Kategorie-Archiv: 05 Ethik

Niklaus von Flüe – der Heilige Bruder Klaus

Bruder Klaus, geboren um 1417 im Flüeli (Gemeinde Sachseln), gestorben am 21.März 1487 im nahegelegenen Ranft. –  Satue am Dorfplatz, Sachseln – Foto: Herbert. Odermatt

2017 ist der 600. Geburtstag von Niklaus von Flüe, der als Bruder Klaus in Flüeli-Ranft als Eremit und Einsiedler lebte und als Mystiker und Mittler gefeiert wird, ist der Anlass. Bruder Klaus wurde vor 70 Jahren von Papst Pius XII heilig gesprochen.

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Der Geburtstag wird mit einem Staatsakt gefeiert. Somit wird die nationale Bedeutung von Bruder Klaus gewürdigt. Die Politiker werden sich bemühen, schöne Worte zu finden, den Zusammenhalt hervorzustreichen und das Leben des Eremiten als Beispiel darstellen. Morgen aber sind sie wieder im Hamsterrad der Politik. Weitsicht ist weniger gefragt als die nächsten Wahlen. Und das einzig lang wirkende Bestreben ist jenes, das nach Amt und Würde kommt. Und da geht es darum, schon jetzt gefällig zu sein, will man dereinst noch Geld aus einem Verwaltungsrat oder einem speziellen Mandat auf seine eigene Mühle leiten… Die Vettern wollen übereben, darum pflegen sie eine eigene, die Vetternwirtschaft. Im Dialekt heisst es oft: „Söi Häfeli, Söi Deckeli“! Das Motto: „Wer hat, dem wird gegeben“ Die Energiewende lässt grüssen!

Kein Prophet, kein Führer, aber ein Seher, – Wenn Frau BR Doris Leuthard für mehr Vertrauen wirbt, muss sie selbst glaubwürdig sein! Es scheint, dass der Bundesrat und die Polit-Elite das Ohr zu wenig am Boden haben. Anstatt, dass sie Volkswillen umsetzen, lassen sie sich von Branchen-Baronen wie z.B. der Stromlobby berieseln oder kriechen Brüsseler EU-Fantasten zu Kreuze.

Nach der Überlieferung soll Niklaus von Flüe diese Verse täglich gebetet haben:

Mein Herr und mein Gott, nimm alles mir, was mich hindert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich führet zu dir.
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.

Biografie: Mit seinem Bruder Peter wuchs Niklaus auf einem ansehnlichen Hof auf (das Geburtshaus). Über seine Jugend ist wenig bekannt. Um 1445/ 1446 heiratete er Dorothea Wyss (geboren um 1430). Zehn Kinder entsprangen ihrer Ehe (Das Wohnhaus von Bruder Klaus).

Der Zeit gemäss beteiligte sich Niklaus von Flüe als Bursche an militärischen Auszügen, doch schätzte er das Kriegshandwerk nicht. Dagegen war er spätestens 1457 der Vertrauensmann der Pfarrei Sachseln, und 1462 gehörte er dem Kleinen Rat , dem höchsten politischen und richterlichen Führungszirkel des Standes Obwalden an. Eine Kandidatur für das Amt des Landammanns lehnte er ab.

Um 1465 legte er alle politischen Ämter nieder. Zwei Jahre später, am 16. Oktober 1467, verliess er mit dem Einverständnis seiner Frau die Familie in der Absicht, als Pilger zu wallfahren. Wie vor einer langen Pilgerreise üblich, ordnete er zuvor den Nachlass und vertraute Familie, Haus und Hof den beiden ältesten, bereits erwachsenen Söhnen an. Von Visionen geleitet kehrte er bald um und liess sich im nahegelegenen Ranft nieder. Freunde bauten ihm eine Kapelle und eine Klause (Die Zelle von Bruder Klaus). Bald strömte viel Volk zum „lebenden Heiligen“. Im Dezember 1481 wirkte er beim Stanser Verkommnis entscheidend auf die zerstrittenen eidgenössischen Stände ein.

Mystik: Niklaus von Flüe strebte nach dem Einswerden mit Gott. Das Leben als erfolgreicher Bauer, Ehemann, Vater, Richter und Politiker, befriedigte ihn nicht, so dass er um 1465 in eine tiefe Sinn- und Lebenskrise geriet. Sein priesterlicher Freund Heimo Amgrund half ihm, sich daraus zu lösen und den ihm gemässen Weg zu finden. Zahlreiche Erscheinungen und Visionen, die er mit Freunden besprach, führten ihn auf den Weg in den Ranft.

Bruder Klaus ist ein Vertreter der spätmittelalterlichen Laienmystik. Da er weder schreiben noch lesen konnte, übernahm er die Lehren der deutschsprachigen Dominikanermystik aus mündlicher Überlieferung. Für den Mystiker Niklaus von Flüe wichtig waren vor allem die Betrachtung des Leidens Jesu, sowie die Verehrung der Eucharistie. Er beschäftigte sich auch intensiv mit der Dreifaltigkeit. Dazu benützte er ein einfaches Radbild, das einen dynamischen Gott postuliert, dessen Allmacht dreifach von der Mitte ausgeht und wieder in die Mitte zurückkehrt.

Von Bedeutung für das Verständnis von Niklaus von Flüe ist seine völlige Abstinenz von Speise und Trank während der 19 ½ Jahre im Ranft. Glaubwürdige Zeugen bestätigen seine Abstinenz, die naturwissenschaftlich nicht erklärbar ist. Sein Beichtvater, der Kernser Pfarrer Oswald Ysner, erkannte darin ein Zeichen göttlicher Liebe.

Nachleben: Niklaus von Flüe genoss bereits zu Lebzeiten höchste Verehrung. Sein Rat an die in Stans tagenden Stände wurde jedoch weniger von den Zeitgenossen denn von der Nachwelt als bedeutende Friedenstat verstanden. Während der Reformation erinnerten Reformatoren (Zwingli, Bullinger) vor allem an die politischen Ratschläge (Abkehr vom Pensions- und Söldnerwesen) des Eremiten, während die katholische Seite die religiösen Aspekte hervorhob. Besonnene Kräfte betonten stets, dass Niklaus von Flüe allen Schweizern gehöre. Bruder Klaus wird noch heute gern zitiert, sowohl von konservativen wie von fortschrittlichen Zeitgenossen.

Autor: Dr. Roland Gröbli (als Basis für diese Kurzbiografie diente der vom selben Autor 1993 für das Schweizer Lexikon geschriebene Text).

Meditationsbild, gemalt nach Angaben von Bruder Klaus -© 1999 – 2017 Wallfahrt Sachseln

Das Meditationsbild des Heiligen Bruder Klaus – War das Volto Santo die Vorlage für das Meditationsbild des Heilgen Bruder Klaus? Das neuste Video von Pfarrer Läufer analysiert das Meditationsbild und liefert erstaunliche Informationen.

Ethik und Imagination

Die Person (Persönlichkeit) des Menschen ist seine Seele (psychë). Das Fachgebiet, in dem das Tun der Seele hinterfragt wird, ist die Ethik. «Ethik» ist abgeleitet vom griechischen Verb εθίζω (ethizo, Partizip έθικος – ethikos), was «gewöhnen», «pflegen» bedeutet. Ethik ist Pflege der Seele, Pflege der Persönlichkeit….

Vision ist Imagination

Carl Gustav Jung gilt als derjenige Psychologe, der die Imagination in die Psychotherapie einführte. Was hatte ihn dazu inspiriert? In Wirklichkeit ist die Imagination schon uralt. Durch Meditation werden in vielen Religionen im Innern Bilder hervorgerufen. Manchmal kommt es dabei auch zu spontanen Visionen. Dieser Meditation entspricht im Griechischen die «eidetikë technë» – είδος (eidos) bedeutet «Bild», die «äussere Erscheinung» – was die Begabung einiger Menschen beschreibt, in der Seele Bilder aufsteigen zu lassen. Die Fähigkeit der Imagination war also bereits ein Thema in der antiken griechischen Philosophie –, die Psychologie war ohnehin bis ins 19. Jahrhundert Bestandteil der Philosophie. In der katathym imaginativen Therapie sollen das Aufsteigen von Bildern, das sich «lebhafte» Vorstellen und die Bilderreisen befreiende und wohltuende Wirkungen hervorrufen.

Wenn ein Mensch nicht das tun darf, was er kann und wozu er berufen ist, wird er krank. Wenn er nicht in seinem Verhalten widersprüchlich entgleist, so wird er durch das permanente Erleben von Frustrationen doch schwermütig (depressiv). Bruder Klaus hatte von Anfang an die Begabungen eines Mystikers. Das besondere Tun des Mystikers ist die Imagination. Für C. G. Jung ist der Eremit im Ranft der Prototyp des Mystikers (Ges. Werke, 11, §487). Ohne künstlich angeeignete Meditationstechnik hatte er die Fähigkeit zur Imagination. Bruder Klaus hatte sehr schöne Visionen. …  mehr

Bruder Klaus und seine Mystik– Im Gespräch mit Albert Lutz, Direktor des Rietberg-Museums, über den Heiligen Bruder Klaus und seine Mystik.

Thomas Maissen:  Niklaus von Flüe – Glaubensvorbild, Einiger, Mahner; das Das Nachleben des Eremiten über sechs Jahrhunderte

Im Herzen von Europa-> Bruder Klaus

Sowohl Bundeskanzler Konrad Adenauer wie auch der charismatische Zeitungsverleger Axel Springer bewunderten Niklaus von Flüe. Teilweise nahm deren Faszination skurrile Züge an. Siehe auch: „Konrad Adenauer und der Bruder Klaus

Axel Springer:

«Was die Seele für den Leib ist, ist Gott für den Staat. Wenn die Seele aus dem Körper weicht, dann zerfällt er. Wenn Gott aus dem Staat getrieben wird, ist er dem Untergang geweiht.» Mehr

Mehr Ranft!

Noch mehr Ranft: Im Sommer 2017 macht das mobile Erlebnis «Niklaus von Flüe – Unterwegs» Halt in allen 26 Kantonen der Schweiz.

Flüeli-Ranft – ein Kraftort! Die Eremitenklause aus Holz gebaut liegt zwischen steilen Hängen sorgsam geborgen. Unten im Tobel fliesst die Melchaa mit ihrem klaren Wasser. Die ganze Zone hat eine Ausstrahlung von 9500 Boviseinheiten. Die Zelle selbst ist durch die vielen Besucher und Neugierige „verbraucht“. Sie starhlt praktische keine Energie mehr aus. Bei völliger Ruhe kämen die Kräfte wieder hervor.

St. Niklausen ist ein weiterer Kraftort. Neben dem Turm steht die hübsche weissverputze Kapelle. Das Spezielle an der Kapelle ist die gewölbte Holzdecke, welche im Jahr 1704 entstanden ist. Die Bilder zeigen Themen aus dem Alten und Neuen Testament und sind mit heiligen Figuren bemalt.
Ein besonders kraftvoller Platz befindet sich in der Mitte unter der Chordecke. Er gibt 18000 Boviseinheiten her. Die neue liturgische Ausstattung von 1994 weist jedoch der Standort des Priesters am Zelebrationsaltar heute nur etwa 8000 Boviseinheiten auf. In der ganzen Kirche herrscht eine schlichte, warme Atmosphäre mit dem klassischen Wert von harmonischen 15000 Boviseinheiten. (=> Blanche Merz Orte der Kraft in der Schweiz)

Grabkapelle

Die Grabkapelle ist an den Kirchturm der von der heutigen Kirche getrennt da steht, angebaut.

