Ausländische Stagiaires engagieren


Als Arbeitgeber in der Schweiz möchten Sie in Ihrem Betrieb junge ausländische Berufsleute einsetzen. Sie sind also bereit, diese jungen Berufsleute in der Erweiterung ihrer beruflichen und sprachlichen Kenntnissen zu fördern. Weitere Einzelheiten finden Sie unter dem Link „Ausländische Stagiaires in der Schweiz engagieren“.
Beachten Sie dort speziell die „Allgemeine Wegleitung“ ( PDF-Datei).

Als Stagiaires zugelassen werden Staatsangehörige verschiedener Länder, die eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zwei Jahren Dauer vorweisen können, und nicht älter als 30 Jahre alt sind (Argentinien, Bulgarien, Kanada, Monaco, Rumänien, Slowakei, Südafrika, Tschechien und USA: 35 Jahre).

Wegen der Bilateralen Abkommen Schweiz-EU/EFTA benötigen Staatsangehörige der 15 alten EU-Staaten sowie von Norwegen in der Schweiz keine formelle Arbeitsbewilligung mehr. Die Stagiaires-Abkommen mit diesen Ländern sind darum ausgesetzt worden.

Was weiter zu beachten ist: Für den Einsatz im Gesundheitswesen müssen, solange die Schweizerische Berufsanerkennung fehlt, die Verantwortlichkeiten, Kompetenzen und Aufgaben für die Stagiaires klar festgelegt sein. Man tut gut daran, die nötige Fachkompetenz so organisiert zu haben, dass sie bei Bedarf jederzeit erreichbar ist (Dienst im Hintergrund). Es geht dabei darum, den rechtlichen Aspekt abzudecken.

Da die sprachliche und berufliche Förderung im Vordergrund steht, wird auch der Arbeitsvertrag entsprechend formuliert. Stagiaires sind also nicht einfach Arbeitskräfte, oder gar „günstige Arbeitskräfte“, sondern Berufsleute, die in Verbindung mit der Ausübung ihres Berufes (Leistung gegenüber dem Betrieb), auch etwas mit auf den Weg nehmen (Leistung des Betriebes).

In der zwischenstaatlichen Vereinbarung ist abgemacht, dass orts- und branchenübliche Löhne zu bezahlen sind. Was in der Branche üblich ist, kann den Lohnregelmenten entnommen werden. Diese berücksichtigen meist via Lohnvergleiche die regionele Situation. Ortsüblichkeit bedeutet „üblich am Ort“. Dieser Begriff soll jedoch nicht zu wörtlich genommen werden. Daraus folgt, dass es regionale Unterschiede gibt und auch solche zwischen Stadt und Land. Die Lohnlandschaft im Gesundheitswesen Schweiz ist sehr vielfältig. 26 Kantone haben ihre Lohnempfehlungen. Städtische Institutionen und die Gemeinden weichen davon meist etwas ab. Das gilt auch für privat geführte Institutionen. Weil vermehrt auch eine Leistungskomponente berücksichtigt wird, gibt es keine sture Gehaltsmechanik mehr! Anstelle fixer Werte aufgrund von Beruf/Aufgabe/ Dienstalter, sind flexible Lohnbänder definiert. Der „Bund“ hat diesbezüglich eine etwas einfachere Optik. Es gibt ein national gültiges Lohnsystem, wobei regionale Gegebenheiten berücksichtigt werden.


Long life learning; – am Beispiel der Schreibmaschine

(ergänzt am 23.11.17 odh)

