Kategorie-Archiv: 06 Politik

Karachi: Bombenanschlag II


 

Es berichtet, Dr. Yahya Hassan Bajwa aus Pakistan

Weitere Einzelheiten 


yahya hassan bajwa, Rahim Yar Khan, 14.1. 08, 22:47 Ortszeit

In Qaidabad, Landhi, Karachi,explodierte eine Bombe. Sie war in einem Früchtekarren versteckt. Andere sagen, dass sie in einem Motorrad war. Es ist nicht klar, ob es ein Selbstmordanschlag war oder fern gezündet. Das Motorrad wurde total zerstört. Die Polizei fand auch einen zerfetzten Schuh, der dem Attentäter gehören könnte. Es ist ein riesiges Durcheinander. Zwei Stundenlang sei niemand zur Hilfe gekommen. Die Leute versuchten zu helfen. Als die Polizei vor Ort erschien, versuchtesie mit Knüppel die Leute davon zu jagen.

Sechs Tote, Tendenz steigend. Jetzt 14 Tote, 35, jetzt 40 Verletze, 6 schwer verletzt. 2 Kinder sind umgekommen. Vorallem Männer wurden verletzt, gemäss Angaben eines Arztes im Jinnah Spital. Die meisten sind ins Jinnah Spital überführt worden. Es gibt genug Ärzte und Krankenpfleger, um die Verletzten zu versorgen, gemäss Spitalangaben. Es gibt widersprüchliche Meldungen betreffend den Verletzten. Ein Verletzter im Spital sagt, dass er plötzlich die Explosion hörte. Mehr wisse er nicht. Ein anderer Augenzeuge sagt, dass er gesehen habe, wie der 30-35 jährige Motorradfahrer gestoppt hätte und seinen Helm auf dem Motorrad deponierte. Dann sei er zum Früchtekarren, um einzukaufen. Kurz darauf sei die Bombe explodiert. Dann sei auch das Licht ausgegangen, da durch die Explosion das Stromkabel unterbrochen wurde. Rangers haben die Gegend abgesichert. Auch die Notfallstation des Spitals, da viele ihre Angehörige suchen wollen, aber auch wegen den Medienleuten.

Wegen Verkehrsaufkommen ist es für die Krankenwagen schwer vor Ort hinzukommen. Im Moment unklar, wie viele Leute bis jetzt in die verschiedenen Spitäler gebracht worden sind. Es werden aber bereits Namen der Verletzten genannt. Doch viele sind bewusstlos oder können ihren Namen gar nicht nennen.

Viele Menschen sind vor Ort angekommen, um den Menschen zu helfen. Viele Menschen sind gekommen, um ihre Angehörige zu suchen. Hunderte von Personen. Die Bombe explodierte vor einer Fabrik und der Platz war wie immer stark frequentiert. Viele Arbeiter kaufen hier noch ein, bevor sie nachhause gehen. Es sind vor allem arme Leute, die Opfer dieses Anschlages wurden. Einige Leute haben auch begonnen Fahrzeuge mit Steinen zu bewerfen. Kurze Zeit später sah man, wie Menschen sich gegenseitig halfen. Die Menschen haben also sehr überlegt gehandelt und so mehr Tote verhindert. Läden und auch Fabrik wurde nach dem Anschlag sofort geschlossen. Zum Teil hatten Läden wegen der Kälte bereits geschlossen. Junge Leute setzten ihr Leben ein und halfen. Viele begaben sich zu den Spitälern, um dort Blut zu spenden.

Die Polizei ist dran auch raus zu finden, wem das Motorrad war und ob es gestohlen wurde. Das Nummernschild wurde sichergestellt. Es scheint nun, dass die Bombe in einem Motorrad eingebaut war. Jemand kam vor Ort, stellte ein Motorrad ab und kaufte sich Gemüse. Kurze Zeit später explodierte das Motorrad. Die Bombe hatte Eisenstücke und evtl Nägel, die die Gesichter der Verletzten völlig verstellt haben. Augenzeugen sagen aus, dass sie noch nicht sagen können, wie die Person aussah. Die Explosion war noch zwei Km entfernt stark hörbar. Ob der Anschlag damit zusammenhängt, dass Präsident Musharraf in Karachi ist, ist unklar. Präsident Musharraf wurde informiert. Er hat den Anschlag aufs Schärfte verurteilt und sagte, dass nur das Volk gemeinsam gegen Terroristen vorgehen kann. Er sagte, dass die Täter vor Gericht gebracht und dafür zur Verantwortung gezogen werden. Auch die Apotheken sind informiert worden, falls Medikamente benötigt werden.