Die Flüelikapelle wurde 1618 zu Ehren des von Niklaus von Flüe erbaut

Flüeli Kapelle, erbaut anno 1618

Irgend wie sind sehr viele Menschen mit Niklaus von Flüe verwandt. Staatsarchivar Pater Norbert Füeler, Schwyz,  stellte diese Verbindung für unsere Familie einst her und er nahm Winkelried gleich auch noch dazu. :

Die Verbindung zum Heiligen Bruder Klaus und dem Eidgenossen Winkelried

Niklaus von Flüe (1417-1487) 
     Wyss Dorothea
     ¦
von Flüe Dorothea
     Scheuber Kensli von Altzellen, NW 
     ¦
Scheuber Konrad, sel. , Landammann 1543; 1481-1559
     Roth Margaretha
     ¦
Scheuber Christina, verheiratet um 1540 mit
     Christen Melchior, tat sich 1531 am         Hubel hervor
     ¦
Christen Wolfgang, Kommissar
     Lussi Anna, Tochter des Ritter Melchior Lussi und seiner ersten Frau        Katharina Amlehn
     ¦
Christen Andreas
     von Büren Juliana
     ¦
Christen Anna
      Gander Meinrad
     ¦
Gander Hans Caspar (1642)
      Achermann Magdalena
     ¦
Gander Anna Maria
  Murer Jakob
     ¦
     ¦
Murer Meinrad, geb. 1692, Kirchmeier
  Käslin Klara, geb. 1697 
     ¦
     ¦
Murer Jakob
     Achermann Elisabeth
     ¦
     ¦
Murer Meinrad, gefallen 1798  (Überfall der Franzosen)
     Murer Josefa
     ¦
     ¦
Murer Meinrad, geb 1793,+ 1870, verheiratet 1819 mit
     Achermann Anna Maria, + 1834        
    ¦
Murer Peter, geb. 27.10.1828, + 27.1.1900, verh. 3.7.1871 mit
   Amstad Anna Maria, geb. 25.2. 1853
     ¦
Murer Meinrad, geb 6.10.1872, + 28.8.1960, Schiffmeister und Käser, verheiratet mit 
     Würsch Marie, geb. 12.11.1870, +      27.8.1950
     ¦
Murer Margrith, geb. 2.10.1908, + 2.4.1983
     Odermatt Josef Alois, geb. 26.8. 1909 in Beckenried, Schuhmacher, Seemann 5.5.1957
     ¦
Odermatt Herbert, Paul, geb. 13. 03. 1942, verheiratet mit
     Mattmann Brigitta, Lina, geb. 22. 11. 1943             
     ¦
Odermatt Daniel, geb. 08. 11 . 64 verheiratet mit
     Mun Sau-Kuen, geb. 7.7.71 
     ¦
Odermatt Cheryl Siew-Kei (kleiner Jade), geb. 4. 11. 2000 
                   und
Odermatt Shannon Siew-Tong (Moregnrot) , geb. 03. 01. 2003





Quellen: Staatsarchivar P. Norbert Flüeler, Schwyz / odh
Winkelried Erni +1Die 1618 erbaute Kapelle auf dem Flüeli-Felsen im Abendrot386 zu Sempach
     ¦
Winkelried Erni, Landammann, 1417, 1418.
     ¦
Winkelried Heinrich, Ratsherr u. Tagsatzungsbote
     ¦
Winkelried Arnold, Hauptmann, + 1522 bei Bicocca
     Gössler Helena, Tochter des Uli Gössler, Bürgermeister von St.Gallen
     ¦
Winkelried Magdalena
     Odermatt Hans, des Klaus u. Greti Mettler
     ¦
Odermatt Arnold
     Suter Afra
     ¦
Odermatt Hans, Landvogt im Blenio (1588)
     von Büren Anna, Schwester des Landammann Sebastian von Büren
     ¦
Odermatt Jost, Landweibel
     Blättler Gertrud
     ¦
Odermatt Ulrich
     von Büren Agatha
     ¦
Odermatt Jost, verehelicht 1636
     Mathis Juliana
     ¦
Odermatt Franz, Gesandter 1651-1733
     Risi Mar.Agatha
     ¦
Odermatt Anton
 Hummel Elisabeth
     ¦
Odermatt Elisabeth
      Käslin Mathias Victor
     ¦
Käslin Josefa
      Achermann Peter
     ¦
Achermann Anna Maria, Frau des Murer Meinrad
















Odermatt Josef, Meinrad, Franz, Anton, geb. 24. 04. 1936 Bauschlosser


Odermatt Alex, geb. 02. 08. 1966 
verheiratet am 5.5. 1993 mit Bürgisser Ursula, geb. 04. 03. 1971
Odermatt Brian Philip,  geb. am 25. 05. 1997 in Toronto, Canada
                    und
Odermatt Thierry Pascal,geb. am 28. 07. 2000

          20. 04. 04 – 30 04. 17, odh 

Politik und Wirtschaft – Wo ist der Unterschied?

4 Begriffe

2 aus der Politik: Staatsmann mit Format, Politiker

2 Aus der Wirtschaft: Verantwortungsvoller Unternehmer
Topmanager

Politik:

a) Ein Staatsmann von Format setzt alles dafür ein, dass sich sein Land nachhaltig, entwickelt, seine Unabhängigkeit gewahrt wird und dass das Volk einen angemessenen Lebensstandard pflegen kann. Er setzt sich für das Gemeinwohl ein. Dafür hat er bei der Wahl in sein Amt einen Eid oder das Gelübde (1) abgelegt.

b) Ein Politiker gleich welcher Couleur setzt alles dafür ein, dass er die nächste Wahl gewinnt, dass sein Image intakt bleibt um nach der Politik Ansehen und Rang in der Wirtschaft zu gewinnen. Persönliches Gewinnstreben.

Wirtschaft:

a) Der verantwortungsvolle Unternehmer setzt sich mit aller Kraft für die Entwicklung seiner Unternehmung ein. Er versucht den Aufwand zu minimieren, spürt den Puls der Wirtschaft und des Marktes, sorgt sich um seine Mitarbeitenden und setzt den Hauptanteil des Gewinns für die Weiterentwicklung seiner Unternehmung ein. Er setzt auf das Gemeinwohl seiner Angestellten.

b) Der Topmanager maximiert die Ausreizung des Ökonomischen Prinzips möglichst ohne soziale Komponente. So viel wie möglich an Umsatz, koste es was es wolle. Soziale Verantwortung erodiert zusehends. Nebst seinem hohen Fixum, welches jährlich ansteigt ist er an einem maximalen Bonus interessiert. Persönliches Gewinnstreben.
Wenn zwei das gleiche tun:
Unmoral herrscht im Nahen Osten

DWN: „(…) Der Krieg im Nahen Osten zerstört die klassischen Staaten – in der Region, und auch in Europa: Die Flüchtlingskrise hat brutal offengelegt, dass viele Staaten bereits nicht mehr funktionsfähig sind. Die Parlamente haben ihre Selbstachtung verloren – und die Bevölkerung ihren legitimen Anspruch auf Schutz und Mitwirkung. An die Stelle der alten Ordnung ist nämlich keine neue, bessere getreten: Chaos und Willkür, und von ihm profitieren jene, die die Zerstörung vorantreiben. Unmoral herrscht im Nahen Osten

Moral herrscht in Europa
EU: Flüchtlinge sind der Katalysator zu einer geeinten EU. Mit ihnen gelingt es, die Nationalstaaten zu zerstören. Erst Nationalistische Bevölkerung „ausdünnen“, dann Zentralgewalt durchsetzen. Geopolitik statt Moral sei es. Ich wünschte, dass anstelle von Moral, von Ethik die Rede wäre. Die Rosinenpicker sitzen in Brüssel! Schafft es die EU „Flüchtlingsquoten“ für ihre Mitgliedsstaaten zu schaffen, haben die Nationalstaaten ausgedient. Sie verlieren ihre Grenzen und sie haben keine Argumente mehr, sich auf ihre kulturelle Identität zu berufen.

Der Kleine Prinz besuchte Asteroid 325, wo ein König wohnte. Bild: Der Kleine Prinz, Weltbildverlag
Der Kleine Prinz besuchte Asteroid 325, wo ein König wohnte. Bild: Der Kleine Prinz, Weltbildverlag

„Für Könige ist die Welt etwas höchst Einfaches“... Merkels Sprecher bestätigte es einmal mehr: „(… In der EU hat das Volk in Sachfragen nichts zu sagen. Die Mächtigen wollen daran nichts ändern…)“  1)

Weder im Nahen Osten, noch sonst wo in der Welt wird über Ethik gesprochen. Diese ist Opfer der Verdrängung! Verdrängung des ureigensten Gewissens!

Moral ist mehrdeutig! Sie ist festgelegte Sitte! Moral bedeutet Gesetzgebung der Eliten gegenüber dem gemeinen Volk. Sie legt fest (Gebote, Regeln…), wie nach ihrer Meinung zu Handeln ist. Dies kennen wir aus den kirchlichen Gehirnwäschen zur Genüge. Während es das Gewissen verbietet, einen anderen Menschen zu töten, kann Moral dies zulassen oder gar verlangen: „Tötet Ungläubige!“ (NZZ, „Töten im Namen Allahs„) oder im Rahmen der nationalen Sicherheit, wird die Welt terrorisiert, mit der Begründung, Terror zu bekämpfen. Somit lässt sich erkennen, dass Gewissen und Moral von Grund auf zwei verschiedene Begriffe sind.

Es sieht ganz danach aus, dass viele Menschen kaum wissen, was „Gewissen“ bedeutet, weil sie keines haben wollen bzw. es verdrängt haben. Jeder hat ein Gewissen das ureigene angeborene oder das pathalogische. Letzteres gewinnt an Gewicht, je mehr das schlechte Gewissen unterdrückt, verdrängt und abgewürgt wird. Mit „Drogen“ wird versucht, dem inneren Druck zu begegnen. Meist ohne Erfolg. Warum? Das ureigene Gewissen – ist der „Psychenregler“ welches das innere Gleichgewicht steuert. Der Chip dazu ist das Ich-Bewusstsein. Das ureigene Gewissen kann man nicht abschalten. Doch ist es möglich, dieses zu beschädigen. Das ureigene Gewissen fordert von mir Selbstkritik darüber, was und wie ich etwas tat und tue – wie ich dabei war oder bin.
Handle ich gewissenhaft, handle ich ethisch. Ergo ist das Gewissen ethisch. Moral ist es nicht!

Gierige Machtmenschen haben ihr ureigenstes Gewissen längst kastriert – mit fatalen Folgen: Die Wirkung kann sich nach aussen (Explosion) oder nach innen (Implosion) richten. Die Explosion artet in Gewalt, Aggression , …und Fanatismus aus. Die Implosion zeigt sich dadurch, dass sich welche einen Schluck aus dem Revolver gönnen, während andere den Strick oder den Sprung aus dem Hochhaus vorziehen.

Jene die Implodieren nehmen sich selbst aus dem Spiel. Sie schaden der Allgemeinheit nicht weiter!  )
Jene, die explodieren sind die Zerstörer. Im kleinen werden sie Mobber und Diskriminierer, Räuber, Mörder, Attentäter und Terroristen. In grossem Stil werden sie zu Arbeitsplatzvernichtern, Enteignern, Kriegstreibern, Diktatoren, Menschenverachtern. Heuschrecken, Diktatoren usw. Sie werden zu „Stalin’s, Mao’s, Hitler’s, Idi Amin’s, Pinochets oder einfach zu Halunken, wie sie Jean Ziegler nannte ( «Die neuen Herrscher der Welt» ).

Jene Drohnenpiloten (die Handwerker der Kriegstreiber), die während der Arbeitszeit im fernen Arizona Menschen irgend wo auf der Welt umbringen und dabei mitgerissene, unbescholtene Zivilpersonen einfach als Lateralschaden abtun, handeln auf gleicher Stufe wie jene Geheimdienstler der früheren rumänischen Sekuritate, die als Mitglieder einer Spezialeinheit, Regimegegner auszuschalten (töten) hatten, oder etwa wie Hitlers Schergen, z.B. Josef Mengele. Ihnen ist ein gut bezahltes Privatleben garantiert, wo sie das „normale“ Familienleben zu geniessen wissen. Rot im Gesicht werden sie, bis auf Ausnahmen kaum. Zwecke heiligen Mittel…!

Es sind Ideologien, politische und religiöse, die der Menschheit grösste Schäden und Grausamkeiten brachten. Ursache: Machtansprüche. Tiefere Ursache: Macht um persönliche Gier zu befriedigen.

Politik oder Wirtschaft – Sie unterscheiden sich im Wesentlichen nicht, weil die Politik ihre Eigenständigkeit längst aufgegeben hat und zum Instrument der Wirtschaft geworden ist.

Wenn wir eine „Ausdünnung“brauchen, wollen wir selbst bestimmen, wie die zusammengesetzt sein soll! Eine vom  Clan der EU-Rosinenpicker 2) stammende Strategie benötigen wir nicht.  Und eine von der EU gesteuerten Unterwanderung wollen wir nichts wissen! Dass es überhaupt jemand gibt, der das  „multi-Kulti soziale Experiment“, welches in einem AJZ unter Drogeneinfluss entstanden sein könnte mit finanziert, grenzt an Dummheit erster Klasse! „Die Welt muss nobel zu Grunde gehen!“

Betruf - Bild Swiss Knife Valley AG
Betruf – Bild Swiss Knife Valley AG

 

Betruf nach Brüssel: „Wenn ihr ein totes Pferd reitet, steigt ab! – Euer Ross ist ein Klepper und es ist tot!“

1) Mündigkeit des Volkes oder nicht!?

2) Rosinenpicker („Cherrypicking“)

 


Übt euch in Toleranz – Wir erwarten Respekt!

Übt euch in Toleranz, wird derzeit intensiv gepredigt. Es ist durchsichtig. Wir sollen uns in Toleranz üben und damit die Sünden der Politiker abnicken! Die Lastesel der Nation müssen sich einmal mehr bücken. Das Motto nach Anita Weiermann  : „Gring achè u secklè!“

Wir werden es drauf ankommen lassen!

Wer sektiererisch Toleranz predigt, verkündet seine Unfähigkeit, gegen Ungemach anzukämpfen. Es muss sich um verweichlichte Problemverwalterinnen und-verwalter bis auf höchste Ebene handeln.

Es gibt Momente, die eine schematische Kommunikation nicht zulassen, weil sofortiges Handeln lebensnotwenig ist. Der Fluglehrer, der seinem Schüler das Fliegen am Hang beibringt und ihm die Übung überlässt kann nicht lange fackeln, wenn der Übende eine falsche Reaktion gegen den Hang ausführt. Der Profi greift sofort ein und verstärkt das Handeln gleichzeitig mit entsprechendem Kommentar. So wirken vier Faktoren: entschlossenes sofortiges Handeln, visuelle Wahrnehmung, akkustische Verstärkung und Vorbildfunktion. Für die Analyse gibt es nach der Landung genügend Zeit. Kein Eingreifen wäre  rationeller – man könnte sich die Nachbesprechung einsparen – im Himmel! Anstatt subsidiär zu handeln, hätte der Instruktor die Angelegenheit der zentralen Tintenburg und endlich der Flugunfalluntersuchungskommission überlassen können….

