Kategorie-Archiv: 08 Arbeitsmarkt

Gesundheitssystem bald vor dem Kollaps?


Deutschland: In Deutschland wird zu viel operiert – News.de.  Nur in Deutschland? Auch in der Schweiz gibt es Gruppen, die weniger unters Messer kommen. So haben Angehörige von Chirurgen signifikant weniger Gallenblasenoperationen und Frauen von Gynäkologen weniger Unterleibsoperationen als die übrigen, um nur zwei Beispiele zu nennen.
„(…) Doppelt so lange Wartezeiten beim Hausarzt wie bisher, eine katastrophale Versorgungssituation in Krankenhäusern sowie dramatisch überlastetes Personal: Dieses beunruhigende Szenario entwirft eine Studie zu dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel für das Jahr 2030, erstellt von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) und dem Darmstädter Wifor-Institut, einer Ausgründung des Lehrstuhls von Bert Rürup.  …
Pflegekräfte: Bis 2020 wird sich hier eine Lücke von mehr als 174.000 Krankenschwestern, Pflegern und Hilfspflegekräften auftun. Bis 2030 dürften es fast 480000 Kräfte zu wenig sein….)“ mehr lesen:
 
DBfK ….Wenn Frau Dr. Merkel glaubt, die Personalprobleme in der Pflege mit Hartz IV Empfängern lösen zu können, beweist sie damit nur, dass sie nicht weiß, wovon sie redet“, sagt Gudrun Gille, Präsidentin des DBfK. …
… Schon heute fehlen in allen Sektoren des Gesundheits- und Sozialwesens qualifizierte pflegerische Fachkräfte. Dies war seit langem absehbar, blieb aber politisch unbeachtet. Die Arbeitsbedingungen in der Pflege sind katastrophal. Pflegende sind überdurchschnittlich oft krank, sie sind ausgebrannt und verlassen den Beruf, den sie eigentlich lieben, da sich nicht mit der entsprechenden Qualität um die Pflegebedürftigen kümmern können. Durch die demographische Entwicklung steigt der Bedarf an pflegerischen Leistungen enorm an. Darauf gibt es derzeit politisch keine Antwort. Das Bundesgesundheitsministerium hat das Problem offensichtlich ebenso wenig erkannt wie die Kanzlerin. Das wird auch dadurch belegt, dass die Bundesregierung erst jüngst die Finanzierung der Kosten der Umschulung in einen Pflegeberuf gekürzt hat.

Financial Times Deutschland schrieb am 25. 02. 09: Slowakische Pfleger für deutsche Heime von Christine Maukel

„(…) Alte Menschen brauchen Hilfe, junge Leute brauchen Jobs. Internationale Interessen, der sich die sozialpädagogische Akademie im slowakischen Brezno angenommen hat.

Der durchschnittliche Deutsche ist 43 Jahre alt, in der Slowakei sind die Menschen im Schnitt acht Jahre jünger. Die alternde deutsche Gesellschaft braucht Pflegepersonal, während die vergleichsweise junge Slowakei Probleme hat, ihren Nachwuchs qualifiziert auszubilden.

Um daraus einen Gewinn für beide Länder zu machen, gründete das Europäische Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft (EBG) vor zwei Jahren im slowakischen Brezno eine sozialpädagogische Akademie. Dort werden derzeit 120 Schüler zu Pflegern, Erziehern und Sozialarbeitern auch für deutsche Pflegeheime ausgebildet.

„Wir werben damit, dass die Absolventen später in Deutschland arbeiten können“, sagte EBG-Projektleiterin Christa Kunze. Die Akademie wird komplett vom slowakischen Staat finanziert, gelehrt wird überwiegend nach nationalem Curriculum. Ein Drittel des Lehrplans kann die Akademie jedoch selbst gestalten.

Um die Schüler für den deutschen Markt zu qualifizieren, werden zusätzlich medizinische Inhalte vermittelt, die auch Bestandteil der deutschen Ausbildung sind. Dazu lernen alle Schüler von Anfang an Deutsch und absolvieren im dritten Jahr ein Praktikum in Deutschland, das ihnen das EBG vermittelt. Mit der Ausbildung erwerben die Absolventen gleichzeitig das Abitur, sodass sie später auch in Deutschland studieren können.)“

Die Frage sei gestattet: Wie lange dauert die dargestellte Win-Win-Situation?

Als ob kranke Menschen nur noch ein Produktionsfaktor wären…

Die Berater kommen – jeder auf seine Weise:

Management by Helikopter: Schnell eintreffen, viel Staub aufwirbeln und schnell wieder verschwinden. 

„(…) Die Gesundheitsbranche ist Deutschlands Arbeitgeber Nummer eins. Und laut der McKinsey-Studie „Deutschland 2020“ könnte der Sektor ein noch stärkerer Wachstumsmotor werden. Das Gesundheitssystem aber krankt: Deswegen sollen Versicherte mehr Leistungen selber bezahlen, empfehlen die Berater. Mehr in WELT ONLINE: … Wie die Gesundheitsbranche Jobmaschine wird…

 
„(…) Den größten Handlungsbedarf sieht McKinsey bei der Finanzierung des öffentlichen Gesundheitssystems. Um das Kostenproblem zu lösen, fordert die Beraterfirma dem Bericht zufolge unter anderem, die Bürger bei der Finanzierung ihrer Gesundheit stärker als bislang in die Pflicht zu nehmen. …)“

Die Bürger werden „in die Pflicht“ genommen. Sie müssen dafür sorgen, dass Spitaldirektoren und Chefärzte Gehälter bekommen, wie sie in der Finanzbranche üblich sind. Die ethischen Aspekte des Respekts und des Wohlwollens der Gesellschaft gegenüber den kranken Menschen wird der Gewinnmaximierung geopfert. In einer Zeit, wo selbst Wissen nur noch als Ware begriffen wird, wird selbst der Mensch auf eine „Ware“ reduziert.

Management by Cowboy: Alles abgrasen und dann weiterziehen.

McKinsey & Co betreiben nichts anderes als einen Berater-Kapitalismus. Ziel ist die Wertschöpfung. Die Organisation dafür könnte gut und gerne solcher von organisierter Kriminalität entliehen sein. Ziel ist nicht die Optimierung der Abläufe, der Produktion. Ziel ist die gewaltsame Kontrolle der Wertabschöpfung. Dies erfordert ein grosszügiger Ausbau dieser Kontrolle.

Management by Zitronenpresse: Mit genügend Druck lässt sich immer noch etwas mehr heraus holen. 

Die von den Beratern empfohlenen und eingeführten Kontroll- und Überwachungsmassnahmen führen zu grossem Druck auf die Arbeitnehmenden. Die Beratungs- und Überwachungskosten werden erhöht, um die Löhne der Arbeitnehmenden effektiv zu senken (zu drücken!)! Man wird zwar insgesamt mehr Leute beschäftigen. Doch wenn damit erreicht wird, dass der Lohn auf den Ausgangslohn wesentlich gesenkt werden kann, z.B. 35% und die „Aufseher“ auch auch nur 35% der Arbeitnehmenden bekämen, hätte man 17,5% Lohnkosten gespart – die Berater leben gut dabei!.

Es wird flachen Hierarchien das Wort geredet, während gleichzeitig Berater überhand nehmen! Den Eindruck, es gelte: „Bürokratie ist schlecht, mehr davon ist besser“, wird man kaum los! Und hat ein Beraterteam die Ziele verfehlt, kommt das nächste, die Klinke ist noch warm. Man spricht einfach nicht darüber…

Zu Ende gedacht: Die Bürger kommen vermehrt unter den Einfluss einer imperialen Dienstleistungsökonomie. Diese garantiert Wertschöpfung (für wen?). Lobbyisten, Marketingspezialisten, Anwälte, die ganze Beraterindustrie – das sind die modernen Wachstumsgebiete!

Was kaum gesagt wird: Was die Berater schon alles verbockt haben, kommt in keiner Rechnung zum Ausdruck. Aber hin und wieder merken es auch die Dümmsten! Die Swissair wurde buchstäblich bis in den Bach hinunter beraten. Griechenland liess sich bis zum RUIN beraten. Dabei stand die amerikanische Bank Goldmann & Sachs der griechischen Regierung Pate, als es darum ging, die Bilanz zu „tunen“ (frisieren). Die Finanzwelt hat es einmal mehr geschafft, eine Krise herauf zu beschwören, die letztlich die Bürger treffen.

Für die Schweiz hat dies wohl sehr einschneidende Auswirkungen. Im Gesundheitswesen zeichnet sich wie in anderen Wirtschaftszweigen vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung (Überalterung) ebenfalls ein Fachkräftemangel ab. Zu einem Teil ist dieser sogar selbst verursacht. In den Pflegeberufen hat man die höchste Stufe im sekundären Niveau (Diplomniveau II) ohne weiteren Massnahmen in das terziäre Niveau angehoben.  Fachleute welche mit der AKP-Ausbildung (3- oder 4-jährig!) und der Aneignung der „Fünf Funktionen“ Anspruch auf das Diplomniveau II hatten, sind nun im terziären Niveau mit der Bezeichnung HF, Höhere Fachausbildung, anzutreffen. Wem man Status gibt, der verlangt diesen auch. Inzwischen sind sich viele im Klaren, dass die dreijährige Ausbildung zur Fachangestellten Gesundheit jene der DII nicht abzudecken vermögen. Nach wie vor fehlen Schulen, die genügend HF ausbilden und jene die DII anboten, sind inzwischen geschlossen worden. Versorgungsknappheit ist momentan „nur“ regional zu beklagen und die Überlastung des Personals hält sich (noch) in Grenzen. Der Subventionstopf und der Futtertrog des Staates stellen „noch“ unversiegbare Quellen dar. Sie werden dauernd übernutzt. Möglich ist dies u.a., weil noch immer Vertragszwang mit den Krankenkassen herrscht, alle von Wettbewerb reden, wo es diesen gar nicht gibt. Die Schweiz leistet sich eine der höchsten Ärztedichte weltweit. Allerdings zeigen Abnützungserscheinungen auf, dass auf eine Grenze hin gesteuert wird. Bis 2020, glaubt man den Wahrsagern, werden bis 80’000 Pflegekräfte zu suchen sein. Allein 60’000 davon werden in Pension gehen – keine Kleinigkeit!
„(…) Erhält in der Schweiz ein Arzt die Zulassung für eine Arztpraxis, müssen die Krankenkassen mit ihm abrechnen, egal ob er nun billig oder teuer behandelt. … Würde der Vertragszwang für Krankenkassen aufgehoben, könnten die Kassen selbst entscheiden, mit welchen Ärzten sie zusammenarbeiten wollen. …)“
Aufhebung des Vertragszwangs: dafür fehlt der Mut und wo dieser vorhanden wäre, wird er durch Lobbyisten abgewürgt.
 
Anstelle des Vertragszwangs sollte mehr in Qualität investiert werden.
 
41 medizinische Behandlungsfehler
Die Zahl scheint gering zu sein. Aber in Relation zur Stichprobe von 81 sind dies 50.6%! Man ist sich einig. Der Mensch ist keine Maschine. Doch eine Ausschussquote von über 50%, ermittelt mittels statistischer Methoden, würde auf dem Markt, in der Produktion und im Handel eine Rücksendung an den Absender bedeuten (Lieferant, Hersteller, …).
Bei der Stichprobe handelt es sich um eine Teilmenge einer Grundgesamtheit. Schon die  Zündhölzli-Fabrikanten wussten, dass er keine Vollkontrolle des Produkts vor der Auslieferung geben konnte –  jedes einzelne hätte probiert müssen…!

 

(sda) · Im Jahr 2010 hat die aussergerichtliche Gutachterstelle der FMH bei 41 von 81 überprüften Fällen Behandlungsfehler festgestellt. In etwas mehr als der Hälfte dieser 41 Fälle wurde ein Zusammenhang zwischen dem Fehler und einem Gesundheitsschaden festgestellt. Bei den anderen Fällen wurde zwar ein Fehler bei der Diagnose oder der Behandlung entdeckt. Er führte jedoch nicht oder nicht zwingend zu einem Gesundheitsschaden, wie aus dem Jahresbericht der FMH-Gutachterstelle hervorgeht, der in der neuen «Ärztezeitung» publiziert ist. (gefunden in der NZZ v. 23. 06. 11)

Da die Kontrollfunktion eine eindeutige Führungsfunktion ist, scheint es Führungesprobleme zu geben! Jeder Chef kann Arzt sein, aber nicht jeder Arzt Chef, obwohl man oft den Eindruck hat!
 
Zurück zu den Pflegeberufen! Das Dilemma: Die Ausbildungsstätten werden den Bedarf nicht abzudecken vermögen. Und, der Zustrom aus dem Norden, wo man sich bisher bequem eindecken konnte, wird drastisch zurück gehen. Man wird ausweichen müssen. Das hat wenigstens den Vorteil, dass nicht mehr nur eine Nation bevorzugt wird, und andere auf eine Art diskriminiert werden!
 
