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Segelflugzeug Spyr IV

Spyr IV; Foto: Karin Lehmann
Technische Daten
Typ
Spyr IV
Konstrukteur
August Hug
Konstruktionsjahr
1941
Baujahr
1941 G.B.M.Z. Zürich
Spannweite
16,4 Meter
Gewicht
219 Kg
Sitzplätze
1
Anzahl produzierter Flugzeuge
2 Stk.
Vorgeschichte         Fliegen, reparieren, fliegen, reparieren
Mit dem Spyr IV wollte August Hug 1941 ein Leistungssegelflugzeug konstruieren, welches seiner Konkurrenz weit überlegen ist. Daher ist der Spyr IV keine Weiterentwicklung des erfolgreichen     Thermikseglers Spyr III ( Hochdecker mit geraden Flügeln ), sondern zu einem grossen Teil eine Neuentwicklung.  Die vorgepfeilten Knickflügel, welche sehr spitz auslaufen, geben dem Spyr IV ein unvergleichlich schönes Flugbild.
 
Es wurden vom Spyr IV 2 Stk. gebaut.  Der HB-328 ging an Marcel Godinat und der HB-336 an Eduard Lauber.
Der Erstflug des HB-336 fand am 18.01.1942 durch Hermann Schreiber statt. Es zeigte sich schnell, dass der Spyr IV kein einfach zu fliegendes Flugzeug ist.  
Der HB-328 von Godinat erlitt bereits 1949, nach diversen kleineren Schäden, bei einem Startunfall definitiv Bruch und wurde aus dem Luftfahrzeugregister gelöscht.
 
Der HB-336 bereitete E. Lauber gemäss Bordbuch ebenfalls Probleme. Bereits im Frühling 1943, nach einem Jahr, war eine Revision mit diversen Reparaturen fällig. Im Frühling 1944 stand eine «Totalrevision» an. Bei dieser Grundüberholung erhielt der Spyr IV seine «Diana-Creme» Farbe.  
 
Am 26.10.1949 übernahm die Segelfluggruppe Oberaargau das Flugzeug, welche 1952 wiederum eine Gesamtrevision ausführen musste.
 
Am 15.02.1961 wechselte der Spyr IV erneut den Eigentümer. Eugen Aeberli nahm noch 1962 mit seinem 20 Jahre alten Spyr an den Schweizermeisterschaften teil. Gegen die Leistungssegelflugzeuge der neusten Generation hatte er jedoch keine Chance.
 
1964 kaufte Fredy Gulz das Flugzeug und 1974 wechselte der Spyr IV zu Martin Brülisauer, welcher ihn bereits ein Jahr später, nach dem internationalen Oldtimertreffen in Gruyère, an Urs Villiger verkaufte. Es stand erneut eine Generalüberholung an.
Die Gesamtsanierung des bereits etliche Male reparierten Flugzeuges erwies sich als schwierig und zog sich in die Länge. Nach 25 Jahren, unzähligen investierten Stunden und einigem an Kosten kippte
am 26.12.1999 der Sturm Lothar den Hänger mitsamt dem eingelagerten Spyr auf die Seite und gab dem Restaurationsprojekt den Todesstoss.
Restauration         Was lange währt……….
Am 1.11.2005 konnte ich von Urs Villiger das Restaurationsobjekt mitsamt dem beschädigten Anhänger erwerben. Ich war überglücklich und top motiviert.
Genauere Untersuchungen zeigten jedoch, dass der erwartete, verbleibende Restaurationsaufwand  mehr Zeit beanspruchen sollte, als ich im ersten Moment geschätzt hatte. Ich stiess definitiv an meine Grenzen, zumal ich noch andere Projekte am Laufen hatte.
 
Zu meinem grossen Glück erbarmte sich Willy Fahrni, der damalige Präsident der Oldtimer- Segelflug-Vereinigung Schweiz. Er sagte mir zu, mich bei der Restauration zu unterstützen. Im Spätsommer 2009 durfte ich den Spyr IV in die schöne, gut eingerichtete Werkstatt in Wald ZH überführen.
Wer Willy Fahrni kennt, der weiss, dass es für ihn keine halben Sachen gibt.  
 
Zuerst konstruierte er neue, praktische Einbauten für den Hänger; schliesslich muss ein neu restauriertes Flugzeug auch fachgerecht gelagert werden. Diese Einbauten erleichterten uns später  das x-fache Ein- und Ausladen der Flügel und des Rumpfes.
Anschliessend wurde beim Rumpf die ganze Oberfläche entfernt, da sich die Farbe teilweise zu lösen begann. Der Rumpf erhielt eine neue Klinke und mein neues Instrumentenbrett in Ulmenmaser wurde eingebaut. Das Seitenruder musste teilweise neu aufgebaut und der ganze Rumpf mit Baumwolle überzogen und lackiert werden. Nun konnte ich den Rumpf neu spritzen.
Der Rumpf war so perfekt gelungen, dass Willy darauf drängte, die Flügel ebenfalls neu einzutuchen.
Der Entscheid fiel mir leicht, wusste ich doch, dass Willy nicht nur redet, sondern vor allem handelt.
Wenn immer mehrere Hände gebraucht wurden, war Erwin Flammer zur Stelle.
 
Am 18.09.2014 konnten wir den Spyr IV nach einem Arbeitsaufwand von mehr als 3’000 Stunden in Bettlach durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) prüfen lassen.  
 
Am 15.4.2015, fast 40 Jahre nach seinem letzten Flug, konnte ich den Spyr IV in Grenchen neu einfliegen. Dank der hervorragenden Arbeit von Willy mussten nur einige kleine Anpassungen vorgenommen werden, was bei einer so langen Sanierungszeit mit diversen Anläufen und so tiefgreifenden Arbeiten nicht selbstverständlich ist.
Wie erwartet, hat der Spyr IV beim Starten und Landen, wie auch im Flug einen eigenen (etwas eigenwilligen) Charakter.  Nach 3 Jahren, 29 schadenfreien Flügen und 38 Flugstunden habe ich mich dem Spyr IV angepasst und wir harmonieren sehr gut zusammen. Mehr Bilder: Hier!
 
Text: Thomas Fessler, Stiftung Segelfluggeschichte

Die eigene oder eine fremde Armee im Land

«Jedes Land hat eine Armee, die eigene oder eine fremde» – Diese schon alte Weisheit scheint im Zeitalter der «Werte» verdrängt und vergessen gegangen zu sein.

Russland musste die Ukraine überfallen, um sich daran zu erinnern!

Die Devise: «Nie wieder Krieg in Europa» hat sich längst in den Schwanz gebissen. Der Krieg in Jugoslawien war deutliche Sprache genug! Das Fiasko in der Ukraine verdeutlicht es erneut.

«(…) Prof. Dr. Stephan Bierling: Die Sicherheitspolitik der EU ist ein einziges Defizit. Ohne die USA sind wir weder materiell noch logistisch noch konzeptionell verteidigungsfähig….)» (Friedrich Naumann Stiftung)

«(…) In einer Woche verschießt Kiew so viel Munition wie die Briten insgesamt besitzen.)» (Welt: 29.12.22)

«(…) Russland verschiesst an einem Tag soviel Artilleriegranaten, wie Europa in einem Monat produziert.)» (Kaja Kallas, Ministerpräsidentin v. Estland).