Was Muslime tun sollten, beschreibt Jasmin el Sonbati im NZZ- Gastkommentar (19. 11. 2015) wunderbar. Gibt es bei soviel klarem Kopf noch etwas beizufügen?

Muslime müssen sich verändern
  von von JASMIN EL SONBATI

(…) Als in der Schweiz lebende Muslimin bin ich wie meine Glaubensgeschwister geschockt über den Terror von Paris. Terror ist keine Religion, er ist auch nicht im Islam verankert, wie Scharfmacher uns weismachen wollen. Die islamische Welt äussert nach terroristischen Taten, die in Europa ausgetragen wurden, Betroffenheit. Ebenso reflexartig schaltet sich der Selbstverteidigungsmodus ein, wonach der Westen die Retourkutsche erhalte für das Unheil, das er im Orient gestiftet habe. Eine historische Berechtigung hat die Mitverantwortung des Westens, sie greift jedoch zu kurz. Es ist eine einseitige Sichtweise, die die Eigenverantwortung ausblendet.
Diejenigen unter uns, die aus Kairo, Damaskus, Tunis, Beirut stammen, in den fünfziger, sechziger Jahren geboren sind, haben eine offenere Gesellschaft kennengelernt, in der es ausser Beten und Koran-Lektüre noch andere Freizeitbeschäftigungen gab. Das hat sich geändert. Seit den siebziger Jahren ist der Islam im Alltag präsenter denn je. Ein Diskurs der Enge entlang klarer Zuschreibungen von Haram (verboten) und Halal (erlaubt) wurde uns auferlegt. Allah ist der absolute Herrscher, wir sind seine willigen Untertanen. Menschen sind von Natur aus frei, sie entscheiden selber, was sie selig macht. Nicht so der zeitgenössische islamische Mensch, ihm wird der wahre Islam auferlegt. Unsere Lehrerschaft, unsere Rechtsgelehrten verbieten uns, Fragen zu stellen, die berüchtigten «roten» Linien zu überschreiten.

Der muslimische Mensch muss sich den Spiegel vorhalten. Er muss sich von religöser Bevormundung befreien

Eine Grenzüberschreitung ist schnell ausgemacht, davon zeugt der Fall des saudischen Bloggers Raif Badawi. Er wagte es, ohne dem Islam abzuschwören, für Gewissensfreiheit einzustehen. Dafür sitzt er im Gefängnis und wird einmal pro Woche ausgepeitscht. Saudiarabien, die Wiege des Islams – Badawis Heimat -, brachte im 18. Jahrhundert das Schlechteste hervor, das der Islam zu bieten hat, den menschenverachtenden Wahhabismus. Ein Kompendium obskurer Islamvorstellungen. Seit Jahrzehnten predigen muslimische Geistliche an Schulen, Universitäten, in der Quartiermoschee von nebenan, auf Fernsehkanälen genau das, was am Islam so abstossend ist: Gewalt, Intoleranz, Hass. Gegen Frauen, Andersgläubige, Christen, Juden, den verdorbenen Westen. Diese radikale Lesart ist nach Europa übergeschwappt. In England, Frankreich sind Moscheen manchmal zu Orten der Hetze mutiert.
Der muslimische Mensch muss sich den Spiegel vorhalten und genau hineinschauen. Er muss lernen, für sich selber zu denken und sich von religiöser Bevormundung zu befreien. Die Beziehung zum Schöpfer oder die Nichtbeziehung zu ihm ist persönlich. Ich treffe in islamischen Ländern regelmässig überzeugte Atheisten, trotz sozialer Kontrolle und religiöser Dauerberieselung. Das Bedürfnis, frei zu entscheiden, ob mit oder ohne Allah durchs Leben zu gehen, ist universell.
Veränderung kann nur von denen ausgehen, die sich ihre geistige Freiheit erhalten haben. Nicht von Rechtsgelehrten, sie wälzen sich im gleichen Sumpf. Die muslimischen Gemeinden in Europa hingegen können, ja müssen diese geistige Lücke schliessen. Es ist an unseren Imamen – hoffentlich bald auch Imaminnen -, die Texte neu zu lesen, den Islam zu reformieren. Sie haben diese Chance fürs Erste verpasst, hätte sich sonst der europäische Salafismus à la Pierre Vogel und Nicolas Blancho überhaupt etablieren können? Die Moschee als Raum der geistigen Freiheit, wo Jugendliche und Erwachsene tabulos über Gott und die Welt diskutieren. Ich träume von einem Imam, der öffentlich verkündet: «Ab heute kommen in meiner Predigt keine Verse mehr vor, die von Gewalt reden.» Wir Musliminnen und Muslime Europas haben die besseren politischen Bedingungen, Änderungen einzufordern und umzusetzen. Tun wir es also! Auch wir müssen über den vererbten Schatten der Unterwerfung springen. Schliesslich müssen wir geschlossen und unmissverständlich gegen islamischen Radikalismus zusammenstehen. Der Islam gehört zu Europa, davon bin ich überzeugt. Aber nur, wenn er sich selbst den Spiegel vorhält und sich nicht vor sich selber versteckt.

Jasmin El Sonbati ist Mitbegründerin des Forums für einen fortschrittlichen Islam und Autorin von «Moscheen ohne Minarett. Eine Muslimin in der Schweiz.»)“

Wir, die „Kuffar“, die Ungläubigen sind erstaunt! Wir, die Verachteten sollen tolerant sein. Wir sollen uns schlagen lassen. Wir sollen uns anpassen. Wir sollen das, was unsere Väter und wir erarbeitet haben mit euch teilen! Und wir sollen gefälligst all Euren Mist wortlos akzeptieren samt Scharia!

Wir erwarten von euch Respekt gegenüber uns, unserer freiheitlichen und offenen Lebensweise, unseren Gesetzen, unseren Religionen. Wir fordern eure Integration und wir dulden keine Parallelgesellschaften.

Zuviel verlangt? Dann habt ihr Pech gehabt, in dieses Land eindringen zu wollen. Sie werden jedoch jenes Land finden, das Ihnen alles bietet was sie wollen. Wir sind dazu nicht in der Lage! Capito? Gute Reise! Wir weinen Ihnen keine einzige Träne nach!

Lese: Religion ist nicht – Religion wird gemacht

Beachte das Finanzblog: Weltausstellung – “Füttern des Planeten”

Und unter „Mit guter Sicht“ : Übt euch in Toleranz – Wir erwarten Respekt!


Religion ist nicht – Religion wird gemacht

Der Nachteil des Himmels besteht darin, daß man die gewohnte Gesellschaft vermissen wird.

Mark Twain (1835 – 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

Kein Petrus, keine Engel, kein Wiedersehen mit den geliebt gehassten „Lieben“,  keine Jungfrauen für Märtyrer…!

*****

Ausgang;

Terrorismusexperte Lorenzo Vidino glaubt, dass auch die Schweiz Gründe für islamistische Angriffe liefert. Er warnt vor reflexartiger Kritik an Flüchtlingen oder am Islam.

tagesanzeiger.ch
Eine kleine Bemerkung im FB:

Herbert Odermatt Je dogmatischer un je fundamentalistischer eine Ideologie (Religion) ist, desto brutaler wird sie sich durchsetzen wollen. Mittels Angst und Schrecken erzwingt sie die Macht! Sie sollten sich auf „Normalwerte“ einstellen. Wenn nicht, müsste man die Anführer, die Volksverführer ausräuchern.

Nach dem Steinanstoss:

Anna Ma  Nicht die Religion per se ist fundamentalistisch oder dogmatisch, die Menschen sind es…

Herbert Odermatt Anna Ma – Wollen wir über den Buchstabenstreiten? Die Religionsstifter (Jesus, Mohammed, oder die Ideologen Marx und Lenin) mögen in guter Absicht und aus philosophischer Sicht (der Wahrheit verpflichtet) gehandelt haben. Aber sie oder ihre Anhänger (von denen die Religion lebt), verlassen die philosophische Haltung und sie werden zu „Zweck-Gläubigen“. Nun geht es um die Durchsetzung der eigenen Ansicht. Der Glaube wird zum Zweckmittel zur Durchsetzung von Macht. So wird die Religion durch ihre Anhänger zu einer Ideologie. Sie leben diese Ideologie und nennen sie Religion…. Sie können es drehen wie sie wollen! – Was mir meine Religieon bietet und mein Draht zu meinem obersten „Chef“ ist etwas radikal anderes, als sein „Bodenpersonal“ als Vorbild lebt! Daher ist auch „meine Religion“ zu einer Ideologie verkommen!

Jackie Zwahlen  Sprechen Sie von der Ami-Regierung? „wink“-Emoticon

Herbert Odermatt Jackie Zwahlen – Ich meine in erster Linie die Religionsführer. In zweiter Linie geben sich Regierungen und Regenten Ideologien hin. Die sollten auch ihren Rauch abbekommen. Merkel: Die EU baut auf Werten auf. Obama: Yes we can. Hollande: Wir sind im Krieg: Juncker: Notfalls muss man lügen…. Ich erwarte nach den Worten Taten!

Herbert Odermatt: „Herr Lorenzo Vidino, nur weil wir keine Minarette mögen, heist es noch lange nicht, dass wir Muslime nicht mögen! Auch weil wir die Mafia nicht mögen, heisst es nicht, wir würden Italianos nicht mögen! Die „Geometrie“ ist etwas anspruchsvoller! Und um es auf den Punkt zu bringen: Wir mögen auch keine nackten Menschen in der Öffentlichkeit. Da haben Sie bestimmt nichts dagegen einzuwenden. Wir mögen besonders Menschen, die sich so bekleiden, dass man mit ihnen voll kommunizieren kann. Mimik, Augen, Errötung oder Erblassen usw. gehören dazu. Weil wir es so mögen, erwarten wir, dass Menschen, die sich hier niederlassen, bewegen und arbeiten wollen, und wenn gegeben vom sozialen Netz profitieren wollen, sich anpassen und sich mindestens so kleiden, dass eine vernünftige Kommunikation möglich ist. Wenn wir Kleider, die einen Menschen bis auf zwei kleine Schlitze für die Augen nicht mögen, heisst es nicht, dass wir die Menschen, die darunter stecken nicht mögen. Doch bevor wir sie mögen können, müssen sie uns die Chance sie mögen zu dürfen. Dazu müssen sie nur bereit sein, voll zu kommunizieren, wenn Sie verstehen was ich meine! Alle, und seien sie noch so nett haben sich hier anzupassen, müssen unsere Gesetze respektieren und integrieren. Es ist diesen Menschen frei gestellt es so anzunehmen oder es abzulehnen. Wer hier etwas will, muss etwas geben! Wenn sie sich für die Ablehnung entschieden haben, werden sie Gründe dafür haben und sicher wo anders finden, was sie suchen! So einfach! Keine Algebra! Nur auf drei zählen! Capito?“

***

Die Philosophie will die Realität in seinen Zusammenhängen verstehen und sucht die „Wahrheit“. Kommt sie zu neuen Erkenntnissen, ist sie bereit, die Neue Wahrheit über die bisherige zu stellen, bis ein eine weiterer Schritt nötig wird!

Philosophieren hat zum Zweck, die Ganzheit in der wir leben, theoretisch zu verstehen. Diese Absicht unterliegt keiner Gewinnsucht.  Welche Religion oder Ideologie ist dazu fähig?

Glauben zum Zweck, die ihre Mittel heiligen haben einen philosophischen Ursprung. Gründer von Religionen oder von Ideologien mögen in philosohischer Absicht, der Wahrheit verpflichtet gehandelt haben. Wir haben es immer mit drei Wahrheiten zu tun: Meine, Deine und die Richtige.

Ich denke an Jesus, Mohammed, Mao, Marx, Lenin… Sie selbst oder ihre Anhänger haben die philosophischen Grundideen verlassen um ihre „Ideen“ Zwecken zu opfern. Nicht mehr die Wahrheitsfindung zur gesunden Urteilsfindung ist nun im Vordergrund, sondern die Durchsetzung ihrer Ansichten. Dogmen, Fundamentalismus und Intoleranz sind die Folgen.

Politische wie konfessionelle Ideologien nützen das Bedürfnis der Menschen, einen Glauben zu haben als Mittel zur Macht aus.

„Macht ist böse an sich.“ Jacob Burckhardt(1818-1897)

Was Ideologien der Menschheit angetan haben ist geschichtlich genügend belegt. Ohne Menschen keine Religion!

Religion ist nicht – Religion wird gemacht (von den Menschen, die sie leben).

„(…) Döner-Grill-Besitzer Mustafa willigt schliesslich ein. «Ich bin praktizierender Muslim», sagt er. «Was in Paris passiert ist, hat nichts mit dem Islam zu tun.»)“ (Blick). Das ist zu einfach, zu bequem! Eine kurze, unüberlegte Antwort auf ein komplexes Problem!

Wenn sich die Natur ihre Rechte dereinst zurückerobert hat, dann wenn sich der Mensch selbst ausgerottet hat, bleibt keine einzige Religion mehr übrig! Alle Formen von Glaube inklusive Aberglaube sind dann weg!

