Kategorie-Archiv: 36 Nachgedacht

Der Beginn des digitalen Zeitalters

Wir stehen in der Steinzeit des digitalen Zeitalters. Jede Schnapsidee ist für Zukunftsromantiker gut genug, um sich zu positionieren. Denkfabriken (so eine super gescheite Bezeichnung! – In einer Fabrik wird etwas hergestellt!), verdienen sich an dem Blödsinn noch eine rote Nase!

Der perfekte Computer
Der perfekte Computer – Foto: Birou Traduceri Autorizate, Sibiu (Hermannstadt) Rumänien

Wir werden lernen, dass Vieles anders kommt, als es vorgedacht wird. Doch Kühe müssen auch in Zukunft gemolken werden. Ich glaube kaum, dass Milch synthetisch hergestellt wird und dass das Fleisch allein aus der Retorte kommen wird.

Und unsere Landschaftsgärtner, die Bauern, werden die Alpen nicht virtuell an einer Spielkonsole pflegen. Und da, wo die Abhänge so steil sind, dass man selbst die Hühner beschlagen muss, dmit sie nicht abstürzen, werden kaum Roboter die Wiesen mähen.

Ob ein Roboter der betagten Frau im Altersheim die Hand gibt, als eine Pflegefachfrau wird sich noch weisen. Anstelle vereinzelter Hausdrachen wäre eine künstliche Hand auf angenehme Temperatur gebracht die bessere Variante.

Zurück zur Realität

Wenn ich vor ein paar Jahren in Deutschland ein Buch bestellte, erfolgte die Lieferung innert Kürze und die Abwicklung der Bezahlung verlief sehr einfach, auch mittels Master Card.

Ein kleines Erlebnis

Heute ist es anders. Nach der Bestellung mit allen Angaben über Zahlungsart, Zahlungsmittel, Lieferadresse, e-mailadresse usw. kommt postwendend die Bestätigung des Bestellungseingangs.

Ihre ZVAB Bestellung ist eingegangen
Sehr geehrte(r) Herbert Odermatt,

Ihre Bestellung 102659302 ist bei uns eingegangen und wurde an unten genannten Verkäufer weitergeleitet. Sobald die Bestellung durch den Verkäufer bearbeitet wurde, erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail.

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Bestellnummer: 102659302

Status: Bestellung eingegangen

Bestelldatum: 3. Juni 2016

Gesamtbetrag: EUR 46,50

Lieferadresse:
Herbert Odermatt
Flüelistrasse 25
Sachseln 6072
Switzerland


Verkäufer: Buchhandlung und Antiquariat Paff e.K.ZVAB Bestellnummer: 126644463

Zahlungsart: EuroCard/MasterCard

Voraussichtliches Lieferdatum: 9. August 2016

Voraussichtliche Lieferzeit: 25 – 45 Werktage
Titel: ———————————————

Autor: ————-

Anzahl: 1

Buchbeschreibung: Zwei Bände: Band 1 = 384 Seiten,/ Band 2 = 424 Seiten. Ein umfassendes Werk mit vielen BIldern, die zum Teil farbig und eingeklebt sind, sowie auch mit vielen Kopien von Dokumenten. Leineneinband mit Goldprägung (Sonne und Ikarus) ist ein wenig abgegriffen, innen naoch bester Zustand. Size: 22,5 x 33 cm

Einband: Hardcover

Zustand: Gut

Buchpreis: EUR 40,00

Versandkosten: EUR 6,50

Klingt gut!

Etwas später: Vielen Dank für die Bestellung. Aber, weil die Schweiz nicht in der EU ist, beträgt das Porto 29,99 Euro. Haben Sie etwa einen Anlaufadresse in Deutschland ? Dann könnte ich die Bücher mit 4,90 Euro Porto schicken. Bitte lassen Sie mich wissen, ob ich diesen hohen Portobetrag bei ABEBOOKS eingeben darf.
Mit freundlichen Grüßen
G. Paff

Spass darf sein

Dass die Schweiz nicht in der EU ist, wissen wir sehr gut. Es ist auch gut so! Wir haben kürzlich von Deutschlands Preisen profitiert (Ferien im „grossen Kanton“). Dabei ist uns eine Kuriostät aufgefallen: Ein gut positionierter Gastronomiebetrieb bot als Tageshit Schweizer Rösti mit Edamer Käse an! Diese Faust aufs Auge liessen wir uns nicht gefallen. Wir wurden in einem Thai-Restaurant fündig. Fantasiereich, originell hervorragend und preiswert. Das Restaurant besuchten wir ein zweites Mal und falls ich wieder dorthin komme, wird es die erste Adresse sein! Natürlich haben wir auch noch andere, leckere Kost probiert. Am Ende sind wir gerne in unser kleines „Bundesland“ zurück gekehrt. 🙂

Klingt weniger gut. Dass es für die Schweiz einen anderen Tarif gibt, hätte man doch gleich sagen können!

Meine Antwort: Ich bezahle das höhere Porto. Das mit einer D-Adresse wäre möglich, ist mir aber zu umständlich. Wenn ich es noch abholen muss, dann kommts noch teurer!

Darauf die Antwort:

Vielen Dank!
Buch wir morgen, am 7. 6. 2016 abgeschickt. Vielen Dank für die Bestellung !
Mit freundlichen Grüßen
Klingt gut!

Neue Mitteilung:

Sie müssten bei ABEBOOKS noch zustimmen. Erst dann erhalte ich Ihre komplette Anschrift. Wenn wir das ohne ABEBOOKS abwickeln wollen, müssten Sie das Geld überweisen und den Auftrag bei ABEBOOKS stornieren. Wir könnten auch die Bezahlung über Paypal durchführen.
Freundliche Grüße
G. Paff
Habe ich eigentlich gute Nerven?

Meine Reaktion (denn dies ist ganz neu für mich):

Es scheint, dass ich da etwas übersehen habe.
Komplizierter geht es wohl kaum! Ich muss also zuerst bei ABEBooks einloggen mit Passwort, e-mail Adresse und so und am Schluss kommt die Meldung, dass ich falsch liege:

Zum Bearbeiten dieser Bestellung und Abrufen der Lieferadresse bitte hier klicken:
http://www.abebooks.com/servlet/OrderUpdate?abepoid=126644463
You are not authorized to view this page. Either you have not signed on or you are trying to access a page that requires a higher level of authority.

Ich erwarte von einem Lieferanten eine Dienstleistung. Und zwar nicht nur, dass er ein Päckli korrekt verschnürt. Was das heisst, weiss ich exakt genau – weil ich jahrelang Dienstleister war, auch als Selbständiger.

You have received this as an AbeBooks customer.
Bin ich jetzt bei Ihnen oder bei AbeBooks Kunde?

Ich habe doch bekannt gegeben, mit welchem Mittel ich das Geld überweise!

Sie werden es bestimmt richten. Ich bezahle Mit Master Card. PayPal knif! (kommt nicht in Frage).

Unsicherheit
Haben Sie nicht von ABBOOKS die Anfrage bekommen. ob Sie dem höheren Preis zustimmen ? Wenn Sie diese Anfrage mit Ja beantworten, dann wird das Geld von Ihrem Konto abgebucht und ich bekomme den Auftrag, das Buch zu liefern. Erst dann erhalte ich auch Ihre komplette Anschrift, die auf der Bestellung unvollständig ist. Wenn das nicht funktioniert müssen wir uns was einfacheres einfallen lassen.
Freundlicher Gruß
Günter Paff
Rekapitulation
…. Sie haben angefragt: Vielen Dank für die Bestellung. Aber, weil die Schweiz nicht in der EU ist, beträgt das Porto 29,99 Euro. Haben Sie etwa einen Anlaufadresse in Deutschland ? Dann könnte ich die Bücher mit 4,90 Euro Porto schicken. Bitte lassen Sie mich wissen, ob ich diesen hohen Portobetrag bei ABEBOOKS eingeben darf.
Mit freundlichen Grüssen
G. Paff
Ich habe am 6.6. geantwortet: Guten Tag Herr PaffIch bezahle das höhere Porto. Das mit einer D-Adresse wäre möglich, ist mir aber zu umständlich. Wenn ich es noch abholen muss, dann kommts noch teurer!Ich nahm an, dass dies genüge!
Inzwischen müsste AbBooks meinen Namen kennen!
Résumé
Ich bestellte bei Antiquariat ZVAB.com, die brachten den Antiquar Paff ins Spiel, der nun den Bezahlsalat regeln soll! ZAVB hat Versandkosten: von EUR 6,50 versprochen. Kulant wäre, diesen Betrag zu verrechnen. Aber nicht zulasten Paff! Ich habe schliesslich von Anfang an die schweizerische Herkunft klar dargelegt. Bezahlen sollte ich via ABBOOKS.
Drei Institutionen befassen sich mit dem Verkauf eines Buches aus dem Antiquariat. Ich bin immer noch zuversichtlich, dass ich bedient werde.  Mit einem Glas Rosé „Gris de Grenach“ (Pay Doc, Mittelmeergegend, Süd Frankreich) schone ich meine Nerven! Als ich eine Firma betrieb, regelte ich die Finanzen selbst. Ich brauchte keinen „Mitesser“! Aber jemand muss die Maden im Speck der Wirtschaft schliesslich finanzieren. Dumm nur, dass es sich auf andere abwälzen lässt!
Nachträglich erfur ich von Paff, dass letztlich nicht ABBOOKS das Geld eintreibt sondern eine weitere Firma in Polen. ZVAB, ABBOOKS und die weitere Firma gehören alle zu Amazon.
Es stimmt halt doch: Wenn sich zwei gut verstehen, haben sie das ganze Jahr zu tun! Wenn sie es nicht merken, freut sich ein Dritter – auch noch ein Vierter! Jeder schneidet ein Häppchen davon ab. Es wundert mich nicht, dass die dies via Porto regeln wollen.
Als ich ein chinesisches Handy kaufte, übrigens sehr günstig, also viel Leistung für den Preis, kam dieses zoll-und portofrei, bzw. so wie angeboten!
Amazon verschafft sich durch ihr Konstrukt sämtliche Informationen von potentiellen Kunden, abgesogen von den kleinen Händlern, denen auf diese Weise das Geschäft kaputt gemacht wird. Ob das der Anfang der digitalen Veränderung ist, die wir wünschen?
Einen Tag später, der lange Arm von Amazon greift zu – Big Brother in Reinkultur!
ZAVB Werbung
ZAVB Werbung
Amazon hat den kleinen Antiquariatenhändler zum Päckliverpacker und Versender degradiert. Seine Arbeit, sein Zusammentragen von Raritäten, seine Arbeitskraft, seine Erfahrungen und sein Netz  wird aus- und abgesaugt bis er zerbricht!

Wir wollen vor allem das Normale (Gute) hören und sehen!

 

Wollen, sollen, wollen sollen, wollen müssen …!? Die Normalen sind im Gegensatz zu den „glücklichen Dunkelsehern“ (Schwarze) nur Hellseher (Weisse) – so, selbst eingeschätzt bemerkt aus „berufenen“ Mund – schwarz/weiss, allein über der Sache schwebend! Weisser als weiss? Schützt den Dünkel!

(Nicht-)Wert geschätzte „Otto Normalverbraucher“, Courant-normal-Mensch, Normalbürger – Hellseher sind sie kaum, Hellseher verdienen ihr Geld an der Chilbi!

«Normalität ist jener Grad von Demenz, bei dem der Durchschnitt am wenigsten leidet» (Hans Saner). Und („nur“) Positiv denken macht krank“ (Günther Scheich). Das Gegenteil führt nicht weiter. Meine, deine Wahrheit, die richtige liegt dazwischen. Das Gute bevorzugen, das andere ausblenden – drei Affen halt!

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich BIZ warnt regelmässig vor einem Finanzcrash. Im BIZ-Gremium sitzen jene Zentralbanker, welche die Geldmenge mittels Notenpress laufend vergrössern. Sie warnen davor! Bildlich: Das Austreiben des Teufels mit dem Beelzebub, abnormal gleich normal? Zerbrechliches, globales Finanzwesen!

Normen tragen nicht die Wirklichkeit in sich, sie fordern wie sie sein soll! Moses‘ zehn Gebote sind eine wichtige religiöse Norm – Wegweiser für ein Zusammenleben von Individuen. Welches Chaos, wenn sich niemand an etwas halten müsste! Norm schränkt ein. Das Sprengen der Norm zieht Strafe nach sich. Jeder Mensch ein Unikat – Frage nach dem Normalmenschen! «Der Normalmensch ist ein Phantasieprodukt, das noch keiner gesehen hat» (Waltraud Puzicha, deutsche Aphoristikerin). Fatale, bedenkliche Suche danach – Eugenik, Rassenhygiene, Genmanipulation! Der Euro als Norm schränkt ein. Einmal drinnen, immer drinnen. Unverständlicher Absolutismus (Hans-Werner Sinn in WSJ: „Der Euro ist ein Gefängnis“).

Gsichonig“ (in den Sinn kommend, Urner Dialekt) ist Bundeskanzlerin Angela Merkel, einstehend für eine „marktkonforme Demokratie“ (= wohldosierte Großverbraucherkomposition*) in Form parlamentarischer Mitbestimmung (= regelbasierte Aktivitätsautomatik*). Abwege der politischen Kultur! Barak Obama’s Einsicht: Embargos und Isolation funktionieren nicht. Er geht mutig auf Kuba zu! Die EU schiesst sich lieber selber in den Fuss. Ein Arrangement mit Wladimir Putin, Respekt vor dem russischen Volk und Zurückhaltung in der Ukraine könnten es verhindern. «Wir sollten nicht dazu gezwungen werden können, Leute aufzunehmen, nur weil diese EU-Bürger sind» (Marine Le Pen). Recht so – der eigenen Identität jedes Landes wegen! Für die Schweiz wünsche ich mir Selbstbewusstsein , -vertrauen, Offenheit und Eigenständigkeit.

Politischen Eliten fehlt es oft an Selbstkritik, nicht am Stoff dafür!

*) Aus Phrasendreschmaschine.

Wir treffen uns künftig in einem veränderten Blog. Mehr später!

Frohe Weihnachten weihnachtsbaeume-0130.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversandund das Beste vom Guten fürs neue Jahr!

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  Adieu Kaywa und danke für den jahrelangen Service!
Veränderungen als Konstante:
Das neue Erscheinungsbild des Personalblogs wird künftig unter WordPress
Mit klarer Sicht. „Man sieht nur mit dem Herzen gut“
zu finden sein. Der exakte Zeitpunkt kann noch nicht genannt werden.
Ebenfalls in neuer Aufmachung kommen:

  • www.finanzblog.ch oder www.finanzblog.com
  • www.libref.ch

 

 


Marode Staatsfinanzen


Die vorgeschlagenen und angewandten Rezepte schlagen nicht ein. Die Schwemme des billigen Geldes, welches durch die Notenbankpressen in die Märkte gepumpt wurde, hat seine Ziele bei weitem nicht erreicht. Staaten diktieren den arbeitenden Menschen, wofür sie ihr verdientes Geld ausgeben sollen. Um die von den gleichen Staaten geforderte Eigenverantwortung nicht zur Farce werden zu lassen wird die Zwagsenteignung durch das Prinzip der Eigenverantwortung ins Spiel gebracht!

