Kategorie-Archiv: 03 Wirtschaft

Euro addio – bald wieder D-Mark?


Die Gerüchte werden in der italienischen Küche gegart. Denen zu Folge plane Deutschland den Ausstieg aus dem EURO. Dies wäre aber ein strammmer „one-eighty“ (180°-Kehre)! Vor nicht allzu langer Zeit verkündete Angela Merkel: “Scheitert der Euro, scheitert Europa!” Es fehlte die Präzisierung Europa/EU!

Il Foglio: Cari tedeschi, mollate l’euro: Merkel wolle sich vom Euro zu verabschieden, weil die hohe Verschuldung der Staaten bisher nur sehr hohe Kosten für Rettungsschirme gebracht hätte und die Stabilität des Euro damit nicht verbessert worden sei. – so der amerikanische Ökonom Allan Meltzer. Siehe auch: Wird Deutschland den Euro verlassen? | – Krisenfrei.de 

Libero: Euro addio, il piano segreto di Angela Merkel: tornare al marco:Italien und die übrigen Südländer würden wirtschaftlich ins Leere fallen, wenn Deutschland den Euro verlasse.

Laut affaritaliani.it in „Un piano per tornare al marco. Germania pronta all’euro-crack“, sei Brüssel über die deutschen Absichten informiert. Schon vor Jahren, als die Krise auf dem Höhepunkt war, sei davon die Rede gewesen, dass neue Mark gedruckt würden. Beweise aber seien nicht gefunden worden. Die Behörden in Berlin würden offiziell alles dementieren. Doch die Gerüchte hielten sich hartnäckig nicht nur in Deutschland, sondern auch in Brüssel, sowie in der Reihen der CDU, Merkels Partei. Die Alarmglocken für das Euro-Währungsgebiet und die Union selbst seien nicht zu überhören.
 
Es sind alles ein Gerüchte! Gerüchten haftet oft ein Stück Wahrheit an. Die Spaltung des Euro ist keine neue Idee. Allan Meltzer ist ein weiterer Befürworter =>  Top-Ökonom will Euro-Zone in zwei Teile spalten” und “‘Frankreich schafft den Euro ab und kehrt zum Franc zurück’”.
2011 wünschten sich etwa 50% der Deutschen die D-Mark zurück. 2013 waren es noch 43 %. Der Wert variiert stark. Finanzen.net nannte gar nur 27%! Ob der Wahrheitsgehalt der Gerüchte mehr oder weniger ist, weiss niemand so genau. Die Folgen der Wiedereinführung der D-Mark wird sehr unterschiedlich beurteilt.
Mit der D-Mark würde Deutschland über Nacht zum Anlaufziel für Kapital aus ganz Europa. Gelder würden aus dem Ausland zu deutschen Banken fließen, um der steigenden Inflation im Rest Europas zu entgehen. Dieser Aspekt ist wichtig – genau das ist in der Schweiz seit dem Beginn des europäischen Dramas passiert. Im November 2008 war ein Euro noch 1,5 Franken wert. Nach dreieinhalb Jahren Abschwung ist der Wechselkurs auf 1,2 Franken gesunken*.  (The European: Im Auge des Sturms)
*Der Wechselkurs ist nicht gesunken, sondern er wurde durch die SNB erkauft (abgewertet)! (odh)
Was es für den Franken bedeuten würde? Die Schweizerische Nationalbank ist durch die Haltung des Frankenkurses zum Euro in den Besitz einer gossen Menge von Euros gekommen. Zerbreche sich jemand den Kopf darüber, was daraus werden würde…! Überlassen wir es den Hellsehern! Madame Michèle war 2011 etwas voreilig! => Die D-Mark wird wieder eingeführt“
 
ie Gehirnpicker werden zu tun haben!
 
 
 

Finanzblog: Gratiskonzert … mit Kollekte


USA exkommuniziert


Papst Franziskus hat Mut bewiesen! Er sagte über die Mafiosi:

„Diejenigen, die der Straße des Bösen folgen, wie die Mafiosi, sind nicht in Gemeinschaft mit Gott, sie sind exkommuniziert“ => Spiegel: „Papst kritisiert Mafia bei Besuch in Kalabrien“

Ob sich der Papst deshalb in Gefahr befindet, wird unterschiedlich berteilt. Der italienische Staatsanwalt Nicola Gratteri (55) war schon auf der Todesliste der ’Ndrangheta, der kalabrischen Variante der Mafia, sehe keine direkte Gefahr. Allerdings hätte die Mafia die nötigen Mittel, um dem Papst ein Bein zu stellen, wenn sie dies wollte.

Der eingeleitete Kampf gegen die Korruption und Geldwäsche so wie die Entflechtung der Beziehungen des Vatikans zur Mafia lasse Nervosität bei gewissen „Bossen“ erkennen.

Papst Franziskus will sich mit der Mafia nicht direkt anlegen. Radio Vatikan relativierte: Die Aussage von Papst Franziskus, dass Mafiosi exkommuniziert seien, stelle nach Angaben von Vatikansprecher Federico Lombardi keine grundsätzliche Neuerung der kirchlichen Lehre dar. => rp online: “ Verwirrung um Mafia Exkommunikation durch den Papst

Die Vatikanbank war in der Vergangenheit wegen der vermuteten Nähe zur Mafia ins schiefe Licht geraten. Über Jahre soll sie die Gelder der sizilianischen Mafia und hochrangiger italienischer Politiker weiß gewaschen haben. => Wirtschaftsfacts: Vatikanbank: Diskreter Dienstleister für Mafia, Banken und Politik

Der Papst hat Gegensteuer angeordnet. => FOCUS ONLINE: „Geldwäsche? Papst räumt bei der Vatikanbank auf“

Von der Exkommunikation sind die USA betroffen. Die BAZ hat dargestellt, dass die USA wie die Mafia handeln.

„(…) Geld eintreiben als Schutz vor einer Gefahr, die man selber darstellt. Das ist das Prinzip der Mafia. Und der USA. … …. Wenn die USA weltweit Bussen wegen Verstössen gegen von ihnen unilateral verhängte Sanktionen und Embargos abkassieren, ist das ein legales Verbrechen. … … Wir sind uns alle einig, dass die Mafia bekämpft werden muss. …)“ BAZ: „Die USA verhalten sich wie die Mafia“

Fehlender Mut oder Angst vor dem Weltpolizisten erleichtern diesem sein Verhalten. Unter dem Vorwand, sich vor Terrorismus zu schützen, gibt sich dieser das Recht, Spionage und Wirtschaftsspionage „legitim“ zu betreiben. Das geheime Gericht FISC gab dem US-Geheimdienst dazu weitreichende Kompetenz. => 20 Minuten: „NSA darf 193 Länder ausspionieren“

Die US-Justiz setzt ihr Recht exterritorial mit einer Selbstverständlichkeit durch, als ob die Welt ihr untertan wäre. Es bedeutet nicht, dass sich die USA selber daran halten, was sie von anderen verlangt! Besseres Wissen kann bei der Aushandlung von Verträgen und Abkommen sehr nützlich sein. Es begründet, warum internationale Organisation und Staatschefs ausspioniert werden.

Weil die EU versucht, die USA in vielen Bereichen zu kopieren, wird sie wie die USA zu Mafia-Methoden greifen. Ergo wird auch sie mit der Exkommunikation belegt werden

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NZZ: Ndrangheta breitet sich aus

NZZBundesanwalt Lauber zur ‚Ndrangheta

Es ist zu wünschen, dass die nötige Aufmerksamkeit nicht personellen Engpässen oder politischem Unwillen zum Opfer fallen. Im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Aufenthaltsbewilligungen wurden fehlende Ressourcen ins Feld geführt. Weltwoche 25/14: „(…) Der Zustrom aus der Europäischen Union wächst dank der Personenfreizügigkeit ungebremst. Die Behörden winken oft gefälschte Arbeitsverträge ungeprüft durch, die dann zum Verbleib in der Schweiz berechtigen. Der politische Wille zur Kontrolle fehlt. …)“ 

Handelszeitung: 2000 Kilo Koks, die Mafia und eine Schweizer Schattenbank

Personalblog: Wo Pizza, da Mafia – nur da?

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Finanzblog: Rekord über Rekord


Europas aktuelle Völkerwanderung – auch für die Schweiz problematisch


Es sind vor allem Arme, Fachkräfte, Asylbewerber und Illegale, aber auch Studierende die auf der Wanderung sind. Sie wandern ab bzw. aus oder ein, je nach Sichtweise. Wo wirtschaftlich gute Verhältnisse vorliegen, ist der Druck am grössten. Sowohl die EU, wie auch die Schweiz haben Rückübernahmeabkommen für illegale Einwanderer und abgelehnte Asylbewerber mit verschiedenen Ländern getroffen.

Innerhalb der EU ist eine Wanderung von den Krisenstaaten zu den wirtschaftlich erfolgreichen Staaten erkennbar – eine Art Zentrumsbewegung.

Was bisher kaum beachtet wurde ist die „Armutswanderung“

„(…) Eine Armutswanderung von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern sei in der Europäischen Union schlicht «nicht vorgesehen», kommt der Deutsche Städtetag – vergleichbar mit dem Schweizerischen Städteverband – in einem kürzlich veröffentlichten Positionspapier zum Schluss. …) => Tagi: Das Problem der «nicht vorgesehenen» Armutsmigration“ => Das Positionspapier des Deutschen Städtetags zu den Fragen der Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien.

aktualisiert am 28.11.13

Eine Armutswanderung von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern ist ein äusserst wichtiges Thema!

Armutswanderung und Sozialleistungsmissbrauch in der EU

„(…) Die anstehende Schengenerweiterung um Rumänien und Bulgarien wurde nun vorerst vertagt. Die bisher erfolgte Armutswanderung ohne Schengen hat in den letzten 5 Jahren für eine Einwanderung von ca. 800 000 Menschen aus Rumänien und Bulgarien nach Deutschland gesorgt. Der überwiegende Teil ist leider unausgebildet — auch viele Analphabeten sind darunter. Die Befürchtung vieler europäischer Bürger ist ein massiver Missbrauch der Sozialleistungen der Mitgliedstaaten. …)“ => Mehr.

In Deutschland weiss man Bescheid – in der Schweiz kann man davon lernen!

„(…) Die Einreise erfolgt offiziell üblicherweise zum Zwecke der Arbeitssuche, wobei eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit als Arbeitnehmer oder eine selbständige Erwerbstätigkeit häufig nicht zustande kommt. Als problematisch anzusehen sind oft eine schlechte Bildungs- und Ausbildungssituation sowie fehlende oder mangelhafte Sprachkenntnisse. Auch die sozialisationsbedingten Erfahrungshorizonte erschweren eine Integration erheblich. Dadurch fällt es den betroffenen Menschen häufig sehr schwer, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, in vielen Fällen gelingt dies gar nicht. Wir stellen dabei auch fest, dass die soziale Notlage der Menschen viel fach missbraucht wird, indem organisiert durch Schlepper gegen ein hohes Entgelt die Vorbereitung der Kindergeldanträge sowie die Vorbereitung des Gewerbezulassungsverfahrens oder die Vermittlung von Wohnraum zu Wuchermieten vorgenommen wird. Dies verstärkt zusätzlich den Druck auf dieZuwanderinnen und Zuwanderer, sich illegal Einkommen zu verschaffen, zu Dumpinglöhnen zu arbeiten oder der Prostitution sowie der Bettelei nachzugehen. Diese Zuwanderung stellt die Zielstädte vor enorme Herausforderungen. Denn dort, wo die Menschen in ihren Herkunftsländern benachteiligt sind, setzen sich die Probleme auch in den Zielstädten fort: Ausgegrenzte Menschen sind in ihrem Herkunftsland nicht krankenversichert und bringen daher im Zielland nicht die Voraussetzungen mit, eine Versicherung abzuschließen. Sie leben in miserablen Wohnverhältnissen und geben sich auch im Zielland mit schlechten Wohnsituationen zufrieden. Sie haben nur bedingt Zugang zu Bildung, Ausbildung undArbeitsmarkt und damit im Zielland nicht die Voraussetzungen für ein auskömmliches Erwerbsleben. Wir möchten betonen, dass dies nicht auf alle zuwandernden Menschen aus Rumänien und Bulgarien zutrifft. Gleichwohl dürfen die erheblichen Probleme mit einem großen Anteil der zuwandernden Menschen aus Südosteuropa nicht unter Verweis auf gut integrierte Rumänen und Bulgarien verschwiegen werden. In den hier beschriebenen Situationen der Armutswanderung greift das EU-Recht nicht. Es regelt die Integration des Binnenmarktes und setzt gedanklich am „Arbeitnehmer“ an, wenn es z.B. um die Sozialrechtskoordination geht…)“. Mehr

Einfach in ihre Heimatländer zurückschicken kann man diese Menschen nicht: Fehlende Krankenversicherung und ungenügende finanzielle Mittel für die eigene Existenzsicherung – obwohl bei einem längeren Aufenthalt in einem anderen EU-Land verlangt – sind kein ausreichender Grund. Bei der «Armutswanderung greift das EU-Recht nicht», schlussfolgert daher der Deutsche Städtetag. mehr => „Tagi: Das Problem der «nicht vorgesehenen» Armutsmigration“

Die inner­europäische Wanderung von Arbeitskräften für das Fachkräfteproblem ist mittel- bis langfristig nicht die Lösung. Denn die Bevölkerungen fast aller europäischen Länder werden sukzessive älter, und den Arbeitsmärkten steht immer weniger Nachwuchs zur Verfügung. Sobald die Wirtschaft der südeuropäischen Länder wieder wächst, was ihnen ja fast täglich empfohlen wird, wird auch dort der Bedarf an qualifiziertem Personal steigen.

