Kategorie-Archiv: 33 Man höre, sehe und staune

"Sämi" geniesst mehrheitlich Sympathien


„(…) Laut Umfrag steht die Mehrheit der Schweizer hinter Schmid (Nachrichten.ch)
Bern – Verteidigungsminister Samuel Schmid hat momentan auch in der Bevölkerung einen schweren Stand. In einer Umfrage des «SonntagsBlick» werfen ihm 65 Prozent Führungsschwäche vor. Allerdings sprechen sich 71 Prozent gegen einen Rücktritt aus.

Die „flankierenden Massnahmen“ scheinen organisiert. „Sämi“ wird als Gewählter bleiben. Der Bundespräsident hält ihm die Stange (NZZ, …Ich sehe grosse Heuchler…). Wäre gleiches Christoph Blocher widerfahren, das Kollegialsprinzip wäre als aufs äusserte belastet dargestellt worden. Nun kommt noch die Libyen-Angelegenheit ins Spiel. Vor diesem Hintergrund ist „Sämi“ nun im Vergleich kein ernst zu nehmendes Thema mehr…

„(…) Drei Eigenschaften zeichnen Samuel Schmid aus, seit er in Bern und Umgebung politisiert: ein überstarker Ehrgeiz, eine mittelmässige Begabung und ein schwacher Charakter. Der ungebremste Eifer in eigener Sache hat ihn von Pöstchen zu Pöstchen getrieben bis in den Bundesrat. Seine Durchschnittlichkeit hinderte den Überforderten in all seinen Positionen, je ein Werk von Belang zu vollbringen. Und die menschlichen Defizite führten dazu, dass seine gesamte Karriere ein Kriechgang ist über lange, verschlungene und vor allem schwer einsehbare Hintertreppen. So sieht es die Weltwoche: …Der Täter ist immer der Blocher…

Die Wehrmänner erwarten einen starken Chef. Unter den gegebenen Umständen konnten sie Armeechef Nef nicht mehr respektieren.

Beim Volk ist das anders. Es ist geduldig. Es ist tolerant. Es denkt langfristig. Es ist in dieser Sache unkritisch. Es denkt wohlwollend und… „es wird ohne hin gemacht, was man will“ – und die Frage ist, was kommt nach? Ergo: Es duldet den VBS-Chef. Eine starke Gemeinschaft erträgt auch ein schwaches Führungs-Mitglied auf höchster Ebene.

Die Parteipolitik wird bestimmen, wann „Sämi“ nicht mehr gebraucht wird. Vorher muss man sich jedoch gegen die SVP positionieren! Dafür schätzt man „Sämi’s“ Dienste als „Wasserträger“… Der Parteiwechsel spricht eine klare Sprache.


Der Mohr hat seinen Dienst getan, er kann gehen


„Korpskommandant Nef, ruhn, Abtreten!“ So könnte es „soldatisch“ geheisse haben.

Chapeau, Herr Korpskommandant! Sie sind dem Befehl zuvorgekommen!

Ihr persönliches Umfeld ist grundsätzlich Ihr Privatbereich. Aber Amt und Würde bedeuten auch Bürde. Daher schaut man auch in den persönlichen Bereich hinein.

Chapeau, Herr Korpskommandant! Sie haben sich gar vor Ihren „Chef“ gestellt, derweil er Sie nun wie Fallobst (oder wie eine Fallscheibe) behandelt hat. Das Aushandeln der Bedingungen ist nicht mehr wichtig. Das ist in etwa geregelt.

Sie haben dem Chef den Dienst erwiesen, Sie dürfen gehen! Super! Nach dem Unglück auf der Kander haben Sie mutig gehandelt und es wurde goutiert. Die Logik: Ihr Chef müsste nun auch handeln und es würde ebenso goutiert. Allein, ihm wird es an Mut fehlen! Und die politischen Parteien sind bereit ihn zu dulden. Warum? Sie haben Angst, die Blocherpartei würde Ansprüche anmelden (mit Recht) und das will niemand. Füdlibürger?

Das ist das Sommertheater 2008! Das haben wir doch schon angedeutet in: …Sämi, der halbe Bundesrat…

Man kann kaum den Ringier Medien die Schuld in die Schuhe schieben, wie das gemäss jobs.ch darzustellen versucht wird. mehr: …Korpskommandant Nef kündigt…

„(…) Damit die Sicherheitskommissionen von National- und Ständerat gemeinsam tagen, noch dazu mitten in den Sommerferien, muss schon eine ausserordentliche Angelegenheit vorliegen. Der Fall Nef ist ausserordentlich. Seit mehr als einer Woche hält er die Öffentlichkeit auf Trab. (…)“


Sämi, der halbe Bundesrat


Die Schweizerische Volkspartei, SVP, war mit ihrem damaligen Bundesrat Samuel Schmid nie richtig auf Augenhöhe. Da er zu wenig linientreu wirkte, wurde er als halber Bundesrat gehandelt. So könne man doch mit einem demokratisch Gewählten nicht umgehen, wurde etwa moniert.