Pazifismus, Friedensaktivismus, Friedensmärsche, gegen den Krieg Eingestellte usw. müssen sich wohl die Augen reiben! Sie haben ihre Energie in die falsche Richtung verpufft.

Es wäre zu kurz gedacht, dem Friedensidealismus die Schuld in die Schuhe zu schieben! Ideell wollen wohl die meisten Menschen Frieden. Leider zeigt die Realität, dass Krieg latent vorhanden ist.

Praktische Problemlösung: Man gewähre dem Zwerg aus St. Petersburg gleiche Augenhöhe mit vertrautem Mittel 😉

Krieg ist nach Carl v. Clausewitz (… Vom Kriege) immer eine Folge der Politik. Ergo hat die Politik versagt!

Weil die Politik laufend versagt, bleibt die Wehrhaftigkeit nach wie vor oberstes Gebot!


EU kritisch betrachtet

Kopie des Inserats von Beat Ziegler, Stansstad (nicht zu verwechseln mit Dr. jur. Beat Ziegler, Stans im Unterwaldner Nr 7 vom 15. Februar 2023; Quelle: Schweizerzeit Nr.3Freitag 10. Februar 2023

Ein politischer Philosoph und EU-Parlamentarier spricht Klartext

Schonungslose Entlarvung der EU

von Prof. Dr.Ryszard Legutko, Professor der Philosophie an der Universität Krakau

Die EU ist kein Staat. Sie ist eine Union. Und sie ist eine riesige Geld-Umverteilungsmaschine. Quersubventionen sind in der Wirtschaft verpönt. Die Politik bedient sich nach Belieben jener Mittel die für sie gerade den besten Kurzzeit-Effekt bringt. Sie will sich mit «Werten» definieren. Im Ernstfall entscheiden Waffen. Worte werden übertönt.  Der Angriffskrieg, den die Russen in der Ukraine führen, zeigt es deutlich. Die Uneinigkeit innerhalb dieser Union kommt fast täglich zum Ausdruck! Nicht alle sind bereit nach Selenskys Geige zu tanzen. Auch die NATO spielt ein uneiniges Spiel. Deutschland soll nach Ansicht der USA eine Leaderrolle einnehmen, so die Meinung der USA. Das schockiert die Franzosen und Italien will auf Augenhöhe mitreden können. Doch Deutschland hat sich unter dem Deckmantel der USA versteckt. Ein Schwanzbeisser! Es leistete sich nach Ende des kalten Krieges eine fast totale Abrüstung. Das ist offenbar das Resultat des Wirkens von Menschen auf die sich Friedensmärschen tummeln, von solchen, die gegen den Krieg sind, von Linken, Pazifisten, Gutmenschen und Illusiosgläubigen. Alle Unionsländer beschwören die Demokratie, während sie Demokratur leben! Es sind jene, die liber eine fremde, als die eigene Armee in ihrem Land sehen!

Um eigene Fehler und Versäumnisse zu kaschieren, wird ein kleines, neutrales Land gebascht! Erst ging es um 12400 Schuss 35 mm Flabkanonenmunition, die vom Gepardpanzer verschossen wird. Deutschland hat der Ukraine «grosszügig» 30 Gepardpanzer «geschenkt» um «Mitleid und Barmherzigkeit» zu demonstrieren. Dabei hat Deutschland diese Panzer längst ausgemustert. In der Folge wären sie bei Gelegenheit wohl verschrottet worden.   Der Krieg in der Ukraine akm den Deutschen wie eine glückliche Fügung entgegen. Sie Lissen ein Dreckgeschäft vom Stapel. Sie «schenkten» der Ukraine «grosszügig 30 Gepard Panzerfahrzeuge. So konnten die Verschrottungskosten eingespart werden! Leider wurde vergessen, früh genug Munition dafür zu bestellen! Man erinnerte sich, dass noch 12400 Schuss, gefertigt in der Schweiz, an Lager lagen. Aber die waren wegen des schweizerschen Kriegsmaterielgestzes tabu, was man in Deutschland wusste.

FlaK-Panzer Gepard B2L

Teilen wir die 12400 Schuss auf die 2x 30 = 60 Kanonen auf. Es ergibt 206 Schuss. Bei einer Kadenz von 550 Schuss /Minute pro Kanone, erkläre jemand den kriegerischen Wert dieser 12400 Schuss, um die es geht! Eine Kanone allein hätte theoretisch die ganze Portion in 23 Minuten verschossen. Anders herum: Jede Kanone wäre nach weniger als einer halben Miute ausgeschossen! Daraus erkennt man das grosse Geschrei um Nichts durch viele, besonders deutsche, Politiker! Christine Lambrecht, die Verteidigungsministerin ist wohl nicht umsonst zurück getreten! Und das Fatale daran, Schweizer Politiker und Einflüsterer hab sich in das deutsche Bashinglied eingestimmt!

Inzwischen gibt man sich mit der Schweiz versöhnlich: Rheinmetall hat zwar beschlossen, 30mm-Flabmunition in Deutschland selbst herzustellen. Am Standort Schweiz werde aber festgehalten. Grosse Demut! Nun,  jeder Hund hat begriffen, dass man diejenige Person, die ihr das Fressen zuhält nicht beisst! Durchsichtige «deutsche Grosszügigkeit!»


Der Duden, die «Dudin»

«(…) Die Online-Redaktion des Dudens hat entschieden, rund 12’000 Personenbezeichnungen zu gendern, wie das moderndeutsch heisst. Für Frauende: Begriffe wie Mieter, Politiker, Zuschauer usw. werden nicht mehr, wie bis anhin, als geschlechtsneutral definiert.)»

«Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod» – Es geht auch umgekehrt: «Wenn der Genitiv den eigentlich korrekten Dativ verdrängt.» – oder- «Teydtsche Schprak, swere Sprack».

Heute heisst es anstelle von Arbeitnehmerinnen: Arbeitnehmende, obwohl sie vielleicht gerade «Schwimmende» oder anstatt Arbeit nehmen, zur Zeit am Arbeitsplatz nur anwesend sind –  als Kranführerin, welche die Lismeten zur Hand hat um Wartezeit zu überbrücken oder am Handy Privates abhandeln – also eher, lediglich physisch Anwesende!

René Descartes stellte den Geist über den Körper («cogito, ergo sum» – «„Ich denke, also bin ich.“). Körper gleich Objekt gleich Materie.

Um auf die Kranführerin zurück zu kommen: die Gesamtheit der Kranführer und Kranführerinnen sind  Menschen, die mittels Kran ihr Brot verdienen. Da wären selbst die Menschen , die sich als non-binär,  also weder als weiblich, noch als männlich verstehen mit eingeschlossen, ob mit oder ohne Lismeten!

Was sollen wissenschaftliche Abhandlungen im Alltag (NZZ, Was von «männlich» und «weiblich» übrig bleibt, von Brigitta Hauser-Schäublin, emeritierte Professorin für Ethnologie an der Georg-August-Universität Göttingen. ), wenn es  lediglich um den Respekt gegenüber anderen Menschen geht?

