Kategorie-Archiv: 28 Psychologisches

München schließt Scientology-Kindergarten


CHO Consulting H. Odermatt, Stellenvermittlung / Stellenangebote und Presonalberatung, Flüelistrasse 25, CH-6072 Sachseln
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Kindertagesstätte in München geschlossen. Grund: Hinweis auf Verbindung zu Scientology!

(…) „Das bayerische Innenministerium hatte erst kürzlich erneut darauf hingewiesen, dass Scientology in Deutschland nicht als Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft gelte. Vielmehr werde die Organisation als ein „auf Profitmaximierung ausgerichteter Wirtschaftskonzern“ angesehen, der „an Gehirnwäsche erinnernde Psycho- und Sozialtechniken gegen teures Geld verkauft und eine totalitäre Gesellschaft aus gefügigen, sich völlig der Organisation unterordnenden Anhängern schaffen will“. Die Feinheiten: Focus Online …München schließt Scientology-Kindergarten…

 

Die Moralapostel lassen grüssen! Es scheint, dass da doch viel „Dräck am Stäcke“ ist.

(…) „Tom Cruise und Katie Holmes, beides Scientologen, haben ein Mädchen bekommen. Wie wird sein Leben aussehen? Der Sektenexperte äusserte sich am 20. April 2006 im eTalk dazu und darüber, wie gefährlich die Sekte ist. Mehr bei 20 Minuten: Hugo Stamm …«Scientologen hetzten Privatdetektive auf mich»…

Ein bisschen zum Nachdenken bei:

 
oder der Brief vom 18 Oktober 1997

An die
Kommission für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (CSCE)
Herrn Senator Alfonse D’Amato, Vorsitzender,
Herrn Abgeordneten Christopher H. Smith, Mitvorsitzender,
und alle Kommissionsmitglieder
Ford House Office Building, Room 234
Washington, D.C. 20515

Betr.: Religiöse Intoleranz in Europa: die Scientology Connection


«Verlogener Widerstand» – Zeit, den Spiegel der Zeit zu reinigen


Nun hat der Schreibermeister bei libref noch ein weitere Variante gefunden. Man hat nie ausgelernt! odh

Wenn sie in den Spiegel schauen und ein düsteres Bild sehen, kann es daran liegen, dass der Spiegel etwas der Reinigung bedarf. «Henryk M. Broder ist langjähriger „Spiegel“-Autor und einer der scharfzüngigsten Kritiker von politischer Korrektheit.»
In der deutschen Sprache bin ich nicht absolut sattelfest. Müsste es jetzt politische «Korrektheit» oder nicht doch eher politische «Unkorrektheit» heissen? Und eben musste ich das Wort «scharfzüngigsten» korrigieren – beim schnellen Schreiben ist das «r» abhanden gekommen.

«Verlogener Widerstand

von Hendryk M. Broder

In der Schweiz sollen ruhig Minarette gebaut werden – doch müssten islamische Länder in gleichem Masse den Bau von Kirchen zulassen.

Wenn ich die Auseinandersetzung, die derzeit in der Schweiz geführt wird, richtig verstanden habe, geht es nicht um den Bau von Moscheen an sich, sondern um die dazugehörigen Minarette, die besonders ins Auge fallen weiter in das Magazin …»

Der Artikel ist sachlich korrekt, stellt Interessantes gegenüber und ist vermutlich nicht ganz zu Ende gedacht. Lesen sie in obigem Link die Kommentare, die meisten nehmen eine liberalere Haltung ein.

Vor einem Jahr erschienen: Gurdwarasahib – der Schreiber im Turban der Shiks

Vor zwei Jahren erschienen: Religion ist Privatsache – aber nicht immer – über die Karikaturen aus Dänemark

Text: Stephan MartiFinanzblog


Spekulanten, Zocker, Wertevernichter II


Für situationsgerechtes Handeln und um einem echten Ideal zu genügen, sind jedoch andere Indikatoren wichtig, nämlich: Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, Verantwortung, Wohlwollen und Aufgeschlossenheit. Eine geballte Ladung! Ob sich einer dessen bewusst ist?
Die Verkörperung eines Ideals dient der eigenen Geltung und dem Ego. Es geht um den Versuch, sich zu „tunen“ (mehr bei: … Automobil Revue… ) – so wie man ein „normales Auto frisiert“. Es wird das Ziel verfolgt, “jemand“, oder gar „jemand mehr“ oder gar der Beste der Besten zu sein. Diese vermeintliche „Aufwertung“ fördert den Stolz. Auch der VW GTI Sport ist nach dem besten Tuning kein Formel-1 Bolide. Aber es fördert die Gefühle, wenn der „Sound“ in die Glieder fährt und der Drehzahlmesser den roten Bereich schneller erreicht und die Beschleunigung von Null auf 100 in 82,756% der bisherigen Zeit möglich ist. Nun ist man mehr als die anderen, lässt man sich selber fühlen und der Brustkasten plustert sich auf und wölbt sich etwas mehr nach vorne… – aber eben – der VW GTI ist doch kein F-1-Bolide von BMW Sauber, was relativ schnell klar wird. Man hilft zusätzlich mit einer Stereoanlage nach. Und nun hat man sogar noch eine fahrende Bassgeige, was ein F-1-Bolide sicher nicht hat. Jedoch, egal was man tut, das Selbstwertgefühl kann so nicht voll zur Geltung kommen. Es teilt sich auf in ein Ideal-Ich und ein Minderwertigkeits-Ich. Somit wird der Effizienzverlust deutlich, denn es müssen nun zwei „Ich’s“ gespiesen werden.
Das Ideal ist immer um eine Spur voraus, also unerreichbar. Dieser nicht aufholbare Rückstand drängt innerlich wie ein Stachel zur Zielerreichung. Allein, der Profitidealist bleibt wegen der Unersättlichkeit unzufrieden.
Der dünkelhafte Stolz, die arrogante Selbstherrlichkeit und das dauernde Minderwertigkeitsgefühl lassen ihn die Realität vergessen. Die Vorstellung von immer mehr, immer grösser, immer wichtiger, immer berühmter, blendet die Realität aus. Die Illusion nistet sich ein. Die Fata Morgana hat ihr Opfer gefunden. Luftschlösser entstehen.
Es entsteht eine dauernde Selbstbeleidigung. Diese führt zu einem Minderwertigkeitsgefühl, welches der Selbstachtung nicht förderlich ist. Schwache Selbstachtung – instabile Selbstsicherheit. Trotz Kontaktsucht entsteht soziale Isoliertheit. Es folgt langsam die Erkenntnis einer depressiven Sinnlosigkeit. Sie wird mit Stress und Wichtigtuerei kompensiert, weil die Wahrheit verdrängt wird.