Nun hat sich „Sämi“ selber in eine heikle Position gebracht. Die Medien gehen mit ihm nicht zimperlich um.

„(…) Drei Eigenschaften zeichnen Samuel Schmid aus, seit er in Bern und Umgebung politisiert: ein überstarker Ehrgeiz, eine mittelmässige Begabung und ein schwacher Charakter. Der ungebremste Eifer in eigener Sache hat ihn von Pöstchen zu Pöstchen getrieben bis in den Bundesrat. Seine Durchschnittlichkeit hinderte den Überforderten in all seinen Positionen, je ein Werk von Belang zu vollbringen. Und die menschlichen Defizite führten dazu, dass seine gesamte Karriere ein Kriechgang ist über lange, verschlungene und vor allem schwer einsehbare Hintertreppen. Solche Manöver haben ihn in die Dauerkrise geführt, die derzeit in der Affäre um Armeechef Roland Nef eskaliert. Die gleichen Winkelzüge werden ihn jedoch abermals retten. Mehr in der Weltwoche: …Der Täter ist immer der Blocher…

Falls der Sohn des „Chlapf-Toni“ die Lunte noch nicht gerochen hat: es wäre an der Zeit, Flagge zu zeigen, die weisse: „Ich ergebe mich“! Wenn einer korrekt gehandelt hat, braucht er sich nicht wegen Rufmordes zur Wehr zu setzen.

Von einem Armeechsf erwarte ich Vorbildfunktion und zwar nicht nur im „soldatischen Bereich“! Von jemandem, der sich zur Elite zählt erwarte ich die Erfüllung aller Leadershipkriterien.

Mit den berühmten drei K (3-K: Kommandieren – Kontrollieren –Korrigieren) aus alter Führungsschulung kommt man nicht mehr weit . Auch die drei Z reichen nicht (Zeigen, Zusehen, Zusammenscheissen)

Der Armeechef hat den Fliegerchef Walter Knutti ( Blick: …“Ich hoffe, die verseckeln mich nicht“… ) wegen fragwürdigen Personalentscheiden über die Klinge springen lassen. Das Bootsunglück auf der Kander war auslösendes Moment. Offenbar hat „Sämi“ dies als richtig empfunden. So wäre es an der Zeit, wenn auch er die weisse Flagge hissen würde. Dies umso mehr, als die Angelegenheit letztlich den Steuerzahler gegen eine halbe Million Franken kosten wird, eine neue Evaluation und Einarbeit, die bestimmt nochmals soviel kosten wird, nicht mitgerechnet!

Offenbar hat sich „Sämi“ verkalkuliert! Mehr im Blick: …Bekommt Nef von Schmid 300’000 Franken?…

Das dicke an der Sache kommt erst noch. Die Parteien sind an einer Einer-Vakanz im Bundesrat nicht interessiert!

„(…) Die Genossen (zahme SP) zeigen kein ­Interesse am vorzeitigen ­Abgang des Verteidigungsministers.

«Wir fordern nicht seinen Rücktritt», bestätigt Generalsekretär Thomas Christen. Ganz im Gegensatz zur linken Konkurrenz, den Grünen. Sie fordern seit Tagen Schmids Rücktritt.

Alt SP-Präsident Helmut Hubacher erklärt das so: «Schmid steht unter Heimatschutz.» Trete er ab, würde er durch einen rechten SVPler ersetzt, was niemand wolle.

Es gibt noch einen anderen Grund für die SP-Zurückhaltung: SP-Aussenministerin Calmy-Rey ist auf Schmid angewiesen. Denn er steht für Auslandeinsätze der Armee — die zu den zentralen In­strumenten von Calmys «aktiver Neutralitätspolitik» gehören.

Würde ein neuer SVPler das VBS übernehmen, wäre es damit wohl vorbei.

Von Simon Spengler

Wenn es die Politik will, dann kann man tun und lassen was man will – halber Bundesrat hin – fragwürdiger Armeechef mit Charakterdefiziten her! Das ist unser Polittheater! Mediokratie vom Feinsten (Guntern: ...Maskentanz der Mediokratie…)!

