Kategorie-Archiv: 03 Wirtschaft

Lufthansa will Geld von der Schweiz!

Gehirnpicker

„(…) Ist es wirtschaftlicher, die Menschen neben dem Korn anzusiedeln und ihnen Kohle und Eisen zu bringen, oder sie in der Nöhe des Eisens wohnen zu lassen und ihnen das Korn zu bringen? Es hat den Anschein, dass es hierüber keine Diskussion geben kann.“) Antoine de Saiint Exupéry in Carnets

 

Lufthansa: Soweit kommts noch! Der Swissair gab man kein Geld, sie musste verrecken! Die Lufthansa hat die Swissair zu einem Preis von praktisch Null Franken unter ihren Nagel gerissen. Nun sollte also eine ausländische Fluggesellschaft mit Schweizer Geld saniert werden. Man will den Batzen und das Weggli mit einem einfachen Buebe-Trickli!

Einfach gesehen: Wenn die LH Geld braucht, soll sie dieses in Berlin abholen. Ist dort zu wenig verfügbar, könnte man der LH Geld auf Kredit geben für den Deutschland Garantie der vollen Rückzahlung garantiert. Ohne wenn und aber. Vom Geld anderer leben ist zwar einfach aber absolut unethisch!

Wenn am Schluss ein Volk für einen über Jahre betriebenen ruinösen Preiskampf bluten  muss stimmt doch etwas nicht! Die Fluggesellschaften werden in nächster Zeit eh gesund geschrumpft, ob man es wahr haben will oder nicht!

Vielleicht wird man später so weit ernüchtert, dass das Ökonomische Prinzip um eine soziale und um eine Sparkomponente ergänzt wird. Von den Banken erwartet man eine gewisse Eigenkapitalquote. Warum wird dies von „Systemrelevanten Unternehmen“ nicht verlangt! Spare in der Zeit, so hast Du in der Not!

Ökonomisches Prinzip; Grundsatz, dass ein bestimmter Erfolg mit dem geringstmöglichen Mitteleinsatz (Minimalprinzip) bzw. mit einem bestimmten Mitteleinsatz der größtmögliche Erfolg (Maximalprinzip) erzielt werden soll.

Das Ökonomische Prinzip in Extremis angewendet  maximiert Gewinne. Die Gefahr: Man bringt sich in einseitige Abhängigkeit un verliert die Kontrolle über die Unternehmung!

Der Umkehrschluss: Wäre nach dem Flugunfall in Halifax und dem folgenden Grounding Deutschland auf Anfrage hin bereit gewesen, der Swissair aus der Patsche zu helfen? Es wäre lächerlich, wenn dies jemand bejahen würde. Der LH kam es gelegen, dass der Konkurrent Swissair vom Erdboden verschwand!

Und wenn nun noch die auf dem Spiel stehenden Arbeitsplätze am Flughafen Zürich als Kampfmittel ins Feld führt, was ist zu erwarten? Gehört der Flughafen Zürich heute nicht Qatar oder gar zum Teil Peking? Die ausländischen Interessenten werden wohl das nötige Kapital zur Sicherung ihrer Interessen bereitstellen!

Latécoère

Es wurde lange erfolgreich kapitalisiert. Man komme jetzt nicht mit dem plumpen Versuch der Sozialisierung daher!

Wer jetzt in die Linienfliegerei investiert, wird sich in grosser Weitsicht üben müssen, denn jetzt gibt es erst einmal eine grosse, schon lange nötige Strukturbereinigung. Und es besteht die einzigartige Gelegenheit, den menschlichen Fussabdruck zu korrigieren. Fluggäste werden sich daran gewöhnen müssen, dasssie für den Flug mehr ausgeben müssen.

Es sind schon viele Fluggesellschaften verschwunden, von  den Lignes Aeriennes Latécoère (woraus die Air France hervor ging) über PANAM, Malev, Spantax, Balair, Crossair, Swissair usw. Kein Hahn kräht mehr nach ihnen! => Liste ehemaliger Fluggesellschaften – Wikipedia

Und zum Schluss noch dies: Wir können eine Wette eingehen, dass die LH erfolgreich sein wird und dass es genügend dumme Politiker in der Schweiz gibt, den Deutschen das Geld Haufenweise nachwerfen. Vielleicht sind sie so dumm, dass en Empfängern noch Zins dafür bezahlen!

Wir erleben es täglich vom Verein bis zum Staat: Mit dem Geld anderer lässt sich leicht leben….

Aus: Antoine de Saint Exupéry, Carnets, Ökonomisches

Soll die AHV verscherbelt werden?

Seit über 20 Jahren wird über die Sicherung der AHV „beraten“. Man sollte eher von Palavern reden!

Die aktuele Krisensituation bietet bereits einige wichtige Erkenntnisse. Um die „Wirtschaft“ zu retten scheinen alle Mittel die Zwecke zu heiligen. Das Geld wird massenweise zum Fenster hinaus geworfen. Nur weil Unternehmen keine Reserven angelegt haben, muss man sie jetzt „retten“. Man „rettete“ schon Banken. Im Fall UBS kam das Geld wieder zurück. Die Swissair wurde nicht gerettet, dafür soll nun dem ausländischen Unternehmen „SWISS“, die zu 100% der Lufthansa gehört und bisher als Geldesel äusserst rentabel war, Kapital nachgeworfen werden. Aber kaum jemand glaubt daran, dass die Unsummen für alles und jenes von den Empfängern zurück fliessen werden. Es wird schon zurück fliessen indem die Steuern erhöht werden und die „Kraftakte“ sozialisiert werden!

AHV kontra Wirtschaft, das ist wie David und Goliath! Vielleicht findet die AHV dank Helmut Hubacher die richtige Steinschleuder gegen den Mammon „Wirtschaft“!

Helmut Hubacher ist ein rechter Linker! Trotz hohem Alter sieht er klar! Seinem Aufruf: „Der Stau bei der AHV muss beendet werden“ stimme ich voll zu!

Wenn man über die AHV redet, sollte man das Schweizer Dreisäulenprinzip ebenso in die Betrachtung einbeziehen! Ein grosser Teil der Bevölkerung kann die dritte Säule, das eigene Sparen mangels Finanzen nie äufnen, also funktioniert das Prinzip nur für mehr oder weniger gut Betuchte. Die Maden im Speck der zweiten Säule sind die zig Versicherungen, Berater und Treuhänder. Sie leben gut davon, während die Leistungen an die Versicherten stagnieren oder geringer ausfallen!

Es ist wieder die Wirtschaft, die sich gegen höhere Beiträge wehrt! Goliath lässt grüssen!

Es ist an der Zeit, die Sozialwerke zu pflegen und zwar mit Anstand!


Greta & Co

M-G. schreibt auf FB: „Hervorragende Worte eines Reporters von skynews Australien an die jungen Menschen, die kürzlich für das Klima demonstriert haben„:

„(..) Ihr seid die erste Generation, die in jedem Klassenzimmer eine Klimaanlage habt, euer Unterricht erfolgt computergestützt, ihr habt einen Fernseher in jedem Raum, ihr könnt den ganzen Tag elektronische Mittel verwenden.
Anstatt zu Fuss zur Schule zu gehen, benutzt ihr alle Arten von Transportmitteln mit Verbrennungsmotor. Ihr seid der grösste Konsument von Konsumgütern in der bisherigen Geschichte der Menschheit. Ihr kauft ständig neue Kleidung, um „trendy“ zu sein obwohl die Sachen vom letzten Jahr noch völlig in Ordnung sind. Kaum jemand von euch repariert seine Kleidung, ihr habt keine Ahnung wie man einen kaputten Reissverschluss auswechselt geschweige denn, wie man mit einer Nähnadel umgeht.
Es wird weggeworfen was das Zeug hält. Euer Protest wird durch digitale und elektronische Mittel angekündigt.

Der Whatsaff

Euer Handy wie das Tablet sind 24h online. Ihr seid mit euren ganzen elektronischen Spielzeugen der grösste Stromverbraucher.
Leute, bevor ihr protestiert, schaltet die Klimaanlage aus, geht zu Fuss zur Schule, schaltet eure Handys aus, eure PCs, Xboxen, PS4s und lest ein Buch, macht euer Sandwich selber, anstatt es fertig in Plastikverpackungen zu kaufen.
Nichts davon wird passieren, weil ihr egoistisch seid, schlecht ausgebildet, von Leuten manipuliert, die euch benutzen, und sagen, dass ihr eine edle Sache betreibt, während ihr Spass habt und den „verrücktesten“ westlichen Luxus geniesst.
Wacht auf und haltet bloss euer verwöhnten Mund – findet die Fakten, bevor ihr protestiert und fangt erst mal bei euch selber an, die Welt zu verbessern und erklärt nicht Menschen zu Täter, die ihr ganzes Leben lang nachhaltig gelebt haben! )“

Irgendwie fühle ich mich nicht ganz wohl dabei, wenn den jungen Leuten die Schuld für die Misere alleine in die Schuhe geschoben wird. Sie haben die Übersicht für eine Gesamtschau noch nicht intus. Und sie haben doch wohl auch ihre Vorbilder aber auch ihre Beeinflusser! Man müsste diesen auch an den Karren fahren. Diese sind eben daran, „grün“ Auto zu fahren.