Deutschland hat zur Zeit etwa 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. die etwa 2,95 Millionen Türkeistämmige bilden die grösste Gruppe (Quelle). Der prozentuale Anteil an Ausländern in Deutschland liegt bei 8,8 Prozent. Das ist laut einer Statistik aus Brüssel überdurchschnittlich viel. In absoluten Zahlen mag es stimmen. Prozentual gesehen, hat die Schweiz einen viel höheren Anteil an ausländischer Bevökerung.

Der Vergleich mit der Schweiz: Im Jahr 2012 haben 2’335’000 Personen bzw. 34,7% der ständigen Wohnbevölkerung im Alter von 15 und mehr Jahren in der Schweiz einen Migrationshintergrund. Ein Drittel der Personen mit Migrationshintergrund (36,5%) besitzt die Schweizer Staatsangehörigkeit (853’000 Personen). Vier Fünftel der Personen mit Migrationshintergrund sind selbst Migranten (Ausländerinnen und Ausländer sowie gebürtige und eingebürgerte Schweizerinnen und Schweizer der ersten Generation), während ein Fünftel in der Schweiz geboren wurde (Ausländerinnen und Ausländer sowie gebürtige und eingebürgerte Schweizerinnen und Schweizer der zweiten Generation). Quelle. Ob man dies in Brüssel auch weiss? Markant ist auch die Situation in «Klein-Istanbul». Um die 50% ausländische Wohnbevökerung! Allerdings sind es nicht Türken, die zahlenmässig die Mehrheit stellen – es sind die Deutschen….

„(…) Keinem anderen Basler Stadtteil werden so viele Probleme zugeschrieben wie dem Kleinbasel. Dabei ist vieles nur eine Frage der Perspektive: Was für den einen unhaltbare Zustände sind, bedeutet dem anderen unvergleichliche Lebensqualität…)“

Die Schweiz hat mit Ausländern schon immer gute Erfahrungen (und Geschäfte) gemacht, und dies bereits, als es weder die EG noch die EU gab. Die fremden Vögte (Richter) und fremden Fötzel (Gesinde) waren die Ausnahmen. 

Vergleichbare Diskussionen über Zuwanderer aus ärmeren EU-Staaten gibt es auch in Frankreich und in Grossbritannien. Die Briten ängstigen sich, dass durch die Migranten ihre Löhne unter Druck kommen.

Die Mittelmeerländer und die Kanaren sind mit Bootsflüchtlingen konfrontiert. Die Zahl der Bootsflüchtlinge in Italien hat sich im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt (7913). Italien beklagt sich im Umgang mit den Boostsflüchtlingen über zu wenig Unterstützung aus der EU. Die Afrikaner werden bessere Schiffe bauen…!

Paradox: Menschen strömen nach Westen und nach Norden. Ein beachtlicher Teil der Arbeit strömt nach dem fernen Osten. Die Völkerwanderung zieht in die falsche Richtung! Ein grosser Teil der Arbeitskräfte wird die für sie geeigneten Arbeitsplätze nicht vorfinden. Das ist für sie und die betroffenen Länder, Städte und Kommunen eine grosse Herausforderung. Die einen kommen vom Regen in die Traufe, von ärmlichn Verhältnissen an den Rand der Gesellschaft und anderen, die Städte und Kommunen müssen ihrer Sozialwerke über die Gebühr strapazieren.

… Und die Chinesen werden reicher und zahlreicher…! In Prato (Toskana) – Wikipedia in der Toskana sollen über 40’000 Chinesen leben. Die meisten wurden illegal eingeschleust und arbeiten unter misslichsten Bedingungen in der Textilindustrie. => Mehr

siehe auch: Italien: Chinesen erobern Textilstadt Prato – Das Erste

Die Hauptgründe für die Einwanderung in die Schweiz sind: Antreten einer Arbeitsstelle, Arbeit zu finden, Familiennachzug,undHeirat.

Die SVP will die Masseneinwanderung in die Schweiz stoppen (etwa 70% kommen aus der EU). Dies trotz der Gefahr, dass die bilateralen Verträge mit der EU gekündigt werden könnten. Toni Brunner, Präsident der SVP: „Es gilt, die Einwanderung zu steuern, zu begrenzen und für den Arbeitsmarkt zu selektieren.“ Lukas Reimann „Es gibt kein Industrieland, das die Hoheit über die Zuwanderung abgegeben hat. Selbst klassische Einwanderungsländer wie die USA, Kanada oder Australien steuern die Zuwanderung eigenständig“. CVP-Präsident Christophe Darbellay schätzt die Konsequenzen (einer Abstimmung betreffend Personenfreizügigkeit) weniger drastisch ein: «In den letzten Jahren wurde der Vertrag mehrfach neu ausgehandelt und angepasst – etwa bei der Erweiterung auf neue EU-Länder. Jedes Mal auf Wunsch der EU.» Die Beweggründe, die Personenfreizügigkeit in der aktuellen Form zu hinterfragen, sind nicht unbegründet. Denn, was in Deutschland oder andern EU Ländern passiert, kann uns nicht gleichgültig sein.

Swissmilk: Die Fussballkuh „Lovely“ zeigt wie es geht=>

https://www.youtube.com/watch?v=z6xUYPi8-Do

Wenn es zutrifft, dass pro Jahr netto etwa eine „Stadt St. Gallen“ einwandert, dann hat dies schon Auswirkungen. Die 8-Mio-Schweiz ist Tatsache. Sind 10 Mio Einwohner ein erstrebenswertes Ziel? Wer hauptsächlich vom Binnenmarkt profitiert, wird wohl dafür sein. Und weil mehr Menschen mehr an Infrastruktur benötigen, soll die Autobahnvignette von 40 auf 100 Franken erhöht werden. Das Volk wird mitreden. Laut dem Referendumskomitee wurden für die «Milchkuh-Initiative» bereits gut 130 000   Unterschriften gesammelt – doppelt so viel als nötig! Mehr Menschen benötigen mehr  Infrastruktur. Von ihnen wird viel Flexibilität und Mobilität verlangt. Doch gleichzeitig legt man ihnen grosse Steine in den Weg. Was dies bedeutet, wird dann bewusst, wenn ein einzelner Stein auf die Gotthardautobahn fällt oder wenn ein kleinerer Rutsch die Gotthardbahn lahm legt. Nachdem sich die meisten auf die Mobilität eingerichtet haben und sich ein Vehikel angeschafft haben, werden Parkplätze sukzessive abgebaut! Nun soll auf den ÖV umgestiegen werden (staatlich gesteuerte Umerziehung?), doch die Pendler werden schikaniert und die Tarife des ÖV steigen – ebenso die Mieten für zu wenig Wohnungen. … Die Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) wird vorangetrieben und soll es richten… ÖV und Strassenverkehr: Alles wird teurer – Dürfen wir uns in Zukunft überhaupt noch fortbewegen?. Deutschland stellt nicht nur die grösste Einwanderungs-  sondern auch die grösste Auswanderungsgruppe. Die Gründe liegen nicht allein im „Heimweh“!

„(…) Vertreter der UBS Schweiz sorgen sich um die längerfristige wirtschaftliche Zukunft des Landes. Zum einen stellen sie – bedingt durch die Rezession in Europa, den starken Franken und die Zuwanderung – einen beschleunigten Strukturwandel fest, weg vom exportorientierten Industrieland, hin zum konsumorientierten Dienstleistungsland. Dass dies das Wachstum einer Volkswirtschaft bremst, zeigt das Beispiel Frankreich deutlich.

Zum anderen kommen in nächster Zeit bedenklich viele Volksinitiativen zur Abstimmung (Mindestlohn-Initiative1:12»-Initiative, Gegen MasseneinwanderungEcopop-Initiative sowie Initiativen im Steuer- und im Energiebereich), welche die historisch gewachsenen vorteilhaften Rahmenbedingungen der Schweiz beeinträchtigen könnten. Einer der wichtigsten Wettbewerbsvorteile ist der effiziente und wenig regulierte Arbeitsmarkt, auf dem heute praktisch Vollbeschäftigung herrscht. Laut dem Chef der UBS Schweiz wird sich in den kommenden Monaten an der Urne entscheiden, ob die Schweiz weiterhin ein attraktiver Unternehmensstandort bleibt. …)“ (NZZ, 8. 7.13)

In der Schweiz ist es die Wirtschaft, welche die Zuwanderung steuert. Sie verlangt gut qualifizierte Berufsleute. Das ist ihr Argument, wenn es um die Personenfreizügigkeit geht. Läuft die Wirtschaft gut, herrscht grosse Nachfrage und es werden viele Arbeitsverträge (eine wichtige Voraussetzung zum Erwerb einer Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung) an Ausländer ausgestellt. Die Möglichkeiten werden ausgeschöpft.  Mitunter wird auch gemogelt *). Was, wenn die Wirtschaft nicht so gut läuft? Dann gibt es Arbeitslose und bei den Ausländern überdurchschnittliche viele Langzeitarbeitslose. Da stimmt etwas mit dem Begriff „gut qualifiziert“ nicht. Die Wirtschaft trägt die Folgen wegen einer schlechten Konjunktur nicht. Die Beiträge an die Arbeitslosenversicherungen sind bezahlt und damit pasta. Ergo wird der Staat gefordert sein. Es wird kräftig sozislisiert! Niemand garantiert, dass bei einem Aufschwung, diese Arbeitslosen wieder eingestellt werden, bevor man neues Personal aus dem Ausland rekrutiert. Das Vorurteil: „Aus einem Grund ist die Person arbeitslos geworden“ erweist einen schlechten Dienst, denn es wird ein Grund in der Person vermutet, ohne der wirtschaftlichen Situation gerecht zu werden.

Beobachtung: Wie soll die Lebensarbeitszeit verlängert werden, wenn die über 50-jährigen Arbeitnehmer wenn vermehrt entlassen werden? Unternehmen stellen, die Globalisierung sei Dank, bevorzugt jüngere Mitarbeiter aus dem Ausland ein. Diese Entwicklung passt nicht zu den viel geäusserten Absichten, die Lebensarbeitszeit sei zu verlängern. =>

Aus der Statistik: Die Zahl der Temporärarbeitenden ist 2012 stark angestiegen(+3,1%). Der Anteil der Ausländer beträgt 62%. 2012 waren total 297222 Temporärarbeitende im Einsatz. (Swissstaffing)

*) siehe: Bundesamt für Polizei:  „Schweizweite Polizeiaktion gegen dieinternationale Schleusungskriminalität“

Unter dem Deckmantel der Selbständigkeit ausländischer Firmen wird gemogelt. Viele entpuppen sich beim genauen Hinsehen als Scheinselbständige. Werden sie ertappt und mit einem Arbeitsverbot belegt, sind sie morgen mit neuem Namen schon wieder da. Dass man es auch mit Schwarzarbeit und mit gedrückten Löhnen zu tun hat, zeigen jeweils Kontrollen.

Das BIP pro Kopf – als Mass für die Entwicklung des Durchschnittseinkommens der ständigen Wohnbevölkerung eines Landes – ist dem BIP vorzuziehen. Das BIP wächst bei einer Vergrösserung der ausländischen Bevölkerung in einem Land schon allein aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen, ohne dass dies notwendigerweise Auswirkungen auf das Einkommen der zuvor ansässigen Bevölkerung hat..

…. Die substanzielle Immigration aus dem EU/EFTA-Raum der letzten Jahre hat vor allem das BIP stimuliert. Die Auswirkungen auf das Durchschnittseinkommen – wenn mit dem BIP pro Kopf gemessen – waren wohl eher gering.

Quelle/mehr:  Das Personenfreizügigkeitsabkommen Schweiz-EU/EFTA und das Wachstum des Bip pro Kopf in der Schweiz…

KOF Swiss Economic Institute, ETH Zurich
© 2012 KOF Swiss Economic Institute, ETH Zurich

Wachstum kann durch Vergrösserung der Bevölkerung oder durch qualitativ anspruchsvollere Erzeugnisse und Dienstleistungen erreicht werden. Letzteres ist anspruchsvoller. Dazu sind gut ausgebildete Fachkräfte aus dem Ausland erforderlich da der Arbeitsmarkt Schweiz diesbezüglich ausgetrocknet ist.

Es dürfte anerkannt werden, dass Schweizer Unternehmen mit Arbeit zu den Menschen geht, wo sie vorhanden sind. Davon profitiert auch die EU. Das reduziert zwar einen gewissen Anteil der Wanderung. Weil jedoch oft einfachere Tätigkeiten oder Funktionen ausgelagert werden, wird der Kräftebedarf an höher Qualifizierten umso grösser.

„(…) Betrug die Exportquote der Schweizer Wirtschaft im Jahre 1990 noch ein Drittel des Bruttoinlandprodukts, wird heute jeder zweite Franken im Ausland verdient….

…16% der befragten Schweizer Industrieunternehmen von 2007 bis zum zweiten Quartal 2009 Teile ihrer Produktion ins Ausland verlagert, während rund 5% aller Betriebe Teile der Produktion zurückverlagert haben. Das dominierende Motiv zur Verlagerung von Teilen der Produktion an ausländische Standorte sind tiefere Produktions- und Personalkosten. An zweiter Stelle wird der Faktor Infrastruktur genannt, gefolgt von der Nähe zu Schlüsselkunden sowie der Erschliessung neuer Märkte. Weitere Auslagerungsgründe sind Transport- und Logistikkosten sowie die Nähe zu bereits verlagerter Produktion. Diese Motive sind eine Folge der Erschliessung neuer Märkte und Teil einer Internationalisierungsstrategie, bei der Kunden im Ausland von Produktionsstätten in derselben Region beliefert werden bzw. sich der Warenfluss über den Standort Schweiz nicht rechnet…)“

mehr: „Internationalisierungsstrategien und Verlagerungstrends von Schweizer Produktionsunternehmen“ =>

Internationalisierungsstrategien und … – Seco – CH

Auch Dienstleistungen werden vermehrt ins Ausland verlagert.

