Eiger Nordwand – 1962

Eiger Mönch u. Jungfrau. Foto: Jungfraubahn

Majestätisch steht das Berner Urgestein auf festem Grund. Es zog Bergsteiger schon früh in seinen Bann. Die Eigernordwand war auch für vier Urner Bergsteiger ein ersehntes Ziel. Es waren dies: Josef Jauch, Josef Zurfluh aus Intschi, Franz Gnos aus Bristen und Franz Jauch sen. Die Vier waren ein gut eingespieltes Team, das sich auf unzähligen Bergtouren und Besteigungen zusammen fand. Sie waren nicht auf Publizität aus. Die Leidenschaft war ihr Fron. Freiheit, Berge und Kameradschaft waren, was sie suchten! Unter Wikipedia findet man keinen Eintrag über sie.

Franz Jauch sen. Jg. , erzählt:

Bergfahrten im Sommer und Winter – Franz Jauch

17. August 1962 kamen mein Bruder Josef und ich von Zermatt her, wo wir das Matterhorn bestiegen hatten, um 13 Uhr in Grindelwald ein. Der Eiger, das neue Ziel ist greifbar nahe. Es sollten noch Josef Zurfluh und Franz Gnos zu uns stossen. Dann war unser Quartett vollzählig.

Grindelwald – Da müssen wir Proviant einkaufen und zwar für 4-5 Tage. Brennstoff, Büchsenfleisch, Margarine und Brot. Schwer beladen steigen wir gegen Alpiglen. Dort, im Bergrestaurant, kehren wir jedoch nicht ein, denn wir wollen unbemerkt an unser Vorhaben gehen. Unter der Wand in einer Wiese lassen wir uns nieder. Es wird verpflegt. Der Nebel hängt bis ins erste Eisfeld hinunter. Immer wieder beobachten wir die mächtige „Mauer“ vor uns. Hie und da poltern Steine herunter. Auf Sepps Vorschlag wechseln wir zu einem Älpli, wo es Hütten hat. Dort wollen wir übernachten. Die Alphütten sind einfach. Einen „Obergaden“ gibt es nicht. Wir suchen daher einen geschützten Ort im Freien unter einer Arve. Schnell sind wir im Schlafsack. Doch um Mitternacht beginnt es zu regnen! Es folgt ein Wechsel in einen nahen Stall wo es etwas Heu hat. Es regnet und am Morgen hat es Nebel bis ins erste Eisfeld hinab. Etwas länger liegen bleiben schadet auch nicht! Nichts zu wollen! Dann also doch aus der Pfanne! Josef war vorübergehend weg. Er holte sich in Alpiglen Zigaretten. Eine Wegweite dauert eine halbe Stunde. Nun wird eine kräftige Suppe vorbereitet. Dann kommen zwei Sennen. Sie bedeuten uns, dass wir die Hütte verlassen sollen. Selbst gutes Zureden durch Josef half nichts. Wohin es denn gehen soll war die Frage an Josef. Er deutete hinauf, in die Wand. „Ja was weyt dièr jetzt hiè obsi, da chämèt èr niè ufi!“ Jetzt ging es darum, einen neuen Platz zu suchen und zu beobachten, ob die zwei Kollegen angekommen sind. Schliesslich treffen sie Zurfluh und Gnos. Sie bringen gute Wetternachrichten. Gemeinsam gehen sie hinab ins Bergrestaurant. Eine Rösti mit Schüblig wird bestellt und ein Liter Roten vom „Besseren“! Im Restaurant sind fast alle Plätze besetzt. Die nette und sehr freundliche Wirtin fragt, ob es etwa in die Wand gehe. „Keine Spur, wir sind nur stille Bergwanderer!“ bekam sie zur Antwort. Es wird gebechert und um 22 Uhr sind wir in sehr guter Laune. Niemand denkt mehr an die „Wand“ und deren Gefahren. Auch die Serviertochter ist ein nettes und freundliches Mädchen (träumen sei gestattet). Um Mitternacht verziehen wir uns singend und lachend in die „Gemächer“, ins Massenlager des Restaurants. Nachts sind noch keine Sterne zu sehen. Am schönen Wetter zweifeln wir darum noch. Tagwache ist für 3 Uhr vorgesehen. Doch Wein und wenig Schlaf verderben den Plan. Verschlafen! Ein strahlend schöner Tag begrüsst uns. Es packt uns die Eile. Um 7 Uhr sind wir bereits vor der Hütte und beeilen uns fürs Morgenessen. Schon etwas knapp, wenn man auf den Eiger will! Dieser zeigt sein ganzes Gesicht. Langsam steigen wir zur „Wand“ hinauf. Es ist sehr kühl, was ein gutes Zeichen für beständige Witterung ist. Am Einstieg werden die Packungen nochmals überprüft. Unnötiges Material wird unter einem grossen Stein deponiert. Wir wollen nicht zu viel Gewicht durch die Wand schleppen. Es stossen zwei Östereicher, sehr freundliche Alpinisten, zu uns. Sie mustern unsere Ausrüstung und fragen um Aschluss an unsere Gruppe. Vorerst willigen wir nicht ein. Wir kontrollieren auch ihre Ausrüstung. Beide sind sehr gut voebereitet. Sie haben sogar wasserdichte Anorackanzüge. Einer der beiden gibt uns eine 40 Meter lange Rebschnur mit. Wir sollen diese am Hinterstoisser Quergang einhängen. Dieses Seil lasse er hinten. Wir sollen voraus klettern, weil wir einen Teil schon kennen würden. Sie kämen hinten nach. Abgemacht: Um 11 Uhr steigen wir zum „Schwalbennest auf, biwakieren dort und morgen, je nach Wetter, gehts dann weiter, „ans Eingemachte“! Punkt 11 Uhr am 19. August beginnt der Aufstieg durch steile Geröllhalden in die gefährlichste Wand der Alpen. Wir waren gut vorbereitet was das Handwerkliche betrifft und die Route hatten wi gut studiert. Wir folgtem der Heckmair -Route.

Heckmair-Route

Das Wetter war wundervoll. Am Morgen war es sehr kühl, das verhiess, dass es mehrere Tage so bleiben würde. Aber die Meteorologen haben eine Störung über Frankreich gemeldet. Die beiden Österreicher folgen mit etwas Abstand. Es müssen zünftige Gänger sein. Die Ausrüstung bestand für beide Seilschaften aus 80 m Nylonseil 11 mm, 100 m Rebschnur, 7 mm, 20 Felshaken, 10 Eisröhren, 10 Eisschrauben, Eispickel, Biwaksack, gute Wäsche, gutes Schuhwerk und Steigeisen. Der Proviant war sehr einfach bemessen: 1 Kg Speck, 1 kg Brot und Margarine sowie Pflanzenfett, Dörrfrüchten und Tee. Ein Benzinvergaser und das nötige Reinbenzin dazu. Jeder hatt ein Gewicht von 15-18 kg bei sich.

Aufstieg, die ersten 600 m sind nicht so schwer und werden ohne Seil zurück gelegt. Es geht über einige Schneefelder hoch zum ersten Pfeiler. Einige Platten werden überklettert. Weiter geht es weiter zum Jerschrumen Pfeiler. Da, bei der ersten Biwakhöhle schalten wir einen kurzen Halt ein und stärken uns mit kaloriehaltiger Kost. Es wird angeseilt. Die Platten sind nämlich manchmal vereist und verlangen grosse Vorsicht. Es geht hinauf zum schwierigen Riss. Einer der Österreicher jammert. Ihm sei es ganz dämisch, d. h. schlecht. Vermutlich hat er Schneewasser getrunken. Beide sind jedoch hervorragende Kletterer. Es geht weiter zum schwierigen Riss, eine sehr schwierige Kletterei vom 25 Metern mit 5+ auf der Schwierigkeitsskala.

Grandios sieht die rote Fluh aus (überhängend)! Sie ist an die 500 m hoch und senkrecht. Ein Band führt vom Riss nach links zum Hinterstoisser Quergang. Hier hängen viele Seile drin. Der Quergang ist 40 Meter lang. Josef zieht das Seil ein, das ihm der Österreicher mitgegeben hat. Dieser Quergang wurde den vier ersten zum Verhängnis. Hinterstoisser zog das Quergangseil ein, als das Wetter umschlug und Schnee auf die Platten fiel, konnte er diese zum Rückzug nicht mehr bezwingen. Sie kamen alle ums Leben; Toni Kurz, Anderl Hinterstoisser, Willy Angerer und Edi Rainer.

Eine Schlüsselstelle: der Hinterstoisser Quergang; Bild: Bergsteiger => 70 Jahre Eiger Nordwand

Am Quergang hört man bereits Steine über dem Kopf in die Tiefe sausen. Um 16 Uhr 30 erreichen wir als die ersten das Schwalbennest. Zurfluh und Sepp kommen als zweite, am Schluss die beiden Östereicher. Wir hätten zeitlich noch weiter klettern können. Des mörderischen Steinschlages wegen müssen wir aber einstellen. Die Sonne scheint jetzt in die Wand und löst Steine und Eis die nach ein paar Mal aufschlagen zu kleinen Splitern zerfallen. Guter Humor herrscht unter uns sechs Bergesteigern. Josef kocht Tee. Der Durst macht sich bemerkbar, wahrhaft vom guten Wein, den wir letzte Nacht getrunken hatten. Wir anderen richten uns ein für die Nacht. Die beiden Österreicher richten sich links von uns einen Sitzplatz ein, den sie aus dem Eis herauspickeln und legen eine Art Kissen drauf. Dazwischen kommt ein weiterer Brocken. Jeder der sechs hat nun Platz zum Sitzen, nicht mehr! Von Schlafen in einer solchen Stellung kann kaum die Rede sein. Wir hätten in 20 m Entfernung genug Wasser bekommen, aber kein Mensch wollte es wagen, so heftig war der Steinschlag. Das Schwalbennest ist eine überdachte Nische. Da hat man Schutz genug vor Stein- und Eisschlag. Alle Tonarten hört man. Von der Bassgeige bis zur Violine. Das ist höchst interessant – richtige Eigermusik! Die Sonne sinkt langsam unter den Horizont und kündet uns für morgen einen wunderbaren Tag an. Das ist ein herrliches Naturschauspiel, das man nur in der Eigerwand erleben kann! Die Nacht sinkt herab. Unten sieht man die tausend Lichter von Grindelwald. Um 10 Uhr erstarrt alles zu Eis. Das Wasser hört man nicht mehr rauschen. Der Steinschlag hört auf, Gegen 11 Uhr geht der Mond auf. Gespenstisch wirkt die Landschaft bei Mondschein. Zwischen durch hört man die österreichischen Kollegen etwas murren. Gegen Morgen fällt die Temperatur weit unter den Gefrerpunkt. Ein kühler Wind weht aus der Wand. Der Tag bricht an. Wundervoll geht die Sonne an den Bergspitzen auf und vergoldet den Horizont. Josef schmilzt Schnee und kocht Tee. Die anderen essen nahrhafte Kost. Speck, Brot und Dörrfrüchte auch die Kollegen aus Austria verpflegen. Kollege Zurfluh hat sogar ein halbes Poulet dabei! Wir sind alle bei sehr guter Stimmung, trotz der kalten Nacht. Um 6 Uhr nehmen die österreichischen Kollegen als erste Seilschaft den Aufstieg. Die Route führt durch das erste Eisfeld zum Eisschlauch. Das ist der Übergang vom ersten zum zweiten Eisfeld und ist ziemlich schwierig. Josef und Zurfluh steigen nach. Gnos und ich bilden die letzte Seilschaft. Oben im Schlauch ist schon Warten angesagt. Was ist da los? Mit uns sind noch drei weitere Kameraden in der Wand. Baumann Nick vom akademischen Alpenclub Aarau und zwei Deutsche. Diese sind am späten Abend im Schwalbennest eingetroffen und da sie keinen Platz mehr hatten, stiegen sie noch 2 Seillängen hoch. Unter einem schmalen Felsvorsprung bezogen die drei ihr Biwak. Wir stellten fest, dass diese Lage viel die schlechtere als die unsere war. Zu neunt im zweiten Eisfeld, das ist zu viel. Es gibt bereits Verzögerungen. Voraus geht Nick als erste Seilschaft. Stufen werden geschlagen und Sicherungsplätze ausgehauen. Nach jedem Pickelschlag spritzt das Eis in tausend Stücke. Dem einen Österreicher wird es zu bunt, weil es ihm zu langsam vorwärts geht. Unglaublich, das ist ein Eisgänger wie ich noch keinen gesehen habe. Er klettert direkt hinauf zu den Randfelsen. Sofort steigen wir ihm nach. Alle zwanzig Meter ein Stand und ein Haken! Wie man so hinauf schaut, denkt man an zwei Seillängen. Aber oha, es sind acht mal vierzig Meter! Der moderne Eisgänger macht keine Stufen mehr ins Eis. Vorne an den Steigeisen befinden sich zwei Frontalzacken. Diese werden mit den Schuhen ins Eis hinein geschlagen. Mit dem Pickel und einem Eisrohr in der anderen Hand sind wir hoch gestiegen. Von den Standplätzen die ich aushauhe sausen Eisbrocken in die Tiefe und den Kameraden unten direkt auf den Helm. Sie jammern und fluchen deswegen. Nick quert das Eis in der Mitte schräg gegen die Bügeleisenkante. Dies erfordert mehr Zeit. Über uns kreist ein Adler! Um 13 Uhr erreichen wir die Bügeleisenkante. Schaum mal hinauf, dort oben sind noch weitere Vier! Welcher Nationaltät die wohl angehören? Hier an dieser Kante ist die Steinschlaggefahr sehr hoch weil die Steine im direkten Flug dreihundert Meter weit von der „Spinne“ herab sausen. Das dritte Eisfeld, fast senkrecht, sieht bös aus. Wir versuchen rasch zu queren und stehen unter Dauerbschuss von herab fallenden Steinen. Kollege Zurfluh hat es nicht leicht. Er muss hinter uns sämtliche Eis- und Felshaken ausreissen. Dies erfordert viel Kraft. Dann wollen, die österreichischen Kollegen, dass ich mal vorsteige. Die ersten Seillängen durch die Rampe gehen leicht von der Hand. Eine Verschneidung zieht sich bis zum Wasserfall hoch. Wir stossen wir auf zwei weitere Bergsteiger. Es sind Deutsche. Sie wollen hier nächtigen und das schwere Stück vor ihnen morgen in Angriff nehmen. Nebelschwaden schleichen umher.

