noch blüht ist der „Steuerdeal“ aus Sicht AHV vermutlich eine gute Zwischenlösung. Die definitive Lösung kann momentan niemand voraus sehen, denn Roboter bezahlen keine Sozialversicherungsbeiträge, ausser es würde eingeführt! Was weltweit desbesüglich geschieht, wird wohl in die Betrachtung einbezgen werde müssen!

Wir können hautnah mitverfolgen wie eine neue Industrielle Reform, die vierte, im Entstehen ist! Die Rede ist von der grossen digitalen Transformation. Untertitel sind: Roboter, Drohnen, Künstliche Intelligenz KI, virtuelle un andere Realitäten, Schwarmintelligenz, usw.

Jörg Heynkes: „(…) Humanoide Roboter, Drohnen, Schwarmmobilität, künstliche Intelligenz, virtuelle und erweiterte Realitäten…
Wir leben, so Jörg Heynkes, in der spannendsten, aufregendsten aber auch gefährlichsten Zeit der Menschheitsgeschichte. In diesem Vortrag führt er vor Augen, wie tiefgreifend die Digitalisierung schon in naher Zukunft unsere Lebenswirklichkeit verändern wird. Er beschreibt die gewaltigen Chancen dieser „vierten industriellen Revolution“, die uns ganz neue Möglichkeiten geben wird, Probleme zu bewältigen. Er betont aber auch die Notwendigkeit eines radikalen Umdenkens. Denn wenn wir weitermachen wie bisher und nicht lernen, die neue Technik verantwortungsvoll zu nutzen, steuern wir auf den Abgrund zu.)“

Was gemeint ist und eine Zeitabfolge:

Es geht nicht primär was Atlas kann, es geht primär darum, wie Atlas gesteuert wird. Und es geht darum, zu wissen, dass das was Atlas kann, die nächsten 10’000 Atlas‘ ebenfalls können!

*****

Die Vögel brauchen sich um Digitalisierung, KI, usw. nicht zu kümmern. Sie haben dieses Problem nicht, denn ihre einzige Aufgabe ist die Bewahrung des Fortbestandes und nicht das Ziel, gierig mehr als andere zu haben, koste es was es wolle… Das was z. B. eine Meise kann, können alle anderen Meisen auch….!

Die folgenden Bilder wurden im Mai 2019 geschossen. Ab dem 22. 05. 19 war der Flugbetrieb eingestellt, ergo auseflogen! Der Nistkasten wurd von unserem Grosskind vor vielen Jahren in der Schule gebaut. Mit der Ausreise ins Ausland blieb der Kasten da. Seither haben jedes Jahr Kohlmeisen darin genistet. Dreimal kam es vor, dass nach der ersten Brut Blaumeisen einzogen und mit wenig „Zusatzpolster“ das bestehende Nest nutzten! Einmal wurde die frühzeitig verlassen.

Umgebung scheint sicher

Ob die Vögel in Zukunft ihre Aufgabe erfüllen können hängt vom Nahrungsangebot ab. Dieses wird weitgehend durch Unmengen von Produkten an „Pflanzenschutzmitteln“  wie Glyphosat und anderen der Grosskonzeren wie Monanto, –  Bayer, Syngenta& Co, eingesetzt durch die Landwirtschaft, eingeschränkt oder zerstört.  Dass in dieser Richtung etwas passiert ist erkennen wir daran, dass unsere Autoscheiben kaum mehr tote Insekten aufweisen. Selbst die Segelflieger haben festgestellt, dass die Torsionsnasen über viel längere Zeit sauber bleiben als vor 20 Jahren!

gestartet
Der eine raus, der andere rein!
Hat geklappt, es ist frei
Bald frei?
Ausflug

Kommentare:

„(…) Heynkes ist ein hervorragender Referent. Ja ich denke unsere “Enkelpersonen” werden sich in einer solchen Welt zurechtfinden oder zurechtfinden müssen. Schwarmmobilität ist ein interessantes Stichwort. Aber wie halten die ”Digitalisten” die “Nichtteilhabenden” und die wird es in Massen geben im Zaum?  Wohl mit “Schwarm” – Roboterkriegern. Also Jörg Heynkes hat die Fantasie angeregt und wir können jetzt an den Pensionärstammtischen “schocken”.
Die Industriegesellschaft wird Gewinner und Verlierer produzieren. Das ist heute und war gestern so. Am richtigen Ort zu sein wird die grösste Herausforderung sein. Wir werden ja sehen, als Zuschauer oder Betroffene.)“ (von O. B., Davos)

„(…) Wir erleben in unseren kurzen Jahren  wirklich fantastische Entwicklungen, am Boden, in der Luft und im Space, vom Mensch erzeugt.  Leider aber auch schreckliche  Ereignisse  rund herum auf diesem Globe, auch vom Mensch gemacht.  … … und zum Thema Windschutzscheibe und Insekten: Wir waren vor einigen Tagen auf der Autostrasse nach Zentral Texas, als uns ploetzlich mit einem Klapf die volle Sicht nach vorne limitiert wurde. Nach dem Stop fanden wir die Scheibe mit Honig ueberdeckt und viele tote wilde Honigbienen. Ein Schwarm muss auf der Suche nach mehr Blumen vom sicheren Flugweg abgekommen. Schlechter Staffelfuehrer, oder Ausfall der Sensoren! – (O. Sch., Arlington, Texas)


Saubere Treibstoffe für Autos

Die Mobilität will sich der Mensch nicht gerne nehmen lassen. In Stuttgart demonstrierten kürzlich mehr als 1200 Menschen gegen die Fahrverbote. Bald wird die Massnahme verschärft. Dann könnte der Protest noch mehr Unterstützung bekommen.  Der Tenor heisst: „Grüne weg!“ (Stuttgart hat mit Fritz Kuhn einen Grünen-Oberbürgermeister).  Parolen heissen etwa: „Stoppt das Diesel-Verbot oder wir stoppen Euch“

Viele sehen den Ausweg im E-Auto. Das Problem werden der nötige Strombezug und der leistungsfähige E-Akku darstellen. Falls der Strom aus dem Kohlekraftwerk kommt, ist nichts gewonnen. Ein Sartup stellte sein Produkt vor:  Sion: Solarauto von Sono Motors ist *das* Elektroauto 2019 [Update]. Das Projekt wird handwerklich Geschickten gefallen. Für die täglichen Kurzstrecken wird direkt von der Sonne, bzw. dem Tageslicht getankt! Die Entwicklung des Produkts wird mit Interesse verfolgt. Auch hier stellt der E-Akku den Knackpunkt dar. Ob gekauft oder gemietet. Die Preise für den E-Akku mussten bereits stark angehoben werden. Grund: die grosse Nachfrage nach E-Akkus generell. Stationär eingesetzt und zu großen Paketen gebündelt sind sie ideale Partner für erneuerbare Energiequellen.

Danach aber, wachsen die Bäume nicht in den Himmel! Das Reccycling ausgedienter Batterieen aus E-Autos ist kostspielig. Die vielen Varianten und der komplizierte Aufbau verkomplizieren eine effiziente Entsorgung.  Bevor die Entsorgung ansteht, wird das zweite Leben der E-Autobatterien genutzt. Auch was die Reichweite anbetrifft, klaffen  Versprechen mit der Verkauszahlen mit der Realität (Verkauszahlen) weit auseinander.

Die Brennstoffzelle wird wahrscheinlich noch nicht das Gelbe vom Ei sein. Denn: Autos mit Brennstoffzelle haben kaum eine Chance, den Wettlauf gegen Batterieautos zu gewinnen. Das Gefühl auf einer Knallgasbombe zu fahren wäre wohl weniger angenehm.

Ein neuer Ansatz heist: Recyceltes CO2 soll LKW antreiben. Synthetische Kraftstoffe gelten als ein Schlüssel zum klimaneutralen Straßenverkehr. Um aus dem Kohlendioxid Methanol zu machen, muss es mit Wasserstoff angereichert werden: H2 wird durch Elektrolyse aus Wasser gewonnen. Es liegt dann an der Frage, woher der Strom für die Elektrolyse kommt.

Der Dieselskandal schlägt zurück. Die Trickser bei  den Autoherstellern haben zu kurzfristig gedacht! Dem Wachstum. musste gefrönt werden, koste es was es wolle. Maximaler Umsatz und maximaler Gewinn waren offenbar die einzigen Items, die stimmen mussten.


Keine Steinwüste!

„Der Schweizer macht, was auch der Nachbar macht.“ Der Tagesanzeiger liegt in seinem Artikel falsch! Der Nachbar (ich schätze die meisten sehr) macht, was er für gut findet (sofern er dies auf sein Grundstück reduziert). Ich auch. Das ist das einzig Gemeinsame! Ausserdem: Was über mich und meine Haltung gedacht wird, ist mir völlig schnurz! Dies sei die höchste Stufe der Freiheit, die man gewinnen könne, so „Der böse Geist“. Ein bisschen recht hat er!

Auf unseren etwas über 80 m2 „Gärtchen“ fühlen sich einige Gäste wohl.

Das kleine Reich als Minibiotop mit einem Teich.

Die Thuja  – Lebensbaum – (links) und die Scheinzypresse (rechts) haben sich gut entwickelt. In ihrem Geäst hausen die Spatzen. Sie tränken sich jeweils am Brunnen.

Als „Urwald“ betitelte ein Nachbar unser Biotop, welches ein kleines Ökosystem darstellt. Wir sind nachsichtig. Er hat andere Qualitäten!

Der Teich ist jetzt 24 Jahre alt! Der Besiedelung haben wir nicht nachgeholfen! Ausnahme: Die kleinen Fische kamen nicht von selbst. Die Natur hat dies selbst erledigt! Rund um den Teich gedeihen verschiedene Blumen, Rosen, Farne, Gräser,

Rhododendron; leider sind auch Dickmaulrüssler am Werk!

Frauenmäntel, ein Blutweiderich, Fingerhüte usw. Auch ein gelber Eisenhut ist heimisch. Und an der Aussentreppe ziert sich eine

Seerose, eine von vielen!

Rebe.

