Kategorie-Archiv: 31 Vorsorge, Versicherungen, Anlagen

Mehrklassen – AHV

Neurentner sollen ab 01. 01. 2019 Fr 70.- mehr AHV bekommen. Das Referenzalter ist bei 1953 für Männer bzw. 1954 für Frauen. Mehr unter: Der 70 Franken Zuschlag und die Erhöhung des Ehepaarplafonds in … Alles ist verpackt im Begriff Altersvorsorge 2020.

Schon die Energieverorgung 2050 soll für alle (Profiteure) bereits geregelt sein. So sind Alpique und Axpo Heil froh, dass die Abstimmung angenommen wurde. Das Wasser, welches in der Schweiz von selbst von oben nach unten fliesst, genügte nicht um ein paar Wasserrädli mit einem Dynamo versehen, anzutreiben. Nein, die Akteure spielten sich im Ausland als Strombarone auf wie einst die Gnomen von Zürich. Nur letztere verstanden ihr Geschäft. Die Strombarone haben im Ausland viel Geld verloren. Ich erwähne Alpique. In Rumänien wurde die Rechnung präsentiert. => Rumänien fordert von Alpiq 200 Millionen – und das ist nicht das einzige Problem für Chefin Staiblin. In einem Land wo neben der kleinen auch die grosse Korruptionbald seit Urzeiten herrscht, glaubt wohl kaum jemand, dass grosshansige Schweizer Strommanager mit noch mehr als allen Wassern gewaschen sind. Auch Axpo hat im Ausland Geld verloren. Da kommen die nun beschlossenen Subventionen für die Stromwirtschaft gerade recht hauptsächlich finanziert von den Kleinbezügern, sprich Bürgern, die anders als Grossverbraucher höhere Strompreise zu bezahlen haben… Das Volk wurde über den Tisch gezogen!

Es wird wieder mit der gleichen Maschenart gestrickt! Damit haben wir nun erstmals einen Bruch in der AHV-Tradition.  Die Alten, die ja eh am ab- und aussterben sind, lässt man altes Eisen bleiben – reif zum Einschmelzen. Wir wollen dereinst sehen, wie viel an AHV und Ergänzungsleistung an gesellschafts- und staatsschädigende Imame und dergleichen zum Fenster hinaus geworfen wird. Die Frage sei gestattet, denn wenn schon heute, selbstverständlich ausländische Arbeitslose, Analphabeten, Arbeitsscheue, Arbeitsmigranten, Wirtschaftsflüchtlinge, getarnte Krimininelle u. dgl., mehr Geld vom Staat bekommen, als alt gewordene Bürger, so stimmt wohl etwas nicht in Bürgers Staate!

Uraufgabe der AHV ist die Existenzsicherung. Wird diese Aufgabe heute noch erfüllt?

Betreffend Einschmelzen: Natürlich hat jeder weiterhin die Freiheit, wie sein Körper in CO2 umgewandelt werden soll. Neben der Erdbestatttung (eine Art Kompostierung, speziell für Grüne geeignet), bleibt die energieunfreundliche Feuerbestattung. In Appenzell wird man sie in der Pfeife rauchen, weil sie sonst zwischen den Roststangen durch fallen würden…

Veloständer 😉 (Zeichnung: odh)

Für jene Freaks, die ihre alten Sachen wieder und wieder verwenden sei gesagt, dass es die Möglichkeit gibt, verbrauchte Körper weiter zu nutzen. Man buddelt sie Kopf voran ins Erdreich und zwar so, dass der Hintere noch herausschaut. Dann ergibt es einen extravaganten, praktischen Veloständer… bleiben noch einige Politiker von Gewerkschaftsbossen und Arbeitgeberanführern, Versicherungsdirektoren, Einflüstereren bis hinauf zum Bundesrat Die werden dereinst, weil sie derart verdreht sind, direkt in den Boden geschraubt. Da sie wieselbstschneidende Gewindebohrer wirken, können sie als Bevorzugte die Einschraubtiefe in ihrem Testament festlegen – sie er ersten Klasse.

So können letztlich alle Leber- und andere Würste ihre letzte Zufriedenheit erreichen… (Bild: odh)

Alte, die nicht profitieren, dürfen jedoch einen Teil der Erhöhung mitfinanzieren. Die für die AHV vorgesehene Erhöhung der Mehrwertsteuer von 0,6% werden wohl alle berappen. Und jener Teil, den die Bundeskasse zur AHV beisteuert wird von den laufenden Steuern finanziert.

Die AHV wird missbraucht! Mit ihr soll Pflästerlipolitik betrieben werden, um Sünden, die an der zweiten Säule begangen wurden zu verbinden!

Uraufgabe der zweiten Säule ist die Fortseztung des gewohnten Lebensstandards  im Alter, bei Invalidität oder im Todesfall – in Verbindung mit der ersten Säule. Dieser Aufgabe wird die zweite Sälue schon längst nicht mehr gerecht! Die entsprechenden Interessengruppen wussten die Problematik über Jahrzehnte zu verschleppen. Jetzt, wo der Scherbenhaufen erkannt wird, beginnt man mit Kompromissen über die Runden zu kommen – weil einem nichts anderes in den Sinn kommt, so scheint es!

Das Dreisäulen-Prinzip, welches längst nicht allen Bürgern diente wurde über Jahrzenhte vernachlässigt. Hätte man die zweite Säule, ähnlich wie die AHV für alle Einkommen, also für kleine Einkommen und für Teilzeitmitarbeitende, für obligatorisch erklärt, hätten wir nun das Debakel nicht!

Für Klein- und Kleinstverdiener ist die Rede von der dritten Säule, dem indivduellen Sparen ein Hohn. Für sie gibt es die dritte Säule schlicht nicht! Man kann jetzt kommen und argumentieren, dass sie via Ergänzungsleistungen der AHV genügend versorgt seien. Reine Augenwischerei!

Es ist von Reform die Rede, die keine ist. Es werden geburtenstarke Jahrgänge vorgeschoben – etwas was man seit Jaherzehnten weiss. Es muss das Zinsniveau herhalten, welches den Pensionskassen zu schaffen macht. Die haben die Entwicklung verplempert und mit Händen im Schoss auf bessere Zeiten gewartet.

Ich mag keine Mogelpackungen und faule Kompromisse! Erst recht mag ich sie nicht, wenn sie noch der Profilierung der politischen Karriere oder der Parteipolitik dienen. Ausserdem läuft die Zusatzfinanzierung der IV (0,4% MWSt) aus. Da einmal eingeführte Steuern nicht mehr rückgängig gemacht werden, muss dieser Anteil unter dem Deckmantel der bundesrätlichen „Omerta“ sang- und klanglos zur AHV verschoben werden… Der „Ausgleich“ findet in der Zweiten Säule statt. Dort soll der Umwandlungssatz von 6,8 auf 6 % gesenkt werden.

Schön dargestellt!

Um der Sache einen guten Anstrich zu geben werden Persönlichkeiten für Werbezwecke missbraucht:

SP-Bruderer trommelt AHV-Pro-Promis zusammen. Darum sind Emil, WAM und Beni für die Rentenreform und dann kämen noch Altbundesrätinnen und -räte hinzu…

Rentenreform 2020 – Nein – Bild: odh

Der Bruch des 3-Säulenprinzips ist angerichtet. Die Verschmelzung der 1. mit der 2. Säule nimmt ihren zerstörerischen Anfang! Daher: Zurück auf Feld eins!

Siehe auch: Altersvorsorge Schweiz 

Kommentare wegen Spams: herbie-odermatt(at)bluewin.ch

Der Finanzblogger sieht alles ein wenig anders: Rentenreform – die wievielte? Sicher nicht die letzte! Diese Aussage unterschriebe ich sofort! Meine Schlussfolgerung ist im Gegensatz dazu „Nein“!


Erwartung an das Sparen


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Es gibt berechtigte Zweifel! Schlagwörter und Aussagen:

  • Reform der Altersvorsorge droht zu scheitern. 
  • Bundesrat Alain Berset verkündete: „Die Renten sinken nicht!“
  • Negative finanzielle Perspektiven der Altersvorsorge zwingen zum Handeln.
  • Höheres Referenz-Rentenalter bedingt entsprechende Arbeitsplätze
  • Der Umwandlungssatz soll bei 6% angesetzt werden (einst: 7,2%, IST: 6,8% ). Das Schweizer Stimmvolk hat die weitergehende Senkung des Umwandlungssatzes auf 6,4% am 7. März 2010 abgelehnt.

Der Volksentscheid wird unterlaufen! Der Bundesrat sieht einen Umwandlungssatz von 6%. Pensionskassen sind teilweise schon tiefer! SBB: 5,84, Swiss Re 5,8, UBS 5,49%. mehr: 13. Swisscanto Umfrage Schweizer Pensionskassen 2013

Die NZZ  berichtete: Angst vor der Altersarmut grassiert in Europa =>

„(…) In Europa fürchten sich im Durchschnitt knapp 70% der Menschen vor Altersarmut. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage, die im Auftrag des Bundesverbandes für Investment und Asset Management (BVI) im Februar in elf europäischen Ländern, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz und Grossbritannien, vorgenommen wurde….)“

Die Spar-Erwartungen werden durch die Teuerung (Inflation) zunichte gemacht. Mit den Zinsen könnte ein Ausgleich erfolgen, tut es aber meist nicht. Die Tiefzinspolitik wichtiger Notenbanken, angeführt vom FED in den USA, zeigen ihre Wirkung – auch im Rentenklau. Was kann dagegen unternommen werden?

4000 Jahre Kaufkrafterhalt: Der Wirtschaftswissenschaftler Stephen Harmston hat festgestellt: Zu Zeiten des babylonischen Königs Nebukadnezar II. entsprach der Wert des Goldes nach seinen Berechnungen 350 Laiben Brot pro Unze. Heute kostet eine Unze Gold (31,1 Gramm), etwa 770 Euro. Setzt man den aktuellen Preis für einen Laib Brot zu etwa 2,20 Euro an, gibt es dafür immer noch 350 Laibe Brot – eine fast perfekte Erhaltung der Kaufkraft. Gold scheint gegen das Verfaulen resistenter zu sein als Geld. Allerdings wäre wegen der Volabilität (Schwankungsbreite) des Preises eine Hortung von Gold für krzfristige Angelegenheiten nicht geeignet.

Eine weitere Erwartung: Banken und Pensionskassen schreiben einen Zins gut, der über der Teuerung liegt. Das Geschäft aus den Geldanlagen soll dies ermöglichen. Dieses ermöglicht schliesslich auch die hohen Saläre, Boni und Dividenden – und muss künftig aber auch für die staatlich angeordneten Regulierungen abdecken!

Die in den vergangenen paar Jahren tiefen Teuerungsraten werden ausgeblendet. Was, wenn die Teuerung wieder anzieht? Dann nämlich werden die Instrumente für Anpassungen fehlen. Das Sparkapital der Aktiven und der Pensionierten werden darunter leiden. Das Gegenmittel: Die Zinsen auf den Sparkapitalien der Aktiven und der Pensionierten müssten jährlich angepasst werden.

Die Realität ist anders: Regelungen für die Anpassung an die Teuerung werden abgebaut oder eliminiert. Man bringt neuestens flexible, bzw. variable Renten ins Spiel.

«Überprüfung der Leistungen und Beiträge unter dem Gesichtspunkt der notwendigen Anpassung an die ökonomischen und sozialen Veränderungen».

Der Präsident der Sozialkommission, SP-Nationalrat Stéphane Rossini, bezeichnet die Pläne Bersets, AHV und 2. Säule in einem Aufwisch zu reformieren, als «eine gute Idee». Sie schaffe Spielraum für neue Kompromisse. Für das Vereinen von AHV und 2. Säule in einer Botschaft brauche es aber einen politischen Konsens.

Quelle

Der Tenor deutet auf „neue Kompromisse“ hin …

Die varible Rente sieht einen fixen, garantierten Anteil von z.B. 85 % und einen variablen Anteil vor. Variable Rententeile sollen die Stabilität der Pensionskassen verbessern und die langfristige Sicherheit der Renten erhöhen. Daraus folgt, dass der bisherigen Praxis die langfristige Sicherheit abgesprochen wird! Dies wurde über Jahre verschwiegen.

„(…) Die Energiebranche führt flexible Renten ab 2014 ein

Das System der zweiteiligen Rente funktioniert folgendermassen: Die Pensionskasse garantiert zum Beispiel 80 oder 85 Prozent der laufenden Rente, die mit einem nicht zu hohen technischen Zinssatz berechnet wird. Der Rest der Rente kann sich von Jahr zu Jahr ändern, je nach erzielter Rendite oder Deckungsgrad der Pensionskasse.

Bei der Vorsorgestiftung PKE der Energiebranche wird eine Flexibilisierung der Renten bereits auf 2014 eingeführt. Hierbei erhalten die Pensionäre 100 Prozent der Altersrente, sofern der Deckungsgrad zwischen 100 und 120 Prozent liegt. Verläuft ein Geschäftsjahr noch besser, gibt es sogar 105 oder 110 Prozent der Rente.

Rutscht aber der Deckungsgrad, aufgrund eines schlechten Kapitalmarktergebnisses, unter 100 Prozent, fallen die Renten ebenfalls. Bei einem Deckungsgrad von zwischen 90 und 100 Prozent erhalten die künftigen Pensionierten 95 Prozent der Rente. Fällt der Deckungsgrad unter 90 Prozent, wird die Rente maximal um 10 Prozent gekürzt. Damit bleiben 90 Prozent der Altersrente stets garantiert. …)“ mehr > Junge Sparer haben kein Schwein

Die Betonung liegt auf 90% garantiert… – was zur Regel werden dürfte. Wer will mehr als die Garantie leisten, wenn die Sozialabgaben eh immer zu hoch sind?

Gesüsster Zucker:  „Verläuft ein Geschäftsjahr noch besser, gibt es sogar 105 oder 110 Prozent der Rente.“ Dies muss dann erst einmal bewiesen werden! In Basel wird man sagen: „Verzell du das em Fährimaa!“ („Erzähl’s dem Fähre-Mann!“).

Die Aussichten sind düster. Es müssen höhere Beiträge entrichtet werden. Am Schluss reichts für die Renten trotzdem nicht. Jene die es eingebrockt haben sind dann nicht mehr erreichbar. Ihre Nachfolger werden früher gemachte Fehler beklagen und neue Versprechen lancieren, die sie auch nicht zu halten vermögen…

Der Trend: Je länger, je weniger RenteBeobachter

Man wird argumentieren: „Der Sozialstaat ist nicht gratis zu haben. Die Wirtschaft befindet sich nicht auf einer Oase, sondern sie ist umgeben von Konkurrenz. Wenn die Staaten weltweit weniger Aufwände treiben, muss die Schweiz wegen der Wettbewerbsfähigkeit und wegen gleich langer Spiessen mitziehen.“ … Es beisst sich in den Schwanz!

Am besten leben Versicherer, Finanzinstitute und Berater vom Gesparten. Sie sind immer zuerst am Zug! 

Die erwähnten Kompromisse sind klare Zeichen des Sozialabbaus!

„(…) Sozialabbau findet seit den 80er Jahren in mehreren westlichen Industrieländern statt, weil die Gegner des ausgebauten Sozialstaates (die „Neoliberalen“) „Oberwasser“ bekommen haben. Vor allem dominieren sie die öffentliche Debatte. Diese politisch-ideologische Machtverschiebung hat mehrere Ursachen. Sie kann insgesamt als eine Antwort auf die lange wirtschaftliche „Malaise“ angesehen werden, die seit den 70er Jahren die gesamte OECD-Welt erfaßt hat….)“ mehr unter: Überlegungen, die einen Zusammenhang von Wettbewerbsdruck und Sozialabbau verneinen“; Führt internationale Konkurrenz zum Sozialabbau? Elf Argumentationsfiguren Friedrich-Ebert-Stiftung

Im EU-Land Ungarn wurde mit zweifelhaften Methoden die private Altersvorsorge verstaatlicht. Dabei dürfte das Motto gegolten haben: „Ungarn: „Geld holen, wo es Geld gibt“ | ZEIT ONLINE – Die Zeit“ – und Rentensystem in Ungarn vor Rückverstaatlichung – Pester Lloyd

Ob Ungarn dereinst die Renten bezahlen kann, wird sich weisen. Die Frage ist berechtigt, wenn man die Politik verfolgt: => ZEIT ONLINE: Ungarn riskiert die Staatspleite
 
Was in Ungarn abgelaufen ist, kommt uns bekannt vor, auch wenn sich Art und Weise unterscheiden. Zwar wurde den Arbeitnehmern die Prämien verlangt, nicht in allen Fällen hat der Arbeitgeber diese ebenso geleistet. Die Guthaben waren lediglich auf dem Papier vorhanden. Das Leistungsprimat bestimmte die künftigen Leistungen. Ergo gab es auch keine oder geringere Anlagengewinne. Es wurde voll auf die künftige Leistung des Staate gespielt.

