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Covid, die neue Realität lässt auf sich warten

Covid: Die neue Realität ist noch nicht eingetroffen. Ich habe auch keine Lust über Pandemie und Covid zu schreiben. Da sind andere Schreibknechte und -mägde eifrig und über die Gebühr kräftig dran. Wasser in den Bach schütten ist nicht meine Absicht!

Nachdem man uns die Impftermine kurzfristig ausgesetzt hatte, haben wir nun die neuen. Somit  sind wir ab etwa Mitte April so weit, dass wir uns vorsichtig aus der selbst verordneten Quarantäne schleichen können.  Diese verliessen wir nur zum Einkaufen oder für besuche beim Arzt. Einkaufen: immer wenn möglich, wenn alle anderen am Arbeiten oder im Heimbüro sind. Was würden wohl die einstigen Hüter der Stempeluhr wohl sagen?

In der Produktion allerdings wird die Arbeitszeit immer noch erfasst. Sie dient der Kalkulation der Preise. Für einen Doppelschalter mit Steckdose habe ich eben rund Fr. 70.- bezahlt. Herstellungskosten: Geschätzt Fr. 4.-. „Jazz-Wisel“, er war ein excellenter „Schleifer“ ohne Berufsabschluss. Ob rund oder flach, er beherrschte die Tausendstel. Und er war effiziet. Klar er kannte auch das Lied des Schleifers:

Lied des Schleifers (frei nach odh)

Wir schleifen morgen, wir schleifen heut‘
wir schleifen wütend und erfreut,
wir schleifen ohne zu verzagen,
an allen sieben Wochentagen.

Wir schleifen teils aus purer Lust
mit Vorsatz teils, teils unbewusst.
Wir schleifen gut und auch bedingt,
weil schleifen immer Arbeit bringt.

Wir schleifen, was man schleifen kann
und stehen dabei unsern Mann.
Ist ein Plan auch gut gelungen,
bestimmt verträgt er Änderungen.

Wir schleifen resigniert und still
wie’s der Dreher haben will;
die Alten schleifen und die Jungen,
wir schleifen selbst die Änderungen.

Wir schleifen deshalb früh und spät
alles, was zu schleifen geht.
Wir schleifen heut‘ und jeder Zeit,
zum Denken bleibt uns wenig Zeit.

Sollten alle Stricke reissen
und Finanzhaie nach meiner Rente greifen
dann sollen die mit doch pfeifen
schliesslich muss man es noch schleifen.

Und wenn wir dann genug geschliffen,
dann haben wir uns auch verändert,
denn durch die ewige Schleiferei
geht unser Leben schnell vorbei.

Und steh’n wir dann am Himmelstor,
der alte Petrus steht davor;
dann ist’s soweit, jetzt bleibt’s dabei
vorbei ist’s mit der Schleiferei.

Well isch Bläch,
Und „Verywell“ isch Wällbläch –
Verzell doch doch nid sonigs Bläch,
Äch, de chènid ai  diè mièr pfeyffè
de tièmèr haut ai das nu schleyfè…!

In der Freizeit war Wisel Musikant und gab den Takt mit dem Schlagzeug an. Er sagte einst: „Und ist der Handel noch so klein, er bringt stets mehr als Arbeit ein!“. Nebenbei handelte er mit diversen Gegenständen. Der „Range“ reichte vom Condom über Autoakkus bis zu Produkten von Sadec (Malzpräparate ähnlich Ovomaltine und Gewürze). Ob er damit mehr verdiente als mit seiner täglichen Arbeit bei Pilatus, weiss ich nicht.