Es sind besonders schlaue Manager, die diesen „Idealismus am Profit“ züchten. Sie vertreten die Ansicht, dass Wettbewerb unter den Ehrgeizigen den Erfolg fördern. Der erwartete Erfolg heiligt die Mittel. Aber sie übersehen, dass die Erfolgsgrundlage, nämlich Begeisterung und gute Kommunikation zerstört werden.

Das Ideal des Profits ist die Pumpe, mit der das Ego aufgeblasen wird. Fällt diese Pumpe in falsche Hände, richtet sie grosses Unheil an, z.B.: die Dot.com-Blase, und die Subprime-Krise (Subkrime-Krise!) sowie, der neue Bankskandal in Frankreich, sie haben Veränderungen nach sich gezogen, die weit über den Verantwortungs- und Kompetenzbereich der Börsenhändler hinausgeht. Der Schaden ist angerichtet. Nun werden Schuldige gesucht. Sie werden auch gefunden, da bin ich mir sicher. Aber die erwähnten Manager werden kaum echt zur Kasse gebeten.
Es gibt selbstverständlich grosse Spekulanten und Financiers. Von diesen Gurus, könnte man lernen. Die Kurzportraits: siehe unter: … FAZNET…
Es macht nicht den Anschein, dass diese unter den oben genannten Symptomen leiden, bzw. gelitten haben. Aber die haben auch ein ganz anderes Profil! Denken wir an den Altmeister der Spekulation, Anderé Kostolany.

Er sagte u.a.:

„(…) Natürlich bin ich der Ansicht, dass die Börse nicht nur die wichtigste, sondern auch die schönste Erfindung des Kapitalismus ist!“

„(…) Der erfolgreiche Spekulant muss ein scharfsinniger politischer Analytiker, aber auch ein geschulter Massenpsychologe sein. Denn er hat zur selben Zeit zwei Rätsel zu raten: die politischen Ereignisse und die Reaktion der Sparer auf diese.“

„(…) Was muss der Spekulant können? Ein grosser Denker sagte einmal: Kultur ist, was übrig bleibt, wenn man schon alles vergessen hat.“ Genau so verhält es sich mit dem Börsenwissen. Es ist das was übrig bleibt, wenn es Ihnen gelingt, all das zu vergessen, woran die Volkswirte ständig herum managen: Bilanzen, Kurse, Statistiken und anderen Kram – kurz das ganze Rüstzeug, das in Computern oder verstaubten Bibliotheken steckt. Nichts wissen, aber das Gras wachsen hören und Phantasien haben – das macht den Spekulanten aus.“

„(…) Wie man sieht, haben Financiers, wenn sie erfolgreich sind, nicht die mindesten Komplexe. Selbst wenn sie Blutsauger oder Halsabschneider genannt werden. Erinnert das nicht an die Ruhmsucht der Fondsmanager, die in prächtigen Schlössern lebten, mit Privatflugzeugen herum sausten, aber zur gleichen Zeit Millionen von kleinen Leuten ruinierten?“
„(…) Ein Börsenspieler ohne Überlegung, Argumente oder Motivation gleicht dem Roulettspieler. Er ist ein Hasardeur.“

Am Beispiel Kostolanys soll deutlich gemacht werden, dass es sich um einen Profi der alten Garde, einen Altmeister notabene, handelte. Dies, im Gegensatz etwa zu Jérôme Kerviel, dem unscheinbaren Angestellten. Mehr, siehe …FAZNET…

Auch Pleitiers gab es immer, sogar solche, die im Dienste des lieben Gottes standen. z.B:

  • Roberto Calvi, der „Bankier Gottes“. Er nahm ein schlimmes Ende
  • Michele Sindona, er war auch „Bankier Gottes“, aber auch „Bankier der Mafia“, auch er nahm ein unerwartetes Ende.
  • Paul Casimir Marcinkus , als Kardinal und Schatzmeister hatte er die Hand im Spiel, als die Banco Ambrosiano insolvent wurde. Sein hohes Amt in der Kirche nützte ihm nichts. Alles Beten nützte nichts. Sein oberster „Chef“ blieb unbestechlich…

„(…) die ehrliche jahrelange Arbeit, oder das über Generationen angesparte Vermögen, oder einfach das Geld für die Renten, wird von ein paar Zockern innert Kürze verjubelt. Man sehe sich die Pleitier an. Mehr bei: …manager.magazin… Es darf noch Werner K. Rey erwähnt werden. …mehr bei news.ch… Und sie, die Zocker, Wertevernichter, werden dafür noch mit hohen Löhnen und exorbitanten Boni belohnt- oder bedienen sich selber. Und einige, die in diesem globalen Spiel mitspielen, profitieren ganz schön dabei.

 

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste – so eine alte Weisheit. Vermutlich wird die nächste Finanzblase bereits wieder aufgepumpt. Ich bin gespannt, wann diese wo aufsteigen wird und wem das nächste Mal das Konto abgeräumt wird. Das Zocker-Karussel dreht sich weiter…

 

 

Quellen:
Max Lüscher, „Aber ich muss nicht“
André Kostolany, „Kostolanys grosses Börsenseminar“
Weitere, siehe Links

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CHO Consulting Herbert Odermatt, Stellenvermittlung, CH 6072 Sachseln – Schwerpunkt Gesundheitswesen – Sie suchen die Herausforderung, wir drücken Ihnen die Türklinke dafür! Mehr: …Stellenangebote... siehe auch …Stellenvermittlung…


Moralapostel


Es gibt viele Menschen, die betrachten die Moral als etwas, was von der Gesellschaft geschaffen wurde. Gebote bestimmen das Handeln.

„…Die grundlegende Erkenntnis der Moralisten ist die, dass der Mensch neben legalen und ethischen auch gesellschaftliche Verhaltensnormen benötigt. Letztere sind dabei ausschlaggebend für den Erfolg und das Ansehen des Individuums in seinem Umfeld. Die ersten Moralisten waren politisch in die adlige Hofkultur eingebunden. …“

Mittels „Moral“ werden u.a andere Menschen ausgegerenzt oder gar vernichtet. Ich denke dabei an den Jhad, den „Heiligen Krieg“. Regierungssysteme die fundamentalistisch, religiös oder ideologisch beeinflusst sind, bieten guten Nährboden dafür. Man stelle sich vor, europäische Christen würden in Casablanca, Riad oder Istambul ein Münster errichten und regelmässig die Glocken läuten lassen! Das wäre bestimmt tausend mal schwieriger, als in der Schweiz eine Moschee mit Minarett zu errichten. Besteht deswegen ein echter Minarett-Streit? Stehen Minarette über alles?

„….In diesen Zusammenhang gehört auch der Zentralrat der Muslime in Deutschland mit seinem Forderungskatalog, der sog. „Islamischen Charta“ (www.islam.de).

…dient dem Ziel, „eine würdige muslimische Lebensweise im Rahmen des Grundgesetzes und des geltenden Rechts zu ermöglichen“. Es werden darin zahlreiche Forderungen erhoben, so die Aufhebung des Schächtverbots, das Begehren nach ausschliesslich muslimischer Betreuung von muslimischen Patienten und Insassen in medizinischen und sozialen Einrichtungen. Weiter wird der staatliche Schutz islamischer Feiertage und die staatliche Respektierung islamischer Bekleidungsvorschriften in Schulen und öffentlichen Ämtern verlangt. Mit Nachdruck wird die generelle Instanz des lautsprecherverstärkten Gebetsrufs (Minarett-Ruf) in ganz Deutschland verlangt.

Genau gleiche die Ansprüche formulieren die österreichischen Muslimorganisationen (www.islam.at, bzw. Islam in Österreich), an ihren Gaststaat: Der öffentliche Gebetsruf müsse überall dort rechtlich abgesichert zu hören sein, wo mindestens zwei Muslime leben.

Ich versuche mir vorzustellen, welchen Unfug Zeugen Jehovas mit ihrem sektiererischen Getue anrichten. Es gibt genug Geschichten darüber. Oder denken wir an die aggressive Werbung verschiedener Sekten, beispielsweise der Scientologen. Sie haben es in verschiedenen Staaten gar geschafft, als Religion anerkannt zu werden (z.B. Spanien, Portugal, Schweden).

Moralapostel fühlen sich verpflichtet, für „Ruhe und Ordnung“ im Sinne ihrer Ideologie zu sorgen. Sie gehören zu den Gehirnpickern, wirken wie gebetsmühlenartige Einzuflüsterer. Wenige dominieren die Übrigen und machen sie zur berechenbaren Masse.

Es gibt andere Menschen, die unterscheiden zwischen Ethik und Moral, obwohl die beiden Begriffe oft synonym verwendet werden.

„Die Signale des lustfeindlichen Moralisten sind ihm in sein griesgrämiges Jammergesicht geschrieben. Die sauer verkniffenen Mundwinkel verharren den lieben klangen Tag in der Uhrzeigerstellung : zwanzig vor vier. Über der Nasenwurzel krausen sich senkrechte Falten als Zeichen ständiger Anstrengung, ohne die das Haar in der Suppe nicht gefunden werden könnte. Dem selbstherrlichen Überlegenheitsdrang des Moralisten setzt sich niemand freiwillig aus. Eigene Kinder haben es schwer, mit autoritär moralisierenden Eltern fertig zu werden, solange sie von deren Futternapf abhängig sind. Man kann auch von keinem Menschen die Vernunft eines Haushundes verlangen, der so klug ist, dass er das moralisierende Herumkommandieren als die verschämte Art des Herren Menschen erkennt jemandem das Gefühl der Zugehörigkeit zu geben und zärtliche Sympathie auszudrücken.

Schon aus der Vertreibung aus dem Paradies, wo die zweiköpfige Menschheit feststellte, dass sie nackt sei, wenn sie nichts Anständiges anzuziehen habe, und sich darob schämte, ist das Moralisieren gegenüber sich selbst und allem und jedem zum Lustersatz der Paradiesvertiebenen geworden.

Wird auf das Moralisieren noch der Bindungsanspruch mit seinem Dominationbedürfnis gepfropft, so trägt die Intoleranz ihre schönsten Früchte. Sie kann sich von der Selbstzucht bis und Selbstkasteiung bis zur Missbildung und Züchtigung anderer ausleben. Zieht man das moralistische Schamkorsett an, um den erotisch idealisierten Höhenflug von aller echten Körperlichkeit rein zu halten, so ist man zum Senkrechtstarter in die Sublimation, in die ästhetizistische Illusion, in die Kunstarena des „Kitsch as Kitsch can“ bereit. Zieht man sich aber das Schamkorsett nur an, um die bösen Lüste einzusperren, so ist das ein frommer Trick, um den harmonischen Frieden ohne harmonische Befriedigung zu finden.“

Quelle: singemäss,: Prof. Dr. Max Lüscher, „Signale der Persönlichkeit“ rororo 6942

Emotionale Unsicherheit und unbewusste Angst werden mit überpersönlicher Selbstbestätigung kompensiert. Aggression und Gewalt sind die Hilfsmittel dafür. Wäre Moral mit dem menschlichen Gewissen synchronisiert, würde sie die ethischen „Normen“ entsprechen. Einer synonymen Verwendung des Begriffes stände somit nichts entgegen.


