Kategorie-Archiv: 21 Rumänien

1 Martie – erster März – Mărțișor

Ein Mărțișor für Sie

1. März:  Ein roter Faden, ein anderer weiß Jahreszeiten aufgeteilt. Der nächste Sommer kommt wieder. Von mir das Beste!
Mărțișor
4-Blatt Klee

Doppelt gemoppelt, damit es bestimmt hält!

odh

Schweizer Prinzipien – längst vergessen?

Schweizer können von Rumänen jene Prinzipien wieder erlernen, die sie einst erfolgreich machten! Rumänien blickt auf eine über 6000 Jahre lange Kultur zurück. Man wird wohl etwas gelernt haben!

Selbst die Protestanten in der Schweiz sind sich der Sache nicht mehr sicher. Pfarrherren der evangelische Kirche bereitet sich auf die Kremation ihrer Konfession vor, sie verschwinde in der Bedeutungslosigkeit und habe keine Zukunft. Das sagte kein Geringerer als der reformierte Pfarrer Peter Ruch.

Martin Beglinger, NZZ-Redaktor und Protestant, geht in seinem Artikel «Wir Protestanten» in der neusten Ausgabe von «NZZ Geschichte“ (2/Juli 2015) der Frage nach, wie es zum Bild der fleissigen Protestanten und der faulen Katholiken kam, das auch in der aktuellen Schuldenkrise Griechenlands sichtbar wird. (sys)

…. Wie die Reformation die Schweiz zu einem der reichsten Länder machte. Und warum die Katholiken von heute die neuen Protestanten sind.

sinngemäss: „(…) Die fleissigen, protestantischen „Nordländer“ haben es weiter gebracht als die (faulen) katholischen Südländer. Die alten Konfessionsgrenzen existieren weiter. Während es in der Schweiz einen Röstigraben gibt kennt Europa einen Wohlstandsgraben. Die besten Triple-A Schuldner und die reichsten Länder sind protestantisch geprägte Länder im Norden. Am Schwanz der Aufzählung finden wir die katholischen Südländer und das orthodoxe Griechenland. Was die Korruption betrifft, verlaufen die Grenzen gleich….

…Fleissige Protestanten – faule Katholiken – ein alter Konflikt! – Die Calvinisten hatten 5, die Katholiken bis zu 70 Feiertagen pro Jahr! …)“

Es lohnt sich, Beglingers Gedankengängen zu folgen!

Nicht in einer „Denkfabrik“ sind die Erkenntnisse an die Oberfläche geschwemmt worden, auch nicht an einer Uni, auch nicht durch eine digitale Denkmaschine oder sonst durch wen oder wo in einer Tintenburg – nein, ein Sportjournalist ist drauf gekommen!

Brief aus Rumänien

Arbeit ersetzt das Ornament

(…) Catalin Tolontan ⋅ Um Stil und Taktik einer Fussballmannschaft zu verstehen, reicht es manchmal, ein Geschichtsbuch zu öffnen. Denn Stil und Taktik des rumänischen Teams lesen sich wie aus dem Geschichtsbuch der Schweiz. Geduld, Sie werden dieses Paradoxon schon noch verstehen!

In einer Ausgabe der «Eidgenössischen Zeitung» von 1859 stand wenige Jahre vor der Gründung des Bundesstaates zu lesen: «Von einer republikanischen Gemeinschaft kann man nicht erwarten, dass sie Kunstwerke hervorbringt, wie sie unter anderen politischen und sozialen Gestirnen entstehen. Für Zürich ist es eine unschätzbare Möglichkeit, dass hier statt dem, was nützlich und förderlich ist, keine sinnlosen architektonischen Ornamente möglich sind.»

Sparsamkeit, Nüchternheit und Bescheidenheit bezeichnet die Publizistin Joëlle Kuntz als Zürichs Grundwerte. Und genau diese Eigenschaften sollten Yann Sommer und Xherdan Shaqiri von Rumäniens Nationalteam erwarten. Die Mannschaft des ehrwürdigen Anghel Iordanescu reist nicht nach Frankreich, um der Fussballgeschichte ein Kunstkapitel hinzuzufügen. Nein, der Stil der Tricolorii bleibt nüchtern und zielgerichtet. Ohne Feuerwerk. Ohne Risiken.

Als Spanien kürzlich zu einem Testspiel nach Bukarest kam, endete die Partie torlos, und die Gäste können immer noch nicht sagen, ob man gespielt hat oder das Spiel abgesagt wurde, ohne dass man sie benachrichtigt hätte. «Selten gab es eine Mannschaft, die das Spiel so zumacht, wie die Rumänen das tun», schrieb die spanische Zeitung «Marca». Sie war höflich, meinte sie doch ein Team, das den Fussball abmurkst.

Warum spielt Rumänien so? Aus eben jenem Grund, den die «Eidgenössische Zeitung» vor so vielen Jahren formuliert hat: Von einer republikanischen Gemeinschaft sei nicht zu erwarten, dass sie aristokratische Gesten zeigt. Selbst zur Zeit der «goldenen Generation» war bei den Tricolorii die Defensive das taktische A und O. Zwar standen damals Gheorghe Hagi und Gheorghe Popescu von Real Madrid und dem FC Barcelona im Team, ihre technischen Eskapaden machten den Unterschied. Aber die Defensive und der Ballbesitz blieben die kulturelle Sozialisation, die den rumänischen Spielern Selbstsicherheit verlieh.

Mit dem heutigen Mangel an Stars bleibt Sparsamkeit erst recht die einzig valable Option auf dem Platz. Die Tricolorii fahren mit einem Team nach Frankreich, dessen Stars der Goalie Ciprian Tătăruşanu von Fiorentina und der Verteidiger Vlad Chiricheş von Napoli sind. Sonst ist die Mannschaft orientalisch angehaucht, mit Spielern, die in Israel, der Türkei, Bulgarien und im Persischen Golf auftreten. Nun denn, niemand soll einen Derwischtanz erwarten, das rumänische Nationalteam pflegt ein zielorientiertes Spiel, das auf Kampf setzt.

Gestern sind die Tricolorii ins Aostatal ins Trainingslager gefahren. Die fleissigen Bergler dort werden Augen machen. Denn heute ist kaum einer noch so sehr wie die rumänischen Spieler davon überzeugt, dass gradlinige Arbeit das schöne Ornament ersetzen kann.)“

Die NZZ berichtet in dieser Kolumne regelmässig aus den Ländern der Gruppengegner des Schweizer Fussballnationalteams an der EM 2016. Catalin Tolontan ist Rumäniens berühmtester Sportjournalist. –  NZZ vom 19. 05.15

Die Stichworte sind genannt, sie müssen lediglich befolgt werden! Wenn die Katholiken die neuen Protestanten sind, sind wir alle Protestanten.

Als ich als Stift am zweiten Protyp des Pilatus Porters HB-FAO ein Durchführungsloch im Brandspant, welches nachträglich angebracht werden musste, auf einen Zehntel Millimeter genau aber zwei Zentimeter daneben platzierte, fand ich einen gnädigen Vorgesetzten. Meister Hans Wahlen: Du hast zwei mal Glück gehabt. Erstens, weil Du es sofort gemeldet hast und zweitens, es ist ein Prototyp. Wir bestellen jetzt den Konstrukteur. Dieser wird die Zeichnung deinem „Werk“ anpassen. Ab heute sind dann alle diese Löcher am falschen Ort. Wenn alles gleich falsch ist, ist es wieder richtig!“

Alles gleich falsche = richtig – Protestanten und nacherzogene Katholiken = Protestanten…

 


Rumänien feiert heute den Geburtstag seiner Nationalhymne

Am 1. Dezember 1918, proklamierte Siebenbürgen die Vereinigung mit Rumänien. Der erste Dezember ist dann auch der Nationalfeiertag.Rumänien 1918

Rumänien 1918

Deșteaptă-te, române!, eine echte rumänische marseillaise“, ist seit dem 29 Juli 1848 die Nationalhymne. Der Text stammt von Andrei Mureșanu und wurde während der Rumänischen Revolution von 1848 verfasst und veröffentlicht, ursprünglich mit dem Titel Un răsunet (Ein Widerhall). Die Musik stammt von Gheorghe Ucenescu. Siehe auch: Kantor blog Rumänische Nationalhymne (Text: Andrei Mureșanu; Übersetzung: KMS)

Höre die aktuelle Hymne auf Youtube, die kleine Marseillaise

Die Hymne wurde erstmals in in râmnicu vâlcea , eine ruhige, saubere Stadt am Olt, gespielt! Die Ruhe mag täuschen! Die Stadt bekam den Übername: Hackerville“ Sie steht im Ruf, Welthauptstadt des Internet-Betrugs zu sein. Ein Hinweis dafür, dass es kreative Kräfte gibt, leider mit falscher Anwendung…

Der Kreis Vâlcea hat jedoch mehr zu bieten als ein paar „innovative“ Cyber-Gamer. Ich denke etwa an Călimănești, Băile Olănești oder Brezoi, von wo man im Valea Lotrului via Voineasa an den Lacul Vidra, einem Stausee. gelangt.

Voineasa machte mir vor acht Jahren den Eindruck, ein verlassenes Touristikgebiet zu sein. Inzwischen wurde investiert und während man in der wärmeren Zeit  ausgiebig in der Natur, so weit das Auge reicht, wandern kann, ist im Winter alles da, was sich Skisportler wünschen! => Skifahren Vidra-Transalpina-Voineasa

Als Freund Rumäniens sage ich: La mulţi ani (alles Gute zum Geburtstag) und noroc şi sănătate (Glück und Gesundheit)


Caritas bringt rumänisches Pflegepersonal in die Schweiz


Caritas-Direktor Hugo Fasel verspricht faire Arbeitsbedingungen. Das Pilotprojekt ist vorerst auf die Kantone Zürich, Zug und Luzern beschränkt. Die rumänischen Pflegefachleute verpflichten sich, nach ihrem dreimonatigen Einsatz in der Schweiz wieder – mindestens für drei Monate – als Krankenpflegerinnen beim Caritas-Spitex-Dienst in Rumänien zu arbeiten.

Caritas biete für die professionelle Betreuung korrekte Arbeitsbedingungen. Bruttolohn: 4400 Franken/Mt. Nach Abzug von Kost, Logis, aller Versicherungen und Steuern würden 2700 Franken aufs Lohnkonto in Rumänien überwiesen. Mit einem dreimonatigen Einsatz in der Schweiz verdienten die Pflegerinnen etwa so viel wie in einem Jahr in Rumänien.

Die Rundumbetreuung bedeute täglich je acht Stunden Arbeit, Freizeit und nächtliche Präsenz. Die Kosten für die Betreuung betragen für den Kunden 5500 Franken pro Monat. Zudem müssen Unterkunft in der Wohnung und Verpflegung angeboten werden. Die Betreuung durch die Caritas müsse, was die qualifizierte Pflege betrifft, weiterhin von der Spitex erbracht werden.

Warum braucht es die Spitex, wenn eine professionelle Betreuung zur Aufgabe gehören?

Die Betreuerinnen würden den Haushalt führen, Gesellschaft leisten und einfache Handreichungen für die Körperpflege ausüben. Die Begleitung der älteren Menschen für Besorgungen und Arztbesuche seien weiterer Bestandteil. Beobachtete Veränderungen  melden sie den Angehörigen oder der Caritas-Einsatzleitung. Zudem holen sie im Notfall Hilfe.

