„Hexen“ in Nidwalden

… gemeint sind die echt fliegenden Hexen in der Segelfluggruppe Nidwalden.

Hexen in Nidwalden

Frauen hatten es in der Fliegerei nicht gleich einfach, wie die Männer. Das war in der Geschichte der SG Nidwalden nicht anders.

Edi Lischer

Edi Lischer, der langjährige und unermüdliche Chrampfer als Obmann, als Bauleiter, als Flugzeugmechaniker in der Wartung des Schleppflugzeuges, hatte klare Vorstellungen. Sie waren von Erfahrungen vom Flugplatz Grenchen geprägt, wo die wohl wenigen Frauen, jedoch mit mehr finanziellen Möglichkeiten dauernd gehätschelt und auf Sänften getragen werden mussten. Sein Kollege, Max Müller, auch aus der Grenchner Ecke, hatte gleiche Erfahrungen nach Buochs importiert.

Max Müller

So sollte es in Buochs nicht einhergehen! Und wenn schon jemand etwas weniger Kraft habe, dann soll sie doch einfach bis ans Lebensende Startlisten schreiben oder das Windenseil zurück holen und beim Ein- und Aussteigen helfen… Trotzdem haben es einige gerade deswegen geschafft, die Dominanz der Männer zu brechen. Ihre Methode war simpel, aber wirksam: Sie integrierten sich voll. Trotzdem ist es Tatsache, dass der Frauenanteil der Fliegenden gering ist.

Mimi K.

Anfänglich waren es die „Fliegerfreundinnen“, die gesucht waren, wenn es um den Einsatz von Nadeln und Faden ging, etwa beim Eintuchen eines Segelflugzeuges. Zum Arbeiten hatten sie zu genügen, das Fliegen war nicht ihr Vergnügen! Eine der Näherinnen war „Mimi“ K, wie Röbi Sidler zu berichten wusste. Der Weg ins Cockpit fand sie nicht.

Judit Ziermann, Moritz‘ (Attila Ziermann) Frau war in Ungarn aktive Fliegerin von 1954 bis 1955. Dann wurde sie Mutter und brachte ihre Tochter zur Welt und ist 1956 nach dem Einmarsch der Russen in die Schweiz geflohen. Judit wurde in der Schweiz nicht fliegerisch aktiv. Die Familie brauchte sie und dann erkrankte sie an einer unheilbaren Krankheit und verstarb, von vier Kindern weg!

Die erste aktive Segelfliegerin war meines Wissens nach Elisabeth G. Doch bevor ihre fliegerische Karriere richtig begann, zerstörte ihr Fluglehrer diese durch eine Unachtsamkeit! Sie stürzten auf einem Schulflug nach einem Windenstart ab. Der Doppelsitzer Spyr Va, HB-509, war kaputt. Fluglehrer und dieangehende Fliegerin blieben unverletzt.

Ich war Zeuge dieses Unfalls. Meine Aufgabe bestand darin, mit dem Pistenfahrzeug das Seil für den nächsten Start auszuziehen. Ich schaute während des Fahrens dem Spyr zu. Dieser nahm eine seltsame, von mir vorher noch nie gesehen Fluglage ein und begann gemächlich zu drehen, bis es am Boden knallte.

Schwarzer Tag; August hug und Elisabeth G. (aus Spyrbuch)

Für einen Moment war es still, bis sich das Kabinendach wie von selbst öffnete und August heraus sprang und sagte: „das Mal hätt’s en aber sicher!“ Er meinte, dass der Spyr nun endgültig kaputt sei. In der Folge ging Fluglehrer August Hug über die Bücher und fasste einen Entschluss. Er schrieb diesen auch gleich ins Spyrbuch, was oben zu sehen ist. Er beendigte mit diesem Flug seine fliegerische Karriere. Elisabeth getraute sich nicht mehr ans Steuer. Sie begleitete ihren Rolf aber als Hilfsfrau bei seinen Streckenflügen. „Mausi und Rolf“ waren oft noch im Funk zu hören. Das Schicksal schlug erneut zu. Rolf stürzte mit dem Blanik in Samaden ab und starb an den Folgen des Unfalls. Seine Tochter Regula die mitflog, überlebte. Sie wurde später Segelfliegerin. Ihr Mann ist Segelfluglehrer. Elisabeth hat mit der Fliegerei längst abgeschlossen. Sie möchte sich zum Thema nicht weiter äussern, was wir verständnisvoll respektieren.

Marta Z; Marta war die erste Segelfliegerin, welche die Prüfung zum Erwerb des Führerausweises erfolgreich bestanden hat. Marta begann, es ihrem Aschi gleich zu tun. Irgend bei einem  Trainingsflug ab der Winde mit dem Grunau Baby II, HB-403,  traf Marta den Flugplatz nicht am üblichen Ort, aber immer noch innerhalb des Flugplatzareals, wenn man dieses bis zum Sonnenhof gelten lässt. „Frauen sollte man nie alleine in ein Flugzeug lassen!“ war der eindeutige Tenor von Fluglehrer

Marta Z.

und Ehemann Aschi…. Das gab dann Marta den „Gong“. Sie beendete ihre fliegerische Karriere danach bald einmal, nicht aber, bevor sie noch einmal, hoch schwanger, mit der K8 den Gupf „poliert“ hatte..

Brigitte Odermatt – Mattmann, nahm einen Anlauf, den Steuerknüppel in den Griff zu bekommen. Sie war 20 Jahre aktiv und hatte viele schöne Flüge nach zu weisen. => Brigitte Odermatt, Nidwaldner Fliegerin von einst

Kägiswil; Brigitte vor der Elfe 17 A und Foto HB-1273

Marie Ming – mit Marie wäre etwas später fast das passiert was Edi Lischer immer gepredigt hatte. Man soll ja niemand an den Haaren herbeiziehen, nur damit man mehr Mitglieder habe. Die Leute müssten selbst wollen und selbst kommen. Sepp Ming, unser alter und erfahrener Fluglehrer war ein versierter Praktiker. Er hörte nicht einfach auf jedes daher getragene Geschwätz. Er wollte seine Erfahrungen selbst machen. Das Leben lernte es ihn so. Als Verdingbub hat er gestartet und es wurde etwas aus ihm! Er bewährte sich als Meister im Drahtzug eines Stahlwerks. Die Karriereleiter machte aus ihm einen Sektorleiter mit an die einhundert Mitarbeitenden! Sein Experiment „Marie“ misslang. Warum? Der schlaue Fuchs versuchte Brigitte zu instrumentalisieren. Sie sollte Marie „motivieren“!

Marie Ming

Da tat Sepp aber ein Fehlgriff. Brigitte lehnte sofort und entschieden ab! Sie wusste von Marie über Sepp’s Absicht und sie konnte es sich einfach nicht vorstellen! Brigitte meinte gegenüber Sepp, dass es ohne inneren Antrieb ein Misserfolg werde. Sepp liess sich von der jungen Frau etwas sagen! Das war eine seiner Stärken, was seine Grösse ausmachte! So endete der Versuch ohne Schulbetrieb im Doppelsitzer. Die beiden machten dann aber doch noch eine längere gemeinsame Reise. Sie starteten mit dem Faltboot in Luzern und fuhren damit bis Rotterdam! Sie nahmen an Gewicht ab und an Muskeln zu! Und Sepp gestand uns einmal ein, dass er mehr als einmal daran dachte, aufzugeben. Doch Marie liess nicht locker bis das Ziel erreicht war! Frauen sind oft eben doch die stärkeren „Männer“!

