Der Spysgeist

Die jüngeren Mitglieder SG Nidwalden wissen vielleicht lediglich, dass ihre Schleppmaschine so heisst. Ältere erinnern sich an die Taufe der  Schleppmaschine auf den Namen Sysgeist.

HB EXW , „Spysgeist“ –
Das Emblem

Der Schwerarbeiter „EXW“ mit heute über 46’000 Landungen und rund 6000 Flugstunden  sieht wie neuwertig aus! Wäre eine Bewertung angesagt, bekämen der Technische Chef und sein Team eine hohe Bewertung! Der Typ: ROBIN DR 400/180 R wurde durch das BAZL am  13.12.1977  registriert. Mehr dazu: https://app02.bazl.admin.ch/web/bazl/de/#/lfr/detail/HB-EXW-1781

Der Taufgötti war der damals bekannte Stanser Arzt, Dr. med. Guido Vollgraff. Er war Jäger, „Wundernase“, Segelflugschüler, Vertrauensarzt für die Pilatus

Guido Vollgraff 1935-1980

Flugzeugwerke AG in Stans, pflegte ein seltenes Hobby indem er „Leidhelgäli“ sammelte und er hatte eine eigene Arztpraxis in Stans. Im Militär war er Motorfahrer. Ausserdem war er Mitglied des „Schattenkabinetts“ von Nidwalden, welches meist freitags im Beizli  der Luzern-Engelbergbahn LSE in Stans tagte. Hier trafen sich Berühmte und auch Aussenseiter zum Meinungsaustausch über das allgemeine und das politische Geschehen in Nidwalden und im angrenzenden Obwalden, dem „Tschifi“. Auf Skandale war „Mänz“ besonders scharf. Guido sagte von sich, er sei ein „Mänz“ wegen der Verwandtschaft zu Clemenz Christen, Bauunternehmer in Stans.

Den Champagner durfte er nicht an der Motorverschalung wie bei einer Schiffstaufe zerschlagen. Dafür floss der edle Saft durch diverse Gurgeln!

Kaum vortstellbar, wie Guido mit seiner Körpergrösse Platz im GB II Baby fand. Doch es gelang und der Soloflug kam gut!

Taufe HB EXW, wir sehen Götti GuidoBeim Fluzeugrumpf/ Flügelwurzel (rechte Bildhälfte). Foto: Chrigu Hählen

HB-EXW hat eine Vorgeschichte. Die ziehe ich später aus dem „Bluemete Trögli“.

Letztlich ging es um eine widerrechtlich versetzte „March“ (Markstein). Hintergrund des Namens ist die Sage von der Spysalp, und: Zum Spysler nur so viel!

Spisalp, Ort des Geschehens

Die Sage von der Spysalp  hat Franz Niederberger in „Sagen und Gebräuche aus Unterwalden“ sehr ausführlich festgehalten.

 


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