Das Portemonnaie der Kranken

Kranke sollen mehr bezahlen! Der Ständerat ist für höhere Franchisen!

Die Mindestfranchise von heute 300 Franken würde damit alle paar Jahre in 50-Franken-Schritten steigen.

Die erste Erhöhung auf 350 Franken könnte schon 2020 erfolgen.

Der Nationalrat hat dem Franchisen-Automatismus mit 133 zu 53 Stimmen bereits zugestimmt. Der Ständerat ist heute Morgen mit 26 zu 13 Stimmen bei zwei Enthaltungen gefolgt.

Einmal mehr trifft es die Lastesesel der Nation. Was unternimmt die Politik zur Entwirrung von unüberschaubaren Strukturen in Spitälern? Was unternimmt die Politik zur Verbesserung der Führungsfähigkeiten auf Stationsebene in der Altenpflege und -betreuung?

Als einst an einem Zürcher Spital die Umnutzung von obsoleten Räumlichkeiten vür die Betagtenbetreuung inkl. Geriatrie vorgestellt wurde kamaus dem Publikum die Frage, wie oft die Bewohner begleitet ins Freie geführt würden – pro Woch, pro Monat….. Die Präsentatoren schauten sich lange und ungläubig an, eine Antwort fanden sie nicht!

Wie können Pflegende vom Papierkrieg zu Gunsten der Betreuten und alten Kranken entlastet werden?

Was wird gegen unnötige Operation getan? Wer überprüft aufgeblähte Stellenpläne? Wer überwacht das Thema Mengenausweitung?

Es ist offenbar einfacher, den Kranken und Patienten mehr Geld abzuknöpfen, als gegen die Maden im Speck der Organisationen vor zu gehen!

Gesundheit um jeden Preis   ist auch nicht die Lösung! Doch würden Rationalisierungsfachleute auf den Moloch Gesundheitswesen angesetzt, es gäbe Tumulte dagegen!


E-Autos entspannen den Arbeitsmarkt

Durch den Elektroantrieb werden viele mechanische Teile künftig nicht mehr benötigt. Das setzt Arbeitskräfte für andere Branchen frei! Das wiederum entspannt den Import von Arbeitskräften! Vorausgestzt ist allerdings, dass die Arbeitgeber ihre Mitarbeitenden marktfähig gehalten haben!

Zulieferer werden sich etwas einfallen müssen! Sie müssen ihr Geschäftsmodell anpassen, diversifizieren oder schliessen. Das gilt insbesondere für kleine Reparaturwerkstätten!

Allein in Deutschland sind etwa drei Millionen Menschen direkt oder indirekt in der Autoindustrie beschäftigt.

„(…) Volkswagen hat bereits angekündigt, dass in den kommenden Jahren durch den Wandel hin zur Elektromobilität weltweit rund 30.000 Stellen wegfallen werden – 23.000 davon in Deutschland. Zu Entlassungen soll es jedoch nicht kommen, stattdessen setzt der Wolfsburger Autobauer auf Altersteilzeit und andere sozialverträgliche Massnahmen. In der Elektromobilität sollen zudem 9000 neue Jobs entstehen. )“

Schweizer Autozulieferer – E-Mobilität: Wer ist bereit für die Zukunft …

Die Autobauer versuchen derzeit, die davon schwimmenden Felle durch überhöhte Preise für die Akkus der E-Autos zu kompensieren. Der Markt wird es zu regeln wissen!

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Saubere Treibstoffe für Autos

Preisvergleich: Neues Auto und neue Batterie

BMW i3 46’900 Franken 21’453 Franken (46%)
Hyundai Ioniq 38’490 Franken 20’568 Franken (53%)
Mitsubishi iMiev 21’950 Franken ab 8983 Franken (41%)
Nissan Leaf 37’490 Franken keine Angabe
Opel Ampera-e 52’700 Franken keine Angabe
Peugeot iOn 22’500 Franken 22’548 Franken (100%)
Renault Zoe 35’650 Franken rund 10’000 Franken (28%)
Tesla Model S 83’990 Franken keine Angabe

Wer nicht führt, wird geführt!