Marianne Lindhoff war eine jener jungen Frauen, die auf Geheiss ihres (-er) Verehrer (-s ), es den Männern gleich tun sollte. Es blieb bei Schulflügen am Doppelsteuer. Wir haben Marianne aus den Augen verloren.

alte Kämpen

Das Bild ist typisch. Eine Frau unter Männern… Das Bild: Von links hinten: Urs Löliger. Attila Ziermann (+), Klaus Gansera (Gupfera), Ruedi Plüss, Sepp Häfliger, Walter Fleischmann und Ernst (Aschi) Zgraggen. Vorne Marianne Lindhoff und Klaus Ziegenbein (+). Es blieb noch der Fotograf zu erwähnen: Heinz Forrer (+).

Elisabeth Nietlispach: Ich begnete ihr im Birrfeld. (…)Robert Wyss habe ich als sehr pflichtbewussten Fluglehrer wahrgenommen, war ich doch selber noch eher eine „strebsame Schülerin“. Aber mit meiner Kollegin Billy konnte er sehr gut rumalbern, die beiden hatten es immer sehr lustig zusammen. Als die beiden einmal viel zu kurz kamen, und wir schon meinten, wir müssten sie auf der anderen Seite der Strasse holen, tauchte die Rhönlerche plötzlich wieder knapp über dem Maisfeld auf, um dann gleich nach der Strasse auf die Wiese abzusacken. Wir hatten etwas Angst, die beiden hätten sich verletzt, aber sie stiegen prustend lachend aus der Rhönlerche aus …)“.

Elisabeth Nietlispach, im Kurs 1967 im Birrfeld, rechts im Bild

Parallel zu Röbis Kurs fand ein L+A-Kurs Kunstflug-S unter der Leitung von Fritz Bigler u. Werner Ledermann statt. Röbi fand es weniger lustig, wenn sich einige „Jungspunde“  aus der Reihe der Segelfluglehrer einen Spass daraus machten, die zwei Damen aus dem Konzept zu bringen … ;-).

Liesbeths 5-Stünder

Elisabeth fügte sich schnell ins SGN Leben ein. Sie entwickelte ihr Fliegerisches Können kontinuierlich, erfüllte die Bedingungsflüge und erwarb schon schnell ihren Führerschein. Ihre Ziele lagen bei der Swissair, wo sie Airhostess wurde und deswegen die aktive Fliegerei beendete.

Etwa in der Zeit kam Barbara Heller dazu. Ihr Vater, Flugzeugkontroller, verimpfte den Virus weiter. Barbara haben wir aus den Augen verloren. Sie ging nach Zürich und wurde Airhostes bei der Swissairs wo sie während ihrer Ausbildung auf Elisabeth Nietlispach stiess. Barbara soll es nach England verschlagen haben. Genaues wissen wir leider nicht.

Später kam Lotti S. dazu. Sie wollte einen Bericht schreiben. Dieser ist aber noch nicht eingetroffen. Er wird später eingefügt. Immerhin hat ihre Tochter Fabienne den Fliegervirus aufgenommen!

Dann erschien Heidi B.  als junges, aufgeschlossenes Teenie in die SGN. Ihr Glaube an die Zukunft und ihr Optimismus waren unerschöpflich. Ermutigt durch einen heimlichen „Motivator“, ihren etwas älteren Bruder Hans, der später auch Flieger und Fluglehrer wurde, wusste Heidi genau, was sie wollte! Segelfliegerin werden war das Ziel. Frei sein wie ein Vogel! Die Mutter erkundigte sich bei der SG Nidwalden und schon bald war ein erster Schnupperflug absolviert. In der Folge ging alles ziemlich schnell. Die Flugprüfung bestand Heidi noch bevor sie einen Fahrausweis für das Auto hatte, am 16.07. 1983. Prüfungsexperte: der Schreibende. Heidi flog die Rhönlerche, Ka8, K6E und B4. Zusammen mit Brigitte Odermatt nahm Heidi auch an einem nationalen „Hexentreffen“ bei. Die beiden Frauen kamen zum Schluss, dass sie dort nicht dabei sein wollten. Sie wollten niemandem etwas beweisen, sondern wie alle anderen Mitglieder, Teil der Gemeinschaft sein – mit allem Drum und Dran. Auch im Baulokal war Heidi anzutreffen, wo sie fleissig und beharrlich mehr als nur die Pflichtbaustunden absolvierte.

Buabetrieb in der Exklave, Carosserie Röllin, Altdorf; Überholung K6E; v. li.:, Herbie Odermatt, Albert Röllin, Walter Arnold, Walter Steiner, Brigitte Odermatt u. Heidi H.( – B.)
Nach getaner Arbeit, Zeit aufschreiben, Kaffee trinken und Erlebnisse austauschen! Walter Steiner und Heidi

Rita Sidler – Würsch kam als fröhliche, junge Frau in die Gruppe. Die fliegerische Ausbildung begann am 19. März 1978 in Buochs. Der Führerausweis wurde am 11. Dezember 1978 durch das Luftamt ( L+A) erteilt. Rita besass auch die Erweiterung für Passagierflüge. Gesamte Flugerfahrung: 66: 40 Std; 161 Landungen. Sie nahm am Segelfluglager 1981 in Münster teil, wo sie nach einem geplanten Flug von ca. 2,5 – Std eines Segelfluges nicht zurück kam. Nach einer Suchaktion wurde das Wrack des Segelflugzeuges am Setzhorn an einem schneebedeckten Osthang entdeckt. Die Pilotin fand beim Unfall den Tod. Der damalige Obmann, Mitorganisator des Lagers informierte mich ins Birrfeld, wo ich einen Flugkuers leitete. Wir seine jetzt auch eine „normale Segelfluggruppe“!

Flugplatz Buochs – Siesta mit Rita  mit Rücken zur Kamera (im Mittelpunkt), linke Bildseite: mir unbekannt, danch: Rita, Urs Blöchlinger, Walo Bütler, Marcel Gubelmann und Franz Küng
Hans und Johanna Arnold

Johanna Arnold (im Bild mit Hans, ihrem Gatten und langjährigem Kassier. Johanna hat sich fliegerisch zurück gehalten. Sie hat also keine grossen Stricke zerrissen. Sie brachte jedoch ihre Sozialkompetenz ins Spiel. Immer, wenn es darum ging, Schwächeren etwas zu bieten, war Johanna da! Sie engagierte sich bei den Behindertenflugtagen, teilweise zusammen mit Edi Lischer. Sie konnte so ihre Berufserfahrungen wertvoll einsetzen.

Valérie Engel, „Engeli“ Flugprüfung: 19. 07. 1989: Engeli war bereit, via „Ferninterview“ etwas aus dem eigenen „bluemten Trögli“ zu erzählen:

Was war der Motivator, dass du in die Fliegerei einsteigen wolltest? „Der Auslöser war mein damaliger Freund „Hacki“, welcher in der FVS war und für kurze Zeit nach Magadino durfte. Weiter war es die Freundschaft zu Christian Rohrbach und Jann Alder. Wir wollten eigentlich zu dritt bei der SGN beginnen, Jann kam dann aber leider nicht mit. Ich schaffte es, einen Kurs in der Fliegerischen Vorschulung (Motorflug) zu belegen.“

Welche Ziele hattest du dir gesteckt? „Sicherlich wollte ich in einer frühen Phase in ein grosses Cockpit gelangen. Es wurde mir jedoch sehr früh klar, dass ich kein Interesse an Technik und Motoren hatte. Somit kam für mich nur die Segelfliegerei in Frage und nicht das Motorflugbrevet.“

Engeli, nach bestandener Flugprüfung  – Thomas Hefti und Roli Schürmann (re) als Zeremonienmeister; ein Klapps auf den Allerwertesten von sämtlichen Anwesenden…

Was hat dir die Fliegerei gebracht? Persönlich Ich habe in der SGN eine wunderschöne, unvergessliche Zeit verbracht und fühlte mich in diesem Umfeld sehr wohl. Als ich merkte, dass ich mich nicht für Technik begeistern kann realisierte ich kurz danach, dass mir der Umgang mit Menschen sehr am Herzen liegt und die Gastgeberrolle meine Leidenschaft ist. Dass ich meine Leidenschaft in einem Flugzeug ausüben kann ist ein Geschenk.