Die Attentäter haben mit diesem Angriff die Regierung erneut herausgefordert. Sie wussten, dass der Präsident sich hier in Karachi aufhält.

Die Ranger sind dran, die Bevölkerung zu beruhigen. Keine einfache Sache bei hunderten von aufgeregten Menschen, die nun zu den verschiedenen Spitäler gelangt sind. Pausenlos fahren Ambulanzfahrzeuge vor.

 

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Pakistan: Polizeikorruption, der Korruption im Volk…


Hier berichtet, Dr. Yahya Hassan Bajwa aus Pakistan
yahya hassan bajwa, Rahim Yar Khan, 14.1. 08, 17:36 H

 

Über Polizeikorruption, der Korruption im Volk und die inoffizielle Prostitution

Dr yahya hassan bajwa, 14.1.08, Rahim Yar Khan

Als Saleem als Polizist anfing zu arbeiten, war ihm das System noch nicht bekannt. Wenn z.B. jemand eine ID-Karte verliert, kommt er auf den Polizeiposten, um den Verlust zu melden. Ich muss einer solchen Person sagen, dass sie auf einem speziellen Dokument, das auch im Gericht verwendet werden kann, ihre schriftliche eidesstattliche Aussage festhalten und damit wieder zu mir kommen muss. Das Dokument kostet 20 Rupien und dem Schreiber bezahlt man etwa 50 Rupien. In dieser Aussage müssen Name, Name des Vaters, Adresse und der Umstand des Verlustes aufgeführt werden. Als Polizist muss ich den Bericht eintragen und er erhält daraufhin seine Registernummer. Alles, was auf dem Posten geschieht, ist umsonst. Der Stellvertreter des Schreibers (Muharrar) wird aufgesucht. Meine Aufgabe ist es, den Bericht einzutragen. Wir schauen, ob man bei einer Person einfach Geld einkassieren kann oder ob man sich mehr bemühen muss. Bei Polizei- oder Armeeangehörigen wird kein Geld abgezockt. Bei allen anderen Personen fangen wir bei 100-200 Rupien an (das sind etwa 2-3 Franken). Dann fängt das Feilschen an. Wir erhöhen jedes Mal die Summe, wenn die Person um Vergünstigung fragt. Wenn man sieht, dass einer nicht bezahlen will und z.B. damit kommt, dass er mit diesem oder jenem Polizisten befreundet ist, lassen wir ihn einfach einmal warten. Nach einer halben Stunde meldet er sich erneut. Wir versuchen möglichst einen Augenkontakt zu vermeiden. Irgendwann hat er keine Geduld mehr und zahlt. Dann geht die Sache ruckzuck und alles ist erledigt.

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Einmal verunfallte ein Major tödlich in unserem Rayon. Die Familie verzichtete auf eine weiterführende Untersuchung, da es offensichtlich ein Unfall war. Es ist aber normal, dass bei einem Militärangehörigen automatisch ein FIR (Polizeibericht) erstellt wird. Kurz darauf erschien ein Unteroffizier in Zivil und verlangte von uns eine Kopie des FIRs. Mein Kollege sagte, er solle 200 Rupien hinlegen, dann bekäme er die Kopie. Dieser ging zurück zum Major, der im Fahrzeug draussen wartete. Ich befand mich zu jenem Zeitpunkt gerade auf der Toilette, sah den Jeep des Majors und erkannte ihn auch sofort. Dieser, ebenfalls in Zivil, trat in unser Zimmer und empörte sich, dass Geld verlangt wurde. Mein Kollege wurde wütend und bestand auf die 200 Rupien. In dem Augenblick betrat ich das Zimmer und grüsste den Major mit „Sir“. Dieser fragte mich, was denn das soll. Ich sagte, dass dieser FIR, weil es sich um eine militärische Angelegenheit handle, versiegelt sei. Daher ist es eine Gebühr von 210 Rupien. Der Major verstand sofort das Argument, meinte aber, dass er nur 200 Rupien dabei hätte. Ich sagte ihm, dass dies kein Problem wäre, ich würde gerne die übrigen 10 Rupien bezahlen. So verdiente ich 100 Rupien und bekam auch noch meine 10 zurück. Interessant an der Sache ist, dass es gar keine solche Gebühr gibt. Aber, wer weiss das schon?

