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Research – Informationen über eine Firma


An Informationen zu kommen ist kein Problem. Gute Informationen sind schon schwieriger auf zu treiben und die perfekten Informationen gibt es im Finanzbereich nicht. Diese kann es nie geben, weil keiner die Zukunft kennt. Aber es gibt Informationen, die einen Entscheid beim Kauf von Aktien erleichtern.

Eine Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn:
«Geld und Finanzen – leicht erklärt»

Informationen über Aktienverkäufe zu finden ist weitaus schwieriger, weil diese Empfehlungen selten sind. Stockpilots (als Beispiel) bietet Research-Studien an. Die Auswahl ist nicht riesig, aber es hat interessante Branchen – Energie, Rohstoffe, Technik. Und die Studien sind leicht verständlich. Die neusten Berichte sind kostenpflichtig, die älteren gratis.

Wer liest noch alte Berichte? Ich zum Beispiel. Aus älteren lässt sich lernen oder ableiten. Ein interessanter lag damals falsch. Der Titel konnte sich dem negativen Trend der Börse nicht entziehen. Heute trifft er meiner Meinung nach zu und die Gewinnspanne ist grösser geworden. Der Bericht ist übersichtlich, schnell lesbar und sauber ausgearbeitet.

Allerdings gibt es unzählige Informationsquellen. Jeder muss selbst aussuchen, wo er seine Informationen einholt. Wenn man seine Quelle lange Zeit kennt, weiss man in etwa, wie erfolgreich deren Prognosen im Normalfall sind. Jede Einzelinformation hinterfragen und sich eigene Gedanken anstellen. Stockpilots hat den Vorteil, dass sie pro Woche vielleicht zwei Studien liefern. Die kann man gut durchlesen.

Vor einem Aktien-Kauf sucht man Research-Material um die eigene Meinung zu bestärken … oder zu verunsichern. Foren helfen nicht viel. Sie sind eher verwirrend. Oder sie entscheiden sich sonst mit mir zu reden!

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Blogger haben mehr Feingefühl als «Mister President»

Vor zwei Jahren erschienen:
Chart Lehrgang (7) – der Trendkanal

Vor drei Jahren erschienen:
Hirn statt Apfel – Köpfchen wird man haben!

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig


Personalpolitik oder Parteipolitik


Für einige Lesern im Ausland seien hier Stichworte aufgelistet, die uns diese Woche in der Schweiz beschäftigen (sollten): SVP-Spaltung, Milchpreis und Käse.

SVP kennen vor allem meine französischen Kollegen. Es ist eine der häufigsten Abkürzungen in Frankreich: S‚il Vous Plait – wenn es ihnen gefällt. Kein Franzose würde hier je mit «Nein» antworten. Bei uns fallen zur Zeit die Antworten über die SVP etwas differenzierter, gespaltener.

Ein kleiner geschichtlicher Rückblick schadet nicht. 1848 konstituierte sich die Schweiz als moderner Bundesstaat. Und genau 70 Jahre später wurde die Bauernpartei gegründet. Wo? In Bern natürlich. Dieses Jahr 90 Jahre alt und ein bisschen weise. Daraus entstand dann die Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) die 1971 zusammen mit der Demokratischen Partei (DP) zur «Schweizerische Volkspartei» (SVP) wurde. Und jetzt spaltet sich die SVP wieder. Google News bietet Kostproben zum lesen an.

Wenn jetzt der Zürcher Flügel mit dem Namen SVP bleibt, gibt es sicher welche die behaupten sie seien eine alte Partei. Dem ist aber nicht so. Die Zürcher DP wurde 1867 gegründet, hat sich aber zwei mal der FDP angeschlossen. Das letzte mal 1971. Die Bündner und Glarner DP fusionierten alleine mit der BGB zur SVP. Die Bündner und allenfalls die Glarner gehören somit zur «alten Garde», dürfen zum Berner Flügel gezählt werden. In diesen Tagen wird Parteigeschichte geschrieben.

