Kategorie-Archiv: 30 Gesundheit

Fast nur Ausländer in den Intensivbetten

Ausländer auf der Intesnsivstation
Fast nur Ausländer in den Intensivbetten
Christoph Mörgeli

 

Lieber Chrstoph Mörgeli, was man für Geld nicht alles macht! Die Gastronomie und die Tourismusbranche klagt wegen fehlenden Ausländern. Die Spitäler werden wohl kaum gratis arbeiten!

Besser, man behandelt „Virendreckschleudern“, als dass man sie unters Volk, oder krepieren lässt. Aber jene die leichtfertig nach Hause fuhren, sollte man sanktionieren, wenn es sich um „verseuchte Zonen“ handelt und sie die Quarantäneauflagen missachteten. Als in einem bekannten Senoirenzentrum in der Innerschweiz ein Teil der  Bediensteten Weihnachten zu Hause, also auf dem Balkan verbrachten, gab es kurz nach ihrer Rückkehr im Haus fast um die zwanzig Covid-Ansteckungen. Im weiteren Fall gab es Todesfälle. Da hat eindeutig die Kontrolle versagt und auch die Reiseempfehlungen sowie die Quarantäne auflagen wurden missachtet. Grobfahrlässige Tötung? Oder grobfahrlässige Gefährdung mit Todesfolge? Es müsste mal jemand klagen. Doch es würde letztlich am Beweis happern!

Wenn der Staat die Gepflogenheiten vieler Ausländer nach Jahrzehnten ihrer Anwesenheit noch nicht kennt, soll man nicht Grossfamilien und deren religiösen Gepflugenheiten mit deren Traditionen anprangern. Der Staat, der für das Wohl seines Volkes da ist müsste wegen seinen Versäumnissen vorgeführt werden! Es müssten viele Gutmenschen über den Schatten springen, was sie besonders in der Schweiz nicht mögen. Es könnte ja nachteilig sein…! Tut man nichts ist’s falsch, tut man etwas, auch! Ich habe die Covid-Intensivpflege erfolgreich hinter mir. Es sei ca. 2 Min. vor zwölf gewesen! Kein Ausländer hat mir das Bett streitig gemacht! Dafür erlebte ich ein Gesundheitswesen der besten Art! Kompetent, empathisch, professionell und trotz Überlastung der Mitarbeitenden stets aufmerksam und freundlich! Es waren auch Ausländerinnen und Ausländer als Pflegefachkräfte im Dienst, auch solche die Kinder zu Hause haben und welche im Hausdienst. Sie haben ihren Job hervorragend gemacht. Jene die ich antraf, wissen es von mir. Sie verdienen die gleiche Wertschätzung wie unsere Einheimischen! Ich glaube, dass es nicht falsch ist, den Menschen zu betrachten, egal welcher Nation! „M hoch vier“ hat nicht ausgedient! Es bedeutet: „Man muss Menschen mögen“! Ohne Ausländer und Ausländerinnen wäre unser Gesundheitswesen längst kollabiert! Und einige industrielle  und gewerbliche Betriebe sowie das Baugewerbe auch! Natürlich gibt es immer Ausreisser. Jene Unternehmer, welche die Gelegenheit ausnützten und „Coronagelder“ des Staates für sich beanspruchten oder es im Ausland anlegten sind wohl die allermeisten keine Ausländer, sondern aus ihrer Sicht überschlaue Schweizer, die ihre Mitgürger betrügen. Dazu gehören auch die Trickser, welche den Bezug von Arbeitslosengelder „maximieren“!

Wer mit der Nadel in die Blase des Ballons sticht, erzeugt mit einem kleinen Leck eine grosse Wirkung. Es geht mir darum, in die richtige Blase zu stechen! Während Bundesbern bereits an der 11-Millionen-Schweiz plant, wehrt sich niemand gegen die dafür notwendigen Ausländer!

Also bitte: Etwas Toleranz darf sein! Versuche man doch bitte, das „Denkmal“ aus der gleichen Sicht zu betrachten! Wer gegen Ausländer agiert, müsste in Kauf nehmen, dass die Wirtschaft schrumpft. Man stelle sich vor, was morgen wäre, wenn über ein Viertel der in der Schweiz Lebenden einfach ersatzlos weg wären!

Howgh!

🦅🤔🤣


Covid-19, perfekte Pflege und Fragezeichen

Dank

Rückblickend auf den Virusbefall Covid-19 und die erfolgreiche Behandlung in der Zeit Nov-Dez. 2020 bin ich veranlasst, allen die zum Erfolg beigetragen haben, meinen herzlichen Dank auszusprechen.

Dieser geht an Brigitte, mein Frau, an die Hausarztpraxis Dorfplatz Dr. med. Tanja Michel und Dr. med. Martin Sigg sowie an Frau Dr. med. Carola Stadelmann in Sachhseln, dem Kantonsspital Obwalden Bereich Medizin um Chefarzt Dr. med. Thomas Kaeslin und die Covid-19-IPS, erster Stock am LUKS, Luzerner Kantonsspital inkl. die rückwärtigen Dienste und die Ambulanzen der beiden genannten Spitäler!

*****

Als im Frühjahr 2020 bezüglich Corona Massnahmen angeordnet wurden, waren wir schon eine Woche zuvor in selbst gewählter Quarantäne. Eine Jugendorganisation bot Botengänge an, die wir über mehrere Monate benützten. Die Dienstleistung funktionierte tadellos. Einmal pro Woch wurde bestellt und  jeweils am Freitag wurde geliefert. Je präziser der Bestellzettel desto kleiner die möglichen Abweichungen!

Vorsicht, Corona Virus!

„Der kluge Hausmann baut vor“

Anlässlich der Pandemie H1N1 2009/10 legte ich einen Notvorrat an Hygienemasken an. Nun konnten wir sie aus dem Keller holen, wo es 200 Stck gab. Das reichte für den Anfang. Als ich diese Masken beschaffte, kostete ein Pack à 50 Stck Fr. 4.95! Darin war erst noch eine Bescheinigung, dass die Normen des BAG erfüllt seien. Das Produkt war von 3M und gekauft habe ich es einst bei Migros. Die Masken, obwohl schon etwas länger gelagert, waren in tadellosem Zustand.

Hygiene Masken 3M MigrosWer den Preis von heutigen Angeboten mit jenem vor rund 10 Jahren vergleicht, stösst auf Überraschungen. Jemand machte  den grossen Reibach!  War der Landesindex der

Sonderregeln für Senioren, Blick
Hygiene Masken 3M Migros

 

Konsumentenpreise im  Dez 2010 = 100, so war dieser im Dezember 2020 = 98,1! Daraus folgt, dass die Teuerung praktisch unverändert blieb. Bezieht man die fortgeschrittene Rationalisierung in der Fertigung in die Betrachtung ein, müssten sie Preise heute noch gleich oder niedriger sein als vor rund 10 Jahren! Einige haben also an den Hygienemasken gewaltigt abgesahnt!

Man gab sich also grosse Mühe bezüglich Tragen von Masken, Wahrung der Distanz und Hygiene. Für einmal waren wir jene hinter den Schaufenstern!

Obwohl wir uns bemühten, bei Begegnungen den Wind jeweils Richtung Füdli zu verspüren, entgingen wir der Gefahr nicht! Sie kam von dort wo man sie am wenigsten erwartet!

Ghetto der Alten

Trotz aller Vorsicht wurde das Virus in einer REHA übertragen! Man tat sich offenbar schwer mit Fällen und deren Behandlung im Haus. Wen man früher entlassen konnte, durfte  nach einem Schnelltest, der negativ ausfiel gehen. – Nur, kaum zu Hause gings los! Fieber, Durchfall, Geschmacksverirrung, Husten. Ein weiterer Test zeigte ein positives Resultat. Dass das Virus intern übersprang ist eine logische Folge.

Während  Frau  mit einer Isolation auskam, musste Mann via Hausarzt notfallmässig ins Spital, wo man nach einer Nacht eine Verlegung in die spezialisierte Covid-IPS am LUKS in Luzern schnellstens an die Hand nahm.

Folgerung: Die Frauen sind halt doch die stärkeren „Männer“!