„(…) Zunehmender Druck auf die Gesamtkosten, nötige Fokussierung auf die eigenen Kernkompetenzen, steigende Anforderungen an Supportdienstleistungen und knappes Spezialisten-Know-how im Stammland – dies sind nur Beispiele der Herausforderungen, die Unternehmen motivieren, langfristige Outsourcing-Lösungen zu suchen….)“

Mehr  „Auslagerung von Unternehmensprozessen ins Ausland – ein Kriterienkatalog“ =>

Auslagerung von Unternehmensprozessen ins Ausland … – Seco

Es lohnt sich, in dieser Angelegenheit langfristig zu denken. Zuviel Einwanderung kann zum Boomerang werden, wenn die Arbeit zurück geht oder wenn globale Regeln Einfluss auf das Geschehen nehmen.
 
Fakten und im Ansatz erkennbare Trends:
  • Für die Unternehmen steht bei ihrer Personalpolitik aktuell neben dem demografischen Wandel besonders der technologische Fortschritt in Fokus.
  • Es gibt einen Trend hin zu zur Wissens- und Innovationsgesellschaft. Damit verbunden ist eine steigende Wissensintensität am Arbeitsplatz.
  • Die Arbeitswelt wird in den nächsten Jahren in eine Wissens- und Innovationsgesellschaft und in eine standardisierte Arbeitswelt zweigeteilt. Die Standardisierung zwingt zu kontinuierlicher Kostenreduktion, der Verdichtung von Arbeit, der Standardisierung und Rationalisierung von Prozessen sowie die Reduktion von Routinetätigkeiten.
  • Industrie: Auslagerung von einfacheren Tätigkeiten bis zu ganzen Produktionen in Tieflohnländer.
  • Dienstleistungsbereich: Auslagerung von Backoffice- und IT-Tätigkeiten in Tieflohnländer
  • Das Freihandelsabkommen USA-EU könnte es nötig machen, ausgelagerte Arbeiten zurück zu nehmen. Unproblematisch wäre dies nicht.
  • Das Freihandelsabkommen mit China muss sich erst noch bewähren.
  • Ein Freihandelsabkommen mit den USA liess man den Bach runterfahren! Explorationsgespräche zu einem Freihandelsabkommen hatte die Schweiz 2006 abgebrochen. Der Zollschutz für die Landwirtschaft war damals neben anderen Punkten ein Kernfakto. Nun möchte man wieder – ob die USA auch wollen ist ungewiss!
  • Finanzsektor: Weltweit geltende Regulierungen sind zu erwarten – Schaffung „gleich langer Spiesse“. Wer’s glaubt! Beispiel: „(…) Die angekündigte Verschiebung des Hauptsitzes des Erdölservice-Unternehmens Noble Corp. vom Kanton Zug nach Grossbritannien zeigt auf, wie der Steuer- und Regulierungswettbewerb funktioiert. Der Wegzug wird mit fiskalischen Aspekten, aber auch mit regulatorischen Verschärfungen begründet, welche die Schweiz für manche börsenkotierte Holdinggesellschaften unattraktiv machen. Die britische Regierung nimmt angesichts der Bestrebungen gegen aggressive Steuerplanung eine «Doppelrolle» ein: Auf internationaler Ebene werden Steuererleichterungen anderer Länder (Schweiz) bekämpft, während sie bei sich eingeführt werden.)“ 
  • „(…) Die britische Regierung verspricht einen idealen Standort für Holdinggesellschaften und «das attraktivste Steuerregime der G-20-Länder». In Aussicht gestellt wird nicht nur eine Senkung des Steuersatzes für Unternehmensgewinne auf 20 Prozent, sondern neu auch ein System «flexibler und wettbewerbsfähiger Regeln», welche es erlauben sollen, die Besteuerung «generell auf in Grossbritannien erwirtschaftete Gewinne zu fokussieren» (und also im Ausland erzielte möglichst auszunehmen). In eine neue «Patentbox» sollen Gewinne aus der anscheinend sehr weit gefassten Verwertung von Rechten an intellektuellem Eigentum fliessen und dort gar nur mit 10 Prozent besteuert werden. All das macht hellhörig. Denn dasjenige Grossbritannien, welches sich offenbar für ausländische Gewinne nicht mehr gross interessieren will, ist Mitglied derjenigen EU, welche die Schweiz gerade mit grossem Druck dazu zwingt, ihre speziellen Steuerregime abzuschaffen. Die (nachvollziehbare) Begründung lautet dabei, dass es diskriminierend sei, wenn im Ausland erwirtschaftete Gewinne günstiger besteuert würden als inländische. Und dieselbe britische Regierung gehört auch zu den Ländern, welche die OECD am lautesten darin unterstützen, immer neue Regeln gegen sogenannte Steuervermeidung, wider eine «flexible Definition» von Konzerngewinnen und die Verschiebung von Gewinnen über Landesgrenzen zu entwickeln.
    Auch wenn der Wegzug von Noble allein kein grosser Verlust ist: Die Schweiz darf nicht blauäugig sein. Hinter der neuen Steuergerechtigkeits-Rhetorik lauert ein Steuerkartell grosser (Hoch-)Steuerländer, das mit unterschiedlichen Ellen misst. Dagegen gilt es sich dezidierter zu wehren, wo immer es geht. Die Schweiz sollte die Herausforderung, als Standort für Firmen und Konzernzentralen attraktiv zu bleiben, proaktiver annehmen und möglichst rasch Klarheit schaffen, wie es nach der Abschaffung der Spezialregime weitergeht. Unsicherheit ist Gift, und London schläft nicht.)“ (NZZ)
  • Hongkong und Singapur werden dem Finanzplatz Schweiz den Rang streitig machen. Ausser, die bestqualifizierten Leute des zur Zeit sichersten Bankplatzes beginnen sich mehr mit Innovation anstatt mit Boni zu beschäftigen und lassen sich etwas einfallen. Die Gefahr ist gross, dass es ihnen geht wie einst der Uhrenindustrie. Sie fühlen sich in falscher Sicherheit und stürzen deswegen ab. Es wird sich kaum eine Figur wie Hayek finden, der sie aus dem Sumpf zieht.
  • Ob Hongkong alle Regeln, die jetzt und künftig noch mehr die freie Marktwirtschaft im Finanzbereich einengt einhalten wird? Zweifel sind angebracht.
  • Angelsächsisches Denken? Die Briten eifern den USA nach. Letztere horten z.B. südamerikanisches Geld (auch solches zweifelhafter Herkunft) und müssen weder Daten noch Namen der Kunden noch der Banken den betroffenen Länder übermitteln. Doppelmoral?!
  • Unter wachsendem Druck wandern deutsche (und andere) Steuerflüchtlinge aus der Schweiz ab. Ein neues Ziel könnte ausgerechnet Florida sein. Denn die USA gingen zwar wie kein anderes Land gegen die Steueroase Schweiz vor. Die Privatsphäre ihrer eigenen Bankkunden aber schützen sie umfassend.
  • „(…) Vertreter der UBS Schweiz sorgen sich um die längerfristige wirtschaftliche Zukunft des Landes. Zum einen stellen sie – bedingt durch die Rezession in Europa, den starken Franken und die Zuwanderung – einen beschleunigten Strukturwandel fest, weg vom exportorientierten Industrieland, hin zum konsumorientierten Dienstleistungsland. Dass dies das Wachstum einer Volkswirtschaft bremst, zeigt das Beispiel Frankreich deutlich.
    Zum anderen kommen in nächster Zeit bedenklich viele Volksinitiativen zur Abstimmung (Mindestlohn-Initiative1:12»-Initiative, Gegen MasseneinwanderungEcopop-Initiative sowie Initiativen im Steuer- und im Energiebereich), welche die historisch gewachsenen vorteilhaften Rahmenbedingungen der Schweiz beeinträchtigen könnten. Einer der wichtigsten Wettbewerbsvorteile ist der effiziente und wenig regulierte Arbeitsmarkt, auf dem heute praktisch Vollbeschäftigung herrscht. Laut dem Chef der UBS Schweiz wird sich in den kommenden Monaten an der Urne entscheiden, ob die Schweiz weiterhin ein attraktiver Unternehmensstandort bleibt. …)“ (NZZ, 8. 7.13Dass dies das Wachstum einer Volkswirtschaft bremst, zeigt das Beispiel Frankreich deutlich….)“ (NZZ: „Noch geht es der Schweiz gut“)
 
  • „(…) Die OECD will rasch neue Regeln aufstellen, die Konzerne stärker dazu zwingen, dort Steuern zu zahlen, wo sie Wertschöpfung erzielen. …

    …Fordern will die OECD zudem mehr Transparenz, etwa durch Dokumentation von Verrechnungspreisen oder eine Steuer-Berichterstattung nach Ländern. Alle OECD-Staaten sollen Informationen über Steuerpraktiken von Firmen sammeln und an die OECD-Datenbank weiterleiten. Zudem soll ein Schiedsgericht geschaffen werden, das strittige Fragen klärt. Der Zeitplan für die Umsetzung des Projekts ist ehrgeizig: Bereits in den nächsten 12 bis 18 Monaten werden Resultate erwartet…

    …Aus Schweizer Sicht sollten daher nicht nur steuerliche Aspekte, sondern auch staatliche Subventionen oder andere Anreize für Unternehmen thematisiert werden….)“ (NZZ)

Mehr Regeln, mehr Transparenz, mehr Kontrolle… Eben haben wir gelernt: Eine liberale  Wirtschaftsordnung verspricht Erfolg. Erfolg, den man der Schweiz streitig macht. Das neue Steuerregime in England, die „Geldbeschaffung im Ausland“ durch die USA, die Regelungswut der OECD und der Druck aus der EU zeugen nicht von besonders liberalem Mut! Es sind alle Mittel recht, wenn sie Vorteile schaffen – was bedeuten kann, dass die Schweiz Federn lassen muss! Heute haben wir eine nie dagewesene Situation: Die Schweiz ist eingekreist
 
Spielt Amerika mit gezinkten Karten? Eine Schlüsselfigur im Steuerstreit mit der Schweiz, William Wilkins, soll selber in einen Steuerskandal verwickelt sein. Nach allgemeinem Rechtsverständnis müsste man ihn wegen Befangenheit und als unglaubwürdig, als Gesprächspartner ablehnen. KNIF! Kommt nicht in Frage, schliesslich hat er den Präsidenten Obama im Rücken…
 
Ob die Sicht von Muammar al-Gaddafi nachhaltig zutrifft wird die Zukunft weisen. Zumindest darf gezweifelt werden, denn mit den Terroristen nahm er es nicht so genau…
 
Wenn dies alles nicht ins langfristige Denken einfliesst, dann kann der Wirtschaftsstandort Schweiz echte Probleme
 
Dass Schweizer Unternehmen mit Arbeit zu den Menschen geht ist zumindest im Ansatz richtig (jeder zweite Franken wird im Ausland verdient). Die Leute, die damit erreicht werden, fehlen in der Wanderungsstatistik!
Wer die Zukunft der Schweiz plant, wird grosse Herausforderungen zu meistern haben! Wahlkampfpolitik und Sichtweiten bis zum nächsten Wahltermin sind ungeeignet.
Was, wenn dereinst eine übergrosse Infrastruktur erhalten werden muss? Not tut eine auf lange Sicht aufgebaute Industriepolitik inkl. Förderung der Ingenieursberufe sowie eine agierende Aussenpolitik, die den Namen verdient. Daher: Schwächen schwächen, Stärken stärken und Einwanderung soviel als nötig (nicht soviel als möglich) – EU-Recht hin oder her!
Auf dem Gebiet der Personenfreizügigkeit könnten bei der EU gleich lange Spiesse moniert werden. Die Schweiz passt sich an, wenn die EU-Staaten einen Ausländeranteil von 22% bzw. einen Anteil mit Migrationshintergrund von 35% haben – Gleiches mit Gleichem verglichen! …
Werfen Sie einen Blick in das finanzblog! Aktuell: Zum Nachdenken


Die Linke hat eine rechte Hand und umgekehrt


„(…) Gary Beckers These, dass mehr Wettbewerb die Lohnlücke schließt, konnte mehrfach bestätigt werden: Je marktfreundlicher die Wirtschaft eines Landes, desto kleiner die Unterschiede im Geldbeutel – das gilt sowohl im Vergleich ethnischer Gruppen als auch im Verhältnis von Männern und Frauen.

In der Tat konnten Betriebswirte jüngst nachweisen, dass die Verbreitung von rassistischen Vorurteilen in einer Gesellschaft die Lohngerechtigkeit beeinflusst. So zeigten die Chicagoer Forscher Kerwin Kofi Charles and Jonathan Guryan im renommierten „Journal of Political Economy“, dass die Lohndifferenz zwischen Weißen und Schwarzen in denjenigen US-Bundesstaaten besonders groß ist, in denen Vorurteile gegen Minderheiten bei der weißen Mehrheit stark verbreitet sind.

Die „Betriebswirte“ werden sich wohl kaum mit den Grossverdienern der Finanzwirtschaft und den multinationalen Gesellschaften beschäftigt haben. Ansonsten wäre zu Tage getreten, dass das gemeine Volk und allgemein die Menschen der „Realwirtschaft“ einer gewaltigen Diskriminierung unterliegen. Antidiskriminierungsgesetze und Gleichstellungsgesetze (Schweiz: Gleichstellungsgesetz) gelten eher nur für die kleinen Fische.

