Alle Beiträge von Herbert Odermatt

Brot der Armen

Unter Brot der Armen wird meist die Kastanie gemeint. in Krisenzeiten jedoch waren einst Pilze eine willkommene Ergänzung auf dem Speisezettel.

Mindestens einal im Jahr zieht es uns in den Wald. Frische Bergluft, prachtvolle Aussicht und am Ende liegen ein paar Pilze im Korb. Längst nicht alles, was sich da präsentiert findet den Weg in den Korb. Schönheiten lassen wir ebenso stehen wie Gefährliches. Die Schnecken und Maden müssen auch von etwas leben.

Herbstwetter mit Panorama

Die Rundsicht ist perfekt. Links hinter den Tannen erkennt man den Übergang von Obwalden ins Haslital, rechts unten ist noch etwas vom tief blauen Lungernsee zu sehen.

Blick Richtung Giswilerstock Glaubenberg und Jänzigrat

Die Cumuli verheissen einen weiteren schönen Tagesverlauf.

Der Speicher ist geräumt…

Notfalls könnte man in der Hütte Schutz finden oder gar übernachten.

Die Hütte ist verlassen, das Vieh ist vor kurzem ins Tal gefahren

Wenn „Alpabfahrt“ ist, bekränzen und schmücken die Bauern ihre Tiere und hängen ihne schwere „Fahrtreicheln“ an den Hals, damit sie weniger zu tragen haben – die Bauern 😉

Der Fliegenpil z-amanita-muscaria- zeigt sich von bester Seite
Ein weiterer Kerl zieht seine Show ab

Fliegenpilze, diese Schönheiten lassen wir so, wie sie sind stehen! Ihr Gift bekäme uns nicht gut! Man soll davon Tobsuchtanfälle und Sprach- und Sehstörungen bekommen. Man trifft ihn vom Flachland bis in die Berge an. Nadelwälder sind sein Gebiet. Auch unter Birken ist er auffindbar. Es wird gesagt, dass im hohen Norden, Fliegenpilze nach Abschälen der Haut verzehrt werden. Es scheint, dass diese Exemplare weniger gift in sich tragen. Von einem Versuch würde ich ablassen!

Ein alter Maronenröhrling-xerocomus-badius

Dieser Maronenröhrling überlassen wir seinem weiteren Schicksal. Er liebt Nadelwälder. Im jüngeren Stadium ist er ein gutter Speisepilz.

Reh- oder Habichtspilz-Sarcodon-imbricatus

Die Rehpilze in dieser Grösse kann man ernten. Wir schneiden sie fein und trocknen sie. Als Gewürz geben sie einer Fleischsauce ein spezielles Aroma.

Grüner Knollenblätterpilz (!) oder Scheidenstreifling?

Was sehen wir denn da? Einer aus der Gattung der Wulstlinge, ein grüner Knollenbätterpilz oder ein Scheidenstreifling?

Grauer Scheidenstreifling

Letzterer findet man weit verbreitet, bevorzugt in Buchenwäldern. Da wir diese nie ernten, wollten wir hier keine Bestimmung vornehmen. Dazu müsste man den Pilz ausgraben. Das bedeutet schliesslich die Zerstörung. Also soll er weiter seiner Bestimmung entgegenwachsen. Vielleicht wird er Beute eines Dilettanten aus dem Süden…!

Aussicht vom Rastplatz

Nach einer kurzen Rast bei Wurst und Brot geht die Suche weiter. Das sehr trockene Wetter diesen Sommer zeigt Wirkung

Dieser Steinpilz hat sich zu wenig gut getarnt! Ein Fall für den Korb!

 

Die Pilze schiessen nicht so wuchtig aus dem Boden. Obwohl diverse Fussspuren zeigen, dass da schon andere Personen waren, finden sich sehr gut erhaltene und praktisch nicht befallene Steinpilz-Exemplare. Es lohnt sich, aufmerksam zu sein!

Auch zu wenig gut versteckt: Steinpilz; boletus-edulis
Ein herrliches Exemplar!

Ein herrliches Exemplar! Der Hut hat nicht die typische Farbe. Die Trockenheit hat es wohl bewirkt.

Von den beiden lassen wir den linken stehen!
Ein Prachtskerl!
Frauentäubling, violette Form;  Russula cyanoxantha

Den Frauentäubling – Pilz des Jahres 1994 -lassen wir auch stehen. Blätterpilze sind nicht meine bevorzugten! Er soll essbar und wohlschmeckend sein. Aber eben: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Die angetroffenen Boviste („Stübenorchis“ oder „Staubsäcke“) waren bereits im fortgeschrittenen Stadium. Nur einige wenige nahmen wir mit.

Ein Hasenbovist

Am Ende des Tages gab es doch etwas zum Rüsten!

Einige Eierschwämmli und ein paar Semmelstoppelpilze waren auch dabei! Wir trafen auch Perlpilze an. Wir liessen sie stehen! Mit Eierpilzen wurden wir heuer nicht verwöhnt! Es tut auch nichts zur Sache!

Eieerpilze – Pfifferlinge, relativ gut getarnt
Doch noch was zum Rüsten!

Spaghetti ai funghi oder Eierpilze an Nudeln oder Spaghetti, Marke „Brigitte“ sind nicht zu verachten.

Spaghetti mit Eierschwämmchen, ein Schmaus! Dazu ein Glas Merlot del Ticino!

Für so was fahren wir nicht nach Italien um dort (gefrevelte) Pilze aus der Schweiz zu essen! Es wurde schon gesagt, dass man in Mailand Karten vom Glaubenberg mit allen Pilzvorkommen kaufen könne! Und: Ab dem 10. jeden Monats kann man in den Südtälern von Graubünden und in weiten Teilen des Tessin kaum mehr parkieren. Alles ist verstopft von italienischen Pilzsucher-Autos. Ob sich der Aufwand lohnt? Vor dem 10. müssen sie herkommen um zu rekognoszieren, danach nochmals um zu ernten. Die erlaubten Mindestmengen werden sehr oft überschritten. Hegen und Pflegen sind wohl Fremdwörter! Die Kontrollen finden spärlich statt. Aber wer erwischt wird, muss die „Beute“ abgeben und eine Busse bezahlen.

Waldameisen, ungestört an und in ihrem Bau

Es sind nicht nurPilze, die man zu Gesicht bekommt! Das Drumherum ist ebenso spannend!


60% Steuern?

Bund, Kantone und Gemeinden erheben rund 30 verschiedene Steuern. Zusammen nehmen sie damit über 130 Milliarden Franken pro Jahr ein.

Betrachtet man direkte und indirekte Steuern sowie  Gebühren und weitere Abgaben, so ist 60% keine utopische Zahl!

Der Staat kennt keine Steuermoral! Ist von Moral die Rede so verstehe ich darunter Benimmregeln , diktiert durch die Mächtigen für die Übrigen.

Werden Steuern erhoben, wird kaum je über Nachhaltigkeit nachgedacht! Die Steuererhebeung erfolgt willkürlich, ohne Beachtung der späteren Verwendung. Die Rechtfertigung wird in die „finanzwirtschaftliche Souverenität verpackt! Dies ermöglicht Politikern immer wieder neuen Ausgabenprogramme aufzugleisen!

Eine Bevorzugung der Eliten, hoher Einkommen und Vermögen ist mit nichts zu begründen.

Man gebe den kleinen Einkommen und Vermögen die gleiche %-uale Steuerlast wie Bevorzugten und Unternehmen. Das entstehende Manko lasse man durch eine neu angesetzte Steuer ausgleichen. Was wäre die Folge? Eliten, hohe Einkommen und Vermögen sowie Unternehmen würden sich neu orientieren und teilweise abziehen. Sie hätten die Möglichkeiten dazu und könnten es sich leisten. Sie gäben so ihrer Unzufriedenheit Ausdruck. Kleine können dies nicht!

Die Unternehmenssteuern sind in der Schweiz im internationalen Vergleich tief. Und Firmen profitieren von einer Infrastruktur, an die sie wenig, wenn sie Neuzuzuüger sind, nichts beigesteuert haben!

Silvio Borner: „(…) Schon, doch wirklich modern wäre es zu sagen, Unternehmenssteuern haben ökonomisch gesehen keine Berechtigung mehr. Letztlich führen diese nur zu einer Doppelbelastung des Kapitals. Wenn wir Energiesteuern einführen würden, müsste man diese Steuern abbauen. …)“

Borner wäre dafür, dass man Unternehmenssteuern abbauen würde und dafür eine Energiesteuern einführen würde!

Nur mit dem Abbau von Steuern kann der Staat vor weiteren Ausgaben gezwungen werden. Wenn Abbau, dann für alle!

Unternehmen können besser Druck auf den Staat ausüben. Das muss aber nicht bedeuten, dass der Staat den Mittelstand mit Steuern und Abgaben aller Art zu terrorisieren hat!


Auf, zur Ruine Besserstein

Der Plan: Rebbergwanderung vom Samstag, 8. September 2018

Burgstelle Besserstein

Die Burg Besserstein liegt stolz, auf geschichtsträchtigem Boden über Villigen auf einem Ausläufer des Geissberges. Das Besondere: Auf dem Geissberg gibt es eine Gämsenkolonie. Dank guten Bedingungen entwickelte sich die Kolonie, obwohl isoliert gut was dazu führte, dass die im Argau geschützte Gämse zum Abschuss frei gegeben wurde.

Wie kommt man als Innerschweizer auf die Idee, sich auf die Burgstelle Besserstein zu begeben? Ganz einfach via Einladung durch den Organisator, mit dessen Bitten doch noch weitere Interessierte mit zu bringen.

Segelflugwetter statt Wanderwetter? Das Kirchlein von Villigen lugt ganz scheu hervor!

Nun, die Rueder „Rued Milan, Natur- und Vogelschutz-Verein Rued“, angeführt vom äSäMäS, verkleideten sich zur Abwechslung in Önologen.

Villigen, im Hintergrund das PSI

Aufdem Umweg über das Pe eS I (PSI), dem Paul Scherrer Institut (PSI) =>  Wer war Paul Scherrer? | Paul Scherrer Institut (PSI) – und, das PSI in Kürze: nicht zu verwechseln mit dem PSI-Phänomen der Prapsychologie, die uns mit schwarzer Magie auch schon angelogen hat, wandelte der Anführer, trotz Pendel in den Klamotten auf Pfaden von abgefallenen Pädagogen.