«Als wir die Ziele aus den Augen verloren, verdoppelten wir die Anstrengungen» Mark Twain

Die EU ist kein Staat und wird auch keiner werden

„(…) «Der Status quo ist keine Option» und «Der Bundesrat muss führen» – so weit hat alt Bundesrat Kaspar Villiger in seinem Gastkommentar zum EU-Rahmenvertrag (NZZ 11. 2. 19) recht. Doch damit erschöpft sich bereits leider seine Weisheit. Denn wohin soll er führen, und wohin soll sich der Status quo verändern? Für Villiger ist klar: in die EU! Das ist eine Position, die man vertreten kann. Doch was er als Argumente hinterher schiebt, lässt einem leider die Haare zu Berge stehen: So beklagt Villiger anhand von einigen Beispielen einen Reformstau in der Schweiz. Doch ist ein Rahmenvertrag die Lösung für den Stau von Reformen in unserem Land? Jeder einigermassen interessierte Zeitgenosse sieht, wie die EU am eigenen Reformstau zugrunde geht:

  • Demokratiedefizit
  • Flüchtlingschaos
  • Digitalisierungsproblematik
  • Überalterung
  • Schuldenkrise usw.

In all diesen zentralen Fragen ist die EU unfähig, zukunftsweisende Lösungen aufzuzeigen. Und diese EU soll uns bei unserem Reformstau helfen?

Ebenso verhält es sich mit der von alt Bundesrat Kaspar Villiger zu Recht kritisierten Verbürokratisierung unseres Landes durch die «Heerscharen von Politikern und öffentlichen Bediensteten». Doch glaubt er im Ernst, dass der Beamtenmoloch Brüssel mit seinen noch viel grösseren «Heerscharen von Politikern und öffentlichen Bediensteten» einen Befreiungs- und Entbürokratisierungsschub für die Schweiz bringen wird? Mit anderen Worten: Der Bundesrat muss wieder führen, richtig. Er muss Freiheit und Souveränität der Schweiz verteidigen, damit wir auch in Zukunft frei, unabhängig und selbständig mit jedem Land der Welt politische und wirtschaftliche Beziehungen führen können. Das braucht Mut. Diesen Mut sollten auch die Freisinnigen, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund freiheitlich-liberaler Herkunft, aufbringen.)“ Hans Durrer, Zug, LM, NZZ v. 4.2.19

Daher: «Tut um Gottes willen etwas Mutiges» (2. Könige 5,1-19)

„Lieber Tot als in Knechtschaft leben!“

Über die wichtigsten Knackpunkte im Rahmenvertrag schrieb die NZZ

Die EU ist eine Kriegsmaschine, die (noch) ohne (eigenen) Waffen Krieg führt. «Krieg ist die Fortführung der Politik mit anderen Mitteln»“ Carl von Clausewitz, man kann es durchaus umgekehrt sehen!

„(…) Wirtschaftsexperten und Rechtsgelehrte äussern sich in Hearings und Kommentaren zum Rahmenabkommen. Über die Auslegung des Vertragswerkes kommen dabei Meinungen zum Ausdruck, die sich zum Teil diametral gegenüberstehen. Dieses Abkommen lässt offensichtlich alle möglichen Interpretationen zu, nichts scheint klar zu sein. Einen solchen Vertrag zu unterzeichnen, ist schlicht verantwortungslos.)“ Andrea Geissbühler, Nationalrätin SVP, Bäriswil, LM, NZZ v. 4.2.19


Unionsbürger – eine Form der Unterwanderung!

Der Kuhhandel:  –  Siehe die Sicht der EU: Die Unionsbürger und ihre Rechte

Im Streitfall würde wohl ein EU-Gericht (in eigener Sache) entscheiden! Spätestens wegen der Übernahme von „dynamischen Rechts“ wird alles so zurecht gebogen, wie man es in Brüssel haben will!

„(…) Der ungeordnete Raum EU versucht seine Autorität über geordneten Raum geltend zu machen.)“ Bendan Simms, irl. Historiker, über die Bevormundung Grossbritanniens durch die EU

„(…) Was ist denn die Europäische Union? Sie ist ein Produkt des Europäischen Problems, der Deutschen Frage, wenn Sie so wollen. Nach 1945 hieß es: Europa ist das Problem, die Union ist die Antwort. In Großbritannien hingegen war die europäische Bedrohung der Grund für den britischen Zusammenschluss des Königreichs i Jahr 1707. Europa war also das Problem und das Vereinigte Königreich war die Lösung. Das sind zwei fundamental verschiedene Gründe, einen Staat zu gründen. Europa wurde geschaffen, um das europäische Problem zu lösen, nicht das britische. Europa kann nicht die Probleme für das Vereinigte Königreich in der Welt lösen. ..)“ Mehr

Daher: „Die Eurozone muss sich vereinen und die EU verlassen

Ergo: Hände weg vom Kuhhandel!


Wo ist der Wind, wenn er nicht geht?

Windatlas 2016

„(…) Manipulation vom Übelsten!
Das Bundesamt für Energie BFE arbeitet eng mit den Mitgliedern der Windlobby Suisse Eole zusammen. Für die Erstellung des Windatlas des Bundes ist die Firma MeteoTest aus Bern zuständig, welche bei zahlreichen Windparkprojekten miteinbezogen wird und finanziell von Aufträgen profitiert. Es war daher keine Überraschung, dass der Windatlas 2016 plötzlich massiv mehr Windressourcen in der Schweiz versprach als die Windkarten von 2004, 2007 und 2011.
Jetzt kam die Kehrtwende. Die 37 Schweizer Windturbinen, welche einen Nutzungsgrad von nur 17.8% haben, dürften das Bundesamt zur Einsicht gebracht haben, dass die 2016 prognostizierten Windressourcen gar nicht vorhanden sind. Im neuen Windatlas sind vier Mal weniger Gebiete mit durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten über 5.5m/s vorhanden (gegenüber 2016).
Der neue Windatlas stellt alle geplanten Windkraftprojekte in der Schweiz infrage. Der Windatlas 2016 war politisch motiviert und entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage.)“
Peter Weigelt

 

Windatlas 2019
Windgeschwindigkeiten 150 m Höhe ü. Grund

Der Versuch, eine Solaranlage mit einem kleinen Windgenerator zu ergänzen musste ich schnell aufgeben. Grund: praktisch kein nutzbarer Wind an der Wohnlage!


Verlogene Politik?

Seltsam, seltsam!

„(…) Nationalrätin Chantal Galladé, SP Kanton Zürich, engagiert sich für eine gute Bildung, die allen zugänglich ist, für mehr Sicherheit und für erneuerbare Energie…)“

„(…) 1990 tritt Galladé der Sozialdemokratischen Partei bei. Sie wird in der Parteiarbeite bald aktiv und ist 1994 Mitgründerin des Jugendparlaments Winterthur, der Jugendlobby und des Kulturzentrums Winterthur. 1997 bis 2003 ist Chantal Zürcher Kantonsrätin und dort Mitglied der Kommission für Bildung und Kultur. Bei den Erneuerungswahlen des Nationalrats schaffte sie 2003 die Wahl ins nationale Parlament. Ihr reiches Wirken auf nationaler Ebene belegt folgende Aufzählung: Hier finden Sie mehr!

Chantal Galladé 2018:, Foto: 20 Minuten

Die Felle schwammen davon…. Die SP hörte sie je länger desto weniger! Ausgebrannt wie ein altes Ofenrohr!

2018: Rücktritt aus dem Nationalrat

Bereits 2017 hat Galladé signalisiert, dass sie anlässlich der Erneuerungswahlen der Schulbehörden in der Stadt Winterthur im Juni 2018 bereit wäre, das vollamtliche Präsidium der Kreisschulpflege Winterthur/Töss zu übernehmen. Ihr breites Netzwerk und ihre Tätigkeit im Bildungsbereich weist beste Voraussetzungen für dieses Amt aus. In einer Kampfwahl gegen den bisherigen und umstrittenen Felix Müller am 10. Juni 2018 wurde Chantal Galladé zur Schulpräsidentin des Stadtkreises Altstadt/Töss gewählt. Für diese neue berufliche Tätigkeit trat Galladé im November 2018 aus dem Nationalrat zurück.

Galladé verlässt die SP

Per Ende Februar 2019 wurde bekannt, dass Chantal Galladé nach 28 Jahren Mitgliedschaft in der Sozialdemokratischen Partei den sofortigen Austritt gegeben hat. Sie wechselt die Partei und tritt den Grünliberalen (GLP) bei. Diese Meldung wurde weit herum mit grossem Erstaunen zur Kenntnis genommen und löste grosses Erstaunen aus. Wurde Galladé doch ein knappes Jahr zuvor mit grosser, auch finanzieller, Unterstützung der SP und ihrer Mitglieder in einer Kampfwahl ins Schulpräsidium der Kreise Altstadt und Töss gewählt. Galladé begründete ihren Entschluss damit, dass sie sich in der SP schon länger an den rechten Rand gedrängt fühlte. Auch ihr Engagement für eine «moderne Sicherheitspolitik», wie sie sagt, sei in der SP verschmäht worden. Das Fass zum Überlaufen habe der Streit ums EU-Rahmenab-kommen gebracht. «Vor 30 Jahren stand die SP für Offenheit zu Europa ein, für die Armee und für eine solide Wirtschaftspolitik.» Heute stehe die GLP als einzige Partei zu diesen Werten. Sie fühle sich nun «wie aus einem Korsett befreit». (Red. LB) .)“

Auf den Punkt gebracht: Getrennt zusammen, zusammen getrennt: Liebes-Labor SP – Blick

Wer besonders viel „Rückenwind“ genoss, dürfte beim Wechseln auf eine andere Spur subtil vorgehen. Das scheint hier nicht der Fall zu sein. Trotzdem: Niemand ist bis ans Lebensende an einen Förderer gebunden! Es wird spannend, ob Frau Galladé für die GLP neue Felle anzieht!


Fasnacht 2019

Wenn man sich die Frage stellt,

wer regiert denn unsre Welt,

dann sind das keine Witze,

nur Narren sitzen an der Spitze.

Die gewählten Führungskräfte,

meist verwickelt in trübe Geschäfte.

Überall es ist ein Hohn,

lebt man mit Korruption.

Amerika das grosse Land,

wählt den Trump, welche Schand.

Der Mann mit riesengrosser Klappe,

hat wohl ein Gehirn aus Pappe.

Ein Volk das diesen Deppen wählt,

wohl zu den Dümmsten zählt.

Besser wär im weissen Haus,

es regierte hier die Micky Maus.

Frau Merkel hat es schwer im Leben

man will sie aus dem Sattel heben,

doch Angela sie demonstriert,

was macht ihr wenn ihr mich verliert.

Ich geb Europa Halt und Kraft,

dass man es noch lange schafft.

Angela die Zeit wird kommen,

wo du nicht mehr ernst genommen.

Fussball-WM welch eine Schande

für die Elf aus deutschem Lande.

Grossgepriesen überall,

dann der kurze, harte Fall.

Der ganze Auftritt war ein Hohn,

zerschmettert war die Nation.

Im ganzen Land hängende Ohren,

als hätte man den Krieg verloren.

Wie sich doch die Zeiten wenden,

die Armee in Frauenhänden.

Amherd wird nach ihrer Wahl,

im VBS der General.

Dieser Posten ist nicht klein,

das ist kein Damenturnverein.

Die Armee im Schweizerland,

braucht eine starke Männerhand.

Die Schweiz die macht sich Sorgen,

um die Schweizerkuh von Morgen.

Das Volk es muss entscheiden,

ob Kühe ohne Hörner weiden.

Ohne Horn das arme Tier,

gefällt es nicht einmal dem Stier.

Politikern die Hörner tragen,

sollte diese man abschlagen.

Postauto, der gelbe Riese

ist in einer grossen Krise,

denn man hat jetzt rausgefunden,

die Post verarscht die Kunden.

Frau Ruoff sie zeigt sich ahnungslos,

hat kein Problem mit Postautos

und man zahlt auch heiter,

dem Verwaltungsrat die Boni weiter.

Uster eine Stadt sieht rot,

wird vom roten Filz bedroht.

Wie Zürich und auch Winterthur,

macht Uster mit bei dieser Kur.

Kleine Vereine die sind verloren,

Kunst und Kultur hat offene Ohren.

Bürger Vorsicht mit dem roten Filz,

er ist wie ein Fliegenpilz.

Openair im Zeughausareal,

für die Nachbarn eine Qual.

Der Lärm kaum zu ertragen,

doch es nützen keine Klagen.

Die Stadt gibt diesen Anlass frei

und die Stadträte sind dabei,

Bürger lass dich nur nicht quälen,

denk daran beim nächsten wählen.

Ruedi Gysi, 23. Februar 2019

***

Mièr sind nid die Letschtè,

fir eys giut Fasnacht nur vom Beschtè

Drum hends mièr wiè dr Seppli vo Müluusè,

Wièn är, muesch uf Baasel abe go!

Weisch no? Denn fahr wiiter! Sunscht:

=> Christoph Roos: Z Basel uff dr Brugg

***

Mehr Fasnacht:


Vegan

Die ganze Welt die züchtet Tiere,

Kühe, Schafe, Ziegen, Stiere,

sie alle werden eine Beute

für den Magen vieler Leute.

Doch es gibt da auch die Mahner,

sie nennen sich Veganer,

die zu Gemüse raten

und verzichten auf den Braten.

Selbst bei der Osterfeier,

verzichten sie auf Ostereier,

weil das doch so gute Ei,

eben auch vom Tiere sei.

Leder wird auch nicht getragen,

dafür muss man die Tiere plagen.

So trägt man halt den Plastikschuh,

trinkt auch die Milch nicht von der Kuh.

Der Bauernhof er wird zum Zoo,

das macht den Landwirt gar nicht froh.

Auch der Schlachthof der hat Mühe,

ohne Schweine, Schafe, Ziegen, Kühe.

Der Veganer muss auch sehen,

dass nicht Alle das verstehen,

denn nur für Obst und Salat,

ist nicht jeder Mensch parat,

denn ein feines Bratenstück,

zählt doch auch zum Lebensglück.

Jeder soll entscheiden können,

was er selber sich mag gönnen.

Jeder Mensch muss selber denken,

lass dich nicht von Andern lenken.

           Ruedi Gysi, 13. Februar 2019

Alfonso meint dazu: „Ich wünsche euch ein gutes, deftiges Nachtessen mit einem Gnagi (Eisbein) und einem kühlen Bier!“

Gnagi – deAcademic

Schafft die Digitalisierung die Personalvermittler ab?

Man stelle sich vor: Alle Stellen suchende Talente platzieren ihre Daten in eine einzige zentrale und „sichere“ Datenbank. Ein einziger, geprüfter Personaleintrag, verfügbar für alle! Das glaubt Vivek Anand, Geschäftsführer vom Schweizer Start Up Workonomix. «Blockchain als eine dezentrale und sichere Datenbank kann die Personaldienstleistungs-Wertkette digitalisieren und deren Effizienz steigern. Durch einen einzigen, geprüften Personaleintrag, verfügbar für alle». Personaldienstleister und Recruiter hätten somit Zugriff auf ein einziges verifiziertes Profil und könnten sich gegenseitig mit ein paar wenigen Klicks kennenlernen, den Vertrag abschliessen und die Arbeit aufnehmen.

Der Anfangslohn beträgt Fr. 7000.- pro Monat, x 13, später erhöht sich das Gehalt auf 8000 Franken x 13. Zusätzlich wird eine Leistungsprämie und ein Bonus ausgerichtet…!) – „Ok, dann komme ich später!“

Der „Einzige“ wäre dann quasi der „Herrscher über alle“.  Er würde es sich nicht nehmen lassen, die Kasse klingeln zu lassen! Seine gesammelten Daten wird er wohl in eine Cloud auslagern (out sourcen), wo Hacker ein neues Betätigungsfeld finden werden!

Cloud_computing.svg

Big Data lässt grüssen! Aber nicht nur! Auch da gilt was für den Computer seit seinem Entstehen gilt: „schit in, schit out!“ Die „Bilanz“ sagt es unter Die Big-Data-Lüge  treffend.

Julia Bryner, Leiterin Marketing & Events bei Swiss Staffing hat sich mit der Problematik befasst. Im Blog  Blockchain: Humbug oder Heiliger Gral für die Personaldienstleistung?, geht sie der Frage nach.

Nach meinen Erfahrungen wird der Personalvermittler nicht aussterben, aber seine Funktion wird sich ändern, ebenso die Anforderungen an ihn. Die Talentsuche wird anspruchsvoller werden. Das Tätigkeitsgebiet wird sich vermehrt auch ins Ausland verlagern  – dorthin, wo es Talente zu finden gibt.

Eine seriös geführte Datenbank kann den Papierkrieg vereinfachen. Die Prüfung, ob die „Chemie“ zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer stimmt, kann die Datenbank kaum endgültig übernehmen. Eine gute Datenbank hat auch die Profile der Abnehmer ihrer Kunden! Diese à jour zu halten ist bei der relativ grossen Fluktuation anspruchsvoll und aufwändig. Freelancer, als erweiterter Arm einer HR-Abteilung, werden weiterhin erfolgreich agieren. Denn sie sind in der Lage, die „Perlen“ zu finden! Ihre Algorythmen laufen im Kopf ab! Wer die Geografie gut kennt, kommt ohne GPS aus! Mit GPS geht es schneller. Auch der Personalvermittler legt sich seine Datenbank an! Er agiert vorläufig noch weitgehend analog. Er nutzt digitale Module um sich von Routinen zu befreien.

Wer nur Stellenlöcher im Stellenplan stopfen will (dieses unqualifizierte Vorgehen soll immer noch weit verbreitet sein), greift auf eine Datenbank zu. Ob damit auch die Fluktuation eingedämmt  wird, müsste sich noch bestätigen. Personal kann nicht wie eine Sache oder Aktien gehandelt werden! Es gibt jedoch Besserwisser, die daran glauben. Man bedenke: Ein Fehlbesetzung kostet je nach Funktion ein bis mehrere Monats-, im Extremfall gar mehr als ein Jahresgehalt!


Genau hingeschaut