Tagesschau.de berichtete am 27.01.2014:

„(…) Brisanter Vorschlag der Bundesbank Zwangsenteignung zur Staatenrettung?
Im Falle einer drohenden Staatspleite könnten Krisenländer künftig einmalig eine Vermögensabgabe erheben – diesen Vorschlag bringt die Bundesbank ins Spiel. Eine solche Abgabe entspräche „dem Prinzip der Eigenverantwortung, nach dem zunächst die eigenen Steuerzahler für Verbindlichkeiten ihres Staates einstehen, bevor die Solidarität anderer Staaten gefordert ist“, schreiben die Notenbanker in ihrem Monatsbericht für Januar.
Der Vorschlag ist hochbrisant. Denn so plausibel und gerecht die Idee klingen mag – sie ist auch mit schwer kalkulierbaren Risiken verbunden. So könnten gerade wohlhabende Bürger versuchen, ihr Vermögen frühzeitig außer Landes zu bringen, um einer Zwangsabgabe zu entgehen. Eine solche Kapitalflucht aber würde die Probleme, die mit der Einmalsteuer gelöst werden sollen, womöglich erst hervorrufen.
Die Bundesbank räumt dies selber ein und schreibt: „Eine Vermögensabgabe sollte nur für absolute Ausnahmesituationen erwogen werden, wie sie eine drohende staatliche Insolvenz darstellt.“

Arme Staaten, reiche Bürger
Die Debatte um eine mögliche Zwangsenteignung war im vergangenen Herbst schon einmal hochgekocht. Damals hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) eine Vermögensabgabe von zehn Prozent ins Gespräch gebracht.
Tatsächlich ließe sich die Schuldenlast vieler Länder über eine solche Sondersteuer in der Theorie deutlich senken. Denn gerade in Südeuropa stehen den klammen öffentlichen Kassen zum Teil erhebliche private Vermögen gegenüber. So gibt es in Griechenland viele reiche Industrielle, deren Wohlstand in der jüngsten Krise vom Fiskus kaum angetastet wurde – während andere europäische Länder mit milliardenschweren Garantien einsprangen und internationale Banken dem Land einen großen Teil seiner Schulden erließen. …)“

Die europäische Zentralbank greift direkt in die Märkte ein, was nicht ihre Aufgabe ist. Mit einer weiteren Zinssenkung sollten die Banken animiert werden, mehr Kredite an Unternehmen und Haushalte zu vergeben. Wird das Ross am Schwanz aufgehängt? Innovation und Geschäftstätigkeit kann ebenso wenig befohlen werden wie Wachstum und Konsum! Als wäre das Wachstum das einzige wichtige Thema. Der sorgsame Umgangang mit den natürlichen Ressourcen ist ebenso wenig ein Thema wie das ungebremste Bevölkerungswachstum weltweit – welches „Wachstum“ verspricht ohne dass sich jemand dafür sonderlich anstrengen muss. Mehr Menschen, mehr Konsum!

Das billige Geld verleitet höchstens zu falschen Investitionen, die letztlich nichts einbringen. Industrie und Handel müssen stets mit realem Geld wirtschaften. Hochfrequenzmodelle wie sie die Finanzindustrie hat, gibt es nicht. Es ist ganz einfach: Es braucht eine marktkonforme Idee. Erst wenn die Marktforschung positive Signale bringt, kann investiert werden. Und wenn die Idee auf sich warten lässt…?

Die Brandstifter spielen erfolglos Feuerwehr. Sie schüren die Angst vor Deflation! Allerdings sind sinkende Preise das Ergebnis aus Fortschritt in Wissenschaft, Technik, Rationalisierung und Arbeitsteilung. Dies vermindert die Arbeitslosigkeit nicht! Denn immer weniger Menschen produzieren immer mehr Produkte! Vernünftige Käufe werden getätigt, wenn der Bedarf dafür besteht. Wirkliche Deflation entsteht dann, wenn die Geldmenge geringer wird. Dies setzt voraus, dass eine Inflation (küntlich aufgebähte Geldmenge) vorausging. Hier finden die Notenbanken ihre Manipulationsmöglichkeiten. Mittels Presse wird Geld aus dem Nichts geschaffen und so besteht die Möglichkeit, die Zinsen gegen Null zu steuern – Manipulation pur! Staaten müssen sich verschulden sich, um die Schuldzinsen zu bezahlen – sehr zur Freude der Finanzindustrie.

Beispiele zeigen es:

Frankreich ist die zweitgrösste Volkswirtschaft der EU. Fast 3, 4 Millionen sind ohne Arbeit. Würde die 34 Stundenwoche der Effizienz willen auf 40 Std erhöht, wären noch mehr Menschen arbeitslos. Die Wirtschaft stagniert. Im ersten Halbjkahr 2014 liegt das Aussenhandelsdefizit bei über 29 Mia Euro.

Italien ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone. Es ist nicht unwichtig, wie sie sich entwickelt. Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi möchte den Binnenkonsum ankurbeln, um der Wirtschaft aus der Rezession zu helfen. Er schlägt vor, dafür die zweite Säule der Altersvorsorge zu benutzen. Dies berichtet die NZZ. Es muss schlimm stehen um den italienischen Staat, wenn mit dem Verbrauch der Rentengelder die Wirtschaft angekurbelt werden soll. Oder ist Renzi nur ehrlich, ohne es offen aususprechen, weil der italienische Staat nicht in der Lage ist und es auch nicht sein wird, die Rentengelder so zu bewirtschaften, dass die Kaufkraft erhalten bleibt? Wenn die Aussicht besteht, dass die Rentengelder dereinst nichts mehr wert sind, dann sollen diese jetzt und heute verpufft werden. Nur, was wird dannzumal sein, wenn die Menschen alt geworden sind? Wird die «Trattamento di fine rapporto» sofort anstatt am Ende des Arbeitsverhältnisses ausbezahlt, wie es Politiker und Grossunternehmer wünschen, wird dies bald einmal als Lohnbetstandteil angesehen, was letztlich tiefere Löhne bewirkt. Die Arbeitnehmer werden ein weiteres mal die Geprellten sein!

„(…) Die Schulden des Landes belaufen sich insgesamt auf 2,2 Billionen Euro. Zwar ist es Italien gelungen, im August Staatsanleihen zu rekordniedrigen Zinsen zu platzieren. Am 6. August wurde allerdings bekannt gegeben, dass die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone im zweiten Quartal in eine Rezession zurückgerutscht ist. „Unsere Strategie verfolgt das vorrangige Ziel, das Wachstum zu steigern”, sagt Padoan. „Die Privatisierungs- Geschäfte werden diesen Prozess beschleunigen. …)”, schreibt das Handelsblatt.

Die marode Situation ist vielfältig sichtbar: 

«Allein Rom hat in den vergangenen Jahrzehnten einen Schuldenberg angehäuft, der zwischen acht und 15 Milliarden € beträgt. … Seit Jahren leidet Rom unter einer ineffizienten Infrastruktur. Busse und U-Bahnen sind überaltert und häufig kaputt, die Straßen voller Schlaglöcher. In den letzten Jahren verschlimmerte sich die Lage durch Korruption und Misswirtschaft» (WirtschaftsBlatt, Print-Ausgabe, 2014-04-14) – Die kalabrische Mafia, die derzeit als die stärkste der kriminellen Organisationen in Italien gilt, macht einen Umsatz von etwa 53 Milliarden – sie wirtschaftet am Staat vorbei. Dieser ist ohnmächtig, etwas dagegen zu tun. Kulturgüter verfallen.

Spaniens Staatsschulden steigen ohne Ende. Der Anstieg auf über 100% des BIP wird fürs nächste Jahr erwartet (Grenzwert EU: 60%). Arbeitslosigkeit: fast 26%!

Griechenland: Wachstum 2014 um 0,6%, Arbeitslosigkeit 26%, Haushaltsdefizit geschätzt 177% der Wirtschaftsleistung. Griechenland ist nach der Sanierung schlechter dran als bevor! Es kann ja nicht anders sein. Nicht Griechenland, sondern die ausländischen Banken in Griechenland wurden „gerettet“!

Trotz der nicht beherrschten hohen Arbeitslosigkeit werden immer wieder Phantasien verbreitet um von den Problemen abzulenken. So berichtete der Express. Home of the Daily and Sunday Express am 11. Okt. 2008 über einen EU-Geheimplan. Demnach sollten bis 2050 über 50 Millionen Gastarbeiter aus Afrika in die EU geschleust werden. „Genügend Menschen im erwerbsfähigen Alter seien für die Wirtschaft und die Steuereinnahmen entscheidend.“

Die Maroden Staatsfinanzen haben möglicherweise noch andere Hintergründe:

„(…) Der Chef unserer Zentralbank, Mario Draghi, kennt sich bestens mit der Eurokrise aus, denn im Jahr 2000 war er noch für Goldman Sachs tätig. Damals war er für Europa verantwortlich und half Griechenland dabei, seine Staatsschulden künstlich zu beschönigen. Aufzeichnungen und Gespräche haben ergeben, dass die Bank aus Manhattan dem EU-Mitgliedsland am Mittelmeer ein Jahrzehnt lang bei der Umgehung der Stabilitätskriterien der Eurozone geholfen hätte, berichtet die New York Times. So habe Athen durch ein Geschäft mit der US-Bank Goldman Sachs Schulden in Milliardenhöhe vor der EU geheimhalten können. Verantwortlich war der aktuelle EZB-Chef Mario Draghi, dem man nun die Rettung des Euros in die Hände gegeben hat. Der Brandstifter wird zum Feuerwehrmann gemacht! …)“ mehr: neopresse: „Stellt euch vor, wir werden von Goldman Sachs und Blackrock regiert, und niemanden stört es“

Kleines Detail: Der ehemalige Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Philipp Hildebrand ist Vice Chairman institutionelle Anleger in Europa, Naher Osten, Afrika, Asien und Pazifik bei BlackRock, der größten Schattenbank der Welt…

Wir haben es nicht nur mit maroden Staatsfinanzen zu tun. Vielmehr wird der Sockel der freien Gesellschaft systematsch destabilisiert. Soll abgewartet werden, bis die Blase platzt?

Was gäbe viel zu tun!

Das Leben auf Kosten der nachfolgenden Generationen muss kontinuierlich abgebaut werden. Der dauernden Verschuldung muss Einhalt geboten werden. Macht und Dominanz der Notenbanken ist zu stark, ergo muss sie geschwächt werden. Dem Volk, den Völkern muss mit mehr Respekt begegnet werden. Die Politik muss vermehrt dem Volkswillen angepasst werden. Die Wirtschaft ist allein nicht das Mass aller Dinge. Sie muss vermehrt in die Verantwortung genommen werden. Dem stets geforderten Wachstum muss mit Qualitätsansprüchen anstelle von Quantität begegnet werden. Der Wegwerfgesellschaft muss der Kampf angesagt werden, Reparaturen müssen sich wieder lohnen. Die internationalen Organisationen, die G20, die G7 bis 8 usw. müssen in die Pflicht genommen werden. Sie können sich profilieren und für gleich lange Spiesse sorgen, so wie sie es in anderen Angelegenheiten auch tun. Dem Raubbau an der Natur muss Einhalt geboten werden! Die Arbeit geht nicht aus! Sicherstellung von sauberem Wasser, Reinigung der Abwässer, Schutz der Meere (Plastik, Müll), Sauberhaltung der Luft, Förderung erneuerbarer Energie, sichere Lagerung radioaktiver Abfälle, Erhaltung des Grundwassers,  Erhaltung der Wälder (Wasserspeicher), Reduktion des Lärms, Arbeit vermehrt dezentralisieren (zu den Arbeitnehmern bringen anstatt zentraler Arbeitsplätzen dadurch Reduktion des Verkehrs).

Die Menschen haben jetzt die Chance, die Zukunft zu sichern. Wenn sie es jetzt nicht anpackt, dann gute Nacht! denn: Die Menschheit ist am Ende! Ich bin zuversichtlich, dass eine Wende möglich ist! Der Wille bestimmt den Weg! Man muss dem Leben einen Sinn geben. Dies wusste z.B. schon Antoine de Saint-Exupéry.

Die Feststellung der OECD „Die Welt aus den Fugen – aber es geht uns gut“ ist wenig hilfreich. Die Mehrheit der Menschen glaubt nicht daran, dass es ihnen in Zukunft besser geht.

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Lesen Sie im Finanzblog: F – CH – Ist Intelligenz lernbar?


Krieg, Fortführung der Politik mit anderen Mitteln


Die zwischenstaatlichen Kriege verschwinden. Das Erscheinungsbild verändert sich. Anstelle von Staaten treten „parastaatliche“ und gar private Agitatoren wie Terroristen, international agierende Söldnerfirmen, örtlich ansässige Warlords und Terrornetzwerke. Das ist ein Grund für die Zunahme des Exports von Kleinwaffen aus Deutschland. Die Zivilbevölkerung ist primär der Gewalt ausgesetzt. mehr von Herfried Münkler: Münkler: Die neuen Kriege

Geht man von der Machtausübung und Zerstörung von Werten aus, kann noch viel Anderes unter „Krieg“ aufgeführt werden, auch wenn es etwas weit ausgelegt ist.

Das schwere Kriegsgerät heisst heute auch:

Dicke Berta, Bazzoka, Fluten billigen Geldes, Finanzblasen, Geld druckende Zentralbanken, organisiertes Verbrechen, Geheimdienste, Computer (Computerwoche: Bundeswehr rüstet sich für den Cyber-Krieg) IT-Waffen, Drohnen (unbemannte Flugzeuge) zur Beseitigung von Terroristen, Kampfroboter (Killer Robots), semiautomatische Fluggeräte, Überwachung durch Mitlesen und Mithören bzw. digitale Besetzung usw.

Obwohl die Drohnenkrieger über modernste Technik und beste Informationen verfügen, töten sie unschuldige Zivilisten. Ein Bericht des UN-Sondergesandten Ben Emmerson (hier als PDF) spricht von mindestens 400 toten Zivilisten allein in Pakistan seit 2004. „Die NSA besorgt die Daten mutmaßlicher Terroristen, die CIA bringt sie dann um.“ Das Völkerrecht kennt keine Rechtsgrundlagen für die Exekution vermeintlicher Terroristen außerhalb von Gefechtssituationen!