«(…) Wir müssen umdenken. Nicht put in, eher put out. Sogar der Duden und die Dudin (im aktuellen Duden gibt es das Wort nicht!) sind überfordert bei Strommangellage, wissen nicht weiter: Gelage für Strom-man“, da kann mann (?) und frau (?) noch fündig werden, …)» Solche «Genickbrüche oder Zungenbrecher braucht es nicht, ausser für «Rechthaber», «Besserwisser», «Weltverbesserer» und jene, die Ihresgleichen am liebsten auf den Boden oder gar darunter gedrückt sähen, um sich dünkelhaft zu überhöhen! Um von Kritik zu lernen, braucht es Einsicht! Einsicht kommt von innen, auch wenn von aussen angeregt! Obiges gesehen im Finanzblog (Wir «müssen» gar nichts ! Und drängen lassen wir uns erst recht nicht! Putin-Duden-Strommangel: sprunghaftes Denken?…. und was der Duden mit der Strommangellage zu tun hat ist schleierhaft).

Der Geburtshelfer werde korrekt als Hebammer bezeichnet, so Hendrik Rogner, der als erster Mann in der Geschichte des Kantonsspitals Aarau, als «Hebamme» arbeitet – «Aber das sagt niemand so» Der Sohn einer einstigen «höchsten» Hebamme in der Schweiz würde es wohl genauer, bzw., besser wissen, nicht ohne seine Ausführungen unverständlich zu «vergendern».

Die Sprachentwicklung ist ebenso der schnelllebigen Zeit unterworfen wie alle anderen Gebiete. Ob es daher nicht besser wäre, flexibel auf die neuen Situationen zu regieren, als laufend neue Normen und Regeln zu erfinden, die schon überholt sind, bevor sie richtig beschrieben und begründet sind? Dafür braucht es eine Gemeinschaftsleistung!

Wenn es um die Suche, bzw. die Bedeutung von Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit geht, worum Feministinnen kämpfen, wird es kaum einen Weg geben, der die Definitionsmacht betreffend  Geschlecht, Sexualität und Familie einseitig ausüben soll. Zur Zeit werden ein ein aufkommender Antifeminismus sowie eine zunehmende Genderkritik festgestellt. Dies kommt wohl kaum von ungefähr! Extreme Ansichten und Gleichmacherei fallen kaum auf fruchtbaren Boden!

Feminismus, Antifeminismus, Genderismus: Was mit ….ismus endet ist Ideologie. Ideologien sind meist intolerant, fundamentalistisch und machtsüchtig. «(…) Macht ist böse an sich!)» Jacob Burckhardt, Basler Historiker, 1818-1897).


Auf- oder Abrüsten?

Die Frage ist müssig! Jedes Land hat eine Armee, die eigene oder eine fremde. Aber wenn eine eigene, dann die beste! Eine alte Weisheit!

Es geht nicht ums Aufrüsten um anzugreifen, sondern um bereit zu sein, sich zu verteidigen, wenn! Das wird von Pazifisten und Pazifistinnen, Friedensmärschlern und Friedensmärschlerinnen Werteträumeerinnen und -träumern und solchen, die stets die Welt verbessern wollen vergessen oder bewusst ausgeblendet, weil sie in ihren Ideologien gefangen sind!

Kirchliche Institutionen diskutieren über kirchliche und zivilgesellschaftliche Strategien in Kriegszeiten. Sie wollen ohne Waffen Frieden schaffen! Dabei haben sie selbst ein Glaubwürdigkeitsproblem. Sonst würden ihnen die Gläubigen nicht davon rennen wie Ratten aus sinkenden Schiffen! Sie stellen fest, was Kriege und bewaffnete Konflikte an vielen Orten der Welt für die Bevölkerung bedeuten. Sie seien eine Bankrotterklärung der Menschheit. Sie wissen um den giftigen Mix von Nationalismus, säkularen oder religiösen Ideologien und Militarismus. Sie stellen mehr Fragen als sie Antworten kennen! Ihre Fragen lauten etwa:

  • Hat Gewaltfreiheit angesichts imperialer
    militärischer Macht ausgedient?
  • ƒ Gibt es gar keine Wahl zwischen Real-
    politik und der Perspektive konsequenter

    Gewaltfreiheit? Oder ist das die falsche

    Frage?
  • Welche Handlungsoptionen haben Kirche
    und Zivilgesellschaft, die in Kriegszeiten

    ein Fragezeichen setzen?

Sie wollen verstehen, haben keine Antworten und keine Lösungsvorschläge – Debattierclubs? – Druck erzeugt  Gegendruck und Gewalt erzeugt Gegengewalt!ƒ

Das Beispiel Deutschland zeigt es deutlich.  Die Bundeswehr wurde über Jahrzehnte zu Tode gespart. Als «Leader» in der EU wurden «Werte» hoch gehoben, mit denen kein einziger fremder Panzer zu bremsen wäre! Im deutschen Sog schwammen andere EU-Staaten mit. Sie stimmten ein in «Nie wieder Krieg in Europa!» Das was in Ex-Yugoslawien abging, wurde verniedlicht, bestenfalls als Unfall abgetan. Und Georgien, Erewan, Bergkarabach, Aserbeitschan, Syrien, Afghanistan u.a. war weit weg…!

Die Rote Armee hatte einst zum Ziel, in drei Tagen am Atlantik zu sein. Ihre Backfire-Bomber, damals in Tschechien stationiert, wären elf Minuten nach dem Start über der Schweiz gewesen!

Würden russiche Verbände überfallmässig nach Berlin fahren, sie würden auf  eine Bundeswehr mit defektem, nicht gewartetem und veraltetem oder nichtfunktionierendem Kriegsmaterial stossen! Und auf eine Abwehr die in zweieinhalb Tagen ausgeschossen hätte!

Insofern ist die Zeit für so ein Unterfangen ungeeignet. Die Russen beissen sich zur Zeit in der Ukraine die Zähne aus und binden ihre Kräfte dort.

Und falls es noch Fantasten und Fantastinnen gibt, die glauben, US-Amerika würde seine Arsenale für Europa leeren um Retter zu spielen, sollen dies schleunigst vergessen!

Daher: Aufmerksam und bereit sein. Freiheit kann man nicht kostenlos haben!


Just in Time – Segen oder Fluch?

«(…) Just in time (JIT) ist eine Produktionsstrategie (JIT-Produktion), bei der Material und Werkstücke in der Stückzahl und zu dem Zeitpunkt an den Ort zu liefern sind, wo sie aktuell benötigt werden (bedarfssynchrone Produktion)….. Da der Materialfluss auf die Produktion abgestimmt werden muss, ist die gesamte Lieferkette (Supply Chain) eng mit der Produktion zu verzahnen. …..Die Wertschöpfung wird bei der JIT-Produktion teilweise ausgelagert, sodass das Unternehmen schlanker agieren und sich auf Kernprozesse fokussieren kann. Durch Reduktion von Durchlaufzeiten, Lagerhaltung und Kapitalbindung kann der wirtschaftliche Erfolg gesteigert werden – allerdings erhöht sich die Abhängigkeit von den Lieferanten.)«

In der «Guten alten Zeit» hatten die Anbieter von Produkten ihre Lager. Dann kamen die Ökonomen, räumten die Lager, wenn sich in den Lagerbeständen zu geringe Bewegung zeigte, weil sie teuren Boden belegten und Kapital banden.