Im wesentlichen wird kopiert, was in Deutschland und auch in anderen Staaten seit langem Gang und gäbe ist. Dort allerdings waren Pflegende oft schwarz, „halbschwarz“ (von den Behörden mit geschlossenen Augen toleriert) oder offiziel angemeldet im Einsatz. Die Gesetzgebung wurde im Verlaufe der Zeit angepasst um Pflegekräfte wegen eines sich abzeichnenden Pflegenotstandes aus dem Ausland anstellen zu können. Oft hatten es Betroffene mit zweifelhaften „Vermittlern “ zu tun oder es wurden Adressen unter der Hand „gehandelt“ und wie es sich gehört, wurde dafür bezahlt (jeder lebt vom anderen)!

In der Schweiz hat man mit Pflegekräften aus RO, auch aus BG und anderen Oststaaten bereits seit lägerem Erfahrung. Anfänglich wurden die Pflegekräfte als Stagiaires für max. 18 Monate in Betagtenzentren, Altersheimen und Spitälern eingesetzt. Bedingung war, dass die Ausbildung durch das Schweizerische Rote Kreuz überprüft und mit entsprechender Vormeinung bestätigt wurde. Die Pflegefachkräfte mussten in ihrem Beruf eingesetzt werden. Sie wurden den AKP, bzw. DNII, bzw. HF gleich gestellt (ohne Anerkennung). Ein Ziel war es, sich erweiterte Sprachkenntnisse anzueignen und das berufliche Know How zu erweitern und zu vertiefen, um diese in der Heimat anzuwenden. Viele haben die Zeit genutzt und hier die Anerkennung beantragt und dies auch erhalten. Um Sprachprobleme zu vermeiden, wurden Kenntnisse mindestens vom Niveau B1 des europäischen Sprachenportfolios vorausgesetzt oder man hat beim Interview einen Sprachtest durchgeführt. Für die Berufs-Anerkennung muss es B2 sein. Mit der Personenfreizügigkeit, ausgedehnt auf BG und RO, wurden „Ehemalige“, die sich bewährt hatten erneut geholt. Heute leben davon viele mit ihren Familien in der Schweiz. Sie sind gut integriert und geschätzt.

Caritas spricht von Pflege- und von Betreuungspersonal. Das sind zwei Kategorien! Das Pflegepersonal (asistent medical generalist) hat eine Ausbildung im terziären Bereich, also mit Abitur bzw. Matura, während es auch in RO Pflegepersonal mit tieferer Ausbildung gibt. Die Erstgenannten verfügen über gute medizinische Kenntnisse. Der Bereich Pflege ist im Vergleich zu schweizerischen Verhältnissen marginal ausgebildet.

Der rumänische Staat hat für gute Ausbildungern gesorgt. Man muss feststellen, dass es Qualitätsunterschiede gibt. Es gibt Schulen, die früher nach deutschen Programmen ausbildeten. Heute sind einige dieser Schulen auf neuem Weg. Sie bieten gegen Geld „Schnellbleichen“ an. Die so Ausgebildeten sind für den deutschen Arbeitsmarkt bestimmt. Dort kommen sie als Hilspflegepersonal in den Einsatz.

Ob die verpflichtete Rückkehr in den Caritas-Dienst in RO funktionieren wird, muss sich erst noch erweisen. Die Arbeitsbedingungen und die Verdienstmöglichkeiten sind das Problem. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass es Rückkehrer gab.  Sie haben den Wiedereinstieg gemeistert. Und sie haben bewiesen, dass man im eigenen Land leben und arbeiten kann. Meist waren die Bande zu Familie und Bekannten die Motivation. Ein grosser Teil kehrte nicht mehr zurück! Von den Stagiaires waren es etwa 7%!

Es ist zu erwarten, dass jene, die nun eine Möglichkeit für drei Monate finden, sich über Beziehungen von Landsleuten in der Schweiz für andere, unbefristete Einsätze in Position bringen. Die Kündigungsfristen in RO beispielsweise betragen z.T. noch 2 Wochen, ansonsten einen Monat! Und die 3-Monate-Verpflichtung kann gut erfüllt werden.

Für die Einsätze von 3 Monaten brauchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer keine PK-Beiträge zu leisten. Nimmt man den Zusatzdienst der Spitex dazu, bleiben dem Kunden doch noch erhebliche Kosten, allerdings tiefer als einen „24-Stundeneinsatz“ durch die Spitex oder ähnlicher Organistionen!

Fazit / und was noch zu beachten wäre:

  • Mit den 3-Monateaufenthalten wird die „Völkerwanderung nach Westen“ gefördert.
  • Ein Teil wird nicht mehr zurück gehen, also untertauchen oder sich eine andere Anstellung nehmen. Andere werden zwar vorübergehend zurückkehren, dann aber  auf eigene Initiative wieder zurück kommen!
  • In den Herkunftsländern wird der Pflegenotstand zunehmen. Schon heute werden z.B. in Hermannstadt (Sibiu) Pflegekräfte aus China beschäftigt!
  • Die Frage der Pflege-Qualität in den Herkunfstländern müssen diese selber beantworten
  • Dass man in der Schweiz mit netto 2700 Fr./Mt ein Jahresgehalt in RO verdient müsste differenziert betrachtet werden. Die Lohnunterschiede sind sehr gross! Die Spannweite beträgt etwa zwischen 120 Fr. bis etwa 600 Fr./Mt. Arztpraxen auf dem Land fallen extrem auf!
  • Der rumänische Staat hat sich in den Bankrott gewirtschaftet. Nur mit Krediten des IMF zu happigen Bedingungen war das Überleben möglich. Die Regierung kürzte darauf die Löhne im öffentlichen Dienst um 25%, erhöhte die Mehrwertsteuer von 19 auf 24%, und erhöhte die Preise für Strom und Gas. Soziale Unruhen bis hin zu Streiks waren die Folge. Die privaten Betriebe haben sich weitgehend dem staatlichen Vorbild angepasst! Zwei Jahre später wurde die Lohnkürzung wieder aufgehoben. Etwa 1,2 Mio Staatsangestellte bekommen wieder den vollen Lohn. Aber etwa 200’000 Bedienstete im öffentlichen Dienst wurden entlassen! 
  • Einerseits werden gute Berufsleute abgezogen. Andererseits karren Hilfswerke grosse Mengen an Gütern regelmässig dort hin, unterstützen Suppenküchen, bauen Wasserversorgungen, betreiben Hospize und leisten finanzielle Unterstützung. Als Beispiel lernen Sie den Verein Papageno – Hilfe zur Selbsthilfe in Rumänien kennen!
  • Mehr als drei Millionen Rumänen arbeiten im Ausland! Viele lassen ihre Kinder zu Hause. Laut Schätzung der Unicef gibt es dadurch 350’000 „Euro-Waisen“ pro Jahr! Weil so viele Bürger aus wirtschaftlichen Gründen ins Ausland abgewandern, schafft der Staat auch Wirtschftsfüchtlinge. Damit ist darauf hingewiesen, dass Rumänien als Staat und letztlich die EU nicht funktionieren!
  • Schlieslich wird die EU weiter Kohäsionsmittel aus der Schweiz pressen… Der nächste Kandidat heisst Kroatien. Man ist sich gewohnt zu nehmen, gutgläubig glauben Schweizer Politiker, mit Geben könne man andere kaufen. Die Gutgläubigkeit wird knallhart ausgenützt! Man könnte es darauf ankommen lassen, bis die Schweiz einmal Bittstellerin ist! => In Erwartung der hohlen Hand – NZZ.ch, 09.01.2013  Die EU erwartet Gleichbehandlung aller ihrer Staaten. Dabei werden diese intern ungleich behandelt. z.B. haben nicht alle den Euro eingeführt, Ungarn ist de facto eine Diktatur, zumindest eine „Demokratur“!

„(…) Die Einkommensverteilung in der Europäischen Union (EU) ist viel ungleicher als die EU selbst angibt und ungleicher als etwa in Indien. Zwar ist ihre Messung schwierig, aber realistische Schätzungen zeigen eine erhebliche Ungleichheit, die aber seit 2005 abgenommen hat – trotz zunehmender Ungleichheit in den meisten Mitgliedsstaaten. Der Rückgang ist auf die Aufholprozesse in den ärmeren EU-Ländern zurückzuführen, die aber in der Finanzkrise ein jähes Ende erfuhren…)“ Mehr>

  • Obwohl innerhalb der EU Personenfreizügigkeit herrscht und die Schweiz diese auch eingeführt hat, muss der Forderung der WHO bezüglich Abwanderung von Berufskräften von armen zu reichen Ländern entsprechende Beachtung geschenkt werden.
  • Durchschnittliche Verdienste von Beschäftigten in Rumänien (nach Angaben der Deutschen Bundesagentur für Arbeit)
    Berufliche Position   Brutto-Monatsentgelt
    Geschäftsführung einer größeren Niederlassung  
    3.000-7.000 €
    Vertriebsleitung  
    3.000-3.000 €
    Ingenieur  
    800-1.200 €
    Programmierer  
    1.200-1.800 €
    Buchhalter  
    600-1.500 €
    Sekretärin mit Fremdsprachen  
    800- 1.200 €
    Facharbeiter  
    300- 500 €
    Kraftfahrer  
    300- 500 €

         Durchschnittslohn Gesundheitswesen: 1.261 RON (ca. 291€)

In Rumänien ist ein gesetzlicher Bruttomindestlohn vorgeschrieben. Dieser beträgt ab 1 Januar 2012: 700 RON. Für qualifizierte Mitarbeiter (Abitur, Berufsausbildung) beträgt der Bruttomindestlohn 840 Lei. Für Mitarbeiter mit Hochschulabschluss beträgt der Bruttomindestlohn 1400 Lei. Quelle: HG nr. 1225/2011 Ob der Mindestlohn tatsächlich ausgerichtet wird, darf bezweifelt werden!

Ein € 4.3197 RON (BNR Wechselkurs vom 30.12.2011), aktuell: 4,4109

Arbeitgeberanteile

(Stand 31.01.2012)
Sozialversicherung: 20,8%
Arbeitslosenversicherung: 0,5%
Krankenversicherung: 5,2%
Zusätzliche Krankenversicherung: 0,85%
Arbeitsunfall- und Berufskrankheitenversicherung: zwischen 0,15% und 0,85%
(Abhängig von der Haupttätigkeit des Unternehmens: siehe Liste)
Gehaltsgarantiefond: 0,25%

Gesamt: zwischen 27,75% und 28,45%

Arbeitnehmeranteile

(Stand 31.01.2012)
Sozialversicherung: 10,5%
Arbeitslosenversicherung: 0,5%
Krankenversicherung: 5,5%

Gesamt: 16,5%

Netto-Brutto und Brutto-Netto Gehaltsrechner für Rumänien.

Zuletzt aktualisiert am 31.01.2012; mehr =>

***

Führungskräfte versüssen sich gelegentlich ihre knappen Löhne damit, dass sie Stellenbewerber regelrecht ausnehmen. Es ist keine Seltenheit, dass jemand nach 3 Monaten Probezeit (ohne Lohn!) noch nicht einmal weiss, ob es zu einer Anstellung kommt oder nicht! Beim Antritt zur Probezeit gingen aber bereits 700 bis 1000 Euro über den Tisch…! Der zuständige Direktor, der Hauptabteilungsleiter und der Kassier teilen sich den Betrag. Solches passiert weniger in einer ländlichen Arztpraxis, als vielmehr an einem bekannten Uni-Spital, welches regelmässig vom Ausland unterstützt wird (Austausch von Wissen, Mitfinanzierung von teuren Geräten usw.). Niemand der Beteiligten stört sich daran. Es passiert ja alles „freiwillig“! Niemand muss etwas bezahlen. Die Wahl fällt einach auf jemanden der zahlungswillig ist! Man ist sich gewohnt zu nehmen, man ist sich gewohnt zu geben!  Angelegenheiten im Alltag mit Geld zu regeln ist Traditionregeln. Dass sich die Leute ins Ausland begeben wollen, liegt auf der Hand!