Smith Premier Nr. 5
Die Schreibmaschine, im Bild eine Smith Premier Nr. 5 von Stephan Marti, ist, je nach Betrachtungsweise, nun etwa 200 Jahre alt. Die Bedienung musste man einmal lernen. Das reichte für das ganze Leben. Seit es den PC gibt, wird periodisch in neue Hardware und Programme investiert. Die Begründung liegt in der rasanten Entwicklung der Chip-Herstellung bzw. der integrierten Schaltkreise.
    Das führte bisher dazu, dass man ein Textprogramm mehrmals lernen musste. Die Industrie hat sich das gut ausgedacht. Man schafft „Wachstum“ indem man die Verbraucher in regelmässigen Abständen etwas lernen lässt, was sie eigentlich schon einmal gelernt haben…. Unter „long life learning“ (lebenslanges Lernen) habe ich verstanden, stets Neues dazu zu lernen – Wissen zu erweitern und zu vertiefen.
    Offenbar bemühten sich die Menschen auch schon zu früherer Zeit um eine besser lesbare Handschrift oder noch mehr darum, die Repetition von Geschriebenem effizienter zu gestalten. Heute ist die Zeit der „Zuchtschrift“, als man noch mit Haar- und Schattenstrich zu schreiben hatte, endgültig vorbei. Nur wegen einer schönen Handschrift wird niemand mehr „Gemeindeschreiber“! Trotzdem würde es nicht schaden, wenn die persönliche Handschrift etwas besser gepflegt würde.
   Die Ursprünge der Schreibmaschine sind nicht genau bekannt. Erste Hinweise auf eine Maschine stammen aus dem Jahr 1682. Die erste wirklich gebaute Schreibmaschine stammt wohl vom Italiener Pellegrino Turri aus dem Jahre 1808. Wer sich für die Entwicklung und die Geschichte interessiert, lese dies im Link nach.
Manch einer hat sich schon nach der Logik der Tastenanordnung gefragt. Ergonomische und mechanische Gründe waren Gründe dafür. Die Anordnung der Tasten wurde u. a. so gewählt, damit sich die Typenhebel möglichst wenig in die Quere kommen und dabei verklemmen. Müsste heute eine Tastatur entworfen werden, sähe diese bestimmt anders aus.

Eine Schreibmaschine kann auch etwas besonderes darstellen. So wird z.B. erst 1885 der Antrag der Bundeskanzlei im Berner Bundeshaus an den Bundesrat für den Kauf einer ersten Schreibmaschine durch den Vorsteher des Departementsvorstehers des Inneren visiert. Der Antrag der Bundeskanzlei vom 10. 07. 1885 zum Ankauf einer zweiten Schreibmaschine wird von Bundesrat Deucher zur Annahme empfohlen. Die Schreibmaschine tat ihren Dienst bis in die 80-er Jahre des 20. Jahrhunderts, als Kopiergeräte und EDV Einzug hielten.

 Episode: Als die Kugelkopf-Schreibmaschinen von IBM im Einsatz waren, passierte es einmal, dass der i-Punkt auf dem Kugelkopf verloren ging. Die Mitarbeiterinnen erledigten das Schreiben von Pflichtenheften für den Personalvoranschlag zu Handen der Oberbehörde in Bern in 3-, 5- und z. T. in 7-facher Ausführung. Sie haben es erraten: es ist in einem Betrieb des Bundes passiert. Das war eine riesige Arbeit. Eines Tages kam ein grosses Paket vom „Pentagon“. Es war aber nicht der Entscheid über die Beförderungsmassnahmen enthalten, sondern sämtliche Pflichtenhefte kamen zurück! Die Feinheit: ein pedantischer Beamter (in hoher Position) entdeckte den fehlenden i-Punkt. Korrekt und genau wie er die Erfüllung der Pflicht verstand, „bohrte“ er, offenbar mit sichtlicher Befriedigung, mit einem feinen Filzstift den kleinen Punkt in Rot über jeden „i“! Allerdings war es ihm irgendwann selber zu blöd. Denn auf den Kopien brachte er die Korrektur nicht an. Aber er wünschte, dass der ganze „Bettel“ nochmals geschrieben werde.

Die Sache wurde nicht nochmals geschrieben. Er bekam jedoch in „homöopatischen Dosen“ (nicht schriftlich) eine kleine Lektion in Geografie verabreicht. Darin wurde ihm erklärt wo Gersau liegt. Und dann bekam er noch eine weitere Erklärung darüber, was man in der Innerschweiz unter„Gersauern“ (schildbürgern) versteht. Die Angelegenheit hatte kein Nachspiel…!

„(…) Mit Fasnacht („Gerfaz“-Figur), Mittefastenfeuer, Sennengemeinde auf „Holzbüöl“, Sennenkilbi mit „Tschämeler“ (Wildmannen), Klausentricheln und Klausenumzug kennt G. ein vielfältiges Brauchtum. Noch heute erinnern Ausdrücke wie „Gersauern“ oder „Gersauerstückli“ an die Eigenart G.s und ihrer Einwohner zur Zeit ihrer Republik. Sie gehören, wie etwa die Taten der Leute von Merligen, in das Kapitel der Schildbürgerstreiche. .)“

Am Beispiel der Schreibmaschine kann man also auch sehen, dass die Kompetenz für die Beschaffung einer Neuheit in einer organisatorischen Hierarchie hoch angesiedelt ist. Die Erosion geht aber schnell vor sich. Ein Internetanschluss im privaten Haushalt ist heute Standard! Rund um den PC herum kann man kaum mehr ein „Königreich“ aufbauen…!  Vielleicht sind die TV-Geräte auch schon bald passé. Jedes I-Phon ähnliche Gerät wird mit einer Art Beamer ausgrüstet sein. Dann kann man auch in der Skihütte grosses Kino geniessen…

Anerkennung ausländischer Diplome vereinfacht

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) vereinfacht die Anerkennung ausländischer Diplome und Ausweise.