Ich erlebte selbst, wie ein Magazin geräumt wurde um der Hochschulmeinung Durchbruch zu verhelfen. Seltene Aluprofile, die bei Reparaturen an Flugzeugen zum Einsatz kamen und typenbedingt waren, wurden entsorgt, sehr zum Ärger des Spenglermeisters. Was jedoch nicht eintraf: der freigelegt Platz wurde nicht für etwas anderes genutzt!

Und mehrere Laufmeter eines sehr teures mehradrigen Kabels für die Steuerung einer Propellerturbine inkl. Propeller wurde weggeschmissen, worauf sich ein Ingenieur vehement wehrte. Er nahm diese Kabel zu sich unter der Bedingung, dass bei allfälligem Gebrauch, er der Lieferant sein werde. Es dauerte nicht lange und er konnte sein zum Schrottpreis erstandenes Kabel zum Neupreis mit kleinem Einschlag  liefern – sofort! Der «Reibab» hatte sich gelohnt! Wir erlebten mehrfach, dass die gewonnen Flächen für nichst anderes gebraucht wurden…!

Es kann gut das Folgende passieren . Wer im Jahr 2022 Jahr eine Photovoltaikanlage mit Wechselrichter und Akkubestellte, der sieht sich als JIT-Opfer.

Fiktives Beisiel: Die Anzahlung (50%) erfolgte nach der Auftragsbestätigung (Juli 2022). Ziel der Inbetriebnahme war auf Anfang September vorgesehen, wobei eingeräumt wurde, dass es eher Ende September werde. Inzwischen ist bis vor ein paar Tagen nichts passiert. Sporadisch gab es einige nichtssagende Mails. Man warf dem Besteller wie einem Hund von Zeit zu Zeit ein paar Rädli Wurst zu, damit er nicht knurrt.

Inzwischen ist Weihnachtszeit. Nun beginnt der «Hund» nicht nur zu  knurren, sondern er bellt laut! Neue Situation! Gegen Ende Januar 2023 sollen die Solarelemente montiert werden (sfern es das Wetter erlaubt). Danach komme der Elektriker um zu verdrahten. Danach sollen Wechslrichter und Akku installiert und angeschlossen werden! Natürlich werden die fehlenden Elemente dann geliefert wenn sie vorhanden sind! Just in Time sei geheiligt, aus Kundensicht verflucht!

Beim Anbieter kam es niemanden in den Sinn, früzeitig zu bestellen und mangels eigener Lagerkapazitäten den Kunden nach einer Möglichkeit bei ihm zu fragen! Man verharrt im alten Tramp voller Betriebsblindheit.

Just in Time ist so gut wie die Verfügbarkeit der benötigten Ware! Sie ist so gut, wie ideelle Lieferketten und sie ist so gut, wie die Zuverlässigkeit der Hersteller.

Das Schiff hatte den wichtigen Kanal sechs Tage lang blockiert. Nun gibt es eine Einigung bezüglich der Entschädigung. Quelle: AFP
Foto: AFP

Neue Situationen verlangen neues Verhalten! Dass das Nadelöhr Suezkanal problematisch sein kann, weiss die Welt schon seit der Suezkrise  von 1956! Aber was nicht sein darf, das nicht sein kann! Flexible Reaktion wäre nun gefragt – mindestens, bis sich die seit März 2021 bekannten Lieferkettenprobleme normalisiert haben! Diese  sind seit  der Strandung des Containerschiffs Ever Given im Suezkanal seit März 2021 und seit Covid 2020 bekannt. 18.000 Schiffscontainer waren dadurch blockiert. Laut der Versicherung Lloyd’s kostete das Unglück Unternehmen weltweit 400 Millionen Dollar – pro Stunde!

Die gut bezahlten Manager hocken vor der Situation wie eine Kaninchen vor der Schlange! Sie sind blockiert und haben keine Ideen! Ebenso die Unternehmer! Sie tun so, als wäre die Situation von Gott gegeben, obwohl die meisten kaum an ihn glauben!

Just in Time: Segen, wenn alles wie am Schnürchen klappt, Fluch wenn eine Panne auftritt. Den grössten Schaden erleiden die Kunden. Und das Ansehen der Anbieter wird ramponiert!

In der Netzplantechnik ist es üblich, dass bei unerwarteten Vorkommnissen, die den kritischen Pfad und somit den geplanten (versprochenen) Endtermin negativ beeinflussen, zusätzliche Aktivitäten eingefügt werden. Aber schon ein einfaches Balkendiagramm wäre eine Hilfe! Die Organisationsmittel wären vorhanden! Sie müssten nur eingesetzt werden!

Ob es dem «Fiktionär» ähnlich ergeht wie einem Ehepaar in Deutschland wird man später wissen! Wir hoffen es nicht! Man darf ja auch optimistisch sein!  => Ehepaar kauft Solar-Komplettpaket für 22.000 Euro: Dann beginnt das Drama.


Segelfluggeschichte

Die Stiftung Segelfluggeschichte hat bisher beachtliches geleistet. Der Werterhalt antiker Sgelflugzeuge ist wichtig. Es werden Entwicklungen aufgezeigt und es werden Pioniere und Förderer in Erinnerung behalten. Perssönlich freut es mich, dass der Spyr Va, HB-509 nun da gepflegt wird, denn mit dem Spyr verbindet mich der Kontakt zu August Hug, einem der Väter des Schweizer Segelfluges. Erwar mein Fluglehrer. Auch in der Gewerbeschule war er mein Lehrer in Mechanik und Festigkeitslehre.  Als Gründungsmitglied des AeCS, Sekt. Nidwalden und Ehrenpräsident hatte ich als Vorstandsmitglied engen Kontakt zu Hug.

Spyr Va HB-509, Bild, Polster Stans

Bisher hat das Verkehrshaus in Luzern interessante Konstruktionen gehütet. Doch die Luftfahrt muss anderen Interessen Platz abtreten. Das ist einerseits bedauerlich, andererseits soll es Ansporn sein, die Stiftung Segelflug mit Spenden zu unterstützen!

Evtl Frontbild Nidwalden: Für den Jubilläumstag 75 Jahre Segelfluggruppe Nidwalden kam der Oldtimer Spyr Va von Grenchen nach Buochs. Das Fluzeug hatte seinen Erstflug 1949 und ist damit das älteste Flugzeug der SGN. Nach mehreren Abstürzen ist es immer wieder repariert worden. Heutiger Besitzer (seit 2008) ist der Bettlacher Schreinermeister und Pilot Thomas Fessler (vorne am Steuerknüppel). Passagier ist Somon Muff. ein Maschinenbaustudent aus Horw. Der Mann rechts, der fast zärtlich die Hand auf den Segler legt, heisst Georg Fliss. Er hatte den stark beschädigten Segler 1970 nach einem Absturz von der SGN übernommen und wieder flugtüchtig gemacht und selber während fast 40 Jahren bis 2008 geflogen. Bild Robert Hess (Buochs, 23. September 2017)
Kontaktadresse:
Thomas Fessler
Stiftung Segel-Flug-Geschichte
Föhrenweg 4
2544 Bettlach
thomas.fessler@besonet.ch
Tel: 032 645 30 30
Spendenkonto:
Raiffeisenbank Weissenstein

Stiftung Segel-Flug-Geschichte
IBAN: CH84 8097 6000 0041 5673 0

 


Narzissten unter uns?

Echo und Narziss (John William Waterhouse, 1903, Walker Art Gallery, Liverpool)

Woher kommt der Begriff «Narzisst»?

Die Figur des Narziss ist in der griechischen Mythologie der Sohn des Flussgottes Kephisos und der Nymphe Leirope. Narziss wächst als ungeliebtes Kind auf und kann selbst nicht lieben. Gleichzeitig sieht er sehr gut aus, ist eitel und berauscht von seiner eigenen Schönheit. Verehrerinnen weist er ab. Als Strafe wird er von Aphrodite dazu verdammt, sich in sein eigenes Spiegelbild zu verlieben. Als er sich selbst im Wasser bewundert, fällt ein Blatt hinein und verzerrt die Spiegelung. Narziss kann seine vermeintliche Hässlichkeit nicht ertragen – und stirbt.
Narziss (Wandmalerei, Pompeji, um 70 n. Chr.)

In der Psychologie wird zwischen krankhaftem Narzissmus und Narzissmus als gesunder Persönlichkeitseigenschaft unterschieden. Selbst wenn jemand narzisstische Charakterzüge hat, wie ein großes Selbstbewusstsein und Mut zum Risiko, ist das noch lange nicht krankhaft. Diese Menschen leiden nicht, im Gegenteil: Sie sind häufig sehr beliebt, kommunikativ und extrovertiert – und sehr erfolgreich im Berufsleben.

Narzissmus +/- (Quelle: Karrierefibel.de)
Narziss (Caravaggio, 1598/99, Galleria Nazionale d’Arte Antica, Rom)

«Ist die Selbstliebe eines Menschen jedoch stark geschädigt oder unentwickelt, dient die perfekte äußere Fassade aus Erfolg, Leistung, Status, Attraktivität und Schlankheit als Ersatz für ein positives Selbstgefühl», schreibt die Psychologin Bärbel Wardetzki in ihrem Buch «Eitle Liebe».

Erfolgreich im Beruf, Probleme im Privatleben.

In beruflichen Zusammenhängen seien narzisstische Menschen daher meist sehr erfolgreich und kompetent, ihr Problem liege mehr im Umgang mit Menschen und in intimen Beziehungen. «Denn Unsicherheiten und Selbstzweifel können zwar hinter der perfekten Fassade versteckt werden, bleiben aber dennoch erhalten und zeigen sich häufig in den Momenten, in denen jemand einem anderen Menschen emotional nah kommt. In der Distanz können sie sich besser tarnen als in der wärmenden Nähe», so Wardetzki.

Stark ausgeprägte narzisstische Persönlichkeitsmerkmale führen hingegen zu sozial unverträglichen Eigenschaften und Verhaltensweisen – worunter die Narzissten auch sehr leiden können. Die so genannte narzisstische Persönlichkeitsstörung tritt aber nur bei bis zu 0,4 Prozent der Weltbevölkerung auf.

Wie merkt man, ob jemand Narzisst ist? Merkmale der narzistischen Persönlichkeitsstörung:

Cartoon aus der satirischen Zeitschrift Punch

Eine «narzisstische Persönlichkeitsstörung» (NPS), wie man die krankhafte Form des Narzissmus nennt, ist eine tiefgreifende Störung der Persönlichkeit, welche sich durch mangelndes Selbstwertgefühl, eine ausgeprägte Empfindlichkeit gegenüber Kritik und einer geringen Empathie für andere Menschen auszeichnet. Das mangelnde Selbstbewusstsein wird häufig durch eine Zurschaustellung «grandioser» Taten kompensiert. Krankhafte Narzisstinnen und Narzissten werten noch dazu andere Menschen ab, um sich selbst «größer» zu fühlen.

Otto Kernberg, einer der berühmtesten Psychotherapeuten der Welt, ist führender Experte im Gebiet Narzissmus. Er sieht die Unfähigkeit zu lieben als typisches Symptom der narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Narzisstinnen und Narzissten würden Bewunderung brauchen, keine Liebe.

Narzisstinnen und Narzissten wirken ungeheuer anziehend auf Menschen. Forschende der Universität Graz fanden in einer Studie heraus, dass Narzissten bei ersten Dates um für bis zu 10 Prozent attraktiver gehalten werden als andere. Das gilt sowohl für Frauen als auch für Männer. Der Grund: Narzissten sind extrovertiert, machen sich attraktiv zurecht und sind freundlich (auch falsche Schlangen!).

Daher sind sie auf den ersten Blick die perfekten Partnerinnen und Partner. Doch weit gefehlt. Denn obwohl der Beginn einer Beziehung mit einem Narzissten sehr schön sein kann, entwickelt sich die Partnerschaft im Laufe der Zeit oft zu einem Albtraum: Der Narzisst macht den eigenen Partner von sich abhängig und zerstört durch dessen Abwertung sein Selbstbewusstsein.

Durch dieses manipulative Verhalten suggeriert ein Narzisst dem Partner oder der Partnerin glaubhaft, dieser sei Schuld an den Problemen in der eigenen Beziehung. Aus diesem Grund fällt es vielen Betroffenen trotz dieser toxischen Verbindung so schwer, sich zu trennen.
Damit man gar nicht erst in diese Situation kommt, ist es hilfreich, einen Narzissten oder eine Narzisstin als diese zu erkennen – und dann bestenfalls zu meiden.

Wie erkennt man Narzissten? In den letzten Jahren wird die Bezeichnung «Narzisst» inflationär gebraucht. Ob die Ex-Freundin, der Chef oder Kollege – zu viele Menschen werden derzeit als «typische Narzissten» bezeichnet. Denn nicht jeder, der selbstbewusst und egoistisch handelt, ist ein Narzisst.

Wie definiert man krankhaften Narzismus? – Für die Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung müssen Patientinnen und Patienten laut Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition [DSM-5]) mindestens fünf dieser Punkte erfüllen:

  • ein übertriebenes, unbegründetes Gefühl der eigenen Bedeutung und Talente (Grandiosität)
  • die Beschäftigung mit Phantasien von unbegrenzten Erfolgen, Einfluss, Macht, Intelligenz, Schönheit oder der vollkommenen Liebe
  • der Glaube, dass sie speziell und einzigartig sind und sich nur mit den Menschen auf höchstem Niveau verbinden sollten
  • der Wunsch, bedingungslos bewundert zu werden
  • die Ausnutzung anderer, um ihre eigenen Ziele zu erreichen
  • ein Mangel an Empathie gegenüber anderen
  • Neid auf andere und der Glaube, dass andere sie beneiden
  • Überheblichkeit

Wie verhält sich ein Narzisst in der Beziehung

Eine Beziehung zu einer Narzisstin ode einem Narzissten läuft meist in einem typischen Muster ab: Narzissten sind zu Beginn sehr einnehmend. Sie überschütten den (potentiellen) Partner oder die Partnerin mit Komplimenten, setzen ihren ganzen Charme ein, um den Begehrten oder die Begehrte zu erobern. Das Gegenüber denkt oft, die ganz große Liebe gefunden zu haben.

Falls eine Person mit Vorgestztenfunktion im persönlichen Umfeld auftaucht, müssen die Alarmlampen dringend beachtet werden! Das Gleiche gilt für narzisstische Personen im Fachbereich-

Falls ein Narzisst oder eine Narzistin in der Nachbarschaft lebt, ist es dringend, diese (n) so schnell als möglich zu «neutralisieren», sonst kann man damit blaue Wunder erleben!

Mit dem Farbtest von Prof. Dr. Max Lüscher (+) erkennt man Narzissten u. Narzisstinnen sofort! -> «(…) Wer den bewunderten Partner als Idol wegen seiner Schönheit, seiner imponierenden Intelligenz, seinem Erfolg usw. «liebt», geniesst die eigene Eitelkeit und Selbstbestätigung, die er aus Gegenlieb ableitet Diese egozentrische Sebstspiegelung wird seit «Freud» als Narzissmus bezeichnet. Stendhal hat sie als als die Liebesform der Eitelkeit beschrieben. Wir redn vom Idealisieren und der Idolrolle des «Gelbtypen» (+).  Er ist ein erwartungsvoller Phantast.  Die Spannnweite reicht von ruhelos, anspruchsvoll bis unglücklich  mit dem Prädikat «Selbstflucht»  

Wer sein sogenanntes «Ideal» in der äusseren Erscheinung, im schönen Bild, in der äusseren Erscheinung, im schönen Bild, in der gesellschaftlichen Geltung des Partners erfüllt sieht, verpasst die erotische Selbstverwirklichung…. Selbstgefällig sind jene Bilder oder Gegenstände, auf denen ihm niemand die Hand gibt, sondern sein Portrait in edler Einsamkeit und stiler GRösse an einer der eigenen vier Wände hängt oder vor seinem Gehöft hängt oder zur Schau gestellt wird. Diese Art der von Selbstbegegnung trägt den blumigen Namen «Narzissmus»: Wir reden vom «Grüntyp» (+) und seinen Prestigesignalen. Er ist ein eingebildeter Pfau. Die Spannnweite reicht von eigenwillig, reizbar bis gewissenhaft mit dem Prädikat «Selbstüberschätzung»

Eine weitere Sicht: «(…) Narzissmus breitet sich immer mehr aus, sagt der renommierten österreichische Psychiater Reinhard Haller (61). Grund: Die zunehmende Ego-Gesellschaft bestärke viele Narzissten darin, ihr Ding durchziehen – ohne Rücksicht auf Verluste.

Dabei bleiben aber nicht nur Mitmenschen auf der Strecke, sondern oft auch der Narzisst selbst. Denn glücklich wird er eigentlich nie.

Reinhard Haller: Narzissten sind von einer starken Eigensucht geprägt, sie drehen sich um sich selbst. Fälschlicherweise wird Narzissmus oft als Eigenliebe definiert. Aber Narzissten können gar nicht richtig lieben. Weder andere noch sich selbst.

Woran erkennt man einen Narzissten? Ich mache das an den vier „E“ ’s fest. Zunächst einmal die Egomanie, die Selbstbezogenheit. Dann ist da diese wahnsinnige Empfindlichkeit. Narzissten sind immer schnell gekränkt. Des Weiteren kennzeichnet sie ein Empathie-Mangel, die Unfähigkeit, sich in Mitmenschen hinein zu fühlen. Und schließlich: die Entwertung anderer.

Worin sehen Sie die Ursachen? So pauschal und abschließend kann man das nicht sagen, aber es gibt Risikofaktoren in der Erziehung. Zum einen, wenn das Kind überversorgt, verhätschelt wurde, ständig gesagt bekam, es sei der oder die Beste. So lernt dieser Mensch nie, mit Niederlagen fertig zu werden, sich eine dicke Haut zuzulegen. Oder aber, wenn das Kind nicht ausreichend Liebe und Zuwendung bekam. So wird es immer auf der Jagd nach Anerkennung sein. Und das spürt das Gegenüber auch, dass diese Person gelobt werden will. Man fühlt sich Narzissten gegenüber oft unangenehm schuldig und weiß gar nicht, warum …

Klingt, als seinen Narzissten alles andere als happy und sich selbst genug … Narzissmus ist eine Sucht – man ist getrieben, hechelt ständig Lob hinterher. Zufrieden und glücklich ist ein Narzisst nie, er kriegt einfach nicht genug. Außerdem vermutet er überall Gegner und Fallstricke – und antwortet darauf gern mit Mobbing.)»

Also, einmal mehr: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!


Schweizer Neutralität versus 35mm Flabkanonenmunition

Neutralität darf nicht das Völkerrecht aushebeln

Gastkommentar NZZ. 14. 12. 22


von Daniel Urech und Martin Oberholzer

Seit dem Einmarsch der Armee Russlands in die Ukraine wird von einer «Zeitenwende» gesprochen. Diese Zeitenwende besteht aus zwei Dingen: aus der Einsicht, dass wir gezwungen sind, den Blick aus der Vergangenheit heraus in die Gegenwart zu richten und aus der unangenehmen Einsicht, dass es keine Politik gibt, ohne zwischen Freund und Feind zu unterscheiden (Konrad Paul Liessmann).

Der Ukraine-Krieg zwingt die Schweiz, einerseits ihre Verpflichtung als Uno-Mitglied wahrzunehmen, andererseits die Vorgaben ihrer dauernden Neutralität zu prüfen. Die Uno-Charta hat den Zweck, den Frieden unter den Völkern zu wahren und dem dafür festgelegten Völkerrecht Beachtung zu verschaffen. Ein Bruch des Völkerrechts kann nicht hingenommen werden, auch von der Schweiz nicht. Denn wirtschaftliche Sanktionen allein reichen nicht aus, um Recht wiederherzustellen.

Nach einer sorgfältigen Analyse der Situation kommen wir zum Schluss, dass der Bundesrat falsch gehandelt hat, als er sich weigerte, auf den Antrag Deutschlands einzutreten und auf die Nichtwiederausfuhr-Erklärung Deutschlands für bezogenes Kriegsmaterial zu verzichten. Hierzu vier Begründungen.

Erstens hat der Bundesrat selber festgehalten, dass die Schweizer Kriegsmaterialgesetzgebung deutlich strenger ist als das Neutralitätsrecht. Der Verweigerung einer Wiederausfuhr von Schweizer Munition durch Deutschland steht somit nicht primär das Neutralitätsrecht im Wege, sondern das Bundesgesetz über das Kriegsmaterialgesetz (KMG).

Zweitens erlaubt das KMG dem Bundesrat an zwei Stellen, die Nichtwiederausfuhr-Erklärung Deutschlands zu widerrufen. In Artikel 18, Absatz 1 steht: «In der Regel kann eine Ausfuhrbewilligung nur erteilt werden, wenn es sich um die Lieferung an eine ausländische Regierung oder an eine für diese tätige Unternehmung handelt, und wenn eine Erklärung dieser Regierung vorliegt, dass das Material nicht wieder ausgeführt wird (Nichtwiederausfuhr-Erklärung).» In Artikel 19, Absatz 2 steht: «Wenn ausserordentliche Umstände es erfordern, können sie (die Bewilligungen, Autoren) suspendiert oder widerrufen werden.» Die Formulierung «In der Regel» bedeutet konkret, dass Ausnahmen möglich sind. Es wäre unter den erwähnten Tatsachen ein Leichtes, diese ausserordentlichen Umstände zu definieren. Das kann mit Artikel 51 der Uno-Charta geschehen und mit der vom Bundesrat abgegebenen Erklärung zur Uno-Politik von 2014.

