Kategorie-Archiv: 35 Umwelt

Alternative Energie

Mein Projekt „Carport mit Solardach“ wurde von den Nachbarn abgeschmettert. Es hätte gut und gerne 14 m² Fläche für Solarmodule gegeben. Klagbare Gründe wurden kaum genannt. Dafür wurde erwähnt, dass die ästhetische Einfügung in die Architektur nicht erfüllt sei. Das ist dann halt Ansichtssache. Klagbares mag ich nicht! Man sollte solche Dinge mittels „XM“-Faktor (xundem Menschenverstand) regeln!

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Hühnerhof und Hasenstall, „besonders ästhetisch  gestylte Produktionsanlage“für biologische Eier und biologischem Hasenfleich erzeugt durch direkte und indirekte Sonnenenergie…

Man ist aus Prinzip dagegen. Ob die unbegründeten Absagen rechtlichen Aspekten Stand hielten, bezweifle ich.

Baute BT1
„Vavelas“ im Bunzli – „ästhetisches Einfügen“ in eine Architektur….

Von wegen Ästhetik brauche ich mir weder bezüglich Carport noch einer Solaranlage kaum grosse Gedanken zu machen. Es gibt da „gute“ Beispiele, die mich in der Annahme bestärken, siehe Bilder rechts!

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Das ästhetische „workmanship“ erzeugt unterschiedliche Produkte. Hier Brigittes Gartenanlage

Die Sicht bzw. die Sonne würde abgedeckt. Wenn man es aufs Papier bringt, sieht man, wie es wirklich wäre.

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Aus der Sicht des am meisten betroffenen Sitzplatzes verschwindet die Konstruktion hinter der jetzt stark zurück geschnittenen Weide…

Nun, ich kann damit leben. Ich brauche die Investition jetzt nicht zu tätigen und ich brauche das Problem „Schattenwurf“ momentan nicht speziell zu berücksichtigen.

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Carport FS25

Die Konstruktion des Carports werde ich trotzdem fertigstellen inkl. Zeichnungen und Varaianten samt statischer Berechnung. Die Pläne werden gelegentlich an Selbstbauer „vermarktet“!

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Carport FS 25 – Störfaktor – eine Ansichtssache!

Um mich mit der Solartechnik und -energie anzufreunden, habe ich eine Versuchsanlage aufgebaut. Sie funktioniert bereits! Es kommt kostenlos Strom und am Abend habe ich bereits an drei Orten im Haus Licht von der Sonne.

Solar Versuchsanlage5 Solarpanelmontage
Das Provisorium – Solarmodul mit 2 Achsen von Hand verstellbar, drei Schrägen: 30, 45 und 60°

Da Einspeisung und Subventionen und dergleichen für mich unerträglicher Ballast bedeutet, widme ich mich einer autarken Anlage. So wie eine Alphütte, die über keinen Netzanschluss verfügt. „Selber“ sei eines der ersten Worte in meinem Wortschatz gewesen so wird gesagt. Daher!

Solar Versuchsanlage6 Solarpanelmontage
Kaum ein Störfaktor!

Eine Momentaufnahme: Heute herrscht diffuses Licht. Messwerte:

Mittagszeit: 25 mA bei 22 V => Watt = Volt mal Ampère = 25×22 = 550 mW = (gerundet) 0,55W = 0,0007 PS; Um 17 Uhr immer noch diffus: es kommen noch 4,7 mA und 13,5 Volt. Nicht besonders viel, dafür vom Morgen bis am Abend…  Richtig gerechnet und gemessen?
Spannung messe ich zwischen den zwei Polen. Pfuus (Strom) messe ich mit dem Messgerät in Serie geschaltet während der Ladung. Das Modul „Peak Power“ hat eine Fläche von 33×30 cm,  eine Leistung von 4 Watt sowie  12 V Nennspannung und gibt max. 48 V.

Solar Versuchsanlage, PowerboxDas „Power-Unit“

Der Solarregler IVT, 12/24V 8 A sorgt für das „Lade- und Batteriemanagement“

Technische Daten
Systemspannung 12/24V
Modul-/Laststrom 8A
Eigenstromverbrauch 3mA
Temperaturfühler eingebaut
Ladeschlussspannung: Normal 13,7V/27,4V, Gasung deaktiviert 14,1V/28,2V, Temperatur-Kompensation -4mA/K/Zelle
Tiefentlade-Abschalt-Spannung: Abschaltspannung 11,1V/22,2V, Rücksetzspannung 12,6V/25,2V
Gasungsregelung: Gasung aktiv 12,4V/24,8V, Gasungs-Endspannung 14,5V/29V, Temperatur-Kompensation -3 mA/K/Zelle
Sicherung 10A
Temperaturbereich -25°C bis +50°C
Abmessungen 95 x 95 x 35mm
Gewicht 240g

Interessiert? Weitere Einzelheitensind in der Betriebsanleitung zu finden.

Die Versuchseinrichtung: Das „Power-Unit“ steht jetzt im Büro unter einem Pult und unter einem Stapel Papier, kaum sichtbar…

Die Kosten der Anlage :
Ein praktisch neuer Autoakku aus dem ausser Betrieb gesetzten zweitwagen mit einer Kapazität von  45 Ah                               Fr.   110.-   (mit dem Ausschauben des Autoss abgeschrieben). Preis: an die Haustür geliefert, Man kann sie auch für 60 Euro haben (plus Lieferkosten)
zwei Lampen 12 V, 3,5 W 200 LM  à Fr 25.-                                Fr.     50.-
1 Fluoreszenzlampe 12 V 7 W  400 Lumen                               Fr.     90.-   (lag seit Jahren ungebraucht herum, wäre heute sicher günstiger)
Ein Solarregler, Conrad: IVT, 12/24V 8 A                                   Fr.     56.-
Solarpannel: Phönix B103D  33×30 cm Peak Power
4 Watt, 12 V Nennspannung max 48 V                                          Fr.     65.-   (lag seit Jahren ungebraucht herum, Preis von heute etwa)
Kleinmaterial (Schalter Kabel, Stecker)                                          Fr.     20.-
Macht nach Adam Riese:                                                                         Fr.  391.-

Nehmen wir die drei Lampen, die zusammen 14 Watt brauchen: was kann aus dem Akku gezogen werden?
Akku: 45 Ah
2x 12 V/ 3,5 W  = 7/W =  0,58 A  (für die zwei kleinen Lampen)
1 x 12 V/7 W                     =   0,58 A (für die Sparlampe)
tot    =  1,16 A
45Ah/1,16 A = 38, 8 h
Theoretisch kann ich also etwa 38 Stunden Strom beziehen! Nun kann aber der Akku nicht bis aufs Blut ausgesaugt werden. Man müsste noch die Kennlinie kennen. Nehmen wir einfach die Hälfte, dann kann ich immer noch 19 Stunden Licht verbrauchen. Und tagsüber bei Sonne und auch bei diffusem Licht ladet das Panel! Wenn diffus: Es ladet , aber das ist dann praktisch wenig bis fast nichts.
Daraus folgt: Für die Stromsicherheit über mehrere Tage würde ein grösseres Akku-Reservoir benötigt.

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Power-Unit – alles in der Box: Akku , Solarladeregler, Bezugsanschlüsse

Wie steht es um die Rentabilität?
Das kann gar niemand richtig berechnen! Mit was soll verglichen werden? Ist der subventionierte Strom aus Deutschland massgebend? Ist der subventionierte Strom aus der Schweiz massgebend? Muss ein Mix der beiden herhalten?
Ist der Strom vom EW, den ich beziehe massgebend?
Ich rechne einmal gar nicht, weil ich weder die „Äpfel“ noch die „Birnen“ genügend kenne mit denen Frau Leuthard, das BA für Energie, Stromwirtschaft und die Politik ihr Unwesen treiben!

Der mit Papiergeld von der EZB via deutschen Staat subventionierte Strom, macht Schweizer Kraftwerke unrentabel. Wäre es umgekehrt, wäre die Schweiz schon längst am Pranger auf einer schwarzen Liste gelandet, danach in Strassburg und oder Brüssel gemassregelt worden. Gründe:  Wettbewerbsverzerrung, unlauterer Wettbewerb und dergleichen. Vermutlich hätte man sie auch zu Strafzahlungen in Milliardenhöhe verknurrt – und in Bundesbern hätte man das so verstanden, dass es im Zusammenhang mit dem „guten bilateralen Einvernehmen“ nichts anderes gäbe, als die Kröte zu schlucken – hoschenscheisserisches „Klein Beigeben“ wäre das Resultat der Übung.

Für weitere Kapazität und weitere „Investitionen“ werde ich im Internet die günstigsten Elemmente zusammensuchen. Dann wird etwas entstehen! Der obere Balkon muss dann herhalten. Ob die Nachbarn Freude daran haben werden frage ich nicht…! Das Geländer muss einige Solarelemente aufnehmen, die auch zumindest eine beschränkte Nachführung bekommen.

Die nächsten Schritte: Das Power-Unit bekommt ein Ampéremeter, welches bei Bedarf eingeschaltet werden kann (Tippschalter). Und für die Förderung des Verständnisses benötige ich noch einen einfachen Belichtungsmesser. Später gibt es eine motorisierte Nachführung um die Hochachse (muss  jetzt mehrmals am Tag von Hand vorgenommen werden) und um die Querachse.. Für die Hochachse sehe ich eine Zeitschaltuhr mit erhöhter Geschwindigkeit bei der Rückführung von der Abendposition auf die Morgenposition vor. Für die Querachse ist ein Lichtsensor in einem Rohr, welches auf die Sonne gerichtet ist als Geber angedacht. Jetzt habe ich drei Positionen: 60°, 45° und 30° fest. Vier Jahreszeiten: Sommer 30°, Frühjahr und Herbst 45°, Winter 60° bezogen auf die Waagrechte.

Was eine Rentabilitätsrechnung nie berücksichtigt: Der Zufriedenheitsaspekt – selbst etwas gestaltet zu haben!
Daher: Mir ist wichtig, was ich gewinne, als was ich (vielleicht) verliere!
Wer in einer Alphütte mit Solarstrom Licht macht, muss keine Gasflaschen oder Petrol für die Petrollampen transportieren!
Dem ist es egal, was der subventionierte EU-Strom kostet!

Der Wind könnte unterstützend wirken, vor allem wenn keine Sonne scheint. Dem Aspekt „Windmühle“ werde ich noch meine besondere Aufmerksamkeit schenken.

Um den Wind auch noch auszunützen kann ein leistungsfähiger Elektromotor in der Vorzugsrichtung zum Magnetfeld so eingestellt werden, dass er als Generator optimiert läuft. Ein Brushlessmotor ist heute preiswert zu erstehen. Als Antrieb können drei Halbschalen wie beim Anemometer genügen. Sollte es um den Preis gehen, dann gibt es billige Motoren, die zwar einen schlechteren Wirkungsgrad haben. Man nimmt einfach zwei oder mehrere,  die in Zahnradrad greifen. Der „Propeller“ und die Halbschalen werden dem Widerstand entsprechend dimensioniert.

Die Elemente des Windbaumes scheinen mir vorläufig eher zu teuer und für meine Zwecke kaum geeigent. Aber einmal kommen sie preiswert auf den Markt. Dann sieht die Sache vielleicht anders aus.