Im Teich finden wir Seerosen, Fieberklee, Seggen, Posthorn-schnecken; Spitzschlamm-schnecken, Wasserläufer, Rückenschwimmer Stech- und Zuckmücken sowie Köcherfliegen. Es befinden sich Bergmolche, Moderlieschen und Libellenlarven im Teich der in der Mitte über 1,5 m tief ist.

Der kleine Springbrunnen
Klematis
Zierlauch
Azalee
Farn als Wassersammler!
Gelber Eisenhut – im Wald gesehen und ins Biotop verpflanzt. Die Pflanze hat die Umsiedlung gut ertragen. Sie blüht Jahr für Jahr in voller Pracht!

Von Steinwüste nichts zu sehen!

Larve, der blaugrünen Mosaikjungfer
Blaugrüne Mosaikjumpfer m;  F.: D. Page Lange
frühe Adonis Libelle
Plattbauchlibelle w, Sie gehörte zu den Pionieren bei der Besiedlung.
Hufeisen-Azurjungfer
Vierfleck
Kleines Ungeheuer, ein Bergmolch. Sie fühlen sich wohl im Teich bis 12 Stück mehr oder weniger ausgewachsen davon kann man zählen. Und der Nachwuchs entwickelt sich.
Man hat sich was zu sagen!
Der Bergmolch hat eben Luft geschnappt
Die kleinen Fische (Moderlieschen) gedeihen gut.
Der Grünfrosch, ein treuer Gast

Der Frosch war aufmerksam genug, denn eine Ringelnatter schlich geschickt an. Doch schwups, da war der Frosch weg! Es werden auch Laubfrösche gesichtet. Seit Obkirchen (unmittelbare Nachbarschaft) überbaut ist, kommen weniger Frösche um zu laichen. Dieses Jahr schaffte es wieder einmal einer. Der Laich wurde jedoch durch die Bergmolche samt und sonders aufgefressen. Zu deren Leid: Sie mussten den „Kaviar“ ohne Champagner verspeisen…

Mehrere Hornisse fliegen täglich unseren Teichan, landen auf einem Seerosenblatt und lassen sich mit Wasser „voll laufen“…
„Zwischenflugkontrolle“ oder Konzentartion vor dem Start!
Auch Wespen tanken hier auf

Die Hornissen hatten schon ein Nest im Dachgiebel eingerichtet. Irgend wann, wurden die Brummer zu aufdringlich. Nachts, wenn ein Licht brannte, verirrten sie sich in die Schlafräume. Schliesslich mussten wir sie vertreiben. Die Feuerwehr eledigte es. Nach deren Aktion sammelte ich über 130 Prachtsexemplare ein! Schade darum. Eine gewisse Distanz muss sein. Nun haben die Nachfahren im nahen Wäldchen eine Bleibe gefunden. Da kommt keine Feuerwehr hin! Die Brummer werden da respektiert!

Der Fleiss der Biene schafft eine Win-Win-Situation

Es braucht einige Besuche  an Blumen, Rosen, Blüten bis ein kg Honig beisammen ist!

Am Goldlack: emsig, emsig, stets dran bleiben den von nichts, kommt nichts

Die kleine Welt wäre längst verwildert, wären da nich stetig zwei Hände mit lauter grünen Daumen am Werk!

Eine andere Art fleissige Biene. Zwei Hände mit lauter grünen Daumen sorgen für die nötige Ordnung… 🙂

Auto der Zukunft

Grosse Manipulationen, speziell an Dieselautos lassen bezweifeln, ob es der Autoindustrie gelingen will, möglichst sauberen Ausstoss anzustreben.

Die Feinstaubbelastung, der CO2-Ausstoss sowie die „sinnlose“ Vernichtung von fossilen Brennstoffen verlangen nach Alternativen. Der Umgang mit den Erdölvorkommen und auch mit der Kohle, ist nicht sonderlich sparsam. Spätere Generationen werden ihre Vorfahren deswegen verfluchen! Dies obwohl gilt: Peak Oil ist später – Grundwasser in Gefahr?- 

Und- die unbequeme Wahrheit wird gerne verdrängt: „Inconvenient Truth“ – „unbequeme Wahrheit“

Auch auf diesem Gebiet wird getüftelt => Treibstoffe aus Abfall unbesteuert. Mit dem Müll alleine wird man kaum grosse Wellen schlagen!

Welche Alternativen?

  1. Hybrid – Auto (zwei Motoren!)
  2. E-Auto – Es hängt alles von der Batterie ab!
  3. Brennstoffzelle („Abgas“ besteht lediglich aus

Hybrids fahren schon eine Weile. Sie benötigen zwei Systeme. Eines für die reine E-Fahrt und die zweite, ein von einem Diesel- oder Benzinmotor angetriebenr Generator. Somit ist der Umgang mit den Ressourcen etwa vergelichbar mit den riesigen Autos mit Vierradantrieb, die hauptsächlich innerorts verkehren und das Allradgetrieb dann benötigen, wenn sie auf ein Trottoir fahren müssen!  😉 – Diese Fahrzeuge werden dereinst mit mindestens einem kaum gebrauchten Getriebe verschrottet und eingeschmolzen. Vielleicht machen sie vorher noch einen Umweg via Export. Trotz dem,  an der Optimierung wird getüftelt. => „Neuer Hybridmotor mit Druckluftspeicher“

Das E-Auto besticht, aber nur, wenn der „Pfuus“, der Strom, nicht aus Kraftwerken stammt, die mit fossilen Brennstoffen beheizt werden.

„W“ wie Wahrheit; E-Auto mit Kohlenstrom betrieben – unbekannter Autor

Das Problem beim E-Auto ist nach wie vor der Stromspeicher, auch wenn dieser längst nicht mehr aus einem grossen Bleiakku besteht.

Als Ende der 60-er Jahre ein Grossversuch mit E-Autos gemacht wurde, lag der Schluss nahe, dass, auch wenn die „Batterietechnik“ gewaltige Fortschritte machen würde, es letztlich am weltweiten Bleivorkommen scheitern würde, da alle bekannten Bleilager, voll ausgebeutet, den Gesamtbedarf nie zu decken in der Lage gewesen wäre.

Heute ist es ähnlich. Die Akkus bestehen nicht mehr aus Blei. Aber auch die Gewinnung der erforderlichen neuen Rohstoffe ist anspruchsvoll und ob diese dereinst genügend vorhanden sein werden, weiss niemand so genau.

Tesla als Pionier der E-Autos hat derzeit Probleme mit der Produktion des Typs 3, dem „Volkstesla“. Elon Musk wird deswegen zur Zeit ziemlich zerrissen und  mies gemacht. Eine Verschwörung potentieller Konkurrenten kann man direkt nicht ausmachen. Wer weiss, was hinter den Kulissen abgeht! Der Kampf um Marktanteile läuft! Die Kunden werden ihren Beitrag zu leisten haben!

VW startet Elektro-Offensive – 27 neue Modelle in drei Jahren

Andere tun das Gleiche! Ein Bekannter, Besitzer eines E-Smart, musste kürzlich die Batterie ersetzen lassen. Die Übung habe gegen 8500 Franken gekostet. Ihm tat dies nicht besoders weh, weil die Batterie Renault gehört und dafür einen monatlichen Betrag nimmt. Wäre die Batterie Eigentum gewesen hätte der Besitzer vielleicht ein neues Auto mit neuer Batterie gekauft, denn einen so hohen Betrag investiert nicht jeder in ein altes Auto!

Es gibt durchaus beachtenswerte E-Autos. Ich denke an Sono Motors – Solarauto Sion

Für handwerklich Geschickte kann dies eine echte Alternativesein. Die Vorbestellung für 16’000 Euro (ohne Batterie) ist gestoppt. Vielleicht wird es doch etwas teurer!

Sion sagt: „(…) Preis: 16.000 Euro – Dieser Preis versteht sich exklusive der Batterie. Die Batterie gibt es ab 2019 zu einem monatlichen Betrag (Miete oder Leasing) oder einmalig zum Kauf. Der einmalige Kaufpreis der Batterie liegt aus heutiger Sicht bei etwa 4.000 €. Wir inkludieren die Batterie nicht in den Kaufpreis, da wir euch immer den aktuellsten und damit besten Preis anbieten wollen. )“

Meine erste Erfahrung mit einem E-Auto machte ich mit einem KIA EV. Ich war begeistert, hätte mir aber eine aerodynamisch bessere Form gewünscht! => Fahrspass mit dem KIA Soul EV

Bisher war ich der Ansicht, dass der Wasserstoffmotor bzw. die Brennstoffzelle das Ei des Columbus darstellen könnten. Als wir noch zur Schule gingen, kam mein Kollege mit dieser Idee daher. Sein Bruder, der Chemiker sein, übe daran. Nun sind es 60 Jahre seit her. und der besagte Chemiker hat die Idee des Wasserstoffmotors längst begraben.

5 wichtige Fakten zum Wasserstoffauto – AVIA Osterwalder –  Osterwalder verschweigt aber einen grossen Nachteil: Die schnelle Verflüchtigung des Gases.

„(…) Wasserstoffautos werden als besonders klimafreundlich und günstig beworben. Aber welche Technik steckt überhaupt dahinter? Zwei Techniken stehen zum Betrieb eines Wasserstoffautos zur Verfügung: Ein „gewöhnlicher“ Verbrennungsmotor, der mit einem Knallgasgemisch aus Wasserstoff und Sauerstoff betrieben wird, oder eine Brennstoffzelle. Letztere erzeugt durch eine chemische Reaktion elektrischen Strom – solange Wasserstoff und Sauerstoff zur Verfügung stehen. Eine Brennstoffzelle kann dadurch einen Elektromotor versorgen. Kinderkrankheiten sind im Falle der Wasserstoffautos vor allem Probleme bei niedrigen Temperaturen und die Größe der verbauten Technik.

Wer in der Schule schon einmal einen Knallgasversuch gesehen hat, der wird bei dem Begriff „Wasserstoffauto“ erst einmal zusammenzucken: Fliegt mir das Ganze nicht um die Ohren, wenn ich kurz anecke? An dieser Stelle muss erst einmal erwähnt werden, dass moderne Drucktanks extrem stabil sind und selbst beim Nachstellen schwerer Unfälle unbeschadet bleiben. Wasserstoff ist außerdem ein extrem leichtes Gas und verflüchtigt sich schneller als Benzin.