Ein Gesundheitswesen von der besten Seite

„(…) Sie alle haben es geschafft! Es ging für mich noch einmal gut!. Vielleicht bin ich dem Teufel ab dem Karren gefallen. Ein pensionierter Flugkapitän formulierte es anders: „(…) Ich glaube,  du bist dem „Teufel nicht vom Karren“ gefallen, sondern die Engel haben dich davon herunter geholt: Die in weiss oder hellgrün und dann natürlich und vor allem die, die irgendwo zwischen Himmel und Erde sind- aber höher als alle Flugzeuge… )“ Ich muss da etwas einfügen:

Antoine de Saint Exupèry kam auf den kleinen Prinzen weil ein türkischer Astronom im Jahre 1909 mit seinem Fernrohr den Planeten B612 ein einziges Mal gesehen hatte und Saint Ex davon hörte. Wem der Kleine Prinz von Antoine de Saint Exupéry nicht mehr geläufig ist, lese hier nach:   Deutsch, EnglischEnglisch, Italienisch, Polnisch, Ungarisch, Ungarisch, Tschechisch

Als der Kleine Prinz die Erde wieder verliess passierte folgende Szene:

„(…) „ Hier… das ist alles….“ Er zögerte noch ein bisschen, dann erhob er sich. Er tat einen Schritt. Ich konnte mich nicht rühren. Es war nichts als ein gelber Blitz bei seinem Knöchel. Er blieb einen Augenblick reglos. Er schrie nicht. Er fiel sachte, wie ein Baum fällt. Ohne das leiseste Geräusch fiel er in den Sand.)“ Aus: der Kleine Prinz, Antoine de Saint Exupèry. Kap. XXVI

Der Kleine Prinz im Cocidumfeld

Ich fühlte mich tatsächlich wie ein kleiner Prinz, der auf den Händen getragen wurde. Ich nahm meinen Zustand gar nicht wahr. Daher hatte ich keine Zeit für Angst und Trauma gehabt. Viel mehr  begann ich sofort, mich zu wehren, begann mit Atemübungen in aufrechter und in liegender Position. Nicht aus rationaler Überlegung. Nein, der Organismus tat es von selbst! Die Physiotherapeutin hatte da kaum etwas zusätzliches anzubieten! Ein Arzt erklärte, mein Flämmchen hätte nur noch geflackert und eine etwas kräftige Böe hätte genügt…Der Blitz am Knöchel blieb aus! Der Wille schaltete den Organismus auf „Kampfmodus“

Der Kleine Prinz im Spital

Ich schreibe mein Glück jenen zu, die mich sorgfältig einfühlend und wohlwollend um- und versorgt haben. Ich spürte grosse Fachkompetenz und hohe Professionalität. Das unter Dauerbelastung stehende Personal, Ärzte wie Pflegepersonal schafften es!

Ich hatte genügend Gelegenheit und ich nutzte sie um zu erfahren, wer sich hinter Brille, Maske und Schutzanzug versteckte. Es waren Familienfrauen, die in einem Teilzeitpensum täglich ihre Kraft für Leute wie mich zur Verfügung stellten, während sie sich vor dem Virus zwar schützten und sich doch ängstigten. Es waren Pflegende mit einer Zusatzausbildung in Intensivpflege und es waren solche, die aus anderen Spezialgebieten kammen und kurzfristig für diese Art der Pflege und Betreuung geschult wurden. Eine Pflegefachfrau, sie kam aus den Philippinen, hatte eine Coronaerfahrung bereits hinter sich. Auf Google Maps suchte ich Ihre Stadt, wo sie aufgewachsen ist. Die grossen Distanzen lassen sich mit den heutigen Mitteln drastisch verkürzen, wenigstens mental.

Es ging um einen 24-Stundenbetrieb. Die Leute waren im Schichtbetrieb im Einsatz. Sie leisteten Überstunden, die sie kaum vernünftig abbauen konnten. Sie liessen diese Last über sich ergehen, waren trotzdem freundlich, konzentriert und s fehlte nicht an Empathie!

Ihre Vorgesetzten waren mit verbalem Lob und Anerkennunggrosszügig dafür, dass alle ja nur ihren Job gemacht hätten. Mit Verben alleine kann man nicht eine einzige Schnitte Brot kaufen! Betriebe, die ihr Budget nicht einfach über Bord werfen konnten, weil der Kostendruck gross ist, wurden innovativ. Anstelle von Sonderzulagen gaben sie dem Personal Einkaufsgutscheine ab. Die Geste kam an. Es erstaunt nicht, dass die Gewerkschaften die spezielle Situation ausnützen wollten. Schnell flatterten Lohnforderungen in die Spitäler. Es ist ihnen nicht zu verargen. Industrie, Gewerbe, wie die dienstleistende Industrie sowie der Tourismus ud die Gastronomie streckten beide Hände Richtung Staat aus. Nebst Hilfe wrde bisher auch Strukturerhaltung betrieben. Ein deutliches Zeichen: Die Zahl der Konkurse ging stark zurück!

Unverständnis

Den Impfkritikern und -verweigerern wie auch Demonstranten wünsche ich, dass sie sich keine Sekunde auf einer Covid-Intensivpflegestation aufhalten müssen und auch nicht dass sie das, was nach einer Entlssung folgt, erleben müssen!  Wer sich der Impfung entzieht, sollte sich auf eine einsame Insel zurück ziehen, wo es keine Möglichkeit gibt, andere anzustecken ausser seinesgleichen! Gleiches gilt für jene, die glauben, sie könnten egoistisch und ohne Rücksicht auf Verluste, feiern, saufen und kiffen. …  als sei nichts passiert.

Ich verstehe auch jene Politiker, Verbandsbosse und  …. nicht, die sich am Pflegepersonal, an der Ärzteschaft und an den betroffenn Personen zu profilieren versuchen. Viren kann man nicht verhandeln. Deren Auftreten kann man nicht planen. Aber man kann Kontakte reduzieren und Massnahmen treffen. Man müsste es nur konsequent tun. Es gibt Länder, die es können! Man sehe sich z.B. in Singapur um!

Bedauern

Mein Leidensgenosse hätte noch ein paar Jahre bescheidenen Daseins geschätzt. Christian, der kräftiger Mann, sportlich fit, knapp über dem AHV-Alter! Sein Arbeitgeber gab ihm nach der Altersguillotine noch ein ansehnliches Teilzeitpensum, weil er ihn und seine Arbeit schätzte. Die „Covidseuche“ erwischte Christian heftig. Er litt! Ärzte und das Pflegepersonal, selbst schon längst im gelben Bereich vor Dauerbelastung, betreuten ihn geduldig, ja aufopfernd und stets freundlich fast 24 Stunden pro Tag. Kein Mittel war ihnen zu viel, um ihn vorwärts zu bringen. Er, dem es das Leben nicht einfach machte, hätte es verdient, einen geruhsamen Lebensabend geniessen zu können. Es sollte nicht sein. Christian musste im Kampf gegen das Virus klein beigeben. Er hätte wohl mit dem Frust, zu Hause  bleiben zu müssen, gerne getauscht.

Impfstrategie

Wir bekamen einen Termin per 4. Febr, 2021. Zwei Tage vorher wurde der Termin anulliert. Fehlender Impfstoff. man liess uns die Priorität ohne jedoch den zeitlichen Horizont zu nennen! Planer irren genauer! 

Eutanasie durch die Hintertür?

Nikola Biller-Andorno UNI Zürich

Nikola Biller-Andorno Bioethikerin an der Universität Zürich:

«Ich halte es für gerechtfertigt, Älteren auch einen schlechteren Impfstoff zu geben» Weil die Wirksamkeit der Corona-Vakzine unterschiedlich ist, erhalten manche Geimpfte einen schlechteren Schutz. Die Bioethikerin Nikola Biller-Andorno sagt im Gespräch mit Stephanie Lahrtz, was ethisch vertretbar ist.

….Frau Biller-Andorno, ist es unethisch, älteren Menschen, die ja auf einen sehr guten Impfschutz angewiesen sind, einen weniger guten Impfstoff anzubieten?

Ich halte es derzeit für gerechtfertigt. Die Situation ist im Augenblick sehr komplex und verändert sich rasch. Quelle: NZZ vom 13.02.2021

Frau Biller-Andorno strotzt offenbar vor Selbstsicherheit. Schaut man ihre Karriereschritte an, kommt einem eher eine Johhopperin in den Sinn, als jemand der zielstrebig die Spitze der Berufung anstrebt. Als Deutsche verhält sie sich typisch. Sie schlägt einen Ton an, der besser in eine Deutsche Kaserne aus dem zweiten Weltkrieg passt als in die heutige Zeit, wo Humanität ihren Platz gefunden hat. Den anderen sagen wo es lang geht,  das kennen wir doch schon längst aus dem Mund von „Germaninnen und Germmanen“! Sie würde sich besser mit der ethischen Frage um Konzentrationslager auseinander setzen, als so einen Schwachsinn in die Welt setzen!

Falls sie den Impfstoff dereinst erhält, sofern sie diesen nicht schon durch die Hintertür empfangen hat, wird sie sicher freiwillig ein Placebo einnehmen und sich zusätzlich via Hypnose schützen wollen!

Ob die Jobhopperin eine Ahnung davon hat, was es bedeutet, Impstoff industriell herzustellen und was es nur schon an Betriebsmitteln dazu braucht – von der Logistik mal abgesehen!

So nicht Frau Biller-Andorno und in der Schweiz schon erst recht nicht!