Die streikenden Bauern (traditionsgemäss mehrheitlich irgend einer SVP verbunden) und der gestiegene Milchpreis sind fast in den Hintergrund getreten. 6 Rappen erhält der Bauer mehr und ich werde 15 Rappen mehr bezahlen müssen. Sagt die Migros. Wir wollen sehen, ob der Liter die Bio-Milch dann wirklich 1.95 kostet.

Die Meldung dass Baer von Lactalis übernommen wird, fällt kaum auf. Lactalis ist das grösste Unternehmen in der Käsebranche von Frankreich. Und LEPETIT sieht verblüffend ähnlich mit dem CamemBAER. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Ich halte mich an den Kleinen, den Camembert au lait cru – ein Grand Cru unter den Industrie-Käsen.Und um ins Detail zu gehen, ein Kilo Käse braucht mehr als einen Liter Milch. Auch hier werden wieder andere mehr als die Bauern verdienen.

Bundeshaus - nicht ganz 100

… den Text darf sich hier jeder selbst ausdenken …

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:

EMS-ige Leute, Mister Schweiz und 2 am Rücken – die SVP lässt grüssen

Vor zwei Jahren erschienen:

Warnung vor Finanzcrash

Vor drei Jahren erschienen:

Bericht über Schengen aus dem Ausland – sie dürfen drei mal raten, vom wem das Plakat ist

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Der Wert Geschäftsimmobilien und einem Hotelzimmer in Dubai


Wissen sie was die Immobilien in ihrer Unternehmung für einen Wert haben? Sie brauchen nicht Besitzer zu sein, aber diese Zahl sollte das gesamte Kader kennen.

In zwei Firmen, wo ich als Finanzchef gearbeitet habe, ist sogar die Überlegung angestellt worden, ob wir das Firmengelände verkaufen und «im Grünen» neu bauen. Eine Shedhalle ohne zig Anbauten, Zwischentreppen, Absätze, Verwinkelungen. Eine einzige ebene Fläche und überall Tageslicht. Aber es gibt noch andere Gründe, wieso man den Verkaufspreis seiner Liegenschaften und Grundstücke kennen sollte. Ihr Wert wird oft unterschätzt – ab Seite 1ff.

Die Preise beim Bau von Hotelzimmern sind in Dubai von USD 500’000 auf 1,5 Mio. USD gestiegen (letzter Abschnitt im Immobilienbrief). Und falls sie jetzt mit einem Hotel garantiert Schiffbruch erleiden wollen, nehmen sie die gleichen Ansätze für Hotelzimmer in der Schweiz oder auf den Azoren. Mit diesem Geld können sie auf den Atlantikinseln schon ein gehobenes mittleres Hotel bauen. Wenn ich mit Dubai vergleiche, kann ich es nicht verkneifen: Es gibt Leute, die haben eindeutig zu viel Geld. Ob sie alle glücklich damit sind?

… der Immobilienbrief zum herunterladen und die Börsenkurse als pdf-Datei (gleiches Fenster) beim …

Immobrief

Vor einem Jahr im finanzblog erschienen:

Eine Stadt genannt Kirche und über Cash und bar

Vor zwei Jahren erschienen:

Industriebrachen, Schweizer Insider Geschäfte und Ermittlungen

Vor drei Jahren erschienen:

Bericht über Schengen aus dem Ausland

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« Mit EM-Aktien lässt sich richtig Kasse machen»


Dieser Spruch ist nicht von mir. Ich bin da etwas kritischer geworden. Gerade weil in den letzten Jahren dieses System mit Sportgrossanlässen recht gut funktioniert hat.

«Bei sportlichen Großereignissen können Sponsoren ihre Produkte der ganzen Welt zu präsentieren. Das kurbelt nicht nur den Absatz an, sondern schlägt sich auch im Aktienkurs nieder. WELT ONLINE zeigt, mit welchen Sponsoren-Aktien sich jetzt noch richtig abkassieren lässt … lesen sie weiter … »

Ich wünsche ihnen viel Glück beim abkassieren. Wenn das nur immer so einfach wäre. Ich habe einige Berichte und Einschätzungen zur Euro2008 studiert und es ist doch ganz erstaunlich, dass nicht ganz alle die gleichen Firmen vorziehen. Über Fussball habe ich schon des öfters geschrieben. Auch über Bier. Im obigen Artikel wird Carlsberg empfohlen. Wenn sie den Link mit dem Suchwort «bier» genau unter die Lupe nehmen, stellt man fest, dass auch Pro-bier-en darunter fällt.