Handeln bevor der Notstand entsteht! – Mögliche Massnahmen:
  • Teilzeitpensen erhöhen (50% als unterstes Minimum)
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Abschaffung, allenfalls massive Reduktion der geteilten Dienste besonders in der Pflege
  • Mittels geeigneter Massnahmen, die Personalerhaltung fördern.
  • Arbeitsabläufe optimieren
  • Führungskompetenz erhöhen
  • Erhöhung der Berufsverweildauer durch erhöhte Attraktivität! Wer über das Pensionierungsalter hinaus arbeiten will, dem soll dies unkompliziert ermöglicht werden! 
  • Erhöhung des Erwerbsvolumens (Erwerbstätigenquote, Beschäftigungsgrad, Erwerbsunterbrüche von Müttern) der ausgebildeten Pflegefachkräfte 
  • Koordination von Ausbildungen (alle Betriebe beteiligen sich an den Ausbildungskosten, Vermeidung von „Trittbrettfahrern“, bedeutet, auch die privaten Unternehmen an der Ausbildung zu beteiligen).
  • Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf speziell für Frauen
  • Erhöhung der Anzahl auszubildender Pflegefachkräfte  => siehe auch Medienmitteilung: Nationaler Versorgungsbericht für die Gesundheitsberufe veröffentlicht, 11.12.2009
  • Das wichtigste aber muss sich die Führung verinnern: Nur gesunde Arbeitnehmer sind leistungsfähig. Respekt vor den Mitarbeitenden und das echte Interesse an Ihnen muss täglich gelebt werden.
  • Fluktuation auswerten und dem Kader periodisch vorlegen. Ziel: tiefere Fluktuation
  • Hauptpunkt: Gesamtreorganisation des Gesundheitswesens
  • mehr Ausbildung im eigenen Land, weniger Fachkräfte-Importe = weniger Völkerwanderung!
  • Mehr kompetente Führung, weniger Berater
  • Dem Volk sei nahe gelegt: gesund leben!
Was für die Schweiz und für Deutschland gilt, ist auch für Europa gültig! => Europa droht Personalmangel im Gesundheitswesen > Kleine Zeitung
 
Es scheint, dass die Strategien von einigen Tausend EURES-Beratern umgestellt werden muss. Anstatt die totale Mobilität, also eine moderne Völkerwanderung zu steuern, um europapolitischer Personenfreizügigkeit das Wort zu reden, werden die Anstrengungen dahin zu leiten sein, eigenes (inländisches) Humankapital nicht zu verschleudern. Denn dies würde Schädigung der eigenen Volkswirtschaft bedeuten! Betroffen vom Vorwurf wären dann zumal Institutionen wie die Zentrale Arbeitsvermittlung in Deutschland.
 
Es kommen weitere Kosten auf die Bürger zu: Die Politikerin Ruth Humbel meinte wörtlich, der geringere Administrativaufwand allein rechtfertige die Erhöhung der Krankenkassen. Ausserdem müssem man sich an weiter steigende Prämien und Gesundheitskosten gewöhnen… Kinderlose sollen Kinderprämie bezahlen. Kosten sollen die Verursacher bezahlen! Die Lobbyistin verlangt höhere Prämien für vereinfachte Abläufe! Das ist doch eine dreiste Frechheit!
 
Nun, die Hausärzte legen Lohnforderung auf den Tisch. Das kann man sogar nachvollziehen. Der Bundesrat geht aber davon aus, dass dem Bürger dafür das nötige Geld aufbringen werden! Wenn die Hausärzte im Vergleich zu ihren Kollegen an den Kliniken zu schlecht wegkommen, wäre auch die Frage angebracht, ob diese in den Kliniken nicht zu gut wegkommen! Anstatt, wie es in der Industrie dauernd passiert, die Betriebe auf Effizienz zu trimmen, zieren Forderungen an die Finanzen den politischen Himmel. Der Bundesrat wäre gut beraten, die Angelegenheit unter dem Aspekt der Kostenneutralität zu behandeln, den einen etwas mehr, den anderen etwas weniger! Aber er wird sich hüten, sich mit den Ärzten  und deren Lobbyisten anzulegen.
 
Im Wahljahr melden sich Politiker für eine Lösung. Nur, mit Wollen allein ist noch gar nichts erreicht => Politiker wollen Löhne der Chefärzte halbieren.
Und jetzt ist auch noch der Ständerat umgekippt! Die zusätzliche Belastung trifft den Prämienzahler, weniger den Steuerzahler!
„(…) BERN – Im Einklang mit dem Nationalrat hat der Ständerat am Mittwoch (15.6.11) seine eigene Vorlage gegen den befürchteten Prämienschub wegen der neuen Spitalfinanzierung beerdigt. Einmal mehr kritisierte er aber die Kantone, die Lasten zugunsten der Steuerzahler verschieben. …)“ => mehr
Ein Advokat des Teufels würde es etwa so sehen: Es scheint, dass  sich niemand an den grossen Brocken „Gesundheit“ wagt. Und es scheint, dass Umverteilen wichtiger ist, als nachhaltige Massnahmen. Es werden Neuerungen eingeführt, die mehr als die bisherigen kosten! Niemand weiss, ob die Volksgesundheit dadurch besser wird!  Die Spitalfinanzierung, die Finanzierung der Pflege und DRG, alles führt zu mehr Kosten. Von der Industrie ist man sich gewohnt, dass Kosten minimiert werden. Etwas böse ausgedrückt: Müsste das Gesundheitswesen Autos bauen, wäre dies der beste Beitrag an den Umweltschutz. Die Autos würden nämlich so teuer, dass sich kaum jemand ein solches leisten könnte.
 
Definition: Arzt „= Jemand, der für das kassiert, was Gott geheilt hat.“ (Zitate: aus Spanien) Daraus folgt: Würden die Leistungen, welche die Selbstheilung betreffen von den Gesamtkosten abgezogen, hätten wir ein schlankes, effizientes Gesundheitswesen.
 
Das Gesundheits- und Sozialwesen gleichen einem Ballon respektive einer Blase. Ballone brauchen bis zur Landung einen bestimmtem Anteil an Ballst. ist dies nicht der Fall wirds schwierig! Blasen haben die Eigenschaft, dass sie gelegentlich platzen. Die Blase Gesunheitswesen ist dank staatlicher Unterstützung relativ robust. In den letzten drei Jahren sind Gesundheits- und Sozialwesen um fast 50’000 Stellen gewachsen! Eine stattliche Zahl! Das Gesundheitswesen alleine beschäftigt mehr als eine halbe Million Menschen! Es macht nicht den Anschein, dass der medizinische Fortschritt arbeitssparend wirkt! Man gibt vor, dass die zunehmende Alterung mehr Personal verlange. Nimmt man sich aber die Mühe, den Zuwachs zu analysieren, so wird der Hauptanteil in der wachsenden Bürokratie zu finden sein!
Zur Anschauung: Wenn zwei Spitäler fusionieren oder wenigstens so tun als ob, dann werden Ressourcen frei gelegt. Es wird nur noch ein Direktor, eine Leitung, ein Ökonom, ein Rettungsdienst (mit doppelt so vielen Leuten…!) usw. benötigt. In der Folge wird im Pflegbereich eine ganze Station geschlossen. Wer glaubt, dass die Räumlichkeiten ausgeräumt und quasi hermetisch abgeriegelt werden, der sieht sich getäuscht. Kaum sind die Betten entfernt, übernimmt die Bürokratie den freien Boden. Plötzlich sind Schreibstuben entstanden, dass einen das Gefühl beschleicht, man befinde sich in einer staatlichen Tintenburg!
Wer als Schulabgänger Medizin studieren will sieht sich zwei Hürden gegenüber: dem Numerus clausus und den importierten Medizinern aus dem Ausland. Es ist kurzfristig kostengünstiger, im Ausland zu rekrutieren, als im Inland selber auszubilden! Ist dies nicht absurd?
Im Gesundheitswesen wird viel von Markt, Wettbewerb und von gesunder Konkurrenz geredet. Je mehr davon geredet wird, umso weniger ist davon vorhanden! Warum? Nun, die viel gepriesene freie Marktwirtschaft ist eine Fata Morgana, die die Köpfe täuscht. Die Realität entspricht einer perfektionierten Planwirtschaft. Am Ende der Rechnungsperioden deckt der Staat das Defizit. Einige machen es ganz schlau. Sie berechnen zuerst alle Kosten und alle Wünsche. Dann schlagen sie noch eine Sicherheitsmarge drauf. Nun wird ein „Globalbudget“ ausgehandelt. Wird dieses unterschritten, darf über einen Teil des „Gewinns“ selber verfügt werden. Da das zu erwartende Defizit schon eigerechnet ist, wird keines ausgewiesen werden müssen. So hat der Staat im Voraus den Fehlbetrag finanziert. Wen wunderts, wenn die Prämien für die Krankenkassen dauernd überproportional zur Teuereung und zur BIP-Entwicklung ansteigen? Jene die an den Hebeln sitzen tun deswegen nichts dagegen, weil sie sich selebr einschränken müssten. So lässt man dem Raubzug auf die Prämienzahler einfach freien Lauf.
 
Viele in der Industrie und im Dienstleitungssektor tätigen arbeitslos gewordene Betriebsberater, Organisationsberater und -entwickler haben längst das Gesundheitswesen entdeckt. Sie wenden ihre zum Teil fragwürdigen Methoden hier an. Nach aussen sichtbar, heben sie die Patienten zu Kunden umbenannt. Kundenbetreuung, Kundengewinnung, Kundenbindung … sind nun Begriffe, die sich vermehrt verbreiten. Nur ist ein Patient kein Kunde! Der Kunde kann den Lieferanten selber auswählen. Der Patient kann dies nur beschränkt. Der Kunde kann die Leistungen aushandeln, der Patient kann dies nicht. Der Kunde kann um den Preis feilschen oder einen Rabatt aushandeln, der Patient kann es nicht. Der Kunde kann ein Erzeugnis oder ein Produkt zurück geben, wenn die Qualität nicht stimmt. Der Patient kann dies nicht. Es versuche jemand der pro Jahr für über 10’000 Franken Medikamente benötigt, einen Mengenrabatt zu bekommen! Berater, die ihr Unwesen in der Finanzbranche oder in der Industrie trieben, sind im Gesundheitswesen meist an der falschen Adresse – deshalb, weil sie die Materie nicht verstehen.
 
Tagesanzeiger, 7. Apr. 2011 Die neue Spitalfinanzierung bringt für den Kanton Mehrkosten von 255 Millionen Franken pro Jahr. Mit einer Steuerfusserhöhung von 5 Prozent könnte das aufgefangen werden. Doch SVP, FDP und GLP winken ab. mehr =>  …Regierung will Steuern erhöhen…
 
Tagesanzeiger, 29. 4. 11 … Die Gesundheitskosten sind im Jahr 2009 auf 61 Milliarden Franken gestiegen – 4,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Pro Einwohner sind das monatlich 653 Franken. Nach Angaben des Bundesamts für Statistik machten die Gesundheitskosten ganze 11,4 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) aus – so viel wie noch nie zuvor. mehr =>So teuer ist das Schweizer Gesundheitswesen ….
und dann noch dies: Pflegende prangern Zustände in Spitälern an In einem Schwarzbuch sprechen Spitalangestellte von prekären Arbeitsbedingungen. Dies kann sogar nachvollzogen werden. Schliesslich ist es nicht neu, dass der Druck nach unten durchgereicht wird. Einmal mehr beissen die Hunde die Letzten.
 
Ungemach kommt noch von ganz anderer Seite: Das Gesundheitswesen der Schweiz scheint von den Mitgliedern der Krankenkassen und der öffentlichen Hand derart gut finanziert zu sein, dass es falsche Anreize schafft. => Der Spital-Chef, der mehr als der Gesundheitsminister verdient 
„(…) Die Hirslanden-Gruppe verteidigt gegenüber der «SonntagsZeitung» das hohe Salär ihres Direktors. Es entspreche marktüblichen Konditionen für vergleichbare Unternehmen auf internationalem Niveau, sagt Sprecherin Alenke Ambroz. So stehe Wiesinger 14 Kliniken vor, die über eine Milliarde umsetzen würden.  …)“
Hirslanden – Der Vergleich mit dem internationalen Niveau kennt man von der Finanzbranche. Der Direktor könnte den Versuch machen und sich im Ausland bewerben. Vielleicht würde er seinen Marktwert sehr schnell erkennen! In den 27 EU-Staaten fiele er nirgends auf rosigen Boden! Er könnte die Tour z.B. in Rumänien, Litauen oder Bulgarien starten.
 
Ungemach wird wohl auch von der Einführung von DRG kommen. Die Erfahrungen aus Deutschland zeigte, dass der Druck auf das Pflegepersonal massiv erhöht wurde. Kein Wunder, denn es wurden ca 30’000 Pflegefachleute abgebaut worden!
 