***

 

International recruitment of health personnel:

draft global code of practice

SIXTY-THIRD WORLD HEALTH ASSEMBLY A63/8, Provisional agenda item A63/8 11.5 15 April 2010

Um was es sich dabei handelt, sinngemäss:

Regeln gegen «Nurse-Drain»

(sda) Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will dem Trend entgegenwirken, dass Pflegepersonal aus armen in reiche Länder abwandert. Dazu verabschiedete die WHO-Generalversammlung am Freitag in Genf einen Leitfaden für die Anstellung von Personal im Gesundheitswesen.

Staaten und Arbeitgeber werden aufgefordert, fortan nicht mehr aktiv in armen Ländern medizinisches Personal zu rekrutieren. Ausländisches Personal sollte zudem die gleichen Rechte und Pflichten haben wie Einheimische.

Auch die Schweiz, wo ausländisches Personal im Gesundheitswesen stark vertreten ist, stimmte dem nicht bindenden Verhaltenskodex zu. Der Verabschiedung des Leitfadens gingen sechs Jahre Beratungszeit voraus.

Die Abwanderung von Gesundheitspersonal aus Entwicklungsländern in Industriestaaten habe alarmierende Ausmasse angenommen, hielt die WHO fest. Dies habe in den armen Ländern einen akuten Personalmangel im Gesundheitssektor zur Folge, insbesondere in den Ländern südlich der Sahara. ( NZZ 21. Mai 2010, 17:45, NZZ Online)

Originaltext: =>   International recruitment of health personnel – World Health

http://apps.who.int/gb/ebwha/pdf_files/WHA63/A63_8-en.pdf

Neben vielen Hilfswerken leistet auch der Staat Aufbauhilfe in RO!

Bis Dezember 2014 werden in Rumänien Projekte im Umfang von 181 Millionen Schweizer Franken zur Verminderung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten genehmigt.

Begleitet wird die Projektumsetzung vom Schweizer Schweizer Büro für die Umsetzung des Erweiterungsbeitrags in Bukarest, das in engem Kontakt mit der Nationalen Koordinationsstelle (NCU) im Ministerium der öffentlichen Finanzen steht. mehr =>

Die EU hat das Land zu früh „einverleibt“, da sind sich viele Kenner der Verhältnisse und Kritiker einig!

Aus dem personalblog:

24. 06. 2007 Korruption in Rumänien

 

Es lohnt sich nachwie vor sich mit  „Inconvenient Truth“ – „unbequeme Wahrheit“ zu befassen!

Beachten Sie das Finanzblog von SMS, aktuelles Thema: Nach- und querdenken: feel free

 


Die Richter und die Immunität


Ein Richter im Sog der Immunität

Kontroverse zwischen Strassburg und Bukarest um einen Korruptionsfall

Karl-Otto Sattler, Strassburg · Ein Korruptionsskandal, der in Rumänien Aufsehen erregt, könnte auch beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg für Unruhe sorgen. Gabriela Birsan, Richterin am rumänischen Obersten Gerichtshof, soll ebenso wie eine Kollegin angeblich in den Genuss teurer Auslandsreisen und in den Besitz wertvollen Schmucks gekommen sein, spendiert von einem Geschäftsmann in der Hoffnung auf einen günstigen Ausgang der gegen ihn laufenden Verfahren.

Wem gebührt Straffreiheit?

Die Ermittlungen in diesem Fall schlagen wegen einer Hausdurchsuchung Wellen bis zum Europarat, denn Birsans Gatte Corneliu amtiert am Menschenrechtsgerichtshof als rumänischer Richter. In dieser Funktion geniesst er Immunität, die laut dem Strassburger Gerichtspräsidenten Jean-Paul Costa auch Ehepartner und minderjährigen Nachwuchs einbezieht. Dieser bizarre Konflikt dürfte in der 50-jährigen Geschichte der höchsten juristischen Instanz Europas einmalig sein.

Im Zuge der Ermittlungen gegen die verdächtigen Richterinnen hatte die Staatsanwaltschaft in Rumänien eine Hausdurchsuchung bei Gabriela Birsan angeordnet. Doch diese lebt nicht allein in ihrer Wohnung, sondern zusammen mit ihrem Gatten – weshalb zwangsläufig auch dessen Bleibe durchsucht wurde, obwohl gegen ihn nichts vorliegt. Dieser Umstand rief Costa auf den Plan, der im Namen der Europarats-Richter die Durchsuchung beim rumänischen Kollegen als Verstoss gegen die Immunitätsregeln des Strassburger Gerichts kritisiert. Costa, ein französischer Jurist, betonte die Bedeutung dieser Immunität, die eine unabhängige und unparteiische Rechtsprechung garantieren soll. Bemerkenswerterweise erklärte Costa, dass sich die Immunität der 47 Richter auch auf deren Ehepartner und minderjährige Kinder erstrecke. Zur Verblüffung der rumänischen Öffentlichkeit hatte auch Gabriela Birsan mit diesem Argument gegen die Hausdurchsuchung protestiert.

Juristisches Neuland

Costa insistiert, dass allein der Gerichtshof die Immunität der Europarats-Richter aufheben könne. Er fordert die Bukarester Regierung auf, im Falle von Corneliu Birsan einen entsprechenden Antrag zu stellen und diesen zu begründen. Daran denken die Rumänen indes nicht. Stattdessen kontert die dortige Staatsanwaltschaft, die Immunität der Strassburger Richter beschränke sich auf deren Tätigkeit in Frankreich als Sitz des Gerichtshofs. Insofern habe die Hausdurchsuchung keine Folgen für die Arbeit Birsans beim Europarat.

Wie dieser Konflikt zwischen Strassburg und Bukarest gelöst werden soll, ist völlig offen. Praktisch ist es unmöglich, das Haus einer verheirateten Verdächtigen zu durchsuchen, ohne in die Wohnsphäre des Gatten einzudringen. Costa persönlich wird allerdings wohl keinen Ausweg aus dieser heiklen Affäre mehr finden müssen. Er nimmt Anfang November aus Altersgründen Abschied von Strassburg und übergibt die Präsidentschaft beim Gerichtshof dem Briten Nicolas Bratza, der sich dann als Erstes mit dieser delikaten Angelegenheit befassen darf. Quelle: NZZ vom 25.10. 11, S. 6

Neben dem Recht, gibt es die Justiz! Es gibt genügend Beispiele, die Recht und Justiz differenzieren so etwa:

„(…)Dominique Strauss-Kahn Das Recht siegt, die Justiz hat verloren. Strauss-Kahn ist frei – und erledigt. …)“

Gleichheit vor dem Gesetz?

Ethikunterricht 24.10.2011 · Nr. 12175

Urteil: Atheisten haben kein Recht auf Ethik

FREIBURG. (hpd) Das Recht auf staatlich garantierten Religionsunterricht steht im Grundgesetz, ein Recht auf Ethikunterricht lässt sich nirgends herleiten. Die Verfassung will Atheisten diskriminieren. So urteilte am Freitag das Verwaltungsgericht Freiburg. Es wies die Klage einer konfessionsfreien Mutter ab. Sie hatte eine ethisch-moralische Bildung für ihre nichtreligiösen Kinder als verfassungsrechtlich gesicherten Anspruch gesehen. Dem erteilten die Richter eine klare Absage. Die Klägerin erklärte, in Berufung gehen zu wollen. Quelle

Im Schweizer Arbeitsrecht kennen wir im Wesentlichen drei Zustände:

  • OR Art. 361: A. Unabänderlichkeit zuungunsten des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers
  • OR Art. 362 : B. Unabänderlichkeit zuungunsten des Arbeitnehmers
  • In allen anderen Fällen entscheidet der Richter.
Damit ist gesagt, dass der Gesetzestext jeweils Spielraum aufweist. Die Beurteilung erfolgt demnach von Fall zu Fall. Die Gerichtspraxis (Bundesgerichtsentscheide) werden berücksichtigt, sie können aber auch relativiert werden.
Zwar sagt die Bundesverfassung in Art.  8 / 1: Alle Menschen sind vor dem Gesetzt gleich.
Es braucht keine Hinweise, dass einige „gleicher“ sind.
Ist es verwunderlich, dass besorgte Bürger keine fremden Richter im eigenen Land wollen?
 
Wir werden künftig mit noch mehr fremden Rechts konfrontiert: Etwa mit balkanischer Buchhaltung oder mit Erpressung durch Grossmächte (Dem verstorbenen Bundesrat Jean Pascal Delamuraz würde heute kaum jemand widersprechen, wenn er sagen würde: „Die Schweiz wird erpresst!“).
 
So oder anders:

„(…) Jeder Rechtsanwalt weiss, dass Recht haben und Recht bekommen zwei verschiedene Paar Stiefel sind. Ähnlich ergeht es Menschen, die in die Kritik der Medien geraten. Und all denjenigen, die Emotionen mit Sachlichkeit begegnen wollen. Wer falsch liegt, ist der Unterlegene. Rechthaben wollen ist zu einer Volkskrankheit geworden. Warum? Weil jeder, der einen Fehler oder eine Fehleinschätzung begangen hat, zum Kreis der Verlierer gehört. Und damit zu einem Aussenseiter, manchmal zu einem gesellschaftlich Geächteten wird. Wer nicht Recht hat, zeigt Schwäche. So wenigstens beurteilt dies die Aussenwelt..)“ Mehr bei Martin Zenhäusern: Recht haben

*****

Die aktuellen Börsengerüchte von cash Guru »  finden Sie hier. 

Empfehlung: Lesen Sie das Finanzblog von Stephan Marti!


Bauernburg Râşnov


Ich kann an einem Tag tausend adeln und zu Rittern machen. Aber so mächtig bin ich nicht, daß ich in tausend Jahren einen Gelehrten machen könnte.

Kaiser Sigismund von Luxemburg

 

 

 

 

 

 Kaiser Sigismund von Luxemburg

Fährt man mit dem Auto von Bukarest via PloestiBrasov nach Sibiu, bekommt man eine weitere Lektion von der landschaftlichen Vielfalt, welche dieses Land zu bieten hat. 

Bukarest: „Haus des Volkes„.(=> Perlentaucher). Das zweitgrösste Parlamentsgebäude der Welt. Es gehört einem Staat, der heute ohne Hilfe von aussen bankrott wäre. Die Anlage ist eindrücklich wenn auch beim genauen Hinsehen, nicht alle Steine so sehr aufeinander passen. Die Verwandten der Rumänen, die Römer, konnten dies besser. Das kann man sowohl in Nordafrika, aber auch in Rom selber vergleichen! Die alten Steinmetze waren totz primitiverem Werkzeug genauer!, Foto: © H. Odermatt 
 
 

In Bukarest, hatten einige Gebäude schon bessere Zeiten erlebt. Aber es wird viel „saniert“, oft nur mit dem Pinsel. Die Immobilien wechseln die Hand – legal oder anders. Liegenschaften werden auch mit gefälschten Papieren unter den Nagel gerissen. Die richtigen Eigentümer haben oft das Nachsehen, weil sie nicht nur gegen Unrecht, sondern auch noch gegen korrupte Beamte zu kämpfen haben. Anwälte haben sich darauf spezialisiert, Investoren und Spekulanten zu beraten. Wer schlecht beraten ist, wird ausgenommen wie eine träge Gans! So wird einerseits „Wachstum“ und andererseits Verarmung produziert.