Flaggen Bern Euro2008

… übrigens, die Börse ist nicht immer eine Einbahnstrasse …

 

… und auch virenverseuchte Computer werden wieder zum laufen gebracht – bis dahin Beiträge vom Finanzblogger


Bretton-Wood – der Auslöser für Spekulationen?


Obige Frage hat ein Leser an mich gerichtet. Wenn wir die heutige Geldgier der Menschen etwas ausklammern, dann darf die Frage mit «da ist etwas dran» beantwortet werden.

Ein weiterer Beitrag über «Geld und Finanzen – leicht erklärt» – eine Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn.

Dieser Leser hat den Beitrag «Die Bank, die Maulwürfe und der Maschendraht» gelesen und ist auf einen Kommentar bei der Wiwo gestossen.

Konrad Fit schreibt: « … Früher flossen ca 90% Waren und 10% Geld um die Welt , und jeder Dollar war 4 X verliehen .

Heute fliessen ca 90 % Geld um die Welt , hinter dem ein Warenwert von 10% steht , und jeder Dollar ist 54 X verliehen … »

Viele werden jetzt denken, dass dies ja gar nicht möglich ist. Kann man Geld nur einmal verleihen? Nein. Ein kleines Beispiel. Sie nehmen 200’000 mit einer Hypothek auf und geben dieses Geld an den Hausverkäufer. Er bringt es zur Bank und diese leiht es wiederum aus. Einen kleinen Teil behält er aber als Reserve. Nicht um damit Nahrungsmittel, Treibstoff oder anderes zu bezahlen, denn solches Geld ginge ja in den Umlauf und könnte wiederum verliehen werden.

In obigen Kommentar wurde von der Kenntnis eines weltweiten Währungssystems ausgegangen. 1944 wurde das Bretton-Woods-System eingeführt. Der USD war die Welt-Leitwährung. Als Fixpreis für eine Unze Gold legte man 35$ fest. Ein Kilo Gold entsprach mit den fixen Wechselkursen für Devisen knapp CHF 5000.

Charles de Gaulle war der erste, der nach 1969 die US-Dollar-Reserven von Frankreich an die USA zurückgab und dafür zum Fixkurs Gold bekam. Alles hat er nicht bekommen, denn die Amerikaner hatten zu wenig Gold als Reserve. Das war der Anfang vom «Zusammenbruch des Bretton Woods-Systems 1973».

Seither ist der US-Dollar nicht mehr in einem festen Verhältnis zum Goldpreis. De Gaulle und seine Berater darf man rückblickend nicht als Spekulanten bezeichnen. Die Franzosen haben die Lage der USA richtig eingeschätzt und reagiert. Die USA war im Grunde genommen zahlungsunfähig. Es gibt sie aber weiterhin. Also kann davon ausgegangen werden, dass andere Länder den USA Geld gegeben haben, damit es wieder auf die Beine kommt.

Wo das Ausnützen von Kenntnissen zur Spekulation oder gar zur Gier übergeht, kann keiner sagen. Klar ist, dass es seit 1973 beim Goldpreis grosse Schwankungen gibt und der USD auch nicht mehr CHF 4.375 wert ist. Wenn man es ganz genau betrachtet, so haben die Amerikaner als erste darauf spekuliert, dass sie nicht alle USD gleichzeitig gegen Gold zurückkaufen müssen. Wenn man sich noch überlegt, dass für den Vietnam-Krieg extrem viel Geld gebraucht wurde, begreift man vielleicht die Schwäche des USD von heute etwas besser. Kriege jeder Art kosten viel Geld. Und Menschenleben.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Stag – Spekulant oder Triumph

Vor zwei Jahren erschienen:

Industriebrachen, Schweizer Insider Geschäfte und Ermittlungen

Vor drei Jahren erschienen:

Aargau an der Spitze? Kantönligeist abschaffen!