Einmal, erzählt mir Saleem weiter, als er noch Strassenkontrollen machte, hätte er einen Motorradlenker gestoppt und von ihm die Fahrzeugdokumente und den Führerschein verlangt. „Anstatt mir die Dokumente zu zeigen, legte er mir eine Visitenkarte des Distriktvorstehers hin. Ich wiederholte meine Bitte und dieser gab mir eine weitere Visitenkarte eines anderen, höheren Beamten. Am Schluss hatte ich fast 10 Visitenkarten. Als ich immer noch die Dokumente verlangte, zog er seinen Joker – eine Visitenkarte des damaligen Innenministers Zafar Waraich. Ich sagte ihm, dass ich keine Visitenkarten möchte. Daraufhin wählte er die direkte Telefonnummer des Innenministers. Ich weigerte mich, mit ihm zu sprechen – mit dem Innenminister, da macht man sich als Polizist gleich in die Hose. Schlussendlich gab ich klein bei und händigte ihm die Motorradschlüssel wieder aus. Dieser wollte dann die Visitenkarten zurück. Ich sagte ihm, dass ich alle verbrennen würde. Mit fast einer weinerlichen Stimme bat er mich, wenigstens seinen Joker, der doch vorzüglich gewirkt hatte, ihm zurückzugeben…“

Prostitution in Pakistan

In Pakistan gibt es keine Prostitution, meint Saleem. Die Polizei ist in erster Linie nur an Geld interessiert. Dann gibt es aber unter der Polizei auch solche, die mehr an einem Seitensprung mit den leichten Mädchen interessiert sind. Die Schlimmsten sind wohl jene, die beides interessiert. Hier in Rahim Yar Khan gibt es ein Haus, das von einer Zuhälterin geführt wird. Dort werden die Mädchen sogar aus Lahore eingeflogen. Falls nun die Zuhälterin nicht mit uns kooperiert, führen wir eine Razzia durch. Spätestens bei unserem zweiten Besuch wird sie einwilligen und ist bereit, mit uns zu arbeiten. Früher hatte sie Mädchen aus den Dörfern. Denen wurde gesagt, dass sie die Möglichkeit hätten, in der Stadt zu wohnen. Sie würden dort als Hausmädchen arbeiten. Im Haus der Zuhälterin läuft Kabelfernsehen mit „leichten Filmen“ und die Mädchen sitzen mit ihren zukünftigen Freiern zusammen und unterhalten sich. Irgendwann steigen sie dann auch ins Geschäft ein.

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In Ahmadpur Sherkia, etwa 130 km von hier entfernt, gibt es einen internationalen Mädchenmarkt. Das kommt noch aus der Zeit der Nawab (Adelstitel), die sich dort die Mädchen kauften. Ich war einmal dort und stellte fest, dass dort sogar ein Deutsches Mädchen als Prostituierte arbeitete. Vor ihrem Haus standen die Männer Schlange. Ich beobachtete, wie ein Polizist kam und alle verjagte und dann sich selber ins Establishment begab. Viele ausländische Frauen sind hier aus Indien und auch Bangladesch.