Corona Frust

Vor der Glotze

Wir sind Zuhause eingesperrt,

wie das an meinen Nerven zerrt,

aufstehn, essen, Karten spielen,

hab am Finger jetzt schon Schwielen.

Ich verlier langsam den Mut,

weil Sylvia immer siegen tut.

Ich will mich ja zusammenreissen,

jetzt hilft wirklich nur bescheissen,

doch wie alles jetzt im Leben,

ging auch das daneben.

Neben Kreuzworträtsel lösen,

muss ich zwischendurch mal dösen,

wenn meine müden Augen,

beim Lesen nicht mehr taugen

und auf keinen Fall vergessen,

all die Pillen aufzuessen.

Am Abend lass ich die Glotze laufen

und könnte mir die Haare raufen,

denn die Bilder jeden Tag

sind wirklich eine echte Plag,

denn all die Menschen die da sitzen,

behandelt man mit Spritzen.

So denk ich an die Zeit zurück,

mit Kaffee, Gespräch und Glück

und an all die Morgenstunden,

in den schönen Kaffeerunden.

Frust

Ruedi Gysi, 29. Januar 2021

Ruedi’s Sicht der Dinge! Es gibt auch andere: z.B.:

Christian, ein kräftiger Mann, sportlich fit, knapp über dem AHV-Alter. Sein Arbeitgeber gab ihm nach der Altersguillotine noch ein 60-% Pensum, weil er ihn und seine Arbeit schätzte.  Die „Covidseuche“ erwischte Christian heftig. Er litt! Ärzte und das Pflegepersonal, selbst schon längst im gelben Bereich vor Dauerbelastung, betreuten ihn geduldig, ja aufopfernd und stets freundlich fast 24 Stunden pro Tag. Kein Mittel war ihnen zu viel, um ihn vorwärts zu bringen. Er, dem es das Leben nicht einfach machte, hätte es verdient, einen geruhsamen Lebensabend geniessen zu können. Es sollte nicht sein. Christian musste im Kampf gegen das Virus klein beigeben. Er hätte wohl mit dem Frust, zu Hause zu bleiben müssen, gerne getauscht.


Covid 19, Sonderregeln für Gefährdete

Sonderregeln für Senioren (Blick, 07.04.20)

Beim Raubüberfall galt einst die Parole „Geld oder Blut“ Heute hiesse es eher „Dividende vor deinem Leben!“

Dass sich Parteien auch am Virus profilieren wollen ist an sich nichts Neues. Parteien wollen sich immer profilieren. Sie haben stets einfache „Schnellschüsse“ (Antworten) auf komplexe Fragen. Die Nachhaligkeit richtet sich nach dem Wahlrythmus (meist vier Jahre).

Nun kommt u.a. auch der Gewerbeverband zum Wort. Risikogruppen sollen also in Quarantäne gesteckt werden! So wie man Kriminelle ins Gefängnis wegsteckt! Sie werden aussortiert!

Wer selbst gefährdet und sich lieb ist, weiss selbst was zu tun ist! Man wird sich so lange speziell vorsichtig verhalten, bis ein wirksamer Impfstoff gegen das Virus da ist. Ausserdem ist noch nicht restlos geklärt, ob die Immunität nach einer Heiliung absolut ist.

Unvernünftige, Besserwissende und Unbelesene muss man es wohl mehrmals erklären, dass sie sich schützen müssen. „Erziehen heisst, tausendmal das Gleiche sagen“ (Heinrich Pestalozzi).

Hat der Gewerbeverband etwas übersehen?

«Wir Alten sind ein riesiges Geschäft» Leserbrief, NZZ v.02.04.20

Ich zitiere aus dem Interview mit Martin Janssen (Professor für Finanzmarktökonomie an der Universität Zürich und Leiter der Ecofin-Gruppe) zur Lage der Schweizer Pensionskassen in der Corona-Krise (NZZ 25. 3. 2020): «Man wird dann nicht umhinkommen, auch die grossen Verlierer – die Erwerbstätigen – und die grossen Gewinner der Krise – die Rentner – an einen Tisch zu bringen und eine faire Lösung zu erarbeiten.» Mit Verlaub, es sind nicht wir Alten, die verlangt haben, dass das ganze Leben zum Stillstand komme. Ihr dürft uns ruhig sterben lassen, wir sterben sowieso früher oder später. Das entlastet die AHV und die Pensionskassen und erfreut die Kinder, wenn es etwas zu erben gibt, bevor das ganze Erbe in den Altenheimen versickert ist. Ja, das ist zynisch, genauso zynisch wie von Gewinnern und Verlieren zu reden im Zusammenhang mit der Corona-Krise.

Ich frage: Wie viele Millionen werden jedes Jahr von Rentnern durch Erbe an jüngere Generationen weitergegeben? Für wie viele Millionen konsumieren wir Rentner jedes Jahr? Und ich habe es ausgerechnet, mit meinen persönlichen Beiträgen an die AHV während meines 50-jährigen Arbeitslebens habe ich eine gegenwärtige Maximalrente für 15 Jahre finanziert, ich brauche mir also bis 80 kein schlechtes Gewissen zu machen, weil ich AHV-Rente beziehe. Und da bin ich weiss Gott nicht der Einzige.

Aber eben, wir Alten sind halt ein riesiges Geschäft, deshalb werden wir gehegt und gepflegt, um möglichst lange lukrativ zu bleiben. Ich habe endlich meine Freiheit erlangt und nun soll ich eingesperrt bleiben. Wenn ich dieses Virus bekommen sollte und daran sterben müsste, dann wäre das halt so, der Lauf des Lebens. Aber bevor ich sterbe, möchte ich leben, ich möchte ins Theater, ins Museum, ins Konzert, ins Kino. Ich möchte nicht lebendig begraben sein. Ich weiss, dass all diese Massnahmen mit bestem Wissen und Gewissen getroffen werden und respektiere sie nach bestem Wissen und Gewissen. Aber von Verlierern und Gewinnern der Krise zu lesen, das kann ich nicht so stehenlassen. Peter Meyer, Chur

Soweit, so gut. Dass Rentner einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellen, muss nicht erklärt werden. Dass viele Rentner zur Risikogruppe gehören liegt auf der Hand. Trotzdem nimmt man sie gerne, wenn man sie als (solvente) Kunden bedienen darf, wenn sie ihre Häuser sanieren, wenn sie umweltfreundliche Heizungen installieren ( was sich wegen der noch kurzen „Restlaufzeit“ (bis zum Ableben) kaum rechnet) und z.T. ausgiebig konsumieren. und so dem bundesrätlichen Rat (ex BR Leuthard) folgen. man soll die Inlandwirtschaft unterstützen.

Das Ghetto 2020 soll nach dem Gewerbeverband nur noch für die Alten gelten

Am Morgen sehr früh ist viel zu spät für das, was man am Abend vorher hätte tun sollen. – Johann Heinrich Pestalozzi (1746 – 1827), Schweizer Pädagoge und Sozialreformer.


Coronarvirus / Covid 19

Abstand halten und Verhalten anpassen.

Die Rechnung mit dem Wind hat wohl noch kaum jemand gemacht! Der geforderte Minimalabstend von zwei Metern gilt wohl für Windstille. Wind oder Durchzug sind also zu berücksichtigen!

Corona Virus – Abstand
Esel in Quarantäne

Wenn der Esel in Quarantäne ist, wird’s schwieriger! 🙂


Depression, Bournout – Abhilfe

„(…) Die Depression ist gleich einer Dame in Schwarz. Tritt sie auf, so weise sie nicht wegm sondern bitte sie als Gast zu Tisch und höre, was sie zu sagen hat.)“  C. G. Jung zugeschrieben

Die meisten Menschen erleben einmal im Leben eine leichte bis schwere Verstimmung ihrer Psyche. Interessant ist der HInweis auf unbehandelte Fälle.