W wie Wahrheit E-Auto mit Kohlenstrom

Natürlich gehören auch jene Politiker und Politikerinnen dazu, welche dem ungebremsten Wachstum das Wort reden. War es nicht ex Bundesrätin D. Leuthard, die das Volk aufforderte den Konsum zu steigern, um die Krise wg zu konsumieren?

ex BR Leuthards Konsumkeule

(…) Bundesrätin Doris Leuthard ruft zu (noch) mehr Konsum auf. Und dies, obwohl beispielsweise US-Präsident Obama und UBS-Chefökonom Klaus Wellershof ihre ZuhörerInnen und LeserInnen haben wissen lassen, dass Menschen in vielen Ländern über die Verhältnisse gelebt haben. Angesichts des deutlich zu grossen ökologischen Fussabdruckes der durchschnittlichen Schweizerin, des durchschnittlichen Schweizers ist der Konsum bereits übermässig – die SchweizerInnen leben vom Kapital anderer Länder und zukünftiger Generationen, statt in einem nachhaltigen Sinn nur die Zinsen der natürlichen Ressourcen zu verwenden. Oder anders: wenn Frau Bundesrätin Leuthard zu noch mehr Konsum aufruft, ist dies ein direkter Aufruf zur Zechprellerei! In diesem Land ist genau das Gegenteil gefragt: es braucht mehr LOVOS, es braucht einen Lebensstil der freiwilligen Einfachheit, es braucht mehr Sein als Haben! Gerade die letzten Monate haben gezeigt, dass die Gier nach immer noch mehr nicht nur die Finanzwirtschaft in eine erhebliche Krise geführt hat. Wer zu noch mehr Konsum aufruft, hat die Begrenztheit des Planeten Erde nicht wahrgenommen – oder, wie es Richard Gerster sagt: Unser heutiger Lebensstil basiert darauf, dass er anderen verwehrt bleibt. Fakt ist, dass die Auswüchse der Erwerbsarbeit – seien diese im ökologischen, ökonomischen oder gesellschaftlichen Bereich – viele Menschen in existenzielle Schwierigkeiten versetzen. So kann es also nicht weitergehen. Quelle (Umweltnetz.ch)

Wirtschaftskreise und hohe Beamte in der Tintenburg des Bundes planen die 11-Millionen-Schweiz. Grossverteiler z.B. können so jährliches Wachstum ausweisen, ohne sich dafür extra anstrengen zu müssen. Die zusätzlichen Menschen werden irgend wo wohnen wollen. Gutverdienende verdrängen Einheimische und Wenigverdiener. Bezahlbarer Wohnraum wird besonders in den städtischen Umgebungen knapp. Den Bauunternehmungen schwimmen die Aufträge nur so ins Haus. Die Konzentration auf die Städte verlangt nach mehr Autobahnen, Grünflächen kommen unter Druck. Stück für Stück wird zubetoniert. Die Pendlerströme nehmen zu. Es braucht mehr Tagesschulen und es braucht Fachkräfte von auswärts, weil solche nicht zeit- und zielgerecht nachgezogen wurden. Der Ruf nach ausländischen Fachkräften wird laut. 11 Millionen Leute benötigen zusätzlich Strom und Wasser (wird knapper, auch wegen Belastung durch Giftstoffe) und sie erzeugen zusätzlich Abbwässer, Müll und Sondermüll. Die steigende Nachfrage nach hoch qualitativen Fleisch, Milch und Käse bringt noch mehr Gülle und Belastung des Grundwassers! Die Pestizidhöllen weisen jetzt schon bis das 27-fache der zulässigen Belastung auf… Der Staat soll sich möglichst aus allem heraus halten, die Wirtschaft könne es besser. Ist es so? Die Wachstumseuphoriker und -propheten, Ökonomen und Politiker haben keine Konzepte um qualitatives Wachesen dem quantitativen vor zu ziehen. Die Angst vor rezzessiven Entwicklungen ist zu gross! Sie haben auch kaum eine Vorstellung, wie Arbeit zu den Arbeitnehmenden gebracht werden könnte, anstatt alle Arbeitnehmenden zu einem Fixpunkt heran zu ziehen.

Grossbanken zeigen auf, zu was es führt, wenn die Kader hauptsächlich in ihre eigenen Taschen wirtschaften. Man schaue Richtung CS! Die Verrohung ist schon fast perfekt!

Jugendlichen, die in ihrer „politischen Adoleszenz“ aufbegehren, sollte man mit Toleranz begegnen. Sie haben noch kaum viel verbockt! Es ginge eigentlich darum, viele andere Baustellen zu pflegen!


Geld regiert die Welt

Keine Neuigkeit in dieser Überschrift. „Nichts Neues unter der Sonne!“ (Kohelet), wissen wir schon; schon immer gesagt;…

Wenn man es schon gewusst haben will, sollte man sich jedoch um die Einzelheiten kümmern. Dann wird es etwas anspruchsvoller werden!

Hören Sie den Vortrag von Ernst Wolff: Auf der letzten Etappe zum Crash – Wie konnte es so weit kommen? 27. Mai 2019

Der nächste Coup: Die Abschaffung des Bargeldes!  Für Barzahlung sind der Käufer und der Verkäufer, also zwei Parteien involviert. Beim Bezahlen via Kredikarte kommt ein dritter dazu (eine Made im Speck). Der Finanzdienstleister – Ziel: totale Überwachung und eine weitere Masche zur Aussaugung bzw, Enteignung der Einzelnen… Angriff auf den Mittelstand durch Plattformökonomie.

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KenFM im Gespräch mit: Ernst Wolff („Finanz-Tsunami“)

„(..) Geld regiert die Welt! Banken-Kartelle sind längst die eigentliche Macht auf diesem Globus. Das, was die großen Finanzdienstleister seit Jahrzehnten als FIAT-Money auf den sogenannten „Märkten“ imitieren, hat spätestens seit 1971 keinerlei Bezug mehr zu echten Werten. Als US-Präsident Nixon, nach der enormen Verschuldung während des Vietnamkriegs, die Golddeckung des Dollar aufgab, zog die Regierung endgültig vom Weißen Haus in die Wall Street um. Banken sind inzwischen so mächtig, dass einzelne Banker heute per Mausklick Summen bewegen können, die deutlich größer sind als die Mittel, die mittlere Staaten im Jahr erwirtschaften. Mit solchen Hebeln ausgestattet, können Großbanken im Verbund jeden politischen Gegner in die Knie zwingen, der nicht nach ihrer Pfeife tanzt. Derartige Machtspiele sind dennoch selten geworden, denn die Drehtür-Politik der Finanzinstitute ist wesentlich effektiver. Längst sind unsere politischen Entscheider in den Regierungen von „Beratern“ umstellt, die direkt aus dem Bankensektor stammen. Mario Draghi, der heute die EZB kontrolliert, stammt direkt von Goldman Sachs. Zufall? Mit dem Aufheben des Glass-Steagall-Act aus dem Jahre 1932, wurde die strikte Trennung zwischen klassischem Bankgeschäft und Investmentbank wieder aufgehoben. Hatte man aus den Fehlern der Weltwirtschaftskrise nicht gelernt? Oder war Bill Clinton, als der das Gesetz von damals in die Tonne warf, einfach gedanklich bei Monica Lewinsky? Wir wissen es nicht. Was wir wissen ist, dass selbst der Crash von 2008 am Selbstbedienungs-Charakter des (Finanz-) Systems nichts geändert hat. Gewinne werden privatisiert, Verluste verstaatlicht. Schon kurz nach dem Crash, ausgelöst durch die Bank Lehman Brothers, wurden wieder astronomische Boni bezahlt und entstanden wieder neue „Finanzprodukte“, die nur dazu geschaffen wurden, um auf den Spieltischen der Großbanken unüberschaubare Spekulations-Blasen zu schaffen. Unser Geldsystem ist eine Munitionsfabrik, in der es zu Gewohnheit, ja zu Bedingung geworden ist, rund um die Uhr zu rauchen, will man ganz oben mitspielen. Das kann nicht ewig gut gehen. Die nächste Krise ist so sicher wie ein Waldbrand im Hochsommer, wenn eine glühende Zigarette unachtsam im Unterholz entsorgt wird. Wer glaubt, nur weil er bis zum Hals im Wasser steht, Feuer könnte ihm nichts anhaben, der verdrängt, dass nicht nur der Wasserspiegel permanent steigt, sondern die Dreiecke, die ihn umkreisen, zu den Haien gehören, die sich überall tummeln. Um uns baut sich ein erneuter Finanz-Tsunami auf, dessen Wirkung alles Bisherige übersteigt, zumal die Mittel der Bankenrettung 2008 vollständig verbraucht wurden. Dieser Kahn hat schlicht kein einziges Rettungsboot mehr! Was erwartet uns? Wie dicht stehen wir an der Klippe? Und warum erfahren wir über den erbärmlichen Zustand unseres Geldsystems kaum etwas? Was früher im Kleingedruckten unterging, wird heute durch das Erschaffen von medialen Nebenkriegsschauplätzen geleistet. Man verkauft uns für blöd. Durch die Bank und mit den Medien. KenFM spricht mit Ernst Wolff über den Status Quo unseres Geldsystems und nimmt dabei keine Dollar-Note vor den Mund. Nach seinem Bestseller „Weltmacht IWF“ legt Wolff jetzt mit „Finanz-Tsunami: Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“ noch eine Schippe drauf. Wer die Nerven hat, sich den Konsequenzen der „Märkten“ zu stellen, sei vorab gesagt: das Interview wird ihn erzürnen. Menschen, denen ihr Arzt empfohlen hat sie mögen sich schonen, sollten sich diese Ausgaben von KenFM im Gespräch sparen.

Inhaltsübersicht: 00:00:24 Das neue Buch: Finanz-Tsunami, ein Lehrbuch in Kapiteln 00:02:06 Das Ende des klassischen Finanzsystems 00:04:04 Historischer Diskurs: Was ist Geld? 00:07:37 Was ist eine Investment-Bank? 00:09:11 Die Wurzeln des Bankensystems liegen im Wilden Westen 00:15:11 Entstehung des Federal Reserve System, auch FED genannt 00:20:19 US-Banken finanzieren den 1. Weltkrieg 00:25:07 Kredite als Destabilisierungsfaktor in den USA & Europa 1914 – 1945 00:32:15 1945: Bretton-Woods Währungsordnung versus Triffin-Dilemma 00:38:12 Wer gegen der Dollar opponiert, bekommt Probleme 00:42:27 Der Beginn des Petro-Dollars und des IWF 00:47:28 Finanzkrisen der 70er bis 90er, neue Wege werden benötigt 00:52:19 Finanzderegulierungen mit Unterstützung der Politik 01:00:42 Bürger müssen kritischer werden, sich informieren, sich wehren 01:16:23 Finanzzusammenhänge aus den letzten 100 Jahren 01:32:23 Wann kommt die große Tsunami-Welle?