Einmal wurde ich von einem Armeeoffizier gefragt, das war als ich in die Armee eintreten wollte, was ich im folgenden Fall tun würde: „Ein Menschenhändler, der junge Mädchen und Knaben entführt, um sie zu verkaufen, wird gefasst. Man hätte ihn aber schon mehrmals gefasst und jedes Mal würde man ihn wieder laufen lassen. Sie begegnen ihm in der Nacht, als er gerade wieder mit einer Menschenladung unterwegs ist. Sie haben einen geladenen Revolver und wissen, dass der Menschenhändler unbewaffnet ist. Wie gehen Sie vor?“ Ich antwortete, dass ich den Revolver an seinen Kopf halten und ihm sechs Kugeln verpassen würde. Der prüfende Offizier meinte zu mir: „Ich akzeptiere Ihre Antwort voll und ganz. Ich kann Sie aber in diesem Fall nicht bei uns aufnehmen.“ Er hat Recht. Aber dieser Menschenhändler hat Geld und kauft sich jedes Mal wieder frei. Da ist die Kugel die einzige Lösung!

 

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Aus verschiedensten Landschaften heraus entwickelten unterschiedlichste Völker mächtige Kulturen, die es ihnen erlaubten, für eine gewisse Zeit als Regional- oder gar als Weltbeherrscher aufzutreten. Aber wie bei einem lebendigem Organismus gibt es auch bei den Kulturen ein Aufblühen, Wachsen, Niedergang und Tod. Werden verschiedene Kulturen miteinander verglichen, zeigen sich überraschend Parallelen. Gewalt, Korruption und Sittenzerfall sind in allen Kulturen in ihren Endphasen sehr „hoch“ entwickelt. Pakistan in einer Endphase?

odh


Karachi, Bombenanschlag 14.1.08


Hier berichtet, Dr. Yahya Hassan Bajwa aus Pakistan

Yahya hassan bajwa, Rahim Yar Khan, 14.1. 08, 17:30 H

Sechs Tote. In Qaidabad, Karachi, explodierte eine Bombe. Sie war in einem Früchtekarren versteckt. Andere sagen, dass sie in einem Motorrad war. 6 Tote, 35 Verletze, 6 schwer verletzt. 2 Kinder sind umgekommen. Frauen, Kinder und auch Männer sind verletzt, gemäss Angaben eines Arztes im Jinnah Spital. Die meisten sind ins Jinnah Spital überführt worden. Es gibt genug Ärzte und Krankenpfleger, um die Verletzten zu versorgen…

Rangers haben die Gegend abgesichert. Wegen Verkehrsaufkommen ist es für die Krankenwagen schwer vor Ort hinzukommen. Im Moment unklar, wie viele Leute bis jetzt in die verschiedenen Spitäler gebracht worden sind. Die Entwicklung wird beobachtet…

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Interreligiöser Dialog unter Atombomben


Quelle: Finanzblog, bzw. Mail von Dr. Yahya Hassan Bajwa aus Pakistan yahya hassan bajwa, Rahim Yar Khan, 11.1. 08, 12 : 54 H.

Das Personalblog hat einen Zeitungsartikel in der Serie über Pakistan am Ende eines Beitrages verlinkt der noch einmal – marktschreierischer – publiziert wird. Und Yahya Hassan Bajwa (Baden, Schweiz und Rahim Yar Khan, Pakistan) hat ein sarkastisches Märchen dazu verfasst. Hoffentlich kommt alles gut heraus. Gerade jetzt (beim Schreiben) beginnt ein fürchterlicher Sturm – zum Glück bin ich nicht abergläubisch, aber was Kernwaffen und den Aufenthaltsort von Yahya anbelangt, bin ich zur Zeit eher am «Anfang der Welt»

 

Die Gefahr der islamistischen Atombombe


Von Oliver Thränert


Gerät die Atommacht Pakistan immer tiefer in den Strudel des islamistischen Extremismus? Könnten pakistanische Kernwaffen in die Hände islamistischer Gewalttäter oder der Terrororganisation al-Qaida fallen? Ein kaum zu übertreffendes Schreckensszenario. Und: Experten warnen vor Sicherheitslücken … weiter bei WELT ONLINE – Politik, Pakistan …»