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«Die USA sind kein Vorbild»


«Die USA sind ein Beispiel dafür, wie man mit radikaler Deregulierung eine Gesellschaft ruiniert. Das schreibt der Starökonom Paul Krugman in seinem neuen Buch, einer Abrechnung mit George W. Bush. Im Gespräch mit manager-magazin.de erklärt er, von welchen Amerika-Klischees sich die Europäer besser verabschieden – im eigenen Interesse …

 

lesen sie weiter im manager-magazin

… die einzelnen Bereiche können sie mit obigem Link anwählen:

Teil 1: „Die USA sind kein Vorbild“

Teil 2: „Wer arm ist, entkommt dem Hurrikan nicht“

Teil 3: „Protektionismus liegt nicht im US-Interesse“

Teil 4: „Republikaner bedienen Rassismus“

Teil 5: „Amerika muss ein westliches Land werden“

Teil 6: „Clinton war unentschlossen und ungeschickt“

Teil 7: „Der Boom basierte nicht auf Steuersenkungen“

Teil 8: „Amerikas Vorsprung ist nicht beeindruckend“

Teil 9: „Mindestlöhne sind nicht schädlich“»

Alle 9 Teile zusammen sind in der Druckversion ersichtlich.


Demokratie in Pakistan?


Hier berichtet, Dr. Yahya Hassan Bajwa aus Pakistan per Mail, Eingang: 03. 01. 08, 11: 00 Uhr.

*****

Nun lassen wir aber Yayha wieder direkt aus Pakistan berichten. Eine Quelle aus dem Freundeskreis auf die manche Zeitung stolz darauf wäre und es ist mir eine Freude, seine Berichte im Blog präsentieren zu dürfen. Danke. Stephan Marti, Finanzblog.

dr yahya hassan bajwa, Rahim Yar Khan / Pakistan; 3.1.2008 Radiofragen DRS 4 ©

1) Wie ist Musharrafs Rede bei der pakistanischen Bevölkerung angekommen?

Welche Wirkung sie zeigen wird, das werden wir heute und in den nächsten Tagen sehen. Wichtig ist seine klare Stellungnahme. Er bezeichnete die Ermordung als eine Nationale Tragödie und machte Terroristen für den Anschlag verantwortlich. Auch sehr wichtig, Musharraf verurteilt nicht die PPP für die Ausschreitungen, sondern differenziert, dass meist kriminelle Elemente die Chance zu Plünderungen und Zerstörung genutzt haben. Sein Auftreten war besonnen und sehr eindringlich. Er wollte die Nation erreichen und sie bitten, vernünftig zu Handeln. Auch machte er klar, dass gegen Kriminelle und Plünderer hart vorgegangen wird. Gemäss ersten Meldungen wurden bereits in der Nacht auf heute solche Elemente festgenommen. Hoffen wir, dass dies auch wirklich so verstanden wird.

2) Für Musharraf ist es klar, dass Terroristen, die Al Kaida nahe stehen, für das Attentat auf Benazir Bhutto verantwortlich sind. Ist seine Überzeugung glaubwürdig?

Das Argument ist, dass nur Al Kaida die Möglichkeit hat, ein solches Attentat durchzuführen. Musharraf war schon mehrmals Ziel ähnlicher Attentate und meist führten die Spuren zu Al Kaida. Doch inzwischen wird auch unter der Bevölkerung gesagt, dass der Ehemann von Benazir Bhutto, Asif Zardari, sie umbringen liess. Diese Behauptung wurde sogar in einem Fernsehinterview geäussert. Der Verdacht fällt also von Al Kaida bis hin zum Ehemann – wir sehen, wir haben da ein weites Spektrum.

3) Der britische Scotland Yard soll bei der Ermittlung helfen. Ist damit sichergestellt, dass die Wahrheit ans Licht kommt?