Einzig in Tunneln könnte sich genug für eine Explosion ansammeln, wobei dieses Problem auch bei herkömmlichen Kraftstoffen besteht und aufgrund der niedrigeren kritischen Konzentration sogar noch heikler ist. Einzig ein Leck im Wasserstofftank könnte problematisch werden, lässt sich mit den richtigen Werkstoffen jedoch nahezu ausschließen.

Folglich ist die neue Wasserstofftechnik nicht unsicherer als herkömmliche Benziner. Unterm Strich haben Wasserstoffautos jedoch einen entscheidenden Vorteil: Aus dem Auspuff kommt nur Wasserdampf. Sind sie also die Lösung für unsere Umweltprobleme?

So einfach ist es dann doch nicht: Der Wasserstoff, der verfeuert wird, muss zuerst unter Zuhilfenahme von Strom aus Wasser gewonnen werden. Dieser Prozess ist immer noch extrem ineffizient und – wenn man mit unserem durchschnittlichen Strommix rechnet – teils klimaschädlicher als fossile Brennstoffe. Anm. odh:  Allerdings kann für die Elektrolyse Strom aus Sonnen- und Windkraftwerken gewonnen werden, der dann am höchsten anfällt, wenn am wenigsten verbraucht wird, während des tages. In Ländern, wo viel Energie für das Kühlen verschwendet wird, ist es etwas anders.

Für die Wasserstofftechnik ist 2015 ein wichtiges Jahr. Viele Autohersteller forschen aktiv an Wasserstoffantrieben, aber oftmals haben sich angekündigte Termine für die Serienreife auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben. Mit dem Toyota Mirai (jap. Zukunft) kommt in diesem Jahr das erste seriengefertigte Wasserstoffauto in den Handel. In Japan wird das Modell staatlicher Subvention sei Dank nur umgerechnet 36.000 Euro kosten. Hierzulande dürfte sich der Mirai aber wohl noch etwas schwer tun: Ohne Geld vom Staat kostet er fast 80.000 Euro. Gleichzeitig gibt es erst gut ein Dutzend passende Tankstellen. Zum Vergleich: Das Elektroauto Modell S von Tesla kostet um 72.000 Euro und hat auf dem Papier die gleiche Reichweite…)“. mehr: lesen Sie hier

Dass sich der Wasserstoff schnell verflüchtigt ist ein erheblicher Nachteil. Dieser schlägt sich auf den Wirkungsgrad nieder. Daher: Auf Wiedersehen Wasserstoff ?

Flugzeuge sind geeignete Versuchsträger. Brennstoffzellen-Flugzeug „HY4“ hat ereits abgehoben!

Bei der E-Flight Expo im Rahmen der AERO 2018 wurden die neuesten Entwicklungen in Sachen Elektroflug gezeigt. Jochen Polsz führte im Flugprogramm die Leistungen der Antares 20E vor. Bei einer Podiumsdiskussion wurden dann wesentliche Aspekte thematisiert, die auch bei der Entwicklung der Antares E2 von Bedeutung waren: elektrisches und umweltschonendes Fliegen, unbemannte Fluggeräte, neuartige Antriebskonzepte und Formen der Mobilität. Eine Aufzeichnung der Diskussion ist unter folgendem Link zu finden (Youtube).

Insgesamt fand das Konzept der Antares E2 sowohl beim Fachpublikum als auch in der breiten Öffentlichkeit eine überwältigend positive Resonanz. Weitere Informationen zur Antares E2 finden Sie auch auf der Website von Lange Research Aircraft.

Die Weltumrundung mit Energie aus der Sonne haben die Piloten Bertrand Piccard und André Borschberg mit der Solar Impulse 2 eindrücklich demonstriert.

Die ehrgeizigen Projekte, die sich bereits in die Luft begaben, zeigen, dass es geht. Dass es wirtschaftlich geht, müssen nun weitere Experimente beweisen.  Beim Antares E2 ist erkenntlich, das die einzige Last neben dem Piloten, die Mitführung des Treibstoffes ist.


Alternative Energie

Mein Projekt „Carport mit Solardach“ wurde von den Nachbarn abgeschmettert. Es hätte gut und gerne 14 m² Fläche für Solarmodule gegeben. Klagbare Gründe wurden kaum genannt. Dafür wurde erwähnt, dass die ästhetische Einfügung in die Architektur nicht erfüllt sei. Das ist dann halt Ansichtssache. Klagbares mag ich nicht! Man sollte solche Dinge mittels „XM“-Faktor (xundem Menschenverstand) regeln!

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Hühnerhof und Hasenstall, „besonders ästhetisch  gestylte Produktionsanlage“für biologische Eier und biologischem Hasenfleich erzeugt durch direkte und indirekte Sonnenenergie…

Man ist aus Prinzip dagegen. Ob die unbegründeten Absagen rechtlichen Aspekten Stand hielten, bezweifle ich.

Baute BT1
„Vavelas“ im Bunzli – „ästhetisches Einfügen“ in eine Architektur….

Von wegen Ästhetik brauche ich mir weder bezüglich Carport noch einer Solaranlage kaum grosse Gedanken zu machen. Es gibt da „gute“ Beispiele, die mich in der Annahme bestärken, siehe Bilder rechts!

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Das ästhetische „workmanship“ erzeugt unterschiedliche Produkte. Hier Brigittes Gartenanlage

Die Sicht bzw. die Sonne würde abgedeckt. Wenn man es aufs Papier bringt, sieht man, wie es wirklich wäre.

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Aus der Sicht des am meisten betroffenen Sitzplatzes verschwindet die Konstruktion hinter der jetzt stark zurück geschnittenen Weide…

Nun, ich kann damit leben. Ich brauche die Investition jetzt nicht zu tätigen und ich brauche das Problem „Schattenwurf“ momentan nicht speziell zu berücksichtigen.

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Carport FS25

Die Konstruktion des Carports werde ich trotzdem fertigstellen inkl. Zeichnungen und Varaianten samt statischer Berechnung. Die Pläne werden gelegentlich an Selbstbauer „vermarktet“!

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Carport FS 25 – Störfaktor – eine Ansichtssache!

Um mich mit der Solartechnik und -energie anzufreunden, habe ich eine Versuchsanlage aufgebaut. Sie funktioniert bereits! Es kommt kostenlos Strom und am Abend habe ich bereits an drei Orten im Haus Licht von der Sonne.

Solar Versuchsanlage5 Solarpanelmontage
Das Provisorium – Solarmodul mit 2 Achsen von Hand verstellbar, drei Schrägen: 30, 45 und 60°

Da Einspeisung und Subventionen und dergleichen für mich unerträglicher Ballast bedeutet, widme ich mich einer autarken Anlage. So wie eine Alphütte, die über keinen Netzanschluss verfügt. „Selber“ sei eines der ersten Worte in meinem Wortschatz gewesen so wird gesagt. Daher!

Solar Versuchsanlage6 Solarpanelmontage
Kaum ein Störfaktor!

Eine Momentaufnahme: Heute herrscht diffuses Licht. Messwerte:

Mittagszeit: 25 mA bei 22 V => Watt = Volt mal Ampère = 25×22 = 550 mW = (gerundet) 0,55W = 0,0007 PS; Um 17 Uhr immer noch diffus: es kommen noch 4,7 mA und 13,5 Volt. Nicht besonders viel, dafür vom Morgen bis am Abend…  Richtig gerechnet und gemessen?
Spannung messe ich zwischen den zwei Polen. Pfuus (Strom) messe ich mit dem Messgerät in Serie geschaltet während der Ladung. Das Modul „Peak Power“ hat eine Fläche von 33×30 cm,  eine Leistung von 4 Watt sowie  12 V Nennspannung und gibt max. 48 V.

Solar Versuchsanlage, PowerboxDas „Power-Unit“

Der Solarregler IVT, 12/24V 8 A sorgt für das „Lade- und Batteriemanagement“

Technische Daten
Systemspannung 12/24V
Modul-/Laststrom 8A
Eigenstromverbrauch 3mA
Temperaturfühler eingebaut
Ladeschlussspannung: Normal 13,7V/27,4V, Gasung deaktiviert 14,1V/28,2V, Temperatur-Kompensation -4mA/K/Zelle
Tiefentlade-Abschalt-Spannung: Abschaltspannung 11,1V/22,2V, Rücksetzspannung 12,6V/25,2V
Gasungsregelung: Gasung aktiv 12,4V/24,8V, Gasungs-Endspannung 14,5V/29V, Temperatur-Kompensation -3 mA/K/Zelle
Sicherung 10A
Temperaturbereich -25°C bis +50°C
Abmessungen 95 x 95 x 35mm
Gewicht 240g

Interessiert? Weitere Einzelheitensind in der Betriebsanleitung zu finden.

Die Versuchseinrichtung: Das „Power-Unit“ steht jetzt im Büro unter einem Pult und unter einem Stapel Papier, kaum sichtbar…

Die Kosten der Anlage :
Ein praktisch neuer Autoakku aus dem ausser Betrieb gesetzten zweitwagen mit einer Kapazität von  45 Ah                               Fr.   110.-   (mit dem Ausschauben des Autoss abgeschrieben). Preis: an die Haustür geliefert, Man kann sie auch für 60 Euro haben (plus Lieferkosten)
zwei Lampen 12 V, 3,5 W 200 LM  à Fr 25.-                                Fr.     50.-
1 Fluoreszenzlampe 12 V 7 W  400 Lumen                               Fr.     90.-   (lag seit Jahren ungebraucht herum, wäre heute sicher günstiger)
Ein Solarregler, Conrad: IVT, 12/24V 8 A                                   Fr.     56.-
Solarpannel: Phönix B103D  33×30 cm Peak Power
4 Watt, 12 V Nennspannung max 48 V                                          Fr.     65.-   (lag seit Jahren ungebraucht herum, Preis von heute etwa)
Kleinmaterial (Schalter Kabel, Stecker)                                          Fr.     20.-
Macht nach Adam Riese:                                                                         Fr.  391.-

Nehmen wir die drei Lampen, die zusammen 14 Watt brauchen: was kann aus dem Akku gezogen werden?
Akku: 45 Ah
2x 12 V/ 3,5 W  = 7/W =  0,58 A  (für die zwei kleinen Lampen)
1 x 12 V/7 W                     =   0,58 A (für die Sparlampe)
tot    =  1,16 A
45Ah/1,16 A = 38, 8 h
Theoretisch kann ich also etwa 38 Stunden Strom beziehen! Nun kann aber der Akku nicht bis aufs Blut ausgesaugt werden. Man müsste noch die Kennlinie kennen. Nehmen wir einfach die Hälfte, dann kann ich immer noch 19 Stunden Licht verbrauchen. Und tagsüber bei Sonne und auch bei diffusem Licht ladet das Panel! Wenn diffus: Es ladet , aber das ist dann praktisch wenig bis fast nichts.
Daraus folgt: Für die Stromsicherheit über mehrere Tage würde ein grösseres Akku-Reservoir benötigt.