Warum hast du mit Fliegen aufgehört? „Ich bin für mein Studium nach Bern gezogen und der Aufwand, regelmässig nach NW zu pendeln wurde einfach zu gross. Zudem wusste ich, dass ich nur in der SGN fliegen wollte und in keiner anderen Gruppe!“

Welchen Hobbies gehst du heute nach? „Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit für Hobbies. Meine drei Mädchen halten mich auf Trab und ich arbeite 80%. Davon fliege ich als Maître de Cabine etwa 10 % und die restliche Zeit bin ich Team Leader in der Kabinenführung der Swiss.“

Wieviele Stunden und Starts hattest du total Keine Ahnung, da ich alles weggeworfen habe. Aber es waren nicht sehr viele, da ich nicht die Fleissigste war.

Was hat dir in der SGN gut gefallen? „Die meiste Zeit war ich die einzige Frau in der SGN. Alle nannten mich liebevoll Ängeli und ich darf sagen, dass ich auf Händen getragen wurde. Alle haben sich mir gegenüber immer sehr anständig, zuvorkommend und fair verhalten. Die einzige Frau zu sein war für mich ein eindrückliches und angenehmes Erlebnis.

Was gefiel dir nicht gut? „Es war schlimm für mich, dass der schlechteste Lehrer den ich jemals in meinem Leben hatte zur SGN kam.  Er war mein Englischlehrer. Er schenkte mir kaum Beachtung und in der Schule musste ich ihm weiterhin Sie sagen. Sein Verhalten mir gegenüber war wirklich ein Trauerspiel!“

Hattest du als Frau Nachteile? „Walti Schocher hatte schnell gemerkt, dass ich kein Flair für Technik hatte. Somit durfte ich während den Baustunden nur Flügel polieren und Kaffee kochen… was mir eigentlich sehr gefallen hat.“

Wer hat dich gefördert? Ich bin mir nicht mehr sicher, wie diese zwei Fluglehrer hiessen: Cami (Albert Camenzind)? Und Sepp Häfliger?? Gebremst hat niemand.

Welches war (waren) das (die schönsten oder eindrücklichsten Erlebnis(se)? „Dazu gehört sicher der erste Alleinflug bei dem das Windenseil riss. Zudem die Akroflüge mit Louis oder Roli. Mir bleibt der unvergessliche Humor von Sämi Plüss in Erinnernung. Und heute noch denke ich mit einem Lachen im Gesicht an Louis Hammer.  Eindrücklich und traurig waren der Absturz von Norbert (hiess er so?) in Münster und der tragische Unfall von Urs Blöchlinger während eines militärischen Fluges im PC 9. Es sind somit weniger die Erlebnisse, welche mir geblieben sind, sondern die bereichernden Begegnungen mit den SGN- Mitgliedern.“

Danke Engeli für den ineressanten Einblick!

Eszter Ziermann, sie sollte fortsetzen, was ihre Mutter Judith abbrechen musste. Vater Moritz war der „Motor“ dahinter. Eszter während des Prüfungsfluges: Der Schlepper hatte die Höhe erreicht. Eszter zog am Capotgriff anstatt an der Klinke. Das Capot kam hoch und wie von einem Geistesblitz getroffen ergriff Eszter das Capot und schloss es und meldete wie aus einer Kanone geschossen: „Capot zu und verriegelt!“. Mein Sicherheitsgriff um die Querstange am Capot hätte seinen Dienst getan. Eszter war jedoch sehr schnell!….Andere Interessen setzten dieser noch jungen Fluglaufbahn ein frühes Ende.

Andrea Amort, Amtl. Prüfung bestanden am: August 1992

Andrea Amort, Prüfung

Andrea wurde vom Vater, dem erfahrenen Flieger, etwas gepusht.  Andrea begriff das Fliegen gut Doch mit dem Angriff eines Studiums fehlte die nötige Zeit. Andrea verliess die Fliegerei. Heute lebt sie in Zürich.

Zu erwähnen wäre noch Rosmarie Brugger, leider habe ich sie vollkommen aus den Augen verloren!

Eine der jüngsten „Hexen“ will hier nicht erwähnt werden. Sie will in den „Medien“ nicht erscheinen. Sie verdient ihren Respekt! Es fehlen: Suzanne Perret,. Sie war mehrere Jahre aktiv inder Gruppe und verliess diese Richtung Hausen a. A., wo sie u.a. während über 10 Jahren den Ffluplatzkiosk leitete. Weiter sind noch Monika Durrer und Erika Walther zu erwähnen. Da wären nun die Gedächtnisse der Kameradinnen und Kameraden gefragt.

Ob die Hexen der Schweiz am Frauenstreik teilgenommen haben, weiss ich nicht. Die eindeutige Minderheit im Bereich der Fliegerei hätte wohl Anlass dazu gegeben. Vielleicht herrscht so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit. Die Männer sind auch nicht auf die Barrikaden gestiegen, weil sie bei den Hebammen ¨fast auch „Null“ untervertreten sind…

Wurde jemand vergessen? Ergänzungen sind jederzeit möglich! Auch bessere Fotos können eingefügt werden!

*****

Nun aber wagt sich eine „Junghexe“ in die Phalanx der Männer: „Katarayna S.“

Junghexe Ktarayna

Das Flugbuch ist noch sehr neu und im Papierkrieg sind schon diverse Bemerkungen und Übungen eingetragen. Ich schätze mal, dass sie die“Stöpselperiode“ noch nicht überwunden hat. Der Fluglehrer wird ihr erklären, was gemeint ist. Wir wünschen Katarayna das Glück der Tüchtigen und viel Erfolg im Sonnenwind! Zum Quatschen ist jetzt keine Zeit. Die ASK 21 wartet…

Nach dem Abarbeiten der Checkliste (jede Manipulation hat ihre Kontrolle!) ist Ktarayna pronto für einen weiteren Schnupperflug im „Paradies“, wie es auf ihrem Sonnenhut steht!

Auf ins Paradies…! 🙂

Es muss gut kommen! Ihr heutiger Fluglehrer Alois Bssig feiert heuer 50 Jahre Segelfluglehrer! 


Frecher Geist

Es passt zum Thema: „M hoch vier“ – „Man muss Menschen mögen!“ Es gibt berechtigte Ausnahmen! Denn das mit dem „Müssen“ weist zu stark nach Zwang hin!

andere klein machen…
P. B.: „Oh ja… habe ich auch festgestellt. ..sogar in der eigenen Verwandtschaft!“
H. S.: „ja so ist es…!“
E.N.: „Davon gibt es genug!“
Sagte ich  doch schon unter: Eis- und Scheinheilige
Man lässt den aufgeplusterten Güggel auf dem Miststock…
Besondere Liebe zur Umwelt! Wer macht so was? Die Tiefe des eingstecketen Spatens deutet auf die Gefühlswelt hin… Handlung im Affekt?
primel entzweit; wer macht so was

Buchsbaum ade

Der Zünsler hat gewonnen, schreibt die Süddeutsch Zeitung.

Buchsbaumzünsler

Ja wohl, man kann das Werk des Unholds selbst beobachten!