Antwort von Dr. Yahya Hassan Bajwa direkt aus Pakistan


«Der Artikel «Die Gefahr der islamistischen Atombombe» von Oliver Thränert finde ich sehr gut und fundamentalistisch recherchiert. Gratuliere. Unterstrichen wird seine Aussage durch ein Foto einer christlichen Atombombe. Entschuldigung, französischen -, die im Mururoa-Atoll 1971 gezündet wird. Das ist sicher eine Herausforderung. Man stelle sich nur einmal vor, wenn sich plötzlich alle Atombomben, die christlichen, die jüdischen, die atheistischen und islamistischen zu einem interreligiösen Dialog treffen würden. Da sagt eine Fraktion der christlich-amerikanischen Atombomben, dass sie einfach keinen Bock mehr habe, immer als Drohung wahrgenommen zu werden. Doch die Fraktion der britisch-christlichen Bomben widerspricht dem vehement und meint, dass man die islamistischen Fraktion nicht unterschätzen dürfe. Natürlich wäre da auch noch die jüdische Ansammlung, doch nach dem Holocaust solle man auch den Juden die Chance geben, die Araber in Schutt und Asche zu legen oder zumindest damit zu drohen sie seien ja für das ganze Schlamassel im Nahen Osten verantwortlich. Das wäre doch so akzeptable? Die US-christliche Fraktion stimmt dem nickend zu. Die russische Föderation der religiösneutralen Atombomben möchte sich zu Wort melden: Wir, die Religiösneutralen, finden, dass das Geschrei um einen interreligiösen Dialog hier fehl am Platz ist. Lernen Sie von uns. Es gibt keinen Gott. Hätte Er denn so einen Irrsinn, wie es Sie sind, je zulassen können?! Dies widerspricht doch jeder Logik. Wir und ich betonen hier nochmals, die wahren neutralen Atombomben, fordern Sie alle auf, an unserem Beispiel ein Vorbild zu nehmen. Nur so kann ein Frieden auf dieser Welt gesichert werden. Sie sehen selber, Sie streiten sich um religiöse Dogmen, die niemand mehr Ernst nimmt mit Ausnahme von Ihnen. Es kommt zu einem allgemeinen Aufschrei der religiös gesinnten Atombombenfraktion. Oh, Jesus, our Lord! Mon Dieux, c’est pas vrai! Ein Durcheinander, eine babylonische Sprachverirrung. Einige Atombomben erheben sich zu einem stillen Gebet. Alle stehen. Irgendwann hört das Geschnatter auf. Sie schauen sich alle gegenseitig fragwürdig an und fragen sich, was geschehen würde, wenn die falschen Leute die Macht über ihre Fraktionen in die Hand bekämen. Würde dann die Welt überleben?


Eine moderne Geschichte aus dem Märchenland Pakistan von dr yahya hassan bajwa, Rahim Yar Khan (am Ende der Welt, wo keine Atombombe sich je verirren wird, weder eine islamistische, noch eine jüdische, noch eine christliche, noch eine atheistische) / Pakistan»


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Yahya’s „Geschichte“ liest sich gut. Letztlich ist es mir zwar nicht egal, wer wie viele Bomben hat. Ich muss mich damit abfinden, dass sie existieren. Aber es darf einfach keine einzige gezündet werden! Doch die Menschen haben vermutlich nur soviel an Intelligenz, dass sie den Ast auf dem sie hocken, gar auf der falschen Seite absägen werden…

Die Atombombe kann auf die Dauer niemandem vorenthalten werden, es sei, denn, es würde gelingen, dass diese weltweit verboten und vernichtet würden. Wer ein Ziel hat, wird es erreichen. Es ist eine Frage des Willens, des Geldes, des Wissens und der Zeit.

So lange Atombomben „nur“ der Abschreckung dienen, sind sie vermutlich nicht gefährlich. Aber diese Aussage gilt nur, wenn bei den nötigen Versuchen für die Qualitätssicherung, keine Verschmutzung stattfindet – ein Ding der Unmöglichkeit! Und es sind ja bereits genügend Pannen bzw. Unfälle bekannt, bei denen das berühmte Glied der Kette gerade noch gehalten hat und auch andere. Und wenn die Besitzer die internationalen Vereinbarungen einhalten, darf geringe Gefahr vermutet werden. Die Frage sei gestattet: Was passiert, wenn kriminelle Elemente, in welchem Land auch immer, Zugang zu diesen Tod und Verderben bringenden Waffen finden oder diesen erzwingen? Kriminelle gibt es überall!