Einmal mehr ist in der Schweiz alles anders, hört man auf die Befürworter. Kritiker allerdings reden von einem „gesundheitspolitischem Bevölkerungs-Experiment“, so Christian Hess, Chefarzt Innere Medizin am Spital Affoltern.  Mehr: «Arena»: …Führen Fallpauschalen zu «blutigen Entlassungen»?…
 
Die Baselbieter Regierung rechnet aufgrund der neuen Spitalfinanzierung mit rund 90 Millionen Franken Mehrkosten für den Kanton pro Jahr. => Badische Zeitung: …Teure Gesundheit…
 
Zitate: „Der beste Arzt ist die Natur, denn sie heilt nicht nur viele Leiden, sondern spricht auch nie schlecht von einem Kollegen.“
Ernst Ferdinand Sauerbruch (1875-1951), dt. Chirurg  
 
„Der Arzt hat in den Augen des Kranken ein dreifaches Gesicht: das eines Engels, wenn er ans Krankenbett tritt, das eines Gottes, wenn er geholfen hat, und das eines Teufels, wenn er die Rechnung schickt.“
Ernst Ludwig Heim, dt. Mediziner 
 
Aus dem personalblog:

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Das Finanzblog von Stephan Marti wird wärmstens empfohlen!


Kapuziner – Mönche gesucht


Nicht nur die „reale“ Wirtschaft leidet unter Fachkräftemangel! Es ergeht der Bodenorganisation des lieben Gottes in dieser Sache um keinen Deut besser – trotz immer mehr Menschen auf diesem Planeten!

Die weltweite Vernetzung bietet heute für die Lösung von Problemen eine Flut von Möglichkeiten an. Noch nie war die Informationsflut so umfassend wie heute – und sie nimmt noch zu. Individualismus und Egoismus  wachsen zusehends. Kein Wunder, dass vielen, der Blick fürs Eigentliche, fürs Wesentliche abhanden gekommen ist. „(…) Das Eigentliche ist unsichtbar …)“ Der Durchblick ist getrübt und die Übersicht eingeschränkt. Wir wollen nicht mutmassen, ob der Datenmüll und die „Verschmutzung“ durch Funkwellen mit ein Grund dafür sind.

Der Kapuzinerorden hat einen Personalengpass. Die Brüder werden immer weniger. Auf dem unüblichen Weg via Stelleninserat soll der Nachwuchs gesichert werden. Statt überschwenglichem Saläir wird lebenslange „Anstellung“ angeboten. Spiritualität und Gebet sind die Gegenleistung für die Arbeit – „ora et labora“ – bete und arbeite. Dies ist der Grundsatz der Benediktiner.

Die Grundsätze der Arbeit der Missionszentrale der Franziskaner orientieren sich an der Ideenwelt des heiligen  Franziskus von Assisi. Die Items lauten:

  • Solidarität mit den Armen und Ausgegrenzten
  • Bewahrung der Schöpfung (Ökologie)
  • Basisdemokratie
  • Dialog der Religionen und Kulturen

 

Der Kapuziner Orden hat mit Personalproblemen zu kämpfen.
Bild: KEYSTONE/AP

Es werden neue Wege eingeschlagen! Da auch eine bisherige Berufsausbildung ausserhalb des Klosters als Option möglich ist, müsste nur noch die Möglichkeit der „Heimarbeit“ in Erwägung gezogen werden…

mehr=> Tagesanzeiger: …Mönche dringend gesucht…

Kapuziner werden

 Der Weg in den Orden

 Unser Leitbild

 Angebote für Interessierte

 Agenda

Die Vision kann sich erfüllen – sie müssen lediglich den ersten Schritt wagen! Kontakt mit:  Damian Keller. Tel.: 0041 27 922 47 72, Mail: damian.keller@kapuziner.org  

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Antoine de Saint-ExupéryAntoine de Saint-Exupéry (Werk: Der kleine Prinz!)

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. 

klprinz2.jpg (12980 Byte)

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Beachten Sie das Finanzblog von Stephan Marti! passend:

  … Der Mensch lebt nicht vom Geld allein …


Verlangsamter Aufschwung im Schweizer Stellenmarkt


Erfreuliches vom Arbeitsmarkt:

Im zweiten Quartal 2010 hat das Stellenangebot in der Schweiz um 10% zugelegt. Die Ende letzten Jahres erstmals feststellbare Erholung setzt sich fort, hat aber an Schwung verloren.

  • Lateinische Schweiz weiterhin im Hoch
  • Stärkstes Wachstum in der Grossregion Zürich
  • Unternehmenswebseiten mit grösstem Zuwachs
  • Methode und Datenbasis

Mehr: => … Universität Zürich, Stellenmarktmonitor Schweiz …

Was auch zu beachten ist:

„(…) Der kräftige Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Neunzigerjahren hat viele Arbeitsmarkbe-obachter und nicht zuletzt auch die Arbeitsmarktbehörden überrascht. Innerhalb von nur vier Jahren schnellte die Zahl der registrierten Stellensuchenden auf das Zehnfache ihres Ausgangsniveaus von 1990. Um diesen starken Anstieg der  Arbeitslosigkeit zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die Entwicklung vor 1990. Dabei können zur Erklärung statistische, ökonomische und soziologische Faktoren identifiziert werden. …

… Das Ziel der AVIG-Revision9 ist es, die finanzielle Situation der Arbeitslosenversicherung längerfristig zu sichern und damit die Institution zu stärken. Wie der vorliegende Beitrag zeigt, ist eine starke Arbeitslosenversicherung für die Schweiz heute, trotz guter Arbeits-marktperformance, wichtiger denn je.

Mehr: => seco: Arbeitslosigkeit in der Schweiz: Was passierte in den Neunzigerjahren?

Haben schlaue Politiker die ALV absichtlich dem Messer ausgeliefert um wegen dem Argument der Konkurrenzfähigkeit die Abgaben gering zu halten? Es sind weitgehend die Arbeitslosen, welche die Zeche bezahlen werden!

Leider findet das Thema der Ausgesteuerten wenig Aufmerksamkeit. Aber wie finanzieren Sie ihren Lebensunterhalt?

 

Quelle: Die Situation der Ausgesteuerten in der Schweiz 

Wegen den Missbräuchen in der IV werden Leistungen gekürzt und in Frage gestellt. Viele private Helfer werden also noch mehr gerupft, sofern sie dazu in der Lage sind. In Anbetracht der überdurchschnittlich angestiegenen Löhne in der Führungsetage, darf von dort mehr Solidarität erwartet werden.

In der Führungsetage, vorab im Finanzsektor, wird jeweils auf gleich lange Spiesse im internationalen Vergleich hingewiesen. Dass dies nur Schönrederei ist, ist ein anderes Kapitel. Die Gefahr ist gross, dass bezüglich der Behandlung der Arbeitslosen ebenfalls auf gleich lange Spiesse hingewiesen werden wird. Brauchen wir griechische Verhältnisse?

„(…) Viele Griechen müssen sparen: … Die rigiden Sparmassnahmen der griechischen Regierung wirken sich auf fast alle Lebensbereiche aus. Griechinnen und Griechen sind gezwungen, den Gürtel enger zu schnallen. Davon betroffen sind vor allem jene, die wenig verdienen. Viele Rentner haben Mühe über die Runden zu kommen…)“ Mehr: = > «Die Krise führt in einen Teufelskreis» (International, NZZ Online)

Sicher hat die südländische Mentalität vieles falsch gemacht. Aber die griechische Regierung wurde „clever“ beraten derweil auf den sich anbahnenden Bankrott von den gleichen „Beratern“ gewettet wurde! Dieses Kapitel steht vermutlich auf der Ethikliste ganz weit hinten und klein gedruckt…! =>Tricksen und kassieren (Startseite, NZZ Online)

Das passt wohl:

„(…) New York – Mehrere Topmanager der US-Großbank Goldman Sachs haben in dieser Woche Aktienoptionen zu Geld gemacht und dabei Millionengewinne eingestrichen. Goldman-Chef Lloyd Blankfein löste mehr als 90.000 Optionen ein und machte einen Bruttogewinn von 6,1 Millionen Dollar (umgerechnet 4,8 Millionen Euro), wie aus am Freitagabend veröffentlichten Unterlagen der US-Börsenaufsicht SEC hervorging.

Goldman-Präsident Gary Cohn machte einen Gewinn von knapp fünf Millionen Dollar, Finanzchef David Viniar kam auf ein Plus von 4,5 Millionen Dollar. Quelle

Es war Godmann Sachs, welche die griechische Regierung beraten hat… In Ungarn hat sie auch die Finger im Spiel.

Oder wollen wir rumänische Verhältnisse? Ein Beispiel, stellvertretend für viele andere: ROM Telecom hat vor Jahren Angestellte über 50 generell rausgeschmissen, den Service zusammengestrichen und nur noch auf den Gewinn geachtet, mit absehbaren Folgen für die Kunden. Dass die Entlassenen aber ein Arbeitslosengeld von 80% für max. 6 Monate erhalten und dann Schluss mit Leistungen ist, kann wohl nicht ein nachahmenswertes Ziel sein!

Wie über die Vorlage über die ALV abzustimmen ist, wird man sich wohl gut überlegen müssen! 

Die ALV-Vorlage gehört bekämpft. Oder sollen künftig die Kantone und Gemeinden pro Jahr, nach seco mit 100 Mio Franken, nach den Gemeinden mit 200 Mio Franken zusätzlich belastet werden, weil die Zahl der Sozialhilfeempfänger  erheblich ansteigen wird? Die Wahrheit betreffend 100 oder 200 Mio liegt eher bei 200 Mio Franken pro Jahr! Anstatt die lächerliche Anpassung von 0,2 % der Beiträge sollten dies wie auch schon anstatt wie jetzt 2, künftig 3 Prozent betragen. Die höheren Einkommen sollten nach gleichem Nassstab wie bei der AHV belastet werden, denn je höher der Verdienst ist, desto unbedeutender ist  für sie der Beitrag! Hier haben die Bosse noch nie auf gleich lange Spiesse hingewiesen… :-).

Ein Volk, welches wöchentlich 4 Stunden und mehr als die übrigen Europäer arbeiten, verdient etwas besseres! Gleich lange Spiesse würde bedeuten, die wöchentliche Aerbeitszeit auf mindestens 39 Stunden zu senken – ein undenkbarer Zustand, wenn man bedenkt, dass dadurch noch mehr Arbeitskräfte anzusaugen wären, die später zu sozialisieren wären, wenn „sie es nicht mehr bringen“ oder wenn man deren Arbeitsplätze, ohne sie mit zu nehmen, in ein Tieflohnland verschoben hat…

Es ist die Arbeitgeberschaft, welche die meisten Arbeitslosen schafft. Ist die Nachfrage kurzfristig gut, wird ohne langfristig zu denken der Arbeitsmarkt für ausländische Arbeitskräfte geflutet. Tritt das Gegenteil ein, soll der Staat schauen wie die Überzähligen ihr Dasein fristen. Bei der nächsten grösseren Nachfrage wird erneut geflutet, ohne dass die früher Entlassenen nochmals eine Chance hätten… Daher die einfache Formel: wr befiehlt, bezahlt! das Volk befiehlt nicht!

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Klicken Sie auch auf das Finanzblog von Stephan Marti


Zu wenig oder falsch Ausgebildeter Nachwuchs?


Wo ein Wille ist, findet sich ein Weg! – Es fragt sich: Wessen Wille?

«Die klassische KV-Lehre garantiert heute keine Stelle mehr» – oder: „Wer einen Esel an die Universtät Mozarteum nach Salzburg schickt, kann nicht erwarten, dass daraus ein Mozart wird!“ Klare Worte, die u.a.  auch im Gesundheitswesen beachtet werden sollten!

„(…) Angebot und Nachfrage passen da nicht mehr zusammen. Man bildet Leute in Berufen aus, die im Markt deutlich weniger gefragt sind als früher. Das schafft Arbeitslosigkeit, weil es zu viele qualifizierte Lehrabgänger gibt. Die klassische KV-Lehre etwa garantiert heute keine Stelle mehr – trotzdem werden Lehrlinge en masse ausgebildet. Ganz anders in der Pflege: Heute fehlen 20 000 Pfleger und Pflegerinnen, und bis 2030 gehen 250 000 (od: ?) in Pension. Und im Rest Europas sieht es nicht besser aus. Da müssen Leute ausgebildet werden, und dazu muss die Ausbildung reformiert werden.

Das ist doch passiert: Heute ist die Ausbildung akademischer. Stimmt, aber genau da liegt das Problem. Es kann doch nicht sein, dass man für pflegerische Aufgaben einen akademischen Abschluss braucht. Die Pflege ist wichtig, und es braucht qualifizierte Leute. Aber Akademiker? Entschieden haben das Leute, welche die Betroffenen, also die Pflegenden, nicht gefragt haben. In diesem Beruf braucht es Praktiker und nicht Theoretiker. Aber die Theorie steht in der Ausbildung im Vordergrund. Da müssen Sie sich nicht wundern, wenn niemand mehr pflegen will.