 

Bukarest: Am alten Glanz wird kräftig poliert! Foto: © H. Odermatt 
 
 

Bukarest, „Klein Paris“, Foto: …..romanian-biketour.at/Bukarest

Während zwischen Bukarest und noch über Ploesti hinaus für uns schier unendlich anmutende Ebenen dominieren, wo es neben Meeren von Sonnenblumenkulturen auch riesige Magerwiesen zu bestaunen gibt, nimmt die Landschaft später gebirgige Formen an.

An Ploesti vorbei, Foto: © H. Odermatt  

  

Nach Ploesti, ein Meer voller Sonnenblumen,Foto: © H. Odermatt 

Wir machten den ersten „Marschhalt“ in Sinaia

Hier ist mir besonders das orthodoxe Kloster aufgefallen. Der Name Sinaia soll mit dem Berg Sinai aus der Bibel eine Verbindung haben. Das Kloster wurde 1695 gegründet. Heute leben noch zwei Hände voll rumänisch-orthodoxer Mönche dort. 

    

 Kloster Sinaia, Foto: © H. Odermatt

 

In Sinaia mit Sabine Wiederkehr, Irina Dan und…? Foto: © H. Odermatt 

        

 Kloster Sinaia, Innenhof, Foto: © H. Odermatt

Kloster Sinaia, erbaut am Ende des 17. Jahrhunderts als viereckige Festung mit mächtigen Mauern im Brâncoveanu-Stil. Gestiftet wurde das Kloster von Mihail Cantakuzino. Die große Kirche und die Zellengebäude stammen aus dem 19. Jahrhundert. Foto: © H. Odermatt  

Etwas nordöstlich der Stadt liegt das  Schloss Peleş. Es wurde zwischen 1873 und 1883 für König Carol I. von Rumänien erbaut. 

Peles, Foto: © H. Odermatt

Peles, Foto: © H. Odermatt

 

Peles, Foto: © H. Odermatt
 
 
          Sorgfältig gechmiedet: Glocke an der Pforte, funktioniert ohne Strom! Peles,                Foto: © H. Odermatt

Wenn man die alte Stadt Brasov (Kronstadt) umfährt, befindet man sich vorerst auf ebenem Gelände, welches bald von kleinen Hügeln gesäumt  wird. Nach der Durchfahrt eines kleineren Dorfes, wird mein Blick auf eine Burg fixiert. Diese thront majestätisch über dem Gebiet. Es handelt sich um die „Rosenburg“ von Rosenau oder Râşnov.

Die Rosenburg auf dem mittleren Hügel erscheint bescheidener, als sie es ist! Foto: © H. Odermatt

Râşnov, aus dieser Sicht zeigt sich die Festung schon sehr eindrücklich, Foto: © H. Odermatt 

Das wahre Ausmass zeigt diese Aufnahme aus der Luft
 
Die Burg Rasnov wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Ab 1335 kamen als Verstärkung Mauern, Türme und Schutzwälle dazu. Anfänglich war die Festung aus Holz gebaut. Es war der Orden der teutonischen Ritter (Ordo Teutonicus für den Deutschen Orden), welcher die Burg erbaute. Sie wurde zum Schutz vor der türkischen Invasion erbaut. Der ungarische König Ludwig der Große brachte deutsche Siedler (die siebenbürgischen Sachsen) ins Gebiet, um dieses zu urbanisieren. Um diese, und vor allem das Land zu verteidigen, brachte er auch teutonische Ritter her. Diese konnten aber lediglich über etwa 14 Jahre wirken. Danach ereilte sie das Schicksal vieler Vögte, sie wurden verjagt. Das Gebiet war offenbar strategisch wichtig, liegt doch nur etwa 15 km südöstlich der Rosenburg das Schloss Bran, auf dem  Vlad III. Drăculea regiert haben soll.
Übrigens: die Deutschen Orden wirken bis in die heutige Zeit, mehr als man gemeinhin annimmt, nach!

Die Burg Rasnov ist eine weitläufige Festung, in der sich ein ganzes Dorf verstecken konnte. Hinter ihren Mauern befinden sich 30 kleine Häuser. In der Gegenwart ist die Burg Rasnov komplett renoviert und der Öffentlichkeit frei zugänglich. 

Die Stadt Rasnov trägt die historische Bezeichnung ,,Komidava”. Schon der Geograph  Ptolemeus aus dem ägyptischen Alexandrien soll die ,,Polis” (die Stadt) aus der Provinz Dacia erwähnt haben. mehr von „zenophotos“: …Rosenau (DE) – Geschichte der Stadt…

Auf der weiteren Fahrt werden etwa Weidenbach (Ghimbav), Făgăraş, Porumbacu de Jos und Avrig passiert, bevor man in Sibiu ankommt.

Motorradfahrern ist die Transfăgărăşan – Hochstrasse zu empfehlen. Sie  ist das „Stilfser Joch“ von Rumänien und laut Jeremy Clarkson von Top Gear : „best road in the world“ !

Etwas ausserhalb von Porumbacu de Sus, an einem Bach, gibt es, wenn man zur rechten Zeit dort ist, etwas Leckeres vom Grill! Vorher wird aber im kleinen Dorf noch Bier eingekauft…

Porumbacu de Sus, ein typisches Dorf auf dem Land, Foto: © H. Odermatt 
 
 
Ist der Ort noch so klein, Platz für eine Kirche ist immer da. Foto: © H. Odermatt  
 
 

Man lebt nicht nur um zu arbeiten…  Foto: © H. Odermatt 

 

Dorin (rechts und sein Schwager, der Gastgeber haben einen Zigeunerspiess à la chef de maison vorbereitet… Foto: © H. Odermatt 

 

Ein „Traumhaus“ im Wald direkt an einem Bach… es wird noch gebaut, eines nach dem anderen… Foto: © H. Odermatt  

 

Es war einmal… Oana, sie hat mir ihr grosses Geheimnis verraten – sie hat im Bach sehr schöne Steine gefunden und diese an geheimem Ort aufbewahrt…

 

Inzwischen ist Oana eine talentierte Freizeitfotographin geworden – und sie hat mir ein zweites Geheimnis anvertraut…

Die Gastfreundschaft und die schönen Landschaften passen jedoch zu vielem was im Land passiert nicht. Z.B.: die Enteignung von Privateigentum und wie man heute damit umgeht. Man lese: Verhinderung der Restitution konfiszierter Grundstücke…

auch Willkür durch den Staat:

„(…) Als Besitzer von Haus und Grundstück die uns vom rumänischen Staat „in mod abuziv si fara titlu“ genommen wurden sind wir durch ein Gesetz (10/ 2001), welches seine Gültigkeit weniger als ein Jahr hatte, entschädigungslos enteignet worden.

Die jetzigen Bewohner sind über Nacht Eigentümer von unserem Vermögen geworden. Für diese Leute gelten keine Gesetze nur weil sie aus dem kommunistischen Regime, nach der Wende an der Macht geblieben sind. Sie haben sich alles aufgeteilt und genommen, was zum nehmen war und werden auch nicht bestraft. …)“ => Brief von Frau Marianne Hager und Herrn Richard Krauss: Opfer des Bürgermeisters…

Staatliche Schikanen:

(…) Meine Frau, die inzwischen verstorben ist, war krank und wir erhielten 1981 keinen Besuchspass in die Bundesrepublik Deutschland. Für die Ausreise mit Besuchspässen mussten wir an die Schergen Ceausescus 3.0000 DM zahlen. Dieses ist auch ein Kapitel das auf Aufarbeitung wartet.

Das Haus wurde Anfang 1930 gebaut, und da man während der letzten Jahren keine Renovierungen vorgenommen hat, wird eine rumänische Kommission dort voraussichtlich erklären, es sei nahezu wertlos. Man bleibt dann auch noch auf den Kosten für diese Kommission sitzen…

Die beim Treffen des Arbeitskreises Restitution in München von einem Juristen gemachte Aussage, dass Rumänien ein Rechtsstaat ist und die Gesetze gut seien, bloß mangele es an der korrekten Umsetzung durch die lokalen Behörden, hilft mir wenig.  …)“. Schilderung des Herrn Reimar Hedwig: => Schikanen auf lokaler Ebene

Jeder riecht Geld und damit Macht. Jeder lebt vom anderen. Wer schneller ist hat gewonnen… Um dieses System am Leben zu halten werden Unsummen an Geld in einen maoroden Staat gepumpt mit der Begründung „erweiterter Märkte“. Dafür war also die Kohäsionsmilliarde der Schweiz an die EU gedacht! Und dafür muss der bankrotte Staat fremdes Geld annehmen, während einige Einflussreiche für sich abzweigen, was ihnen gerade recht ist.

Weiter auf der Strecke begenet uns etwa Weidenbach (Ghimbav), Făgăraş , Avrig, Porumbacu, bevor man schliesslich in Sibiu ankommt.

*****

 © CHO Consulting Herbert Odermatt, Flüelistrasse 25, CH 6072 Sachseln 

Tel: +41 41 660 39 79, FAX :+41 41 661 17 00

Mail: cho-consulting(at)bluewin.ch

*****

Cash Guru:

Guru,  Alfred Herbert

  • 03. 03. 2010: Wall Street konsolidiert – Europa wird folgen !

Holcim – Analysten leicht enttäuscht: Dividende unverändert CHF 1.50. Zuversicht: „Holcim wird gestärkt antreten und wieder auf den langfristigen Wachstumspfad einschwenken…“ Clariden Leu ist zuversichtlich und setzt Kursziel auf 83.

Adecco – klar über den Analystenerwartungen. Umsatz 2009 minus 26pc, aber im 4.Q. deutliche Trendumkehr. Dividende wird halbiert auf 0.75 (1.50).
 
  • 04. 03. 2010: Vorbörslicher Schwächeanfall!

Tecan – Umsatz 2009 392 Millionen (396), Reingewinn verdoppelt auf 49,3 Millionen Franken (25,6), Dividende wird auf einen Franken (0.90) aufgestockt.

Goldbach Medien – 2009 Umsatz plus 15pc, Gewinn wegen Rumänien-Abschreiber gedrückt, Dividende Chf 0.63. Gesellschaft für 2010 positiv gestimmt.
 
  • 05. 03. 2010: Bellevue Group – die Kursrakete

UBS – Singapur-Staatsfonds GIC hat per heute seine Wandelanleihe in Aktien gewandelt. Verliert auf seiner Position bisher coole 5 Milliarden Dollar. Hält jetzt 6,6 Prozent der UBS. Trotzig: „Wir halten die Aktien als langfristiges Engagement“.

Siegfried – 2009 Umsatz minus 2,2pc, Verlust 35,3 Millionen Franken, Dividende wird ausfallen.
 
  •  08. 03.2010:SMI 7000 im Visier!

Kaba – 1.Hj 2009/2010: trotz leichtem Umsatzrückgang Gewinn plus 3,8pc. Fürs ganze Jahr zweistellige EBIT-Marge und anhaltend hoher Free Cashflow erwartet. Zahlen über Analystenerwartungen.

Nobel Biocare – amerikanische Beteiligungsgesellschaft outet sich als Nobel-Biocare-Aktionär. Hält bereits 5pc und wird – so Insider – sicherlich weiter kaufen!
 
  • 09. 03. 2010: Schweizer Börse sieht am besten aus!

Vögele  – Gewinn 2009 unter den Erwartungen der Analysten.

Bank Linth – 2009 Rekordgewinn plus 12pc auf 22,9 Millionen Franken. Unveränderte Dividende 12 Franken als steuerfreie Nennwertrückzahlung. Gedämpfte Aussichten für 2010.
  • 10. 03. 10: Vorerst ohne Trend!

    Ascom – 2009 verdreifacht den Gewinn! Von 8,2 auf 24,4 Millionen Franken. Keine Dividende, Geld soll reinvestiert werden. Weiteres zweistelliges Wachstum angesagt, aber vorerst keine Kapitalerhöhung notwendig! UBS stuft Kaufen ein, sieht 15.

    Swisslog – 2009 Umsatz leicht rückläufig, Gewinn mit 17,7 Millionen Franken (17,9) praktisch unverändert. „2010 wird anspruchsvoll werden, wir bleiben in unserem Ausblick vorsichtig.“ 2009-Dividende  unverändert 2 Rappen pro Aktie.  

Mehr unter: cash Guru »


Stradivari – sucht Liebhaberin / Liebhaber ©


Weil bekannt ist, dass echte Stradivaris in ganz anderen Preissegmenten gehandelt werden, machte es stutzig. Mindestens eine Million Euro muss man heute für eine echte Stradivari hinblättern! Ich wies ich auf diesen Umstand hin. Um an der richtigen Stelle ins Geschäft zu kommen, müsste mehr über die Geschichte dieser „Stradivarius“ in Erfahrung zu bringen sein. Die Rückantwort kam postwendend. Es gebe ein Echtheitszertifikat. Dieses müsse jedoch notariell beglaubigt übersetzt werden. Man werde sich informieren und dokumentieren und die nötigen Anstrengungen unternehmen. Es wäre zeitaufwändig weil man Sachverständige suchen müsse und es mit Kosten verbunden. sei. Geduld sei angesagt. In der Folge verlief die Sache im Sand… Offenbar haben die Anbieter selber gemerkt, dass etwas faul an der Sache war. Oder ihr durchsichtiges Handeln war zu durchsichtig.
 

Das Instrument sei gut erhalten und es exisiere ein „Echtheitszertifikat“

Ein Echtheitszertifikat kann wohl bestehen, aber es muss noch lange nicht eine Stradivari sein…  

Ein gut gemeintes Foto bei schlechtem Licht sagt zu wenig aus!

 

Die gezeigte Qualität sieht nicht besonders nach der Handschrift des alten Meisters aus!

 

Ob das „Gemüse“ im Hintergrund die Glaubwürdigkeit erhöht?

 

Eine schöne Hülle macht noch keine Stradivari aus…
.

Wer vorgibt, eine Stradivari zu haben, muss auf Fragen gefasst sein und gute Antworten haben! Eine nur annähernd als echt vermutete Violine, die eine Stradivari sein könnte, hätte kaum den Weg zu mir gefunden…

Die Schlaumeier könnten sich im Internet orientieren. Da gibt es verschiedenste Angebote.

Man sehe sich z.B. bei Christie’s um:  …Christie’s Auction features a 1729 Stradivari Violin, „Solomon, Ex-Lambert“…

Ees so nicht par tout sein, wie wenn man einem Strassenhändler eine Rolex abkauft….

Geige von Antonio Stradivari (1686) im Schwingungslabor von Martin Schleske, Meisteratelier für Geigenbau.

Das aus Rumänien stammende „Angebot“ würde einem Vergleich mit einer echten Stradivari kaum das Wasser reichen! Der optische Eindruck und auch die Fertigung lassen grosse Unterschiede erkennen.

 – [ Diese Seite übersetzen ]VAND ICOANA RUSEASCA VECHE DE 300 ANI! VAND ICOANA RUSEASCA DIN SEC.17, …. vand vioara germana veche , model stradivarius , 4/4, cantata destul de des
www.aaz.ro/vanzari/4/vioara-ruseasca-veche

Tagesanzeiger: … gestohlene Stradivari in Rumänien aufgetaucht…

Die Welt: …Warum Stradivaris so kostbar sind…

Das Lied welches die Minstrels zum besten gaben, kam auch ohne Stradivari sehr gut an:

Grüezi wohl Frau Stirnimaa

Ja
Grüezi wohl
Frau Stirnimaa
säged Si wie läbed Si
wie sind Si au so draa?
Grüezi wohl
Frau Stirnimaa
säged Si wie läbed Si
wie gaht’s däm ihrem Maa?
Ja
Grüezi wohl
Frau Stirnimaa
säged Si wie läbed Si
wie sind Si au so draa?
Grüezi wohl
Frau Stirnimaa
säged Si
wie sind Si au so draa? Hi!
Jaei!

Auch bei „Grüezi wohl Frau Stirnimaa“ ging es um den Ursprung der Melodie (Urheberrecht). Der Musiker Gabriel Käslin, genannt „GK“ aus Beckenried spielte diese (Schäfli-Schottisch) schon, als es die Minstrels (=> „mueseumfürlebensgeschichten“) noch gar nicht gab. Trotzdem, die Minstrels gefielenund die Fiedel (viora) kam sehr gut zum Ausdruck!

„(…) Den grössten Erfolg hatte damals die Zürcher Gruppe Minstrels, die sich den «Schäfli-Schottisch» von Gabriel Käslin vornahm und ihre Interpretation, versehen mit dem Text «Grüezi wohl Frau Stirnimaa», zum Hit machte, den noch heute die meisten Schweizerinnen und Schweizer kennen. …)“ (=> martinhauzenberger)

Die Herkunft

„(…) Woher die Melodie stammt, ist unbekannt. Zum ersten Mal ist sie als «Schäfli-Schottisch» imRepertoire der Kapelle des Musikanten Gabriel Käslin aus Beckenried nachzuweisen, welcher die Melodie um 1900 aufschrieb. Da Käslin während seiner Wanderzeit als Gerbergeselle weit in Europa herumgekommen war, könnte er die Melodie mitgebracht haben. Der Titel aus dem Baselland deutet auf deutschen Ursprung hin.
Diese kleine Texterweiterung hatte grosse Konsequenzen. Es wurde nämlich die Frage diskutiert, wie weit die neue Form eine Neuschöpfung und damit tantiemenwürdig sei. Dass mehr als dreissig Jahre später der Schlager immer noch ein Thema ist, beweist eine Anfrage, die ich vor drei Jahren von einer Musikfirma aus Wuppertal erhielt. Diese hatte die Melodie auf einem Tonträger eingespielt und bekam Schwierigkeiten mit der Urheberrechtsorganisation und wollte nun von mir wissen, ob der Text traditionell oder neu sei! Im Korrespondenzblatt der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde befasste sich 1971 ein Aufsatz mit dem Phänomen dieses Schlagers. (=> GVS-Bulletin)

*****

Noch aktuell: Service-Mitarbeiterin gesucht   

© CHO Consulting Herbert Odermatt, Flüelistrasse 25, CH 6072 Sachseln 

Tel: +41 41 660 39 79, FAX :+41 41 661 17 00

Mail: cho-consulting(at)bluewin.ch

Portrait/Kontakt 

*****

Cash Guru:

Guru, Alfred Herbert

02. 02. 2010: Datenklau ist der Börsentalk des Tages!

Datenklau I – die vielen Händler- und Bankerkommentare von heute früh lassen sich hier nicht festhalten. Sie sind alle giftig, spitzig, zynisch und abwertend. „Weltmeister der Hehler“ ist gerade noch ein sanfter Grenzfall. „Frau Merkel hat mit einem Satz den Goodwill der Schweizer für zehn Jahre zerschlagen…“ bedauert ein besonnener Banker.

Datenklau II – Die „Frankfurter Allgemeine“ meldet, betroffen sie diesmal die Credit Suisse. Der Fall ufert aus… Die Credit Suisse konnte sich bisher immer aus der Schusslinie halten!

Mehr unter: cash Guru »
 
Deutschland setzt auf Diebe, Frankreich hat die gestohlenen Bankdaten zurück gegeben, nicht ohne eine Kopie zu ziehen, Steinbrück drohte mit der Cavallerie, Müntefering meinte, früher hätte man ein paar Soldaten geschickt, die G20 haben dunkel- bis hellschwarze Listen definiert,  Die Finma hat Bankdaten ohne Rechtsgrundlage nach den USA geschickt, die Schweiz hat für die UBS Gesetz gebrochen… ich geinne den Eindruck, dass der Bankplatz Schweiz zerschlagen wird. Andere wollen nun an das Geld. Die Schweiz wird Ruhe haben, wenn die Bürger ihr Geld bei amerikanischen Bankfilialen deponieren und sich bei AIG versichern.
 
03. 02. 2010: Roche Gewinn enttäuscht aufs Erste!

Roche ! – 2009: Umsatz plus 10pc, Betriebsgewinn vor Sonderabschreibungen (Genentech-Übernahme) plus 14pc, ausgewiesener Reingewinn minus 22pc. Genentech-Kosten direkt abgeschrieben – Dividende wird um 20pc auf 6 Franken erhöht. CEO sieht auch für 2010 höhere Dividende.

Roche II – Ohne Sonderpositionen für die Genentech- Transaktion und –Integration trägt Genentech bereits zum Gewinn bei. Kerngewinn zu konstanten Wechselkursen 20pc (!) und in Franken zehn Prozent! – Roche-Aktien vorbörslich minus 2pc.
 
04. 02. 2010: Zurich – gut versichert!

Zurich – Gewinn 2009:  Reingewinn 3,2 Milliarden Dollar (plus 6pc). Speziell das 4.QW. brachte spektakulären Gewinnzuwachs. CEO Martin Senn: „Wir sind stark profitabel.“ Dividende wird auf 16 Franken (11) erhöht! Zurich-Aktien-Rendite gegen 7pc! Aussichten: zuversichtlich. Joe Ackermann (Deutsche Bank) wird als VR vorgeschlagen.

Petroplus –  erneut Gewaltsverlust: 2009 mit 250 Millionen Dollar (517). Trotzdem will Gesellschaft 10 Cents Dividende durch Nennwertreduktion bezahlen und gibt sich optimistisch für 2010. Analysten eher besorgt: „die internationale Raffineriekapazität  ist zu gross.“

 
 
05. 02. 2010: Scharfe Korrekturen angesagt!

Zurich – einziger Lichtblick – die hohe Rendite hält die Aktie hoch.

UBS – weitere Millionenverurteilung von UBS-Kunden in Florida. „Alles erst ein Anfang“ prophezeit der Staatsanwalt. Und die Steuerbehörde meldet: „Ein schwarzes Loch hat sich aufgetan.“

 

 

Mehr unter: cash Guru »

 


Das Krisenjahr 2009 in Rumänien


 

Es gibt aus Rumänien die gleichen, meist schlechten, wirtschaftlichen und politischen Nachrichten wie aus anderen EU-Ländern in dieser Zeit: Einbrüche beim Export, Kurzarbeit und Entlassungen in den Firmen, Insolvenzen wegen fehlender Aufträge und mangels Bankkrediten, Rückgänge der Steuereinnahmen, hohe Staatsverschuldung (hier sogar erklärter Bankrott), Konsumverzicht der Bevölkerung und seit 1.10.09 wieder eine Regierungskrise.

Rumänien hatte im I. Quartal 2009 einen Konsumpreisanstieg von 6,9 % (Platz 3 in der EU, deren Ø nur 1,7% betrug). Das Lohnniveau hat sich im 2. und 3. Quartal 2009 nicht mehr erhöht. Die Industrieproduktion ist in den ersten 4 Monaten um 12,2% gesunken; 2007 war sie noch um 5,4% gewachsen, und 2008 um 0,9%. Im Bausektor gab es bis April 2009 einen Rückgang von 4% (im Vgl. mit 4/08: +14%). 2007 und 2008 waren es noch +33% und +26% Wachstum.