Was übrig bleibt ist die Ganzheit, die Ursache und Wirkung in sich trägt. Ganzheit ein Begriff der Philosophie für den die Religion „Gott“ braucht. Die Ganzheit, Harmonie im Universum – ab dem Urknall oder falls zutreffend zwischen den Urkallen – kommen, gehen; werden vergehen, atmen.


Abschuss Boeing MH 17 – es könnte auch anders gewesen sein

„(…) Heute vor einem Jahr wurde in der Ostukraine die malaysische Boeing MH17 abgeschossen. Die genauen Umstände sind noch immer unklar. Der Verdacht, dass sie von einem aus Russland gelieferten Raketensystem getroffen wurde, hat sich allerdings erhärtet. Der niederländische Staatsanwalt Fred Westerbeke, der im Fall MH17 ermittelt, zeigt sich im Gespräch mit der NZZ zuversichtlich, dass genügend Beweise für einen Prozess gesammelt werden können. ….

…. Die malaysische Boeing wurde vermutlich von einem aus Russland gelieferten Raketensystem getroffen. Die Gegenargumente aus Moskau sind wenig plausibel bis schlicht gelogen, aber noch nicht widerlegt.  NZZ, 17. 7. 15 …)“ http://www.nzz.ch/international/europa/die-russische-spur-bleibt-die-heisseste-1.18581058

Unterliegen „westliche“ Journalisten „westlicher“ Meinung? Andere Quellen, andere Sicht! Z.B. Sputnik Deutschland:

Jahrestag von MH17-Absturz: Donbass gedenkt Opfer des Flugzeugunglücks

Interessanter Aspekt:
MH17-Abschluss: Es war eine israelische Rakete – inoffizielle Ermittlung

…. Dieser inoffizielle Bericht passt mit den Aussagen des ehemaligen ukrainischen Luftwaffentechnikers Jewgeni Agapow zusammen, der vor dem Krieg in seinem Heimatland nach Russland geflüchtet war. Laut dem Mann, der im Juli 2014 auf einer ukrainischen Luftwaffenbasis gedient hatte, hatte ein ukrainischer Kampfjet vom Typ Su-25 am Tag der MH17-Katastrophe seine Basis mit Luft-Luft-Raketen an Bord verlassen und war etwas später ohne Munition zurückgekehrt. Der Pilot, Hauptmann Woloschin, soll zu seinen Kameraden gesagt haben, er sei zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen…..

Wie es auch gewesen sein mag: Nebst der verwerflichen Tat wird auf den Schultern der Opfern und deren Angehörigen schmutzige Propaganda geführt!

Die Geheimdienste geben vor, alles zu wissen. Sie hören Telefone ab, hacken Computersysteme, lesen alle Mails…. Aber sie wissen nicht, was die russischen weissen „humanitären“ Lastwagen ins Kriegsgebiet tranportieren, Sie haben nicht festgestellt, dass Panzer aus über 6000 km Richtung Ukraine verschoben wurden und sie wissen nicht, welches Kriegsmateriel und welche Mannschaften von Russland Richtung Donbass verlegt wurden.
Oder ist es so, dass die Ukraine für geostrategsche Ziele missbraucht wird voenen wir nichts wissen früher oder später aber dafür bezahlen dürfen, in welcher Form auch immer?
Die Wertschätzung der Menschen geht gegen „Null“! Soweit hat es die „Zivilisation“ im 21. Jahrhundert gebracht! Selbst einige Fluggesellschaften umfliegen Kriegsgebiete erst seit dem Abschuss der MH 17. Sie beriefen sich auf die Freigeabe des Luftraumes in grosser Höhe. Andere Gesellschaften haben vorbildlich eigenverantwortlich gehandelt, etwas mehr Zeit und Treibstoff eingesetzt – und dadurch Passagiere nicht gefährdet.

Das Elend der Flüchtlinge – die Ursachen bekämpfen!

Wer Flüchtlinge schafft, muss nach dem Verursacherprinzip die Konsequenzen tragen. Flüchtlinge anderen Staaten zuzumuten ist Diebstahl an deren Volksvermögen. Die Ursachen müssen an der Wurzel bekämpft werden.

Fakten

  • IWF: Aufgabe des IWF besteht darin, das globale Finanzsystem zu stabilisieren und in Schwierigkeiten geratenen Ländern aus der Krise zu helfen. In Tat und Wahrheit erpresst der IWF Staaten. Er plündert Kontinente. Er hat Generationen von Menschen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft genommen und ist dabei zur mächtigsten Finanzorganisation der Welt aufgestiegen: Die Geschichte des IWF gleicht einem modernen Kreuzzug gegen die arbeitende Bevölkerung auf fünf Kontinenten. Ernst Wolff hat es in seinem Buch: Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs klar dargestellt. Auf Afrika bezogen, wo der IWF seit Jahrzehnten wirkt, ist die Effizienz mit grössten Fragezeichen behaftet. Seine Politik hat Armut, Obdachlosigkeit, und Aussichtslosigkeit über Millionen von Menschen gebracht und sie enteignet. Gleichzeitig hat diese Politik eine kleine Schicht von Superreichen geschaffen. Wundert es jemanden, dass sich so viele Menschen von Afrika verabschieden wollen und dafür gar ihr Leben riskieren?
  • Das aktuelle nächste Opfer des IWF ist Griechenland und das nächste ist die Ukraine.
  • Seit etwa 50 Jahren haben allein ca. 40’000 Hilfswerke etwa 1 Billion Dollar (1000 Milliarden!)an Hilfsgeldern nach Afrika gepumpt. (Peter Ruch, ref. Pfarrer in Küsnacht a.R.- WW). Dazu kommen noch die Entwicklungshilfen! Was ist daraus geworden?
  • Über die letzten dreissig Jahre sind aus den afrikanischen Entwicklungsländern unversteuerte Gelder im Umfang von mindestens 1’200 Milliarden Dollar abgeflossen. Das zeigt eine neue Studie der Afrikanischen Entwicklungsbank und des Forschungsinstituts Global Financial Integrity. Q: alliance sud
  • In Afrika hat sich die Bevölkerung seit 1900 verachtfacht, während sich die von Europa in der gleichen Zeit nicht einmal verdoppelt hat!
Entwicklung der Weltbevölkerung
Entwicklung der Weltbevölkerung (Bild durch Klick vergrössern!)
  • Der Erfolg ist sehr gemischt – so gemischt, dass viele Ökonomen, darunter auch prominente Afrikaner, ein Ende der Entwicklungshilfe fordern. Ihre Begründung: Sie mache abhängig, töte die Eigeninitiative, anstatt Anreize zum selbständigen Handeln zu liefern, und speise nur die Korruption. Q: Die Zeit: Kein Hilfsgeld für korrupte Kleptokraten
  • Über die letzten dreissig Jahre sind aus den afrikanischen Entwicklungsländern unversteuerte Gelder im Umfang von mindestens 1’200 Milliarden Dollar abgeflossen. Das zeigt eine neue Studie der Afrikanischen Entwicklungsbank und des Forschungsinstituts Global Financial Integrity. Q: alliance sud
  • „(..) Der kenianische Ökonom James Shikwati plädiert für eine radikale Abkehr des Konzepts der Entwicklungshilfe. Sie habe Afrika nur abhängig gemacht und Machtstrukturen verfestigt, von denen wenige profitierten. Die westliche “Hilfsindustrie” stärke lediglich tyrannische Herrscher und Korruption. Markt, freier Handel und Eigeninitiative würden erstickt, Bürokratie und Dirigismus gemästet. Ohne funktionierende Märkte, ohne demokratische, rechtsstaatliche Grundlagen könne es keine Entwicklung geben. …)“ Q.: Manifest für eine Welt des Friedesn, der Liebe, und des Glücks
  • Die Versprechen der Globalisierung (Bekämpfung von Armut; Verringerung des Abwanderungsdruckes; Verbreitung von Demokratie, Menschenrechten und Frieden) wurden klar nicht erfüllt.

Ein kurioser Geldkreislauf: Hilfswerke appellieren an das schlechte Gewissen und sammeln grosse Geldsummen – diese pumpen sie in die Entwicklungsländer – wo die Gelder entweder falsch ankommen, oder aber den Regierungen Ausgaben ersparen – womit sich die Herrschenden damit „gesund stossen“ (bereichern), und ihren so „erworbenen“ Reichtum ins Ausland in Steueroasen in Sicherheit bringen. Sie stehlen zusammen mit dem IWF die gesamten Anstrengungen der Hilfswerke und der weltweiten staatlichen Entwicklungshilfen!
Es wäre rationeller, die gesammelten Gelder durch die Hilfsorganisationen direkt auf die Bank zu bringen….! So kämen die Gelder wenigsten nicht in falsche Hände…

Fazit: Die Flüchtlingswelle aus Afrika hat ihre Ursache nicht primär bei den Schlepperorganisationen sondern sie sind in der Politik des IWF zu suchen. Wer Flüchtlingshilfe betreibt, finanziert den IWF und die durch seine Politik grossgezogenen Ultrareichen, Potentaten und Mafiastrukturen sowie die Schlepperorganisationen. Falsche Anreize schaffen nicht erfüllbare Hoffnungen. Wer glaubt, möglichst viele Migranten aufnehmen zu müssen, betreibt Parteimarketing oder ist naiv. Ich habe noch niemanden kennen gelernt, der mit dem Beispiel voranging und Flüchtling bei sich auf eigene Kosten aufnahm. Wer sich aus innerer Überzeugung in Nächstenliebe übt, ist zu bewundern. Man bedenke: „Nächstenliebe“ bezieht sich auf den Nächsten. Vom Übernächsten ist nirgends die Rede! Hilfe an Bedürftige und Verfolgte ist richtig, Hilfe an Wirtschaftsflüchtlinge hingegen nicht. Deserteure gehören nicht unter die Bedürftigen.

Siehe: Flüchtlinge: Vollkaskoversicherung für die Schlepper?


Unternehmensethik


„(…) Güter und Dienstleistungen, die über einen „moralischen Mehrwert“ verfügen liegen im Trend. Das Stichwort dazu lautet Corporate Social Responsibility (CSR). Das heißt, Unternehmen tun Gutes und versuchen durch Öffentlichkeitsarbeit zu kommunizieren, wie sie in ihrer Produktion auf Nachhaltigkeit setzen. Etwa bei Löhnen, beim Rohstoffeinkauf oder Energieverbrauch.

Wissenschaftlich untersucht wird der Zusammenhang von Management und Moral am Institut für Wirtschaftsethik der Uni St. Gallen, dem ältesten Wirtschaftsethikinstitut in Europa. Das Europamagazin zeigt an zwei Beispielen aus der Schweiz, daß Erfolg und Ethik kein Widerspruch sein müssen. Der Unternehmer Robin Cornelius stellt T-Shirts in Indien her und garantiert hohe Sozialstandards, Umweltmaßnahmen und Transparenz. Für die „Alternative Bank Schweiz“ kurz ABS lautet das Motto „Gewinn ja, aber keinen Profit um jeden Preis“. Branchen wie etwa die Atom- oder Rüstungsindustrie sind daher für Geldanlagen tabu.

 Video zum Beitrag     Autor: Matthias Ebert

Die Grundidee ist einfach: weg vom Maximieren der Saläre und Bezüge (Boni, Pensionen, Fringe Benefits…)

Wirtschaftswissenschaftler und -ethiker sind sich längst einig, dass der Selbstbedienungs- mentalität bei einigen Topmanagern der Regel geschoben werden soll. Dabei geht es nicht primär um die Höhe der Vergütungen, sondern um die Verteilungsgerechtigkeit.

„Manager, die für sich Millionengehälter verlangen, haben sich durch die Forderung im Grunde bereits disqualifiziert“

Das Relikt aus der New Economyzeit der 90-er Jahre leitete die Steigerung der Topgehälter vom vorher etwa 30-fachen zu einem Facharbeiterlohn, auf das 200- bis 300-fache, in einigen Fällen auf das 1500-fache! Die „Giganten“  unterlagen dem Irrglauben, die Wert- schöpfung der Unternehmen alleine erzeugt zu haben. Diese schon schizophren anmutende Haltung hat sich bis heute nicht geändert.
 