Was noch zu bemerken wäre: Falls sich im Power-Unit doch etwas Gas ansammeln sollte, kann es sich leicht verflüchtigen (nach oben und nach unten). Es wird also nicht „chlepfen“! Der Akku ist eine Gel-Batterie!

Lohnt es sich Energie aus dem Wind zu gewinnen?

Erst jetzt fällt mir auf: Immer wenn ich zum Fenster hinaus schaue, windet es gerade nicht….! Um es etwas genauer zu wissen, gehe ich erst einmal etwas pragmatisch vor: Eine Stange mit einem weis-rot farbenen Streifen könnte der  Visualisierung dienen. Die beste Windanlage nützt ohne Wind nichts!

Quizfrage:Wo ist der Wind, wenn er nicht geht?

Ich könnte eine „Windmühle“ nur auf meinem Grundstück aufstellen. Dazu gäbe es folgende Möglichkeiten:
Hausdach, Giebel => könnte schnell eine Bewilligungsfrage aufwerfen.
Garten über der Garage => Nachbar Altersheim, die hören zwar nicht mehr so gut aber es könnten Einwände kommen, wenn das „Ding“ Lärm erzeugt.
Garten beim UG => Bei Talwind  und bei Bergwind kanalisiert sich hier die Luft zwischen Gebäuden, Häufigkeit unbekannt, obwohl wir doch täglich mehrmals aus dem Fenster schauen!
Also: Zuerst Wind abschätzen vor Messen! Dann sehen wir weiter!

Das Sarnerseebecken und die Umgebung liegen in einer Senke. Die ist  von den starken Winden abgeschirmt! Thermisch bedingte Winde kommen wegen der Stabilisierung durch den See meist erst spät im Tagesverlauf auf. Gelegentlich kommt Föhn aus dem Melchtal oder wir haben einen „Rothorn-Föhn“ bei Westwind, ähnlich dem Pilatusföhn in Luzern.

Rothorn- - PilatusföhnFöhn: Etwas feuchte Luft wird über ein Gebirge geschoben oder abgesogen. Es entsteht aufsteigende Luft die sich adiabatisch abkühlt (1°/100 m) bis sie kondensiert und ab Kondensationsniveau sich noch weiter abkühlt (mit 05°/100 m). Wasser wird in Form von Regen ausgeschieden. Die nun veränderte Luft sinkt ab und nimmt auf der ganzen Höhe um 1°/100 m zu. Auf dieseWeise entsteht warme und trockene Luft. Beim Pilatus- wie beim Rothornföhn kommen die Föhnmauer und das Föhnfenster nicht so markant vor wie bei einem Südföhn über die Alpen. Dies deshalb, weil der Druckunterschied von Hoch zu Tief im Vergleich geringer ist!

Adiabatische (Talwinde) und katabtische Winde (Bergwinde) wirken hier wenig ausgeprägt. Wir selber sind in einer windgeschützten Position, was für die Wohnlage vorteilhaft ist.

Die Leistung des Windes lässt sich mathematisch wie folgt fassen: Die Formel für die Leistung (P) in Watt pro m² lautet: P = ½ *1.225 *v³. (oder P = 1/2 A ro cp v³; => ro = 1,2041 kg/m³ (Luftdruck in Küstennähe), A =  m² (die vom Wind überstrichene Fläche vom Rotor), Cp = Wirkungsgrad/Leistungsbeiwert der Anlage, V = Windgeschwindigkeit in m/s

Leistungstabelle
In der unten stehenden Tabelle finden sich die Leistungen in W/m² für bestimmte Windgeschwindigkeiten. Berechnet für eine Luftdichte von 1.225 kg/m³ bei 15°C. Die Luftdichte erhöht sich mit fallenden Temperaturen. Je höher die Luftdichte desto höher der Energiegehalt der Luft.

Windleistungstabelle
Die Milchmädchenrechnung:
Der Windgenerator Phaesun Stormy Wings 600_24 310127 leistet (bei 10m/s = 36 km/h) nach Prospekt 600 W; Der Hauptrotor-Ø 1,75 m = 2,4 m²
Der Wirkungsgrad eines Propellers, bzw. eines Windrades liegt etwa bei 40% (ohne Verschmutzung durch gehackte Insekten, Wasser bei Regen und so!)
Wenn ein minimaler Wind von etwa 10 m/sec bzw. 36 km/h nötig wäre, könnten etwa 40% von 612,5 = 245  W/m² abgeholt werden. Bei einer Fläche von 2,4m² entsprechend 590 W; das Versprechen des erwähnten Modells geht mit 600 W  fast auf. Daraus schliessich, dass es sich um Entwurfsdaten handelt!
Ich frage mich aber wie die weiteren Verluste zu berücksichtigen wären: Wirkungsgrad Generator gut geschätzt: 95%, Getriebe zum Motor 95%, Leitung etc. bis zum Verbraucher 95% = 0,95 x 0,9 x 0,95= 0,86 Wirkungsgrad gesamt.
Der Windgenerator Phaesun Stormy Wings 600_24 310127 leistet (bei 10m/s) 600 W bzw. 590 W x 0.86 = 505 = 500 W
Was kann aus der Anlage herausgeholt werden?
Ausnutzungsgrad = Jahresertrag (Wind)/ Anklagen-Nennleistung

1. Die Windenergie-Karte der Schweiz  gibt einen ersten wichtigen Aufschluss:

Windenergiekarte CH Sachseln
Windenergieangebot an meinem Standort

Die hellgrüne Farbe bedeutet geringe Windenergie von < 2,5 m/s, der rote Kreis betrifft „mein Standort“; Dargestellt wird der Jahresmittelwert 1987—2006 der Windgeschwindigkeit 50, 70 und 100 m über Grund. Die Interpolation geschah mit Hilfe von ca. 200 langjährigen und temporären Messstationen der Schweiz. Quelle: wind-data

Folgerung: Wegen des ungünstigen Windstandortes, lohnt sich die Nutzung des Windes kaum. Die Messhöhe beträgt 50 m ü. GND. Da meine Anlage tiefer liegen würde, sind die Werte noch schlechter. Der Eindruck, dass es gerade nicht windet, wenn nach draussen geschaut wird, ist bestätigt! Nur um ein paar Böen oder Einzeltage mit etwas Wind oder allenfalls kurzfristige Wind bei einem Frontdurchgang zu nutzen bringt zu wenig. Der Wind soll bleiben wo er ist und wirken wo er will. Mir braucht er keine Dienste zu leisten – schade eigentlich., denn technisch gäbe es interessante Lösungsansätze. Die lasse ich jetzt einmal im „Ordner“.

Solar Versuchsanlage4 Solarpanel
Das Balkongeländer dient künftig als Panel-Träger, verbunden mit einem Sichtschutz

 

 

Die kleine Versuchsanlage wird bald Konkurrenz bekommen. Das Balkongeländer eignet sich hervorragend für einen Sichtschutz mittels Solarpanels! Zwar wird aus ästheischen Gründen eine Nachführung nur beschränkt möglich sein. Der damit verbundene Verlust wegen nicht idealer Einstrahlung muss in Kauf genommen werden. Falls noch mehr Solarfläche erforderlich wird, kann ich das Hausdach dafür nutzen!

Die Beschaffung eines Windmessgerät – Datenloggers für die Ermittlung der Windverhältnisse kann ich mir sparen!

Die Rueder haben jedoch über Rehag auf 850 m. ü. M. eine „windträchtige“ Lage! Die sollten ihr Projekt unbedingt weiterführen! Mehr unter: Windkraftanlage – Gratisenergie aus der Luft

Die Rueder sind in der Windfrage gespalten! Warten wir ab!


Windkraftanlage – Gratisenergie aus der Luft

„Knusper, knusper, Knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?“ Die Kinder antworten: „Der Wind, der Wind, das himmlische Kind!“ Die Bewohnerin des Häuschens, eine alte Hexe, erscheint und lädt Hänsel und Gretel zum Essen ein. Trotz Gretels Bedenken besteht Hänsel darauf, der Einladung zu folgen. Wie sollen die Kinder auch ahnen, dass die Hexe vorhat Hänsel zu mästen, um ihn dann zu verspeisen und Gretel später im Ofen zu backen…. (Hänsel und Gretel)

***

Kürzlich war ich beim Finanzblogger zu Besuch in der Hammerschmitte. Nach einem kleinen Imbiss verschlug es uns in den Wald (in der Nähe von Walde…), um noch ein paar Spätzünder unter den Pilzen zu finden. Die Ausbeute reichte für ein Mahl.

Die Hammerschmitte in Schmiedrued, schön useputzt!

Bei der Rückfahrt fragte ich nach der Bezeichnung „Resi“ auf dem Wegweiser. Wir fuhren hin und gelangten zum Standort der geplanten Windkraftanlage Kulmerau-Schmiedrued. Mehr dazu: Tolle Aussicht auf Fliegenpilz und Fledermaus

Die Einwohner des Einzugsgebietes Kulmerau-Schmiedrued sind nach einer Umfrage zu 2/3 für eine Windkraftanlage. Der Gemeinderat hat sich dagegen entschieden! Es müssen überzeugende Argumente vorliegen, um eine kostenlose Energiequelle, die praktisch unbegrenzt zu Verfügung steht, auszuschlagen! Schmiedrued hat schon eine Windenergieanlage, Baujahr 2010. Sie liefert im Durchschnitt etwa 9000 kW/h! Mehr unter: Erster Aargauer Bauernhof mit Strom aus Sonne und Wind„. Diese müsste eigentlich Argumente liefern! Doch die Argumente der Windkraftgegner verfehlen ihre Wirkung oft nicht.

FOTO: mit freundlicher Genehmigung durch Stephan Marti

Dieses „Windrad“ steht auch in Schmiedrued, ganz in der Nähe der Hammerschmitte. Es erzeugt keinen Strom. Es zeigt jedoch Füchsen und Hasen den Weg, um „Gute Nacht“ zu wünschen.

„(…) 2009 ermittelten Forscher der Harvard-Universität unter konservativen Annahmen das globale Windenergiepotential und kamen zu dem Ergebnis, dass es den Weltenergiebedarf weit übersteigt: den damaligen Bedarf an elektrischer Energie um das 40-fache, den Gesamtenergiebedarf um das 5-fache. Weltweit bietet die bodennahe Windenergie theoretisch Potential für über 400 Terawatt Leistung, würde zusätzlich die Energie der Höhenwinde genutzt, wären sogar 1.800 Terawatt möglich, etwa das 100-fache des derzeitigen weltweiten Energiebedarfs….)“

Für den Entscheid des „Schmiedrueder“ Gemeinderates habe ich Verständnis. Ob er richtig ist, muss offen bleiben. Es hängt u.a. von der weiteren Entwicklung betreffend Energiewende Wikipedia und deren Umsetzung ab. Entscheide müssen nicht ewig in Stein gemeisselt sein. Die Bedingungen können ändern.