Es gibt Tätigkeiten, die kann man nicht mit der Stoppuhr messen. Im Konstruktionsbüro hiess es zu meiner Zeit: Der Termin ist dann festzulegen, wenn ich die Idee dazu habe…. Die Telephonistin arbeitet, auch wenn sie gerade nicht arbeitet! Bei ihr kommt es drauf an, ob sie im Stress die Prioritäten richtig setzt und Wartende geschickt warten lässt. Ich denke an die Telefonistin eines Spitals. Jene Person, der man nochZweitaufgaben zuteilte verstand das Setzen von Prioritäten auf ihre Weise.  Sie nützte die kleine Gelegenheit, sich Wichtigkeit zu verschaffen. Demonstrativ liess sie mich warten, bis sie Ihre Papiere eingeordnet hatte. Irgend wann riss der Nerv. Ich bat sie, die Priorität auf die schnelle Bedienung der Kunden zu lenken, ansonsten ich einen Stock höher nachfragen würde. Danach klappte es!

In einer vermehrt „virtuellen und verbürokratisierten Welt“ wird leicht vergessen, dass Nägel immer noch mit einem Hammer eingeschlagen werden und, dass für die Verkabelung neben Aushebemaschinen Pickel und Schaufel mit zwei Händen zu bedienen sind. Selbst die Sendemasten für die Bedienung der Handys benötigen ein stabiles Fundament, welches nicht (noch nicht) „gedruckt“ werden kann!

Es gibt Tätigkeiten, die kann man nicht mit der Stoppuhr messen. Im Konstruktionsbüro heisses zu meiner Zeit: Der Termin ist, wenn ich die Idee habe, zu bestimmen… Die Telephonistin arbeitet, auch wenn sie gerade nicht arbeitet! Bei ihr kommt es drauf an, ob sie im Stress die Prioritäten richtig setzt und Wartende geschickt warten lässt. Ich denke an die Telefonistin eines Spitals. Jene Person, der man noch Zweitaufgaben zuteilte verstand das Setzen von Prioritäten nicht. Demonstrativ liess sie mich warten, bis sie Ihre Papiere eingeordnet hatte. Irgend wann riss der Nerv. Ich bat sie die Priorität auf die schnelle Bedienung der Kunden zu lenken, ansonsten ich eine Stock höher nachfragen werde. Seither klappts!

In einer vermehrt „virtuellen und verbürokratisierten Welt“ wird leicht vergessen, dass Nägel immer noch mit einem Hammer eingeschlagen werden und dass für die Verkabelung neben Aushebemaschinen Pickel und Schaufel von zwei Händen zu bedienen sind. Selbst die Sendemasten für die Bedienung der Handys benötigen ein stabiles Fundament, welches nicht „gedruckt“ werden kann!

Ist den Scheriberlingen der ViertennGewalt im Staat betreffend Corona der Stoff ausgegangen, berichten sie, was die Welt nun alles müsse. Sie müsse innovativer werden, sie müsse sich digitalisieren, was das immer auch bedeuten soll.

Seelisberg, 20.2.21 Kirche mit Fronalpstock

Diese Kirche steht in Seelisberg. Ein Besuch: Du bist alleine in majestätischer Ruhe. Es war der Steinmetz der die Felsbrocken mit Hammer und Meissel richtete und damit Stille schaffte! Links der Kirche: der Fronalpstock, rechts der Rophaien über Flüelen, Ausgangspunkt für Föhnflüge in den Alpen.

Taufstein

Das dunkle Blau hat etwas beruhigendes an sich. Das hellere will jedoch aus den Mauern ausbrechen…. Ob dies mit der Kirchenpolitik der Katholiken zu tun hat?

Seelisberg Kirche innen
Resetkasten

Die Kirche wusste schon früh, wie Informationsbeschaffung zu betreiben war. Sie bediente sich der Beichte. Die Beichtstühle bezeichne ich als Resetkästen. Die Verfehlungen werden gebeichtet und durch die Absolution erlassen. Nun kann es wieder von vorne beginnen…!