Mit viel Aufwand gepflegte Buchskugel, Foto: odh

„(…) Der Buchsbaum ziert Parks, Gärten und Friedhöfe. Er ist anspruchslos, doch jetzt ist er in Gefahr: Die Raupe des Buchsbaumzünsler macht sich überall über das Gewächs her. In diesem Jahr ist es schlimmer als je zuvor. Viele Gärtner erkennen das Problem erst, wenn es zu spät ist. „Manche Gegenden werden bestimmt irgendwann buchsfrei sein“, sagt Brigitte Murla, die Vorsitzende des Kreisverbands Erding für Gartenbau und Landespflege…-)“ Pia Eichinger, Erding

Gleiche Buchshecke, ca 2 m daneben; Foto: odh

Wer dem Zünsler entgegenwirken will, dem bleibt die regelmässige Abnahme der Raupen von Hand kaum erspart. Die vorbeugende Behandlung mit Algenkalk bringt kaum den gewünschten Erfolg.

stark befallene Buchshecke, die wird über kurz oder lang eliminiert; Foto: odh

„(…) Die rund acht Millimeter langen, jungen Raupen des Buchsbaumzünslers werden bis zur Verpuppung etwa fünf Zentimeter lang und besitzen einen grünen Leib mit hell-dunklen Rückenstreifen und schwarzem Kopf. Die deltaförmigen Schmetterlinge sind mit abgespreizten Flügeln gut 40 Millimeter breit und etwa 25 Millimeter lang. Sie tragen helle Flügel mit charakteristischem braunem Rand, es gibt aber auch eine braune Form mit weißen Punkten….

Buchsbaumzünsler Lebenszyklus

…. Der Falter selbst lebt nur wenige Tage und ist meist nicht auf dem Buchs zu finden, sondern sitzt auf anderen Pflanzen. Nur seine Eier legt er auf dem Buchsbaum ab. Die Buchsbaumzünsler-Raupen überwintern in Gespinsten meist im Innern geschnittener Buchsbäume und beginnen je nach Witterung ab Mitte März zu fressen. Sie durchlaufen bis zur Verpuppung mehrere Larvenstadien und leben als Schmetterlinge kaum zehn Tage, in denen sie dann wiederum ihre Eier ablegen. Die erwachsenen Falter sind aufgrund ihrer kurzen Lebenszeit daher auch nicht so mobil, wie gemeinhin angenommen wird. In Deutschland können bei günstigen Witterungsbedingungen pro Jahr zwei bis drei Generationen von Buchsbaumzünslern auftreten, weshalb sich der Schädling innerhalb weniger Jahre rasant vermehrt hat. Man kann davon ausgehen, dass etwa alle zwei bis drei Monate eine neue Buchsbaumzünsler-Generation schlüpft.)“

Der aus Asien engeschleppte Schädling hat (noch) keine natürlichen Feinde. Spatzen, und Singvögel und Feldwespen sollen sich den Zünsler vorgenommen haben. Davon haben wir allerdings noch nichts gemerkt, obwohl es Spatzen und Singvögel zur Genüge hätte!

Einige Buchsgewächse wurden bereits entsorgt. Die Hecke als unötiger Arbeitsspender kommt auch noch dran. Es genügt, wenn man Dickmaulrüssler zu bekämpfen hat. Die wurden ja auch eingeschleppt.


Adieu Walter Trutmann

Walter Trutmann

Walter Trutmann-Ettlin, Architekt HTL, alt Kantonsarchitekt

(23. 12. 1938 – 02. 06. 2019)

Ich lernte Walter bei meiner Arbeit und als Mitglied der Spitalleitung am Kantosspital Obwalden kennen. Es ging damals um die Projektierung und Realisierung des „Neuen Behandlungstraktes“. Walter war ein integerer, geradliniger und äusserst kompetenter Fachmann. Er verfolgte die gesteckten Ziele kosequent. Im manchmal rauhen Klima und der Meisterung von Klippen bewahrte er Ruhe, liess sich nicht vom Kurs abbringen und pflegte dabei stets einen angenehmen Umgang. Nun hat uns Walti verlassen!

Finstere Zeit

Und danach, einfach nichts? Es gibt vielleicht etwas, hinter dem vermeintlichen Nichts. Andeutungsweise könnten wir es erahnen.

Erhellung

(…) Ich bin von euch gegangen, nur für einen Augenblick, und gar nicht weit. Wenn ihr dahin kommt, wohin ich gegangen bin, werdet ihr euch fragen, warum ihr geweint habt.)“
von Antoine de Saint-Exupéry

Adieu Walti!

Wir erinnern uns gerne an die Begnung mit Dir!


Geld regiert die Welt

Keine Neuigkeit in dieser Überschrift. „Nichts Neues unter der Sonne!“ (Kohelet), wissen wir schon; schon immer gesagt;…

Wenn man es schon gewusst haben will, sollte man sich jedoch um die Einzelheiten kümmern. Dann wird es etwas anspruchsvoller werden!

Hören Sie den Vortrag von Ernst Wolff: Auf der letzten Etappe zum Crash – Wie konnte es so weit kommen? 27. Mai 2019

Der nächste Coup: Die Abschaffung des Bargeldes!  Für Barzahlung sind der Käufer und der Verkäufer, also zwei Parteien involviert. Beim Bezahlen via Kredikarte kommt ein dritter dazu (eine Made im Speck). Der Finanzdienstleister – Ziel: totale Überwachung und eine weitere Masche zur Aussaugung bzw, Enteignung der Einzelnen… Angriff auf den Mittelstand durch Plattformökonomie.

***

KenFM im Gespräch mit: Ernst Wolff („Finanz-Tsunami“)

„(..) Geld regiert die Welt! Banken-Kartelle sind längst die eigentliche Macht auf diesem Globus. Das, was die großen Finanzdienstleister seit Jahrzehnten als FIAT-Money auf den sogenannten „Märkten“ imitieren, hat spätestens seit 1971 keinerlei Bezug mehr zu echten Werten. Als US-Präsident Nixon, nach der enormen Verschuldung während des Vietnamkriegs, die Golddeckung des Dollar aufgab, zog die Regierung endgültig vom Weißen Haus in die Wall Street um. Banken sind inzwischen so mächtig, dass einzelne Banker heute per Mausklick Summen bewegen können, die deutlich größer sind als die Mittel, die mittlere Staaten im Jahr erwirtschaften. Mit solchen Hebeln ausgestattet, können Großbanken im Verbund jeden politischen Gegner in die Knie zwingen, der nicht nach ihrer Pfeife tanzt. Derartige Machtspiele sind dennoch selten geworden, denn die Drehtür-Politik der Finanzinstitute ist wesentlich effektiver. Längst sind unsere politischen Entscheider in den Regierungen von „Beratern“ umstellt, die direkt aus dem Bankensektor stammen. Mario Draghi, der heute die EZB kontrolliert, stammt direkt von Goldman Sachs. Zufall? Mit dem Aufheben des Glass-Steagall-Act aus dem Jahre 1932, wurde die strikte Trennung zwischen klassischem Bankgeschäft und Investmentbank wieder aufgehoben. Hatte man aus den Fehlern der Weltwirtschaftskrise nicht gelernt? Oder war Bill Clinton, als der das Gesetz von damals in die Tonne warf, einfach gedanklich bei Monica Lewinsky? Wir wissen es nicht. Was wir wissen ist, dass selbst der Crash von 2008 am Selbstbedienungs-Charakter des (Finanz-) Systems nichts geändert hat. Gewinne werden privatisiert, Verluste verstaatlicht. Schon kurz nach dem Crash, ausgelöst durch die Bank Lehman Brothers, wurden wieder astronomische Boni bezahlt und entstanden wieder neue „Finanzprodukte“, die nur dazu geschaffen wurden, um auf den Spieltischen der Großbanken unüberschaubare Spekulations-Blasen zu schaffen. Unser Geldsystem ist eine Munitionsfabrik, in der es zu Gewohnheit, ja zu Bedingung geworden ist, rund um die Uhr zu rauchen, will man ganz oben mitspielen. Das kann nicht ewig gut gehen. Die nächste Krise ist so sicher wie ein Waldbrand im Hochsommer, wenn eine glühende Zigarette unachtsam im Unterholz entsorgt wird. Wer glaubt, nur weil er bis zum Hals im Wasser steht, Feuer könnte ihm nichts anhaben, der verdrängt, dass nicht nur der Wasserspiegel permanent steigt, sondern die Dreiecke, die ihn umkreisen, zu den Haien gehören, die sich überall tummeln. Um uns baut sich ein erneuter Finanz-Tsunami auf, dessen Wirkung alles Bisherige übersteigt, zumal die Mittel der Bankenrettung 2008 vollständig verbraucht wurden. Dieser Kahn hat schlicht kein einziges Rettungsboot mehr! Was erwartet uns? Wie dicht stehen wir an der Klippe? Und warum erfahren wir über den erbärmlichen Zustand unseres Geldsystems kaum etwas? Was früher im Kleingedruckten unterging, wird heute durch das Erschaffen von medialen Nebenkriegsschauplätzen geleistet. Man verkauft uns für blöd. Durch die Bank und mit den Medien. KenFM spricht mit Ernst Wolff über den Status Quo unseres Geldsystems und nimmt dabei keine Dollar-Note vor den Mund. Nach seinem Bestseller „Weltmacht IWF“ legt Wolff jetzt mit „Finanz-Tsunami: Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“ noch eine Schippe drauf. Wer die Nerven hat, sich den Konsequenzen der „Märkten“ zu stellen, sei vorab gesagt: das Interview wird ihn erzürnen. Menschen, denen ihr Arzt empfohlen hat sie mögen sich schonen, sollten sich diese Ausgaben von KenFM im Gespräch sparen.

