Kategorie-Archiv: 33 Man höre, sehe und staune

Peinliche Pannen von Steinbrücks Mannen


Es scheint, dass er sich selber einholt und über die eigenen oder die Füsse seiner Unterhunde, den Finanzern der Kommunen stolpert. Denn die Kommunen sehen sich mit grossen Verlusten aus scheinbar todsicheren (Tod sicher) Anlagen konfrontiert. Und dafür wäre eine Vollkaskoversicherung eine willkommene Einrichtung, selbst wenn man erwartete Leistungen dort mit der Peitsche herauspressen müsste.

„(…) Den kommunalen Kassen in Deutschland droht ein Verlust von insgesamt um die 400 Millionen Euro. Jetzt ist die Bundesregierung gefragt, das Problem aus der Welt zu schaffen. Für Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier resultiert so aus möglichen lokalen Tragödien ein neuer Streitpunkt in den deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen. mehr in wiwo: …US-Steuerspartricks rächen sich für deutsche Kommunen…

….Die First Fidelity International Bank als Investor, der große Versicherungskonzern AIG als Bürge, als Abwickler von Geschäft und Gegengeschäft die Wachovia Bank – das war zum Beispiel bei dem großen CBL-Geschäft mit den Kölner Kläranlagen die Rollenverteilung. Bei anderen CBL-Deals traten dieselben amerikanischen Akteure in jeweils anderen Rollen an, den Deutschen war es egal, das Geld floss, und die Verträge waren überdies geheim…

Es gäbe also Löcher in den eigenen Socken zu stopfen.


Neue Türme in Babel?


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Die Mediziner reden eine andere Fachsprache als die Informatiker und die Maschinenbauer eine andere als die Elektroniker. So wundert es mich nicht, dass ich die Sprache vieler Jungendlichen nicht ohne weiteres verstehe. Ein Beispiel von Benno Marti, NZZ Folio 10/08

Vom Fach — Neulich nach der Party

«Du hast gefehlt, Mann, das war fett gestern.»
«Ich steh nicht so auf deutschen Minimal
«Das war alles andere: lockere Tracks, coole Chicks
«Und, hast du gestochen
«Nein, blieb alles nur optisch
«Easy(1). Was ist eigentlich mit unserem Gig, ist er schon auf Facebook aktiviert?»
«Easy(2). Aber das reicht nicht. Ich hab’s noch klassisch auf Tilllate als Save-the-data geposted und über E-Mail gepushed. Wie machen wir’s mit dem Futter?»
«Ich nehm meinen Grill mit, und ihr liefert die Basics. Was ist mit dem Rest?»
«BYOB
«Was legen wir auf?»
«Electro
«Easy(3). Dann lanciere ich meinen neuen Röster, damit wir den Sound auch so richtig geil reinbraten können.»
«Da wird Esther keine Freude haben.»
«Haben wir denn eine Exitstrategie für die Bullen?»
«Easy(4).»

Vokabular:

Fett: gelungen. Deutscher Minimal: Stilrichtung der House-Musik. Lockere Tracks: sanfte Techno­musik. Coole Chicks: attraktive Frauen. Stechen: kopulieren. Nur optisch: nur schauen, keinen Kontakt knüpfen. Easy 1: schade. Gig: hier: Party. Auf Facebook aktiviert: auf dem Online-Netzwerk veröffentlicht. Easy 2: klar. Tilllate: Online-Veranstaltungskalender. Als Save-the-data gepostet: als Datums­erinnerung veröffentlicht. Gepushed: verschickt. Basics: Würste, Softgetränke, Bier. BYOB: (bring your own bottle) harte Getränke selber mitbringen. Electro: Technostil. Easy 3: super. Röster: Musikanlage. Sound reinbraten: Musik abspielen. Esther: Esther Maurer, Polizeivorsteherin der Stadt Zürich. Exitstrategie: Szenario zur Auflösung einer illegalen Party. Easy 4: ja.

Es ist bekannt, dass die Innerschweizer jeweils am 1. November (Feiertag Allerheiligen) Richtung Zürich fahren und dort Vorweihnachtseinkäufe tätigen. Die Zürcher bekunden etwas Mühe, den Wortschatz des Urnerdialekts zu verstehen. Da sie aber mit der „Tonalität“, welche mit dem Wortschatz verbunden ist nicht vertraut sind, kann es durchaus sein, dass der Sinn nicht ohne weiteres erkannt wird. Die Urner können, wenn sie wollen, so untereinander kommunizieren, dass man sie nicht versteht.