Das Image ist ein entscheidender Faktor, aber mit einer Akademisierung der Ausbildung ändern Sie noch kein Image (Anm. odh: Es kommt darauf an, was den Leuten über Jahre hinweg ab dem ersten Tag der Ausbildung erzählt. wird..!). Das Gesundheitswesen hat es verpasst, Schüler, Eltern und Lehrkräfte über Berufsbilder zu informieren.

Das Lohnniveau an sich ist in der Pflege nicht tief. Es ist tief, wenn man die Intensität der Arbeit und die unregelmässigen Arbeitszeiten beispielsweise mit denjenigen einer KV-Stelle vergleicht.

Aber worum geht es denn im Beruf ? Um Berufung, nicht um Lohn. Wenn man Jugendlichen rechtzeitig aufzeigt, worum es beim Pflegeberuf geht, bin ich überzeugt, dass der Spassfaktor, in diesem Beruf arbeiten zu können, wichtiger ist als der Lohn.

Das Dilemma in den Pflegeberufen hat auch mit wenig attraktiven Arbeitsbedingungen zu tun. Die geteilten Dienste lassen die Arbeitstage sehr lange werden! Warum wird daran festgehalten? Ein Pflegedienstleiter mit Durchblick erklörte dazu: „Es ist die kostengünstigste Variante aus betrieblicher Sicht!“

Ein anderer Pflegedienstleiter, an dessen Durchblick gezweifelt werden darf erklärte, auf Überbelastung wegen Personalmangel angesprochen: „Ich bin nicht fürs Personal da, sondern für das Wohl der Bewohnenden!“ Schönes Wohl, wenn er jenen, die direkt am Wohl beteiligt sein sollten, den nötigen Support vorenthält und für die erforderlichen Randbedingungen nicht sorgt. Als Kompensation macht er sich mit „scheinwissenschaftlichen“ Experimenten wichtig… Derweil es die Spatzen von den Dächern pfeifen: Grosse Fluktuation, vergleichbar tiefere Löhne, Unzufriedenheit bei den Mitarbeitenden, selbst Vorgesetzte geben den neuen schon fast täglich die Klinke in die Hand…!

Davon hat er wohl noch nicht gehört (die weibliche Form gilt auch für das andere Geschlecht!):

 

Aus: „Krankenpflege“ 7/2010

Hier wurde noch nicht entdeckt, wie die Uhr tickt.  Man kann es sich (noch) leisten! Wer mit solchem Ungemach konfrontiert ist und lediglich auf die gute Bilanz hinweist, hat nichts verstanden und am falschen Ort gespart. Wenn wir schon Europameister bezüglich Wochenarbeitszeiten und bescheidener Ferien sind, haben die „Lastesel“ der Nation und vor allem jene der Unternehmungen  etwas besseres als „Pferdeschinder“ verdient! Die Ursachen haben oft nachhaltige Wirkungen: Erhöhtes Krebs-Risiko bei Pflegepersonal in Schichtarbeit  Ärzte Zeitung online, 03.12.2008

Möglich ist, dass er doch einen besseren Durchblick als angenommen hat. Dann nämlich, wenn es ihm um den Gewinn geht.

„(…) Man muss einfach verstehen, wenn man mit dem obersten Managern und Chefs der ganzen Firmen zu tun hat, die im Gesundheitswesen tätig sind, reden sie nicht darüber was am besten für die Patienten ist, sie reden auch nicht darüber wie man die Patienten heilt, sie sprechen auch nicht wie man Krankheiten verhindert, das ist in ihren Augen völlig irrelevant, sie reden nur darüber wie man den Gewinn erhöhen, die Kosten reduzieren und die Rentabilität verbessern kann. Das Ziel ist, immer mehr Menschen als Patienten ins System zu bringen, mit mehr Bettenbelegung, mehr Labortests und Untersuchungen, mehr Medikamentenabgabe, mehr teure Behandlungen und mehr Operationen.

Es geht nur darum, wie kann man pro Patient am meisten Geld rausholen. Es geht nie darum, was ist das Beste für die Patienten, sondern nur was ist am besten für die Konzerne und deren Aktionäre.

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Das Gesundheitssystem das keines isthttp://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/05/das-gesundheitssystem-das-keines-ist.html#ixzz0uaZDOv15

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es Arbeitbeber gibt, die die Feiertage bezahlen. Besonders wer im Monatslohn ist, profitiert meist davon.

Dem „der arbeitsmarkt “ entnommen:

Der Arbeitsmarkt spricht eine klare Sprache. Es wird zunehmend knapper! Wer sich dauernd selber das Bein stellt, braucht später nicht zu klagen!

„(…) Die Anzeichen für einen wirtschaftlichen Aufschwung mehren sich: Die Unternehmen in der Schweiz haben im ersten Quartal 2010 deutlich mehr Stellen angeboten als im letzten Quartal 2009. Dies zeigen die aktuellen Quartalswerte des Adecco Swiss Job Market Index (ASJMI)  => Grafik: Gesamtindex und Teilindices

Die Jobportale konnten ein Plus von 20% verzeichnen, während die Stellenausschreibungen auf den Unternehmenswebseiten lediglich um 8% zulegten. Eine besonders starke Zunahme findet sich somit bei den kostenpflichtigen Ausschreibungen über Presse und Jobportale, was auf eine teils wieder schwieriger werdende Personalsuche hinweist. Regional ist die Genferseeregion stärker betroffen, als die Zentralschweiz, wo sich die Schwankungen auf tiefem Niveau zeigen. => Grafik: Grossregionale Indices

Aus tagesanzeiger: «Die klassische KV-Lehre garantiert heute keine Stelle mehr»… 

Erschwerend kommt dazu, dass sich viele Entscheidungsträger selbst im Weg stehen, wenn es darum geht, ausländisches Personal anzustellen. Man versteckt sich hinter dem selbst entwickelten Formalismus. Beispiele gefälligst?

  • Um in einem Alters- und Pflegeheim die Tagesverantwortung übernehmen zu können, braucht es in den meisten Fällen eine schweizerische Berufsanerkennung. Jahrelange Berufs- Lebens- und Führungserfahrung werden ebenso wenig beachtet, wie die Tatsache, dass jemand weitere Auslanderfahrung und auch welche in der Schweiz nachweisen kann.
  • Bringt jemand langjährige Erfahrung in den Disziplinen Anästhesie, Op, Intensiv- und Notfallpflege mit, gibt es kaum eine Möglichkeit, in diesen Bereichen eien Aufgabe übernehmen zu können. Ohne schweizerische Anerkennung und ohne zusätzliche 2-jährige Ausbildung und ohne einjährige Erfahrung in einem Akutspital geht gar nichts!

Was machen wohl diese Entscheidungsträger, wenn sie während den Ferien im Ausland erkranken oder verunfallen? Konsequent müssten sie sofort mit der Rega in die Schweiz zurück, wo sie die Fachkräfte finen, die über jene Kenntnisse verfügen, die sie selber suchen! Noch konsequenter: Sie dürften sich gar nicht erst ins Ausland begeben!

Aus Distanz betrachtet, ist ein Dispositiv administarativer Barrikaden errichtet worden! Dies kann auch daran gesehen werden, dass das erforderliche Sprachniveau für eine Berufsanerkennung als Pflegefachperson von B1 auf B2 des europäischen Sprachenportfolios angehoben wurde. Das ist happig! Es passt überhaupt nicht in die Landshaft der Integrationsbemühungen, wo man über 1000 Worte an Sprachkenntnissen diskutiert…! Dass an Pflegefachpersonen relativ hohe Anforderungen an die Sprache gestellt werden ist an sich nicht schlecht. Dass man aber selbst für Pflegeassistenten und Pflegeassistentinnen B2 verlangt, ist fragwürdig! Wer ein gutes B1 vorlegt, hat gute Grundlagen. Und mit der Übung kommt das Sprachverständnis!

Vermessen ist die Forderung, dass für Ausländer das Schweizerdeutsch Voraussetzung sein soll.

Vermessen ist, dass in Inseraten Ausländer für eine Bewerbung ausgeschlossen sind. Das ist Diskriminierung und wider das Gesetz und wider die Personenfreizügigkeit! Selbst Leute aus Drittstaaten müssten berücksichtigtwerden, wenn die Bedingen dafür erfüllt sind! Fehlende Kontrolle? Das Bundesamt für Migration könnte doch reagieren! Und es stellt sich die Frage, ob jemand (Curaviva), der eine Inserate-Plattform zur Verfügung stellt, nicht dafür verantwortlich ist, dass der gesetzliche Rahmen eingehalten wird?!

Beispiel gefälligst? Im Stellenanzeiger vvon Curaviva findet sich folgende Meldung sehr oft: Bewerbungen Ausland, Nein . Hier sei Inserat-Nr. J012709, Anbieter planova human capital ag, oder Inserat-Nr. J012472 des Ostschweizer Kinderspital, oder Inserat-Nr. J012679 von WIA Wohnen im Alter AG in Thun stellvertretend für viele andere erwähnt

Den gemeinsamen europäischen Referenzrahmen und das Raster zur Selbstbeurteilung können sie hier herunterladen 

Wir kennen doch die Pappenheimer, die nach 20 Jahren Schweiz noch nicht über das „Primitivsprachverständnis“ hinausgekommen sind! „He, Muratori, Flaster amagge prego!“

Dass von erfahrenen Berufsleute eine Zusatzausbildung verlangt wird, hat unter anderem auch protektionistischen Hintergrund! Macht man macht sich rar, um Forderungen stellen zu können? Stehen dahinter  Interessen der Berufsverbände bzw. -vereinigungen? Läuft es ähnlich wie bei bei den Lehrern? Zuerst wird die Entwicklung verschlafen, dann versucht man es erst einmal mit Lohnforderungen! Schliesslich muss man im Schnellverfahren Quereinsteiger „schnellbleichen“, um dem Personalnotstand gerecht zu werden. Mit Weitsicht und mit Übersicht oder gar mit strategischen Überlegungen, wie es in Stellenausschreibungen nachgelesen werden kann, hat dies wenig zu tun. Es ist ja auch nicht einfach, wenn die Ziele nicht bekannt sind!

Je weniger die Ziele bekannt ind, desto grösser die Anstrengungen!

Dass Differenzbereinigungen nötig sind, wird nicht bestritten. Diese könnten aber in abgekürzten Verfahren bestritten werden. Reduntantes muss nicht wiedergekäut werden!  Ausserdem schont man wertvolle Ressourcen!Langsam sollte es sich herumgesprochen haben, dass Fachkräfte aus dem Ausland nicht erst gestern von den Bäumen gefallen sind.

Für die Berufsanerkennung ist das SRK zuständig. Ein Anpassungslehrgang, der auf ein Jahr verteilt wird, beläuft sich ohne Lohn auf etwa Fr. 7000.–. Für eine 2 – jährige Zusatzausbildung, die berufsbegleitend vor sich geht, reichen Fr. 25’000.- kaum! Immer dann, wenn eine Rückzahlungsverpflichtung geschrieben wird, kommen die Kosten zunTage!

Das SRK hätte es aufgrund breit abgestützter internationaler Erfahrung und Vergleichsmöglichkeiten in der Hand, mehr zugunsten der Bedürfnisse der Arbeitgeber und des Arbeitsmarktes zu tun. Dass es möglich wäre, hat das SRK schon selber bewiesen:

Für eine Pflegefachfrau aus Rumänien, welche in Schweden ein Sprachstudium absolvierte, ging es darum, dass sie das Studium durch Arbeit in ihrem Grundberuf mitfinanzieren konnte. Wegen der ausländischen Ausbildung bekam sie keine Bewilligung als Pflegefachfrau tätig zu werden. Das SRK hat danach auf unser Ersuchen hin, dem schwedischen Roten Kreuz bestätigt, dass die Ausbildung in RO aufgrund breit abgetsützter Erfahrung und aufgrund internationaler Vergleiche jenen in Schweden voll entspreche. Grundlagen unsererseits:

  • Vormeinung des SRK(nicht Anerkennung), dass die Ausbildung dem Berufsbild der Schweizer Ausbildung entspricht. 
  • Ausbildungsnachweis
  • Tätigkeitsnachweis
  • Alles in die schwedische Sprache übersetzt und notariell beglaubigt.
Resultat: Die betroffene Person bekam darauf hin die Erlaubnis, als Pflegefachfrau  ohne Einschränkung tätig zu werden, was sie mit Erfolg bis zum heutigen Tag tut!
 