Amerika hat zu wenig Drohnenpiloten. Dabei müsste man meinen, es gäbe genügend Nachfrage für Jobs, wo man in aller Selbstverständlichkeit am Bürotisch Krieg führen (und Menschen tötet) und sich am Abend der Familie widmen kann…

Wenn es um die Vernichtung von Geldwerten geht, sind die Notenbanken im Fokus. Weltweit haben sie die Gelddruck-Presse angeworfen und produzieren jeden Monat weit über Euro 200 Mrd. frisches Papiergeld, damit die jeweiligen Staaten ihre Verbindlichkeiten bedienen oder ihre Wirtschaft am Laufen halten können. Gedrucktes Bargeld ohne eine allgemein anerkannte Sachwert-Deckung ist eine Illusion. Ausserdem werden die Marktmechanismen ausgebremst. Neben dieser gibt es eine weitere Illusion: Es gibt zu viel spekulatives und gehebeltes Kapital.

Wie „Flankierende Massnahmen“ (oder Vernichtungshandlanger) wirken Ratingagenturen und Aufsichtsbehörden.

Gefährliche Waffen der Zentralbanker

Der Werkzeugkasten der EZB hält in der Tat noch einiges parat: Strafzinsen auf gehortete Liquidität von Banken, riesige Kapitalspritzen für den Finanzsektor – vom EZB-Chef selbst «Dicke Bertha» genannt – oder massive Anleihekäufe, mit denen verstopfte Kreditkanäle im Stil einer «Bazooka» aufgesprengt werden sollen, damit das Geld wieder durch die Wirtschaft fliesst.

Das martialische Vokabular wirkt verstörend, es kommt jedoch nicht von ungefähr. Denn wie schweres Kriegsgerät sind auch die Waffen der Zentralbanker hochgefährlich. Die Flut des billigen Geldes kann eine Zerstörungskraft entfalten, wenn sie nicht bei den Unternehmen und Haushalten landet, sondern in spekulativen Nischen der Finanzmärkte. Und das Hauptproblem der Geldpolitik im Euroraum ist bislang, dass die niedrigen Zinsen die reale Wirtschaft eben nicht erreichen.

«Angesichts des schon seit längerem sehr niedrigen Zinsniveaus werden die konjunkturellen Effekte der Zinssenkung allenfalls sehr gering ausfallen», kritisiert Michael Kemmer, Geschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken. Stattdessen würden die Risiken der Niedrigzinspolitik weiter zunehmen – «insbesondere die Gefahr von falschen Risikoeinschätzungen, verzerrten Investitionsentscheidungen und Vermögenspreisblasen». Aus 20 Min, „Der Fluch des billigen EZB-Geldes“

Zur Erinnerung:

Dicke Berta aus dem ersten Weltkrieg, ein 42cm – Mörser vom Rüstungskonzern Krupp, Bazooka, ein RAK-Rohr für die Panzerabwehr aus dem 2. WK.

Die „Weltwährung“ US-Dollar – als einzige Referenzwährung, die sich erst noch in privatem Besitz (FED) befindet, hat ein unerschöpfliches Macht- und somit auch Zerstörungspotenzial. Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem.“ – so der ehemalige amerikanische Finanzminister John Connally. => FAZ: „Die Macht des Dollar
 
Echte Konkurrenz würde der „Weltwährung“ gut tun. Ob es der Renminbi und oder der Euro schaffen, muss sich noch zeigen. Und: Angriff auf US-Dollar: BRICS-Staaten gründen eigenen Währungsfonds

Unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung kann genau so gut Wirtschaftsspionage betrieben werden. Dies wird auch getan. Wirtschaftsspionage im exzessiven Stil zur Stärkung der eigenen Wirtschaft hat in Amerika lange Tradition.
Es wäre Ressourcenverschwendung der Nachrichtendienste, würde man aus Spionage gewonnene Erkenntnisse von kommerziellem Nutzen nicht an amerikanische Unternehmen weitergeben“ (James Woolsey, einem ehemaligen Direktor der CIA).

Was die Amerikaner darunter verstehen, lese man in „Sklaven ohne Ketten“ nach. Ein Auszug davon:

„(…) Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs verbrachten die Alliierten alles was Wert hatte aus Deutschland, alle Schiffe, Flugzeuge und ganze Fabriken. Unter dem Militärgesetz Nr. 52 der alliierten Militärregierung war die Konzernzerschlagung und die direkte Demontage vorgesehen.[1] Aus dem Deutschen Patentamt in Berlin wurden 347.000 Patentschriften erbeutet, und die New York Times berichtete 1947 stolz, diese seien Billionen Dollar wert.[2]

Die Amerikaner nutzten und lizenzierten diese Patente fortan selbst. Als die Amerikaner Deutschland 1952 mit dem Marshallplan und 1,4 Mrd $ „förderten“, erwarben sie mit dem Geld deutsche Betriebe und kauften Aktienmajoritäten. Auch in den noch an den Kriegsfolgen leidenden umliegenden europäischen Ländern erwarben sich die Amerikaner mit den ca. 13 Mrd $ Fördergeldern des Marshallplans (3,1 Mrd $ für England, 2,6 Mrd $ für Frankreich, usw.) viele Anteile. Der russische Außenminister Molotow nannte den Marshallplan deswegen ein Instrument zur Versklavung Europas. Man überzog Europa mit einem Netzwerk wirtschaftlicher Einflussnahme.[3] …)“

Im Zusammenhang mit der EU-Erweiterung verkünden deutsche Politiker lauthals ihre Dankbarkeit gegenüber dem Marshallplan. Sie verdecken aber, dass Deutschland massivst ausgesaugt, ja regelrecht ausgeweidet wurde. Ob man dem Volk bewusst Sand in die Augen streut? Oder sollen so die wahren Absichten zu verschleiert werden?

„(…) Großbritannien erhielt mit etwa 3,5 Mrd. US-Dollar den größten Anteil, Frankreich bekam ca. 2,8 Mrd. US-Dollar und Italien 1,5 Mrd. US-Dollar. An vierter Stelle folgte Deutschland mit 1,4 Mrd. US-Dollar. Im Gegensatz zu den anderen Ländern erhielt Deutschland die Mittel in Form von Krediten. 1953 lief der Marshallplan aus. Nach Beschluss der Londoner Schuldenkonferenz musste Deutschland bis 1966 jedoch nur eine Milliarde Dollar zurückzahlen – der Rest wurde erlassen.  …)“

Deutschland als dominanter Motor der EU wird die Erfahrungen und die Erkenntnisse entsprechend einbringen. Daher kann es nicht schnell genug gehen, die EU zu erweitern.

Nicht zu unterschätzen ist die Macht der Geheimdienste. => Von NSA bis CIA: Die mächtigen US-Geheimdienste « DiePresse.com

Hier finden Sie einen Überblick über die Mafia, Geheimdienste und Politik der USA. Der Cyberkrieg benötigt besonders viele Informationen. Die NSA und der britische Geheimdienst GCHQ arbeiten eng miteinander zusammen und haben neben anderen Geheimdiensten Hochkonjunktur!

„(…) Der britische Verteidigungsminister Philip Hanmond sagte der Daily Mail, dass Großbritannien das erste Land in der Welt ist, das öffentlich bekannt gibt, dass es zu Cyber-Angriffen fähig ist. Dies sei so bedeutsam wie der Wechsel von der Kavallerie zu Panzern im ersten Weltkrieg, so Hanmond. …)“

Wer den Mächtigen ins Gehege kommt oder ihnen im Wege steht, wird sanktioniert oder ausgeschaltet. Rücksicht auf fremde Gesetze wird kaum genommen. Der Gewaltige legt das Gesetz fest. Die Schweizer Finanzbranche ist daran, ihre Lektionen zu verarbeiten.
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Wo Pizza, da Mafia – nur da?


Es mag viele Gründe für das Beizensterben geben. Pächter mussten immer höhere Zinse bezahlen, die Gäste verhalten sich anders. Ihre Geselligkeit ist dem Individualismus gewichen. Fernsehen, Internet und die modernen Handy’s bringen das Neueste direkt ins Haus. Kaum jemand geht noch zum Jassen in die Beiz. Mindestlöhne und Gesamtarbeitsvertrag im Gastgewerbe wirken sich aus. Das Bier vom Grossverteiler oder von den Kleinbrauereien bis zum Selbstgebrauten schmeckt zu Hause mindestens so gut und ist da auch günstiger.

Mehrheitlich führen italienische Landsleute Pizzerien. An Personal fehlt es nicht. Es wird auch rotiert. Selbst Beizen die geschlossen wurden, erleben als Pizzeria einen zweiten Frühling. Was machen dies Pizza-„Unternehmer“ anders, besser, als die Schweizer Wirtsleute? Gibt es andere „Geschäftszweige“? Ohne etwas unterstellen zu wollen: Unter Pizzeria Schweiz – Suche… gibt es über 200 Einträge – sehr oft mit italienischen Bezeichnungen. Warum auch nicht?

Geldwäsche schoss mir einmal in den Kopf. Aber ich verwarf das Hirngespinst. Nicht bei uns, in einem Rechtsstaat! Naiv? Naiv! Warum soll, was im Ausland funktioniert nicht auch hier zu Lande möglich sein? Die Schweizer Rechtslage kann ein gutes Argument sein.

Dass der Gedanke nicht abwegig ist, mag man im NZZ Folio Nr. 265 (kostenpflichtig) unter Pizza Mafia nachlesen. Einige Bemerkungen daraus:

„(…) In der netten Pizzerie um die Ecke wird manchmal nicht nur Geschirr gewaschen, sondern auch Geld. )“ …

… „In den Pizzerien wird auch gerne Kokain verkauft – an Kunden, die dadurch zu potenziellen Erpressungsopfern werden, was besonders interessant ist, wenn dieser Kunde Politiker oder Unternehmer ist.“

… „Die grösste Sorge des kalabrischen Bosses Bruno Nesci war nicht etwa die Polizei, sondern “ ‚Ntoni lo svizzero.“ …

Gedwäsche ist für die Mafia der wesentliche Grund, Restaurants zu betreiben. Die leicht verderblichen Waren können kaum kontrolliert werde, falsche Rechnung werden mühelos ausgestellt, da die Lieferanten selbst zur Mafia gehören: Die Lebensmittelbranche ist in Italien traditionell in der Hand der Bosse. Der kalabrische Clan der Morabito kontrolliert den Gemüsemarkt von Mailand, eine Million Tonnen Obst und Gemüse pro Jahr, neuntausend Arbeiter, vierhundert Firmen; sie bestechen Lebensmittelkontrolleure und bestimmen den Preis jeder Erdbeere. Der südöstlich von Rom gelegene Grossmarkt von Fondi – einer der grössten Europas – wird von der kalabrischen Mafia beherrscht, der ‚Ndrangheta…

…Aus dem 2012 veröffentlichten Bericht der italienischen Umweltschutzorganisation Legambiente (Wiki) geht hervor, dass die Mafia so gut wie jedes italienische Lebensmittel fälscht: „Parmesankäse“ aus Rumänien, Zitronen statt aus Sorrent aus Argentinien, chinesische Tomaten werden zu Biotomaten San Marzano, parfümiertes und gepanschtes Olivenöl als kaltgepresste Extra-vergine-Qualität, rumänischer Schinken als Parmaschinken, Bresola-Schinken aus Uruguay…

Anmerkung: „Endlich bekommt man eine Ahnung vom „richtigen italienischen Geschmack“, der in Reklamen viel besungen wird – gepanscht, manipuliert, zusammengewürfelt aus Länder aller Herren der Welt…

Nach der Affäre um Dioxin-Rückstände in Mozzarella-Käse aus Italien, geht es nun um den Wein, der gepanscht wurde. Durch das Hinzufügen von Chemikalien, wie Düngemittel, Salzsäure, und anderen, teils krebserregenden Substanzen, konnten die Winzer angeblich bis zu 90 Prozent der Produktionskosten einsparen.“

…“locali“ gehören kaum den Bossen. Strohmänner tätigen den Kauf…. Die Banken geben keine Kredite mehr, dafür steht die Mafia mit ihren Wucher-Konditionen bereit. Die“locali“ wechseln schnell den Besitzer was meist bar erledigt wird. Hohe Summen sind im Spiel – Eignung für Geldwäsche…

…Die gleiche Technik wendet die Mafia im Ausland an, wo sie sich seit langem auf ihre Pizzerien stützt – ein bewährtes Geschäftsmodell, denn in Ländern wie Deutschland oder der Schweiz ist Geldwäsche im Moment noch einfacher: Anders als in Italien muss hier nicht der Pizzabäcker nachweisen, dass er die 500’000 Franken für den Kauf der Pizzeria, sagen wir, in Zürich bar bezahlte, aus sauberen Quellen stammen. Wegen der Beweisumkehr müssen die Ermittler den Beweis erbringen – Eine Einladung zur Geldwäsche….

…Die ‚Ndrangheta hat sich seit mehr als 4 Jahrzehnten in Australien, Kanda und ganz Europa ausgebreitet. vor allem in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Belgien…

…Der kalabresische Staatsanwalt Nicola Gratteri geht von zehn „locali“, operativen Basen der ‚Ndrangheta, in der Schweiz aus, die beiden wichtigsten befinden sich in Zürich und Frauenfeld….)“ mehr in: Pizza Mafia

Anscheinend existiert viel Wissen über die Mafia in der Schweiz, aber zu wenig, um sie unwirksam zu machen!

Aus 20 Minuten Online betreffend „lo svizzero„:

Italiener und Deutsche wussten es, nur die Schweizer Ermittler nicht

Es scheint, als seien die Schweizer Ermittler die einzigen, die nichts von der ’Ndrangheta im Thurgau wussten. Denn dass es in der Schweiz ein «’Ndrangheta-Lokal» gibt, gehe auch eindeutig aus den Ermittlungen der deutschen Polizei hervor, heisst es im Bericht der Italiener, der 20 Minuten Online vorliegt.

Laut dem neuesten Fedpol-Bericht spielt die italienische Mafia eine bedeutende Rolle in der Basiskriminalität in der Schweiz – beispielsweise beim Drogen- und Waffenhandel (BAZ online).

swissinfo.ch: Kampf gegen Mafia – Aufmerksame Schweiz – aber genügt das?

Die NZZ schrieb am 25.07.2011  Wo es Pizza gibt, da gibt es die Mafia

Die Tagesschau SRF berichtete am 23.07.2010 Mafia wäscht in 5000 italienischen Restaurants Geld

am 20.12.2012 berichtete SRF

„(…) Vom kalabrischen Dorf Mesoraca bis in eine Pizzeria in Zürich – die Tentakel der gefährlichsten Mafia-Organisation Italiens reichen mutmasslich tief in die Schweiz. Nach der Grossrazzia gegen die ‚Ndrangheta reden ein Schweizer Untersuchungsrichter und ein Mailänder Staatsanwalt erstmals in der Rundschau über ihre Fahndungserfolge. Jahrelang haben die italienische Guardia di Finanza und die Schweizer Bundeskriminalpolizei kooperiert. Derzeit warten zwei Italo-Schweizer auf ihren Prozess – zwei Helfershelfer sind in Mailand bereits verurteilt.)“ siehe  : Ndrangheta – Die Mafia-Tentakel reichen bis in die Schweiz

Dass im Hintergrund eine Organisation grossen Kalibers stecken muss (Die ’Ndrangheta gilt mit einem Jahresumsatz von 44 Milliarden Euro als mächtigste Mafia-Organisation Europas), zeigen die Aufzeichnungen unter  Pizza Connection – Wikipedia und  Mafia-Boss hütet Geheimnisse der «Pizza-Connection»  oder Mafiamorde von Duisburg – Wikipedia auf.