„(…) Die erneuerbaren Energien aus Wind, Sonne oder Biomasse werden in Deutschland allein in diesem Jahr mit rund 23 Milliarden Euro subventioniert. Bezahlt wird dies über eine so genannte Umlage, die den Konsumenten auf die Stromrechnung aufgeschlagen wird. In diesem Jahr sind es 6,24 Cent pro Kilowattstunde – 75 Prozent mehr als 2012. … In Deutschland stammten im vorigen Jahr rund 25 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien. An erster Stelle stand die Windkraft mit 53,4 Milliarden Kilowattstunden oder 8,4 Prozent der gesamten Stromerzeugung. Dahinter folgten Biomasse (6,7 Prozent), Photovoltaik (4,7 Prozent) und Wasserkraft (3,4 Prozent). …)“ Quelle

Dem steht gegenüber: Subventionen für Atomkraft: EU-Politik droht erneuerbare Energien im Strommarkt auszubremsen (Windkraftjournal)

Derzeit wird der Strom aus dem Ausland so billig angeboten, dass die Rentabilität der Schweizer Wasserkraftwerke bedrängt werden! Trotzdem werden wir bald mehr für den Strom bezahlen müssen! Warum? Damit Italien die höheren Strompreise in der nördlichen Lombardei senken kann! Die EU wünscht es, um die italienische Region von der Isolation zu befreien. Sie ist bereit Geld dafür einzusetzen. Es werden „Wohlfahrtsgewinne“ in Aussicht gestellt. Die Attraktion für Investoren soll erhöht werden. Die EU spricht von gemeinsamen Interessen mit der Schweiz. Die Kraftwerkbetreiber jedoch sollen profitieren. Mehr: NZZ: „Neue Stromleitung durch die Alpen, Hochspannung in alter Ölpipeline“ Der viel zitierte Markt bleibt aussen vor! Die Schweizer, sollen also die deutschen Subventionen mitfinanzieren, die Investoren beglücken und den Kraftwerkbetreibern schwarze Zahlen bescheren sowie den geplanten Netzausbau der EU mitfinanzieren. Man kann es auch in der  FAZ nachlesen. Über Gegenleistungen ist nichts zu erfahren!

„(…) Verbesserte Koordinierung der nationalen Energiepolitiken und geschlossenes Auftreten in der externen Energiepolitik. Die Kommission will bei geplanten zwischenstaatlichen Abkommen mit Drittstaaten (z.B. die Schweiz), die sich auf die Versorgungssicherheit auswirken könnten, frühzeitig beteiligt werden. Die Kommission wird ferner dafür sorgen, dass alle derartigen Vereinbarungen und alle Infrastrukturprojekte im Hoheitsgebiet der EU die einschlägigen EU-Vorschriften in vollem Umfang einhalten. …)“  mehr

Dass die EU in der Energiefrage autark werden will, ist nachvollziehbar. Ein guter Teil jedoch scheint das Werk von Schildbürgern zu sein! Bezüglich der Subventionen in Deutschland ist die Frage der Wettbewerbsverzerrung wohl angebracht!

Der Atomstrom produziert radioaktive Abfälle, die tausende von Jahren sicher gelagert werden müssen. Für die Endlagerung ist die Nagra zuständig. Die Sozialisierung ist durch Quersubventionierung durch die Wasserkraft, kreative Bilanzierung, zu geringe Haftpflicht durch die Betreiber, usw. geschickt versteckt. Müsste die wahren Vollkosten inkl. Endlagerung auf den Strompreis überwälzt werden, gäbe es schon bald keinen Atomstrom mehr. Die Wind- und Solarenergie würden in der Rentabilität  „um Welten“ besser abschneiden! Thermische Kraftwerke erzeugen CO2 und andere Emissionen. Die Kostenwahrheit der verschiedenen Stromherstellungssysteme müsste endlich offen gelegt werden.

In der Schweiz ist die Ausbeute der Windenergie noch noch margianal. „Energie Schweiz“ erwarte, dass bis 2030 die Windenergie etwa 2% betragen werden!

Der Entscheid der „Schmiedrueder“ erstaunt, wenn man das Ergebnis einer Studie des Bundesamtes für Energie (BFE) kennt. Dort geht daraus hervor, dass Windkraftwerke unter den Anwohnern eine hohe Akzeptanz geniessen. Die Studie

Dies sehen nicht alle gleich. Lärm ist nicht gleich Lärm. Ein gleichmässiger Lärm wird anders empfunden, als ein rhythmischer Lärm von gleicher Stärke. Hohe Töne werden als unangenehmer wahrgenommen, als tiefe Töne, bei gleichem Schalldruck. Was zulässig ist steht in der [PDF]Lärmschutz-Verordnung 814.41 – admin.ch

Es gibt Beispiele, wo der Lärm als störend empfunden wird! => Video: Der Windrad-Lärm kann zum Alptraum werden

Ich habe aus eigenen Erfahrungen Verständnis für Lärmgeplagte. Für masslose Überempfindlichkeiten habe ich jedoch kein Gehör.

Gegenmeinungen gibt es für alles. „Warum Windkraftwerke unwirtschaftlich sind“ In „Das Europäische Energiewende-Disaster.

Es gibt sinnvolle Anwendungen, der Nutzung der Sonnenenergie. Raumsonden, die Jahre lang unterwegs sind, kommen ohne Solarstrom kaum aus! Die Windenergie kommt letztlich auch von der Sonne.

Windkraftanlagen setzen kinetische Energie der bewegten Luftmasse mechanisch in elektrische Energie um. In der Atmosphäre ist ein gewaltiges Energiepotenzial vorhanden. Für die Energiegewinnung sind hauptsächlich horizontale Luftbewegungen geeignet.

(Wallington)

Segelflieger, Deltagleiter und Gleitschirmflieger nützen hauptsächlich vertikale Luftbewegungen wie thermische Aufwinde, Hangaufwinde (eine Kombination von horizontaler und vertikaler Bewegung), Thermik durch orographische Hebung und die Luvseite von „Wellen“, typische Anzeige durch ac Lenticularis – Wolken (siehe unter Leewellen), die auch eine horizontale und vertikale Komponente aufweisen aus (siehe unter Aufwind – Wikipedia,). Der Alto Cumulus Lenticularis ist vom Ablauf her vereinfacht ausgedrückt eine horizontale Cumuluswolke. Die Bildung der Wolke (Kondensation) und die Auflösung ligen etwa auf gleicher Höhe, jedoch seitlich versetzt. Die horizontale Bewegung nützen neben Windkraftanlagen Segelschiffe, Surfer und Kitesurfer aus.

Thermik durch orographische Hebung (Wallington)

Vorteile: Der Wind ist kostenlos! Und so lange es die Sonne gibt und es eine Atmosphäre hat, ist der Wind unerschöpflich. Eine Windkraftanlage arbeitet absolut umweltschonend und CO2-frei. Die Energieeffizienz ist hoch! Es besteht beim Betrieb kein Abhängigkeit von Rohstoffen. Die Amortisationsfrist ist vergleichbar kurz. Die Sicherheitsrisiken und die Emissionen sind vergleichsweise gering.

Nachteile: Der Wind bläst nicht konstant. Die Umgebung wird beeinträchtigt (Landschaftsbild), es entsteht ein gewisser Schattenwurf, der Rotor erzeugt impulsartigen Lärm. Vergleichsweise ist der abgegebene Strom zur Zeit teurer (falsche Subventionen?), ungleiche Berechnung der Gesamtkosten bei AKW Atommülllager). Gefahr für Vögel. Dem Blitzschutz und der Vereisung an den Rotorblättern und dem Umgelände (Verwirbelung der Luft) muss die nötige Beachtung geschenkt werden.

Jährlich 7,5 Milliarden Subventionen für Atomstrom (31 Rp/ kWh Atomstrom!) nennt der Infosperber! Man beachte die SES-Studie: Atomvollkosten.

Die Nagra sagt:

„(…) Für jede Kilowattstunde Kernenergie bezahlt der Konsument rund 1 Rappen für die Entsorgung (Stilllegung und Rückbau der Kernkraftwerke, Transporte, Zwischenlagerung und die geologische Tiefenlagerung inklusive der dazu nötigen Untersuchungen)…)“

 Ob dies für die nächsten 100’000 Jahre reicht?

Segelschiff nützt „horizontale Wirkung“ der Sonnenenergie, Bild: odh

Für den Bau von Windkraftanlagen nimmt man den Menschen nichts weg (ausser die nötigen Rohstoffe für die Fertigung der Windmühle). Es gibt keinen Sondermüll durch den Betrieb (radioaktive Abfälle, Endlager!). Wasserkraftwerke haben Probleme mit dem Restwasser. Ausserdem müssen die Bergkantone abgegolten werden. Stauseen haben die Landschaft verändert. Meist wird dies akzeptiert. Doch auch hier sind Widerstände zu überwinden. Das Gefahrenmoment Staudammbruch ist da! Braunkohleabbau im Tagbau erfordert später Renaturierung. Zu beachten ist der Aspekt „Kostendeckende Einspeisevergütung„. Am Beispiel des Windkraftwerks in Martigny ist eine konstante Leistung ersichtlich!  Weitere Angaben: Winddaten WKA

Wind entsteht durch Druckausgleich verschiedener Luftmassen. Der Motor ist die Sonne. Die Einstrahlung an den Polen ist geringer als am Äquator. Dort wärmt sich die Luft auf, wird durch Ausdehnung leichter und steigt auf. Sie fliesst (modellhaft betrachtet) polwärts, sinkt und kühlt sich ab (zieht sich zusammen und wird schwerer). Durch die Erdrotation entsteht wegen der Massenträgheit die sogenannte Corioliskraft, die bei Rotation eine Ablenkung nach rechts verursacht (nördliche Halbkugel!). Es entstehen die Passatwinde und die für uns massgebenden Westwinde. Der anfangs beschriebene Ausgleich findet nicht erst an den Polen, sondern etwa im Bereich des 30. Breitengrades statt .


Vereinfachtes Schema der globalen Zirkulation (Modellvorstellung der atmosphärischen Zirkulation ), Wikipedia => http://de.wikipedia.org/wiki/Planetarische_Zirkulation

Die Schweiz befindet sich in der Zone der vorherrschenden Westwinde. Deswegen kommt das Wetter meist von Westen. Im Jahresverlauf ändert sich die Lage der Polarfront – Wikipedia

Wenn diese in unsere Breiten gelangt (Frühjahr, Herbst), sind wir vermehrt dem Durchzug von Fronten (Reibungsflächen von zwei Luftmassen) ausgesetzt. Hier entstehen die Tiefdruckzentren die gegen den Uhrzeiger drehen. Beim Durchzug einer Front ändert sich die Windrichtung rasch. Läuft ein Tief in die Biscaia ein, und befindet sich ein Hoch etwa auf gleicher Höhe östlich, kommt Föhn auf, dann wechselt der Wind von Süd auf West und später auf Nordwest bis Nord.

Föhn (Bild aus „Blick“), Erwärmung durch Wasserausscheidung

Die horizontalen Luftbewegungen, die Winde, weiss man für die Stromgewinnung zu nutzen. Die vertikalen Bewegungen kann man bisher, ausser der Segelfliegerei nicht nutzen, obwohl dort gewaltigen Energien frei gesetzt werden. Dies wird wohl auch dabei bleiben. Damit Thermik – Wikipedia entsteht und Segelflug möglich wird, müssen gewisse Bedingungen erfüllt sein wie genügend Sonneneinstrahlung vor allem am Vormittag, labile Schichtung der Atmosphäre, nicht über 3/8 Cumulusbildung weil sonst die Sonneneinstrahlung zu stark behindert, möglichst keine mittleren und hohen Wolken, Luftmasse aus polaren Gegenden, relativ tiefer Taupunkt, gute Sicht usw. Für Interessierte sei auf den Arbeitsbericht_88.pdf, 6.2 MB – Meteo Schweiz von Gaudenz Truog hingewiesen. Thermik entsteht also nur unter speziellen Bedingungen, ist im Tagesverlauf zeitlich begrenzt und wenn sie sich entwickelt, ist die Stärke unterschiedlich. Auch jahreszeitlich gibt es Unterschiede. Die beste Thermik kommt im Flachland zwischen März und August vor. Vom Herbst bis in den Frühling hinein haben die Segelflieger Zeit, ihr Flumaterial zu warten.