Anspruchsvoller war (und ist) wahrscheinlich nur noch das Mattenenglisch. Beispiel:

Die drei Geheimsprachen der Matte:

 

Hochdeutsch:
Hans, gib mir ein Stück Brot

 

Bärndütsch:
Housi, gimer äs Stück Brot

Matte-Geheimsprache:
Housi, tunz mer ä Ligu Lehm

Altes Matteänglisch:
Iusihe, imerge ise Ickste Itbre


Iusihe, inzte irme ä Igule Ihmle

Neues Matteänglisch:
Hadiusi, gadimer adis Stadick Bradit


Hadiusi, tadinz madir ä Ladigu Ladihm

Mehr: …Die Berner Matte…, Matte Englisch


Pilz-Saison


Wo der Fliegenpilz gedeiht, sind die Pantherpilze nicht fern. Und in guter Gesellschaft kann man auch Röhrlinge finden. Das abgebildete Exemplar habe ich am 28. 08. 08 gefunden. Höhe: ca 1750 M ü.M. Zwar nicht essbar, aber schön um zu bestaunen!

Fliegenpilz (Amanita muscaria var. muscaria) Foto:© H. Odermatt

Die Medien berichten derzeit über die so genannt gute Pilzsaison. Dagegen ist nichts einzuwenden. Schade an der Sache ist, dass viele mehr oder weniger Interessierte auf die Suche gehen und oft einige gravierende Fehler begehen:

  1. Alles was einem Pilz ähnlich sieht wird förmlich ausgerissen
  2. Pilze die man nicht kennt, werden zunichte gemacht. Oft sieht es aus, als ob Vandalen im Wald herum geirrt sind.
  3. Die „Ernte“ wird unsortiert in einen Plastiksack geworfen
  4. Essbares und nicht essbares wird nicht voneinander getrennt. Im besten Fall kann der Pilzkontrolleur die „Triage“ vornehmen!

Besser wäre:

  • Man erntet nur was man eindeutig kennt
  • Die unbekannten Exemplare lässt man respektvoll stehen, andere möchten die Schönheiten auch bestaunen.
  • Am besten nimmt man einen offenen Korb als „Gefäss“
  • Wenn schon ein Sack, dann ein Sack aus Leinen und pro Art ein Sack
  • Trotz guten Kenntnissen: Im Zweifel soll ein Pilzkontrolleur aufgesucht werden.
Rehpilz (Habichtspilz; Sarcodon imbricatum), Foto:© H. Odermatt
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Die Rehpilze (Habichtspilz) habe ich in unmittelbarer Nähe zum Fliegenpilz gefunden. Junge Exemplare, fein geschnitten und getrocknet ergeben ein feines Aroma in einer Fleisch-Sauce. Oder man legt sie in Essig und geniesst sie an Stelle von kleinen Essiggurken.


Nervenkrieg? – Der Glaube versetzt Berge! Windows Vista besser als sein Ruf!


Von den Segelfliegern wissen wir, dass sie sehr „Technik-gläubig“ sind. Aber da meist jeder mit einem Produkt aus bekannter Herstellung zum Wettbewerb antrat, begann man damit, die Konkurrenz oft auf originelle Weise zu übertölpeln. Da war doch an der Weltmeisterschaft 1970 in Marfa, Texas ein Schlaumeier namens Henri Stouffs aus Belgien. Dieser narrte die die Konkurrenz auf seine Weise. Er bezeichnete seine LS1 (Wikipedia) mit LS1 g. So etwas gab es noch nicht! Also hatte der Fabrikant Walter Schneider von Rolladen Schneider (Wikipedia) irgend so einen Blödmann mit viel Geld mit einem verbesserten Flugzeug bedient!

Die Konkurrenz, speziell der Amerikaner Smith, schlich herum, um herauszufinden, was denn eigentlich anders war. Nichts war festzustellen. Und das neue Flugzeug flog offenbar gut. Die Rangliste war der beste Beweis dafür.

Später wurden die Neugierigen direkter. Sie fragten nach den Abmessungen, nach dem Flügelprofil, nach der Flügelstreckung, nach dem maximalen Abflugewicht usw. Je mehr sie fragten, umso mehr begannen sie zu merken, dass da gar nichts Spezielles an dem Flugzug war, ausser des Buchstaben „g“, bei der Typenbeschriftung!