 
Ulrich Thielemann das „wirtschaftsethische Gewissen“ an der HSG 
 
Der Vizedirektor Ulrich Thielemann verlässt das Institut für Wirtschaftsethik an der Uni St. Gallen!
„(…) Als Wirtschaftsethiker fordert er, dass man sich von der Gewinnmaximierung – nicht vom Gewinnstreben – verabschiedet.  «Wenn ich jedoch den Studierenden an der HSG sage, Gewinnmaximierung sei unter gar keinen Umständen rechtfertigungsfähig, dann antworten sie mir: wird uns doch den ganzen Tag beigebrachtMehr => Tagblatt
Dem „Störefried“ Ulrich Thielemann bekam seine Kritik am Bankgeheimnis nicht gut! Als es um die Neubesetzung des Lehrstuls für Wirtschaftsethik ging, wurde er nicht einmal zur Probevorlesung eingeladen… Das frühe Ausscheiden hat offensichtlich damit zu tun, dass die Uni St.Gallen eine andere Wirtschaftsethik (=> Slalomethik) wünscht. Diese soll sich weniger in öffentlich wirksame Debatten einmischen. Möglich ist, dass Dozenten erwünscht sind, die die Praktiken der Marktwirtschaft weniger im Grundsatz hinterfragen – eine Wirtschaftsethik, die mehr nebenbei läuft und keinen übergreifenden Ansatz verfolgt. In St. Gallen sind offenbar Volksbildhauer am Werk, die sich mit Gedanken wie: „Weg von der Gewinn- maximierung“ oder „Betrachtung des Menschen als Profitfaktor“ bzw. „Verdinglichung des Menschen als Profiterzeuger“ schwer tun. Somit ist man an echt ethischem Verhalten gar nicht interessiert. => „Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing“ gilt auch hier. Falls der Wirtschaftsethik zu viel Gewicht beigemessen wird, könnte es sein, dass gewisse Studenten sich die Schizophrenie der Gewinnmaximierung auf Kosten von allem anderen wo anders holen – Der Name der Uni könnte darunter leiden, wenn eine gewisse Nachfrage plötzlich nicht mehr da ist.
„(…)  “Wir reden heute viel von Ethik, meinen damit aber oft nur ein Instrument, um zum Beispiel Probleme in einer Firma zu vermeiden: Wie weit kann man gehen, dass es gerade noch koscher ist? Das ist für mich ‘Slalomethik’ nach dem Motto: Moral ist, was legal ist. Doch nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch. Nur den Mindestlohn zu zahlen, ist zwar legal, kann im Einzelfall aber unmoralisch sein. Ich meine vielmehr eine Ethik, die auf ein paar wenigen Grundsätzen beruht, im Wesentlichen auf vier: auf der Kultur der Gewaltfreiheit und der Ehrfurcht vor allem Leben, auf der Kultur der Solidarität und einer
gerechten Weltwirtschaftsordnung, auf der Kultur der Toleranz und Wahrhaftigkeit, auf der Kultur der Gleichberechtigung, der Partnerschaft von Mann und Frau. Das sind Standards, die auch in allen Hochreligionen begründet sind. Es sind Grundregeln, die von vielen eingehalten werden, die aber ein paar wenige nicht zu kennen scheinen.”  => Mehr in „persönlich“: Interview mit Pater Niklaus Brantschen
 
Ethik bedeutet Verhalten. Sie beginnt bei jedem einzelnen Menschen, ist also eine Charakterangelegenheit!

Im personalblog erschienen:

08. 07. 2010: Ethik, Moral oder Mischmasch moralicher Ethik?

17. 02. 2009:  «Wir haben uns selbst entmündigt»

04. 01. 2009:  Die Ethik des Profits

25. 10. 2007: Ethische Normen

02. 05. 2007: Moral und Ethik

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 © CHO Consulting Herbert Odermatt, Flüelistrasse 25, CH 6072 Sachseln 

Tel: +41 41 660 39 79, FAX :+41 41 661 17 00

Mail: cho-consulting(at)bluewin.ch

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Cash Guru:

Guru,  Alfred Herbert

26. 07. 2010  Nach dem Stress freundlicher Wochenstart! -/- Banken – Stresstest wird erleichtert aufgenommen – aber gibt es neue Erkenntnisse?  Für viele Profis „nicht viel mehr als eine Beruhigungspille.“ -/- UBS – morgen kommen die viel erwarteten 2.Q. und 1.Hj-Zahlen. „sie werden den steinigen Weg zurück aufzeigen“ hören wir aus Zürich. Sie werden aber auch den direkten Vergleich mit der Credit Suisse zulassen. -/- Lonza – hat mit  BioWa,  Lizenznehmer (Potelligent-Technologie), ein Forschungs- und Entwicklungsabkommen mit der japanischen Daiichi Sankyo abgeschlossen.

27. 07. 2010: Guru Flash 11:15 Uhr Tendenz

UBS über alles! -/- UBS – grosse Eindeckungen, dazu einige Neuengagements. Grosse (sehr grosse) Optionsumsätze (sieht unten). -/- Swiss Life – Empfehlung von JP Morgan (von unterdurchschnittlich auf neutral) löst Käufe aus. Oftmals ist das Vorstufe zu einer späteren Kaufempfehlung. -/- Transocean – technische Erholung – in Sympathie mit neuem BP-Chef? -/- Clariant – spekulative Käufe halten an – am Donnerstag kommen Hj-Zahlen. -/- Credit Suisse – voll in den Stapfen von UBS. Schon reden die Ersten von einem neuen „Bankenfrühling.“

28. 07. 2010: Die Haussiers hatten (einen Tag?) Ausgang! -/- UBS – „nur für Optimisten“ schreibt heute die FuW. Dividendenlosigkeit 2010 und wahrscheinlich auch 2011 sind Dämpfer! Zeigen, dass Ertragskraft noch wesentlich verstärkt werden muss. Nomura erhöht Kursziel auf 22 (20). -/- ABB – hat ihre Beteiligung an ABB India auf 75pc aufgestockt.

29. 07.2010:  Reichlicher Gewinnsegen – aber auch einige Fragezeichen -/- Clariant – 1.HJ. Umsatz plus 18pc, Gewinn 25 Millionen (Verlust 61). Cash flow aber stark rückläufig mit 33 Millionen Franken (184 Millionen). – /- Synthes – 1.Hj. Umsatz plus 10,3pc, Reingewinn 424,6 Millionen Dollar (381,7 Millionen). -/- Logitech – 1.Q. (per 30.6.) Umsatz 479,3 Millionen Dollar (326,1).Gewinn 19,5 Millionen Dollar (Verlust 35,1 Millionen). Zahlen (weit) über Analystenerwartungen. Gesellschaft fest gestimmt für kommende Quartale.

30. 07. 2010: Sika zeigt es Allen! Sika – 1.Hj. Reingewinn plus 63,4pc auf 150,5 Millionen Franken (92,1). In der Region Asien „explodierte“ der Umsatz plus 40pc! Alle Analystenerwartungen übertroffen! -/ –Swissquote – Gewinn 1. Hj. minus 13,9pc auf 13,7 Millionen Franken (15,9).  Zahl der Kunden weiter stark ansteigend auf 153 912 (131 834), Kundenvermögen 6,4 Milliarden Franken (5,49). -/- Graubündner KB – das Geschäft bleibt hart, Gewinn 70,5 Millionen Franken (66,6). -/- Optionen – vorbörslich ruhig.

Mehr unter: cash Guru »

Fernfolge unethischen Verhaltens:

Cash: UBS verliert weiterhin Kundengelder
UBS verliert weiterhin Kundengelder  Am Dienstag veröffentlicht die UBS das Quartalsresultat. Der Fiebermesser «Kundengelder» zeigt nach wie vor erhöhte Temperatur. mehr »

Weitere Folge unethischen Verhaltens:

Cash: BP-Chef Tony Hayward vor dem Rücktritt Schlechtes Krisenmanagement, verbale Ausrutscher, horrende Kosten: Der heftig kritisierte BP-Chef Tony Hayward nimmt Medienberichten zufolge seinen Hut. mehr »

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Leben wie Gott in Frankreich? => Haus mit Umschwung gesucht? =>  schönes Haus in Ungarn erwünscht? =>
Infos: Telefon 0036 2270 4585

 

 

Klicken Sie auch auf das Finanzblog von Stephan Marti

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Ethik, Moral oder Mischmasch moralicher Ethik?


Aus aktuellem Anlass: Solar Impulse hat die Nacht überstanden! So berichtet der Tagesanzeiger!

Bildstrecke

Solarflieger von Piccard in der Luft

Solarflieger von Piccard in der Luft
Nachdem der erste Versuch gescheitert war, ist der zweite Anlauf für einen 24-Stunden-Flug im Gange.

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Die Moral ist immer die letzte Zuflucht der Leute, welche die Schönheit nicht begreifen.
(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900)

Der Finanzblogger hat den Vogel abgeschossen! Er sagt: Ethik ist wie Regenwetter – unangenehm aber bitter nötig

Er ist uns zum Glück erhalten geblieben. Dies schaffte er mit dem letzten Quäntchen an Restenergie, ungefähr so, wie wenn aus einem kleinen, fast unscheinbaren Glütchen ein Flächenbrand entstehen kann… Vielleicht geht noch etwas an Konzentration ab, sorry! Ich bin mir fast sicher, dass er nicht exakt sagte, was er meinte und wenn, sollte er den spiritistischen Vorhang etwas zur Seite schieben!

Ethik ist kein Zustand, den man verordnen kann. Ethik ist auch nicht ideologische Verbohrtheit sondern Verhalten. Gehen wir vom „Gegenteil“ der Ethik, der Moral, aus:

Moral ist von Gesetzen oder Geboten dominiert.  Im Hintergrund steht eine religiöse oder politische Gruppe. Die Moral dient dem Zweck der Gruppe. Sie, die Wenigen, befinden über alle anderen. Die Moral bestimmt darüber, was gut oder böse ist (daher kann bestimmt werden, dass Andersgläubige umgebracht werden). Man erkennt solche Gruppen an ihren Ideologien. Viele enden mit -ismus. Die Steuerung des Individuums ist extrinsich motiviert! Wie wir wissen, ist der Antrieb von aussen immer fragwürdig. Das Militär z.B. wendet diese Form der Motivation an (Befehl und Gehorsam) oder die Kirche (Gebote). Auch politische Gruppierungen oder die Mafia (Omerta – das Schweigen). funktionieren ähnlich. Fragwürdige Moral kann man auch meiden. Fatal ist, wenn Moral mit ethischen „Geboten“ vermischt ist, um den Anschein der Redlichkeit zu erwecken. Moral wirkt einengend!  Für Freud befand sich beispielsweise die höchste intellektuelle Leistungsfähigkeit des Menschen im Individuum. In Massen sah er den Ausdruck einer Regression, welche die Intelligenz kollektiv hemmt, das Gewissen verringert und Triebkräfte freisetzt.

„(…) Entsprechend der Allmacht der Gedanken „unterliegt die Masse der wahrhaft magischen Macht von Worten“ (ebd., 85). Es ist der Führer, welcher sich dieser Macht bedient. Dessen Bedeutung für die pathologische Massenbildung kann gar nicht überschätzt werden. Für Freud ist die Masse „eine folgsame Herde, die nie ohne Herrn zu leben vermag. Sie hat einen solchen Durst zu gehorchen, daß sie sich jedem, der sich zu ihrem Herrn ernennt, instinktiv unterordnet.“ (ebd., 86) Vor allem bei künstlichen, hoch organisierten Massen (Kirche!) kann der unmittelbare Führer jedoch durch seine Repräsentanz oder eine (positive wie negative) Idee ersetzt werden. Aber anstatt diese Möglichkeit weiter zu verfolgen, soll uns im Folgenden die Beschaffenheit der Bindung der Massenmenschen an den Führer interessieren….)“

Allerdings gilt auch heute meist die aristoteles’scher Erkenntnis: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“. => Schwarmintelligenz

Ethik ist nicht wie Regenwetter! Sie hat nichts mit Meteorologie zu tun und sie lässt sich auch nicht auswechseln wie das neue Weiss durch das noch neuere Weiss wie bei der Waschmittelreklame. Ethik ist Verhalten. Sie richtet sich nach dem Gewissen. Dieses ist das „Danfossventil“ oder der „Autopilot“ des Individuums also dessen Selbststeuerung. Die Wirklichkeit dient als Referenz. Das Gewissen „weiss“ daher, ob man sich wahrheitsgemäss verhält. Verhält man sich wahrheitsgemäss, so verhält man sich angemessen. Das regulierte Gewissen steuert die Ethik des Tuns (Verhalten), die Logik des Denkens, das ästhetische Empfinden und das praktische Wirken.

Das Gewissen ist zwingend. Es kommt von innen. Es wird  im Normalzustand nicht wahrgenommen. Aber wer sich dagegen auflehnt und die Grenze überwindet, der bekommt es zu spüren! Er /sie hat es mit dem „schlechten Gewissen“ zu tun! Das schlechte Gewissen verfolgt den „Sünder“ fadengerade. Das Gewissen, das „Gesetz in mir“ (Immanuel Kant), hat nichts mit verordneter oder gar „anerzogener“ Moral an sich!

Die Sensoren, die Selbstgefühle dieses inneren Gesetzes sind: die persönliche Freiheit, das Selbstvertrauen, die Achung seiner selbst und die innere Zufriedenheit. Wer so lebt, dass diese vier „Sensoren“ bzw. Selbstgefühle in Lot und Balance stehen, der ist normal – er lebt, bzw. verhält sich ethisch. Offenheit, Ehrlichkeit, soziale Verantwortung und Respektierung der privaten Integrität sind ihm eigen. Normal ist hier nicht der grosse Durchschnitt nach einer gauss’schen Verteilung gemeint.

Innerlich frei ist, wer fähig ist, vertretbare Ansprüche zustellen und, wenn erforderlich, auch darauf verzichten kann.

Selbstvertrauen bedeutet Vertrauen in seine Fähigkeiten und sein Wissen. Man tut couragiert, was erforderlich ist.

Selbstachtung besteht, wenn man nach ehrlicherÜberzeugung handelt.

Innere Zufriedenheit herrscht dann, wenn man mit dem zufrieden ist, was genügt und mit dem, was Realität ist.