Inhaltsübersicht: 00:00:24 Das neue Buch: Finanz-Tsunami, ein Lehrbuch in Kapiteln 00:02:06 Das Ende des klassischen Finanzsystems 00:04:04 Historischer Diskurs: Was ist Geld? 00:07:37 Was ist eine Investment-Bank? 00:09:11 Die Wurzeln des Bankensystems liegen im Wilden Westen 00:15:11 Entstehung des Federal Reserve System, auch FED genannt 00:20:19 US-Banken finanzieren den 1. Weltkrieg 00:25:07 Kredite als Destabilisierungsfaktor in den USA & Europa 1914 – 1945 00:32:15 1945: Bretton-Woods Währungsordnung versus Triffin-Dilemma 00:38:12 Wer gegen der Dollar opponiert, bekommt Probleme 00:42:27 Der Beginn des Petro-Dollars und des IWF 00:47:28 Finanzkrisen der 70er bis 90er, neue Wege werden benötigt 00:52:19 Finanzderegulierungen mit Unterstützung der Politik 01:00:42 Bürger müssen kritischer werden, sich informieren, sich wehren 01:16:23 Finanzzusammenhänge aus den letzten 100 Jahren 01:32:23 Wann kommt die große Tsunami-Welle?

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Den möglichen Crash wird durch die Vierte Industrielle Revolution beschleunigt. Die Ethik ist endgültig abhanden gekommen


Vierte Industrielle Revolution

Während man heute noch möglichst 6- bis noch mehr Spuren aufweisende Autobahnen in die Städte plant, dort aber möglichst alle Parkplätze abschafft, überlegt kaum jemand in Wirtschaft und Politik über echte und zukunftsträchtige Alternativen nach. Und falls, ist es beim Volk bisher noch kaum angekommen! Man zentriert Arbeit und lässt tausende von Arbeitskräften antanzen (Pendlerkosten). Dezentralisation der Arbeit wäre ein wichtiges Postulat. Es würde neben den grossen Zentren auch in der Region Steuersubstrat abwerfen, mit allen Konsequenzen. Im Hinblick darauf, was uns noch blüht ist der „Steuerdeal“ aus Sicht AHV vermutlich eine gute Zwischenlösung. Die definitive Lösung kann momentan niemand voraus sehen, denn Roboter bezahlen keine Sozialversicherungsbeiträge, ausser es würde eingeführt! Was weltweit desbesüglich geschieht, wird wohl in die Betrachtung einbezgen werde müssen!

Wir können hautnah mitverfolgen wie eine neue Industrielle Reform, die vierte, im Entstehen ist! Die Rede ist von der grossen digitalen Transformation. Untertitel sind: Roboter, Drohnen, Künstliche Intelligenz KI, virtuelle un andere Realitäten, Schwarmintelligenz, usw.

Jörg Heynkes: „(…) Humanoide Roboter, Drohnen, Schwarmmobilität, künstliche Intelligenz, virtuelle und erweiterte Realitäten…
Wir leben, so Jörg Heynkes, in der spannendsten, aufregendsten aber auch gefährlichsten Zeit der Menschheitsgeschichte. In diesem Vortrag führt er vor Augen, wie tiefgreifend die Digitalisierung schon in naher Zukunft unsere Lebenswirklichkeit verändern wird. Er beschreibt die gewaltigen Chancen dieser „vierten industriellen Revolution“, die uns ganz neue Möglichkeiten geben wird, Probleme zu bewältigen. Er betont aber auch die Notwendigkeit eines radikalen Umdenkens. Denn wenn wir weitermachen wie bisher und nicht lernen, die neue Technik verantwortungsvoll zu nutzen, steuern wir auf den Abgrund zu.)“

Was gemeint ist und eine Zeitabfolge:

Es geht nicht primär was Atlas kann, es geht primär darum, wie Atlas gesteuert wird. Und es geht darum, zu wissen, dass das was Atlas kann, die nächsten 10’000 Atlas‘ ebenfalls können!

*****

Die Vögel brauchen sich um Digitalisierung, KI, usw. nicht zu kümmern. Sie haben dieses Problem nicht, denn ihre einzige Aufgabe ist die Bewahrung des Fortbestandes und nicht das Ziel, gierig mehr als andere zu haben, koste es was es wolle… Das was z. B. eine Meise kann, können alle anderen Meisen auch….!

Die folgenden Bilder wurden im Mai 2019 geschossen. Ab dem 22. 05. 19 war der Flugbetrieb eingestellt, ergo auseflogen! Der Nistkasten wurd von unserem Grosskind vor vielen Jahren in der Schule gebaut. Mit der Ausreise ins Ausland blieb der Kasten da. Seither haben jedes Jahr Kohlmeisen darin genistet. Dreimal kam es vor, dass nach der ersten Brut Blaumeisen einzogen und mit wenig „Zusatzpolster“ das bestehende Nest nutzten! Einmal wurde die frühzeitig verlassen.