Es gäbe genügend Wege, den Sozialabbau zu verhindern. Dies müssste man politisch nur wollen. Wenn Entwicklungsländer vermehrt als Konkurrenz auf dem Markt auftreten, tun sie es mit Mitteln, die ihnen die hoch industrialisierten Länder zur Verfügung stellen. Man denke an den Export schweizerischer Textilmaschinen und der Niedergang der Textilindustrie in der Schweiz. Hier werden hochtechnisierte Maschinen hergestellt, dort wird mit tiefen Löhnen produziert. Ergo: Konzentration auf hochstehende Produkte und Tätigkeiten, die nicht einfach zu verschieben sind. Erfindergeist und Innovation wären gefragt!

Bevor uns Teuerung und Inflation ins Haus stehen, wäre bezüglich der Sicherung und Stärkung der Altersvorsorge jetzt Handlungszeitpunkt. Leider spielt die Politik auf Zeit. Will heissen, dass sie lange einfach nichts getan, und den grossen Haufen langsam vor sich hergeschoben hat (Management by Caterpillar). Nicht umsonst fehlen der zweiten Säule öffentlichrechtlicher Kassen heute etwa 50 Milliarden Franken. Somit können nicht einmal die ursprünglich gemachten Versprechen eingelöst werden! Ein Gesetz, welches Unterdeckung bei diesen Kassen bis 2010 zuliess und Misswirtschaft sind die Gründe (mehr geleistet als erwirtschaftet, z.B: mit Frühpensionen). Trotz Sanierungsorder aus „Bern“, gibt es noch Kassen, die auch künftig auf den Steuerzahler zurück greifen wollen!

aus dem personalblog:

01. 11. 12: Sind die Pensionskassen genügend finanziert?

22. 09. 12: Sparen ab 50, reicht Ihr Geld für die Pensionierung?

12. 02. 10: Rentenklau – niemals!

Sage nie, nie(mals)! …

Werfen Sie einen Blick in das Finanzblog =>  Warum haben Schneekanonen Räder?

PS:

The Huffington Post ist seit heute 10.10 Uhr in Deutschland online! Blogger werden sich freuen.

„(…) Die «Huffington Post» gebe Mediennutzern die Möglichkeit der Teilhabe an der öffentlichen Kommunikation. Kritiker monieren, das zahlreiche Autoren des Portals für ihre Beiträge nicht bezahlt werden….)“, so „20 Minuten“

NZZ:  Umstrittenes Geschäftsmodell: Die deutsche «Huffington Post» geht online


Sind die Pensionskassen genügend finanziert?


Und sie greifen zu einem alten Trick. Bürger und Anleger werden in „kalter Form“ um ihre Ersparnisse gebracht. Es wird von unten nach oben umverteilt. Damit wird das Fluten mit Geld hoch verschuldeter Industriestaaten finanziert – von jenen, die nicht mitreden können! Die betroffenen Regierungen können ihre Schulden senken. Und besonders da, wo viel von Demokratie und Demokratisierung geredet wird, entstehen moderne Diktaturen. Es handelt sich nicht um einzelne Despoten, die das Sagen an sich reissen, nein, es sind die Notenbanken. Im Fall von Griechenland ist es die EZB. Im einst vorgesehenen „Vereinigten Europa“ scheint der angestrebte Konsens zu schwinden. Vorläufig wird mit politischem Druck agiert, was das Vertrauen kaum fördern wird.

Die Inflation im Euroraum liegt im Oktober 2012 bei 2,5%  (Zielwert 2%). Dabei sind fast 18 Mio Arbeitslose (Quote ca. 11,6%!) in den 17 Euroländer zu beklagen. Der Zustand Griechenlands soll desolater sein als bisher angenommen! Die Politik wird wohl noch mehr Geld in dieses bodenlose Fass schütten.

Was weltweit abläuft hat auch Auswirkungen auf die Schweiz und schliesslich auf die Pensionskassen. Dem kann sich kaum jemand entziehen.

Die NZZ berichtete am 18. Oktober 2012 in:

„(…) Pensionskassen ohne solide Finanzierung: Statistik per Ende 2011

Die Lage der Vorsorgeeinrichtungen hat sich verschlechtert. Die von kantonalen Aufsichtsbehörden überwachten Pensionskassen haben per Ende 2011 deutlich mehr eine Unterdeckung aufgewiesen als im Jahr zuvor. 18 Prozent befanden sich in Unterdeckung, wie die Konferenz der kantonalen BVG- und Stiftungsaufsichtsbehörden mitteilte. Ende 2010 waren dies 10,5 Prozent von 3100 Vorsorgeeinrichtungen gewesen. Von den Kassen mit Unterdeckung wiesen Ende des letzten Jahres 4,4 Prozent einen Deckungsgrad von weniger als 90 Prozent auf. Im Jahr zuvor lagen 2,25 Prozent der Einrichtungen mit Unterdeckung unter dieser Limite. Weniger als 90 Prozent Deckungsgrad hatten Ende 2011 auch 40 Prozent (Vorjahr: 33,3 Prozent) der öffentlichrechtlichen Pensionskassen mit Staatsgarantie aufgewiesen. Auch bei jenen Kassen mit Überdeckung sind in vielen Fällen die Wertschwankungsreserven nicht oder nicht in der definierten Höhe vorhanden, womit eine beschränkte Risikofähigkeit vorliegt. Gemäss dem dieser Tage publizierten Pensionskassen-Index der Credit Suisse haben sich die Anlagen der Pensionskassen 2012 positiv entwickelt. Während der Sommermonate Juli bis September legte der Index 2,77 Prozent zu.)“

Am 19. Oktober 2012 verkündet die Tagesschau:

(…) Anstieg der Deckungsgrade bei Pensionskassen

Die Deckungsgrade der Schweizer Pensionskassen haben sich im dritten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahresquartal verbessert. Rücklaufend ist die Zahl der Pensionskassen in Unterdeckung.

Eine Umfrage unter 340 Vorsorgeeinrichtungen ergab, dass der Deckungsgrad bei Pensionskassen gestiegen ist. colourbox

Der durchschnittliche vermögensgewichtete Deckungsgrad der privatrechtlichen Kassen stieg um 2,5 Prozentpunkte auf 107,3 Prozent. Bei den öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung stieg er um 2,2 Prozentpunkte auf 96,7 Prozent.

Die öffentlich-rechtlichen Kassen mit Staatsgarantie wiesen im dritten Quartal einen Deckungsgrad von 74,6 Prozent auf. Private sowie öffentlich-rechtliche Kassen haben von der positiven Entwicklung der Finanzmärkte profitiert….

„(…) Der Deckungsgrad der Pensionskassen

Der Deckungsgrad misst das Verhältnis von Anlagevermögen zu den Vorsorgeverpflichtungen einer Pensionskasse.

Entwicklungen an den Finanzmärkten lassen sich bezüglich der Vermögenslage der beruflichen Vorsorge am Deckungsgrad erkennen.

100 Prozent beziffert eine wichtige Grenze. Liegt der Deckungsgrad über 100 Prozent, gibt es Schwankungsreserven, die in Schwächephasen Verluste ausgleichen können

Unter 100 Prozent liegt eine Unterdeckung vor. Diese schränkt die Risikofähigkeit einer Pensionskasse ein und damit auch ihre Renditemöglichkeiten. Rentenzahlungen sind nicht unmittelbar gefährdet.

Sinkt der Deckungsgrad unter 90 Prozent, ist gesetzlich vorgeschrieben, dass der Stiftungsrat Massnahmen zur Stabilisierung und Verbesserung der finanziellen Lage ergreifen muss. (Quelle: Bilanz) .)“

„(…) Grundlage des Pensionskassen-Monitors ist eine Umfrage unter 340 Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von insgesamt 437 Milliarden Franken. Die aktuellen Zahlen sind eine Schätzung von Swisscanto auf Basis der Marktentwicklungen und Anlagestrategien der Kassen.

Insgesamt erzielten die Vorsorgeeinrichtungen seit Anfang 2012 eine Rendite von 6,3 Prozent. Dadurch befanden sich gegenüber dem dritten Quartal 2011 weniger Kassen in Unterdeckung: Der geschätzte Anteil der privatrechtlichen Kassen in Unterdeckung liegt bei 12 Prozent, jener der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung bei 58 Prozent. )“  (sda/roso;mery)

SF ist optimistisch und glaubt, dass der Mindestzinssatz durch den Bundesrat von 1,5 auf 1,75% erhöhet werden sollte.  Mehr 

„Die Tiefzinspolitik der Notenbanken verursacht langfristig hohe Kosten“ Beat Kappeler, in der Nzz am Sonntag, 12. Aug, 2012, Rubrik  „Mein Standpunkt„:

Dreissig Jahre fallende Zinsen haben alle Werte aufgebläht und prägten das Lebensgefühl einer Generation. Aber weitergehen wird es nicht mehr so, denn die Zinsen sind bei null angelangt, mindestens bei den Zentralbanken. Eine wirtschaftsgeschichtliche Gross-Epoche geht zu Ende.

Im Detail hat sie meine Generation so erlebt: Für eine erste kleine Dachwohnung bezahlte ich vor gut dreissig Jahren 7,5% Hypothekarzinsen. Diesen Monat bekam ich für mein heutiges Haus eine variable Hypothek zu 0,8%. Die 800 Fr., welche ich fürs Wohnen damals aufzuwerfen bereit war, finanzierten 100 000 Fr. Wohnwert, heute aber 1 Mio.

Oder, angewendet auf Aktien: Wenn eine Aktie damals 50 Fr. Dividende zahlte, war sie, zu 7,5% kapitalisiert, 666 Fr. wert. Heute aber, mit 0,8% aufgewertet, was man ja auf Sparkonten auch nur bekommt, gälte sie 6250 Fr.

Das ist schematisch, und die Bosse börsengehandelter Firmen mögen wegschauen: Ein grosser Teil der höheren Aktienwerte stammt nicht aus irgendwelcher Tüchtigkeit, sondern aus der Zinsbaisse, aus dem Hebel der Kapitalisierung. Ebenso wundersam katapultierten die andauernd fallenden Zinsen die Immobilien, die Rohstoffe, das Gold, die Kunstschätze hinauf, sie kapitalisierten sie markant höher.

Die Geschichte der fallenden Zinsen lässt sich am Leitzins der westlichen Welt ablesen. 1981 verlangte die amerikanische Notenbank Federal Reserve 20% Zins für Kurzdarlehen über Nacht, was auch die Zinsen auf die lange Frist und in der weiteren Welt mitbestimmte. Heute schwanken solche Zinsen im Westen zwischen 0% und 0,75%. Ein Ertrag kann also – wieder schematisch gerechnet – so um die vierzig Mal höher bewertet und gekauft werden als damals.

Die Bewertungsmodelle der Aktien, wie das «capital asset pricing model», sehen darauf, was Aktien über einen risikofreien Ertrag hinaus bringen. Risikofreie Anlagen sind Staatsobligationen, etwa jene der USA, welche jetzt unter dem Druck der Notenbank auf 1,7% Rendite angekommen sind. Vor dreissig Jahren war dieser abzuziehende Zinssatz risikoloser Erträge über 9%, zeitweise sogar 15%. Viel mehr Rendite brachten Aktien nicht und waren günstig. Seither blies der laufend erweiterte Renditespielraum alle Kurse und alle Werte enorm auf.

Machten in den 1980er Jahren die Börsenwerte aller Firmen 55% des amerikanischen Sozialprodukts aus, waren es vor der Finanzkrise bereits 143%, also im Verhältnis dreimal mehr. Deutsche, schweizerische, französische Börsenwerte steigerten ihren Anteil am Inlandprodukt sogar vierfach. Auch wenn die Firmen profitabler geworden wären, auch wenn mehr Firmen an die Börsen gegangen wären – solche Aufwertungen erklären sich vor allem mit dem Zinshebel.

Der Zug an den Börsen ist seither rückwärtsgefahren, was angesichts des unten angekommenen Zinstrends nicht erstaunt.

Nun aber sind hier keine Börsenprognosen zu machen, sondern es ist die Frage zu prüfen, wie Volkswirtschaft und Geldwirtschaft weiter laufen werden. Die Notenbanken drücken im Moment in der ganzen westlichen Welt die Zinsen, oft sogar unter die Inflationsrate. Damit werden die realen Zinsen, nach Abzug der Inflationsrate, sogar negativ. Die Attraktivität von Aktien, Rohstoffen, Immobilien, Kunstwerken kann dadurch noch ein letztes Mal steigen. Die Notenbanken hoffen, die Anleger, die Sparer damit zu Investitionen in der realen Volkswirtschaft zu mobben. Wenn allerdings alle Anlagewerte wegen der anstehenden Entschuldung von Banken, Privaten und Staaten verkauft werden und damit im Preis fallen, ist der Anreiz schwach – ausser man veranstaltet eine hohe Inflation.

Die Notenbanken schrecken im Moment davor zurück, wie sie sagen. Dann aber melden sich mit der Zeit die Ansprüche an reale Zinsen zurück. Anleger sind in diesen unsicheren Zeiten zum Risiko nur bereit, wenn es entgolten wird, wenn also die Zinsen steigen und wenn die Aktienwerte so tief sind, dass deren Dividenden verlocken. Firmen und vermögliche Private der westlichen Welt halten heute sehr hohe Barbestände. Nur höhere reale Zinsen würden sie also zu einer Anlage überzeugen.

Dann aber leben wir in einer anderen Welt als seit 1981. Dreissig Jahre rein technisch veranlasster Aufwertungen wären zu Ende. Das Sparen würde sich wieder lohnen. Pensionskassen kämen wieder auf die erwarteten Erträge. Rentner könnten aufatmen. Versicherungen gewännen die Substanz für ihre Versprechen zurück. Finanzfirmen würden weniger gewinnen. Boni würden schmaler. Immobilien wären kein Ersatzgold mehr. Firmen wie Nestlé mit braven, aber steten Gewinnzuwächsen wären das Mass aller Dinge. Alle Firmen, alle Privaten, alle Kreditjongleure müssten sich auf reale, ertragssichere Geschäftsmodelle verlegen, niemand könnte mehr ein grosses Rad drehen mit viel fremdem, billigem Geld. Wahrlich, eine neue Welt, die Welt der 1950er und der 1960er Jahre vor dem grossen Paradigmawechsel der Geldvermehrung nach 1971 und der Zinsbaisse nach 1981.

Die Notenbanken und Banken müssten diese Wende jetzt anbahnen, sanft in der Form, hart in der Sache. Einige Jahre knapper Kurse, stagnierender Werte, knapper Beschäftigung und gelegentlicher Konkurse wären der Preis. Darnach winkt sicherer Boden. Was ist die Alternative? Weiterwursteln, Geldmengen vervielfachen, Zinsen drücken, Sparer enteignen und dann irgendwann der grosse Kladderadatsch. Oder zumindest eine auf lange Sicht unproduktivere Volkswirtschaft vor Kulissen, die mit illusionärem Papiergeld tapeziert sind.

Die Wunschvorstellung Beat Kappeler wird auf sich warten lassen! Die Politik hat andere Vorstellungen. Banken, die sich im grossen Stil verspekuliert haben, müssen „gerettet“ werden. Länder, die bereits in marodem Zustand in die EU geschleust wurden (andere sind schon in der Warteschlange – Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowine, Albanien, Türkei…), müssen finanziert werden („sonst stirbt der Euro und dann die EU“, frei nach Angela Merkel). Was nicht sein darf, das nicht sein kann!

Deutliche Worte:

aus www.welt.de:

“ (…) Die Gefahr eines Auseinanderbrechens der europäischen Währungsunion ist nicht gebannt. Das belegt der weiter anhaltende Abfluss von Einlagen in vier Ländern der Währungsunion.

[]

in den letzten 12 Monaten bis Ende Juli haben Anleger Bankeinlagen aus Spanien, Portugal, Irland und Griechenland im Gesamtumfang von 326 Mrd. Euro abgezogen

[]

Das Abwandern der  Einlagen zwingt die Banken in den betroffenen Ländern dazu, mehr zu bezahlen, um sie zu behalten (in Griechenland bis 5% an Zinsen!)…)“ Quelle: 

In Deutschland ist es ähnlich:

„(…) Dass Anbieter von Betriebsrenten ihren Kunden bisher noch ordentliche Zinsen bieten konnten, liegt daran, dass sie noch viele ältere Wertpapiere mit langen Laufzeiten und hohen Renditen in ihren Büchern hatten. Doch stabile Staaten wie Deutschland bieten für neue Anleihen inzwischen nur noch Mini-Renditen. Weil die Papiere als sicher gelten, greifen Pensionskassen und Lebensversicherer darauf zurück.