Einer der Vorteile: Die Speicherbelastung (Gewissen) hält sich in Grenzen. Geistige Last abladen tut gut. Anders heisst es heute, man nehme an einer Supervision teil. Der Unterschied: Beim Pfarrer ist es kostenlos, beim Betriebspsychologen kostet der Tag im Minimum 1500 Franken, Resespesen nicht inbegriffen… Ist der Ansatz zu hoch, wird der Stundensatz geriber angesetzt und die Stundenzahl zum Ausgleich mit einem Faktor „X“ kompensiert. Die „Grosse Glocke“ weiss davon nichts…

Unweit der Kirche liegt ein schönes Stück Land. Kaum betreten ist ein Ambulanzhelikopter im Anflug. Der Pilot ist alleine.

Fliegende Ambulanz vom Birrfeld

Das Rätsel löste sich schnell. Er hätte da zwischen gelandet, weil er bald einige Leute oberhalb von Gersau abholen müsse. So läuft es mit der fliegenden Ambulanz. Sie muss sich mit Touristenflügen mitfinanzieren.

Seelisberg, eingepfercht

Auch in der Nähe der Kirche. Symbol: Die Rinder sind physisch eingesperrt, aber an der frischen Luft, unmittelbar neben dem Miststock. Das Fleisch wird unter IP Suisse verkauft…. In der „Kirche“ sind die Menschen geistig eingesperrt. Die „Wahrheit“ wir beim Osterfest verkündet: Wer daran glaubt, geht ins Himmelreich ein. Eine Win-Winsituation. Sie dient beiden: Dem Verführer und dem Verführten… Allerdings dauert die Win-Winsituation im Bistum Chur vielleicht noch 20 Jahre plus ein paar Überstunden. Leider finden sie und viele ihre Mitarbeitenden den Kontakt zur Basis nicht mehr. Die konservativeen Gipsköpfe gehen lieber unter als dass sie sich anpassen. Man geht mit der Zeit, sonst geht man mit der Zeit….

„(…) In der Schweiz wächst die Gruppe der Religionslosen am stärksten.

    • 28 Prozent aller über 15-Jährigen in der Schweiz gehören keiner Religionsgemeinschaft an. Das zeigen neue Zahlen des Bundes.

    • Es gibt damit mehr Konfessionslose als Evangelisch-Reformierte.

Vor 50 Jahren waren nahezu 100 Prozent aller Schweizerinnen und Schweizer entweder katholisch oder reformiert. Seither verlieren die Landeskirchen laufend Mitglieder, die reformierten schneller als die Katholiken. Heute ist noch knapp jeder vierte Einwohner der Schweiz reformiert, jeder dritte katholisch.

Die katholische Kirche ist somit die grösste Glaubensgemeinschaft des Landes, doch auf dem zweiten Platz folgen bereits die Religionslosen. Fast ein Drittel gehört laut der jüngsten Volkszählung des Bundesamts für Statistik keiner Religion an….)“ Quelle: SRF

Die Gotteshäuser aber will ich trotzdem haben! Kaum sonst wo, kann man sich in Ruhe und ungestört geistigen Ausflügen hingeben, als in einem Gotteshaus und sei es „nur“ eine Kapelle! Und über Abschnitte aus der Bibel, die ich selbst lesen kann, unverfälscht und frei von Lokalpolitik und Machtgerangel in der Hierarchie, lässt sich hier ungestört durch den Kopf gehen. Wenn die Frage nach Gott auftaucht, wird sie kaum zu beantworten sein. Den Einheitsgott gibt es nicht. Es gibt so viele Götter, wie es Monotheisten gibt, plus die weiteren…

„Fragt dich ein Hungernder: „Wo ist Gott?“, dann gib ihm Brot und sage: „Hier.“ 

Mahatma Gandhi

Der letzte Jass

Der Seebi (ich kannte ihn nicht) hat es hinter sich…. Er braucht den Resetkasten nicht mehr.Er hat den Letzten Jass für sich entschieden!

 

Jack Daniels

 

 

Nach so viel Geistigem brauch ich nun wirklich etwas Geistiges! Prost!