Ausländer, Achtung vor der Falle der Altersarmut!

Die Schweiz hat zur Zeit mit 44 Staaten ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen. Dadurch soll die soziale Sicherheit bei Tätigkeiten im Ausland oder bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten gewährleistet werden.

«Wer sich im Alter wärmen will, muß sich in der Jugend einen Ofen bauen»

Das Sozialversicherungssystem der Schweiz beruht auf drei Säulen:

» die erste Säule ist obligatorisch für alle, dazu zählen: AHV/IV/EO und Krankenversicherung
» die zweite Säule ist obligatorisch für Berufstätige, dazu zählen: berufliche Vorsorge, Unfallversicherung, Arbeitslosenversicherung
» die dritte Säule ist freiwillig, dazu zählen: gebundene Vorsorge 3a, freie Vorsorge 3b und Privat-Krankenversicherung

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Fehlende Beitragsjahre bewirken eine Rentenkürzung. Versicherungslücken aus der 1. Säule (AHV) und 2. Säule (Pensionskasse) können allenfalls mit Hilfe der  freiwilligen 3. Säule geschlossen oder vermindert werden.

Wer z. B. in Deutschland mehrere Jahre arbeitete, hat dort für die Rente bereits angespart.  Kommt er in die Schweiz, wird hier das Ansparen neu beginnen. Im Fall der Pensionierung werden zwei Altersvorsorgen zur Gesamtrente beitragen.  So ist es im Sozialversicherungsabkommen zwischen den beiden Staaten geregelt.

Wegen entsprechenden Erfahrungen gibt es z.B. kein Sozialversicherungsabkommen mit dem Kosovo mehr.

Kommt jemand aus einem neuen EU-Land wie etwa Rumänien, Bulgarien, Ungarn usw.,  kann man davon ausgangen werden, dass kaum ein wirksamer Beitrag an die Altersvorsorge vorhanden ist. Hier liegt also eine Falle für die Altersarmut vor und auch eine Falle für die Sozialämter! Ob da jemand daran gedacht hat? Zweifel dürfen sein! Das Problem wird dann gelöst, wenn es auftritt! Dann findet eine weitere Sozialisierungsrunde statt, die vom Steuerzahler mitgetragen werden muss. Daraus folgt, dass es bei der Personalbeschaffung, -gewinnung mehr als nur eine möglichst schnelle Besetzung offener Stellen geht! Es kann nicht sein, dass möglichst schnell gesucht, vermittelt, verdient und angestellt wird. Nachhaltigkeit hat auch hier seine uneingeschränkte Berechtigung. Sonst kommt es zu einer schleichenden Belastung des Sozialstaates. Ein Beispiel dafür ist die IV (Invalidenversicherung.

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Eine der Folgen der Sozialversicherungsabkommen: Wer die Schweiz definitiv verlässt, bekommt die Gelder der Pensionskasse (2. Säule) ausbezahlt. Davon ausgenommen sind die Beiträge an die Risikoversicherung. Die Gelder der AHV ( 1. Säule) bleiben bis zum Anspruch auf Pensionierung bei der AHV. Dort kann man sie zum gegebenen Zeitpunkt abrufen. Koordinationsstelle ist

die AHV- Stelle in Genf, Caisse suisse de compensation, av. Edmond- Vaucher 18, 1211, Génève, Tel. 022 795 91 11, Auslandabteilung

für Information und Abwicklung zuständig.