Nicht nur die Konzerne klagen über die niedrigen Zinsen. Auch diejenigen Deutschen, die ihr Geld in Lebensversicherungen und Sparbüchern angelegt haben, um für das Alter vorzusorgen, müssen mit einem schleichenden Wertverlust rechnen.)“ Quelle

Wen wundert’s, dass das Sparen schwierig geworden ist? Wir erleben gerade den grössten Raubzug der Geschichte!

Griechenland: Der Tag der Wahrheit naht

Personalblog, 22. 09.12: Sparen ab 50, reicht Ihr Geld für die Pensionierung?

Nicht vergessen: das Finanzblog von Stephan Marti lesen!


Sparen ab 50, reicht Ihr Geld für die Pensionierung?


Dass die Menschen älter werden weiss man nicht erst seit einem Jahrzehnt! Was für Deutschland gilt, wird wohl in etwa auch für die Schweiz zutreffen.

„(…) Die Deutschen werden immer älter. Im Schnitt gewinnen sie alle drei bis vier Jahre ein Jahr an Lebenserwartung hinzu. Und es sieht so aus, als ginge diese Entwicklung vorerst weiter. Frauen haben dabei deutlich mehr vom Leben. Nach einer Modellrechnung des Statistischen Bundesamtes kann ein im Jahr 2004 geborener Junge damit rechnen 82 Jahre alt zu werden, während ein im selben Jahr geborenes Mädchen auf durchschnittlich sechs Jahre mehr zählen kann.

 Deshalb wird sich die Gruppe der über 80-Jährigen in den nächsten 50 Jahren verdreifachen, von heute 3,2 Millionen (3,9 Prozent der Bevölkerung) auf 9,1 Millionen (12,1 Prozent). Die Gruppe der über 100-Jährigen wird sogar 16-mal so groß werden (2000: 7.200, 2050: 114.700)…)“

Ob die Pensionskasse richtig gewirtschaftet hat, weiss man vermutlich dann, wenn sie Leistungen erbringen muss. Immerhin kann man selber noch etwas tun (3. Säule). Je früher, desto besser!

„(…) Bis zur Pensionierung sollte man genug Vermögen angespart haben – sonst ist die einzige Alternative, den Gürtel enger zu schnallen. Mit 50 bleibt dafür noch genug Zeit, nachher wird es eng. vz news zeigt auf, wie man dieses Sparziel am besten erreicht.

 
Michael Mathys, Pensionierungs-Experte
 

Die Leistungen der AHV und der Pensionskasse sollen den gewohnten Lebensstandard im
Alter gewährleisten. Das ist aber je länger, je weniger realistisch. Die Pensionskassenrenten sind in den letzten Jahren drastisch gesunken und vielfach nicht an die Teuerung angepasst worden. Und der Druck auf die PK-Renten hält an: Wer in den nächsten Jahren pensioniert wird, muss mit nochmals tieferen Leistungen rechnen.

Die Pensionskassenrenten werden weiter sinken

Verschaffen Sie sich unbedingt schon mit 50 einen realistischen Überblick darüber, wie Sie
nach der Pensionierung finanziell dastehen. Reichen die Renten zusammen mit Ihrem Vermögen aus, um die voraussichtlichen Ausgaben zu decken? Die gestiegene Lebenserwartung und die tieferen Kapitalerträge werden dazu führen, dass die Renten-Umwandlungssätze der Pensionskassen weiter sinken. Rechnen Sie deshalb besser mit einer tieferen Rente als jener, die auf Ihrem aktuellen PK-Ausweis ausgeführt ist.
Vergleichen Sie die voraussichtlichen Einnahmen mit Ihren heutigen Ausgaben, denn erfahrungsgemässs sinken die Ausgaben nach der Pensionierung nicht wesentlich. Falls sich eine Einkommenslücke ergibt, beginnen Sie möglichst sofort damit, das erforderliche Vermögen anzusparen. Je früher Sie damit anfangen, desto eher schaffen Sie es, die benötigte Summe bis zu Ihrer Pensionierung auf die Seite zu legen. Wer erst kurz vor der Pensionierung feststellt, dass der gewünschte Lebensstil nicht finanzierbar ist, hat kaum mehr Zeit, um sein Vermögen aufzustocken und damit die Einkommenslücke zu schliessen. Nehmen Sie darum die Planung Ihrer Pensionierung mit 50 in Angriff!

Wer mehr Rendite erzielt, erreicht sein Sparziel schneller

 Ergibt der Vergleich der voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben zum Beispiel eine Einkommenslücke von 2000 Franken pro Monat, benötigen Sie bei einer Rendite von 2 Prozent bei der Pensionierung knapp 400 000 Franken Vermögen, um diese Lücke während 20 Jahren zu schliessen (vgl. Tabelle). Damit Sie dieses
Sparziel innert 15 Jahren erreichen, müssen Sie bei einer Rendite von 2 Prozent auf Ihren Spareinlagen jeden Monat rund 1900 Franken auf die Seite legen. Je mehr Rendite Sie auf Ihren Spareinlagen und dem Kapital erzielen, das Sie nach der Pensionierung Schritt für Schritt aufbrauchen, desto weniger Geld müssen Sie jeden Monat sparen: Bei einer Rendite von 4 Prozent reduziert sich der notwendige Sparbetrag im voherigen Beispiel auf rund 1350 Franken pro Monat.

 

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, um Vermögen anzusparen. Für angehende Pensionierte sind Einzahlungen in die Säule 3a und Einkäufe in die Pensionskasse besonders attraktiv, weil man den einbezahlten Betrag vom steuerbaren Einkommen abziehen darf. Einzahlungen lohnen sich umso mehr, je weniger lang
das Geld in der Pensionskasse oder in der Säule 3a bleibt und je höher das steuerbare Einkommen ist.

Wertschriften sind auch nach 50 geeignet

In der Säule 3a können Sparer wählen zwischen Konto, Police oder Wertschriften. Langfristig lohnen sich Wertschriften am meisten. Ältere Erwerbstätige schrecken oft davor zurück, Geld in Wertschriften anzulegen. Sie glauben, dass ihr Anlagehorizont zu kurz sei, um vorübergehende Kursverluste auszusitzen. Wertschriften spielen jedoch in Einkommenskonzepten für Pensionierte eine wichtige Rolle. Auch im Ruhestand sollte ein Teil des Vermögens in Wertschriften
investiert bleiben, damit das Vermögen einen ausreichenden Beitrag an das Einkommen leistet. Der Anlagehorizont eines 50- oder 60-Jährigen erstreckt sich also weit über die Pensionierung hinaus. Bei Wertschriftenanlagen der Säule 3a sollten Sie einen Anbieter wählen, bei dem Sie Ihre Wertschriften bei der Pensionierung nicht verkaufen müssen, sondern in Ihr privates Depot übertragen können. Sonst sind Sie möglicherweise gezwungen, Ihre Wertpapiere zu einem
ungünstigen Zeitpunkt zu verkaufen.

Einkäufe in die Pensionskasse muss man sich angesichts der finanziellen Schieflage vieler Kassen heute gut überlegen. Sanierungsmassnahmen
der Pensionskasse können die Rendite des Einkaufs erheblich schmälern oder den Einkauf sogar zu einem Verlustgeschäft machen. Für den Vermögensaufbau nach 50 kommen auch Zins- und Wertschriften-Sparpläne oder Lebensversicherungen infrage. Lebensversicherungen sind wegen ihrer hohen Kosten in der Regel nicht zu empfehlen. Und wie in der Säule 3a ist die Rendite von Wertschriftenanlagen
langfristig höher als die von Konten mit regelmässigen Zinsgutschriften. Generell sollte man bei Wertschriftenanlagen unbedingt auf die Gebühren achten. Tiefere
Gebühren wirken sich erheblich auf die Höhe des Guthabens im Alter aus. Mit der sorgfältigen Auswahl des Anbieters lassen sich die Gebühren
ohne Weiteres halbieren und das Vermögen bei der Pensionierung nicht selten um mehrere Zehntausend Franken steigern.  Michael Mathys

Quelle: ZV- INFO September 2012 

Der Deckungsgrad von Pensionskassen dürfte auch etwas besser sein! Alles, was unter 100% liegt, ist kritisch. Öffentlichrechtliche Kassen profitieren dabei vermutlich von der Öffentlichkeit! Auf die Dauer müssen sich diese jedoch auch voll finanzieren, sonst kommt der Steuerzahler zum Handkuss.

 

Deckungsgrad von CH-Pensionskassen (blau öffentlichrechtlich, schwarz privatrechtlich) NZZ-Infografik; Daten von COMPLIMENTA

Pensionskassen überoptimistisch => Artikel in der Finanz und Wirtschaft vom 15.02.2012

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Beat Kappeler schreibt in „Mein Standpunkt“ in der NZZ am Sonntag

„(…) Die Tiefzinspolitik der Notenbanken verursacht langfristig hohe Kosten

Dreissig Jahre fallende Zinsen haben alle Werte aufgebläht und prägten das Lebensgefühl einer Generation. Aber weitergehen wird es nicht mehr so, denn die Zinsen sind bei null angelangt, mindestens bei den Zentralbanken. Eine wirtschaftsgeschichtliche Gross-Epoche geht zu Ende.

Im Detail hat sie meine Generation so erlebt: Für eine erste kleine Dachwohnung bezahlte ich vor gut dreissig Jahren 7,5% Hypothekarzinsen. Diesen Monat bekam ich für mein heutiges Haus eine variable Hypothek zu 0,8%. Die 800 Fr., welche ich fürs Wohnen damals aufzuwerfen bereit war, finanzierten 100 000 Fr. Wohnwert, heute aber 1 Mio.

Oder, angewendet auf Aktien:$Wenn eine Aktie damals 50 Fr. Dividende zahlte, war sie, zu 7,5% kapitalisiert, 666 Fr. wert. Heute aber, mit 0,8% aufgewertet, was man ja auf Sparkonten auch nur bekommt, gälte sie 6250 Fr.

Das ist schematisch, und die Bosse börsengehandelter Firmen mögen wegschauen: Ein grosser Teil der höheren Aktienwerte stammt nicht aus irgendwelcher Tüchtigkeit, sondern aus der Zinsbaisse, aus dem Hebel der Kapitalisierung. Ebenso wundersam katapultierten die andauernd fallenden Zinsen die Immobilien, die Rohstoffe, das Gold, die Kunstschätze hinauf, sie kapitalisierten sie markant höher.

Die Geschichte der fallenden Zinsen lässt sich am Leitzins der westlichen Welt ablesen. 1981 verlangte die amerikanische Notenbank Federal Reserve 20% Zins für Kurzdarlehen über Nacht, was auch die Zinsen auf die lange Frist und in der weiteren Welt mitbestimmte. Heute schwanken solche Zinsen im Westen zwischen 0% und 0,75%. Ein Ertrag kann also – wieder schematisch gerechnet – so um die vierzig Mal höher bewertet und gekauft werden als damals.

Die Bewertungsmodelle der Aktien, wie das «capital asset pricing model», sehen darauf, was Aktien über einen risikofreien Ertrag hinaus bringen. Risikofreie Anlagen sind Staatsobligationen, etwa jene der USA, welche jetzt unter dem Druck der Notenbank auf 1,7% Rendite angekommen sind. Vor dreissig Jahren war dieser abzuziehende Zinssatz risikoloser Erträge über 9%, zeitweise sogar 15%. Viel mehr Rendite brachten Aktien nicht und waren günstig. Seither blies der laufend erweiterte Renditespielraum alle Kurse und alle Werte enorm auf.

Machten in den 1980er Jahren die Börsenwerte aller Firmen 55% des amerikanischen Sozialprodukts aus, waren es vor der Finanzkrise bereits 143%, also im Verhältnis dreimal mehr. Deutsche, schweizerische, französische Börsenwerte steigerten ihren Anteil am Inlandprodukt sogar vierfach. Auch wenn die Firmen profitabler geworden wären, auch wenn mehr Firmen an die Börsen gegangen wären – solche Aufwertungen erklären sich vor allem mit dem Zinshebel.

Der Zug an den Börsen ist seither rückwärtsgefahren, was angesichts des unten angekommenen Zinstrends nicht erstaunt.

Nun aber sind hier keine Börsenprognosen zu machen, sondern es ist die Frage zu prüfen, wie Volkswirtschaft und Geldwirtschaft weiter laufen werden. Die Notenbanken drücken im Moment in der ganzen westlichen Welt die Zinsen, oft sogar unter die Inflationsrate. Damit werden die realen Zinsen, nach Abzug der Inflationsrate, sogar negativ. Die Attraktivität von Aktien, Rohstoffen, Immobilien, Kunstwerken kann dadurch noch ein letztes Mal steigen. Die Notenbanken hoffen, die Anleger, die Sparer damit zu Investitionen in der realen Volkswirtschaft zu mobben. Wenn allerdings alle Anlagewerte wegen der anstehenden Entschuldung von Banken, Privaten und Staaten verkauft werden und damit im Preis fallen, ist der Anreiz schwach – ausser man veranstaltet eine hohe Inflation.

Die Notenbanken schrecken im Moment davor zurück, wie sie sagen. Dann aber melden sich mit der Zeit die Ansprüche an reale Zinsen zurück. Anleger sind in diesen unsicheren Zeiten zum Risiko nur bereit, wenn es entgolten wird, wenn also die Zinsen steigen und wenn die Aktienwerte so tief sind, dass deren Dividenden verlocken. Firmen und vermögliche Private der westlichen Welt halten heute sehr hohe Barbestände. Nur höhere reale Zinsen würden sie also zu einer Anlage überzeugen.

Dann aber leben wir in einer anderen Welt als seit 1981. Dreissig Jahre rein technisch veranlasster Aufwertungen wären zu Ende. Das Sparen würde sich wieder lohnen. Pensionskassen kämen wieder auf die erwarteten Erträge. Rentner könnten aufatmen. Versicherungen gewännen die Substanz für ihre Versprechen zurück. Finanzfirmen würden weniger gewinnen. Boni würden schmaler. Immobilien wären kein Ersatzgold mehr. Firmen wie Nestlé mit braven, aber steten Gewinnzuwächsen wären das Mass aller Dinge. Alle Firmen, alle Privaten, alle Kreditjongleure müssten sich auf reale, ertragssichere Geschäftsmodelle verlegen, niemand könnte mehr ein grosses Rad drehen mit viel fremdem, billigem Geld. Wahrlich, eine neue Welt, die Welt der 1950er und der 1960er Jahre vor dem grossen Paradigmawechsel der Geldvermehrung nach 1971 und der Zinsbaisse nach 1981.

Die Notenbanken und Banken müssten diese Wende jetzt anbahnen, sanft in der Form, hart in der Sache. Einige Jahre knapper Kurse, stagnierender Werte, knapper Beschäftigung und gelegentlicher Konkurse wären der Preis. Darnach winkt sicherer Boden. Was ist die Alternative? Weiterwursteln, Geldmengen vervielfachen, Zinsen drücken, Sparer enteignen und dann irgendwann der grosse Kladderadatsch. Oder zumindest eine auf lange Sicht unproduktivere Volkswirtschaft vor Kulissen, die mit illusionärem Papiergeld tapeziert sind.)“

 

Schön wär’s, würde dem Vorschlag Kappelers gefolgt. Doch die EZB und das FED verfolgen andere Ziele. Die Tiefzinspolitik wird fortgesetzt. Der Schuldenberg wird weiter ausgebaut! Irgendwann werden wir es mit Inflation zu tun haben! Anlagen-Guru Warren Buffet: „Blasen, die zu gross werden, platzen unweigerlich. Dies gilt auch für Gold.“ Interessant ist, dass Schuldenuhren kaum je rückwärts laufen! Die schweizerische ist zur Zeit eine Ausnahme:

Staatsschulden der USA

Schuldenuhr BRD

Europas Schuldenuhr: unter http://www.kredit-karte.eu/

Staatsverschuldung in Europa und in der Schweiz

Abb. 1: Staatsverschuldung in der Schweiz und in einigen EU-Ländern. Quelle: OECD

Salopp gesagt: Man („das Kapital“) bedient sich da des Geldes, wo welches vorhanden ist. Das Volk und die Arbeitnehmer kommen immer zuerst an die Kasse (Stellenabbau, Lohnkürzungen, Sozialabbau, wie Kürzung von Renten und anderen Sozialleistungen, Erhöhung von Steuern usw.). Dies hat das Beispiel Griechenland gezeigt. Während Reiche ihr Vermögen ins Ausland transferieren, kürzt man den ärmeren Schichten Renten und andere Sozialleistungen, hebt Steuern an und erwartet mehr Produktivität, obwohl die Voraussetzungen dazu oft fehlen. Hauptsache: Es wird gespart, koste es, was es wolle! Die Sparanstrengungen folgen immer dem gleichen Modell: Die Zitrone wird von unten nach oben ausgepresst! Bekanntlich beginnt der Fisch jedoch beim Kopf zu stinken…!