Anerkennung ausländischer Diplome: Es gibt keine einheitliche Anerkennungsstelle für Diplome. Unter www.bbt.admin.ch  hat das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) Informationen zum Thema „Anerkennung ausländischer Diplome“ zusammengestellt. Sie finden dort auch die Adressen der Stellen, an die Sie sich wenden können. Mehr unter binational.ch, 

28.12.2006 Anerkennung ausländischer Diplome wird neu geregelt

 

Ab 2007 wurde ein neues Verfahren mit kostendeckenden Gebühren eingeführt. Dass BBT stellt die Gleichwertigkeit eines ausländischen Abschlusses fest, wenn jemand in der Schweiz in einem reglementierten Beruf tätig werden will. Als Alternative bietet das BBT eine Niveaubestätigung an. Für einen Gleichwertigkeitsentscheid verlangt dass BBT eine Gebühr von Fr. 550.-, für eine Niveaubestätigung eine solche von Fr. 150.-
Es gibt Berufe, für die das BBT nicht zuständig ist.

Bildungsystematik CH, Gesundheit

Für die Anerkennung der höheren Fachschule und Fachhochschule ist das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) zuständig.

Neu wird anstelle des Informationsschreibens eine Vormeinung abgegeben. Diese besagt, dass ein Diplom oder ein Ausweis im Prinzip anerkannt werden kann und macht auf die künftigen Anerkennungsbedingungen aufmerksam. Eine Vormeinung kostet Fr. 150.-
Ein Anerkennungsverfahren kostet zwischen Fr. 350.- und Fr. 790.-, je nach Aufwand. Gebühren für allfällige Ausgleichsmassnahmen werden vom entsprechenden Anbieter in Rechnung gestellt. An die Sprachkenntnisse werden neu höhere Anforderungen gestellt! Diese werden als genügend beurteilt, wenn
– die Erstsprache (Muttersprache) Deutsch, Französich oder Italienisch ist oder
– wenn die Berufsbildung in einer dieser drei Sprachen absolviert wurde oder
– wenn ein Sprachdiplom oder ein Sprachtest auf mindestens dem Niveau B2 des europäischen Sprachenportfolios nachgewiesen wird.

Die Welt wird etwas kleiner, die Anforderungen etwas höhe. Die Summe aller Momente ist Null…

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aktuell:

 

überarbeitet: 16.11.17 odh


Personalblog – was soll’s?

„(…) Ein Weblog [ˈwɛblɒg] (engl. Wortkreuzung aus Web und Log), häufig abgekürzt als Blog [blɒg], ist eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Ein Blog ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens (ähnlich einem Tagebuch) und Meinung zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt.)“

Das oder der Blog! Bloggen ist demnach die Tätigkeit des Schreibers

Zum Personalblog kam ich ähnlich wie die Jungfrau zu ihrem Kind. Stephan, er schreibt den F in seinem Namen wie Alphorn, hat mich dazu motiviert.

Motiv, Beweggrund, Antrieb. Es gibt verschiedene Motivationstheorien. Wer es gerne einfacher hat beachte, was Antoine de Saint Exupéry dazu zu sagen hatte:

„Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Männer zusammen, um Holz zu beschaffen und Werkzeuge vorzubereiten oder die Arbeit einzuteilen und Aufgaben zu vergeben – sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer. Wenige Worte, viel gesagt!

Selbst ist Stephan ein begnadeter Schreibermeister. Er kann aus den Fingern saugen und die Artikel sprudeln einfach so heraus! Man kann dies erkennen, wenn man im Finanzblog, im libref, im Rued Milan  herumschnüffelt.