Drittens: Das Neutralitätsrecht (gemäss Haager Konvention von 1907) verbietet einem Land, welches das Kriegsmaterial von der Schweiz erworben hat, nicht, das Kriegsmaterial weiterzuexportieren. Die Nichtwiederausfuhr-Erklärung im KMG ist Ausdruck einer nicht umfassend reflektierten und extensiven Neutralitätspolitik. Die Schweizer Neutralitätspolitik ist nicht in Stein gemeisselt. Sie ist immer verpflichtet, auch die Rechtsgüter der Uno-Charta zu gewichten. Die Neutralitätspolitik darf nicht auf einem Auge erblinden.

Viertens: Die Schweiz hat als Mitglied der Uno das Recht und die Pflicht, sich an Massnahmen zur Wiederherstellung der kollektiven Sicherheit, wie sie in der Uno-Charta festgelegt sind, zu beteiligen. Dies besonders dann, wenn ein Staat einen Angriffskrieg erleidet und zur Selbstverteidigung greift. Die Vereinten Nationen sprechen dem angegriffenen Staat das Recht zur Selbstverteidigung uneingeschränkt zu. Das KMG muss vom Bundesrat somit völkerrechtskonform ausgelegt werden, wenn der Bundesrat richtig handeln und Verantwortung übernehmen will.

Die Guten Dienste der Schweiz alleine schaffen kein Recht, sondern nur Anerkennung. Wenn Verantwortung für das Völkerrecht nur als eine Offerte für Gute Dienste interpretiert würde, würde das Völkerrecht für die Schweiz zur Makulatur.

Daniel Urech ist Leiter, Martin Oberholzer Mitglied der Strategiegruppe der Vereinigung Pro Militia.
odh: Reine Verschleierungstaktik!

Um was es vordergründig geht: » Deutschland» basht die Schweiz, weil Deutschland keine in der Schweiz gefertigte Munition nach der Ukraine exportieren darf. «Deutschland» kritisiert die Schweizer Exportbestimmungen für Kriegsmaterial und prangert die Neutralität an.

FlaK-Panzer Gepard B2L

Es geht um 12400 Schuss 35mm Flabkanonenmunition, die vom Gepardpanzer verschossen wird. Deutschland hat der Ukraine «grosszügig» 30 Gepardpanzer «geschenkt» um «Mitleid und Barmherzigkeit» zu demonstrieren. Dabei hat Deutschland diese Panzer längst ausgemustert. In der Folge wären sie bei Gelegenheit wohl verschrottet worden. Die Deutschen Schlaumeier haben jedoch das Geschäft gerochen: Wenn die Gepards nach der Ukraine verschoben werden, ist die Verschrottung des Krieges wegen vorprogrammiert und es entstehen keine Verschrottungs- und Entsorgungskosten. Also hat man die alten Panzer für teures Geld bei Rheinmetall abgestaubt, entrostet und frisch geölt und geschmiert. Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat die Arbeit wohl kaum kostenlos ausgeführt. Und jetzt kommts: Christine Lambrecht, die Verteidigungsministerin  hat es versäumt, rechtzeitig Munition dafür zu bestellen! Ausserdem wusste sie kaum, um was es ging und bewies damit Inkompetenz.

Die Feinheit: 30 Gepardpanzer bedeutet 60 Kanonen.  Die Kanone schiesst mit einer Kadenz von 550 Schuss/Minute. 12400/550/ Min = 22,54 min. gerundet 23 Minuten! Theoretisch wären die 12400 Schuss in 23 Minuten verschossen!

Anders herum: 12400/60 = 207 Schuss pro Kanone! 207 /550 = 0,38 = 0,38 rund 0,4 Minuten Schiessen pro Kanone, dann ist es aus! Wo kann man da einen militärischen Nutzen erkennen?

Sogar der NATO Generalsekretär Stoltenberg bläst ins gleiche Horn. Es heisst dann etwa, die Schweiz verhindere die Rettung von Menschenleben in der Ukraine…. Aus humanitärer Sicht werden damit auch keine russsichen Menschenleben «verheizt»! Ich muss nicht sagen, dass die Flabkanonen keine Einzelschüsse sondern mehr oder weniger lange andauernde Garben abgeben. Wir könnten noch die Trefferwahrscheinlichkeit pro Schuss diskutieren! Militärisch gesehen handelt es sichalso um eine Banalität. An höchsten Stellen sowohl in Deutschland, wie in der NATO scheint es um Banalitäten zu gehen! «Alle kontrollieren das, was sie verstehen.» In dieser Angelegenheit scheints, verstehen sie nichts.

Berliner Zeitung 23.06.2022 «(…) „Der Gepard-Panzer ist kein Panzer“, sagte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht

Christine Lambrecht.
Christine Lambrecht, Bild: Berliner Zeitung

am Mittwoch im Bundestag. Sie betonte stattdessen, dass es bislang keine Lieferungen von Panzern westlicher Bauart an die Ukraine gebe. Es auch keinen deutschen „Alleingang“ geben, die Fahrzeuge vom Typ Gepard für die Ukraine seien keine Panzer. Auf Widerspruch der Union zog sie einen Vergleich zum Marder und sagte: „Natürlich ist es beides schwer, hat beides große Rohre. Aber es ist eben kein Panzer.“ – Ihre Defintion: „Der Gepard ist ja dafür da, Infrastruktur zu schützen dadurch, dass er dann mit diesem Rohr in die Luft schießt.“ Jetzt wird Lambrecht sowohl von Teilen der Politik als auch von vielen Usern im Netz Unfähigkeit und Unwissen vorgeworfen, die Ministerin wird harsch verspottet. Ist der Gepard ein Panzer oder nicht? – Was sagt der Hersteller des Gepard, das Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann? In einer Mitteilung heißt es: „Der gepanzerte, allwetterfähige Flugabwehrkanonenpanzer (FlakPz) Gepard setzt seit seiner Einführung Maßstäbe und wurde in den Bereichen Kampfreichweite, Treffwahrscheinlichkeit, Reaktionszeit, Schutz, Zuverlässigkeit und Ergonomie fortlaufend modernisiert.“ Man habe bis dato 570 Systeme dieses Typs als Generalunternehmer in Serie gefertigt und sei seit Beginn der Nutzung auch Hauptauftragnehmer für die technisch-logistische Betreuung des Systems. – Auch die Presseabteilung von Christine Lambrecht sprach zuletzt von Panzern. In einer Mitteilung Ende April hieß es wörtlich: „Ukraine-Treffen Ramstein: Lambrecht sagt Lieferung von Gepard-Panzern zu.“ Und weiter:„ Am Rande des Treffens von 43 Staaten der sogenannten „Ukraine Defense Consultative Group“, wurde bekannt, dass die Bundesregierung die Lieferung von Flugabwehr-Panzern an die Ukraine ermöglichen wird. Bundesministerin der Verteidigung Christine Lambrecht bestätigte dies in Ramstein. Die Panzer des Typs Gepard stammen aus Industriebeständen.“

Der Gepardkommandant  @ gepardtatze….  Follow

Technisch gesehen ist der Gepard ein "Autonomes Flugabwehrgeschütz auf Selbstfahrlafette."

Um was geht es denn, wenn man genauer hinsieht?