Die IWF-Mission in RO schätzt, dass der wirtschaftliche Abstieg „noch einige Quartale“ andauert. IWF, EU und Banken haben im Mai ein Hilfsprogramm über 20 Mrd € zugesagt, das einige Bedingungen enthält. Die Regierung sollte im Herbst und zum Ende des Jahres die Einhaltung ihrer Zielvorgaben bei der Inflation, beim Haushaltsdefizit und bei der Gesetzgebung nachweisen. Sie sollte die Kapitalflucht verhindern und Eingriffe in das Steuerrecht vermeiden. Die Geldgeber befürchteten zu Recht, dass die Präsidentenwahlen am 22.11.09 und Auseinandersetzungen in der Koalitionsregierung die politische Lage weiterhin schwächen und damit ein Konjunkturprogramm verhindern würden. Anfang November verließ die IWF-Kommission das Land ohne einen Bericht vorzulegen
An den Europawahlen haben in RO nur 27% teilgenommen (EU Ø 43%). RO hat 33 Sitze (4,5%) im EU-Parlament, die sich folgendermassen auf die Fraktionen verteilen: 13 an die Volksparteien, 11 an die Sozialdemokraten, 5 an die Liberalen und einen Sitz (die Tochter des Präsidenten) an die Freie Allianz.

In den ersten 4 Monaten des Jahres hat die Regierung 46 „Dringlichkeitsverordnungen“ erlassen, nachdem sie sich jeweils noch schnell der Zustimmung des Präsidenten  Băsescu versicherte. Dabei hatte sie im Parlament eine ausreichende Mehrheit, um Gesetze dort im normalen Verfahren durchzubringen. Die Arbeit der Koalitionsregierung aus  Sozialdemo-kraten und National-Liberalen wurde damit für den normalen Bürger nicht durchsichtiger und das Vertrauen in die Politik nicht gestärkt. Anfang August hatte die Regierung
zugegeben, dass sie bankrott ist
, d.h. dass sie im September nicht einmal mehr die Gehälter der Staatsangestellten bezahlen könne. 

Vom IWF kamen dann 4,7 Mrd € Fördermittel, die zur Hälfte für die Gehaltszahlungen verwendet werden durften. Die Auslandsverschuldung betrug Ende August 60 Mrd €.

Die Regierung hatte verschiedene Spar-Massnahmen angekündigt, u.a. dass noch im September alle Staatsdiener für 10 Tage in unbezahlten Urlaub geschickt würden; das hätte 1,4 Mio € gespart. Nach Klage der Gewerkschaften urteilte das Verfassungsge- richt im Oktober, dass ein solcher Zwangsurlaub rechtens sei; er soll jetzt aber nur noch 6 Tage lang sein.

Von den 226 staatlichen Agenturen, Instituten und Direktorien sollten 119 geschlossen bzw. zusammengelegt werden; das hätte 9.200 Stellen und 52 Mio € eingespart. Alle Stellen bei regionalen und lokalen Behörden sollten nach einem neuen Faktor begrenzt werden, gestaffelt je nach Einwohnern von 1.500 bis 20.000. Bürgermeisterämter durften nur noch 12 – 24 Angestellte haben und Kreisräte max. 180 (RO wird in 41 Kreisen verwaltet!). Bukarest hätte von seinen jetzt 1.060 staatl. Mitarbeitern nur noch 400 behalten!

Inzwischen ist am 1.10.09 die Regierungskoalition aus PSD und PDL unter Premier Boc auseinander gebrochen – nach nur 10 Monaten Regierungszeit. Anlass war ein Streit um den Innenminister (Dan Nica, PSD), dem schon im Voraus beabsichtigte Wahlfälschung bei den Präsidentenwahlen im November unterstellt wurde. Nach seiner Entlassung traten alle 9 PSD-Minister mit 26 Staatssekretären zurück. Die verbliebenen PDL-Minister übernahmen interimistisch deren Ministerien.

Seit Mitte Oktober verhandeln PSD, PNL, UDMR und die Fraktion der Minderheiten über eine neue Koalition. Als Premier schlagen sie den Hermannstädter Bürgermeister Klaus Johannis vor, der bisher nicht abgelehnt hat. Er soll ein Technokraten-Kabinett bilden. Johannis (50) war Gymnasiallehrer für Physik und wurde 2000 vom „Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien“ als Bürgermeister von Hermannstadt (Sibiu) aufgestellt, 2004 mit 90% und 2008 mit 83% wiedergewählt. Er sanierte die Infrastruktur der Stadt und wurde mit ihr als Europäische Kulturhauptstadt 2007 europaweit bekannt. Er hat den Ruf pragmatisch, klug und unbestechlich zu sein.

Im Oktober wurde im Parlament ein Antrag abgelehnt, mit den Präsidentenwahlen am 22.11.09 auch ein Referendum zur Abschaffung des Zwei-Kammer-Parlaments durchzuführen. Anfang November beauftragte der Präsident den Bukarester Bürgermeister Negoita (PDL) mit der Bildung einer Regierung. Seine Chancen sind gering.

Es bleiben also vorläufig die Varianten mit Johannis und der Interims-Regierung bis nach dem 22.11.09 bestehen. Bis dahin – und sicher auch danach – bleibt die politische Lage in Rumänien instabil.

Für Sie gelesen und zusammengefasst von Reinhart Künstler
Förderverein Papageno e.V. Stuttgart , Stand 07. 11.2009
Quellen: STZ, ADZ, EU-Nachrichten, Cotidianul, Adevarul
Das Krisenjahr 2009 in Rumänien
 

Schweiz:

Verein Papgeneo
Hilfe zur Selbsthilfe in Rumänien
Vorbüel
CH-8877 Murg
ZEWO zertifiziert

Spendenkonto:

Postkonto (PC) 70-13308-8
Verein Papageno

Hilfe zur Selbsthilfe in Rumänien

CH-8877 Murg

Für Sachspenden wenden Sie sich an:

Getta Jacqueroud, Allmendstrasse 22, 6373 Ennetbürgen, Tel. & Fax: 041 620 29 41, Handy: 079 261 36 62, E-Mail

Hr. Kurt Rusch, Lager Murg  Tel. / Fax: 081 738 1560 E-Mail:  papagenomurg@bluewin.ch oder Mobil: 079 610 0594 (K. Rusch), E-Mail:  rusch.kurt@bluewin.ch

***** 

Es konnte gar nicht anders kommen: Traian Basescu hat schon vor Bekanntgabe des Wahlresultats erklärt, dass er die Mehrheit der Stimmen besitze. Wenn er dies sage, so müsse man ihm glauben… Im Volk geht die Ansicht um, Basescu habe mehr Macht, als sie Nicolae Ceauşescu hatte! Ceauşescu wurde am 25. Dezember 1989, während der Rumänischen Revolution, zusammen mit seiner Frau Elena hingerichtet.
14. Dez. 2009 Traian Basescu ist definitiv der Sieger der Präsidentenwahl in Rumänien. Eine Klage der Sozialisten konnte daran nichts ändern. Der neue und
www.thurgauerzeitung.ch/ausland/europa/Hoechstes…Basescus…/29531642
 
„(…) „Also, kommen wir gleich zur Sache: Wie gehen wir vor? Ihr bekommt zwölf Euro für eine Stimme. Alles ist legal. Wir bezahlen Euch, damit Ihr die Leute an die Urnen bringt. Das ist eine Wahlkampagne der anderen Art. Statt kleinen Wahlgeschenken wie Kugelschreibern oder T-Shirts bietet ihr ihnen Geld an.“ …) Mehr=> Tagesschau .de; Wahlbetrug in Rumänien …“Mission Elena“ – Papa macht’s möglich…

Wer hat, dem wird gegeben…

Elena Băsescu (bequemer Arbeitsplatz, ganz speziell, besser als ein Büro …) Bild => Quelle

„(…) Für Empörung sorgt auch Elena Basescus Anstellung bei der Firma Luxten, die 1997, als ihr Vater Transportminister war, den 15-jährigen Auftrag für die öffentliche Beleuchtung Bukarests erhielt. Nach eigenen Angaben verdient sie dafür, dass sie dort vier Stunden am Tag „irgendwelche Daten in den Computer eingibt“ , etwa 1800 Euro monatlich – ungefähr das Zehnfache dessen, was jemand mit einem anderen Nachnamen für denselben Job bekommen würde.

Elena Basescu studierte Wirtschaft an einer Privatuniversität mit nicht gerade gutem Ruf und frisierte ihren Lebenslauf mit der Behauptung auf, dass sie zwei Jahre an einer amerikanischen Universität verbracht und dort einen Abschluss gemacht habe. Die Presse fand heraus, dass es zwei Teilzeitsemester gewesen waren und dass sie kein Diplom erhalten hatte. Ihre Abschlussarbeit schrieb sie über öffentliche Kommunikation bei Wahlkampagnen am Beispiel der Wahlkampfstrategie ihres Vaters. Mehr => in derStandard: …Präsidententochter tritt in Rumänien an…

Die erwähnte Entlöhnung hat durchaus ihren „systemischen“ Sinn. Sie ist Folge eines unübersichtlichen Lohnklassen- und Bonussystems welches weniger der Lohngerechtigkeit, als mehr dem Filz dient, um die Klientel der Mächtigen bei guter Laune zu behalten.

Aus der Wiener Zeitung:

„(…) Die Tochter des rumänischen Präsidenten Trajan Basescu ist in ihrem Heimatland nicht wegen ihrem besonderen politischen Talent, sondern als Foto-Model und wegen ihres ausschweifenden Nachtlebens weithin bekannt. Weil ihr Vater nicht so glücklich über ihre Kandidatur gewesen sein soll, trat sie aus seiner Liberaldemokratischen Partei aus und trat als Unabhängige an.

Obwohl ihre einzige politische Aussage, die halbwegs Aufsehen erregte, sich um die Freigabe von weichen Drogen – oder auch nicht – drehte, sagten ihr Umfragen den fast sicheren Einzug ins EU-Parlament voraus. …)“

Das EU-Parlament hat die persönlichen Daten offenbar nicht so genau hinterfragt. Mehr=> …Elena BĂSESCU…

Aber offenbar ist nicht massgebend wer in Brüssel sein Land vertritt, sondern, dass dort die Direktiven aus der staatlichen Meinungsbildungsabteilung überbracht werden.

Es geht gleich weiter:

„(…)  Nun ist die 36-Jährige die Karriereleiter noch weiter hochgestiegen: Seit Weihnachten ist Udrea im neuen Kabinett von Regierungschef Emil Boc für regionale Entwicklung zuständig. Die Juristin und studierte Militärwissenschaftlerin verwaltet künftig Milliardensummen – vom europäischen Steuerzahler. Brüssel überweist bis 2013 rund 3,7 Milliarden Euro an die rumänischen Behörden. Sie sollen die Fördermittel zum Bau von Straßen, Schienen und Telefonnetzen investieren.

Udrea, ihr Ehemann Dorin Cocos und seine zahlreichen Geschäftsfreunde gelten als korrupt. „Es ist einfach skandalös, Frau Udrea mit der Verwaltung von EU-Fördergeldern zu beauftragen“. …)“ Mehr in „Die Welt“: => …Ex Glamour Girl verwaltet jetzt EU-Milliarden…

Es gab im In- und im Ausland bezüglich EU-Beitritt von RO und BG ernst zu nehmende Stimmen die warnten. Man war der Ansicht, dass verschiedene Bedingungen (noch) nicht erfüllt gewesen waren. Aber was nicht sein durfte, das konnte nicht sein.

Dass im Hintergrund Hilfswerke aus dem Ausland der verarmten Bevölkerung hilft und dabei von staatlichen Institutionen behindert werden, wurde nicht dargestellt. Es kann auch anders gesehen werden: Wer hilft, unterstützt die Korruption… Nur: Wer Not sieht und helfen kann, den interessiert eine „Verlängerung der Korruption“ nicht – er hilft.