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Den möglichen Crash wird durch die Vierte Industrielle Revolution beschleunigt. Die Ethik ist endgültig abhanden gekommen


Vierte Industrielle Revolution

Während man heute noch möglichst 6- bis noch mehr Spuren aufweisende Autobahnen in die Städte plant, dort aber möglichst alle Parkplätze abschafft, überlegt kaum jemand in Wirtschaft und Politik über echte und zukunftsträchtige Alternativen nach. Und falls, ist es beim Volk bisher noch kaum angekommen! Man zentriert Arbeit und lässt tausende von Arbeitskräften antanzen (Pendlerkosten). Dezentralisation der Arbeit wäre ein wichtiges Postulat. Es würde neben den grossen Zentren auch in der Region Steuersubstrat abwerfen, mit allen Konsequenzen. Im Hinblick darauf, was uns noch blüht ist der „Steuerdeal“ aus Sicht AHV vermutlich eine gute Zwischenlösung. Die definitive Lösung kann momentan niemand voraus sehen, denn Roboter bezahlen keine Sozialversicherungsbeiträge, ausser es würde eingeführt! Was weltweit desbesüglich geschieht, wird wohl in die Betrachtung einbezgen werde müssen!

Wir können hautnah mitverfolgen wie eine neue Industrielle Reform, die vierte, im Entstehen ist! Die Rede ist von der grossen digitalen Transformation. Untertitel sind: Roboter, Drohnen, Künstliche Intelligenz KI, virtuelle un andere Realitäten, Schwarmintelligenz, usw.

Jörg Heynkes: „(…) Humanoide Roboter, Drohnen, Schwarmmobilität, künstliche Intelligenz, virtuelle und erweiterte Realitäten…
Wir leben, so Jörg Heynkes, in der spannendsten, aufregendsten aber auch gefährlichsten Zeit der Menschheitsgeschichte. In diesem Vortrag führt er vor Augen, wie tiefgreifend die Digitalisierung schon in naher Zukunft unsere Lebenswirklichkeit verändern wird. Er beschreibt die gewaltigen Chancen dieser „vierten industriellen Revolution“, die uns ganz neue Möglichkeiten geben wird, Probleme zu bewältigen. Er betont aber auch die Notwendigkeit eines radikalen Umdenkens. Denn wenn wir weitermachen wie bisher und nicht lernen, die neue Technik verantwortungsvoll zu nutzen, steuern wir auf den Abgrund zu.)“

Was gemeint ist und eine Zeitabfolge:

Es geht nicht primär was Atlas kann, es geht primär darum, wie Atlas gesteuert wird. Und es geht darum, zu wissen, dass das was Atlas kann, die nächsten 10’000 Atlas‘ ebenfalls können!

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Die Vögel brauchen sich um Digitalisierung, KI, usw. nicht zu kümmern. Sie haben dieses Problem nicht, denn ihre einzige Aufgabe ist die Bewahrung des Fortbestandes und nicht das Ziel, gierig mehr als andere zu haben, koste es was es wolle… Das was z. B. eine Meise kann, können alle anderen Meisen auch….!

Die folgenden Bilder wurden im Mai 2019 geschossen. Ab dem 22. 05. 19 war der Flugbetrieb eingestellt, ergo auseflogen! Der Nistkasten wurd von unserem Grosskind vor vielen Jahren in der Schule gebaut. Mit der Ausreise ins Ausland blieb der Kasten da. Seither haben jedes Jahr Kohlmeisen darin genistet. Dreimal kam es vor, dass nach der ersten Brut Blaumeisen einzogen und mit wenig „Zusatzpolster“ das bestehende Nest nutzten! Einmal wurde die frühzeitig verlassen.

Umgebung scheint sicher

Ob die Vögel in Zukunft ihre Aufgabe erfüllen können hängt vom Nahrungsangebot ab. Dieses wird weitgehend durch Unmengen von Produkten an „Pflanzenschutzmitteln“  wie Glyphosat und anderen der Grosskonzeren wie Monanto, –  Bayer, Syngenta& Co, eingesetzt durch die Landwirtschaft, eingeschränkt oder zerstört.  Dass in dieser Richtung etwas passiert ist erkennen wir daran, dass unsere Autoscheiben kaum mehr tote Insekten aufweisen. Selbst die Segelflieger haben festgestellt, dass die Torsionsnasen über viel längere Zeit sauber bleiben als vor 20 Jahren!

gestartet
Der eine raus, der andere rein!
Hat geklappt, es ist frei
Bald frei?
Ausflug

Kommentare:

„(…) Heynkes ist ein hervorragender Referent. Ja ich denke unsere “Enkelpersonen” werden sich in einer solchen Welt zurechtfinden oder zurechtfinden müssen. Schwarmmobilität ist ein interessantes Stichwort. Aber wie halten die ”Digitalisten” die “Nichtteilhabenden” und die wird es in Massen geben im Zaum?  Wohl mit “Schwarm” – Roboterkriegern. Also Jörg Heynkes hat die Fantasie angeregt und wir können jetzt an den Pensionärstammtischen “schocken”.
Die Industriegesellschaft wird Gewinner und Verlierer produzieren. Das ist heute und war gestern so. Am richtigen Ort zu sein wird die grösste Herausforderung sein. Wir werden ja sehen, als Zuschauer oder Betroffene.)“ (von O. B., Davos)

„(…) Wir erleben in unseren kurzen Jahren  wirklich fantastische Entwicklungen, am Boden, in der Luft und im Space, vom Mensch erzeugt.  Leider aber auch schreckliche  Ereignisse  rund herum auf diesem Globe, auch vom Mensch gemacht.  … … und zum Thema Windschutzscheibe und Insekten: Wir waren vor einigen Tagen auf der Autostrasse nach Zentral Texas, als uns ploetzlich mit einem Klapf die volle Sicht nach vorne limitiert wurde. Nach dem Stop fanden wir die Scheibe mit Honig ueberdeckt und viele tote wilde Honigbienen. Ein Schwarm muss auf der Suche nach mehr Blumen vom sicheren Flugweg abgekommen. Schlechter Staffelfuehrer, oder Ausfall der Sensoren! – (O. Sch., Arlington, Texas)


Brexit, Chance verpasst?

Die Briten scheinen die Gelegenheit zu verpassen, den Austritt aus der EU in eine Wachstumsstrategie umzumünzen.

Die Europäische Union (EU) stellt mit ihrem zunehmenden Regulierungs- und Zentralisierungsdrang gewissermassen die Antithese zum Erfolgsmodell dar, welchem der Kontinent seinen Aufstieg zu verdanken hat. Errungenschaften wie etwa die parlamentarische Demokratie, die Wirtschaftsfreiheit und Gewerbefreiheit, wie auch die Gewissens- und Religionsfreiheit entstammen der Abwesenheit einer zentralen politischen Gewalt und dem Wettbewerb zwischen verschiedenen Gebietskörperschaften. Der enorme Agrarprotektionismus, sowie undurchdachte gebietsübergreifende Richtlinien und Politiken der EU schränken diesen Systemwettbewerb immer stärker ein.

Aus dieser Optik hätte der Brexit durchaus eine Chance sein können, um diesen schädlichen Trend umzukehren. Doch allem Anschein nach wird Grossbritannien diese Gelegenheit nicht nutzen können. Die ökonomischen Weisheiten eines Adam Smith, die ruhmvolle Vergangenheit der industriellen Revolution (1.0-4.0) und des Freihandels, die gesunde Rhetorik einer Margaret Thatcher zum privaten Unternehmertum und zur Eigenverantwortung sind leider heute nicht mehr die dominierenden Ansichten.

Die Politik Grossbritanniens wird heute vom Chauvinismus des Wohlfahrtsstaats dominiert und viele Interessengruppen möchten den bestehenden nationalen Etatismus aufrechterhalten, ob im Gesundheitswesen, in der Bildung, im Wohnsektor, in der Landwirtschaft und der Fischerei oder bei «öffentlichen Dienstleistungen». Die wettbewerbsfähige Strategie des Brexit, nämlich die eines einseitigen Freihandels gegenüber der EU wie auch dem Rest der Welt, wird nur von einigen Think Tanks vorgeschlagen. Nichtsdestotrotz verspräche diese einen enormen Wohlstandsvorsprung. Quelle: Liberales Institut

Das nicht-verwertete Potenzial des Brexit

Es bleiben unbeantwortete Fragen:

  • Was wäre, wenn festgestellt würde, die Menschheit hätte ihr zahlenmässiges Maximum erreicht?
  • Wie würden die Wachstumsökonomen damit umgehen?
  • Die Theorien der Postwachstumsanhänger scheinen ins Leere zu verlaufen! Über „Peak Oil“ ist schon viel geschrieben worden. Die nächste Runde heisst vielleicht Peak Everything oder Peak Prosperity
  • Was wäre, wenn die Wachstumsapostel keine Alternativen zum wirtschaftlichen und Geldwachstum fänden?
  • Würden sie vielleicht etwas nachhelfen, damit Wachstum wieder möglich wäre?
  • Welche Mittel würden sie wohl einsetzen? Etwa Krieg mit biologischen oder chemischen Mitteln oder mit etwas ganz anderem? hatten wir mit den Kriegen WK1 u WK2 (inkl. Konzentrationslager und Ethanasie, sowie von Vietnam bis Syrien und Jemen…
  • Was ist von Politikern zu erwarten, deren „Horizont“ bis zu den nächsten Wahlen reicht und denen es nur um Macht geht? Die Wahrheit bleibt bei ihnen aussen vor!
  • Was ist von Unternehmern zu erwarten? Sie die kurzfristig und oft egoistisch denkt! (Hansjörg Wyss)

Die andere Sicht: öffne den folgenden Link: „Man sollte weit weit weg sein, wenn die Bombe hochgeht“  – Volkswirt Dr. Markus Krall zum Brexit

Ergänzt: 21/22. 04. 19


UBS – schlechter Stil

Sergio Ermotti

Die 14 Millionen Franken an Gehalt und Boni an Herrn Ermotti sind jenseits aller ethischen Begriffe.