„(…) Die Mafia ist in Italien das Unternehmen mit dem höchsten Umsatz. Das Organisierte Verbrechen steht mit 130 Milliarden Euro Umsatz für sieben Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP), wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Handels- und Unternehmerverbandes Confesercenti hervorgeht. Der Nettogewinn beträgt jährlich 70 Mrd. Euro. Der Jahresbericht von Confesercenti nannte Schutzgelderpressung, illegalen Geldverleih, Diebstahl, Betrug und Schmuggel als Hauptgeschäftsbereiche der kriminellen Organisationen.“) presse.com

Die Krake aus einem Land mit einer ehrenwerten Gesellschaft und einem ehrenwerten Ex-Staatspräsident, dem es gelungen ist, soviel Macht zu kumulieren, dass er den Staat erpressen kann und ein Volk, welches ihm trotz Verurteilung zu etwa 30% hörig ist, passt irgendwie zusammen. Es erstaunt nicht, dass Italiens Schuldenberg auf 275 Mia Euro angewachsen ist (Juni 2013).

Es ist wie mit dem Falschgeld, den Blüten: Eine Note kann noch so perfekt gefälscht sein. Sie hat am Ende des Tages nur noch einen einzigen Makel. Sie ist nicht echt!

So ist es mit der Umgehung von Abgaben an das Steueramt. Irgend wann fliegt die Sache auf! => Finanzblog: Anleitung zum Steuerbetrug

SMS:

„(…) 1000 Franken pro Tag auf 5 verschiedene Banken einzahlen (am Montag das Dreifache) ergibt auch rund 2 Mio. )“

Darum ist die Vermutung auf schweizerische Verhältnisse nicht ganz abwegig: „Eher wird eine Service-Angestellte, die in der Freizeit an einer Chilbi ein paar Franken schwarz verdient hat, der Steuerhinterziehung überführt, als dass einer Pizzeria Geldwäsche und allenfalls Drogenhandel nachgewiesen werden kann.

Die „verschwiegene, ehrenwerte Krake“ hat sich über den Erdball verbreitet. Und sie hat reichlich an Nachahmern gefunden. Der Versuch, auf eigene Faust ein „China-Restaurant “ zu eröffnen, würde dies schnell bestätigen. Michale Palomino hat sich bemüht, Berichte über Mafiastrukturen und -auswirkungen zusammen zu tragen. 

Im Nachbarstaat Deutschland wird vermehrt festgestellt:

„(…) …Der Zoll wiederum ist für Schäuble die (finanziell) wichtigste Verwaltung. 124 Milliarden Euro, also rund die Hälfte seiner Steuereinnahmen, flossen dem Bund im vorigen Jahr über die Zollverwaltung zu. Die größten Positionen waren dabei 40 Milliarden Euro Energiesteuer, 14 Milliarden Tabaksteuer, 7 Milliarden Stromsteuer und 52 Milliarden Euro Einfuhrumsatzsteuer.

Die gigantischen Summen locken das organisierte Verbrechen magisch an, Steuern im großen Stil zu hinterziehen oder gar den Fiskus anzuzapfen. Mafiabanden, die sich klassischerweise mit Drogen, Prostitution, Menschenschmuggel und Geldwäsche beschäftigen, diversifizieren ihre Geschäftstätigkeiten. Sie profitieren von der Liberalisierung, Globalisierung und dem Zusammenwachsen Europas genauso wie die reguläre Wirtschaft.

Immer neue Geschäftsmodelle kreieren die Kriminellen und nutzen dabei Deutschland nicht nur als Absatzmarkt, sondern auch als logistische Drehscheibe für ihre internationalen Aktivitäten….)“ => Wiwo: Steuermafia prellt den Staat um Milliarden

90% der Täter sind nicht Deutsche!

Wie will der Staat seine Bürger vor dieser Gefahr schützen und hat er die nötigen Mittel dafür? Fragen, die heute wichtiger sind als je, wenn man Aushorchung und Wirtschaftsspionage durch die Geheimdienste ausländische Staaten (NSA, britischer Geheimdienst) in die Betrachtung einbezieht. Was wird unternommen, dass die dafür zuständigen Stellen nicht der Kritik aussetzen müssen, man wisse im Ausland besser Bescheid über Mafiaaktivitäten in der Schweiz als hier zu Lande? Das Bundesgesetz über den ausserprozessualen Zeugenschutz (ZeugSG) genügt allein wohl kaum.

Werfen Sie einen Blick in das  finanzblog!


Kuriosum: Warum soll Deutschland nicht mehr Wein produzieren?


Die ehemaligen Erzfeide sollen den „Motor der europäischen Integration“ darstellen – Deutschland und Frankreich. Sie pflegen zwar eine intensive Zusammenarbeit, doch Spannungen, ja und Rivalitäten sind alltäglich. Égalité auch am Führungsanspruch!?
Die französiche Wirtschaft stockt. Die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich serbelt. Es fehlt an Innovation, die öffentliche Ausgaben sind hoch und für wirksame Reformen fehlt es am guten Willen. Ist Frankreich der nächste Krisenkandidat? Die Verschuldungsquote ist hoch (60% des BIP wären als  zulässig. Frankreich wies 2012 90,2% und Deutschland 81,9% aus). mehr =>) und die Neuverschuldung liegt weit über der 3%-Vorgabe von Maastrich.

Politiker Frankreichs sehen das Heil darin, indem sie die deutsche Produktivität abbauen (Verringerung der Wettbewerbsfähigkeit!) wollen. Dadurch sollen Unterschiede in der Eurozone aus-, bzw. angeglichen werden! Ein Streich von Schildbürgern? Warum soll der Bauer seine beste Kuh zum Metzger bringen? Kurios dabei:

„(…) Die Arbeitsproduktivität ist in Frankreich überdurchschnittlich hoch: Pro Stunde schafft ein arbeitender Franzose laut Insee im Schnitt einen Wert von 45,4 Euro, das ist mehr als Deutschland mit 42,3 Euro und deutlich höher als der EU-Schnitt von 37 Euro – und auch mehr als in der Heimat von Titan-Chef Taylor mit 41,5 Euro. ..)“ Die Welt: Der „faule Franzose“ ist nur ein Klischee

Unbestritten ist jedoch auch, dass Frankreich in den vergangenen Jahren an Wettbewerbsfähigkeit verloren hat, auch wegen hoher Löhne und dem vergleichsweise rigiden Arbeitsmarkt.

Umkehrschluss: Sollten die Franzosen nicht versuchen, Deutschland dazu zu bewegen, mehr Wein, gar Bordeaux-Wein (!), zu produzieren…?

Alle sind gleich, nur einige sind gleicher! Von wegen Égalité: Präsident Hollande senkte für rund 200’000 Bürger das Rentenalter von 62 auf 60 Jahre (Deutschland hat den stufenweisen Anstieg auf Alter 67 geplant), erhöhte die Steuern massiv und erhöhte den Mindestlohn auf den höchsten Stand in der Euro-Zone. Konsequenz: bis auf 28% angestiegene Jugendarbeitslosigkeit.

Bei einem Finanzausgleich zwischen wirtschaftlich unterschiedlich starken Regionen wird wenigstens Geld hin- und hergeschoben. Hier geht es nicht um Verschiebung von Arbeit oder Produktivität, sondern um die Vernichtung von wirtschaftlichen Erfolgspositionen und Lastenverschiebung. Der Zahlmeister steht bereits fest! Dieser tut es nicht ungerne! Weil Deutschland vom Marshallplan nach dem zweiten Weltkrieg profitierte, will es „Verantwortung“ übernehmen und sich solidarisch zeigen (Peer Steinbrück). Sehr selbstlos und natürlich ohne Absicht von Eigennutz…!

Ex-BDI-Chef Henkel in finanzen 100: „Deutschland wird zahlen müssen“ 

Ebenso absurd wie die französiche Schildbürgervorstellung ist es, wenn deutsche und EU- Politiker von den Griechen mehr Produktivität fordern, ohne die dafür notwendigen Grundvoraussetzungen zu schaffen und die nötige Zeit dafür einzuräumen. Dass grosse Veränderungen Zeit brauchen müsste man in Berlin wissen. Schliesslich sind die „Ossis“ noch existent, also nicht voll integriert! Man könnte ebenso gut von Deutschland verlangen, mehr Sonnenstrände anzubieten um den Touismus auszugleichen!

Deutschland wurde schon für sich als Wachstumsmotor der EU bezeichnet.

„(…) Im Vergleich zu französischen und britischen Unternehmen sind deutsche Unternehmen überproportional stark in Europa engagiert. Die deutschen Unternehmen tragen also mit ihren Investitionen erheblich zur Prosperität in Europa bei. …)“  (P. Englisch, Partner von Ernst-&-Young)

Auch ein Kuriosum: Der „Wachstumsmotor“ Deutschland bekundet grosse Mühe, die Funktion von Stellwerken der Bahn sicher zu stellen. Und man steht beim Bau grösserer Projekte an, etwa beim Bau des Flughafens von Berlin oder Windparks werden nicht genutzt, weil das Netz nicht vorhanden ist. Der Ausbau der Rheintalbahn kann sich noch Jahrzehnte hinziehen. Im Zusammenhang mit der Neuen Alpentransversale NEAT, schafft Deutschland damit der Schweiz neben dem Fluglärmstreit, bei dem es längst nicht mehr um den eigentlichen Lärm geht, ein gewaltiges Verkehrsproblem. Und bald wird sich die Infrastruktur (Strassen, Brücken, Schienen) melden, denn diese ist an den Belastungsgrenzen angelangt. Die Rezepte liegen noch nicht vor! Aber wie ein wesentlicher Teil der Welt (EU) funktionieren soll, dafür glaubt man, über genügend Kenntnisse und Kompetenzen zu verfügen. Ansonsten verfügt man noch über die Kavallerie…

Die EU, auch nur schon die Eurozone, ist eine Gleichung mit sehr vielen Unbekannten – ein Fall, mehr für Mathematiker, denn für Politiker!

Werfen Sie einen Blick in das  finanzblog!; aktuell: Heute ist Donnerstag …


Gefahr für die Erfolgspositionen des Schweizer Reichtums


Der Reichtum der Schweiz kann begründet werden:

  • Hohe Produktivität
  • Längere Arbeitszeiten
  • Eine Kombination von beiden plus Qualitätsbewusstsein
  • „Frieden“ zwischen den Sozialpartnern
  • Stabilität

Die Grundlagen dazu:

  • Historische Gegebenheiten (Die Erfolgsgeschichte begann mit der Entledigung fremder Richter anno 1291. Der Bundesrat will fremden Richtern wieder die Türe öffnen!)
  • Kultur
  • Duales Bildungssystem
  • Erfindergeist: In und aus der Schweiz werden weltweit die meisten Patente pro Einwohner gemeldet => Innovationsweltmeisterin Schweiz
  • Geschickte Politik
  • Fähigkeit, sich dauernd an die Gegebenheiten anzupassen
  • Diplomatie
  • Vernünftige Regelungsdichte
  • Geeignete Institutionen

Es gibt kein „Naturgesetz“, welches den Erfolg „berechnen“ liesse.

SMS: „Aber der Kollaps lässt sich aufzeigen – über die Zahl „e“ (Eulersche Zahl) hat es noch nie irgendwo ein Wachstum gegeben!“

 

Leonhard Euler (1707-1783), geb. in Basel

„Das bedarf aber noch einer Erklärung. Es gibt wohl Wachstum auf der Basis von e (e als Basis einer Exponentialfunktion).“

„(…) Der Verlauf von Wachstumsprozessen kann begrenzt (beschränkt) oder unbegrenzt (unbeschränkt) sein. Bezogen auf die mathematischen Wachstumsmodelle lassen sich das exponentielle und lineare Wachstum einem unbeschränkten Prozess zuordnen, wobei dies eher ein theoretisches Konstrukt der Mathematik darstellt. Alle realen Wachstumsvorgänge unterliegen prinzipiell einer Beschränkung, da die Ressourcen, aus welchen sich das Wachstum speist, nicht unbegrenzt vorliegen oder das Wachstum auf andere Weise schon vor dem Erschöpfen der Ressourcen begrenzt wird und einem dynamischen Gleichgewicht zustrebt (zum Beispiel beim Räuber-Beute-System). Ein begrenzter Wachstumsprozess führt aber nicht zwingend zu einer Wachstumsumkehr, sondern erlaubt während der Lebensdauer eines Systems innerhalb seiner Wachstumsgrenzen ein auf Dauer positives Wachstum. Das klassische Beispiel ist die Entropie in geschlossenen Systemen. Die maximale Entropie des Systems ist hier die Wachstumsgrenze. …)“ mehr… bei Wiki

siehe auch Die Zahl „e“ von Mathe Guru

Mehr „e“? =>  Die schönste mathematische Gleichung

Exponentialfunktion 6 – Eulersche Zahl einfach und schnell erklärt => http://www.youtube.com/watch?v=7zEnotEneTI 

SMS: „Aber mit der Eulerschen Zahl e können Grenzwerte errechnet werden und die sind nicht überschreitbar. Ein Wachstum das immer steigt, führt zum Kollaps – in der Biologie, Chemie und der Wirtschaft meist früher!“

„Dem stimme ich zu. Es handelt sich hier um exponnentielles Wachstum. Über „Die Grenzen des Wohlstands“ hat Peter Atteslander 1982/83 an der HWV (FH) Olten-Solothurn referiert. An Gültigkeit haben seine Aussagen nicht verloren! Die Grenzen des Wachstums (engl. Originaltitel: The Limits to Growth) ist eine 1972 am 3. St. Gallen Symposium vorgestellte Studie zur Zukunft der Weltwirtschaft.

Man kann sich auch bei  Christopher Hamlin Martenson einlesen => „Inconvenient Truth“ – „unbequeme Wahrheit“ Der Zeitaufwand lohnt sich!“

Kann das Land Schweiz seinen Spitzenplatz halten?

Die Gefahren von aussen:

  • Globalisierung
  • Entstehung neuer Wirtschaftsmächte
  • Wirtschaftsspionage (Wirtschaftskrieg USA-Europa mit Auswirkung auf die Schweiz)
  • Globale Finanzkrise
  • Globale Wirtschaftskrise
  • Politischer Druck (zunehmend)
  • Weltweite Jagd nach Steuergeldern
  • Sammelklagen aus den USA
  • Einwanderungsdruck
  • Europas weltweiter Verlust an Bedeutung und Schrumpfung des EU- Marktes
  • Aufwertungsdruck des Frankens
  • Abzocke durch Manipulationen im Rohstoffhandel und bei Nahrungsmitteln. => Beispiel „Metall-Karussel“: Inside Wall Street: Preistreiberei bei Goldman Sachs
  • Verknappung der Arbeit, weltweit
  • Versorgung mit Ressourcen

Gefahren von innen: 

„(…) Und weil der Bundesrat aussenpolitisch offenbar überfordert ist und keine erfolgreiche Strategie durchsetzen kann, spielt er stattdessen seine innenpolitische Macht aus: Regulierungswut, kombiniert mit Umverteilung. Dabei wird die Industrie an vorderster Front zur Kasse gebeten: Hier noch eine Abgabe, dort noch eine Umverteilung und noch etwas für die Umwelt, das macht sich immer gut . . .)“ (Magdalena Martullo)

  • Mangelnde Weitsicht bei Bundesrat und Parlament
  • Mangelnde Pflege der Standortvorteile für die Industrie
  • Schleichende Zerstörung des Schweizer Werkplatzes 
  • Laufend Erhöhung der Regelungsdichte
  • Kaum zu stillende Umverteilungsgelüste speziell aus dem linken Lager (Neuester Coup: „Die Journalisten sollen die neuen Bauern werden!“ Man äfft andere aus der EU nach – selber wäre man kaum drauf gekommen! => Herausgegriffen: Wie die SP politisch korrekte Medien fördern will ..

SMS: „Erhalten wir Blogger dann auch Subventionen?“

„Da kannst wohl in die Sonne schauen! Ein Journalist meinte, Blogger sollten das Schreiben den Profis, also den Journalisten, überlassen, denn sie würden davon etwas verstehen. Ausserdem sei dies nicht viel mehr als Internet-Verschmutzung…! Über die „gleichgeschaltete Presse und über „wessen Brot ich ess‘, dessen Lied ich sing‘ “ diskutierte ich mit ihm nicht! Die für sich auf totale Freiheit eingestellten Schreiberlinge werden es fertig bringen, alles so zu regeln (Einengung der Freiheit), dass ja niemand unter dem Hag hindurch fressen kann. Pfründe gilt es zu schützen, so lange der Schutz dem eigenen Vorteil gilt!“

Bedingungsloses GrundeinkommenMagnet für Einwanderer; Migration wird unkontrollierbar; Schweizer Version einer Hartz-IV Gesellschaft; Grüsse aus der ehemaligen DDR?!

SMS: „Die Chose geht viel zu schnell. Der Kapitalismus wurde auch nicht in zwei drei Jahren „auf Anordnung eingeführt“. Hier wurde aber eindeutig übertrieben. I had a dream – Aus der Dream (Tagesanzeiger). Lesen nützt gar nichts – begreifen muss man diesen Beitrag und das Drum-Herum. Dann können wir wieder über das Grundeinkommen diskutieren. Es hat einige Superansätze dabei. Auf längere Frist gesehen, kann dies gut die ideale Lösung für die Schweiz sein. Nur die meisten sind zu wenig „Philosoph“, um sich Vor- und Nachteile ausmalen zu können. Abwarten und Tee trinken ist zwar nicht das Richtige. Sich damit auseinandersetzen und nicht per se gegen alle neuen Ideen sein. Und wieder einmal das politische Fadenkreuz neu einstellen. Links und rechts, liberal und konservativ müssten neu justiert werden. Es gibt heute viele konservative Liberale, aber immer noch wenige linke Rechte. Echte Liberale sind heute progressiv. Progressivismus – Wikipedia kommt woher? Aus den US! Contrabzock72 lässt grüssen  ist vermutlich am heutigen Dilemma mitschuldig! Finanzblog: Verstehen Sie nur Zahnpasta oder … oder nur Bahnhof?

„Das Wirtschaftsmagazin «ECO» hat „prominente“ Befürworter und Gegner des Grundeinkommens befragt. Sehen Sie hier die Interviews mit Klaus Wellershoff, Roger Köppel u. a. vom 18.04.2011. Allerdings, viel mehr als Oberflächlichkeit darf nicht erwartet werden!“

Die Mindestlohninitiative wird mehr ausländische Menschen anziehen. Diese werden auf die Dauer kaum genügend für sie geeignete Arbeit finden. Mehr Schwarzarbeit wird die Folge sein. Die Menschenhändler und Schlepper feiern bald Hochkonjunktur und die Rückführungsunternehmen auch! Die Flieger lassen es sich bezahlen! Am meisten verdienen sie, wenn sie gar nicht fliegen müssen, weil es die Renitenz nicht zulässt…!

An einer Diskussion meinte ich: „Es ist richtig gegen Lohnexzesse zu sein. Doch die 1:12-Initiative passt nicht in die Landschaft. Es gibt genug Möglichkeiten, diese zu umgehen!“

SMS: „Zum Beispiel auslagern von Billigarbeit an Dritte – Reinigungsarbeiten, Buchhaltungsbüros, Schreibstuben… Nur hier müsste die AHV eingreifen, wenn einer als Selbsständigerwerbender praktisch nur einen Kunden hat – daher sollte diese Masche für Herrn Vasella eigentlich nicht möglich sein, nur kennt er genügend Juristen um andere Lücken zu suchen. Unternehmen können die Schweiz verlassen. Oder die Schweiz wird Unternehmen anziehen, weil hier gut gearbeitet wird und es keine Exzesse mehr gibt – das wäre meine Sicht der Dinge!“

„Geschäfte können aus dem Ausland betrieben werden und es gibt noch das Aktienrecht.“

SMS: „Und was sagt dieses? Angestellte werden dort nicht geregelt, nur Besitzer und die tragen das Risiko.“

„Und die utopisch angestrebte Lohngerechtigkeit wird nicht erreicht. Nebenbei bemerkt: In der Bundesverwaltung war das Verhältnis vor etwa 35 Jahren 1:16; Bundesrat ausgenommen.“

SMS: „Ich bin zwar kein Sozi, aber vermutlich wird diese Abstimmung angenommen – die Schweizer lassen sich nicht mehr alles gefallen. 12-fach reicht, denn wenn jemand wirklich so gut ist, dann kann er eine Firma gründen oder sich einkaufen und dann ist er Aktionär –  und allenfalls zusätzlich noch Lohnempfänger in „seiner“ AG“ – Nur die meisten, die heute so gross reden, werden es garantiert nicht schaffen. Die 1:12-Initiative würde mehr Unternehmer hervorbringen und schliesslich ginge es der Schweiz noch besser und ein Grossteil wäre zufrieden, denn jeder kann eine Firma gründen, wenn er will und den Mut hat, das Risiko einzugehen!“

„Die Geschäftsform wäre ein weiteres Thema wert. Es ist ein Unterschied, ob jemand mit seinem Vermögen oder „nur“ mit dem Aktienkapital haftet!“

SMS: „Ich denke, früher war es recht gut, dass zum Beispiel Privatbankiers persönlich hafteten. Nur heute sind die Vorschriften so umfangreich, dass nur noch mit der juristischen Person gehaftet werden sollte. Schuld daran sind vor allem die Massen an Juristen, die heute teilweise nicht mehr „Recht“ sondern „Unrecht studieren. Es gibt genügend Beispiele, wie in der Schweiz unschuldige Existenzen kaputt gemacht wurden und werden.. Die Grossen lässt man laufen… die haben juristisch anderweitig vorgesorgt!“

„Da fällt mir eine Bemerkung eines Juristen ein. Er wies darauf hin, dass „Recht haben und Recht bekommen“ zwei paar Schuhe bedeuten. Als er über einen Erbschaftstreit berichtete, es ging um eine Summe von 25 Millionen Franken und einer Uneinigkeit zwischen den Erben von 100’000 Franken und bisher aufgelaufenen Kosten von gegen 3 Millionen Franken (!), meinte er lakonische: „Die Summe bleibt immer gleich, aber die Besitzverhältnisse ändern sich…!

Eben, wenn sich ein junger, frisch ausgebildeter Jurist in eine Wüstenstadt begibt, um sich selbständig zu machen, verdient er dort kaum das warme Wasser für eine Suppe. Das ändert abrupt, sobald ein zweiter eintrifft…!“

3175 EU-Banker verdienen mehr als eine Million.

„Mit der Initiative werden diese Verhältnisse, die auch in die Schweiz durchschlagen kaum aus der Welt geschafft!“

SMS: „Aber es könnte sein, dass Firmen in die Schweiz kommen, weil wir günstiger sind und eigentlich sehr gute Leute haben – von ganz unten bois ganz oben. Die Warner beissen sich doch ständig in den eigenen Schwanz – jammern, aber nicht auf der anderen Seite nach Positivem suchen!“

„Das personalwirtschaftliche Gedankengut hat noch lange nicht ausgedient! 1:12 ist ein willkürlich festgelegter Bruch, der mit nichts zu begründen ist. Besser wäre, mehr Transparenz zu schaffen!“

SMS: „Kannst ja 1:13 oder 1: 16,33 vorschlagen – irgendwo muss man sich finden und die Zahl ist gut, denn wenn jemand in einem Jahr soviel verdient, wie der andere in einem Monat, dann denkt sich mancher schon einiges dazu!“ 

„Zur Erinnerung: Lohngerechtigkeit hat verschiedene Aspekte abzudecken wie z.B.: Leistung, Anforderungen, Verhalten, Markt (regional, national, international), soziale Sicherheit“  =>  P4 – Personalmotivation und Honorierung

„(…) Probleme im Arbeitsmarkt für Spitzenmanager sind weit schneller geortet als behoben. Auch der Harvard-Professor hat keinen magischen Knopf. Aus regulatorischer Sicht seien vor allem zwei Dinge sicherzustellen: Für die Aktionäre sollten die Managerbezüge transparent sein, und es sollte keine allzu hohen Hürden geben, um Verwaltungsräte abzuwählen…)“ Mehr

SMS: „Wenn die Löhne einer Standardverteilung entsprechen und/oder der Median höher als der Durchschnitt ist, dann könnte Lohngerechtigkeit hinhauen … aber meistens gibt es einige wenige, die viel, viel, viel zu viel verdienen!“

„Über die Standardverteilung bei den Löhnen könnte man lange diskutieren. Die Erfahrung zeigt, dass es diese praktisch nicht gibt! Generell wird zu gut qualifiziert. Dies gilt bei einfachen Funktionen wie da, wo es um Zielvereinbarung und -erreichung geht. Und es gibt zu viele „Spitzen“ – Kandidaten! Innerhalb eines Betriebes kommen meist verschiedene Beurteilungssysteme zur Anwendung (einfache ausführende Tätigkeiten versus geistige Funktionen in Forschung und Entwicklung sowie Führungsfunktionen). Lohngerechtigkeit, auch innerhalb einer Organisation ist immer mit viel Subjektivem behaftet. Daher gibt es dies nicht. Oft wird versucht mit vielen subjektiven Elementen eine „Papierobjektivität“ zu erreichen…!“

SMS: „Du sprichst aus Erfahrung und ich kann Dir nur beipflichten!“ Vielleicht sollten wir unser Bildungssystem halt doch noch einmal überdenken, bevor wir Verhältnisse wie bei unserem westlichen Nachbar haben. Die Tochter einer meiner Bekannten hat einen Hochschulabschluss in Oekonomie. Beide sind stolz. Bolognamässig hat sie mich überholt und pisamässig steht sie etwas schief im Schilf. Das „höchste ihrer Gefühle“ war Kassiererin bei Champion. Kein Champion und jetzt allein erziehend und stellenlos. Wie leider viele andere auch. Berufsleute, Handwerker fehlen und vor allem solche aus diesen Gebieten, die noch eine höhere Ausbildung haben.…!“

„Nichts Neues unter der Sonne (Kohelet)!“. In Japan sind längst Hochschulabsolventen in der Produktion (Fliessband!) tätig! Das hat mit der Inflation der Bildung zu tun! Das Schweizer Bildungssystem (Duales) hat diesbezüglich grosse Vorteile! Nichts gegen Bildung. Neigungen bei Eignung sind unbedingt zu fördern. Aber die Relationen sollte man nicht aus den Augen verlieren! Früher seien es etwa 4% der Bevölkerung gewesen, die eine Uni oder Hochschule abgeschlossen hätten (und zur Elite zählten). Heute ist diese Zahl ums Mehrfache gestiegen. Jene, die es wirklich an  Spitzenleistungen in F+E, Ingenieurwesen usw. bringen, seien jedoch heute noch kaum mehr als 4%! Das lässt einen den Kopf schräg halten damit die graue Masse zusammenläuft um dies zu verstehen!“

Was bleibt zu tun?

  • Jede Seilschaft muss von Zeit zu Zeit die Seile erneuern! Spätestens wenn man sich mit „Freunden im Krieg“* befindet, ist es höchste Zeit dafür!
  • Neue Freunde suchen
  • Schwächen schwächen
  • Stärken stärken
  • Diplomatie zielgerichtet einsetzen
  • Verhandlungen nach aussen: Keine neuen Zugeständnisse ohne Gegenleistung
  • Souveränität stärken (das darf nicht sein: Kein Zweifel: Bundesrat gibt Souveränität auf! (26. Juni 2013)).
  • Selbstbewusster auftreten
  • Pragmatismus pflegen
  • Für den Rechtsstaat kämpfen und diesen durchsetzen

„(…) Die staatlichen Souveränität. Zu einem Staatsgebiet gehört ein Staatsvolk und die Kompetenz (Souveränität), die Regeln auf diesem Territorium zu bestimmen. Das System gilt in der Essenz seit dem Westfälischen Frieden von 1648. Das Recht jedes Staates gilt auf seinem Gebiet, und nur dort.
Die USA haben nun seit einiger Zeit begonnen, so zu tun, als ob ihr Gesetz auch auf Verhalten von Privaten oder Firmen in anderen Ländern anwendbar sei….)“ => Zeitfragen: „Von Souveränität, Würde, Mut, der Gefahr des Rechtmachens und dem Wirtschaftskrieg“

  • Gleich lange Spiesse nicht nur verlangen, sondern durchsetzen

„(…) Die Schweiz hat festgehalten, dass sie mit sich über den AIA reden lasse, wenn er zu einem internationalen Standard werde. Die Tatsache, dass Finanzminis­terin Eveline Widmer-Schlumpf in Moskau in den Reihen der US-Delegation für Verwirrung gesorgt hat, als sie auf die ­Reziprozität des AIA pochte, der Austausch also nie nur einseitig sein darf, lässt tief blicken. Die USA dürften kaum dazu zu bewegen sein…)“ => „Gering geachtete Souveränität in Steuerfragen“

Anmerkung: Die Schweizer Diplomatie hätte durchaus die Fähigkeit, den USA den Sinn der Reziprozität zu erklären und abzuringen.

SMS: „Ja, so ist es. Aber wir müssen bedenken, dass die Amerikaner nicht an die Banken und Politiker direkt wollen. Die wollen eigentlich nur ihre Landsleute zur Kasse bitten, die Gelder versteckt oder Staatsgeheimnisse ausgeplaudert haben und demzufolge nach amerikanischem Recht straffällig sind.“
 
„So einfach wird es nicht sein! Wir werden erfahren, wieviel Geld ausländische (und Schweizer) Banken den Amis nachzuwerfen haben. Die Schweiz könnte mit anderen Staaten eine Sammelklage gegen die USA lancieren. Stoff gäbe es wohl genug. Verbreiten von Intrigen, Anzettelung von Kriegen, Erpressung,  Wirtschaftskrieg, Spionage usw. Dazu müssten die US-Geheimdienste ihre Archive öffnen! Gerichtsort: der jeweils betroffene Staat, also ausserhalb der USA. Für Strafmasse könnten amerikanische Massstäbe angewandt werden. Ich denke an die nachrichtenlosen Vermögen, an Wikileaks-Informant Bradley Manning ihm drohen immer noch 136 Jahre Haft, an „Snowdens Strafe wäre existenzvernichtend“, an das  Washingtoner Abkommen, usw. Mit einer weltweiten solidarischen Kampagne könnte dem Grossen Bruder der Respekt abgekauft werden! Wie Birkenfeld zum Helden gemacht wurde, sollte die übrige Welt Eduard Snowden (Wiki) vergleichbar würdigen. So was würde die Welt verändern!
  • Beste Rahmenbedingungen für den Werkplatz Schweiz schaffen
  • Demokratie stärken => nur soviel Macht an „Bern“ abtreten wie nötig, nicht wie möglich!
  • Stärkung des Föderalismus (aber nicht für alles braucht es 1 eidgenössische plus 26 kantonale Lösungsmöglichkeiten!

„(…) Der föderale Staatsaufbau, basierend auf dem grundlegenden Organisationsprinzip der Eigenständigkeit der 26 Kantone, bildet auch heute noch eines der Kernelemente der politischen Kultur und des politischen Systems der Schweiz. Einzelne Beobachter gehen noch einen Schritt weiter und sehen im Föderalismus das tragende Element des schweizerischen politischen Systems und insbesondere die identitätsstiftende politische Struktur zum Schutz unserer multikulturellen Gesellschaft. Föderalismus in einem demokratischen Staat bedeutet Machtaufgliederung durch vertikale Gewaltenteilung und Minderheitenschutz durch die Gewährung von weit gehender territorialer Eigenständigkeit. Mehr als 150 Jahre nach der Gründung des modernen Bundesstaates steht der Föderalismus schweizerischer Prägung allerdings vor zahlreichen Herausforderungen und erscheint in weiten Teilen reformbedürftig…)“ => Warum ist der schweizerische Föderalismus reformbedürftig?

  • Mehr Eigenverantwortung, weniger Vollkasko-Mentalität
  • Pflege des „schweizerischen Instinkts“ (Gefahren in Veränderungen erkennen, um sich nicht voreilig in diese zu stürzen)
  • Stärken der Diplomatie vermehrt nutzen. Sie weiss, Anlaysen und Fakten einzusetzen.
  • Generell auf eine intakte Schweiz hin arbeiten (schafft Vertrauen und Akzeptanz).
  • „Kriegsrethorik“ nicht überbewerten. Unterschiedliche Interessen führen zu Konflikten die auf politische Lösung warten (Wichtigkeit der Diplomatie!).
  • Die oft gehörte Lamgsamkeit der direkten Demokratie positiv nutzen. Wenn andere vorpreschen, ist bedachtes Abwarten meist durchaus angebracht. Oft müssen die andern zurückrudern, dann ist man immer noch rechtzeitig an!
  • Gegen den Wirtschaftskrieg mit allen verfügbaren Mitteln antreten.

Krieg unter „Freunden“:

Die Schweiz befindet sich im Krieg mit Frankreich – Tages-Anzeigerp

«Wir wollen nicht mit Italien in den Krieg treten» – – tagesanzeiger.chp

Schweizer Firmen in Italien diskriminiert – Neue Zürcher Zeitungp

Die Schweiz soll Italien die Neat-Zufahrt finanzieren – Tages-Anzeiger

Krieg USA -Schweiz:

Im Wirtschaftskrieg spielt die psychologische Kriegsführung eine wichtige Rolle. Darin hat die Schweiz Erfahrung, seit der Auseinandersetzung «Schweiz-Zweiter Weltkrieg» in den 90er Jahren. Diese Erfahrungen sollte man aktivieren. Die Professorin und alt Nationalrätin Suzette Sandoz hat dies neulich treffend formuliert (vgl. Zeit-Fragen 1/2012):«Da die Vereinigten Staaten […] eine analoge Wirtschaftskrise durchmachen, kann man leider sehr wohl von einem weltweiten Wirtschaftskrieg sprechen. Zu diesem Krieg, der nicht militärisch ausgetragen wird, gehören zunächst Methoden psychologischer Einschüchterung, um finanzielle Vorteile zu erlangen. Und gerade auf dieser Ebene muss der Bundesrat – aber auch das Parlament – sehr standhaft und einig sein.

(Zeit-Fragen  >  2012  >  Nr.9 vom 27.2.2012)  >  Von Souveränität, Würde, Mut, der Gefahr des Rechtmachens und dem Wirtschaftskrieg

Erpressung: OECD-Gurría: Schweizer, legt euch nicht mit uns an – Ausland – Blick

Erpressung: Gering geachtete Souveränität in Steuerfragen | Finanz und Wirtschaft

Daw war noch die Lösegelderpressung! Und: Wo sind die Holocaust Millionen hin?

Fremde Richter in eigener Sache: Kommt in Rechtsfragen zwischen der EU und der Schweiz der gemischte Ausschuss zu keinem Ergebnis, kann von beiden Seiten der EuGH angerufen werden. Das Zückerchen des Bundesrates an das Volk,  EU-Gerichtsurteile müssten nicht zwingend übernommen werden hat sich bereits aufgelöst. Die EU-Gerichtsentscheide sollen bindend sein! Der Bundesrat hat mit seinem Vorpreschen sogar EU-Vertreter überrascht! Es riecht sehr nach einem Eigentor, Unterwürfigkeit oder Aufgabe der Selbständigkeit. Pirmin Schwander: „Der Bundesrätliche EuGH-Kniefall ist eine Kriegserklärung an die direkte Demokratie!“

Ergänzend zum Thema:

Die Wohlstandsgesellschaft: Schweizer Geschichte der Nachkriegszeit

aus dem personalblog:

Die Welt verändert sich – Islam im Vormarsch

Werfen Sie einen Blick in das  finanzblog!; aktuell: „Daten“ sind ein Menschenrecht


Uncle Sam braucht Geld – auch von den Schweizer Banken


Weniger verständlich ist, dass es der Schweizer Finanzplatz fertig gebracht hat, sich durch gesetzeswidriges Handeln in den USA in eine schwierige Lage zu manöverieren. Noch weniger verständlich ist, dass sich Banken trotz Warnungen von kompetenter Seite (Finma) noch ins gefährliche Geschäft einliessen, als erste Erfahrungen vorlagen (UBS, CS) und Kunden der UBS übernahmen. Eine mit toxischen Produkten verseuchte Bankenwelt ist die Folge. Während jede noch so kleine Hypothek sorgfältig refinanziert werden muss, scheint dies bei grossen Risiken kein Thema zu sein. Verantwortliche der Finanzbranche zählen zu den am besten qualifizierten Berufsleuten – wenigstens wird dies im Zusammenhang mit den hohen Salären und der Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt vermittelt. Getrieben durch entsprechende Anreize war man bereit, ohne Rücksicht auf Verluste alles aufs Spiel zu setzen. Der Erfolg alleine war das Ziel. Die „Besten“ haben versagt!

„(…) ….Viele Bankenvertreter zeigen sich heute einsichtig. Sie bezeichnen die Übernahme von UBS-Kunden mittlerweile als «groben unternehmerischen Fehlentscheid». «Wir können nicht sagen, der Bundesrat habe schlecht verhandelt, wir können die Schuld nicht der Finma geben», sagt der Pressesprecher einer Privatbank.

Einige Banken waren schlicht unbelehrbar. Sie habe die Banken schon 2008 vor der Problematik amerikanischer Kunden mit unversteuerten Geldern gewarnt, sagt Monika Roth, Professorin für Finanzmarktrecht und Corporate Governance, «aber die Banken wollten die warnenden Stimmen nicht hören». Auch die Finma habe die Banken wiederholt dazu angehalten, ihre Rechts- und Reputationsrisiken zu überwachen. «Bei den Kantonalbanken muss man – politisch gesehen – die Anforderungen an die Gewähr einer einwandfreien Geschäftsführung wegen ihrer Staatsgarantie noch eine Stufe höher ansetzen», betont Roth. «Wenn die verantwortlichen Bankräte die warnenden Zeichen nicht zur Kenntnis genommen haben, sollten sie von ihrem Amt zurücktreten.»)“ => NZZ, „Nein zum Steuerdeal wäre gefährlich für ZKB“

Wäre ein Nein zum Banken – ( – Deal) Diktat wirlich so schlimm?
„(…) Der Anwalt, der die beiden Kantonalbanken Zürich und Basel-Stadt im US-Steuerstreit vertritt, sagt am Fernsehen folgendes: Das Bundesgesetzes mit den US-Behörden zur Beilegung des Steuerstreits „ist nicht absolut notwendig„. Und: „Wenn eine Schweizer Bank in den USA angeklagt wird, ist sie tot.“ … )“ Cash 06.06.13,=> CH vs USA: Streit wird enden wie gehabt

Die vermeintlich guten Geschäfte brachten Gewinne. Der Staat kassierte Steuern. Die Banken profitieren von guten Rahmenbedingungen. Die Schweizer Wirtschaft braucht ein gutes Bankenwesen. Auch eine Art Symbiose! Als die UBS Staatshilfe brauchte, waren sich weite Kreise einig: So etwas darf nicht mehr vorkommen. Wo stehen wir heute? Die fehlbaren Banken haben zwar nicht gegen Schweizer Recht aber gegen amerikanisches verstossen. Und nun soll der Staat mit einem Sondergesetz dieses Handeln legalisieren. Das Demokratie- und Rechtsverständnis wird etwas arg strapaziert. Weil volkswirtschaftlicher Schaden zu befürchten ist, ist es verständlich, dass sich der Staat engagiert. Nur: soll er Kastanien für Banken aus dem Feuer holen?

„(…) Statt das Parlament einmal mehr die Kastanien aus dem Feuer holen zu lassen, statt den von den USA erpressten Schweizer Rechtsstaat bankenseits zu erpressen («ihr müsst zustimmen, sonst Weltuntergang»), würde etwas ganz Normales passieren: Entscheidungsträger übernehmen Verantwortung für ihre Entscheidungen. Dafür werden sie doch scheint’s fürstlich bezahlt. Weil das so eine furchtbare Verantwortung ist. Ein unglaublicher Druck, geradezu übermenschlich, fast nicht bezahlbar. Ja wunderbar, dann zeigt uns doch mal, dass ihr euer Geld, den Bonus, das üppige Spesenkonto, das teure Chefbüro mit Vorzimmer, auch wert seid. Ist ganz einfach. Man muss nicht mal ein C im Titel haben, um das zu verstehen.  )“  => Mehr in Journal 21: Die nackte Kröte

Befürworter für die Annahme dieses Gesetzes haben wohl knallharte Gründe. Sie wollen die Verantwortung abtreten!

„(…) Die Bankenlobby will, dass dieses Gesetz angenommen wird, das ist klar. Es salviert die oberen Bosse von jeder Übernahme von Verantwortung, während Mitarbeiter und Zulieferer legal verraten werden dürfen. Es ermöglicht, ohne sich strafbar zu machen, alle Informationen auszuliefern, die die USA haben möchten….

…Verkantet, verkachelt, verkompliziert. Die besten Voraussetzungen, dass die eigentlichen Themen im Durcheinander verschwinden: Ein Rechtsstaat darf sich nicht erpressen lassen. Ein Rechtsstaat muss seine Souveränität verteidigen. Ein Rechtsstaat darf keine fremden und erst recht keine rückwirkenden Gesetze verabschieden. Und: Es gibt eine Alternative, um Schweizer Banken vor der tödlichen Klagedrohung der USA zu schützen. Die Schweizerische Nationalbank kann für Betroffene das Dollar-Clearing übernehmen. Wenn man den klaren Blick bewahrt, wird es wieder durchschaubar. Das Parlament muss Nein sagen, der Bundesrat darf kein Notrecht anwenden. Alles andere führt aus dem Nebel in den Abgrund. …)“ Und am Schluss hopst ein Ja heraus? mehr => in Journal 21: „Heillose Verwirrung“

Mit der expansiven Geldpolitik sucht der „Baum Uncle Sam“ Kräfte aus der übrigen Welt abzusaugen. Gleichzeitig will er sich aber Parasiten entledigen, die sich in seinen schon mageren Speck gefressen haben. Schweizer Geldinstitute zählen nicht zu den „Kräftelieferanten“! Der Wind hat sich gedreht. Uncle Sam will das ihm Entgangene zurück. Kraft seiner Stärke haben sich Schuldige zu beugen und Strafen zu gewärtigen. Aus seiner Sicht handelt es sich um eine Rechtsangelegenheit und nicht um ein politisches Geschäft. Es ist demnach kein Deal, sondern ein Diktat. Was geschehen kann, wurde im Fall der Bank Wegelin aufgezeigt. => Bank Wegelin: Ende einer Ikone | bilanz.ch

Dem Diktat die Stirn bieten!Gegenwehr gegen die US-Erpressung ist möglich. Ganz einfach.“ => Mehr in Journal 21: Die nackte Kröte

Es gibt auch kritische Stimmen zu einem Schutzschild durch die SNB: TAGI: Nationalbank als Nothelfer im Steuerstreit? – Tages-Anzeiger

Wenn die USA einmal alle verlangten Daten haben, wird es schwierig. Sie werden die Banken kennen, die verwickelt sind und sie werden die Mitarbeiter kennen, die an den gesetzeswidrigen Geschäften beteiligt waren und sie werden wissen, welche Gelder wohin verschoben wurden. Dann kann die Justiz wirken! Betroffene Banken werden belangt. Sie könnten die Lizenz in den USA und somit das dortige Geschäft verlieren. Dies kann gar das „Aus“ bedeuten. Betroffene Angestellte können belangt werden. Viele werden in der Folge vom Arbeitsmarkt der Branche verschwinden.

Angesichts des weltweiten Lauschangriffs durch die USA ist es erstaunlich, dass ihnen noch Fragen zu beantworten sind. Sie sind in der Lage, Objekte bis auf die Einheit „Person“ auf der ganzen Welt zu orten und auszuschalten (Drohnen). Der US-Geheimdienst NSA hat praktisch uneingeschränkten Zugriff auf E-Mails, Fotos, Videos und Chats bei großen Internet-Konzernen wie Google, Facebook, Microsoft, Apple oder Yahoo. Es betreffe jedoch nur Daten von Nicht-Amerikanern, so der Geheimdienstkoordinator James Clapper. Dies geschieht alles unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung.

*) Die Welt:  29-Jähriger bekennt sich zu US-Daten-Spionage-Enthüllung

„(…) Der Autodidakt, …, heuerte als Computerspezialist bei der CIA an – und wurde neuerlich desillusioniert, nachdem er unter diplomatischem Cover in Genf erlebt hatte, wie CIA-Agenten Schweizer Banken ausspionieren wollten. …)“  

Alles nur Bluff? Sprengstoff in der aktuellen Polit-Lage: Edward Snowden, ehemaliger US-Agent berichtet über Undercover-Aktionen gegen Schweizer Banken. Muss der Fall Birkenfeld umgeschrieben werden? mehr => finews.ch: „Der CIA und der betrunkene Schweizer Banker“ „… es gibt nichts Neues unter der Sonne.“ Kohelet (Prediger Salomo). 

Inzwischen wird man in der Schweiz hellhörig!

„(…) Das EDA bestätigt gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet, dass Edward Snowden von März 2007 bis Februar 2009 als US-Botschaftsattaché bei der Uno in Genf tätig war. Das Schweizer Aussenministerium ruft in Erinnerung, dass die Aufgabe der Mitglieder der diplomatischen Vertretungen in Genf darin bestehe, ihre Länder bei den dort ansässigen internationalen Organisationen zu vertreten.

«Die Schweiz erwartet, dass sich die Mitglieder der diplomatischen Vertretungen in Bern und Genf an die Gesetze und Reglemente des Gastgeberlandes halten», teilt das EDA mit. Man habe Kenntnis von den Medienberichten. «Das EDA hat in einer diplomatischen Note die Botschaft der USA in Bern aufgefordert, Licht in diese Angelegenheit zu bringen», schreibt das Aussendepartement weiter. …)“

Wenn dem so ist: So macht es der feine Saubermann von der anderen Seite des grossen Teiches: Ein  US-Botschaftsattaché ist ein Papiertiger, der in Wirklichkeit CIA-Agent mit ganz anderen Aufgaben betraut ist, nämlich Schweizer Banken auszuspionieren. Der „Steuerstreit“ bekommt eine neue Dimension! Das passt zu Barack Obamas Bemühungen, dem chinesischen Staatschef XI zu vermitteln, dass die chinesischen Hackerangriffe auf Rüstungsfirmen der USA unerwünscht seien. Ein härteres Vorgehen gegen die Cyberspionage sei angezeigt.

Die USA haben nach dem 11. September 2001 den Patriot Act und den Foreign Intelligence Surveillance Act (– Wikipedia) beschlossen. Mit diesen Gesetzen können ihre Geheimdienste Cloud-Anbieter zwingen , Datensätze ausländischer Bürger offen zu legen. 

„(…) „Patriot Act. Nach diesem Gesetz werden Sie weggesperrt auf unbestimmte Zeit, ohne das Recht auf nur einen einzigen Anruf. Es reicht der Verdacht aus für eine „Begründung“, dass Sie terroristische Ideen haben. Oder eben einen Anruf von einem Verdächtigen unvorsichtiger Weise angenommen haben. …)“ (gesehen in🙂

Aktuelle Schätzungen gehen von rund 200.000 Mitarbeitern bei allen amerikanischen Geheimdiensten aus, das Gesamtbudget soll bei rund 30 Milliarden Dollar liegen. Ich neige zu behaupten, dass dies eine pessimistische Schaätzung ist!

Mit diesem Geld könnten die USA theoretisch den etwa 1,2 Milliarden Menschen, die mit mit weniger als 1,25 Dollar pro Tag leben müssen ihr Dasein wesentlich erleichtern *(Nach Definition der Weltbank ist extrem arm, wer pro Tag weniger als einen Euro zur Verfügung hat. Schätzungen zufolge lebten 2010 etwa 1,2 Milliarden Menschen in extremer Armut).

Wenn der grosse Bruder (=> Orwell 1984) den übrigen Staaten der Welt seine Gesetze aufzwingt darf die Frage gestellt werden, wer, wen terrorisiert! Irgend wann wird ein David die Steinschleuder hervorholen…

Es geht schliesslich um Wirtschaftsspionage, Verletzung des Datenschutzes, um Verletzung des Personendatenschutzes sowie Gesetzesbruch gegenüber dem Gastgeberland Schweiz, sprich Verletzung des Wiener Übereinkommens über die diplomatischen Beziehungen. Die Bundesanwaltschaft wird bestimmt aktiv in der Sache. Man verlange die Herausgabe der gesammelten Daten! Und man verbiete deren Verwendung. Man kann davon ausgehen, dass die USA gegenüber der Schweiz auf kriminelle Art Daten beschafft und auf deren Grundlage verhandelt oder verhandelt hat. Zuerst kriminelle Datenbeschaffung, dann Erpressung, ob so was in einen Rechtsstaat passt?
Wer also heute noch über unversteuertes Kapital irgendwo auf der Welt verfügt, sollte es bei einer US-amerikanischen Bank in den USA anlegen. Dort wird nicht gefragt – wenigstens so lange nicht, bis ein internationaler „Industriestandard“ gilt! Und dies kann noch dauern. Vorläufig ist der Datenaustausch nur im Einbahnverkehr vorgesehen. Es werden nur Fragen gestellt, wenn US-Bürger Geld im Ausland haben…  Da wären wir bei der Frage der Gleichbehandlung angelangt. Dies interessiert die USA jedoch nicht!

Tagesanzeiger:

«Ich würde nie über einen US-Service mailen»

Surfen ohne Big Brother; aber man gebe sich keinen Illusionen hin…!

Orwells «1984» wird dank NSA-Skandal zum Kassenschlager

personalblog:

*) 1,25 Dollar zu wenig um zu leben, zuviel um zu sterben

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1,25 Dollar zu wenig um zu leben, zuviel um zu sterben


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Ob das exponentielle Wachstum der Erdbevölkerung berücksichtigt wurde? Und wurde an die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen gedacht? Der Verteilkampf wird sich verstärken und die Armen werden noch mehr an den Rand gedrückt.

„(…) Extrem arm zu sein, das heißt: von weniger als 1,25 Dollar am Tag zu leben….

Nach Definition der Weltbank ist extrem arm, wer pro Tag weniger als einen Euro zur Verfügung hat. Schätzungen zufolge lebten 2010 etwa 1,2 Milliarden Menschen in extremer Armut, 870 Millionen hungerten jeden Tag. Rund 6,9 Millionen Kleinkinder sterben jährlich an Nahrungsmangel….)“ mehr in DW: „Weltbank will extreme Armut überwinden“

Verkehrte Welt: Im Gartenrestaurant bezahlt man in der Schweiz für ein „Rivella blau“ Fr.  4.90; macht beim Kurs von 0,929 = 5,27 Dollar. Ein „extrem“ Armer könnte sich also lediglich einen guten Schluck leisten…! Die extremen Topverdiener seien mal nicht erwähnt. Aber die EU-Parlamenatrier sind doch ein dankbares „Objekt“:

„(…) Die Legislaturperiode für EU-Parlamentarier dauert fünf Jahre. In diesen fünf Jahren «verdient» der EU-Parlamentarier gesamthaft 1‘070‘480 Euro. Ein EU-Durchschnittsverdiener muss 55 Jahre arbeiten, bis er auf die gleiche Summe kommt. Ein bulgarischer Durchschnittsverdiener muss gar 108 Jahre, ein polnischer 78 Jahre arbeiten, bis er die Summe des Legislatur-Gehalts seines Abgeordneten in Brüssel erreicht.

…Die Entlöhnung und Entschädigung für Parlamentarier ist von Land zu Land verschieden und wenig transparent. Die Mitglieder des Deutschen Bundestags erhalten einen Monatslohn von 12‘536 Euro, also 150‘430 Euro jährlich. Für ihr Büro erhalten sie weitere 26‘712 Euro pro Monat, also maximal 320‘500 Euro im Jahr….)“

Quelle: www.preisvergleich.de

Wer die „Früchte des Wachstums gerechter verteilen“ will, muss die Endlichkeit begreifen! Es werden Erinnerungen zur Einführung der Marktwirtschaft über einen »500-Tage-Plan« in der Sowjetunion wach. => Sowjetunion: Gorbatschows Politik der Erneuerung

Der Chef der Weltbank wird lange warten müssen bis die Armut ausgerottet ist, wenn dies überhaupt möglich ist! Er wird es kaum erleben!

Auch wenn Jean Ziegler (Wikipedia) glaubt, die Erde könnte 12 Milliarden Menschen ernähren, hat er längst nicht alle wichtigen Aspekte erwähnt (weitere Ansprüche und deren Folgen wie sauberes Wasser, Abwasserbewirtschaftung, Lebensstandard, Arbeit, Abholzung der Wälder, zunehmende Versteppung, Energieverbrauch, …). => „Wir lassen sie verhungern“ – Interview mit Jean Ziegler | bpb

Das globale Bevölkerungswachstum gerät ausser Kontrolle! Die Frage die es zu stellen gilt lautet: Will die Menschheit unkontrolliertes Wachstum und Kollaps oder will sie Existenz mit Einschränkungen. Der „Spiegel“ berichtet über eine Uno-Studie: Welt verliert Kampf gegen Klimawandel“

Passend zum Thema: Christopher Hamlin Martenson: Teil 3: Exponentielles Wachstum

SMS‘ Finanzblog: GMT+25:00


Bar jeder Vernunft – das Zocken geht auf vielen Ebenen weiter


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Im Finanzsektorsehr wurde und wird viel geschummelt. Doch schwarze Schafe gibt es in den meisten anderen Branchen auch. Erinnern wir uns an „Autohüzer“ von damals. Jene, die mit allen Wassern gewaschen waren. Sie überzogen durchgerostete Tür-Schwellen (tragende Elemente!) mit Alufolien und spritzten diese auf „Null Stunden“. Sie stellten „singende Differenzialgetriebe“ mit einem Öl-/Sägemehlgemisch ruhig. Andere verkauften eine saubere Wäsche des Motors als Totalrevision. Oder sie ersetzten Kohlebürsten einer Lichtmaschine und verkauften diese als Austauschprodukt. Sogar Mörtel wurde an durchgerosteten Stellen eingesetzt! Die Kilometer anzeige wurde entweder für längere Zeit abgehängt oder sie wurde mittels Bohrmaschine rückwärts gedreht… Der Chef selber ging mit diesen Krücken zur Kontrolle. Eine gute Flasche oder ein geheimnisvoller Umschlag wechselte ungesehen, je nach Umfang der kreativen Kriminalität, die Hände… Heute würden der TÜV oder die Fahrzeugkontrolle diesen Tricks nicht mehr auf den Leim gehen. Kommt dazu, dass gebrauchte Fahrzeuge der „hiesigen Umwelt zuliebe“ in den Export gehen. Dort sollen die alten Tricks weiterhin gut gedeien… Wer’s nicht glaubt, achte an Urlaubsdestinationen auf den ölverschmierten Boden, wo vor den Hotels die „Ankara-Taxis“ (Mercedes) parkieren. Es wäre noch der Kriminaltourismus zu erwähnen. Andere wiederum betreiben „dienstleistung“ im ältesten Gewerbe. Dabei wird von Menschenhandel nicht abgesehen. Auch das noch:

„(…)Die Familie des zypriotischen Staatspräsidenten Nikos Anastasiadis soll, drei Tage bevor die Entscheidung zur Zwangsabgabe fiel, Geld aus dem Land geschafft haben…)“ Anmerkung: Es gilt die Unschuldsvermutung…

Wer an der Drehscheibe steht hat mehr Informationen. Die zeigt ein Skandal in Frankreich auf: Staatschef François Hollande wusste, was alle wussten. Der Ex-Haushaltsminister Cahuzac besass ein Schwarzgeldkonto in der Schweiz. Mitgegangen, mitgefangen! Da nützen Erklärungsversuche des Präsidenten kaum mehr viel.

Eine andere Ebene

Hersteller lassen Produkte bewusst schnell altern

Eine deutsche Studie hat bewiesen, was viele Konsumenten befürchteten: Hersteller bauen in ihre Produkte absichtlich Fehler ein, damit diese früher kaputt gehen.

Ob billige Materialien in Waschmaschinen, nicht austauschbare Akkus in Zahnbürsten oder unersetzbare Teile in Glühbirnen: Gezielt werden Produkte so hergestellt, dass sie schneller altern und verfallen. Dieses Vorgehen nennt sich «geplante Obsoleszenz» und ist laut einer Studie von Professor Christian Kreiss und Stefan Schridde, die von den Grünen Deutschland in Auftrag gegeben wurde, eine weit verbreitete Methode. aus 20 Minuten

Zur Vertiefung: Konsumgüter: Der Defekt ist Teil des Geschäfts – Beobachter

Geplante Obsolenz

Die Politik, auch Aktionäre erwarten Wachstum. Die Geschäftsleitung und die oberen Kader wollen neben dem Salär einen saftigen Bonus… Anbieter drängen heute aus aller Welt in den Markt. Dumpingpreise machen die Situation nicht einfacher. Der Produzent will und muss seine Angestellten beschäftigen. Kunden wollen perfektere Geräte (Primat der Kundenwünsche). Wachstum wird durch u.a. Innovationen erreicht. Im rücksichtslosen Verdrängungswettbewerb wird Vorsprung gegenüber der Konkurrenz angestrebt und es müssen alle möglichen Vorteile ausgeschöpft werden. Bestehende Konstruktionen werden durch vergleichbare, bessere (?) ersetzt. Vielleicht hat gegenüber der Funktionalität jedoch nur das Design geändert. Es kann sich daher um eine schöpferischen Zerstörung handeln (Joseph Schumpeter). Effizient ist eine Innovation (Veränderung) dann, wenn sie dem Kunden einen Nutzen bringt.

Gelingt es, die Fertigung zu rationalisieren, kann der Gewinn so lange mitgenommen werden, bis die Konkurrenz mit tieferen Preisen daher kommt (Konkurrenzdruck).

Die Veränderungsgeschwindigkeit (Tempowettbewerb) kann durch Konkurrenz den Fertigungsyklus beeinflussen (verkürzen).

Schliesslich kann das gesamte Marktgeschehen so beeinflusst (manipuliert) werden, dass es sich auf Fertigungszyklen oder gar auf ganze Branchen auswirkt oder Branchen verschwinden lässt (Textilindustrie der Schweiz).

Schneller kaufen, schneller wegwerfen ist heute in. Nachhaltig ist es nicht. Der sorgsame Umgang mit natürlichen Ressourcen müsste Priorität haben. Billigprodukte sind oft teurer als Qualitätsprodukte – wenn alle Aspekte berücksichtigt werden. => Geplante Obsoleszenz: Schneller kaufen, noch schneller wegwerfen … 

Zwei grundsätzliche Überlegungen mögen vorliegen. Die erste: Sorgsamer Umgang mit Ressourcen. Der Verbrauch von Materialien wird minimiert. Eine hohe Lebensdauer ist das Ziel. Die zweite: Das Gerät wird so gut als nötig konzipiert. Es steigt aus, wenn es eine gewisse Lebensdauer erreicht oder den Zweck erfüllt hat. Es gibt Produkte die asu bestimmten Gründen nur einmal gebraucht werden dürfen.

Produkte mit Verfalldatum kennt man von den Nahrungsmitteln her. Das Ablaufdatum hat zwar etwas mit der Qualität (Frische) des Produkts zu tun, dient aber auch der Logistik, um geplant liefern zu können (Einkauf, Transport Verteilung). => Geplante Obsoleszenz: Produkte mit Verfallsdatum | c’t

Die geplante Obsoleszenz – Wikipedia ist also schon sehr lange bekannt. So lange mechanisch gefertigt wird, ist Verschleiss immer ein Begleiter. Werkzeuge, Apparate und Maschinen leiden darunter. Schon aus dieser Sicht kann eine neue Fertigung, bei der erkannte Nachteile eliminiert werden sollen, sinnvoll sein. Auch die Mode verändert sich schnell, so schnell, dass gelegentlich die Ideen ausgehen. Produkte kommen auf den Markt, die vor zwanzig Jahren schon „Mode“ waren.

Bedenklich wird es, wenn bewusst Schwachstellen eingebaut werden damit der Kunde hinters Licht geführt wird. (Drucker, Druckerpatronen, nicht einzeln auswechselbare Druckerpatronen, Geräte mit fest eingebauten Batterien, so dass die Lebensdauer der Batterie das „Alter“ des Geräts bestimmt, usw.). Dies geht schon Richtung gewebrbsmässigen Betrug. Auch fragwürdig ist es, minderwertiges Material einzusetzen. Allein dem Renditedruck nachzugeben ist nichtnachhaltig und der Marktdruck rechtfertigt dies nicht. => Geplante Obsoleszenz Grünen-Gutachten kritisiert verklebtes Macbook Pro

„(…) Die Initiative „Murks? Nein Danke“ kämpft gegen „geplante Obsoleszenz“. Der Begriff steht dafür, dass Hersteller Elektrogeräte so bauen, dass sich Reparaturen nicht lohnen beziehungsweise sie nach einem festgelegten Nutzungszyklus den Geist aufgeben. Um das nachzuweisen, sammelt sie derzeit Erfahrungsberichte – denn die Branche wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe. …)“  mehr: ZDNet/ IT Businass: „Streit um geplante Obsoleszenz: Ein Betriebswirt heizt den Herstellern ein“

Es wird auf verschiedenste Weise gzockt. Einmal ist es Pferdefleisch in der Lasagna. Ein anderes Mal sind es gefärbet Oliven…:

„(…) Gefärbte Oliven, gestreckter Kaffee und dieselben Kekse mal teuer, mal billig: Wenn Lebensmittelhersteller Kunden anschwindeln wollen, werden sie richtig kreativ. Viele der Machenschaften sind legal, Verbraucher bleiben ahnungslos zurück….)“ mehr in der Süddeutschen: „Die grössten Ernährungsschwindel

Der Spiegel: Allianz und Deutsche Bank wollen mit Nahrungsmitteln spekulieren .  Im Gegensatz dazu ist der Hunger weltweit stark verbreitet. =>

Global gesehen (=> Global Basic Income Fondation)

1 Kind unter 5 Jahren stirbt jede 6. Sekunde an Unterernährung
11 Kinder jede Minute …
600 Kinder jede Stunde …
15.000 Kinder jeden Tag …
5.6 Millionen Kinder jedes Jahr …

ARMUT

“… 1,4 Milliarden Menschen leben in extremer Armut – mehr als ein Viertel der Bevölkerung der Entwicklungsländer“

Die Anzahl Menschen die von weniger als 2 Dollar pro Tag lebt, nämlich 2,5 Milliarden Menschen, ist nahezu gleich geblieben in der Periode zwischen 1981 und 2005.

Quelle: Worldbank – Poverty data: A supplement to World Development Indicators 2008

*PPP

Die international gebräuchliche Norm für extreme Armut ist $1,25 2005 PPP pro Tag. Was bedeutet das?

PPP steht für “Purchasing Power Parity”: $1,25 2005 PPP ist die Kaufkraft von $1,25 in den USA im Jahr 2005. Das bedeutet, dass die 1,4 Milliarden Menschen die in extremer Armut leben, pro Tag weniger ausgeben können als was man in 2005 für 1,25 Dollar in den USA kaufen konnte….
mehr => Global Basic Income Fondation

Beispiel Zucker

„(…) Zucker ist so teuer wie seit 28 Jahren nicht mehr. An den internationalen Rohstoffbörsen wurden in den vergangenen Wochen neue Höchststände ermittelt, seit Jahresbeginn hat sich der Preis fast verdoppelt. Die Rally des süßen Rohstoffs ist dabei nicht nur auf ein geringeres Angebot wegen schlechter Ernten in Indien und Brasilien zurückzuführen. Vielmehr hat sich die Nachfrage in den vergangenen Monaten erheblich vergrößert, da aus Zucker immer öfter Ethanol als Bio-Treibstoff gewonnen wird. …)“ => News.de:  Zocken mit Zucker

Wie die Silber-Brüder, Chocfinger und Co. zocken (Handelsblatt)

„(…) Spekulanten treiben immer wieder ihr Unwesen im Rohstoffhandel. Einzelne Händler versuchen, die Märkte zu beeinflussen. Aber auch große Häuser mischen inzwischen mit. Wo die Finanzinvestoren zuschlagen….)“

  • Aluminium: Die Hütten in Sibirien oder Island produzieren derzeit auf Halde, die Nachfrage ist wegen der Konjunkturflaute gedämpft.
  • Spekulanten nutzen die Marktlage: Sie kaufen aktuell zum günstigen Preis physisches Aluminium. Dann verkaufen sie den Rohstoff über Terminbörsen wie die London Metal Exchange (LME) teuer weiter.
  • Bis zum vorgesehenen Liefertermin wird der Rohstoff eingelagert: Entweder in Hallen oder ganz billig auf offenem Gelände. Statt in Fabriken weiterverarbeitet zu werden, füllen sich weltweit die Lager. Die Aluminium-Hütten produzieren derweil weiter.
  • Auch beim Nickel spielen Spekulanten mit. Sie lagern das physische Metall ein und verkaufen es teurer zu einem späteren Termin. Finanzspekulanten streichen die Differenz zwischen dem aktuellen und dem künftigen Preis des Metalls ein.
  • Arbitrage-Geschäfte nach dem selben Prinzip liefen vor einigen Monaten auch im Kupfermarkt ab.
  • Auch viele Großbanken haben eine eigene Rohstoff-Handelsabteilung. so etwa Goldman Sachs. Zudem besitzt die Investmentbank einen der größten Lagerhausbetreiber für Grundgüter: Metro International Trade Services.
  • Besonders stark aktiv im Grundgüterhandel ist JP Morgan. Die US-Bank kaufte den Lagerhausbetreiber Henry Bath.
  • Das einst verruchte und geheimnisumwitterte Rohstoffhandelshaus Glencore sicherte sich ebenfalls einen Lagerhausbetreiber. Der Konzern mit Sitz im Schweizer Kanton Zug kaufte 2010 die italienische Pacorini-Gruppe für mehr als 200 Millionen Dollar.
  • Bereits 2008 und 2009 nutzen Hedge-Fonds und Finanzhäuser wie Morgan Stanley oder Barclays die günstige Preiskonstellation am Terminmarkt für Öl. Sie mieteten billig Schiffe oder Tanklager, pumpten Rohöl ein und verkauften den Treibstoff später teurer weiter.
  • Kakao-Verarbeitung in der Elfenbeinküste: Finanzspekulanten beeinflussen die Rohstoffmärkte. So trieb Hedge-Fonds-Manager Anthony Ward im Sommer 2010 den Kakaopreis in die Höhe. Er handelte sich damit den Spitznamen „Chocfinger“ ein. „Chocfinger“ war nicht der erste Rohstoff-Spekulant: In den 1970er Jahren trieben die Hunt-Brüder den Preis des Edelmetalls in die Höhe. Doch sie verzockten sich.
  • In den 1990er-Jahren versuchte der Chefhändler von japanischen Sumitomo Corporation, den Kupfermarkt zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Doch statt hoher Gewinne bescherte Yasuo Hamanaka (Archivbild) seinem Handelshaus einen Verlust in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar.

„(…) William Shakespeare war offenbar nicht nur einer der grössten britischen Schriftsteller seiner Zeit, sondern auch ein gewiefter Geschäftsmann. Um für sich und seine Familie das Überleben zu sichern, schreckte Shakespeare selbst während einer Hungersnot nicht vor rücksichtslosem Hamstern von Getreide und Steuerhinterziehung zurück und vergrösserte sein Vermögen als Geldverleiher….)“ Mehr => 20 Minuten „Shakespire war ein Abzocker“

Ob mit Wertpapieren, Zertifikaten, Währungen oder mit Rohstoffen gehandelt wird, die Anleger, Sparer oder die Verbraucher sind immer jene, die den Kürzeren ziehen. Dank dem computerisierten Hochfrequenzhandel () profitieren die Händler stets vorher. Wertpapiere werden im Sekunden- ja im Nanosekundentakt gekauft und verkauft. In Europa sollen es etwa 38%, in den USA gar um die 70% der an der Börse gehandelten Werte sein! Es wird aber nicht nur im grossen Stil abgeräumt (Goldman’s $4 Billion High Frequency Trading Wildcard). Es gibt auch Zocker, die auf die Nase fallen. Die Regulatoren kommen meist eine Runde später.  Nun soll dem

 
Auch eine Art zocken (aus dem Tagi)
Nach Einschätzung der EU-Kommission braucht die Gemeinschaft für 2013 11,2 Milliarden Euro mehr. Darf man annehmen, dass der 28.igste Mitgliedstaat einen kräftigen Startbeitrag leistet? Diesem wird der Zugang zu einem grossen Markt ermöglicht, er bekommt eine Vollkaskoversicherung in Form eines Rettungsschirms  und es werden grosse Beträge aus dem Strukturfonds abrufbar sein. Ausserdem besteht Personenfreizügigkeit für die Staatsangehörigen. Das Hauptproblem, dem Roma in Kroatien gegenüberstehen, ist die Aussichtslosigkeit, die kroatische Staatsbürgerschaft zu erlangen. Kroatien kann es bald lösen indem es die Romaproblematik via Personenfreizügigkeit in die übrige EU exportiert… 

Im EU-Haushalt klafft ein Elf-Milliarden-Loch. Wäre mehr leisten und gleichzeitig weniger ausgeben kein Rezept? Schwer zu sagen bei den hohen Arbeitslosenzahlen!

Die „Retter“ von Banken könnten ihre Energei besser verwenden, müssten Banken Prämien für die Vollkaskoversicherung durch das Volk bezahlen!
….
Es ist letztlich eine ethische Frage, ob, wie und mit was gezockt wird. Die Frage ist schnell beantwortet. So lange das Gesetz des Stärkeren oder Schnelleren gilt wird alles zu Profit gemacht, was möglich ist.
 

Die Ethik im Dienste der Zocker – WirtschaftsBlatt-Leitartikel – Wolfgang Unterhuber

Die Verursacher der Krise hielten sich an geltende Normen

…. Für den westlichen Kulturkreis mit seinen unterschiedlichen kapitalistischen Wirtschaftsformen wollen wir die Definition von Ulrich Thielemann, ehemals am Institut für Wirtschaftsethik St. Gallen, heranziehen. Ethisch wirtschaften bedeutet für ihn, einen Ausgleich zu finden. Einen Ausgleich zwischen den Interessen der Shareholder, Manager, Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter. Es ist kein Geheimnis, dass dieser Interessenausgleich längst nicht mehr funktioniert. „Profit über alles“ lautete das Motto der vergangenen Jahre. Ein Motto, das uns die größte Wirtschaftskrise seit den 30er-Jahren beschert hat. Das Dumme dabei ist nur, dass die großen Zocker innerhalb der gesetzlichen Spielregeln gehandelt haben. Die aktuelle Diskusssion über die Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken zeigt das deutlich. Im Rahmen des Gramm Leach-Bliley-Acts aus dem Jahre 1999 fielen alle bisherigen Trennungsregeln. Seither ist den Banken hemmungsloses Zocken im Dienste der Super-Rendite erlaubt.
Wer also die Verursacher der Krise hinter Gittern sehen will, tut sich schwer – es sei denn, sie haben kriminell gehandelt. Das Wesen einer einwandfreien ethischen Gesellschaft besteht auch darin, dass die geltenden juristischen Spielregeln eingehalten und bei Vergehen tatsächlich exekutiert werden. Wer schadhaftes Spekulantentum verhindern will, muss für die Zukunft also neue juristische Grundprinzipien umsetzen. Es spricht nicht wirklich für die westliche Gesellschaft, dass die Verursacher der Krise zwar hinlänglich verbal an den Pranger gestellt werden, dass aber noch immer nichts unternommen wurde, um ihnen das Handwerk zu legen. Das ist ein schweres moralisches Defizit. In der Konsequenz leidet darunter nicht nur der Glaube an die freie Marktwirtschaft, sondern auch der Glaube an die freie, offene, demokratische Gesellschaft. Dieser fehlende Glaube geht vor allem von denen aus, die durch die aktuelle Krise zu Schaden gekommen sind. Das sind die Millionen Arbeitnehmer, die ihre Jobs verloren haben und hunderttausende Unternehmen, die an den Rand des Abgrunds getrieben werden. Es ist die Pflicht der Politik und der Wirtschaft, diesen Menschen wieder Hoffnung zu schenken. Höchste Zeit für neue, saubere Spielregeln in der Wirtschaft. Quelle
Der westliche Kulturkreis ist angesprochen. In der Zukunft werden aber östliche Kulturkreise ihre Einflüsse verstärken. Diese müssen in künftige Betrachtungen einbezogen werden! Was nützen uns schöne Regeln, wenn ausserhalb und da wo künftig das grosse Geschehen stattfindet ein anderes Verständnis vorliegt? Ethisches Handeln ist nicht gefragt, obwohl immer wieder das Gegenteil behauptet wird. Wer es sich trotzdem auf die Fahne geschrieben hat, riskiert Kopf und Kragen, will sagen Job und Karriere.

 

Ein mutiger Ansatz
„(…) Den Namen Jeroen Dijsselbloem sollte man sich merken. Er ist Finanzminister der Niederlande und seit Kurzem Eurogruppenchef. Eigentlich nichts Besonderes – wenn, ja wenn er gegenüber der Financial Times nicht diesen folgenschweren Satz geäußert hätte: „Das Risiko vom Finanzsektor zu nehmen und es der Öffentlichkeit aufzubürden, ist nicht der richtige Ansatz.“ Es ging, wie so oft in diesen Tagen, wieder einmal um Zypern.  …)“ gesehen in WIWO
Dies sollten sich die Notenbanker unter den Nagel reissen! Sie enteignen Tag für Tag Millionen von Menschen. Legalisierte, organisierte Kriminalität? Man wird ihnen attestieren, dass sie innerhalb der Legalität gehandelt hätten… => Schwundgeld anstatt Rendite

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