Falls die Briten die Wahrheit gepachtet haben, dann ja. Verschiedene Politiker wurden in der Geschichte Pakistans ermordet – was sie alle gemeinsam haben ist, dass man die Täter nie fand. Als Zardari gegen die Regierung Vorwürfe erhob, dass sie lüge, schlug man ihm eine Autopsie vor. Doch dem stimmt er nicht zu. Wichtig, auch für Scotland Yard, wäre eine post mortem Untersuchung von Benazir Bhutto, um heraus zu finden, woran die Politikerin wirklich gestorben ist.


4) Die Wahlkommission hat die Parlamentswahlen vom 8. Januar auf den 18. Februar verschoben. Was bedeutet dies für die verschiedenen Parteien?

Nun, die PPP hat bereits ihren Protest angekündigt, aber auch gleichzeitig klar gemacht, dass sie an den Wahlen teilnimmt. Auch der Präsident der ML-Q Gruppe, hat gesagt, dass sie zu jeder Zeit für die Wahlen bereit wären. Bei der ML von Nawaz Sharif, da weiss man nie.
Sharif ändert seine Meinung täglich. Im Moment will er wieder teilnehmen. Währenddem die islamistische Partei, die Jamaat-e-Islami, bei ihrem Wort bleibt und die Wahlen boykottiert.

5) Wie beurteilen Sie die Wahlchancen der verschiedenen Parteien?

Die besten Wahlchancen hätte die PPP am 8.1. Jetzt profitiert die Partei noch vom Sympathiebonus. Je grösser die Verspätung, umso grösser ist die Chance, dass die PPP Wähler sich bewusst werden, dass mit Asif Zardari eine Person an erster Parteistelle steht, der vor allem wegen seiner Korruption bekannt ist. Auch besteht die Gefahr, dass sich in den nächsten Monaten die PPP aufspaltet, denn innerhalb des Bhutto Clans ist man gar nicht einverstanden, dass Bilawal Zardari, der sich über Nacht den Zusatznamen Bhutto angeeignet hat, der Nachfolger von Benazir geworden ist.

Als Mörderpartei verschrien ist momentan die ML-Q – obwohl es natürlich keine Beweise gibt, dass sie den Mord auf dem Gewissen hat. Sie war aber direkte Zielscheibe der Attacken und Zerstörung während den Ausschreitungen.

Es ist also jetzt noch schwieriger, eine Prognose zu machen. Musharraf sagte in seiner Rede, dass es eine faire, freie, transparente und friedliche Wahl werden soll. Dem Frieden trauen jetzt immer weniger und das kann dazu führen, dass nur wenige BürgerInnen zur Urne schreiten werden.


6) International gibt vor allem das pakistanische Atomwaffenarsenal Anlass zur Sorge. Welcher Wahlausgang würde die nukleare Sicherheit am ehesten gewährleisten?

Einerseits ist bekannt, dass die USA jährlich hunderttausende von Dollars für die Ausbildung und Ausstattung der Teams ausgibt, die für die Sicherheit der Nuklearwaffen verantwortlich sind. Das ist beruhigend. Anderseits wäre das Traumduo der USA Präsident Musharraf an der Spitze und Premier Ministerin Benazir Bhutto an dessen Seite gewesen. Doch da Bhutto nicht mehr zur Verfügung steht, sieht man, dass die USA kein Interesse an Demokratie hat – sie hatte nur Interesse an der Person Bhutto. Die PPP ohne Benazir ist für sie nutzlos und eine Alternative ist nicht in Sicht. Vielleicht doch? Voraussetzung dafür wäre, man gäbe wirklich der Demokratie in Pakistan eine Chance.


Wer ist denn nun eigentlich Kunde und hat der gar Rechte?


In der heutigen Zeit ist es nicht selbstverständlich, dass sich Leute für eine gute Sache einsetzen. Die meisten wollen heute nur konsumieren. Genau genommen ist ihnen auch dies manchmal müssig. Für das BlogCampSwitzerland 2.0 stehen zur Zeit noch etwa 70 Plätze für Teilnehmer zur Verfügung. Gratis. Man muss nichts dafür tun, muss nur kommen – genau genommen «darf man kommen».

BlogCampSwitzerland
Früher wusste ich immer, was ein Kunde ist, heute bin ich mir nicht mehr ganz so sicher. Beim Bäcker ist es ganz einfach – wer kauft, ist Kunde. Wie sieht es nun aus, wenn die Mutter eine Torte kauft und am Sonntag die Familie und der Besuch davon geniessen. Und wer ist beim BlogCampSwitzerland Kunde?

Eine direkte Antwort werden sie von mir nicht erhalten, aber ich werde an Hand von fünf verschiedenen Blogs versuchen, fest zu stellen, wer Kunde sein könnte.

«Kaum zu glauben: Jeder Kunde ist ein Mensch. Wenn Sie wissen wollen, welche radikalen Folgen diese einfache Einsicht hat, sollten Sie sich ins Netz begeben – und Augen und Ohren spitzen. Wir haben für Sie wichtige Stimmen gesammelt auf dem Weg zu einem neuen Verständnis des Camäleons namens „Kunde“.»

Das ist der Lead beim Leitartikel «der Konsumensch» von Stefan Kaiser, Chefredaktor beim GDI IMPULS

Falls swissblogpress nach dem BlogCamp in anderer Form weitergeführt wird, werde ich mich bemühen diesen Artikel ins Blog stellen zu dürfen. Ich traue mir zu, dass ich das schaffe, nachdem ich diese Vierteljahresschrift nun beinahe seit einem Vierteljahrhundert lese. Die ganz ersten Nummern habe ich verpasst. Der Kunde hat Rechte und Pflichten und manchmal auch Macht. Und erst recht der Web 2.0 Kunde. Es haben Leute am GDI IMPULS Sommer 2007 gearbeitet, die wissen, was das Web, Marketing und Kommunikation ist. Einer war Mitbegründer von skim.com. Sie erreichen mich heute noch unter 001267 at skim dot com. Man vermutet nicht nur die Zukunft zu kennen, man hat auch aus der Vergangenheit Erfahrungen ziehen können.

Mit swissblogpress habe ich angefangen, weil hier der tippische Konsu(m)mensch weilt. Beim BlogCamp dürfte es ähnlich sein. Einige arbeiten, einige nehmen zur Kenntnis und wie das in Bloggerkreisen so üblich ist gibt es immer wieder jene, die nur kritisieren können. Und doch gibt es immer wieder welche, die sich nicht klein kriegen lassen. Dailyfraggle macht einen Vorschlag, wie es weiter gehen könnte – meine Unterstützung hat er. Seine Idee mit dem «Journalisten 2.0» ist gut. Kunden, Rechte und Pflichten … Ideen sind gesucht.

Beim Finanzblog lesen Kunden mit. Ich suche auch immer wieder neue Kunden, die Geld an der Börse verdienen wollen – Voraussetzung: Zeit haben. Es zahlt sich mehr als nur aus, aber die meisten Konsumenten haben heute keine Zeit, bleiben lieber dort, wo sie bisher eine schlechte Performance hatten, denn es könnte ja einmal ändern. In den Finanzen ist man träge, bei andern Konsumartikeln wechselt man dageben viel zu viel. Und dann gibt es noch den Finanzblog-Leser – ist das nicht auch eine Art Kunde, macht dieser vielleicht nicht auch irgendwo mal eine Bemerkung, er wüsste doch noch einen echt unabhängigen Vermögensverwalter. Hat dieser auch Pflichten … ?

Die Kirche hat auch Kunden. Und zu fragen, wer Kunde ist, scheint mir einfacher, als fest zu stellen, was den eigentlich eine Kirche ist. Beim Kirchgemeinde-Verband des Kantons Bern sind die Mitglieder, die einzelnen reformierten, römisch- oder christ-katholischen Kirchgemeinden und Gesamtkirchgemeinden. Und die Personen, die sie vertreten, sind das nicht auch Kunden mit Rechten und vielleicht mal der Pflicht, einen Kommentar zu verfassen. Und sind diese Personen, die sie vertreten, diejenigen die am Sonntag zur Predigt gehen – oder auch die, welche eher aus kulturellen Gründen immer noch Kirchensteuern zahlen. Oder ist es das Personal. Früher gab es dafür den Begriff «Anspruchsgruppen», aber heute ist jeder Kunde.

Die Kunde über einen liberalen Glauben zeigen wir auf libref.. Mitlerweilen lesen mehr Nichtmitglieder, als unsere Mitglieder – wer ist jetzt Kunde? Dafür wissen wir garantiert extrem viel auf modernstem Stand über Menschenrechte und Menschenpflichten. Bivio – zwei Wege – enthält sehr viel Wissen über den heutigen Konsum-Menschen. Aber von einer etwas anderen Warte aus betrachtet. Ich denke liebref. gehört wie die Mehrheit dieser fünf querbekundeten Blogs zu den internationalen, über die Landesgrenzen betrachteten. Also haben wir auch Auslandkunden?

Und der Personalblogger – der wird auch am BlogCamp teilnehmen – was hat der für Kunden. Sein vermitteltes Personal, seine Spitäler etc. die dieses Personal beschäftigen oder am Ende gar, derjenige, der im Spitalbett liegt, denn ohne Kranke brauchte es kein Pflegepersonal. Lieber Kunde, nimm deine Rechte und Pflichten wahr, denn es könnte einmal sein, dass du als Kunde gar keine Rechte mehr hast:

Die „Kunden“ im Gesundheitswesen sind gar keine!

– Sie können nicht um den Preis feilschen, weil dieser staatlich festgelegt ist (Tarmed, kantonale, ausserkantonale Tarife)

– Der Arzt bestimmt die Behandlungsmethode. Er bietet meist nicht mehrere Varianten an

– Die Mengenausweitung kann man als Kunde kaum beeinflussen

– Rabatt kann man auch nicht aushandeln

– Man wird nicht als mündiger Kunde behandelt. Es fehlt an der Kundenbetreuung, an der nötigen Information und Transparenz

– Es fehlen für Laien verständliche Beschreibungen für Behandlungsmethoden und Medikamente

– Man hat kaum echte Alternativen

Also geniessen sie es, wenn sie als Kunde wahrgenommen werden und bedenken sie, dass sie vielleicht auch einmal Kundenpflichten haben … schon angemeldet beim BlogCampSwitzerland 2.0?


Text: Stephan Marti-LandoltFinanzblog


Design orientierte Mitarbeiter sind motivierter …


… wetten, dass Mitarbeiter für ihre Firma mehr bringen, wenn sie Produkte oder Projekte entwerfen können und dürfen, die ein schönes und funktionales Design haben. Als Inspiration oder zur eigenen Motivation haben wir an der Nomination des Design Preis Schweiz 07 umbeschaut.

Wie schon 2005 immer etwas früher als die andern – die 38 nominierten Produkte oder Projekte wurden vorgestellt – der Preis wird am 2. November 07 in Solothurn verliehen …

… und bekannt gegeben. Aber viel mehr Spass macht es, zu überlegen, welche Nominationen Gewinner sein könnten. Von den Preisträgern 2005 will ich nur auf einen verlinken – Rolf Fehlbaum von Vitra. Fast zu erwarten, dass dieses Jahr zumindest ein Stuhl in den Nomainationen ist – zudem auch ein Katalog. Sorry, ich bin zu früh, die Nominationen sind beim Design Preis Schweiz 07 noch nicht aufgeschaltet – sie finden sie selbst, vermutlich schon jetzt beim Lesen (versuchen sie mal diesen von mir konstruierten Link – sie arbeiten systematisch und perfekt).

Wenn sie einmal wunderschöne Kleider schauen wollen, gehen sie nicht an eine Modeschau, gehen sie nach Solothurn – oder zu den Nominationen nach Langenthal. Wir im Oberaargau sind im Verkehrszentrum der Schweiz, da kann der Personalblogger noch lange mit seiner geografischen Exaktheit prahlen. Wir sind mitten in der Schweiz, mitten in Europa und dem zu Folge mitten auf der Welt. Demonstriert haben wir das seiner Zeit mit einer gläsernen Schweiz am Europakongress der Jungen Wirtschaftskammer. Zugeschnitten mit Wasser aus dickem Glas auf einer Wasserstrahlschneideanlage von Bystronic Laser, die damals noch zu Glas Trösch gehörte – leider nicht börsenkotiert.

Mittlerweilen gehört die Bystronic Laser zur Conzzeta Holding – ehemals Zürcher Ziegeleien. Nominiert wurde die Bystronic Laserschneidanlage ByVention 3015. So schön können heute Maschinen sein – leider nur im Modell und Film zu sehen. Sie ist die kleinste ihrer Art um Blech zu schneiden, aber trotzdem noch recht gross, kein Zwerg. Aber in guter Gesellschaft mit Gartenzwergen, denn vom Produkt Design wird vermutlich Karel Fromanek auch diese Nomination demnächst aufschalten.

Am meisten interessieren mich immer Nomationen von Firmen, die an der Börse gelistet sind. Und nominiert war neben Bystronic aus dem Oberaargau auch die Lawinenschaufel Raptor von Mammut. Und zu welcher Holding gehört wohl Mamutt – erraten, auch zur Conzzeta Holding. Zufall, ich denke nicht, aber vielleicht schlafen die andern Schweizer Firmen noch ein bisschen. Produkte, die alle Anforderungen von Design beinhalten verkaufen sich auch besser, öfters und es wäre sogar denkbar, dass dies einen Zusammenhang auf Aktienkurse haben könnte. Die Firma kann stolz auf ihre Konzernleitung sein. Ich hoffe natürlich, dass zumindest einer immer eine gute Nase hat. Aber dies ist nur eine fast interne Bemerkung für einige wenige Leser. Übrigens, die eine Staude von Herbonis gedeiht gut – draussen vor meinem Büro in Luwasa. Luwasa-Kugeln kommen auch natürlich vor – in Vulkangebieten, zum Beispiel in den USA. Hier helfen aber die Bergseile von Mammut auch nicht viel, denn man kann sie nirgends befestigen. Zwei Schritte nach oben und mindestens wieder einen Schritt herunter rutschen.

Etwas weniger rutscht man auf den nominierten Teppichen von Ruckstuhl. Nicht das abgebildete Stück auf der Homepage – aber dieses wäre in unserem Wohnzimmer zu besichtigen. Spezialanfertigung mit rotem Faden, zu den Sesseln passend. Design pur. Und dann gibt es da noch Betonplatten von form|c, einem Puzzle gleich, zu bestaunen, ein spezielles Fahrradschloss von Adrian Weidmann. Und sollten sie demnächst ein Haus bauen, dann überlegen sie sich, ob sie in die orangen Stromschläuche nicht auch gleich einen Bus mit einziehen wollen für Kallysto.tebis – touch, switch and controll – oder Gläser mit Gecko der Creation Baumann beschichten wollen. Sogar Produkte für das Interieur aus dem Zürcher Neumünster sind bei Dedelley zu finden …


Laserschneidmaschine

Lawinenschaufel

 

Beton Puzzle

 

… kreative, denkende Köpfe haben Spass am arbeiten.

Stephan Marti-LandoltFinanzblog – weiter Denken ist unser Beruf


Farben ziehen den Personalblogger an

Farben ziehen den Personalblogger an

… ob der Kerl in der Ecke den Lüschertest gemacht hat?

Anmerkung odh: „Lüscher“ bedeutet heute weit mehr als „nur“ Farbtest. Lüscher hat sich zu einer umfassenden Diagnostik entwickelt Es wird damit der seelisch-körperliche Zustand gemessen. Ziel ist es, die Ursachen seelischer Belastungen und Konflikten zu finden.