Stephan, äSäMäS

Er griff in die Trickkiste und deren Schubladen. „Links sind die weissen und rechts die roten Trauben!“ und, nach Süden gerichtet: „Links ist die eine und rechts die andere Hälfte der Schweiz, ergo sind wir mitten in der Schweiz!“ Ich glaubte bisher, die Mitte des Kreises sei das Zentrum. Dort setzte ich über Jahre am Reissbrett den Zirkel an. Und die Mitte des Quadrats liegt an der Schnittstellen der Diagonalen. Daher liegt der geografische Mitelpunkt der Schweiz auf der obwaldnerischen Älggialp SachselnEs würde sich lohnen diese einmal selbst zu besteigen! Der Referent des PSI, der nette Herr aus “ in Ulm und um Ulm herum“ vermittelte uns erfogreich eine eher schwierige Theorie, die, wie er sagte, an sich äusserst einfach sei. Die Umsetzung allerdings erfordere mindestens so viel Gehirnschmalz. Für sein Bemühen wurde er mit einem kleinen Präsent, einer Flasche vom Guten aus Schödlers Weinberg „entschädigt“. Oder habe ich da etwas nicht richtig mitbekommen?

Schliesslich sollten wir auf den Klang der Gläser hören. Die einen seien Kristallgläsr und die anderen „Bleigläser“. Das Aroma sei aus den Kristallgläsern um Potenzen besser! Es gibt schon viel über gute Weingläser zu wissen. Doch meine Nase ist nicht die einesSpürhundes! => Weinglas 1×1: Was du über Weingläser wissen solltest

Istvan, vielleicht mit einem Gen von Dschingis Khan 😉 , 16 Mio Menschen sollen seine Gene in sich haben….

äSäMäS hat nun einen neuen Fan, den Istvan! Er hält Beeren in Ehren, selbst den „falschen Holunder“ erkennt er wohl erst später als Plunder!

Das Fähnlein der Rueder Ornitologen war sehr schwach besetzt. Ob es am Wetter lag oder sonst an wem oder was, lassen wir jetzt dahin gestellt. Es wurde ergänzt aus zwei vom Fliegervirus Befallenen aus Urwalden, der eine, Istvan, kommt ursprünglich aus Budapest, ist gut integrierter Papierschweizer, wohnt in Urwalden nid dem Wald.  Der andere, Herbie ist ein echter Nidwaldner, wohnt jedoch in Urwalden ob dem Wald. Dank dem dass sein Geschlecht zu den alten Landleuten von Nidwalden gehört, hat er Landrecht in Obwalden!

Herbie, der Unterwaldner

Und schliesslich waren da noch zwei Bankfrauen, die eine, sie hört auf den Namen Doris, ist aus der Peripherie von Zürich.

Doris

Die andere die auf Ursula hört sit mindestens zeitweise teilansässig im Ruedertal, kommt aus Urdorf, zweitbekannteste Ortschaft neben Härkingen in der Schweiz gemäss äSäMäS!

Ursula

Da wären noch Walter (Kassier) und Helen zu erwähnen, sie leben in Schlossrued und Paul aus Matt im Ruedertal, der leider nicht kommen konnte und Brigitte, die wegen eines unverhofften Besuchs kurzfristig passen musste…

Walter und Helen

Auf dem Aufstieg zum Besserstein wurde der erste Tropfen kredenzt. Ich konnte es nicht lassen und musste eines meiner Brötchen vertilgen. Ohne Salami, dieser lag noch am Abend schön im Kühlschrank! Auch das Weinglas blieb zu Hause liegen!

Ein Teil der Festung; Hier wurden wahrscheinlich u.a. Panzerkäse und Bundesziegel getestet. Resultat: Der Panzerkäse fliegt weiter! 😉

 

Auf der Anhöhe über dem Bunker aus dem 2. Weltkrieg findet man eine Feuerstelle à la Schweizer Familie. Das Brennbecken, ein „Di“-Boden, lädt zum Feuern ein. Doch einige Koriphäen entwickelten mehr Rauch!

Vielleicht wird doch noch was… An dieser Stelle wurden wohl vor Urzeiten per Feuer Signale weiter geleitet.

Auch „Feuern“ will gelernt sein! Nun kam die ganze mit geschleppte Palette aus Schödlers Weingut zur Probe: Filou, Menuett, Sinphonie , Variation und Classic. Auf Stephans Imperativ hin sollte ich aus dem Classic (Pinot Noir) die Seelenverwandtschaft zum 100% – Pinot Noir aus Frankreich herasusspüren! Ein Ding der Unmöglichkeit. Der Boden und das Klima des Franzosen: 2015 Comte Senard Aloxe-Cortondes, der an einer der besten Lagen im Burgund gedeiht und der „Bözberger“, Schödlers Pinot Noir sind wohl zwei paar Stiefel! Aber vielleicht lags am Weinglas…!

Aussicht pur!
…und einen Winkel weiter…
… und noch einen!

Bei guter Sicht, was heute nicht der Fall war, zeigt sich das Alpenrelief in grosser Breite!

Für mich werde ich „Filou“ (Riesling – Sylvaner, trocken), „Serenade“(Cuvée Blanc) und „Grazioso“(Pinot noir Rosé) in aller Ruhe zu Hause kredenzen und versuchen dem Aroma auf die Spur zu kommen.

Gepäck auf, Abmarsch vorwärts Marsch!
…verstanden…
Man könnte gar im Trockenen Feuern…

Wie alles, ausser der Wurst hat auch ein Ausflug sein Ende. Der Abstieg erfolgte ereignislos. Stephan wollte mit dem Ausreissen von ein paar Neophyten, deren Ausbreitung verhindern – Blasen gegen Windmühlen!Ich glaube, dass es das Drüsige Springkraut war.

Neopyten

Seinem Vorschlag, wer wolle, können nun selbst noch auf Entdeckungreisen gehen wurde keine Nachachtung geschenkt. Alle hatten ihren Teil in den Beinen.  So blieb noch was sich gehört: Ein Dank an Stephan, äh, äSäMäS für Organisation und Getränke!


Obwalden plant neue Steuern

Die Regierung schreibt, sie habe mit der Steuerstrategie 2005 bis anhin Erfolgsgeschichte geschrieben. Erfolg für wen? Geschenke an Reiche! Geringschätzung gegenüber Rentnern. Die Wertschätzung ihnen gegenüber hält sich in engen Grenzen. Warum soll man sich für sie noch einen Finger krümmen? Sie sterben ja eh aus – früher oder später… Obwalden habe sich zu den sieben ressourcenstarken Kantonen entwickelt.

Grafik: aus dem Abstimmungsbüchlein des Kantons OW

Nun wird beklagt, dass keine Mittel aus dem Nationalen Finanzausgleich (NFA) mehr fliessen! Und Zahlungen aus dem Härteausgleich fallen definitv weg. War dies nicht voraussehbar? Der Trend (blaue Linie) ist schon lange bekannt!

Die Kosten für Gesundheit und Bildung würden stetig steigen, während die Einnahmen nicht in gleichem Masse zunehmen würden. Es bestehe Handlungsbedarf weil jährliche Defizite von 40 Mio Franken entstehen würden.

Grafik: aus dem Abstimmungsbüchlein des Kantons OW

Die „Erfolgsgeschichte“ hatte offenbar eine kurze Lebensdauer! Sogar die Flat Rate Tax wurde in Frage gestellt! Der Abwärtstrend (blaue Linie) ist schon lange bekannt! Was wurde dagegen unternommen?

Die Flat Rate Tax begünstigte vorerst vor allem Firmen und hohe Einkommen! Obere Einkommen wurden im Eiltempo entlastet während man für untere Einkommen gemächliches Schneckentempo einschlug. Gleichbehandlung?

Obwalden gelte heute als attraktiver Wirtschafts- und Wohnstandort. Mit dem Zufluss neuer Mittel wuchs aber auch die Ausgabenfreudigkeit! Wurde aus dem Vollen geschöpft?

Der Wasserkopf (Personal, Behörden) zwischen 2008- 2018 um 13% auf 6,7 Mio Franken gestiegen. Wurden kleine Königreiche aufgebaut? Die Ergänzungsleistungen AHV/IV stiegen um 48% auf 3,8 Mio Franken. Sind auch viele finanzschwache Personen in den Kanton Obwalden gezogen? Die ausserkantonalen Schulbeiträge stiegen um 60% auf 6,6 Mio Franken. Werden anstelle von Stipendien auch zinslose Darlehen gewährt? Die individuelle Prämienverbilligung wuchs um 71% auf 10,1 Mio Franken. Das müsste detailliert dargestellt werden! Spital- und Gesundheitswesen nahm um 80% (!) auf Mio Franken % zu. Das Gesundheitswesen war schon einmal der grösste Kostenfaktor im Staatshaushalt. Daraufhin wurde die Fusion der Spitäler Ob- und Nidwaldens lanciert. Fusioniert ist immer noch nicht und wird es kaum je sein!

Nicht nur der Kanton, sondern auch die Gemeinden haben kräftig ausgegeben und ihre Personalbestende erhöht. Das Bauamt Sachseln /Giswil kam lange Jahre mit einer Person aus! Und heute? Giswil zählt 3, Sachseln inkl. 1 Lernender 10!

Grosse Projekte wurden mit Sondersteuern mitfinanziert. So gab es die Sondersteuer zur Finanzierung des Ausbaus des Kantonsspitals von 0,2 Steuereinheiten (Aufhebung per 2006). Neu wird das Hochwasserschutzprojekt mittels Sondersteuer mitfinanziert.

Bei natürliche Personen soll der Steuerfuss von 2,95 auf 3,45 Einheit angehoben werden (+10,02%). Bei den „übernatürlichen“ bzw. juristischen Personen soll der Anstieg von von 6 auf 6,3 % (+0.378 %) steigen. Gleichbehandlung?

Es wird bald etwas zu ändern geben, falls das Stimmvolk das Gesetz über die Umsetzung von Massnahmen der Finanzstartegie 2027 annimmt – was nicht zu hoffen ist!

„(…) Natürliche Personen finden in Obwalden bemerkenswerte steuerliche Vorteile. Die Steuersätze für Einkommens- und Vermögenssteuern gehören zu den tiefsten der Schweiz, seit 2017 sind die Erbschafts- und Schenkungssteuern abgeschafft. Dank dem lukrativen Steuermodell mit Flat Rate Tax sprechen auch finanzielle Beweggründe für einen Umzug nach Obwalden. Überprüfen Sie das mit Hilfe unserer Steuerrechner.)“

Mit dem attraktiven und konstanten Steuerklima ist es wohl vorbei! (https://www.iow.ch/de/home/). Anstatt im Pilgerschrittverfahren vorwärts ( zwei Schritte vorwärts, einer zurück), läuft es rückwärts. Wann ist der Zustand von einst „Obwalden = Steuerhölle“ wieder erreicht!

Man wird den Verdacht nicht los, dass eine günstige Situation geschaffen wurde um Kapital anzulocken. Jetzt, da von Seiten der EU Druck auf das Steuergebahren in der Schweiz aufgebaut wird, ist der Puff draussen und am Verklingen! Der Mittelstand soll’s primär einmal mehr richten und Rentnner werden mehrfach bestraft: Einmal werden Renten quasi auf Jahre hinaus „eingefroren“. Durch die Teuerung wird deren Kaufkraft stetig vermindert. Formuliert heisst es so: „(…) Aufgrund der aktuellen finanziellen Situation muss auch für das Jahr….auf eine Anpassung der übrigen Renten verzichtet werden. Der Vortsnad hat am…. definitiv entschieden (Art…. Vorsorgeregelement)“ – So läuft es schon seit Jahren!

Sie zäehlen sich zur Crème de lan Crème oder den Mehrbesseren,warum auch immer. Sie zeichenen sich dadurchaus, dass sie Macht ausüben oder es versuchen. Es ist sie am Wirksamsten, sich auf die Kleinen zu stürzen! Grosse fressen Kleine, diktieren was zu tun ist und vermessen sich daran, Moral vorzugeben.Moral sind die Verhaltensregeln der Mächtigen gegenüber den Übrigen! Sie stemmen sich gegen die Ethik!

Sie verhalten sich wie jenen, denen man eine Unniform anmisst und ihnen eine Pistole in die Hand drückt! Gäbe es den Landvogt noch, sie würden auf dem Landenberg aus- und eingehen!Hoffentlichfällt das Volk auf dies Schlangen. bzw. Bauernfängerei nicht ein!

OW, Finanzstrategie 2027+ (Quelle: „Aktuell“)

Der Landesindex der Konsumetenpreise mit Basis 100 im Mai 2000 beträgt im Juli 2018 108,6!

Nun sollen sie mit höheren Steuern belastet werden. Falls jemand Wohneigentum hat, fällt die Steuer für den Eigenmietwert an. Die Bemessung dieser Steuer richte sich nach der Kaufkraft, doch kein Rentner mit Haus bekam beim Eintritt ins Rentenalter eine Anpassung der Eigenmietwertsteuer, wegen der nun geringeren Kaufkraft!

Was auf das Volk zukommt ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich.Sie spricht für sich!

Steuerrechnung, Veränderungen; Quelle: Luzerner Zeitung

Da auch noch diverse Tarifanpassungen vorgesehen sind, dersteigt die Gesamtbelastung weit über die Schmerzgrenze!

Über die Schattenseiten der bisherigen „erfolgreichen“ und kurzbeinigen Steuerstartegie wir kam gesprochen: stark gestiegene Preise für Eigenheime, (die sich Einheimische bald kaum mehr leisten können) sowie die überstarke Zuname des Verkehrs auf der A8 sprechen für sich.

Anstatt des Mittelstandes möge man die Profiteure der bisherigegn, kurzsichtigen „Steuerstrategie“ an die Kandarre nehemn. Davor jedoch haben die Mächtigen Angst wie der Teufel vor dem Weihwasser! Es ist mit den Krähen, die einander keine Augen auspicken!

 

Kommentare (SRF News…)

Jörg Frey (giogio) Montag, 8. Januar 2018, 15:02 Uhr: – Zuerst grossartige Steuergeschenke an die Reichen und Superreichen mit dem Da auch Versprechen, die Steuerausfälle würden dann durch Neuzuzüge kompensiert. Und siehe da: 10 Jahre später merkte der so raffinierte Regierungsrat, dass diese Strategie in die Hosen gegangen ist. Und wer soll nun für dieses Debakel aufkommen? Natürlich der Durchschnittsbürger mit höheren Steuern und die Armen mit weniger Prämienverbilligungen. Nur die Reichen lässt man ungeschoren und höbelet ihnen weiter!!

W. Ineichen (win) Montag, 8. Januar 2018, 23:01 Uhr: – Asylbewerber betreffen diese Sparmassnahmen selbstverständlich nicht.

antigone kunz (antigonekunz) Dienstag, 9. Januar 2018, 18:28 Uhr: – Ich weiß als eine von Zürich und doch liebe Obwaldner Regierung, warum so zaghaft bei den juristischen Personen. Die Erfahrung zeigt, wenn diese ihr Anwesenheit von Steuergeschenken abhängig machen, ist es mit deren Sesshaftigkeit nicht weit her. Bei der nächsten Gelegenheit gehen die auf und davon.


Der Schrebergarten

Gemüse, Blumen alle Arten

aus dem eigenen Schrebergarten,

von Morgen früh bis Abends spät,

wird gehackt, gedüngt, gesät.

Ist das Gemüse dann gedeiht,

bald schon kommt die Erntezeit,

dann kommen oben auch die Läuse

und im Untergrund die Mäuse.

Jetzt herrscht Krieg im Schrebergarten,

gegen die Parasitenarten.

Mit literweise Insektengift

man den Schrebergärtner trifft.

Auch die ach so armen Schnecken,

vertreibt mit Gift man aus den Hecken,

so wird die ganze Gartenpracht

zu einer wahren Gartenschlacht.

Dank Einsatz und mit List,

mit Chemie und Hühnermist,

hat das Gemüse man gepflegt

und mit Liebe auch gehegt.

Nachbarn und Verwandte warten

auf das Gemüse aus dem Garten,

denn von dem Anbau mit Chemie,

erfahren die Beschenkten nie.

Der Ertrag vom Schrebergarten,

hat immer noch die besten Karten.

Ist das Gemüse mal gegessen,

ist die Chemie auch schon vergessen.

Ruedi Gysi, 24. August 2018

Es treiben sich gelegentlich fragwürdige Ideologieprediger durch die Beete. Sie verkünden was sie fest glauben möchten oder was sie  sich eingeredet haben. Das reicht ihnen jedoch nicht. Andere sollten sich gefälligst daran halten. Ansonsten werden sie terrorisiert, ausgenommen die Busenfreunde. Aus Mulch wird Gift nicht nur dahergerededet sondern hysterisch ge- und verschrien. Werden Gartenplatten in die Wege gelegt,  verdichte dies den Boden derart, dass man es 25 Meter weiter noch spüre. Und die vielen Platten würden Ameisen en masse anziehen, was nicht zu dulden sei. Interessant: Die Invasion der Ameisen fand nicht statt! Und ausserdem sind sie kaum schädlich! => Ameisen bringen mehr Nutzen als Schaden – PNP

Das Echo erreicht andere, die sofort auf den Giftzug aufspringen. „Vergiftete Luft! Man kann kaum mehr atmen…!“ Interessant daran ist, dass noch niemand einen Arzt deswegen aufsuchen musste, geschweige denn, vor lauter Atemnot gestorben ist! Es wird einfach irgend etwas ins Blaue hinaus poletet. Eine Nachfrage über verwendete Mittel gibt es nicht. Hauptsache die Stimmung wird angeheizt!

Ähnlich Szenarien erleben Radioamateure. Sobald jemand einen Draht gespannt hat, ist es eine Antenne und die verursacht Kopfschmerzen! Auch wenn es nur eine Empfangsantenne für Kurzwellen ist, die keine Abstrahlung hat! Das Exempel wurde statuiert: Es wurde ein Draht gespannt. Die Kopfschmerzen wurden schon bald angemahnt. Nur: Nachweislich war es keine Antenne! Und: niemand hat in seiner Wäscheküche Drähte abmontiert…! Wo ist die Logik?

So verstreicht die Zeit. Was nun, wenn ein „Sektenprediger“ nun selbst beginnt Gartenplatten in die Wege zu legen? Und wenn er allenfalls beginnt grüne Kügelchen, welchen man auf Deutsch Schneckenkörner nennt zu streuen? Hat er jetzt die „2“ am Rücken? Und, falls seine Rebe von einem Schädling befallen ist, greift er dann zu wirksamer Chemie? Es scheint, als hinder ihn niemand daran! Als Mensch, der sich im Mittelpunkt wähnt, handlt er, wie es die Situation verlangt. Der Zweck heiligt seine Mittel. Kurios ist, dass er  anderen am liebsten keine Rechte zugesteht!

Hochbeete sind für ihn kein Anlass dazu, Bodenverdichtung zu reklamieren! Ob es daran liegt, dass nicht die gleichen Massstäbe gelten?

Mit der Redlichkeit des Denkens ist es nicht weit her! Die mentale Umweltvergiftung ist weit schlimmer als die paar Spritzer aus „Maags Chemieküche“! Aber das ist ein anderes Thema! Doch wird eventuell alles falsch verstanden! Es könnte ja sein, dass Saulus, nun Paulus,  Ameisen gezielt züchten möchte. 😉

„Wieviele von diesen Ideologie-Typen gibt es und wie heissen sie?“ „Es gibt viele Schrebergärten auf der ganzen Welt, ergo gibt es viele „Typen“ und ich heisse Meier!“

Um wen es sich handle? Das muss jeder für sich selbst herausfinden! Ich weiss es auch nicht! Es muss sich um eine graue Maus oder um jemanden handeln, der kaum durch grosse Würfe auffällt! Es ist wie bei Wühlmäusen. Man sieht sie kaum, aber sie sind da!

Ideologen sind Fundamentalisten. „Fundis“ sind machtgierig, auch wenn es sich um ganz kleine handelt! Es geht ihnen um die Durchsetzung der eigenen Ansicht. Darum sind „Fundis“ dogmatisch und daher immer intolerant.

(Der Einfachheit halber wurde die männliche Form gewählt. Sie gilt auch für die weibliche!).


Immer schön knapp über dem Boden und den Wänden nach

Wir schrieben den 05. 07. 1968. Ich hatte für diesen Tag bei der FLUBAG in Beromünster eine Piper PA18 – 150, Super Cup, HB-OYD, reserviert. Ziel: ein Flug mit meinem Schulfreund, der schon damals ein excellenter Flugmodellbauer war, nach Samaden zu fliegen um dort einen Segelflug zu geniessen. Im Nachhinein ist man, sofern die Voraussetzung für Selbstkritik vorhanden ist, oft ein wenig schlauer!

Als wir zeitig ankamen war vom Super Cub weit und breit nichts zu sehen. Das Flugzeug wäre anderweitig vergeben. „So geht das nicht!“ rief ich aus. Es sei aber noch ein Piper Colt PA 22 – 108 da, den könnte ich doch haben. Den flog ich noch nie! In Kürze käme ein Fluglehrer vorbei. Er würde mir gerne eine Einweisung geben! So lief also das „Marketing“ in der „Pionierzeit“ der FLUBAG! Ich willigte ein. Lieber ein Flugzeug als keines – auch wenn es ein weniger sympatisches „Steuerrad“ anstelle eines Sticks hat!

Piper Colt PA 22 – 108 PS

Die Einweisung war eine sehr kurze Schnellbleiche, die sich nur auf das fliegerisch Notwendigste beschränkte. Es wurden die wichtigsten Punkte gezeigt und dann folgten  5 Flüge am Doppelsteuer mit einer Dauer vn 26 Minuten und 2 Soloflügen mit total 8 Minuten. Betriebshandbuch? Das war für Theoretiker und Bücherwürmer, da schaute doch niemand hinein…! Immerhin wurde gezeigt, wo die Bordpapiere sind.