Der  CS-Chef holt auf und bekommt für 2018 30% nehr als im Vorjahr, nämlich 12,7 Mio Franken. „(…) Die Gesamtentschädigung der CS-Geschäftsleitung, zu der Ende Jahr 12 Mitglieder gehörten, beläuft sich auf 93,5 Millionen Franken. Im Vorjahr war den ebenfalls 12 Mitglieder lediglich 69,9 Millionen bezahlt worden. Bei der UBS verdiente das Top-Management letztes Jahr insgesamt 100,8 Millionen Franken. …)“ – Dies alles bei einem um 30% gesunkenen Aktienkurs…

Man findet immer jemand, der eine dumme Angelegenheit schön redet!

Dazu gehört  „Vergütungsexperte“ (?) Urs Klingler! Er sagt dazu: «Das hat einerseits mit dem globalen Markt zu tun, wo wir in Konkurrenz zu amerikanischen Organisationen stehen.» Und zum anderen arbeite man in der Finanzbranche mit Geld. Da sei die Nähe zu guten Löhnen quasi gegeben, so Klingler.

Lohn:  [nach Stunden berechnete] Bezahlung für geleistete Arbeit [die dem Arbeiter bzw. der Arbeiterin täglich, wöchentlich oder monatlich ausgezahlt wird]

Der amerikanischen Markt als Konkurrenz würde kaum dazu führen, dass Herr Ermotti und seinesgleichen nach Amerika abwandern würden, auch wenn sie hier „nur“ nur eine Mio Franken pro Jahr bekämen. Ausnahmen gibt es immer. Und würden sie ausziehen, wäre es auch kein Schaden. Es hat genügend Fähige die zwei Konti im Griff haben könne, die Konti Soll und Haben – oder zwei Nägel in der Wand: am einen die Rechnungen, am anderen die Quittungen…! Ein Zeit lang, als der Staat die Bank „retten“ musste, herrschte eher „sollte haben“!

Das Schweizer Fernsehen beschäftigt neben den eigenen Angestellten für die meisten Belange so genannte „Experten“. Es hört sich gut an und niemand muss den ungeschützten „Titel“ begründen.

Die Mitarbeiter von Orell Füssli, wo die Banknoten hergestellt werden, arbeiten auch mit Geld. Die Nähe zu guten Löhnen, vergleichsweise mit jenen des Herrn Ermotti kommen da aber nicht vor!

Urs Klinglers Aussage hörte ich ähnlich auch schon: „Wenn die Papierkorblehrerin des Bundesrates wesentlich mehr verdiene, als die Papierkorblehrerin in einem subalternen Betrieb, dann fällt es kaum auf, obwohl beide absolut das Gleiche tun! Jene Person, die den Bundesrat bedient profitiert von der „Prestigeumgebung“

Klingler: Boni vor dem Knock-Out

«Die 14 Millionen sind im internationalen Vergleich eigentlich relativ bescheiden», sagt Urs Klinger. Man habe allein in den USA 70 CEOs gefunden, die mehr verdienten (verdienen?), so der Experte. Man soll doch mal den Weltdurchnitt heranziehen und nicht nur die USA und deren Exzess! Auf Sizilien findet man wohl einige, die noch mehr Geld generieren!

Jemand meinte einst etwas böse: „Schweizer Gangster unterscheiden sich gegenüber amerikanischen darin , dass sie   bereits hinter dem Bankschalter agieren…!“Al Capone sei gegrüsst!

Gangster in der Bank

Bankschalter werden wohl bald ausgedient haben. In Antiquitäten-läden sind sie dann für einige Zeit zu haben!

„(…) Laut den Resultaten der Wissenschaftler erwirtschaftet die organisierte Kriminalität in Europa mit verbrecherischen Machenschaften Milliardenbeträge und investiert die Gewinne zu einem grossen Teil in legale Geschäfte. Die gesamten Umsätze auf dem Kontinent werden auf umgerechnet gut 120 Milliarden Franken pro Jahr geschätzt. – Michele Riccardi, ein an der Studie beteiligter Wissenschaftler, erklärt gegenüber der Zeitung «Der Standard»: «Allein der Markt für gefälschte Waren umfasst etwa 50 Milliarden Franken.» Des Weiteren sei der Drogenhandel absolut zentral. So verdiene die Mafia mit dem Heroinhandel etwa 10,3 Milliarden Franken jährlich, mit Kokain 8,2 Milliarden und mit Marihuana 8,1 Milliarden. Und genau diese Gewinne würden dann via Investitionen in legale Märkte fliessen….)“ Quelle

Es mag ja sein, dass Turbokapitalismus und Hochfrequenzhandel anspruchsvoll sind. Asnpruchsvoll für die Computerspezialisten! Siehe: Neue Rechnergeschwindigkeiten für die Wall Street.

Die Forschung, z.B. in der Biochemie, ist auch anspruchsvoll! Dort jedoch besteht Innovation, werden Erkenntnisse gewonnen, wird Neues entdeckt, entstehen Arbeitsplätze…

Die folgenden Zahlen zeigen auf, wieviel die Topmanager in der Schweiz verdienen. Einige von Ihnen gehören auch international zu den bestbezahltesten CEO. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2016 in denen auch Prämien und Boni miteinberechnet wurden.

Als Boni noch kein Thema war, wurden Leistungsprämien für ausführende produktive Tätigkeiten (monotone Seriearbeiten) ausgerichtet. Die Erkenntnis: Leistungssteigerungen seien nur „über hinten rechts“, übers Portemonnaie zu erreichen. Hilfskräfte bekamen keine Prämien und Leute in „gehobenen Stellen“ sowie Chefs waren durch ihre im Vergleich höheren Löhne bereits abgegolten.

Die britische Ökonomin Diane Coyle: „Chefs und führende Banker, die komplexe Jobs mit vielen unmessbaren Aufgaben erledigen, sollten die letzten Angestellten sein, die Boni erhalten.“

Das sind die 10 Topverdiener, Raubritter und Feudalherren, unter den Schweizer CEO

CEO Unternhemen Gehalt
1. Sergio Ermotti UBS CHF 13,7 Mio.
2. Severin Schwan Roche CHF 12,3 Mio.
3. Joe Jimenez Novartis CHF 12 Mio.
4. Paul Bulcke Nestlé (bis Ende 2016) CHF 11,21 Mio.
5. Tidjane Thiam Credit Suisse (für 2016) CHF 10,24 Mio.
6. Richard Lepeu Richemont CHF 9,7 Mio.
7. Ulrich Spiesshofer ABB CHF 9,3 Mio.
8. Eric Olsen LafargeHolcim CHF 9 Mio.
9. Erik Fyrwald Syngenta CHF 8,4 Mio.
10. Mario Greco Zurich CHF 7,8 Mio.

Quelle: Job channel

Boni mit Trittbrettfahrereffekt: Jeder möchte gerne haben was anderen regelmässig aufs Konto geschwemmt wird. Das Gesundheitswesen treibt seltsame Blüten: Ärzte an Spitälern profitieren neben anderem davon, dass sie mehr (unnötig) operieren bzw. behandeln. Leistungsabhängige Boni sind die Ursache! In Zürich soll dieser Wildwuchs nun entfernt werden – auch um die Aushöhlung des Gesundheitswesens durch gewinngetriebene Einrichtungen einzudämmen.

Boni an Lehrer für gute Leistungen der Schüler …. Schön gesagt! Die Schüler bringen gute Leistungen, Lehrer kassieren Bonus – Widersinn! Boni auszurichten für ureigenste Aufgaben wirkt schal!

Ob der Lokführer des Personenzuges mehr Lohn oder gar einen Bonus erhalten soll, als jener, der die gleiche Fahrt mit einem Güterzug absolviert, weil ersterer wegen den vielen Passagieren die grössere Verantwortung trage? Klassifikatorisch ist es nicht relevant, ob Passagiere, eine Black Box  oder Güter transportiert werden. Die Aufgabe besteht darin, sicher von A nach B zu gelangen! Ergo haben wir es mit gleicher Verantwortung zu tun.

Bei den Turbokapitalisten herrscht Streben nach Profit, Gier und Unersättlichkeit. Auf diesem Altar wird die Schweiz geopfert.


Eigenmietwert – Schweizer (Un-) Eigenart

In der Schweiz wird der Eigenheimbesitzer für sein selbst finanziertes Wohneigentum mit einer theoretischen Steuer belegt. Befürworter dieses Kuriosums, welches es auf der ganzen Welt sonst eher selten gibt, finden auf kurlige Weise immer wieder Scheinargumente dafür. Allein schon die aufgewendete Energie zur Verteidigung dieses helvetischen Blödsinns macht die Angelegenheit suspekt. Wer würde etwas verteidigen, woraus er keinen Nutzen ziehen könnte? Wer sind denn die Interessierten, die Nutzniesser? Es müssen primär wohl die Geldgeber sein – darunter auch Pensionskassen, Banken Immobilienhändler usw. Es wird zur Zeit wieder über die Abschaffung dieser Besteuerung diskutiert: Dabei wird argumentiert, diese Steuer auf dem Eigenheim sei systemwidrig, willkürlich und ungerecht.

