Geht dem Geld bald der Saft aus?


Das „System“ Geld hat wahrscheinlich drei Hauptprobleme:

  1. Die amerikanische Notenbank FED ist privat organisiert. Ergo dient diese primär privaten Interessen. 
  2. Die Nationalbanken können per Knopfdruck Geld drucken.
  3. Die Finanzwirtschaft hat die Möglichkeit, „virtuelles Geld“ zu schaffen.

Wäre die Abhilfe in einem neuen Finanzsystem mit einer Art „Goldstandard“ zu suchen?

Geld ist reichlich vorhanden, jedoch sehr ungleich verteilt. Viele erstreben es, wenige beherrschen damit die Welt.

Geld scheint auch autark verwendbar zu sein. Ob das Geld aus Noten, Münzen, Papier, oder ob es sich um virtuelles, falsches oder Schummelgeld handelt: Für „Normalbürger“ steht es immer im Bezug zu einem realen Gegenwert. Im Alltag kann man sich dafür etwas kaufen. Bei einem Run auf die Banken sähe es allerdings anders aus und bei der Abwicklung einer Bank ebenfalls.

Das grosse Dilemma: Reales Geld ist auf den ersten Blick von virtuellem nicht zu unterscheiden. Während die einen es durch ihre Arbeit in der Realwirtschaft erarbeiten (Wert und Gegenwert), lassen die anderen in der Finanzwirtschaft die Druckmaschinen arbeiten oder schaffen sich virtuelles Geld (Geld ohne realen Gegenwert).

Der Deregulierung wurde zu lange der Marsch geblasen! Zocker und „Manipulatoren“ hatten ein zu leichtes Spiel. Die Selbstverständlichkeit, dass letztlich die Staaten eh bezahlen müssen waren Teil des grossen Spiels. Die Spekulationen der Finanzwirtschaft müssen massiv einschränkt bzw. staatlich kontrolliert werden, ob es ihnen passt oder nicht.

Je nach Betrachter fallen die Ursachen der Finanzkrise etwas anders aus. Einige Beispiele:

Die wahre Ursache der Finanzkrise in einem Satz: (PDV, Partei der Vernunft)

„(…) Sobald eine zentrale Institution wie die Zentralbank, in dem wichtigsten Markt der Wirtschaft, dem Geldmarkt, sowohl den Preis des Gutes Geld, also den Zins, als auch die ursprüngliche Menge des Gutes, also die Geldmenge, zentral per Dekret vorgibt, muss das schief gehen, weil die zentrale Stelle niemals die Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten vieler Millionen Marktteilnehmer kennen kann. )“ zum Artikel =>   

Aus: „finazkrise.eu“

„(…) Die Finanzwirtschaft ist eng mit der Realwirtschaft verknüpft. Während die Finanzwirtschaft aber mit potentiellen Gewinnen spekuliert, wird in der Realwirtschaft nur das Geld verdient, welches tatsächlich erarbeitet wird. Folgt man diesem Gesichtspunkt, so hat die Finanzwirtschaft sich massiv übernommen: Es wurden hohe Geldsummen in Wirtschaftszweige investiert, die ihre Renditeversprechungen nicht einhalten konnten….)“ zum Artikel =>

Aus: „Der Honigmann sagt“:

„(…) Um die wirtschaftliche und finanzielle Situation Deutschlands heute zu verstehen, muss man zur Situation Deutschlands am Ende des Zweiten Weltkrieges zurückkehren. Die USA sahen Deutschland damals als einen Konkurrenten auf dem Weltmarkt, auf den man aufpassen muss, damit er nicht technologisch überholt oder zu viele Ressourcen verbraucht. Deutschland interessierte die USA in erster Linie als Militärstützpunkt, als Geldlieferant, als Risikoversicherer und als Workshop für bestimmte Produkte…)“  zum Artikel =>

Spannbauer, Krisenvorsorge: Was sind die wirklichen Ursachen der Finanzkrise?

Die vier Ursachen der Finanzkrise sind:

  1. Substanzloses, unbesichertes Geld und der “Schein” in meiner Hand
  2. Die unendliche Verschuldung und das legale Schneeballsystem
  3. Das Zinseszinssystem, der todbringenden Krebs
  4. Geld regiert die Welt – aber wer regiert das Geld?

Aus 1):

In den letzten dreißig Jahren haben sich die weltweit hergestellten Produkte und Dienste in etwa vervierfacht, die Geldmenge in diesem Zeitraum jedoch vervierzigfacht (Professor Hamer). Seit dem Ausbruch der Krise haben alle großen Notenbanken – die amerikanische FED, die europäische Notenbank, die Chinesische und die Japanische – die Geldmenge massiv erhöht. Das heißt, es steht der enormen Menge an bedruckten Papierscheinen in Wirklichkeit nur eine begrenzte Anzahl an Waren und Dienstleistungen gegenüber, sprich ein Großteil der Geldscheine ist schlichtweg „wertlos“. …