„(…) Athen (dpa) – Aus Angst vor einem Staatsbankrott und der Wiedereinführung der alten schwachen Währung, der Drachme, haben die Griechen nach Angaben des Finanzministeriums Milliarden in heimischen Schatullen gehortet.

Seit 2009 hätten sie rund 65 Milliarden Euro von ihren Bankkonten abgehoben, 16 Milliarden davon seien ins Ausland geflossen. «49 Milliarden (Euro) sind in Sicherheitsfächern, in Truhen, in Kellern und Dachböden oder unter dem Bett versteckt», sagte Finanzminister Evangelos Venizelos im griechischen Parlament.

Wie der oberste griechische Kassenhüter berichtete, seien von den ins Ausland geflossenen Geldern mehr als 5 Milliarden bei Banken im Vereinigten Königreich angelegt worden, knapp 1,6 Milliarden Euro seien in die Schweiz geflossen.

Bankenexperten schätzen jedoch, dass dies nur ein kleiner Teil der ins Ausland geflossenen Gelder ist. Es wird vermutet, dass die Geldanlagen griechischer Anleger, die aus Steuerhinterziehung und Schattenwirtschaft stammen, im Ausland mehr als 200 Milliarden Euro betragen. Quelle: Venizelos: Griechen «verstecken» Milliarden Euro Bargeld – News.de

Den einen wird also das Geld direkt weg genommen. Bei anderen läuft die Enteignung versteckt via Staatsverschuldung.

Die Schweizer Pensionskassen (2. Säule) haben ein Vermögen von etwa 625 Mia Franken (AHV, 1. Säule, nicht eingerechnet!). Dass es da Gelüste Richtung Umverteilung gibt, ist fast logisch. Selbst der beste Speck zieht Maden an, die sich darin wohl fühlen. Die BVK, ist die Vorsorgeeinrichtung der Angestellten des Kantons Zürich sowie von über 500 angeschlossenen Unternehmen. Total sind über 100’000 Versicherte dabei. Die BVK-Verantwortliche haben es geschafft, für negative Schlagzeilen zu sorgen.  BVK-Prozess: Keiner gibt Bestechung zu

Fall BVK: «Nur zwei beste Freunde, die sich gegenseitig beschenken wollte …

 

aus dem personalblog:

14. 09. 11: Die Pensionskassen werden auf dem Buckel der Lohnempfänger saniert

12. 02. 10: Rentenklau – niemals!

19. 01. 10: Renten, Selbstbedienung in der 2. Säule hohe Gebühren in der 3. Säule

21. 06. 09: Pensionskassen in der Schweiz: Die ganz große Enteignung

05. 04. 09: Ältere Versicherte und Pensionierte werden geplündert

12. 03. 09: Rentensenkung zur Gewinnmaximierung der Lebensversicherer?

29. 04. 08. Das Kapital bedient sich nach Belieben!

21. 01. 08: Sparen bringts nicht (mehr)

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Nicht vergessen: das Finanzblog von Stephan Marti lesen!


Sparen – Bereicherung an den eigenen Einkünften?


Vorsorgegeld gut anzulegen, scheint heute eine grosse Kunst zu sein! Oder wird den Pensionskassen lediglich Ramsch überlassen? Die Angriffe auf den Schweizer Finanzplatz wird es noch schwieriger machen. Auch lassen sich Eigenkapitalrenditen um die 15%, wie es sich einige Grossbanken wünschten, schwer erreichen.

„(…) Zürich (sda). Die Schweizer Pensionskassen haben im vergangenen Jahr mit ihren Anlagen Einbussen erlitten. Im Schnitt resultierte laut einer Erhebung der Grossbank Credit Suisse (CS) eine negative Rendite von 0,56 Prozent. Die gesetzliche Mindestverzinsung sei damit um 2,56 Prozent untertroffen worden, teilte die CS am Montag mit. Seit Beginn der Datenerhebung Anfang 2000 beträgt die erzielte Jahresrendite im Schnitt +1,85 Prozent.
Im vierten Quartal verbuchten die Pensionskassen deutliche Gewinne: Der Pensionskassenindex der Credit Suisse stieg um 2,57 Prozent und erreichte zum Jahresende 124,63 Punkte (100=Anfang 2000).
Die BVG-Mindestverzinsung legte derweil um weitere 0,5 Prozent zu auf den Stand von 139,45 Punkten. Somit verkleinerte sich die Differenz zwischen erzielter Rendite und vorgegebener Mindestverzinsung auf 14,81 Punkte.
Die Berechnung basiert auf den erzielten Renditen von schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen (vor Abzug der Verwaltungskosten), deren Vermögenswerte bei der Credit Suisse als Depotbank verwahrt werden.
Bei den Anlagen stieg die Liquiditätsquote (6,9 Prozent), ebenfalls erhöht haben die Pensionskassen ihre Engagements in Schweizer Aktien (11,3 Prozent) und in ausländischen Aktien (16,0 Prozent). Reduziert wurden dagegen die Engagements in Frankenobligationen (25,8 Prozent), Fremdwährungsobligationen (8,8 Prozent) und Immobilien (20,4 Prozent).)“ Quelle: HR Today: Montag, 16. 01. 2012 

Wenn einmal Prämien bezahlt sind, wird offenbar nicht mit offenen Karten gespielt! Der Beobachter 2/12 weiss zu berichten:

„(…) 363 Franken im Jahr zahlt jeder Versicherte für die Verwaltung seines Pensionskassengeldes – behaupten Swiss Life, Axa und Co. In Wirklichkeit kassieren sie fast das Fünffache. …)“

Kritik ruft nach Alternativen. Geld in grossen Mengen drucken ist bestimmt nicht die beste wie “Tragödie des Euro” zeigt.

So wird das Sparen zum  „ vergeblichen Versuch, sich an den eigenen spärlichen Einkünften zu bereichern.“
Wolfram Weidner (*1925), dt. Journalist  

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Empfehlung: Lesen Sie das Finanzblog von Stephan Marti!
 
 
Wobei man lernen kann, dass die AKW’s doch sicher wären, hätte es kein Fukushima gegeben! Die einfache Logik: Hätten sich Politiker, Lobbysten und AKW-Bereiber (TEPCO) nicht verklüngelt… Wenn man hätte oder nicht, wenn man sollte oder nicht, je nach Sichtweise wird grössere Sicherheit vorgegaukelt….


Die Pensionskassen werden auf dem Buckel der Lohnempfänger saniert


„(…) Die paritätische Kommission für berufliche Vorsorge (BVG) hat dem Bundesrat kürzlich empfohlen, die Verzinsung der Pensionskassenguthaben von minimal 2 auf 1,5 Prozent zu senken. In den Medien blieb es daraufhin merkwürdig still. Es wurden nur wenige Kommentare geschrieben, und die waren positiv: Der Entscheid sei gerechtfertigt, hiess es, denn der Anlagemarkt gebe im Moment nicht genügend Rendite her. Die Pensionskassen könnten sich die Verzinsung der Altersguthaben mit 2 Prozent schlicht nicht mehr leisten. Wer auf Dauer mehr ausgebe, als er einnehme, der ende zwangsläufig in der Pleite.

Damit wir wissen, wovon wir reden: Wer als 30-Jähriger 100’000 Franken auf seinem Pensionskassenkonto hat und monatlich 1200 Franken dazuspart (Total von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeitrag), besitzt mit 65 ein Rentenkapital von 926’508 Franken. Bei einer Verzinsung von 1,5 Prozent sind es nur 829’428 Franken, fast 100’000 Franken weniger als mit 2 Prozent – eine happige Einbusse. Dabei haben wir sogar noch Glück im Unglück: Eine Minderheit in der Kommission wollte den Satz gar auf 1 Prozent reduzieren. Dann hätte sich der 30-Jährige 182’000 Franken ans Bein streichen müssen.

Die Dunkelkammer Pensionskasse

Ärgerlich ist die Selbstverständlichkeit, mit der die Lohnempfänger einseitig zur Sanierung herangezogen werden, und das nicht zum ersten Mal. Zur Erinnerung: Von 1985 bis 2002 lag der Mindestzinssatz noch bei 4 Prozent (unser 30-Jähriger hätte bei der Pensionierung 1,5 Millionen besessen). Dann platzte die Internetblase, und es begann das Zeitalter, in dem die globale Finanzindustrie Schäden anrichtete, welche mittlerweile die gesamte Weltwirtschaft bedrohen.

Im Kleinen, bei den Pensionskassen, kassieren allerlei Berater Honorare, Kickbacks, Gebühren und Courtagen. Die Kassenverwaltungs-, Vermögensverwaltungs-, Transaktions-, Beratungs- und versteckten Fondskosten sind eine weitläufige Dunkelkammer, die bis heute noch niemand ausgeleuchtet hat. Insgesamt versickern laut Studien jedes Jahr 4 Milliarden Franken zum Nachteil der Versicherten. Man könnte das Loch bei den Pensionskassen auch einmal von dieser Seite her stopfen. )“ Quelle: Tagesanzeiger vom 7.9.11

Aus dem Wörterbuch der Sozialpolitik:

Paritätische Kommission

Der Begriff paritätische Kommission wird häufig verwendet für Gremien, in welchen zwei (selten mehr) Gruppierungen vertreten sind, die grundsätzlich gegensätzliche Positionen vertreten. Typische Beispiele finden sich im Arbeitsrecht (gewerbliche Schiedsgerichte; früher: Schiedsgericht für Arbeitslose nach AVIG) und im Mietrecht (Schlichtungskommission für Mietstreitigkeiten).
Das Bundesgesetz für die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) wurde von Anbeginn an als Versicherungswerk konzipiert, welches eine echte Sozialpartnerschaft verwirklichen sollte. Als Kernstück wurde dabei das Prinzip der paritätischen Verwaltung verankert. Artikel 51 BVG spricht bereits im Titel von der paritätischen Verwaltung und auferlegt der Vorsorgeeinrichtung die Pflicht, die ordnungsgemäße Durchführung der paritätischen Verwaltung zu gewährleisten. Dabei wird insbesondere festgehalten, dass Arbeitnehmende und Arbeitgeber das Recht haben, in die Organe der Vorsorgeeinrichtung, die über den Erlass der reglementarischen Bestimmungen, die Finanzierung und die Vermögensverwaltung entscheiden, die gleiche Zahl von Vertretern zu entsenden. Bereits 1958 wurde die Idee der Zusammenarbeit zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebern in Artikel 89bis Absatz 3 ZGB für Personalfürsorgestiftungen aufgenommen. Danach sind die Arbeitnehmenden nach Maßgabe ihrer Beiträge an der Verwaltung einer Vorsorgeeinrichtung mitzubeteiligen. Das BVG brachte hier eine zusätzliche Verstärkung, indem die Mitverwaltung unabhängig von der Beitragsleistung verankert worden ist.
In der Praxis bedeutet dies, dass bei einer BVG-registrierten Vorsorgeeinrichtung, welche in der Regel als Stiftung organisiert ist (Art. 48 BVG), der Stiftungsrat aus gleich vielen Arbeitnehmenden und Arbeitgebervertreterinnen und -vertretern besteht. Da dieses oberste Organ häufig Entscheide von großer Tragweite für die Versicherten zu treffen hat, ist es wichtig, dass ein ausgewogenes Kräfteverhältnis besteht. Gerade in kleinen Verhältnissen darf jedoch nicht verkannt werden, dass faktisch ein Übergewicht der Arbeitgebervertretung trotz formeller Wahrung der Parität besteht.

Verweise: Berufliche Vorsorge

  • Jürg Brühwiler, Die betriebliche Personalvorsorge in der Schweiz, Stämpfli, Bern 1989, S. 328 ff.
  • Heinrich Moser, Paritätische Verwaltung von Pensionskassen, Entstehung, Problematik, Perspektive, Dissertation Uni Basel, Basel 1987
  • Hans Michael Riemer, „Paritätische Verwaltung privat- und öffentlichrechtlicher Personalvorsorgeeinrichtungen gemäß BVG“, in: Schweizerische Zeitschrift für Sozialversicherung und berufliche Vorsorge, 1985, S. 16 ff. Christina Ruggli-Wüest  
Dass man sich am Kapital der Rentner bedient ist keine neue Tatsache. Selbst der Bund hat zu früheren Zeiten bei der Bundes-Personalversicherungskasse(n) Geld für die Finanzierung von diversen Projekten, auch militärische Beschaffungen, geholt. Zins: um die 2% und das in Zeiten, als Zinse generell bis um das dreifache höher waren! Das Geld kam physisch nie zurück, wurde aber verbucht. Dies tat man so, weil der Bund für die Pensionskasse voll garantierte. Warum wohl mussten Pensionskassen des Bundes nachträglich mit Unsummen von Steuergeldern saniert werden?
 
Was der amerikanische „Langfinger“, der mit der gezielten Entwertung des Dollars den Rest der übrigen Welt wie ein Vampir aussaugt, nicht schafft, das schaffen die Pensionskassen, die Banken,  die Politiker und die übrigen Schuldenwirtschafter in aller Welt doch mit Links!
 
Der amerikanische Vampir hat es geschafft, dem Dollar stetig die Kaufkraft zu nehmen. Dazu wird die US-amerikanische Zentralbank Fed eingesetzt. Das Fed hat es fertig gebracht, den Dollar von 1913 bis 1970 auf 13 Cents zu drücken. Fed-Chairman Burs (1970-1978) haute noch einen drauf. Der Dollar wurde um weitere 43% entwertet und dieser war noch ganze 15 Cent wert, In der Ära Volcker (1987-2006) verlor der Dollar weitere 40%. Nun war der Dollar noch 9 Cents wert. Schliesslich kam Greenspan (1987 – 2006) ging es auf 5 Cents hinunter und inzwischen ist der einst stolze Dollar pulverisiert. Mehr zum Fed: =>  Federal Reserve System,  Mehr zum Thema: Aus Schaden klug?

Die Banken sorgen dafür, dass angespartes Kapital tief verinst wird, indem sie sich zuerst bedienen. Allein die Credit Suisse  bezahlte ihren Managern und Mitarbeitern im Jahr 2009 6,85 Mia Franken an Boni! Auch wenn direkt „nur“ 4,11 Mia Fr. ausbezahlt wurden, fliesst der Rest von 2,75 Mia den Mitarbeitern später zu. Um der leidigen Bonidiskussion zu entgehen, wurden diese etwas gekürzt. Als Kompensation wurden einfach die Löhne angehoben. Siehe auch: 29.08.2008: Das Kapital bedient sich nach Belieben! 

Die Pensionskassen sahen auch schon bessere Zeiten. Zum Beispiel damals, als sie bei jedem Stellenwechsel eines Versicherten hohe Mutationsgewinne einstrichen indem sie die Arbeigeberbeiträge für sich behielten und der Versicherte sich erneut einkaufen musste! Sie schwammen im Geld, kauften u.a. Boden zu überhöhten Preisen in wenig attraktiven Gegenden („Pensionskasse sicht Bauland, Geld spielt keine Rolle!“), mussten die Objekte unter den kalkulierten Preisen vermieten… 20 Jahre später, als die ersten Renovationen fällig wurden, musste erneut Geld eingeschossen werden, Geld der versicherten, die die „Unrenditehütten“ schon einmal bezahlt hatten!

Die Handelszeitung schrieb am 15.6. 11. : „

(…) Pensionskassen: Auf dem Holzweg

Die Vorsorgeeinrichtungen investieren in nachhaltige Anlagen und riskieren viel – weil sie Modetrends nachlaufen und das Fachwissen fehlt….

…. Dabei erfreuen sich nachhaltige Anlagen bei Pensionskassen und anderen institutionellen Anlegern in der Schweiz nach wie vor einer wachsenden Beliebtheit. Waren es im Krisenjahr 2008 noch gut 9 Milliarden Franken, die in das Segment flossen, waren es 2009 bereits 12,4 Milliarden Franken, wie die Research- und Beratungsfirma Onvalues in ihrer jährlichen Marktstudie festhält. 2010 nahm der Anteil nochmals um 15 Prozent zu und lag bereits bei 14,3 Milliarden Franken. Damit geht jede dritte in der Schweiz getätigte Anlage in Nachhaltiges auf das Konto von institutionellen Anlegern. Auf die Gefahr hin, dass damit wie im Fall SPG die Renten der Beitragspflichtigen riskiert werden.