„(…) In Kombination mit den Steuerabzügen für Schuldzinsen und Liegenschaftsunterhalt sorgt die Besteuerung dieses «Naturaleinkommens» im Prinzip für die Gleichbehandlung von Wohneigentümern und Mietern sowie von selbstfinanziertem und fremdfinanziertem Wohneigentum. Damit entspricht das System im Prinzip dem Gebot der Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit….   …Man stelle sich drei Familien vor. Die erste Familie wohnt im eigenen Haus ohne Hypothek, die zweite Familie wohnt auch im eigenen Haus, zahlt aber pro Jahr 12 000 Franken Schuldzinsen, und die dritte Familie zahlt jährlich 24 000 Franken Miete. Bei sonst gleichen Verhältnissen stehen diese Familien wirtschaftlich sehr unterschiedlich da, weshalb sie von der Einkommenssteuer auch unterschiedlich betroffen sein sollten. Das geltende System sorgt im Prinzip für die Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit: Die Wohneigentümer dürfen ihre Kosten für Schuldzinsen und Liegenschaftsunterhalt abziehen, müssen aber dafür den Geldwert aus ihrem Wohnrecht – den Eigenmietwert – als Einkommen versteuern. Dies ermöglicht im Grundsatz die Gleichbehandlung von Wohneigentümern und Mietern sowie von selbstfinanziertem und fremdfinanziertem Wohneigentum. Das System ist somit einigermassen «neutral»: Es bevorzugt in Sachen Wohnform und Verschuldungsgrad keine bestimmten Lebensentwürfe. Das ist aus liberaler Sicht an sich gut so. …) Hansueli Schöchli, NZZ

Tatsache ist, dass die Investoren mit dieser Situation bisher gut gelebt haben. Man erinnert sich nicht gerne an Flopps! Doch schon der selige Professor Walter Wittmann geisselte um 1983 das Verhalten von Versicherungen und Pensionskassen und warnte von den Folgen wenn sie ausriefen: „…  Wir suchen Bauland, wo ist egal, Geld spielt keine Rolle…“ Die Häuser wurden gebaut, mussten oft wegen geringer Nachfrage unter dem Wert vermietet werden und nach 20 Jahren, wenn erste Sanierungen nötig wurden, durften die Investoren respektive die Versicherten erneut in die Tasche greifen. Ich verstehe den Vergleich der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nicht.

Herr Schöchli möge sich noch andere Szenarien betrachten: Ein „Mitttelständler“ im unteren Bereich der „Gehalts-Bandbreite“, ohne geerbtes Vermögen, mit Familie ist während 30 Jahren Mieter. Während dieser Zeit finanzierte er das auswärtige Studium von zwei Hochschulabsolventen, ohne dafür Stipendien zu bekommen. Dies weil er in einem Kanton lebte, der diesbezüglich praktisch nichts zu verteilen hatte. Einzig zinslose Darlehen standen zur Verfügung, deren Rückzahlung ab einem bestimmten Termin nach Studiumsabschluss mit 4% verzinst wurde. Dass es aufging, verdiente die Gattin mit (Teilzeit). Es wurde den Umständen entsprechend gelebt, damit auch noch etwas gespart werden konnte (dritte Säule). Im Alter um die 50 wurde ein Eigenheim erstanden (Zins 7.0% bzw., 5,5%)! Das nötige Eigenkapital war knapp nicht vorhanden, doch eine Bank sah dies (Gott sei Dank) nicht so eng.

Das Eigenkapital dafür wurde eigenständig erwirtschaftet und sowohl als Einkommen und als Vermögen versteuert (so wie das Auto und die Sportgeräte). Die Schuldzinsen konnten im Rahmen des Gesetzes abgezogen werden. Das für das Haus eingesetzte Kapital wurde also schon zwei mal versteuert.

Eine unfreiwillige Frühpensionierung nach etwas mehr als einem Dezenium brachte eine grosse Verunsicherung. Die Gefahr des Verlustes des Eigenheims war akut.Zum guten Glück kam es besser als „erwartet“. Die Anpassung an die neue Situation erlaubte es schliesslich dass biss zur Aufgabe der Berufstätigkeit und auch danach, die weitere Amortisation der Hypothek. Volkswirtschaftlich gesehen eine gute Sache, weil das da gebundene Kapital durch Freisetzung anderswo eingesetzt werden konnte. Offenbar ist dies in einer Zeit wo Staaten faule Kredite aufkaufen und Geld bis zum „Geht nicht mehr“ drucken, kein Thema mehr.

Die „wirtschaftliche Leistungsfähigkeit“ ist also ab der Pensionierung eindeutig geringer. Von einer Reduktion des Eigenmietwertes jedoch ist nichts zu merken. Logo: Personen, die einen Grossteil ihrer Hypothekarschuld abbezahlt haben sind im Vergleich zu jenen benachteiligt, die ein aktives Vermögen versteuern müssen. Im Rentenalter, wenn ihr Einkommen tiefer ist als zuvor, kann es zu grossen Problemen führen.

Aus volkswirtschaft Sicht wäre es wohl besser gewesen, das Geld zu verjubeln um den Inlandmarkt zu beflügeln (Die Ankurbelung des Inlandmarktes war stets ein Anliegen der Bundesrätin Leuthard) oder gar vorübergehend auszuwandern (Far East), um dann, wenn Ebbe im Portemonnaie herrschte, reumütig zurück zu kommen um von der Sozialhilfe oder von der AHV mit Ergänzungsleistung zu leben… in einer im Vergleich zu teuren Wohnung notabene!?

Hätte ich anstelle eines Hauses ein Flugzeug gekauft, dieses betrieben und teilweise vermietet, hätte man buchhalterisch unter dem Strich kaum viel verdient. Das Flugzeug wäre wie ein Auto versteuert worden und einen Eigenmietwert hätte man dafür nie bezahlt. Wie würde nun Herr Schöchli alle Nichtflugzeugbesitzer oder alle Nichtcamperbesitzer einreihen?

Sie können anstelle eines Flugzeuges ein altes Postauto nehmen, welches als Camper umgebaut wurde und mit allem Comfort ausgerüstet als fahrbares Ferienhaus betrachtet werden könnte. Auch hier käme kaum jemand auf die Idee, einen Eigenmietwert zu kreiern.

Die Logik der Besteuerung des Eigenmietwerts als Besteuerung eines Nutzens, für den kein Geld gezahlt wird, liesse sich noch bedeutend ausweiten und könnte für grosse Steuererträge sorgen. Neben der Besteuerung der Selbstnutzung des gekauften Autos käme da auch etwas sehr Menschliches infrage: einvernehmlicher Sex, entweder über die Ehe (zweimal pro Woche, nach Luther) oder über die Einwohnerämter, was bei jungen, unverheirateten Paaren sehr lukrativ sein dürfte, insbesondere wenn der Staat feststellt, wie häufig da konsumiert wird, egal, ob es zutrifft, so wie bei der Billag, die man ja auch zahlt, ohne zu konsumieren oder gar Vergnügen daran zu haben. NZZ, 27. 10. 2017, Leserbrief von Laurenz Hüsler, Egg b. Zürich

Mit dem Erwerb eines Eigenheimes ist man vorerst an den Wohnort gebunden. Will man kurze Arbeitswege, dann muss ein Stellenangebot in der Region genügen. Wenn dies nicht der Fall ist, muss gependelt werden. Flexibilität wird ja diesbezüglich speziell von den Wirtschaftskapitänen und, wen wunderts, von vielen Politikern stets wieder gefordert. Bezüglich Eigenmietwert sind dies keine Pluspunkte! Sie schmälern die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit! Man bedenke, dass Pendler immer mehr zu einer Art „Freiwild“ verkommen. Durch vermehrte Hindernisse werden sie fiskalisch benachteilt. Der Pendlerabzug wird limittiert. So kommt es z.B. daher: 86’000 Zürcher Autopendler sollen mehr Steuern zahlen

Würden Wohneigentümer handeln wie es Wirtschaftsgurus und Finanzmenschen gerne sähen, also beim Job-Wechsel gleich das Wohneigentum wechseln, würde der Spekulation zu weiterem Auftrieb verholfen. Und der nächste, der das verlassene Wohneigentum übernähme, wäre mit höheren Kosten konfrontiert.

Wohneigentümer tragen zur Stabilisierung des Immobilienmarktes bei! Sie sind bestimmt nicht „Blasen bildend“. Sie dürfen jedoch an den Folgen indirekt partizipieren, wenn Wohnraum infolge von Blasen oder Überhitzung teurer werden. Die Kantone werden zu gegebenr Zeit das private Wohneigentum neu einschätzen. Das Ziel ist klar: Erhöhung des Eigenmietwertes!

Wer pendelt verliert wertvolle Zeit. Wer weiter weg wohnt hat weniger Zugang zu Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen. Über die Unfähigkeit der Wirtschaftskapitäne, die Arbeit vermehrt in die Regionen zu verteilen wurde bisher kaum nachgedacht (mit der Arbeit zu den Arbeitnehmenden anstatt alle Arbeitnehmer möglichst zur gleichen Zeit zu den Arbeitgebern schicken). Mindestens Staus wärenn es weniger und die Staukosten ebenfalls. Dafür werden einfach mehr Autobahnen in Richtung grosse Zentren gebaut, wo der Kollaps vorprogrammiert ist. Diese Zentrumsbewegung lässt auch Wohnraum in Zentren teurer werden. Warum soll ich dies nun via mein Eigenheim mittels der Eigenmietsteuer mitfinanzieren?