Die Bank schafft neues Geld aus der Luft und muss es nicht wie alle anderen durch Produktion und Verkauf ihrer Dienste erwerben. Kurzum, die Bank ist bereits jetzt und zu jeder anderen Zeit bankrott. Doch diese Zahlungsunfähigkeit kommt nur zum Vorschein, wenn die Kunden Verdacht schöpfen und einen „Run“ auf die Bank lostreten. Bei keinem anderen Unternehmen lässt sich das Phänomen des „Runs“ beobachten. Kein anderes Unternehmen kann über Nacht in den Ruin getrieben werden, nur weil seine Kundschaft beschließt, ihr Eigentum zurückzufordern. Kein anderes Unternehmen schafft fiktives neues Geld, das sich in nichts verflüchtigt, sobald man es einmal nüchtern beurteilt. Murray Newton Rothbar, Ökonom und Autor

Aus 2): Unsere heutige Welt basiert auf Schulden, die niemals getilgt werden (können), sondern fortlaufend durch neue refinanziert werden.

Ihre Bank “macht” Geld: Geld kommt als Schuldgeld auf die Welt. Geld entsteht in dem Moment, wenn jemand ein Darlehen aufnimmt. Dieses Schuldgeld wird von großen Notenbanken erzeugt, aber auch von der Bank um die Ecke. Und dies geschieht folgendermaßen: Eine Person spart und bringt bspw. einen Betrag in Höhe von 10.000 Euro auf die Bank und legt es dort auf ein Sparkonto. Zeitgleich kommt eine andere Person zur Bank und fragt nach einem Kredit über 100.000 Euro. Die Bank benötigt – anders als Sie vielleicht denken mögen – KEINE zehn weitere Personen, die dort jeweils 10.000 Euro als Sparguthaben anlegen, sondern es reicht eine Reserve von zwei bis zehn Prozent um solch ein Darlehen auszugeben. Den Rest – in unserem Beispiel also 90.000 Euro erzeugt sie auf Knopfdruck und erschafft in diesem Moment Geld aus dem Nichts und verdient daran Zinsen. Ein weiterer unglaublicher Betrug der Geldelite am normalen Bürger, der auf der ganzen Welt praktiziert wird.

Der tödliche Trick in unserem Geldsystem: Die Bank erschafft hier den Darlehensbetrag aus dem Nichts, aber nicht die dafür zu zahlenden Zinsen. Auf das eben angesprochene Darlehen über 100.000 Euro müssen ja bekanntlich Zinsen bezahlt werden. Woher kommt dieses Geld? Dies wird bei dem obigen Vorgang nicht geschaffen, sondern der Darlehensnehmer muss diese Zinsen durch mehr Arbeit und durch einen höheren Einsatz in Konkurrenz zu seinen Mitmenschen diesen abjagen. Dies erschwert einerseits allen das Leben, aber andererseits reicht es bei weitem nicht. Bei den unvorstellbar hohen Darlehenssummen kann man auch mit dem größtmöglichen Einsatz dieses Geld nicht verdienen, denn es ist schlicht und einfach nicht vorhanden.

Da die Politik in den vergangenen vierzig Jahren maßgeblich an diesem System der Verschuldung partizipiert hat – denn nur durch die immer weiter ausgedehnte Staatsverschuldung wurde die Erfüllung all der unsinnigen Wahlversprechen an diverse Wählergruppen überhaupt möglich – ist von dieser Seite keine Hilfe zu erwarten. Hier wurde sprichwörtlich der Bock zum Gärtner gemacht, denn die Politik wurde zum willfährigen Mittäter des Finanzwesens. Nicht vergessen sollte man an dieser Stelle, dass bspw. der Staatssekretär Jörg Asmussen eine Triebkraft bei der Einführung mit dem Handel von strukturierten Wertpapieren war und somit maßgeblich zum Desaster beigetragen hat. Heute wiederum sitzt er in den zuständigen Gremien und verteilt an die Banken, die mit den wilden Spekulationen Milliarden verloren haben, die enormen Steuergelder. So gehört er dem Lenkungsausschuss des Bankenrettungsfonds SoFFin an, sitzt im Verwaltungsrat der Finanzaufsichtsbehörde Bafin und im “Wirtschaftsfonds Deutschland”, der ohne parlamentarische Kontrolle über Staatsbürgschaften für Unternehmen entscheidet. Noch Fragen?

Aus 3): Das Zinseszinssystem, der todbringenden Krebs. Unser heutiges Geldwesen beinhaltet das Zinseszinssystem der Zinszahlungen auf all die aus dem Nichts erschaffenen Schuldbeträge. Es sind Zinsen an Banken zu zahlen, die den verliehenen Geldbetrag quasi ungesichert aus dem Hut gezaubert haben (Buchgeldschaffung) und somit ohne eine reale und werthaltige Gegenleistung nun den Lohn des Zinses vom Schuldner einstreichen. Hier wird also nur durch Verschuldung ein Abhängiger geschaffen, der sich künftig für den Zins abrackert. Ein perfides Ausbeutungssystem, das ohne Leistung des Verleihers den Reichtum und die Wertschöpfung der Schuldner umverteilt – von unten nach oben.P