Übertriebener „Heimatschutz“, administrative Barrikaden, Formalismus und Protektion waren noch nie nachhaltige Ratgeber, beim Lösen anstehender Probeleme.
Die Ausnahme bestätigt die Regel, dass es keine Regel ohne Ausnahme gibt und dass deshalb Regeln immer falsch sind (gelegentlich gilt: „An die Regel galubt noch, wer sie hat“)

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 © CHO Consulting Herbert Odermatt, Flüelistrasse 25, CH 6072 Sachseln 

Tel: +41 41 660 39 79, FAX :+41 41 661 17 00

Mail: cho-consulting(at)bluewin.ch

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Cash Guru:

Guru,  Alfred Herbert

21.07.2010 Roche ernüchternd wie erwartet! -/- Roche – FDA-Ausschuss mit Vorbehalten wegen Avastin, wird Zulassung sistiert? Definitiver Entscheid am 17. September. Aber FDA folgt praktisch immer den Anträgen des Ausschusses. Morgen Roche-Zahlen mit ausführlichen Kommentaren – UBS bleibt in einer ersten Analyse für kaufen, reduziert Kursziel leicht auf 186 (190), Credit Suisse geht massiv auf 160 (200) zurück. -/- Baer – 1.Hj Neugeldzufluss plus 3,3 Milliarden Franken (4,3). Konzerngewinn plus 7,9pc. Aussichten gut: „alles in der erwarteten Bandbreite.“ Analysten positiv. -/- Meyer Burger – holt interessanten 60-Millionen-Auftrag aus Korea.

Nationalbank – die Schweizerische Nationalbank hat im ersten Jahr für satte 14 Milliarden Franken Wechselkursverluste eingehandelt. Goldpreisanstieg und Frankenpositionserträge machen das Ganze etwas erträglicher!

22. 07. 2010 Keine spektakulären Gewinnausweise – Roche – Gewinn plus 9pc (elf Prozent in Lokalwährungen). Entspricht CHF 6.91 pro Aktie!  Fürs ganze 2010 sieht Roche eine zweistellige Gewinnsteigerung. -/- Credit Suisse – 2.Q. Gewinn 1,59 Milliarden Franken (2,06). Im Investmentbanking haben sich die Gewinne halbiert, im Private Banking minus 7pc.  „das Geschäft bleibt anspruchsvoll.“ -/-  ABB – 2.Q. Umsatz minus 4pc, aber Auftragsbestand jetzt plus 5pc. Reingewinn minus 8pc auf 623 Millionen Franken. Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. -/- Sulzer – 1.Hj Reingewinn minus 28,2pc. Sulzer 2.Hj: „klare Zeichen einer fundamentalen Erholung“.

(odh: Wenn es bei Sulzer aufwärts geht – warum sollen die wertvollen Immobilien ver- scherbelt werden?)p

23. 07. 2010: Stress bis der Stresstest kommt! -/- Stress Tests – heute sollen die Resultate der Stresstests (nach europäischem Börsenschluss) von 91 europäischen Banken veröffentlicht werden. Wird der Berg eine Maus gebären? -/- Bellevue Group – Gewinn 1.Hj mit 1,61 Millionen Franken (1,58) praktisch unverändert. „Das erste halbe Jahr hat unsere Erwartungen nicht erfüllt.“ -/- UBS – schlägt Joseph Yam als VR vor. Geschickter Move, den Gründer und früheren CEO der (de-facto) Zentralbank  der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong in den VR vorzuschlagen. Wird dem Vermögensverwaltungsgeschäft in Asien sehr helfen!

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Leben wie Gott in Frankreich? => Haus mit Umschwung gesucht? =>  schönes Haus in Ungarn erwünscht? =>
Infos: Telefon 0036 2270 4585

 

 

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Service-Mitarbeiterin


Service
„Was der Kunde wirklich will, sind drei Dinge: erstens Service, zweitens Service und drittens Service.”

Im Toggenburg: da, wo man sich noch kennt!

Freie Stelle im Service

 

Winter im Toggenburg (Foto: „Toggenburg.org)

Sommerzeit im Toggenburg (Bild: Gemeinde Alt St. Johann).

 

 

Gesucht wird eine junge Frau für den Service in einem Gasthof /Restaurant mit vorwiegend lokaler Kundschaft, in einem Gebiet, wo ganzjährig Tourismus herrscht (Toggenburg, kleines Dorf)

 

 Neu St. Johann

 
Anforderungen:
  • Kenntnisse der deutschen Sprache (tiefer als B1 genügt)
  • zuverlässig
  • arbeitsam
  • ehrlich
  • muss mit Geld umgehen können
  •  Alter: ca. 23 bis 28 Jahre
  •   ungebunden
  • das Heimweh sollte man im Griff haben!

Einsatzdauer: unbefristet

Lohn entsprechend den anerkannten Richtlinien im Gastgewerbe. Richtwert im Bereich von Fr. 3380.- wenn ungelernt oder Fr. 3500.- wenn gelernt (abhängig von Alter, Erfahrung und Kenntnissen), massgebend ist der Vertrag des Hauses und die Empfehlungen in der Gastronomie (Einhaltung wird überprüft). Die Abzüge für Steuern, Versicherungen Vorsorge etc. sind im Bereich von +/- 23% (abhängig vom Alter).
Pensum: 100%. Unterkunft und Verpflegung im Haus ist sichergestellt.

Bewerbung aus dem Ausland (EU): ja, angesprochen sind Interessierte aus der Slowakei, aus Ungarn oder Rumänien, auch andere.

Interessentinnen wollen ihre vollständigen Vewerbungsunterlagen (fremdsprachige mit notariell beglaubigter Übersetzung in die deutsche Sprache) bitte an uns senden:

© CHO Consulting Herbert Odermatt
Flüelistrasse 25
CH-6072 Sachseln
Tel.: +41 41 660 39 79
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Cash Guru:

Guru, Alfred Herbert

18. 01. 2010: 

Wall Street geschlossen – Europa im Alleingang?

Wall Street – amerikanische Börsen heute geschlossen: Martin Luther Gedenktag!

US Banken – diese Woche wichtige, hinweisende Gewinnausweise, die auf die Schweizer Banken ausstrahlen könnten: Dienstag Citigroup, Mittwoch Morgan Stanley und Bank of America, Donnerstag Goldman Sachs (wird wegen Bonuszahlungen scharf beobachtet werden), Freitag General Electric (hat in vielem Bankencharakter).
 

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Zuviele Ausländer? – Inländervorrang


Will ein Arbeitgeber aus guten Gründen eine Arbeitskraft aus dem Ausland, anstellen, so muss er verschiedene Bedingungen erfüllen. Grob gesehen gibt es drei verschiedene Ausländerkategorien – und somit auch ungleiche Behandlung.

  1. Jemand kommt aus einem Land, mit dem volle Personenfreizügigkeit vereinbart wurde. Darunter fallen die Länder von EU 15 + Malta und Zypern (EU 17).
  2. Jemand kommt aus einem Land, bei dem sich die Personenfreizügigkeit im Übergangsstadium befindet. Darunter fallen EU 8 + BG u. RO
  3. Jemand kommt aus einem Land ohne Freizügigkeitsvereinbarung mit der Schweiz

Erklärungen:

  • EU 15: Zu den EU-15 gehören alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union vor der sogenannten Ost-Erweiterung im Jahr 2004. Das sind also Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Italien, Irland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden und Spanien.  
  • EU 8: Bürgerinnen und Bürger der EU 8 haben die Nationalität einer der folgenden Staaten: Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn, Estland, Lettland, Litauen, Slowenien.
  • EU-17/EFTA Für Bürgerinnen und Bürger Frankreichs, Deutschlands, Österreichs, Italiens, Spaniens, Portugals, des Vereinigten Königreichs, Irlands, Dänemarks, Schwedens, Finnlands, Belgiens, der Niederlande, Luxemburgs, Griechenlands, Zyperns, Maltas, Norwegens, Islands und Liechtensteins gilt seit dem 1. Juni 2007 die volle Personenfreizügigkeit, es kommen keine Übergangsfristen mehr zur Anwendung.
  • EU 25: Zu den EU-25 gehören alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union vor der Erweiterung im Jahr 2007. Dazu gehören die EU-15 Staaten sowie die 10 Staaten Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern, die am 1. Mai 2004 in die Europäische Union aufgenommen wurden. 
  • EU 27: Als EU-27 werden die heutigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union bezeichnet. Am 1. Januar 2007 wurden Bulgarien und Rumänien in die Union aufgenommen, was zusammen mit den EU-25, zu 27 Mitgliedstaaten führt. Diese sind Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Italien, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.

Für EU 15 /17 ist der Arbeitsmarkt offen. Lediglich ein Arbeitsvertrag und eine Anmeldung bei der Gemeinde ist  Voraussetzung.

Für EU 8 u. BG+RO müssen drei Dinge beachtet und erfüllt sein:

  • Nachweis der erfolglosen Suche in der Schweiz (Inserate, Personalvermittlung, Homepage)
  • Nachweis, dass beim zuständigen RAV keine geeignete Arbeitslose gemeldet sind. (der Ausgleich von Defiziten bei Arbeitslosen wäre zu erfüllen!) – also Beachtung des Inländervorranges
  • Markt- und branchenüblicher Lohn
Für Leute aus anderen Staaten ohne PFA ist der Arbeitsmarkt nur für Spezialisten, die weder in der Schweiz, noch in der EU zu finden sind offen. Indiesen Fällen muss der Nachweis der erfollosen Suche sowhl in der Schweiz, wie auch in der EU nachgewisen werden.
 
Schutzklausel: Nach Ablauf der Kontingentsregelung besteht aufgrund einer Schutzklausel (Ventilklausel) die Möglichkeit, die Zuwanderung durch die Wiedereinführung von Kontingenten erneut zu beschränken. Voraussetzung ist, dass die Zwanderung von EU-Arbeitskräften um mehr als 10% des Durchschnittes der drei vorangegangenen Jahre zunimmt. Die Zahl der Aufenthaltserlaubnisse kann in diesem Fall einseitig und für eine Dauer von maximal zwei Jahren auf den Durchschhniitt der drei vorangegangenen Jahre +5% festgesetzt werden. Diese Ventilklausel kann mehr mals aktiviert werden.
 
Seit die volle Personenfreizügigkeit mit EU8 gilt, ist ein unaufhörlicher Zustrom vor allem aus Deutschland zu beachten. Auch jetzt, wo Krise und Verunsicherung herrscht, sollen monatlich über 1000 Deutsche nur nach Zürich strömen.
 
Es ist unschwer festzustellen, dass das hohe Lohnniveau und die vergleichbar tieferen Steuern den Anreiz ausmachen. Etwas anders betrachtet: Jener Deutsche, der nach den USA auswandert, versucht sich dort neu zu erfinden, was einer intrinsischen Motivation entspricht. Jener der lediglich nach  mehr Geld strebt, ist extrinsisch motiviert. Das heisst, wenn das „Defizit“ erfüllt ist, beginnt die Unzufriedenheit erneut, ergo wird an der Lohnschraube gedreht, bzw. es werden entsprechende Forderungen gestellt oder dafür gesorgt, dass entsprechende Positionen erreicht werden. Ellbogen hat man schliesslich zum Gebrauch und deren Einsatz ist nirgends verboten… Die Befindlichkeit des Volkes in dieser Frage wurde ausgeblendet. Kuschen vor der EU war wichtiger.
20. Mai 2009 schrieb Toni Brunner (SVP) Der Bundesrat hat heute entschieden, auf die Anrufung der sogenannten Ventilklausel zu verzichten. Im Abstimmungskampf über die Personenfreizügigkeit wurde diese Regelung – insbesondere von der SP – immer wieder als wichtiges Argument angeführt, um den Bedenken der SVP entgegenzutreten. Jetzt zeigt sich, dass die Ventilklausel ein leerer Buchstabe bleibt, da die Regierung einmal mehr vor der EU kuscht und sich nicht traut, bei der unkontrollierten Einwanderung die Notbremse zu ziehen. Damit verpasst der Bundesrat eine grosse Chance, um den weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. mehr =>
Es fehlte der Mut

Um die Abstimmung nicht zu gefährden haben die schlauen Politiker dem Volk die Ventilklausel schmackhaft gemacht. Was machen die dumm-schlauen Politiker? Bei der wohl einzigen Gelegenheit, sich glaubwürdig zu verhalten kuschen Sie vor der EU.