Die Frage, ob die Altersvorsorge dereinst noch Leistungen erbringt ist müssig. Niemand weiss es mit absoluter Sicherheit. Doch die Gesellschaft kann sich die Altersarmut nicht leisten. Allerdings gibt es Länder, welche die Alten entmündigen und enteignen, ihnen gar die Rentengelder streitig machen. Ungarn, welches die private Altersvorsorge verstaatlicht hat, tat dies in erster Linie um an mehr Geld zu kommen. Das neue Gesetz verletzt die EU-Grundprinzipien zu Rechtssicherheit, Diskriminierungsverbot, sozialer Sicherheit sowie Schutz von Eigentum. Es verwundert nicht, musste das Land doch vor dem Staatsbankrott «gerettet» werden. => Versicherungskritiker – Keine Gnade für Idioten!: Ungarn: Private …

Ungarn zeigt deutlich, was in der Welt wie abläuft, um staatliches Fehlverhalten letztlich mittels Sozialisation zu finanzieren. Es hat auch eine Methode gefunden, um Multis zu melken. Das «dumme» Volk handelt bei der Wahl der Politiker, die sich gerne Volksvertreter nennen, oft wie Kühe, die Ihren eigenen Metzger bestellen.

Sollte das Beispiel Ungarn in der EU betreffend Verstaatlichung von privaten Pensionskassen Schule machen, was am Beispiel von Polen offensichtlich der Fall ist, müsste man sich als Schweizer wegen der blinden Übernahme fremden Rechts, gewisse Überlegungen anstellen…!

Wer einen desolaten Zustand der Staatsfinanzen über das Rentenkapital abfedern will, vergreift sich am Sparkapital der Rentner und an denen, die es noch werden.

Räder werden gelegentlich neu erfunden. Laut NZZ vom 9.3.11 (sinngemäss) wird in England der Einheitsrente das Wort geredet. Schon jetzt erhält ein Rentner mit voller Anspruchsberechtigung £97.65 (Fr. 147.05) pro Woche. Das frühere Einkommen spielt dabei keine Rolle. Wenn diese Rente nicht ausreicht, kann sie in begründeten Fällen mittels Nachweis bis auf das Existenzminimum von £132.60 (Fr. 199.68) erhöht werden. Eine vorgesehene Vereinfachung soll in etwa drei bis fünf Jahren die Einheitsrente rund 140£  (2108 SFr) betragen (nach aktueller Kaufkraft). Zusatzleistungen wären nicht vorgesehen. Die Finanzierung ist noch nicht geklärt. Die «Erkenntnis» oder das neue Rad: Private Vorsorge lohnt sich! Junge sollen eine klare Sicht dafür erhalten, dass es sich lohnt, für das Alter zu sparen. Eine erkenntnisreiche Meisterleistung des Sozialministers Duncan Smith! Er hat aber andern Orts an die Adresse jener, die sich ohne Arbeit auf Kosten der Allgemeinheit durchschlagen wollen auch gesagt: «Arbeit muss sich immer lohnen!» Ob auch die entsprechenden Arbeitsplätze vorhanden sind, weiss noch niemand so genau.

Das Dreibein der Vorsorge in der Schweiz deutet mit dem dritten Pfeiler eindeutig auf die Selbstverantwortung des Einzelnen hin: Das freiwillige Sparen. Das Dreibein hat allerdings eine Schwäche. Es funktioniert nur für Einkommen ab einer gewissen Höhe. Niedrigverdiener gelingt es kaum, selber so zu sparen, dass im Alter davon gezehrt werden kann. Selbst der zweite Pfeiler greift nicht bei allen! Wer im Alter nur auf die AHV zählen kann, hat nichts zu lachen. Dies noch speziell dann, wenn Finanzierungslücken vorhanden sind! Die Ergänzungsleistung mag wohl eine Entlastung bringen, aber glücklich wird wohl damit kaum einer richtig! Allem zum Trotz: Das Einkommen bestimmt weitgehend den Lebensstil (leider). Aber vom sorgsamen Umgang mit den finanziellen Ressourcen, kann sich kaum niemand drücken. Was möglich ist zeigen viele Beispiele. Wer kennt sie nicht, die Hanwerker, welche sich ihr Häuschen sprichwörtlich vom Mund abgespart haben? «Handwerk hat goldenen Boden», ein Sprichwort welches auch heute seine Berechtigung hat.

„Die Sparsamkeit ist die Tochter der Vorsicht, die Schwester der Mäßigung und die Mutter der Freiheit.“
Samuel Smiles (1812-1904), engl. Biograph u. Sozialreformer


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