Das berühmte Beispiel mit dem Josephs Pfennig – aus einem Pfennig werden … Dieses Zinseszinssystem ist wie ein Krebsgeschwür, das mit immer größerer Geschwindigkeit wuchert und zum sicheren Tod führt. Ich führe das Beispiel des berühmten Josephspfennigs auf: Hätte das Jesuskind im Jahre Null einen Pfennig mit fünf Prozent angelegt, so wäre durch den Zinseszinseffekt ein Wert entstanden, der sich auf etwa vierundzwanzigsextilliarden Euro bewegt. Dies ergäbe bei einem Goldpreis von zwanzig Euro pro Gramm einen Wert, welcher 136 Milliarden Erdkugeln aus purem Gold entspricht. Ohne den Zinseszinseffekt wäre es nur knapp ein Euro geworden. Diese einfache Rechnung zeigt, dass der Zinseszins den zyklischen Zusammenbruch der Schuldenpyramide bedingt.

„Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder“. Mayer Amschel Rothschild

Das heutige Wirtschaftssystem benötigt ein ständiges Wachstum: Die nachfolgende Grafik zeigt den Einbruch der Wirtschaftsleistung im EU Raum. Hieraus erkennt man, dass wir uns im Jahr 2009 wieder auf dem Niveau von 2003 befanden.

 

Das Zinseszinssystem erfordert ein ständiges zwanghaftes Wirtschaftswachstum und übersteigt hierbei rasch die Dimensionen unseres Planeten. Raubbau an der Natur, sowie Ausbeutung von Mensch und Material sind logische Folgen. Das scheint auf den ersten Blick nicht besonders dramatisch zu sein, jedoch haben wir gerade gelesen, dass das Zinseszinssystem ein permanentes Wachstum braucht, um die fortwährende Verschuldung und den Zins finanzieren zu können. Durch den wirtschaftlichen Einbruch verlieren wir Zeit und Geld, das nicht mehr hereingeholt werden kann und unweigerlich zum Crash führen wird. Für unser auf Schulden aufgebautes System ist ein Wachstumsstopp oder bereite eine Stagnation fatal.

Aus 4): Geld regiert die Welt aber wer regiert das Geld? Leider stellen sich nur die wenigsten die zweite Frage und deshalb haben es einige super reicher Familien geschafft, die Welt mit dem Geld zu versklaven. So wie Jakob Fugger (Auch genannt Jakob der Reiche, 1459-1528) im Mittelalter die halbe Welt durch Kredite an ausgabenwütige Herrscher unter seine Kontrolle brachte, haben es große Familien wie Rockefeller, Rothschild, Morgan, Loeb & Partner und andere mit der Gründung der privaten amerikanischen Notenbank FED im Jahre 1913 geschafft, die Welt mittels der Kontrolle des US-Dollars zu unterjochen.

Sie kontrollieren den Dollar als Weltreservewährung, damit das Geld und somit die Richtung der Welt. Diese mächtigen Familien mehren damit ihren bereits jetzt schon unvorstellbaren Reichtum. Rothschild wurde folgendermaßen zitiert: „Gib mir die Macht über das Geld und mir ist egal, wer die Regierung ist.“

Der ehemalige Präsident der Deutschen Bundesbank, Hans Tietmeyer, sagte beim Weltwirtschaftsforum in Davos bereits 1996 folgendes dazu: „Ich habe bisweilen den Eindruck, dass sich die meisten Politiker immer noch nicht darüber im Klaren sind, wie sehr sie bereits heute unter der Kontrolle der Finanzmärkte stehen und sogar von ihnen beherrscht werden.“

Die Machthaber nutzen ihre Möglichkeiten zu Lasten unserer Zukunft weidlich aus: Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass die Notenbank Geld förmlich mit der  Notenpresse erschafft. So schrieb Spiegel Online am 25.06.2009: „Die Notenbank der USA kauft sich daher selbst die Papiere ab, mit Geld, das sie vorher selbst gedruckt hat. Die Bilanz der FED hat sich seit 2007 mehr als verdoppelt. Die US-Notenbank ist damit eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen der Welt. Ihr Geschäftszweck ist die wundersame Geldvermehrung.“

Mit diesem Schummelgeld kaufen diese mächtigen Familienclans weltweit Firmen, Immobilien, Edelmetalle, Rohstoffe usw. Man kann dies auch als Sondersteuer oder als weltweiten Tribut bezeichnen, den die USA der restlichen Welt auferlegt hat….)“

Die Frage des Finanzbloggers würde mit einem neuen Finanzsystem bestimmt beantwortet. „Ist der Franken bereits zu schwach?“ – oder zu starkt? Allerdings muss er sich gedulden. So schnell geben die Mächtigen ihre Karten nicht aus der Hand! Das kann man daran ableiten, wie der Weltpolizist Noten verteilt. Deutschland wird Erfolg auf Kosten der Krisenländer vorgeworfen.Verständnis erntet die Schweizzerische Nationalbank bezüglich der Mindestkurs-Politik gegenüber dem Euro. Dies kann sich aber rasch ändern…

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