Die vier Sensoren müssen als höchstes Gut behandelt und gepflegt werden. Sie sind für das eigene Wohlbefinden wichtig und steuern das ethische Verhalten. Echtheit und Authenzität ist das Produkt. Stimmt es innen drinnen, ist die Voraussetzung für eine harmonische Beziehung zu andern gegeben. Die Motivation ist intrinsisch.

Wer das schlechte Gewissen ignoriert und verdrängt, schaltet es nicht aus. Es wird pathologisch, mit fatalen Folgen. Es können psychosomatische Krankheiten entstehen und im Extremfall wird es explodieren, dann z.B. wenn jemand einen anderen umbringt oder es implodiert, dann z.B. wenn sich jemand selber umbringt.

Viele Menschen leben ohne Ethik und sie schwimmen förmlich in schädlichen Selbstgefühlen. Will man diesem Teufelskreis entkommen, müssen die schädlichen Selbstgefühle bekannt sein, um sie zu vermeiden. Dies führt, konsequent verfolgt, zu Lot und Balance – dem inneren Ausgleich.

Literaturhinweis: Max Lüscher: „Das Harmoniegesetz in uns“ und „Der Vierfarbenmensch“ (Taschenbücher im Ullstein Verlag) sowie  Lüschers periodisches System der Emotionen 

Lesen Sie Max Lüschers logische Begründung der ethischen Normen! => Ethische Normen 

Es wird hete sehr viel von Ethik gesprochen. Bald jedes Führungsseminar beinhaltet Ethik-, Menschenführungs- und Worklife-Balance-Kurse. Wer von Ethik spricht, muss Ethik vorleben – muss sich ethisch verhalten!

„(…) Das Wort Ethik hat mittlerweilen schon fast inflationären Charakter. Im Alltagsgeschäft ist Ethik allerdings kaum ein Thema. Und wenn es eines ist, dann wird es nicht selten mit der Frage verwechselt: „Wie komme ich mit dem Gesetz nicht in Konflikt?“ Das nenne ich Slalomethik. Für sie gilt: Gerecht ist, was legal ist. Echte Ethik ist anders. Sie funktioniert nach dem einfachen Prinzip:

Was du nicht willst, das man dir tut, das füge keinem andern zu.

nach Jesuitenpater Niklaus Brantschen, Zen-Meister, Begründer und langjähriger Leiter des Lassalle-Hauses im Bad Schönbrunn, Kt. Zug => Lassalle-Institut für Zen-Ethik-Leadership

Aus dem personalblog: 16. 12. 2007: Gehirnpicker

Ethisches Verhalten? Stellvertretend für alle anderen schlechten Beispiele:

  • Schweinegrippe: Experten fordern mehr Transparenz bei der WHO => Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist zu eng mit der Pharmaindustrie verstrickt. Sie muss Interessen- konflikte vermeiden und transparenter werden. Dies ist der Tenor von Experten bei einer Anhörung in Genf. Einzig Vertreter der Pharmaindustrie widersprachen (odh: logo! Wer schlachtet schon jene Kuh, die er selber melken will?). Quelle
  • BP scheint prioritär am Erhalt und an der Funktion des fraglichen Bohrloches zu verharren. Die bisherigen Versuche, mit den verschiedenen Mantelsystemen hatten nur sekundär das Ziel, das Leck zun stopfen. „(…)Die neue Verschlusskappe spielt auch in den Plänen, das Bohrloch gänzlich zu verschliessen, eine wichtige Rolle … )“ => NZZ, Neue Kappe für das Bohrloch. Soll jemand erklären, warum man das Bohrloch nicht von Anfang an zu verschliessen versuchte!!! Es gibt nur eine Erklärung: Gewinnmaximierung. Der Verdacht bleibt, dass mit verschleiernder Rhetorik  kriminelles Verhalten schöngeredet wird. Man tut so als ob und täuscht die Öffentlichkeit
  • Lohnexzesse: Verhältnis „Hofarbeiter“ zu CEO = 1: 1500 oder eher = 1:12?
  • Hochradioaktive Abfälle zur Hütung nachfolgender Generationen für über 100’000 Jahre zu überlassen wird von den Befürwortern wohl noch als Meisterleistung gefeiert – sie werden bestimmt nicht zur Verantwortung gezogen.
  • Wenn die Pharmaindustrie die Methoden der Medizinmänner aussspionieren lässt und die „Erkentnisse“ (Spionage) hinterher versucht zu patentieren, so kann sich jeder selber ein Reim darüber erstellen, wo solches Handeln anzusiedeln ist.
  • Ausgerechnet die Moralhüter der katholischen Kirche sehen sich schweren Vorwürfen von Missbräuchen gegenüber. Machtausübung ist wichtig. Einige der Verantwortlichener verhalten sich alles andere als nach ethischen Grundsätzen.
  • Glorifizierung des Rauchens durch deren Apostel und Verschwörungstheoretiker wie Sackstark  und Co => Sie pflegen lediglich billige Polemik, wenn es darum geht, ihre Sucht zu verteidigen. Andere kämen nicht zu Schaden. Einem Ver- schwörungstheoretiker  bedeuten Fakten nur dann etwas, wenn er sie zu seinen eigenen Zwecken verdrehen kann. Alle anderen Fakten interessieren ihn nicht, und, sollte jemand seine “Fakten” einmal “entdrehen”, wird er vom handelsüblichen Verschwörungstheoretiker ganz schnell als Idiot dargestellt. Wehrt man sich nicht gegen Ihre Scheinargumente, kommt man nicht draus, wehrt man sich, ist man ein Nestbeschmutzer. Diese Art von Argumentation kennt man bestens.  Sie wird  von religiös angehauchten Politikern verwendet, die sich gar ein ganzes Land unter den Nagel gerissen haben…
  • Nun scheint die erste Phase der Sozialisierung des Umweltschadens von BP anzulaufen. Eine nicht mehr existente Unternehmung kann bei bestem Willen den angerichteten Schaden nicht selber gut machen…: Britische Regierung arbeitet an Notfallplänen für BP. Die britische Regierung bereitet sich einem Zeitungsbericht zufolge auf einen Zusammenbruch des angeschlagenen Energiekonzerns BP vor. mehr »
Diskriminierung, Mobbing, Kriegstreiberei, Ausbeutung, Verschandelung der Natur, Terrorismus, Verfolgung Andersgläubiger, Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf Verluste usw., dies alles wird von Menschen verursacht, denen der Begriff Ethik wahrscheinlich fremd ist oder die bewusst dagegen verstossen – um persönliche Ziele, die auf Macht und Geld reduziert werden können, aus sind. Um dies alles anzurichten reichen ein paar „Gestörte“ nicht, es braucht sehr viele davon, daher glaube ich der oben erwähnten statistischen Aussage…! Alles beginnt im Kleinen; etwa wenn jemand dem Anderen das Schwarze unter den Nägeln nicht gönnt oder wenn ein grün Angehauchter auf 100 m Distanz bei nachweisbar hohem Ozongehalt in der Luft „rote“ Augen bekommt, wenn der Nachbar 4 Kubikcentimeter Fungizid auf 10 Liter Wasser verdünnt auf die Bätter seiner etwa 100 Rosen versprüht… („Gift“ welches ohne Giftschein in jedem Laden efrei käuflich ist)!
 
Pflichtlektüre: „Brantschen“: …Vom Vorteil, gut zu sein…
 
Schon davon gehört – nein?, Dann ist es höchste Zeit: 60 Jahre Lüscher Color Diagnostik – Lüscher Color Diagnostik

„(…) Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu neuen Erkenntnissen stellt die Art und Weise dar, wie Fakten an- und eingeordnet werden können. Wissen allein genügt in der Medizin keinesfalls. Es stellt nur eine Ansammlung von Fakten dar und ist die Voraussetzung, um funktionelle Zusammenhänge herstellen zu können – denn nur darauf basiert Leben. Fakten müssen in Beziehung zueinander gesetzt werden – ein unglaubliches Versäumnis der Medizin in den letzten Jahren. Deshalb ist an dieser Stelle die Genialität eines Wissenschaftlers hervorzuheben, der bereits vor über 50 Jahren ein allgemein gültiges Ordnungssystem entwickelt hat – zunächst für die Psychologie. Max Lüscher hat mit seinem vierdimensionalen, kategorialen Lüscher-Würfel die Grundlage geschaffen, sämtliche Systeme des Kosmos in vierpolige, bzw. achtpolige Zusammenhänge zu stellen. Ausgehend von der Psychologie wird dadurch ein logischer Zusammenhang zwischen Psyche und Soma, zwischen Materie, Funktion und Willen ersichtlich. Eine Trennung, so wie das bisher geschieht, erscheint damit völlig willkürlich und unwissenschaftlich. Mehr von Dr. med. Bodo Köhler. ..   …Die Zelle- & Milieu-Revitalisierung…

Ethik ist also kein Regenwetter, sondern fein säuberlich psycho-logisch begründetes Verhalten. Ursache allen Übels scheint die grosse Masse von nicht ethisch handelnden Menschen zu sein. Denn, statistischen Ergebnissen zufolge leiden zwei Drittel der Menschen in unserer Zivilisation unter Störungen von einem oder zwei der genannten Selbstgefühle (Sensoren). Die falschen Selbstgefühle entstehen durch Über- oder Unterbewertung von sich selbst.
Treffen diese statistischen Werte zu, ich zweifle keinen Moment daran, sind wir also mehrheitlich von „Gestörten“, Nicht-Normalen, umgeben! Als Normalität gilt nicht, was hauptsächlich zutrifft, sondern es gilt der „normale Zustand“, die innere Ausgeglichenheit. Man könnte nun fragen, was die Religionen, die Hüter der Moral, welche sich besonders um  „ihre Seelen“ bemühen, in den letzten 2000 Jahren erreicht haben! Und man kann sich fragen, was die Eriehungsdirektoren mit ihrer grossen Schar an Volksbildhauern in dieser Sache erreicht haben! Bisher habe ich hauptsächlich verstanden, dass die Löhne zu gering seien. Volkstümlich wird „mehr liefern, statt lafern“ verstanden!
 
Die Ursachen (innere Störungen) bekämpfen  zu wollen, wird vorerst wohl ein Ding der Unmöglichkeit sein. Der Gedanke, dass ein Flügelschlag eines Schmetterlings einen Wirbelsturm auslösen könnte, lässt erahnen, was möglich wäre, würden alle Menschen etwas mehr an sich arbeiten… Beschaulich, theoretisch, unwahrscheinlich und doch nicht unmöglich. So würde von der „Mikroebene“ aus der „Makrobereich“ (frei nach Stephan Marti, Finanzblogger) stetig umgepflügt.
„(…) Die Erde schenkt uns mehr Selbserkenntnis als alle Bücher, weil sie uns Widerstand leistet. Und nur im Kampfe findet der Mensch zu sich selber. Aber er braucht dazu ein Werkzeug, einen Hobel, einen Pflug. Der Bauer ringt in zäher Arbeit der Erde immer wieder eines ihrer Geheimnisse ab, und die Wahrheiten, die er ausgräbt, sind allgültig. …
 
… Als ich durch die Wüste mit dem Tode um die Wette ging, habe ich wieder einmal einer Erkenntnis gegenübergestanden, die dem Kopfe so schwer eingehen will. Ich habe mich verloren gegeben, ich glaubte, in den Abgrund der Verzewiflung zu stürzen; aber ich brauchte nur zu verzichten, um Frieden zu finden. Der Mensch muss wohl solche Stunden erleben, um sich selbst zu finden und sein eigener Freund zu werden. Nichts kann ihm dann das Gefühl der Erfüllung nehmen; ein Lebensbedürfnis in ihm ist befriedigt, das ihm vorher gar nicht bewusst gewesen war…
 
Nur der Geist, wenn er den Lehm behaucht, kann den Menschen schaffen.)“
 
Antoine de Saint Exupéry in „Wind, Sand und Sterne“

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Cash Guru:

Guru,  Alfred Herbert

08. 07. 2010: Sommerrallye oder Erholungsblase? -/- Logitech – akquiriert norwegische Paradial AS. Keine finanziellen Details. -/- Geberit – HSBC setzt Geberit auf übergewichten, sieht 200 (170). 

09. 07. 2010: Ems brilliert, schlägt alle Analystenerwartungen!! -/- Ems – 1.HJ. Umsatz plus 54,4pc, Gewinn plus 82,9pc. Aussichten sehr gut. Nur Rohstoffpreisanstiege und Währungen machen (etwas) Sorge.-/- Straumann – Finanzchef verlässt nach nur 4 Monaten wieder das Lokal.

12. 07. 2010: Verhaltener Wochenstart -/- Holcim – leidet unter Währungsproblemen. Aber Konjunkturaufschwung bringt neue Wachstumsdynamik, vor allem im Asien-Pazifikraum. Aktie für Analysten ein Kauf auf mittlere Sicht.-/- BossardVontobel hievt Kursziel von 95 auf 105 : garantierter Gewinnschub.

13. 07. 2010: China kauft Euro! Euro – zieht leicht an. Finanzplätze im Fernen Osten melden heute früh, dass Bank of China massiv Euro kaufe. -/- NestléOréal Hj Umsatz plus 12pc. Vor allem Luxus-Kosmetik gefragt! Goldman Sachs erhöht Kaufkurs auf 62 (56).-/- BKW – macht beim Windparkprojekt (offshore) Borkum West ) mit.  BKW will in den nächsten Jahren ein „Windportefolio“ von 750 MW aufbauen. Mit Borkum West (Bezugsanteil BKW 10 MW) sollen Erfahrungen gesammelt werden.