Umgebung scheint sicher

Ob die Vögel in Zukunft ihre Aufgabe erfüllen können hängt vom Nahrungsangebot ab. Dieses wird weitgehend durch Unmengen von Produkten an „Pflanzenschutzmitteln“  wie Glyphosat und anderen der Grosskonzeren wie Monanto, –  Bayer, Syngenta& Co, eingesetzt durch die Landwirtschaft, eingeschränkt oder zerstört.  Dass in dieser Richtung etwas passiert ist erkennen wir daran, dass unsere Autoscheiben kaum mehr tote Insekten aufweisen. Selbst die Segelflieger haben festgestellt, dass die Torsionsnasen über viel längere Zeit sauber bleiben als vor 20 Jahren!

gestartet
Der eine raus, der andere rein!
Hat geklappt, es ist frei
Bald frei?
Ausflug

Kommentare:

„(…) Heynkes ist ein hervorragender Referent. Ja ich denke unsere “Enkelpersonen” werden sich in einer solchen Welt zurechtfinden oder zurechtfinden müssen. Schwarmmobilität ist ein interessantes Stichwort. Aber wie halten die ”Digitalisten” die “Nichtteilhabenden” und die wird es in Massen geben im Zaum?  Wohl mit “Schwarm” – Roboterkriegern. Also Jörg Heynkes hat die Fantasie angeregt und wir können jetzt an den Pensionärstammtischen “schocken”.
Die Industriegesellschaft wird Gewinner und Verlierer produzieren. Das ist heute und war gestern so. Am richtigen Ort zu sein wird die grösste Herausforderung sein. Wir werden ja sehen, als Zuschauer oder Betroffene.)“ (von O. B., Davos)

„(…) Wir erleben in unseren kurzen Jahren  wirklich fantastische Entwicklungen, am Boden, in der Luft und im Space, vom Mensch erzeugt.  Leider aber auch schreckliche  Ereignisse  rund herum auf diesem Globe, auch vom Mensch gemacht.  … … und zum Thema Windschutzscheibe und Insekten: Wir waren vor einigen Tagen auf der Autostrasse nach Zentral Texas, als uns ploetzlich mit einem Klapf die volle Sicht nach vorne limitiert wurde. Nach dem Stop fanden wir die Scheibe mit Honig ueberdeckt und viele tote wilde Honigbienen. Ein Schwarm muss auf der Suche nach mehr Blumen vom sicheren Flugweg abgekommen. Schlechter Staffelfuehrer, oder Ausfall der Sensoren! – (O. Sch., Arlington, Texas)


Waffenrecht

Die Ja-Sager zur Waffenrechtsinitiative machen es sich einfach. Bei einem Ja  betrifft es nach Ihnen niemanden nachteilig in der Schweiz. Dafür gewinnen alle: Wirtschaft, Tourismus, Sicherheit, und schliesslich wird der Wohlstand damit gefördert…. Es gleicht schon fast einer win-win-Situation um nicht gerade von einem einseitigen politischen Perpetuum mobile zu reden.

Aber eigentlich fürchten sich die Jasager davor, dass die Schweiz aus dem Schengenraum fliegen könnte. Da muss doch wohl eine Drohung in der Luft liegen! Duckmäuserisch will nachgegeben werden! Eine Folge von einstig falschen Verhandlungen mit der EU.

Sie meint dazu, Monika Rühl, Direktorin von Economiesuisse:

Waffenrecht Schengen

Wenn wir mit einem Ja nur länger bleiben können, handelt es sich ergo eh um eine befristete Angelegenheit! Warum die ganze Aufregung? Frau Rühl hat sich entsprechend geäussert!

So wird mit dem Volk umgegangen! Für wie blöd wird dieses eigentlich gehalten?

„(…) Für die Wirtschaft und den Tourismus steht viel auf dem Spiel am 19. Mai. Im Video erklären drei Wirtschaftsvertreter, warum ein JA zum Waffenrecht so wichtig ist. Jetzt Video ansehen!)“

Waffenrecht, Schengen, Reisen

Das freie Reisen ist zwar angenehm, aber auch contraproduktiv in Sachen CO2-Ausstoss, Wirtschaftsflüchtlingen und Kriminalismus. Es beisst sich in den Schwanz. Man will unbeschränkt reisen und CO2 ausstossen können. Um Letzterem ein grünen Anstrich geben zu können will man den Leuten, die ja frei reisen können, eine CO2-Steuer abknöpfen… reine Gewissensberuhigung.

Er sagt dazu,  Andreas Züllig, Präsident Hotelier suisse – zvg „(…) Ein Ja bei dieser Abstimmung ist für den Tourismusstandort Schweiz von zukunftsweisender Bedeutung…  Schengen ist nicht nur für die Schweizer Sicherheitsbehörden ein Gewinn, sondern auch für den Tourismus. …)“

Die Touristiker haben den Markt schon gepflegt, als es Schengen noch gar nicht gab. Man denke anden langjährigen Verkehrsdirektor  Kurt H.  Illi, der persönlich für die Stadt Luzern und die Region bis auf die Chinesische Mauer geworben hat. Ein Profi halt!

Bisher hat weder der Tourismus noch die Wirtschaft wegen des bestehenden Waffenrechts gelitten! Die nicht bewachten Aussengrenzen der EU fördern auch das freie Reisen Krimineller und Wirtschaftsflüchtlingen, was nun ja schon zur Genüge nachgewiesen wurde !

Kurt Rohrbach, der „Berner Chef der Chefs“ bläst mit dem Strom schwimmend ins Horn!  „Wichtiger Sicherheitsgewinn“ «Über 50 Fahndungstreffer pro Tag erhalten Schweizer Behörden auf diesem Weg. Allein aus der Schweiz wird das SIS rund 320’000 Mal abgefragt – und das jeden Tag» Das SIS ist ein Informationssystem, in dem gestohlene Gegenstände und Personen ausgeschrieben werden, die polizeilich zwecks Auslieferung gesucht werden, mit einer Einreisesperre belegt sind oder vermisst werden. Es ist davo auszugehen, dass auch Schengenstaaten an Schweizer Informationen interessiert sind. Um den Datenaustausch zu pflegen benötigt man ein entsprechendes gegenseitiges Abkommen und keine Erpressung! Trotz SIS ist der Fall des schweizerisch-spanischen Doppelbürgers Amri erst nachträglich ans Tageslicht gekommen! Wer hat versagt?

Man Stimme entspannt mit einem überzeugten Nein. Sie werden sehen, die Innovationskraft wird die „Schengenschranken“ und den „EU-Druck“ neutralisieren! Politiker, Touristiker, Reisende und Sicherheitsfachleute werden den Kopf etwas schräg halten, so dass die graue Masse in einer Ecke zusammen läuft und dann werden die entsprechenden Ideen zu neuen und sinvollen Strategieen führen!

Vielleicht wird der Schutz der EU-Aussengrenzen doch noch wirksam konzipiert!

Das Waffenrecht: «Das geht die EU nichts an»

„…) Der amerikanische Verfassungsgründer Thomas Jefferson wusste genau, warum ein liberales Waffenrecht elementar ist: «Der wichtigste Grund für die Menschen, ihr Recht zu behalten, Waffen zu tragen, ist, als letzter Ausweg, sich vor der Tyrannei der Regierung zu schützen.»…)“ Quelle


Eis- und Scheinheilige

Meteo Schweiz:  Aus der jahrhundertealten landwirtschaftlichen Erfahrung mit Frühjahrsfrösten entstand die Überlieferung der Eisheiligen. Der Witterungsregelfall, der an bestimmten Maitagen auftreten soll, lässt sich mit den Messreihen von MeteoSchweiz zwar nicht bestätigen. Trotzdem sind über den ganzen Mai regelmässig Frosttage zu beobachten. Quelle

Im Frühjahr stellen Frosttemperaturen vor allem direkt am Boden eine besondere Gefahr für die Landwirtschaft dar. Schäden an jungen Trieben und Pflanzen können zu erheblichen Ertragseinbussen führen. Frostwarnungen für die Landwirtschaft gehören deshalb zu den Standardaufgaben der Wetterdienste in den von Frühjahrsfrösten betroffenen Ländern.

Über Jahrhunderte traten in Mitteleuropa immer wieder Frühjahrsfröste auf, was zur Überlieferung führte, dass Mitteleuropa Mitte Mai häufig von einem Kaltluftvorstoss erfasst wird. Daraus hat sich der Witterungsregelfall der Eisheiligen entwickelt. Als Witterungsregelfall oder Singularität wird eine an bestimmten Kalendertagen mehr oder weniger regelmässig auftretende Abweichung vom mittleren jährlichen Gang der meteorologischen Elemente bezeichnet.