Nur zu oft mussten nämlich Vorsorgeeinrichtungen bei ihren Nachhaltigkeits-Investments kräftig abschreiben. So bei der bis zum Konkurs Anfang Jahr in Bern kotierten Recyclingfirma Citron oder beim nachhaltigen Forstunternehmen Precious Woods, wo Pensionskassen mithin zu den wichtigsten Geldgebern (siehe Kasten) gehörten. …)“

Können die versprochenen Leistungen und der gesetzliche Auftrag nicht mehr gewährleistet werden, werden zu aller erst einmal die Leistungen gekürzt anstatt, dass die Einnahmeseite saniert wird.

Die Politiker viele davon, wenn es um Renten geht, benehmen sich wie schlechte Jagdhunde: Sie verfolgen die Meute mit lautem Gebell. Wenn sie sich jedoch dafür einsetzen sollten, lassen sie untertänigst gegenüber den Arbeitgeberorganisationen und vor allem gegenüber den Privatversicherern den Schwanz hängen. … „Wessen Brot ich ess‘, dessen Lied ich sing!“

Wo sind die Rechtsstaaten, wenn es um die Vernichtung von Vorsorgekapitalien geht? gesteuerte oder auf „zockerische Art und Weise“  

Im personalblog vom 21. 06. 2009 wurde geschrieben: Pensionskassen in der Schweiz: Die ganz große Enteignung

Währungen aus dem Gleichgewicht: In der NZZ vom 5. Setember 2011 gesehen:

„(…) Der Schweizerfranken-Wechselkurs bildete in diesem Jahr eine absurde spekulative Blase, die zweifellos irgendwann platzen wird, wir wissen nur nicht, wann und wie. Nun empfiehlt uns der berühmte Währungstheoretiker und Nobelpreisträger Robert A. Mundell, die Steuern zu senken und länger zu arbeiten (NZZ 26. 8. 11). Wie viel länger müssten wir arbeiten und wie gross müssten die Steuergeschenke sein, damit der volkswirtschaftliche Schaden dieser Blase kompensiert wird? Die Schweiz nahm allein in ihrem Auslandsvermögen Wechselkursverluste von 330 Mrd. Fr. hin. Dazu kommt die Summe der künftigen Nettoverluste im Aussenhandel und in der nachgelagerten Zulieferindustrie. Das zusammen entspricht etwa dem gesamten Bruttosozialprodukt der Schweiz im Jahr 2010.

Diesen Verlusten stehen Gewinne der Spekulanten gegenüber. Sie tragen beim Vorschlag von Mundell überhaupt keine negativen Konsequenzen für ihren verantwortungslosen Umgang mit unserem offiziellen Zahlungsmittel. Die moderne Spekulation ist eine gut organisierte Industrie, die unglaublich hohe Mittel einsetzen kann, um relativ kleine Währungen oder Gold in die Ecke zu treiben. Da sehe ich im Vorgehen der Schweizerischen Nationalbank einen realistischeren Ansatz, der auch erste, hoffentlich anhaltende Erfolge brachte: Spekulanten vertreibt man, indem man sie verlieren lässt. Aus demselben Grund sollte die Politik in naher Zukunft unbedingt ihre Berührungsängste zum Instrument der Negativ-Zinsen und Wechselkursziele verlieren, damit die Nationalbank wieder Spielraum zur nötigen Normalisierung der Zinsen gewinnt. Allein mit einer Fortsetzung der Nullzinspolitik riskieren wir, dass die im Ansatz bereits vorhandene Spekulationsblase im Immobiliensektor weiter wächst, um dann umso kräftiger zu platzen. Dann hätten wir noch mehr schwierige wirtschaftspolitische Baustellen als heute zu versorgen.)“

a.dio – meint in seinem Kommentar:

2011-09-12 09:58:17

Es ist doch eigentlich ein inzwischen sehr durchschaubares Spiel von Regierungen (Hofstaat) und Bankensystem. Es funktioniert wie zu Adelszeiten zwischen Herrscher Adel und Geldeintreibern, die sich fast nach Belieben bereichern dürfen, wenn sie nur die geforderten Tribute abgeben. Dafür werden sie mit aller „Staatsmacht“ geschützt und unterstützt. Das war so, das ist so wieder und wieder.

Momentan hat die „Staatsmacht“ die Banken als Geldeintreiber. Sie sind ermächtigt und beauftragt alle Vermögen der Bürger und Firmen zugänglich zu machen ( nicht nur transparent machen, sie sperren auch und lassen durch den Staat auch einfach „einziehen“)
Im Gegenzug bekommen die Banken was immer sie dazu „brauchen, besser gesagt wollen“. Neueste Masche ist: Staat druckt Geld — resp. gibt Kredite an Banken für 0 Zins soviel sie wollen. Die Banken gehen damit Zocken. Z.B. kaufen sie griechische und portugisische Wertpapiere mit 6-10 % Zins. geht das schief ( droht Zahlungsunfähigkeit der Staaten, spring der Staat mit echtem Geld der Steuerzahler ein, geht es gut ist der Gewinn ( Zins) Reingewinn der Bank. Davon zahlt die Bank brav Steuern (nur was sie nicht verhindern kann) . So wird das ganze neu gedruckte Geld fast automatisch an Banken verschenkt. wer bekommt das Geld, die Bank. Wer ist die Bank, die Eigner/Aktionäre der Bank. Wer sind die Aktionäre? …. follow the money, u will see the sunny side of USA, UK , Switzerland …..

 Derzeit streichen viele Grossbanken tausende von Stellen:

Gemäss von den Medien weitergetragenen Spekulationen sollen bei der UBS bis zu 5’000 Stellen weggespart werden, bei der CS weltweit 1600.

Die angeschlagene Bank of America will 30’000 Stellen streichen.

 Die britische HSBC hatte Anfang August die Streichung von 25’000 Stellen verkündet.

Die Deutsche Bank will 5’000 Stellen streichen

Lloyds soll 15’000 Manager entlassen… usw.!

Finews meldete am 24. 8. 11: Dieses Jahr wurden schon 67’000 Bankjobs vernichtet

Offenbar ist nichts mehr zu holen! Das hindert UBS jedoch nicht daran, von weiterem Wachstum zu reden. Sie den Superreichen aus Asien ans Leder! Und nebenbei will man sich den Pensionskassen mehr annehmen und im Rostoffhandel mitmischen (zocken)!

Vorsorge-Sparen kann problematisch sein: Die Sicht von Antoine de Saint Exupéry (aus Carnets):

„(…) Wenn man im Jahre 1938 die Sozialversicherung in Gang setzt, die sich auf Menschen erstreckt, welche erst zwanzig Jahre später ihre Renten beziehen werden, wird man zwanzig Jahre lang Kapital ansammeln, das heisst wahnwitzigen Summen einsammeln, die sich unmöglich investieren lassen (die wahre Investition besteht im gegenwärtigen Geschenk) und die ganz ausgesprochen als Kaufkraft fehlen werden.

Man gibt vor – in zwanzig Jahren – den Ertrag dieses investierten Geldes verteilen zu können; das ist ein wertloser Mythos.

In Wahrheit verteilt man alljährlich, da Alt und Jung zahlenmässig stabile Gruppen bilden, an einige alte Leute, was vorweg den zahlreichen Jungen abgefordert wurde. Wenn es für zehn alte Leute neunzig junge gibt (das waren noch andere demografische Vorstellungen als heute, 70 Jahre später!), die je 100 Francs verdienen, besteuere ich sie mit 10% und alle beziehen 90 Francs.

Ich kann mein System sogleich anlaufen lassen (unter dem Blickwinkel: die Jugend zahlt für das Alter), denn unter dem individuellen Aspekt zahle ich, der ich heute jung bin für mich, der ich später alt sein werde. Ich gelange zu unübersteigbaren Absurditäten (darunter diese absurde Verwahrung „meines“ Geldes). Es scheint mir eine allgemeine Regel zu sein, dass die soziale Untersuchung entindividualisieren muss, wenn sie begreifen will. Sonst:

a) Illusion des Sparens

b) Illusion der stets möglichen Reinvestierung

c) Illusion über die Notwendigkeit, dieses Geld der Sozilversicherung zu „platzieren“.

Wenn man diese Geld aufspeichert, so ist das ganz genau dasselbe, als wenn man die heutigen Kartoffeln und das heutige Lauchgemüse, die in zwanzig Jahren gekauft werden sollen, aufspeichern würde (was ich aufgespeichert habe ist ein Teil der Kaufkraft), aber sie verfaulen.

Man komme nicht hernach mit Klagen über Skandale und Veruntreuungen: dieses Geld selber ist verfault. Wo sollte es hinfliessen? Gewiss, vielleicht ist es ein Trick, um Paläste zu bauen (die aber nicht rentabel sind), und dann hat das nichts mit der Liebe zum Alter zu tun. Oder ich kann dann zwanzig Jahre lang Altersheime bauen. Doch die bringen alles durcheinander.

Das notwendige Geld lässt sich nicht genau feststellen, denn es spielt noch seine Umlaufgeschwindigkeit hinein.

Die Privatbank, welche die Aktiengesellschaft verwaltet, oder die sowjetische Bürokratie, welche das gleiche Industrieunternehmen verwaltet: keinerlei Unterschied von Haus aus. Weder die eine, noch die andere ist Eigentümer der Produktionsmitte, ihre Moral oder Unmaoral können einander die Waage halten.

Einziger Unterschied: die Richtung der privaten Kaufkraft, die in der Sowjetunion nicht blindlings etwas zu kaufen erstreben kann, was nicht existiert.

Sparsamkeit (oder Sparen) kann nur einen Sinn haben: den eines Geschenks ans Kapital. Man spart für jemanden. Und nicht „an sich“. „

Der bekannte Schriftsteller und Flieger hatte den Durchblick. Heute würde seine Kritik kaum schmeichelhafter ausfallen! Pensionskassen senken den Umwandlungssatz und das Kapital wird zu tief verzinst!

Kürzlich bot mir ein Finanzberater „Bonds“an. Diese seien hervorragend bestückt. 30% würden aus den besten Papieren der Schweiz abgedeckt. Weil ich nicht 70% Ramsch mitfinanzieren wollte fragte ich nach einem Produkt, welches nur aus den genannten 30% zusammengesetzt war. Der Berater winkte ab. So was gebe es nicht im Angebot. Er verstand, dass das Gespräch hier beendet war…!

Es scheint, dass es besser ist, in Sachwerte zu investieren, als in undurchsichtige Produkte aus der Finanzbranche!

Das Goldene Kalb von heute ist vom Gedanken geprägt, alles sei machbar und alles sei erschwinglich und jeder, der etwas mehr als bis 10 zählen kann müsse Millionär sein, auch wenn er / sie seinen präsentierten Reichtum lediglich der Kreditkarte zu verdanken hat. Spätestens, wenn der Prahlhans oder die Glamour-Suse beim Sozialamt angekommen sind ist man am Punkt angelangt – der oder die Besitzerin des Luftschlosses befindet sich in einer Ruine.

Was tut der Staat dagegen?  Dieser schlägt mit seiner Zentralbank – der effizientesten Kaufkraft-Vernichtungsmaschine – noch einen oben drauf. Wie dies geht? Es wird Geld gedruckt auf Teufel komm raus. Die Zentralbank als „lender of last resort“ – als Oberaufsicht bzw. als Verleiher in der letzten Not hat diese Möglichkeit. Der faule Trick dieses Zauberstücks: Der Bürger bezahlt die Zeche! Denn mit der Vermehrung des Geldes haben sich noch keine Güter vermehrt, wohl aber die Nachfrage. So entsteht eine Preisinflation. Dies bedeutet für den Bürger Kaufkraftverlust ihrer Einkünfte und ihres Ersparten. Anstatt dem Casino-Kapitalismus paroli zu bieten, spielt der Staat das fiese Spiel mit und alle reden sie von Rechtsstaat…

Die Staaten wissen um die Kaufkraft der Rücklagen für das Alter der arbeitenden Bevölkerung. Die schön geredete EU und deren Mitglieder machen es vor: Sie sinken auf das Niveau von Bananenrepubliken ab.

goldseiten-forum.de schrieb am Sonntag, 30. Januar 2011, 13:02:

„(… Ungarn enteignet Pensionskassen-Sparer / Private Rentenversicherung wird verstaatlicht

Private Rentenversicherung wird verstaatlicht – Geld fliesst in Staatshaushalt

Ungarn greift für den Abbau der hohen Schulden zu radikalen Methoden. Das Land verstaatlicht einen Teil des Geldes, das die arbeitende Bevölkerung für ihre Pensionierung zurückgelegt hat. Es geht um 14 Milliarden Franken der seit 1998 existierenden privaten Säule des Versicherungssystems.

chs./(sda/ddp) Das ungarische Parlament hat mit den Stimmen der rechts-konservativen Regierungsmehrheit den umstrittenen Umbau des staatlichen Rentensystems beschlossen. Der private Teil der Altersvorsorge geht an den Staat über. Vertreter der linken und grünen Opposition sprachen im Parlament von «Rentenklau» und «Diebstahl».

Rund drei Millionen Bürger haben in den vergangenen zwölf Jahren in der obligatorischen privaten Zusatzversicherung insgesamt knapp 3000 Mrd. Forint (knapp 14 Mrd. Franken) angespart. Sie werden nun faktisch enteignet. Ihr Geld soll dazu verwendet werden, das Defizits der staatlichen Rentenversicherung zu senken. Ausserdem sollen damit Staatsschulden zurückbezahlt werden. …)“

Vorgemacht wurde die Verstaatlichung von Pensionskassen in Argentinien und in Bolivien.

Argentinien (aus „der Standard.at“, vom, 21. November 2008 17:45)

„(…) Pensionskassen verstaatlicht 

….Mit der von Teilen der Opposition heftig kritisierten Initiative will die Regierung die Altersvorsorge künftig wieder allein in staatliche Hände legen. Die privaten Versicherer, sogenannte AFJP, die erst 1994 unter dem konservativen peronistischen Präsidenten Carlos Menem geschaffen worden waren, ziehen bei ihren zurzeit 3,6 Mio. Versicherten jährlich etwa umgerechnet 3,5 Mrd. Euro ein. Das Gesamtvermögen der AFJP wird mit 22,6 Mrd. Euro angegeben.

„Historisch bedeutender Schritt

Ein erheblicher Teil dieses Kapitals ist in Schuldverschreibungen des argentinischen Staates angelegt, die durch die Verstaatlichung entfallen würden. Weil die AFJP auch eine der wichtigsten Anleger an der Börse sind, war der lokale Börsen-Index Merval bei der Ankündigung der Gesetzesinitiative zeitweise um 25 Prozent eingebrochen.

Die Opposition warf der Regierung vor, sich am Geld der Rentner und Pensionisten zu vergreifen. Dagegen bezeichnete der Vertreter des Regierungsblocks im Senat, Miguel Pichetto, das Gesetz als „historisch bedeutenden Schritt“ zur Sicherung der Altersvorsorge auch in Krisenzeiten. Die AFJP sollen nun ihr bisher durch Beiträge angesammeltes Kapital und ihre Verpflichtungen zur Auszahlung von Renten auf den Staat übertragen. (APA/dpa) )“

Bolivien (aus „Portal amerika 21.de“ ) 21.11.2010 15:50 :

„(…) Pensionskassen sollen verstaatlicht werden

La Paz. Die bolivianische Regierung will mit dem neuen Rentengesetzes auch die Pensionskassen des Landes verstaatlichen. In dieser Woche wurde das neue Gesetz in die plurinationale Verrsammlung, das bolivianische Parlament, eingebracht. Es sieht neben der Senkung des Rentenalters auch die Verstaatlichung zweier Kassen vor und soll noch vor Weihnachten verabschiedet werden.

Die Maßnahme betrifft die beiden Pensionsfonds, die zum einen von der spanischen BBVA-Gruppe und zum anderen von der Schweizer Zurich Financial Services AG geführt werden. Die Kassen teilen sich den Markt seit der Privatisierung der Pensionskassen im Jahr 1996 auf und verwalten ein Vermögen von rund drei Milliarden US-Dollar, schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Ein Sprecher des Schweizer Unternehmens sagte dem Wall Street Journal, dass sein Unternehmen die Entwicklung beobachte, wollte aber keine weiteren Kommentare abgeben.

Boliviens Wirtschaftsminister Luis Acre kündigte indes die Gründung einer staatlichen Pensionskasse an, die die Aufgaben der bisherigen Fonds übernehmen soll. In der vergangenen Woche hatten die bolivianischen Gewerkschaften dem neuen Rentengesetz zugestimmt, das nach einem Streik im Mai auf den Weg gebracht wurde.