Oelleck – Britische Regierung beziffert BPSteuerausfall bereits jetzt auf mehr als zehn Milliarden Pfund!

14. 07. 2010: Gewinnerwartungen lassen frohlocken! -/- Wall Street – die überraschend guten Gewinnzahlen für Chip-Hersteller Intel liess Wall Street boomen. Hat sich auf den Fernen Osten übertagen und dürfte auch Europa beeinflussen. -/- Oerlikon – hat von der  Baoding Tianwei Solar Films einen interessanten Folgeauftrag erhalten. Schweigt sich aber über Umfang aus! -/- Roche – Abgaben aus dem angelsächsischen Raum halten an. „das sind anhaltende institutionelle Abgaben…“ melden Market Makers. 

15.07.2010 Novartis: still going strong! Novartis – Umsatz 2.Q. plus 11pc! Gewinnsprung um 17pc! Gewinnmargen werden sich weiter verbessern, fürs ganze 2010 wird die Umsatzguidance nochmals erhöht. Fragezeichen bei der Alcon-Übernahme. Novartis sybillinisch: „…die entsprechenden Modellannahmen für die Integration von Alcon werden zum Zeitpunkt des Abschlusses (?) der Transaktion festgelegt werden.“ -/- Novartis II – zahlt früheren weiblichen Angestellten 152 Millionen Dollar nach (Gerichtsurteil ging bis 250 Millionen). „Damit sind wir diese lästige Klage in den USA los“ höre ich aus Basel.

Credit Suisse – bezieht in Deutschland erste Prügel. „Die gekaufte (?) CD ist für jeden Steuerfahndung ein Leckerbissen“ hören wir aus deutschen Kreisen.

16. 07. 2010: Google dämpft – Transocean belebt! -/- Roche – der Druck hat abgenommen, die eindrücklichen Gewinnzahlen von Novartis werden auch auf Roche abfärben. Analysten beginnen mit Hochstufungen. Für die Basler Kantonalbank ist Roche heute schon ein Kauf.-/- Transocean – gute Oelleck-News können die Aktie antreiben. Es hat noch viele Leerverkäufe, die leicht „in die Hatz“ kommen könnten. Oelleck-News werden von Anlegern pausenlos verfolgt. Aktie in New York sehr fest, müsste rechnerisch in der Schweiz 3-4pc höher eröffnen!

odh:  Google: Enttäuschung trotz Gewinnsteigerung

19.07.2010 Roche zieht SMI in den Keller -/- Roche – morgen Dienstag soll die amerikanische FDA (Federal Drug Administration) eine Meinung über Krebsmittel Avastin formulieren. Avastin ist mit über sechs Milliarden Jahresumsatz  d e r   Renner der Roche. Die anhaltenden teilweise massiven Verkäufe institutioneller Anleger lassen vermuten, dass nicht nur „good news“ kommen wird! -/- Kühne & Nagel – Gewinn 1.Hj plus 8,9pc auf 181 Millionen Franken. Etwas unter Analystenerwartungen. -/- Georg Fischer – 1.Hj Gewinn 41 Millionen Franken (Verlust 139 ). 2.Hj soll ähnlich ausfallen. -/- Sulzer – Insider bestätigen, dass das Sulzer-Management aktiv über beachtlichen Akquisitionsplänen brütet. „Interessante Perspektiven tun sich auf.“

Ungarn – EU und Weltbank fordern Ungarn unmissverständlich auf, härtere Sparmassnahmen durchzusetzen. „Sonst gibt es kein Geld mehr.“  Ungarische Währung unter Druck!


20 .07 .2010:
Bankgeheimnis ade! -/- Bankgeheimnis – das Bundesverwaltungsgericht hat gestern erstmals die Auslieferung von UBS-Akten an die USA abgesegnet. Ein Rekurs ist nicht möglich. Weitere 100 Fälle hängig. „Die vom Parlament genehmigte Vereinbarung mit den USA ist verbindlich…“ hält das Bundesgericht lapidar fest. -/- Rating – Moody’s hat (erneut) Irland zurückgestuft. -/- Actelion – 1.Hj Umsatz 523 Millionen Franken (450), Reingewinn 121,4 (116,2). Zuversicht herrscht. Die Trophos SA. In Marseille wird übernommen. Keine finanziellen Angaben. -/- Micronas – 1Hj Umsatz 96,6 Millionen Franken (144,5), Reinverlust 4,3 Millionen (Verlust 157,4). Restrukturierung greift. -/- Uster Technologies – Umsatz 1.Hj 62,4 Millionen Franken (50,1). Gewinn 4 Millionen Franken (0,8). Umfeld Textilbranche verbessert sich.

 

Transocean – an der Wall Street sehr schwach. Die amerikanische Regierung will Transocean als Plattform-Besitzerin/Betreiberin strafrechtlich (Criminal Charges) einklagen! Viele amerikanische Funds und Institutionelle dürfen keine Aktien von Gesellschaften halten, die vor Gericht strafrechtlich belangt werden! Wird Druck auf Aktie erhöhen und aufrecht halten.

Mehr unter: cash Guru »

  

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Die neuen Karrieren der alten Versager


Wären sie muselmanischen Ursprungs, sie wären alle auf Guantanamo geteert, gefedert und aufs sträflichste gefoltert worden. Anstatt, dass man sie auf ewige Zeiten wegsperrt, läst man sie wieder an das Zocken. Offenbar braucht es Kriminelle, oder die Mafia um Ordnung zu schaffen. Man lese die Mutmassungen über Lucky Luciano.

„(…) Diese Namen wollten wir eigentlich nie wieder hören: Und schon gar nicht lesen. Aber es lässt sich nicht ändern. Denn die größten Geldvernichter der Welt-Finanzgeschichte steigen gerade wieder ins Geschäft ein:

Richard („Dick“) Fuld, der Mann, der im Herbst 2008 Lehman Brothers in den Abgrund stürzte, bekommt einen Top-Job bei einem Hedge Fonds.

Richard Fuld

• Alan Schwartz, der im Frühjahr 2008 mit seiner Bear-Stearns-Katastrophe (…Herr der Pleite…, SPIEGEl ONLINE) die Weltfinanzkrise erst so richtig in Fahrt brachte, schlüpft wohl demnächst bei dem überlebenden Geldkoloss Goldman Sachs (jüdischer Ursprung) unter.

Alan Schwartz: Der Ex-Chef von Gear Stearns

• Chuck Prince, der einst übermächtige Boss der ehemals wertvollsten Bank der Welt (Citigroup), hat nicht einmal ausreichend Zeit, seine 161 Millionen Dollar Abfindung aufzuzehren, sondern muss bereits wieder in den Aufsichtsräten dreier Weltfirmen schuften.

8 bis 11 Milliarden Dollar Abschreibungen: Der Chef der Citigroup, Charles Prince, hat Anfang November 08 seinen Rücktritt erklärt. Angesichts des Ausmaßes der Schäden, die unter seiner Führung entstanden sind, sei dies der „einzige ehrenhafte Weg“, so Prince. Ehrenhaftigkeit, die die Bank etwas kostet: 105 Millionen Dollar Abfindung. (Quelle: Spiegel Online, Fotostrecke)

• Nur John Thain, der mitten im Untergang von Merrill Lynch sein Büro für zwei Millionen Dollar renovieren ließ, ist bisher noch ohne neuen Job. Noch. Aber er geht nie ohne seinen sündteuren Anzug aus dem Haus. Man kann ja nie wissen, wer einem in der nächsten Minute einen neuen Millionenjob anbietet.

Ein Buchhalter, der sich an der Kasse vergreift, fliegt fristlos aus jedem Betrieb und er kommt nie wieder zurück. Die Kleinen werden gehängt, die Grossen lässt man laufen.

Die alten „Top Schrott’s“ haben die Finanzindustrie an die Wand gefahren. Von ihnen erwarte ich keine Innovationen. Sie werden weiterhin versuchen, zweistellige Renditen zu erwirtschaften. Nach schweizerischem Gesetz ist die Wuchergrenze bei 15%. Es braucht neue, unverbrauchte Kräfte und solche, die ein anderes Bewusstsein haben.

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«Wir haben uns selbst entmündigt»


Gesehen in: der arbeitsmarkt | 02/2009 | Text: Christian Keller

Der St. Galler Wirtschaftsethiker Ulrich Thielemann (Forschungsplattform Alexandria) über die Macht des Kapitals, die «unsichtbare Hand», die Gier der Manager und die Notwendigkeit, die Märkte staatlich zu regulieren.

 

 

Dr. oec. Ulrich Thiemann, Bild, Simone Gloor, der Arbeitsmarkt
.
Herr Thielemann, die Weltwirtschaft befindet sich seit ­Monaten im Sturzflug. Wie konnte es zu dieser schweren Krise kommen?
Ulrich Thielemann: Die Ursache der gegenwärtigen Krise sehe ich letztlich in den theoretischen Grundlagen der Wirtschafts­wissenschaften, insbesondere in der bedingungslosen Markt­gläubigkeit, die die Wirtschaftswelt in den letzten Jahrzehnten geprägt hat. Man hat die Akteure gewähren lassen, weil man überzeugt war, dass alles, was für das Finanzkapital gut ist, auch für alle anderen gut sei. Und man hat geglaubt, je mehr Kapital im Spiel sei, desto besser sei es für uns alle.

Dem ist nicht so?

Nein, es ist ein fataler Irrtum. Dieser hat dazu geführt, dass die Politik glaubte, das Kapital hofieren zu müssen, denn das Kapital schaffe ja die Arbeitsplätze. Doch damit hat sie sich selbst entmachtet. Die Politik tat alles, um sich im Beauty Contest für das global anlagesuchende Kapital schön zu machen. Damit ist jetzt Schluss. Man hat eingesehen, dass das Kapital globalen Regeln unterworfen werden muss. Das ist der Anfang vom Ende der Marktgläubigkeit.

Hat die Gier der Manager in diese Katastrophe geführt, wie vielfach zu lesen war?
Das wahre Problem ist der wissenschaftliche Boden, auf dem diese Mentalität der Gier steht. Die Akteure sind alle studierte Leute, sie sind alle durch die ökonomische Schule gegangen und haben da die Botschaft vermittelt bekommen, dass die Verfolgung des Eigeninteresses gut und in Ordnung sei. Die «unsichtbare Hand» des Marktes werde es schon richten, dass es am Ende Wohlstand für alle gibt. Nach dieser Theorie dürfen und sollen alle im eigenen Interesse agieren: die Kapitalgeber, denen keine Rendite zu hoch sein kann – das kann man als Gier bezeichnen -, und auch die Kapitaldienstleister, also das Management. Hohe Managervergütungen waren in breiten Kreisen der Öffentlichkeit so lange akzeptiert, als die Manager erfolgreich waren. Der «Erfolg» wurde aber einzig am Shareholder Value gemessen. Auch hier gab es diese naive Annahme: je höher die Renditen, desto besser für alle.

Warum ist das naiv?

Weil man gar nicht versteht, wie Wohlstand für alle entsteht. So hat die Politik das Motto ausgegeben: «Vorfahrt für Arbeit». Da aber das Kapital die Arbeitsplätze schafft, heisst das de facto «Vorfahrt fürs Kapital». Wenn an einem Standort die Lohnforderungen zu hoch sind oder die Rendite zu gering, sagt das Kapital: «Dann schaffen wir halt hier keine Arbeitsplätze.» Dem Kapital wurde ein Freifahrtschein gegeben, die Realwirtschaften, die Standorte gegeneinander auszuspielen. Entsprechend ist der Gewinnanteil am gesamtwirtschaftlichen Wohlstand massiv gestiegen.

Das Streben nach Gewinn ist das Problem?
Nicht das Gewinnstreben, die Gewinnmaximierung ist das Problem. Gewinnmaximierung heisst, alles daranzusetzen, dass die Gewinne so hoch wie möglich sind. Alle Wertgesichtspunkte – etwa auch die Fairness im Umgang mit Mitarbeitenden – würden dann der Rentabilität untergeordnet. Darum muss der Gewinn als ein Gesichtspunkt unter anderen angesehen werden. Gewinnstreben ist legitim und unverzichtbar. Gewinnmaximierung hingegen ist ethisch nicht rechtfertigungsfähig.
 
Was ist denn da zu Ende gegangen? Die Zeit der Marktgläubigkeit? Oder ist gar der Kapitalismus als Wirtschaftsprinzip am Ende?
Ich halte die Diskussion für müssig. Es gibt keine Alternative zum Markt. Die Frage ist vielmehr, welchen Regeln der Markt unterliegt und welchen Umfang er hat. Ich votiere für eine Begrenzung des Marktes und des Wettbewerbs, aber nicht für seine Abschaffung. Was sollte denn bitte an seine Stelle treten? Sollen wir nicht mehr kaufen und verkaufen können? Nötig ist vielmehr eine Durchdringung des Marktes mit ethischen Werten, nämlich der Verantwortbarkeit des eigenen Tuns: Das ist die Vision einer ­sozial-ökologischen Marktwirtschaft. Gewinn- und Nutzenmaximierung sind damit nicht vereinbar. Die Begrenzung des Marktes mit seiner Maximierungslogik ist unter dem Gesichtspunkt der Fairness unverzichtbar. Sie dient, um einen Begriff unseres ­Direktors Peter Ulrich aufzunehmen, der «Lebensdienlichkeit».
 