Eisheiligen, Scheinheiligen

Vermutlich aus dem Mittelalter stammt auch die Überlieferung des Zeitraums: Gemäss Beschreibungen in der Literatur fallen die Eisheiligen in Mitteleuropa auf die Tage vom 11. bis zum 14. Mai. Es sind die Namenstage von Mamertus, Pankratius, Servatius und Bonifatius. Als Abschluss dieser Kaltphase wird schliesslich die Kalte Sophie vom 15. Mai genannt. Laut Überlieferung soll der Frost nach den Eisheiligen für die Landwirtschaft keine Gefahr mehr darstellen. Mit der gregorianischen Datumsverschiebung 1582 haben sich auch die Eisheiligen verschoben, obwohl dies in der Literatur zu den Eisheiligen oft keine Beachtung findet. Wird hingegen die gregorianische Kalenderreform berücksichtigt, beginnen die Eisheiligen am 19. Mai, die Kalte Sophie fällt auf den 23. Mai.

Dass sich Bodenfrost ziemlich gleichmässig über den Mai verteilt, ist grundsätzlich seit über 100 Jahren bekannt. Julius Hann zitierte bereits 1906 in seinem umfangreichen Lehrbuch der Meteorologie eine Anzahl von Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass die Eisheiligen keine grössere Frostgefahr bringen als die anderen Maitage. Diese Untersuchungen stammen zu einem grossen Teil aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auch für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigen langjährige Aufzeichnungen von Frostschäden aus der Ostschweiz, dass keinerlei Häufung von Bodenfrost um die Eisheiligen festzustellen ist.

Bodenfrost im Mai

Tage mit Bodebfrosr im Mai

Die Scheinheiligen stehen nicht im Gegensatz zu den Eisheiligen. Scheinheilige sind etwas für sich (Wortbedeutung).

Welt der Scheinheiligen

Wir leben in Zeiten des Geltungsdrangs und der Selbstüberschätzung. Der Soziologe Thomas Druyen hat ein Buch darüber geschrieben – und es den „Treuen und Anständigen“ gewidmet.

Hahn auf Miststock krea. odh

Der eigensinnige und respektlose wichtigtuerische Angeber spielt mit seinem übersteigerten Geltungsanspruch den Überlegenen. Er will dominieren und will Recht haben. Er hat andauernd es nötig, Anerkennung zu finden und bestätigt zu werden.

Man lässt diesen Güggel  auf dem Misthaufen krähen, auf den er sich stellt. Es wäre falsch, von ihm angemessenen Respekt, eine ehrliche Anerkennung oder Rücksicht zu erwarten.

 


Robert Wyss hat sich auf den Born zurück gezogen

Robert Wyss, Segelfluglehrer

Röbi Wyss, 15. 03. 1942 bis 13. April 2019 Foto: odh)

Ein Leben für den Segelfug

Aufgewachsen ist Röbi in der kleinen Gemeinde Boningen (SO) auf einem Bauernhof. Das Dorf liegt im Gäu, am Südfuss des Borns (719 m ü. M.). Er hatte noch fünf Geschwister und er war der Jüngste in der Familie. Es zog ihn vom Hof weg. Bauer wurde sein älterer Bruder. Röbi erlernte den Beruf eines Maschinenschlossers bei der SBB in deren Werkstätten in Olten. Mit achtzehn begann für ihn die Segelfliegerei. Noch auf dem elterlichen Hof, baute er um 1968/70 herum einen ersten Segelflugzeuganhänger. Schliesslich wurde er hauptamtlich angestellter Segelfluglehrer. Dies gab es einst noch in Grenchen,  bei der Alpar in Bern und in Schänis bei der ASSAG. Über 35 Jahre drückte er der Fliegerschule Birrfeld im Bereich Segelflug seinen Stempel auf! Im Winter zog er Überstunden ein und ansonsten arbeitete er im Flugzeugunterhalt seines Arbeitgebers. War er da nicht, fand man ihn auf dem Flugplatz Olten.

Olten Flugplaatz

Ob er es wusste oder nicht, er war ein echter Dienstleister. Er setzte sich für andere ein. Die Devise, sie soll von Heinrich Pestalozzi: stammen, „Erziehen heisst, tausendmal das Gleiche sagen!“ traf wohl auf ihn zu.

Vertrauen ist gut, Kontrolle besser, Röbi während einer Kontrolle, Foto: odh

Er nahm es stets genau. Es passte nicht allen. Wer unterzieht sich in seiner Freizeit schon gerne einer pedantischen Ordnung?! Wer sich bemühte, sich in sein Konzept einzuordnen, dem war sein Goodwill gewiss. Ordnung und klare Linie, im Hangar und auf dem Flugplatz, waren so etwas wie seine Lebensversicherung.

An „Gelagen“ traf man Röbi äussert selten an! Er zog seine Linie fadengerade durch! Luxus war nicht sein Ding. Trotzdem mangelte es ihm materiell an nichts.

Die schnell lebige Zeit lasse Vergangenes, auch Bewährtes, schnell vergessen – wird gesagt. Es ist nicht die Zeit, sondern es sind die Menschen, die in der Informationsflut die Orientierung verlieren. Wichtiges, auch Bewährtes von Anderem zu unterscheiden, fällt offenbar vielen Menschen schwer. Dem Vergessen versuche ich etwas entgegen zu wirken. Freunde und gute Kameraden dürfen nicht auf dem Altar der Schnelllebigkeit geopfert werden! Ich weiss: „Blasen gegen Windmühlen! Doch der Versuch ist es wert!

Blasen gegen Windmühlen, Zchng: odh

Röbi war den Kampf gewohnt. Als Bauernbub wurde er nicht zur Bequemlichkeit und zur Verschwendung erzogen. Das Leben hat er gemeistert und im Beruf gab er stets das Beste, sei es als Maschinenschlosser, als Segelfluglehrer, oder als exakter, lizenzierter Flugzeugkontrolleur. Seine Arbeitgeber konnten sich die Finger ablecken! Er war selbständig und er wusste, was wie zu tun war. Das ihm anvertraute Material war „seines“! So überliess er nichts dem Zufall. Er wusste z. B., dass die selbst gestrickten Schleppseile von Ernst Hümbelin nach weit über 4000 Starts auf einer ausgetrockneten Graspiste immer noch brauchbar waren. Auch die Kameraden „seiner Segelfluggruppe Olten begannen zu begreifen, was Röbi alles geleistet hatte! Als sie eine Milchmädchenrechnung anstellten, reichte eine halbe Million Franken nicht aus…

Röbi mit Guido Wälhli vor der Dimona – man kennt einander! Foto: Archiv Urs Meier

Müsste ich zu Röbi passende Items suchen, kämen mir spontan die folgenden in den Sinn: wortkarg, ehrlich, authentisch, geradlinig, exakt bis pedantisch, oft etwas stur, seriös, sehr hilfsbereit, vorausschauend und absolut zuverlässig. Ein Mann der Rede war er nicht aber ein Mann der Tat.

Wertschätzung, Foto: Archiv Urs Meier
Slowenien 2016, Foto: Archiv Urs Meier

Röbi war gegen sich selbst streng, doch wusste er das Leben auf seine Art zu geniessen. Über Mittag war eine obligatorische Ruhepause, möglichst am Schatten, angesagt. Näher an sich heran liess er nur ganz wenige. Nach einem anstrengenden Fluglehrertag mit vielen Platzrunden, verzog er sich pünktlich nach Feierabend. Am Abend allenfalls noch „das Ohr am Boden“ für seine Schützlinge zu haben, war nicht seine Aufgabe. Der Arbeitstag musste dafür genügen. Lieber genoss er auf dem Surfbrett die Wellen des Hallwilersees.