Der Fluglehrer, Autor unbekannt

Der Eintrag ins Flugbuch: „Umschulung mit Erfolg durchgeführt“. Fluglehrer „X. Y. “ Der Fluglehrer war schnell zufrieden und ich hatte „mein“ Flugzeug. Dass ich nach Samaden wollte, fand der Fluglehrer für ok. Tipps gab er keine ab.

Der erste kritische Punkt: Am Ziel Samaden wurde nicht gerüttelt, ein Alternate wurde nicht in Erwägung gezogen.

So tankte ich den UHU voll (!) und wir stiegen ein, ich liess warm laufen, machten den Motorencheck und los gings. Und die „Kiste“ war mit schweren Nav-Geräten ausgerüstet.

Das Flugzeug: Piper Colt, 2-Plätzer, Motor: 108 PS, das Flugzeug war ausgerüstet mit Fahrtmesser, zwei Variometern, Magnetkompass, zwei schweren Funkgeräten, Künstlichem Horizont*, Wendezeiger*, Kurskreisel*, ADF, ILS und den üblichen Motorüberwachungsgeräten wie Drehzahlmesser, Öldruck und Öltemp.-Anzeige sowie den üblichen Flugüberwachungsgeräten. Die mit * bezeichneten Geräte wurden pneumatisch betrieben!da der Uhu für Reiseflüge ausgelegt war, zog ihn eine Reisepropeller auf die Strecke. Damit lag die Optimierung im Vorwärtskommen und weniger bei maximalem Steigen.

Allein die Ausrüstung brachte also einiges auf die Waage, dann kamen 2 Personen dazu mit ihrem Kleinkram (Kamera, Stativ und Zwischenverpflegung. Meine Flugerfahrung auf dem Colt: „so wenig wie möglich“! Einige Platzrunden mit einem Fluglehrer! Wir haben Samaden erreicht und danach auch wieder Beromünster! Dass wir uns vor allem nach dem Start in Samaden am äussersten Limit bewegten, wussten wir (ich) erst, nach dem Abheben! Andere wären kaum in dies Lage gekommen, weil sie einen solchen Flug gar nicht erst nicht durchgeführt hätten… Mit so einem Flugzeug kann man  über grosse Ebenen ohne nennenswerten Hindernissen tagelang herum fliegen. Fürs Gebirge ist es etwa das zweit schlechtest geeignetste! Aber fliegen liess es sich sehr angenehm!

Flug Bero-Zigerschlitz mit Piper Colt

Der Flug führte uns Richtung Lauerzersee-Brunnen ins Muotatal. Um den Pragelpass überfliegen zu können musste ich zuerst mal an den sonnenbeschienen Hängen zwischen Firstspitz und Druesberg Höhe gewinnen. Auch eine geschichtsträchtige Stelle aus der Sicht der Fliegerei, die am 27. August 1938 zum Drama der Fliegerkompagnie 10 führte. Das Ereignis ist im Buch von Esther Martinet unter dem Titel „Die Peilsonate“ detailliert beschrieben.

Schliesslich konnten wir den Pass in sicherer Höhe fast lehrbuchmässig überfliegen und genossen den Anblick des Klöntalersees. Im „Zigerschlitz“ angekommen, zielte die Nase des Colt Richtung Kistenpass.  Vor dem Limmerensee kam die nächste Steigübung, bevor der Pass überflogen werden konnte.

Überwindung Kistenpass

Der bekannte Rat einer betagten Grossmutter an ihren Enkel: „Flieg ja nie zu hoch und zu schnell!“ wurde beherzt! Mindestens die Überquerungen erfolgten tadellos und so, wie es gelehrt wurde.

Überquerung eines Passes oder einer Krete

Von da gings Richtung Savognin wo die praktische Dienstgipfelhöhe an jenem Tag erreicht wurde, die sagte, so können wir den Julier nicht passieren! Frage des Begleiters: „Was jetzt?“ Verschmitzt grinste ich ihn an und meinte: „Wir versuchen es mit Segelfliegen!“ Am Piz Arblatsch wartete eine zügige Cumuluswolke auf uns und nahm uns freudig an. Dann hatte es noch einen zügigen „Sack“ über Bivio, der uns fast bis an die Basis sog. Von da war der Julierpass quasi im Gleitflug überfliegbar! Wir waren im Engadin (oder in einer Falle?).

Kistenpass-Savognin-Samden

Nach der Landung, der Flug dauerte 81 Minuten, sollten wir erst am Ende die Piste verlassen, denn ein Schwarm P-3 der Schweizer Luftwaffe meiner Kameraden aus der VSP 30-64 waren auf Alpenflugtraining, nun in einer UOS. Kari Kuhn war auf dem Tower der militärische Speaker. Wir grüssten nur kurz, doch herzlich. August Risch wollte die Landetaxe für einen Tri Pacer heischen. Ich musste dem alten Herrn vom Dienst die Papiere bringen! Ich benutzte die Gelegenheit, Willy Mütschard das obligate Päckli „Stella Filter“ zu überreichen.

Willy Mütschard sel. , die gute Seele auf dem Flugplatz Samaden, im Hintergrund die Crasta Mora –  Foto: Archiv der Familie Mütschard

In Samaden bei den Nidwaldner Segelfliegern angekommen, durften wir schon bald mit dem Spyr Va, HB-509 an die Winde und danach genoss ich einen schönen Ausflug ins Gebiet über Pontresina-Segatinihütte-Schafberg-Piz Languard-Piz Albris dann zurück via Chalchagn-Piz Roseg -Samaden. Meinem Kumpel ging die Thermikfliegerei etwas auf das Gedärme. Bevor wir an den Rückflug dachten, musste er mal seinen „künstlichen Horizont “ aufrichten – im Gras und am Schatten. Schliesslich begaben wir uns zum „C-Büro“. Ich erkundigte mich über das Wetter in Bero und dort meinte man, wir sollen wegen starkem Querwind nicht da landen. Ich gab an, dass wir also erstmals nach Ragaz fliegen würden. Nun begaben wir uns zu unserem Uhu. Bis Ragaz hatten wir genügend Treibstoff, ergo wurde nicht nachgetankt. Das hätte das Fass wohl zum Überlaufen gebracht! Der Malojawind war aktiv allerdings etwas weniger stark als erwartet. Der Flugplatz liegt auf 1700 M. ü. M.! Die Temperatur war relativ hoch. Ein weiteres kritisches Moment wurde zwar kurz angedacht, dann aber sofort verworfen, die Heimreise meines Kollegen per Bahn. Doch wir wollten das kleine Abenteuer gemeinsam erleben. Ich sprach mit ihm nicht darüber. Er vertraute mir voll. Zwei Optimisten sollten ihre Ziele wohl noch erreichen…

Die vom Motor abgegeben Leistung von 108 PS auf Meereshöhe bei Normalatmosphäre sind in Samaden noch 90% wert für den Start und ca. 69 PS für die Steigleistung. Ist die Aussentemperatur erhöht, was bei uns damals der Fall war, fällt weitere wertvolle „Power“ weg! Das gilt für über den Daumen für alle Flugzeuge mit Vergasermotoren. Beim Einspritzer und beim Turbolader ist es etwas anders. Schon mein „Piper-Fluglehrer“ Paul Moser predigte nichts anderes und das Urgestein unter den Motorfluglehrern, Jack Rufli von der Fliegerschule Birrfeld hielt dies schriftlich fest („Das Schulflugzeug, sein Motor und seine Bordinstrumente“). Dies war Standard und galt für private Motorflugschulen, den Fliegerischen Vorunterricht, die Kurse des Luftamtes und der Schweizer Luftwaffe. Ich glaueb kaum, dass es inzwischen grundlegende Änderungen gab. Wer es genau wissen will, orientiert sich am Betriebshandbuch seines Flugzeuges.

Vorsichtshalber rollte ich zur hinterst möglichen Startposition (noch vor dem Pistenanfang). Nach dem runup, gab man uns die Piste frei. Auflinieren und trotz zügigem Vollgas liess sich der Colt nur gemächlich an. Die Vergaservorwärmung hatte die gleiche Position wie nach der Landung, also der Höhe angepasst. Es rollte weit bis der Flieger abhob! Ich half etwas nach um schneller in der Luft zu sein, hielt dann aber die Höhe um Fahrt im „Palier“ (Bodeneffekt) aufzuholen. Der Schulterdecker Colt mit seiner geringen Leistung erzeugte kaum ein grossen Bodeneffeckt. Auch wenn dieser gering war, er half mit, auch wenn es lediglich eine „homöopathische Dose“ war. Die Bahnlinie von Samaden Richtung Punt Muragl-Pontresina überflog ich vorerst nicht! Wir waren zu tief! Ergo: „Jüpelidü und Zötteli dra, Nur immer scheen de Wände na. …!“ Für Spass nach Albert Jütz, war jetzt keine Zeit! „Aufkarren“, das hätte gerade noch gefehlt. Das Gelächter wäre kaum mehr verhallt!

Start und Höhengewinn am Muottas Muragl mit dem „Colt“

Also in flacher Linkskurve an den Muottas Muragl, doch dort waren wir zu tief um vom Hangwind profitieren zu können. In niedriger Höhe, stes leicht steigend führte der Weg vorerst weit Richtung Zernez, bis endlich eine sichere Umkehrkurve im Bereich von Brail möglich war. Talabwärts gewann ich so laufend etwas mehr Operationshöhe.  Die war auf dem Rückflug zum Flugplatz Samaden sehr nützlich. Da angekommen, waren wir etwa 300 M. ü.  Grund, was es erlaubte, den Hangaufwind am Muottas Muragl zu nutzen. Jetzt hatten wir diese kritische Fase gemeistert. Gemeinsam mit einigen Segelflugzeugen konnten wir Höhe gewinnen und schliesslich an die Flanke des Piz Mezzaun und danach an die  Crasta Mora wechseln. Von da bis Ragaz erfolgte der Flug ereignislos. Der Flug dauerte 40 Minuten. Im Westen konnten einige Cb-Türme ausgemacht werden. In Ragaz wurde aufgetankt. Bero riet, dort wegen starken Querwindes nicht zu landen, was mich nicht beeindruckte. Der Heimflug führte zum Walensee, an die Pnüselküste des Zürichsees, über den Hirzel und dann direkt nach Bero. Dort hatte es zwar Querwind, doch von Buochs her war ich genügend dagegen geimpft. Nach weiteren 40 Minuten waren wir in Bero sicher am Boden.