SONY DSC
Power-Unit – alles in der Box: Akku , Solarladeregler, Bezugsanschlüsse

Wie steht es um die Rentabilität?
Das kann gar niemand richtig berechnen! Mit was soll verglichen werden? Ist der subventionierte Strom aus Deutschland massgebend? Ist der subventionierte Strom aus der Schweiz massgebend? Muss ein Mix der beiden herhalten?
Ist der Strom vom EW, den ich beziehe massgebend?
Ich rechne einmal gar nicht, weil ich weder die „Äpfel“ noch die „Birnen“ genügend kenne mit denen Frau Leuthard, das BA für Energie, Stromwirtschaft und die Politik ihr Unwesen treiben!

Der mit Papiergeld von der EZB via deutschen Staat subventionierte Strom, macht Schweizer Kraftwerke unrentabel. Wäre es umgekehrt, wäre die Schweiz schon längst am Pranger auf einer schwarzen Liste gelandet, danach in Strassburg und oder Brüssel gemassregelt worden. Gründe:  Wettbewerbsverzerrung, unlauterer Wettbewerb und dergleichen. Vermutlich hätte man sie auch zu Strafzahlungen in Milliardenhöhe verknurrt – und in Bundesbern hätte man das so verstanden, dass es im Zusammenhang mit dem „guten bilateralen Einvernehmen“ nichts anderes gäbe, als die Kröte zu schlucken – hoschenscheisserisches „Klein Beigeben“ wäre das Resultat der Übung.

Für weitere Kapazität und weitere „Investitionen“ werde ich im Internet die günstigsten Elemmente zusammensuchen. Dann wird etwas entstehen! Der obere Balkon muss dann herhalten. Ob die Nachbarn Freude daran haben werden frage ich nicht…! Das Geländer muss einige Solarelemente aufnehmen, die auch zumindest eine beschränkte Nachführung bekommen.

Die nächsten Schritte: Das Power-Unit bekommt ein Ampéremeter, welches bei Bedarf eingeschaltet werden kann (Tippschalter). Und für die Förderung des Verständnisses benötige ich noch einen einfachen Belichtungsmesser. Später gibt es eine motorisierte Nachführung um die Hochachse (muss  jetzt mehrmals am Tag von Hand vorgenommen werden) und um die Querachse.. Für die Hochachse sehe ich eine Zeitschaltuhr mit erhöhter Geschwindigkeit bei der Rückführung von der Abendposition auf die Morgenposition vor. Für die Querachse ist ein Lichtsensor in einem Rohr, welches auf die Sonne gerichtet ist als Geber angedacht. Jetzt habe ich drei Positionen: 60°, 45° und 30° fest. Vier Jahreszeiten: Sommer 30°, Frühjahr und Herbst 45°, Winter 60° bezogen auf die Waagrechte.

Was eine Rentabilitätsrechnung nie berücksichtigt: Der Zufriedenheitsaspekt – selbst etwas gestaltet zu haben!
Daher: Mir ist wichtig, was ich gewinne, als was ich (vielleicht) verliere!
Wer in einer Alphütte mit Solarstrom Licht macht, muss keine Gasflaschen oder Petrol für die Petrollampen transportieren!
Dem ist es egal, was der subventionierte EU-Strom kostet!

Der Wind könnte unterstützend wirken, vor allem wenn keine Sonne scheint. Dem Aspekt „Windmühle“ werde ich noch meine besondere Aufmerksamkeit schenken.

Um den Wind auch noch auszunützen kann ein leistungsfähiger Elektromotor in der Vorzugsrichtung zum Magnetfeld so eingestellt werden, dass er als Generator optimiert läuft. Ein Brushlessmotor ist heute preiswert zu erstehen. Als Antrieb können drei Halbschalen wie beim Anemometer genügen. Sollte es um den Preis gehen, dann gibt es billige Motoren, die zwar einen schlechteren Wirkungsgrad haben. Man nimmt einfach zwei oder mehrere,  die in Zahnradrad greifen. Der „Propeller“ und die Halbschalen werden dem Widerstand entsprechend dimensioniert.

Die Elemente des Windbaumes scheinen mir vorläufig eher zu teuer und für meine Zwecke kaum geeigent. Aber einmal kommen sie preiswert auf den Markt. Dann sieht die Sache vielleicht anders aus.

Was noch zu bemerken wäre: Falls sich im Power-Unit doch etwas Gas ansammeln sollte, kann es sich leicht verflüchtigen (nach oben und nach unten). Es wird also nicht „chlepfen“! Der Akku ist eine Gel-Batterie!

Lohnt es sich Energie aus dem Wind zu gewinnen?

Erst jetzt fällt mir auf: Immer wenn ich zum Fenster hinaus schaue, windet es gerade nicht….! Um es etwas genauer zu wissen, gehe ich erst einmal etwas pragmatisch vor: Eine Stange mit einem weis-rot farbenen Streifen könnte der  Visualisierung dienen. Die beste Windanlage nützt ohne Wind nichts!

Quizfrage:Wo ist der Wind, wenn er nicht geht?

Ich könnte eine „Windmühle“ nur auf meinem Grundstück aufstellen. Dazu gäbe es folgende Möglichkeiten:
Hausdach, Giebel => könnte schnell eine Bewilligungsfrage aufwerfen.
Garten über der Garage => Nachbar Altersheim, die hören zwar nicht mehr so gut aber es könnten Einwände kommen, wenn das „Ding“ Lärm erzeugt.
Garten beim UG => Bei Talwind  und bei Bergwind kanalisiert sich hier die Luft zwischen Gebäuden, Häufigkeit unbekannt, obwohl wir doch täglich mehrmals aus dem Fenster schauen!
Also: Zuerst Wind abschätzen vor Messen! Dann sehen wir weiter!

Das Sarnerseebecken und die Umgebung liegen in einer Senke. Die ist  von den starken Winden abgeschirmt! Thermisch bedingte Winde kommen wegen der Stabilisierung durch den See meist erst spät im Tagesverlauf auf. Gelegentlich kommt Föhn aus dem Melchtal oder wir haben einen „Rothorn-Föhn“ bei Westwind, ähnlich dem Pilatusföhn in Luzern.

Rothorn- - PilatusföhnFöhn: Etwas feuchte Luft wird über ein Gebirge geschoben oder abgesogen. Es entsteht aufsteigende Luft die sich adiabatisch abkühlt (1°/100 m) bis sie kondensiert und ab Kondensationsniveau sich noch weiter abkühlt (mit 05°/100 m). Wasser wird in Form von Regen ausgeschieden. Die nun veränderte Luft sinkt ab und nimmt auf der ganzen Höhe um 1°/100 m zu. Auf dieseWeise entsteht warme und trockene Luft. Beim Pilatus- wie beim Rothornföhn kommen die Föhnmauer und das Föhnfenster nicht so markant vor wie bei einem Südföhn über die Alpen. Dies deshalb, weil der Druckunterschied von Hoch zu Tief im Vergleich geringer ist!

Adiabatische (Talwinde) und katabtische Winde (Bergwinde) wirken hier wenig ausgeprägt. Wir selber sind in einer windgeschützten Position, was für die Wohnlage vorteilhaft ist.

Die Leistung des Windes lässt sich mathematisch wie folgt fassen: Die Formel für die Leistung (P) in Watt pro m² lautet: P = ½ *1.225 *v³. (oder P = 1/2 A ro cp v³; => ro = 1,2041 kg/m³ (Luftdruck in Küstennähe), A =  m² (die vom Wind überstrichene Fläche vom Rotor), Cp = Wirkungsgrad/Leistungsbeiwert der Anlage, V = Windgeschwindigkeit in m/s

Leistungstabelle
In der unten stehenden Tabelle finden sich die Leistungen in W/m² für bestimmte Windgeschwindigkeiten. Berechnet für eine Luftdichte von 1.225 kg/m³ bei 15°C. Die Luftdichte erhöht sich mit fallenden Temperaturen. Je höher die Luftdichte desto höher der Energiegehalt der Luft.

Windleistungstabelle
Die Milchmädchenrechnung:
Der Windgenerator Phaesun Stormy Wings 600_24 310127 leistet (bei 10m/s = 36 km/h) nach Prospekt 600 W; Der Hauptrotor-Ø 1,75 m = 2,4 m²
Der Wirkungsgrad eines Propellers, bzw. eines Windrades liegt etwa bei 40% (ohne Verschmutzung durch gehackte Insekten, Wasser bei Regen und so!)
Wenn ein minimaler Wind von etwa 10 m/sec bzw. 36 km/h nötig wäre, könnten etwa 40% von 612,5 = 245  W/m² abgeholt werden. Bei einer Fläche von 2,4m² entsprechend 590 W; das Versprechen des erwähnten Modells geht mit 600 W  fast auf. Daraus schliessich, dass es sich um Entwurfsdaten handelt!
Ich frage mich aber wie die weiteren Verluste zu berücksichtigen wären: Wirkungsgrad Generator gut geschätzt: 95%, Getriebe zum Motor 95%, Leitung etc. bis zum Verbraucher 95% = 0,95 x 0,9 x 0,95= 0,86 Wirkungsgrad gesamt.
Der Windgenerator Phaesun Stormy Wings 600_24 310127 leistet (bei 10m/s) 600 W bzw. 590 W x 0.86 = 505 = 500 W
Was kann aus der Anlage herausgeholt werden?
Ausnutzungsgrad = Jahresertrag (Wind)/ Anklagen-Nennleistung

1. Die Windenergie-Karte der Schweiz  gibt einen ersten wichtigen Aufschluss:

Windenergiekarte CH Sachseln
Windenergieangebot an meinem Standort

Die hellgrüne Farbe bedeutet geringe Windenergie von < 2,5 m/s, der rote Kreis betrifft „mein Standort“; Dargestellt wird der Jahresmittelwert 1987—2006 der Windgeschwindigkeit 50, 70 und 100 m über Grund. Die Interpolation geschah mit Hilfe von ca. 200 langjährigen und temporären Messstationen der Schweiz. Quelle: wind-data

Folgerung: Wegen des ungünstigen Windstandortes, lohnt sich die Nutzung des Windes kaum. Die Messhöhe beträgt 50 m ü. GND. Da meine Anlage tiefer liegen würde, sind die Werte noch schlechter. Der Eindruck, dass es gerade nicht windet, wenn nach draussen geschaut wird, ist bestätigt! Nur um ein paar Böen oder Einzeltage mit etwas Wind oder allenfalls kurzfristige Wind bei einem Frontdurchgang zu nutzen bringt zu wenig. Der Wind soll bleiben wo er ist und wirken wo er will. Mir braucht er keine Dienste zu leisten – schade eigentlich., denn technisch gäbe es interessante Lösungsansätze. Die lasse ich jetzt einmal im „Ordner“.