Der schlaue Hund hatte sie alle zum Narren gehalten und sie mit psychologischer Waffe geschlagen! Weltmeister wurde aber Helmut Reichmann, auf einer LS1 d mit der Immatrikulation D-1022. Die Episode ist im Buch „Streckensegelflug“ von Helmut Reichmann erwähnt.

Nun soll etwas ähnliches im Bereich Betriebssysteme vorgefallen sein. Microsoft liess die Beliebtheit von Windows Vista (Wikipedia) testen. Die Umfrage ergab einen tiefen Wert. Dann wurde ein „neues“ Betriebssystem Namens «Mojave» vorgestellt. Und siehe da, die Werte waren viel höher. Nur Mojave war und ist nichts anderes als Vista! Fragt sich nun, wie gut kennen Vista-Kritiker das Betriebssystem überhaupt?
Feinheit: Die Leute bekamen Vista vorgestellt!! Mehr im Nachrichten.ch: …Windows
Vista: Besser als sein Ruf?…

Die gesamte Veranstaltung wurde gefilmt und soll von Microsoft demnächst zu Werbezwecken veröffentlicht werden. Seit heute Morgen ist die Webseite zum «Mojave Experiment» online.

„(…) San Francisco/Redmond – Microsoft hat im Juli dieses Jahres in San Francisco Usern ohne Erfahrung mit Windows Vista einen Blick auf ein angeblich neues Betriebssystem namens «Mojave» ermöglicht. In Wirklichkeit aber wurde den Nutzern Vista vorgesetzt.

bert / Quelle: pte / Mittwoch, 30. Juli 2008 / 12:23 h


«Das war ein wahrnehmungspsychologisches Experiment», meint Microsoft-Sprecher Thomas Lutz. Die User sollten das Betriebssystem bewerten, ohne durch die mediale Berichterstattung zu Vista voreingenommen zu sein. Die Reaktionen waren Microsoft zufolge auffallend positiv. Die Ergebnisse des Experiments werden auf einer Webseite gezeigt. …)“
Meine Erfahrung mit Windows Vista: Im September vergangenen Jahres habe ich einen neuen PC mit Vindows Vista Home-Premium Ed beschafft. Die „Musik“ spielte sehr gut. Leider konnte ich ein paar ältere Geräte nicht mehr weiter betzreiben, weil die Treiber für Vista fehlten. Ich habe mic arrangiert.
Im Frühjahr dieses jahres wurde das Service-Pak 1 appliziert. Gleichzeitig erhöhte ich das RAM auf 2 GB. Vorerst ging alles gut. Aber dann folgten gelegentliche Abstürze, was vor SP-1 nicht der Fall war, bis eines Tages lediglich ein schwarzer Bildschirm meldete, dass die Sistem-Ini-Datei defekt oder verloren wäre. Nichts ging mehr. Ich konnte lediglich den PC aus- und einschalten!
Zwei Profis nahmen sich der Sache an. Exakt herausgefunden haben sie die Ursache nicht. Ein Virus wurde nicht gefunden und die Festplatte war auch nicht defekt. Zum Glückk konnten praktisch alle Daten abgeholt werden! Nachdem die Festplatte neu „angesetzt“ wurde kann ich sagen, dass nun alles wie am Schnürchen läuft! Ich halte mich an Holz fest, wenn ich schwärme. Die Elektronik kann uns bald wieder ein Schnippchen schlagen…
Trotzdem: Ich kann Windows Vista aus der Sicht eines „Normal-Users“ bestens empfehlen.


"Sämi" geniesst mehrheitlich Sympathien


„(…) Laut Umfrag steht die Mehrheit der Schweizer hinter Schmid (Nachrichten.ch)
Bern – Verteidigungsminister Samuel Schmid hat momentan auch in der Bevölkerung einen schweren Stand. In einer Umfrage des «SonntagsBlick» werfen ihm 65 Prozent Führungsschwäche vor. Allerdings sprechen sich 71 Prozent gegen einen Rücktritt aus.

Die „flankierenden Massnahmen“ scheinen organisiert. „Sämi“ wird als Gewählter bleiben. Der Bundespräsident hält ihm die Stange (NZZ, …Ich sehe grosse Heuchler…). Wäre gleiches Christoph Blocher widerfahren, das Kollegialsprinzip wäre als aufs äusserte belastet dargestellt worden. Nun kommt noch die Libyen-Angelegenheit ins Spiel. Vor diesem Hintergrund ist „Sämi“ nun im Vergleich kein ernst zu nehmendes Thema mehr…

„(…) Drei Eigenschaften zeichnen Samuel Schmid aus, seit er in Bern und Umgebung politisiert: ein überstarker Ehrgeiz, eine mittelmässige Begabung und ein schwacher Charakter. Der ungebremste Eifer in eigener Sache hat ihn von Pöstchen zu Pöstchen getrieben bis in den Bundesrat. Seine Durchschnittlichkeit hinderte den Überforderten in all seinen Positionen, je ein Werk von Belang zu vollbringen. Und die menschlichen Defizite führten dazu, dass seine gesamte Karriere ein Kriechgang ist über lange, verschlungene und vor allem schwer einsehbare Hintertreppen. So sieht es die Weltwoche: …Der Täter ist immer der Blocher…

Die Wehrmänner erwarten einen starken Chef. Unter den gegebenen Umständen konnten sie Armeechef Nef nicht mehr respektieren.

Beim Volk ist das anders. Es ist geduldig. Es ist tolerant. Es denkt langfristig. Es ist in dieser Sache unkritisch. Es denkt wohlwollend und… „es wird ohne hin gemacht, was man will“ – und die Frage ist, was kommt nach? Ergo: Es duldet den VBS-Chef. Eine starke Gemeinschaft erträgt auch ein schwaches Führungs-Mitglied auf höchster Ebene.

Die Parteipolitik wird bestimmen, wann „Sämi“ nicht mehr gebraucht wird. Vorher muss man sich jedoch gegen die SVP positionieren! Dafür schätzt man „Sämi’s“ Dienste als „Wasserträger“… Der Parteiwechsel spricht eine klare Sprache.


Der Mohr hat seinen Dienst getan, er kann gehen


„Korpskommandant Nef, ruhn, Abtreten!“ So könnte es „soldatisch“ geheisse haben.

Chapeau, Herr Korpskommandant! Sie sind dem Befehl zuvorgekommen!

Ihr persönliches Umfeld ist grundsätzlich Ihr Privatbereich. Aber Amt und Würde bedeuten auch Bürde. Daher schaut man auch in den persönlichen Bereich hinein.

Chapeau, Herr Korpskommandant! Sie haben sich gar vor Ihren „Chef“ gestellt, derweil er Sie nun wie Fallobst (oder wie eine Fallscheibe) behandelt hat. Das Aushandeln der Bedingungen ist nicht mehr wichtig. Das ist in etwa geregelt.

Sie haben dem Chef den Dienst erwiesen, Sie dürfen gehen! Super! Nach dem Unglück auf der Kander haben Sie mutig gehandelt und es wurde goutiert. Die Logik: Ihr Chef müsste nun auch handeln und es würde ebenso goutiert. Allein, ihm wird es an Mut fehlen! Und die politischen Parteien sind bereit ihn zu dulden. Warum? Sie haben Angst, die Blocherpartei würde Ansprüche anmelden (mit Recht) und das will niemand. Füdlibürger?

Das ist das Sommertheater 2008! Das haben wir doch schon angedeutet in: …Sämi, der halbe Bundesrat…

Man kann kaum den Ringier Medien die Schuld in die Schuhe schieben, wie das gemäss jobs.ch darzustellen versucht wird. mehr: …Korpskommandant Nef kündigt…

„(…) Damit die Sicherheitskommissionen von National- und Ständerat gemeinsam tagen, noch dazu mitten in den Sommerferien, muss schon eine ausserordentliche Angelegenheit vorliegen. Der Fall Nef ist ausserordentlich. Seit mehr als einer Woche hält er die Öffentlichkeit auf Trab. (…)“


Sämi, der halbe Bundesrat


Die Schweizerische Volkspartei, SVP, war mit ihrem damaligen Bundesrat Samuel Schmid nie richtig auf Augenhöhe. Da er zu wenig linientreu wirkte, wurde er als halber Bundesrat gehandelt. So könne man doch mit einem demokratisch Gewählten nicht umgehen, wurde etwa moniert.

Nun hat sich „Sämi“ selber in eine heikle Position gebracht. Die Medien gehen mit ihm nicht zimperlich um.

„(…) Drei Eigenschaften zeichnen Samuel Schmid aus, seit er in Bern und Umgebung politisiert: ein überstarker Ehrgeiz, eine mittelmässige Begabung und ein schwacher Charakter. Der ungebremste Eifer in eigener Sache hat ihn von Pöstchen zu Pöstchen getrieben bis in den Bundesrat. Seine Durchschnittlichkeit hinderte den Überforderten in all seinen Positionen, je ein Werk von Belang zu vollbringen. Und die menschlichen Defizite führten dazu, dass seine gesamte Karriere ein Kriechgang ist über lange, verschlungene und vor allem schwer einsehbare Hintertreppen. Solche Manöver haben ihn in die Dauerkrise geführt, die derzeit in der Affäre um Armeechef Roland Nef eskaliert. Die gleichen Winkelzüge werden ihn jedoch abermals retten. Mehr in der Weltwoche: …Der Täter ist immer der Blocher…

Falls der Sohn des „Chlapf-Toni“ die Lunte noch nicht gerochen hat: es wäre an der Zeit, Flagge zu zeigen, die weisse: „Ich ergebe mich“! Wenn einer korrekt gehandelt hat, braucht er sich nicht wegen Rufmordes zur Wehr zu setzen.

Von einem Armeechsf erwarte ich Vorbildfunktion und zwar nicht nur im „soldatischen Bereich“! Von jemandem, der sich zur Elite zählt erwarte ich die Erfüllung aller Leadershipkriterien.

Mit den berühmten drei K (3-K: Kommandieren – Kontrollieren –Korrigieren) aus alter Führungsschulung kommt man nicht mehr weit . Auch die drei Z reichen nicht (Zeigen, Zusehen, Zusammenscheissen)

Der Armeechef hat den Fliegerchef Walter Knutti ( Blick: …“Ich hoffe, die verseckeln mich nicht“… ) wegen fragwürdigen Personalentscheiden über die Klinge springen lassen. Das Bootsunglück auf der Kander war auslösendes Moment. Offenbar hat „Sämi“ dies als richtig empfunden. So wäre es an der Zeit, wenn auch er die weisse Flagge hissen würde. Dies umso mehr, als die Angelegenheit letztlich den Steuerzahler gegen eine halbe Million Franken kosten wird, eine neue Evaluation und Einarbeit, die bestimmt nochmals soviel kosten wird, nicht mitgerechnet!

Offenbar hat sich „Sämi“ verkalkuliert! Mehr im Blick: …Bekommt Nef von Schmid 300’000 Franken?…

Das dicke an der Sache kommt erst noch. Die Parteien sind an einer Einer-Vakanz im Bundesrat nicht interessiert!

„(…) Die Genossen (zahme SP) zeigen kein ­Interesse am vorzeitigen ­Abgang des Verteidigungsministers.

«Wir fordern nicht seinen Rücktritt», bestätigt Generalsekretär Thomas Christen. Ganz im Gegensatz zur linken Konkurrenz, den Grünen. Sie fordern seit Tagen Schmids Rücktritt.

Alt SP-Präsident Helmut Hubacher erklärt das so: «Schmid steht unter Heimatschutz.» Trete er ab, würde er durch einen rechten SVPler ersetzt, was niemand wolle.

Es gibt noch einen anderen Grund für die SP-Zurückhaltung: SP-Aussenministerin Calmy-Rey ist auf Schmid angewiesen. Denn er steht für Auslandeinsätze der Armee — die zu den zentralen In­strumenten von Calmys «aktiver Neutralitätspolitik» gehören.

Würde ein neuer SVPler das VBS übernehmen, wäre es damit wohl vorbei.

Von Simon Spengler

Wenn es die Politik will, dann kann man tun und lassen was man will – halber Bundesrat hin – fragwürdiger Armeechef mit Charakterdefiziten her! Das ist unser Polittheater! Mediokratie vom Feinsten (Guntern: ...Maskentanz der Mediokratie…)!

 

„(…) Und doch beherrscht das Mittelmaß Politik, Wirtschaft und Kultur. Hohe Qualität ist die Verneinung des Mittelmaßes, und deshalb wird sie in unserer Gesellschaft entschieden bekämpft. Gottlieb Guntern, Kreativitätsforscher, analysiert die Ursachen und hat für Verursacher wie auch das System der Mittemäßigkeit (lat. Mediokrität) den Begriff Mediokratie geprägt. Seine grundlegende Untersuchung ist gleichzeitig ein engangiertes Plädoyer für umfassendes kreatives Gestalten jenseits der Massenkultur. )“

Falls Herr Nef , auch ohne echte Leadership ( mehr unter Valais excelence: … „Die Sackgasse: Wie alle – immer schneller…“ … , bleiben darf, ist er in guter Gesellschaft. Bundesrat Moritz Leuenbergers BAZL – Chef war auch nicht über alle Zweifel erhaben! Blick schrieb: …Bazl-Chef vergriff sich in der Firmenkasse…

Lesenswert:

Bieler Tagblatt: … Seeländer Offiziere kritisieren Armeechef…

SF Tagesschau: …Strafrechtsprofessor kritisiert Schmid…

NZZ: …Beurlaubung Nefs ist juristisch heikel…

Swiss Info: …Reaktionen der Parteien auf Beurlaubung von Armeechef Roland Nef…


Polymorph pervers


Key Business Highlights und 9,8 Mia Verlust – Merrill Lynched

Gesehen im Finanzblog, 18. 01, 08

«Highest full-year and quarterly Net New Money since 2000», das ein Highlight von Merrill Lynch. 9,8 Milliarden USD Verlust … aber das ist ja fast schon an der Tagesordnung.

Merrill Lynch meldet 10 Mia. Verlust – lesen Sie im Manager-Magazin.de

– Merrill Lynch schreibt weitere 14,1 Mia. ab – lesen Sie in der NZZ

– Rekordverlust – drei mal soviel wie Experten vermutet haben – lesen Sie im Spiegel

Wenn Sie weiter nach unten scrollen, haben wir gestern von Ballonen gesprochen, aber es kann ja auch einfach ein Ball sein, dem die Luft ausgegangen ist. Mit Luft aufpumpen nützt nichts. In den USA pumpen Japaner – mit Geld. Die Saudis haben in der Schweiz, macht es Indien tatatsächlich in England für die USA und dann bleibt eigentlich nur noch die Frage, wo sich die Chinesen demnächst beteiligen …

darf es etwas mehr sein

… irgendwie wird alles immer grösser … und viel mehr Experde

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odh Als ich mich wegen eines Reihenenfamilienhauses verschulden wollte, musste ich die „Kreditwürdigkeit“ beweisen. Ich brauchte ein gewisses Eigenkapital (es war eigentlich zu gering, weshalb mir die Kantonalbank keinen Kredit gab), dann musste ich meinen Verdienst und jenen meiner Gattin offen legen. Die damalige Schweizerische Volksbank, die später in der CS, Credit Suisse, aufging, war uns gnädig und wir erhielten also den Kredit. Nebenbei musste das Gehaltskonto bei der SVB etabliert sein, was kein Problem darstellte. Wenn man das Kleingedruckte der allgemeinen Geschäftsbedingungen liest, erkennt man, dass die Bank kein besonders grosses Risiko eingegangen ist. Solides Handwerk! So weit, so gut.

Heute gelingt es den Banken, zweistellige Milliardenbeträge in eher zweifelhafte Immobilienvehikel, die lediglich virtuell bestehen, zu platzieren – und nach kurzer Zeit guter Geschäfte ans Bein streichen zu müssen! War da nicht schon die Internet-Blase geplatzt? Viele Menschen haben ein kurzes Gedächtnis. Die Internetblase ist zerplatzt. es musste ein anderes „innovatives Vehikel“ her. Viele haben profitiert

„(…) Wie man heute weiss, sind diese Broker meist sehr aggressiv und in ihren Methoden wenig wählerisch vorgegangen. Selbst Langzeitarbeitslose, Invalide, allein erziehende Mütter erhielten Kredit, mit dem sie sich ein Heim erwerben konnten. Für den Broker zählte nur eines: die Unterschrift auf dem Vertrag und die Provision (rund 3000 $), die er vom Subprime Lender erhielt, das weitere Schicksal der Kunden kümmerte ihn nicht. Der Subprime Lender vermittelte die zweitklassigen Kredite an einen Wholesale-Lender, der diese bündelte und an eine der vielen prominenten Wallstreet- Häuser weiter veräusserte. (…)“

(Ziel: Maximierung von „polymorph pervers„; odh)

Die Subprime-Krise im Sommer 2007 hat gravierende Mängel aufgedeckt. Risk Management scheint bisher eher ein Fremdwort gewesen zu sein! Viele haben profitiert und tun es noch. Schliesslich bezahlt man den „Händlern“ bei den betroffenen Banken weiterhin hohe Boni, aus Angst, sie könnten zur Konkurrenz abspringen… einige werden vielleicht lange Gesichter machen. Bald werden sie es wissen!

Lesen Sie, was Philipp Vontobel zum ganzen Geschehen zu sagen hat!