Falls jemand gedenkt, bei einem Stellenwechsel auch das Wohneigentum zu wechseln, so wie man den Kirchenchor wechselt, muss gut rechnen und eine Mehrfachbesteuerung (die ein Mieter nicht hat!) beachten (Grundstückgewinnsteuer, Handänderungessteuer bzw. -gebühr, Gebühren für die Beurkundung, Gebühren für den Grundbucheintrag). Am neuen Ort wird es wahrscheinlich teurer.  Vielleicht ist nur noch ein Eigenheim im Baurecht möglich. Das zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und Gleichbehandlung nebenbei!

Wer in der „Aglo“ wohnt hat selbst von den Grossverteilern Nachteile zu erwarten. Die schicken nämlich ihr Ladenhüter zuerst in die Aussenbezirke, dann in abgelegenerne Regionen.

Die zum Teil fragwürdigen “Aufrüstung“ älterer Häuser treibt die Mietkosten zusätzlich in die Höhe. Mit 4 primitiven Stahlträgern, ein paar Holzbrettern als Boden, werden Balkone an die Häuser geschraubt. Frühere Bausünden verlangen nach Aussendämmung der Wände und reine „Pinselsanierungen“ sollen die Wohnqualität erhöhen. Alles Argumente, um die Einnahmen zu maximieren. Der Zuwachs an Wohnqualität hält mit den Kostensteigerung für den Mieter nicht Gleichschritt.

Warum soll jetzt der Eigenheimbesitzer diese einseitige Kostensteigerung indirekt via Eigenmietwert der „Gerechtigkeit“ die eine Scheingerechtigkeit“ ist, mittragen? Diese „Sanierungen“ habe ich z.B. nicht nötig, ist das Haus doch nahe am Minergiestandard was die Dämmung der Fassaden betrifft und somit ein sorgfältiger Umgang mit den Ressourcen (Heizung) gewährleistet ist..

Wo Wohnungen gute Anlagen sind Quelle: Nzz/UBS
 Da wo Wohnungen weniger gute Anlagen sind, herrscht „Steuerhölle“ – ein weiteres Indiz für Schöchlis (Un-) Gleichbehandlung von Wohneigentümern und Mietern!

„(…) Und immer mehr Privatpersonen folgen dem Beispiel finanzkräftiger Investoren, indem sie Liegenschaften kaufen, um sie zu vermieten (Buy-to-let). Naturgemäss erwerben Private kleinere Immobilien als eine Pensionskasse – in der Regel sind es Eigentumswohnungen. Obwohl die Preise für solche Objekte seit 2000 durchschnittlich um insgesamt 85% bzw. jährlich um 3,7% gestiegen seien, liessen sich mit ihnen attraktive Renditen erzielen, schreibt die UBS in einer am Montag veröffentlichten Studie…)“

Dass bei dieser Entwicklung der Eigenmietwert nicht sinken kann ist wohl logisch! Ein Argument mehr, diese unsinnige und ungerechte Steuer abzuschaffen. Je schneller, dest besser!

Die Argumente des Befürworters für den Eigenmietwert sind auf Sand gebaut. In vielen anderen Ländern gibt es keinen Eigenmiet à la Helvetia. Dort ist oft so, dass ein Kredit für ein Haus innert 20-25 Jahren auf „Null“ zu reduzieren ist. Dort gibt es keine Diskussionen! Viel mehr ist es doch so, dass Geldgeber gut damit leben, dass der Schweiezer Eigenheimbesitzer sein Leben lang Schuldzinsen bezahlt – mit „Steuergeschenken“ der Dritten Säule als Köder!

Jörg Baumberger emeritierter Titularprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen und Eigentümer (ohne Hypothekarschuld) eines Reiheneinfamilienhauses sieht es anders. Immerhin überlässt er es dem Leser selbst zu urteilen. 

Aus der Sicht eines Jägers gibt es viele Geier und Parasiten die sich an seiner Beute, dem Eigenheim, zu schaffen machen. Sie heissen: Steuer für den Eigenmietwert, Grundstückgewinnsteuer, Handänderungessteuer bzw. -gebühr, Gebühren für die Beurkundung, Gebühren für den Grundbucheintrag, Wertvermehrung. Wer im Stockwerkeigentum lebt bezahlt sehr oft viel zu hohe Verwaltungskosten. Mit Finten wird ihm einiges schmackhaft gemacht: Steuerabzug für Schuldzinsen, … Später , wenn Altersbeschwerden den Einzug in ein Heim oder gar Pflege notwendig werden, nimmt der Sozialstaat den Rest bis auf Fr. 20’000.- bzw. Fr. 40’000.- für ein Paar. Falls das Eigentum früher an die Nachkommen weitergegeben wurde, wird allenfalls auch bei ihnen noch die hohle Hand gemacht.

Dem „Jäger“ fällt es nicht leicht, seine Beute zu verstecken oder zu schützen. Der mächtige Staat, der über den Verhältnissen gut lebt, muss das Geld irgend woher nehmen. Die ungebremste Stellenvermehrung zeigt, woher der Wind weht.

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SMS, der Finanzbloggersagte:

„(…) beim USRIII, wo wir massgeblich an der Kippung mitgeholfen haben, schrieb ich: Wieso wird der Holdingabzug nicht einfach abgeschafft und der Unternehmesgewinn normal besteuert, allenfalls mit einem kleineren Rabatt. Damit die Doppelbesteuerung von Unternehmensgewinnen in der Schweiz mit der Einkommenssteuer auf Dividenden ausgeglichen wird, könnte einfach ein Rabatt auf die versteuerten Einkommensgewinne aus Schweizer Dividenden gewährt werden. Das wäre Steuergerechtigkeit … und dann gleich noch den fiktiven Eigenmietwert abschaffen. So etwas schaffen nur Liberale. Linke und Rechte würden aus Eigennutz diskutieren. Steuerphilosphie ist eine echte Philosophie.“)“

odh darauf: Gut gesagt!
Nur: “ Steuerphilosophie ist eine echte Philosophie“ Der Begriff Philosophie wird für jeden Dreck verwendet! Philosophie strebt ohne Gewinnabsicht zur Wahrheit. Alles was mit Steuern zu tun hat bedeutet Gewinn oder Aufwand – mit Philosophie hat dies nichts zu tun! Deformation professionelle? Ein wenig vielleicht schon! Ich war u.a. bei Max Lüscher in der Schule und er nahm es sehr genau! Steuern werden vom Staat „verordnet“. Es handelt sich also um ein Gesetz, welches das Ziel ist. Vorgängig werden Strategien zum Ziel entwickelt. Steuerstrategie wäre wohl angebracht. Die Luzerner reden nicht von Steuerphiliosophie, sondern von Steuerstrategie!
 


Schweizer Prinzipien – längst vergessen?

Schweizer können von Rumänen jene Prinzipien wieder erlernen, die sie einst erfolgreich machten! Rumänien blickt auf eine über 6000 Jahre lange Kultur zurück. Man wird wohl etwas gelernt haben!

Selbst die Protestanten in der Schweiz sind sich der Sache nicht mehr sicher. Pfarrherren der evangelische Kirche bereitet sich auf die Kremation ihrer Konfession vor, sie verschwinde in der Bedeutungslosigkeit und habe keine Zukunft. Das sagte kein Geringerer als der reformierte Pfarrer Peter Ruch.

Martin Beglinger, NZZ-Redaktor und Protestant, geht in seinem Artikel «Wir Protestanten» in der neusten Ausgabe von «NZZ Geschichte“ (2/Juli 2015) der Frage nach, wie es zum Bild der fleissigen Protestanten und der faulen Katholiken kam, das auch in der aktuellen Schuldenkrise Griechenlands sichtbar wird. (sys)

…. Wie die Reformation die Schweiz zu einem der reichsten Länder machte. Und warum die Katholiken von heute die neuen Protestanten sind.

sinngemäss: „(…) Die fleissigen, protestantischen „Nordländer“ haben es weiter gebracht als die (faulen) katholischen Südländer. Die alten Konfessionsgrenzen existieren weiter. Während es in der Schweiz einen Röstigraben gibt kennt Europa einen Wohlstandsgraben. Die besten Triple-A Schuldner und die reichsten Länder sind protestantisch geprägte Länder im Norden. Am Schwanz der Aufzählung finden wir die katholischen Südländer und das orthodoxe Griechenland. Was die Korruption betrifft, verlaufen die Grenzen gleich….

…Fleissige Protestanten – faule Katholiken – ein alter Konflikt! – Die Calvinisten hatten 5, die Katholiken bis zu 70 Feiertagen pro Jahr! …)“

Es lohnt sich, Beglingers Gedankengängen zu folgen!

Nicht in einer „Denkfabrik“ sind die Erkenntnisse an die Oberfläche geschwemmt worden, auch nicht an einer Uni, auch nicht durch eine digitale Denkmaschine oder sonst durch wen oder wo in einer Tintenburg – nein, ein Sportjournalist ist drauf gekommen!

Brief aus Rumänien

Arbeit ersetzt das Ornament

(…) Catalin Tolontan ⋅ Um Stil und Taktik einer Fussballmannschaft zu verstehen, reicht es manchmal, ein Geschichtsbuch zu öffnen. Denn Stil und Taktik des rumänischen Teams lesen sich wie aus dem Geschichtsbuch der Schweiz. Geduld, Sie werden dieses Paradoxon schon noch verstehen!

In einer Ausgabe der «Eidgenössischen Zeitung» von 1859 stand wenige Jahre vor der Gründung des Bundesstaates zu lesen: «Von einer republikanischen Gemeinschaft kann man nicht erwarten, dass sie Kunstwerke hervorbringt, wie sie unter anderen politischen und sozialen Gestirnen entstehen. Für Zürich ist es eine unschätzbare Möglichkeit, dass hier statt dem, was nützlich und förderlich ist, keine sinnlosen architektonischen Ornamente möglich sind.»