Solar Versuchsanlage4 Solarpanel
Das Balkongeländer dient künftig als Panel-Träger, verbunden mit einem Sichtschutz

 

 

Die kleine Versuchsanlage wird bald Konkurrenz bekommen. Das Balkongeländer eignet sich hervorragend für einen Sichtschutz mittels Solarpanels! Zwar wird aus ästheischen Gründen eine Nachführung nur beschränkt möglich sein. Der damit verbundene Verlust wegen nicht idealer Einstrahlung muss in Kauf genommen werden. Falls noch mehr Solarfläche erforderlich wird, kann ich das Hausdach dafür nutzen!

Die Beschaffung eines Windmessgerät – Datenloggers für die Ermittlung der Windverhältnisse kann ich mir sparen!

Die Rueder haben jedoch über Rehag auf 850 m. ü. M. eine „windträchtige“ Lage! Die sollten ihr Projekt unbedingt weiterführen! Mehr unter: Windkraftanlage – Gratisenergie aus der Luft

Die Rueder sind in der Windfrage gespalten! Warten wir ab!


Windkraftanlage – Gratisenergie aus der Luft

„Knusper, knusper, Knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?“ Die Kinder antworten: „Der Wind, der Wind, das himmlische Kind!“ Die Bewohnerin des Häuschens, eine alte Hexe, erscheint und lädt Hänsel und Gretel zum Essen ein. Trotz Gretels Bedenken besteht Hänsel darauf, der Einladung zu folgen. Wie sollen die Kinder auch ahnen, dass die Hexe vorhat Hänsel zu mästen, um ihn dann zu verspeisen und Gretel später im Ofen zu backen…. (Hänsel und Gretel)

***

Kürzlich war ich beim Finanzblogger zu Besuch in der Hammerschmitte. Nach einem kleinen Imbiss verschlug es uns in den Wald (in der Nähe von Walde…), um noch ein paar Spätzünder unter den Pilzen zu finden. Die Ausbeute reichte für ein Mahl.

Die Hammerschmitte in Schmiedrued, schön useputzt!

Bei der Rückfahrt fragte ich nach der Bezeichnung „Resi“ auf dem Wegweiser. Wir fuhren hin und gelangten zum Standort der geplanten Windkraftanlage Kulmerau-Schmiedrued. Mehr dazu: Tolle Aussicht auf Fliegenpilz und Fledermaus

Die Einwohner des Einzugsgebietes Kulmerau-Schmiedrued sind nach einer Umfrage zu 2/3 für eine Windkraftanlage. Der Gemeinderat hat sich dagegen entschieden! Es müssen überzeugende Argumente vorliegen, um eine kostenlose Energiequelle, die praktisch unbegrenzt zu Verfügung steht, auszuschlagen! Schmiedrued hat schon eine Windenergieanlage, Baujahr 2010. Sie liefert im Durchschnitt etwa 9000 kW/h! Mehr unter: Erster Aargauer Bauernhof mit Strom aus Sonne und Wind„. Diese müsste eigentlich Argumente liefern! Doch die Argumente der Windkraftgegner verfehlen ihre Wirkung oft nicht.

FOTO: mit freundlicher Genehmigung durch Stephan Marti

Dieses „Windrad“ steht auch in Schmiedrued, ganz in der Nähe der Hammerschmitte. Es erzeugt keinen Strom. Es zeigt jedoch Füchsen und Hasen den Weg, um „Gute Nacht“ zu wünschen.

„(…) 2009 ermittelten Forscher der Harvard-Universität unter konservativen Annahmen das globale Windenergiepotential und kamen zu dem Ergebnis, dass es den Weltenergiebedarf weit übersteigt: den damaligen Bedarf an elektrischer Energie um das 40-fache, den Gesamtenergiebedarf um das 5-fache. Weltweit bietet die bodennahe Windenergie theoretisch Potential für über 400 Terawatt Leistung, würde zusätzlich die Energie der Höhenwinde genutzt, wären sogar 1.800 Terawatt möglich, etwa das 100-fache des derzeitigen weltweiten Energiebedarfs….)“

Für den Entscheid des „Schmiedrueder“ Gemeinderates habe ich Verständnis. Ob er richtig ist, muss offen bleiben. Es hängt u.a. von der weiteren Entwicklung betreffend Energiewende Wikipedia und deren Umsetzung ab. Entscheide müssen nicht ewig in Stein gemeisselt sein. Die Bedingungen können ändern.

„(…) Die erneuerbaren Energien aus Wind, Sonne oder Biomasse werden in Deutschland allein in diesem Jahr mit rund 23 Milliarden Euro subventioniert. Bezahlt wird dies über eine so genannte Umlage, die den Konsumenten auf die Stromrechnung aufgeschlagen wird. In diesem Jahr sind es 6,24 Cent pro Kilowattstunde – 75 Prozent mehr als 2012. … In Deutschland stammten im vorigen Jahr rund 25 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien. An erster Stelle stand die Windkraft mit 53,4 Milliarden Kilowattstunden oder 8,4 Prozent der gesamten Stromerzeugung. Dahinter folgten Biomasse (6,7 Prozent), Photovoltaik (4,7 Prozent) und Wasserkraft (3,4 Prozent). …)“ Quelle

Dem steht gegenüber: Subventionen für Atomkraft: EU-Politik droht erneuerbare Energien im Strommarkt auszubremsen (Windkraftjournal)

Derzeit wird der Strom aus dem Ausland so billig angeboten, dass die Rentabilität der Schweizer Wasserkraftwerke bedrängt werden! Trotzdem werden wir bald mehr für den Strom bezahlen müssen! Warum? Damit Italien die höheren Strompreise in der nördlichen Lombardei senken kann! Die EU wünscht es, um die italienische Region von der Isolation zu befreien. Sie ist bereit Geld dafür einzusetzen. Es werden „Wohlfahrtsgewinne“ in Aussicht gestellt. Die Attraktion für Investoren soll erhöht werden. Die EU spricht von gemeinsamen Interessen mit der Schweiz. Die Kraftwerkbetreiber jedoch sollen profitieren. Mehr: NZZ: „Neue Stromleitung durch die Alpen, Hochspannung in alter Ölpipeline“ Der viel zitierte Markt bleibt aussen vor! Die Schweizer, sollen also die deutschen Subventionen mitfinanzieren, die Investoren beglücken und den Kraftwerkbetreibern schwarze Zahlen bescheren sowie den geplanten Netzausbau der EU mitfinanzieren. Man kann es auch in der  FAZ nachlesen. Über Gegenleistungen ist nichts zu erfahren!

„(…) Verbesserte Koordinierung der nationalen Energiepolitiken und geschlossenes Auftreten in der externen Energiepolitik. Die Kommission will bei geplanten zwischenstaatlichen Abkommen mit Drittstaaten (z.B. die Schweiz), die sich auf die Versorgungssicherheit auswirken könnten, frühzeitig beteiligt werden. Die Kommission wird ferner dafür sorgen, dass alle derartigen Vereinbarungen und alle Infrastrukturprojekte im Hoheitsgebiet der EU die einschlägigen EU-Vorschriften in vollem Umfang einhalten. …)“  mehr

Dass die EU in der Energiefrage autark werden will, ist nachvollziehbar. Ein guter Teil jedoch scheint das Werk von Schildbürgern zu sein! Bezüglich der Subventionen in Deutschland ist die Frage der Wettbewerbsverzerrung wohl angebracht!

Der Atomstrom produziert radioaktive Abfälle, die tausende von Jahren sicher gelagert werden müssen. Für die Endlagerung ist die Nagra zuständig. Die Sozialisierung ist durch Quersubventionierung durch die Wasserkraft, kreative Bilanzierung, zu geringe Haftpflicht durch die Betreiber, usw. geschickt versteckt. Müsste die wahren Vollkosten inkl. Endlagerung auf den Strompreis überwälzt werden, gäbe es schon bald keinen Atomstrom mehr. Die Wind- und Solarenergie würden in der Rentabilität  „um Welten“ besser abschneiden! Thermische Kraftwerke erzeugen CO2 und andere Emissionen. Die Kostenwahrheit der verschiedenen Stromherstellungssysteme müsste endlich offen gelegt werden.

In der Schweiz ist die Ausbeute der Windenergie noch noch margianal. „Energie Schweiz“ erwarte, dass bis 2030 die Windenergie etwa 2% betragen werden!

Der Entscheid der „Schmiedrueder“ erstaunt, wenn man das Ergebnis einer Studie des Bundesamtes für Energie (BFE) kennt. Dort geht daraus hervor, dass Windkraftwerke unter den Anwohnern eine hohe Akzeptanz geniessen. Die Studie

Dies sehen nicht alle gleich. Lärm ist nicht gleich Lärm. Ein gleichmässiger Lärm wird anders empfunden, als ein rhythmischer Lärm von gleicher Stärke. Hohe Töne werden als unangenehmer wahrgenommen, als tiefe Töne, bei gleichem Schalldruck. Was zulässig ist steht in der [PDF]Lärmschutz-Verordnung 814.41 – admin.ch

Es gibt Beispiele, wo der Lärm als störend empfunden wird! => Video: Der Windrad-Lärm kann zum Alptraum werden

Ich habe aus eigenen Erfahrungen Verständnis für Lärmgeplagte. Für masslose Überempfindlichkeiten habe ich jedoch kein Gehör.