Flugweg eines Segelflugzeuges, Aus: „Flugwetterkunde“ Willy Eichenberger

Eine Milchmädchenrechnung von Fred Weinholtz möge eine Ahnung davon vermitteln.

„(…) Zu nächst ein kleines Rechenexempel, um allen Skeptikern das Vertrauen in die Thermik zu verstärken. Vertrauen zur Thermik, zum Flugzeug und zu sich selbst ist nämlich eine wichtige Grundlage zum Erfolg beim Streckenfliegen.

Nehmen wir einen normalen Aufwindschlauch, 200 m Durchmesser, 2000m Gesamthöhe (mit Wolke), ein mittleres meteorologisches Steigen von 2,5 m/sec, das einer Variometeranzeige von etwa 1,5 m/sec entspricht. Ein Kubikmeter Luft wiegt bekanntlich etwa 1,3 Kg. Nach der Berechnung der Rundsäule: Grundfläche mal Höhe = r x r x 3,14 x Höhe ist leicht zu ermitteln, dass in diesem „Bart“ (Thermikschlauch) 62 800 000 m3 Luft in steigender Bewegung sind. In Gewicht ausgedrückt sind das 81 640 000 kg oder 81 640 t Luft. Steckt nicht schon in der durchaus alltäglichen Thermik eine beruhigende Kraft? Zwar können wir mit mit den wenigen Quadratmetern Fläche unseres Segelflugzeuges nur einen winzigen Tel dieser Energie ausnutzen, unser Ziel sollte es aber immer sein, möglichst viel davon mit zu bekommen…)“ Fred Weinholtz, Grundtheorie des modernen Streckensegelfluges.

Führen wir die Milchmädchenrechnung weiter: Im Weinholtz’schen Beispiel werden also 81 640 000 kg Luft pro Sekunde 2,5 m hoch gehoben.

Zur Skizze: Die obere Rolle ist am „Himmel“ festgemacht.

In alter Manier – in PS gerechnet

2,5 m/sec x 81 640 000 kg /75 mkg/sec = 2,5 x 81 640 000/75 = 2 721 333 PS. Eine Lokomotive vom Typ RE 6/6 der SBB leistet rund 10608 PS (7800kW). Es müsste die Leistung von rund 257 RE 6/6 eingesetzt werden, um diese Luftsäule mit 2,5 m/sec zu heben.

Man stelle sich einen schönen Thermiktag vor, an dem grossflächig solche Aufwindtürme schachbrettartig über das Land verstreut sind( etwa alle 4-5 km ein Stück). Wir reden hier vom Cumulus Humilis, einem Schönwettercumulus. Was wäre erst von einem Cumulonimbus (Cb) zu erwarten? Es lässt erahnen welche ungeheure Energie die Sonne zu spenden vermag! Genug Potenzial um die Energie der Schweiz zu versorgen. Nebenbei bemerkt: Der Mensch kann eine Dauerleistung von ca. 0,1 -0,14 PS bzw. 80 – 100 Watt erbringen.

Etwas mehr Eleganz als die Re 6/ zeigt das Segelflugzeug ASW 22.  Mit einer max. Abflugmasse von 750 Kg kann das Flugzeug mit einer Höhe von 1000 m ca. 62 km weit gleiten. Der Widerstand beträgt beim besten Gleiten etwa 12,5 kg (soviel Kraft müsste man aufwenden um das Flugzeug bei etwa 100 km/h horizontal zu ziehen (Schlepp)!

Segelflug: Der aktuelle Strecken-Weltrekord wurde am 21. Januar 2003 in Argentinien aufgestellt. Distanz: liegt bei 3008,8 km. Pilot: Klaus Ohlmann. Ausser des Schlepps für den Start wurde der Flug nur mit Sonnenenergie absolviert, wenn wir davon absehen, dass der Pilot sich noch verpflegen musste.

Luft ist nicht einfach nichts! Es lässt sich daraus Geld ziehen. Es schrieb einmal „Hari“ an den Finanzblogger:

(…) Lieber Finanzblogger; eine schöne grosse Menge Luft, nicht wahr?! Besonders, wenn Luft als Nichts betrachtet wird. Nichts ist also nicht nichts! Weil es nicht nichts ist, ist es etwas, nämlich potenzielle Energie. Du kannst mir erklären, wie potenzielles Geld in kinetisches Geld umgewandelt wird? Pass aber auf, vielleicht meldest du die Idee vorher beim Patentamt an. Denn aus Geld wird Geld. Salü , Hari .)“

So viel ich weiss ist noch kein entsprechender Patentantrag eingericht worden…

***

Finanzblog: Hannes Keller wird 80 – Sophia Loren auch

 


Peak Oil ist später – Grundwasser in Gefahr?


Knappheit sieht anders aus

NZZ, 15. 06. 13

„(…) Einmal ertrinkt die Welt im Erdöl, ein andermal steht das Ende des fossilen Zeitalters kurz bevor. Beide Ansichten schlagen allzu laut Krach. Das Angebot am Erdölmarkt reagiert vielmehr auf Preissignale, wie die sogenannte Schiefer-Revolution zeigt. Geologische Knappheit unterscheidet sich von derökonomischen. Von Gerald Hosp

Erdöl ist eine endliche Ressource: Wenn ein Fass Rohöl gefördert und verbrannt wurde, ist es weg. Diese einfache Einsicht liegt der sogenannten Peak-Oil-Theorie zugrunde, die ein Fördermaximum beschreibt. Nach dem Gipfel geht es mit der Produktion bergab. Was für ein einzelnes Feld gilt, ist auch auf globaler Ebene gültig. Fraglich ist jedoch, wann das Fördermaximum eintritt. Vor einigen Jahren, als die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen aufgrund des Aufstiegs von Ländern wie China, Indien und Brasilien gross war und die Preise dafür nach oben schossen, gewannen die Vertreter der Peak-Oil-Theorie Auftrieb. Zudem fanden sich unter ihnen nicht nur Idealisten und Geologen, sondern auch Investmentbanker, die ständig steigende Preise im Blick hatten. Auch Energieunternehmen beteiligten sich am Herdenverhalten der Analytiker: Der Chef des russischen Staatskonzerns Gazprom prognostizierte 2008 einen Preis von 250 $ je Fass. Ein Jahr später jedoch sackte die Notierung für Erdöl der Nordseesorte Brent auf weniger als 50 $ ab. Derzeit hält sich der Preis bei 100 $.

Samtene Revolution

In den 1950er Jahren hatte der Geologe M. King Hubbert, der damals für den Energiekonzern Shell arbeitete, die These aufgestellt, dass das Fördermaximum in den Vereinigten Staaten (ohne Alaska) 1970 erreicht werden würde. Zur Illustration zeichnete er eine Glockenkurve, die die Förderentwicklung treffend abbildete und den Gipfel der Produktion korrekt angab. Die Vorhersage eines Fördermaximums für die Welt, das Hubbert auf 1995 ansetzte, war weniger präzise. Die kurz bevorstehende geologische Knappheit von Erdöl hatte sich aber als ständiger Begleiter der Branche etabliert. Hohe Erdölpreise waren und sind der Schrecken der Weltwirtschaft.

 

Der Schieferöl-Boom löste eine wahre Euphorie aus. In den Vereinigten Staaten wird über Energieunabhängigkeit und eine Reindustrialisierung gesprochen. Die Internationale Energieagentur (IEA) geht davon aus, dass sich das Angebot ausserhalb der Organisation erdölexportierender Staaten (Opec) von 2012 bis 2018 um rund 6 Mio. Fass pro Tag erhöhen wird, mehr als die Hälfte dazu trägt die neue Förderung in den USA bei. Derzeit beträgt die Nachfrage nach Erdöl gut 90 Mio. Fass pro Tag. Neue Schätzungen des amerikanischen Energieministeriums setzen das weltweite Potenzial für Schiefergas und Schieferöl nochmals höher als früher an. Die stark gestiegene Verfügbarkeit von Erdgas führte auch zu einer Diskussion unter dem Stichwort «peak oil demand». Darunter wird ein Nachfragemaximum für Erdöl verstanden, das von Erdgas, einem anderen fossilen Energieträger, verdrängt wird.

Schwimmt die Welt also im Erdöl? Nicht ganz. Prognosen im Energiebereich sind notorisch unpräzise, was einerseits die Korrekturen beispielsweise bei den Schiefergas-Vorkommen und andererseits die ständige Verschiebung des Fördermaximums durch die Vertreter der Peak-Oil-Theorie belegen. Aber auch Optimisten räumen ein, dass hinter dem Boom Fragezeichen stehen. Das Phänomen ist noch sehr jung, Erfahrungen müssen erst noch gemacht werden. Die Förderung von Schieferöl unterscheidet sich von derjenigen auf konventionellen Feldern: Der Kapitalbedarf ist hoch, weil ständig neue Bohrungen durchgeführt werden müssen. Der Rückgang der Produktionskapazität kann bis zu 70% pro Jahr betragen, wenn nicht andauernd investiert wird.

Boom mit Einschränkungen

Zudem wird nicht nur Erdgas oder Erdöl gefördert. In die Statistiken der Erdölförderung gehen – neben den Biokraftstoffen – auch Flüssiggase wie Propan oder Butan ein, die nicht zur Benzinproduktion verwendet werden können. Trotz dem weltweit ausgewiesenen Potenzial beschränkt sich derzeit der Boom auf die USA. Dies ist nicht zufällig: Der amerikanische Erdölsektor steht allen offen, die Konkurrenz ist hoch und fördert neue Techniken. Hohe Erdölpreise animierten zu Investitionen. Die Revolution frisst aber auch ihre Kinder: Sollte der Preis aufgrund der gestiegenen Mengen wieder fallen, sind die Investitionen – auch für Projekte in der Tiefsee, für Ölsande und in der Arktis – gefährdet. Günstiges Erdöl gibt es vor allem noch im Nahen Osten, wo sich die Probleme vielmehr über als unter der Erde befinden. Die neuen Fördermethoden und Vorkommen haben einen grossen Nachteil. Es muss – neben anderen spezifischen Umweltproblemen – mehr Energie aufgewendet werden, um ein Fass Erdöl zu fördern, als bei den sogenannten konventionellen Feldern.

Das fossile Zeitalter wird noch länger bestehen, der Preis wird aber voraussichtlich hoch bleiben. Die Erdölnotiz hat nach einer Untersuchung des Ökonomen David Jacks langfristig auch inflationsbereinigt stark zugenommen, die mittel- und kurzfristigen Schwankungen sind aber enorm. Vor allem die mittelfristige Perspektive mit einem anhaltenden Auf und Ab der Preise ist für die Wahrnehmung prägend. Preissignale haben auch dazu geführt, dass generell die Energieintensität in Industrieländern, der Energieeinsatz im Vergleich mit dem Bruttosozialprodukt, gesunken ist. Zudem werden alternative Energieformen gesucht, Umweltschäden werden – ökonomisch oder politisch – berücksichtigt. Die Welt versinkt nicht im Erdöl, und auch das Ende steht nicht unmittelbar bevor. Bei freien Märkten reagiert das Angebot auf Preissignale und nicht auf absolute geologische Knappheit.)“

Die Umweltbelastung (CO2-Ausstoss) wird sich so schnell nicht verringern. Das Gegenteil wird der Fall sein. 

„(…) Allein in den USA enthalten Schiefergestein-Formationen rund das Zwanzigfache an Öl, das im Boden Saudiarabiens eingelagert ist. Ein Riesenproblem für die Umwelt….

 …Maugeris Analyse von Projekten in 23 Ländern legt nahe, dass die Förderung bis 2020 um rund 17 Millionen Barrel pro Tag (auf 110 Millionen) steigen wird. Das sei die grösste Steigerung seit den 1980er Jahren. Die für diesen Boom erforderlichen Investitionen wurden dadurch ermöglicht, dass der Preis für ein Barrel lange Zeit bei 70 Dollar lag – heute kostet ein Barrel Brent Rohöl sogar 95 Dollar. Jetzt strömt Geld in die Erschliessung neuer Quellen: Eine Billion Dollar wurde während der vergangenen zwei Jahre investiert, 2012 sollen weitere 600 Milliarden folgen. …

Die Produktion in North Dakota ist bereits von 100’000 Barrel pro Tag im Jahr 2005 auf 550’000 im Januar dieses Jahres gestiegen.

Das ist also unsere Realität. Der Effekt einer automatischen Korrektur – der Rückgang der Ressource zerstört die Maschine, die ihn vorantreibt –, die viele Umweltaktivisten vorhergesehen haben, wird nicht eintreten. Das Problem besteht jetzt nicht mehr darin, dass wir zu wenig Öl haben, sondern zu viel.

Wir haben die Bedrohung des Planeten mit der Bedrohung der industriellen Zivilisation verwechselt. Beides ist zunächst einmal nicht identisch. Der Kapitalismus, geschmiert und angetrieben von reichlich vorhandenen Ölvorräten, ist widerstandsfähiger als viele der natürlichen Systeme, die er bedroht. Das überreiche Leben der Vergangenheit bedroht in der Form versteinerten Kohlenstoffes das überreiche Leben der Gegenwart.

Es befindet sich genügend Öl unter der Erdoberfläche, um uns alle zu frittieren, und es gibt kein Mittel, um Regierungen und Industrie davon abzuhalten, es dort rauszuholen. Die seit 20 Jahren andauernden Bemühungen, den Zusammenbruch des Klimas durch Überzeugungsarbeit zu verhindern, müssen mit dem Scheitern des multilateralen Prozesses vor einem Monat in Rio ebenfalls als gescheitert gelten. Die mächtigste Nation der Welt wird erneut zu einem Ölstaat und wenn man sich die politischen Veränderungen in Kanada ansieht, dann ist darf man sich auf etwas gefasst machen….  )“ mehr in der Tageswoche: „Viel heisse Luft nach oben“

Fracking ist umstritten

„(…) Die Technik zur Schiefergas- und Schieferöl-Förderung ist wegen befürchteter Auswirkungen auf die Umwelt hoch umstritten. Beim sogenannten Fracking werden Wasser, Sand und Chemikalien in schwer zugängliche Gesteinsschichten wie Schiefer gepresst und dadurch Druck erzeugt, um Gas oder Öl freizusetzen. Kritiker bemängeln unter anderem, dass die Chemikalien das Grundwasser verseuchen könnten. …)“

Wenn es um eigene Interessen geht, dann handelt die mächtigste Nation, welche sich als älteste Demokratie rühmt (je nach Betrachtungsweise) absolut undemokratisch. Sie tut was ihr gut scheint und zwingt ihr Handeln andern wenn nötig auf. Droht Konkurrenz, wird auch zu protektionistischen Massnahmen gegriffen (Schutzzölle). => NZZ: „Amerikas neuer Protektionismus“. Geht es ums „Schaffen von Arbeitsplätzen“, ist man bereit andere Errungenschaften zu opfern, wenn sie im Weg stehen. Selbst der Umweltschutz wird nicht verschont. Ist es der Preis für freies Unternehmertum? Es sind die Republikaner, welchen die oberste Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) ein Dorn im Auge ist. Sie sei verantwortlich für hohe Energiepreise, für Überregulierung, Arbeitslosigkeit und Geldverschwendung, schimpfen sie. Was den Wirtschaftsliberalen zuwider ist, wird ihr angelastet.

„Die EPA ist die furchteinflößendste Behörde der USA, die ich kenne“, sagt der republikanische Kongressabgeordnete Mike Simpson aus Idaho. Wenn es um die Regierung gehe, höre er am häufigsten Beschwerden über die EPA. „Sie sorgt für wirtschaftliche Unsicherheit und vernichtet Arbeitsplätze.“ siehe in Die Zeit: Die Kampagne der Republikaner gegen den Umweltschutz“

Die Förderung alternativer Energien würde auch Arbeitsplätze schaffen. Allerdings gibt es  Subventiosprobleme (Sonnenenergie: Zu recht subventioniert?). Die Ausbeutung von Öl und Gas bringt zur Zeit und kurzfristig mit weniger Aufwand mehr ein. Schliesslich wurde bereits sehr viel investiert! 40’000 Bohrungen in den USA sind Zeichen genug! Die steigende Nachfrage nach Öl und Gas wird bleiben, die Menschheit vermehrt sich ungehemmt, exponentiell mit steilem Anstieg. Die Wachstumsökonomen werden sich die Hände reiben und die „Ausbeuter“ werden sich bestätigt fühlen. Die hören nicht auf, bis die Erde zu 100% ausgebeutet und beschädigt ist. Nachdem die USA bereits aktiv und umfassend „bewirtschaftet “ wird, ist der Blick Richtung Europa klar zu erkennen.

Die Schweiz soll ebenfalls nicht verschont werden! Mit der umstrittenen Fördermethode Fracking planen Firmen aus Übersee Bohrungen im grossen Stil. Tagi: => Gasbonanza in der Schweiz

Das Land ist bereits auf verschiedene Ausbeuter (Rohstoffföderer) aufgeteilt! Es interessieren Rechte und Pflichten!

„( …) Das Bergregal ist das Verfügungsrecht über ungehobene Bodenschätze. Der Begriff leitet sich ab aus den “Regalia”, den Rechten des Königs (Berghoheit). Heute obliegt die Berghoheit in der Schweiz den Kantonen. Nur in Graubünden hat der Kanton die Berghoheit den Gemeinden übertragen….)“

Neben den im Bergrecht geregelten Vorschriften sind für eine Konzession zur Exploration und Gewinnung von Bodenschätzen planungs- und baurechtliche Vorschriften, Umweltverträglichkeitsprüfungen und Sicherheitsvorschriften einzuhalten.  Wie sehen die Haftungsauflagen aus? Mehr => Detaillierte Informationen zum BergregalInhalt wird in neuem Fenster geöffnet.

Angesichts der Tatsache, dass man es mit Gesellschaften zu tun hat, die global agieren, sollte bezüglich gesetzlichen Grundlagen eine Bundeslösung angestrebt werden. Bei den Unternehmensteuern wird dies schliesslich vom Ausland auch gefordert.

Bereits sollen von der SEAG 8 Bohrungen geplant sein. Mehrere Gesellschaften sind interessiert und die meisten Geldgeber haben ihren Sitz in den USA.  Umweltbelastung hin oder her, es soll gebohrt werden! Einige Kantone wollen jedoch nichts davon wissen. Gesundes Grundwasser ist es ihnen wert.

„(…) Profitieren würden aber vor allem die Geldgeber. Die Texaner, die das Geld in die Schweiz pumpen, würden 90 Prozent der Gewinne abschöpfen, nur 10 Prozent blieben bei der Seag….)“

Es muss niemand Geld in die Schweiz pumpen. Die Gesellschaften tun es aus eigenem Antrieb und nur, wenn es lukrativ ist. Ergo sind 10 Prozent Beteiligung am Gewinn zu wenig! Anders als irgend wo im Urwald finden die Profiteure hier eine hervorragende Infrastruktur vor! Schliesslich will jemand Rohstoff, der ihm nicht gehört, abbauen und „versilbern“ (zu Geld machen). Dieser Rohstoff ist nicht umsonst zu haben. Daher wäre es besser, neben den Unternehmenssteuern für den geförderten Rohstoff 10 % der verkauften Menge zu verlangen. Damit würde man allen kreativen Buchhaltungstricks vorbeugen und es würde keine Diskussionen wegen der Teuerung geben. Es ist sehr zu hoffen, dass die Kantone geschickt verhandeln – so wie die Urner der Sage nach in der Schöllenenschlucht mit dem Teufel geschickt verhandelt haben. => Der Schmied von Göschenen – Wikipedia

Schliesslich hat sich „Mister-Fünf-Prozent“, Calouste Gulbenkian Wikipediaauch mit einem festen %-Satz gesund gestossen. Er war Mitbegründer der Iraq Petroleum Company, eine Vereinigung der größten Erdölfirmen. Er veräußerte seine Beteiligung von 15 Prozent gegen einen lebenslänglichen Gewinnanteil von fünf Prozent. Ausser, dass er „dabei“ war und sich geschickt als „Berater“ in Szene setzte, hat er kaum Wesentliches zu wichtigen Geschäften beigetragen oder selbst erworbenen Boden zur Verfügung gestellt.

„(…) Da der Armenier (Gulbenkian) aber die Schachzüge und Finessen der Ölkonzerne kannte wie kein zweiter und mit Enthüllungen für den Fall drohte, daß er nicht erhalte, was er fordere, einigte sich die Londoner Runde darauf, Gulbenkian einen Anteil von fünf Prozent an sämtlichen zukünftigen Gewinnen der Turkish Petroleum Company zuzugestehen. …)“

Typisch für Big Brother: Geht es um die Bekämpfung des Terrors, sind alle Mittel legitim. Geht es um die Schaffung von Arbeitsplätzen sind alle Mittel nicht weniger legitim! Auffällig: Das Kyoto-Protokoll ist von 193 Staaten und der EU unterzeichnet worden. Die USA haben es nicht unterzeichnet. Wen wundert es? Kanada hat am 13. 12. 2011 den Ausstieg bekannt gegeben.

Wasser folgt oft verschlungenen Wegen bis zur Quelle. Das Trinkwasser in Flüelen hat seinen Ursprung im Sardonagebiet! Und die Akratotherme in Bad Ragaz bezieht ihr Wasser aus dem Gebiet des Tödi. Es versickert entlang kristalliner Gesteinsschichten und nach über 10 Jahren, tritt es in der Taminaschlucht hervor! Später einmal vielleicht mit oder ohne Chemikalien…

In der Schweiz wird Trinkwsser aus drei natürlichen Ressourcen gewonnen. Ca. 40% kommt aus Quellen, ca. 40 % wird mächtigen Grundwasserströmen entnommen und etwa 20% kommt von Oberflächenwasser (Seewasser). => Quelle

Hätten Sie es gewusst? Die Stadt Zürich unterhält auf ihrem Gebiet etwa 1000 Brunnen an öffentlich zugänglichen Stellen. Höchstens 3 Promille davon geben kein Trinkwasser von sich! Und diese Brunnen sind speziell gekennzeichnet.

Bevor in der Schweiz „gefrackt“ wird, sollten die Gefahren für die Umwelt und speziell die Gefährdung des Grundwassers gründlich geklärt sein.

Christopher MartensonWikipedia, the free encyclopedia

Personalblog: „Inconvenient Truth“ – „unbequeme Wahrheit“

DiePresse.com:  Schieferöl könnte globalen Ölkonsum zehn Jahre decken

Ölschiefer – Wikipedia

Gasförderung : Warum Fracking so extrem umstritten ist … – Die Welt

Werfen Sie einen Blick in das finanzblog!; aktuell: Zum Nachdenken


Atommüll – Verkürzung der Halbwertszeit, die Bienen und das CO2


Stephan Marti (Finanzblog) glaubt, dass es nur noch die richtige Technik benötige, um aus dem Atommüll Energie zu gewinnen. Ganz ohne scheint die Idee nicht zu sein.

Es geistert der Begriff Recycling herum, der eher verwirrt als als hilfreich ist. Wiederaufarbeitung klingt nach Wiederverwertung. In Wirklichkeit vervielfacht dieser Prozess die ursprüngliche atomare Müllmenge. Mehr von Green peace: „Von Recycling kann gar keine Rede sein!“

 

Das Kamerateam fand ein intaktes Atommüll-Fass im Ärmelkanal in 123 Meter Tiefe – direkt vor der französischen Küste  (Foto: SWR) Quelle

WIKI: Nach Angaben der World Nuclear Association entstehen Jahr für Jahr 12.000 Tonnen hochradioaktive Abfälle. Bis Ende 2010 sind weltweit etwa 300.000 Tonnen hochradioaktiven Abfalls angefallen,[3] davon etwa 70.000 in den USA.[4] In den deutschen Atomkraftwerken werden jährlich rund 450 Tonnen hochradioaktive abgebrannte Brennelemente erzeugt.[5]

In Russland lagerten 2008 mehr als 700.000 Tonnen radioaktiven Mülls unterschiedlicher Strahlung, davon 140.000 Tonnen aus europäischen Meilern.[6] An der Hanford Site in den USA müssen etwa 200.000 Kubikmeter radioaktiven Materials entsorgt werden.[7]

Im Raum liegt die Frage: „Gibt es Ansätze, die Halbwertszeit von Atommüll zu verkürzen?“ Lässt sich Atommüll zur Energiegewinnung nutzen, kann man also eine Art Atommüllrecyclingkraftwerk bauen? Die Antwort lässt zumindest hoffen!

Es gibt Ansätze, hochradioaktiven langlebigen Abfall so zu behandeln, dass seine Strahlung deutlich schneller abklingt. Das Verfahren heißt Abtrennung und Umwandlung, im Fachjargon „Partitioning und Transmutation“: Die hochradioaktiven Bestandteile werden zunächst aus den abgebrannten Brennstäben herausgelöst, zu neuen “Brennelementen“ umgearbeitet und dann durch Beschuss mit sehr energiereichen Neutronen in andere Stoffe umgewandelt. Diese haben kürzere Halbwertszeiten oder sind sogar stabil, also nicht mehr radioaktiv.

Im Labor konnten alle wesentlichen Schritte dieses Verfahrens bereits durchgeführt werden. Ob es auch in der großtechnischen Anwendung funktioniert, soll in einer experimentellen Pilotanlage (MYRRHA) im belgischen Kernforschungszentrum in Mol erprobt werden. Das Verfahren könnte nach Meinung vieler Wissenschaftler die Menge des hochradioaktiven Abfalls aus Kernkraftwerken, der sicher endgelagert werden muss, reduzieren und die Dauer der Endlagerung drastisch verkürzen. Interressanterweise ist kaum davon zu lesen! Mehr=>

Lesen Sie bei heise online: „Die Hexer von Mol“.

Solches wäre nicht mehr (oder in geringerem Mass) zu erwarten – die Mafia tickt anders: 

Illegale Entsorgung: Im September 2009 wurde 28 Kilometer vor der Küste Süditaliens das Wrack eines 110 Meter langen Frachters mit 120 Behältern Atommüll an Bord entdeckt. Damit wurde der seit Jahrzehnten bestehende Verdacht bestätigt, dass die italienische Mafia Giftmüll im Mittelmeer entsorgt.[29] Mindestens 32 Schiffe mit Gift- und Atommüll sollen auf diese Weise in der Adria, dem Tyrrhenischen Meer und vor den Küsten Afrikas versenkt worden sein. Die Herkunft des radioaktiven Materials ist bislang nicht geklärt.[30] Es soll nicht nur die Ndrangheta beteiligt gewesen sein, sondern auch der Geheimdienst und die Politik – manche damaligen Ermittler dürfen „aus institutionellen Gründen“ nicht über die Vorfälle sprechen, es gibt ungeklärte Todesfälle, die mit diesen Fällen in Zusammenhang gebracht werden. Auch chemischer Giftmüll ist offenbar so entsorgt worden.[31]

In der Ostsee wurden zwischen 1991 und 1994 radioaktive und chemische Altwaffen aus sowjetischen Beständen illegal versenkt.[32]

Gesehen in Wikipedia

auch solches nicht:

„Legale Entsorgung“ Radioaktive Abfälle konnten legal im Meer verklappt werden, bis diese Vorgehensweise zumindest für Feststoffe 1994 von der International Maritime Organisation (IMO) verboten wurde. Sämtliche Atommüll produzierenden Länder haben bis dahin in weniger als 50 Jahren mehr als 100.000 Tonnen radioaktiven Abfall im Meer versenkt. Die Briten versenkten hierbei mit 80 % den größten Anteil, gefolgt von der Schweiz, die bis 1982 schwach- und mittelaktive Abfälle sowie radioaktive Abfälle aus Industrie, Medizin und Forschung unter der Führung der OECD im Nordatlantik versenkt hat.[22] Die USA haben gegenüber der Internationalen Atomenergieorganisation eingeräumt, von 1946 bis 1970 über 90.000 Container mit radioaktivem Abfall vor ihren Küsten versenkt zu haben. Aus Deutschland wurden einige hundert Tonnen Atommüll im Meer entsorgt.[23][24]

Die direkte Einleitung von radioaktiven Abwässern in Meergewässer ist jedoch nach wie vor legal und wird auch praktiziert: Die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague leitet durch ein viereinhalb Kilometer langes Rohr täglich 400 Kubikmeter radioaktives Abwasser in den Ärmelkanal.[25] Auch der Nuklearkomplex Sellafield (früher hieß er Windscale) leitet legal radioaktive Abwässer in die Irische See ein. Diese Einleitungen übersteigen die Einleitungen der Anlage La Hague für fast alle Nuklide.

Gesehen in Wikipedia

Von der Schweiz wurden leicht radioaktive Abfälle im Meer entsorgt. Es steht die Forderung im Raum, diesen Schrott zu heben und nach heutigen Gesichtspunkten zu lagern. Ein teures Unterfangen. Bezüglich der gefährlichen Langzeitwirkung würde dieser Schritt aber zu mindest Zeichen setzen!

CH-Müll verseucht Atlantik. Zwischen 1968 und 1982 versenkte die Schweiz 7420 Container mit radioaktivem Inhalt an drei verschiedenen Stellen im Nordostatlantik. Das Meer ist dort 4000 Meter tief – vermeindlich tief genug.

» schauen Sie hier den ARD-Report über den im Meer versenkten Atommüll

Sollte es gelingen, Halbwertszeiten von Atommüll zu verkürzen stellt sich die Frage nach den Kosten und wer diese zu tragen hätte. In der Schweiz scheint klar zu sein.

„(…) Zuständig für die Entsorgung radioaktiver Abfälle sind die Betreiber der Kernkraftwerke sowie die Eidgenossenschaft (für die Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung).  …)“ Quelle

Je höher die Kosten jedoch für die „Partitioning und Transmutation“ dereinst anfallen, desto grösser wird das Risiko einer unseriösen Entsorgung à la Mafia sein.

Sollte ein grosser Energiegewinn resultieren, ist absehbar, dass für die Vermarktung (Kapitalisierung) eine besondere Organisation gegründet würde… Allerdings:

Wird es den Menschen gelingen, die Bienen auszurotten, wäre jede Spekulation über den Atommüll so ziemlich überflüssig. 

Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr. Albert Einstein

Herr Einstein hat vielleicht etwas übertrieben. Doch der Hinweis, zur Natur Sorge zu tragen kann nicht deutlich genug sein! => Bienenlexikon Bienen und Menschen

Gegensteuer: Ein Professor kämpft gegen das Bienensterben – Uniaktuell …

Bestäubungsservice: Konkurrenz für die Honigbienen => Die besseren Bienen

Wenn es mit der Ausrottung der Bienen nicht gelingt, dann wird der ansteigende CO2-Austoss den Rest erledigen. Das Dilemma: „Klimaforscher James Hansen – Amerika und die Welt braucht Kernkraft“

Hansen: “Die essentielle Voraussetzung, um die Klimakatastrophe abzuwenden, ist CO2 freie Elektrizität. Zur Zeit gibt es zwei grundsätzliche Alternativen für die Grundversorgung mit Elektrizität: Fossile Brennstoffe und Kernkraftwerke. Jeder Erfolg der Anti-Atom-Bewegung, das heißt die Abschaltung eines AKW, gefährdet die Zukunft unserer Kinder.”

Erneuerbare Energiequellen gibts für Hansen offenbar nicht und das Entsorgungsproblem scheint ihn auch nicht sonderlich zu berühren. Ein fragwürdiger Atomkraft-Apostel? mehr: Der Klimaforscher James Hansen verlässt seinen Posten bei der NASA

„(…) In einem kürzlich auf einer NASA-Webseite veröffentlichten Aufsatz1) vergleicht James Hansen die Todeszahlen der fossilen Energieerzeugung. Er kommt zum Ergebnis, dass die Energieerzeugung aus fossilen Energieträgern wie Kohle und Gas sehr viel mehr Todesopfer fordert, als wenn die gleiche Energiemenge mit Atomkraftwerken erzeugt würde. …)“ mehr bei KSN unter: Hansen folgert falsch

Es wäre an der Zeit, die Diskriminierung alternativer, bzw. erneuerbarer Energien mittels falscher Subventionen zu beenden. Betreffend Umweltverschmutzung muss die Summe aller Verschmutzungsarten beachtet werden, vom Littering bis zu hoch radiaktivem Müll.

Lesestoff/Horizonterweiterung für mehrere Tage zum Thema:  Umweltverschmutzung – Süddeutsche Zeitung

 

Wir sind die Letzten (Foto: Süddeutsche Zeitung)

aus dem personalblog:

01. 05. 13 Hochrisiko AKW – ein finanzielles Perpetuum mobile?

SMS‘ Finanzblog: Dank Virus abnehmen – kostenlos“


Hochrisiko AKW – ein finanzielles Perpetuum mobile?


AKW’s/KKW’s stehen unter kritischer Beobachtung. Es gab schliesslich weltweit schon genug Pannen. Aber sie werden immer wieder verdrängt. Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen – Wikipedia

Nach Fukushima beginnen viele Menschen bereits wieder ruhig zu schlafen! Ein gefährliches Spiel.

Erst wurden AKW’s als sauber, sicher und günstig dargestellt. Lange wurde der „Atomstrom“ als der billigste angepriesen.

„(…) Atomstrom ist dank einem risikobehafteten indirekten Subventionsmodell günstig. …)“ => NZZ, „Wer die wahren Kosten trägt“, Markus Allemann

Es wurde wohlweislich die Frage der Entsorgung der Abfälle ausgeklammert. Geschickt wurde der rentable Teil so organisiert, dass eine Geldabschöpfung in grossem Stil möglich wurde (Kapitalisierung). Der nichtrentable Teil wurde ausgegliedert und dem Staat, bzw. den kommenden Generationen überlassen (Sozialisierung). Der Kapitalisierung von ursprünglich etwa 30 Betriebsjahren wurde eine Sozialisierung für die nächsten paar hunderttausend Jahre gegenübergestellt. Ein ungleiche Balance! In der Entsorgung von radioaktiven Abfällen herrschen offenbar immer noch „italienische Verhältnisse“! Die Entsorgungsfrage ist noch nirgends nachhaltig gelöst, doch es wird wacker weiter produziert!

„(…) Zuständig für die Entsorgung radioaktiver Abfälle sind die Betreiber der Kernkraftwerke sowie die Eidgenossenschaft (für die Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung). Gemeinsam haben sie deshalb 1972 die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) gegründet und diese beauftragt, die Entsorgung theoretisch und praktisch zu lösen. Dabei steht der Schutz von Mensch und Umwelt im Vordergrund.  …)“ Quelle

Ob nur schwach radioaktives Material in den Meeren versenkt wurde? 

„(…) Nicht nur Unfälle in Atomanlagen setzen Radioaktivität frei. Jahrelang wurde Atommüll im Meer entsorgt – zum Beispiel in Fässern, die über die Jahre oft marode wurden und den radioaktiven Müll ins Wasser abgaben. Seit Anfang der 90er Jahre ist es verboten, Atommüll im Meer zu versenken, doch radioaktive Einleitungen gibt es auch heute noch: Der Ärmelkanal und die Irische See werden durch die Abwässer aus den sogenannten „Wiederaufarbeitungsanlagen“ La Hague (Frankreich) und Sellafield (England) belastet….  )“ Quelle

Auch die Schweiz hat im Meer entsorgt! => Schweizer Atommüll verseucht den Atlantik

„(…) Nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) waren rund 28.500 Fässer mit insgesamt 17.244 Tonnen schwachradioaktiven Materials von 1950 bis 1963 von Großbritannien und Belgien in den Unterwassergraben Hurd Deep nordöstlich der britischen Kanalinsel Alderney versenkt worden. Die britischen Fässer enthalten nach IAEA-Angaben 58 Billionen Becquerel, die belgischen 2,4 Billionen Becquerel Alpha-, Beta und Gammastrahlung. Der EU-Grenzwert für Trinkwasser liegt bei 10 Becquerel pro Liter.  …) Quelle

Unsere AKW’s wurden für einen Betrieb von 30 Jahren gebaut. Nun stehen bereits 50 und 60 Jahre in der Diskussion. Ein Spiel mit dem Feuer!

„(…) Die Kühe der Stromkonzerne sollen weiterhin Atomstrom liefern, unter Umständen bis ins Hochrisiko-Alter von 60 Jahren. Schon heute ist ein Schweizer AKW mit 37 Jahren durchschnittlich 9 Jahre älter als der weltweite Schnitt bei Reaktoren derselben Technologie. Damit vollführt die Schweiz faktisch ein unverantwortliches Sicherheitsexperiment. Angesichts dessen ist die Forderung der Umweltverbände nach einer Laufzeitbeschränkung von 40 Jahren noch moderat. …)“  (Markus Allemann)

Wer würde schon in ein altes Flugzeug mit einer bis zu 100%-igen Überschreitung der Lebensdauer (Ermüdungsgrenzen) gewerbsmässig betreiben wollen?  Die Ermüdung von Materialien schreitet unter Belastung (schwelend oder wechselnd) stets fort. Auch an Kernreaktoren gibt es Komponenten, die der Alterung unterliegen und daher Ermüdungserscheinungen aufweisen (Reaktordruckdeckel, Korrosion bzw. Risse im Containment => Reaktorschutzhülle)

Die Taktierer der Schweizer Stromkonzerne haben womöglich eine Entwicklung verschlafen. Ihr Geschäftsmodell, Spitzenbelastungen im Ausland abzudecken wird durch subventionierten Strom aus erneuerbarer Energie aus Deutschland, der exportiert wird, unterlaufen! Die Schweizer Stromproduzenten haben eine gewisse Affinität zu den Bauern. Man lebt schliesslich mit- und nebeneinander. Ergo blasen Sie kräftig ins Subventionshorn – einmal mehr! Die Marktwirtschaft darf dabei mal aussen vor stehen bleiben. Man ist in Europa in guter Gesellschaft! =>

Brüssel – Atomkraft, nein danke? Von wegen – Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien wollen eine Förderung des Ausbaus der Kernenergie durch die Europäische Union durchsetzen. Die vier EU-Staaten streben eine Förderung der Atomtechnik vergleichbar mit der Förderung erneuerbarer Energien wie der Wind- und Solartechnik an, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Schreiben der vier Länder in Vorbereitung auf ein Treffen der europäischen Wirtschafts- und Energieminister Ende kommender Woche. Eine Förderung müsse „technologieneutral“ erfolgen, heißt es demnach. Quelle

Die Förderung alternativer Energie brauchte in der Schweiz länger als z.B. in Deutschland. Angst vor Konkurrenz? Das „Subventionsmodell Atomstrom“ lässt Wind- und Solarstrom  als nicht konkurrenzfähig erscheinen. Zumindest auf dem Papier tut sich etwas! => Bundesamt für Energie BFE – Erneuerbare Energien

Sollte die Axpo ihre beiden Reaktoren in Beznau vorzeitig stilllegen müssen (fixe laufzeitbeschränkung), würde der Stromkonzern der Eidgenossenschaft die entgangenen Gewinne in Rechnung stellen („sehr hoher dreistelliger Millionenbetrag“). Deutsche Praxis kopiert? Eine der Begründung: Man könnte nicht alle Investitionen abschreiben. Und was wäre, wenn ein gravierender Fall oder gar ein GAU eintreten würde?

Der Axpo Chef und seine Vorstellungen:

  • „Der Entscheid über den Weiterbetrieb eines AKW sollte weiterhin alleine bei den Betreibern und der Aufsichtsbehörde liegen.“ Die Gefahr lässt sich erahnen. In Fukushima  zeigte die Verbandelung von Betreiber und Aufsichtsbehörde fatale Auswirkungen. Der Staat sollte die Vorgaben geben, die Stromerzeuger müssten sich danach richten und die Aufsichtsbehörde würde darüber wachen (Aufsicht).
  • „Wir planen, allein in die beiden Reaktoren in Beznau 700 Millionen Franken zu investieren, auch in die Sicherheit (in was sonst noch?). Dies würde teilweise gestoppt. Müssten wir den ersten Reaktor in Beznau 2019 und den zweiten 2022 definitiv stilllegen, würden wir andere, getätigte Investitionen nicht mehr abschreiben können.“ Auf Vorrat peplant! Ginge es nicht auch soviel als nötig zu planen – allen Umständen entsprechend? Sollte ein AKW plötzlich ausfallen, können Investitionen auch nicht mehr abgeschrieben werden. Dagegen könnte eine Versicherung einspringen (so man eine hat). Sonst gehört es zum Risiko des Betreibers.
  • „Eine Befristung wäre nicht sicherheitsfördernd. Wenn zehn Jahre im Voraus klar ist, wie lange ein AKW läuft, könnte man in das Dilemma kommen, die Investitionen zu reduzieren. Wir geben lieber den Investitionen viel Raum und planen diese sehr langfristig, indem wir die Laufzeiten nicht willkürlich begrenzen.“
    Das einfache Rezept: Man plant Investitionen, um den Staat zu Zahlungen zu verpflichten! Der Knebel: Die Laufzeitbeschränkung.

Erst sollten die Laufzeiten von AKW’s festgelegt werden. So könnten die „Stromer“ realistisch planen. Sonst planen sie, um den Staat hinterher um Leistungen anzugehen! Ein verwerfliches Spiel, welches kein Ende findet! Vom Bundesrat ist zu erwarten, dass er den Lead übernimmt. Die Regierung ist an sich da, um Rahmenbedingugen zu schaffen – also auch um Grenzen zu setzen. Lieber wird von Strommarkt geredet und damit vom eigentlichen Thema, einem komplizierten Subventionsklüngel abgelenkt.

Quellen:

Axpo-Chef Karrer zu AKW-Laufzeiten: «Forderungen der AKW

Axpo-Chef will Schadenersatz bei AKW-Aus – Tages-Anzeiger

Preise unter Druck: Strombranche will Subventionen für Kraftwerke ..

Radioaktivität in der Umwelt – Greenpeace, Artikel zum Thema

Die stille Katastrophe – Netzwerk Regenbogen

SMS‘ Finanzblog: „Friede den Hütten, Krieg den Palästen“


Terra Preta do indio – CO₂-Sequestrierung


… die Carbon Capture and Storage Methode ist echt steinalt. Der Dolomit im Parc Ela ist ein Beispiel dafür – 2. letztes Bild. Manchmal verhilft eine einsame Bergwanderung zu neuen Anlageideen. Die Diskussion mit interessanten Menschen verleitete zur Idee dieses Blogbeitrages. Demnächst wird ein Beitrag über ganz spezielle Holzbretter erscheinen, die ich bei der Hiltbrunner AG gefunden habe – zu schade, um daraus Holzkohle zu machen.

Ein solcher Ofen kostet unter CHF 1000, lässt aber die meiste Energie ungenutzt verpuffen. Immerhin besser als ein Kohlenmeiler, der rund 80 Prozent der im Holz vorhandenen Energie nicht nutzt. Holzkohle zum Heizen oder Grillen ist energietechnisch eine echte „Holzfällermethode“. Die Pyrolyse in einem geschlossenen Kreislauf kann zusätzlich Energie nutzen. „In Morbach entsteht das weltweit erste Terra Preta Werk“ steht in der Homepage. Die Jahresleistung wird 35 000 m3 betragen. Falls sie dies als Anlageidee reizt, können sie auch mit mir Kontakt aufnehmen. Ich werde hier „am Ball bleiben“. Neue Ideen bergen immer auch Risiken und diese sollte man neutral anschauen.

Ein Risiko ist zum Beispiel, darüber zu streiten, was „weltweit erste“ genau bedeutet.“ Terra Preta Biokohle – Klimafarming“ (ab Seite 14) der Weinlese von Delinat
erklärt auf einfache Weise die Methode der Terra Preta und weist auf die Anlage von Mythopia Farming mit einer Jahresleistung von 1000 Tonnen. Gewicht und Volumen lässt sich bei Holzkohle nicht ganz einfach vergleichen, denn porenfrei ist diese rund drei mal schwerer als porös.

Ein nicht ganz einfaches Thema vielleicht, aber garantiert eines von dem man in den nächsten Jahren sprechen wird und das einige Probleme unserer Umwelt zu lindern vermag. Viele der obigen Links führen zu weiteren und sie können sich mehrere Stunden mit diesem Thema beschäftigen.