Atombomben in den Händen Israels sind genau so gefährlich wie in den Händen Irans oder Frankreichs oder so. Den echten Einsatz im Krieg aber haben bisher die „zivilisierten“ Amerikaner vor über 60 Jahren „erprobt“ (Japan). Es hat niemand nach der Religion gefragt! Wieviel an nuklearer Verschmutzung die Natur bereits erdulden musste, wird uns niemand sagen. Das Leid Betroffener müsste eigentlich deutliche Sprache genug sein. Aber offizielle Daten werden doch einfach unter den Tisch gekehrt, mit wichtigen politisch/strategischen Zielen abgetan, oder so lange verheimlicht, bis niemand mehr zur Rechenschaft gezogen werden kann. Und das alles auch unter „demokratischer Gesetzgebung“!

odh


Pakisatans Hoffnung – Demokratie


Hier berichtet, Dr. Yahya Hassan Bajwa aus Pakistan

yahya hassan bajwa, Rahim Yar Khan, 11.1. 08, 06:59 H

Democracy is Pakistan’s only hope”

The chairperson, Miss Bhutto, has being murdered. Pakistan People’s Party is now in the hands of her widower Asif Zardari and her son Bilawal. In the West no one seems to criticize how a party leader of a party which is even called People’s Party has been “elected”.

If you are saying that democracy is Pakistan’s only hope, then the West should start thinking if we are talking of the same democratic system – in the West and in Pakistan. Would the British or Americans accept that the power would be handed over to the son of a former party leader; the only criteria would be that he has the same name…? Give in Pakistan a chance to real democracy!

Dr yahya hassan bajwa (Islamabdad)

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„Pakistan hofft auf Demokratie“

Die Vorsitzende, Frau Bhutto, wurde ermordet. Pakistan People’s Party ist jetzt in den Händen von ihrem Witwer Asif Zardari und ihr Sohn Bilawal. Im Westen scheint niemand zu kritisieren, wie in einer Partei, die sogar Volkspartei ist, „gewählt“ wird.
Wenn Sie sagen, Demokratie ist die einzige Hoffnung für Pakistan, dann sollte der Westen anfangen, vom gleichen demokratischen System – im Westen wie in Pakistan zu reden. Würden die Briten oder die Amerikaner akzeptieren, dass die Übergabe der Macht an den Sohn der ehemaligen Parteivorsitzenden, mit nur dem Kriterium, dass er den gleichen Namen hat…?

Geben Sie in Pakistan eine Chance zu echten Demokratie!
Dr yahya hassan bajwa (Islamabdad)

Es wird erwartet, dass es der „Westen“ richtet. Niemand wird es auf die Dauer richten, ausser das Volk selber, sofern es das will. Demokratieverständnis müsste auf breiter Basis entwickelt werden. Dieses „verordnen“ zu wollen, führt in die Sackgasse. Hoffnungen würden lediglich enttäuscht.

Wie wollen z.B. Pakistani schnell, schnell Demokratie (welche Demokratie?) einführen und verstehen, wenn sich selbst der „Westen“ schwer tut, die verschiedenen Systeme untereinander zu verstehen? Beispiel: amerikanische Präsidialdemokratie

„… Die wichtigste Ursache des Verkennens politischer Realitäten der USA liegt vermutlich darin, daß sich Deutsche und andere Kontinentaleuropäer immer wieder von vordergründigen Identitäten und formalen Parallelen der Herrschaftssysteme diesseits und jenseits des Atlantiks täuschen lassen. …“

 

 


Pakistan: Selbstmordattentat in Lahore


 

Heute, zu einem späteren Zeitpunkt, war genau dort eine Demonstration der Anwälte gegen Musharraf geplant gewesen. In den verschiedenen Berichten und den Informationen die ich direkt aus Lahore per Telefon erhalten habe, heisst es, dass die Polizei die Zielscheibe des Attentats war. Ich werde versuchen mehr rauszufinden. Das ist nicht einfach, wenn der Strom weg ist, keine TV- Sender mehr laufen und das Internet nur per Batterie geht… Es geht, so lange es noch geht…