Gehirnpicker


Die „Gehirnpicker“ (oder Antreiber) sagen: „Du sollst nicht!“ oder „Du sollst!“. Sie sagen immer, was einer tun oder lassen soll! Die „Gehirnpicker“ sind die „Seelenparolen“ der Moralapostel und das was über Jahre, besonders in der Kindheit eingebläut (eingetrichtert) wurde („Eltern-Ich“, Erziehung). Eingeflüstert wie von einem inneren Souffleur oder Pferdeflüsterer. Beachten Sie die Bildergalerie!

Gehirnpicker

Wo bleibt da Raum für freie Entfaltung (freier Wille)? Ich will die Freiheit haben, selber zu entscheiden. Ich will auf mein Wissen, die Erfahrung und das Können vertrauen und daher eigene Aktivitäten entwickeln. Ich will zu dem was ich tue stehen können. Und ich will geben und nehmen, wie es mir gefällt, ich will mich einordnen (aber nicht unterordnen) um innerlich zufrieden zu sein. Ich lehne die Gehirnpicker ab!

Sollte es zutreffen, dass die „freie Entscheidung“ längst festgestanden hat, als sie bewusst getroffen wurde (Libet-Experiment), dann allerdings können Gehirnpicker ihr Unwesen doch treiben!?

„…. Von ebenso großer Bedeutung wie die Entdeckung des BP war der Nachweis, dass der Frontalcortex die führende Instanz im Gehirn ist. Der Präfrontalcortex ist das Organ des Willens. Aber der Willenscortex (Präfrontalcortex) macht nicht alles selbst. Er ist vielmehr ein großer Meister im Delegieren von Aufgaben und Funktionen. Einen Supervisor und Jobverteiler könnte man ihn nennen, d.h., „der Wille“, so sagt Kornhuber, „pflegt gewöhnlich einen kooperativen Führungsstil im Reich der Anmutungen, Bedürfnisse, Triebe und Gefühle, und doch sind wichtige Aufgaben des Willens Konzentration auf das Wesentliche.“ (Wille und Gehirn). Kurz gesagt, es ist ein besonnener Wille, der uns führen und leiten sollte.

Ist unser Wille nun frei? Haben wir Willensfreiheit? Ja, ist die Quintessenz der Ausführungen von Kornhuber und Deecke. Aber Freiheit gibt es nur in Graden. Absolute Freiheit gibt es nicht. Genau so wenig sind wir aber an einen absoluten Determinismus gefesselt, wie ihn einige Hirnforscher in letzter Zeit behaupten. …“

Kornhuber wies nach, dass jeder Muskelbewegung im Gehirn ein Aufbau elektrischer Aktivität vorausgeht, ein Bereitschaftspotenzial, welches sich mit einiger List im EEG ( dem Elekktroenzephalogramm, der Hirnstromkurve) aufspüren lässt. Das Bereitschaftspotenziel ist ein objektiver Hinweis darauf, wann genau das Gehirn mit mit der Vorbereitung einer Bewegung beginnt. Libet baute auf der Entdeckung von Kornhuber auf und konnte registrieren, wann das Gehirn der Versuchspersonen mit den Vorbereitung der Bewegung begann und wann sich die Versuchspersonen sich bewusst zu der Bewegung entschlossen. Das Bereitschaftspotenzial begann etwa 550 Milisekunden (ms) vor der Willkürbewegung, aber erst etwa 200 ms vor ihr wurde dem Probanden bewusst, dass er sie nun gleich machen werde. Die „freie Entscheidung“ muss also längst festgestanden haben, als sie bewusst getroffen wurde. Allerdings, die bewusste Entscheidung fiel immer etwa 150 bis 200 ms vor der Muskelaktiverung, also vor der Bewegung selbst – das Bewusstsein hätte also noch ein Veto gegen sie einlegen können, und manchmal tat sie es auch und stoppte die Bewegung. Trotzdem spielte es einen Entscheidungsprozess nach, der unbewusst bereits gelaufen war. (Quelle: Dieter Zimmer, Tiefenschwindel)

Ist das eine Perspektive! Wir bilden uns ein, wir träfen bewusste Entscheidungen. Doch unser Bewusstsein hinkt diesen nur hinterher und es führt uns Sachen vor, die bereits beschlossen sind, als ob es noch etwas zu entscheiden gäbe!

Die Frage nach dem Bewusstsein wirft das uralte Leib-Seele-Problem auf. Der Mensch ist in der Lage, ein Marsmobil sehr genau abzusetzen, Experimente auszuführen und die Daten zur Erde zu übermitteln. Auch hat er heute sehr genaue Vorstellungen über das Universum. Aber was in seinem Kopf abläuft, ist ist noch weitgehend Geheimnis…

Spielen also die Gehirnpicker (Antreiber) doch eine Rolle?

  • „Mach ja keine Fehler“ ( Perfektionismus? Vollkommenheit?)
  • „sei wie ein Indianer“ (stark, zäh, afektlos, emotionslos, nach aussen afektlos)
  • „strenge dich an, tue immer etwas mehr als andere“
  • “ wenn du gross bist, musst du arbeiten“ (Sind gewisse Südländer deswegen kleiner als die Nordländer?)
  • „du musst dich anpassen und nicht auffallen; anständig sein“ (es allen recht machen? zu allem ja sagen? sich anpassen?)
  • Du darfst nicht ehebrechen ( Lust töten?)

Die Gehirnpicker können mit so genannten „Erlaubern“ in Schach gehalten werden.

  • Beispiel:
    • “ Sei perfekt“.
    • Emotion: Ich bin nicht liebenswürdig genug, deshalb soll ich durch perfekte Leistung Wertschätzung verdienen.
    • Gegenmassnahme: Ich tue es so gut als nötig, das genügt. Oder man soll mich nehmen wie ich bin.

Wie auch immer: Ob Gehirnpicker oder Erlauber: Ich rede mir etwas ein oder es wurde mir etwas eingeredet. Wenn dem so ist, dann kann ich mein „Inneres“ durch Selbstsuggestion bzw. Autosuggestion so programmieren, dass mein Unterbewusstsein für mich arbeitet! Motto:

Wünsche erfüllen sich,
Hoffnungen werden Wirklichkeit,
Ziele werden erreicht.

Autosuggestion als Sellbsthilfe kann also durchaus Ungeahntes erreichen lassen. Allerdings ist es gut, den Boden der Realität nicht zu verlassen!


Kleine Laster; Beispiel Rauchen


Die Sippe des blauen Dunstes mal mit anderer Brille gesehen, man darf neben den ernsten Aspekten auch schmunzeln:

Der Zigarettenraucher ist der einzige, der den Rauch in sich hinein saugt, um das Gefühl der Leere auszufüllen (Angst vor der reizlosen Langeweile). Am Beispiel des Marlboro man, er ist der einflussreichste Mann, der nie gelebt hat, kann man abschätzen, was die Werbeindustrie investiert, um diese Angst gesellschaftsfähig zu machen. Wer glaubt, ein besonders Besonderer Zigarettenraucher zu sein, dreht diese selber. Ein Joint kann man als abgewandelte Zigarette sehen. Das Rauchen eines Joints dient eher der Flucht von der Wirklichkeit (Angst vor der Realität und der Gegenwart).

Der Kielzigarrenraucher (Villiger Kiel) ist alles andere als ein Geborgenheitslutscher. Zwischen den Lippen kaut er, wie ein anderer am Bleistift, an seinem Blasrohr, aus dem er meist wortlos wohlgezielte Gedankenpfeile abschiesst. Den „Kiel“ steckt er sich wie einen Stachel in den Mund, als ob er sich durch einen langen Dorn abschirmen wollte, damit niemand in sein Denkrevier einbreche. Aus den Augenwinkeln beobachtet er jede Einzelheit. Kritisch und schlau, wie ein Sherlook Holmes, lässt er sich nicht in die Enge treiben. Er will sich und den anderen beweisen, dass er aus der Sackgasse findet. Das Signal der Kielzigarre drückt die Eigenschaft von Selbstbehauptung gegen jede geistige Einengung oder Abhängigkeit aus. Übrigens: Der „Kiel“ wurde von einer Frau erfunden!

Wer eine Brissago dem Kiel vorzieht, kommt ohne Mundstück zurecht. Es gibt „Weibchen“ mit dickerem „Rauchröhrchen) und „Männchen“. Das Anzünden erfolgt mittels des im „Rauchröhrchen“ befinden Halmes in graziöser Zeremonie.

Der Cigarrenraucher verhält sich völlig anders als beispielsweise der nervös und gierig inhalierende Zigarettenfritz. Selbstgefällig schmaucht und pafft er mit dem dicken Lutscher vor sich hin. Er kann sich das dicke Vergnügen zeitlich und finanziell leisten, ist die unausgesprochene Aussage. „Mir kann keiner“ oder „mir können alle“, scheint er zu denken, wenn er die dicke Cigarre mit gespreizten Fingern ins Gesicht steckt. Aus Angst der Überreizung greift er nach dem glimmenden Schnuller und suggeriert sich eine buddhaähnliche Zufriedenheit, die ihn gegen allen Ärger abschirmen soll. Das Signal der Kopfcigarre demonstriert den Anspruch auf Selbstzufriedenheit. Dass die Cigarre gar zu einem existenziellen Lebensinhalt werden kann, sei am Beispiel von Herrn Herzog angedeutet.

Die „ganz harten“ Männer greifen zur Toscani oder zur Toscanelli. Die sind jedoch nicht gleich salonfähig wie die „richtigen“ Cigarren (Angst vor Minderwertigkeit).

Ich verstehe, dass einer dem edlen Duft einer „Havanna“ und einem feinen Cognac kaum widerstehen kann.

Der Pfeifenraucher hingegen, der sich am Pfeifenkopf festhält und mit seinen Kultinstrumenten stochert, stopft und anzündet, bevor er sich zu einer Stellungnahme bequemt, sucht für sein Selbstgefühl einen festen Halt. Seine Unsicherheit wurzelt in der Angst vor Weite und Verlorenheit. Er hat Angst vor dem Verlust an Einfluss und Geltung gegenüber der Umwelt. Besonders peinlich ist es ihm deshalb, was er als gesellschaftliche Zurücksetzung oder als Blamage auslegt. So wie er sich an der Tabakpfeife festhält, ist es ihm ein Bedürfnis, sich an irgend eine solide Sicherheit, an einen Glauben (Gott, Geld, oder Gesllschaft) anzuklammern, um harmonische Ruhe zu finden. Der Geborgenheitsdrang, der Hang zur friedvollen Sicherheit, führt die Kinderhand zur Mutterbrust, die Männerhand zum Pfeifenkopf, die Frauenhand…. Eine psychosoziale Betrachtung zeigt noch eine andere Sicht.
Tipps und Tricks deuten darauf hin, dass das Ritual von Anfang an gepflegt sein will.

Geräuchert hält länger! Da muss etwas dran sein. Ansonsten würden nicht Senioren für’s Peifenrauchen werben…

Ob sich die Pfeifenraucher an die Friedenspfeifen der Indianer erinnern? Eine besondere Zelebration stellt das Rauchen einer Wasserpfeife (Shisha) dar. Mit dem Bong wird auch Cannabis geraucht. Auch da gilt, was schon zum Joint bemerkt wurde.

Wir wissen heute, dass das Passivrauchen für Betroffene schädlich ist. Auch ist bekannt, dass grosse Gesundheitsrisiken mit dem Rauchen verbunden sind. Es gibt gute Gründe dafür, damit aufzuhören. Das ist einfacher gesagt, als getan. Einsicht, den Willen es zu tun und ein bisschen Durchhaltewillen sind schon erforderlich. Ich habe das 1977, nach durchzechter Nacht im Militärdienst geschafft (von ca. 50 Zigis pro Tag auf Null) und durchgezogen. Es ist bekannt, dass Tabakrauch sehr viele hochgiftige Schadstoffe enthält. Mittlerweilen setzen sich rauchfreie Zonen in öffentlichen Gebäuden, Gaststätten und an Arbeitsplätzen durch. Doch die Massnahmen bringen manch eine Gaststätte in Schwierigkeiten.

Andere Länder, andere Sitten. Beispiel Singapur: Rauchen: Man beachte, daß in Singapur das Rauchen in Bussen, Taxi’s, Aufzügen und öffentlichen Gebäuden sowie in allen klimatisierten Restaurants und Bars gesetzlich verboten ist. Vorbild für Europa: Jagd nach Raucher in Singapur:
Im Stadtstaat Singapur machen zivil gekleidete Polizisten Jagd auf Raucher. Wer erwischt wird, wo er nicht rauchen darf, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 1’000 Singapur-Dollar (rund Fr. 1’000.–) rechnen. Rauchen ist in Singapur praktisch in allen geschlossenen Gebäuden verboten, aber auch in der Warteschlange vor Taxen oder Bussen.

Quelle: singemäss, u.a.: Prof. Dr. Max Lüscher, „Signale der Persönlichkeit“ rororo 6942


Motivation


Über Motivation ist schon viel geschrieben worden. Und es sind viele Theorien entwickelt worden.
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Antoine de Saint Exupéry zugeschrieben, Quelle unbekannt, aber treffend formuliert:
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„Wenn du ein Schiff bauen willst,
so trommle nicht die Männer zusammen,
um Holz zu sammeln und Werkzeuge vorzubereiten
oder die Arbeit einzuteilen und Aufgaben zu vergeben –
sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer.“
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Ob jemand in seinem Job erfolgreich ist oder nicht, hängt weitgehend davon ab, ob und wie er motiviert ist.

Motiviert oder nicht? Können Sie sich selber motivieren (antreiben) oder brauchen Sie einen Kita (kick in the ass = Tritt in den Hintern)?

„…In jedem Publikum gibt es den Manager, der als Mann der Tat dazwischen ruft: >>Geben Sie dem Typ doch einfach einen Tritt!<< Und dieser Manager hat Recht. Am sichersten und schnellsten wird jemand durch einen Tritt in den Hintern dazu gebracht, etwas zu unternehmen. …“

Die Kita-Methode geht leider nicht, sonst müssten sich Manager und Vorgesetzte wegen Misshandlung von Mitarbeitenden vor Gericht verantworten. Die inneren Antreiber, der innere Motor oder der innere Generator muss mit wirksamem und menschenfreundlichem „Treibstoff“ versorgt werden. Obwohl ich etwas technisch deformiert bin, pflege ich kein mechanistisches Menschenbild/Weltbild zu sehen. Das überlasse ich gerne Frederick Winslow Taylor.

Bekannte Motivationstheorien stammen von Maslow, (Bildersuche), Herzberg, mit der bekannten Zwei-Faktoren-Theorie, Mc Gregor mit der Theorie X und der Theorie Y

Der Arbeitswissenschaftler und klinische Psychologe Frederick Herzberg entwickelte 1959 mit Bernard Mausner und Barbara Bloch Snyderman die Zwei-Faktoren-Theorie und den wesentlichen Gedankengang, dass es nicht ausreicht, die Unzufriedenmacher zu beseitigen. Zufriedenheit ist nicht, wenn Gründe für Unzufriedenheit nicht mehr vorliegen ! Herzberg meinte, Zufriedenheit stellt sich ein, wenn etwas hinzu kommt. Für ihn waren dieses „etwas“ die Motivatoren.

Herzberg benennt einen zweiten Unterschied der beiden Gruppen : die Zufriedenmacher (sie führen zu einer „high job attitude“) betreffen in seiner Deutung die Tätigkeit, während die Unzufriedenmacher (sie führen zu einer „low job attitude“) das Arbeitsumfeld betreffen :
Herzberg spricht in diesem Zusammenhang auch von intrinsischen und extrinsischen Faktoren.

Die Tabelle zeigt, dass die Faktoren, die mit einem höheren Prozentwert zu Zufriedenheit (satisfaction) führen, die ersten sechs sind :

  • Leistung

  • Anerkennung der Leistung

  • die Arbeit an sich

  • Verantwortung

  • berufliches Fortkommen

  • Entwicklung

Herzberg nannte sie Motivatoren.

Die Faktoren, die mit einem höheren Prozentwert zu Unzufriedenheit (dissatisfaction) führen, sind die unteren zehn :

  • Unternehmenspolitik / interne Organisation

  • Dienstaufsicht / Kontrolle

  • Verhältnis zu den Vorgesetzten

  • Arbeitsbedingungen / Betriebsklima

  • Bezahlung

  • Verhältnis zu den Arbeitskollegen

  • Privatsphäre

  • Verhältnis zu den Untergebenen

  • Status

  • Arbeitsplatzsicherheit

Herzberg nannte sie Hygienefaktoren. Beseitigt man ihre negative Wirkung (sorgt man für „Hygiene“) führt das noch nicht zu Zufriedenheit und Motivation – lediglich die Unzufriedenheit ist beseitigt.

In der industriellen Fertigung, wo möglichst grosse Stückzahlen in der geforderten Qualität das Ziel sind, versuchte man mittels Leistungsprämien die Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden in gewünschtem Mass zu beeinflussen. Mein Bekannnter, der lange CEO eines erfolgreichen industriebetriebs war, nannte dieser „Motivation via hinten rechts“(wo man ds Portemonnaie trägt).

Wenn wir nur für das Geld und den Gewinn arbeiten, bauen wir uns ein Gefängnis und schließen uns wie Klausner ein. Geld ist nur Schlacke und kann nichts schaffen, was das Leben lebenswert macht.
– Antoine de Saint-Exupéry, Wind, Sand und Sterne

Motivationen haben oft emotionale Gründe. Sie zu verstehen und auf sie einzugehen, bedeutet echte Kommunikation.

Die subjektiv-persönliche Motivation dient der Selbstbestätigung. Dies im Gegensatz zur
sachlichen oder ethisch begründeten Motivation.

Motivationsvektoren der Selbstbstätigung nach Prof. Dr. Max Lüscher
Wichtiger Hinweis: es sind die definierten „Lüscherfarben“ gemeint
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Charakteristik der sechs Motivationen
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  1. Wer sich elitär verhält spielt die Rolle des Experten. Motiv: will gefragt werden. Ideologie: ist meist konservativ. Ziel: Anerkennung
  2. Wer populär sein will, spielt die Rolle eines Rührigen. Motiv: will verkünden. verfolgte Ideologie: ist meist progressiv. Ziel: Entwicklung
  3. Wer gesellig ist, spielt die Rolle eines Unterhalters. Motiv: will dabei sein. Ideologie: ist meist sozial. Ziel: Leutseligkeit
  4. Wer sich prominent fühlt, spielt die Rolle eines Stars. Motiv: will belehren. Ideologie: ist meist belehrend und dogmatisch. Ziel: Überlegenheit
  5. Wer beliebt sein will, spielt die Rolle des Helfers. Motiv: will unterstützen. Ideologie: ist fürsorglich. Ziel: Sorglosigkeit.
  6. Wer mächtig sein will, spielt die Rolle eines Führers. Motiv: will befehlen, Ideologie: ist autoritativ. Ziel: Eroberung
Der Motivationscharakter bestimmt weitgehend, wo der richtige Platz für den Mitarbeiter im Unternehmen zu suchen ist. Prof. Dr. Max Lüscher hat, basierend auf dem „Farbtest“, die „Personaldiagnostik“ entwickelt. Damit ist es möglich, effizient und kostengünstig die richtige Person für die richtige Position zu finden.
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Lüscher Personaldiagnostik

 

 

Sie finden dazu mehr Informationen auf der Website von Lüscher Color Diagnostik.

Nur wer seine Stärken kennt, kann Stärken stärken und wer seine Schwächen kennt, kann seine Schwächen schwächen!

Interessieren Sie sich für Ihr Stärken-Profil? Wir erstellen es gerne und kostengünstig für Sie!

Kontakt: CHO Consulting Herbert Odermatt, Flüelistrass 25, CH-6072 Sachseln.
Tel.: +41 41 660 39 79, Mail: cho-consulting (at) bluewin.ch

 


Orte der Kraft


Orte der Kraft – Orte mit besonderer »Ausstrahlung« -. Sie sollen im Zusammenspiel von besonderen Quellen und Kraftlinien zu finden sein. Wer sie findet, respektive wer sich in deren Einflussbereich aufhält, soll tiefe Ruhe, heilende Kräfte, aufbauende Energien, und gar Kontakt mit dem Göttlichen finden.
Es wird viel über Orte der Kraft gesprochen. Oberflächlich gewinnt man den Eindruck, dass sich der Tourismus und religiöse Institutionen sowie Pendler, „Wasserschmöcker“ und Co besonderen Nutzen daraus versprechen. Wenn ich schon dabei bin, erwähne ich ein Tourismus-Beispiel aus unmittelbarer Nähe: Flüeli-Ranft. Feste Analysenmethoden und Messinstrumente, um die Energiewerte zu messen, gibt es allerdings keine.

Die Wirkungseinheit zur Darstellung der „feinstofflichen Energie“ nennt sich  Boviseinheit.
Folgt man den Orten, die Blanche Merz in ihrem Buch „Orte der Kraft in der Schweiz“ erwähnt, lernt man die Schweiz von einer ganz anderen Seite kennen. So gesehen, „wirken die Kräfte in positivem Sinn“.

Die subjektiven „Biophysikalischen Messwerte der vibratorischen Qualität“ will man mittels einem Szintillationszählers objektiviert bzw. bestätigt haben. Aber das sogenannte Biometer soll nach wie vor eine der besten Methoden sein, um die globale vibratorische Qualität eines Ortes anzugeben. Die Methode setzt Fragezeichen, wird doch ein radiästhetisches Pendel eingesetzt, das zu subjektiven Ergebnissen führen muss, weil der Mensch als empfindlichster Bestandteil des „Messinstrumentes“ ist.

Will man die „Kraft“ selber erfahren und begibt man sich an einen „Kraftort“, z.B. in die Kirche von St. Urban, so empfinde ich selbst unter „blauen Uhr“, wo 24’000 Boviseinheiten wirken sollen, nicht mehr „Andacht“, als an einem anderen Ort der Kirche, wo „nur 15’000 Einheiten wirken sollen oder in einer kleinen Waldkapelle, wo noch niemand nach Boviseinheiten gemessen hat (Blanche Merz, Orte der Kraft in der Schweiz).

Wenn ich abends auf meinem Balkon die Ruhe geniesse, dann kann ich das gleiche „Gefühl“ entwickeln.

Das Feinstoffliche scheint mir zum Grobstofflichen so verschieden zu sein, wie sich das Kunstwerk eines Steinhauers vom Gesteinsbrocken unterscheidet, aus dem es hervorgegangen ist.

„(…) Baut man ein Kunstwerk wie eine Falle, die man mit ihm stellt? Der Fang ist von anderer Beschaffenheit als die Falle. Seht den Erbbauer von Kathedralen: er hat Steine verwandt und Schweigen mit ihnen geschaffen.)“ Antoine de Saint Exupéry

Die „Kräfte“ an den speziellen Kraftorten können physikalisch ebensowenig nachgewiesen werden wie die Seele oder das universal wirkende Harmoniegesetz in uns. Es finden sich jedoch Gründe zur Annahme der Existenz einer Seele und eines Harmoniegesetzes. Warum sollten Kraftlinien, Kraftorte, „Wasseradern“ usw. reine Fiktion sein? Sollte des alles „hockus pockus“ sein, dann ist immerhin der Unterhaltungswert beachtenswert.

Schon im alten China soll die Geomantie bekannt gewesen sein. Die Kelten sollen schon von der Wirkung von Kraftorten gewusst haben. Sie richteten dort ihre Kultstätten ein. In England kennt man die tellurischen Kraftlinien, die Ley-lines. Die Alten wussten auch von so genannten Menhiren. Und 1960 hat Dr. Hartmann in Deutschland das „Hartmanngitter“ entdeckt.


Long life learning; – am Beispiel der Schreibmaschine

(ergänzt am 23.11.17 odh)

Smith Premier Nr. 5
Die Schreibmaschine, im Bild eine Smith Premier Nr. 5 von Stephan Marti, ist, je nach Betrachtungsweise, nun etwa 200 Jahre alt. Die Bedienung musste man einmal lernen. Das reichte für das ganze Leben. Seit es den PC gibt, wird periodisch in neue Hardware und Programme investiert. Die Begründung liegt in der rasanten Entwicklung der Chip-Herstellung bzw. der integrierten Schaltkreise.
    Das führte bisher dazu, dass man ein Textprogramm mehrmals lernen musste. Die Industrie hat sich das gut ausgedacht. Man schafft „Wachstum“ indem man die Verbraucher in regelmässigen Abständen etwas lernen lässt, was sie eigentlich schon einmal gelernt haben…. Unter „long life learning“ (lebenslanges Lernen) habe ich verstanden, stets Neues dazu zu lernen – Wissen zu erweitern und zu vertiefen.
    Offenbar bemühten sich die Menschen auch schon zu früherer Zeit um eine besser lesbare Handschrift oder noch mehr darum, die Repetition von Geschriebenem effizienter zu gestalten. Heute ist die Zeit der „Zuchtschrift“, als man noch mit Haar- und Schattenstrich zu schreiben hatte, endgültig vorbei. Nur wegen einer schönen Handschrift wird niemand mehr „Gemeindeschreiber“! Trotzdem würde es nicht schaden, wenn die persönliche Handschrift etwas besser gepflegt würde.
   Die Ursprünge der Schreibmaschine sind nicht genau bekannt. Erste Hinweise auf eine Maschine stammen aus dem Jahr 1682. Die erste wirklich gebaute Schreibmaschine stammt wohl vom Italiener Pellegrino Turri aus dem Jahre 1808. Wer sich für die Entwicklung und die Geschichte interessiert, lese dies im Link nach.
Manch einer hat sich schon nach der Logik der Tastenanordnung gefragt. Ergonomische und mechanische Gründe waren Gründe dafür. Die Anordnung der Tasten wurde u. a. so gewählt, damit sich die Typenhebel möglichst wenig in die Quere kommen und dabei verklemmen. Müsste heute eine Tastatur entworfen werden, sähe diese bestimmt anders aus.

Eine Schreibmaschine kann auch etwas besonderes darstellen. So wird z.B. erst 1885 der Antrag der Bundeskanzlei im Berner Bundeshaus an den Bundesrat für den Kauf einer ersten Schreibmaschine durch den Vorsteher des Departementsvorstehers des Inneren visiert. Der Antrag der Bundeskanzlei vom 10. 07. 1885 zum Ankauf einer zweiten Schreibmaschine wird von Bundesrat Deucher zur Annahme empfohlen. Die Schreibmaschine tat ihren Dienst bis in die 80-er Jahre des 20. Jahrhunderts, als Kopiergeräte und EDV Einzug hielten.

 Episode: Als die Kugelkopf-Schreibmaschinen von IBM im Einsatz waren, passierte es einmal, dass der i-Punkt auf dem Kugelkopf verloren ging. Die Mitarbeiterinnen erledigten das Schreiben von Pflichtenheften für den Personalvoranschlag zu Handen der Oberbehörde in Bern in 3-, 5- und z. T. in 7-facher Ausführung. Sie haben es erraten: es ist in einem Betrieb des Bundes passiert. Das war eine riesige Arbeit. Eines Tages kam ein grosses Paket vom „Pentagon“. Es war aber nicht der Entscheid über die Beförderungsmassnahmen enthalten, sondern sämtliche Pflichtenhefte kamen zurück! Die Feinheit: ein pedantischer Beamter (in hoher Position) entdeckte den fehlenden i-Punkt. Korrekt und genau wie er die Erfüllung der Pflicht verstand, „bohrte“ er, offenbar mit sichtlicher Befriedigung, mit einem feinen Filzstift den kleinen Punkt in Rot über jeden „i“! Allerdings war es ihm irgendwann selber zu blöd. Denn auf den Kopien brachte er die Korrektur nicht an. Aber er wünschte, dass der ganze „Bettel“ nochmals geschrieben werde.

Die Sache wurde nicht nochmals geschrieben. Er, der auf hohem Ross in einer Konzerntintenburg sein Unwesen trieb bekam jedoch in „homöopatischen Dosen“ (nicht schriftlich) eine kleine Lektion in Geografie verabreicht. Darin wurde ihm erklärt wo Gersau liegt. Und dann bekam er noch eine weitere Erklärung darüber, was man in der Innerschweiz unter„Gersauern“ (schildbürgern) versteht. Die Angelegenheit hatte kein Nachspiel…!

„(…) Mit Fasnacht („Gerfaz“-Figur), Mittefastenfeuer, Sennengemeinde auf „Holzbüöl“, Sennenkilbi mit „Tschämeler“ (Wildmannen), Klausentricheln und Klausenumzug kennt G. ein vielfältiges Brauchtum. Noch heute erinnern Ausdrücke wie „Gersauern“ oder „Gersauerstückli“ an die Eigenart G.s und ihrer Einwohner zur Zeit ihrer Republik. Sie gehören, wie etwa die Taten der Leute von Merligen, in das Kapitel der Schildbürgerstreiche. .)“

Am Beispiel der Schreibmaschine kann man also auch sehen, dass die Kompetenz für die Beschaffung einer Neuheit in einer organisatorischen Hierarchie hoch angesiedelt ist. Die Erosion geht aber schnell vor sich. Ein Internetanschluss im privaten Haushalt ist heute Standard! Rund um den PC herum kann man kaum mehr ein „Königreich“ aufbauen…!  Vielleicht sind die TV-Geräte auch schon bald passé. Jedes I-Phon ähnliche Gerät wird mit einer Art Beamer ausgrüstet sein. Dann kann man auch in der Skihütte grosses Kino geniessen…

Genau hingeschaut