Sparsamkeit, Nüchternheit und Bescheidenheit bezeichnet die Publizistin Joëlle Kuntz als Zürichs Grundwerte. Und genau diese Eigenschaften sollten Yann Sommer und Xherdan Shaqiri von Rumäniens Nationalteam erwarten. Die Mannschaft des ehrwürdigen Anghel Iordanescu reist nicht nach Frankreich, um der Fussballgeschichte ein Kunstkapitel hinzuzufügen. Nein, der Stil der Tricolorii bleibt nüchtern und zielgerichtet. Ohne Feuerwerk. Ohne Risiken.

Als Spanien kürzlich zu einem Testspiel nach Bukarest kam, endete die Partie torlos, und die Gäste können immer noch nicht sagen, ob man gespielt hat oder das Spiel abgesagt wurde, ohne dass man sie benachrichtigt hätte. «Selten gab es eine Mannschaft, die das Spiel so zumacht, wie die Rumänen das tun», schrieb die spanische Zeitung «Marca». Sie war höflich, meinte sie doch ein Team, das den Fussball abmurkst.

Warum spielt Rumänien so? Aus eben jenem Grund, den die «Eidgenössische Zeitung» vor so vielen Jahren formuliert hat: Von einer republikanischen Gemeinschaft sei nicht zu erwarten, dass sie aristokratische Gesten zeigt. Selbst zur Zeit der «goldenen Generation» war bei den Tricolorii die Defensive das taktische A und O. Zwar standen damals Gheorghe Hagi und Gheorghe Popescu von Real Madrid und dem FC Barcelona im Team, ihre technischen Eskapaden machten den Unterschied. Aber die Defensive und der Ballbesitz blieben die kulturelle Sozialisation, die den rumänischen Spielern Selbstsicherheit verlieh.

Mit dem heutigen Mangel an Stars bleibt Sparsamkeit erst recht die einzig valable Option auf dem Platz. Die Tricolorii fahren mit einem Team nach Frankreich, dessen Stars der Goalie Ciprian Tătăruşanu von Fiorentina und der Verteidiger Vlad Chiricheş von Napoli sind. Sonst ist die Mannschaft orientalisch angehaucht, mit Spielern, die in Israel, der Türkei, Bulgarien und im Persischen Golf auftreten. Nun denn, niemand soll einen Derwischtanz erwarten, das rumänische Nationalteam pflegt ein zielorientiertes Spiel, das auf Kampf setzt.

Gestern sind die Tricolorii ins Aostatal ins Trainingslager gefahren. Die fleissigen Bergler dort werden Augen machen. Denn heute ist kaum einer noch so sehr wie die rumänischen Spieler davon überzeugt, dass gradlinige Arbeit das schöne Ornament ersetzen kann.)“

Die NZZ berichtet in dieser Kolumne regelmässig aus den Ländern der Gruppengegner des Schweizer Fussballnationalteams an der EM 2016. Catalin Tolontan ist Rumäniens berühmtester Sportjournalist. –  NZZ vom 19. 05.15

Die Stichworte sind genannt, sie müssen lediglich befolgt werden! Wenn die Katholiken die neuen Protestanten sind, sind wir alle Protestanten.

Als ich als Stift am zweiten Protyp des Pilatus Porters HB-FAO ein Durchführungsloch im Brandspant, welches nachträglich angebracht werden musste, auf einen Zehntel Millimeter genau aber zwei Zentimeter daneben platzierte, fand ich einen gnädigen Vorgesetzten. Meister Hans Wahlen: Du hast zwei mal Glück gehabt. Erstens, weil Du es sofort gemeldet hast und zweitens, es ist ein Prototyp. Wir bestellen jetzt den Konstrukteur. Dieser wird die Zeichnung deinem „Werk“ anpassen. Ab heute sind dann alle diese Löcher am falschen Ort. Wenn alles gleich falsch ist, ist es wieder richtig!“

Alles gleich falsche = richtig – Protestanten und nacherzogene Katholiken = Protestanten…

 


Die Lügen der Stromkönige

Erinnern Sie sich an die Reklamen der Stromkonzerne? Der billigste und sauberste Strom wurde angeboten! Und man bezahlte ordentlich für die Finanzierung der AKW’s. Ich erinnere mich an den Kauf von drei Anleihen des KKW Leibstadt zu 7 3/4 % ! Leider konnte ich nicht mehr Geld dafür aufwerfen… Nebst den tiefen Preisen wurde auch Schonung der Umwelt angeboten. Fukushima lässt grüssen!

„(…) die Nähe von Fukushima kehren nur noch die Alten zurück, berichtet ARD-Korrespondent Jürgen Hanefeld im Gespräch mit tagesschau.de. Dass die Region bald wieder zurück zur Normalität finden könnte, hält er für ausgeschlossen…)“ mehr: „Dann strahlt nur noch dein Grab“ (tagesschau.de)

Als AKW’s gebaut wurden, wussten alle, dass diese eine beschränkte Lebensdauer hatten und man wusste auch, dass ein stillgelegtes AKW dereinst abmontiert und entsorgt werden muss.

Und alle Akteure wussten, dass ein AKW von der Planung, über den Bau und den Abriss inkl. Lagerung der radioaktiven Abfälle für über 100’000 Jahre nie rentieren könnte, da während den geplanten dreissig Betriebsjahren, mittlerweilen ist von 45 Jahren die Rede, um die 60 werden es schliesslich sein, nie die nötigen Einnahmen zu generieren wären, mit denen das alles zu bezahlen wäre!

Die Schlaumeier richteten es so ein, dass der rentable Betrieb vom unrentablen Bereich wie Entsorgung und Lagerung von atomaren Abfällen getrennt wurde. Es wurde die NAGRA (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle ) geschaffen.

Ein Schulbeispiel dafür, wie Rentables für die Kapitalisierung und der Rest für die Sozialisierung ausgeschieden wird!

Jetzt konnten sie wüten und hohe Gehälter kassieren und sich auf hohem Podest bewegen. Sie erteilten Politikern bis hinauf zum Bundesrat Empfehlungen und Ratschläge. Es wurde ihnen förmlich aus der Hand gefressen, denn sie verkörperten das „ todsichere“ oder „tubelsichere“ Geschäft schon nahe am Perpetuum mobile – den garantierten Sechser mit Zusatzzahl im Lotto quasi. Die Aktionäre frohlockten. Der Zaster in Form von Zinsen bzw. Dividenden flossen! Sie ergaben sich, wie so viele Narren in ihre Erhabenheit, wurden dabei fett und betriebsblind, dem „tubelsicheren Geldscheissesel“ oder der Eierlegenden Wollmilchsau vertrauend.

Eier legende Wollmilchsau
Eier legende Wollmilchsau oder das „tubelsichere“ Geschäft

Die „Narren“ äh, Genossenschafter:
Schweizerische Eidgenossenschaft (vertreten durch das Departement des Innern)
BKW FMB Energie AG, Bern (Kernkraftwerk Mühleberg)
Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, Däniken
Kernkraftwerk Leibstadt AG, Leibstadt
Axpo Power AG, Baden (Kernkraftwerke Beznau I und II)
Alpiq Suisse SA, Lausanne
Zwilag Zwischenlager Würenlingen AG, Würenlingen

Heute dürfen wir feststellen, dass eine Stilllegung und der Abbau kaum finanziert sind. Die Stromkonzerne wollen die Kuh melken, bis sie nichts mehr hergibt. Jede frühzeitige Stilllegung, durch den Gesetzgeber erzwungen, würde diesen Milliarden kosten! Man kann sich das Modell in Deutschland zu Gemüte führen!

Heute gilt ein Grosshandelspreis von 2 Cent/kWh. Vor drei Jahren waren es noch 4 Cent! Die (deutsche) Energiewende hat dies geschafft. Berlin „schenkt“ Produzenten von Strom, der mit Solarzellen oder mit Windanlagen erzeugt wird, eine Einspeisevergütung und garantiert die Abnahme. Strom aus Wind und Sonne hat Grenzkosten von „Null“. Der„tubelsicheren Geldscheissesel“ auf Deutsch! Da sind einige , so scheint’s, von allen guten Geistern verlassen! Während man mit Subventionen die bisherigen Energieträger erwürgt, suggeriert man günstigeren alternativen Strom. Der Schildbürgerstreich funktioniert und wie! Es ist der geprellte deutsche Konsument der ersten nichts vom neuen Segen spürt, dafür aber zweimal gemolken wird: Die hohen Einspeisevergütungen werden nämlich auf ihn umgelegt und mit den Steuern bezahlt er noch einmal dafür! Unglaublich wie dumm deutsche Bürger sein müssen! Wie stark muss es in den Himmel stinken, bis sie es selbst riechen? Sie bezahlen für ihre Dummheit den höchsten Strompreis innerhalb der EU! Früher einmal wurden Kriege angezelltelt um Vermögen zu vernichten, damit man das Rad neu erfinden konnte. Heute hat man „humanere Mittel“ um zu gleichen Zielen zu kommen: Die Geld- bzw. Vermögensvernichtung.

Die grosse Vermögensvernichtung
Die grosse Vermögensvernichtung

Braucht es noch Erklärungen? Die Entschädigungsritter interessiert das wenig. Sie haben gemerkt, dass mit der hohlen Hand mehr Einnahmen generiert werden als mit „Arbeit“. Die kleinen Bettler werden verjagt, den grossen wird der Hinntere mit Gold einbalsamiert:

FAZ vom 15.10.2014: Vattenfall fordert von Deutschland 4,7 Milliarden Euro als Entschädigung für die Stilllegung seiner Atomkraftwerke. Vattenfall hat die Bundesregierung vor einem internationalen Schiedsgericht in Washington verklagt. …. Die Energiekonzerne Eon, RWE und Vattenfall klagen wegen des Atomausstiegs auch vor dem Bundesverfassungsgericht auf Schadenersatz. Allein Eon fordert vom Steuerzahler acht Milliarden Euro.