Gegenmeinungen gibt es für alles. „Warum Windkraftwerke unwirtschaftlich sind“ In „Das Europäische Energiewende-Disaster.

Es gibt sinnvolle Anwendungen, der Nutzung der Sonnenenergie. Raumsonden, die Jahre lang unterwegs sind, kommen ohne Solarstrom kaum aus! Die Windenergie kommt letztlich auch von der Sonne.

Windkraftanlagen setzen kinetische Energie der bewegten Luftmasse mechanisch in elektrische Energie um. In der Atmosphäre ist ein gewaltiges Energiepotenzial vorhanden. Für die Energiegewinnung sind hauptsächlich horizontale Luftbewegungen geeignet.

(Wallington)

Segelflieger, Deltagleiter und Gleitschirmflieger nützen hauptsächlich vertikale Luftbewegungen wie thermische Aufwinde, Hangaufwinde (eine Kombination von horizontaler und vertikaler Bewegung), Thermik durch orographische Hebung und die Luvseite von „Wellen“, typische Anzeige durch ac Lenticularis – Wolken (siehe unter Leewellen), die auch eine horizontale und vertikale Komponente aufweisen aus (siehe unter Aufwind – Wikipedia,). Der Alto Cumulus Lenticularis ist vom Ablauf her vereinfacht ausgedrückt eine horizontale Cumuluswolke. Die Bildung der Wolke (Kondensation) und die Auflösung ligen etwa auf gleicher Höhe, jedoch seitlich versetzt. Die horizontale Bewegung nützen neben Windkraftanlagen Segelschiffe, Surfer und Kitesurfer aus.

Thermik durch orographische Hebung (Wallington)

Vorteile: Der Wind ist kostenlos! Und so lange es die Sonne gibt und es eine Atmosphäre hat, ist der Wind unerschöpflich. Eine Windkraftanlage arbeitet absolut umweltschonend und CO2-frei. Die Energieeffizienz ist hoch! Es besteht beim Betrieb kein Abhängigkeit von Rohstoffen. Die Amortisationsfrist ist vergleichbar kurz. Die Sicherheitsrisiken und die Emissionen sind vergleichsweise gering.

Nachteile: Der Wind bläst nicht konstant. Die Umgebung wird beeinträchtigt (Landschaftsbild), es entsteht ein gewisser Schattenwurf, der Rotor erzeugt impulsartigen Lärm. Vergleichsweise ist der abgegebene Strom zur Zeit teurer (falsche Subventionen?), ungleiche Berechnung der Gesamtkosten bei AKW Atommülllager). Gefahr für Vögel. Dem Blitzschutz und der Vereisung an den Rotorblättern und dem Umgelände (Verwirbelung der Luft) muss die nötige Beachtung geschenkt werden.

Jährlich 7,5 Milliarden Subventionen für Atomstrom (31 Rp/ kWh Atomstrom!) nennt der Infosperber! Man beachte die SES-Studie: Atomvollkosten.

Die Nagra sagt:

„(…) Für jede Kilowattstunde Kernenergie bezahlt der Konsument rund 1 Rappen für die Entsorgung (Stilllegung und Rückbau der Kernkraftwerke, Transporte, Zwischenlagerung und die geologische Tiefenlagerung inklusive der dazu nötigen Untersuchungen)…)“

 Ob dies für die nächsten 100’000 Jahre reicht?

Segelschiff nützt „horizontale Wirkung“ der Sonnenenergie, Bild: odh

Für den Bau von Windkraftanlagen nimmt man den Menschen nichts weg (ausser die nötigen Rohstoffe für die Fertigung der Windmühle). Es gibt keinen Sondermüll durch den Betrieb (radioaktive Abfälle, Endlager!). Wasserkraftwerke haben Probleme mit dem Restwasser. Ausserdem müssen die Bergkantone abgegolten werden. Stauseen haben die Landschaft verändert. Meist wird dies akzeptiert. Doch auch hier sind Widerstände zu überwinden. Das Gefahrenmoment Staudammbruch ist da! Braunkohleabbau im Tagbau erfordert später Renaturierung. Zu beachten ist der Aspekt „Kostendeckende Einspeisevergütung„. Am Beispiel des Windkraftwerks in Martigny ist eine konstante Leistung ersichtlich!  Weitere Angaben: Winddaten WKA

Wind entsteht durch Druckausgleich verschiedener Luftmassen. Der Motor ist die Sonne. Die Einstrahlung an den Polen ist geringer als am Äquator. Dort wärmt sich die Luft auf, wird durch Ausdehnung leichter und steigt auf. Sie fliesst (modellhaft betrachtet) polwärts, sinkt und kühlt sich ab (zieht sich zusammen und wird schwerer). Durch die Erdrotation entsteht wegen der Massenträgheit die sogenannte Corioliskraft, die bei Rotation eine Ablenkung nach rechts verursacht (nördliche Halbkugel!). Es entstehen die Passatwinde und die für uns massgebenden Westwinde. Der anfangs beschriebene Ausgleich findet nicht erst an den Polen, sondern etwa im Bereich des 30. Breitengrades statt .


Vereinfachtes Schema der globalen Zirkulation (Modellvorstellung der atmosphärischen Zirkulation ), Wikipedia => http://de.wikipedia.org/wiki/Planetarische_Zirkulation

Die Schweiz befindet sich in der Zone der vorherrschenden Westwinde. Deswegen kommt das Wetter meist von Westen. Im Jahresverlauf ändert sich die Lage der Polarfront – Wikipedia

Wenn diese in unsere Breiten gelangt (Frühjahr, Herbst), sind wir vermehrt dem Durchzug von Fronten (Reibungsflächen von zwei Luftmassen) ausgesetzt. Hier entstehen die Tiefdruckzentren die gegen den Uhrzeiger drehen. Beim Durchzug einer Front ändert sich die Windrichtung rasch. Läuft ein Tief in die Biscaia ein, und befindet sich ein Hoch etwa auf gleicher Höhe östlich, kommt Föhn auf, dann wechselt der Wind von Süd auf West und später auf Nordwest bis Nord.

Föhn (Bild aus „Blick“), Erwärmung durch Wasserausscheidung

Die horizontalen Luftbewegungen, die Winde, weiss man für die Stromgewinnung zu nutzen. Die vertikalen Bewegungen kann man bisher, ausser der Segelfliegerei nicht nutzen, obwohl dort gewaltigen Energien frei gesetzt werden. Dies wird wohl auch dabei bleiben. Damit Thermik – Wikipedia entsteht und Segelflug möglich wird, müssen gewisse Bedingungen erfüllt sein wie genügend Sonneneinstrahlung vor allem am Vormittag, labile Schichtung der Atmosphäre, nicht über 3/8 Cumulusbildung weil sonst die Sonneneinstrahlung zu stark behindert, möglichst keine mittleren und hohen Wolken, Luftmasse aus polaren Gegenden, relativ tiefer Taupunkt, gute Sicht usw. Für Interessierte sei auf den Arbeitsbericht_88.pdf, 6.2 MB – Meteo Schweiz von Gaudenz Truog hingewiesen. Thermik entsteht also nur unter speziellen Bedingungen, ist im Tagesverlauf zeitlich begrenzt und wenn sie sich entwickelt, ist die Stärke unterschiedlich. Auch jahreszeitlich gibt es Unterschiede. Die beste Thermik kommt im Flachland zwischen März und August vor. Vom Herbst bis in den Frühling hinein haben die Segelflieger Zeit, ihr Flumaterial zu warten.

Flugweg eines Segelflugzeuges, Aus: „Flugwetterkunde“ Willy Eichenberger

Eine Milchmädchenrechnung von Fred Weinholtz möge eine Ahnung davon vermitteln.

„(…) Zu nächst ein kleines Rechenexempel, um allen Skeptikern das Vertrauen in die Thermik zu verstärken. Vertrauen zur Thermik, zum Flugzeug und zu sich selbst ist nämlich eine wichtige Grundlage zum Erfolg beim Streckenfliegen.

Nehmen wir einen normalen Aufwindschlauch, 200 m Durchmesser, 2000m Gesamthöhe (mit Wolke), ein mittleres meteorologisches Steigen von 2,5 m/sec, das einer Variometeranzeige von etwa 1,5 m/sec entspricht. Ein Kubikmeter Luft wiegt bekanntlich etwa 1,3 Kg. Nach der Berechnung der Rundsäule: Grundfläche mal Höhe = r x r x 3,14 x Höhe ist leicht zu ermitteln, dass in diesem „Bart“ (Thermikschlauch) 62 800 000 m3 Luft in steigender Bewegung sind. In Gewicht ausgedrückt sind das 81 640 000 kg oder 81 640 t Luft. Steckt nicht schon in der durchaus alltäglichen Thermik eine beruhigende Kraft? Zwar können wir mit mit den wenigen Quadratmetern Fläche unseres Segelflugzeuges nur einen winzigen Tel dieser Energie ausnutzen, unser Ziel sollte es aber immer sein, möglichst viel davon mit zu bekommen…)“ Fred Weinholtz, Grundtheorie des modernen Streckensegelfluges.

Führen wir die Milchmädchenrechnung weiter: Im Weinholtz’schen Beispiel werden also 81 640 000 kg Luft pro Sekunde 2,5 m hoch gehoben.

Zur Skizze: Die obere Rolle ist am „Himmel“ festgemacht.

In alter Manier – in PS gerechnet

2,5 m/sec x 81 640 000 kg /75 mkg/sec = 2,5 x 81 640 000/75 = 2 721 333 PS. Eine Lokomotive vom Typ RE 6/6 der SBB leistet rund 10608 PS (7800kW). Es müsste die Leistung von rund 257 RE 6/6 eingesetzt werden, um diese Luftsäule mit 2,5 m/sec zu heben.