Durch den Wasserfall müssen alle hindurch. Er besteht aus einem Halbkamin und ist oben überhängend. Ich schlage einen Standhaken. Der eine Österreicher traut der Sache nicht ganz, lässt sich aber überzeugen.

Sepp und Zurfluh erkundigen sich über die Situation. Es ist streng. Nach weiteren dreissig Metern gibt es ein guten Stand. Franz ist rasch da. Auch der österreichische Kollege klettert schnell nach. Oben hängt eine Eiszunge über uns, blank wie Glas. Wasser schiesst herunter. Es dringt in alles hinein , durch die Ärmel durch die Kleider bis in die Schuhe. Gnos Franz füllt eine Feldflasche ab, damit wir nacher ein Tee kochen können. Der österreichische Kollege erkundigt sich. Es geht hier, doch sollte man die Steigeisen einsetzen! Ich bin noch ohne Steigeisen drin und muss Stehschlingen einhängen. Gnos klettert zu mir nach und übernimmt die Führung für die nächsten vierzig Meter. Dann ist der obere Teil der Rampe erreicht. Es ist 18 Uhr. Es wird das Biwak eingerichtet. Josef und Zurfluh kommen nach. Das war aber happig! Sofort beginnen wir uns einzurichten. Die beiden aus Austria, drei Meter über uns, Zurfluh und Josef richten sich auf der Kante ein. Unter ihnen: 1400 Meter direkter Abgrund. Sie sind an nur einem Haken gesichert! Alle sichern sich. Ein schmaler Felsvorsprungschützt vor Steinschlag. Sepp, der Koch, bereitet uns einen heissen Tee zu. Wir stellen fest, dass wir viel zu wenig Brennstoff mit uns haben. Schlecht berechnet! Die Dämmerung fällt herein. Von Westwn ziehen Gwitterwolken auf. Es wird eine spannenden Nacht werden, wie wir sie noch nicht erlebten. Hoffentlich hält das Wetter bis zum nächsten Mittag! Dann kommt alles gut.

Das Spektakel beginnt mit Wetterleuchten. Wir schlüpfen in die Schlafsäcke. Gnos und ich haben eine sehr unbehagene Stelle ausgesucht. Das Seil welches um die Brust gewickelt ist, drückt heftig. Hie und da hört man die anderen wieder etwas murmeln. Die Zeit scheint still zu stehen. Nach Mitternacht donnert es dauernd. Und das Unwetter kommt näher. Ab und zu schaue ich aus dem Schlafsack hinaus. Sterne sind nicht mehr zu sehen. Die Temperatur ist zwar noch behaglich, liegt aber schon unter dem Nullpunkt. Kein gutes Zeichen! Ein Wetterumsturz bahnt sich an. Am Morgen hüllen uns dunkle Wolken ein. Die Sicht ist praktisch „Null“, der Vorhang „überoben“ hat sich geschlossen. Der Kocher schnurrt. Eis wird geschmolzen um Tee zuzubereiten. Der Apetit ist uns vergangen! Nur der Durst meldet sich. Trockene Kehlen! Wir rüsten uns und überlegen einen Rückweg. Nein, da steigt niemand hinab. Lieber fünf hundert Meter nach oben, als 1400 Meter hinunter! Wir offen, dass der Nebel verschwindet um freie Sicht zu bekommen. Oben am Anfang des Götterquergangs entdecken wir in Rufweite zwei weitere Kletterer in der Wand. Ob sie sich auf dem richtigen Band befänden, welches zur Spinne führe, wollte unser österreichischer Kamerad wissen. Als Antwort kam ein „Ja“ auf hochdeutsch. Der zweite antwortet etwas in unbekannter Sprache. Die Wand wird bereits wieder eingenebelt, wohl für immer! Um 6 Uhr 30 beginnen wir mit dem Aufstieg durch das steile Rampeneisfeld bis zu einem Riss. Reihenfolge: Gnos/Jauch, dann beiden österreichischen Kameraden und Zurfluh/Josef am Schluss.

Es beginnt zu schneien und zu stürmen, wie wir es im Sommer noch nie erlebten. Bei diesem Schnee steigt der Schwierigkeitsgrad mindesrens um einen Punkt an! Nach einer Stunde fahren bereits die ersten Lawinen zu Tal! Der Götterquergang an die dreihunder Meter lang, sieht warhaftig göttlich aus!

Einer der ersten Seilschafte muss uns entdeckt haben. Er ruft seinem Kumpel zu: „sie kommen, sie kommen!“ Von da an übernimmt der österreichische Kollege die Führung. Meisterhaft und sicher geht er vorwärts. Wir klettern sofort nach. Plötzlich wird der zweite Östereicher unsicher und redet von herunter fallen. Sein Kollege muntert ihn auf. Wir haben eben die „Spinne“ erreicht. Das ist ein Eisfeld, welches um 60° bis 65° steil ist und wie ein Trichter geformt ist, der alle Steine und Lawinen kanalisiert. Weiter führt der Vordermann durch die Spinne. Das Eisfeld ist um die einhundertzwanzig Meter lang. Der Sturm tobt unheimlich weiter. Etwa viertelstündlich geht eine Lawine durch die Spinne ab! Der Schneesturm ist so stark, dass die Sicht oft kaum einen Meter weit reicht! Josef wurde von einem Stein am Arm getroffen. Eine dukelblaue, von Blut unterlaufene Stelle ist das Ergebnis. Es hätte mich fast aus dem Stand geschlagen! Die Zeit drängt! Das obere Ende der Spinne ist erreicht! Die ersten Kletterer sind eingeholt. Jetzt sind wir acht Kletterer hier oben in den Ausstiegsrissen. Einer der beiden redet hochdeutsch, der andere englisch. Nun werde ich zum Führen aufgefordert. Wir bilden eine Achterseilschaft. Schneefall, Kälte und schwerer Fels lassen uns nur langsam Höhe gewinnen. Die Hoffnung, den Gipfel noch diesen Abend zu erreichen ist gross. Oben, in den Ausstiegsrissen ist es sehr schwierig und zudem stark vereist. Ich steige hinauf. Die Kräfte verlassen mich langsam, als ich den Karabinerhaken einhängen wollte. Verdammt, da stürze ich ab, ist mein Gedanke! Franz hält, ja er hält mich. Ich finde Halt. Die Beine zittern vor Schreck, Glück gehabt! Franz erkannte die Situation sofort und zog das Seil schnell ein. Nun geht unser östreichischer Kamerad voraus. Sicher und zuverlässig nimmt er die nächste Strecke in Angriff. Bald ist er oben. Er hat den Vorteil, dass er um einiges grösser ist. Gnos geht nach. Die Reihe ist an mir. Ich klettere unsicher wegen des Sturzes, von dem ich mich noch nicht erholt habe. Es ist bereits später Nachmittag. Nach dieser Seillänge ist ein Quergang nach links. Durch kurzes, schräges Abseilen gelangt man in eine Verschneidung. Jetzt übernehme ich wieder die Führung. Ich steige durch die Verschneidung und wie ich oben in der Mitte bin, kommt wieder Unsicherheit auf. Lawinen stürzen über und durch die Verschneidung hinab. Ich rufe, ich käme nicht mehr weiter. Der Österreicher klettert zu mir nach und fragt ob ich Stand hätte, was ich bestätigen kann auch wenn dieser eher eng ist. Er klettert vor und nimmt mich zu einem sicheren Stand. Von hier seile ich Gnos nach, der auch bald da oben ist. Der Österreicher steigt weiter. Gut sichern, sagt er noch. Dann entschwindet er meinen Blicken. Nach einer Weile ruft er, er habe Stand und sei oben. Der zweite Östereicher klettert zu unserem Stand nach und meldet, ein Schweizer sei verletzt, er glaube, er habe ein Bein gebrochen. Das hat uns gerade noch gefehlt und Gnos flucht. Die Hoffnung, den Gipfel heute noch zu erreichen schwindet. Von unten hört man Rufe, doch man kann nichts verstehen. Der Österreicher kommt zurück um sich zu erkundigen was passiert sei. Er seilt sich noch weiter ab kommt aber sofort wieder zurück. Dann ruft er, er soll nun nachkommen, denn wir wollten alle aus dem Loch hinaus. Ernut nehmen wir Rufe von unten wahr doch der Sturm übertönt diese Rufe. Man kann nichts verstehen. Gnos und ich wollen da w arten. Wir ermuntern den zweiten Österreicher, weiter zu steigen. Guter Rat teuer. Gnos kann mich gut sichern. Da werfe ich 40 Meter Seil aus und seile mich durch die Verschneidung ab. Von da steige ich durch durch den Quergang hoch. Der Deutsche und ein Kollege befinden sich über der schweren Stelle. „Was ist da nur los, wollt ihr nicht weiter?“ Zurfluh und Jauch sind noch ganz unten und unter dem Überhang. Und es herrscht ein Seilgewirr. Sie sitzne da unten. „Wollt ihr hierr biwakieren?“ Der deutsche Kollege ruft mir zu: „Seppel will gar nicht mehr nachsteigen!“ „Doch ich werde schon kommen!“ sagt Sepp. Von oben hätte jemand „Biwakieren“ gerufen. Sepp ist beim Überhang abgestüzt und hat sich ein Bein verstaucht. Ich will jetzt einfach helfen. Die Östereicher haben uns ein 60 Meter langes Seil zurück gelassen und sind nur mit einem Seil nach oben gestiegen!“ Das Seil wird so eingehängt, dass es leicht durch den Karabiner gleitet. Josef kommt als erster hoch und quert in die Verschneidung. Von da wird er von Franz nach oben gezogen. Das Gleiche geschieht mit Zurfluh. Die anderen zwei sind sehr aufgeregt und gar verängstigt. Sie glauben, wir würden sie verlassen. Seile links ab in die Verschneidung. Die Nacht bricht herein. Ein Biwak in derart nassen Kleidern und keinem trockenen Faden am Leib erscheint furchtbar zu werden. Beide sind bei mir unter einem Felsvorsprung an der Verschneidung. Ich schlage einen Standhaken ein. Hier wird biwakiert. Hochklettern bringt jetzt nichts. Wir lassen sie im Seil hinten und ziehen sie am Morgen hoch.

Da murmelt jemand etwas in Englisch. Ich verstehe es nicht. „Hochziehen!“, rufe ich. Wie ich oben bei den dreien bin, ist es schon dunkel. Das Biwak sieht bös aus. Sitzen ist unmöglich! Haken werden eingeschlagen. Die Steigeisen  dürfen wir nicht ausziehen! Der Magen knurrt, weil wir den ganzen Tag nichts gegessen hatten. Kochen geht auch nicht. Sepp stellt fest, dass der Brennstoff ausgegangen ist! Die Kehle ist so trocken, dass keine grobe Kost zu sich genmmen werden kann. Sepp begnügt sich mit Schnee und Zucker. Gnos und ich nehmen Schnee und Ovosport zu uns. Zurfluh meint, wenn er nach Alpiglen komme, werde er als erstes einen Liter Glühwein trinken… Es schneit unentwegt weiter. Ob die Östereicher den Mittelegigratt schon erreicht haben? Mich befällt leichtes Fieber. Gnos und Sepp stehen schüttelnd und frierend etwas unterhalb von uns. Zurfluh sagt zu mir, es stimme etwas mit seinen Füssen nicht. Erfrierungen! Ja, ich merke es auch! Zurfluh und ich schlüpfen in den anderen Schlafsack. Wir können ihn nur über den Kopf ziehen. Es entsteht „Kondenswärme“. Wir sind auch nicht sicher hier. In der Nacht rauschen einige Schneeabgänge über unsere Schlafsäcke hinab. Die Minuten werden zu Stunden! Die Nacht will kein Ende haben. Gegen drei Uhr hat sich die Kälte verschärft. Wie wir einmal den Sack abstülpen, funkeln Sterne am Himmel. Es ist wohl mehr als zehn Grad unter dem Gefrierpunkt. Der Morgen bricht an. Es ist heiter und klar. Doch die furchtbare Kälte wird uns zum Verhängnis. Die nassen Seile sind steif gefroren. Knoten lassen sich kaum öffnen. Die beiden unter uns regen sich. „Hochziehen!“ bitten sie. Sie müssen sich gedulden, bis wir bereit sind.  Sepp hat ziemlich starke Schmerzen im Bein. Ich beginne hoch zu klettern. Pulverschnee, Kälte, Hunger, Durst und Fieber machen mir zu schaffen. Es finden sich keine Haken und vorhandene kann man in diesem Eis nicht einschlagen. Vorsicht vor Stürzen ist angesagt! Trotzdem kommt man oft dem Stürzen nahe. Jeder Schritt und Tritt wird beschwerlich. Erschöpfungserscheinungen treten auf. Zurfluh klettert als zweiter, Gnos danach und Sepp zuletzt. Ganz hinten folgen der Deutsche und der Amerikaner. Sechs Berggänger, alle an einem Seil! Wie ich aus dem Riss heraus komme, sehe ich, wie die zwei Österreicher über das Gipfeleisfeld hoch klettern. Gestern erreichten sie den Grat nicht mehr. Einer der beiden winkt mir zu. Unten im Tal liegt eine weit ausgebreitete Nebeldecke. Die Menschen unten auf der Kleinen Scheidegg haben keine Nachricht von uns. „Leben sie noch, oder etwa schon nicht mehr?“… Jetzt sind wir glücklich aus der Wand. Gerettet! Um 11 Uhr erreiche ich als erster Urner den Mittelegigrat. Die Letzten sind noch fünfzig Meter tiefer im Gipfeleisfeld. Im Aufstieg im Gipfelfeld redete mich Zurfluh an. Er wollte, dass ich einen Standhaken einschlug. Ich reagierte nicht darauf! Nun sind wir alle glücklich da! Ein Händeschütteln unter Nationen! Auf der Südseite wärmt die Sonne. Wir müssen kämpfen, damit uns der Schlaf vor Müdigkeit nicht übernimmt. Der deutsche Kollege hilft uns mit Brennstoff aus. Jetzt können wir Tee kochen. Gierig trinken wir das köstliche Nass. Das Essen hingegen mundet nicht. Der Durst beherrscht die Szene!. Von da zum Eigergipfel sind es noch 20 Minuten. Wie wir über den Grat steigen, kommen uns die beiden österreichischen Kollegen entgegen – flotte Kameraden! Der Eiger Gipfel ist erreicht: P. 3970 m ü. M. Ein kühler Wind bläst hier oben, so dass wir uns nicht lange aufhalten. Gemeinsam zu acht steigen wir über die Westflanke ab. Der Abstieg ist sehr gefährlich und erfordert grosse Vorsicht. Es liegt Neuschnee auf blankem Eis! Wir gehen am Seil mit stetigem Sichern. Der Fels ist dachziegelartig geschichtet. Bei einem Sturz würde sich das Seil nirgends verhängen. Die beiden Östereicher gehen voraus. Es folgen der Amerikaner und der Deutsche. Zurfluh, Gnos und ich sind die letzten. Wir begnen zwei Bekannten die da hoch steigen. Es sind dies Martin Epp, bekannter aus dem Kanton Uri sowie sein Kollege Paul Etter. Beide sind Berufsbergführer. Paul Etter hat im vergangenen Winter zusammen mit Hilti von Almen die Matterhorn-Nordwand durchstiegen! Sie gratulieren uns herzlich und steigen aber schnell weiter. Etwas mit Abstand folgen Zurfluh und Sepp. Epp und Etter reden etwas mit ihnen. Unten gewinnen Gnos und ich etwas Vorsprung. Die Platten sind verschneit und nass. Da heisst es aufgepasst! Der Östereicher schlägt Haken ein. Er ist sehr vorsichtig. Etwas unterhalb geht Gnos auf ein steiles Schneefeld. Er rutscht aus und reisst mich mit hinab. Es gleitet rasch und nimmt einem fast die Haare zu Berg. Weiter unten kommen wir zum Stehen. zum Glück! Beinahe wären wir auf der Normalroute tödlich abgestürzt. Es hätte uns direkt in den steilen Eigekessel gespült!

Je wärmer es wird, desto mehr machen sich die Erfrierungen bemerkbar. Hände und Füsse sind aufgeschwollen und dunkelblau gefärbt. Um 17 Uhr haben wir das Ende der Westflanke erreicht. Bekannte Kameraden sind eingetroffen und kommen uns entgegen. Es sind dies:  Jauch Dolf, Zberg Melk, Frei Sepp und Frei Ernst. Sie nehmen uns sofort Rucksäke und Material ab und gratulieren uns. Martin Epp und Paul Etter sind auch schon wieder zurück vom Eiger. Es sind zwei schlanke Burschen, man sieht es ihnen an, richtige Bergtypen! Paul Etter gibt uns Ratschläge wegen den Erfrierungen. Wir sollen uns möglichst schnell in ärztliche Behandlung begeben, damit wir möglichst keine Nachteile davon tragen. Dafür sind wir sehr dankbar. Nun geht’s hinab zur Station Eigergletscher. Auf dem weiteren Abstieg, oh,  Überraschung! Onkel Adolf Jauch ist gekommen um zu gratulieren und auch Cousine Rosa Jauch ist hier! Sie sagt, man habe spannende Zeit erlebt. Keine Sicht, keine Nachrichten nur eine dichte Nebelschicht! Was sich abgespielt habe,  das wissen nur jene, die es erlebt und gesehen haben.

Um 18 Uhr sind wir bei der Station Eigergletscher eingetroffen. Der letzte Zug zur kleinen Scheidegg fährt ab. Wir sind durstig. Dolfi holt jedem eine Flasche Bier, die fast in einem Zug gelehrt wird! Josef Jauch und Sepp Zurfluh kommen mit etwas Abstand. Sepp kann kaum noch gehen. Wir müssen sofort nach Grindelwald in ärztliche Behandlung! Mit dem Österreicher müssen wir noch das Material teilen. Es sind dies ein Seil, einige Karabinerhaken und einige Haken. Die beiden Österreicher, der Deutsche und der Amerikaner gehen zur kleinen Schweidegg weiter. „Adio!“, wir verabschieden uns von diesen Kameraden. Eine Familie nimmt uns da sehr nett auf. Sie geben uns Kaffe oder Ovomaltine. Ein grandioses Entgegenkommen! Sepp Frei nimmt Josef auf den Rücken und trägt ihn nach der Scheidegg. Gnos und ich marschieren dem Bahntrassee entlang nach der Scheidegg. Das Gehen ist schwierig, Erschöpfungserscheinungen plagen mich. Und doch, der menschliche Wille ist stark! Gnos, er ist ein zäher Mann. Nebel liegt auf. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht Richtung Wengen abdriften. Schliesslich erreichen wir die kleine Scheidegg. Da kommt ein weiterer Bergsteiger aus der Wand. Zwei befinden sich noch in der gefürchteten Wand unterwegs. Ob sie durch gekommen sind, können wir nicht wissen. Wir müssen sofort weiter nach Grindelwald. Es fährt keine Bahn mehr! Es wird dunkel. Unterhalb der Schweidegg schauen wir nochmals hinauf. Die Wand ist verschneit wie im Winter. Wir treffen in Alpiglen ein und begeben uns ins Restaurant. „Schaut, da kommen die aus der Wand – wo sind ie beiden Kameraden?“ “ Sie sind oben auf der Scheidegg!“ Wir trinken ein „Eptinger“ und fragen nach einer Taschenlampe, die wir auch bekommen. Die freundliche Wirtin: „Wir waren in grosser Sorge um euch. Ihr habt wohl einiges mitgemacht dort oben!“ Wir bestellen noch das Nachtessen, nehmen es ein und auf gehts, nach Grindelwald zum Arzt. Gegen Mitternacht wollen wir zurück sein. Von Alpiglen bis Grindelwald beträgt eine Wegstrecke etwa 1 1/2 Std. An der ersten Adresse erfahren wir zwar freundliche Aufnahme, doch der Arzt ist noch zu lange abwesend. Wir sind ungeduldig und ziehen weiter. Wir werden wieder freundlich empfangen und angenommen. Der Arzt werde in ca. einer Stunde da sein. Die Wartezeit wird mit einem Tee etwas gelindert, dann erscheint der Arzt. Wir bekommen eine Spritze gegen die Schmerzen. Dann folgt eine Abfolge von Kalt- und Warmbädern. Das Gleiche an Händen und Füssen. Der Arzt erkundigt sich und ist erfreut, Urnern für den Triumpf über die „Wand“ gratulieren zu können. Dann ruft Dolfi Jauch aus Alpiglen an. Es komme nicht in Frage, dass wir heute noch nach oben koämen. Es sei mit dem Arzt, Dr. med. Kr… so abgemacht. Wir könnten beim Arzt übernachten. Morgen würden wir abgeholt und nach Hause geführt. „Schon recht so Dolfi, danke!“ Die Behandlung geht weiter. Gehalten werden wir hier wie zu Hause! Es wird uns sogar ein Nachtessen serviert! Danach dürfen wir in einem Nebenraum nächtigen. Der Arzt gibt uns noch jedem eine Flasche Bier. Wir sind ihm sehr zu Dank verpflichtet. „Ihr könnt morgen bis Mittag ruhen. Gute Nacht!“

1962, Urner Bergsteiger Quartett v.li.: Franz Jauch, Josef Jauch, Josef Zurfluh und Franz Gnos – nach der ärztlichen Erstversorgung vorerst wohlauf. Der Preis für die Leidenschaft, die auch Leiden schafft!

Am 23. August bringt uns Dolfi Jauch nach der Arztvisite nach Amsteg zurück. Um 17 Uhr sind wir soweit. Der Arzt schenkt uns Honorar und weitere Kosten! Wir hatten alles was erforderlich war, um sauber ins „Zivilleben“ zurück zu kehren. Wir sind sehr beeindruckt und entsprechend dankbar. Die Fahrt geht via Interlaken, Meiringen auf den Sustenpass, wo ein Halt eingeschaltet wird. Eine Ovomaltine wird bestellt. Dann geht es nach Hause.

Eiger Nordwand, der erhobeneZeigfinger der Eltern, nach der Rückkehr

Wie wir in Amsteg angekommen, wird es bereits dunkel. Onkel Dolfi und Melk Zberg tragen  mir die Rucksäcke heim. Die Mutter sagte, macht soche Sachen nicht mehr, sie habe schöne Angst ausgestanden. Der Vater meint, viel verdient habt ihr, glaub‘ ich nicht. Nachher gibt es für mich 5 Wochen Ruhe. Gnos Franz nimmt die Arbeit in einer Woche wieder auf. Zurfluh und Jauch können die Arbeit erst später wieder aufnehmen.

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Schon am 1. September will Franz Gnos nach der kleinen Scheidegg fahren. Er fragt, ob ich mitfahren wolle, was ich sofort annehme. Um die Mittagszeit treffen wir in Alpiglen ein, wo es frohes Wiedersehen mit der Wirtin gibt. Hier wird ein einfaches Mittagessen eingenommen. In der Wand sei wieder ein tödlicher Unfall passiert. Man wiss nichts Genaues. Später stellte es sich heraus, dass es sich um einen Östereicher und um einen Schotten handele. Wir betrachteten die Wand via Fernrohr. Und wir sahen den Abtransport der Verunglückten…

„(…)Wir zogen auch hinauf zum besagten Stein, wo wir einiges Material deponiert hatten, bevor wir in die Wand gestiegen sind. Aber was ist passiert? Gestohlen! Kein einziger Karabiner ist zu finden. Verflucht noch einmal, die soll der Teufel holen! Nur die Landkarten und die SAC-Ausweise sind noch da. Es soll ihnen gut tun, jenen die diese Sachen gestohlen haben!)“

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Urgrossdäädi mit Franz jun. und Urgrosskind Alena – die Last des Alters trägt der erprobte Alpinist noch „mit links“!

Franz Jauch ist alt geworden und er braucht Pflege. Spricht man ihn auf die Berge an, beginnen die Augen zu leuchten. Der einfache Mann der Tat brauchte nie viele Worte. Er schultert auch die letzte Last! 

 


Migrationspakt, verkappter Zeitzünder

Carla del Ponte

Die UNO sei eine „Schwatzbude“, so Carla Del Ponte Unrecht scheint sie nicht zu haben, kennt sie doch solche Gremien aus dem ff. Wer schon Gelegenheit hatte, eine Plenarsitzung dieses Gremiums in Genf zu beobachten, kommt auf ähnliche Gedanken wie z.B.: „Viele Worte, nichts gesagt!“

Migrationspakt, Autor: Beat Zelger, Stansstad – Klicke das Bild an, dann kommt es vergrössert!

„(…) …Der Pakt wurde im Auftrag der UNO erarbeitet, nachdem diese 2016 in New York eine Erklärung zu Flüchtlingen und Migranten verabschiedet hatte. Diese wiederum geht zurück auf Vorarbeiten der Schweiz: Das Bundesamt für Migration hatte ab 2001 zusammen mit dem EDA die Berner Initiative lanciert, um auf UNO-Ebene einen Dialog über Einwanderungsthemen in Gang zu bringen. Das geschah zu Zeiten von CVP-Bundesrätin Ruth Metzler…)“ mehr in der Aargauerzeitung.

Zauberlehrling, 1882, Ferdinand Barth

„(…) …Ach, wann kommt der Meister!
Herr, die Not ist gross!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los. ..)“ frei nach Wolfgang Goethe’s Zauberlehrling

Es bleibt nichts verborgen unter dem Licht der Sonne (Kohelet => 1.14 – Ich sah an alles Tun, das unter der Sonne geschieht, und siehe, es war alles eitel und Haschen nach Wind. ).

Es scheint, dass einmal mehr am Volk vorbei politisiert worden ist – und wird! Nun demonstriert der Bundesrat kalte Füsse. Da inzwischen der Pakt aber in mehreren Ländern umstritten ist, will er sich Bedenkzeit einhandeln. Er nimmt daher an der Tagung vom 10./11. Dezember 2018 in Marokko nicht teil.  Die Staaten Australien, Bulgarien, Estland  Israel,  Österreich, Polen, Tschechien, Ungarn,  und USA haben dem Pakt bereits eine Absage erteilt.

Ich gehe davon aus, dass der Bundesrat Zeit braucht um das Volk ein zu lullen um eine mehrheitliche Zustimmung zur Unterzeichnung zu einem späteren Zeitpunkt doch noch durch zu drücken! Demokratur halt!


Operation Matterhorn II

Nun lag unser Flugzeug, die HB-EXW, in Meiringen. Das Wetter erlaubte eine Überführung noch nicht. Die Wartungsequippe ihrerseits wäre froh, den Uhu so schnell wie möglich an seinem Standort zu wissen, um die Winterarbeiten beginnen zu können. Die Bise hielt an und der Hochnebel lag schwer in den Tälern. Die Beobachtung der Wetterentwicklung bekam jetzt hohe Priorität. Ich sprach zwei Mitarbeiter an, ob sie mich begleiten wollten – ohne Kosten, versteht sich! Die beiden Josef’s sagten zu. Am 10. 12. 91 war es so weit.

In Meiringen angekommen stand der Gang zum Turm bevor. Das Wetter liess den Flug zu und Buochs meldete Flugbetrieb. Der Uhu wurde aus dem Hangar geholt und flugbereit gemacht. Ich konnte den Motor nicht starten. Ob es an der Kälte lag? So schoben wir den Flieger zu dritt zur Montagehalle, wo dieser an die Wärme gestellt werden konnte. So ging wertvolle Zeit verloren. Zwischendurch erschien der Chef persönlich. Ich grüsste mit „Herr, Oberst…, sali Walti!“ Wir nutzten die Gelegenheit, uns kurz an vergangene gemeinsame Militärdienste zu erinnern. Nun aber waren wir pronto. Der Motor hat uns das bisschen Wärme in der Halle durch problemlosen Start verdankt! Also nochmals zum Turm. Es sei in Buochs eben vor ein paar Minuten eine Mirage gelandet. Dass diese Maschinen allwettertauglich waren, half uns wenig.

Diese „frohe Botschaft“, verbunden mit der Info über die Sichtverhältnisse, liessen uns den Flug angehen. Geplante Route: Via Sustenpass ins Reusstal, bai Amsteg absinken um unter die Hochnebeldecke zu kommen, via Flüelen-Brunnen-Gersau nach Buochs. Alternative falls Amsteg zu war: Via Andermatt ins Tessin fliegen und in Locarno landen. Die andere Möglichkeit via Oberalp-Chur-Walensee-Hirzel- Emmen-Buochs, liess ich fallen.

Endlich war es so weit! Um 15:57 Uhr hob der UHU ab. Wir flogen zuerst einma Richtung Brienzersee in den „Mist“.

„(…)… by, by, Meiringen!)“

Nach einer grossen Kurve von über 180° sah es Richtung Innertkirchen viel besser aus.

Innertkirchen vor uns

Dem Weg via Sustenpass lag nichts im Weg. Kaum hatten wir Innertkirchen passiert öffnete sich der Himmel via Osten ganz!

Gadmen – Steingletscher – Sustenpass. Hier oben herrschte „grand beau (temps)“! Vom Sustenpass her liess ich absinken. Es erschien das Arniseeli, welches friedlich da lag. Über Amsteg musste nun nach „Hades“, in die Unterwelt hinab gebohrt werden. Die Bodensicht war gut und es gelang gut, die sich von Norden her bildende Hochnebeldecke zu unterfliegen. Ab Schattdorf  konnte man 200 m über Grund halten. Die Höhe war zwar genügend, aber es sind auch noch Hospannunsleitungen in der Gegend! Die Horizontalsicht wurde knapper. So musste man halt den „Wänden entlang“ fliegen. Rechts gab es stets Sicht zum Gelände, links ab Flüelen nicht mehr! So schlichen wir uns bis Morschach-Axenstein. Die Treib oder Seelisberg waren nicht erkennbar. Plötzlich war M.B. im Funk und wollte dauernd unsere Position kennen. Ich liess ihn wissen, er solle uns nicht stören. Nun lag Brunnen unter uns und der Urmiberg war die nächste Orientierungshilfe. Kurz darauf fragte Buochs nach unserer Position. „Gersau!“ war die Antwort. Sofort leuchtete die Pistenbeleuchtung auf. Der Rest des Fluges bestand aus einem langen geraden Direktanflug. Landezeit: 16:29 Uhr. Mit einem Dank für den Service an den „Turm“ meldete ich mit einem „Uf Wiederluègèn“ ab. Joef I hantierte dauernd an einer kleinen Filmkamera herum. Später fand er jedoch keine Bilder…. Einmal mehr wurde bestätigt, dass man im Flugzeug nur noch halb so gescheit ist… Josef II, Bischof einer Mormonenkirche, genoss die Aussicht im Sustengebiet. Danach ging er etwas in sich. So nah war er seinem obersten Chef schon lange nicht mehr…!

Flug Meiringen Sustenpass-Buochs

Es folgte was folgen musste: Flugzeug retablieren, hangarieren, Flugbuch nachführen, danach im Allmendhuisli etwas Flüssiges geniessen und per Brigittes Taxi zurück nach Sarnen und nach Hause!

Allmendhuisli   http://www.allmendhuisli.ch/

***

Die Vorgeschichte: Operation Matterhorn I  


Die Kuh und das Horn

Hornkuh (Ruedi Gysi)

Im Bundeshaus macht man sich Sorgen,

um die Schweizerkuh von Morgen.

Man muss eine Lösung finden,

das Horn der Kuh es muss verschwinden.

Politiker die über Stunden,

diskutierten in den Runden

und die ganze Welt schaut zu,

beim Problem mit der Kuh.

So sorgt in Bern im Bundesstall,

für Sorgen dieser Hörnerfall.

Kommission und Bundesrat,

schreiten nun zur grossen Tat,

da muss sogar das Volk entscheiden,

ob Kühe ohne Hörner weiden.

Würde man die Tiere fragen,

sie würden lieber Hörner tragen,

denn das gehört nun mal zum Tier

und dient nicht nur zur Zier.

Was sagt denn wohl der Stier dazu

zu dieser amputierten Kuh.

Es gibt Menschen die es wagen,

die hie und da auch Hörner tragen,

die auch im Leben sie benutzen,

die Hörner sollte man auch stutzen,

denn mit ihren Spitzen,

gar oft sie tiefe Wunden ritzen.

Was für Tiere gelten soll,

wäre auch für Menschen toll,

doch fallen oft bei dem Gesetze,

gewisse Menschen durch die Netze.

Tüüfel (Ruedi Gysi)

Ruedi Gysi, 15. November 2018

Es sind da zwei Aspekte zu beachten: Einerseit geht es um die Hörner der Kuh und andererseits darum Kühe mit Hörnern zu subventionieren! Das ist das Resultat der Bauernschläue. Einmal mehr soll das Ross am Schwanz aufgehängt werden!

Da die Kühe von Natur her Hörner ragen, müsste man sie akzeptieren wie sie sind. Bauern die ihre Kühe verstümmeln um einen Profit zu erzielen, müssten mit einem Malus belegt werden! Negativ-Subventionismus, quasi! So kämen die Bauern von selbst zur Vernunft kämen! Sie profitierten doch schon davon, dass man ihnen für hornlose Kühe neue Ställe subventionierte….!

Kühe selbst sähen es genau so: Hörner nicht antasten, so wie man den Hunden den auch Schwanz belassen muss – Gleichbehandlung!

Der Rentierstier im Zolli hat sein Geweih abgeworfen. Ohne seinen prachtvollen Kopfschmuck hat er in der Herde kaum noch etwas zu melden.

17. 11. 18: „Oats“ aus Texas meldet: TEXAS Longhorn- Cattle marschieren in Sympathy mit ihren hornigen Schwester Kühen und Ochsen in der Schweiz.

Longhorns in Texas, Bild: Othmar Schwarzenberger (Oats)

Operation Matterhorn I

Das Matterhorn („ds Horu“) mit einer seiner Widfahnen – Foto: aufgenommen als Fussgänger, odh

Die Bildung der Wolke im Lee eines Horns erwähnte der englische Meteorologe  C.E. Wallington um 1961. Für Piloten ist dies wichtig. So versteht man Aufwinde oder Turbulenzen im Lee eines Hindernisses oder wie hier im Lee eines Horns. So ist man vor Überraschungen gefeit!

„Korkenzieher“ Stromlinien

Wir schreiben den 08. Dezember 1991. Eine letzte Gelegenheit, dieses Jahr noch ein altes Versprechen einzulösen. Einen Alpenflug mit Franz J. sen., Franz J. jun. und Daniel O. Es herrschte Bise. Am Vormittag gab es noch Hochnebel, der sich zusehends auflöste. Ich informierte, dass wir es heute versuchen, sofern sich der Nebel weiter auflöste. Wir sollten vorsorglich etwas vor 14:00 Uhr auf dem Flugplatz sein. Die Nord-Südtäler in der Innerschweiz waren nun offen. Gegen den späteren Nachmittag war infolge der Abkühlung im Tagesverlauf wieder Hochnebel zu erwarten. Sollen wir fliegen, sollen wir nicht?

Kaltluftsee zeigt sich, Herbst in Nidwalden 2, Bild – Tourismus Nidwalden 2016 FB

Die Aufgelockerte Hochnebeldecke lässt Flüge zu. Schliesst sich decke infolge Abkühlung bleiben oft im Süden der Täler grössere Lücken offen. Dann sinkt man dort ab und unterfliegt die Hochnebeldecke.

Herst in Nidwalden, der Kaltluftsee zeigt sich Bild- Tourismus Nidwalden 2016 FB

Durch eine lockere Hochnebelschicht zu starten ist relativ einfach. In ein Loch in einer Nebeldecke abzutauchen ist etwas ganz anderes. Da muss man, zwischen Skylla und Charybdis, den Seeungeheuern, heldenhaft in die ewige Verdamnis hinab tauchen! Odyss nannten ich meine Schulkameraden, Held wollte ich jedoch nicht spielen! Es musste passen! Nach reiflicher Überlegung fiel der Entscheid: „Wir fliegen!“

Der Plan: Buochs-Reusstal-Furka Obergoms-Matterhorn – und gleicher Weg zurück. Je nach Hochnebeldecke war vorgesehen, allenfalls im hinteren Engelbergertal abzusinken. Ausweichmöglichkeiten: Locarno und Sion. Notfallmässig waren Ambri und Lodrino sowie allenfalls Thun, evtl. Meiringen  anzupeilen. Die weiteren Walliser Flugplätze wären auch noch zu erwähnen. Vorausdenken erspart allenfalls Stress! Der Start erfolgte um 15:25. Etwas spät, weil es um diese Jahreszeit früh dunkel wird.

Dani übernahm den Fotodienst. Franz senior, Jg. 1934, ein passionierter Berggänger und Bergsteiger wollte Sichtflugnavigation betreiben. Er durfte vorne rechts Platz nehmen. Erstaunlich, was er aus der fliegenden Plattform korrekt auf die Reihe brachte! Franz sen. war nicht nur Bergsteiger, er war auch ein passionierter „Strahler“. Er soll einst im Besitz einer grossen Sammlung wertvoller „Strahlen“ (Bergkristallen) von reinster Qualität und ansehnlich grosen Exemplaren gewesen sein. Wohin sie kamen ist bekannt, was daraus wurde scheint nebelhaft zu sein! Die jüngeren Semester, die beiden Fussballfans, ehemalige Junioren des FC Altdorf, nahmen hinten Platz. Fliegen sei aus seiner Sicht kein Sport sagte das Bewegugungsnaturel Dani einst. Da müsse man ja den ganzen Tag nur sitzen…

Niemand war erkältet, alle konnten den Druck im Ohr ausgleichen. Angst, das war für alle ein Fremdwort. In Buochs herrschte noch etwas Hochnebel, der aber „blau“ durchliess. Die Sicht betrug anfänglich etwa 10 km auch unter der Hocndbeldecke und darüber auch mehr. Seelisberg war schon früh ausserhalb von Nebel, das hatte ich vorher kontrolliert – an einer verlässlichen Adresse. Nach dem Verlassen des Ausflugs hielt ich Richtung Niederbauen.

Vor uns der Niederbauen. Links die Mythen und darunter das lockere Nebelmeer.

Die „Robine“ (eine Robin DR 400 – 180 R) trug uns rasch an Tristelen unterhalb der Klewenalp vorbei. Wir liessen Niederbauen Kulm links und glitten übers Bocki direkt über den Urnersee. Da lag Franz‘ Gebiet vor ihm. Er fühlte sich heimisch und schon bald kamen Bemerkungen wie, da sind wir einst aufgestiegen, dort haben wir biwackiert, da mussten wir die Übung wegen schlechten Wetters abbrechen usw.

Franz sen. hat alles im Griff

Nach dem Passieren des Niederbauens öffnete sich das Reusstal in formidaler Kondition! Franz, der Bergsteiger kennt jede Ecke! Er könnte mehrere Tage über seine Touren und Besteigungen, „Bergfahrten“, wie er in seinen Notizen schreibt, erzählen!

Reusstal mit Blick zum Bristen, links davon das Etzlital, ennet dem Tal der Oberalpstock; im Tal die Anzeichen für die spätere Nebenldecke

Etzlihütte – Piz Giuv

(…) Unter der Woche habe ich mit Gnos Franz abgemacht, ob wir nicht irgend wohin wollen. Etzlihütte meinte er, da bin ich einverstanden aber an diesem Morgen das Wetter ist gar nicht einladend und der Nebel hängt bis 1000 m herunter. Trotzdem packe ich zusammen und gehe mit dem Fahrrad nach Bristen. Wie ich zu Franz komme, ist dieser noch nicht aufgestanden. Frau Gnos sagt, dass er sofort komme, sie habe ihn geweckt. Nach einer halben Stunde ist er schon abmarschbereit. Durch das steile Bord gehts aufwärts weiter zur Herrenlimi. In der Rüti treffen wir schon auf den ersten Schnee an. Vom vorderen Etzliboden gehen wir auf der linken Seite die blaue Gand zum Rossboden da werden die Skie angeschnallt. Steil gehts durch die Mitte des Bachs aufwärts an einem Ort kommt er schon zum Vorschein (der Piz Giuv). Um 1/ 11 Uhr sind wir bei der Hütte. In des schien sich das Wetter zu bessern.  Der Nebel hat sich grösstenteils verzogen und die Sonne lacht herab. Kaffee wird zubereitet kräftig gegessen. Nachher steigen wir los, hinauf gegen den Piz Giuv. Die Felle kleben sehr gut bei dem nassen Schnee. Nach 2 Std. Aufstieg erreichen wir die Lücke. Sehr kalter Wind weht hier oben. Die Skier werden auf der Lücke zurück gelassen. In einer Viertelstunde sind wir oben auf dem Gipfel. 3091 m ü. M. Fast sofort beginnen wir den Abstieg, Die Ski werden angeschnallt und hinunter gehts, ein Kehr nach dem anderen. Ideale Verhältnisse. Weiter unten kommt einer herauf, mutterseelenallein. Wir fragen ihn, wohin er wolle. Zum Gipfel, er wolle auch wieder zur Etzlihütte herunter kommen. So setzen wir unsere Fahrt fort, rasch sind wir unten. In der Hütte wird Tee gekocht. Es sollte noch einer herauf kommen, Tresch Josef. Wir begeben uns vor die Hütte und schauen hinauf, wie der herunter fährt. Erst gegen 4 Uhr kommt er in Sicht es muss ein guter Tourenfahrer sein. Cirka um 1/2 5 Uhr befindet er sich bei der Hütte. Gegen 1/2 6 Uhr kommt Tresch hier an. Rasch wird das Nachtessen zubereitet. Hörnli gibts. Er meldet, dass noch zwei ältere Männer herauf kommen. Natürlich hätte wir lieber gehabt es wären Damen da. Mit Genuss werden Hörnli gegessen. Hie und da gehen wir hinaus, um Ausschau zu halten wegen dem Wetter. Bös hängt der Nebel an den Hängen der Mittelplatte. Um 7 Uhr kommen noch mehrere Touristen vom Tal hinauf. Der Fremde, das muss ein netter Bursche sein. Er fragt uns, ob er auch mitgehen kann, morgen. Selbstverständlich denn es ist ein guter Gänger.)“ aus: „Bergfahrten im Sommer und Winter 1961“, von Franz Jauch sen.

„Im mittleren Teil der Wand“ – Windgällensüdwand (Maderanertal)

Franz sen. kennt die Geografie weit herum so gut fast wie seinen Hosensack. Selbst die REGA holte ihn als Ratgeber, als es darum ging, Vermisste zu finden und zu bergen. Alles was Rang und Name hatte in der Innerschweiz, vor allem im Kanton Uri, hat er bestiegen. Aus den Notizen geht hervor, dass die Kameraden vorsichtig agierten, das Gelände richtig ansprachen und Begehungen abbrachen, wenn es gefährlich wurde. Der Gefahren war man sich stets bewusst. Schmökert man in seinen Aufzeichnungen, fallen folgende Orte oder Namen, oft mehrmals:

Mittaghorn im Fellital, Nordwand Wingällen, Schwarz Stöckli Salbit Südgrat mit Gipfelnadel, Salbit Südostwand, Windgällennordwand (Maderanertal), Windgällen Südwand (Maderanertal), Walliser Tourenwoche im Mattertal,  Schlossberg Südwand (Erstfeldertal), Griesstal-Sewli-Wingällennordwand bis Einstieg in den Westgrat (Maderanertal), Alpgnover Südwand zum Westgipfel (Maderaner Tal) Höhlenstock Westkante (Maderanertal), Leutschach Furt, Krönten Südturm (Leutschachtal, Ruchenfensterturm (Maderanertal) Hüffihütte über Alpgnoferälpli, Hälsigrat – Klein- und Gorss Scherhorn, Höhlenstock (Maderanertal), Salbit Südgrat, Leutschachhütte,

Im untersten Teil der Wand – Windgällensüdwand (Maderanertal)

leutschachhütte-Arni-Sunniggrat -Ruchälplistock – Jakobiger -Leutschachhütte, Grindelwald, Eigenordwand Mittelegihütte Mittelegigrat, Gwasmet Pucher-Ruchenfensterstock-Ruchenfensterturm, Voralphütte, Feckistock-Kartigel-Voralp, Wintertouren: Hochfulen-Griesstal-Unterschächen, Fellilücke-Trechhütte-Amsteg, Göscheneralp-Cehlenhütte-Sustenhorn-Voralp; Etzlihütte-Piz Giuv; Krüzlipass-Oberalpstock-Regenstaldenfirn Mänli Südgrat (Leutschachtal), Begehung zur grossen Strahlenhöhle-Voralp im Aufstieg, usw.!

Andermatt, wir befinden uns über dem Bäxberg. Blick Richtung Gurschen- und Gemsstock.

Andermatt (1447 m ü. M.) passierten wir in guter Höhe! Aus unserer Position über dem Bäxberg hatten wir eine wunderbare Aussicht. Gurschenstock, Gemsstock im Hintergrund den Pizzo Centrale, das Alptal und links des Etzlitals ragte der Piz Giuv (3096 m ü.M.) hervor, wo Franz sen. natürlich auch schon oben war! Markant ist der Gurschenwald, der Schutzwald über Andermatt!

gen Wsten Links der Tragfläche etwas verdeckt liegt das Witenwasserental, links der Pizzo Rotondo und weiter hinten der Basodino
Navigator Franz sen. ist bei der Sache und er hat den Überblick!
Unser Navigator hat das Ziel längst in Sicht! Es zu erreichen war nun ein Pappenstiel!
Dom, 4545 m. ü. M.

Franz sen. erklärte, der Dom sei der höchste Berg der Schweiz, der ganz auf Schweizerboden stehe. Klar, Franz sen. war auch auf dem Dom! „(…) Um 9 Uhr stehen wir auf dem Domgipfel, klar die Sicht und ein umwerfliches Panorama nach allen Himmelsrichtungen. Ein kurzer Halt schalten wir ein und stärken uns mit kräftiger Kost. Haben im Sinn, über die Mischabelgruppe zum Täschhorn zu steigen und nachher hinunter zur Täschhütte. Der Abstieg über den Domsüdgrat erfordert grosse Vorsicht wegen dem losen Gestein. Der Grat zieht sich unheimlich in die länge… Es kommt eine Seilschaft auf uns zu, die vom Täschhorn herunter kommt…. Es ist ein Walliser Bergführer, Hermann Petrig aus Zermatt. Er ist Führerobmann. Er ratet uns ab, weiter zu steigen da auf der Südflanke vom Täschhorn alles vereist ist… Auf seinen Vorschlag gehen wir sofort ein, da er ja Verhältnis, Wind und Wetter besser kennt als wir. Er steigt voraus. Wir klettern mit etwas Abstand hinten nach….)“

Das Zil rückt näher

Links vom „Horu“ sehen wir den Dent d’Herens 4171 m ü. M. vor dem „Horu“ der Furgg-Gletscher, in der Senke der Theodulpass, 3478 m ü. M.

Ds „Horu“ (das Horn). Hoffentlich hält der Permafrost!
Der Tag neigt sich, die Sonne nocheinmal kurz vor uns
Noch die Nordwestseite zum Anblick und abdrehen
Zinal Rothorn 4221 m ü. M.
Weisshorn, 3974  m ü.M.
Franz senior fühlt sich wohl hier oben. Es war weniger anstrengend als zu Fuss!
Die Sonne verzieht sich am Horizont jetzt kommt noch das Guet- Nachtgschichtli!

Der Rückflug Richtung Goms-Furka war sehr zäh. Der Gegenwind in der Höhe war stärker als angenommen. Ich hatte zeitweise das Gefühl des Stillstandes in der Luft! Im Goms endlich angekommen musste ich einsehen: Buochs via Andermatt und Reusstal war zeitlich nicht zu erreichen und falls es stark zugemacht hatte, wäre es für ein Alternate auch eng bis unmöglich geworden. So änderte ich den Kurs um via Grimselpass ins Haslital zu fliegen. Ich sah mir den Übergang zum Melchtal an: Wegen zu geschlossen! Gleiche Situation beim Übergang in das kleine Melchtal. Nun war klar was folgte: Landung in Meiringen! Vom Brünig ergoss sich eine dicke, zähe Wolkenmasse über den Pass, die sich im absinkenden Teil auflöste. Also war bei der Landung mit starkem Seitenwind zu rechnen. Der Anflug erfolgte absinkend via Brienzwiler und Hofstetten. Über dem westlichen Ballenberg erfolgte die Landekurve von 180 °. Der Querwind war sehr stark. Mit stark hängendem linken Flügel und entsprechend aufkreuzend konnte ein stabiler Endteil geflogen werden. Die Anflugachse zur Piste schnitt ich leicht von rechts ausserhalb an. Die Diagonale sollte den Windeinfluss etwas brechen. Kurz vor dem Aufsetzen nahe am rechten Pistenrand konnte ich aufrichten und kurz danach aufsetzen. Das Ausrollen ging diagonal bis gegen den linken Pistenrand. Schliesslich stand der Uhu still. Die Zeit: 17:05.  Der Querwind hätte 90 km/ 90° zur Pistebetragen, wurde mir erklärt! Es kam rasch ein „Followme“. Ich soll hinten nach rollen. Wir wurden vor einen kleinen Hangar gelotst, wo das Tor schon offen war. Dann ging alles sehr schnell. Formalität erledigen. Landegebühr von Fr. 7.- (!) entrichten, für den vorzüglichen Service bedanken, nach Hause anrufen, damit Brigitte uns abholt und Übermittlung der besten Grüsse an den Chef der Betriebsgruppe Meiringen, Oberst Walter Schild – wir leisteten zusammen Dienst, gleichzeitig in der UO und später in der Fl Kp 11 – er als Zugführer. Ich durfte ihn als „Wenzel“ in die Gegebenheiten unseres Flugbetriebs einführen. Kleine Welt! Nun warteten wir auf einen weiteren „Followme“: Brigitte ist sofort abgefahren und sie traf auch schon bald ein. Eine ereignislose Rückfahrt über den Brünig bis Buochs, wo die beiden Franz den unter die Räder in den Kanton Uri nahmen.

*****

Die zweite Etappe: Meiringen via Sustenpass – Buochs wird nachgeliefert.

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18. 11. 18 => Operation Matterhorn II


Mosquito, DH. 98 Mk IV in Buochs

Am 24. August 1942 um 14:03  landete eine britische DH. 98 Mk IV notfallmässig in Bern Belp. Pilot: F/Lt Gerald Wooll ↔; Navigator: Sgt John Fielden

„(…) Obschon es schon seit Beginn des Krieges viele Luftraumverletzungen durch britische Flugzeuge gab, landete erst im Spätsommer des Jahres 1942 eine britische Maschine auch auf Schweizer Boden.
Ein de Havilland Mosquito-Aufklärer der No. 1 Photographic Reconnaissance Unit, welche in Benson Oxfordshire stationiert war, musste am Nachmittag des 24. August 1942 in Bern-Belp notlanden. Die Maschine war schon wegen technischer Probleme in die Schweiz eingeflogen, um einen kürzere Rückflug zu haben, wurde jedoch von der Schweizer Luftwaffe abgefangen. Die Maschine wäre jedoch ohnehin nicht bis nach England gekommen. Bei einem der beiden Rolls-Royce Merlin Motoren hatte sich ein Schlauchband des Kühlers gelöst, was in der Folge zur Überhitzung des Motors geführt hatte. Die Mosquito DK.310 war die erste, welche in die Hände einer anderen, nicht alliierten Nation fiel.

Die Maschine wurde nach zähen Verhandlungen mit der britischen Regierung am 1. August 1943 zur Erprobung freigegeben. Nochmals fast ein Jahr später, am 3. Juli 1944 konnte die Maschine auch gekauft werden. Im Oktober übernahm die Post die Maschine für Postflüge unter der Bezeichnung HB-IMO.

Mosquito, HB-IMO, F.: Suter, Meggen

Kurz nach Kriegsende übernahm die Schweizer Luftwaffe die Maschine wieder. 1946 flog diese in der Schweiz mit der Markierung B-4 gekennzeichnete Mosquito das letzte Mal. 1951 wurde diese dann verschrottet.

Die beiden Besatzungsmitglieder Flight Lieutenant G. R. Wooll der kanadischen Air Force und Sgt John Fielden der RAF konnten nach einem Gefangenenaustausch gegen die deutschen Villing und Scharf und den Italiener Porta die Schweiz wieder verlassen. )“

(Aus: The RoyalAir Force over Switzerland 1940-1945 / © by Patrick Schlenker 2011)

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ETH-Archiv: „(…) …Nach Verhandlungen mit England wurde das Flugzeug repariert und am 06.09.1943 mit der Immatrikel E-42 nach Emmen überflogen. Am 13.10.1944 wurde sie „leihweise“ der Swissair überlassen und durch den KTA Einflieger Hptm. Läderach zusammen mit Swissair-Captain Hans Ernst nach Dübendorf überflogen.

Mosquito in Dübendorf, Foto: Swissair

Ab dem 01. 01.1945 flog die Mosquito mit der neuen Immatrikulation HB-IMO und mit Neutralitätsbemalung. Am 20.03.1945 fanden mit 6 Swissair Piloten 16 Angewöhnungsflüge mit total 126 Flugminuten statt (Landetraining). Die vorgesehenen Kurier-Flüge nach England wurden jedoch nie aufgenommen und am 10. 02.1946 ging die Mosquito zurück zur Luftwaffe und erhielt die Militärimmatrikel B-5. Später diente die B-5 als Versuchsträger für das Mamba Triebwerk des „N-20″ Nurflügel Prototypes. Nach 143 Flügen und 3724 Flugminuten wurde die D.H.98 ausser Betrieb gesetzt und 1953 demontiert.)“

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August Cueni + schrieb in: Militärflugplatz Buochs-Ennetbürgen – Entstehung und Entwicklung bis 31. 12. 1989:

Mosquito, Notlandung in Buochs (Agust Cueni +)

„(…) Bei Angewöhnungsflügen ereignete sich am 01. 12. 1950 auf dem Flugplatz Buochs-Ennetbürgen ein Unfall. Das rechte Fahrwerk und die Fahrwerksnische wurden dabei stark beschädigt. Personal des Eidg. Flugzeugwerkes Emmen (F+W) nahmen sich der Reparatur an. Erst im Mai 1951 war die Reparatur beendet.)“

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Zu erwähnen bleibt, dass die Mosquito B-5 in dieser Zeit auch bei Pilatus war, wo offenbar am Motor gearbeitet wurde Motor und der Austausch des Propellers vorgenommen wurde.

DH. 98 Mosquito, Mk IV bei Pilatus, neben der Vespa: Pius Giezendanner
Mosquito Engine mit Pius Giezendanner und Charlie Dettling – Foto: Archiv Othmar Schwarzeberger, Texas, USA
Meiri Ulrich und Adolf Föllmi. Mit der Vespa ist man auf dem grossen Areal schneller! Foto: Archiv Othmar Schwarzenberger, Texas, USA

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Die Flieger inklusive das Bodenpersonal wusstenstets, wie man einen Ausgleich zur Arbeit schafft!

Wer es zu etwas bringen wollte, muuste im Tennisclub und im firmeneigenen Skiclub oder allenfalls bei der Nidwaldner Segelfluggruppe dabei sein! Die Pilatusfamilie traf sich auch ausserhalb der Arbeitszeit . Hier Reini Günthard im Skidress
Skirennen auf Klewenalp. Von links: Pius Giezendanner, Othmar Schwarzenberger, Charlie Dettling, Meiri Ulrich; Foto: Archiv Othmar Schwarzenberger, Texas USA
Auf Ergglen, Klewnalp, bereit zum Start: Nr 110: Pius Giezendanner, Nr 13 Geri Bünter, der später mit einer DH. 100 Vampire abstürzte und us Leben kam; Foto: Archiv Othmar Schwarzenberger, Texas USA
Pius Giezendanner; Foto: Archiv Othmar Schwarzenberger, Texas USA
Secretary, Hilde? -Lydia, die spätere Frau Giezendanner! Foto: Archiv Othmar Schwarzenberger, Texas USA
Von links: Meiri Ulrich, ….., Pius Giezendanner mit Lydia, der Sekretärin im Einkauf (Herr Rüegg) und spätere Frau Giezendanner; Foto: Archiv Othmar Schwarzenberger, Texas USA
V. li.: Pius Giezendanner,, Meiri Ulrich und Charlie Dettling; Foto: Archiv Othmar Schwarzenberger, Texas USA

Dass aus den Pilatus-Leuten etwas wurde, müsste nicht speziell erwähnt werden. Ich will es aber doch tun! Pius Giezendanner und seine Frau Lydia betrieben später die Seilbahn von Brunnen auf den Timpel in eigener Regie, wobei Pius für das Technische und die Seilbahn zuständig war, während seine Frau die Gäste bewirtete. Beide leben heute im Ruhestand in Brunnen.

Charlie Dettling wurde Meister der Mechanischen Werkstatt bei Pilatus und Meiri Ulrich wurde sein Werkstattschreiber. Nach Abschluss der Lehre bei Pilatus war Charlie kurze Zeit mein Chef und Meiri kontrollierte meine Auftragszeiten für die Prämienabrechnung. Es gab stets etwas zu verdienen! Charlie trat die Nachfolge von Hans Zimmermann an, der sich nun voll der Ausbildung der Mechaniker-Leherlinge annahm. „Beyli-Hans“, er war Imker in der Freizeit und er erbaute sich zwei Häuser an der Bürgenstockstrasse in Ennetbürgen, entwickelte sich zu einem der besten Lehrmeister! Dass er sich mit Physiognomie nach der Lehre von Karl Hutter beschäftigte fand ich noch während der Lehre eher zufällig heraus! Für Hans Zimmermann galt zu 100 Prozent:  – „Man muss Menschen mögen!“, die vier berühmten „M“. Für ihn war es jedoch kein Müssen sondern eher ein gewolltes Dürfen!