Was noch zur Kenntnis zu nehmen wäre: das Land ist in grosser Not.  Es kann kaum die Löhne der Beamten und die Renten bezahlen. Es ist jedoch nicht in der Lage,  vorhandene Möglichkeiten auszuschöpfen. So nutzt es beispielsweise Mittel des EU-Strukturfonds für die Finanzierung von Projekten  nicht! Mangelnde Gestzgebung und Unwissenheit seien die Gründe – Ineffizienz und Inkompetenz ist das Problem.

Auch das Schweizervolk wurde manipuliert! Dazu in 20 Minuten: … Das Volk wurde angelogen…

aus dem personalblog:

25. 07. 2009: Rumänien: Teure Autos – Krankenkassen pleite

14. 05. 2009: Rumänien doch eine Bananenrepublik innerhalb der EU?

21. 01. 2009: Notküche in Sibiu (Hermannstadt)

*****

Cash Guru:

Guru, Alfred Herbert

05 .01. 10 Nestlé kommt auf die Pizza

Nestlé I – der Alcon-Verkauf bringt die Kasse des Nahrungsmittelkonzern fast zum Platzen – auch nach dem neuen Aktienrückkaufprogramms über 10 Milliarden Franken bleibt reichlich Cash, um auf Einkaufstour zu gehen – eine Teilnahme am Bieterkampf um Cadbury wird dementiert – sicher ist: Nestlé wird den Kassenbestand über Zukäufe abbauen – jede Firma, die ins Konzept passt, wird zum Übernahmekandidat.

Nestlé II – ein erster Kauf  geht bereits über die Bühne: Nestlé erwirbt das Tiefkühlpizza-Geschäft von Kraft Foods in den USA und Kanada – Preis: 3,7 Milliarden Dollar in bar – mit einem Umsatz von 3 Milliarden Dollar wird der Nahrungsmittelkonzern zum Weltmarktführer bei Tiefkühlpizzen.
 
06. 01. 10
Sonova hört immer besser – Sonova – übernimmt die amerikanische InSound Medical – der Ausbau der Sonova-Gruppe geht damit Schlag auf Schlag: bereits am Montag war die Akquisition von Advances Bionics abgeschlossen worden – InSound Medical  stellt Hörsysteme her, die von aussen unsichtbar im Hörgang platziert werden – Sonova zahlt 75 Millionen Dollar in bar sowie eine erfolgsabhängige Prämie – CEO Valentin Chapero sieht „immens grosses Wachstumspotential“.

Nestlé – die kanadische Ratingagentur DBRS bestätig AA-Rating.

07. 01. 10 Tote Hose, warten auf Impulse

UBS – fünfter Kunde in den USA wegen Steuerhinterziehung verurteilt – er hatte 6 Millionen Dollar auf Schweizer Bankkonten versteckt.

Swisscom – Aktie dümpelt – die Querelen um die Auslandexpansion der Post machen wenig Lust, sich im staatlich kontrollierten Betrieb zu engagieren.

 

Mehr unter: cash Guru » 

*****

CHO Consulting Herbert Odermatt, Flüelistrasse 25, CH 6072 Sachseln 

Tel: +41 41 660 39 79, FAX :+41 41 661 17 00

Mail: cho-consulting(at)bluewin.ch


Ex-Geheimdienstchef General Plesita gestorben


„(…) (ap) Er war ein enger Gefolgsmann des früheren Diktators Nicolae Ceausescu und sorgte nach dem Ende des Kommunismus immer wieder mit Enthüllungen über seine Arbeit für Aufsehen. So berichtete Plesita, wie er dem Terroristen «Carlos der Schakal» einst Unterschlupf beschafft und den bekannten Dissidenten Paul Goma am Bart durch die Gefängniszelle gezerrt hatte. Reue zeigt er nie.

Plesita starb Medienberichten zufolge bereits am Montag in einem Krankenhaus des Geheimdienstes. Die genaue Todesursache wurde zunächt nicht bekannt. Er litt an Diabetes.

Nach dem antikommunistischen Umsturz 1989 wurde Plesita wegen seiner Mitwirkung an einem Anschlag auf den Sender Radio Free Europe, bei dem neun Menschen verletzt wurden, vor ein Militärgericht gestellt. Der Prozess wurde aber mehrmals unterbrochen, Anfang dieses Jahres wurde Plesita schliesslich freigesprochen. Er lebte unbehelligt in einer Villa in Bukarest, die ihm dem Vernehmen nach Ceausescu geschenkt hatte, und kassierte eine Pension von 6500 Lei (1550 Euro) – das Sechsfache einer durchschnittlichen Pension in Rumänien. (Quelle: NZZ)

Wenn ein Geheimdienst in einem demokratischen Land eigene Krankenhäuser betreibt, dann handelt es sich um eine grosse Organisation. Die Frage kommt auf, ob da noch eine alte Organisation weiterlebt und im Hintergrund Fäden zieht!? Allem Anschein nach existiert die Organisation noch aber sie handelt unter einem neuen Namen: SRI (Rumänischer Informationsdienst) 

 

Zwanzig Jahre nach der Hinrichtung Ceauşescus ist sein Geheimdienst weiter aktiv – nur unter neuem Namen. Die alten Akten werden manipuliert,
www.zeit.de/2009/31/Securitate

Öl ins Feuer gegossen?

„(…) „Franzl“, Kumpan Judas…der „Josephstädter Franzl“ (oder „Boujou/Buju“ unter Freunden) ist Ehrenbürger jener Stadt, wo 1989 die rumänische Revolution ihren Anfang nahm. Es besteht also gegenüber dem Securitate-Spitzel als Ehrenbürger der Stadt, die ein Symbol der rumänischen Revolution ist, akuter Handlungsbedarf. Securitate-Spitzel und Ehrenbürger der Stadt zu sein, die sich mit dem Blut ihrer Bürger die Freiheit erkämpft und sich im Dezember 1989 zur „ersten freien Stadt Rumäniens“ erklärt hat, das passt selbst in Rumänien irgendwie nicht zusammen. Eine offizielle Reaktion der Stadtleitung Temeswars steht noch aus.

Aber im Herbst kommt der Stein trotzdem ins Rollen. Sowohl in Ulm, am Donauschwäbischen Zentralmuseum (im Oktober), als auch an der Universität München (im Dezember) sind Tagungen angekündigt, vor denen rumänische und rumäniendeutsche Securitate-Spitzel und Kollaborateure wegen öffentlicher Enttarnung zittern sollten. …)“ Mehr => BanatBlog

Man sehe sich die Kommentare an!

Die Aufarbeitung der „Akte Securitate“ wird wohl schwierig sein!

„Rumänischer Rat zur Sicherung der Securitate-Akten“ für

RO-023971 Bukarest Romania Phone +40 21 3233127. Fax +40 21 3260407 vergleichbare Rat für die Studien der Securitate-Archive (CNSAS) ist vom rumänischen
www.kas.de/proj/home/pub/29/2/…/index.html

Wer Gerechtigkeit erwartet, wird diese kaum selber erleben!

Rumäniens Aufarbeitung der Securitate-Vergangenheit , Publications

Sektor 2. RO-023971 Bukarest Romania Phone +40 21 3233127. Fax +40 21 3260407 schier endlosen Prozess der Aufdeckung der Wahrheit über die Securitate
www.kas.de/proj/home/pub/29/2/…/index.html

…Mit ungläubigem Staunen muss das Publikum zur Kenntnis nehmen, dass unter den ersten Köpfen, die tatsächlich rollen, auch so prominente und als untadelig angesehene Persönlichkeiten, wie die ehemalige Kulturministerin Mona Musca *) zu finden sind, die noch vor wenigen Tagen in der jüngsten Meinungsumfrage als populärste Politikerin nach Präsident Basescu galt.

…Es ist leicht nachzuvollziehen, dass die Aufdeckung der Fakten über eine Organisation wie die Securitate, die 1944 gegründet wurde und bei ihrer Auflösung 1990 rund 40000 offizielle und mehr als 400.000 inoffizielle Mitarbeiter hatte, keine leichte Aufgabe sein würde.
Mehr noch: Das Ausmaß der allmählich bekannt werdenden Verbrechen, auch die Tatsache, dass selbst Kinder und Jugendliche angeheuert wurden, „in geheimer, organisierter, aktiver und wahrheitsgetreuer Weise die Organe der Securitate in ihrer Aktivität für die Vorbeugung, Entdeckung und Liquidierung von Verstößen gegen die Staatssicherheit und die Bekämpfung jedwelcher Tätigkeiten, die die Interessen der sozialistischen Staatsordnung beeinträchtigen, zu unterstützen“ und nicht zuletzt die begründete Vermutung, dass viele „Ehemalige“ in einflussreichen Positionen überlebt haben, lassen erahnen, auf welchem Minenfeld sich diejenigen bewegten, die seriöse Aufklärung betrieben haben.

..

Gleichwohl muss hier einschränkend festgestellt werden:

  • eine unpräzise Gesetzgebung, die Raum lässt für vielfältige Interpretationen,
  • das fortwährende Spannungsverhältnis zwischen den Parteien der Regierungskoalition PD und PNL,
  • die gezielte Manipulierung der Medien und eine unprofessionelle Arbeit der Journalisten
  • sowie vor allem auch das Interesse der Betroffenen an einer Vertuschung und/oder Verharmlosung der Tatsachen – dies alles lässt begründete Zweifel aufkommen, ob der Prozess der Selbstreinigung nicht schließlich doch in einer Sackgasse endet.

*) Mona Musca: „(…) Erst im Sommer wurde Ex-Kultusministerin Mona Musca als Zuträgerinder Securitate enttarnt . Musca galt bis dahin in ihrer Heimat als Lichtgestalt und Inbegriff für politische Integrität. 

Eine Einzelgeschichte

„(…) Im zehnten Jahr nach der Revolution kämpft Rumänien gegen den Staatsbankrott und politisch um Anschluß an den Rest Europas. Während alte kommunistische Kader zu neuem Ruhm gekommen sind, leben zwei Drittel des Volks unterhalb der Armutsgrenze. Von Walter Mayr

Es gibt da eine Geschichte aus seinem früheren Leben, über die muß Victorchen in der Erinnerung schmunzeln. Er blendet dann die Gegenwart einfach kurz aus – seine Büroräume hier im dritten Stock des World Trade Centers Bukarest, die Aktienpakete, die neue Karriere im Kammgarnsakko. Streift den schönen Schein ab wie die Puppe den Kokon. Und ist wieder Kommunisten-General im stahlgrauen Tuch.

Er sieht sich im revolutionären Dezember 1989, mit vier Sternen am Uniformkragen, das Steaua-Stadion von Bukarest durchkämmen, auf der Suche nach seinem verschollenen Schatz: zwei „Päckchen“, ein bis eineinhalb Zentner schwer, in weißes Leintuch verpackt.

Mit dem Hubschrauber hatte er sie durch die Wirren der Revolution in die Hauptstadt gebracht, heimlich, dienstlich. Und dann einen Moment aus den Augen gelassen. Weg waren sie. Versehentlich beschlagnahmt, wie sich herausstellt, von Soldaten eines benachbarten Armee-Regiments. „Wißt ihr, was da drin ist?“ herrscht er sie an.

Sie wissen es nicht. Er, Victor Stanculescu, Rumäniens Erster Stellvertretender Verteidigungsminister, vom obersten Dienstherrn Nicolae Ceausescu zärtlich „Victorchen“ gerufen, muß das Geheimnis lüften: Unterm Leinen steckt, von Salven zersiebt, der Diktator höchstselbst nebst Gemahlin…)“  Mehr => Spiegel: …Ceausescus verkrüppelte Erben…

Das Neue sprengt das Alte, aber die Vergangenheit ist nicht tot

Die ersten Häuser im Roma-Viertel von Avrig sind aus Stein, die Dächer silberverziert, die Wände mit fotorealistischen Fresken bemalt. Dann endet der Strassenbelag, die Häuser aus Holz, hinter Bretterzäunen bellen Hunderudel, und hinter der letzten verlassenen Baracke, in der Mailat gehaust hat, am Ende der Welt, qualmen Abfallhaufen. Der Taxifahrer wendet den Wagen im Morast.

«Haus des Volkes», das Ceausescu bauen liess und das grösser ist als die Cheops-Pyramide und fast so gross wie das Pentagon.

…Bukarest (der Name bebedeutet: bucur esti – du bist glücklich)

…Und es geht erst richtig los, wenn jetzt 30 Milliarden Euro EU-Fördermittel auf das Land zu regnen beginnen als Milch und Honig, Beton und Zivilisationsschrott.
Der ungeheuer vitale Wille, die Chance der Geschichte zu packen, die später gekommen ist als in fast allen andern Transformationsländern des Ostens, erst nach dem Jahr 2000, mit der EU-Perspektive, ist atmosphärisch spürbar. Ein Land entdeckt sich selber, überwindet die lange kollektive Depression. Die Kehrseite: Die Politik kann diese Entwicklung nur als Verteilkampf begreifen und versinkt im Chaos. Rumänien ist korrupt bis ins Mark, auf Platz 69 am Pranger von Transparency International, gemeinsam mit Ghana. «Korruption ist wie eine Sucht», sagt Ion Tiriac, Tennisprofi, dann Manager von Boris Becker, Bankier, Autoimporteur und heute als Immobilienhändler einer der fünf reichsten Rumänen, «man wird davon abhängig wie von Alkohol und Zigaretten.»

…Constantin Mugur Isarescu, 60, der Chef der Notenbank seit der ersten Stunde, seit achtzehn Jahren, ist einer der seltenen rumänischen Politiker, der nie in einen Skandal verwickelt war. 1999 war er Ministerpräsident und leitete die Beitrittsverhandlungen mit der EU ein. Vor drei Jahren schlug er der Landeswährung Leu vier Nullen ab und stabilisierte sie. 2012 möchte Rumänien den Euro einführen. Mugurescu kennt die Schweiz, er fährt alle zwei Monate nach Basel zu den Sitzungen der Notenbankchefs..

…Der Regierende Fürst Mihai Sturdza hat 1844 als erster Herrscher die Zigeunersklaven im Fürstentum Moldau befreit, achtzehn Jahre bevor Abraham Lincoln den Befreiungs-Akt für die schwarzen Sklaven Amerikas unterzeichnete. (Er war übrigens der Urgrossvater von Dimitri Sturdza, dem früheren Schweizer Daviscup-Tennisspieler und heutigen rumänischen Generalkonsul in Zürich.)…)“ Mehr=> Tagesanzeiger, das Magazin:  … Dracula wohnt nicht mehr hier…

Rumänien (Geschichte) – Länder-Lexikon

Er löste die Geheimpolizei Securitate auf, verbot die Kommunistische Partei und Der neue Regierungschef Victor Ciorbea startete ein umfangreiches des Ex

-Kommunisten und Ex-Staatschefs Ion Iliescu stärkste politische Kraft,
www.laender-lexikon.de/Rumänien_(Geschichte)
 
Interessante Chronik

Immobilien in Rumänien, Grundstücke in Osteuropa kaufen – mieten

Parteichef Georghe Georghiu-Dej erreicht, dass die in Rumänien stationierten der sich nun mit Hilfe seiner Geheimpolizei „Securitate“ zum ….. Democrat Social Roman) von ExStaatschef Ion Iliescu 38 Prozent der Stimmen bzw.
www.ost-europa.info/chronik-rumaenien.htm

 
Nachdem der IWF den Staatsbankrott mit viel Geld abgewendet hat, wird wohl eine neue Ara eingeleitet. Kredite des IWF sind bekanntlich nicht umsonst. Es müssen Bedingunegn erfüllt werden: Kosten reduzieren, Beamte reduzieren, staatliche Betrieb privatisieren, die Schulden zu etwa 9% verzinsen usw. Gespart wird voraussichtlich im Gesundheistwesen, bei der Bildung, bei den Alten… Das Muster ist bekannt. Die neuen Feudalherren kommen aus dem Ausland…
 

*****

01. 10. 09: Cash Guru: Flau ins 4. Quartal

UBS – Stimmen mehren sich, dass im 3. Quartal wieder ein Verlust ins Haus steht. Resultate am 3. November.

baer – ab heute die gesplitteten Gesellschaften im separaten Handel: baer und GAM.

*****

2. 10. 09: Cash Guru: Hedgies gingen short!

Hedge Funds – Gerücht I: gestern haben Hedgies Schweizer Aktien massiv geshortet. Heisst, dass Profis für die Märkte derzeit schwach gestimmt sind.

Hedge Funds – Gerücht II: heute hauen sie nochmals drauf – Händler melden entsprechende Aufträge.

 

Mehr unter: cash Guru »

*****

CHO Consulting Herbert Odermatt, Flüelistrasse 25, CH 6072 Sachseln 

Tel: +41 41 660 39 79, FAX :+41 41 661 17 00

Mail: cho-consulting(at)bluewin.ch


Urs Angst, Schweizer Wurstfabrikant in Rumänien


Man kann (fast) alles, wenn man will!

Angst will Wurstwerk in Klausenburg bauen. Anfangsinvestition soll sich auf 2,5 Millionen Euro belaufen

am. Klausenburg – Die Einzelhandelskette Angst sucht derzeit in Klausenburg/Cluj-Napoca nach einer Grundstücksfläche für den Bau einer neuen Wurstfabrik. Man sei bereits in Kaufverhandlungen, teilte Firmenchef Sorin Minea der Nachrichtenagentur Mediafax mit. Angst lässt bislang in Buftea und Sinaia in zwei Werken verschiedene Wurstwaren herstellen, angefangen von geräucherten Produkten bis hin zu Fleischsalaten und Fertiggerichten. Im Klausenburger Werk, in dem noch in diesem Jahr die Produktion aufgenommen werden soll, sind auch Erzeugnisse geplant, die nach traditionellen siebenbürgischen Rezepten entstehen sollen. „Wir setzen auf mehrere Werke mittlerer Dimension, die sich auf Spezialitäten verstehen, und in denen wir Frischprodukte für verschiedene Regionen herstellen können“, sagte Minea.

Als Anfangsinvestition für das neue Werk, in dem bis zu 15 Tonnen Wurst pro Tag produziert werden sollen, sind rund 2,5 Millionen Euro geplant. In die bestehenden Produktionsstätten in Sinaia und Buftea sollen in diesem Jahr unterdessen rund vier Millionen Euro zur Modernisierung fließen. Das Geld kommt aus SAPARD-Fonds. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr für eine Million Euro auch Anteile am Klausenburger Wursthersteller Discovery gekauft. Angst besitzt landesweit 24 Filialen. Die Firma entstand 1991 mit rumänisch-schweizerischem Privatkapital. Zu den Konkurrenten gehören Cris-Tim, Aldis Cãlãrasi, Tabco-Campofrio, Caroli und Kosarom Pascani. Quelle: adz.ro

Ich frage mich, wie Urs Angst den Gelüsten der Machthungrigen in RO widerstehen kann. Wahrscheinlich läufts für ihn so lange gut, als er Kapital von aussen bringt!

Sinaia wäre eine Reise allein schon wegen des Schlosses Peles wert!

Peles 2003
Peles, 2003, Bild. odh

SAPARD

 gesehen in europa-digital

Der SAPARD-Fonds förderte Projekte im Bereich der Landwirtschaft und der ländlichen Entwicklung in Bulgarien, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Rumänien, Slowenien, Slowakei. Die Abkürzung kommt vom englischen „Special Accession Programme for Agriculture and Rural Development“. Sein Aufgabengebiet reichte von der Gründung landwirtschaftlicher Betriebe, über den Aufbau einer EU-konformen Lebensmittelüberwachung bis zur Dorferneuerung oder der „Erhaltung des ländlichen Erbes“- was immer dies auch sein mag. In der Regel wurden maximal 75 Prozent der Kosten durch den Strukturfonds bezahlt. Das Jahresbudget des SAPARD-Fonds betrugt rund 500 Mio. Euro. Ebenso wie die beiden „Schwesterfonds“ ISPA und PHARE endete die Förderung Ende 2006.

Mit Qualität kann man auch schwierige „Systeme“ überzeugen!

«Es ist keine Schande, Geschäfte zu machen, aber anständig müssen sie sein»

Mit Hilfsgütern kommt der Schweizer Fleischproduzent Urs Angst in den Neunzigerjahren zum ersten Mal nach Rumänien. Als er merkt, wie begehrt seine Würste dort sind, beschliesst er, zu bleiben – und nimmt den Kampf auf: gegen Korruption und halsbrecherische Einfuhrzölle. Dabei behält er stets die Menschen im Blick, die auf seine Hilfe angewiesen waren.

«Es ist keine Schande, Geschäfte zu machen, aber anständig müssen sie sein»

Nur langsam erholt sich Rumänien ab 1990 nach dem Sturz des kommunistischen Regimes von Misswirtschaft und Folgen der Diktatur Ceausescus. Die zivile Bevölkerung leidet unter Armut, die Lebensmittelversorgung ist zusammengebrochen, grundlegende Menschenrechte müssen wiederhergestellt werden. Da erhält der Zürcher Metzger Urs Angst eine Anfrage des Chefredaktors einer Boulevardzeitung, ob er sich an einem Hilfskonvoi beteiligen könne: für die hungernden Menschen in Rumänien. Angst sagt zu – auch mit dem Hintergedanken, vielleicht dort «irgendwo im Osten» irgendwann geschäftlich Fuss fassen zu können. «Ich wusste wirklich nicht, wo Rumänien genau liegt», gesteht Angst. Den ganzen Artikel als pdf downloaden (1.89 MB)

Lesen Sie mehr darüber: Wirtschaft im Gespräch – NZZexecutive.ch

Urs Angst, der Chef der gleichnamigen Zürcher Grossmetzgerei, hat in Rumänien Entwicklungshilfe im besten Sinn des Wortes geleistet.

Zur Misswirtschaft Ceausescus: 1989, als der Diktator ermordet wurde, hatte das Land praktisch keine Auslandschulden. Heute, 20 Jahre später musste  der IWF das Land vor dem Staatsbankrott retten! Präsident Basescu verfüge heute über mehr Macht, als der damalige Diktator, sagen Landsleute. Die „Filetstücke der Nation“ wurden ins Ausland verhökert. Dabei haben sich einige übermässig am Volksvermögen bereichert. Inzwischen gibt es viele Superreiche und den Rest des armen Volkes! Ich könnte wetten, dass das Geld des IWF in unsichtbaren Kanälen verschwindet, etwa so, wie die Abwässer bisher…! Die EU hat es so gewollt, sie dafür bezahlen müssen – Horrorgedanken, denkt man an die Finanzielle Lage der meisten Länder und der dauernden Schuldenmacherei. Ob da ein bisschen Markterweiterung nicht zu teuer zu stehen kommt? Was nützt es, wenn die Vergrösserung des Marktgebietes wesentlich mehr kostet, als dieser Zusatzmarkt effektiv einbringt? Offenbar hat man vor lauter Ausbildung das Zählen auf Drei verlernt!

*****

Lesen Sie auch heute: cash Guru »  

*****

CHO Consulting Herbert Odermatt, Flüelistrasse 25, CH 6072 Sachseln 

Tel: +41 41 660 39 79, FAX :+41 41 661 17 00

Mail: cho-consulting(at)bluewin.ch