Depression, Such nach dem Wesen, aus: Daniel Hell, „Welchen Sinn macht Depression?“

Depression –Bedeutung (PUK Zürich,  Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, 9/17)

•Wahrscheinlichkeit für depressive Episode 16-20% im Laufe des Lebens

•Jahresprävalenz ca. 7-10-12%

•Durchschnittsalter unipolare Depression 40-45, bipolare Psychosen 30-35 Jahre

•Ca. 50% der Depressionen unbehandelt

•Ca. 10-15% der Depressiven versterben durch Suizid•Frauen : Männer = 2-3:1 (aber: häufiger unerkannt bei Männern)

Beispiel eines „Klienten“. Man tritt eine grössere Reise an und hat das Gefühl, irgend etwas stimme nicht. Eine innere Unruhe ist Begleiteinr. Am Zielort angekommen, kann der Jetlag nicht wie üblich überwunden werden. Der zweiwöchige Aufenthalt wird zur Belastung. Die Rückreise wird von ungewöhnlichen Gefühlen begleitet. Zu Hause angekommen steigert sich die Situation ins Unermessliche. Dauernd hoher Puls, ständiges Schwitzen, Ängste, verbunden mit Lichtscheue sind die Begleitumstände. Der Gang zum Arzt mit der Bitte um Verschreibung eines Antidepressivums läuft nicht wie gewünscht. Es wird zwar ein entsprechendes Medi verabreicht, dieses verstärkt jedoch die Symptome. Ergo Beendung der Einnahme mit Ausschleichen, danach ein neuer Versuch, und ein weiterer…. Die Ärztin ist verunsichert. Sie glaubt, es werde mit ihr gespielt! Die Blutanalyse hätte nichts Ausserordentliches ergeben. Tage später: Es gäbe im Blutuntersuch doch ein Ergebnis. Zu hoher PSA-Wert. Das gibt dem Ganzen den „Gong“! Danach folgte das „ganze Programm“, von der Biopsie bis zur OP und Bestrahlung…

Jene Psychiaterin, die ihren Klienten mit „Glingglang“ und Rauchstäbchen heilen wollte, fasste nach den Füssen und fragte: „Spüren sie etwas?“ – „Ja, ihre Hände an den Füssen!“… Sie war total neben den Schuhen angekommen! Als es dann ums Eingemachte ging, lehnte sie das Beiwohnen einer angehörigen Person widerwillig ab. Das war’s dann! Sie war „für die Füchse“! Das Einzige was einwandfrei funktioierte, war die pünktliche Rechnungstellung. – Vielleicht war alles etwas anders! Velleicht wollte sie einfach Stress wegstreicheln mit dem Ziel das Stresshormon Cortisol abzusenken. Die entsprechende Aufklärung, wie dies bei anderen medizinischen Prozedur üblich ist hielt die von sich eingenommene Psychiaterin für nicht nötig, als wären die Klienten die letzten Deppen!

Danach über drei Hare Sicht der Welt aus der Wurmperspektive mit Symptomen, wie sie für eine Depression beschrieben. Die Heilung kam von selbst! Die Depressin, der Unterdruck oder das „Tief“, füllte sich allmählich auf, bis Normalzustand herrschte.

Die innewohnende Selbstheilungkraft lässt es zu, dass jemand selbst aus dem schwarzen Loch herauskommt. Ein verständnsivolles, geduldiges Umfeld ist erforderlich. Und natürlich auch der Glaube an ein Gelingen!

Angst und Depression sind zwei verschiedene Angelegenheiten! Die Behandlungsmethoden sind bei Angst und Depression z.T. sehr verschieden. Hier Angst und Erregung, dort Bedrückung und Blockiertheit! Eine Gleichsetzung ist nicht angezeigt! Die Behandlungsmethoden unterscheiden sich! Bei Depressionen wird unterschieden zwischen dem Grundmuster, das als Botschaft und als Schutzversuch angenommen werden kann und einem schweren depressiven Leiden, das als Störung zu behandeln ist.

Was nützen Antidepressiva? (der Artikel ist der NZZ vom 19. 07 2019 entnommen)

Eine grosse Metaanalyse stellt Medikamenten gegen Depression ein schlechtes Zeugnis aus. Viele Ärzte und Patienten sind anderer Meinung. VON LENA STALLMACH

«Ohne Medikamente hätte ich es nicht geschafft», solche Aussagen hört man häufig von Menschen, die eine Depression oder ein Burnout überwunden haben. Viele Patienten und Ärzte sind überzeugt von der Wirkung der Antidepressiva. Doch steht diese Wahrnehmung nicht im Einklang mit dem, was Forscher in einer grossen Übersichtsarbeit kürzlich gezeigt haben. Demnach wirken die Medikamente nicht viel besser als Placebopillen. Sollten Ärzte und Patienten also auf Antidepressiva verzichten?

Seit Jahren wogt eine Diskussion über die Wirkung von Antidepressiva hin und her. Doch diese Metaanalyse hat Gewicht, denn sie wurde von Forschern aus dem renommierten Cochrane-Netzwerk durchgeführt. Ziel dieser Kollaboration ist es, sorgfältige Übersichtsarbeiten zur Bewertung von medizinischen Therapien zu liefern. Die Forscher berücksichtigen dabei nicht nur publizierte Studien, sondern sie tragen auch Daten aus unpublizierten Untersuchungen zusammen. Das ergibt ein repräsentativeres Bild, denn oft werden negative Resultate nicht publiziert. In diesem Fall bezogen sich die Forscher um Klaus Munkholm vom Nordischen Cochrane-Zentrum in Kopenhagen aber auf eine bereits bestehende Studienauswahl. 2018 hatten Forscher um Andrea Cipriani von der University of Oxford bereits eine grosse Metaanalyse publiziert, in der sie zum Schluss gekommen waren, dass 21 Antidepressiva besser wirkten als Placebos. Die Forscher hatten dafür 522 Studien, davon 86 unpublizierte, zu 21 verschiedenen Antidepressiva zusammengestellt und ausgewertet.

Minimale Unterschiede

Doch wurde diese Analyse von verschiedenen Seiten kritisiert. Unter anderem weil aus der Arbeit nicht klar wurde, wie gross der Unterschied zwischen Antidepressiva und Placebos war. Der statistische Vergleich wies auf einen kleinen Unterschied hin. Aus diesem konnte aber nicht geschlossen werden, wie sehr die Medikamente das Befinden der Patienten effektiv verbesserten. Die Forscher hatten statistische Grössen angegeben, welche in dieser Hinsicht schwer zu interpretieren sind.

Michael Hengartner von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften und Martin Plöderl von der Universität Salzburg nahmen sich die Datensammlung deshalb schon letztes Jahr vor und berechneten, wie stark sich der Zustand der Patienten in der Medikamenten- und der Placebogruppe verbessert hatte. Die Schwere einer Depression wird in solchen Studien mit einem Wert auf der Hamilton-Skala zwischen 0 und 52 angegeben. Ein Wert zwischen 9 bis 16 gilt dabei als leichte Depression, ab 25 wird von einer schweren Depression gesprochen. Die Patienten, die die Medikamente erhalten hatten, verbesserten sich im Durchschnitt um 16 Punkte auf der Skala, jene, die Placebos eingenommen hatten, um 14 Punkte. Es handle sich also um einen geringen Unterschied von 2 Punkten, sagt Hengartner. Eine so kleine Verbesserung würde ein Arzt nicht einmal erkennen, wie Forscher um Stefan Leucht in einer Studie gezeigt hätten.

Diese Haltung vertreten auch Munkholm und seine Kollegen in der neusten Publikation. Sie weisen zudem auf zahlreiche methodische Mängel in den Antidepressivastudien hin, welche die Ergebnisse verzerrten und die Cipriani und ihre Kollegen in ihrer Auswertung zu wenig berücksichtigt hätten. Die Mängel seien so gross, dass man aufgrund der vorliegenden Studien nicht beurteilen könne, ob Antidepressiva besser wirkten als Placebos, schreiben sie in der Online-Fachzeitung BMJ Open. Mit anderen Worten hiesse das, dass es keine wissenschaftliche Evidenz gibt, die eine Empfehlung von Antidepressiva rechtfertigt.

Das sei problematisch, sagt Hengartner. Denn die Medikamente hätten auch Nebenwirkungen, die nicht immer nur harmlos seien. Viele Menschen beklagen sich über Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, innere Unruhe, Schlafstörungen oder sexuelle Funktionsstörungen. Nimmt jemand über lange Zeit Antidepressiva ein, können beim Absetzen Entzugssymptome auftreten, was sich wie ein Rückfall in die Depression anfühlen kann. Zu Beginn der Einnahme, bei einer starken Dosiserhöhung oder beim abrupten Absetzen können bei einigen Patienten sogar suizidale Impulse auftreten. Aus diesem Grund werden Menschen mit Suizidgedanken, die mit der Einnahme eines Antidepressivums beginnen, in Kliniken besonders gut überwacht.

Das sei problematisch, sagt Hengartner. Denn die Medikamente hätten auch Nebenwirkungen, die nicht immer nur harmlos seien. Viele Menschen beklagen sich über Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, innere Unruhe, Schlafstörungen oder sexuelle Funktionsstörungen. Nimmt jemand über lange Zeit Antidepressiva ein, können beim Absetzen Entzugssymptome auftreten, was sich wie ein Rückfall in die Depression anfühlen kann. Zu Beginn der Einnahme, bei einer starken Dosiserhöhung oder beim abrupten Absetzen können bei einigen Patienten sogar suizidale Impulse auftreten. Aus diesem Grund werden Menschen mit Suizidgedanken, die mit der Einnahme eines

Alles nur Placebo?

Allerdings ist es schwer nachzuvollziehen, dass Patienten die Medikamente überhaupt einnehmen, wenn sie nur Nebenwirkungen spüren würden, aber keine Verbesserung. Dies ist offensichtlich nicht der Fall, denn viele Patienten sind durchaus zufrieden mit den Medikamenten. Ist das alles nur Placeboeffekt? «Nein, sagt Hengartner, «denn Antidepressiva haben eine Wirkung.» Eine sedierende Wirkung könne für einen unruhigen, aufgewühlten Menschen angenehm sein, ebenso könne eine antreibende Wirkung für einen lethargischen Depressiven hilfreich sein. Aber die Medikamente könnten die Depression nicht heilen.

Das sei auch eine falsche Erwartung, sagt der Psychiater Gregor Hasler von der Universität Freiburg. Es gebe viele Medikamente, die eine Krankheit nicht heilen könnten und trotzdem hilfreich oder sogar lebensrettend seien, wie etwa Insulin für Diabetiker. Darüber hinaus hält er das Ergebnis der Metaanalyse für nicht relevant im klinischen Alltag. In solchen Studien würden Medikamente oft schlecht abschneiden, weil nur Mittelwerte dargestellt würden und die Medikation nicht auf den einzelnen Patienten angepasst werde. In der Praxis könne man dagegen die Dosis variieren, das Medikament wechseln oder mit einem anderen kombinieren.

Richtig eingesetzt, wirken sie

Das sieht auch Erich Seifritz, der Leiter der Psychiatrischen Universitätsklinik in Zürich, so: «In der klinischen Praxis hat sich die Wirksamkeit von Antidepressiva in der Behandlung von Depressionen über Jahrzehnte hinweg bestätigt.» Antidepressiva könnten, kombiniert mit anderen Medikamenten, die schlimmsten Symptome einer Depression lindern, etwa die Stimmung heben, den Antrieb und den Schlaf verbessern sowie die Suizidalität reduzieren. Sie können aber keine psychischen, zwischenmenschlichen oder anderen sozialen Probleme lösen. Dafür brauche es eine Psychotherapie, sagt der Psychiater. In vielen Fällen sei aber eine medikamentöse Therapie als Grundlage nötig, um überhaupt psychotherapeutisch arbeiten zu können.

Werden Antidepressiva richtig eingesetzt, können sie in der Behandlung von depressiven Menschen also durchaus etwas bewirken. Seit vielen Jahren kritisieren Fachleute den leichtfertigen Einsatz der Medikamente. Wann Antidepressiva angebracht sind, muss ein erfahrener Arzt mit entsprechendem Fachwissen zusammen mit dem Patienten herausfinden. Und das erfordert offensichtlich etwas Zeit und womöglich mehrere Anläufe. Das dürfte in vielen Arztpraxen etwas zu kurz kommen.

In solchen Fällen nimmt man…. so die Ärztin. Dies bedeutet, dass alle Fälle gleich behandelt werden, begonnen bei „Adam und EVA“ nach dem Schulbuch.

Was wäre wenn? – Wenn die Menschen individuell reagieren?

Bei psychosomatischen Beschwerden sollten nicht nur die Symptome, sondern vor allem auch die Ursachen der Krankheit erkannt und behandelt werden. Die Ergänzung der Abamnese der Symptome durch den Einbezug der Ursache, also der emotionalen Krankheits-Disposition ist daher angezeigt.

Abnorm übersteigerte Selbstgefühle und ihre exaltierten Ansprüche und Illusion erzeugen gleichzeitig die Angst, dass sie nicht erfüllt werden.

Ob jemand schizoid, paranoid oder obsessiv oder manisch – hysterisch oder manisch -depressiv strukturiert ist, muss bei der Medikamentation und der Behandlung berücksichtigt werden. Aus der Angst oder der Abwehrhaltung und Blockade, entsteht der kompensatorische Drang oder die Sucht. Da die Kompensation nicht wirklich befriedigt, erzeugt sie Frust. Der Teufelskreis nimmt seinen Anfang! Dieser erzeugt den pathologischen Stress des Nerven- und Immunsystems. Diese fixierten Konflikthaltungen verlangen nach einer mentalen Therapie, die durch geeignete Mittel unterstützt werden kann.

Depression, mögliche Therapien

Da ein erheblicher Anteil der Gesamtbevölkerung depressive Erfahrungen macht, ist anzunehmen, dass unterschiedlichste Typen betroffen sind. Ergo kann es nur eine individuelle Behandung geben. Und nicht alles kann mit  Medikamenten alleine gehollfen werden. Inextremen Fällen ist eine professionelle Begleitung oder gar eine stationärer Aufenthalt in einer entsprechenden Einrichtung die einzige Lösung.

Arbeitswelt und psychische Belastungen: Burn-out ist keine Krankheit – damit wurde nun ein Strich gezogen.


Nicht nötige Arztbesuche – neue Abzocke?

Die Gesundheitskommission des Nationalrats betreibt Geldeintreibung für das Gesundheitswesen! Wer den Spitalnotfall aufsucht, soll eine Gebühr von etwa 50 Franken zahlen müssen. Das will die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK). Auch eine Bargebühr für Besuche in Arztpraxen steht zur Diskussion. Das ist doch absurd!

Der „symbolische“ Betrag soll bei jedem ambulanten Spital- und Praxisbesuch sofort und in „bar“ eingezogen werden.

Werden Nozfallstationen überlaufen, gibt es ein einfaches Mittel dagegen: Die Triage! Leute mit kleinen Bobos werden nach Hause geschickt oder zu hinterst in die Reihe verwiesen. Bei geringem Andrang, was ja nicht selten vorkommen soll, ist man um jedes Bobo froh!

„(…) Notfallabteilungen sind seit Jahren stark überlastet und verursachen hohe Kosten. Wie hoch die Kosten sind, die durch unnötige Besuche der Notfallstationen, zeigt erstmals eine neue Studie des Berner Inselspitals. Ohne unnötige Notfall-Besuche könnten 100 Millionen Franken gespart werden, schreibt die «SonntagsZeitung»….)“

„(…) Studie: Für die Studie wurden die Akten von insgesamt 6955 Männern und 4303 Frauen miteinbezogen, die zwischen 1. Mai 2007 und dem 31. Mai 2008 den Erwachsenen-Notfall im Universitätsspital Bern aufgesucht hatten und dort als «nicht dringliche» chirurgische Notfälle diagnostiziert worden waren. «Nicht dringlich» bedeutet, dass die Behandlung erst innerhalb von zwei bis vier Stunden erfolgen muss.)“ Man kann sich ausdenken, was dies für die 189 Spitälern in der Schweiz bedeutet!

„(…)In der Schweiz sind Schätzungen zufolge 20‘000 Spitalaufenthalte pro Jahr auf medikamentenbedingte Probleme zurückzuführen. Gemäss der internationalen Health-Policy-Survey-Studie von 2010 haben 5,3 Prozent der befragten Personen in der Schweiz in den beiden Vorjahren mindestens einmal ein falsches Medikament oder eine falsche Dosis erhalten.)“ und dafür wären dann noch 50 Franken zu berappen!?

Wenn jemand mit einer bereits schwierigen Gesudheitsbiograpie den Notfall dreimal aufsuchen muss, bis eine Lungenentzündung diagnostiziert wird, wären da bereits Fr 150.- unnötig abgeliefert worden (Fall bekannt)!

„(…) 2017 waren 36 900 Ärztinnen und Ärzte berufstätig. Im Vergleich zum Vorjahr hat ihre Gesamtzahl um 725 zugenommen. 34 Prozent davon stammen aus dem Ausland. Die Mehrheit der ausländischen ärztlichen Fachkräfte kommt aus den Nachbarländern, wobei Deutschland die grösste Gruppe stellt. 51 Prozent 
der Ärztinnen und Ärzte sind ambulant tätig, 47 Prozent arbeiten im stationären Bereich bzw. in einem Spital. Die Allgemeine Innere Medizin ist das am häufigsten vertretene Fachgebiet in der berufstätigen Ärzteschaft (22,5 Prozent). Das durchschnittliche Arbeitspensum im stationären Bereich beträgt 9,5 Halbtage und ist somit höher als im ambulanten Sektor (8,1 Halbtage)..)“ Mehr

Unter dieser Betrachtung kann danach gefragt werden, ob wir Ärztemangel haben oder ob es einen Boom gibt!

Aerztedichte_Grundversorger_Schweiz; – Auffällig: Stadt-Land-Gefälle

Das geringe Arbeitspensum (Halbtage oder halbe Arbeitstage?) spricht nicht dafürdass die Ärzte stets überlastet sind! Aber wenn jemand mit so einem geringen Pensum sein Leben feudal zu bestreiten vermag, muss bei der Tätigkeit wohl genügend abfallen…. Ein Grund des teuren Gesundheitswesens!

Je nach Spital sieht die Notfallbelastung unterschiedlich aus. Es gibt welche, die sich förmlich darum bemühen!

(…) Notfallstation: Rund um die Uhr und während 365 Tagen: In unserer Notfallstation werden Patientinnen und Patienten versorgt, die umgehend eine medizinische Behandlung benötigen. In unseren neuen Einzelzimmern bieten wir Ihnen grösstmögliche Ruhe, individuelle Untersuchung und Pflege sowie die Wahrung der Privatsphäre. Mit modernen Überwachungsgeräten und diagnostischen Apparaten untersuchen und behandeln wir unsere Patientinnen und Patienten zeitnah und problembezogen; hierfür steht auch ein modern ausgerüsteter Schockraum zur Verfügung.

Hausärztliche Notfallpraxis – An Wochenenden und Feiertagen betreiben die Hausärzte Obwalden und das Kantonsspital Obwalden gemeinsam die Notfallpraxis. Diese ist baulich der Notfallstation vorgelagert. Für Patientinnen und Patienten bietet dies den Vorteil, im Notfall eine zentrale Anlaufstelle zu haben und schnell am richtigen Ort behandelt zu werden.

Wenn Sie Beschwerden haben wie:

  • Brustschmerzen, Atemnot
  • Lähmungserscheinungen
  • Infektionen, Fieber
  • Unfälle
  • Bauchschmerzen
  • Vergiftungen

dann zögern Sie bitte nicht und melden sich unter den genannten Telefonnummern. In lebensbedrohlichen Situationen fordern Sie den Rettungsdienst unter dem Sanitätsnotruf 144 an.

Die einen werben um Notfallpatienten, andere wissen nicht, wie damit um zu gehen – aber alle wollen mehr Geld dafür…

Die Notfallaufnahme gehört zum ureigensten Dienst eines Spitals oder einer Arztpraxis! Was würde man wohl sagen, wenn der oberste Boss der SBB, Andreas Meyer,  Bahnfahrende auf Notwendigkeit einer kurzen oder längeren Bahnfahrt überprüfen würde und ihnen zusätzlich zur Fahrkarte 50 Franken abknöpfen würde? Indirekt hat er es schon getan, indem nicht mehr die gefahrene Strecke zur Bemessung, sondern die aufgewendete Zeit für den Tarif angewandt wird!


Mehr Nüsse – mehr Buben

News von NZZ a.S v. 24. 03. 19 weiss:

Nüsse für ein gesundes Gehirm: China gilt als rapide alternde Gesellschaft. Forscher zeigen nun einen einfachen Weg aus, wie man denaltersbedingten Hirnabbau zumindest ein wenig vermindern könnte. Sie unersuchten 4822 Chinesen im Alter von über 55 während 15 Jahren und stellten fest: Jene Personen, die täglich 10 Gramm Nüsse konsumierten, konnten ihre Gedächtnis- und Denkleistung im Vergleich zu denen, die keine Nüsse assen, um 60% verbessern („The Journal of Nutrion, Health & Aging“). Dies entspricht einer Verzögerung des natürlichen Alterungsprozesses um rund zwei Jahre. um rund 2 Jahre. (tlu)

Zufriedene Leberwurst

Wer täglich zwnzig Gramm Nüsse zu sich nimmt, kann die Gedächtnis- und Denkleistung  um 120 % verbessern, den Alterungsprozess um 4 Jahre verzögern und sich zu den zufriedenen Leber-würsten zählen…. !?

Sollte man demnach Kriegstreiber, Intriganten, Psychopathen usw. die Einnahme von Nüssen verwehren?

Schwanzbeisser ouroboros; Zeichnung: Kolja Kähler

Die Nussproduzenten würden einen Aufstand wegen Diskriminierung anzetteln. Sie würden durch die Betroffenen und auch durch die Nussallergiker in aller Konsequenz unterstützt. Die Sache würde sich in den Schwanz beissen!

„Werden viele Nüsse geerntet, gebe es in der Folge viel männlichen Nachwuchs. Und was passiert, wenn es sehr viele Zwetschgen gibt? Aufgrund der Fragestellung müssten mehr Mädchen erwartet werden.“ Dem ist aber nicht so. Gibt es mehr Zwetschgen, dann gibt es mehr Zwetschgenkonfitüre und/oder mehr Zwetschgenschnaps, wie dies der Finanzblogger bestätigen kann. Ob er konsequent Nüsse isst, weiss ich nicht.

Andere stellen „Gesund mit Nuss und Olivenöl“ als Gral der Gesundheit in den Mittelpunkt (Mittel Punkt?). Es fehlt jetzt noch, dass die Kefir. Verzehrer aus dem Kaukasus erwähnt werden. „(…) Kefir gehört jedenfalls in beiden Hochgebirgen (Himalaya und Kaukasus) traditionell zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln und gilt dort als das „Getränk der Hundertjährigen“, das für Vitalität und ein langes Leben sorgen soll…)“ Quelle

Warum überleben überhaupt Inuits, die weder Nüsse noch Kefir als Grundnahrungsmittel auf dem Zettel haben? Sie haben sich an den Fisch- und Robbenverzehr angepasst.

Es scheint, dass es einige Langlebigkeitsvölker gibt. Haben sie Ernährungs- oder andere Geheimnisse?

„In der Menge liegt das Gift“ (Paracelsus) gilt auch hier. Ausgewogene Ernährung, Bewegung sowie ein Gläschen in Ehren, kann uns niemand verwehren und genügend Pausen werden wohl die echten Empfehlungen sein!

 

 


Das Portemonnaie der Kranken

Kranke sollen mehr bezahlen! Der Ständerat ist für höhere Franchisen!

Die Mindestfranchise von heute 300 Franken würde damit alle paar Jahre in 50-Franken-Schritten steigen.

Die erste Erhöhung auf 350 Franken könnte schon 2020 erfolgen.

Der Nationalrat hat dem Franchisen-Automatismus mit 133 zu 53 Stimmen bereits zugestimmt. Der Ständerat ist heute Morgen mit 26 zu 13 Stimmen bei zwei Enthaltungen gefolgt.

Einmal mehr trifft es die Lastesesel der Nation. Was unternimmt die Politik zur Entwirrung von unüberschaubaren Strukturen in Spitälern? Was unternimmt die Politik zur Verbesserung der Führungsfähigkeiten auf Stationsebene in der Altenpflege und -betreuung?

Als einst an einem Zürcher Spital die Umnutzung von obsoleten Räumlichkeiten vür die Betagtenbetreuung inkl. Geriatrie vorgestellt wurde kamaus dem Publikum die Frage, wie oft die Bewohner begleitet ins Freie geführt würden – pro Woch, pro Monat….. Die Präsentatoren schauten sich lange und ungläubig an, eine Antwort fanden sie nicht!

Wie können Pflegende vom Papierkrieg zu Gunsten der Betreuten und alten Kranken entlastet werden?

Was wird gegen unnötige Operation getan? Wer überprüft aufgeblähte Stellenpläne? Wer überwacht das Thema Mengenausweitung?

Es ist offenbar einfacher, den Kranken und Patienten mehr Geld abzuknöpfen, als gegen die Maden im Speck der Organisationen vor zu gehen!

Gesundheit um jeden Preis   ist auch nicht die Lösung! Doch würden Rationalisierungsfachleute auf den Moloch Gesundheitswesen angesetzt, es gäbe Tumulte dagegen!


Höhenkrankheit

Ursache: u. a.  Unterversorgung des Gehirns und anderer Körpergewebe mit Sauerstoff. Mehr dazu: Höhenkrankheit

Als junger Segeflieger, wusste ich realtiv wenig über die Auswirkungen des Sauerstoffmangels. Noch als Flugschüler begleitete ich meine Kollegen Aschi Z. und Albert C. in ein Segelfluglager nach Samaden. Obwohl schon Mitbesitzer des Moswey IIa, HB-309, durfte ich wegen der noch geringen Flugerfahrung damit dort noch nicht selbst fliegen. Folge verantwortlichen Handelns meiner Kollegen! Ich war also Küchenboy, Einkäufer und Hilfsmann während des Flugbetriebs. Und ich war der „Hofchauffeur“, weil die beiden Kollegen noch keinen Fahrausweis hatten! So war ich Vollmitglied des Teams, nicht fliegend.

Edi Korner (+2018)

Dann bot sich eine ungeahnte Möglichkeit. Kollege Edi Korner hatte es eingefädelt.

Hans Märki; – Bild © Herbert Odermatt

Ich durfte mit Hans Märki in der „Bülacher-Ka7“, HB-677 mitfliegen. Man sagte über ihn, er sei der beste Piperpilot auf der Alpennordseite… Hans glaubte, eine Westwindwelle entdeckt zu haben, die er ansteuern wollte. Der Windenstart erfolgte um 15:55 Uhr am 14. 07. 1961. Höhengewinn im Hangaufwind am Muottas Muragl, dann am Schafberg über der Segantinihütte. Schon bald steuerte Hans Richtung  St. Moritz und im Gebiet über dem Stazer See fand er Aufwind, den er zuerst kreisend nahm um bald das Segelflugzeug in die Windrichtung zu stellen und das Luv einer Welle praktisch als stehende Objekt zu nutzen. Die Steigwerte waren grossrtig und wir stiessen in für mich unbekannte Höhen auf! Hans fragte nach meinem Befinden. Links von uns etwas tiefer sah ich unseren Moswey. Aschi pilotierte diesen. Und es war auch Ruedi Kunz von der SG Schaffhausen im Ka 6 in der Nähe. Auch die Langenthaler waren präsent. Hans gab mir Rechnungsaugaben auf um zu prüfen, ob ich noch richtig „tickte“. Wir stiegen weiter bis zum maximal ausfliegbaren Punkt auf 5900 m. ü. M.! Dann: Nase absenken, Bremsklappen ausfahren und so rasch als möglich in wärmere und sauerstoffhaltigere Zonen absinken mit der Absicht, so schnell als möglich zu landen. Die Landung erfolgte um 16:54 Uhr. Der Flug dauerte also ganze 59 Minuten! Die Auswertung der Rechnungsaugaben ergaben ein nüchternes Resultat: Beide machten wir Fehler. Also konnte Hans gar nicht abschätzen wie es mir ergangen war! Nun, wir waren gut gelaunt am Boden und ein weiterer Pilot konnte mit der Ka 7 seine Glück versuchen. Ich hatte meine Lektion bekommen! Sie sollte sich einprägen!

Im gleichen Jahr kam Karl Suter auf mich zu. Er hatte schnell auf „Zwei“ gezählt. Wenn ich mit unserem Ford Fairline Jg. 1948 und er mit seinem S-16 II, HB-418…. Dann … Ja, ich hatte noch Ferienguthaben. Wir fuhren gemeinsam ins Lager und ich durfte dort mit dem S-16 II als Schüler fliegen. Es war am 25. 08. 1961. Ein Fluglehrer überwachte mich, doch als ich seine Unterschrift wollte, war er bereits seit längeren abgereist…

1962 waren wir wieder im Lager in Samaden. Ich nahm stets den Barographen mit und bemühte mich in die Höhe zu kommen. Bis 4500 m. ü. M. schaffte ich es. Dafür gelang mir der 50-km- Flug für das

Samaden, erster Flug mit Moswey IIa, HB-309, hinten Piz Palü, Bernina, Piz Roseg, Bild Mitte: Morteratsch Gletscher; – Bild © Herbert Odermatt

Silber-C am 16. August. Das geflogene Dreieck: Zuoz-La Diavolezza-Piz Nair-Zuoz. Ich brauchte dafür 3 Std u u.13 Min.! Strecke: 54 km. Keine aufregende Leistung! Im Lager flog ich ca. 18 Std auf dem Moswey und dem S 22 HB-276 „Hero“. Die Ausbeute war gut, wurde mir doch am 31. Augut das Silber C, FAI D Nr. 669 durch den AeCS erteilt. Der damalige Zentralsekretär Edi Della Casa persönlich unterschrieb das Dokument.

1963 nahm ich an einem weiteren Lager in Samaden teil. Vorher hatten wir jedoch noch Strapazen zu überwinden. Beim Überflug des Spyr Va, HB-509 landete ich in Chur anstatt in Samaden. => Aussenlandung in Chur.

Bald kam Hans Märki angefahren und ich witterte Höhenflüge. Bezüglich Sauerstoff und Flugtraining glaubte ich, dass ich für den Leistungsflug „geeicht“ sei. Später stellte es sich heraus, dass ich zwar ziemlich „höhenfest“ war, doch die sichere Höhe musste ich weit nach unten korrigieren.  Ich hatte bereits wieder um die zehn Stunden im Engadin herum geflogen. Am 09. 07. 63 ging ich auf „Pirsch“. Es waren deutsche Segelflieger mit bestem Flugmaterial (von der Ka 8 aufwärts) in der Luft und ihr „Radio“ belegte die Frequenz zu über 90 %! Ich hatte einen“Gauer“-Radio, mit dem das Flugfunkband abgehört werden konnte. So erfuhr ich, was wo lief. Die „Germanen“ wundert sich, dass ich jeweil dort erschien, wo auch sie gerade ihr Glück versuchten.

Gold-C-Höhe vor dem Piz Albris, – Bild © Herbert Odermatt

Aber sie irrten herum und ich schlich mich Richtung Piz Albris, wo ich in einen feinen Aufwind kam, den ich konsequent nutzte. Es war speziell. Im Tal, vor einer grossen Cumuluswolke stieg es wie am Hang. Ich verharrte und stieg, offt nur eine oder zwei Zeigerbreiten angezeigt am Variometer! Ich brauchte kaum zu kreisen. Anfänglich etwas, dann genügte ein Aufkreuzen und weiter oben konnte ich den „Mösel in den „Wind“ stellen. Als das Steigen ausgereizt war leitete ich den Abstieg vor, denn es war auch kalt und speziell warme Kleider trug ich nicht! Der Flug dauerte 2: 57 Std. Die Auswertung der „trockenen Welle“ wie ich sie damals bezeichnete ergab eine Überhöhung von 3350 m. Die Ausbeute des Lagers war sehr positiv. Neben der „Gold-C-Höhe“ kamen ca. 15 Flugstunden im hochalpinen Gebirge dazu. Enthalten war ein Flug mit Brigitte von 3 Stunden und ihr endgültiger Befall durch den Fliegervirus!Bald ging es ab in die Rekrutenschule nach Payerne. Ich wurde als Flugzeugwart DH – 112 Venom ausgebildet.

DH – 112 Mk 1, Venom; – Bild © Herbert Odermatt

Das Thema Sauerstoffanlage gab der berühmte Instr Adj Vogt. Kamen die jungen Zugführer beim Anmelden zu spät ging er nicht sehr zimmperlich um mit ihnen. Erief dann unbeschwert aber deutlich: „So chömed e mal ihr Polybrüder…!“ Während der Theorie „Sauerstoff“ stellte er folgende Frage in den Raum: „Wänn gseht de Pilot, dass er Suurstoff brucht?“ Ich wollte ihn auf das veränderte Farbsehen hinweisen, das Fingernägel in einem dunkleren Blau erscheinen lässt (Er meinte, man sähe es am Blinker). Seine Antwort kam sofort: „Dummè cheibe Seich, Pilote hend bim Flüge Handschen aa!“ Peng, Gott straft sofort!

Am 23. Oktober 1966 ging ich auf den 300-Km-Flug für das „PP“ (Führerschein für Privatpiloten). Der Flug führte im Piper Super Cup PA-18  150 (HB-OYD) von Beromünster nach Pruntrutt- Montreux- Beromünster. Es herrschte eine Westwindlage. Der Fluglehrer Paul Moser gab mir zusätzlich den Auftrag, die 300-Meterhöhe, eine Bedingung für das PP, zu erfliegen. Auf dem Rückflug von Montreux erblickte ich im Gebiet vor dem Jaunpass Lenticularis. Ich steuerte direkt darauf zu und als der Zeiger des Variometers begann sich nach oben zu bewegen wusste ich, dass ich am richtigen Ort war. Etwas grob aus der Sicht eines Segelfliegers drehte ich ein und „bohrte“ die Aufwindzone regelrecht aus. Auf etwa 43oo m ü M. beendete ich die „Übung“. Ich verspürte ab etw 3800 m Herzklopfen mit höherem Puls und hatte etwas Kopfweh. Ich schrieb dies Abgasen zu, die in die Kabine eindringen konnten. Man konnte sie riechen. Vielleicht war auch ein wenig Kohlenmonoxid dabei. Es folgte ein ereignisloser Rückflug nach „Bero“. Ich konnte die Nase Richtung Mitte des Mittellandes einstellen und mit 2350 U/min warten bis der Flugplatz in Sicht war! Der Flug dauerte 46 Minuten!