Lehrlingsmeister Hans Zimmermann; Foto: Rolf K. Bucher, der schliesslich Linienpilot  bei der Swissair wurde, auch ein Stift von Beyli-Hans

Der überzeugte „Sozi“ Fredy Röthlisberger mit dem Nikname Humpley Bill, er kam aus Winterthu,r wo er bei Sulzer und bei der „Loki“ tätig war,  bekannt für seine träfen Sprüche hatte es mit Charlie nicht so gut! Er nannte ihn „Waldi“. Warum Waldi? Fredy spontan:“ Waldi ist der Name von Jagdhunden und der trifft beim Meister voll zu. He ja, bei uns bellt er dauernd und „über oben“ ( also hierarchisch im oberen Stock) lässt er jeweils den Schwanz hängen!“ – Fredy glaubte, dass bei entsprechendem Einsatz für die „Chrampfer“ etwas mehr an Lohn im gelben Säcklein am Monatsende herausschauen würde…!

Reini Günthard wurde Kontrolleur im Q-Bereich bei Pilatus (er kam vom Flugzeugwerk Alfred Comte in Oberrieden am Zürichsee).

Adolf Föllmi kam ebenfalls von Oberrieden nach Stans. Er war ein eifriger Segelflieger und er betrieb auch einen Piper J3 C, mit 65 PS, den HB-OFK. So nahm er u.a. am ostschweizerischen Segelfluglager vom 30. Mai bis 2.Juni 1941 in Flims wie auch am Forschungslager der SG Obwalden auf der Alp Iwy teil. Dölf Föllmi verweilte nach seiner aktiven Fliegerzeit oft in seienem Boot auf dem Vierwaldstättersee. Eines Tages stürzte aus dem Boot und ertrank!

Othmar Schwarzenberger zog es nach den USA, wo er eine Ingenieurschule besuchte und in der Fliegerei seine berufliche Befriedigung fand. Er lernte berühmte Persönlichkeiten kennen. Sein Name ist bekannt! Er blieb dem Segelflug bis heute verbunden!

Geri Bünter schlug die mlitärische Fliegerlaufbahn ein wo er leider mit einer DH. 100 Vampire, tödlich verunglückte.

***

Zurück zur Mosquito mit technischen Daten sowie dem Ende des einst stolzen Flugzeuges. Als man für die Mosquito keine Verwendung mehr fand, wurde sie Opfer einer Luftschutzübung! Das Umweltschutzdenken war offenbar ausgeschaltet! Ein Demontage sieht anders aus!

Das Ende der Mosquito B-5; F.: warbird.ch
Das Ende der Mosquito B-5, 2; F.: warbird.ch Ich danke Othmar Schwarzenberger für die guten Bilder aus der damaligen Zeit, die man vermutlich nicht einmal bei Pilatus kennt!

 

 

 

 

 

Ich danke Othmar Schwarzenberger (Oats) für die guten Bilder aus der damaligen Zeit, die man vermutlich nicht einmal bei Pilatus kennt! Lesen Sie über „Oats“:  Othmar „Oats“ Schwarzenberger und Gruss aus Texas


„Mayday, mayday… Enkeltrick!

Die 1,302 fache Kohäsionsmilliarde

…“(…) Zweiter Schweizer Beitrag
Nach einer Vernehmlassung mit weitgehend positiven Rückmeldungen hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 28. September 2018 die Botschaft zum zweiten Schweizer Beitrag an ausgewählte EU-Mitgliedstaaten gutgeheissen. Der Bundesrat will mit Schweizer Expertise zur Verringerung wirtschaftlicher und sozialer Ungleichheiten sowie zur besseren Bewältigung der Migrationsbewegungen in ausgewählten EU-Mitgliedstaaten beitragen. Der Entscheid über die entsprechenden Rahmenkredite liegt nun beim Parlament.

Um ihren Wohlstand langfristig zu sichern, ist die Schweiz auf ein sicheres, stabiles und prosperierendes Europa angewiesen. Sie hat deshalb auch in Zukunft ein zentrales Interesse, mit ihrer Expertise zur Stärkung der Kohäsion innerhalb Europas sowie zur besseren Bewältigung der Migrationsbewegungen beizutragen. Mit einem zweiten Beitrag stärkt und vertieft die Schweiz zudem ihre bilateralen Beziehungen mit den Partnerländern und der gesamten EU – ein Ziel, dessen Bedeutung der Bundesrat wiederholt unterstrichen hat.

Wie der Erweiterungsbeitrag soll sich auch der zweite Schweizer Beitrag auf insgesamt 1 302 Millionen Franken über zehn Jahre belaufen, neu aufgeteilt in einen Rahmenkredit Kohäsion und einen Rahmenkredit Migration. Die Programme werden auf fünf Ziele ausgerichtet.
• Wirtschaftswachstum und Sozialpartnerschaft fördern, (Jugend-) Arbeitslosigkeit reduzieren
• Migration steuern, Integration fördern sowie öffentliche Sicherheit erhöhen
• Umwelt und Klima schützen
• Sozial- und Gesundheitssysteme stärken
• Bürgerengagement und Transparenz fördern
Bei den ersten beiden Zielen stehen die zwei Schwerpunktbereiche Berufsbildung und Migration im Vordergrund. …)“ ….

Mit freundlicher Genehmigung durch den Autor: Beat Ziegler, Stansstad

Beat Zelger scheint den Durchblick zu haben, doch erwartet er zu viel vom Parlament. Die erwarteten „schlauen Parlamentarier“ gibt es in Bern nicht!

Das EDA schreibt: „(…) Der Erweiterungsbeitrag ist der schweizerische Beitrag zu einem sicheren, stabilen, prosperierenden und demokratischen Europa. Er ist ein Bestandteil der schweizerischen Europapolitik. Damit festigt die Schweiz die Beziehungen zur EU und ihren Mitgliedstaaten. ….

Die Erweiterung der EU hat der Schweiz viele Vorteile gebracht und erhebliche Export- und Investitionsmöglichkeiten eröffnet. Das Schweizer Engagement verbessert die Sichtbarkeit und damit auch die Chancen der Schweizer Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen, insbesondere im Rahmen der EU-Strukturfonds und des EU-Kohäsionsfonds. In einer Umfrage zeigte sich, dass kleinere und grössere Schweizer Unternehmen 2010-2015 mehr als 580 Aufträge im Umfang von rund zwei Milliarden Franken aus EU-finanzierten Projekten in den 13 Partnerländern erhalten haben. Da Schweizer Unternehmen gegenüber dem Bund keine Informationspflicht über erhaltene Aufträge haben, bildet diese Erhebung nur einen Teil der Aufträge ab.

Weiter gab es direkte Rückflüsse aus dem Erweiterungsbeitrag. Rund zehn Prozent der gesprochenen Beiträge kamen den im Programm involvierten Schweizer Unternehmen, Verbänden und Universitäten für ihre erbrachten Leistungen in den Partnerländern zugute. 88 bilaterale Forschungspartnerschaften ermöglichten ausserdem die Anmeldung von 28 neuen Patenten und stärkten so den Forschungsstandort Schweiz.

Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott, heisst es im Volksmund. Wohin fliessen die Gelder? In die korruptesten Staaten der EU! Die lachen sich ins Fäustchen, schlaue Politiker in den obersten Positionen.  Das Geld versickert schneller in dubiosen Kanälen, als es angechwemmt wird! ..)“

Die erwähnten 580 Aufträge wären ohne Kohäsionsbeitrag wohl etwas niedriger gewesen. Eine Buchhaltung über den Rückfluss der Gelder erwatet man umsonst! Vermutlich wäre kaum viel Fleisch am Knochen auszumachen. Das Ganze ist Schönrederei um die Bücklinge vor der EU zu kaschieren!

Muss eine Wasserversorgung aufgebaut werden, kostet es den betroffenen Staat viel Geld. Wird es korrekt ausgeführt, fliesst nichts in die „Sickerlöcher“. Da die Korruption jedoch von allem, was der Staat errichtet, baut oder organisiert, seinen Teil abzieht, bleibt am Ende kaum soviel übrig, dass die Projekte nachhaltig realisiert werden können. Kommt Geld vom Ausland, egal wo her, bleibt vom eigenen Budget mehr zum Abzweigen in die dunklen Kanäle frei!

Ein Ökonom einer Gemeinde im Süden Rumäniens, er lebt heute in der Schweiz, erklärte, wie es geht: In seinem Dorf sollte endlich die Hauptstrasse innerorts asphaltiert werden. Das Projekt wurde ausgearbeitet und ein Budget erstellt. Es wurde bewilligt. Dann begann das Rechnen rückwärts! Von der bewilligten Summe wurden die nicht budgetierten „Tantiemen“ abgezogen. Sie flossen an:

  • die Baudirektion in der Hauptstadt
  • die Baudirektion des Bezirks
  • die Baudirektion der Gemeinde
  • den Gemeindepräsidenten
  • die Bauführung
  • usw.

Nach Abzug sämtlicher „Sickerbeiträge“ musste das Projekt umgesetzt werden. Es reichte lediglich dafür, die Strasse glatt zu walzen und dann kam eine feine Schicht Asphalt darauf. Es sah schön und scharz aus. Die Gemeinde hatte endlich eine asphaltierte Strasse und die Staubbelästigung war geringer. Ziel erreicht! ? Die Einweihung, auch dafür wurde Geld abgezweigt, hatte noch nicht begonnen, schossen bereits Gewächse durch den Asphalt…. Diese waren schliesslich „nachhaltiger“ als die frisch gebaute Strasse.

Als 2007 die rumänische Stadt Hermannstadt (Sibiu) zu europäischen Kulturhauptstadt gewählt wurde, musste sie für die Feierlichkeiten im Stadtzentrum herausgeputzt werden. So weit ist nichts einzuwenden. Was jedoch zu erwähnen ist: Es wurde eine Grosszahl von Polizisten, auch aus angrenzenden Bezirken aufgeboten, welche sämtliche Roms, Randständige, Bettler und Strassenkinder einsammelten und sie über die Zeit des Feierns einsperrten. Damit die Geladenen aus aller Welt nicht zu kurz kamen wurden weit herum junge, attraktive Frauen zusammen gesucht. Sie erfüllten die Animierfunktion, sorgten für Umsatz und stimmten die Gäste derart, dass diese gute Kunde in ihre Länder trugen.

Ich betrachtete diese schöne alte Stadt auch hinter den herausgeputzten Fassaden. Dort kam zu Tage, wo es überall an fast allem fehlte. Fassaden die zerfallen, zerschlagene Ziegel auf den Gehsteigen und Strassen, Spalten und Ritzen, die mit Zeitungspapier zugestopft waren, um die winterliche Kälte etwas zu mildern… Strassenlöcher bis fast einen Meter Durchmesser und bis 40 cm tief waren die realistischen Bilder!

Potjomkin bzw. Potemkin lässt grüssen!

Egon Bahr; Denokratie, Menschenrechte

So ist es auch mit dem Kohäsionsbeitrag zu sehen! Und bei uns gibt es Gemeinden, die kein Geld für eine Schulreise ihrer Kinder haben… „(…)  Für Exkursionen dürfen den Eltern nach einem Bundesgerichtsentscheid nur noch 16 Franken pro Tag in Rechnung gestellt werden. Kriens muss jetzt Exkursionen teilweise streichen….


Migration – Ruhe vor dem Sturm?

Probleme sind da zu lösen, wo sie anfallen! Die weltweit anerkannten Staaten sind daher primär verpflichtet, für ihre Bürger zu sorgen! Dafür wäre auch primär, die Korruption zu ächten!

Autor: Beat Zelger, Stansstad

Dass Beat Zelger mit dem „Positiven Denken“ nicht ganz zurecht kommt, ist nicht ungewöhnlich. Schon andere haben sich darüber den Kopf zerbrochen! =>  Positiv denken macht krank

Der Bundesrat, vorab BR S. Sommaruga, nimmt offenbar Züge der Positiv-Denker-Gurus an! Der Unterschied wird sein, dass nicht Einzelpersonen, sondern das ganze Volk darunter leiden wird.

Der Schengen-Dublin-Vertrag (er besagt, dass die Gesuche in jenem europäischen Staat geprüft werden muss, in dem der Asylbewerber zuerst einen Antrag stellt) wird vom Bundesrat missachtet. Aus dem Relocation-Programm der EU, welches EU-Staaten wie Griechenland und Italien von der Flüchtlingsinvasion entlasten soll, kamen letztes Jahr 1176 Asylbewerber ins Land, durch die Schweiz einfach so abgeholt!