„(…) Schon problematischer und nicht eben selbstbewusst hört sich ein anderer Verweis des Bundesrats an: Es wäre ein «negatives Signal» gegenüber der EU, falls die Schweiz den Zugang zum Arbeitsmarkt einschränken würde. Warum dieser neuerliche helvetische Bückling? => Mehr im Tagesanzeiger: …Bundesrat bricht Wort…

So könnten die Meinungen des Bundesrates gewesen sein: Pro Ventilklausel: Widmer-Schlumpf, Leuthard, Maurer –Kontra: Calmy-Rey, Couchepin, Merz, Leuenberger

Der Bundesrat hat es versäumt, rechtzeitig zu handeln. Da kommt einem der Aufruf, die Arbeitgeber sollen Inländer bei der Besetzung von Stellen bevorzugen, als hilflos vor. Vermutlich aber ist das pure Berechnung: Als BR sind die Finger gegenüber der EU unverbrannt – die Verantwortung wird an die Arbeitgeber delegiert. Aber Verantwortung ist nicht teilbar. Verantwortung tragen heisst, die Konsequenzen zu tragen. (sowohl für Erfolg, wie auch für Misserfolg). Delegation von Verantwortung geht nicht!

Nun scheinen sich jedoch Einsichten zu bilden:

„(…) Angesichts der offenen Arbeitsmärkte sind wir nicht in der Lage, die Zuwanderung so zu steuern, dass tatsächlich nur die Elite in unser Land kommt. Mit anderen Worten: Da haben wir uns ein Riesenproblem eingebrockt. «Da haben wir uns ein Riesenproblem eingebrockt»

Serge Gaillard, seco, spielt Feuerwehr

„(…) …In der Wintersession des Nationalrates kommende Woche werden Einwanderung und Arbeitslosigkeit zum Thema werden. Vor allem die SVP bereitet derzeit mehrere Vorstösse vor, mit der sie zugleich die vom Volk abgesegnete Personenfreizügigkeit mit der EU wieder zu Fall bringen möchte, wie Alt-Bundesrat Christoph Blocher auf «Teleblocher» ankündigte. 

Schuld an der steigenden Arbeitslosigkeit seien die Einwanderung und die Personenfreizügigkeit, sagte Blocher. Er kündigte an, sollte die SVP mit ihren Vorstössen im Parlament scheitern, werde sie eine Volksinitiative lancieren.  Mehr im Tagi: Gaillard ruft zur Rekrutierung von Einheimischen auf

Dass die Zentrale Arbeitsvermittlung ZAV den Schweizer Arbeitsmarkt bewirtschaftet, als wäre die Schweiz ein deutsches Bundesland, wird mit keinem Wort erwähnt. Dort wird man froh sein, wenn jemand einen Teil der Arbeitslosen vor Hartz IV verschont… (dass man mit Peitschen und Soldaten manipuliere haben wir jetzt nicht gehört!).
 
Orts- und branchenüblicher Lohn. Die Behörden prüfen lediglich, ob jemand mit einem im Arbeitsvertrag festgelegten Lohn ohne staatliche Hilfe leben kann. Damit ist Lohndumping doch bereits mit eingeschlossen.
Orts- und branchenüblich heisst nicht, nur den Minimallohn als Richtlinie zu nehmen. Lohnsysteme berücksichtigen neben der Funktion auch Alter und Erfahrung.
 

 
Grafik: Slärempfehlungen KVSchweiz
 
Ich glaube kaum, dass sich die Migrationsämter echt mit Lohnbändern, Lohnklassen und Lohnsystemen generell damit befassen. Und wenn sie „Lohnrechner“ anwenden, müsste man die Gesichtspunkte kennen, nach denen gehandelt wird. Es ist ein Unterschid, ob man pessimistisch den Einstiegslohn in der am unteren Ende der Bandbreite (Alter 20) als genügend betrachtet oder man  den Mittelwert z.B. beim Alter 35 ansetzt. Aber irgendwie in diese Richtung wird es laufen. Die grosse Nachfrage nach ausländischen Arbeitskräften im ausführenden Bereich, kann hauptsächlich über den Lohn erklärt werden.
 
Beispiel: Für eine Stagiaire (STG) im Gesundheitswesen muss als Minimallohn, der Einstiegslohn für diese Berusgruppe am zuständigen Kantonsspital berücksichtigt werden, ausser, es besteht ein anerkanntes Lohnsystem, dann ist dieses massgebend.
Wird nun für eine ausländische Fachkraft für einen Daueraufenthalt ein tieferer Lohn angesetzt, wird dem Gesuch trotzdem stattgegeben! Wenn die erwähnte Person vor sieben Jahren als STG schon einmal in der Schweiz war und jetzt einen Lohn bekommt, der etwa 150 Franken höher ist, aber wesentlich tiefer als ein vergleichbarer Lohne nach Alter und Erfahrung einer Schweizer Fachkraft, dann handelt es sich wohl um Dumping! Die Behörden haben das Problem nicht im Griff und sie sprechen nicht überall die gleiche Sprache!
 
Dem Volk wurde weis gemacht, dass man qualifizierte Ausländer brauche. Die Wirtschaft verlange danach. Das ist auch nachvollziehbar. Man hat auch flankierende Massnahmen versprochen. Es scheint, dass beides wenig wirksam ist, weil es an echter Kontrolle fehlt. Der Lohndruck ist unmissverständlich da. Ergo wird dem Grundsatz von „orts- und branchenüblichen Löhnen höchstens im Minimumansatz entsprochen – wenn überhaupt!
 
 Meinung eines erzürnten Bürgers (heisst nicht, dass ich damit einverstanden bin).
Matthäus Steiner  25.11.2009, 10:25
Was Frau Calmy-Rey, ihre SP und die Linken nicht verstehen wollen oder nicht verstehen dürfen: SIE sind das Problem, die Feinde der Schweiz! Praktisch alle Probleme, die wir haben, sei es Kriminalität, Anonymität, Verwahrlosung, finanzielle Überlastung der Sozialstrukturen und des Bundes, Probleme in der Ausbildung in den Multu-Kulti-Klassen, Überlastung der Strassen und des ÖV, Mietpreiserhöhungen, Zubetonierung der Schweiz, Agressivität, sinken des BSP pro Kopf und des Lebensstandards etc., das alles sind direkte oder indirekte Konsequenzen der linksbefürworteten Migrations- und Asylpolitik der Schweiz! Jede Zelle hat eine Zellmembran und jeder Organismus eine Haut, d.h. eine klare Grenze nach aussen, jedes Rudel lebt in einem Revier, das es nach aussen verteidigt – die allweise Natur macht es uns seit Millionen Jahren vor, nur die Linken meinen, es immer besser zu wissen! Quelle

Peter Spuhler tut so als ob: 75 % seiner Mitarbeiter hätten einen Schweizer Pass. Mit 25% Ausländern ist er gar über dem Ausländeranteil von etwa 21%! Jene Flüssigkeit, die er zum Kochen einer Suppe braucht kennt jeder: „Ha zwei O“, resp. Wasser, wie bei den übrigen auch! => Tagi: …Über 8 Milliomen verträgt unser Land (derzeit) nicht…

„(…) Bis vor wenigen Jahren haben wir die falschen Ausländer als Arbeitskräfte in die Schweiz geholt, nämlich Unqualifizierte. Auch über den Asylbereich kamen sehr viele Unqualifizierte, die hier geblieben sind….

…Strengere Bedingungen im Abkommen, Kontigente im Fall einer steigenden Arbeitslosigkeit, das wäre natürlich das Beste gewesen. Aber da war ich noch nicht im Nationalrat.  – Ei, ei, ei, so was! Er hätte sich bestimmt (nicht) durchgesetzt!

Wie wollen Sie denn die Schweiz weniger attraktiv machen?
Nehmen wir die Arbeitslosenversicherung. Bei uns liegt das monatliche Maximum bei 8400 Franken, in Deutschland bei 2130 Euro. Da muss man etwas ändern. Es geht auch nicht an, dass jemand fünf Jahre bleiben kann, obwohl er keine Arbeit mehr hat.

Wer die Arbeitslosenleistungen kürzt, der nimmt auch den Schweizern Geld weg.
Stimmt, Kürzungen gelten für alle. Ist man gewillt, generell den Standard zu senken? Wir entscheiden übernächste Woche im Nationalrat ohnehin über Schritte zur Sanierung der Arbeitslosenversicherung. …

Jeder, der eine private Versicherung abschliesst, bekommt Leistungen aufgrund der erbrachten Vorleistungen. Bei der ALV ist dies anders. Sobald die Bedingungen erfüllt sind, können Leistungen bezogen werden, für die der Versicherte nicht die adäquate, versicherungsmathematische Vorleistung erbracht hat.

Ausserdem: Gäbe es keine ALV und kein Sozialamt, würden „einige“ Arbeitgeber bei der Auswahl des Personals vorsichtiger sein – eben Selektion betreiben und nicht einfach Löcher im Stellenplan stopfen. Mit Wissen einer „Vollkaskoversicherung“ im Kopf, lässt es sich einfach handeln.

Und-man kann nicht ungeachtet einer gewissen Weitsicht, eine Unzahl von Ausländern anheuern, weil man sie für den Moment braucht und später monieren, die Rückwanderungsquote wäre zu klein. Dieses Argument bringen schlagfertige Politiker jetzt, um von falschen Anreizen, die ausgesandt wurden, abzulenken. So weit hat damals gar niemand gedacht. Es passt nicht zum kurzfristigen Denken von Vertreten des „hier und Jetzt“!

Aus dem personalblog:

 
 

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Cash Guru:
 
26. 11. 09:
Dollar implodiert 99.54! Dollar – weitere starke Abgaben aus dem Fernen Osten. Dagegen gewichtige Goldkäufe, auch von Notenbanken (Indien, China).

Export – die Dollarschwäche kurz vor Jahresende wird bei den Export-Unternehmen in den Bilanzen Blutspuren hinterlassen.

27. 11. 09

Auf der Rutschbahn! – „Black Friday?“

Banken I – Deutsche Bundesbank fordert Deutsche Banken auf, neues Kapital zu beschaffen. „Es braucht noch 90 Milliarden Euro (!) um die Folgen der Finanzkrise zu bügeln.“

Banken II – wie das deutsche Beispiel zeigt, droht der internationalen Bankenwelt eine zweite Finanzkrise!
Mehr unter: cash Guru »
 
 
Dem Dollar als „Leitwährung“ sollten endlich die Zähne gezogen werden. Der Dollar ist zu einem reinen Ausbeutungswerkzeug mutiert. Die übrige Welt bezahlt die Rechnung…
Es kann gut sein, dass eine zweite oder eine verlängerte Finanzkrise droht. Gewisse Institute und deren Manager haben noch nichts gelernt.

Goldman Sachs, der schlimmste Vampir? – News Wirtschaft

25. Nov. 2009 Eine der bekanntesten Karikaturen dieses Herbstes stellt Goldman Sachs als riesige Vampirkrake dar, die aus dem Gesicht der Weltkugel Blut
www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/…und…/GoldmanSachs-der…/21580367

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Tel: +41 41 660 39 79, FAX :+41 41 661 17 00

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Kündigung des Freizügigkeitsabkommens mit der EU – starker Tobak


20 Minuten weiss: …Blocher will Freizügigkeitsabkommen kündigen… Da wird einer wohl auf Granit beissen! Michael Reiterer, der EU-Vogt wird sich bestimmt schon schon bald zum Thema melden!

 EU-Vogt Reiterer
.

Die Politiker werden Angst vor der EU zeigen, die Wachstumsgurus werden Angst vor Umsatzeinbussen monieren, das Gesundheitswesen wird Mangel an Personal beklagen, die Immobilienbranche befürchtet einen Crash, weil falsch spekuliert wurde um Wohnraum in den grossen Agglomerationen zu schaffen usw.

Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz betrug 1980: 6,335 Millionen. 2008 ist dieser Betrag auf 7,702 Mio angewachsen. Mehr => BFS aktuell, …Statistik des jährlichen Bevölkerungsstandes (ESOP) 2008…

Betrachtet man die Zahlen etwas genauer, so ist zu erkennen, dass die Personenfreizügigkeit mit der EU einen wahren Sturm ausgelöst hat.

Die Arbeitslosenzahlen sind stark angestiegen. Sie beträgt zur Zeit um die 4%. Das sind aber längst nicht alle, die ohne Arbeit sind, weill Ausgesteuerte und solche, welche die  „Bedingungen“ nicht erfüllen, nicht mitgezählt werden. Effektiv kann die Arbeitslosenzahl respektive Menschen ohne Arbeit etwa doppelt so hoch angenommen werden, also derzeit etwa 8%! Es sind aktuell etwa 250’000 Menschen von der Sozialhilfe abhängig! Es wäre interessant zu wissen, wieviele Leute unter das rein betriebswirtschaftliche Kapitel „Personalfreistellung“ fallen, denen man die notwendige Qualifikation abspricht und dafür eben Qualifiziertere anheuert. Dies würde ich eher als Sozialisierung bezeichnen.

Schliesslich kennen wir Beispiele von „qualifiziereten Berufsleuten“, die man aus dem Ausland geholt hat und die noch innerhalb der Probezeit bereits beim RAV gelandet sind und in der Folge wie Wandervögel von Stelle zu Stelle durchgereicht wurden, derweil die Behörden ungeschaut neue Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen erteilen. Abhilfe gegen solches Gebahren könnte mit glaubhafter Begründung für solche Entlassungen erreicht werden. Mindestens würden unsorgfältige Anstellungen tunlichst vermieden..