Man stelle sich einen schönen Thermiktag vor, an dem grossflächig solche Aufwindtürme schachbrettartig über das Land verstreut sind( etwa alle 4-5 km ein Stück). Wir reden hier vom Cumulus Humilis, einem Schönwettercumulus. Was wäre erst von einem Cumulonimbus (Cb) zu erwarten? Es lässt erahnen welche ungeheure Energie die Sonne zu spenden vermag! Genug Potenzial um die Energie der Schweiz zu versorgen. Nebenbei bemerkt: Der Mensch kann eine Dauerleistung von ca. 0,1 -0,14 PS bzw. 80 – 100 Watt erbringen.

Etwas mehr Eleganz als die Re 6/ zeigt das Segelflugzeug ASW 22.  Mit einer max. Abflugmasse von 750 Kg kann das Flugzeug mit einer Höhe von 1000 m ca. 62 km weit gleiten. Der Widerstand beträgt beim besten Gleiten etwa 12,5 kg (soviel Kraft müsste man aufwenden um das Flugzeug bei etwa 100 km/h horizontal zu ziehen (Schlepp)!

Segelflug: Der aktuelle Strecken-Weltrekord wurde am 21. Januar 2003 in Argentinien aufgestellt. Distanz: liegt bei 3008,8 km. Pilot: Klaus Ohlmann. Ausser des Schlepps für den Start wurde der Flug nur mit Sonnenenergie absolviert, wenn wir davon absehen, dass der Pilot sich noch verpflegen musste.

Luft ist nicht einfach nichts! Es lässt sich daraus Geld ziehen. Es schrieb einmal „Hari“ an den Finanzblogger:

(…) Lieber Finanzblogger; eine schöne grosse Menge Luft, nicht wahr?! Besonders, wenn Luft als Nichts betrachtet wird. Nichts ist also nicht nichts! Weil es nicht nichts ist, ist es etwas, nämlich potenzielle Energie. Du kannst mir erklären, wie potenzielles Geld in kinetisches Geld umgewandelt wird? Pass aber auf, vielleicht meldest du die Idee vorher beim Patentamt an. Denn aus Geld wird Geld. Salü , Hari .)“

So viel ich weiss ist noch kein entsprechender Patentantrag eingericht worden…

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Finanzblog: Hannes Keller wird 80 – Sophia Loren auch

 


Peak Oil ist später – Grundwasser in Gefahr?

Knappheit sieht anders aus

NZZ, 15. 06. 13

„(…) Einmal ertrinkt die Welt im Erdöl, ein andermal steht das Ende des fossilen Zeitalters kurz bevor. Beide Ansichten schlagen allzu laut Krach. Das Angebot am Erdölmarkt reagiert vielmehr auf Preissignale, wie die sogenannte Schiefer-Revolution zeigt. Geologische Knappheit unterscheidet sich von derökonomischen. Von Gerald Hosp

Erdöl ist eine endliche Ressource: Wenn ein Fass Rohöl gefördert und verbrannt wurde, ist es weg. Diese einfache Einsicht liegt der sogenannten Peak-Oil-Theorie zugrunde, die ein Fördermaximum beschreibt. Nach dem Gipfel geht es mit der Produktion bergab. Was für ein einzelnes Feld gilt, ist auch auf globaler Ebene gültig. Fraglich ist jedoch, wann das Fördermaximum eintritt. Vor einigen Jahren, als die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen aufgrund des Aufstiegs von Ländern wie China, Indien und Brasilien gross war und die Preise dafür nach oben schossen, gewannen die Vertreter der Peak-Oil-Theorie Auftrieb. Zudem fanden sich unter ihnen nicht nur Idealisten und Geologen, sondern auch Investmentbanker, die ständig steigende Preise im Blick hatten. Auch Energieunternehmen beteiligten sich am Herdenverhalten der Analytiker: Der Chef des russischen Staatskonzerns Gazprom prognostizierte 2008 einen Preis von 250 $ je Fass. Ein Jahr später jedoch sackte die Notierung für Erdöl der Nordseesorte Brent auf weniger als 50 $ ab. Derzeit hält sich der Preis bei 100 $.

Samtene Revolution

In den 1950-er Jahren hatte der Geologe M. King Hubbert, der damals für den Energiekonzern Shell arbeitete, die These aufgestellt, dass das Fördermaximum in den Vereinigten Staaten (ohne Alaska) 1970 erreicht werden würde. Zur Illustration zeichnete er eine Glockenkurve, die die Förderentwicklung treffend abbildete und den Gipfel der Produktion korrekt angab. Die Vorhersage eines Fördermaximums für die Welt, das Hubbert auf 1995 ansetzte, war weniger präzise. Die kurz bevorstehende geologische Knappheit von Erdöl hatte sich aber als ständiger Begleiter der Branche etabliert. Hohe Erdölpreise waren und sind der Schrecken der Weltwirtschaft.

Der Schieferöl-Boom löste eine wahre Euphorie aus. In den Vereinigten Staaten wird über Energieunabhängigkeit und eine Reindustrialisierung gesprochen. Die Internationale Energieagentur (IEA) geht davon aus, dass sich das Angebot ausserhalb der Organisation erdölexportierender Staaten (Opec) von 2012 bis 2018 um rund 6 Mio. Fass pro Tag erhöhen wird, mehr als die Hälfte dazu trägt die neue Förderung in den USA bei. Derzeit beträgt die Nachfrage nach Erdöl gut 90 Mio. Fass pro Tag. Neue Schätzungen des amerikanischen Energieministeriums setzen das weltweite Potenzial für Schiefergas und Schieferöl nochmals höher als früher an. Die stark gestiegene Verfügbarkeit von Erdgas führte auch zu einer Diskussion unter dem Stichwort «peak oil demand». Darunter wird ein Nachfragemaximum für Erdöl verstanden, das von Erdgas, einem anderen fossilen Energieträger, verdrängt wird.

Schwimmt die Welt also im Erdöl? Nicht ganz. Prognosen im Energiebereich sind notorisch unpräzise, was einerseits die Korrekturen beispielsweise bei den Schiefergas-Vorkommen und andererseits die ständige Verschiebung des Fördermaximums durch die Vertreter der Peak-Oil-Theorie belegen. Aber auch Optimisten räumen ein, dass hinter dem Boom Fragezeichen stehen. Das Phänomen ist noch sehr jung, Erfahrungen müssen erst noch gemacht werden. Die Förderung von Schieferöl unterscheidet sich von derjenigen auf konventionellen Feldern: Der Kapitalbedarf ist hoch, weil ständig neue Bohrungen durchgeführt werden müssen. Der Rückgang der Produktionskapazität kann bis zu 70% pro Jahr betragen, wenn nicht andauernd investiert wird.

Boom mit Einschränkungen

Zudem wird nicht nur Erdgas oder Erdöl gefördert. In die Statistiken der Erdölförderung gehen – neben den Biokraftstoffen – auch Flüssiggase wie Propan oder Butan ein, die nicht zur Benzinproduktion verwendet werden können. Trotz dem weltweit ausgewiesenen Potenzial beschränkt sich derzeit der Boom auf die USA. Dies ist nicht zufällig: Der amerikanische Erdölsektor steht allen offen, die Konkurrenz ist hoch und fördert neue Techniken. Hohe Erdölpreise animierten zu Investitionen. Die Revolution frisst aber auch ihre Kinder: Sollte der Preis aufgrund der gestiegenen Mengen wieder fallen, sind die Investitionen – auch für Projekte in der Tiefsee, für Ölsande und in der Arktis – gefährdet. Günstiges Erdöl gibt es vor allem noch im Nahen Osten, wo sich die Probleme vielmehr über als unter der Erde befinden. Die neuen Fördermethoden und Vorkommen haben einen grossen Nachteil. Es muss – neben anderen spezifischen Umweltproblemen – mehr Energie aufgewendet werden, um ein Fass Erdöl zu fördern, als bei den sogenannten konventionellen Feldern.

Das fossile Zeitalter wird noch länger bestehen, der Preis wird aber voraussichtlich hoch bleiben. Die Erdölnotiz hat nach einer Untersuchung des Ökonomen David Jacks langfristig auch inflationsbereinigt stark zugenommen, die mittel- und kurzfristigen Schwankungen sind aber enorm. Vor allem die mittelfristige Perspektive mit einem anhaltenden Auf und Ab der Preise ist für die Wahrnehmung prägend. Preissignale haben auch dazu geführt, dass generell die Energieintensität in Industrieländern, der Energieeinsatz im Vergleich mit dem Bruttosozialprodukt, gesunken ist. Zudem werden alternative Energieformen gesucht, Umweltschäden werden – ökonomisch oder politisch – berücksichtigt. Die Welt versinkt nicht im Erdöl, und auch das Ende steht nicht unmittelbar bevor. Bei freien Märkten reagiert das Angebot auf Preissignale und nicht auf absolute geologische Knappheit.)“

Die Umweltbelastung (CO2-Ausstoss) wird sich so schnell nicht verringern. Das Gegenteil wird der Fall sein. 

„(…) Allein in den USA enthalten Schiefergestein-Formationen rund das Zwanzigfache an Öl, das im Boden Saudiarabiens eingelagert ist. Ein Riesenproblem für die Umwelt….

 …Maugeris Analyse von Projekten in 23 Ländern legt nahe, dass die Förderung bis 2020 um rund 17 Millionen Barrel pro Tag (auf 110 Millionen) steigen wird. Das sei die grösste Steigerung seit den 1980er Jahren. Die für diesen Boom erforderlichen Investitionen wurden dadurch ermöglicht, dass der Preis für ein Barrel lange Zeit bei 70 Dollar lag – heute kostet ein Barrel Brent Rohöl sogar 95 Dollar. Jetzt strömt Geld in die Erschliessung neuer Quellen: Eine Billion Dollar wurde während der vergangenen zwei Jahre investiert, 2012 sollen weitere 600 Milliarden folgen. …

Die Produktion in North Dakota ist bereits von 100’000 Barrel pro Tag im Jahr 2005 auf 550’000 im Januar dieses Jahres gestiegen.

Das ist also unsere Realität. Der Effekt einer automatischen Korrektur – der Rückgang der Ressource zerstört die Maschine, die ihn vorantreibt –, die viele Umweltaktivisten vorhergesehen haben, wird nicht eintreten. Das Problem besteht jetzt nicht mehr darin, dass wir zu wenig Öl haben, sondern zu viel.