(hbut/Redaktion) )“

Die Arroganz von vielen Politikern und die Arroganz der Finananzwirtschaft kennt wohl keine Grenzen!

Was soll  der Staat tun? Der Staat muss die Bürger vor den (Gross-)banken schützen! Die Solidarhaftung des Volkes. Die Solidarhaftung für die kapitalen Fehler der bestbezahlten und meist sehr gut ausgebildeten Akteure in der Finanzwirtschaft muss beendet werden und zwar subito!

*

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Ausländer, Achtung vor der Falle der Altersarmut!


Die Schweiz hat zur Zeit mit 44 Staaten  ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen. Dadurch soll die soziale Sicherheit bei Tätigkeiten im Ausland oder bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten gewährleistet werden.

„Wer sich im Alter wärmen will, muß sich in der Jugend einen Ofen bauen“

Das Sozialversicherungssystem der Schweiz beruht auf drei Säulen:

“ die erste Säule ist obligatorisch für alle, dazu zählen: AHV/IV/EO und Krankenversicherung
“ die zweite Säule ist obligatorisch für Berufstätige, dazu zählen: berufliche Vorsorge, Unfallversicherung, Arbeitslosenversicherung
“ die dritte Säule ist freiwillig, dazu zählen: gebundene Vorsorge 3a, freie Vorsorge 3b und Privat-Krankenversicherung

Mehr unter =>  … Binational – Sozialversicherung…

Fehlende Beitragsjahre bewirken eine Rentenkürzung. Versicherungslücken aus der 1. Säule (AHV) und 2. Säule (Pensionskasse) können allenfalls mit Hilfe der  freiwilligen 3. Säule geschlossen oder vermindert werden.

Wer z. B. in Deutschland mehrere Jahre arbeitete, hat dort für die Rente bereits angespart.  Kommt er in die Schweiz, wird hier das Ansparen neu beginnen. Im Fall der Pensionierung werden zwei Altersvorsorgen zur Gesamtrente beitragen.  So ist es im Sozialversicherungsabkommen zwischen den beiden Staaten geregelt.

Wegen entsprechenden Erfahrungen gibt es z.B. kein Sozialversicherungsabkommen mit dem Kosovo mehr.

Kommt jemand aus einem neuen EU-Land wie etwa Rumänien, Bulgarien, Ungarn usw.,  kann man davon ausgangen werden, dass kaum ein wirksamer Beitrag an die Altersvorsorge vorhanden ist. Hier liegt also eine Falle für die Altersarmut vor und auch eine Falle für die Sozialämter! Ob da jemand daran gedacht hat? Zweifel dürfen sein! Das Problem wird dann gelöst, wenn es auftritt! Dann findet eine weitere Sozialisierungsrunde statt, die vom Steuerzahler mitgetragen werden muss. Daraus folgt, dass es bei der Personalbeschaffung, -gewinnung mehr als nur eine möglichst schnelle Besetzung offener Stellen geht! Es kann nicht sein, dass möglichst schnell gesucht, vermittelt, verdient und angestellt wird. Nachhaltigkeit hat auch hier seine uneingeschränkte Berechtigung. Sonst kommt es zu einer schleichenden Belastung des Sozialstaates. Ein Beispiel dafür ist die IV (Invalidenversicherung.

Mehr zum Thema: Soziale Sicherheit

Eine der Folgen der Sozialversicherungsabkommen: Wer die Schweiz definitiv verlässt, bekommt die Gelder der Pensionskasse (2. Säule) ausbezahlt. Davon ausgenommen sind die Beiträge an die Risikoversicherung. Die Gelder der AHV ( 1. Säule) bleiben bis zum Anspruch auf Pensionierung bei der AHV. Dort kann man sie zum gegebenen Zeitpunkt abrufen. Koordinationsstelle ist

die AHV- Stelle in Genf, Caisse suisse de compensation, av. Edmond- Vaucher 18, 1211, Génève, Tel. 022 795 91 11, Auslandabteilung

für Information und Abwicklung zuständig. 

Die Frage, ob die Altersvorsorge dereinst noch Leistungen erbringt ist müssig. Niemand weiss es mit absoluter Sicherheit. Doch die Gesellschaft kann sich die Altersarmut nicht leisten. Allerdings gibt es Länder, welche die Alten entmündigen und enteignen, ihnen gar die Rentengelder streitig machen. Ungarn, welches die private Altersvorsorge verstaatlicht hat, tat dies in erster Linie um an mehr Geld zu kommen. Das neue Gesetz verletzt die EU-Grundprinzipien zu Rechtssicherheit, Diskriminierungsverbot, sozialer Sicherheit sowie Schutz von Eigentum. Es verwundert nicht, musste das Land doch vor dem Staatsbankrott „gerettet“ werden. => Versicherungskritiker – Keine Gnade für Idioten!: Ungarn: Private …

Ungarn zeigt deutlich, was in der Welt wie abläuft, um staatliches Fehlverhalten letztlich mittels Sozialisation zu finanzieren. Es hat auch eine Methode gefunden, um Multis zu melken. Das „dumme“ Volk handelt bei der Wahl der Politiker, die sich gerne Volksvertreter nennen, oft wie Kühe, die Ihren eigenen Metzger bestellen.

Sollte das Beispiel Ungarn in der EU betreffend Verstaatlichung von privaten Pensionskassen Schule machen, was am Beispiel von Polen offensichtlich der Fall ist, müsste man sich als Schweizer wegen der blinden Übernahme fremden Rechts, gewisse Überlegungen anstellen…!

Wer einen desolaten Zustand der Staatsfinanzen über das Rentenkapital abfedern will, vergreift sich am Sparkapital der Rentner und an denen, die es noch werden.

Räder werden gelegentlich neu erfunden. Laut NZZ vom 9.3.11 (sinngemäss) wird in England der Einheitsrente das Wort geredet. Schon jetzt erhält ein Rentner mit voller Anspruchsberechtigung £97.65 (Fr. 147.05) pro Woche. Das frühere Einkommen spielt dabei keine Rolle. Wenn diese Rente nicht ausreicht, kann sie in begründeten Fällen mittels Nachweis bis auf das Existenzminimum von £132.60 (Fr. 199.68) erhöht werden. Eine vorgesehene Vereinfachung soll in etwa drei bis fünf Jahren die Einheitsrente rund 140£  (2108 SFr) betragen (nach aktueller Kaufkraft). Zusatzleistungen wären nicht vorgesehen. Die Finanzierung ist noch nicht geklärt. Die „Erkenntnis“ oder das neue Rad: Private Vorsorge lohnt sich! Junge sollen eine klare Sicht dafür erhalten, dass es sich lohnt, für das Alter zu sparen. Eine erkenntnisreiche Meisterleistung des Sozialministers Duncan Smith! Er hat aber andern Orts an die Adresse jener, die sich ohne Arbeit auf Kosten der Allgemeinheit durchschlagen wollen auch gesagt: „Arbeit muss sich immer lohnen!“ Ob auch die entsprechenden Arbeitsplätze vorhanden sind, weiss noch niemand so genau.

Das Dreibein der Vorsorge in der Schweiz deutet mit dem dritten Pfeiler eindeutig auf die Selbstverantwortung des Einzelnen hin: Das freiwillige Sparen. Das Dreibein hat allerdings eine Schwäche. Es funktioniert nur für Einkommen ab einer gewissen Höhe. Niedrigverdiener gelingt es kaum, selber so zu sparen, dass im Alter davon gezehrt werden kann. Selbst der zweite Pfeiler greift nicht bei allen! Wer im Alter nur auf die AHV zählen kann, hat nichts zu lachen. Dies noch speziell dann, wenn Finanzierungslücken vorhanden sind! Die Ergänzungsleistung mag wohl eine Entlastung bringen, aber glücklich wird wohl damit kaum einer richtig! Allem zum Trotz: Das Einkommen bestimmt weitgehend den Lebensstil (leider). Aber vom sorgsamen Umgang mit den finanziellen Ressourcen, kann sich kaum niemand drücken. Was möglich ist zeigen viele Beispiele. Wer kennt sie nicht, die Hanwerker, welche sich ihr Häuschen sprichwörtlich vom Mund abgespart haben? „Handwerk hat goldenen Boden“, ein Sprichwort welches auch heute seine Berechtigung hat.

„Die Sparsamkeit ist die Tochter der Vorsicht, die Schwester der Mäßigung und die Mutter der Freiheit.“
Samuel Smiles (1812-1904), engl. Biograph u. Sozialreformer 

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Missbrauch am Sozialstaat


Man kann Mißbrauch nur mit Dingen treiben, die gut sind.
Montaigne, Essais, Herbert Lüthy (Übers.)

 

Wer sich an einem Sozialwerk durch Missbrauch bereichert, begeht Diebstahl. Er nimmt dem Sozialwerk Geld weg, welches ihm nicht gehört. Dies gehört geahndet und mit allen Mitteln unterbunden.

Wer den Missbrauch leugnet, begeht Beihilfe zum Diebstahl. Wer den Missbrauch herunterspielt, spielt mit dem Feuer, weil er bereit ist, Diebstahl durch Duldung zu fördern.

Die Herunterspielung von Amtes wegen: „(…) Wer von „Balkanisierung der IV“, von ausländischem „Gesindel“, das „unsere Taschen leert“, spricht, schafft ein gefährliches Klima von Misstrauen und Feindseligkeit….)“. Inzwischen haben sich die Erkenntnisse bis in die Amtsstuben und Tintenburgen der Sozialindustrie ausgeweitet – das ist mindestens kein schlechtes Omen! Die erfolgreiche Arbeit der verdeckten Ermittler spricht eine klare Sprache!

Der in Zuchwil SO gemeldete IV-Rentner Soskas ist in seinem Dorf in Serbien Gemeindepräsident und betreibt seine eigene Garage. Dass er invalid sein soll, wusste dort niemand. Damit die Ergänzungsleistung floss, behielt er den Wohnsitz in der Schweiz bei. Mehr => Serbien: Neulich im IV-Dorf | Die Weltwoche, Ausgabe 24/2007

Aufgrund umfassender Erkenntnisse wurde das Sozialversicherungsabkommen mit dem Kosovo durch die Schweiz gekündigt. Offenbar mit Recht.

Verdächtige IV-Rentner im Kosovo werden wieder observiert 

Bedingte Freiheitsstrafe für betrügerischen Chefarzt

Es gibt viele andere Beispiele.

www.tagblatt.ch – IVBetrüger zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt

Um nicht den Anschein zu erwecken, wes werde eine bestimmte Volksgruppe diskriminiert, obwohl die „Balkanisierung der IV“ nicht zu leugnen ist, sei der Missbrauch an der Pensionskasse durch Percy Barnevik und Göran Lindahl erinnert:

Schon vergessen?

13. Februar 2002: Der ABB-Verwaltungsrat will die horrenden Pensionskassenbezüge der ehemaligen Konzernleiter  untersuchen lassen. Barnevik hatte bei seinem Abgang 148 Millionen Franken erhalten, Lindahl 85 Millionen.

Missbrauch an etwas (Sozialversicherung) kann nur betrieben werden, wenn etwas Attraktives vorhanden ist. Die Missbrauchsrate ist offenbar höher, wenn Leistungen relativ ring gesprochen werden, der Anreiz also hoch ist. Ohne Versicherung gäbe es keinen Missbrauch. Die Versicherung wurde aber nicht geschaffen um den Missbrauch zu ermöglichen, sondern um berechtigte Not zu lindern.

Migranten wurden geholt, damit die Wirtschaft genügend Fach- und qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung hat. So wurde immer wieder argumentiert, wenn es etwa um Personenfreizügigkeit ging. Wenn es zutrifft, dass gewisse Migrantenkreise den Staatsäckel mehr belasten, als sie an Mehrwert erbringen, bekommt dieser Staat ein Problem. Er schafft sich dieses Problem durch attraktive Sozialleistungen selber, wenn er sich um den möglichen Missbrauch nicht kümmert.

In Berlin z.B., so wird gesagt, hätte man noch Migranten angesogen, als die Industrie einen grossen Teil der Arbeitsplätze bereits in kostengünstigere Gebiete oder Länder verschoben hatten. Die einzige die Wachstum verzeichnete, war die Sozialindustrie. => Hartz IV – Berlin hat die meisten Sozialhilfeempfänger

Die Zahl der von Sozialhilfe lebenden Kinder unter 14 Jahren explodiert in Deutschland zwi- schen 1965 und 2009 von 120.000 auf fast zwei Millionen im April 2009. =>

So gesehen erhöhen (zu) attraktive Sozialleistungssysteme die Armut.

Das Problem würde sehr schnell geringer, wenn jeder Zuzüger, sich in die Sozialversicherung einkaufen müsste. Dies könnte durch Finanzierung durch sein Herkunftsland erfolgen oder durch entsprechend höhere Abgaben. Ich höre schon das Argument der Ungleichbehandlung.

Wenn der „Normalbürger“ in eine Pensionkasse eintritt und das Freizügigkeitskapital zu niedrig ist, hat er zwei Möglichkeiten: Er akzeptiert spätere Leistungskürzungen oder kauft sich ein. Daran stört sich offenbar niemand. Weitgehende Gleichbehandlung!

Auch Sozialversicherungen, der Name sagt es, sind Versicherungen. Diese leben von den Beiträgen durch die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer. Kommt weniger herein, als ausgegeben wird, müssen die Beiträge erhöht oder die Leistungen gekürzt werden. Es war alt Bundesrat Pascal Couchepin, der die Lohnabzüge 2002 von 3 Prozent auf 2 Prozent senkte. Er hat entweder schlecht gerechnet oder die Beiträge bewusst gesenkt. Wer Rentenalter 67 oder Leistungskürzungen bei der Arbeitslosenversicherung befürwortet, hat kaum Interesse an gut ausfinanzierten Sozialwerken. Die Wirtschaft hat ihren Einfluss entsprechend geltend gemacht und den Alt Bundesrat entsprechend sekundiert. Hätte man damals die Beiträge belassen, wäre die ALV heute saniert und man bräuchte jetzt keine gravierenden Leistungsreduktionen vorzunehmen. Dies ist Hinweis genug, sich an der kommenden Abstimmung vom 26. September entsprechend zu verhalten…!

Man könnte darüber diskutieren, die verstekten Subventionen an die Banken in die Sozialversicherungen umzuverteilen! Grossbanken erhalten mehr Subventionen als Landwirtschaft

Und man könnte sich weiter überlegen, wie das Dreisäulenprinzip der Vorsorge auch für schlecht Verdienende zu gestalten wäre. Wer kann sich eine nachhaltige Vorsorge aufbauen, wenn dauernd Leistungen abgebaut und weitere Abgaben aufgebürdet werden? Aber dem Volk wird eine wesentlich höhere Arbeitsbereitschaft abverlangt, als in allen umliegenden Länder, gar der gesamten EU (42-Stunden Woche und mehr).

Die Schweiz sei «ein Paradies, hier zu leben ein Privileg», sagte Schneider-Ammann. Dazu gelte es Sorge zu tragen. «Unser Land ist von unten her aufgebaut», sagte er, «ohne Basis gibt es keine Spitze, ohne Fundament keine Spitzenleistungen.»

Dann sollten auch die „unten“ etwas vom Paradies spüren! Auch die fleissigsten Bienen brauchen einen Platz an der Sonne! Sonne schafft man nicht mit Mehrbelastung und Leistungsabbau! Sonne schafft man u.a. jedoch mit der Missbrauchsbekämpfung. Maden im Speck allein ist schon unappetitlich genug! Man sorge dafür, dass die den Speck gar nicht erst erreichen! Sonne und noch mehr Engagement erreicht man nur mit dem echten Interesse und echter Wertschätzung an und gegenüber „fleissiger Bienen“! Fleissige Bienen hört sich angenehmer an, als Lastesel der Nation.

Den Lasteseln der Nation ein angenehmeres Umfeld durch Entlastung schaffen. Sie werden noch gebraucht!

 Zusätzlich zu erwähnen wären:

  • Arbeitslose
  • Ausgesteuerte
  • Sans Papiers
  • Jene, die zu Unrecht Leistungen aus den Sozialeinrichtungen ziehen

Die Eingeklemmten oder jene im Sandwich, sind die Lasttesel der Nation! Je mehr Löcher die Alterspyramide hat, desto grösser der Druck. Es kommt dazu, dass dieser meist nach unten durchgereicht wird!

*****

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Rentenklau – niemals!


Es gibt genug Geld. Es ist lediglich eine Frage der Verteilung. Anstatt über Solidarität zwischen Jung und Alt, sollte über Solidarität zwischen der Finanzwirtschaft und der realen Wirtschaft, zwischen den Habenden, den wenig und nichts Habenden geredet und gehandelt werden. Die Finanzwelt lebt im Überfluss. Sie leistet sich gar Milliardenboni, wenn die Geschäfte mit Verlust arbeiten. Möglich ist so etwas nur, weil die (virtuelle) Finanzwirtschaft mit der (realen) übrigen Wirtschaft Katz‘ und Maus oder Mühle spielt. Beispiel UBS: Für das Gesamtjahr 2009 weist die UBS einen Konzernverlust von 2’736 Mio CHF aus. Der im 4. Quartal ausgewiesene Gewinn resultiert hauptsächlich aus der Entlassung von 16% des Personals. Es sind insgesamt etwa 3 Mia Franken für Boni vorgesehen. Man müsse die Boni zahlen, weil der Arbeitsmarkt dies verlange… Die CS bringt sogar 6,8 Milliarden an Boni unter die Leute => siehe unter HR Today

Im Verlustjahr 2008 (-8,2 Mia Franken) hat die CS  ihre führenden Leute mit 7,1 Millionen Franken (Durchschnitt) entschädigt.

Unternehmerischer Blödsinn und unhaltbar für die Steuerzahler, die im Ernstfall faktisch haften, wie das Beispiel UBS gelehrt hat.

Wenn es gut geht, sind Boni Beteiligung am Gewinn. Wenn es schlecht geht wird von Prämien für die Personalerhaltung gesprochen. Die Figge funktioniert. Der Bürger wird nach Strich und Faden ausgenommen.

Personalerhaltung ist in diesen Fällen ohnehin eine Farce. Wenn Führungsleute bei einem Wechsel zu einer anderen Gesellschaft gleich ihre engsten Mitarbeiter und auch den Kundenstamm mitnehmen, handelt es kaum mehr um Arbeitnehmer, sondern um Unternehmer. Diese müssten ab sofort mit ihrem eigenen Vermögen haften. Dann wäre schnell Remedur geschaffen.

Die falschen Vorbilder:

Lloyd Blankfein und seine Partner verdienen viel Geld, weil sie vom Staat kaum zu verzinsendes Geld erhalten, das sie dann teuer an den Staat zurück verleihen.

„(…) Lloyd Blankfein, als Chef der US-Bank Goldman Sachs ein Spitzenverdiener der New Yorker Finanzszene, ist überzeugt, dass die Milliarden-Boni für sich und seine Kollegen – trotz Wirtschaftskrise mit hohen staatlichen Subventionen – vollkommen gerechtfertigt sind. In einem Interview der in London erscheinenden Sunday Times sagte er, er sei „nur ein Banker, der Gottes Arbeit“ verrichte: „Wir sind sehr wichtig. Wir helfen Unternehmen zu wachsen, indem wir ihnen bei der Kapitalbeschaffung helfen. Unternehmen, die wachsen, schaffen Vermögen. Das wiederum bedeutet Arbeitsplätze für Leute, die mehr Wachstum und mehr Wohlstand schaffen.“  …)“

Die „Figge“ kommt vom Mühle-Spiel her:

Die „Figge“ kommt vom Mühle-Spiel her und beschreibt den Zustand eines „glückseligen“ Mühlespielers, der es schlicht geschafft hat, die Dummheit seines Gegenspielers ausnutzend, seine Steine so zu setzen, dass er eine Mühle „geschlossen“ hat und eine weitere „offen“, die er aber dank Verschiebung eines einzigen Steines wahlweise „zumachen“ kann (der grüne Stein im Bild).

Der Idealzustand, der bei einem Profi als Mühlen-Gegner nie zu erreichen ist; es sei denn, der Gegner ist schlicht „besoffen“ oder „verblödet“. Denn so eine „Figge“ bedeutet in der Regel den absoluten Sieg, schließlich wird bei jedem Zug eine „Mühle“ geschlossen. Mancher „Mühle-Kenner“ wird jetzt entgegnen, dass der Gegenspieler ab 3 übrigen Mühlsteinen „springen“ darf. Darf er – und schon mancher Mühle-Spieler hat in letzter Sekunde die schönste „Figge“ schon „zur Sau“ gemacht – also wertlos gemacht. Aber das ist ein ganz anderes Thema! Wir spielen hier ja nicht „Mühle“.
 
„(…) Ich kann nicht abstreiten, dass der Ausdruck der „Figge“ nicht von zwischengeschlechtlichen Beziehungen her stammen kann. Schließlich wird in beiden Fällen etwas „hin und her bewegt“….)“ Quelle: Dampfwalze 

Wem die Mühle zu wenig anschaulich ist, versucht  den Vergleich mit einer alten Indianerweisheit. Die beisst sich in den Schwanz, wie das gegenseitige Hochpuschen der Löhne und Boni der Banker und  der CEO’s von transnationalen Gesellschaften:

Bild: Nierswetter.de

Die Indianer und das Wetter

Vier Stammesältere, die für die „Logistik“ bzw. den „Inneren Dienst“ zuständig sind machen sich Sorgen um die Beschaffung von Holz für den Winter. Sie lassen sich durch ihren Medizinmann beraten. Sie Fragen: „Kannst du uns sagen, wie der kommende Winter wird?“

Der Medizinmann nimmt aus einem kleinen Säcklein verschiedenfarbige Steinchen und wirft diese mit einem gekonnten Schwung auf den Boden. Er deutet das so entstandene Bild und sagt: „Es wird ein sehr harter und kalter Winter werden, sammelt viel Holz zum Heizen.“

Tags darauf kommen die Untergebenen der vier Alten zum Medizinmann und stellen nochmals die gleiche Frage worauf er nochmals sagt: „Sammelt viel Holz!“. Ein paar Tage kommen noch mals Männer und fragen nach dem kommenden Winter. Er sagt auch zu ihnen: „Sammelt viel Holz!“ Doch der Medizinmann wird innerlich unsicher ob den vielen gleich lautenden Fragen.

Heimlich begibt er sich zu einer nahen Telefonkabine. Von dort ruft er der lokalen Meteostation an. Er fragt den Wetterfrosch, ob er ihm eine Langzeitprognose über den kommenden Winter machen könne und konkret fragt er: „Wie wird der kommende Winter?“.

Der Wetterfrosch beginnt die Wettermodelle zu vergleichen. Da er, ähnlich den Muotathaler Wetterfrösche aber auch ein bisschen an die natürlichen Zeichen glaubt, gibt er zur Antwort: „Die verschiedenen Wettermodelle zeigen derzeit noch keine gravierenden Abweichungen vom normalen Geschehen. Aber meine Erfahrung lehrt mich, dass es ein harter und kalter Winter wird, denn die Indianer sammeln heuer Holz wie Verrückte und noch nie zuvor!“

=> Mehr vom Wetter aus dem Muotathal

Und zum Schluss noch dies:

„(…) Die Muotathaler Wetterfrösche sagten uns einen harten Winter voraus. Einer meinte gar, die Zürcher würden sich aufs Glatteis begeben.“
Diese Worte habe ich auf www.zisch.ch gelesen, dazu auch ein Video dieser immer lustigen Veranstaltung gesehen, hier der dazugehörige Link dazu.

Wem es etwas mehr um Statistiken geht, welche eigentlich Facts sein sollten, der lese: …Mit der Wahrheit lügen… (=> flegel-g)

Wenn das Bundesamt fü Sozialversicherungen im ähnlichen Verhältnis zu den Versicherern steht, wie die Finanzmarktaufsicht zu den Grossbanken, dann gute Nacht. Die Beseitigung dieses Filzes müsste auf die Traktandenliste genommen werden!

Schon wegen Pommes und Wurst, ist es uns am 7. März nicht „Wurst“, was man mit den künftigen Renten vor hat:

Am 7. März gilt: Nein zur Rentenkürzung; Mehr =>

Lesen Sie dazu das Dossier zu den Hintergründen der Abstimmung. Eben deswegen und wegen der versteckten Manipulation:
 

Achtung: Der Wortlaut des Stimmzettels ist verwirrend. Es ist von der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge die Rede. Am 7. März geht es aber nicht etwa um die AHV, sondern darum, ob ab 2016 die Pensionskassenrenten erneut gekürzt werden
sollen. Wer das nicht will, muss ein NEIN auf den Stimmzettel schreiben.
Quelle: K-Tipp Nr. 1 13. Januar 2010.

*****

Die Abstimmung vom 7. März betrifft in erster Linie die aktive Generation *). Wer bereits im Rentenalter ist, wird vorerst direkt nicht betroffen sein. Aber, wird die Gesetzesänderung  angenommen und würden so die zukünftigen Renten sinken, werden in einem zweiten Schritt möglicherweise die bestehenden Renten angegriffen.

*)  (…) Konsequenzen hat die Abstimmung einzig für jene Vorsorgeeinrichtungen, welche genau die bundesrechtlichen Minimalbestimmungen durchführen.  Ein Nein zur Vorlage würde bei diesen Einrichtungen zu Umverteilungen zwischen Jung und Alt führen. Die jüngeren Versicherten müssten die (technisch zu hohen) Altersleistungen der älteren Versicherten mitfinanzieren. …)“

UNIA hat für Sie einen Rentenklaurechner kreiert. Es lässt sich damit die ungefähre Einbusse der künftigen Leistung errechnen.
 
UNIA begründet das empfohlene Nein zur Abstimmung vom 7. März . => mehr…
UNIA antwortet auf Argumente der Rentenklauer: => mehr…
 
Die Problematik:
 
Bleibt der Umwandlungssatz bei 6,8 Prozent und die Rendite bleibt bei 2%, dann können die Kassen die Renten nur bezahlen, indem sie den heutigen Sparern ihr Erspartes belasten. Theoretisch, bis nichts mehr übrig bleibt. Was, wenn die Rendite höher ausfällt? Theoretisch deswegen, weil die Annahmen pessimistisch und politisch motiviert sind und von den Privatversicherungen durch Lobbying beeinflusst werden.
 
Die fragwürdigen Aktivitäten der befürworter der Initiative:
 Swiss Life: 60’000 Schreiben an Pensionierte. Im Schreiben werden sie darauf aufmerksam gemacht, dass „bereits laufende Renten durch die künftige Festlegung des Umwandlungssatzes keine Änderung erfahren.“ Das betreffe nur Neurenten.
Helvetia: Schreiben an 11’500 Unternehmen und 5500 Pensionierte mit ähnlichem Inhalt.
Zürich-Versicherung: 20’000 Schreiben an Pensionerte, denen man versichert „vom Ausgang der Abstimmung nicht betroffen zu sein.“ Mehr bei Zappadong…
 Pensionskassen:

Die Zusatzkosten sind viel zu hoch

4,45 Millionen Versicherte berappen ohne verlässliche Deklaration die Administrations- und Vermögensverwaltungskosten. Alle ausgewiesenen Daten sind mit Vorsicht zu geniessen.

Bei geschätzten Vermögensverwaltungskosten von 1 Prozent (in Franken)

Bei geschätzten Vermögensverwaltungs-
kosten von 0,5 Prozent (in Franken)

 
Vermögensverwaltung 3,50 Mia. 7,00 Mia.
Administration 1,46 Mia. 1,46 Mia.
Gebühren total 4,96 Mia. 8,46 Mia.
Gebühren pro Versicherten: 1115.- 1900.-

Ein gigantischer Honigtopf…

Mehr Wettbewerb ist bitter nötig. Denn die zweite Säule ist ein gigantischer Honigtopf: Ende 2007 lagen darin 780,6 Milliarden Franken (siehe «Hintergrund»). Wegen der Finanzkrise sind es aktuell noch rund 700 Milliarden. Daran nährt sich ein Heer von Vermögensverwaltern. 0,5 Prozent der Spargelder streichen sie jährlich für ihre Dienste ein, schätzt Janssen. Eine vorsichtige Schätzung. Andere Experten gehen vom Doppelten aus. Konkret heisst das: Die 4,45 Millionen Versicherten bezahlen für die Verwaltung ihrer Vorsorgegelder insgesamt 3,5 bis sieben Milliarden Franken, macht für jeden einzelnen Versicherten 790 bis 1580 Franken – und das jedes Jahr. Der Beobachter weiss mehr zum Thema!

Was ist, wenn das Alt werden seine Grenze z.B. wegen übergewichtigen Menschen gestoppt wird, oder gar eine negativen Trend entwickelt?

 
Der kleine Unterschied: Je dicker desto älter? Wohl kaum. Eher gilt das Gegenteil. Die Versicherungsanalysten schweigen sich darüber aber aus. Doch das Volk sorgt selber für die ausgleichende Gerechtigkeit… Je älter, je dicker mehr von der TU Dortmund =>mehr…
 

 

Oder was ist, wenn die WHO insgeheim „Altersbegrenzer“ in Impfdosen mischt und diese mittels Ausrufung einer Pandemie schnell unter die Leute bringt?
 
 
Korrelation zwischen Unterhosen und Wetterentwicklung? Oder ist die Korrelation: je weniger Stoff für die Unterhosen verwendet werden, desto älter werden die Menschen?

Wird der Umwandlungssatz zwar auf 6,4 Prozent gesenkt und die Anlagerenditen steigen, z.B. gegen 6%, dann ist das für die autonomen Kassen kein Problem. Sie brauchten die anfallenden Überschüsse für die Anpassung der Renten an die Teuerung.

Problematisch wird es mit den heiligen Kühen, den Sammelstiftungen. Überschüsse fliessen erst einmal in die Kassen der grossen Versicherungsgesellschaften. Gesetzlich ist festgelegt, welcher Teil davon als Gewinnbeteiligung den Versicherten zugute kommt. Hier ist ein wesentlicher Teil des Rentenklaus begründet – gesetzlich!

Auch gesetzlich ist festgelegt, dass AHV (erste Säule) und Berufliche Vorsorge (zweite Säule) den Lebensstandard sichern und 60 Prozent des bisherigen Einkommens ersetzen müssen.

Daraus folgt: Die Einnahmenseite verstärken, anstatt Leistungen abbauen!

Wer nur mit dem gesetzlichen Minimum versichert sind, reicht die Rente schon heute nicht, um den ­Lebensstandard zu sichern. Die Senkung des Umwandlungssatzes würde dieses Problem noch verschärfen.

Was mir an den Gewerkschaften nicht gefällt ist, dass sie Misstände kritisieren, aber kaum Lösungsansätze aufzeigen.

Autonome Kassen zeigen wie man es tun könnte.

  • Verzinsung des Kapitals aktiv gestalten und die Überschüsse den Versicherten zukommen lassen. Erwähnt sei die PKZH: => mehr …
  • Vermögensverwaltung minimieren – Für die Vermögensverwaltung ist der PKZH im 2008 ein Aufwand von rund 21 Millionen Franken entstanden. Das entspricht knapp 0.2% des Vermögens. Dieser Aufwand wird nicht den Versicherten in Rechnung gestellt, sondern direkt von der Vermögensrendite abgezogen. Etwa zwei Drittel dieses Aufwandes entfällt auf Gebühren für die rund 20 externen Wertschriftenmandate. Der Rest entfällt auf die zentrale Administration und Verwahrung der Wertschriften bei der Depotbank, auf das Controlling, auf operative Arbeiten und Beratung.
  • Beiträge entsprechend gestalten. Die PKZH hat dies offenbar im Griff => mehr…

Ausserdem:

  • Gesetzlicher Auftrag erfüllen durch Umsetzung des Gesetzes (Ersatz von 60% des bisherigen Einkommens für die Fortführung des bisherigen Lebensstandards)!
  • Den Versicherten inkl. den Pensionierten, muss mehr Mitsprache eingeräumt werden. Sie sind die „Aktionäre“ der Pensionskassen. So wie den „echten“ Aktionären, soll man auch die Rechte der Versicherten von PK’s stärken.
  • Und, man sollte als Versicherter die Pensionskasse frei wählen können.
  • Braucht es, um eine Sache zu managen, 2500 Pensionskassen, bzw. Vorsorgeeinrichtungen? Braucht es dafür 2500 Administrationen? Braucht es die vielen Berater, die jede Administration anzieht wie Maden und die sich am Speck (Geld der Versicherten) vollfressen?
  • Rund 550 Milliarden Franken beträgt das angelegte Kapital, welches sorgfältig und zum Wohl der Versicherten zu verwalten ist. Da gibt es unweigerlich Gelüste, sich davon einen Teil für sich abzuzweigen. Das gilt speziell für die gewinnorientierten Versicherungsgesellschaften, welche auch die sogenannten Sammelstiftungen verwalten und melken. Sie sind es, die eine Rentensenkung wollen, denn so sichern sie ihren Profit. Während diese versicherungen ihre Aktionäre mit hohen Kapitalrenditen locken, wollen sie langfristig  nicht einmal 4% garantiren. Das von der Zürich Financial genannte Ziel von 16% Eigenkapitalrendite passt d sehr schlecht ins Bild!
  • Ca. 3,5 Millionen Menschen zahlen zur Zeit ihre Beiträge ein. Der einbezahlte Jahresbeitrag beträgt über 44 Mia Franken. Ca. 910’000 Menschen beziehen eine Rente.
  • Die Versicherungen machen Milliardengewinne mit der beruflichen Vorsorge. Selbst 2008, als die Börsenkurse sehr in die Tiefe fielen, haben über die Hälfte der Versicherungen, die im BVG-Geschäft tätig sind, Geld verdient. Braucht es einen besseren Beweis, dass der aktuelle Umwandlungssatz nicht zu hoch ist?

Die Maden im Speck

 „(…) Die mit rund 830 Milliarden Franken prallvollen Honigtöpfe ziehen Heerscharen von Profiteuren wie Verwaltern, Beratern, Buchprüfern, Vermögensverwaltern, Bankiers sowie Versicherern an. Zwar sind die autonomen Pensionskassen von ­Gesetzes wegen als nicht gewinnorientierte Stiftungen organisiert. Das hält ­jedoch kaum jemanden davon ab, sich reichlich zu bedienen. Die Kosten für die Bewirtschaftung dieses Geldberges sind immens; 2007 wurden den rund 2500 Vorsorgeeinrichtungen 784 Millionen Franken an Verwaltungsaufwand sowie 1948 Millionen an Vermögensverwaltungskosten belastet.
Kostenexplosion. Bedenklich ist das überproportionale Wachstum. Seit 1990 haben die Gesamtkosten um 136 Prozent zugenommen, die Kapitalerträge auf den PK-Vermögen dagegen nur um 41 Prozent. Anders gerechnet: Vor zwanzig Jahren mussten vom Kapitalertrag aller Pensionskassen 10,5 Prozent für die Verwaltungskosten herhalten, 2007 waren es bereits 17,7 Prozent. Selbst Vorsorgespezialisten können nicht mit Erklärungen für die Kostenexplosion aufwarten.(odh.: Kostenexplosion = schleichende Erosion!)

Zu den Gesamtkosten von 2,7 Milliarden Franken kommen 1317 Millionen, welche die Lebensversicherer geltend machen. Zusammen macht das gut 4 Milliarden Franken aus, die den 4,4 Millionen Pensionskassenmitgliedern an Kosten belastet werden. Die Zuwachsraten über die letzten Jahre fortgeschrieben, dürften die Gesamtkosten bis 2009 auf rund 4,5 Milliarden Franken angewachsen sein.

Ein gewaltiger Kostenblock – doch längst nicht die ganze Wahrheit. Zwar hat Bundesbern via BVG-Revision mehr Transparenz ins Pensionskassenwesen gebracht, doch nicht genügend, weshalb sich Kostenvergleiche kaum bewerkstelligen lassen. «Eine generelle Beurteilung der Kostenhöhe oder der Kostenstruktur bei Pensionskassen ist schwierig, da diese kassenspezifisch ist. Speziell bei den Lebensversicherern herrscht diesbezüglich kaum Transparenz», sagt Werner Hug, Chef­redaktor «AWP Soziale Sicherheit». Und so fallen bis heute einige Milliarden Franken verdeckter Kosten an. Quelle: Bilanz 03/10. => vollständiger Artikel…

Daher: Ein mutiges „Nein“ am 7. März!

 

 

Aus dem Personalblog

19. 01. 2010: Renten, Selbstbedienung in der 2. Säule hohe Gebühren in der 3.

05. 11. 2009: „Scheinalt“ – Aufgeschobene Pensionierung

21. 06. 2009: Pensionskassen in der Schweiz: Die ganz große Enteignung

29. 04. 2009: Das Kolumbus-Ei des Professors

05. 04. 2009: Ältere Versicherte und Pensionierte werden geplündert

12. 03. 2009: Rentensenkung zur Gewinnmaximierung der Lebensversicherer?

29. 04. 2008: Das Kapital bedient sich nach Belieben!

21. 03. 2008: Bankenkrise und die Renten

28. 09. 2007: Von fremdem Geld lässt sich gut leben

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Cash Guru:

Guru,  Alfred Herbert

  • 12. 02. 2010: Ems Chemie mit starkem Abschluss!

Ems Chemie – zweites Halbjahr 2009 stark. Jahresumsatz 2009 zwar deutlich unter Vorjahr, aber Betriebsergebnis mit 222 Millionen Franken (220) leicht besser! „Erholung der weltweiten Konjunktur erwartet“. Dividende unverändert 5 Franken.

Novartis – Tochter Alcon Umsatz 4.Q. 2009 plus beachtliche 14,5pc.

  • 15. 02. 2010: Unsicherheit allerorten!

Banken-Datenklau – Prüft Deutschland als Alternative eine grosse Steueramnestie?

Dottikon ES – führt teilweise Kurzarbeit ein. „Für 2009-2010 erwarten wir ein tieferesErgebnis.“  

  • 16.20.2010: Gute Ausweise – aber hilft es der Börse?

Clariant – 2009 Verkäufe minus 18pc, Verlust  194  Millionen Franken (37).   Hat 2009 massiv Schulden abgebaut, Cash flow verstärkt.  Sieht für 2010 aber keine wesentliche wirtschaftliche Erholung.

Givaudan – 2009 Umsatz gehalten, Gewinn plus 79pc auf 199 Millionen Franken. Analysten hatten noch mehr erwartet. Dividende CHF 20.60. „2010 wird weiteres Wachstum bringen.“

 
  • 17. 02. 2010: Heute geht es flott voran

Synthes –  2009 Umsatz 3,39 Milliarden Dollar (3,19), Gewinn plus 12pc! Dividende wird erhöht auf CHF 1.35 (plus 23pc). Aussichten gut, 1.Q. 2010 hat sich „sehr gut angelassen“.

Swisscom – ital-Tochter  Fastweb mit Rekordgewinn. Umsatz 2009 plus 8,5pc, Gewinn 35,6 Millionen Euro (1,1). Für 2010 ist ein Plus von 5pc prognostiziert. Swisscom hält 82pc von Fastweb. Swisscom wird morgen 2009-Konzern-Zahlen bekanntgeben. Insider reden von einem „freudigen Dividendenerlebnis“.

 


Renten, Selbstbedienung in der 2. Säule hohe Gebühren in der 3. Säule


 
Während die Reichen im Eiltempo immer reicher werden und sich dadurch mehr Wohlstand leisten können, schwindet schwindet der Wohlstand der Übrigen.
Die Reichen werden werden vor allem mit „virtuellem Geld“ reich. das zirkulierende Kapital ist virtuell. das zirkulierende Kapital ist derzeit etwa 20 mal den Wert aller Güter und Dienstleistungen, die auf der Erde innert eines Jahres produziertwerden und verfügbar sind! warum bedient sich die Vorsorge nicht auch des virtuellen Kapitals?
 
Würden sich sämtliche Vorsorgeeinrichtungen zusammenschliessen und ihr Kapital in eine Investmentbank einbringen, würden sie anstatt satte Boni verschleudern, in die Kasse wirtschaften. Einige Banken und Versicherungen würden grosse Augen machen, wenn ihnen die Felle der Vorsorgegelder davonschwimmen würden und wenn sie ihre Glanzpapiere selber finanzieren müssten…
 
Ob eine solche Idee eine Chance hätte? Es ist fraglich. Der Finanzminister ist ein ehemaliger Bänkler, die FINMA ist auch verfilzt, zieht doch ihr Chef, Eugen Haltiner eine „Rente“ der UBS…
 
Anstatt z.B.: Entwicklungshilfe an Atommächte (Pakistan, Indien) oder Staaten der EU (Bulgarien, Rumänien, Polen usw.) von Staates wegen zu leisten, sollen diese Gelder in der Altersvorsorge des eigenen Volkes angelegt werden. Andern gibt man, wenn sein eigenes Haus in Ordnung ist. Es geht nicht an, Kohäsionszahlungen, Osthilfe usw. zu leisten, um letztlich die Korruption zu fördern oder Geschenke an das Kapital oder an transnationale Gesellschaften zu leisten, oder den Markt zu verzerren.
 
Die Spendenfreude des Einzelnen ist dabei nicht angesprochen.

Während die Finanzindustrie gewaltige Summen an Kapital auf die eigene Seite schaufelt, will niemand herzhaft dafür einstehen, dass die Menschen würdevoll ihr Alter verbringen können.

Zum Nachdenken:

  • Etwa um 2005 schon kontrollierten die 500 grössten transkontinentalen kapitalistischen Gesellschaften 53% des Brutosozialproduktes der ganzen Erde. Dies erreichten sie mit nur 1,8% der Arbeitskräfte der Welt. Etwa die Hälfte dieser Gesellschaften stammen aus den USA. Die gesamten, durch diese Gesellschaften kontrollierten Reichtümer sind weit mehr, als jene der 133 ärmsten Länder.
  • Das Jahrzehnt der Spekulanten brachte weltweit unermessliche Schäden. Märkte brachen zusammen, die US-Investmentbank Lehman Brothers ging pleite, die Regierungen mussten strauchelnde Banken mit Hunderten Milliarden unterstützen, darunter etwa in Deutschland die Hypo Real Estate und mehrere Landesbanken. Die Geschichte um die UBS in der Schweiz ist noch allgegenwärtig. Die USA und Europa stürzten in eine Rezession, mehrere Länder mussten vom Internationalen Währungsfonds (IWF) mit Notkrediten vor einem Zusammenbruch gerettet werden. Die Arbeitslosigkeit ist in vielen Ländern trotz teils gigantischer Konjunkturpakete auf Rekordhöhe geklettert. Am Ende des Jahrzehnts steht ein wirtschaftlicher Scherbenhaufen.=> im Tagesanzeiger: … das Jahrzehnt der Spekulanten…
  • Die US-Notenbank stützte die Märkte mit einer Billion Dollar. Der Hauptteil floss an die Finanzindustrie, die gleichzeitig milliardenschwere Boni an die Akteure ausrichtete, staatlich subventioniert quasi.
  • Allein der Versicherungsriese AIG (=> „Arroganz, Inkompetenz, Gier“) musste mit 170 Milliarden gestützt werden. Anstatt, sich zu besinnen, wurden Orgien gefeiert, als der staatliche Segen unterschrieben war.
  • Andere Staaten mussten ebenfalls tief in die Tasche der Steuerzahler greifen, um die Wirtschaft zu retten. Gleichzeitig wurde den Banken signalisiert, dass sie von einer Vollkaskoversicherung profitieren, ohne dafür auch nur einen Cent Prämien bezahlt zu haben.
  • Die Politik glaubt den einzigen Sündenbock zu kennen: die Gier und Irrationalität des entfesselten Kapitalismus. Ergo brechen Regierungen weltweit in einen spektakulären Aktionismus aus — die mobilisierten Billionensummen sollten für die Verstaatlichung von Banken und Stützung der Industrieunternehmen eingesetzt werden. Der Geldstrom aus  den Zentralbanken ist unermesslich! Aber, mit dem Eingreifen des Staates und der schier unbedarften Öffnung der Schleusen durch die Notenbanken, wurden auch falsche Anreize geschaffen. Es wurde vorschnell gehandelt. Das nötige Verständnis der Finanzkrise fehlt ganz offensichtlich. Die Folgeschäden werden wir noch zu spüren bekommen.
  • «Wirtschaftselite verzögert Abzocker-Initiative» Die bürgerlichen Parteien und Economiesuisse kämpfen scharf gegen die «Abzocker-Initiative» von Thomas Minder. Sie wollen nicht, dass die Abstimmung ins Wahljahr rutscht. Wie Minder von ihnen umgarnt wird.  mehr »

Bis gegen 1998 waren sich die Spezialisten in der Vorsorge einig. Am Beispiel einer bekannten Pensionskasse weiss ich, dass bis zu diesem Zeitpunkt das Älterwerden der Menschen für die Dimensionierung der Renten kein Thema war, oder man hat es bewusst unter den Tisch gekehrt, um irgend wann, alle Beteiligten vor vollendete Tatsachen zu stellen. Der Umwandlungssatz von 7,2 % und die Verzinsung von 4% waren (noch) heilige Kühe. Per 01. 01. 2003 wurde der Mindestzinssatz durch den Bundesrat von 4% auf 3,25% gesenkt. Heute sind wir bei 2%. Die Versicherer wollen aus bekannten Gründen möglichst wenig Zins bezahlen. Sie bkommen so günstiges Geld, von welchem es sich gut leben lässt. Die Gewerkschaften wollen das Gegenteil, auch aus bekannten Gründen.

Die oben erwähnte Pensionskasse hat inzwischen gehandelt. Es werden Rückstellungen für das zu erwartende Rentenalter gemacht. Weiter wurde gehandelt, indem vorerst einmal keine Anpassungen an die Teuerung vorgenommen wurde. Begründet wurde dies mit der allgemeinen Situation und den kleinen Teuerungsraten.  Dass Immobilien nicht die gewünschte Renditte bringen, stellt man nicht in den Vordergrund und dass Kredite zu günstigen Konditionen gegeben werden, womit Betriebe und Institutionen vom Spargeld der Pensionierten und der Versicherten profitieren, wird auch nicht herausgestrichen. Immerhin hat die Kasse kein Finanzierungsdefizit. Das ist gut so, denn sie könnte nicht wie die SBB, die Ausfinanzierung zweimal durch den Bund bezahlen lassen… (Was wiederum Versicherte anderer Kassen über die Steuern mitfinanzieren!).

Jene die an den Hebeln sitzen wissen gut genug, wie man sich verhält.

Man Lese im Beobachter: …Selbstbedienung an der 2. Säule…

=> Verfügt eine Pensionskasse nicht über genügend finanzielle Deckung, kann sie zu harten Massnahmen greifen: Sie zahlt für eine bestimmte Zeit keine Zinsen. Muss man das akzeptieren? Auch im Beobachter: …Keine Zinsen mehr?…

=> Banken und Versicherer langen kräftig zu. Bei 3a-Wertschriftenfonds verlangt die UBS jedes Jahr mehr als 1,5 Prozent Gebühren. Der teuerste Fonds gibt darum nach 30 Jahren 70’000 Franken weniger her als das günstigste Bâloise-Produkt. Dies zeigt ein neuer Gebührenvergleich. Cash schreibt dazu: …Die Gebühren fressen die Vorsorge auf…

Am 7. März können wir über die Vorsorge abstimmen. Dabei geht es Versicherungen und Pensionskassen darum, die Renten zu kürzen!

Es besteht aber kein Handlungsbedarf, denn die Renten wurden bereits zu stark gekürzt. Ich stimme mit dem K-Tip überein:

Am 7. März gilt: Nein zur Rentenkürzung

Mehr =>

Lesen Sie dazu das Dossier zu den Hintergründen der Abstimmung

Eben deswegen und wegen der versteckten Manipulation:
 

Achtung: Der Wortlaut des Stimmzettels ist verwirrend. Es ist von der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge die Rede. Am 7. März geht es aber nicht etwa um die AHV, sondern darum, ob ab 2016 die Pensionskassenrenten erneut gekürzt werden
sollen. Wer das nicht will, muss ein NEIN auf den Stimmzettel schreiben.
Quelle: K-Tipp Nr. 1 13. Januar 2010

Aus dem Personalblog

21. 06. 09: Pensionskassen in der Schweiz: Die ganz große Enteignung

29. 04. 09: Das Kolumbus-Ei des Professors

05. 04. 09: Ältere Versicherte und Pensionierte werden geplündert

12. 03. 09: Rentensenkung zur Gewinnmaximierung der Lebensversicherer?

29. 04. 08. Das Kapital bedient sich nach Belieben!

21. 01. 08: Sparen bringts nicht (mehr)

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Noch aktuell: Service-Mitarbeiterin gesucht   

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Portrait/Kontakt 

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Cash Guru:

Guru, Alfred Herbert

19. 01. 2010: US Bankenzahlen im Fokus!

Lindt & Sprüngli – Umsatz 2009 gehalten bei 2,52 Milliarden Franken, Gewinn wird unter Vorjahr liegen. Sieht langsame,  schrittweise Besserung fürs zweite Halbjahr  2010.

Novartis – die Zahlen kommen erst am nächsten Dienstag; wir haben uns um eine Woche verguckt. Sorry! Gestrige Kaufempfehlung von Merrill Lynch bringt heute – gemäss Händlern – schon Anschlusskäufe. Nomura wiederholt Kaufempfehlung bis 57.50.
 
20. 01. 2010: weiter abwägend!

Roche – investiert 190 Millionen Franken in neue Technologie (Selbstverabreichung Herceptin/Brustkrebs).

Kudelski – neues Zehnjahresabkommen mit der amerikanischen Nagravision/DI)SH Network. 14 Millionen Abonnenten am System!

 

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