Wer Zahlen mag, sehe sich in der Statisitk des BFS um mit dem Titel: … Ausländer und Ausländerinnen in der Schweiz 2008…

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Cash Guru:
10. 11. 09:
Sonova bricht alle Rekorde! Sonova – 6M 2009/2010: Gewinn plus 22pc! Cashflow verdoppelt!  Gewinn entspricht CHF 2.52 pro Aktie, Margen nochmals verbessert, Aussichten weiter sehr gut. Hochstufungen von Analysten werden umgehend kommen.
 
Huber & Suhner – 9M Umsatz minus 20pc, Stabilisierung auf tiefem Niveau. Auftragseingang (minus 19pc)  zieht langsam an!
 
11. 11. 09:
Holcim – Turnaround geschafft?! Holcim – 3.Q.  Konzerngewinn plus 13,7pc – Stilllegung Kapazitäten und Sparprogramme griffen, freier Cashflow hat sich verdoppelt! „Holcim wird das neue Geschäftsjahr gestärkt angehen und wieder wachsen!“
 
Swisscom – Umsatz stagniert minus 1,8pc. Reingewinn auf Vorjahresbasis.
 
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Massnahmen gegen Personalnotstand im Gesundheitswesen beschlossen


Gesehen bei HR Today Montag, 26.10 2009

Baden AG (sda) Mit gezielter Nachwuchsförderung soll der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen verringert werden. Die von Bundesrätin Doris Leuthard einberufene 5. Nationale Lehrstellenkonferenz hat sich am Montag in Baden AG auf einen Massnahmenplan geeinigt.

Der Bund, Vertreter der Kantone sowie die Gewerkschaften und Arbeitgeber beschlossen vier Massnahmen, wie Bundesrätin Doris Leuthard nach der Lehrstellenkonferenz vor den Medien sagte. Massnahmen seien unter anderem eine Lehrstellenförderung und eine zweijährige Attestausbildung. Im Gesundheitswesen gebe es einen Mangel an Fachpersonal und zu wenige Lehrstellen, hielt die Volkswirtschaftsministerin fest. Der Mangel werde sich „ganz klar akzentuieren“. Bis zum Jahr 2020 würden gemäss einer Studie zusätzlich 25’000 Personen benötigt.
 
Derzeit ist rund ein Drittel der Mitarbeitenden in den Spitälern ausländischer Nationalität. In der Schweiz beschäftigt der Gesundheits- und Sozialbereich laut dem Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement (EVD) rund 490’000 Personen.
 
Einen Erfolg verspricht sich die Lehrstellenkonferenz von der zweijährigen beruflichen Grundausbildung „Gesundheit und Betreuung“ mit eidgenössischem Berufsattest. Die Kantone Basel-Land und Bern werden im Jahr 2011 entsprechende Pilotprojekte lancieren. Der Aargau will bereits im kommenden Jahr starten.
 
Damit sollen Erfahrungen mit Blick auf die gesamtschweizerische Einführung der zweijährigen beruflichen Grundausbildung gesammelt werden, wie die Freiburger Regierungsrätin Isabelle Chassot, Präsidentin der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), erläutert.

Goodwill und Druck

Bundesrätin Leuthard rief die Betriebe dazu auf, mit Unterstützung des Bundes Netzwerker anzustellen. Diese sollen die Unternehmen überzeugen, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen. Eine Informationsoffensive soll Jugendliche für die Berufe sensibilisieren.
 
Die Kantone wollen den Druck erhöhen. Mit Auflagen in Leistungsvereinbarungen sollen öffentliche und private Spitäler sowie Heime dazu verpflichtet werden, Ausbildungsplätze anzubieten. Dies sagte der Basler Regierungsrat Carlo Conti, Vizepräsident der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK).

Alle ziehen mit

Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen bekräftigen vor den Medien, sie würden die Massnahmen zur Nachwuchsförderung mittragen. Der Bund müsse sich jedoch nach einer Aufbauphase wieder zurückziehen, betonte Thomas Daum, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes.

Der St. Galler SP-Nationalrat Paul Rechsteiner, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), wies auf die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen hin. „Kritische Faktoren“ seien die Löhne und das Lohnniveau der Arbeitnehmenden.

Schwieriger Einstieg in den Arbeitsmarkt

Die Lehrstellenkonferenz will ihr Augenmerk künftig verstärkt auf die Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger richten, die vor dem Eintritt in den Arbeitsmarkt stehen. Sie seien wegen der Wirtschaftskrise besonders von der Arbeitslosigkeit betroffen, hiess es. Im September betrug die Arbeitslosigkeit bei der Gruppe der 20- bis 24-Jährigen 6,4 Prozent – das sind 2,9 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Junge Erwachsene würden beim Einstieg ins Berufsleben auf zunehmend höhere Hürden stossen.
 
Daher will der Bund regelmässig einen Bericht ausarbeiten, der die Veränderungen im Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Stellen für Berufseinsteigende zeigt. Ein ähnliches „Barometer“ besteht bereits für den Lehrstellenmarkt.

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Arbeitsbedingungen: Ein grosses Problem stellen die geteilten Dienste, speziell in der Pflege dar. Dadurch wird der Arbeitstag sehr lang und mit den Zwischenzeiten kann kaum etwas Gescheites  angefangen werden. Pflegedienstleiter geben unumwunden zu, dass dies die kostengünstigste Lösung sei. Dass deswegen die Fluktuation gefördert wird, ist egal. Sparen, koste es was es wolle!
 
Bildungsangebot: Pflegeberufe wurden in das terziäre Bildungsniveau gehievt. Parallel dazu wurden aber bestehende Schulen geschlossen, weil sie den neuen Anforderungen nicht mehr genügten. Leider hinkt das Ersatzangebot der Entwicklung hinterher!
Viele private Institutionen, die sich gewohnt sind, „nur die guten Risiken“, also jene mit „guten Versicherungen“ (privat, halbprivat) anzunehmen, haben sich der Nachwuchsförderung entzogen. Sie profitierten von jenen, die grossen Aufwand für die Ausbildung betrieben haben. Sich die Fachkräfte da zu holen, wo man sie kriegt, war einfacher und kostengünstiger, als selber für Nachwuchs zu sorgen.
Wer keine Ausbildung betreibt, sollte an den Kosten dafür beteiligt werden!
 
Berufliche Entwicklung: Wer nun den Titel „mit höherer Fachausbildung“ trägt, will auch höheren Anforderungen genügen. Planen, Entscheiden, Anordnen, Kontrollieren sind Tätigkeiten, die nicht mehr „am Bett“ ausgeübet werden, sondern am Schreibtisch. Man sehe sich einmal die Vermehrung der Schreibtische in Spitälern und Pflegeinstutioen um.  Und man will am Entscheidungsprozess und somit an den vielen Sitzungen teilhaben. Es wird sowie so zu viel „gesessen“!
 
Parkinson hätte die Möglichkeit eine neue Satire zu schreiben! Seine Beobachtunge liessen ihn „sein Gesetz“ und darin zwei Lehrsätze formulieren, nämlich
  • dass Arbeit genau in dem Maße ausgedehnt wird, wie Zeit zu ihrer Erledigung zur Verfügung steht.
  • dass in Diskussionen  die Themen am ausführlichsten diskutiert, werden von denen die meisten Teilnehmer Ahnung haben – und nicht die Themen, die am wichtigsten sind.
Die geschaffene dreijährige Ausbildung (FAGE, FABE) muss immer mehr jene Tätigkeiten genügenen, welche die früheren AKP, DI, DII abdeckten. Zu Ende gedacht: Diese Ausbildung muss erweitert werden, um voll zu genügen. Dann ist man im sekundären Ausbildungsniveau da angelangt, wo man schon einmal war!
 
Dass nun eine Vorstufe mit einer zweijährigen Ausbildung geschaffen werden soll, zeigt doch auf, dass erkannt wurde, dass es weiterhin viele „einfache“ Tätigkeiten gibt und auch, dass die sogenannten HF’s sich endgültigt davon distanzieren, bzw. entsprechend abgehoben haben.
 
Personalbeschaffung: Vorbemerkung: ich lehne jegliche Diskriminierung ab! Man holt sich die Fachkräfte oder die Arbeitnehmer da, wo sie vorhanden sind. Das ist billiger, als selber ausbilden. Das führt dazu, dass im deutschsprachigen Gebiet immer mehr „hassgeliebte Deutsche“ und im Pflegebereich  und in den unteren Chargen eine „Balkanisierung“ festzustellen ist.
 
Der Zustrom aus den umliegeden Länder namentlich Deutschland und Frankreich könnte bald versiegen. Denn dort wurde gemerkt, dass es immer mehr an Fachkräften fehlt. Mitt attraktiven Arbeitszeitmodellen, weniger Belastung und besserer Bezahlung will soll der Landflucht entgegengewirkt werden.
 
Ein anderer Weg:

Bildungsexport: gesehen 25. 02. 09 in der Finacial Times Deutschland

Slowakische Pfleger für deutsche Heime (von Christine Maukel)

Alte Menschen brauchen Hilfe, junge Leute brauchen Jobs. Internationale Interessen, der sich die sozialpädagogische Akademie im slowakischen Brezno angenommen hat.

Der durchschnittliche Deutsche ist 43 Jahre alt, in der Slowakei sind die Menschen im Schnitt acht Jahre jünger. Die alternde deutsche Gesellschaft braucht Pflegepersonal, während die vergleichsweise junge Slowakei Probleme hat, ihren Nachwuchs qualifiziert auszubilden.

Um daraus einen Gewinn für beide Länder zu machen, gründete das Europäische Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft (EBG) vor zwei Jahren im slowakischen Brezno eine sozialpädagogische Akademie. Dort werden derzeit 120 Schüler zu Pflegern, Erziehern und Sozialarbeitern auch für deutsche Pflegeheime ausgebildet.

„Wir werben damit, dass die Absolventen später in Deutschland arbeiten können“, sagte EBG-Projektleiterin Christa Kunze. Die Akademie wird komplett vom slowakischen Staat finanziert, gelehrt wird überwiegend nach nationalem Curriculum. Ein Drittel des Lehrplans kann die Akademie jedoch selbst gestalten.

Um die Schüler für den deutschen Markt zu qualifizieren, werden zusätzlich medizinische Inhalte vermittelt, die auch Bestandteil der deutschen Ausbildung sind. Dazu lernen alle Schüler von Anfang an Deutsch und absolvieren im dritten Jahr ein Praktikum in Deutschland, das ihnen das EBG vermittelt. Mit der Ausbildung erwerben die Absolventen gleichzeitig das Abitur, sodass sie später auch in Deutschland studieren können.

Personalmotivation und Honorierung: Paul Rechsteiner kann ich bezüglich Löhne nicht zustimmen. Deutsches Pflegepersonal kommt hauptsächlich wegen den Löhnen in die Schweiz!
 
Führung: Es ist bekannt, dass Spitäler und Heime anfällig für Mobbing sind. Es gehört zur Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, dafür zu sorgen, dass Diskriminierung am Arbeitsplatz nicht geduldet wird. Die Führungscrew sollte diesbezüglich vermehrt sensibilisiert werden. Damit könnte auch der Fluktuation entgegengewirkt werden.
 
„(…) „Der Staat, der Mobbing in seinen Dienststellen oder in der Privatwirtschaft zuläßt oder nicht sanktioniert, kann sein humanitäres Wertesystem nicht glaubwürdig an seine Bürger vermitteln und gibt damit dieses Wertesystem langfristig dem Verfall preis.“
 
Kosten: Es wird viel von der „Explosion“ der Gesundheitskosten geredet. Das ist falsch. Eine Explosion ist eine sehr kurzfristige Angelegenheit. Sie spielt sich in einem Sekundenbruchteil ab! das kann in jedem waffentechnischen Buch nachgelesen werden. Es handelt sich eher um eine Erosion… Woher kommt dies? Ich glaube, dass das Kostenbewusstsein im Gesundheitswesen noch längst nicht angekommen ist. Bisher war ja alles machbar und es wurde stets bezahlt. Selbst Globalbudgets sind so angelegt, dass die Rechnung von hinten angestellt wird: Es wird überlegt, was es (aus Erfahrung) kostet und gestaltet die Vorgabe!
 