Einst bat er mich, ihn während seinen Ferien zu vertreten und im Finazblog zu schreiben. Vertreten habe ich ihn nicht, geschrieben jedoch schon. Es war der erste Gehversuch. Ich merket, dass schreiben und Schreiben zwei paar Schuhe bedeuten…

Mein Beweggrund war eigentlich die Suche nach einer zeitgemässen Werbeplattform für meine Tätigkeit als Personalvermittler und -berater. Also versuchten wir es mit aktuellem Medium, dem Weblog (verbreitet sich schneller, als eine „normale“ Webseite, wie mich Hans beriet). Als langjähriger „Personaler“ fielen mir gelegentlich Eigenheiten, Gepflogenheiten und „Usanzen“ auf, die es verdienten, kritisch gewürdigt oder hinterfragt zu werden. Wenn damit erreicht wurde, dass der eine oder andere Misstand beseitigt oder reduziert werden konnet, hatte sich die Übung gelohnt. Auch wenn auf Tools (Werkzeuge) die der Arbeitserleichterung dienten, war ein Teil des Zwecks erfüllt.

Feedback’s bestätigten diese Annahmen und selbst konnte ich lernen.

„Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt“ so oder ähnlich liest es sich in den Credos vieler Firmen und Unternehmen. Die Praxis ist bekanntlich von anderer Beschaffenheit wie die Theorie. Daher: „Der Mensch ist bei uns Mittel, Punkt“

Menschen in einem Betrieb sind ein wichtiger Kostenfaktor. Nach dem ökonomischen Prinzip, sollen die Kosten möglichst tief gehalten werden oder mit den eingesetzten Mitteln möglichst viel Werte geschaffen werden. Menschen in einem Betrieb sind aber auch Produktionsfaktor. Daneben sind sie Motivatoren, Innovatoren, Entwickler, Controller und, und…

Die richtige Person am richtigen Platz. Um das zu wissenn braucht es eine Definition des „Platzes“ und eine Definition der richtigen Person. Mit  Themen der Personalwirtschaft/Personalarbeit  wurden diese Aspekte beleuchtet.

Der stetige Wandel zwingt dazu, diesen gebührend zu berücksichtigen. Arbeitstätige in Gewerbe und Industrie sind sich an Veränderungen gewohnt. Jene die in beschützenden Werkstätten tätig sind, glauben daran, dass es der Staat (mit Steuern) richten werde und erlauben sich gar Forderungen zu stellen…

Das digitale Zeitalter wird uns noch fordern. Neu ist es nicht, doch erst jetzt beginnt man öffentlich und breit gestreut darüber zu diskutieren. 2002 begann das Digitalzeitalter – WELT

Es stimmt auch nicht! Als ende der 1980er Jahre die Taschenrechner HP 31 und die Pendents von Texas Instruments auf den Markt kamen, begann etwas zu dämmern. Als ich den HP 31 erstmals auf dem Pult hatte und mich an die Umgekehrte polnische Notation“ zu gewöhnen war, warf ich den „Voellmy„, das Tabellenbuch demonstrativ aus dem Fenster, was einen Aufschrei bei meinem Chef H.F. auslöste. Ein ranghoher Manager von HP sagte über die Mikrochips von TI: „Hätten wir vor einigen Jahren solche Chips in die Hände gedrückt bekommen, um sie zu analysieren und zu sezieren, wir hätten vermutet, dass die nicht von diesem Planeten stammten….!“

„Voellmy“, einst Standardwerk, das in jedem technischen Büro auflag oder persönliches Werkzeug war

Die Menschen werden die Herausforderungen annehmen und  meistern. Schon die Dampfmaschine schaffte schlaflose Nächte. Heute träumt kaum jemand von Dampfmaschinen…

Die Seite entstand und wurde unter „Personalblog kaywa.ch“ geschaltet und sukzessive entwickelt. Kaywa stellte später dann die Verbreitung von Blogs ein, was zu einer Migration führte. Diese wurde jedoch mangelhaft realisiert. Vor allem wurden Links in den Artikeln nicht hinüber genommen. Eine mühsame Arbeit wurde mir da beschert! Heute erscheint die „Mühle“ unter „Mit Klarer Sicht„. Die Seite ist entwickelt und vielseitig – den Interessen entsprechend. Sie muss keinem Geschaftsinteresse mehr dienen, da die geschäftlichen Aktivitäten mit „70“ bzw. 2012 nach erfolgreichen Jahren, nicht zuletzt wegen des Blogs, eingestellt wurde.

Überarbeitung: 16.11.17, odh


Genau hingeschaut