Die Beiträge über «Geld und Finanzen – leicht erklärt» – schaltet auch die Bloggerin Tari Eledhwen aus Solothurn und das personalblog.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
100’000 people there – Finanzblogger in der Kirche

Vor zwei Jahren erschienen:
Fritier-, Fusel-, Salatöl, ein Bobo und die zwei DJ

Vor drei Jahren erschienen:
4-Rad-Antrieb – bald Allgemeingut?

Vor vier Jahren erschienen:
Spargel bildet – habemus Asparagus

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, gewinnorientiert. Vielleicht überlegen sie sich gerade heute einen Einstieg, dann melden sie sich unverbindlich bei mir.


Kampf um den Müll


Wir haben von den Zuständen in Neapel gehört. Au weia, wenn das bei uns so wäre!

„(…) „Für uns bedeutet der Müll pures Gold“, zitieren italienische Zeitungen Aussagen jener Clanchefs, die mit der ungeregelten Wegschaffung des Mülls weiterhin Milliarden verdienen. Das funktioniert so: Anstatt eine preisgünstige und möglichst schonende Abfall-Logistik zu nutzen, überlässt die Gesellschaft ihren Müll gegen gutes Geld den Kriminellen. Die müssen sich um Gesetze und Auflagen nicht kümmern und können alles kostenfrei in die Landschaft kippen. Zahllose Seen, Bergtäler, Naturschutzgebiete in Süditalien hat die Camorra durch diese Lösung bereits ruiniert, andererseits aber sauberes Geld mit Dreck verdient. Mehr in FAZ.net : …Neapel Stadt, Müll und Mafia…

Wo ist „bei uns“?

(…) Italien exportiert Müll nach Deutschland. Kein Aprilscherz, sondern ein Verzweiflungsakt der italienischen Behörden, um das Müllproblem der Stadt Neapel wenigstens kurzfristig ein wenig zu lindern. Mehr in WIKINEWS …Neapels Müll wird jetzt in Deutschland entsorgt…

Nehmen wir Deutschland

„(…) Beträchtliche Profite

Dies ist ein Geschäft, das sich für die schwarzen Schafe der Entsorgungsbranche lohnt, denn die legale Entsorgung gemischter Abfälle in Verbrennungsanlagen kostet 100 Euro pro Tonne, das Abkippen in Tongruben und Tagebauen hingegen nur zwischen 20 und 50 Euro. Inzwischen haben einige Unternehmen Klagen gegen die Genehmigungsbehörden und Deponiebetreiber eingereicht. Nach Angaben des Bundesverbandes Sekundärstoffe und Entsorgung (BVSE) sehen sie ihre Investitionen von knapp einer Milliarde Euro in die Anpassung ihrer Anlagen an die neuen Umweltstandards durch die Billigkonkurrenz in Ostdeutschland gefährdet. Mehr in der NZZ: …Verbreitet illegale Müllabfuhr vor allem in ostdeutschen Deponien…

In Italien hat der Cavaliere versprochen, das Abfallproblem in Neapel zu lösen. Dem Schein nach hat er für Ordnung gesorgt. Ob dies nachhaltig richtig gelöst ist, lässt sich bezweifeln. Und da nicht auszuschliessen ist, dass die „Beziehungen“ spielen werden, ist das Übel nicht beseitigt sondern verschoben… Nicht umsonst wurde festgestellt: „(…)Italien hat radioaktiv verstrahlten Hausmüll nach Hamburg geschickt. Schon zwei Mal piepten in dieser Woche die Geigerzähler, als Container aus Neapel in die Verbrennungsanlage Billbrook rollten. Mehr in WELT ONLINE: …Radioaktive Strahlung in Müll aus Italien gefunden… Verwundert so etwas jemanden?

In unserem Land scheint die Müllentsorgung und das Recycling gut organisiert zu sein. Die meisten Leute sortieren ihren Abfall voraus und benutzen die angebotenen Abgabestellen. Auch regelmässig durchgeführte Sperrgutabfuhren werden rege benutzt. Wie das geht, kann man am Beispiel des Kantons Bern, Amt für Gewässerschutz und Abfallwirtschaft nachlesen. Mehr dazu

(…) Im Jahr 2006 wurden 32’366 Tonnen PET (inkl. Denner, Waro, Otto’s) gesammelt. Der Absatz an PET-Getränkeflaschen auf dem Schweizer Markt belief sich im Jahr 2006 auf 42’700 Tonnen (inkl. Denner, Waro, Otto’s). Damit erreichte die Recyclingquote im vergangenen Jahr 76 Prozent. Der Verein PET-Recycling Schweiz erzielte im Jahr 2006 eine Quote von 79 Prozent. …“

Die Kapazität an Verbrennungsanlagen ist genügend. Es gibt in der Schweiz 28 davon. Man verbrennt sogar Müll aus Deutschland. So lassen sich die Anlagen vorläufig optimal ausnutzen.

Wenn ich mit Leuten aus dem Ausland zu tun habe, dann fällt mir auf, dass die Sauberkeit in der Schweiz stets lobend erwähnt wird. Ich versuche jeweils darauf hinzu weisen, dass das Littering-Problem gross sei und, dass es ein Heer von Reinigungspersonal braucht, welches täglich, meist am Morgen früh, die „Welt“ so herstellt, wie sie die Touristen und die Bürger wünschen.


Dow Jones rauf, Erde runter


„(…) Viele Zivilisationen sind untergegangen, weil Menschen ihre natürlichen Lebensgrundlagen zerstörten“

Mehr in „Das weisse Pferd“ …Es ist zu spät“. Was können wir jetzt noch tun?…

„Es ist zu spät, 30 Jahre verloren, auf die Technik hoffen…“ . Das ist die Meinung des Umweltwissenschaftlers Dennis Meadows (siehe in ETHlife: …Die Grenzen des Wachstums…)

So sicher wie das Amen in der Kirche, treten auch sofort Kritiker auf den Plan: siehe Arnold Eichmann/bzw.Paul Erbrich: … Grenzen des Wachstums im Widerstreit der Meinungen…

So gesehen kommt es auf ein paar Zigaretten mehr oder weniger nicht mehr an. Da gebe ich Carolus Magnus, Sackstark recht. Wenn schon, möchte ich den „Rest“ ungestört von Qualm und Rauch geniessen… 26’000 Dollar würde ich ihm für seinen Blog nicht bezahlen. Die Probleme liegen ganz wo anders.

Eine Nachhaltige Lebensweise, verkoppelt mit dem Gewissen, müsste nun in alle Gehirne der Menschen implementiert werden. Freilich, schlechtes Gewissen kann man verdrängen. Für den Einzelnen bedeutet dies, dass es irgend wann zu einem Knall kommt – nach aussen durch Gewaltsausbrüche mit Schädigung anderer (Explosion), nach innen durch Verzweiflung, in der letzten Konsequenz mit Suizid (Implosion).

 

Jeder will heute zurück zur Natur.

Darum ist sie so gefährdet.“

Marc Twain

 


Schwimmendes Solarkraftwerk


Es gibt sie doch, die grünen Innovationen! Diese wurden bisher in der deutschsprachigen Schweiz kaum wahr genommen!

„(…) Mit dem Projekt für ein im Meer schwimmendes Solarkraftwerk hat das CSEM Aufsehen erregt. In der Deutschschweiz ist das Zentrum, das Auftragsforschung durchführt, aber kaum bekannt.“

(…) Inseln als Kraftwerke
Das spektakulärste Projekt des Centre Suisse d’Electronique et Microtechnique (CSME) sind derzeit die schwimmenden photovoltaischen oder thermosolaren Kraftwerke, die für Ras al-Khaimah, eines der Vereinigten Arabischen Emirate, entwickelt werden. Die CSEM-Tochterfirma Nolaris ist dabei, einen Prototypen – vorläufig in einem grossen Bassin – zu bauen. Ziel ist es, vor der Küste des Emirats auf mehreren mit Solaranlagen bestückten Inseln Strom für das Land zu produzieren. Bewährt sich diese Technik, könnte sie an vielen Küsten angewandt werden. „

Ob sich die Solar-Inseln erfolgreich als Konkurrenz zu den Windkraftanlagen (wikipedia) durchsetzen oder ergänzen werden, soll sich in absehbarer Zeit zeigen.

Windkraftanlagen bergen auch Gefahren in sich. Mehr dazu in „Klimawandel“ …Dänemark: Diskussion über Sicherheit von Windturbinen-Unfall Windturbine Video…

Lesenswert Sehenswert:

Solar Islands in TV magazine „Nouvo“ 29.11.2007

The Swiss TV channel TSR1 showed in the „Nouvo“ magazine a clip on the Solar Islands project. The video clip is now online at nouvo.ch (watch out for more bonus videos on lower right side) and also on Youtube:

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Diskret /vertraulich

Dipl. Pflegefachpersonen wie anerkannte Altenpflegerinnen/-pfleger, Gesundheits- und Krankenpflege, auch mit Zusatzausbildung (OP, Anästhesie, Notfall, Intensivpflege) für Heime, Spitäler, Spitex. Einsatz vorallem in der deutschsprachigen Schweiz. Sie suchen eine Veränderung, wir unterstützen Sie dabei vertraulich. Sie leben in Bulgarien, Rumänien, Tschechien, in der Slowakei, Ungarn, Polen…, oder Sie sind in der „alten EU“ tätig und haben einen EU-Aufenthaltsstatus, möchten sich aber verändern. Ihre Berufserfahrung, verbunden mit guten Deutschkenntnissen sind hier gefragt! Nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Aber auch wenn Sie bereits hier im Einsatz sind und sich diskret verändern wollen.
CHO Consulting H. Odermatt, Stellenvermittlung / Stellenangebote und Personalberatung, Flüelistrasse 25, CH-6072 Sachseln, Tel.: 041 660 39 79, FAX 0041 41 661 17 00, Mail: cho-consulting@bluewin.ch, Web: http://personalblog.kaywa.com/
 


«Lecks wie in Tricastin sind leider Alltag»


Erstaunlich gelassen reagierte das Betreiberunternehmen Socatri auf die angeordnete Schliessung der Pannen-Atomentsorgungsanlage. Für die Bevölkerung besteht ja „nur“ eine geringe Gefahr!

„(…) Vier Tage nach der Panne im südfranzösischen Tricastin, bei der 30’000 Liter radioaktive Uranlösung über die Kanalisation in die Flüsschen Gaffière und Lauzon gelangt waren, hat die staatliche französische Atomaufsicht ASN die Schliessung der defekten Atomentsorgungsanlage angeordnet. «Wir nehmen die Entscheidung zur Kenntnis und werden ihr Folge leisten», sagte ein Sprecher des Betreiberunternehmens Socatri. Man werde dafür sorgen, dass derartige Zwischenfälle in Zukunft unterblieben. (…)“ Mehr:

Schaffen es Menschen im 21. Jahrhundert, die Erde unbewohnbar zu machen? Die Gefahr dafür scheint gross! Wachstum und die unersättliche Gier nach noch mehr sind Antrieb dafür.

Wie lange brauchen wir noch zu warten bis der Atomstrom als grün, die Entsorgung der
radioaktiven Substanzen als etwas heller grün, und die leicht radioaktiven Substanzen als hellgrün und die Lobby sich selber als Maigrün sieht?