Ich behaupte, dass es kaum einen Betrieb im Gesundheistwesen gibt, der seine Kosten genügend genau kennt. Das sieht man schon daran, dass Fallpauschalen ermittelt werden, die landesweit gelten sollen. Es handelt sich um eine andere Form von politisch festgelegten Kosten. Dabei hat doch jedes Haus eine ander Kostenstruktur!
Aus der Industrie weiss man nur zu gut, dass Kleinbetriebe mit einem kleinen „Wasserkopf“ effizienetr sind, als grosse. Ich habe ein sehr praktisches Beispiel: Lasse ich den normalen Service bei meinem „Dorf-Garagisten“ vornehmen, koste mich dies etwas mehr als die Hälfte von dem, was mir der offizielle Vertreter verrechnet. Ein weiteres Beispiel: Vor bald 40 Jahren haben wir in der Betriebstechnikerschule die zu verrechnenden Stundensätze für einen kleine mechanische Werkstatt nachgerechnet. Grund dazu war, dass für die anspruchsvollen Maschinen ständige zu grosse Nachfrage herrschte, während die überigen Maschinen kaum je ausgelastet waren. Ursache: der Kleinunternehmer hat die teuren Maschinen zu billig angeboten. Nach unserer Arbeit wurden differenzierte Kostensätze verrechnet. In Kürze konnte beobachtet werden, dass die zu grosse Nachfrage bei den teuren Werkzeugmaschinen zurück ging und die bisher zu teuren ,einfachen Maschinen besser ausgelastet werden konnten. Nicht nur das: Der Betrieb rechnete gesamthaft besser ab! Kalkulation bedeutet eben nicht, lediglich einen über den Daumen angenommen oder einen politisch festgesetzten Ansatz zu nehmen. Preiskalkulation ist mehr als ein andesweit gültiger Ansatz.
 
Wenn ich höre, wieviel für das Öffnen und Schliessen eines fensters im Betagtenzentrum einer bettlägerigen Person verrechnet wird, wird mir fast schwindlich von dieserr Menschen verachtenden Tarifierung!
 
Folgerung: Die Misere, in der die Branche steckt, ist auf ihrem eigenen Mist gewachsen!Die Gesundheitsdirektoren, bis hinauf zum Gesundheitsdepartement sind massgebend daran beteiligt.

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Wir bringen seit anfangs 2001 gut ausgebildetes und erfahrenes Pflegepersonal in die Schweiz: Herkunft: Bulgarien und Rumänien. Die meisten Leute heben bereits in Deutschland und auch in der Schweiz gearbeitet und sie haben sich bewährt. Die Interessierten zurück zu bringen ist unser Ziel. Die Personenfreizügigkeit, ausgedehnt auf die genannten Länder bietet nun diese Möglichkeit. Die Erfahrungen sind gut.

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Cash Guru:
 
30. 10. 09: Satte technische Erholung

USA – BIP Zahlen 3.Q. plus 3,5pc. Weit über den Erwartungen. Brachte eine Kaufwelle, die auf den Fernen Osten und Europa (?) überschwappt.

Sika – 9M wesentlich weniger schwach als erwartet: Umsatz minus  11,6pc auf 3,12 Milliarden zurück. Situation hat sich leicht verbessert, Marktanteile erhöht. Fürs 2009 wird ein Rückgang von 10pc angesagt. 9M-Betriebsgewinn (vor Restrukturierungskosten) bei 322 Millionen Franken (minus 18pc, im Halbjahr waren es minus 40pc).

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Der Guru sagte heute auch: «Ich glaube, dass wir zuerst scharf korrigieren und anschliessend lange seitwärts gehen werden» mehr »

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Konkurrenz für inländische Arbeitnehmende tendenziell gestiegen


 

Gaillard hat auch erwähnt, dass es besser sei, diese Leute im Land zu behalten, weil sie den Inlandmarkt stimulieren würden… Die Arbeitslosenversicherung muss nun noch den Inlandmarkt subventionieren!

„Die Zuwanderung unqualifizierter Arbeitskräfte aus den Nachbarländern“ dürfte eigentlich kein Thema sein, hat man doch im Zusammenhang mit der Personenfreizügigkeit stets betont, wie wichtig der Zuzug qualifizierter Arbeitskräfte sei!

Eingewanderte Fachkräfte aus dem EU-Raum erhöhen die Konkurrenz auf dem Schweizer Arbeitsmarkt. Gleichzeitig gehören diese Ausländer zu den ersten Betroffenen der Wirtschaftskrise. Bei den Löhnen sind grundsätzlich keine negativen Entwicklungen festgestellt worden.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat am Donnerstag den 5. Observatoriumsbericht über die Auswirkungen der Personenfreizügigkeit seit Inkrafttreten des bilateralen Abkommens Schweiz-EU am 1. Juni 2002 veröffentlicht. Er beleuchtet die vergangenen sechs Jahre bis Ende 2008, einen Zeitraum, in welchem die Wirtschaftskrise noch wenig Thema war.

Es zeigt sich, dass es wenig Änderungen zum 4. Bericht des SECO gibt. Der erleichterte Zugang zu Fachkräften aus dem EU-Raum begünstigte weiterhin das hohe Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum der Vorjahre. Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim SECO, sagte vor den Medien in Bern, dass in der Schweiz ein „regelrechtes Beschäftigungswunder“ stattgefunden habe. 270’000 neue Arbeitsplätze seien in den vergangenen fünf Jahren neu geschaffen worden. 150’000 dieser neuen Stellen seien mit Schweizerinnen und Schweizern besetzt worden. Dank der wachsenden Zahl von Fachkräften sei die Produktion gestiegen.

Konkurrenz für Schweizerinnen und Schweizer

Dies hatte aber auch zur Folge, dass die Konkurrenz für die inländischen Arbeitnehmenden tendenziell gestiegen ist. Geäussert habe sich dies beispielsweise im Umstand, dass die Stellensuche etwas länger habe dauern können, erklärte Gaillard. Gaillard geht auch davon aus, dass aufgrund der hohen Zuwanderung und der Personenfreizügigkeit die Nominallöhne weniger angestiegen sind, weil der Fachkräftemangel nicht so ausgeprägt war. Hingegen seien die tiefen Löhne nicht unter Druck geraten – dank der flankierenden Massnahmen.

Eine grundsätzliche Verdrängung von in der Schweiz ansässigen Erwerbspersonen aus dem Arbeitsmarkt ist laut SECO jedoch nicht feststellbar. Höchstens in Regionen, in denen viele Grenzgänger arbeiten und wo die Zuwanderung unqualifizierter Arbeitskräfte aus den Nachbarländern zugenommen hat, schliesst das SECO eine gewisse Verdrängung der Einheimischen nicht ganz aus.

Der Bericht wagt aber auch einen Blick in die Gegenwart: Im Zuge der Wirtschaftskrise ist bei der Zuwanderung bereits eine leicht rückläufige Tendenz festzustellen. Die Verfasser des Berichts vermuten, dass die Zuwanderung mit einer gewissen Verzögerung auf die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung reagieren wird. Aufschluss darüber werde der nächste Bericht geben können.

Arbeitslosigkeit von Ausländern steigt

Zu beobachten sei bereits ein überproportionaler Anstieg der Arbeitslosigkeit von Arbeitskräften aus dem EU/EFTA-Raum. Als Gründe werden die kurze Zugehörigkeit zum Betrieb aufgeführt. Zudem seien Portugiesen auf dem Bau und Deutsche in der Industrie beschäftigt. Diese Branchen seien als erste von der Krise getroffen worden. Ziel des Berichts ist es, Informationen über die Auswirkungen des Freizügigkeitsabkommens auf die Wanderungsbewegungen zwischen der Schweiz und dem Ausland sowie den Auswirkungen auf den schweizerischen Arbeitsmarkt auszuwerten.

Quelle: HR Today/sda, 02.07.2009

Serge Gaillard kritisch hinterfragt:

„(…) Serge Gaillard ist ein leutseliger, charmanter Mann, der so vernünftig, so liberal und ökonomisch sprechen kann, als sei die Person, die beim Gewerkschaftsbund arbeitet und Kampfpapiere verfasst, eine ganz andere. Tatsächlich hat der Sozialdemokrat im Verlaufe seines Lebens häufig Positionen vertreten, die nicht kompatibel sind. Als er noch jung war und Student, politisierte er wie viele führende Gewerkschafter (etwa Vasco Pedrina*) bei der Revolutionären Marxistischen Liga (RML), später Sozialistische Arbeiterpartei (SAP) genannt, und wollte nach den Ideen Leo Trotzkis von der permanenten Revolution die Welt radikal umkrempeln. In seiner Dissertation führte er das (zögerliche) Investitionsverhalten der Unternehmer auf die Faktoren niedrige Rentabilität sowie hohe Steuerbelastung und Lohnkosten zurück. Als Wissenschaftler bei der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) verfasste er ebenfalls Studien, die nachwiesen, dass höhere Löhne den Konjunktur- und Beschäftigungsmotor nicht anwerfen, sondern vor allem die Chancen der Exportwirtschaft schmälern. )“ den ganzen Artikel von Urs Paul Engeler lesen Sie in der Weltwoche: ...Serge Gaillard – Der Bremser…

 …

Vasco Pedrina, der ehemalige Co-Präsident der Gewerkschaft Unia, ist vom Polizeigericht (sda) Ein Neuenburger Gericht hat Vasco Pedrina, den ehemaligen
www.nzz.ch/

… Gesehen in Freilich

Ein Deutscher sagt leise Adieu

Immer wieder liest man von der deutschen Einwanderungswelle in die Schweiz. Kein Wunder bei den deutschen Verhältnissen. Doch auch das Leben in der Schweiz ist nicht ohne Herausforderungen – kulturell wird in erster Linie gefremdelt. Einen Deutschen jedenfalls veranlasste dies dazu, die Schweiz wieder zu verlassen

Ich könnte Jodeln, Jassen und sogar Schwingen lernen; doch solange viele Schweizer glauben, sie müssten sich durch Abgrenzung von den Deutschen definieren, wird mir das nicht helfen. Nirgends in Europa bin ich so sehr Ausländer wie hier, 35 Kilometer hinter der Grenze.

Schuld daran hat jedoch in diesem Fall nicht Peer Steinbrück, im Gegenteil:

Gut, gibt es Peer Steinbrück. Er hat sich mit seinen Provokationen heldenhaft in die Bresche geworfen und alle germanophoben Tiraden auf sich gezogen. Noch nie haben mich so viele Schweizer angesprochen wie in der Woche nach Steinbrücks Kavallerie-Vergleich. Das Undenkbare passiert: Am Kiosk, an der Tramhaltestelle fragen wildfremde Leute nach meiner Meinung.

Witzige Lektüre, und vor allem all jenen Deutschen empfohlen, die glauben die Schweiz sei eine Art kleines Deutschland mit nem komischen Akzent ;-) 

 

Lesenswert hierzu übrigens auch die Ausgabe 963 der Schweizer Monatshefte.

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Kurzarbeit schädlich?


EZB warnt: Kurzarbeit könnte sich als Bumerang erweisen

Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt vor einer Ausweitung der Kurzarbeit. Das könnte sich im Aufschwung rächen, heisst es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht.

Massnahmen wir Kurzarbeit hätten eine erhebliche Belastung der Staatshaushalte zur Folge, ohne Investitionsanreize zur Belebung der Konjunktur zu schaffen. Zudem werde die für den Arbeitsmarkt insgesamt wichtige Mobilität gehemmt.
 
Die Wanderung von Arbeitskräften zwischen Unternehmen und Sektoren ist wichtig, damit gewinnbringende Investitionschancen, die sich im Zuge der wirtschaftlichen Erholung bieten, leichter genutzt werden können“, analysiert die EZB.
 
Bei einer kurzfristigen Konjunkturschwäche ist der Einsatz von Kurzarbeit laut EZB ein wirksames Instrument „zum Schutz von Humankapital in einem Unternehmen“.

 

 

 Euro-Tower in Frankfurt

Die EZB ist in einer grossen Tintenburg einquartiert. Auch diese Organisation kann das Geschehen nicht voraussehen. Kraft ihrer Grösse und Verankerung wird sie aber Empfehlungen abgeben – und letztlich absolut fasch liegen, derweil ungefähr genau mehr als genügend gewesen wäre.

Die EZB meint wohl die Wanderung zwischen den Staaten. Das Rezept: Kurzfristig Kurzarbeit, dann Entlassung was letztlich zur Sozialisierung führt, denn wer vom Arbeitsmarkt weg ist, kommt kaum mehr zurück! Das kann’s ja wohl kaum sein! Liegt die Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard falsch? Oder haben wir am Ende des Prozesses noch mehr Deutsche in der Schweiz?

26. Mai 2009 wie der Stellenabbau möglichst verhindert werden kann. Statt Personalabbau schlägt die Redaktion Kurzarbeit im Umfang des Inseraterückgangs vor. Bundesrätin Doris Leuthard hat am Samstag die verschiedenen
www.20min.ch
18. März 2009... Leuthard: Kurzarbeit statt Kündiungen …. Sollen die Befürworter nun schauen, dass wir da möglichst schnell rauskommen.. Was haben diese uns nicht alles
www.bernerzeitung.ch
25. Okt. 2008 Diese sollen möglichst nächstes Jahr in Kraft treten. unten korrigieren müssen, wir rechnen vor allem mit mehr Kurzarbeit», so Leuthard. tagesschau.sf
 
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