Teambildung – Teamfähigkeit


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Eine Gruppe von Bergsteigern kann gemeinsam ein Hindernis überwinden, wo es einem Einzelnen nie gelingen würde.

Die Freeclimber zeigen jedoch auf, dass ausgesprochene Einzelleistungen möglich sind.

(…) Als Teambildung werden innerhalb der Personalwirtschaft und des Sport die Phasen und Strukturen der Zusammensetzung von kleinen Gruppen bezeichnet, die unmittelbar miteinander in Kontakt treten um in arbeitsteiliger Verantwortung ein Ziel zu erreichen. Bei der Teambildung konzentriert man sich auf eine klar definierte Zielvorgabe. Der Teambegriff ist aus dem heutigen Sprachgebrauch kaum wegzudenken.

 

Je höher in der Hierarchie, desto kleiner das Team, desto grösser die Macht. Beispiel: Daniel Vasella (Mehr in der Weltwoche: .. Neid? Ich kenne dieses Gefühl nicht…

(…) Das Team ist das Wort der Stunde. Die Rede von der Firmenkultur beginnt und endet mit der Teamentwicklung. Für ein gutes Arbeitsklima wird der Teamgeist heraufbeschworen wie der geheiligte Name im Gebet. Kein Stelleninserat, in dem Teamfähigkeit nicht zum Anforderungsprofil gehört. Man könnte ebenso gut verlangen, es solle sich nur bewerben, wer sprechen und schreiben kann. Im Gegenzug erwartet den teamorientierten Mitarbeiter ein engagiertes, motiviertes, eingespieltes – Team. Das sind nicht nur Leerformeln, sondern in den Betrieben herrscht der Glaube, dass Teamwork die einzig selig machende Arbeitsform ist. Mehr in „Das Magazin“ …Das Team ist ein Schwein…

Der Begriff Team bzw. Teamfähigkeit ist mittlerweilen sehr abgeschliffen. Selbst in einem Fussballteam sind Einzelakteure mit entsprechendem „Alpha“ gefragt. Die herausragende Einzelleistung zieht das Team zum Erfolg mit. Wenn die Tore fallen, fragt niemand nach dem Zustand des Teams, denn „wir“ haben gewonnen. Fallen die Tore nicht, weil niemand in der Lage ist, Leaderfunktion zu übernehmen, dann hat die „Mannschaft“ verloren. Im schlechtesten Fall wird der Trainer vom Clubvortstand im Regen stehen gelassen und gefeuert.

Der Eiskunstläufer, z. B. Stéphane Lambiel ist im Wettbewerb auf sich alleine angewiesen und Ueli Steck muss mit seiner Angst ebenfalls alleine ungehen. Selbst die bunbdesrätliche Kollegialbehörde zeigt Mühe, mit einer starken Persönlichkeit umzugehen. Sie verzichtete auf Christoph Blocher als Bundesrat. Offenbar war er ein Störefried – ein Störer des mittelmässigen Friedens – weil er eine überdurchschnittliche Leistung durchzog, der neimand zu folgen vermochte und / oder wollte.

(…) Übertriebene Assessments Laut Olaf Geramanis kann eine Person für sich allein gar nicht teamfähig sein. «Von jemandem Teamfähigkeit zu verlangen ist etwa so, wie wenn Sie von ihm erwarten, dass er sich allein im Kreis aufstellt.» Dass jemand allein aufgrund seiner Teamfähigkeit einfach so in ein Team passt, ist eine Illusion. «In vielen Firmen ist man fälschlicherweise der Ansicht, dass man mit teuren Assessments den ‹richtigen Mitarbeiter› findet und dann ein für allemal ausgesorgt hat.»

Rehabilitation der Einzelarbeit
In seinem Buch «Gefährliche Managementwörter und wie man sie vermeiden sollte» nimmt sich auch Fredmund Malik des Begriffs Teamarbeit an. Der Leiter des St. Galler Malik Management Zentrums und Autor zahlreicher Bücher über Management stellt fest, dass Teamarbeit fast ausnahmslos positiv verwendet wird. Teamarbeit werde nicht als eine von mehreren möglichen Formen des Arbeitens erachtet, sondern als einzig wünschenswerte. «Teams gelten grundsätzlich als dem Einzelnen überlegen. Das Team wird per se als gut, effizient, kreativ und erfolgreich angesehen.» Für die Richtigkeit dieser These gibt es laut Malik «nicht den geringsten Beweis»

Zwar brauche es Teamarbeit, doch darin die einzige Form brauchbaren Arbeitens zu sehen, ist für ihn nichts anderes als Dogmatismus. Der seiner Meinung nach zu Unrecht im Schatten der Teamarbeit stehenden Einzelarbeit verhilft er zu neuem Glanz mit dem Argument, dass die wirklich grossen Würfe von einzelnen Menschen stammen. Weder gebe es Teamkompositionen noch Teammalerei, auch seien keine Werke der Weltliteratur oder Bildhauerei bekannt, die von einem Team geschaffen wurden. …

Fehlendes Know-how
«80 Prozent aller Kündigungen erfolgen, weil es zwischenmenschlich nicht klappt», sagt Jacques André Ditesheim. Als Dozent des Seminars «Teamleitung und Teamentwicklung » am Zürcher SIB weiss er von seinen Seminarteilnehmern, wie schwierig Teamarbeit im Alltag oft ist. «Man kann gar nicht vorsichtig genug sein bei der Einstellung eines neuen Teammitglieds.» Doch lässt gerade diese Vorsicht in der Praxis zu wünschen übrig. «Häufig wird aus dem Bauch heraus entschieden.» Ausschlaggebend für eine Anstellung seien oft nur Sympathie oder gutes Aussehen des Bewerbers oder der Bewerberin, deshalb kommt es seiner Meinung nach so häufig zu Fehlbesetzungen.

Mehr in KV Schweiz …Die angesagte Arbeitsform…. Alle reden vom Team. Taugt der Begriff überhaupt noch etwas, und welche Voraussetzungen braucht ein erfolgreiches Team?

 

Christoph Blocher war offenbar aus anderer Sicht nicht teamfähig.

„(…) Blocher sei zwar «ein Schwieriger» gewesen, «sicher kein Teamplayer». Doch auch beim jetzigen Bundesrat «gibt es einige, die intensiv lernen müssen, was ein Teamplayer ist». Mehr im Tagesanzeiger: …Experte wirft Bundesrat Führungsversagen vor…

Der fromme Wunsch: „Ein Team entsteht alleine durch seine Definition“. Erfolgreiche Teams entwickeln sich über die Führung zu ausserordentlicher Stärke. Daher sind Teamentwicklung, Teamverhalten und Teamergebnis sowie die persönliche Entwicklung der Mitarbeitenden Angelegenheit der Führungsperson.

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