„3000er“ f. Führerausweis für Privatpiloten, Westwindwelle vor dem Jaumpass, Flz: Piper Supercub, HB-OYD; – Bild © Herbert Odermatt

Paul Moser war ausser sich, als er mein Barogramm sah. Er trommelte seine Motorflugschüler zusammen und machte „Reklame“ für mich! Es folgten viele Flüge, die mich längere Zeit in Höhen über 4000 m. ü.M. „herumdustern“ liessen. Es gab nie etwelche Probleme. Irgend wann fühlt man sich geeicht oder schier als unsterblich in falscher Sicherheit…! Das Militär erlaubte damals Flüge ohne Sauerstoff bis max. 3000 m. ü. M. Sollte man in diese Höhe vorgestossen sein bzw. sie überschritten haben, durfte am gleichen Tag nicht mehr geflogen werden. In den Weiterbildungskursen des Luftamtes war das Thema O2 auch behandelt worden und innerhalb der SG Nidwalden machten wir uns früh daran, das Thema zu bearbeiten. Es kam einst der Sauerstoff-Speziakist Hiltbrunner von der DMP Dübendorf. Er lehrte vor allem den technisch korrekten Umgang mit O2-Geräten, erklärte den Farbcode auf Gasflaschen. Heute gelten EU-Normen. Er erklärte auch, dass verschiedene Gewind zu Einsatz kommen, um keine falschen Anschlüsse zu ermöglichen. Un er wusste von „innovativen“ Mechanikern zu erzählen. So füllte einer die AT 16, welche über eine Niederdruckanlage verfügte mit Hochdruck. Es gab dann einen Knall und die AT 16 war inAls ich Kurse für Flüge unter Instrumentenbedingungen organisierte, aber auch im Zusammenhang mit Föhnflügen, versuchte ich meine Erfahrungen weiter zu geben. Es fehlte lange an finanziellen und materiellen Mitteln!

Am 23. 5. 1969 gelang mir ein inoffizieller 5000-er ab Winde in Buochs mit der K6 E, HB-839 (ohne O2-Anlage). Die erreichte Höhe kratzte an den 6000 m über dem Muotatal! Cami kam mit dem Moswey von einem Flug zurück und meldete eine inoffizielle 3000m-Überhöhung. Ich gab ihm den Barografen, damit er es nochmals versuchen konnte. Ich hatte diese Bedingung ja bereits. Erst nach dem Flug mit der „E“, wusste ich, dass ich den Barografen lieber behalten hätte. Zwei Tage später gelang es mir aber, den Flug offiziel zu vollziehen. Mit einer Überhöhung von 6045 m in der Ka6, HB-601 (14,4 m Spannw.) konnte ich mehr als zufrieden sein! Ich trug eine O2-Maske. Leider war es auf ca. 6800 m aus mit O2! Die max. Höhe betrug 7400 m. ü. M. Bei etwa 4m/sec Steigen musste ich förmlich den Abwind suchen, um schnell genug in tiefere Sphären zu gelangen.

1971 Veröffentlichte das Eidgenössische Luftamt die Schrift „Flugmedizin für zivile Besatzungen“ Autor: Hans Amsler, ehemaliger stv. Chefarzt am Fliegerärztlichen Institut in Dübendorf. Es sei ausserordentlich schwierig gewesen, einen in der Fliegermedizin bewanderten Arzt zu finden, dem es zeitlich möglich war, die Abfassung einer solchen Schrift  vorzunehmen…

Dem Thema Sauerstoffmangel wurde der entsprechende Platz eingeräumt. Zu jener Zeit und bis das Skript unter den Leuten war, hatte ich im „Selbststudium“ bzw. in „Selbsterfahrung“ schon einige Erkenntnisse angeeignet!

Wir schrieben den 6. August 1978. Einmal mehr waren wir in Samaden.  Ein Flug von 6:16 Std in einer leichten Welle trug mich während ca.  5 Stunden  zwischen 5000 und 5300 m.ü.M, in fast liegender Position zwischen dem Roseggtal und dem Morteratschgletscher in der Sonne „baden“.

Elfe 17 A

Die Elfe 17 A , HB-1273 war minimalst ausgerüstet, auch eine O2-Anlage fehlte. Ich fühlte mich wohl da oben. Doch verspürte ich  Hyperventilation und ein deutlich verändertes Farbsehen. Beim Abstieg änderte sich einiges! Ich musste mich stark anstrengen, damit ich sauber flog, die Geschwindigkeiten einhielt und den Flug richtig einteilte und den Luftraum  überwachte. Im Abkreisraum angekommen, musste ich alle Kräfte und Sinne zusammen nehmen um eine korrekte Volte zu fliegen, den Anflug korrekt ausführte und eine saubere Ziellandung hin legte. Dann war der „Pfuus“ draussen. Die Kollegen kamen um zu helfen. Mir erschien, als ginge alles viel zu hastig, obwohl es nicht so war. Als der Uhu endlich verpackt und der Anhänger versorgt war, sagte ich dankend ab um noch auf ein Bier zu gehen. Ich fuhr mit dem Kleinmotorrad Richtung La Punt-Chamues-ch, wo wir ein Ferienwohnung gemietet hatten. Ich kam an, legte mich auf dem Teppich auf den Boden und schlief bis zum nächsten Morgen ohne Unterbruch und bis 9 Uhr! Jetzt hatte ich das Gefühl, dass ich wieder Normalität  erreicht hatte! Meine ewige Begleiterin, die böse Fee „Naturselektion“ liess mich für dieses Mal für diese Dummheit gewähren…

O2 Maske System Demand

Vor ein paar Jahren traf ich den „O2-Papst“ Dr. Heini Schaffner an einem Ausflug der Veteranen auf der Rigi. Wir diskutierten, und fachsimpelten über Streckenflüge und auch über die Wichtigkeit von O2-Zufuhr bei langen Streckenflügen in den Alpen. Er hörte sich meine obige Geschichte an und diagnostizierte den Beginn einer akuten Höhenkrankheit, die ich mir damals eingehandelt hatte! Ich kam auch von selbst drauf. Die Elfe bekam danach einen Mustang P-51 – O2-Regler. Der tat seine Dienste einige Jahre zur vollen Zufriedenheit. Dann ersetzte ich diesen durch einen Regler aus einem Venom.Das Demand-Prinzip war gleich. Dass Dr. med. Heini Schaffner, Alpensegelflieger AFG,ACY, APSV und

O2-Regler P51

alt Anästhesiologen FMH weiss wovon die Rede ist lese man unter. Heini Schaffner: Nullhypoxie (akt. 2011) => Nullhypoxie18red.pdf — PDF document, 2.70 MB. Meine persönliche Grenze legte ich bei 3800 – 4000 m. ü. M. fest. Ab da war die Maske an! Bei längeren Flügen nahm ich auch schon ab 3600 m ü. M. O2! Ab jetzt wurden kaum noch Flüge in grosse Höhen ohne O2 Zufuhr unternommen!

O2-Mangel, Gasblasen (documenta Geigy, „Mensch und Umwelt“ S.62

An Weiterbildungskursen des Luftamtes sowie an diversen Seminarien , organisiert z.B. durch die Fliegerschule Grenchen, sprach es sich schliesslich bis zu uns durch, welche Folgen O2-Mangel haben kann. Im Bild rechts : Röntgenbild der Hände bei „Bends“. Die Pfeileeisen auf Gasblasen im periartikulären Gewebe der Handgelenke. (Nach Burkhardt)

Gefahrenzonen

Interessierte können selbst sehen, ob sie sich stets auf der sicheren Seite bewegten oder ob sie bereits gefrevelt hatten. Wenn das

Aeroembolismus, Stickstoffblasen in Venen bei Versuchstieren (nach Armstrong)

Diagramm angklickt wird, erscheint es grösser! Wer glaubt, besonders höhenfest zu sein, sollte keine falschen Schlüsse ziehen. Nebst dem, dass man einiges ertragen kann, kommt es auch auf die Tagesform an und auch auf die Nahrung, die man vorher eingenommen hatte!

Bei Föhneinweisungen zeigte ich den Piloten auf praktische Weise, wie schnell sich das Gesichtsfeld verkleinerte, wenn die O2-Zufuhr unterbrochen wurde! „Trau keinem über 4000, vor allem nicht dir selber!“

Das Blut im Gehirn muss nicht „zum Kochen“ gebracht werden! Mindestens irreversible Schädigungen können auftreten! Das Spiel mit dem Tod muss nicht sein! Bei Höhenflügen gehört eine Sauerstoffanlage ins Flugzeug! Heut zu Tage ist dies wohl Dank guten Ausbildungsprogrammen meist erfüllt. Segelflugschulen und -gruppen haben sich entsprechend organisiert und bieten entsprechende theoretische und praktisen Hinweise an. Notfalls gibt es das Internet, wo allfällige Fragen beantwortet werden. O2-Anlagen bieten an:  Siebert Luftfahrtbedarf GmbH (DE), Büscher Flugversand, Friebe Flugbedarf u. weitere. Zu Medizinalsauerstoff kamen wir in Spitälern und im neheliegenden Flugzeugwerk.

Ps.: Das Buch  „Mensch & Umwelt“ Nr. 1, von 1956,  Autor PD Dr. med. Klaus Wiesinger +, aus der Documenta Geigy ist nur noch im Antiquariat zu finden.

Dass die Höhenkrankheit schon ab 1600 m ü. M. auftreten kann, wussten wir damals nicht!


Genau hingeschaut