Wie Asylbewerber und Flüchtlinge vom Schweizer Sozialstaat profitieren: „(…) Sie müssen die Kosten für ihre wachsenden Familien nicht selbst bezahlen und spüren es im Portemonnaie folglich nicht, wenn sie Kind um Kind auf die Welt stellen. Im Gegenteil: Mit Kindern kann man die Sozialhilfe optimieren. Es gibt eine grössere Wohnung und mehr Bargeld; Babyartikel, Krankenkasse usw. werden vollumfänglich bezahlt. Dies im Gegensatz zu arbeitstätigen Familien, die in dieser Lebensphase erfahrungsgemäss häfig eher unten durch müssen.)“

Eriträer, eine besondere Gruppe! Ihre Asylgesuche von 2017 (Bundesamt für Statistik):

  • 18 % Relocationsprogramm der EU
  • 24 % Familiennachzug
  • 41 % Geburten (absolut: 1389)
  •    2 % Mehrfachanfrage
  • 15 %  Spontananträge

NZZ.: „(…) (sda) Die EU-Kommission hat Nicht-EU-Staaten wie Norwegen und die Schweiz dazu eingeladen, sich am Neuansiedlungs-Programm (Resettlement) 2018 für Flüchtlinge zu beteiligen. Noch hat sich die Schweiz aber nicht entschieden, ob sie mitmachen will…)“

Die Asylgesuche 2017 (Bundesamt für Statistik) :

  • 6.5 % Relocatiion Programm der EU
  • 6.5 % Familiennachzug
  • 18 % Geburten
  •  3 % Mehrfachanträge
  • 66 % Spontananträge

Seltsam: In den Statistiken sind 639 Personen nicht ausgewiesen. Es sind Leute, die von der UNO bereits bereits einen Flüchtlingsstatus erhalten haben! Herkunft: Syrien. Viele von den Hergeflogenen würden Beeinträchtigungen der schwersten physischen und psychischen Art mitbringen. So berichtet es Sommarugas Justizdepartement. Übersetzt bedeutet dies: Dauernde Abhängigkeit von Sozialhilfe und von Anspruch auf auf die Sozialhilfe aus einer Sozialversicherung (AHV, IV; EL). Ein Resettlement-Flüchtling ist in dieser Sache dem Schweizer gleichgestellt!

Geht es darum, Geld zu Gunsten der EU aus dem Fenster zu werfen, ist man in Bern sehr schnell, ja voreilig bereit dazu. Man denke auch an die 1,3 Mia Franken  für Kohäsion für die EU-Oststaaten, die man besser der AHV zukommen liesse. Will man Musterkind zu spielen? Da wo Geld erwirtschaftet wird, schaut man lieber weg. Das bekommt z.B. die Rüstunsindustrie zu spüren (Waffenausfuhr)! Da ist der „Standard Europa bzw. EU“ für einmal nicht wichtig!

Gelder für die EU-Oststaaten bzw. die 1,3-fache Kohäsionsmilliarde ist doch nichts anderes, als Unterstützung der dort herrschenden kleinen und grossen Korruption. Die Mächtigen lachen sich in die Faust! Je mehr Hilfsgelder von aussen komen, desto mehr bleibt davon übrig um  unter der Hand „verteilt“ zu werden. Selbst da, wo Geld nur direkt in begleitete Projekte fliessen, wird man wohl überhöhte Preise für die Ausführenden hinlegen müssen!

Wir haben es weniger mit einem Sturm, als viel mehr mit einer politischen Grosswetterlage zu tun. Ansonsten müssten die Schutzräume bereit gestellt werden…


E-Auto, Gunst der Stunde?

Das Herz eines jeden E-Autos ist der Stromspeicher.  Wer ein solches Auto kaufen will, sollte sich vorher überlegen, was der Ersatz des Speicher kosten wird, bzw. wie viel sich die Batterie-Miete auf die Kalkulation schlägt! Ein Bekannter, der an seinem E-Smart den Akku wechseln musste meinte, aus der eigenen Tasche hätte er über Fr. 10’000.- hingeblättert. Dass es nicht dazu kam hat einen einfachen Grund. Der Akku gehört Smart. Er bezahlt monatlich dafür!

20 Minuten berichtet über die aktuelle Lage! Die folgende Tabelle spricht Klartext! => E-Auto-Hersteller zieren sich bei Ersatzbatterien

Preisvergleich: Neues Auto und neue Batterie

Modell…………………….Neues Auto………….Preis einer neuen Batterie
BMW i3 46’900 Franken 21’453 Franken (46%)
Hyundai Ioniq 38’490 Franken 20’568 Franken (53%)
Mitsubishi iMiev 21’950 Franken ab 8983 Franken (41%)
Nissan Leaf 37’490 Franken keine Angabe
Opel Ampera-e 52’700 Franken keine Angabe
Peugeot iOn 22’500 Franken 22’548 Franken (100%)
Renault Zoe 35’650 Franken rund 10’000 Franken (28%)
Tesla Model S 83’990 Franken keine Angabe

Es gibt ein Startup, welches den Preis der Batterie nennt! Der Sono Motors Sion ist ein besonderes Elektroauto, dass sich dank integrierten Solarzellen selbst laden kann.

Sono-Motors-Sion-1

Der Sion soll ca EUR 16000.- kosten, die Batterie wird gemietet. Für ca. EUR 4000.- kann die Batterie auch gekauft werden!

Der Sion mit den Solarzellen; Bild: Sono Sion

Das mitfahrende Solarkraftwerk, leistet bis 30 Kilometer Fahrt pro Tag, was den üblichen Kurzfahrbetrieb schon fast abdeckt! Eine schlaue Angelegenheit!

Über die Nase hinaus gedacht: Die Autohersteller haben vielleicht noch die Waffe in der Hand, doch sie haben die schlechtere Position!

Ob die Waffe bewirkt, was sie soll? Nachgedacht: Die Autohersteller glauben, die „Waffe“ fest im Griff zu haben!
Die Autohersteller werden sich sehr schnell an die neuen Gegebenheiten anpassen (müssen)! E-Autos brauchen für Herstellung, Wartung, Unterhalt und Reparatur weniger Personal! Somit werden auch die Umsatzzahlen geringer ausfallen. Dies nun mit überzogenen Batteriekosten verbinden und ausgleichen zu wollen, fühlt sich wie ein Schildbürgerstreich an! Es erinnert daran, wie die englischen Staatsbahnen ihre Heizer auf elektrifizierten Loks mitfahren liessen, weil sie unter dem Schutz ihrer Gewerkschaft standen… „Gersauern“ würde man dem rund um den Vierwaldstättersee sagen!
Gelingt es, die Fahrzeuge mit Sonnenenergie (physikalisch ist Energie nicht erneuerbar!) zu betreiben, ergibt es mehr-fachen volkswirtschaftlichen Nutzen!
1.) Bei sehr grosser Nachfrage kann der der Strom wegen Angebot und Nachfrage zwar teurer, doch die Produktion erfordert neue Herstellungssysteme, die rationeller arbeiten. Somit darf ein angemessener Strompreis erwartet werden.
2.) Das Gejammer um fehlende Fachkräfte wird gelindert, weil aus der Automobilbranche Fachpersonal frei wird, was geringeren „Fachkräfte-Import“ bedeutet!
3.) länger lebende Fahrzeuge wirken dem unsinnigen Ressourcenverschleiss entgegen.
4.) E-Autos bringen keine Abgase in die Umgebung und besonders in die Orte und Städte.
5.) Der Dieselskandal wird herunter gefahren – droht nun ein Batterieskandal? Vorher wird der Abgas-Mist noch nach Osteuropa und in Länder von ausserhalb der EU exportiert. Ist dies die Wirkung der CO2-Zertifikate?
Man sollte für die Festlegung der CO2-Emmission eine Querverrechnung (Kompromiss) innerhalb einer „Flotte“ verbieten.
Wenn durch die Verrechnung von E- Autos „Dreckschleudern“ und Treibstoffsüffel gefördert werden, ist dies ein EU-Blödsinn!
Der faule Trick: 
„(…) Der Kompromiss kam zustande, weil sich Autohersteller Elektroautos oder andere schadstoffarme Fahrzeuge mehrfach anrechnen lassen können sollen. Durch diese sogenannten Supercredits müssen die Hersteller bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren die Emissionen weniger stark absenken. Damit können Hersteller wie BMW, Daimler und Audi weiterhin große Limousinen und SUV mit weit überdurchschnittlichen Verbräuchen anbieten. Elektrofahrzeuge können der Vereinbarung zufolge im Jahr 2020 bei der Ermittlung der gesamten Flottenwerte doppelt angerechnet werden, bis 2023 soll der Anrechnungsfaktor auf eins gesenkt werden. Höher bewertete Supercredits gibt es in den USA, hier zählen E-Fahrzeuge vierfach…)“
Was es nicht geben darf:
W wie Wahrheit E-Auto mit Kohlenstrom

Wir haben eine spannende Entwicklung vor uns!


Auf zur Tannalp

Wir leben da, wo sich andere Ferien wünschen! Fährt man zur Stöckalp, wird man von mächtigen Bergen empfangen. Mit der Gondelbahn wird Melchsee Frutt bequem erreicht. Ein unvergessliches Panorama öffnet sich.

Heute herrschte „Grande beaux“ mit Sicht „Russland retour“!

Wuchtig steht da einer…
Eindrückliche Faltungen!

Die Auswilderung eines einzigen Bartgeiers soll um die 100’000 Franken kosten! Siehe auch Auswilderung 2018 und Bartgeier – Melchsee-Frutt

Reklame für das Bartgeierprojekt
Der morgendliche Melchsee (1891 M.ü.M.) ladet zum Bade – heute eher nicht!
Das Kirchlein breitet seine Ruhe aus…
In der Ferne zeigt sich der Titlis – und die Bonistockbahn
Das klare Wasser des Tannensees – 1976 M.ü.M.
Tannalp
Die Kapelle „Maria, Königin der Engel“ auf Tannalp wurde 1959 eingeweiht.
Schlichtes Inneres der Kabelle.
Berggasthaus Tannalp

Das Berggasthaus ist gut besucht! Der Menüplan ist einfach. Trotzdem hat die Küche Mühe, eine Bratwurst so zu braten, dass nicht nur aussen schön braun, sondern innen auch noch heiss ist! Sie hätten sofort eine neue Wurst gebraten…

Nachgedacht: man könnte die Arbeit bereits am Anfang richtig ausführen…!

Auf der Seite des Bergrestaurants, etwas vor dem Mast, oben im Bild, ist das Bluftrohr des Fäkalientanks. Gäste, dies sich auf der Seite einen Platz ergattern, werden mit einem Scheissgestank dafür belohnt. Für Abhilfe wäre kaum ein Bauingenieur erforderlich.

Für den Rückweg wählen wir die gegenüber liegende Seite.
Das Kirchlein am See aus anderer Sicht

Die Kapelle Melchsee steht auf einer kleinen Halbinsel im Melchstausee. Am 15.Aug.1900 wurde sie als „Maria vom guten Rat“ oder „Mariahilfkapelle“ eingeweiht.

Rechts im Bild „Haupt“, 2313 M.ü.M.

Einst regte man sich wegen den viereckigen Hotelkästen auf. Was bauen die Architekten heute? Viereckige Kästen! In der rechten Bildhälfte erkennen wir den Panoramalift. dieser steht täglich 24 Stunden kostenlos zur Verfügung! So kommt man bequem zum und vom See! Im Bild links: Frutt Lodge & Spa – finanziert mit chinesischem Geld! => Chinese Yunfeng Gao erobert im Eilschritt die Zentralschweiz

Dass für das Geld auch eine Gegenleistung erwartet wird, hat  offenbar der abtretende Direktor des Hotels erfahren! Das Frutt Resort von Junfeng Gao steht unter neuer Direktion.

Das ist offenbar nichts Neues! Schliesslich: Wer vom Wandern hat genug, der nimmt den Fruttli-Zug!

Ein schöner Herbsttag ist zu Ende. Nächstes Jahr wieder!


Genau hingeschaut