Wenn sich ein Grossteil unserer Mitmenschen politisch links oder rechts positioniert hat, so lässt dies vermuten, dass die Mitte zu schwach dotiert ist. Umgkehrte Gauss’sche Verteilung (=> Stangl, Psychologie)?

Der eine Pol verlangt vom  Staat garantierte Sicherheit, Moral, Ordnung und Reinlichkeit . Der andere will, dass der Staat, Gleichheit, Wohlfahrt, Gesundheit und Gerechtigkeit fast wie eine Vollkaskoversicherung bieten soll. Der Widerspruch ist perfekt. Weil beide das Heil vom gleichen Ort, nämlich vom Staat erwarten ist das Resultat: Aufblähung des Staatsapparates.

Die einen suchen den freien Markt, frei von Regulationen, frei von Steuern und Abgaben – sie suchen den maximalen Profit. Die andern dürfen die dadurch angerichteten Schäden beseitigen und auch noch bezahlen (so lange sie es (noch) können!). Ein ungleicher Kampf: die unsichtbaren Hand des Marktes versus sichtbare Hand des Staates. Die Frage bleibt, wer den grösseren Schaden anrichtet.

Die Markthand hat allein in der Finanzkrise einen Fünftel eines weltweiten jährlichen Bruttosozialproduktes verheizt. Nicht genug, das Zocken geht im alten Stil weiter.

Wundert es jemanden, wenn nach mehr Regulierung und nach mehr Sicherheit gerufen wird? Oder reguliert etwa der Markt die öffentliche Sicherheit? Oder hat etwa der (globale) Freihandel alleine einem Land zur Entwicklung verholfen?

Die unsichtbare Markthand aller Heil Mittel? => Thomas Friedmann, ehemaliger Sonderberater der Aussenministerin Madeleine Albright unter der Regierung Clinton: „(…) Wenn die Globalisierung funktionieren soll, darf sich Amerika nicht davor fürchten, als die unüberwindliche Supermacht zu handeln, die es in Wirklichkeit ist (…). Die unsichtbare Markthand kann ohne sichtbare Faust nicht funktionieren!  McDonald’s (=> Wiki) kann nicht expandieren ohne McDonnel Douglas (1997 fusioniert mit Boeing), den Hersteller der F15. Und die sichtbare Faust, die die globale Sicherheit der Technologie des Silicon Valley verbürgt, heisst US-Armee, US-Luftwaffe, US-Navy und US-Marinecorps …)“ Man hätte ohne weiteres auch noch das CIA hinzufügen können.

Heute sind es weniger die F15, sondern unbemannte Luftfahrzeuge, so z.B. in Pakistan stationierte US-Drohnen vom Typ Predator (=> Telepolis) von General Atomics. Gesteuert werden diese Tod bringenden Waffen fern ab in einem Bunker in Arizona…! Aber es braucht immer noch einen Informanten in der Nähe des vermuteten Ziels, der mittels Laser oder GPS-Positionsangaben das exakte Ziel markiert und den Systemen zuspielt.

Das Wirtschaftsblatt berichtet: „(…) Die britischen Banken haben laut einer Zwischenbilanz umgerechnet fast 1 Billion Euro Staatshilfen bekommen. Seit Beginn der Finanzkrise vor etwa 15 Monaten hätten die Institute insgesamt 850 Mrd. Pfund (935 Mrd. Euro) aus Rettungsprogrammen erhalten, teilte der britische Rechnungshof am Freitag in London mit. Der größte Anteil (131 Mrd. Pfund) wurde demnach für die teilweise oder vollständige Verstaatlichung von Banken ausgegeben. Das genaue Ausmaß der staatlichen Gesamtkosten könne erst in mehreren Jahren beziffert werden. …)“

Die Weltbeherrscher und die Gesetzgeber versagen! Ein paar Taliban trotzen der US-Kriegsmaschinerie, der sich in Griechenland anbahnende Staatsbankrott (=> Tagesanzeiger), die Finanzkrise, die Wirtschaftskrise, der Irak, der Iran, Palästina, der (deutsche) Staat als Hehler, die Steueroasen als Förderer der Steuerflucht, die Steuerhinterzieher usw. zeigen es täglich von neuem auf!

„(…) Schummeln bei der Steuererklärung ist eine Art Lotterie, bei der man fast nur gewinnen kann. Es ist ein Rätsel, warum die meisten Leute trotzdem ehrlich sind. Von Reto U. Schneider

NZZ Folio 02-08; …Hinterziehen Sie auch?…

Irrtum oder geschickte Dialektik?

Die Diskriminierung richtet sich nicht gegen Minderheiten, sondern gegen die Mehrheit der Menschen!

 

In der Schweiz verfügen etwa 3% der Steuerpflichtigen über ein persönliches Vermögen das etwa jenem der übrigen 97% entspricht.

Die 300 Reichsten der Schweiz besitzen zusammen ein Vermögen von nicht weniger als 455 Milliarden Franken (=> Mehr in der BILANZ) . Innert eines Jahres war der Zuwachs knapp 14%. Das meldete Bilanz im Dezember 2006.

Am 4.12.09 meldete Bilanz, dass die reichsten Schweizer trotz Krise kaum viel verloren haben. => Mehr…

Geht’s den Reichen gut, fällt für die anderen auch etwas ab – sollte man meinen. Die Diskussion über die Behandlung der Zweiten Säule, sprich „Berufliche Vorsorge“ allerdings lehrt etwas anderes. Anstatt Massnahmen zur Erfüllung der versprochenen Leistungen zu treffen, werden die Leistungen gekürzt. Die Privatversicherungen melken das System aufs Äusserste. Man finanziert sogar die Abstimmungskampagne mit dem Ersparten. Die KMU’s, fürchten die grössere Belastung als Klumpfuss gegen die Konkurrenz und die Politiker suhlen sich in „Profilierung“. Sogar Altbundesrat Blocher redet für den Leistungsabbau. Wäre es nach ihm gegangen, wäre die AHV in noch üblerem Zustand, denn er plädierte dafür, das Aktienportfeulle wesentlich zu erhöhen… Vermutlich hätte man Madoff noch mehr Geld nachgeworfen… Man habe es eben nicht vorhersehen können, wäre die Antwort gewesen. Müsste eine heilige Kuh finaziert werden, wüsste man schon wie. Das konnte bei der Swissair, bei der UBS und bei der Pensionskasse der SBB beobachtet werden. das nächste Beispiel ist bereitsaufgegleist. SBB-Cargo soll so afgeteilt werden, dass der rentable Teil ausgelagert wird und der Rest wird ebenfalls aber sio ausgelagert dass er sozialisiert werden kann – Auf Bundessubventionen und somit auf den Steuerzahler ist man aus. Die interessierten privaten Partner fordern bereits eine Revision (Abbau) der Trasse-Tarife… => SBB Cargo spaltet sich auf und baut Stellen ab

Nun alo stehen die lächerlich tiefen Zinsen in der zweiten Säule (Altersvorsorge) im Bereich von 2% und ein künftiger Umwandlungssatz bis 6,4 %, anstatt den ursprünglich 7,2% zur Debatte ein Minus von 11.2%! Um soviel wird schliesslich die wohlgelobte Kaufkraft der Rentner gesenkt!

Die 200 mächtigsten multinationalen Gesellschaften kontrollieren etwa 25% des Welthandels. Die Märkte jedoch unterliegen einer Hierarchie.

Im Jahr 2002 gehörten 80% der Reichtümer auf dieser Erde einer Minderheit von 20%. Diese verfügte über 80% sämtlicher Kraftfahrzeuge und sie verbrauchten 60% der genutzten Energie. Die unteren 20%, über eine Milliarde Männer Frauen und Kinder müssen mit 1% des weltweiten Einkommens auskommen.

Durch Globalisierung wird jede, auf nationaler Ebene verhandelte Koordination zwischen Kapital- und Arbeitsmärkten gelöst. Es entsteht eine Hierarchie von Märkten, auf deren Spitze die Kapitalmärkte platziert sind. Sie haben eine Dominanz gegenüber den anderen. Damit können sie die Handels-, Dienstleistungs-, Produktions-, und Arbeitsmärkte, genauer ihre Entfaltung, beeinflussen (Terrorisieren!). Wie es dazu kommt, ist leicht zu erklären. Durch weltweite Investitionen schaffen transnationale Unternehmen neue Arbeitsplätze und Absatzmärkte. Die Investitionen sind aber von den Kapitalkapazitäten der Unternehmen, bzw. von ihrer Kreditwürdigkeit abhängig. Wenn sie über das notwendige Kapital nicht verfügen, müssen sie es auf den Finanzmärkten besorgen. Die Regeln der Beschaffung sind aber von den Finanzmärkten diktiert, also müssen die Unternehmen kreditwürdig sein, um Kredit zu bekommen.

Erst wenn sie in den Besitz des Kapitals kommen, können sie ihre Investitionen durchführen und dadurch auch die neuen Arbeits- Produktions-, und Handelsmärkte schaffen. Da die Finanzmärkte über die anderen Märkte dominieren, werden die wirtschaftlichen Auswirkungen der Globalisierung zuerst gerade von ihnen erkennbar. Es ist nicht ohne Grund, dass heute die „City of London“ 24 Stunden am Tag wach ist. Jeder einzelner Zusammenbruch, egal ob in Asien, Europa oder Amerika, wird sofort in den Kursen der Aktien widergespiegelt. Der Weg von Finanzmärkten zu denen des Handels- der Dienstleistungen und der Produktion ist dann nicht mehr weit. Jeden Tag konsumieren wir Güter, die „am Ende der Welt“ hergestellt wurden. Manchmal kommt es auch vor, dass die Einzelteile eines Produktes in verschiedenen Ländern produziert werden, z. B bei Autos. Selbst kleinere und mittlere Unternehmen „blicken nach Möglichkeit über die Grenzen“; zu Hause haben sie nur ein Büro. Quelle: „Globalisierung und multinationale Unternehmen“ von Malgorzata Krieger).

Nicht einzelne Staaten bestimmen was auf ihrem Territorium geschieht. Die globalisierte Finanzwirtschaft einige transnationale Geselschaften bestimmen den Takt. Schliesslich werden Staaten in ihrer Souveränität ausgehebelt. Am Ende des Prozesses, sind die Staaten zerstört, die Finanzer zusammen mit den „Transnationalne“ werden die Weltherrschaft unter sich ausgemacht haben…

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Guru, Alfred Herbert

08. 02. 10: Unsicherheiten bleiben – Kraft für technische Erholung?

CH Banken – neben dem Datenklau kommt jetzt noch die Unsicherheit über die angeschlagenen EU-Länder. Schweizer Banken als bedeutender Geldgeber. Baut sich da ein neuer, enormer Abschreibungsbedarf auf?

UBS –  Tag der Wahrheit naht. Die Frage hängt im Raum: wie gross ist der 2009-Verlust?

 

09. 02. 2010: UBS – der Weg bleibt steinig!

UBS – 2009er Zahlen: eher nochmals enttäuschend. Verlust pro Aktie CHF 0.75 trotz besserem 4.Q. – Weiterhin Abstimmung mit den Füssen durch die Kunden: Im 4.Q. hat der Geldabfluss mit enormen 56 Milliarden Franken beängstigende Dimensionen angenommen. Für Grübel weiterhin eines der grossen Probleme. Weg zur Erholung (the road to recovery) bleibt steinig. Die UBS-Aktionäre brauchen weiter Nerven wie Kruppstahl! Grübel spricht klar von weiterem Margendruck, der die kommenden Quartale belasten wird.

Credit Suisse – kommt am Freitag mit den Zahlen. Die werden wesentlich besser als UBS sein, eine ansprechende Dividende wird kommen. Das könnte Umtauschoperationen von UBS in CS provozieren. Nervöser Bankenhandel ist angesagt.

 

10. 02. 2010: Banken bleiben im Rampenlicht

UBS – gestern über 46 Millionen Aktien (!) gehandelt. Grosse Umtauschaktionen in Credit Suisse hielten an. Trader unentschlossen, wohin die Kursreise gehen soll. JP Morgan senkt das Kursziel leicht auf 19 (20), ist aber für übergewichten. FuW ist eher positiv für UBS, sieht den Talboden durchschritten. Amerikanische Fonds-Freunde hingegen setzen weiterhin einige Fragezeichen! Morgan Stanley senkt Kursziel auf 15 (16), Nomura senkt auf 20 (22), Deutsche Bank geht auf 18 (20) zurück. $ocGen pessimistisch: sieht noch 12 (14). Alles Zeichen, dass die Analysten vorerst eine vorsichtige Schiene fahren.

Credit Suisse – wird heute nochmals voll erfasst werden. Trader haben Positionen genommen und warten auf morgige Zahlen.

 

11. 02.2010 Credit Suisse mit guten Zahlen

Credit Suisse – 2009: 6,7 Milliarden Franken Gewinn! Neugelderzugang 44,2 Milliarden Franken. Dividende 2 Franken (10 Rappen). „2010 hat sich gut angelassen!“ Analysten hatten teilweise (noch) bessere Zahlen erwartet.

 

u-blox – gibt am 19. März die genauen 2009er Zahlen bekannt. Aber schon heute berichtigt Gesellschaft bisherige Prognosen nach oben!

 

 

 

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Analysten hatten teilweise (noch) bessere Zahlen erwartet. =>

Man sollte die Analysten nicht zu stark beachten. Sie verfälschen das Bild und die Meinung wie Meinungsumfragen und Trendanalysen vor Abstimmungen. Ihr einziges Ziel ist, das Wasser auf ihre Mühlen zu leiten.