 

„(…) Und doch beherrscht das Mittelmaß Politik, Wirtschaft und Kultur. Hohe Qualität ist die Verneinung des Mittelmaßes, und deshalb wird sie in unserer Gesellschaft entschieden bekämpft. Gottlieb Guntern, Kreativitätsforscher, analysiert die Ursachen und hat für Verursacher wie auch das System der Mittemäßigkeit (lat. Mediokrität) den Begriff Mediokratie geprägt. Seine grundlegende Untersuchung ist gleichzeitig ein engangiertes Plädoyer für umfassendes kreatives Gestalten jenseits der Massenkultur. )“

Falls Herr Nef , auch ohne echte Leadership ( mehr unter Valais excelence: … „Die Sackgasse: Wie alle – immer schneller…“ … , bleiben darf, ist er in guter Gesellschaft. Bundesrat Moritz Leuenbergers BAZL – Chef war auch nicht über alle Zweifel erhaben! Blick schrieb: …Bazl-Chef vergriff sich in der Firmenkasse…

Lesenswert:

Bieler Tagblatt: … Seeländer Offiziere kritisieren Armeechef…

SF Tagesschau: …Strafrechtsprofessor kritisiert Schmid…

NZZ: …Beurlaubung Nefs ist juristisch heikel…

Swiss Info: …Reaktionen der Parteien auf Beurlaubung von Armeechef Roland Nef…


Polymorph pervers


Key Business Highlights und 9,8 Mia Verlust – Merrill Lynched

Gesehen im Finanzblog, 18. 01, 08

«Highest full-year and quarterly Net New Money since 2000», das ein Highlight von Merrill Lynch. 9,8 Milliarden USD Verlust … aber das ist ja fast schon an der Tagesordnung.

Merrill Lynch meldet 10 Mia. Verlust – lesen Sie im Manager-Magazin.de

– Merrill Lynch schreibt weitere 14,1 Mia. ab – lesen Sie in der NZZ

– Rekordverlust – drei mal soviel wie Experten vermutet haben – lesen Sie im Spiegel

Wenn Sie weiter nach unten scrollen, haben wir gestern von Ballonen gesprochen, aber es kann ja auch einfach ein Ball sein, dem die Luft ausgegangen ist. Mit Luft aufpumpen nützt nichts. In den USA pumpen Japaner – mit Geld. Die Saudis haben in der Schweiz, macht es Indien tatatsächlich in England für die USA und dann bleibt eigentlich nur noch die Frage, wo sich die Chinesen demnächst beteiligen …

darf es etwas mehr sein

… irgendwie wird alles immer grösser … und viel mehr Experde

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odh Als ich mich wegen eines Reihenenfamilienhauses verschulden wollte, musste ich die „Kreditwürdigkeit“ beweisen. Ich brauchte ein gewisses Eigenkapital (es war eigentlich zu gering, weshalb mir die Kantonalbank keinen Kredit gab), dann musste ich meinen Verdienst und jenen meiner Gattin offen legen. Die damalige Schweizerische Volksbank, die später in der CS, Credit Suisse, aufging, war uns gnädig und wir erhielten also den Kredit. Nebenbei musste das Gehaltskonto bei der SVB etabliert sein, was kein Problem darstellte. Wenn man das Kleingedruckte der allgemeinen Geschäftsbedingungen liest, erkennt man, dass die Bank kein besonders grosses Risiko eingegangen ist. Solides Handwerk! So weit, so gut.

Heute gelingt es den Banken, zweistellige Milliardenbeträge in eher zweifelhafte Immobilienvehikel, die lediglich virtuell bestehen, zu platzieren – und nach kurzer Zeit guter Geschäfte ans Bein streichen zu müssen! War da nicht schon die Internet-Blase geplatzt? Viele Menschen haben ein kurzes Gedächtnis. Die Internetblase ist zerplatzt. es musste ein anderes „innovatives Vehikel“ her. Viele haben profitiert

„(…) Wie man heute weiss, sind diese Broker meist sehr aggressiv und in ihren Methoden wenig wählerisch vorgegangen. Selbst Langzeitarbeitslose, Invalide, allein erziehende Mütter erhielten Kredit, mit dem sie sich ein Heim erwerben konnten. Für den Broker zählte nur eines: die Unterschrift auf dem Vertrag und die Provision (rund 3000 $), die er vom Subprime Lender erhielt, das weitere Schicksal der Kunden kümmerte ihn nicht. Der Subprime Lender vermittelte die zweitklassigen Kredite an einen Wholesale-Lender, der diese bündelte und an eine der vielen prominenten Wallstreet- Häuser weiter veräusserte. (…)“

(Ziel: Maximierung von „polymorph pervers„; odh)

Die Subprime-Krise im Sommer 2007 hat gravierende Mängel aufgedeckt. Risk Management scheint bisher eher ein Fremdwort gewesen zu sein! Viele haben profitiert und tun es noch. Schliesslich bezahlt man den „Händlern“ bei den betroffenen Banken weiterhin hohe Boni, aus Angst, sie könnten zur Konkurrenz abspringen… einige werden vielleicht lange Gesichter machen. Bald werden sie es wissen!

Lesen Sie, was Philipp Vontobel zum ganzen Geschehen zu sagen hat!