Der deutsche Rüstungskonzern produziert u.a. in der Schweiz u.a. die erwähnte 35mm Flabmunition in Altdorf in den Gebäuden und mit den Maschinen der früheren Eidg. Munitionsfabrik und in Studen bei Bern. Der Rüstungskonzern maximiert seine Geschäftsinteressen. Er würde wohl gerne in der Schweiz hindernisfrei und zeitlich unbegrenzt produzieren! Gibt die Schweiz jetzt nach, bevor sie allenfalls auf den Entscheid zurück kommt, vergibt sie die Seele dem Teufel. Der Neutralitätsaspekt wäre für immer verheizt!
Deutschland muss seine Missstände verdecken! Schuld sind 35mm Geschosse, die in 23 Minuten verbraucht sind! Schuld sind eine totgesparte Verteidigungsstrategie. Schuld sind die erfundenen europäischen Werte. Schuld ist eine unfähige Verteidigungsministerin. Schuld sind die Pazifisten. Schuld sind jene, die ewigen Frieden in Europa predigten. Schuld sind jene kurzfristig Denkenden in der EU-Welt und insbesondere in Deutschland, die der etwas längeren strategischen Weitsicht von Vladimir Putin auf den Leim gegangen sind!
Der NATO Generalsekretär muss verstecken, dass es ihm nicht gelunegen ist, Die Mitgliedslänter geschlossen hinter sich zu bringen.
….

«(…) Die Schweizer Rüstungsindustrie ist zwar keine tragende Säule der Schweizer Exportwirtschaft, sie bleibt aber sicherheitspolitisch zentral: einerseits für den Know-how-Transfer mit Partnern, andererseits für die Ausrüstung der Schweizer Armee. Fehlt die einheimische Konkurrenz, könnten die Preise bei Neubeschaffungen aus dem Ausland in die Höhe schnellen. Es geht also nicht nur um die aussenpolitische Positionierung der Schweiz, sondern auch um elementare Sicherheitsfragen….)»

Die Gruppe Rüstung (GRD) war einst ein Konzern mit einem Personalbestand von ca. 6000 Personen. Heute ist die RUAG auf ein Minimum geschrumpft! Zwischendurch machte sich RUAG im Ausland wichtig, als in Pfaffenhofen Flugzeugbau betrieben wurde. Eine deutsche Entwicklung, DO 228, wollten Schweizer Beamte auf Vordermann bringen. Ich glaube, dass ausser Spesen nicht viel gewesen ist Heute ist man schon so weit, dass die Fertigung der Gewehrmunition in die Hände der italienischen Firma Beretta gelegt wurde. Es erstaunt nicht, wenn an Stammtischen gemunkelt wird, die italienische Mafia sei nun zuständig für die Gewehrmunition für die Schweizer Armee! Die Schweiz tut so, als habe sie (noch) eine eigene Rüstungsindustrie. Dabei hat sie diese längst selbst versenkt! Dass dabei viel technisches Wissen verscherbelt wurde, kommt nirgends zum Ausdruck! Solche Vorgänge nimmt man im Ausland auch wahr. Dass dabei nicht nur die Selbständigkeit geopfert wurde sondern, dass auch die Glaubwürdigkeit grossen Schaden erlitt, liegt auf der Hand.

Es wären genügend «G› Schdudierte» an den Schalthebeln der Politik und der Regierung, doch fehlt es an genügend Gescheiten! «Jedes Land hat eine Armee, die eigene oder eine Fremde!» Das scheint kaum jemandem present zu sein!

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Inzwischen versandet die Polemik aus Deutschland und von der NATO! Das ist das Resultat eines unternehmerischen Entscheides von Rheinmetall, nicht etwa der deutschen Bundesregierung oder der Verteidigungsministerin, jetzt bestimmt schon weiss, was ein Panzer ist! 😉

15.12.2022: Blick berichtet: «(…) Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall baut in Deutschland eine neue Munitionsfertigung auf. Damit soll die unabhängige Versorgung der Bundeswehr garantiert werden. Auslöser ist das Schweizer Veto gegen Munitionslieferungen aus Deutschland an die Ukraine.   … Man habe sich dazu entschlossen, in Deutschland eine neue Fertigungsanlage für die Kaliber 20-35 Millimeter zu bauen. Die Produktion soll im Juni 2023 aufgenommen werden…)»

Also, viel Geschrei um nichts! Nebenbei: Rheinmetall baut auch auf Schweizer know how, den die Firma übernahm Produkte und Produktionen von Örlikon Bührle.

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Lesermeinung von A. B., Oberst a.D. : «Danke für Deinen ausführlichen Kommentar zur GRD, Rüstungsindustrie in der Schweiz, Verkauf unserer Munitionsfabrikation (mutwillige Verschleuderung unserer Wehrkraft). Deinen engagierten Feststellungen und Kommentaren zur Preisgabe des Verteidigungs-know-how pflichte ich voll und ganz bei. Wir haben unsere Armee mit den Verteidigungseinrichtungen und -bauten zu Tode gespart, was sich möglicherweise noch rächen wird. «


HB-ONA, Piper J-3C

Die HB-ONA, ein Piper Cub, 90 PS (Continnental) gehörte erst Vater Hächler, danach seinen Söhnen Ruedy und Heiri. Stationiert war die Maschine im Birrfeld. Jetzt gehört das Flugzeug der werksinternen Motorfluggrupe der Pilatus Flugzeugwerke in Stans. ONA ist in Kägiswil, LSPG, stationiert.

Das Flugzeug hat einen Flügeltank links für 18 Liter und einen Rumpftank von 53 Liter, also 8 Liter mehr als das Original, Ich flog das Flugzeug vom August 1968 bis Ende September 1969 intensiv, vor allem für den Segelflugzeugschlepp in Buochs.

Auf Wunsch von Heiri organisierte ich den Bau des Rumptanks aus Aluminiumblech. Das Original war undicht. Gefertigt wurde bei Pilatus für Privatzwecke, von der Firma genehmigt. Ich kannte die Handwerker von meiner Pilatuszeit her zwischen 1959 und 1964, zuerst als Mechanikerlehrling, danach als Mitarbeiter in der Mechnischen Werktsatt und im Flugbetrieb. Zeichnungen und eine Presslehre stellte Ruedy Portmann, der im Flugzeugwerk Emmen tätig war zur Verfügung. Ruedy war Mitglied der Motorfluggruppe Luzern. Er hatte immer noch eine Norécrin II im Fliegerschuppen auf der Luzerner Allmend.

So entstand ein neuer Tank zu moderatem Preis, inkl. Fertigungs- und Prüfzertifikat von Pilatus! Ein Detail: als ich den Tank ausgebaut hatte, die Entfernung der Bodenbretter war nötig, kamen noch zwei gusseiserne «Autöli» der Marke Dinky Toys, eingeklemmt in der Mechanik des Steuerknüppels zum Vorschein. Heute wäre dies kaum mehr möglich, weil ein entsprechender Schutz angberacht ist.

HB-ONA , hier in Kägiswil, LSPG

Einst hatte ich mit der ONA ein Erlebnis, das zu einem fatalen Ereignis hätte werden können. Lesen Sie selbst unter:  Der indische Seiltrick in Nidwalden   oder:  http://mitklarersicht.ch/?p=14419

Der Passagier im Segeflugzeug, Justin Z., mit etwas «Öl am Hut», leicht alkoholisiert, beobachtete genau und im entscheidenden Moment tat er das einzig Richtige, er klinkte das Schleppseil aus!