Dringender denn je: Staatsrecht vor allen anderen, fremden Rechten!

Der Energiekonzern Eon fordert von der Bundesregierung 380 Millionen Schadenersatz für das dreimonatige Atom-Moratorium nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima. Dabei geht es um entgangene Gewinne wegen der Abschaltung der Kernkraftwerke Unterweser (Niedersachsen) und Isar 1 (Bayern).
Zuvor hatte schon RWE eine Schadenersatzklage in Höhe von 235 Millionen Euro wegen der dreimonatigen Biblis-Abschaltung eingereicht – auch hier gingen anschließend beide Blöcke nicht mehr ans Netz.
Wegen der dauerhaften Stilllegung und der Beschlüsse zum Atomausstieg haben Eon und RWE Verfassungsbeschwerde eingelegt – hier geht es wohl um Schadenersatz in zweistelliger Milliardenhöhe.
Die Energiekonzerne klagen zudem gegen Zusatzkosten bei der Endlagersuche – so will Eon sich unter anderem nicht an Kosten beteiligen für die geplante Unterbringung von 26 Castor-Behältern aus der Wiederaufarbeitung im Ausland in anderen Zwischenlagern als in Gorleben, wo es hierfür eine gültige Einlagererlaubnis gebe.

Die Wasserkraftwerke rentieren nicht mehr. Komisch, erst noch wurde das Wasserschloss Schweiz als heilige Kuh verehrt!
Wenn erneuerbare Energie gefördert wird, wie auch immer, dann sind Speicher unverzichtbar!

Speicher:

  • Stauseen
  • Akkumulatoren
  • allenfalls Warmwassertanks
  • aufgeheizte „Untergründe“
  • Umwandlung in Wasserstoff oder andere chemische Energieträger… mehr
  • Zink-Luft-Speicher (in Entwicklung)… mehr
  • Vanadium-Redox-Flow-Batterie … mehr
  • Dual-Ionen-Batterie (in Entwicklung)… mehr
  • Tesla: Spottbilliger Solarstromspeicher
  • usw.

„(…)Wegen den tiefen Kosten für Kohle, Gas und CO2-Zertifikate und teilweise billiger Solar- und Windenergie sind die europäischen Strompreise deutlich gesunken. Schweizer Atomstrom ist zurzeit nicht konkurrenzfähig. …)“

Niemand spricht darüber, dass sich die billige Konkurrenz aus Europa mit gedrucktem Geld und mit riesigen staatlichen Subventionen finanziert. Sie betreibt unlauteren Wettbewerb! Würden Staaten ausserhalb der EU so verfahren, würden sie vor europäische Gerichte gezerrt und sie müssten riesige Bussen bezahlen.

Die Schlaumeier sind wieder in Aktion! Das Volk soll einmal mehr gemolken werden! Die Atomkraftwerke, sollen in einer staatlichen Auffanggesellschaft zusammengefasst werden, so die Pläne des maroden AKW-Betreibers Alpiq. „20 Minuten“ formuliert es so:

„(…) Um das Ziel zu erreichen, könnte auch mit der Jobangst gespielt werden, schlagen die Lobbyisten Alpiq vor. Eine Rettung durch den Staat werde begünstigt, «falls die einzige Alternative zur Rettung ein Verlust an Arbeitsplätzen mit hohen sozialen Folgekosten für Kantone wäre», heisst es im Papier. …)“

Die Fehler der Stromkönige und der Politik wird der Steuerzahler bezahlen, egal ob es eine staatliche Auffanggesellschaft geben wird, oder ob es Konkurse gibt. Verbleibende Altlasten werden den Aktionären, also vorwiegend Kantone und Gemeinden aufgebürdet – ausser der Bund nähme sich der Sache an. Der Steuerzahler kommt so oder anders, an die Kasse.

In den Fonds für die Stilllegung müssten mindestens 20 Milliarden Franken gebunkert sein. Werden Geschäftsberichte durchkämmt, finden sich diese Summen nicht!

Die Möglichkeiten des kleinen Mannes

Solarzellen werden günstiger und die Akkutechnik bringt leistungsfähigere Produkte auf den Markt. Insellösungen werden somit attraktiver. So wie heute schon Alphütten ohne Zugang ans öffentliche E-Netz mit Solarstrom betrieben werden, kann ich doch heute mein Haus versorgen! Meine kleine Versuchsanlage bestärkt mich in dieser Annahme! Dann können die „Volksmelker“ den abgeschöpften Rahm bald an ihr Bein streichen! Sie finden ihr Parkett jederzeit! Beispiel: Liberalisierung im Strommarkt – ein gutes Geschäft!

Nachtrag: Weil Links im Blog mit der Zeit verschwinden, treibe ich etwas mehr Aufwand und verbrauche etwas mehr Speicherplatz. Doch für meine Leser und Leserinnen ist es angenehmer so.

Der Hotelier aus Brig hat den Durchblick in Sachen Strom!

„(…)Treuhand für Atomstrom

Früher lernten wir in der Schule den ­Dreisatz. Heute haben alte Männer Angst vor Flatterstrom.

Von Peter Bodenmann

Wasserkraft ist das Standbein der Schweizer Stromproduktion. Ihre Schwäche: Wasserkraftwerke produzieren im Sommer mehr Strom als im Winter. Ihre Stärke: Mit Wasserkraft kann man dank Schweizer Stauseen Flatterstrom aus Sonne und Wind pro­blemlos glätten. In Norwegen wird bis 2020 der grösste Onshore-Windpark Europas gebaut. Die Dänen von Vestas dürfen 278 Windturbinen mit je einer Leistung von 3,6 MW liefern.

Der Windpark Fosen Vind wird pro Jahr 3400 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Davon 60 Prozent im Winter. Windkraft ist die ideale Ergänzung zur Wasserkraft. Erstens, weil die Produktion vorab im Winter anfällt. Und zweitens, weil sie zurzeit die mit Abstand günstigste erneuerbare Energie ist. (Anmerkung odh: Da wo der Wind zu wenig weht, dient Solarenergie. Die im Sommer zu viel produzierten Kilowatts lassen sich dazu verwenden, um Wasser in die Speicherseen zu pumpen. So können diese zusätzlich sinnvoll genutzt werden!)

Fosen Vind wird nur 1,2 Milliarden Franken investieren, um 3,4 Milliarden Kilowattstunden Strom zu produzieren. Um pro Jahr jeweils eine Kilowattstunde Strom zu produzieren, muss man im norwegischen Trondheim nur 35 Rappen investieren. Der Preis pro Kilowattstunde Strom wird – alles inklusive – rund 4 Rappen betragen. Eine Revolution. Neue britische Atomkraftwerke produzieren eine Kilowattstunde Strom für 13 Rappen. Ohne Berücksichtigung der Entsorgungskosten. Neue Windparks von Vestas produzieren die Kilowattstunde günstiger als Beznau, Gösgen oder Leibstadt. Subventionsfrei. Nicht begriffen haben das die bürgerlichen Parteien. Sie wollen die gefährlichen Schweizer Schrottreaktoren unbefristet weiterlaufen lassen. Nicht begriffen haben das die rotgrünen Umweltfreunde. Sie wollen nach dem Vorbild der Landwirtschaft die rationelle Produktion alternativer Energien weiter mittels Subventionslawinen verhindern.

Begriffen haben die neue Ausgangslage die Credit Suisse und die BKW (ehemals Bernische Kraftwerke). Die Credit Suisse organisiert die zurzeit spottgünstigen Kredite für Fosen Vind. Die BKW unter Suzanne Thoma beteiligt sich zu 11,2 Prozent an Fosen Vind. Begriffen hat dies Alpiq. Niemand interessiert sich mehr für Schweizer Atomstrom. Beteiligungen an den ältesten Schrottreaktoren der Welt will kein Hedgefonds erwerben. Um die Politik zum Handeln zu zwingen, bietet deshalb Jasmin Staiblin die Hälfte der wertvolleren Wasserkraft zum Verkauf an. Notfalls auch an ausländische Unternehmen. Thoma und Staiblin ­investieren keinen roten Rappen in die Kampagne von Economiesuisse gegen die Still­legung der Atomkraftwerke. Nichts wäre den beiden lieber, als wenn der Staat diese auf­kaufen und stilllegen würde. Mittels einer Treuhandgesellschaft. Nach DDR-Vorbild.

Wer hat noch Angst vor Flatterstrom? Leserinnen und Leser der Weltwoche wissen es.

Der Autor ist Hotelier in Brig und ehemaliger Präsident der SP Schweiz. )“

Als Hotelier ist man am Puls des Tourismus, welcher ein schwieriges Umfeld darstellt. Der „Linke“ muss sich den Gegebenheiten des Marktes stellen. Als Unternehmer hat er bei Lenin wohl kaum sinnvolle Ratschläge nachgelesen!

Solarparks, wie in einem Steinbruch am Walensee angedacht, sollte man vermehrt in die Betrachtung einbeziehen!

Der Thermikofen über dem "Schild"
Der Thermikofen über dem „Schild“

Im Kanton Obwalden würde sich im Melchtal, das Gebiet über dem „Schild“ anbieten! Der gelbe Bogen zeigt den natürlichen „Parabolspiegel“. Hier würden Solarzellenfelder kaum jemanden stören. Da wo es erforderlich ist wäre eine Kombination mit Lawinenverbauungen möglich. Der „Bogen“ wird bei sonnigem Wetter vom Morgen früh bis in den späten Abend mit Sonnenlicht belegt! Im übrigen sehen wir rot markiert, dass da Windquellen vorhanden wären. Der Abtransport des gewonnen Stroms könnte in einer Leitung erfolgen! „Pfuus“ gäbe es genug, man müsste ihn lediglich abholen!