Es wird immer am Ende abgerechnet. Wir hatten ein eindrückliches Erlebnis. Dass es nicht zu einem Ereignis wurde hatte mit etwas Bezug aus dem Glücksrucksack zu tun und auch damit, dass, einmal gestartet, volle Konzentration und Ruhe die Szene beherrschte. Auch hat die Segelflugerfahrung seinen Teil dazu beigetragen. Die ersten Flüge in Samaden machte ich mit dem S 16 II, HB-418, vom legendären Kari Suter im September 1961. Es gab keinen zweiten, vergleichbaren Flug! Bei einer späteren Gelegenheit flog ich mit einem anderen (stärkeren) Flugzeug bis Zernez um die Thermikküche am Piz Sursassa und dem Piz Nuna als Steighilfe zu nutzen. Der Rückflug erfolgte über den Flüelapass. Dem Grundsatz, dass man Fehler machen kann, diese jedoch nicht wiederholen darf, wurde in der Folge Rechnung getragen. Wenn ich mich an knifflige Flüge erinnere, denke ich an einen meiner geschätzten Fluglehrer zurück, der zwar streng, aber auch tolerant war: Adj Edi Guyer! Er kam aus einer anderen Fliegergeneration, flog als ÜG-Pilot u.a. die Mustang P-51 und er war der erste Pilot der Schweizer Luftwaffe, der einen Vampir DH 100 in Lodrino landete. Es schien, als wäre er von allen Fliegerwassern, auch den starken und klaren, gewaschen gewesen!

Nebenbei bemerkt: Weder ein GPS-Gerät, noch ein Datenlogger hätte einen Einfluss auf die Entscheide gehabt! Es ist klar, dass die „300“ Meter Höhenreserve für ein damaliges Schulflugzeug gelten. Die Erfahrungen flossen nicht zu letzt aus der früheren Militärfliegerei ein! Die Reserve hängt ab von der Leistung des Motors, von der Höhe und der Dichtehöhe sowie von der Flächenbelastung des Flugzeuges. Ein Super Cub hat die grössere Flächenbelastung als ein TMG! Und ein Jet verfügt über eine hohe kinetische Energie und verspürt einige heftige Böen, während ein UL vielleicht wie ein welkes Blatt hin und her geschüttelt wird! Sobald noch starker Wind wie etwa bei Föhn oder starker Bise ins Spiel kommt, sind andere Höhenreserven angesagt und die Taktik der Überquerung muss entsprechend der Gegebenheiten angepasst sein. Ansonsten: Abbruch der Übung! Wir wären somit wieder bei der JU angelangt. Dieser träge alte Glugger verlangt wahrscheinlich auch nach speziellen Höhenreserven beim Queren alpiner Barrieren. Dass dieser wieder fliegen darf ist aus meiner Sicht ok. Dass die Erweiterung der technischen Ausrüstung mit Augenmass vorgenommen wurde ist es auch. Dies beruhigt viele Schwätzer, die eh keine kompetente Meinung in der Sache haben können, weil sie schlicht nicht verstehen um was es eigentlich geht!

Flugplanung, Sion-Lausanne

Bei einem Flug von Bern nach Bex via Gemmipass wurde die Höhe für die Überquerung des Passes gar mit 1600 ft (= 488 , rund 500 m) eingesetzt, um alle Eventualitäten zu parieren.

Ich hatte unverhofft die Aufgabe, zwei Segelflugzeuge die in Kägiswil gestrandet waren, im Doppelschlepp über den Gemmipass zu schleppen. Die Schleppmascine: Robin DR – 400 180 R mit Zweiblattpropeller Sensenich. Da kann man nicht noch in den Büchern herum schöckern. Ein Blick in die Flughinderniskarte muss genügen! Entweder man hat es drauf oder jemand anders soll’s richten!

Dass man jetzt wieder von den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestflughöhe von 150 M. ü. Grund redet, finde ich unverständlich! Das Gesetz nennt einen Mindestwert. Die minimalen 300 M. sind flugpraktischer Art! Gesetz und Praxis sind zwei verschiedene Angelegenheiten! Es ist nicht verboten, höher zu fliegen. Dass man der JU nun grössere Mindesthöhen vorschreibt ist eigentlich ein Witz. Die Piloten, welche die Ju fliegen, wissen dies alles bestens! – Und: Irgend wo her kommen schliesslich die Erfahrungen!

Ergänzung zum Thema:

Leser F. L. „(…) Die Ratschläge von der Grossmutter und F. Liardon mit Skizze ist nicht immer zu befolgen. Der Hinweis auf Heuseile oder elektrische Leitungen fehlt. Das könnte einmal gefährlich werden. Vor ca. 20 Jahren hatte ich die Gelegenheit als Passagier einen Motoralpenflug zu machen. Wir starteten in Triengen und drehten danach südwärts. Von dort bis zum Furkapass (Wallis) inkl. Rückflug überliess mir der Pilot das Doppelsteuer. Er war intensiv mit fotografieren beschäftigt. Beim Einflug ins Reusstal erhielt ich die Anweisung etwas mehr rechts zu fliegen, weil mit Gegenverkehr auf der anderen Talmitte zu rechnen sei und weiter, hier gibt es keine Seile. Er hat es damals vergessen, dass ich mit meinem Sohn aus einem Bähnlikanton komme. Alles ging gut und war an einem Septembertag auch von der Sicht ein Vergnügen.)“

Lieber F. L. Nur keine voreiligen Schlüsse!

Auch die Seilfrage wurde schon sehr früh bearbeitet! In der SG Nidwalden hatten wir einen entsprechenden Unfall (HB-818) im Gigi am Haldigrat. Zum grossen Glück kam der Pilot Th. F. mit dem Schrecken und nur einer leichten Verletzung davon! Wenn wir meinen Fastunfall dazu zählen, wären es zwei gewesen! => Der indische Seiltrick in Nidwalden
Zu jener Zeit zählte man in Nidwalden auf der 50’000-er Karte 187 Seile!

Im Militär, wie in der Schweizerischen Motorflugschulung wurde das Thema eingehend behandelt.  Francis Liardon hat sich die Mühe gegeben, die Erfahrungen, die Empfehlungen und die Praxis in einem Buch zusammen zu fassen um es den angehenden und bereits erfahrenen Piloten als  Lehrbuch im Auftrag des damaligen L+A (Luftamt) zur Verfügung zu stellen und um die verschiedenen Akteure mit der gleichen Sprache zu sprechen zu lassen!

Flughindernisse, Kabel, Seile

Sicher fliegt es sich bei A, B; relativ sicher fliegt es sich bei C; in den Bereichen D und E sind Heuseile und andere Leitungen möglich! (Liardon, S. 56/59). In diesem Sinne instruierte ich die Schlepp-Piloten der SGNidwalden, auch die Segelflieger im Fach Flugpraxis. Hier interessierte vor allem der Punkt C! Heute ist man einen Schritt weiter, weil Seile und Kabel meldepflichtig sind! Folgerung: Es war Dein Pilot, der sich wegen möglichen Hindernissen offenbar keine Rechenschaft gab…

1964 entdeckte ich in einem von der DMP kontrollierten „sicheren Gebiet“ bei San Vittore ein Kabel. Wir flogen nur ein paar Meter darüber! Niemand kannte das Seil! Der Cheffluglehrer raumte danach eine Besichtigung ein. Das Seil war vermutlich schon sehr lange da. Es hatte einen Durchmesser von ca 3 cm! Es war rotrostig, doch um einen Bücker 131 abzustreifen hätte es längst gereicht! Kurze Zeit später erwischte es einen Bücker bei Claro, auch in einem „sicheren“ Gebiet….! Resultat: 2 Tote!

Zum Seil am Gigi am Haldigrat ist noch zu sagen, dass Pilatus dort zwei Piloten und eine PC 7 verlor! Das Flugzeug zerstörte das Seil am Gigi. Der Unfall passierte aber nicht als „üblicher“ Seilunfall. Zwei Piloten E. M. und … G. wollten nach einem Werksflug Höhe vernichten. Das taten sie mit Aussenlasten. Sie kannten das Verhalten des Flugzeuges in dieser Konfiguration noch nicht. Sie flogen senkrecht in das Seil, weil sie die Vrille nicht zu retablieren vermochten!

Der Pilot … G. war vom Kunstflug besessen. Schon früh bemühte er sich um eine Bewilligung für Kunstflug im Tiefstflug. Es war auch F. Liardon der gesagt haben soll: „Dann soll sich der …G. doch mit seinem Grind im Boden einstecken…! E. M. kannte ich persönlich. …G. kannte ich persönlich nicht. Das was ich gerade erzählte war Diskussionsstoff unter den Piloten der Pilatus und zu denen hatte ich relativ guten Kontakt, speziell zu H. G..

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Leser V. T.: „(…) Immer wider staune ich über Dein Gedächnis. Immerhin sind es 50 Jahre her seit diesem denkwürdigen Flug, welchen Du mit Akriebe nun beschrieben hast. Gewisse Bilder sind dabei in meinen grauen Hirnzellen beim lesen wieder lebendig geworden. Es war für mich ja auch ein wunderbares Erlebnis. Dass der Rückflug (Start) kritisch war schien mir damals (oder ich habs vergessen) nicht bewusst. Danke für den schönen Beitrag.
Ein Bekannter hatte mit seinem Leicht-Eigenbau beim Start im Ambri am Abend kein Glück.
Warmer Sommertag….Fallwinde…Absturz. Dies geschah vor Jahren. Parallelen zur Ju? Ich glaube wir hatten einmal darüber gesprochen.
Der Modellbau ist halt schon weniger gefährlich aber die Physik ist die gleiche)“. 

Lieber V. T.:  Ich bin froh, dass wenigstens noch einige Gehirnzellen funktionieren! 😉 Es war uns und besonders mir weniger bewusst, was Höhe und Temperatur bezüglich Motorleistung ausmachen. Das Thema wurde damals sehr stiefmütterlich diskutiert, obwohl in der Theorie gestreift, sass das Bewusstsein nicht sehr tief!

Der „Ambriunfall“, wenn ich mich richtig erinnere, erfolgte talaufwärts und irgend wann wurde es zu eng zum Umkehren….

Es sind nicht direkt vergleichbare Unfälle. Beim Ju-Unfall vermute ich, dass sich die Piloten etwas zu locker fühlten und es ihnen momentan gar nicht bewusst war, was sie falsch angerichtet hatten! „Routinemässige Unachtsamkeit“ würde ich vermuten! Wenn man mit zu geringer Reserve einem Grat zu fliegt (gegen den Wind), kann es sein, dass eine Abwindzone zu passieren ist. Diese kann die Steigleistung der Maschine übertreffen, was dann Vollgas bedeutet und Steigen eingeleitet wird. Stellt man fest, dass es nicht reicht wird umgekehrt. Man dreht in den Rückenwind und in den Abwind. Beides vermindert vorübergehend die Fluggeschwindigkeit noch weiter gegenüber der Luft. So ist zu erklären, dass die Grossmutter in eine Vrille fiel! Zeugenaussagen deuten darauf hin. Überlassen wir die Aufkläung der SUST!

Gewisse Dinge unterlässt man einfach! Ich war einst übermütig und sollte nach einem Schlepp eine Krete überfliegen. So ging ich es an, wie man es mit einer Venom getan hätte: Anflug von schräg oben, kurz vor der Krete aufziehen bis etwa 35°, halbes Tonneau, Nase unter den Horizont ziehen, Tonneau beenden. Funktionierte tadellos. Nur, vor der 2. Fase des Tonneaus war ein Blanik vor mir, der hier am Hang den leichten Aufwind nutzte… Ich musste in Rückkenlage kräftig am Knüppel stossen um  zu verzögern. Schliesslich war ja noch ein Schleppseil am Schwanz! So geschah was nicht vorgesehen war: Ein ungewollte Rückenflugfase, welche das Flugzeug nicht zulässt. Mein Prozedere hatte alles unter „positiven „g“ vorgesehen.Nun kamen negative dazu. Nichts passiert! Schwein gehabt!

Beim Venom, wie auch beim Vampire durften eigentlich keine negativen Figuren geflogen werden. Der Grund lag im Tanksystem, welches bei negativer Beschleunigung keinen Treibstoff ins Triebwerk liefert. Es gibt eine kleinen G-Tank im Tank. Dieser reicht für kleine Eventualitäten.

Das A und das O im sicheren Fliegen liegt bei guter Vorbereitung, viel aktuellem Training auf dem geflogenen Flugzeugtyp, Seriosität, Vorausdenken, kennen des Verhaltens des Flugzeuges in anderen Lagen und wenn es zu ausserordentlichen Situation kommen sollte im Bewahren der Ruhe. Was auch immer mitfliegen sollte ist die Frage: „Was wäre wenn?“ Es kann dann immer noch schief gehen…. 😉 Rückblickend erkenne ich einige Situationen, die ich ruhig über mich ergehen liess! Weiter ist das Kennen des geflogenen Flugzeugtyps ausserordentlich wichtig. Was mich betrifft, so habe ich mit Ausnahme des erwähnten Piper Colts, alle je geflogenen Motor- und Segelflugzeuge fliegerisch gefordert. Das Abkippverhalten in verschiedenen Konfigurationen und Lagen, Ein- und Ausleiten einer Vrille (beidseitig) usw.

Ein Lehrbeispiel ist der Linienpilot Chesley Sullenberger. Ihm war bewusst, dass eine latente Gefahr lauerte. Er überlegte lange vor der Notwasserung im Hudson River was zu tun wäre wenn. So war er mental vorbereitet und handelte intuitiv richtig, als Gänse das Triebwerk verstopften! => Sullenberger spricht: So war die Notlandung im Hudson River – WELT

Ein versierter Fluglehrer und „alter Hase“ wies mich in die Dimona ein. Er machte es militärisch und sagte laufend was ich tun müsste. Methode: „3Z“ :Zeige, zueluege, zämeschiisse! Nein, nein so arg war es nicht! Ich handelte, wusste aber nicht was eigentlich abging, ausser, dass ich auch schon ein wenig Fantasie entwickelt hatte. Nach einigen Platzrunden wo verschiedene Übungen durchgespielt wurden befahl er auf den Downwind (Gegenanflug) zu gehen. Die Propellersteigeung war befohlen auf „gross“. Ich drehte schliesslich in die Base und danach in den Anflug ein. Es erfolgte eine präzise Ziellandung. „Durchstarten!“. Ich gab Gas. Es erfolgte kaum eine Beschleunigung. War es ein Test? Jetzt musste ich ganz ruhig bleiben! Ich nahm den Uhu früh in die Luft, blieb dann aber ganz tief. Kurz vor Pistenende leitete ich den Steigflug ein. Die angrenzende Strasse konnte ich mit genügend Höhe überfliegen. Betonung auf genügend!. Was war passiert? Der „Befehl“ im Anflug die Propellersteigung auf „klein“ zu stellen kam nicht! Der Fluglehrer war selbst überrascht und er fand, ich hätte die Aufgabe gut gelöst. „Bist auch noch ein kühler Typ! … „Schwein gehabt! Ohne „Militärmethode“ wäre es meine Aufgabe gewesen zu handeln! Der „Alte“ hätte im Fall eingreifen müssen… Nun, er wollte, dass ich formell den Eintrag erhielt und er wollte möglichst schnell zu einem Bier. Das genossen wir dann auch!

Gleiche Physik! So ist es!

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Leser A. B.: Einmal mehr kann ich dir zustimmen, vor Allen zurAussage: “ Unfälle passieren nicht, sie werden verursacht!“ Auch ich hatte kürzlich wieder zu verdauen. Bei einer Aussenlandung ging meine Elfe zu Bruch! Die Geschichte lässt sich scheibchenweise analysieren. Es gab eine Reihe von Entscheiden, die die Unglückskette vervollständigten. Ich werde meine Lehren daraus ziehen und meinen Ehrgeiz Grenzen setzen.

Lieber A. B.: Besten Dank für Deinen umfassenden Bericht! Du bekommst ein „6“ im Analysieren! Hinterher ist man stets gescheiter und sitzt Du einmal im Flieger, bist du nur noch halb so gescheit! Schade um die schöne, selbst gebaute „Orchidee“ von einst! Zum Trost: Du bist noch ganz, das ist das Wichtigste. Material kann immer ersetzt werden!

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Leser N. W.: „(…) Kägiswil und Umgebung ist Schauplatz häufiger Flugunfälle. Ca fünf Monate vor dem Absturz des Pilatus Chefpiloten samt Familie hat sich dort eine Fastkollision über Sarnen ereignet. Ein spärlich funkender und nuschelnder Senior (Ex-Instruktor !) und der Pilot des Schleppfliegers haben sich nicht ausreichend verständigt. Also: Mangelhafte Kommunikation.
Im ersteren Fall (Hergiswil) kann man Beladungsfehler – auch bei der Sitzplatz-Zuweisung nicht ausschliesen. Dazu kommt hitzebedingte Leistungsschwäche von Mensch und Maschine. Das alles wären gute Themen für das alljährliche Sicherheitsbiefing der Kägiswiler Motorflieger Anfangs Jahr. Das ich immer erwartungsvoll besuche und immer enttäuscht verlasse…Und ich würde darauf wetten, dass auch im kommenden Jahr keine brisanten und aktuellen Themen behandelt werden. Sondern wie immer Gelegenheits- und Verlegenheitsthemen.

Warum? Weil die Menschenvögel halt etwas schräge Vögel sind. Im Erfolgsfall gleiten sie stolz und furchtlos wie Adler durch die Lüfte. Um im Falle einer Tragödie umgehend zu Straussen zu mutieren: Kopf in den Sand und unterirdisches Gebrabbel…..
Hingehen, hinstehen und öffentlich Klartext reden. Zum Beispiel über eigene Fehler. Das ist nicht Ihr Ding. Schade ! Aber halt Charaktersache. Und für mich schwer begreiflich……)“

Lieber N. W.  Viele Menschen sind Weltmeister im Verdrängen! Ich kenne einige! Unangenehmes mag kaum jemand gerne! In meiner militärischen Grundausbildung erlernte ich das System „Selbstkritik“. Es ist geeignet, sein Handeln zu analysieren! Da ich lange Jahre in der Selektion von Jungpiloten tätig war, hatte ich Gelegenheit, das System, welches als Instrument verwendet wurde, zu üben und die Lehren daraus zu ziehen. Es ging immer um ein Ziel und dessen Erreichung. Da Ziele nicht immer erreicht werden stellt sich die Frage nach dem „warum“. Und da wir motivierend kontrollieren oder kritisieren wollten, suchten wir auch jene Elemente einer Übung, die gut waren, die mit dem Ziel jedoch direkt nur am Rande zu tun hatten. So entdeckte ich das Körnchen Wahrheit wie August Hugs Bemerkung lautete: „Erziehen heisst, 1000 mal das Gleiche sagen…!“ (nach Pestalozzi wie er erwähnte).

Die Fluglehrer im Segel- und im Motorflug erlernten dieses System ebenfalls. Doch einige setzten sich arrogant darüber hinweg! Es gibt immer Besserwisser!

Wir (ich) lernten! Beispiel: Einer hat zwar die Checkliste vollständig herunter gehaspelt. Ich machte jedoch die Kontrolle nicht! Resultat: Ich flog einen Loop vor und der Schüler sollte es nach machen. Oben war er zu langsam. Das Capot vorne öffnete sich und sobald mehr Fahrt aufkam, schloss es sich wieder. „Capot zu und verriegelt!“ kam postwendend! Nichts war weiter passiert! Gut war, dass es das vordere Capot betraf! Er vergass es nie wieder, das Capot zu verschliessen und ich nahm zur Kenntnis, dass es für mich zu gelten hatte: „Jede Manipulation hat seine Kontrolle!“ – immer wieder, Flug für Flug! So gäbe es noch über einige weitere Vorkommnisse ähnlicher Art zu berichten! Die Erkenntnis: Lehren bedeutet auch lernen – Flug für Flug! Ich lernte viel! Jemand, (B.T.),  sagte einst: „Wer nicht kann, lehrt!“ Für mich traf dies nicht zu! B.T. anerkannte es schliesslich neidlos!

Schräge Straussenvögel ein treffender Begriff!
Wer selbstkritisch an die Arbeit geht, setzt sich automatisch mit seinen Fehlern auseinander! Es ist klar: Nicht jeder Flug wurde detailliert analysiert, ausser jenen der Selektionskurse! Aber wenn etwas vor fiel, konnte ich hinterer ziemlich genau feststellen, wo der Hund begraben war! Es gab genügend Spielraum für eigenes Versagen und eigene Fehler! Ich hab’s überlebt! Ende der Durchsage!

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Luftfahrzeuge (schwerer oder leichter als Luft)

Schon Leonardo da Vinci (1452 – 1519) skizzierte eine  Flugmaschine, den Ornithopter.

Das Genie Leonardo da Vinci

Bereits am 8. August 1896 musste Otto Lilienthal „Erde essen“. Er verunglückte tödlich, nach vielen Flugversuchen und Flügen mit seinen Gleitern. In seinem Buch: Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst, 1889″ (ich bin im Besitz einer faksimilen Ausgabe, die mir der damalige Betriebsleiter der Fliegerschule Birrfeld, René Vetterli, einst schenkte!), legte Lilienthal seine Erkenntnisse und Forschungsarbeiten eindrücklich dar. Der Vogelflug wurde bei Festo mit dem SmartByrd im Modell eindrücklich nachempfunden!

Otto Lilienthal

Es dauerte ein Weile, bis die Gebrüder Whrigt 1903 erstmals mit einem Motorflugzeug abhoben! Inzwischen hat sich die „Fliegekunst“ in allen Bereichen rasant entwickelt. Man denke an die Weltumrundung im Ballon („leichter als Luft“) durch Bertrand Piccard und Brian Jones und zusammen mit André Borschberg im Solarflugzeug Solar Impulse (schwerer als Luft). Auch soll die besondere Leistung von Klaus Ohlmann, er stellte 2003  in Argentinien mit 3008,8 km in 15 Stunden und 17 Minuten den Weltrekord im Streckensegelflug („leichter als Luft“) über eine frei gewählte Strecke auf erwähnt werden. Als junger Segelflieger stellte die Marke 500 km für mich eine schier unüberwindliche Grenze dar. Ich schaffte dann immerhin 535 km. Heute gibt es Gleitschirmflieger, die diese Marke ünbertreffen! Von 564 km ist die Rede und mit Deltas ist die Marke bei 612 km (gleitschirme und Deltas fallen unter „leichter als Luft“)!

„(…) Es gibt viele alte Piloten und viele berühmte. Aber es gibt nur wenige berühmte alte Piloten!)“ Es hängt u.a. damit zusammen, dass aus Erfahrungen zu wenig gelernt wird oder dass Ereignisse schnell vergessen werden!

Beispiel: Wie  die „Zentralschweiz am Sonntag“ berichtete: „Nur ein Durchstarten verhinderte das Unglück“ Im Anflug auf den Flugplatz Kägiswil ereignete sich ein „Near miss“ bzw. Fastzusammenstoss zwischen einer anfliegenden Piper und dem Schleppfugzeug. Beide Flugzeuge fliegen eine unterschiedliche Volte um auf den gleichen Endanflug zu gelangen. Im erwähnten Fall wurde der tiefen Sonne und einem schlecht verständlichen Funk einen Teil der Schuld zugewiesen. Der fehlende Tower kann es auch nicht sein. Dass Birrfeld hat bei viel grösserem Flugaufkommen auch keinen Tower! Ausserdem wurde bemerkt, dass sich das Anflugverfahren bewährt hätte und, dass in den letzten 60’000 Anflügen nie ein Problem aufgetaucht sei. Glücklicher Weise sah der Pilot der Piper das Schleppflugzeug gerade noch rechtzeitig und konnte ausweichen. Der im Bericht erwähnte absolute Einzelfall war dies nicht, auch wenn sich die heutige Fliegergeneration kaum noch daran erinnert!

Man wähnt sich offenbar in falscher Sicherheit und die Recherche greift zu kurz. Warum? Exakt am Schnittpunkt der beiden Volten passierte einmal ein Zusammenstoss zwischen einem Schleppfugzeug und einer anfliegenden Motormaschine. Beide Flugzeuge fielen in den See und es gab Tote! Das Anflugprozedere mag damals etwas anders ausgesehen haben als heute. Der Unfall jedoch passierte. Die „SUST“ (Schweiz.Unfallstelle) könnte dies bestätigen! Die tiefe Sonne ist zu der erwähnten Jahres- und Tageszeit immer tief und erschwert vor allem die Übersicht für den Schlepp-Piloten. Dieser ist dann eben bei jedem Anflug sehr gefordert ob tiefe Sonne oder nicht! Treffen sich zwei Volten, ist immer Konfliktpotenzial vorhanden! Auch der schlecht verständlich Funk kann nicht die alleinige Ursache sein, denn es hocken stets zwei Personen am Boden am Funk. Einerseits ist der Funk auf dem Startwagen der Segelflieger meist besetzt und auch jener der Motorflieger. Aber was nützt die Technik, wenn sie nicht gebraucht wird? Mindestens dem Schlepppiloten könnte bei tiefer Sonne ein Tipp vom Boden nicht schaden, wenn auch von Gesetzes wegen nicht verlangt…!

Kägiswil, Anflugkarte

Rechtlich ist die Angelegenheit klar. Die Verantwortung liegt voll bei den Piloten. An sich ist es erfreulich, dass sich das Anflugkonzept bewährt hat. Trotz dieser Tatsache darf sich niemand in falscher Sicherheit wähnen. Wir wissen vom Flugplatz Birrfeld, dass Flugzeugschlepp und Segelflugbetrieb die südliche Seite und der Motorflug die nördliche Seite für sich beanspruchen. Im Gegensatz zu Kägiswil sind die Endanflüge getrennt. Trotzdem kommt es vor, dass gelegentlich „überschossen“ wird (fremde Piloten, Anfänger, Schüler). Auch ist bekannt, dass es zu einem Zusammenstoss zweier Flugzeuge kam und diese auf den Parkplatz der AMAG stürzten. Die Situation war nicht unbedingt mit jener von Kägiswil vergleichbar. Auch dieser Unfallbericht kann bei der SUST nachgelesen werden.

Die Tatsache, dass Unfälle nicht passieren, sondern verursacht werden zeigt auf, dass bei den Piloten eine grosse Verantwortung liegt. Diese kann umso besser wahrgenommen werden, je besser sich die Piloten mit den Situationen befassen, die Flüge exakt planen und den Umständen entsprechend richtig handeln.

Vielleicht wird der kürzliche Absturz einer Tobago ennet dem Renggpass, am Lopper, der das Leben einer vierköpfigen Familie auslöchte, auch als absoluter Einzelfall dargestellt. Dass der Pilot ein erfahrener Profi war ändert nichts an der Tatsache, dass die böse Fee „Naturselektion“ stets auf Opfer lauert! Der tragische Absturz der JU 52 am Segnespass nahe am Martinsloch hoch über Flims bestätigt dies eindrücklich!

Alpenüberquerung, aus Dr. Willy Eichenberger, „Flugwetterkunde“

Was für Südföhn opportun ist, gilt auch umgekehrt für Bise (Nordföhn)!

Im Extremfall nützt auch eine starke Turbine eines STOL-Flugzeuges nicht! Ich erinnere an den Flugunfall eines Pilatus Turbo Porters, V – 621 der Schweizer Luftwaffe vom 27. 4. 1993 am Finsteraarhorn. † Hptm P. Häfliger BAMF, Fl St 17, † O. von Flüe (Pax), † A.Schäfer (Pax) BAMF. Es herrschte starker Föhn in den Alpen. Der Flug sollte von Emmen nach Sitten führen. Selbst die starke Propellerturbine des Porters hatte der Naturgewalt nichts entgegen zu setzen! Die böse Fee, die „Naturselktion“ schlug erbarmungslos zu!

Strömungsabriss an Bergkämmen, aus Dr. Willy Eichenberger, Flugwetterkunde

Wenn von der Mindesthöhe von 300m über Grund beim Überqueren eines Passes oder einer Krete gesprochen wird, so ist nicht die gesetzliche Mindestflughöhe gemeint. Es handelt sich um ein praktische Mindesthöhe. Sie wurde schon durch Francis Liardon in „Technik des Fluges“ empfohlen und die schweizerische Motorflugschulung nahm dies auf! Da wurden primär Jungpiloten angesprochen. Was noch zu beachten wäre: Wenn zwei das Gleiche tun ist es längst nicht das Gleiche! Soll ein Pass mit einem leichten Motorflugzeug (Piper J-3C o.ä.) oder mit ewas mehr Power (Piper PA 18 -150, einer Cessna 150  oder einer Robin DR 400 180-R gequert werden, ist es etwas anderes, als wenn dies mit ein Jet passiert. Letzterer hat Dank seiner kinetische Energie ein anderes Verharrungsvermögen in der turbulenten Luft, die hier als starke Böen wahr genommen werden, während es den leichten Gugger auf und ab drängt und den Piloten arg zum schwitzen bringt obwohl der Propeller voll dreht,  (der das Schwitzen verhindern sollte!  😉 Allerdings nimmt die Leistung mit der Höhe und bei erhöhter Temperatur zusätzlich stark ab, was es eben zu berücksichtigen gilt.

Die einen verunfallen wegen Unerfahrenheit, andere wegen dem Verfall an die Routine, weitere, weil sie die Sache zu leicht angehen und einige Speziell, die ihrem Wahn verfallen und der Fliegerei keinen Dienst erweisen. =>  Es gibt nicht viele berühmte, alte Piloten.

Die beiden Flugunfälle am Lopper und am Segnespass streuten ihr Echo bis ins ferne Texas! Oats, Othmar Schwarzenberger :

„(…) Lieber Herbie: Die Nachricht über den Verlust von 24 Menschen in zwei Flugzeugabstürzen am selben Tag in der Schweiz ist wirklich tragisch, waren doch sicher die beiden Flüge Routine und mit best erfahrenen Piloten im Cockpit.

Wir sind uns aber Bewusst das Aviatik und Aerospace beruflich und als Hobby nicht nur fantastische und schöne Momente und ausserordentliche Möglichkeiten in unserem Leben offeriert, sondern auch in einem Augenblick ein oder viele Leben beenden kann.

Herzlichste Sympathy geht an alle Betroffenen in der Schweiz, im Familien-, Beruflichen- und dem Freundeskreis.

Ich hoffe dass es Dir recht gut geht und das die Schweiz doch bald etwas abkuehlen wird

Hier hatten wir viele heisse Tage über 40 Grad C. Gut für den Segelflug, aber eine Katastrophe für die Landwirtschaft und das Wildlife. Ein Freund flog zwei 1000km Segelflüge innerhalb von 72 Stunden mit seiner ASH-31/21, am Samstag und am folgenden Montag letzter Woche. Aus der Luft sieht Central Texas wie eine Wüstensteppe aus.

Herzliche Gruesse aus Texas, Oats )“

Ich schliesse mich den Worten Oats an in der Hoffnung, dass die Flieger aus den Fehlern anderer lernen!

 


Zum Geburtstag der Schweiz

„(…) U di autè Eidgenossen hey denand is Füdli geschossè!)“

Winkelrieddenkmal, Stans; Erinnerung an die Schlacht bei Sempach 1386

Zum Geburtstag der Schweiz

Rütlischwur

Mit dem Schwur der Eidgenossen,

hat die Freiheit man beschlossen.

Die fremden Vögte mussten raus,

denn ihr Benehmen war ein Graus.

Man wollte frei entscheiden,

nicht unter fremder Herrschaft leiden.

Doch plötzlich mit der Zeit,

war aus die Eigenständigkeit,

Europa streckte seine Hand,

auch in unser Schweizerland.

Was man um den Mund uns schmiert,

wird in Bern auch akzeptiert.

Was einst die bösen Vögte waren,

das gibt es hier zur Zeit in Scharen.

Auch unsre Sprache die erlischt,

wird mit Fremdem aufgemischt.

Die Schweiz sie hat bedenklich Falten,

wie lange wird sie wohl noch halten.

Die Männer auf der Rütliwiese,

bekämen heute wohl die Krise,

das hätten sie sich nie gedacht,

was ihre Aktion gebracht.

Menschen aus meist fernen Landen,

den Weg in unser Ländchen fanden,

sich heute Schweizer nennen,

sich aber nicht zum Land bekennen.

Eidgenossen gibt es noch,

die halten unsre Fahne hoch,

schwingen sie mit fester Hand,

stehen stolz zum Schweizerland.

Ruedi Gysi, 28. Juli 2018

Ob sich die drei Eidgenossen auf dem Rütli je trafen oder nicht ist weniger wichtig. Wichtig ist, was daraus geworden ist. Die Eigenständigkeit steht dauernd auf dem Prüfstand. Es sind Geschäftemacher, linke Politiker die lieber ihr Gehalt von Brüssel bekämen, Fantasten und solche, die ihr Land lieber verratenwürden, als daran zu arbeiten sowie falsche Wachstumspropheten. Weil niemand in der Lage sein will, mit der Arbeit zu den Arbeitnehmenden zu gelangen, denkt man über 2-stöckige Autobahnen in die grossen Zentren nach, Wo der Blechhaufen deponiert werden soll ist noch nicht gesagt. Zürich ist ein gutes Beispiel: Während die Bevölkerung massiv zugenommen hat und noch zunimmt, werden laufend Parkplätze vernichtet! In diesemSinne: Danke Ruedi Gysi!


Wolken

„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein… „ Reinhard Mey – => Das Lied

Kaltluftsee zeigt sich, Herbst in Nidwalden 2, Bild – Tourismus Nidwalden 2016 FB

Die besungene Freiheit wurde längst reguliert, veramtshandelt, verschandelt und zerstört!

Luftraum um Luzern

Bei so viel metallhaltiger Luft geht es kaum ohne Regeln und Einschränkungen. Abgesehen davon, stossen die vielen Turbinen viel Russ in die Atmosphäre, was an den Kondensstreifen sichtbar wird. =>

14. Juli

Wenn der Pleitegeier über  Airlines kreist ist Innovation gefragt: Die Air-Comet-Ladys legen sich für ihr Anliegen mächtig ins Zeug. (Blick/ Reuters)

Es gibt sie noch, die Nischen der so genannten grenzenlosen Freiheit => Pure Epicness – What soaring means to me

Die Meteorologen haben allen „10’000“ Wolken eine zehnteilige Struktur verpasst. Sie kommen auf bestimmten Höhen vor. Eine Gruppe benutzt praktisch die gesamte Höhe ab etwa 600 M. ü. Grund bis und 12000 M. ü. M. also bis in die Nähe der Tropopause. Es sind die Cumulonimben, die schönen, aber auch gefährlichen Gewittertürme, die zuoberst meist einen „Amboss“ aufweisen. MeteoScool hat dies schön dargestellt. Bei so viel metallhaltiger Luft

Wolken sind z.T. riesighe Kraftpakete. Leider lässt sich deren Energie (noch) nicht nutzen. =>  Energie in einer

Segelflieger planen ihre Flüge nach vorassichtlichen Thermikstrassen. Ihr Flugweg führt von Aufwind zu Aufwind (aus „Flugwetterkunde“ v. Willy Eichenberger)

Wolke

(Lentis, aus C.E. Wallington „Meteorologie für Segelflieger“

Es sind die Segelflieger, die es verstehen, die Kraft der Wolken „Cumulus, Lenticularis) zu nutzen. in Wellen ist das Steigen meist ruhig und stet. Hier wird ein starkes Steigen gezeigt: 9 m/s Wave Climb in Glider

Eindrückliche Wellenwolke

Siehe auch: Wellen über Obwalden

Lentis; Föhnlage, Österreich, Sicht vom Feuerkogel Richtung Dachsteingebirge (Herbst 2015) Foto „C“ H. Odermatt

Wolken können auch grosse Gefahrenherde in sich tragen (Blitz, Donner, Hagel)

Wellen aufwinde entstehen durch Schwingungen der Atmosphäre, ausgelöst durch starke Winde, die z.B. ein Gebirge überqueren müssen.

Wolfwil, So,  04. 06. 18, Gewitterfront, Leserreporter
Sicht von Sachseln Richtung Glaubenberg. Die Stimmung hat etwas Mystisches in sich! Bild: C, H. Odermatt
Das typische Halo weist auf Eisnadelwolken ingrosser Höhe hin.

Eine ganz andere Wolke:

AKW‘, mit ihrer Kondensationsfahne.

Der Mist dar abfällt muss auf Kosten der Steuer-zahler für einige 100’000 Jahre sicher gelagert werden – und alle freuen sich an der „sauberen“ Energie! Die Langentaler Segelflieger nützen das KKW Gösgen und dessen Aufwind vom Kühlturm aus, um nach einem längeren „Jura-Fräs“ die letzten Meter an Höhe zu gewinnen, um dann sicher nach Bleienbach gleiten zu können!

Aschewolken, wie sie beim Ausbruch eines Vulkans vorkommen, sind neben der Gefahr für

Wolke aus Vulkanasche – Foto: Swissinfo

die betroffene Bevölkerung auch gefährlich für Flugzeuge. Durch Ablagerungen an den Turbinenschaufeln können Triebwerke so stark beeinträchtigt werden, dass sie im Extremfall versagen. Luftfahrtunternehmenbzw. Flugsicherungen leiten die Maschinen heute grossräumig um.

Mit Sicht vom Birrfeld Richtung Norden, konnte man am 20. 06. 18 die Entwicklung deses Kolosses beobachten. Da die oberen Luftschichten trocken waren, blieb es beim Anblick. Schäden richtete dieser Cb nicht an. Foto: C, H. Odermatt

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Wolken sind nicht nur quasi undefinierbare komische Gebilde am Himmel. Sie haben auch eine regulatorische Aufgabe. Die Erde wird durch Reflexion der Sonneneinstrahlung durch die Wolken bis 12° C abgekühlt. Anders herum erwärmt sich das Klima um bis 7° C infolge Absorption der irdischen Wärmeabstrahlung (Ulrike Lohmann, Professorin  in experimenteller Atmosphärenphysik an der ETH Zürich).

Der Dichter sieht die Wolkengebilde mit seiner Brille:

Ergänzt am 12. 08. 18- odh

 


Unglück oder Katastrophe?

Würde das Schweizer Fernsehen mit seinen Fernsehreportern auf einem Schiff z.B. 100 Jahre Mittwoch feiern und würde das Schiff sinken, so wäre dies ein Unglück. Falls jedoch Sascha Rufer schwimmen könnte, wäre es eine Katastrophe! Wem will Sacha Ruefer, dieser kommt einem vor, als wäre er ein „Portionenploderi“, wohl was beweisen? Uns Zuschauern muss er nichts beweisen! Und uns gegenüber muss er sich auch nicht profilieren! Oder ist er etwa in eine „Profilierungsneurose“ verfallen?

Als die englische Fussballmannschaft der kroatischen unterlag, mag es für das Engländerteam und seine Fans ein Unglück gewesen sein. Für uns Schweizer ist jedoch Sascha Ruefer nicht nur eine Zumutung, sondern eine Katastrophe, ohne dass ein Schiff mit ihm untergehen muss…!

Immer wenn Ruefer im Spiel ist und es Alternativen gibt, schalten wir um! Das ARD berichtet weit angenehmer! Da muss ja wohl etwas nicht stimmen, sind doch die eher behäbigen und wortkargen Schweizer immer irgend wie in Konfrontation mit mit den Leuten aus dem „grossen Kanton“ und deren geschliffenen Sprache. Ruefer würde, gäbe es ihn noch, den Altbundesrat Kurt Furgler mit seiner scharfen Zunge übertrumpfen.

Ruefer trat  die Nachfolge von Bernard Thurnheer an. Seinem Vorgänger kann er jedoch das Wasser bei Weitem nicht reichen!

Sie könnten noch dazu lernen, die Sportjournalisten vom Leutschenbach!

Neben Rufer wäre Dani Kern der Ehrgeizige und Alleswisser zu erwähnen. Seine Ratschläge an die Spieler sollte er besser lassen! Es ist einfach, aus der Vogelperspektive das Geschehen zu übersehen. Von hier kann man hätte, wäre, würde, sollten usw. leicht überblicken. Die Spieler haben ein anderes Bild. Ihr Übersichtsniveau befindet sich 1, 6m +/- über dem Rasen. Spiele sind auch keine Bouquets oder mehr oder weniger schöne Blumensträusse. Und wenn, schon, sollten die Farben der Dresses der Spieler korrekt angegeben werden. Die Zuschauer sehen es selbst und farbig… Hat er einen Co-Kommentator neben sich, merkt man, dass es ihm überhaupt nicht behagt. Er muss aufpassen, der Nachbar könnte ja korrigierend eingreifen…. Wenn z.B. ein Ski-Crack als zweiter Sprecher anwesend ist gibt es Farbe in Kerns reportage. Muss er alleine reden, dann merkt jeder, wieviel Feinheiten er kennt! Und wenn dann mal etwas Ausserordentliches passiert, beginnt er ein Geschrei und Gelärm, dass man die Lautstärke praktisch auf Null stellen kann. Man hört ihn so noch, wenn das Fenster geöffnet ist!

Wechseln wir in die Formel 1. Michael Stäuble hat es drauf. Seine Reportage wäre nichts, könnte er nicht alles vom Monitor ablesen. Sämtlich Geschwindigkeiten gibt er mit drei Stellen hinter dem Komma an! wen der Kimi mit 212, 371 km/h unter wegs war und der Vettel sogar mit 212, 378 km/h, dann war letzterer wohl ein klein wenig schneller. Wieviel beträgt die Differenz? Und wie viele Meter wären dies? Auf Stäubles Pedanterie könnte ich verzichten. Ist Stäuble angesagt, schaue ich beim ORF Sport hinein, die machen es angenehmer und stehen nicht dauernd unter Profilierungsstress! Mit dem Paradiesvogel Rainer Maria Salzgeber, gehe ich weniger hart ins Gericht. Aus Jann Billeter kann noch etwas werden, vorausgesetzt, dass er nicht in rueferisches Fahrwasser gerät!

Niemand kann sein wie Beni Turnheer. Wer seine Arbeit selbstkritisch hinterfragt, kommt jedoch an erfolgreichen Beispielen nicht vorbei. Ich denke an Vico Rigassi, Sepp Renggli und Karl Erb und Hans Jucker!

Die „Ruefer’s“ behandeln ihrer Zuhörer wie Deppen, die ihrer Ansicht nach nicht in der Lage zu sein scheinen, selbst das Geschehen am  Bildschirm zu verfolgen. Das Geschehen zu begleiten ist eine edle Sache, wenn so viel wie nötig „geschnorrt“ wird. Weniger ist oft mehr! Das hat sich offenbar bei dieser Generation von Journalisten und Reportern noch nicht herum gesprochen. Die Dilettanten haben also noch persönliche Entwicklungsarbeit vor sich! Das übertriebene Ego werden sie wohl etwas zurück binden müssen! Es wird ihnen gutes Gelingen gewünscht!