 


Neue Blasen am Finanz- und Wirtschaftshimmel in Sicht?


Förderung von Spekulieren und Wetten löst aus, dass erst recht spekuliert und gewettet wird. Die Spekulanten freuen sich über die Sozialisierung der Schulden und Verluste. Alle Übrigen verfluchen den Kapitalismus. Die Vollkasko ist noch nicht ausgereift. 140 Banken sollen 2009 alleine in den USA geschlossen worden sein. Hauptgrund waren u.a. verfehlte Anreizstrukturen im Finanzbereich und Versicherungen. Und was zu erkennen ist: Die Macht der verbliebenen Banken ist grösser geworden. Werden dadurch die „Klumpenrisiken“ für die Staaten kleiner?

Ob daraus etwas gelernt wurde? Grosse Zweifel sind berechtigt. Denn es entsteht der Eindruck, dass alles wieder so laufen soll, wie eh und je. GS hat ja damit bereits bald einem Jahrhundert Erfahrung.

Die Finanzkrise wird die Weltwirtschaft laut einer Studie bis Ende dieses Jahres rund 10,5 Billionen Dollar (7,3 Billionen Euro) kosten. Das ergab eine Berechnung von Commerzbank Research, wie die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet. „Wir haben uns in der Finanzkrise zwar an hohe Summen gewöhnt, aber dieser Betrag ist einfach unglaublich“, sagte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Bank, dem Blatt.

Je Erdenbewohner belaufen sich die Kosten damit auf etwas mehr als 1.500 Dollar. Rund 1,6 Billionen Dollar Verlust entstanden demnach bei Banken durch Abschreibungen und Pleiten. => Mehr

Dafür sind eben die hohen Löhne und Boni.

Gesellschaftliche Verantwortung mit Füssen getreten und alle machen mit: Es wird risikoreich weitergezockt. Eine oder neue Blasen werden entstehen. Sie teilen alle das Schicksal der Seifenblasen. Die „ganz Grossen“ spielen Gott in Frankreich mit „bewährtem“ System“, als wäre die Welt ein orientalischer Bazar:

 

„(…)… Matt Taibbi spricht darüber, dass Goldman jede bedeutende Marktmanipulation seit der Weltwirtschaftskrise“ konstruiert habe. Und er nennt fünf Bubbles – die Weltwirtschaftskrise, Technologie Aktien, die Wohnungsbau-Verrücktheit, Rekordölpreise und die „Manipulation des Bailouts“ -, für die er Goldman verantwortlich macht. Dabei würde sich die Gesellschaft an eine recht einfache und über die Jahrzehnte unveränderliche Formel halten:

Goldman positioniert sich selbst inmitten einer spekulativen Bubble und verkaufen Investments , die – wie sie selbst sehr wohl wissen – Schrott sind. Dann werden mit staatlicher Hilfe von den mittleren und unteren Ebenen der Gesellschaft riesige Summen eingeheimst. Und schließlich, mit Millionen gewöhnlicher Bürger bankrott in ihrem Kielwasser, geht alles wieder von vorne los: Goldman als der Retter leiht diesen Bürgern deren Geld zu hohen Zinsen.

 

Dieses Spiel läuft laut Taibbi schon seit den 1920-er Jahren. …)“ Mehr =>

Es ist eine 6. Blase in Sicht. Dann nämlich, wenn es sich herausstellen sollte, dass China ein riesiges Schneeballsystem darstellt! Ob dies zutrifft, weiss noch niemand, weil dort kaum etwas reguliert ist. Aber kommt zum Knall, dann werden die Folgen fatal sein. Schliesslich kann mit der Erderwärmung noch eine 7. Blase gestaltet werden.
 
 
Illustration by Victor Juhasz
 

oder

bei Finanzreporter:  …Die grosse amerikanische Spekulationsblasen-Maschine…

Ob etwas zu dämmern beginnt…? Wer weiss, ob man UBS einfach auflaufen liess und CS so lange gewähren liess, bis genug zu holen war… 536 Millionen Dollar als Vergleichszahlung sind auch für eine CS happig. Gleichzeitig heisst das auch, dass ein lästiger Konkurrent auf Distanz gehalten wird.

Aus der Ferne: Die Verfilzung muss sehr eng gestrickt, sein. Nur langjährige Insider  können den Überblick haben. Wenn den „Göttern“ „Schmutzkonkurrenz“ nicht passt, wird eine riesige Intrige gestartet. Die Beziehungen im Land oder international ob in der Branche oder in der Politik müssen „unendlich“ sein. Ausführende der Massregelung sind jedoch nicht die Intriganten sondern staatliche oder halbstaatliche Gesellschaften oder gar internationale Organe. GS will Wachstum, Gewinn und Macht. Das höchste Ziel könnte lauten: Beherrschung der weltweiten Finanzwirtschaft. Ist es falsch geschätzt, wenn jemand behaupten würde, dass etwa 80% der Finanzwirtschft in den USA jüdischer Herkunft ist? Man soll jetzt aber nicht sofort mit Rassismus kontern!

Warum wurden gewisse Länder durch die OECD auf Weisse, graue und schwarze Listen gesetzt? Warum kamen die USA und England von Anfang an auf die weisse Liste? Die „Götter“ in den USA haben doch wohl den Takt bestimmt und England mit seinen Kanalinseln wollte niemand ärgern…

Hongkong und Macao fand man auf keiner Liste. Tragische Komik?

Einige Hochsteuerländer wollten einfach von ihren leeren Kassen ablenken. Zur Tarnung gingen sie auf die kleinen Offshore-Finanzplätze los. Derweil pflegten sie die eigenen Reihen bis weisser als Weiss. Ein paar Gebiete unter ihrer Kontrolle sollten als  Kanonenfutter dienen. Diese kamen auf eine neu ausgedachte graue Liste. So wollte man den Verdacht abwenden, dass man zwar schon noch speziell ausgedachte oder modifizierter Steueroasen  wollte, aber bloss solche, die einem selbst dienlich sind. Auch eine Art, sich die Konkurrenz vom Halse zu halten! Die Seychellen, die Virgin Islands, Jersey, Guernsey und die Isle of Man auf der weissen Liste waren doch die Farce. Sie bestätigte nur die Intrige der G-20 und der OECD.

Lloyd Blankfein, Chef von Goldmann Sachs unmittelbar neben Gott:

Lloyd Blankfein ist Chef der Investmentbank Goldman Sachs. Quelle: Reuters

Bild: Handelsblatt/Reuters

Hohe Profite und Bonuszahlungen seien Zeichen für eine Erholung der Weltkonjunktur. In einem Interview der Londoner „Sunday Times“ sagte Lloyd Blankfein: „Wir helfen den Unternehmen zu wachsen, indem wir ihnen helfen, Kapital zu bekommen.“  Unternehmen, die wüchsen, schafften Wohlstand. Und das wiederum ermögliche es den Menschen, Jobs zu haben, die noch mehr Wachstum und noch mehr Wohlstand schaffen. Banken, so Blankfein, Schlussfolgerung, haben einen gesellschaftlichen Zweck und verrichten „Gottes Werk“.=> Mehr

Kurze Zeit später

NEW YORK. Die Wall Street legt das Büßerhemd an und reagiert mit Spenden auf die wachsenden öffentlichen Proteste gegen die Rückkehr zu Milliardengewinnen und fetten Boni. „Wir haben an Dingen teilgenommen, die eindeutig falsch waren und haben Grund, das zu bedauern. Wir entschuldigen uns“, sagte Lloyd Blankfein, Chef der Investmentbank Goldman Sachs, am Dienstagabend auf einer öffentlichen Veranstaltung. „Unsere Reputation ist sehr wichtig für uns.“

Ein wachsendes Bündnis aus Gewerkschaften und Bürgerrechtsbewegungen hatte in den vergangenen Wochen den Druck auf die Banken erhöht, sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu bekennen. Sie werfen den Instituten vor, das Land und sich selbst erst mit der Vergabe von Subprime-Krediten in die Krise geführt zu haben, um sich dann vom Steuerzahler retten zu lassen. „Und dann haben sie sich umgedreht und haben wieder Milliardengewinne gemacht sowie hohe Gehälter gezahlt, während die Menschen weiter arbeitslos sind und ihre Häuser verlieren“, sagte Liz Ryan Murray, Direktorin bei National People’s Action am Montag bei einer Demonstration vor der Washingtoner Niederlassung von Goldman Sachs.  => Mehr

GS, die erfolgreichste Investmentbank der Welt ist jetzt das Symbol von Gier und Uneinsichtigkeit. So sehen es linke Fanatiker und sondern auch Neokonservative. „Die Bank ist eine über die Jahre perfektionierte Maschine, die gesellschaftliches Gut in obszöne Profite reicher Einzelpersonen verwandelt“, so Matt Taibbi.

Goldman Sachs hat die Staatschulden von 10 Mia Dollar bereits vor etwa 3/4 Jahren zurück bezahlt – für 2009 allerdings bereits knapp 17 Milliarden Dollar für die gesamten Boni zurückgelegt (damit ist nach der Krise = vor der Krise). Zwar sollen künftig Aktien anstatt Bares als Boni gegeben werden und es soll eine Haltefrist von 5 Jahren und weiteren Restriktionen beachtet werden. Aber hinter der Sache steht wohl eher die Absicht, Kritiker zu beruhigen und andere Institute entsprechend zu beeinflussen.

Schweizer Grossbanken schwimmen wahrscheinlich im vorgegebenem Strom von GS mit. Argument: gleich lange Spiesse, sonst Abzug von Topkadern samt Kapital.

Die Haftung mit dem eigenen Vermögen für Top-Manager, die sich gerne als Unternehmer im Unternehmen sehen, ist noch kein Thema gewesen.

Einige lesenswerten Themen:

8. Aug. 2009 Der frühere US-Arbeitsminister Robert Reich rechnet im Interview mit der Gier seiner Landsleute ab und fühlt eine Mitschuld an der Krise.
diepresse.com/home/wirtschaft/finanzkrise/501149/index.do 

19. Okt. 2009 «Die nächste Krise wird nicht auf sich warten lassen, weil bestehende Mängel nicht beseitigt wurden», warnte der 69-Jährige.
bazonline.ch/wirtschaft/konjunktur/…sieht-naechsteKrise…/15649867

Weitere Infos gibt es auf der Webseite: Firmengründung Hongkong Die USA bekämpft zusammen mit der EU Steueroasen, so liest man es immer wieder in Die Steueroase Seychellen ist auf der weissen Liste der OECD und gilt somit als
steuerparadies-info.com/

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Gastbeitrag heute von:Gastbeitrag heute von: Brigitte, Frau Familienwahnsinn
Die Anti-Geschenkidee

„(…) Wir sind bereits wieder im Endspurt der Weihnachtshysterie und wie jedes Jahr steh ich mit 0 (in Worten „n u l l“) Geschenken und etwa ähnlich vielen Ideen da. Die Wunschliste der Kinder ist selbstverständlich endlos, nur wieso, frage ich Sie, sollte ich meiner 5jährigen Tochter eine batteriebetriebene Katze kaufen, die man streicheln kann und die dann miaut. Oder schnurrt? Oder beides? Ich weiss es nicht mal, ich habe mich nicht genügend damit befasst, weil ich der grossen Tochter rundheraus erklärt habe, dass ich das Schrott finde und dass ich ihr sicherlich keine Katze für über 100 Mäuse kaufe, wenn wir zwei echte Katzen im Haus haben, die bei jeglicher Streicheleinheit sofort und ohne Batteriewechsel oder Störung anfangen zu schnurren, und das erst noch gratis. Und weicher fühlen sie sich auch noch an. …)“ Mehr =>AdventsBlogKalender: Tag 21

Dienstag, 22. Dezember 2009

Gastbeitrag heute von: Eric-Oliver, Annubis-Blog

Weihnachten Früher, Jetzt und Später?

„(…) Ich habe lange überlegen müssen, bis ich endlich ein Thema für mich gefunden habe, was ich bei dieser AdventsBlogKalender meines Blogkollegen MonsieurFischer veröffentlichen kann. Ich habe mir dafür immer wieder überlegt, was denn Weihnachten genau ist. …)“ Mehr =>AdventsBlogKalender: Tag 22

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Guru, Alfred Herbert
21. 12. 09:

Jahresend-Rallye im Rückwärtsgang?

Jahresend-Rallye – bis jetzt Fehlanzeige – noch bleiben dem Markt sechs Börsentage, um sich positiv aus dem Jahr zu verabschieden.

Roche – „2009 wird ein sehr gutes Jahr werden“, verspricht Konzernchef Severin Schwan – in der späten Entwicklungsphase befinden sich derzeit zehn neue Wirkstoffe.
 
22. 12. 09
 
Syngenta-Saat geht auf

Syngenta – erhält Zulassung für neue Maissaatgut-Technologien in Argentinien – die starke Position in Südamerika wird damit weiter ausgebaut.

Actelion – US-Schiedsgericht verknurrt  Actelion in einem Lizenzstreit zur Zahlung von 91 Millionen Dollar – Betriebsgewinn wird 2009 trotz Rückstellungen um 80 Millionen Dollar tiefer ausfallen.

 

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Ölpreisentwicklung


Die Erhöhung erfolgt, da die Ziele zur Emissionsreduktion verfehlt wurden. Bis zu 200 Mio. Franken aus der CO2-Abgabe fliessen künftig jährlich in Gebäudesanierungen. Wer jetzt den Tank noch nicht voll hat, wird diese Erhöhung kaum mehr umgehen können. Die Lieferanten sind praktisch alle ausgebucht.

So teuer wie 2007 und so günstig wie 2008 wird es jedoch kaum werden. Oelpooler zeigt den Rohölpreis für London an. Betrachtet man die grossen Preisunterschiede so ist schnell klar, dass dies nicht alleine der Markt regelt.

Öltanker fahren erst in den Hafen, wenn der Ölpreis stimmt: Ölfirmen gehören zu den Profiteuren der jüngsten Preishausse.

Öltanker fahren erst in den Hafen, wenn der Ölpreis stimmt: Ölfirmen gehören zu den Profiteuren der jüngsten Preishausse. Bild: Keystone 

 

„(…) Öl ist ein geradezu idealer Rohstoff zum Zocken. Es verdirbt nicht und der Preis ist extrem unelastisch. Will heissen, schon die geringste Verknappung hat massive Preisaufschläge zur Folge. Es wird deshalb immer wieder kolportiert, Ölfirmen würden ihre Riesentanker oft als schwimmende Lager sinnlos auf den Meeren herumgondeln lassen, um die Fracht erst dann zu löschen, wenn die Preise attraktiv genug sind. Mehr=> bazonline

Das Spiel ist ein leichtes. Wer abhängig ist bezahlt jeden Preis…! Wie lange überlässt die Menscheit Notwendiges einfach den Spekulanten?

Laut dem HEV waren die Heizölpreise am 11, März 2009 seit längerer Zeit sehr tief! Für 6001- 9000 Liter mussten Fr 58.60 , während am 9. Dez. 2009 Fr 72.80 bezahlt werden mussten.

Wir erinnern uns an 2008:

  Barrel-Preis 22.12.2008: $ 44.50
 
Und jetzt:ähnliches Bild auf höherem Preisniveau
oelBörsen
 Barrel-Preis 14.12.2009: $ 72.50

 Was noch zu berücksichtigen ist:

 Kurs USD/CHF 14.12.2009: sFr. 1.03

Mehr bei: oelpooler

Die Entwicklung:

USD/CHF (USDCHF=X)

Hier finden Sie mehr zum Kurs von USD/CHF über 5 Jahre

Entwicklung der Rohölpreise auf dem Weltmarkt:

  • Das Preisniveau auf dem Rohölmarkt in ROTTERDAM bestimmt maßgeblich die Mineralölpreise für Deutschland und Mitteleuropa. Diese Spotmarkt-Preise stehen dabei in Relation zu den Oil Future Notierungen an Rohölbörsen in LONDON und NEW YORK.
  • Rohölpreise sind Börsenpreise und stündlichen Veränderungen unterlegen.
  • Die Kursnotierungen werden stark durch spekulative Optionskäufe bestimmt.
  • Außerdem reagieren sie äußerst spontan auf weltpolitische und wirtschaftsbezogene Meldungen, insbesondere wenn diese die OPEC-Länder oder die großen Ölverbrauchsländer, wie USA oder China betreffen.
 Bis Ende 2009: Qualität Heizöl-EL.  Ab 2010: Schwefelarmes Heizöl. 

14. Dez.    Rohölpreise runter auf August-Niveau

  • Ölmarkt-News
    Die Rohölnotierungen erlitten in der zurückliegenden Woche kräftige Abschläge. Im November rangen die Rohölpreise um ein Überschreiten der 80 Dollar Marke nach oben. Jetzt hingegen versuchen die Leitsorten sich gegen ein Absinken unter die 70 Dollar Marke zu erwehren. Die US-Leitsorte WTI eröffnet die neue Woche bei 69,5 $/b. Brent notiert gut 2 Dollar höher.

    Bei überversorgtem Öl-Weltmarkt ist die Ölnachfrage weiterhin als schwach zu bezeichnen.

    Der US-Dollar (Weltölwährung) notiert stärker, mit Nachteilen für den Euro-Raum.

      
    Wirtschaft und Finanzen:
    China und Indien sind die Wachstumsmotoren für einen neuen weltwirtschaftlichen Aufschwung.
    Die EBZ hat die Wachstumsprognosen für 2010 nach oben korrigiert.

  •  
  • Ölweltmarkt und OPEC
    Der Saudi Arabische Ölminister Ali al-Naimi bezeichnet die derzeitigen Rohölpreise als “perfect” und  “in the right range.”
    Im November sind die OPEC-Exporte auf 26,5 Millionen Tagesbarrel gestiegen und erreichten damit die Jahreshöchstwerte.
      
    Goldman Sachs erwartet laut Prognose einen durchschnittlichen Ölpreis von 90 Dollar/Barrel.

     

  • Geopolitische Einflüsse
    Iran:  Keine Lösung des Atomkonflikts in Sicht. Weitergehende Sanktionen gegen den Iran werden vorbereitet.


    Weltklimagipfel in Kopenhagen:

    Es gehen die Bemühungen über weltweite Reduzierungen der Klimagasemissionen in die entscheidende abschließende Verhandlungswoche. Letztendliche Beschlüsse bleiben abzuwarten…

     

  • US-Ölmarkt
    Die wöchentlichen US-Ölbestandszahlen wurden mit folgenden Veränderungen ausgewiesen:

     [ Stand 09.12.2009 ; Erhebung EIA / DOE ; Bestände in Mio. Barrel ]
     . Rohöl                  336,1   (  -3,7 )       4 % über Vorjahr
     . Heizöl+Diesel   167,3   (  +1,6  )   22 % über Vorjahr
     . Benzin                216,3   (  +2,2 )       6 % über Vorjahr
    Rohöl Abbau. Produktseite Zuwachs. In Summe sich aufhebend.

Quelle: TECSON

Beachte:

Der Umwelt zuliebe, doch (fast) alle reden von den Auswirkungen der Luftverschmutzung!

Bei dem Geschäft geht es um das südirakische Ölfeld Rumaila.
(Foto: REUTERS)

Erstmals seit fast 40 Jahren

 

Der Irak braucht Geld für den Wiederaufbau, nach 10 Jahren Krieg. Die USA und Grossbritannien haben den Kriegangezettelt und damit dem Land grossen Schaden angerichtet. Nun muss das Land wohl den Schaden auch noch selber berappen.

„(…) Er hätte sich auch für den Krieg entschieden , wenn er gewusst hätte, dass der Irak über keine chemischen oder biologischen Waffen verfügte, erklärte Blair in dem Interview, das gestern ausgestrahlt wurde. „Ich hätte immer noch gedacht, dass es das Richtige ist, ihn (Saddam Hussein) zu beseitigen. Offensichtlich hätte man dann, was die Art der Bedrohung betrifft, andere Begründungen heranziehen müssen“, sagte der Ex-Premier. „Ich glaube nicht, dass wir mit Saddam Hussein und seinen Söhnen besser dran wären.“ Es habe ein zwölf Jahre langes „Hin und Her“ der Uno zum Thema Massenvernichtungswaffen gegeben, und der Diktator habe chemische Waffen gegen sein eigenes Volk eingesetzt.

Kritiker zeigten sich empört. „Der Krieg wurde auf der Grundlage der Massenvernichtungswaffen verkauft, und jetzt hört man, dass es nur eine Frage war, welche Argumente man vorbringt“, sagte der ehemalige Uno-Waffeninspekteur Hans Blix der BBC. „Das klingt nach einem Feigenblatt, das hochgehalten wurde. Und wenn dieses Feigenblatt nicht da gewesen wäre, dann hätten sie versucht, ein anderes Feigenblatt hinzuhalten.“ …)“ Aus: =>

…Ex-Premier Blair verteidigt Entscheidung für Krieg…, Hamburger Abendblatt

Zynischer geht’s wohl kaum!

Langfristig wird der Rohstoff Öl wohl teurer werden. Die Nachfrage wird zunehmen und die Reserven werden sicher nicht grösser. Über Alternativen nachzudenken lohnt sich auf jeden Fall.

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Gastbeitrag heute von: Roger, Schweizer Ansichten

Gemischte Gedanken zum Dezember

„(…) Weihnachts-, Adventszeit oder Samichlaus bedeutet mir im eigentlichen Sinne nicht mehr so viel. Zu industrialisiert, zu geschäftlich machen mir die Verkaufshäuser den Hof. Kaufen kaufen kaufen ist das Motto, welches schon Ende Oktober mit Halloween beginnt und ein immerwährender Zyklus, ja ein regelrecht ganzjähriger Wirtschaftskreislauf mit unglaublichen Dimmensionen geworden ist und Ende Januar mit dem Schoggihasen von Neuem beginnt. Für mich als Erwachsener und im speziellen als Atheisten verlor auch die religiöse Bedeutung der Adventszeit zunehmend ihren Anreiz. …)“ Mehr => AdventsBlogKalender: Tag 15

16. 12. 09:

Gastbeitrag heute von: Schwarzer Kafka

„(…) Kerzenschein, Tory Amos aus den Boxen, für einmal nicht zu laut, Winterabend-Öl ins Duftlämpchen geträufelt und ein gutes Buch in der Hand – so geniesst der schwarze Kafka die Abende in der Vorweihnachtszeit. Dies ist auch der Grund, weshalb ich euch hier zwei Bücher ans Herz legen möchte – für einmal weder Kafka noch Tucholsky. …)“ Mehr =>AdventsBlogKalender: Tag 16

17. 12. 09:

Gastbeitrag heute von: Patti Basler

„(…)Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
wir wollen etwas spenden
Pandemien sind im Trend
wir möchten sie beenden
Malaria! Maria hilf! Doch machen wir’s gerissen
Mit Ablass-Rappen (jeder zählt!) wasch ich mir mein Gewissen! …)“

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Cash Guru: 

Guru, Alfred Herbert
15. 12. 09:

Durchzogen – Swiss Life im Fokus

Swiss Life – hält heue Investors Day in Zürich. Mit dem neuen Programm „Milestone“ (Meilenstein) will Swiss Life bis 2012 eine Eigenkaitalrendite von zehn bis zwölf Prozent erwirtschaften. Wird gute Resonanz bringen und Aktieninteresse steigern.

Forbo – 1.Hj läuft besser, fürs ganze 2009 wird der Gewinn 70 Millionen Franken erreichen. Schuldenposition stark abgebaut, Kostensenkungsprogramm schlägt voll durch.

16.12.2009 08:30
Warten auf amerikanischen Zinsentscheid

US Zinsen – heute Sitzung Fed/Offenmarktausschuss. Profis erstmals unsicher und geteilter Meinung, wie es weiter gehen wird.

Credit Suisse – steht kurz vor Abschluss einer Vereinbarung mit amerikanischem Justizdepartement wegen „Altlasten“. Busse wird über eine halbe Milliarde Dollar sein. Aber für Credit Suisse ein Befreiungsschlag.

Swiss Life – baut (unglückliche) deutsche MLP-Beteiligung von 15,9pc auf 9,9pc ab. Wollte dies unbedingt noch in diesem Jahr tätigen (bilanztechnisch). Oppenheim bleibt neutral bei 130: „wer gut schlafen will, setzt auf ;loise“.

17. 12. 09

Europa ächzt unter Staatsschuldenlast! Staatsschulden – Gerüchte jagten sich über Nacht, dass Europa insgesamt unter der Staatsverschuldung seiner Mitglieder ächze.

Credit Suisse – zahlt 536 Millionen Dollar Busse an USA und „kauft“ sich von weiterer Verfolgung (Unterlaufen von Wirtschaftssanktionen mit Iran, Sudan, Burma, Kuba und Libyen) los. „Wir sind eine Altlast los“ lässt mich ein Insider (inoffiziell) wissen. Es ist die höchste Strafe, die je eine Bank für Sanktionsverletzungen bezahlen musste. Gemäss US Justizbehörde: hat „die CS hat zwischen Mitte der 1990er-Jahre bis 2006 illegale Transaktionen von mehr als 1,6 Milliarden Dollar abgewickelt“).

Mehr unter: cash Guru »

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Swissmem ruft nach dem Staat


„Die Politik muss mithelfen, die Kreditversorgung sicherzustellen“ – „Mithelfen“ – ein weiteres Geschenk an das Kapital?

Trotz der staatlichen Hilfe für die Branche soll „es der Markt richten“. Welcher Markt? Haben wir noch einen Markt? Es ist doch alles geregelt, abgesprochen, auch gegenseitig abgestimmt. Und mit den Konjunkturprogrammen werden ausländische Firmen finanziert…

Es soll wieder sozialisiert werden!

Die Logik: Weil eine Wirtschaftskrise herrsche, müsse das Bürgschaftswesen ausgedehnt werden. Die Banken sollen grössere Kredite zu günstigeren Bedingungen vergeben, weil im Rücken der Banken der Staat stehe. Und wie steht es mit den kleineren Krediten für kleinere Firmen?

Der Staat soll vorübergehend Fonds einrichten. Damit soll die Finanzierung grosser Unternehmen sicher gestellt werden. Und was tut man mit den kleinen Unternehmen?

Wer Versicherungsleistungen beanspruchen will, muss vorher die Prämien dafür entrichten! Es kann doch nicht sein, dass der Staat, letztlich der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird!

Lesenswert:

news.ch – Swissmem benötigt Hilfe vom Staat – Wirtschaft …

27. Mai 2009 Der Branchenverband Swissmem fordert nun Hilfe vom Staat. Franken unterstützt. » Mehr rund um die Finanzkrise
www.news.ch/Swissmem

Auch eine Logik: Will die Industrie einen Hilfsfonds, dann muss sie diesen grundsätzlich selber äufnen (hätte es tun müssen, denn Krisen sind immer möglich). Die Banken sind grundsätzlich für Kredite zuständig und nicht für „Kaskoversicherungen“ für die Industrie und wenn, dann hat das seinen Preis. Ob Banken ein Interesse an einem solchen Fonds haben, müssten die schon selber sagen. Geschenke werden sie nicht machen, das Volk jedoch soll es schon. Würde ein solcher Fonds geplündert, würde man begründen, es sei halt dumm gelaufen. Der Posten müsse abgeschrieben werden.

Die grossen Banken hätten durchaus die Möglichkeit, je nach Kunjunkturverlauf, auf push und pull zu fahren. Und sie hätten es schon in der Hand, die Industrie zu unterstützen, wenn da nicht Geldwerte in Unsummen verludert worden wären und müsste man nicht noch mehr Geld in die Hand nehmen.

UBS: Einigung im Steuerstreit kostet 3 bis 5 Milliarden Franken …

27. Juni 2009 23:55M-Travel füllt Hotels mit den eigenen Leuten; 23:40UBS: Einigung im Steuerstreit kostet 3 bis 5 Milliarden Franken
bazonline.ch/…
 
Die 3-5 Milliarden wären bei der IV Nachhaltiger angelegt!

Wann kommen weitere Forderungen?

Wann ist der Tresor leer?

Wann beginnen Politiker aller Couleur zu verstehen, dass Sachpolitik und strategische Überlegungen nötiger sind, als Parteiinteressen und Rechenschieber-Löusngen wenn es um die Wahl von höchsten, hohen, mittleren und subalternen Politikern geht?


Soll der Staat konkursite Unternehmen stützen?


 „Achtung, es gid etz e chline Stupf!“

… Schreiben mag er nicht. Daher springe ich heute in die Lücke. Wir wünschen gute Genesung!

….

Soll der Staat nun konkursite Unternehmen stützen?

Soll er nicht! Der Staat kann nicht auf Kosten der Steuerzahler die Gewinne von privaten Organisationen maximieren lassen, die sich stets auf die Gesetze des Marktes berufen.

Wenn der Staat als Vollkaskoversicherung auftreten soll, müssen die potenziellen Nutzniesser vorher die Versicherungsprämien bezahlen…!

Dieser Beitrag – schaltet auch die Bloggerin Tari Eledhwen aus Solothurn und das Finanzblog

Zum Kapitalismus gehört das Risiko des Scheiterns oder des Bankrotts! Man lasse die Unternehmer und Manager mit ihrem Vermögen haften, dann ist die Zockerei schnell reguliert.

„(…) SZ: Herr Hummler, reden wir über Geld. Sie haften bei Wegelin mit Ihrem persönlichen Vermögen. Wenn Ihr Institut Pleite geht, dann sind Sie es auch?

Konrad Hummler: Ja, und das finde ich super, denn ich übernehme so die Verantwortung für meine Entscheidungen. Wenn eine Bank beim Staat rückversichert ist, wird es immer gefährlich.

SZ: Der Staat sollte marode Banken bankrott gehen lassen?

Hummler: Auf jeden Fall, aber nicht so unkontrolliert wie Lehman Brothers. Es ist das große Versagen der Finanzaufsicht, dass der geordnete Konkurs der Banken nie durchgespielt wurde. …)“ Lesen Sie mehr in der „Süddeutschen“ : …Der wahre Bankier ist ein Anarchist…

Klar, der Werbeplatz für Stephan steht zur Verfügung!

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«Unser Umgang mit den Spielzeugen der Marktwirtschaft ist quasi pubertär»


Der Markt funktioniert nicht wie er sollte. Die Markttheorien haben sich als Worthülsen entwickelt. Der Staat verbreitet Vollkaskomentalität und muntert die Zocker und Misswirtschafter förmlich auf, im alten Stil weiter zu machen. Ein Ersatzrezept haben die Politiker und Oekonomen auch nicht. Während Schönwetterpropheten und Sand in Augen streuendede Politker zur allgemeinen Beruhigung beitragen wollen, ruft der eremitierte Oekonomieprofessor der Uni Freiburg, Walter Wittmann, dazu auf, man soll die Wahnsinnigen (verantwortungslose Spekulanten der überblähten Finanzindustrie) endlich stoppen. Er sieht eine lang andauernde Krise.

Da lohnt es sich schon, darüber nachzudenken, ob man weiterhin das Ökonomische Prinzip pervertieren und nur auf Wachstum setzen soll. Der folgende Artikel im „der Arbeitsmarkt“ gesehen, spricht die Problematik treffend an.

der arbeitsmarkt | 06.05.2009 | Text: Christian Keller 

ck. Der St. Galler Wirtschaftsethiker Peter Ulrich tritt per Ende Semester in den Ruhestand. Ein Interview über den Wert der Arbeit, die Herrschaft des Marktes und die Zukunft der Arbeitsgesellschaft.

«Unser Umgang mit den Spielzeugen der Marktwirtschaft ist quasi pubertär»
Foto: Christian Keller

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Herr Ulrich, warum arbeitet der Mensch überhaupt?

Peter Ulrich: Die meisten Menschen arbeiten aus drei Gründen: Wir leben in einem arbeitsteiligen Wirtschaftssystem, in dem wir Kaufkraft verdienen müssen, um die lebensnotwendigen Güter erwerben zu können. Das ist die Einkommensfunktion. Zum Zweiten ist die Arbeit, wenn wir ein wenig Glück haben im Berufsleben, ein Ort der Selbstverwirklichung, wo wir Fähigkeiten und Talente entfalten und erfahren können. Drittens ist die Arbeit eine Gelegenheit, uns als nützliches Mitglied der Gesellschaft zu bewähren. Das ist Voraussetzung für die Achtung und Anerkennung durch andere sowie für unsere Selbstachtung. Arbeit ist eine grundlegende humane Tätigkeitsform.

Und ein zunehmend knappes Gut.

Seit 250 Jahren steigern wir systematisch das Bruttosozialprodukt. Man nennt das in der Ökonomie Rationalisierung. Was aber rationalisiert wird, ist einzig die Zeit, die zur Erzeugung eines bestimmten Outputs benötigt wird. Dafür wird der Einsatz der menschlichen Arbeitszeit technologisch substituiert, heute durch Roboterisierung und Computerisierung. Diese Produktivitätssteigerung muss durch Mengenwachstum kompensiert werden, um die sogenannte Vollbeschäftigung aufrechterhalten zu können. In jüngster Zeit erleben wir immer öfter und augenfälliger Symptome einer Verkehrung von Zielen und Mitteln des wirtschaftlichen Fortschritts. Typischerweise haben im letzten Herbst die meisten Regierungen ihre Bürger aufgefordert, fleissig zu konsumieren, damit Arbeitsplätze erhalten werden konnten. Das war in der ökonomischen Logik einmal umgekehrt gedacht. Die Rationalisierung der Arbeit muss irgendwann wieder als Mittel für Zwecke verstanden werden, die ausserhalb der ökonomischen Logik liegen.

Wir arbeiten also nicht mehr, um zu leben, sondern wir leben, um zu arbeiten.
Ja, oder anders gesagt: Das Wirtschaften wird vom Mittel zur Gewährleistung einer guten Lebensqualität für möglichst alle Mitglieder einer Gesellschaft immer mehr zu einem marktwirtschaftlichen Selbstzweck, zum systemischen Eigensinn. Und dieser Eigensinn wird, je mehr er sich von den lebenspraktischen Bedürfnissen der Menschen abkoppelt, zum totalen Unsinn.

Hat das Wirtschaftssystem die Herrschaft über uns übernommen?
Das könnte man so sagen. Wir erfahren das fast täglich in der symptomatischen Rhetorik von Wirtschaftsführern und Politikern, wenn sie von «Sachzwängen» reden. Sie sagen nicht: «Wir möchten, dass …», sondern: «Der Standortwettbewerb zwingt uns, dies oder jenes zu tun, wir haben keine Wahl.» Längst dominiert dieser Modus des Müssens die Wirtschaftspolitik.

Für welche Werte lohnt es sich zu arbeiten, oder anders gefragt: Was müssten die Ziele des Wirtschaftens sein?

Ich würde zwei Gesichtspunkte unterscheiden. Zunächst geht es um die Lebensqualität freier, gleichberechtigter Bürger in einer wohlgeordneten bürgerlichen Gesellschaft, in der es Privatsache ist, welche Bedeutung der Einzelne seiner Arbeit beimisst und welchen Stellenwert die Erwerbsarbeit haben soll. Eine gute Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik müsste diese Freiräume auch im Arbeitsleben schaffen, indem sie den Bürgerinnen und Bürgern so viel Zeitsouveränität wie möglich verschafft. Die Arbeitsverhältnisse müssen flexibler werden, und zwar aus Sicht der Menschen, nicht der betriebswirtschaftlichen Logik, wie das üblicherweise gemeint ist. Die Sachzwanglogik des marktwirtschaftlichen Fortschritts kommt den humanen Anliegen immer öfter in die Quere. In den letzten zwanzig Jahren hat die Intensität des Arbeitslebens enorm zugenommen. Sie betrifft heute praktisch alle Berufssphären und immer mehr Ebenen, nicht mehr nur die Kader, die Hochqualifizierten, die Selbständigen, sondern zunehmend sämtliche Arbeitnehmer: Wir arbeiten immer härter und teilweise auch wieder länger.

 

Wie konnte es dazu kommen?
Der Grund ist der internationale Standortwettbewerb. Er zwingt uns, immer mehr Lebensenergie in die wirtschaftliche Produktion zu investieren, um im Wettbewerb mit kostengünstigeren Volkswirtschaften unseren Standard zu halten. Wir haben in den letzten zwei Jahrzehnten systematisch eine Wirtschaftspolitik betrieben, die primär der Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit diente. Dafür wurde ein wachsender Leistungsdruck auf die arbeitstätige Bevölkerung in Kauf genommen mit der Folge, dass sich im genannten Zeitraum die soziale Schere innerhalb der Volkswirtschaften immer mehr geöffnet hat. Das hat teilweise dramatische Ausmasse angenommen, etwa in Deutschland, wo auf der einen Seite die hohen Einkommen erheblich gestiegen sind, auf der anderen Seite das stattfindet, was die Soziologie als neue Prekarisierung der Arbeitswelt beschreibt. Für immer mehr Menschen bis in den Mittelstand hinein wird es normal, dass man mit einer gebrochenen Erwerbsbiografie leben muss, dass einen Empfindungen der Existenzunsicherheit durch das Leben begleiten und man entsprechende Konsumzurückhaltung übt. Da sind wir am Ende der Fahnenstange angelangt. Wir werden wirtschafts- und gesellschaftspolitisch sehr bald umdenken müssen.

Was müsste sich denn ändern?
Wir brauchen nicht mehr eine Politik, die einseitig die Märkte dereguliert und den Wettbewerb intensiviert und damit den Leistungsdruck auf die Menschen erhöht, sondern eine Politik der Sachzwangsbegrenzung, die einen Ausgleich schafft zwischen der Förderung der Wettbewerbsfähigkeit einerseits und Kriterien der Lebensqualität, der sozialen Sicherheit, der Integration andererseits. Das bedeutet aber, dass wir uns von der einseitigen Wachstumsorientierung der Wirtschaftspolitik verabschieden müssen.

Das Wachstumsmodell hat uns allen Wohlstand und soziale Sicherheit gebracht. Warum sollten wir uns von ihm abwenden?
Wenn Wirtschaftswachstum die soziale Frage tatsächlich lösen könnte, müssten angesichts der unglaublichen Steigerung der materiellen Güterproduktion und des Wohlstands die sozialen Probleme längst gelöst sein. In Wirklichkeit haben wir die soziale Frage nur immer wieder «modernisiert».

Das ist eine Folge des Wettbewerbs als Grundprinzip des Marktes.
So ist es. Über die Wettbewerbspolitik hinaus sollte sich gute Ordnungspolitik zugleich auch als «Vitalpolitik» verstehen, die sich an den ausserökonomischen, sinngebenden Zwecken des Wirtschaftens orientiert. Das ist nicht nur eine Frage der Rahmenordnung des Marktes, sondern letztlich eine kulturelle Frage. Unser Umgang mit den modernen Spielzeugen der Marktwirtschaft ist quasi noch pubertär: Wir wollen immer mehr vom selben – mehr Güter, mehr Geld -, anstatt uns auf das zu besinnen, was uns selber zuträglich ist und vereinbar ist mit den Leitideen der Gesellschaft, in der wir leben möchten.

Würde ein System, das ohne Wettbewerb auskommt, die Probleme lösen?
Das sicher nicht. Unsere komplexe arbeitsteilige Wirtschaft ist auf Marktkoordination angewiesen. Es geht doch längst nicht mehr um die alte Systemfrage des Kalten Krieges, ob wir für eine Markt- oder für eine Planwirtschaft sind, sondern um die Frage, nach welchen Kriterien die Anreizstrukturen des Marktes definiert und politisch etabliert werden sollen. Der Markt an sich ist nur ein Mechanismus, der noch keine marktwirtschaftliche Ordnung spezifiziert. Hinzu kommt, dass nicht überall im Leben das Marktprinzip herrschen muss. Wir sind uns ja einig, dass etwa in der Familie nicht das Konkurrenzprinzip, sondern das Solidaritäts- und Freundschaftsprinzip herrschen soll. Wo wir uns aber gesellschaftlich für das Koordinationsprinzip Markt entschieden haben, weil wir die Effizienzvorteile geniessen wollen, sollte nichts anderes als die bessere Leistung im Wettbewerb zählen.

Trotzdem scheinen sich Vitalpolitik und Wettbewerbspolitik schlecht zu vertragen.
Eine Vitalpolitik, die sich an ausserökonomischen Kriterien orientiert, und eine Wettbewerbspolitik, die auf effizient funktionierende Märkte setzt, müssen nicht Gegensätze sein. Wir sollten sie vielmehr in einer vertikalen Ordnung sehen: Wir sollten intelligent und nachhaltig die Rahmenbedingungen definieren und dann innerhalb dieses Rahmens eine konsequent auf Leistung ausgerichtete Wettbewerbspolitik durchsetzen. 

Sie fordern eine Umkehrung der Wertordnung?

So ist es. Manche eindimensional denkenden Wirtschaftspolitiker und Ökonomen möchten die Vitalpolitik am liebsten gänzlich der Effizienzpolitik unterordnen, aber es kommt ihnen die Realpolitik in die Quere, die den sozialstaatlichen Ausgleich verlangt. In Deutschland etwa haben wir die unselige Situation, dass Marktliberale und Sozialetatisten gegeneinander kämpfen. Es herrscht das Missverständnis vor, dass sich Liberalismus und soziale Gerechtigkeit ausschliessen würden. Auch das ist ein Erbe aus dem Kalten Krieg. Deshalb ist es eine kulturelle Herausforderung, intelligenter über ein sinnvolles Verhältnis von Wirtschaft und Gesellschaft nachzudenken.

Wie könnte das knappe Gut Arbeit sinnvoll verteilt werden, damit alle an den Früchten des Fortschritts teilhaben können? Die berühmte «unsichtbare Hand des Marktes» hat ja offensichtlich versagt.
Diese unsichtbare Hand des Marktes ist deshalb unsichtbar, weil es sie nicht gibt! Nur hoffnungslose Harmonisten glauben heute noch an die Selbstregulierung der Märkte. Es gibt im Prinzip drei logische Gestaltungsansätze: Wenn es immer weniger an produzierten Gütern, aber immer mehr an Arbeitsplätzen mangelt, können wir als erste Option die knapper werdende Erwerbsarbeit fair verteilen. Diese Aufgabe kann genauso wenig einem freien Markt überlassen werden wie die Einkommensverteilung. Das gilt insbesondere dann, wenn wir nicht beliebige Erwerbsarbeit meinen, sondern menschenwürdige Arbeit, die zugleich ein Einkommen verschafft, von dem man anständig leben kann. Arbeit soll ja auch Freude und Befriedigung verleihen und nicht bloss Mittel für den Zahltag sein.

Arbeit umverteilen – das erinnert an den Sozialismus, der sich wegen fehlender Effizienz selbst widerlegt hat.
Tatsächlich wird in der Regel der Einwand erhoben, dass dies hohe Effizienzverluste für die Volkswirtschaft mit sich bringen würde. Betrachten wir daher eine zweite Lösungsmöglichkeit für das Problem, die der ersten entgegengesetzt ist: Wir können die historische Koppelung der Verteilung von Erwerbsarbeit und Verteilung von Einkommen ein Stück weit lösen, indem wir die bisherige sozialstaatliche Umverteilung zur Linderung von Einkommensschwäche, die im Nachhinein stattfindet, durch eine zweigeteilte primäre Einkommensverteilung ersetzen. Eine erste, demokratisch-politisch zu bestimmende Tranche des Sozialprodukts wird in einheitlichen Kuchenstücken allen Bürgern als ein Sockeleinkommen gewährt, und zwar ohne diese Leistung an Bedingungen zu knüpfen. Davon profitieren würden alle Personen, die in einem Land leben und arbeiten und Steuern zahlen; ich nenne sie Wirtschaftsbürger. Der Rest des Bruttosozialprodukts würde weiterhin über die Arbeitsmärkte verteilt.

Auch dieses Konzept erinnert an den Sozialismus.                                   Im Gegenteil! Die Idee eines bedingungslosen Sockeleinkommens ist nicht sozialistisch oder kollektivistisch, sondern urliberal. Im Liberalismus soll der Tüchtige belohnt werden, der aufgrund eigener, persönlicher Leistung erfolgreich ist. Das Leistungsprinzip soll also die Unterschiede in den Einkommen begründen. De facto ist es aber so, dass in den sich liberal nennenden Gesellschaften noch immer teilweise das Feudalprinzip herrscht: Wer das Glück hat, in eine wohlhabende Familie hineingeboren zu werden, hat deutlich bessere Lebenschancen, ohne dass sich dies mit dem Leistungsprinzip begründen liesse. Das ist nicht fair. Die Idee eines bedingungslosen Sockeleinkommens ist begründbar als ein bescheidener Beitrag für jede Generation, einen gewissen Chancenausgleich herzustellen. Echte Liberale waren stets klare Befürworter einer Erbschaftsbesteuerung. Damit könnte man ein solches Bürgergeld teilweise finanzieren.

Politisch ist das wohl kaum realisierbar.
Natürlich würde der politische Wille zu einer solchen Leistung einen Gerechtigkeits- und Solidaritätssinn derjenigen verlangen, die es heute aus eigener Kraft oder dank Erbschaft zu Wohlstand bringen. Dass die Reallöhne dadurch weniger auseinanderdriften könnten, wäre auch volkswirtschaftlich erwünscht. Auf den Arbeitsmärkten würde so ein neues Gleichgewicht hergestellt, ohne dass dies auf Kosten der Existenzsicherung der Menschen ginge.

Und die dritte Möglichkeit?
Das wäre die Schaffung eines Volkskapitalismus. Eigentum gilt als kostbar, weil es die Menschen unabhängig und frei macht. Daraus folgt aber, dass in einer freiheitlichen Gesellschaft möglichst alle Glieder der Gesellschaft Eigentum haben sollten. Das liefe auf das Ziel einer Property-owning Democracy hinaus, um es mit John Rawls, dem amerikanischen Begründer des politischen Liberalismus, zu sagen, also einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft, deren sozioökonomisches Fundament eine Beteiligung aller Bürger am volkswirtschaftlichen Kapital und am Wohlstand ist.

Dieses Konzept vom Volkskapitalismus erinnert doch sehr an die Forderung von Karl Marx, die Produktionsmittel zu kollektivieren.
Finden Sie? (Lacht). Ich würde es überhaupt nicht so sehen. Marx hat einen fatalen Denkfehler gemacht: Er hat das Kind der bürgerlich-liberalen Errungenschaften mit dem Bad des Kapitalismus ausgeschüttet. Er hat nicht die nötige Wertschätzung für ein faires, sozialverträgliches Privateigentum entwickeln können, sondern den Fehlschluss gezogen, man müsse das Eigentum als solches abschaffen, um die Ausbeutung der Menschen zu überwinden. Im Gegensatz zu Marx will der Volkskapitalismus die Produktionsmittel nicht verstaatlichen, sondern alle Bürger wenigstens in bescheidenem Mass daran teilhaben lassen. Und wieder ist die Begründung urliberal: Dieses Bürgerkapital liesse sich als Sozialerbschaft oder als Sozialdividende begründen.

Wie liesse sich diese Umverteilung rechtfertigen?
Den Kapitalstock, den wir in unserer Volkswirtschaft vorfinden, haben unsere Vorfahren kollektiv erarbeitet. Das ist ein Privileg für das Land im Ganzen. Gerade in der Schweiz, wo wir davon ausgehen, dass es weder eine abgehobene Oberklasse noch eine marginalisierte Unterschicht gibt, entspräche es wahrhaftigem «bürgerlichem» Denken, für eine gleichmässigere Vermögensverteilung im Land besorgt zu sein. Das hätte den Effekt, dass mehr Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt Schwierigkeiten haben, sich als Selbständige eine Existenz aufbauen oder sich dank ihres Vermögens auch einmal erlauben könnten, die Prioritäten anders zu setzen und weniger zu arbeiten. Das gäbe ein zusätzliches Stück echter Bürgerfreiheit.
…  mehr Menschen hätten die Möglichkeit der Selbständigkeit… Wer heute selbständig arbeitet, der arbeitet meist mehr als Angestellte. Ausserdem müssen für eine selbständige Tätigkeit verschiedene Bedingungen erfüllt sein. Die haben aber längst nicht alle, die so was gerne tun würden.
Auch wenn mehr Zeit zur Verfügung stehen würde: der Staat braucht seine Einnahmen, auch sollten diese dereinst als zu hoch angesehen werden. Aber die heute überdimensionierte Infrastruktur muss unterhalten werden… dafür braucht es viel Arbeit!
 
Wie hat doch Max Dätwayler einmal einem jüngeren Ingenieur, der ihm ein Projekt für den Bau eines Segelflugzeuges mit dem sinnlichen Namen „Cornichon“ schmackhaft (Finanzierung) machen wollte? Junger Mann, um das Projekt zu starten reicht eine sauber gezeichnete Dreiseitenansicht nicht. Dafür braucht man aber auch kein Studium vorzuweisen…!“ Dätwyler wusste wovon er sprach. Schliesslich war er der Motor der MDC Dätwyler AG. Sein letztes Flugzeugprojekt, welches verwirklicht wurde: die MD 3-160 Swiss Trainer
 
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Mehr Soziale Marktwirtschaft – Verbannung des Raubtierkapitalismus


„(…) Alt Bundesrat Kaspar Villiger (68) reist jetzt als UBS-Präsident. Er ist als Ex-Finanzminister bestens vernetzt. Das ist gut für die UBS. Aber auch gut für die Schweiz?…
…Villiger ist Teil des einst noch mächtigeren Filzes des Zürcher Freisinns. Er selbst bezeichnet das zwar neuerdings als «Unsinn».

Tatsächlich ist Villiger aber ein Günstling des ehemaligen CS-Präsidenten Rainer E. Gut, jener Inkarnation des Zürcher Filzes, der ihm auch das Verwaltungsratsmandat bei Nestlé zugeschanzt hat.

Villiger ist Teil dieses kleinen, einflussreichen FDP-Zirkels, zu dem auch Swiss-Re-Präsident Walter Kielholz gehört, Zürcher und seines Zeichens Gründungsmitglied des Vereins «Freunde der FDP». Mehr: =>

Wundert es jemanden, dass der Ruf nach mehr Gerechtigkeit hörbar wird?

„(…) Der frühere Bundeskanzler und Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“, Helmut Schmidt, veröffentlichte Ende 2003 eine Kritik am Gesetz des Dschungels im Raubtierkapitalismus. …

… „Wo Spekulation und Leichtfertigkeit Unternehmen und Banken in Gefahr gebracht haben, wo deshalb die Versuchung zum Verbergen und Vertuschen, zur Täuschung und Betrug sich ausbreitet, dort stehen wir am Rande des Verfalls. Wo Kapitalismus und Moral sich gegenseitig ausschließen, dort stecken wir bereits tief im Sumpf.“
Für diese Gefährdung des demokratisch strukturierten Kapitalismus stehen Vorgänge um die Konzerne Kirch, West-LB, Enron, Parmalat oder die New Yorker Börse; und eben Mannesmann-Vodafone, wo jetzt ein Gericht über die Anklage der Untreue gegen den Vorstandsvorsitzender den Deutschen Bank, Josef Ackermann, und den früheren IG Metall-Vorsitzenden Klaus Zwickel u.a. verhandeln muss.

Die Liste könnte drastisch erweitert werden. Der Sozialstaat ist nicht billig. Aber das Volk hat ein Anrecht darauf. Schliesslich bezahlt das Volk noch für ganz andere Angelegenheiten. Die Ausbeutung der Natur erfolgt zum Nulltarif, die Werte werden von wenigen abgeschöpft. Grossrisiken (Endlager der Atomindustrie) bezahlt das Volk. Standortvorteiile für Unternehmen berappt das Volk. Umweltschäden, ausgelöst z.B. durch Tankerhavarien bezahlt das Volk, Banken werden vor der Pleite gerettet, mit dem Geld des Volkes. Die Frechheit: Die Pleitemanager lassen sich auch noch neben den exorbitant hohen Löhnen die Bonis, auch Jahre nach ihrem Ausscheiden, vom Volk bezahlen. Weitere Beispiele sind unschwer zu finden!

Von um 08:00

„Um die Soziale Marktwirtschaft zu erneuern und sie leistungsfähig zu halten, muss jener Ballast abgeworfen werden, der sich im Laufe der Zeit angesammelt hat … „

… dies schreibt INSM – Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Tönt wahrlich Zeit gemäss. Die INSM hat vier Blogs, wobei sich drei mit typisch deutschen Themen beschäftigen. Ludwig Erhard schreibt wieder. Deutschen politischen Grössen „begegne“ ich eh nur in Weinbauregionen. Kohl in Italien und Merkel oder Schröder direkt in Deutschland. Zumindest war am Tag der Arbeit dort keine Baustelle mehr … vielleicht fast sinnbildlich. Wer mit Deutschland verbunden ist, schaut sicherlich in dieses Blog hinein.

Wer sich nicht so sehr mit Deutschland beschäftigen mag, der wird einige schöne Beiträge im ÖkonomenBlog die Stimme der ökonomischen Vernunft finden. Hier schreiben mehrere Blogger … nicht von schlechten Eltern, unter anderem acht Professoren.

Keine Angst, die Beiträge sind nicht „hochwissenschaftlich“ geschrieben. Zum Beispiel „Zwanzig Minutenn – ein Pfund Kaffee„. Bei diesem Artikel stösst man auch den Link „Wohlstandsbilanz Deutschland„.

Das ÖkonomenBlog finden sie in der Blogroll … ab und zu reinschauen dürfte sich lohnen.

Die Beiträge über «Geld und Finanzen – leicht erklärt» – schaltet auch die Bloggerin Tari Eledhwen aus Solothurn und das personalblog.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Pensionskassen – technische Spielereien?

Vor zwei Jahren erschienen:
Biotreibstoffe – ethische und ökologische Klippen

Vor drei Jahren erschienen:
Höchste Rendite – höchstes Risiko

Vor vier Jahren erschienen:
Was ist ein Blog? Sind Zeitschriften noch nötig?

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Genau hingeschaut