Wir haben die Bedrohung des Planeten mit der Bedrohung der industriellen Zivilisation verwechselt. Beides ist zunächst einmal nicht identisch. Der Kapitalismus, geschmiert und angetrieben von reichlich vorhandenen Ölvorräten, ist widerstandsfähiger als viele der natürlichen Systeme, die er bedroht. Das überreiche Leben der Vergangenheit bedroht in der Form versteinerten Kohlenstoffes das überreiche Leben der Gegenwart.

Es befindet sich genügend Öl unter der Erdoberfläche, um uns alle zu frittieren, und es gibt kein Mittel, um Regierungen und Industrie davon abzuhalten, es dort rauszuholen. Die seit 20 Jahren andauernden Bemühungen, den Zusammenbruch des Klimas durch Überzeugungsarbeit zu verhindern, müssen mit dem Scheitern des multilateralen Prozesses vor einem Monat in Rio ebenfalls als gescheitert gelten. Die mächtigste Nation der Welt wird erneut zu einem Ölstaat und wenn man sich die politischen Veränderungen in Kanada ansieht, dann ist darf man sich auf etwas gefasst machen….  )“ mehr in der Tageswoche: „Viel heisse Luft nach oben“

Fracking ist umstritten

„(…) Die Technik zur Schiefergas- und Schieferöl-Förderung ist wegen befürchteter Auswirkungen auf die Umwelt hoch umstritten. Beim sogenannten Fracking werden Wasser, Sand und Chemikalien in schwer zugängliche Gesteinsschichten wie Schiefer gepresst und dadurch Druck erzeugt, um Gas oder Öl freizusetzen. Kritiker bemängeln unter anderem, dass die Chemikalien das Grundwasser verseuchen könnten. …)“

Wenn es um eigene Interessen geht, dann handelt die mächtigste Nation, welche sich als älteste Demokratie rühmt (je nach Betrachtungsweise) absolut undemokratisch. Sie tut was ihr gut scheint und zwingt ihr Handeln andern wenn nötig auf. Droht Konkurrenz, wird auch zu protektionistischen Massnahmen gegriffen (Schutzzölle). => NZZ: „Amerikas neuer Protektionismus“. Geht es ums „Schaffen von Arbeitsplätzen“, ist man bereit andere Errungenschaften zu opfern, wenn sie im Weg stehen. Selbst der Umweltschutz wird nicht verschont. Ist es der Preis für freies Unternehmertum? Es sind die Republikaner, welchen die oberste Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) ein Dorn im Auge ist. Sie sei verantwortlich für hohe Energiepreise, für Überregulierung, Arbeitslosigkeit und Geldverschwendung, schimpfen sie. Was den Wirtschaftsliberalen zuwider ist, wird ihr angelastet.

„Die EPA ist die furchteinflößendste Behörde der USA, die ich kenne“, sagt der republikanische Kongressabgeordnete Mike Simpson aus Idaho. Wenn es um die Regierung gehe, höre er am häufigsten Beschwerden über die EPA. „Sie sorgt für wirtschaftliche Unsicherheit und vernichtet Arbeitsplätze.“ siehe in Die Zeit: „Die Kampagne der Republikaner gegen den Umweltschutz“

Die Förderung alternativer Energien würde auch Arbeitsplätze schaffen. Allerdings gibt es  Subventiosprobleme (Sonnenenergie: Zu recht subventioniert?). Die Ausbeutung von Öl und Gas bringt zur Zeit und kurzfristig mit weniger Aufwand mehr ein. Schliesslich wurde bereits sehr viel investiert! 40’000 Bohrungen in den USA sind Zeichen genug! Die steigende Nachfrage nach Öl und Gas wird bleiben, die Menschheit vermehrt sich ungehemmt, exponentiell mit steilem Anstieg. Die Wachstumsökonomen werden sich die Hände reiben und die „Ausbeuter“ werden sich bestätigt fühlen. Die hören nicht auf, bis die Erde zu 100% ausgebeutet und beschädigt ist. Nachdem die USA bereits aktiv und umfassend „bewirtschaftet “ wird, ist der Blick Richtung Europa klar zu erkennen.

Die Schweiz soll ebenfalls nicht verschont werden! Mit der umstrittenen Fördermethode Fracking planen Firmen aus Übersee Bohrungen im grossen Stil. Tagi: => Gasbonanza in der Schweiz

Das Land ist bereits auf verschiedene Ausbeuter (Rohstoffföderer) aufgeteilt! Es interessieren Rechte und Pflichten!

„( …) Das Bergregal ist das Verfügungsrecht über ungehobene Bodenschätze. Der Begriff leitet sich ab aus den “Regalia”, den Rechten des Königs (Berghoheit). Heute obliegt die Berghoheit in der Schweiz den Kantonen. Nur in Graubünden hat der Kanton die Berghoheit den Gemeinden übertragen….)“

Neben den im Bergrecht geregelten Vorschriften sind für eine Konzession zur Exploration und Gewinnung von Bodenschätzen planungs- und baurechtliche Vorschriften, Umweltverträglichkeitsprüfungen und Sicherheitsvorschriften einzuhalten.  Wie sehen die Haftungsauflagen aus? Mehr => Detaillierte Informationen zum BergregalInhalt wird in neuem Fenster geöffnet.

Angesichts der Tatsache, dass man es mit Gesellschaften zu tun hat, die global agieren, sollte bezüglich gesetzlichen Grundlagen eine Bundeslösung angestrebt werden. Bei den Unternehmensteuern wird dies schliesslich vom Ausland auch gefordert.

Bereits sollen von der SEAG 8 Bohrungen geplant sein. Mehrere Gesellschaften sind interessiert und die meisten Geldgeber haben ihren Sitz in den USA.  Umweltbelastung hin oder her, es soll gebohrt werden! Einige Kantone wollen jedoch nichts davon wissen. Gesundes Grundwasser ist es ihnen wert.

„(…) Profitieren würden aber vor allem die Geldgeber. Die Texaner, die das Geld in die Schweiz pumpen, würden 90 Prozent der Gewinne abschöpfen, nur 10 Prozent blieben bei der Seag….)“

Es muss niemand Geld in die Schweiz pumpen. Die Gesellschaften tun es aus eigenem Antrieb und nur, wenn es lukrativ ist. Ergo sind 10 Prozent Beteiligung am Gewinn zu wenig! Anders als irgend wo im Urwald finden die Profiteure hier eine hervorragende Infrastruktur vor! Schliesslich will jemand Rohstoff, der ihm nicht gehört, abbauen und „versilbern“ (zu Geld machen). Dieser Rohstoff ist nicht umsonst zu haben. Daher wäre es besser, neben den Unternehmenssteuern für den geförderten Rohstoff 10 % der verkauften Menge zu verlangen. Damit würde man allen kreativen Buchhaltungstricks vorbeugen und es würde keine Diskussionen wegen der Teuerung geben. Es ist sehr zu hoffen, dass die Kantone geschickt verhandeln – so wie die Urner der Sage nach in der Schöllenenschlucht mit dem Teufel geschickt verhandelt haben. => Der Schmied von Göschenen – Wikipedia

Schliesslich hat sich „Mister-Fünf-Prozent“, Calouste Gulbenkian Wikipediaauch mit einem festen %-Satz gesund gestossen. Er war Mitbegründer der Iraq Petroleum Company, eine Vereinigung der größten Erdölfirmen. Er veräußerte seine Beteiligung von 15 Prozent gegen einen lebenslänglichen Gewinnanteil von fünf Prozent. Ausser, dass er „dabei“ war und sich geschickt als „Berater“ in Szene setzte, hat er kaum Wesentliches zu wichtigen Geschäften beigetragen oder selbst erworbenen Boden zur Verfügung gestellt.

„(…) Da der Armenier (Gulbenkian) aber die Schachzüge und Finessen der Ölkonzerne kannte wie kein zweiter und mit Enthüllungen für den Fall drohte, daß er nicht erhalte, was er fordere, einigte sich die Londoner Runde darauf, Gulbenkian einen Anteil von fünf Prozent an sämtlichen zukünftigen Gewinnen der Turkish Petroleum Company zuzugestehen. …)“

Typisch für Big Brother: Geht es um die Bekämpfung des Terrors, sind alle Mittel legitim. Geht es um die Schaffung von Arbeitsplätzen sind alle Mittel nicht weniger legitim! Auffällig: Das Kyoto-Protokoll ist von 193 Staaten und der EU unterzeichnet worden. Die USA haben es nicht unterzeichnet. Wen wundert es? Kanada hat am 13. 12. 2011 den Ausstieg bekannt gegeben.

Wasser folgt oft verschlungenen Wegen bis zur Quelle. Das Trinkwasser in Flüelen hat seinen Ursprung im Sardonagebiet! Und die Akratotherme in Bad Ragaz bezieht ihr Wasser aus dem Gebiet des Tödi. Es versickert entlang kristalliner Gesteinsschichten und nach über 10 Jahren, tritt es in der Taminaschlucht hervor! Später einmal vielleicht mit oder ohne Chemikalien…

In der Schweiz wird Trinkwsser aus drei natürlichen Ressourcen gewonnen. Ca. 40% kommt aus Quellen, ca. 40 % wird mächtigen Grundwasserströmen entnommen und etwa 20% kommt von Oberflächenwasser (Seewasser). => Quelle

Hätten Sie es gewusst? Die Stadt Zürich unterhält auf ihrem Gebiet etwa 1000 Brunnen an öffentlich zugänglichen Stellen. Höchstens 3 Promille davon geben kein Trinkwasser von sich! Und diese Brunnen sind speziell gekennzeichnet.

Bevor in der Schweiz „gefrackt“ wird, sollten die Gefahren für die Umwelt und speziell die Gefährdung des Grundwassers gründlich geklärt sein.

Christopher MartensonWikipedia, the free encyclopedia

Mit klarer Sicht : „Inconvenient Truth“ – „unbequeme Wahrheit“

DiePresse.com:  Schieferöl könnte globalen Ölkonsum zehn Jahre decken

Ölschiefer – Wikipedia

Gasförderung : Warum Fracking so extrem umstritten ist … – Die Welt

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