Am Arbeitsplatz in der ASK 21 – Foto: Archiv Urs Meier
Röbi vor seiner ASW-19, Foto:Foto: Archiv Urs Meier

War nicht Surfen angesagt, eilte er nach Olten, wo er das Flug- und Hilfsmaterial „seiner“ Segelfluggruppe stets à jour hielt. Gehilfen brauchte er kaum. Er arbeitete lieber alleine. So wusste er, dass es gut war. Er führte keine Arbeit ein zweites Mal aus! Mussten Flugzeuge zur Grundüberholung, z.B. nach Slowenien gebracht werden, Röbi stand zur Verfügung. Er hatte und nahm sich die Zeit! Bei der SG Olten war Röbi bis kurz vor seinem Tod als „guter Geist“ im Einsatz. Er wirkte im Hintergrund, alle profitierten davon!

Unterwegs zum Glderservice mit Urs, ein Sandwich musste genügen! Foto: Archiv Urs Meier
Man traf Röbi auch im Nationalen Segelfugwettbewerb an! Foto: Archiv Urs Meier

Ausserhalb der Saison zog es ihn z.B. nach Samaden, oder nach Ungarn wo er in seiner ASW – 24 das Engadin (Samaden) oder die weiten Ebenen im Lande Attilas, z.B. in Györ, aus der dritten Dimension für sich eroberte. Das war die Art, wie er dem Käfig von tausenden von Schulvolten entfloh.

Othmar Schaffroth, Charles Bachmann, Erwin Mit oltener Kollegen, von links: Erwin Lehmann, Urs Meier, Markus Engeler und Robert Wyss, Foto: SG Olten

Mit einer Crèmeschnitte vom Beck konnte man Röbi nicht reizen, aber etwas Selbstgebackenes wusste er sehr zu schätzen! Administration, bzw. „Papierkram“ mochte er nicht. Er war froh, dass es „Fremdarbeiter“ gab, die sich den FVS-Kursen annahmen. Ich war einer von denen und lernte Röbi näher kennen und schätzen.

Auf einer Wanderung, Foto: Foto: Archiv Urs Meier

Segelfluglehrer sind meist fit. Einsteigen, Platzrunde, Aussteigen, Flugzeug zum Startplatz zurückstossen… – Sisiphos – ! Und dies vom Morgen bis Feirabend. Den Ausgleich suchte sich Röbi auch in der Natur. Nicht um sonst, wies sein Flugbuch 11601 Flugstunden und 56023 Landungen auf! Das ist der Bereich Segelflug. Man müsste noch den Motorflug dazu zählen!

Kompromisse mochte er nicht: Als wir einst gleichzeitig unseren 2-wöchigen Kurs durchführten, musste er anstelle Scheibe’s SF 25 B-Falken,  ein anderes Flugzeug auf Eignung im harten Schulbetrieb probieren. Es sah wie ein Plagiat des Falken aus. Noch mehr Spannweite bei gleich starkem Motor. Dass der Uhu ein regenunenmpfind-liches Profil aufwies, war aus Distanz das einzig Positive, was ich dem Typ abgewinnen konnte. Denn die sehr harte Landung mit einem flotsch nassen Falken, verbunden mit einer Vergaservereisung hatte ich samt meinem Rücken hinter mir. Das „Geschwür“ passte ihm nicht. So liess er vielleicht einen seiner Schüler etwas länger gewähren und konnte den „Härtetest“ schlisslich nicht mehr verhindern. Es gilt, in solchen Momenten, sanft aber bestimmt einzugreifen! Nach einer sehr harten Landung, die ein Falke problemlos geschluckt hätte, war die Übung vorbei. Der S…..o musste auf die Böcke. Es gab viel Holzarbeit!  Nachträglich gab es Fragen… auch an mich. Da ich während der fraglichen Phase mit einem Schüler im Ausschweben vor der Landung war, hatte ich „leider nichts Genaues“ gesehen.

SZD 19 Bocian –  musste man gesehen haben! Foto: Archiv Urs Meier

Deformation professionelle, hier der SZD-9 Bocian (Storch) oder nach unserer Redeart der „Bock“. Gab es etwas zu lernen, Röbi war zur Stelle und er achtete darauf, dass es gut kam!

Man erinnert sich:

Röbi mit seinem Team – Segelflugkurs, Birrfeld anno 1967 v. li. …? Röbi Wyss, Billy W., Elisabeth N. (Foto)

(…) Röbi Wyss habe ich als sehr pflichtbewussten Fluglehrer wahrgenommen, war ich doch selber noch eher eine „strebsame Schülerin“. Aber mit meiner Kollegin Billy konnte er sehr gut rumalbern, die beiden hatten es immer sehr lustig zusammen. Als die beiden einmal viel zu kurz kamen, und wir schon meinten, wir müssten sie auf der anderen Seite der Strasse holen, tauchte die Rhönlerche plötzlich wieder knapp über dem Maisfeld auf, um dann gleich nach der Strasse auf die Wiese abzusacken. Wir hatten etwas Angst, die beiden hätten sich verletzt, aber sie stiegen prustend lachend aus der Rhönlerche aus …)“.

Parallel zu Röbis Kurs fand ein L+A-Kurs Kunstflug-S unter der Leitung von Fritz Bigler und Werner Ledermann statt. Röbi fand es weniger lustig, wenn sich einige „Jungspunde“  aus der Reihe der Segelfluglehrer einen Spass daraus machten, die zwei Damen aus dem Konzept zu bringen … ;-).

S. …: (…) Ich sah in Röbi stets das gute Vorbild. Nichts konnte ihn aus der Ruhe bringen. Seine Gelassenheit wies darauf hin, dass er in vielen Dingen über der Sache stand.)“

H…: (…) Es hat nicht sein sollen – wollte ich Röbi doch nochmals sehen. Er war sehr gefasst. Ich solle ihm später wegen eines Termins anrufen… Nun hat er abgeschlossen, sein Leiden ist vorbei. Ich lernte Röbi schätzen und verstehen. Noch etwas besser wurde das Verständnis, als einige Einzelheiten seiner Biografie zu Tage kamen. Ich will mir das Bild, wie ich es hatte, bestehen lassen! )“

R…: (…) Ja, …, Röbi wird mit einem wunderschönen Segler unterwegs sein!

*****

Finstere Zeit, Foto: odh

Seine Krankheit trug er tapfer und mit Geduld. Schliesslich hatte er ihr nichts mehr entgegen zu setzen. Er trug sein Schicksal gefasst. Dabei durfte er aber auf Getreue zählen, die ihm in den letztenTagen wichtigen Beistand leisteten. Es war vielleicht etwas, was er zuletzt erwartet hatte! Seine Ruhestätte wird „sein“ Hausberg, der Born sein. Er wird ihn wohl behüten! – Finstere Zeit – und danach, einfach nichts? Es gibt vielleicht etwas, hinter dem vermeintlichen Nichts. Andeutungsweise können wir es erahnen – eine Frage des Wollens!

(…) Ich bin von euch gegangen, nur für einen Augenblick,
und gar nicht weit.
Wenn ihr dahin kommt, wohin ich gegangen bin,
werdet ihr euch fragen, warum ihr geweint habt.)“

von Antoine de Saint-Exupéry

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein (Reinhard Mey)!

Welle über OW, Mitte 70-er Jahre, Chrigu Hählen, SG Nidwalden

Adieu Röbi, während eines Vierteljahrhunderts, trafen wir uns regelmässig, wenn wir parallel je einen Segelflugkurs leiteten oder an Treffen mit dem BAZL oder an Veranstaltungen des AeCS. Warst stets ein guter Kamerad!

Herbie Odermatt

 

Allen, die zu diesem Portrait beitrugen, gebührt mein herzlicher Dank!


Genau hingeschaut