Dem Markt Grenzen setzen: Wie soll das gehen? Niemand wird sich freiwillig einschränken.
Es wäre in der Tat vollständig abwegig, die Marktkräfte allein durch Appelle an die Vernunft der Individuen bändigen zu wollen. Uns als Individuen – auch als Managern oder Unternehmern – fehlt ja die Gewissheit, dass sich alle gleichermassen beschränken. Es mag zum Beispiel eine moralische Verbindlichkeit geben, wegen des Klimawandels weniger Auto zu fahren. Aber der Einzelne wird sein Verhalten nicht ändern, solange er nicht sicher sein kann, dass die anderen es auch tun. Hier stösst die Individualethik an ihre Grenzen: Die moralische Verbindlichkeit der Einsicht des Einzelnen ist in Grossgesellschaften einfach zu schwach. Der Markt braucht deshalb eine Ordnungsethik, um die Individual­ethik lebbar zu machen.
 
Sie rufen nach staatlicher Regulierung?
Wir brauchen eine sanktionsbewehrte Rechtsverbindlichkeit. Die Einsicht in die Grenzen der Individualethik ist es, die letztlich den Rechtsstaat begründet. Das gilt auch und gerade fürs Wirtschaften. Es ist die Aufgabe der Ordnungsethik, für die Gestaltung einer guten Rahmenordnung des Wirtschaftens zu sorgen. Der Sinn der Ordnungsethik ist nicht, die Individualethik und die Unternehmensethik überflüssig zu machen, sondern sie im Gegenteil zumutbar, lebbar zu machen. Sie muss dafür sorgen, dass der Verantwortungsbewusste nicht der Dumme ist. In demokratischen Rechtsstaaten geben wir uns diese Regeln selbst – damit wir nicht gezwungen sind, gegen unsere ethischen Einsichten zu handeln.
 
Brauchte es heute nicht eine globale Rechtsnorm, um auf die globalen Märkte Einfluss nehmen zu können?
Tatsächlich geht es heute um die Gestaltung einer Rahmenordnung auf globaler Ebene. Im Moment deutet sich an, dass eine globale ordnungsethische Perspektive anvisiert wird, eine Gestaltung und damit eine Begrenzung der globalen Marktkräfte. Angela Merkel und Nicolas Sarkozy, beide Vertreter eher konservativer, tendenziell marktgläubiger Kreise, sprechen schon länger von einer «Gestaltung der Globalisierung». Sie haben eingesehen, dass sie sich zu blossen Technikern der Attraktivitätssteigerung ihrer Standorte degradiert und damit die Politik entmachtet haben. Jetzt zeichnet sich eine Kehrtwende ab: «Le laisser-faire, c’est fini», hat Sarkozy gesagt. Und Merkel schlägt vor, eine UN-Agentur zu bilden, die die Grundsätze für eine gute und faire Ordnung der globalen Wirtschaft entwickeln soll.
 
Bedeutet das, dass die Politik das Primat über die Wirtschaft zurückgewinnt?
Ja. Die Politik kann aber nur dann das Primat zurückgewinnen, wenn sie da ansetzt, wo die Wettbewerbszwänge entstehen, auf der obersten Stufe der globalen Märkte, die im Wesentlichen vom Kapital bestimmt sind. Wir haben uns selbst entmündigt. Jetzt kommen wir zur Einsicht, dass die Märkte auf globaler Ebene reguliert werden müssen. Angela Merkel spricht von einer «menschlichen Marktwirtschaft». Es geht dabei nicht nur um das unmittelbare Krisenmanagement, sondern um eine Neu­gestaltung der globalen Marktwirtschaft.
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Die Ziele der Dr. rer nat. Angela Merkel und die Neue Weltordnung

«Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und Sozialwirtschaft auf alle Ewigkeit!» Zitat: Angela Dorothea Merkel, in Hamburg geboren und im Alter von drei Jahren die DDR gezogen und dort indoktriniert – Guillaume läßt wohl noch heute grüßen! Ob sie wohl Hellseherin ist, oder der ausgewählten Elite angehört? Mehr bei Sackstark in: …Coup de Grâce oder Neokommunismus…

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Wo müsste man den Hebel ansetzen, wenn man eine Marktwirtschaft mit menschlichem Antlitz schaffen will?
Zuerst müssten wir einsehen, warum es falsch ist, den Markt zum alles beherrschenden Prinzip zu erheben. Das ist eine Bildungsaufgabe: Es geht darum, zu erkennen, was genau an der Marktgläubigkeit falsch ist – etwa dass sie auf einem metaphysischen Glauben beruht und deshalb irrational, voraufklärerisch ist. Doch an den Universitäten wird diese Frage überhaupt nicht gestellt. Dort wird den Studierenden indirekt Marktgläubigkeit beigebracht, indem ihnen Techniken vermittelt werden, wie die Gewinne maximiert werden können – was voraussetzt, dass sie maximiert werden sollen. Das Wirtschaften ist eine normative Angelegenheit, die sich auf bestimmte, historisch gewachsene Lehrmeinungen stützt. Es stellt sich die Frage, ob dieses Paradigma richtig oder falsch ist. Also müsste doch ein Wissenschafter sagen: «Oh, da gibt es noch ein anderes Paradigma, wie man das Wirtschaften sehen kann, das ist spannend.» Aber nichts dergleichen. Mich stört, dass diese wissenschaftliche Auseinander­setzung gar nicht gesucht wird.
 
Auch nicht an der Hochschule St. Gallen? Diese hat immerhin ein Institut für Wirtschaftsethik.
Die Arbeit des Instituts hat durchaus einen gewissen Einfluss. So basiert etwa das St. Galler Managementmodell in der aktuellen Fassung auch auf Grundlagen aus dem Hause der integrativen Unternehmensethik.
 
 

 
Viele wissen allerdings nur vage, wofür der St. Galler Ansatz der Wirtschaftsethik eigentlich steht. Die Ethik gilt eben vielen noch als etwas Externes. Das eigene Forschen und Lehren wiederum sieht man als ethisch neutral an – obwohl es doch, wie jeder Studienanfänger gleich bemerkt, auf ein ziemlich undifferenziertes Lob der Marktlogik hinausläuft.
 
Wenn sich die Wirtschaft nicht freiwillig neu orientiert: Wer könnte denn Druck ausüben, damit sich etwas ändert?
Druck, das ist meine Sache nicht. Ich halte mich lieber an den «eigentümlich zwanglosen Zwang des besseren Arguments», um es mit Jürgen Habermas zu sagen. Die Verfechter der Marktlogik mit kritischen, vielleicht unangenehmen Fragen zu konfrontieren – etwa seitens der Öffentlichkeit, der Medien und so weiter -, ist durchaus legitim. Dafür muss man aber argumentativ gut aufgestellt sein und benennen können, warum das Marktprinzip falsch ist.
 
Haben Sie eine Vision für die globale Gemeinschaft der Zukunft, wie das wirtschaftliche Leben gerechter zu gestalten wäre?
Der Einfluss des Kapitals müsste deutlich zurückgedrängt und ein gewisses Mass an Deglobalisierung eingeleitet werden, wie es ja auch viele Nichtregierungsorganisationen fordern. Das Wirtschaften darf ruhig wieder stärker regional ablaufen, jedenfalls nicht in beliebigem Ausmass global. Dies würde zu einer Entspannung führen, und zwar auf allen Seiten.
 
Sie fordern Protektionismus?
Darum geht es in der Tat. Es geht, nüchtern betrachtet, um den Schutz verantwortungsvollen Wirtschaftens davor, dass ihm alle ethischen Dimensionen ausgetrieben werden. Der Begriff «Protektion» bedeutet ja nichts anderes als Schutz. Dass er heute durchwegs diffamierend gebraucht wird, hängt damit zusammen, dass es äusserst gefährlich ist, bestehende Abhängigkeiten zu kappen. Das führt zur Krise. Es muss uns, der Weltgemeinschaft, darum gehen, uns gar nicht erst in beliebig weit reichende Abhängigkeiten zu bringen, und auch darum, die bestehenden Abhängigkeiten etwas abzubauen. Das passiert auch durch Sozialstandards. Man muss sich klarmachen: Entweder herrscht der unbegrenzte Wettbewerb, oder es gibt Protektionismus. Es ist ­einfach eine Frage des Masses.
 
Wettbewerb und freie Märkte haben doch zu mehr Wachstum geführt und damit Arbeitsplätze geschaffen.
Sie haben uns aber auch unserer Freiheit beraubt. Wettbewerb ist keine Schönwetterveranstaltung! Max Weber (Wiki) hat schon zu ­Beginn des letzten Jahrhunderts den Markt als Zwangszusammenhang erkannt und ihn als «herrenlose Sklaverei» bezeichnet, als anonymes Gebilde, gegen das wir uns nicht wehren können – ­solange wir den Wettbewerb nicht durch eine Rahmenordnung zähmen. Der Wettbewerbsprozess ist ein Prozess der «schöpferischen Zerstörung». Das Kapital schafft nicht einfach so Arbeitsplätze. Eine neue Einkommensposition zu generieren, ist nur durch Druck auf andere möglich. Wachstum gibt es erst dann, wenn diejenigen, die unter Druck sind, etwa weil ihnen die Kundschaft wegläuft, gezwungen sind, ebenfalls Arbeitsplätze zu schaffen und neue Einkommenspositionen aufzubauen. Die schaffen das Wachstum und nicht diejenigen, die als Erste neue Arbeitsplätze geschaffen haben. So entsteht der Wohlstand: durch Wettbewerbsdruck.
 
Was ist daran schlecht? Wir wollen doch alle im Wohlstand leben.
Wir bezahlen aber einen hohen Preis dafür, denn Wachstum und Konsumwohlstand verursachen auch marktexterne Kosten. Der Konflikt ist im Prozess bereits angelegt: zwischen marktinternen Werten – Geld und was man damit kaufen kann – und dem, was wir dafür aufs Spiel setzen müssen. Dieser Konflikt kann innerhalb der Marktlogik nicht beantwortet werden. Im Haushalt kann man aufhören, wenn man genug erwirtschaftet hat. Im Markt kann man das nicht. Wer sich zurücklehnt, ist damit automatisch auf der Verliererstrasse. Der Wettbewerb ist ein Raum, in dem das Recht des Stärkeren gilt.
 
Wo müsste man ansetzen, um die geltende Ordnung zu ­verändern?
Es liegt nicht an mir als Wissenschafter, zu beantworten, was das richtige Wirtschaften ist. Letztlich lautet die Frage, wie wir leben wollen. Das kann ich nicht über die Köpfe der Leute hinweg bestimmen, das wäre eine Kompetenzüberschreitung. Die Aufgabe der Wirtschaftsethik besteht vielmehr darin, Wert- und Normenkonflikte aufzuzeigen, die typischerweise übersehen werden, was zu Verkürzungen und Fehlurteilen führt. Sie kann aber nicht auch noch aufzeigen, wie diese Konflikte fair beizulegen sind.
 
Aber Sie können die Eckpunkte einer gerechten Rahmen­ordnung aus Sicht der Wirtschaftsethik benennen?
Die Ökonomen massen sich an, zu wissen, dass es generell richtig sei, dass die Märkte offen sind. Demgegenüber möchte ich die Option zumindest ins Spiel bringen, dass die Märkte begrenzt werden müssen. Wenn wir die Macht des Kapitals begrenzen, ­können wir Souveränität zurückgewinnen für eine Politik, die zur Fairness der Marktverhältnisse beiträgt. Meine Vision ist ein ­begrenzter Markt, in dem nicht der Wettbewerbsdruck alles ­erschlägt, in dem wir nicht gezwungen sind, mit jeder Faser ein Leben als Unternehmer unseres Humankapitals zu führen, nur um nicht auf der Verliererstrasse zu stehen. Der Wettbewerb entwickelt eine eigene Dynamik, die in einer massiven Spannung zur Freiheit steht: zur individuellen Freiheit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, wie auch zur politischen Freiheit, zur Volks­souveränität. Insofern kann ich apodiktisch sagen, dass der ­Wettbewerb zu begrenzen ist, denn er greift in unsere Autonomie ein. Aber in welchem Mass er begrenzt werden muss, kann ich nicht sagen. Das ist eine politische Aufgabe. Sie zu erkennen, kann aber erst gelingen, wenn wir uns von der Marktgläubigkeit ver­abschiedet haben.

Zur Person

Dr. Ulrich Thielemann, 47, ist Vizedirektor des Instituts für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Wuppertal und ist seit 1989 in St. Gallen. 1996 schloss er seine Dissertation zum Thema «Das Prinzip Markt» ab. Von September 1996 bis Dezember 1997 hielt er sich im Rahmen seines Habilitationsprojektes «Wettbewerb als Gerechtigkeits­konzept» an der American University in Washington D.C. in den USA auf. Von 1990 bis 1996 war er persönlicher Assistent von Prof. Peter Ulrich, seit 2001 ist er Vizepräsident des Instituts.

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siehe auch: