Kategorie-Archiv: 30 Gesundheit

Depression, Bournout – Abhilfe

„(…) Die Depression ist gleich einer Dame in Schwarz. Tritt sie auf, so weise sie nicht wegm sondern bitte sie als Gast zu Tisch und höre, was sie zu sagen hat.)“  C. G. Jung zugeschrieben

Die meisten Menschen erleben einmal im Leben eine leichte bis schwere Verstimmung ihrer Psyche. Interessant ist der HInweis auf unbehandelte Fälle.

Depression, Such nach dem Wesen, aus: Daniel Hell, „Welchen Sinn macht Depression?“

Depression –Bedeutung (PUK Zürich,  Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, 9/17)

•Wahrscheinlichkeit für depressive Episode 16-20% im Laufe des Lebens

•Jahresprävalenz ca. 7-10-12%

•Durchschnittsalter unipolare Depression 40-45, bipolare Psychosen 30-35 Jahre

•Ca. 50% der Depressionen unbehandelt

•Ca. 10-15% der Depressiven versterben durch Suizid•Frauen : Männer = 2-3:1 (aber: häufiger unerkannt bei Männern)

Beispiel eines „Klienten“. Man tritt eine grössere Reise an und hat das Gefühl, irgend etwas stimme nicht. Eine innere Unruhe ist Begleiteinr. Am Zielort angekommen, kann der Jetlag nicht wie üblich überwunden werden. Der zweiwöchige Aufenthalt wird zur Belastung. Die Rückreise wird von ungewöhnlichen Gefühlen begleitet. Zu Hause angekommen steigert sich die Situation ins Unermessliche. Dauernd hoher Puls, ständiges Schwitzen, Ängste, verbunden mit Lichtscheue sind die Begleitumstände. Der Gang zum Arzt mit der Bitte um Verschreibung eines Antidepressivums läuft nicht wie gewünscht. Es wird zwar ein entsprechendes Medi verabreicht, dieses verstärkt jedoch die Symptome. Ergo Beendung der Einnahme mit Ausschleichen, danach ein neuer Versuch, und ein weiterer…. Die Ärztin ist verunsichert. Sie glaubt, es werde mit ihr gespielt! Die Blutanalyse hätte nichts Ausserordentliches ergeben. Tage später: Es gäbe im Blutuntersuch doch ein Ergebnis. Zu hoher PSA-Wert. Das gibt dem Ganzen den „Gong“! Danach folgte das „ganze Programm“, von der Biopsie bis zur OP und Bestrahlung…

Jene Psychiaterin, die ihren Klienten mit „Glingglang“ und Rauchstäbchen heilen wollte, fasste nach den Füssen und fragte: „Spüren sie etwas?“ – „Ja, ihre Hände an den Füssen!“… Sie war total neben den Schuhen angekommen! Als es dann ums Eingemachte ging, lehnte sie das Beiwohnen einer angehörigen Person widerwillig ab. Das war’s dann! Sie war „für die Füchse“! Das Einzige was einwandfrei funktioierte, war die pünktliche Rechnungstellung. – Vielleicht war alles etwas anders! Velleicht wollte sie einfach Stress wegstreicheln mit dem Ziel das Stresshormon Cortisol abzusenken. Die entsprechende Aufklärung, wie dies bei anderen medizinischen Prozedur üblich ist hielt die von sich eingenommene Psychiaterin für nicht nötig, als wären die Klienten die letzten Deppen!

Danach über drei Hare Sicht der Welt aus der Wurmperspektive mit Symptomen, wie sie für eine Depression beschrieben. Die Heilung kam von selbst! Die Depressin, der Unterdruck oder das „Tief“, füllte sich allmählich auf, bis Normalzustand herrschte.

Die innewohnende Selbstheilungkraft lässt es zu, dass jemand selbst aus dem schwarzen Loch herauskommt. Ein verständnsivolles, geduldiges Umfeld ist erforderlich. Und natürlich auch der Glaube an ein Gelingen!

Angst und Depression sind zwei verschiedene Angelegenheiten! Die Behandlungsmethoden sind bei Angst und Depression z.T. sehr verschieden. Hier Angst und Erregung, dort Bedrückung und Blockiertheit! Eine Gleichsetzung ist nicht angezeigt! Die Behandlungsmethoden unterscheiden sich! Bei Depressionen wird unterschieden zwischen dem Grundmuster, das als Botschaft und als Schutzversuch angenommen werden kann und einem schweren depressiven Leiden, das als Störung zu behandeln ist.

Was nützen Antidepressiva? (der Artikel ist der NZZ vom 19. 07 2019 entnommen)

Eine grosse Metaanalyse stellt Medikamenten gegen Depression ein schlechtes Zeugnis aus. Viele Ärzte und Patienten sind anderer Meinung. VON LENA STALLMACH

«Ohne Medikamente hätte ich es nicht geschafft», solche Aussagen hört man häufig von Menschen, die eine Depression oder ein Burnout überwunden haben. Viele Patienten und Ärzte sind überzeugt von der Wirkung der Antidepressiva. Doch steht diese Wahrnehmung nicht im Einklang mit dem, was Forscher in einer grossen Übersichtsarbeit kürzlich gezeigt haben. Demnach wirken die Medikamente nicht viel besser als Placebopillen. Sollten Ärzte und Patienten also auf Antidepressiva verzichten?

Seit Jahren wogt eine Diskussion über die Wirkung von Antidepressiva hin und her. Doch diese Metaanalyse hat Gewicht, denn sie wurde von Forschern aus dem renommierten Cochrane-Netzwerk durchgeführt. Ziel dieser Kollaboration ist es, sorgfältige Übersichtsarbeiten zur Bewertung von medizinischen Therapien zu liefern. Die Forscher berücksichtigen dabei nicht nur publizierte Studien, sondern sie tragen auch Daten aus unpublizierten Untersuchungen zusammen. Das ergibt ein repräsentativeres Bild, denn oft werden negative Resultate nicht publiziert. In diesem Fall bezogen sich die Forscher um Klaus Munkholm vom Nordischen Cochrane-Zentrum in Kopenhagen aber auf eine bereits bestehende Studienauswahl. 2018 hatten Forscher um Andrea Cipriani von der University of Oxford bereits eine grosse Metaanalyse publiziert, in der sie zum Schluss gekommen waren, dass 21 Antidepressiva besser wirkten als Placebos. Die Forscher hatten dafür 522 Studien, davon 86 unpublizierte, zu 21 verschiedenen Antidepressiva zusammengestellt und ausgewertet.

Minimale Unterschiede

Doch wurde diese Analyse von verschiedenen Seiten kritisiert. Unter anderem weil aus der Arbeit nicht klar wurde, wie gross der Unterschied zwischen Antidepressiva und Placebos war. Der statistische Vergleich wies auf einen kleinen Unterschied hin. Aus diesem konnte aber nicht geschlossen werden, wie sehr die Medikamente das Befinden der Patienten effektiv verbesserten. Die Forscher hatten statistische Grössen angegeben, welche in dieser Hinsicht schwer zu interpretieren sind.

Michael Hengartner von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften und Martin Plöderl von der Universität Salzburg nahmen sich die Datensammlung deshalb schon letztes Jahr vor und berechneten, wie stark sich der Zustand der Patienten in der Medikamenten- und der Placebogruppe verbessert hatte. Die Schwere einer Depression wird in solchen Studien mit einem Wert auf der Hamilton-Skala zwischen 0 und 52 angegeben. Ein Wert zwischen 9 bis 16 gilt dabei als leichte Depression, ab 25 wird von einer schweren Depression gesprochen. Die Patienten, die die Medikamente erhalten hatten, verbesserten sich im Durchschnitt um 16 Punkte auf der Skala, jene, die Placebos eingenommen hatten, um 14 Punkte. Es handle sich also um einen geringen Unterschied von 2 Punkten, sagt Hengartner. Eine so kleine Verbesserung würde ein Arzt nicht einmal erkennen, wie Forscher um Stefan Leucht in einer Studie gezeigt hätten.

Diese Haltung vertreten auch Munkholm und seine Kollegen in der neusten Publikation. Sie weisen zudem auf zahlreiche methodische Mängel in den Antidepressivastudien hin, welche die Ergebnisse verzerrten und die Cipriani und ihre Kollegen in ihrer Auswertung zu wenig berücksichtigt hätten. Die Mängel seien so gross, dass man aufgrund der vorliegenden Studien nicht beurteilen könne, ob Antidepressiva besser wirkten als Placebos, schreiben sie in der Online-Fachzeitung BMJ Open. Mit anderen Worten hiesse das, dass es keine wissenschaftliche Evidenz gibt, die eine Empfehlung von Antidepressiva rechtfertigt.

Das sei problematisch, sagt Hengartner. Denn die Medikamente hätten auch Nebenwirkungen, die nicht immer nur harmlos seien. Viele Menschen beklagen sich über Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, innere Unruhe, Schlafstörungen oder sexuelle Funktionsstörungen. Nimmt jemand über lange Zeit Antidepressiva ein, können beim Absetzen Entzugssymptome auftreten, was sich wie ein Rückfall in die Depression anfühlen kann. Zu Beginn der Einnahme, bei einer starken Dosiserhöhung oder beim abrupten Absetzen können bei einigen Patienten sogar suizidale Impulse auftreten. Aus diesem Grund werden Menschen mit Suizidgedanken, die mit der Einnahme eines Antidepressivums beginnen, in Kliniken besonders gut überwacht.

Das sei problematisch, sagt Hengartner. Denn die Medikamente hätten auch Nebenwirkungen, die nicht immer nur harmlos seien. Viele Menschen beklagen sich über Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, innere Unruhe, Schlafstörungen oder sexuelle Funktionsstörungen. Nimmt jemand über lange Zeit Antidepressiva ein, können beim Absetzen Entzugssymptome auftreten, was sich wie ein Rückfall in die Depression anfühlen kann. Zu Beginn der Einnahme, bei einer starken Dosiserhöhung oder beim abrupten Absetzen können bei einigen Patienten sogar suizidale Impulse auftreten. Aus diesem Grund werden Menschen mit Suizidgedanken, die mit der Einnahme eines

Alles nur Placebo?

Allerdings ist es schwer nachzuvollziehen, dass Patienten die Medikamente überhaupt einnehmen, wenn sie nur Nebenwirkungen spüren würden, aber keine Verbesserung. Dies ist offensichtlich nicht der Fall, denn viele Patienten sind durchaus zufrieden mit den Medikamenten. Ist das alles nur Placeboeffekt? «Nein, sagt Hengartner, «denn Antidepressiva haben eine Wirkung.» Eine sedierende Wirkung könne für einen unruhigen, aufgewühlten Menschen angenehm sein, ebenso könne eine antreibende Wirkung für einen lethargischen Depressiven hilfreich sein. Aber die Medikamente könnten die Depression nicht heilen.

Das sei auch eine falsche Erwartung, sagt der Psychiater Gregor Hasler von der Universität Freiburg. Es gebe viele Medikamente, die eine Krankheit nicht heilen könnten und trotzdem hilfreich oder sogar lebensrettend seien, wie etwa Insulin für Diabetiker. Darüber hinaus hält er das Ergebnis der Metaanalyse für nicht relevant im klinischen Alltag. In solchen Studien würden Medikamente oft schlecht abschneiden, weil nur Mittelwerte dargestellt würden und die Medikation nicht auf den einzelnen Patienten angepasst werde. In der Praxis könne man dagegen die Dosis variieren, das Medikament wechseln oder mit einem anderen kombinieren.

Richtig eingesetzt, wirken sie

Das sieht auch Erich Seifritz, der Leiter der Psychiatrischen Universitätsklinik in Zürich, so: «In der klinischen Praxis hat sich die Wirksamkeit von Antidepressiva in der Behandlung von Depressionen über Jahrzehnte hinweg bestätigt.» Antidepressiva könnten, kombiniert mit anderen Medikamenten, die schlimmsten Symptome einer Depression lindern, etwa die Stimmung heben, den Antrieb und den Schlaf verbessern sowie die Suizidalität reduzieren. Sie können aber keine psychischen, zwischenmenschlichen oder anderen sozialen Probleme lösen. Dafür brauche es eine Psychotherapie, sagt der Psychiater. In vielen Fällen sei aber eine medikamentöse Therapie als Grundlage nötig, um überhaupt psychotherapeutisch arbeiten zu können.

Werden Antidepressiva richtig eingesetzt, können sie in der Behandlung von depressiven Menschen also durchaus etwas bewirken. Seit vielen Jahren kritisieren Fachleute den leichtfertigen Einsatz der Medikamente. Wann Antidepressiva angebracht sind, muss ein erfahrener Arzt mit entsprechendem Fachwissen zusammen mit dem Patienten herausfinden. Und das erfordert offensichtlich etwas Zeit und womöglich mehrere Anläufe. Das dürfte in vielen Arztpraxen etwas zu kurz kommen.

In solchen Fällen nimmt man…. so die Ärztin. Dies bedeutet, dass alle Fälle gleich behandelt werden, begonnen bei „Adam und EVA“ nach dem Schulbuch.

Was wäre wenn? – Wenn die Menschen individuell reagieren?

Bei psychosomatischen Beschwerden sollten nicht nur die Symptome, sondern vor allem auch die Ursachen der Krankheit erkannt und behandelt werden. Die Ergänzung der Abamnese der Symptome durch den Einbezug der Ursache, also der emotionalen Krankheits-Disposition ist daher angezeigt.

Abnorm übersteigerte Selbstgefühle und ihre exaltierten Ansprüche und Illusion erzeugen gleichzeitig die Angst, dass sie nicht erfüllt werden.

Ob jemand schizoid, paranoid oder obsessiv oder manisch – hysterisch oder manisch -depressiv strukturiert ist, muss bei der Medikamentation und der Behandlung berücksichtigt werden. Aus der Angst oder der Abwehrhaltung und Blockade, entsteht der kompensatorische Drang oder die Sucht. Da die Kompensation nicht wirklich befriedigt, erzeugt sie Frust. Der Teufelskreis nimmt seinen Anfang! Dieser erzeugt den pathologischen Stress des Nerven- und Immunsystems. Diese fixierten Konflikthaltungen verlangen nach einer mentalen Therapie, die durch geeignete Mittel unterstützt werden kann.

Depression, mögliche Therapien

Da ein erheblicher Anteil der Gesamtbevölkerung depressive Erfahrungen macht, ist anzunehmen, dass unterschiedlichste Typen betroffen sind. Ergo kann es nur eine individuelle Behandung geben. Und nicht alles kann mit  Medikamenten alleine gehollfen werden. Inextremen Fällen ist eine professionelle Begleitung oder gar eine stationärer Aufenthalt in einer entsprechenden Einrichtung die einzige Lösung.

Arbeitswelt und psychische Belastungen: Burn-out ist keine Krankheit – damit wurde nun ein Strich gezogen.


Nicht nötige Arztbesuche – neue Abzocke?

Die Gesundheitskommission des Nationalrats betreibt Geldeintreibung für das Gesundheitswesen! Wer den Spitalnotfall aufsucht, soll eine Gebühr von etwa 50 Franken zahlen müssen. Das will die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK). Auch eine Bargebühr für Besuche in Arztpraxen steht zur Diskussion. Das ist doch absurd!

Der „symbolische“ Betrag soll bei jedem ambulanten Spital- und Praxisbesuch sofort und in „bar“ eingezogen werden.

Werden Nozfallstationen überlaufen, gibt es ein einfaches Mittel dagegen: Die Triage! Leute mit kleinen Bobos werden nach Hause geschickt oder zu hinterst in die Reihe verwiesen. Bei geringem Andrang, was ja nicht selten vorkommen soll, ist man um jedes Bobo froh!

„(…) Notfallabteilungen sind seit Jahren stark überlastet und verursachen hohe Kosten. Wie hoch die Kosten sind, die durch unnötige Besuche der Notfallstationen, zeigt erstmals eine neue Studie des Berner Inselspitals. Ohne unnötige Notfall-Besuche könnten 100 Millionen Franken gespart werden, schreibt die «SonntagsZeitung»….)“

„(…) Studie: Für die Studie wurden die Akten von insgesamt 6955 Männern und 4303 Frauen miteinbezogen, die zwischen 1. Mai 2007 und dem 31. Mai 2008 den Erwachsenen-Notfall im Universitätsspital Bern aufgesucht hatten und dort als «nicht dringliche» chirurgische Notfälle diagnostiziert worden waren. «Nicht dringlich» bedeutet, dass die Behandlung erst innerhalb von zwei bis vier Stunden erfolgen muss.)“ Man kann sich ausdenken, was dies für die 189 Spitälern in der Schweiz bedeutet!

„(…)In der Schweiz sind Schätzungen zufolge 20‘000 Spitalaufenthalte pro Jahr auf medikamentenbedingte Probleme zurückzuführen. Gemäss der internationalen Health-Policy-Survey-Studie von 2010 haben 5,3 Prozent der befragten Personen in der Schweiz in den beiden Vorjahren mindestens einmal ein falsches Medikament oder eine falsche Dosis erhalten.)“ und dafür wären dann noch 50 Franken zu berappen!?

Wenn jemand mit einer bereits schwierigen Gesudheitsbiograpie den Notfall dreimal aufsuchen muss, bis eine Lungenentzündung diagnostiziert wird, wären da bereits Fr 150.- unnötig abgeliefert worden (Fall bekannt)!

„(…) 2017 waren 36 900 Ärztinnen und Ärzte berufstätig. Im Vergleich zum Vorjahr hat ihre Gesamtzahl um 725 zugenommen. 34 Prozent davon stammen aus dem Ausland. Die Mehrheit der ausländischen ärztlichen Fachkräfte kommt aus den Nachbarländern, wobei Deutschland die grösste Gruppe stellt. 51 Prozent 
der Ärztinnen und Ärzte sind ambulant tätig, 47 Prozent arbeiten im stationären Bereich bzw. in einem Spital. Die Allgemeine Innere Medizin ist das am häufigsten vertretene Fachgebiet in der berufstätigen Ärzteschaft (22,5 Prozent). Das durchschnittliche Arbeitspensum im stationären Bereich beträgt 9,5 Halbtage und ist somit höher als im ambulanten Sektor (8,1 Halbtage)..)“ Mehr

Unter dieser Betrachtung kann danach gefragt werden, ob wir Ärztemangel haben oder ob es einen Boom gibt!

Aerztedichte_Grundversorger_Schweiz; – Auffällig: Stadt-Land-Gefälle

Das geringe Arbeitspensum (Halbtage oder halbe Arbeitstage?) spricht nicht dafürdass die Ärzte stets überlastet sind! Aber wenn jemand mit so einem geringen Pensum sein Leben feudal zu bestreiten vermag, muss bei der Tätigkeit wohl genügend abfallen…. Ein Grund des teuren Gesundheitswesens!

Je nach Spital sieht die Notfallbelastung unterschiedlich aus. Es gibt welche, die sich förmlich darum bemühen!

(…) Notfallstation: Rund um die Uhr und während 365 Tagen: In unserer Notfallstation werden Patientinnen und Patienten versorgt, die umgehend eine medizinische Behandlung benötigen. In unseren neuen Einzelzimmern bieten wir Ihnen grösstmögliche Ruhe, individuelle Untersuchung und Pflege sowie die Wahrung der Privatsphäre. Mit modernen Überwachungsgeräten und diagnostischen Apparaten untersuchen und behandeln wir unsere Patientinnen und Patienten zeitnah und problembezogen; hierfür steht auch ein modern ausgerüsteter Schockraum zur Verfügung.

Hausärztliche Notfallpraxis – An Wochenenden und Feiertagen betreiben die Hausärzte Obwalden und das Kantonsspital Obwalden gemeinsam die Notfallpraxis. Diese ist baulich der Notfallstation vorgelagert. Für Patientinnen und Patienten bietet dies den Vorteil, im Notfall eine zentrale Anlaufstelle zu haben und schnell am richtigen Ort behandelt zu werden.

Wenn Sie Beschwerden haben wie:

  • Brustschmerzen, Atemnot
  • Lähmungserscheinungen
  • Infektionen, Fieber
  • Unfälle
  • Bauchschmerzen
  • Vergiftungen

dann zögern Sie bitte nicht und melden sich unter den genannten Telefonnummern. In lebensbedrohlichen Situationen fordern Sie den Rettungsdienst unter dem Sanitätsnotruf 144 an.

Die einen werben um Notfallpatienten, andere wissen nicht, wie damit um zu gehen – aber alle wollen mehr Geld dafür…

Die Notfallaufnahme gehört zum ureigensten Dienst eines Spitals oder einer Arztpraxis! Was würde man wohl sagen, wenn der oberste Boss der SBB, Andreas Meyer,  Bahnfahrende auf Notwendigkeit einer kurzen oder längeren Bahnfahrt überprüfen würde und ihnen zusätzlich zur Fahrkarte 50 Franken abknöpfen würde? Indirekt hat er es schon getan, indem nicht mehr die gefahrene Strecke zur Bemessung, sondern die aufgewendete Zeit für den Tarif angewandt wird!


Mehr Nüsse – mehr Buben

News von NZZ a.S v. 24. 03. 19 weiss:

Nüsse für ein gesundes Gehirm: China gilt als rapide alternde Gesellschaft. Forscher zeigen nun einen einfachen Weg aus, wie man denaltersbedingten Hirnabbau zumindest ein wenig vermindern könnte. Sie unersuchten 4822 Chinesen im Alter von über 55 während 15 Jahren und stellten fest: Jene Personen, die täglich 10 Gramm Nüsse konsumierten, konnten ihre Gedächtnis- und Denkleistung im Vergleich zu denen, die keine Nüsse assen, um 60% verbessern („The Journal of Nutrion, Health & Aging“). Dies entspricht einer Verzögerung des natürlichen Alterungsprozesses um rund zwei Jahre. um rund 2 Jahre. (tlu)

Zufriedene Leberwurst

Wer täglich zwnzig Gramm Nüsse zu sich nimmt, kann die Gedächtnis- und Denkleistung  um 120 % verbessern, den Alterungsprozess um 4 Jahre verzögern und sich zu den zufriedenen Leber-würsten zählen…. !?

Sollte man demnach Kriegstreiber, Intriganten, Psychopathen usw. die Einnahme von Nüssen verwehren?

Schwanzbeisser ouroboros; Zeichnung: Kolja Kähler

Die Nussproduzenten würden einen Aufstand wegen Diskriminierung anzetteln. Sie würden durch die Betroffenen und auch durch die Nussallergiker in aller Konsequenz unterstützt. Die Sache würde sich in den Schwanz beissen!

„Werden viele Nüsse geerntet, gebe es in der Folge viel männlichen Nachwuchs. Und was passiert, wenn es sehr viele Zwetschgen gibt? Aufgrund der Fragestellung müssten mehr Mädchen erwartet werden.“ Dem ist aber nicht so. Gibt es mehr Zwetschgen, dann gibt es mehr Zwetschgenkonfitüre und/oder mehr Zwetschgenschnaps, wie dies der Finanzblogger bestätigen kann. Ob er konsequent Nüsse isst, weiss ich nicht.

Andere stellen „Gesund mit Nuss und Olivenöl“ als Gral der Gesundheit in den Mittelpunkt (Mittel Punkt?). Es fehlt jetzt noch, dass die Kefir. Verzehrer aus dem Kaukasus erwähnt werden. „(…) Kefir gehört jedenfalls in beiden Hochgebirgen (Himalaya und Kaukasus) traditionell zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln und gilt dort als das „Getränk der Hundertjährigen“, das für Vitalität und ein langes Leben sorgen soll…)“ Quelle

Warum überleben überhaupt Inuits, die weder Nüsse noch Kefir als Grundnahrungsmittel auf dem Zettel haben? Sie haben sich an den Fisch- und Robbenverzehr angepasst.

Es scheint, dass es einige Langlebigkeitsvölker gibt. Haben sie Ernährungs- oder andere Geheimnisse?

„In der Menge liegt das Gift“ (Paracelsus) gilt auch hier. Ausgewogene Ernährung, Bewegung sowie ein Gläschen in Ehren, kann uns niemand verwehren und genügend Pausen werden wohl die echten Empfehlungen sein!

 

 


Das Portemonnaie der Kranken

Kranke sollen mehr bezahlen! Der Ständerat ist für höhere Franchisen!

Die Mindestfranchise von heute 300 Franken würde damit alle paar Jahre in 50-Franken-Schritten steigen.

Die erste Erhöhung auf 350 Franken könnte schon 2020 erfolgen.

Der Nationalrat hat dem Franchisen-Automatismus mit 133 zu 53 Stimmen bereits zugestimmt. Der Ständerat ist heute Morgen mit 26 zu 13 Stimmen bei zwei Enthaltungen gefolgt.

Einmal mehr trifft es die Lastesesel der Nation. Was unternimmt die Politik zur Entwirrung von unüberschaubaren Strukturen in Spitälern? Was unternimmt die Politik zur Verbesserung der Führungsfähigkeiten auf Stationsebene in der Altenpflege und -betreuung?

Als einst an einem Zürcher Spital die Umnutzung von obsoleten Räumlichkeiten vür die Betagtenbetreuung inkl. Geriatrie vorgestellt wurde kamaus dem Publikum die Frage, wie oft die Bewohner begleitet ins Freie geführt würden – pro Woch, pro Monat….. Die Präsentatoren schauten sich lange und ungläubig an, eine Antwort fanden sie nicht!

Wie können Pflegende vom Papierkrieg zu Gunsten der Betreuten und alten Kranken entlastet werden?

Was wird gegen unnötige Operation getan? Wer überprüft aufgeblähte Stellenpläne? Wer überwacht das Thema Mengenausweitung?

Es ist offenbar einfacher, den Kranken und Patienten mehr Geld abzuknöpfen, als gegen die Maden im Speck der Organisationen vor zu gehen!

Gesundheit um jeden Preis   ist auch nicht die Lösung! Doch würden Rationalisierungsfachleute auf den Moloch Gesundheitswesen angesetzt, es gäbe Tumulte dagegen!


Höhenkrankheit

Ursache: u. a.  Unterversorgung des Gehirns und anderer Körpergewebe mit Sauerstoff. Mehr dazu: Höhenkrankheit

Als junger Segeflieger, wusste ich realtiv wenig über die Auswirkungen des Sauerstoffmangels. Noch als Flugschüler begleitete ich meine Kollegen Aschi Z. und Albert C. in ein Segelfluglager nach Samaden. Obwohl schon Mitbesitzer des Moswey IIa, HB-309, durfte ich wegen der noch geringen Flugerfahrung damit dort noch nicht selbst fliegen. Folge verantwortlichen Handelns meiner Kollegen! Ich war also Küchenboy, Einkäufer und Hilfsmann während des Flugbetriebs. Und ich war der „Hofchauffeur“, weil die beiden Kollegen noch keinen Fahrausweis hatten! So war ich Vollmitglied des Teams, nicht fliegend.

Edi Korner (+2018)

Dann bot sich eine ungeahnte Möglichkeit. Kollege Edi Korner hatte es eingefädelt.

Hans Märki; – Bild © Herbert Odermatt

Ich durfte mit Hans Märki in der „Bülacher-Ka7“, HB-677 mitfliegen. Man sagte über ihn, er sei der beste Piperpilot auf der Alpennordseite… Hans glaubte, eine Westwindwelle entdeckt zu haben, die er ansteuern wollte. Der Windenstart erfolgte um 15:55 Uhr am 14. 07. 1961. Höhengewinn im Hangaufwind am Muottas Muragl, dann am Schafberg über der Segantinihütte. Schon bald steuerte Hans Richtung  St. Moritz und im Gebiet über dem Stazer See fand er Aufwind, den er zuerst kreisend nahm um bald das Segelflugzeug in die Windrichtung zu stellen und das Luv einer Welle praktisch als stehende Objekt zu nutzen. Die Steigwerte waren grossrtig und wir stiessen in für mich unbekannte Höhen auf! Hans fragte nach meinem Befinden. Links von uns etwas tiefer sah ich unseren Moswey. Aschi pilotierte diesen. Und es war auch Ruedi Kunz von der SG Schaffhausen im Ka 6 in der Nähe. Auch die Langenthaler waren präsent. Hans gab mir Rechnungsaugaben auf um zu prüfen, ob ich noch richtig „tickte“. Wir stiegen weiter bis zum maximal ausfliegbaren Punkt auf 5900 m. ü. M.! Dann: Nase absenken, Bremsklappen ausfahren und so rasch als möglich in wärmere und sauerstoffhaltigere Zonen absinken mit der Absicht, so schnell als möglich zu landen. Die Landung erfolgte um 16:54 Uhr. Der Flug dauerte also ganze 59 Minuten! Die Auswertung der Rechnungsaugaben ergaben ein nüchternes Resultat: Beide machten wir Fehler. Also konnte Hans gar nicht abschätzen wie es mir ergangen war! Nun, wir waren gut gelaunt am Boden und ein weiterer Pilot konnte mit der Ka 7 seine Glück versuchen. Ich hatte meine Lektion bekommen! Sie sollte sich einprägen!

Im gleichen Jahr kam Karl Suter auf mich zu. Er hatte schnell auf „Zwei“ gezählt. Wenn ich mit unserem Ford Fairline Jg. 1948 und er mit seinem S-16 II, HB-418…. Dann … Ja, ich hatte noch Ferienguthaben. Wir fuhren gemeinsam ins Lager und ich durfte dort mit dem S-16 II als Schüler fliegen. Es war am 25. 08. 1961. Ein Fluglehrer überwachte mich, doch als ich seine Unterschrift wollte, war er bereits seit längeren abgereist…

1962 waren wir wieder im Lager in Samaden. Ich nahm stets den Barographen mit und bemühte mich in die Höhe zu kommen. Bis 4500 m. ü. M. schaffte ich es. Dafür gelang mir der 50-km- Flug für das

Samaden, erster Flug mit Moswey IIa, HB-309, hinten Piz Palü, Bernina, Piz Roseg, Bild Mitte: Morteratsch Gletscher; – Bild © Herbert Odermatt

Silber-C am 16. August. Das geflogene Dreieck: Zuoz-La Diavolezza-Piz Nair-Zuoz. Ich brauchte dafür 3 Std u u.13 Min.! Strecke: 54 km. Keine aufregende Leistung! Im Lager flog ich ca. 18 Std auf dem Moswey und dem S 22 HB-276 „Hero“. Die Ausbeute war gut, wurde mir doch am 31. Augut das Silber C, FAI D Nr. 669 durch den AeCS erteilt. Der damalige Zentralsekretär Edi Della Casa persönlich unterschrieb das Dokument.

1963 nahm ich an einem weiteren Lager in Samaden teil. Vorher hatten wir jedoch noch Strapazen zu überwinden. Beim Überflug des Spyr Va, HB-509 landete ich in Chur anstatt in Samaden. => Aussenlandung in Chur.

Bald kam Hans Märki angefahren und ich witterte Höhenflüge. Bezüglich Sauerstoff und Flugtraining glaubte ich, dass ich für den Leistungsflug „geeicht“ sei. Später stellte es sich heraus, dass ich zwar ziemlich „höhenfest“ war, doch die sichere Höhe musste ich weit nach unten korrigieren.  Ich hatte bereits wieder um die zehn Stunden im Engadin herum geflogen. Am 09. 07. 63 ging ich auf „Pirsch“. Es waren deutsche Segelflieger mit bestem Flugmaterial (von der Ka 8 aufwärts) in der Luft und ihr „Radio“ belegte die Frequenz zu über 90 %! Ich hatte einen“Gauer“-Radio, mit dem das Flugfunkband abgehört werden konnte. So erfuhr ich, was wo lief. Die „Germanen“ wundert sich, dass ich jeweil dort erschien, wo auch sie gerade ihr Glück versuchten.

Gold-C-Höhe vor dem Piz Albris, – Bild © Herbert Odermatt

Aber sie irrten herum und ich schlich mich Richtung Piz Albris, wo ich in einen feinen Aufwind kam, den ich konsequent nutzte. Es war speziell. Im Tal, vor einer grossen Cumuluswolke stieg es wie am Hang. Ich verharrte und stieg, offt nur eine oder zwei Zeigerbreiten angezeigt am Variometer! Ich brauchte kaum zu kreisen. Anfänglich etwas, dann genügte ein Aufkreuzen und weiter oben konnte ich den „Mösel in den „Wind“ stellen. Als das Steigen ausgereizt war leitete ich den Abstieg vor, denn es war auch kalt und speziell warme Kleider trug ich nicht! Der Flug dauerte 2: 57 Std. Die Auswertung der „trockenen Welle“ wie ich sie damals bezeichnete ergab eine Überhöhung von 3350 m. Die Ausbeute des Lagers war sehr positiv. Neben der „Gold-C-Höhe“ kamen ca. 15 Flugstunden im hochalpinen Gebirge dazu. Enthalten war ein Flug mit Brigitte von 3 Stunden und ihr endgültiger Befall durch den Fliegervirus!Bald ging es ab in die Rekrutenschule nach Payerne. Ich wurde als Flugzeugwart DH – 112 Venom ausgebildet.

DH – 112 Mk 1, Venom; – Bild © Herbert Odermatt

Das Thema Sauerstoffanlage gab der berühmte Instr Adj Vogt. Kamen die jungen Zugführer beim Anmelden zu spät ging er nicht sehr zimmperlich um mit ihnen. Erief dann unbeschwert aber deutlich: „So chömed e mal ihr Polybrüder…!“ Während der Theorie „Sauerstoff“ stellte er folgende Frage in den Raum: „Wänn gseht de Pilot, dass er Suurstoff brucht?“ Ich wollte ihn auf das veränderte Farbsehen hinweisen, das Fingernägel in einem dunkleren Blau erscheinen lässt (Er meinte, man sähe es am Blinker). Seine Antwort kam sofort: „Dummè cheibe Seich, Pilote hend bim Flüge Handschen aa!“ Peng, Gott straft sofort!

Am 23. Oktober 1966 ging ich auf den 300-Km-Flug für das „PP“ (Führerschein für Privatpiloten). Der Flug führte im Piper Super Cup PA-18  150 (HB-OYD) von Beromünster nach Pruntrutt- Montreux- Beromünster. Es herrschte eine Westwindlage. Der Fluglehrer Paul Moser gab mir zusätzlich den Auftrag, die 300-Meterhöhe, eine Bedingung für das PP, zu erfliegen. Auf dem Rückflug von Montreux erblickte ich im Gebiet vor dem Jaunpass Lenticularis. Ich steuerte direkt darauf zu und als der Zeiger des Variometers begann sich nach oben zu bewegen wusste ich, dass ich am richtigen Ort war. Etwas grob aus der Sicht eines Segelfliegers drehte ich ein und „bohrte“ die Aufwindzone regelrecht aus. Auf etwa 43oo m ü M. beendete ich die „Übung“. Ich verspürte ab etw 3800 m Herzklopfen mit höherem Puls und hatte etwas Kopfweh. Ich schrieb dies Abgasen zu, die in die Kabine eindringen konnten. Man konnte sie riechen. Vielleicht war auch ein wenig Kohlenmonoxid dabei. Es folgte ein ereignisloser Rückflug nach „Bero“. Ich konnte die Nase Richtung Mitte des Mittellandes einstellen und mit 2350 U/min warten bis der Flugplatz in Sicht war! Der Flug dauerte 46 Minuten!

„3000er“ f. Führerausweis für Privatpiloten, Westwindwelle vor dem Jaumpass, Flz: Piper Supercub, HB-OYD; – Bild © Herbert Odermatt

Paul Moser war ausser sich, als er mein Barogramm sah. Er trommelte seine Motorflugschüler zusammen und machte „Reklame“ für mich! Es folgten viele Flüge, die mich längere Zeit in Höhen über 4000 m. ü.M. „herumdustern“ liessen. Es gab nie etwelche Probleme. Irgend wann fühlt man sich geeicht oder schier als unsterblich in falscher Sicherheit…! Das Militär erlaubte damals Flüge ohne Sauerstoff bis max. 3000 m. ü. M. Sollte man in diese Höhe vorgestossen sein bzw. sie überschritten haben, durfte am gleichen Tag nicht mehr geflogen werden. In den Weiterbildungskursen des Luftamtes war das Thema O2 auch behandelt worden und innerhalb der SG Nidwalden machten wir uns früh daran, das Thema zu bearbeiten. Es kam einst der Sauerstoff-Speziakist Hiltbrunner von der DMP Dübendorf. Er lehrte vor allem den technisch korrekten Umgang mit O2-Geräten, erklärte den Farbcode auf Gasflaschen. Heute gelten EU-Normen. Er erklärte auch, dass verschiedene Gewind zu Einsatz kommen, um keine falschen Anschlüsse zu ermöglichen. Un er wusste von „innovativen“ Mechanikern zu erzählen. So füllte einer die AT 16, welche über eine Niederdruckanlage verfügte mit Hochdruck. Es gab dann einen Knall und die AT 16 war inAls ich Kurse für Flüge unter Instrumentenbedingungen organisierte, aber auch im Zusammenhang mit Föhnflügen, versuchte ich meine Erfahrungen weiter zu geben. Es fehlte lange an finanziellen und materiellen Mitteln!

Am 23. 5. 1969 gelang mir ein inoffizieller 5000-er ab Winde in Buochs mit der K6 E, HB-839 (ohne O2-Anlage). Die erreichte Höhe kratzte an den 6000 m über dem Muotatal! Cami kam mit dem Moswey von einem Flug zurück und meldete eine inoffizielle 3000m-Überhöhung. Ich gab ihm den Barografen, damit er es nochmals versuchen konnte. Ich hatte diese Bedingung ja bereits. Erst nach dem Flug mit der „E“, wusste ich, dass ich den Barografen lieber behalten hätte. Zwei Tage später gelang es mir aber, den Flug offiziel zu vollziehen. Mit einer Überhöhung von 6045 m in der Ka6, HB-601 (14,4 m Spannw.) konnte ich mehr als zufrieden sein! Ich trug eine O2-Maske. Leider war es auf ca. 6800 m aus mit O2! Die max. Höhe betrug 7400 m. ü. M. Bei etwa 4m/sec Steigen musste ich förmlich den Abwind suchen, um schnell genug in tiefere Sphären zu gelangen.

1971 Veröffentlichte das Eidgenössische Luftamt die Schrift „Flugmedizin für zivile Besatzungen“ Autor: Hans Amsler, ehemaliger stv. Chefarzt am Fliegerärztlichen Institut in Dübendorf. Es sei ausserordentlich schwierig gewesen, einen in der Fliegermedizin bewanderten Arzt zu finden, dem es zeitlich möglich war, die Abfassung einer solchen Schrift  vorzunehmen…

Dem Thema Sauerstoffmangel wurde der entsprechende Platz eingeräumt. Zu jener Zeit und bis das Skript unter den Leuten war, hatte ich im „Selbststudium“ bzw. in „Selbsterfahrung“ schon einige Erkenntnisse angeeignet!

Wir schrieben den 6. August 1978. Einmal mehr waren wir in Samaden.  Ein Flug von 6:16 Std in einer leichten Welle trug mich während ca.  5 Stunden  zwischen 5000 und 5300 m.ü.M, in fast liegender Position zwischen dem Roseggtal und dem Morteratschgletscher in der Sonne „baden“.

Elfe 17 A

Die Elfe 17 A , HB-1273 war minimalst ausgerüstet, auch eine O2-Anlage fehlte. Ich fühlte mich wohl da oben. Doch verspürte ich  Hyperventilation und ein deutlich verändertes Farbsehen. Beim Abstieg änderte sich einiges! Ich musste mich stark anstrengen, damit ich sauber flog, die Geschwindigkeiten einhielt und den Flug richtig einteilte und den Luftraum  überwachte. Im Abkreisraum angekommen, musste ich alle Kräfte und Sinne zusammen nehmen um eine korrekte Volte zu fliegen, den Anflug korrekt ausführte und eine saubere Ziellandung hin legte. Dann war der „Pfuus“ draussen. Die Kollegen kamen um zu helfen. Mir erschien, als ginge alles viel zu hastig, obwohl es nicht so war. Als der Uhu endlich verpackt und der Anhänger versorgt war, sagte ich dankend ab um noch auf ein Bier zu gehen. Ich fuhr mit dem Kleinmotorrad Richtung La Punt-Chamues-ch, wo wir ein Ferienwohnung gemietet hatten. Ich kam an, legte mich auf dem Teppich auf den Boden und schlief bis zum nächsten Morgen ohne Unterbruch und bis 9 Uhr! Jetzt hatte ich das Gefühl, dass ich wieder Normalität  erreicht hatte! Meine ewige Begleiterin, die böse Fee „Naturselektion“ liess mich für dieses Mal für diese Dummheit gewähren…

O2 Maske System Demand

Vor ein paar Jahren traf ich den „O2-Papst“ Dr. Heini Schaffner an einem Ausflug der Veteranen auf der Rigi. Wir diskutierten, und fachsimpelten über Streckenflüge und auch über die Wichtigkeit von O2-Zufuhr bei langen Streckenflügen in den Alpen. Er hörte sich meine obige Geschichte an und diagnostizierte den Beginn einer akuten Höhenkrankheit, die ich mir damals eingehandelt hatte! Ich kam auch von selbst drauf. Die Elfe bekam danach einen Mustang P-51 – O2-Regler. Der tat seine Dienste einige Jahre zur vollen Zufriedenheit. Dann ersetzte ich diesen durch einen Regler aus einem Venom.Das Demand-Prinzip war gleich. Dass Dr. med. Heini Schaffner, Alpensegelflieger AFG,ACY, APSV und

O2-Regler P51

alt Anästhesiologen FMH weiss wovon die Rede ist lese man unter. Heini Schaffner: Nullhypoxie (akt. 2011) => Nullhypoxie18red.pdf — PDF document, 2.70 MB. Meine persönliche Grenze legte ich bei 3800 – 4000 m. ü. M. fest. Ab da war die Maske an! Bei längeren Flügen nahm ich auch schon ab 3600 m ü. M. O2! Ab jetzt wurden kaum noch Flüge in grosse Höhen ohne O2 Zufuhr unternommen!

O2-Mangel, Gasblasen (documenta Geigy, „Mensch und Umwelt“ S.62

An Weiterbildungskursen des Luftamtes sowie an diversen Seminarien , organisiert z.B. durch die Fliegerschule Grenchen, sprach es sich schliesslich bis zu uns durch, welche Folgen O2-Mangel haben kann. Im Bild rechts : Röntgenbild der Hände bei „Bends“. Die Pfeileeisen auf Gasblasen im periartikulären Gewebe der Handgelenke. (Nach Burkhardt)

Gefahrenzonen

Interessierte können selbst sehen, ob sie sich stets auf der sicheren Seite bewegten oder ob sie bereits gefrevelt hatten. Wenn das

Aeroembolismus, Stickstoffblasen in Venen bei Versuchstieren (nach Armstrong)

Diagramm angklickt wird, erscheint es grösser! Wer glaubt, besonders höhenfest zu sein, sollte keine falschen Schlüsse ziehen. Nebst dem, dass man einiges ertragen kann, kommt es auch auf die Tagesform an und auch auf die Nahrung, die man vorher eingenommen hatte!

Bei Föhneinweisungen zeigte ich den Piloten auf praktische Weise, wie schnell sich das Gesichtsfeld verkleinerte, wenn die O2-Zufuhr unterbrochen wurde! „Trau keinem über 4000, vor allem nicht dir selber!“

Das Blut im Gehirn muss nicht „zum Kochen“ gebracht werden! Mindestens irreversible Schädigungen können auftreten! Das Spiel mit dem Tod muss nicht sein! Bei Höhenflügen gehört eine Sauerstoffanlage ins Flugzeug! Heut zu Tage ist dies wohl Dank guten Ausbildungsprogrammen meist erfüllt. Segelflugschulen und -gruppen haben sich entsprechend organisiert und bieten entsprechende theoretische und praktisen Hinweise an. Notfalls gibt es das Internet, wo allfällige Fragen beantwortet werden. O2-Anlagen bieten an:  Siebert Luftfahrtbedarf GmbH (DE), Büscher Flugversand, Friebe Flugbedarf u. weitere. Zu Medizinalsauerstoff kamen wir in Spitälern und im neheliegenden Flugzeugwerk.

Ps.: Das Buch  „Mensch & Umwelt“ Nr. 1, von 1956,  Autor PD Dr. med. Klaus Wiesinger +, aus der Documenta Geigy ist nur noch im Antiquariat zu finden.

Dass die Höhenkrankheit schon ab 1600 m ü. M. auftreten kann, wussten wir damals nicht!


Gesundheit um jeden Preis

Apfel mit Stetoskop

Was man für die Gesundheit tut,

ist nicht immer wirklich gut.

Pillen, Kuren oder Spritzen,

stundenlang im Heilbad sitzen.

Im Fitnesscenter Schweiss gebadet,

ob das nicht am Schluss dann schadet.

Gesundheit die wird gross geschrieben,

oft auch gerne übertrieben.

Der ganze Körper wird getrimmt,

man wandert, rennt und schwimmt.

Das Gewicht wird kontrolliert

und Salben werden eingeschmiert.

Die Werbung zeigt uns immer wieder,

schmiert den Körper und die Glieder.

Was der Arzt uns nicht verschreibt,

heut das Internet vertreibt.

Selbst für Menschen die nicht krank

gibt es Pillen gottseidank,

zwar ohne Wirkung und ohne Sinn,

doch wer sie nimmt der ist in.

Auch beim Essen wird geschaut,

was man in den Magen haut,

denn Käse, Fett und Butter,

sind kein Gesundheitsfutter.

Gesund sein und auch bleiben,

muss man auch nicht übertreiben,

zufrieden sein und öfters lachen,

das kann auch gesund dich machen.

Nicht immer geht die beste Kur

mit Salben, Pillen und Tinktur,

oft verschwinden schon die Schmerzen,

mit Zufriedenheit im Herzen.

Ruedi Gysi, 11- April 2018

Herz mit Springseil

Ruedi Gysi bringt es aus aktuellem Anlass auf den Punkt. Der Ballon „Gesundheitswesen“ wird weiter aufgepumpt. Wann ist die Platzhöhe errecht? Sie ist jene Höhe, auf der beim Ballon das Sicherheitsventil anspricht, um ein Platzen der Hülle zu vermeiden. Das Gesundheitswesen kennt kein solches Ventil! Nun alle Akteure und Profiteure verharren auf ihren bisherigen Ansprüchen, was zu einem Patt führt und längst als Normalzustand gilt. Sie sind sich gewohnt, den bald 90 Milliarden schweren Kuchen jeweils unter sich aufteilen. Keine Partei ist gewillt, etwas abzugeben: Ihr Rezept: Bei mir gibts nichts zu sparen, die Anderen sollen müssen wollen können…!

Die Parteien: die Ärzteschaft, die Pharmaindustrie, die Spitäler, die Krankassen und andere Versicherer, die Kantone, die ihre, auch unrentablen Spitäler schützen, der allgemeine Wasserkopf, der schleichend die Mengenausweitung effizient ausbaut, usw. Jeder Akteur ist an Wachstum interessiert. Auf diese Weise sind seine Pfründe mehr als gesichert.

„(…) Ständig werden neue Krankheiten «entdeckt», «verbesserte» Behandlungsmethoden und Medikamente entwickelt, neue Präventionsprogramme aus dem Boden gestampft oder neue Apps zur Überwachung des Gesundheitszustandes angeboten.)“

Bewährte Medikamente werden aus dem Markt genommen. Ersatzprodukte mit geringstfügiger Änderung der chemischen Formel werden auf den Markt geworfen mit dem Resultat, dass sie x-mal teurer sind als die Bewährten.

„(…) Ende Februar 2018 gab der Preisüberwacher der Schweiz bekannt, dass bei den Gesundheitskosten mittlerweile die Schmerzgrenze erreicht sei. Seit der Einführung der obligatorischen Krankengrundversicherung 1996 sind die Krankenkassenprämien fünfmal so schnell gestiegen wie die Löhne und die Gesundheitskosten doppelt so schnell gewachsen wie das Bruttoinlandprodukt. )“

Es wird vom Ärztemangel gesprochen. Vergleicht man einige Zahlen mit Singapur, dann hat die Schweiz auf die gleiche Bevölkerung bezogen etwa 2,5 x soviele Ärzte, 2,5 x soviel Krankenpflegepersonal, 2,7 x soviel Hebammen und über 3 x mehr Zahnärzte! Vergleichszahlen bietet die WHO!

Ärzte: Arbeitspensum. Es fällt auf, dass die Zahl von reduzierten Arbeitspensen zunimmt. Daraus folgt, dass offenbar so gut verdient wird, dass man sich dies leisten kann. Ansonsten müssten die meisten Ärzte Vollzeitpensen ausweisen.

Rationalisierungsfachleute würden, wenn sie gleich wirken könnten wie in bei der Sanierung von Betrieben der Privatwirtschaft, schnell fündig, wo die Hebel anzusetzen wären!

Die Schweiz zählt immer noch um die 183 Spitäler für gut 8 Mio Menschen. Singapur hat für 5,5 Mio Menschen 29, die privaten inbegriffen!

Die CVP will das Problem bei der Wurzel packen und meint damit die Kosten: Die Partei gibt sich überzeugt, dass im Gesundheitswesen Kosten von 6 Milliarden Franken ohne Qualitätseinbussen eingespart werden können. Sie will eine Kostenbremse einführen und die Prämienentwicklung an die Lohnsteigerung binden. Die Rentner werden wohl leer ausgehen, denn die Renten steigen nicht gleich mit den Löhnen.

CSS-Chefin Philomena Colatrella (49), wollte, die  Franchise auf 10’000 Franken anheben.

Comparis-Experte Felix Schneuwly glaubt, dass eine Franchise von 5000 Fr. genügen könnte…. Die Lastesel der Nation, die Versicherten sollen also andie Kasse gebeten werden!

Ein Ärgernis ist das Maklergeschäft! Ich ärgere mich darüber, dass man mir laufend und anonym Vorschläge unterbreiten will.  => „(…) Laut Bericht der eidgenössischen Finanzkontrolle haben die Krankenkassen 33 Millionen Franken für Maklerprovisionen bezahlt. CVP-Gesundheitspolitikerin Ruth Humbel schätzt die Zahl auf 50 Millionen Franken, laut Santésuisse betragen die Kosten für Provisionen und Werbung 100 Millionen Franken…)“ Offenbar fehlt die Übersicht!

„(…)  Die FDP schielt nach Singapur und glaubt an mehr Marktwirtschaft. Die Lobbyisten Felix Gutzwiller, Gesundheitspolitiker (Engagements bei der Sanitas, AXA, und Zürich) und Ignazio Cassis (Präsident der Krankenkassen Lobby Organisation Cura Futura), haben ein Positionspapier für die Partei ausgearbeitet. Ihren Überlegungen: Neuorganisation der Spitallandschaft und grössere Selbstverantwortung der Patienten – picken Rosinen für die Umverteilung auf Konsumenten!…)“ mehr hier

Es ist offensichtlich: Der Konsument (Patient) soll alles bezahlen.  Direkt durch Beiträge an die Krankenkassen und indirekt mit den Steuern! Die Botschaft, die immer wieder durchsickert: Der „unmündige und undisziplinierte“ Patient soll mehr Eigenverantwortung tragen!

Verbessert hat sich nichts! Ignazio Cassis hat sich für die Profiteure eingesetzt. Wenn er als Bundesrat gleich tickt, dann ist grosse Vorsicht geboten!

„(…) Ignazio Cassis war zwischen 1996 und 2008 Tessiner Kantonsarzt. Zudem hatte er von 2001 bis 2009 das Amt des Präsidenten der Schweizerischen Gesellschaft für Prävention und
Gesundheitswesen – heute Public Health Schweiz – inne.
Seit 2007 ist Ignazio Cassis als Nationalrat Mitglied des
Schweizer Parlaments und wurde 2015 zum Fraktionspräsi-
denten der FDP gewählt….)“ Quelle
„(…) Der am 20. September 2017 von der Vereinigten Bundesversammlung gewählte Ignazio Cassis (FDP) übernahm am 1. November 2017 seine Funktion als Departementsvorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). ..)“ Quelle

Im Jahr 2016 zählte die Schweiz 283 Spitäler

Spitäler in der Schweiz, Tendenz: abnehmend; Quelle: Kennzahlen der Schweizer Spitäler 2016, BAG

Derzeit wird die Kuh „Ambulante Behandlung“ gemolken. Es ist nicht einzusehen, weshalb ambulante und stationäre Behandlung ungleich finanziert werden müssen! Spitalkosten zahlen Kantone und Kassen, ambulante Behandlungen nur die Kassen. Dies führt zu Verzerrungen, die das Parlament nun beseitigen will. Grosser Knackpunkt ist die Rolle der Kantone. Mehr

Mehr auch unter: 30 Gesundheit


Krankenkassenprämien – damit es oben stimmt, müssen unten die Prämien erhöht werden

Die Kosten im Gesundheitswesen  und der stetige Anstieg der Krankenkassenprämien sind ein Dauerthema. Alle „neuen Anstrengungen“ zur Kostenminimierung brachten letztlich Mehrkosten – Krankassenprämien wurden nach Massnahmen noch nie gesenkt! Die Gesundheitskosten wachsen seit Jahren schneller als die Gesamtwirtschaft. Die Gesamtkosten kratzen an der 80 Milliardengrenze!

Die Begründungen sind einfach:

Der verwöhnte Patient geht wegen jedem „Bobo“ zum Arzt, am besten gleich auf die Notfallstation des nächsten Krankenhauses – auch wenn der „Schnupfen“ bereits drei Tage alt ist… Und stimmt der Ton nicht, wird sofort dar Arzt gewechselt, bis man hat, was man wollte. Es seien vor allem Fremdsprachige, die kaum wüssten, dass die erste Anlaufstation der Hausarzt ist. Da fehlt es wohl an der richtigen Information, bevor der rote Pass verschleudert wird. Unbegründete „Eintritte“ auf der Notfallstation werden nicht abgewiesen. Man darf nicht. Abhilfe: Grundlagen erarbeiten, damit eine Triage möglich ist, um Notfallabteilungen eben für echte Notfälle frei zu halten! Abgewiesenen sollten die Kosten für die Trage in Rechnung gestellt werden. Wenn’s ans Portemonnaie geht, hilft’s meistens schnell.

Es seien die Lateiner der Schweiz, die schneller zum Arzt eilten, deswegen seien die Krankenkassenprämien in der Waadt und in Genf entsprechend höher. Diese Unterschiede sind eine alte Weisheit, wies die Alpensüdseite doch schon vor 40 Jahren %-ual deutlich höhere IV-Bezüger aus.

Neue Medikamente seien wegen der aufwändigen Forschung teuer. Das mag so gesehen stimmen. Aber wenn bewährte preisgünstige Medikamente durch „Innovationen“ (oft mit einer kleinen bis unbedeutenden Änderung der chemischen Formel) ersetzt werden und dafür für den mehrfachen Wert des bisherigen Produkts verlangt wird, haben wir es zwar mit einer Innovation zu tun, die aber qualitativ dem Patienten nichts bringt (Effizienz und Effektivität). Anstelle von Innovation träfe in vielen Fällen der Begriff der schöpferischen Zerstörung (Schumpeter) zu! Wenn nur so lange Geld verdient werden kann, wie der Patentschutz dauert stimmt etwas nicht! Müsste das Gesundheitswesen mit seinen Methoden Autos Bauen, würde dieses einen grossen Beitrag an die Schonung der Umwelt leisten – weil die Autos nicht bezahlbar wären! Der ÖV würde aus den Nähten platzen und die Bahnhöfe mit ihren Stau fördernden Zugängen zu den Zügen wären total überfordert.

Das Zocken der Finanzmanager schürt Gelüste. Diese schwappen auch auf den Gesunheitsbereich über.

„(…) Gemäss dem im Internet einsehbaren Bericht hat Hirslanden-Chef Wiesinger im vergangenen Jahr 7’253’000 Rand verdient. Umgerechnet sind dies 1’027’750 Franken (Kurs per 31. Dezember 2010). Zum Vergleich: Gesundheitsminister Didier Burkhalter verdient jährlich 430’000 Franken….)

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass die Hirslanden-Gruppe im vergangenen Jahr (2010) der FDP eine Spende von 10’000 Franken gemacht hat, weil die Partei sich für marktorientierte Strukturen im Gesundheitswesen einsetze, schrieb Medi-Clinic.

Demnach war es die einzige Parteispende im gesamten Konzern im vergangenen Jahr. Die südafrikanische Spital-Gruppe untersagt nach eigenen Angaben Parteispenden.

Gemäss dem Bericht stellen die Schweizer 16 Prozent aller Betten in der gesamten Gruppe, die auch Privatspitäler in Südafrika und den Vereinigten Arabischen Emiraten betreibt. Allerdings ist die Hirslanden-Gruppe besonders profitabel. Die 13 Schweizer Hirslanden-Spitäler hätten 49 Prozent zum Gruppen-Ergebnis auf Ebene EBITDA beigetragen, hält Medi-Clinic im Jahresbericht fest. Q: news.ch/asu/sda)

Krankenkassen: Löhne der Geschäftsleitung
Krankenkassen: Löhne der Geschäftsleiter

Die zum Teil exzensiven Managerlöhne werden exakt mit der gleichen Argumentation begründet, wie wir sie aus der Finanzwirtschaft kennen: Die Bezüge entsprächen internationalen Gepflogenheiten… Wenn man vielleicht mit 2-3 noch teureren Staaten zu vergleichen hat, machen diese wohl die „Internationalität“ aus…! Fragwürdig und arrogant zugleich!

Lohnsummen der GL
Lohnsummen der GL
Aufwand und Ertrag
Aufwand und Ertrag

 

 

 

 

 

 

 

 

Steigt  die Abschöpfung, müssen die Aufwendungen erhöht werden! Auch deswegen steigen u.a.  die Krankenkassenprämien laufend!

Lohnsummen der Verwaltungsräte
Lohnsummen der Verwaltungsräte
Krankasenn: Lohnsumme gesamt
Krankenkasenn: Lohnsumme gesamt

 

 

 

 

 

Das kämmt sogar einem Trump die Haare nach hinten...!
Das kämmt sogar einem Trump die Haare nach hinten…!

In der Schweiz gibt es zur Zeit 48 Krankenkassen. Wird addiert kämmt es einen schnell nach hinten!

Das Buhlen um Kunden hat auch zu einem regelrechten Telefonterror von so genannten Krankassen vermittlern, die auch aus dem Ausland agieren, geführt!

Um letztlich die falschen Anreize (Boni) befriedigen zu können, findet zur Zeit ein regelrechter Investitionswettbewerb statt. Die öffentlichen Spitäler im Kanton Bern zeigen auf, was gemeint ist. Am Ende des Prozesses stehen viele teure Geräte und Anlagen kaum echt ausgelastet herum!

Der riesige Papierkrieg
„(,,,)Rund 530‘000 Personen wechseln auf das nächste Jahr hin ihre Krankenkasse. Der Wettbewerb zwischen den Kassen spielt in der Deutschschweiz stärker als in der lateinischen Schweiz. Grosser Beliebtheit erfreuen sich nach wie vor alternative Versicherungsmodelle, trotz eingeschränkter Arztwahl….

….Für den Wettbewerb ist nicht entscheidend, wie viele Personen die Kasse tatsächlich wechseln. «Allein die Möglichkeit eines Wechsels zwingt die Kassen, die Kosten tief und die Servicequalität hoch zu halten», sagt Schneuwly. Die Aufsichtsdaten des Bundesamtes für Gesundheit bestätigen die Aussage des Experten. …)“

Trotz dem, dieser administrative Aufwand muss jemand bezahlen!

Fortschritte

Es ist unbestreitbar, dass Fortschritte zu verzeichnen sind. Das muss anerkannt werden. Ein einfaches Beispiel: Wenn vor einigen Jahren ein Eingriff an einem Ellbogen in eier Privatklinik 2 Tage beanspruchten (1. Tag Vorbereitung und OP, danach Beobachtung und Entlsassung am Folgetag), passiert das gleiche heute an einem „Kleinen feinen Landspital“ ambulant und mit einem Supplement dazu innert 6 Stunden! Neben dem Eingriff am Ellbogen wurde gleichzeitig ein Karpaltunnelsyndrom behandelt. Antritt um 8 Uhr, Entlassung um 14 Uhr! Wer also darüber redet, dass der ambulante Bereich überdurchschnittlich teuer sei, muss gut vergleichen!

 

 

 

Gesundheitskosten (in Millionen Franken) 2013

69 227

davon für

stationäre Behandlung

31 312

ambulante Behandlung

23 695

Gesundheitsgüter

7 316

Gesundheitskosten im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt (BIP)

10,9%

Auf die stationäre Behandlung, die auch die Versorgung der Personen in Alters- und Pflegeheimen umfasst, entfallen 45% der Gesundheitskosten. Die ambulante Behand­lung, einschliesslich jener der Spitäler, macht ein Drittel der Gesundheitsausgaben aus.

Auch wenn weit herum geglaubt wird, Herr und Frau Schweizer könnten sich alles unbeschränkt leisten, ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den finanziellen Ressourcen erst recht angesagt. Der Grundsatz von Zero Defects gilt auch hier. Wird über Zero Defects geredet, geht man vom primitivsten Anstand, eine Arbeit fehlerfrei zu erledigen, aus.

Statt dessen, so der Eindruck, wird Management by Caterpilar geübt:

„Man schiebt die grossen Haufen langsam vor sich hin“. Bild: Caterpillar

„Man schiebt die grossen Haufen langsam vor sich hin“. Erfolgreiche Lobby scheint wichtiger zu sein. Politik wie die Lobbyisten jener, die den finanziellen Gesundheitskuchen unter sich aufteilen sind weder gewillt, noch fähig, etwas für die Bürger zu tun. Sie fühlen sich ihren Auftraggebern, ihren Arbeitgebern und ihren politischen Parteidirektiven verpflichtet – koste es, was es wolle!

Ähnlich läuft es in der Sozialindustrie: Wachstum ohne Ende! „(…) Von solchen Zuwachsraten schwärmt jeder Unternehmer und träumt jeder Volkswirt: Um durchschnittlich über 5™Prozent wachsen die Staatsausgaben für Sozialhilfe ­jedes Jahr. Wurden 2003 noch 4,4™Milliarden Franken a

n Leute verteilt, die als sozial schwach gelten, waren es 2014 bereits 7,9 Milliarden – über zwei Drittel mehr. Auf den ersten Blick scheint es, als seien die immer grösseren Ausgaben mit der höheren Einwohnerzahl erklärbar – verharrte doch der Anteil der Bezüger in den letzten Jahren bei 3,2™Prozent. «Sozialhilfequote gleich wie vor zehn Jahren». …)“ Ein grosser Teil dieses Geldes wäre in der Bildung besser angelegt!


Gesundheitswesen: Renditen und Speck

VW hat sich mit Abgasmanipulationen (der eigentliche Skandal) in eine Ecke manöveriert und steht mit dem Rücken zur brennenden Wand. Nun wollen die neuen Manager sich des Schicksals des Ueli Rotach entledigen.

Ob die Geschichte wahr ist oder nicht, ist weniger wichtig, sie symbolisiert.

VW gedenkt, sich nun mit der Entlassung von 30’000 Mitarbeitenden zu sanieren.

Auch ohne Skandal hätte VW längst eine Speckabschmelze in Gang setzen müssen. „(…) Völlig außer Reichweite für VW bleiben die Gewinne pro Fahrzeuge bei Toyota. Im reinen Autogeschäft (ohne Finanzdienstleistungen und andere Aktivitäten) erzielt Toyota 9,7 Prozent Gewinn-Marge oder 1.862 Euro Gewinn pro verkauftem Fahrzeug. Fast drei Mal mehr als VW nach den ersten neun Monaten.

Die Erkenntnis: VW hat auch ohne Abgasskandal zu viel Speck angesetzt. Daraus folgt, was die Weisen der Dakota-Indianer schon wussten: Wenn du bemerkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab!

Das was VW jetzt angeht, haben in der Industrie schon „zig“ Unternehmen durchlaufen. Es ist immer das Gleiche: Laufen die Kosten aus dem Ruder, muss saniert werden. So geht man mit der Zeit – Sonst geht man mit der Zeit. So läuft es in der „freien“ Wirtschaft.

Doch nicht alles was glänzt ist Gold! Rudolf Strahm (SP) blickt durch: Sonntagsliberale: „Nur am siebten Tag predigen sie Wettbewerb“ Denn wie könnte jemand auf die Idee kommen, in der Schweiz herrsche Kaufkraftabschöpfung wie in der DDR?

Also doch mehr Planwirtschaft in der viel besungenen freien Schweiz?

Betriebe saniern kennen planwirtschaftlich organisierte Staaten höchstens aus den Büchern, sofern diese nicht auf dem „Index“ sind. Staatlichen und öffentlich rechtlichen Betrieben, eben auch in der freien Marktumgebung hängt ein starker Hauch von Planwirtschaft an. Sie werden weniger oft respektive selten bis nie entspeckt!

Spare Seife, aber wie?
Spare Seife, aber wie?
 Die Schweiz rühmt sich, eines der besten Gesundheitswesen der Welt zu haben. Es ist kaum dem freien Markt unterworfen, da es keinen konkurrierenden Markt gibt! Es ist gleichzeitig auch eines der teuersten. Bezüglich Kostenentwicklung hat es sich zur Krake entwickelt. Die Kosten wachsen seit langer Zeit überproportional zum BIP.

Gesundheitswesen Schweiz: Der um die 70 Milliarden Franken schwere Gesundheitskuchen wird nach strengen „Regeln“ alljährlich verteilt. Kaum einer der Nutzniesser ist bereit, etwas von seinen Pfründen abzugeben. Freilich wurde die Pharmaindustrie dazu verknurrt, ihre Produkte, die sie im Ausland zu viel tieferen Preisen verkauft, hier günstiger anzubieten. Doch darf sie nach wie vor mit einem künstlich hohen Euro-Kurs von Fr 1,2 rechnen! Parallelimporte sind blockiert. Die Kaufkraftabschöpfung in der Schweiz ist enorm. Bezahlen muss es der Bürger mit seinen Beiträgen an die Krankenkassen, mit Eigenleistungen (Franchisen, Selbstbehalte) und mit den Steuern.

Das Ausgabenniveau in der Schweiz ist hoch und das Wachstum hat sich beschleunigt

VW wird beispielsweise u.a. mit Toyota verglichen. Vergleichen wir das Schweizer Gesundheitswesen mit jenem von Singapur einmal mehr. „Das Schweizer Gesundheitswesen ein Sanierungsfall!wurde bereits beschrieben. Passiert ist nichts Einschneidendes.

Der Stadtstaat ist der Schweiz in vielerlei Hinsicht ähnlich: Kleinstaat, hohes Volkseinkommen, hohe Bevölkerungsdichte, unterschiedliche Kulturen und eine Vielzahl von Einwanderern. Es gibt auch im Bereich der Gesundheit Gemeinsamkeiten. Was auffällt: Gute Versorgung – aber kein Bett zu viel – In Singapur kommen 2 Spitalbetten auf 1000 Einwohner, in der Schweiz sind es deren 4.6, Faktor 2,3. Diese geringe Bettendichte kann aus zwei Gründen aufrechterhalten werden: Eine kurze Aufenthaltsdauer und eine im Vergleich zur Schweiz massiv geringere Hospitalisierungsrate. Während hierzulande pro 1000 Leute rund 166 Spitalfälle registriert werden, zählt Singapur nur gerade 91 Fälle Faktor 1,8. Auch wenn man berücksichtigt, dass die demografische Alterung in Singapur der Schweiz etwa 10 Jahre hinterherhinkt, scheint der Unterschied trotzdem beträchtlich. Hier mehr dazu!

(…) Da Singapur sich ausdrücklich nicht als Wohlfahrtsstaat versteht gibt es auch keine allgemeine Gesundheitsversorgung. Die Singapurer sind privat versichert, wobei Ärztetarife je nach Versicherungsaffiliation geregelt sind. Zahnversorgung ist in der Regel vom Versicherungsschutz ausgenommen. Trotz oder vielleicht gerade wegen der Privatfinanzierung sind die Singapurer mit 13 privaten und 10 öffentlichen Krankenhäuser und mehrere Spezialkliniken auf höchstem Niveau. Dadurch ist das Gesundheitssystem Singapurs als regionales Zentrum bekannt und hoch angesehen. …)“

Politiker und Gesundheitsexperten der Schweiz schielen stets nach Rosinen für ihre Zwecke in Singapur! Bei all ihren Anstrengungen gewinne ich den Eindruck, dass es weniger um die Entlastung der Menschen im Allgemeinen, als viel mehr um die Sicherung von Pfründen (lukrativer Posten nach einer Abwahl oder nach dem „natürlichen Austritt“ von Ämtern) im Speziellen geht. Ergo muss man den Kaufkraftabschöpfern das Wort reden. Die vielen Kleinen fallen eh nicht ins Gewicht, mögen die Mächtigen denken. Sehen wir uns doch einmal einige Daten im Vergleich mit Singapur ein weiteres Mal an:

Bevölkerungsdichte 2015

Schweiz 8,287 Mio Faktor 1,49

Singapur 5,535 Mio

Anteil d. Bevölkerung unter 15 Jahre: CH: 14,8 %, SGP: 15,5% (2015)
Anteil d. Bevölkerung über 65 Jahre: CH: 18,0 %, SGP: 11,7% (2015)

Pro Kopfeinkommen (Durchschnitt)

Schweiz 73.768 EUR Faktor ca. 1,58

Singapur 46,497 EUR

BIP pro Einwohner

Schweiz 80’603 US Dollar Faktor: 1,53

Singapur 52’888 US Dollar

Gesundheitsausgaben, gesamt (% des BIP), Ländervergleich für:

Schweiz: 11,7% Weltrangliste 7 (2014) Faktor ca. 2,4

Singapur: 4,9% Weltrangliste 143! (2014)

Gesundheitsausgaben pro Kopf (US $)

Schweiz 9.674 (2014) Faktor: 3,5!

Singapur 2.752 (2014)

Ärztedichte / 10’000 Einwohner 2013

Schweiz 40, Faktor 2

Singapur 20

Spitäler

Schweiz: 189 Faktor: 8,2 mit total 37636 Betten, Faktor 2,18 und 152 433 Vollzeitbeschäftigten, Faktor …. Quelle: Gesundheit: Taschenstatistik 2015

Singapur 23 mit total 31 auf 10’000 E = 17200 Betten und …. Vollzeitbeschäftigten

Selbstmorde (pro 100.000 Einwohner)

Schweiz: 11,3 (2013) Faktor ca. 1,1

Singapur: 10,3 (2006)

Vertragszwang mit Krankenkassen)

Schweiz: Total,

Singapur: Es gibt für Ärzte keine Gebührenordnung. Jeder Arzt legt sein Honorar selbst und frei fest. Wer zu teuer ist oder ein schlechtes Renomé hat, wird vom Markt aussortiert.

Wer in Singapur erkrankt, wird durch Hausärzte und Krankenschwestern behandelt, die entweder in den 18 staatlichen Polikliniken oder in den rund 2.400 Privatkliniken beschäftigt sind. Sie sind die erste Anlaufstelle für Patienten, die dann – wenn nötig – zur Behandlung durch Fachärzte in eine Klinik überwiesen werden. Zur Grundversorgung gehören die ambulante medizinische Behandlung, die Nachsorge nach einem Krankenhausaufenthalt, Impfungen, Screening, gesundheitliche Aufklärung, Diagnostik und Arzneimittelversorgung. Etwa jede fünfte Grundversorgung erfolgt nach Angaben des Gesundheitsministeriums durch die Polikliniken, 80 Prozent durch Privatkliniken. Die zahnärztliche Behandlung findet entweder in einem öffentlichen Krankenhaus oder Zahnzentrum oder in einer privaten Zahnklinik statt. Es besteht eine freie Arzt- und Krankenhauswahl. Ärzte in Singapur müssen sich an keine staatlichen Gebührenordnung richtet, wodurch jeder Arzt die Höhe seines Honorars frei individuell festlegen kann.

Lohnkosten: Im Vergleich hat Singapur sehr tiefe Lohnkosten. Der Grund dafür: Singapur beschäftigt sehr viel ausländisches Personal, welches zu sehr niedrigen Löhnen arbeitet. Der Anteil von Hilfspersonal ist wesentlich grösser als in der Schweiz. Der Durchschnittslohn für eine Pflegefachkraft beträgt in der Schweiz 73358 Fr.-/Jahr (Deutschland 31’800.- EUR; Österreich 34616.- EUR)

Nun kommt ein weiterer Versuch vom Novartis-CEO Jimenez zur Diskussion, um die Medikamente zu vermarkten. Seine Behauptung: «Ein Viertel der Kosten für die Gesundheit ist unnütz» Das Rezept von Novartis: den Nutzen seiner Medikamente aufzeigen. Das neue Herzmittel Entresto etwa soll die Hospitalisierung der Patienten vermeiden und deswegen einen Kostenvorteil haben. Und: Medikamente sollen vermehrt ihrer Wirkung entsprechend bezahlt werden. Nützt eine Arznei nichts, gibt es Rabatte. Wirkt sie, gibt es mehr Geld für Novartis.

Wer es noch nicht gemerkt hat: Es wird letztlich wohl eine akademische Frage sein, ob und wie das Medikament wirkte! Dem Patienten wird stets bewiesen, dass es eine Wirkung gab, besonders dann, wenn gleichzeitig mehrere Medis zum Einsatz kommen. Mit „personalisierten“ Medikamentenpreisen lässt sich eine weitere rote Nase verdienen.

Ich gehe davon aus, dass personalisierte Medikamente nicht die

Paracelsus
Paracelsus – „Habe die Summe der Bücher ins Feuer geworfen, auf das alles Unglück mit Rauch in Luft aufstieg…“ – „… nichts ist ein Gift – nur die Dosis macht Gift zu Gift…!“ Paracelsus verbrannte in einer Nacht anno 1927 in Basel öffentlich alle Handschriften der klassischen Medizin – wohl Schriften von Galen und Avicenna – Q

Zukunft ist. Ich gehe weiter davon aus, dass es dem Anbieter gelingen muss, wirksame Mittel auf den Markt zu bringen. Und ich erwarte, dass der Arzt, welcher Mittel und Medikamente verschreibt genügend darüber weiss und die Zusammenhänge versteht. Eigene Erfahrungen und solche aus dem Bekanntenkreis lassen diesbezüglich grosse Fragezeichen offen. Nur wer die Ursachen kennt, kann geeignete Medikamente verschreiben.

Nanoroboter - als Hinweis auf den technischen Fortschritt in der Medizin, Q
Nanoroboter – als Hinweis auf den technischen Fortschritt in der Medizin, Q

Es kommt in der Schweiz äusserst selten vor, dass ein Arzt, eine Arztpraxis oder ein Spital in Konkurs gerät. Dies ist ein Indiz dafür, dass das Gesundheistswesen mehrheitlich planwirtschaftlich funktioniert. Die Ärzteschaft wie das übrige Personal sind praktisch gesehen Staatsangestellte. Sie brauchen sich vor dem kalten Gegenwind, der in der Privatwirtschaft weht, kaum zu fürchten.

Für Betriebssanierer gäbe es viel zu tun! Aber sie müssten vielleicht zuerst verstehen, mit wem sie es zu tun hätten und  wo anzusetzen wäre. Wenn ich bei Gelegenheit meine Beobachtungen mache und für mich so etwas wie ein vereinfachtes Multimomentverfahren anwende, kommen erstaunliche Ergebnisse zu Tage! Die Erkenntnis: Es gibt schweizweit ein riesiges Sparpotential, ohne dass die Leistung oder die Qualität vermindert werden müsste! Es ginge darum, endlich die Hausaufgaben zu machen!
Es bleibt der Leserschaft überlassen nachzurechnen wieviel bei der Reduktion der oben genannten Faktoren um 2- 3 Zehntel (die Suizidrate soll dabei ausser Acht gelassen werden) zu Gunsten der Schweiz herausschauen würde. Und, da wir zu viele kleine Spitäler haben, ist weniger Politik und mehr Betriebswirtschaft gefragt – unabhängig davon, ob ein Gesundheitsdirektor wieder gewählt wird aber nicht doch nicht auf Kosten der Regionen, damit ein ruinöser Investitionswettbewerb (läuft derzeit auf Hochtouren) die Mengenausweitung fördert, damit die Grossen Zentren, Privatkliniken und Unispitäler Umsätze bolzen müssen, um die falsche Anreize „Boni“ auszahlen zu können!

 


Das Schweizer Gesundheitswesen ein Sanierungsfall!

Avenir suisse in: „Das Sparkonto als Krankenversicherung„, und die FDP glauben, im Gesundheitssystem in Singapur und Holland die Heilmittel für das kranke und teure Gesundheitswesens der Schweiz gefunden zu haben. Die FDP schielt nach Singapur und glaubt an mehr Marktwirtschaft. Die Lobbyisten Felix Gutzwiller, Gesundheitspolitiker (Engagements bei der Sanitas, AXA, und Zürich) und Ignazio Cassis (Präsident der Krankenkassen Lobby Organisation Cura Futura), haben ein Positionspapier für die Partei ausgearbeitet. Ihren Überlegungen: Neuorganisation der Spitallandschaft und grössere Selbstverantwortung der Patienten – picken Rosinen für die Umverteilung auf Konsumenten!
Kostenumfang des Schweizer Gesundheitswesens: über 68 Mia Franken – mit festem Verteiler! Niemand will etwas abgeben. Verhandlungen enden meist in einem Patt. Es wird viel geredet jedoch wegen gegenseitiger Blockierung wenig erreicht. Wird etwas erreicht, so bestenfalls Erweiterung des grossen Kuchens.
Jede Organisation kann problemlos 10% abspecken. Sie muss nur wollen. Muss es mehr sein, braucht es  Sanierer. Sie orientieren sich an den Zielen der Unternehmung, den Kostenfaktoren wie: Personal, Auslastung der Betriebsmittel, Qualitätsaspekte, Fehlerquote, usw.

Sie würden an zwei Punkten zuerst ansetzen:

  1. Schrumpfung des Wasserkopfs durch Personalabbau .
  2. Mehr Markt  mit weniger Regulierung

Vergleiche:

*BIP pro Einwohner: CH : SGP = 2,15 : 1
*Ärzte / 1000 Einwohner: CH : SP = 2,05 : 1 (3,9 : 1,9 Ärzte)
*Klinikbetten: 2,5 : 1 ( In SGP wird Bettenmangel beklagt!)
*Krankenschwestern u. Hebammen 2,71 : 1
*Zahnärtzliches Personal, 3 : 1
Ärzte/Krankenkassen:
SchweizVertragszwang (kein Markt)
Singapur:  Kein Vertragszwang (Markt!)
Anteil d. Bevölkerung unter 15 Jahre: CH: 14,8 %,  SGP: 17,1%
Anteil d. Bevölkerung über 65 Jahre:  CH: 17,7 %,  SGP: 10,2%
Spitäler: Schweiz 189 (abnehmend), 44% d. Gesundheitskosten fallen auf die Spitäler),  Singapur 25, davon 10 privat betrieben. Die Anzahl allein sagt wegen fehlendem Grössenvergleich wenig.  Singapur hat aber weniger Verwaltungskosten.
Gebührenordnung: Schweiz: Alles ist geregelt! TARMED, Analyseliste (AL, Spezialitätenliste (SL), Mittel- und Gegenstände-Liste (MiGeL) , Tarife in der Grundversorgung. Singapur: keine staatlichen Gebührenordnung für  Ärzte, der Arzt setzt das Honorar selber fest.
Medianalter im globalen Ländervergleich 2013 (total, m, f)
Schweiz:    41,8 – 40,8 – 42,7
Singapur:  33,6 – 33,5 – 33,7
Holland:    41,8 – 41,0 – 42,6
Finnland:  43,0 – 41,2 – 44,8
Gesundheitskosten gesamt, bezogen auf das BIP 2,45 : 1 (Weltbank 2012).
Singapur hat 1983 das Medical Saving System eingeführt. InWie ein Medical Savings Account die Eigenverantwortlichkleit stärkt“, wird versucht, dessen Vorteil in den Vordergrund zu stellen.Gesundheitskosten im VergleichAus der Statistik ist nicht erkennbar, wie es vor der Einführung war. Der Kostenanstieg verläuft auf tieferem Niveau etwa ähnlich wie hier. Wenn sich die Kostenverlagerung vom Staat zum Bürger verschoben hat, muss man auch die Nachteile sehen! Die Menschen gehen zum Arzt, wenn z.B. die „Chinesische Medizin“ nicht hilft. Dann wird der preisgünstigste Arzt aufgesucht. Eine Hausarztpraxis in der Schweiz hat eine andere Qualität als eine solche in Singapur!

Schweiz: Der Haus- und Kinderarzt ist die erste Anlaufstelle bei medizinischen Problemen. Ausstattung:  Arzt mit 1 bis mehreren Praxisassistentinnen, Empfang, Wartezimmer, Praxislabor, Blutentnahme, Röntgenapparatur, EKG, usw. 70 % der Behandlungen erfolgen durch den Hausarzt, 20 % Behandlungen und weiterführende Untersuchung durch Hausarzt selbst 10 % Überweisung an Spezialisten oder ins Spital ,1 bis 2 % der Patienten Überweisung ins Spital, Medikamentenabgabe

Singapur: Der Haus- und Kinderarzt ist die erste Anlaufstelle bei medizinischen Problemen.  Einfache Praxis mit Empfang, Warteraum mit einigen Sitzplätzen, WC, keine Spezialgeräte und Apparaturen,  ein bis zwei Ärztezimmer mit Pult zwei Stühlen, einer Liege, Grundausrüstung (Blutdruckmesser, Temperaturmesser, Stethoskop… Es handelt sich um eine Triagestelle für eine erste Diagnose, einfachste Behandlungen. Abgabe von Rezepten für Medikamente oder Überweisung an Labor, Röntgen, usw. und allenfalls zu Spezialarzt oder Spital.

  • Der Infosperber spricht unter: “ „Handeln wie nach einem Flugzeugabsturz““ gravierende Mängel an.
  • Fehler in Akutspitälern: jährlich 5000 Todesfälle
  • 120’000 Patienten mit Nach-OP oder Nachbehandlungen
  • Bundesamt für Gesundheit «Jeder zehnte Spitalpatient erleidet einen gesundheitlichen Schaden und die Hälfte dieser Schäden wäre vermeidbar.»  das sind 2000 bis 3000 vermeidbare Todesfälle und rund 60’000 vermeidbare Schadensfälle pro Jahr.
  • Schäden  in Arztpraxen oder Pflegeheimen: Fünf Prozent der Spitaleinweisungen mit falsch verschriebenen Medikamenten. 150’000 Patienten mit gleichzeitig mehr als zwanzig Medikamenten; Über 5000 von ihnen sterben jährlich an einem gefährlichen Arzneimix.
  • Einfluss der Konzentration von Ärzten am Wohnort beeinflusst Mengenausweitung – Kanton Freiburg: fast doppelt so viele 60-jährige Frauen haben keine Gebärmutter mehr wie im Kanton Graubünden…

Blockaden: Zeigt die eine Seite auf „expansiven öffentlichen Dienst“ hin, kontert die Gegenseite sofort: „Stellenboom dank Privaten“ um am Problem vorbei zu reden! Sie sorgen für „Kontinuität“ im Verteilkampf:  Eine IG übernimmt die Gesundheitskommission

Fazit: Im Vergleich zu Singapur leistet sich die Schweiz eine mehr als doppelt so hohe Infrastruktur. Singapur hat demnach nicht allein wegen des Medical Savings Accounts geringere Kosten! Kaum jemand ausser den Konsumenten ist ernsthaft an Kostensenkungen und Effizienz echt interessiert!

 

 

 


Gesundheitswesen: Mikado-Therapie


Die Kosten im Gesundheitswesen steigen ohne Ende. Die Krankenkassenprämien erhöhen sich unhaltsam stärker als das BIP und die Teuerung. Bei einer Teuerung von 0.4% sind es aktuell im Durchschnitt 4%. Faktor 10! Die Politik scheint machtlos zu sein. Der Kuchen, um den es geht ist 68 Milliarden Franken gross. Davon lebt es sich für Leistungerbringer gut. Niemand ist bereit, etwas davon abzugeben. Die Leistungsbezüger bzw. die Prämiemnzahler bezahlen dafür.

Die Akteure spielen ein fieses Spiel zu Lasten der Leistungsbezüger respektive der Prämienzahler. Alle beharren auf ihrem Standpunkt und/oder sie blockieren sich gegenseitig. Sie spielen Mikado: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren!

Kosten und Finanzierung des Gesundheitswesens 2012: Provisorische Zahlen

Gesundheitskosten jetzt bei 11,5% des BIP
Neuchâtel, 13.05.2014 (BFS) – Das Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandprodukt stieg im Jahr 2012 von 11,0 auf 11,5 Prozent. Die Ausgaben für das Gesundheitswesen betrugen 2012 insgesamt 68,0 Milliarden Franken und damit 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Stark ins Gewicht fällt dabei das Wachstum der Spitalausgaben um 2,3 Milliarden. Dies sind die Ergebnisse der neuesten provisorischen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zu den Kosten und der Finanzierung des Gesundheitswesens. BFS, Gesundheit (13.05.2014 09:15 – (0350-1404-00 )

Bundesrat Berset sagte am 24.9.14 vor den Medien in Bern: «So lange die Gesundheitskosten steigen, steigen auch die Prämien» und «Die Entwicklung wird so weitergehen.» So ehrlich war schon lange kein Gesundheitsminister mehr! Er gab auch zum Ausdruck:

„(…) Berset versicherte, der Bundesrat unternehme alles, um die Gesundheitskosten zu senken. Er ergänzte aber – ohne Namen zu nennen -, dass die ideologische Diskussion mit vielen Akteuren die Suche nach Lösungen erschwere. …)“

Gemeint sind wohl die Interessensvertreter in den Kommissionen im Bundeshaus (Nationalrat: Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit, sowie die entsprechende Kommission im Ständerat).

Eigentlich müssten die hohen Zuwanderungsraten von bestqualifizierten Ausländern, wie sie Politik und Wirtschaft immer wieder verlangen, kostensenkend wirken. Dem ist nicht so! Etwa 35% der Eingewanderten arbeiten nicht. Etwa 10% sind in nicht definierbaren „Berufen“ tätig! Und der Rest?

Längst bekannte Diagnose

Die Diagnose ist seit Jahren bekannt. Die Studie von Professor Tilman Slembeck im Auftrag von sabtésuisse zeigte es auf. Die Studie Slembeck  

Zwar wird viel von Markt im Gesundheitswesen geredet, etwa, wenn es um die Erhaltung möglichst vieler Krankenkassen geht. Dass Strukturerhaltung betrieben wird, darüber äussert sich kaum jemand. Der Markt spielt nicht! Mit der der Initiative für eine Einheitskrankenkasse, hätte man den Markt definitiv verbannt! Das Volk hat es deutlich erkannt und die Initiative wuchtig abgelehnt. Trotzdem reden die Initianten von einem Erfolg! Einige hoffen gar, darunter die SP-Politikerin Jaqueline Fehr, in der Westschweiz werde es zu kantonalen Einheitskassen führen. Womit man so etwas wie einen Versuch in der Praxis bekäme, um die Vorzüge aufzuzeigen. So überzeugt sind sie also selber nicht, sonst wäre dieses Gedankenspiel nicht nötig. Die SP versuchte, sich gegen eigene Erkenntnisse durchzusetzen: 11.04.2013 – Die SP-Studie gesteht es ein: Eine staatliche Einheitskasse ist eine Scheinlösung und kann den Prämienanstieg nicht dämpfen.

Die Preisbildung im Gesundheitswesen entsteht in einem komplexen Tarifsystem. Der Markt hat kaum einen Einfluss. santésuisse spricht von «reguliertem Wettbewerb»!

Therapieansätze Gesundheit: Staat hat versagt, Mehr Wettbewerb! Das sagt der Infosperber. Es sind auch weiterführende Informationen erwähnt. Die sollte man sich etwas näher verinnerlichen!

Wenn es zutrifft, dass der Risikoausgleich verbessert wird, hat die Initiative doch etwas bewirkt. Doch der Markt ist damit aber noch lange nicht gefördert und der Wettbewerb kaum verbessert.

Falsche Anreize? Saloppe Aussage: Wer mehr behandelt, verdient mehr. Warum ist die Verlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich so attraktiv?

„(…) Flecken auf dem Weisskittel:  Jeder fünfte OP-Arzt und Pfleger räumt bei einer Umfrage ein, dass in seinem Spital Patienten unnötig unters Messer kommen.  Zudem zeigen Daten des Bundes erstmals: Lukrative Operationen haben stark zugenommen – bis zu 96 Prozent!…)“ mehr bei comparis: „Geld statt Gesundheit: Ärzte gestehen unnötige Operationen“

Machen die Hausärzte etwas falsch? Die Notfallaufnahmen verzeichnen übermässigen Zuwachs.

Wie funktioniert die Koordination zwischen Bund und der Kantone? Die Planung und der Betrieb von Spitälern hört oft an der Kantonsgrenze auf.

Wie steht es um den Wettbewerb? Warum muss eine Krankenlkasse mit allen Ärzten abrechnen, auch bei einem Überangebot an Ärzten? Ist es richtig, dass Ärzte über grosse unternehmerische  Freiheiten bei staatlich festgelegten Tarifen verfügen?

Warum sind Parallelimporte für Medikamente nicht gestattet? Es ist ein anspruchsvolles Thema. Profit aus Parallelimporten würden die Importeure und der Zwischenhandel ziehen. Patienten und Konsumenten würden kaum profitieren. Mehr unter: Parallelimporte gefährden die Arzneimittel-Forschung und – Entwicklung in der Schweiz

Weshalb sind Medikamente in der Schweiz so teuer? Darüber lesen Sie in PHARMA’sBLOG daraus ein Zitat:

„(…) Medikamentenpreise (wir reden hier von denen, die von der Grundversicherung übernommen werden) sind keine Marktpreise, sondern werden staatlich festgesetzt. Der Publikumspreis eines kassenpflichtigen Medikamentes setzt sich zusammen aus dem Fabrikabgabepreis und den Vertriebskosten. Der Fabrikabgabepreis wiederum wird aufgrund eines therapeutischen Quervergleichs und eines Auslandpreisvergleich bestimmt.)“

Für den dreisprachigen Beipackzettel bezahlt der Konsument fünf Prozent! Das ist ungeheuerlich! Setzt man die Übersetzung in zwei Sprachen mit der Forschung und Etntwicklung in Relation, wird deutlich, dass es sich nicht um einen kalkulatorischen, sondern um einen politischen Wert handelt. Und die Pharmabranche ist die einzige, die wegen des starken Frankens eine Sonderregelung in Anspruch nehmen darf. Ihr wurde  für die Kursschwankung eine von drei auf fünf Prozent erhöhte «Toleranzmarge» zugestanden (entgangene Einsparungen von 67 Millionen Franken!). Die Branche investiere sechs Milliarden Franken in die Forschung und droht trotz höheren Umsätzen und Gewinnen mit möglichen Standortentscheiden…

Die Prämienzahler subventionieren höhere Preise im Inland und Quersubventionen ins Ausland – namentlich u.a an den Wirtschaftsmotor der EU, Deutschland …! Unter Mitwirkung des Staates werden die „Wettbewerber“ geschützt, anstatt der Wettbewerb. Ausgerechnet jene, die die Einmischung des Staates minimieren wollen, diktieren dem gleichen Staat, den Schutz ihrer Preise indem sie den Markt für ihre Zwecke (Gewinnmaximierung) auszuschalten versuchen. Die «unsichtbare Hand des Marktes» (Adam Smith, 1776), bleibt auf diese Weise, was sie war, eine Metapher.


Genau hingeschaut