Selbstmordanschlag in Lahore gegen die Polizei

yahya hassan bajwa, Rahim Yar Khan, 10.1.08

15.30; Der heutige Anschlag geschah an der grossen Kreuzung vor der stark belebten Hauptpost in Lahore. Ein Steinwurf entfernt befindet sich das Obergericht. Von hier aus wollten die Anwälte heute eine Protestkundgebung gegen Musharraf durchführen. Ich sprach mit Malik Riaz, der in Lahore Anwalt ist. Er sagte mir, dass sie sich gerade im Gericht am Versammeln waren, als sie die Explosion hörten. Die Anwälte führten ihren Protest zuerst innerhalb des Gerichts durch und wollten anschliessend auf die Strasse. Zum Glück gab es eine Verspätung und deshalb sind nur wenige Anwälte unter den Verletzten – wenigstens einmal ein positiver Aspekt der Verspätung in Pakistan. Augenzeugen meldeten, dass die Explosion sehr stark war und in der Nähe der Explosion die Fenster zum Bersten brachte.

Im Verlauf des heutigen Tages wurden die Zahlen der Toten und Verletzen mehrmals nach oben korrigiert. Zum jetzigen Zeitpunkt (18h pakistanische Zeitrechnung) heisst es nach offiziellen Angaben, dass 23 Personen – mehrheitlich Polizisten – umgekommen seien und 71 verletzt wurden. Der Anwalt im Obergericht, Malik Riaz, geht davon aus, dass die Polizei das Ziel war. Dies wird durch Ahmad Naseem, Polizeiverantwortlicher, bestätigt. Es kann aber auch sein, dass sowohl die Polizei, als auch die Anwälte das Ziel waren. Doch weil die Anwälte sich verspäteten, jagte sich der Selbstmörder zu früh in die Luft – vielleicht auch, weil er Angst hatte, durch sein Verhalten erkannt zu werden. Die Verletzten wurden in die verschiedenen Spitälern gebracht. Einige liefen sogar zu Fuss in ein nahe liegendes Spital.

Der Grund für den Anschlag – falls wirklich nur die Polizei das Ziel war -, kann ein Racheakt der Militanten aus Waziristan oder Swat sein. Die Regierung wird beschuldigt, Handlanger der USA zu sein. Seit mehreren Wochen liefert sich die pakistanische Armee, Rangers und auch Polizei blutige Kämpfe mit den Taliban im Grenzgebiet zu Afghanistan. Ein Ende scheint noch in weiter Ferne zu liegen.

Nach offiziellen Angaben werden Al-Qaida und die Taliban für den Anschlag verantwortlich gemacht. Bis jetzt gibt es aber noch kein Bekennerschreiben und man weiss nicht, wer wirklich hinter diesem Anschlag steckt. Angst und Schrecken werden verbreitet und die BürgerInnenen nur noch mehr verunsichert. Kein gutes Zeichen, denn in den nächsten Tagen beginnt der Monat Muharram. In diesem trauern die Schiiten und führen auf den Strassen Prozessionen durch. Jedes mal muss die Polizei solche Prozessionen vor Anschlägen schützen…

Auf jeden Fall, sagte mir Malik, dass anschliessend ihre Demonstration gegen Musharraf abgesagt wurde.

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Es ist erstaunlich, wie sich die Informationen trotz erschwerten Bedingungen relativ rasch konkretisierten.

Pakistan wird seit Monaten von einer Welle der Gewalt erschüttert. Vor zwei Wochen war die Oppositionsführerin Benazir Bhutto bei einem Anschlag in Rawalpindi im Norden des Landes getötet worden.

Im vergangenen Jahr starben in Pakistan mehr als 800 Menschen durch Anschläge, bei denen es sich überwiegend um Selbstmordattentate gegen die Sicherheitskräfte handelte.

Die Mehrzahl der Anschläge ereignete sich seit Juli, nachdem die Armee die von militanten Islamisten besetzte Rote Moschee in Islamabad gestürmt hatte. Damals starben etwa hundert Menschen.

Pakistan wird als instabilste Atommacht gesehen, was die Gefahr des Missbrauchs von Atomwaffen aufkommen lässt.


Pakistan: «The world's most dangerous place»


Wir wollen kein Geld – wenn ihr bezahlen wollt, am 24. Dezember schreibt Yahya neben Bundesrat Moritz Leuenberger – dort findet ihr heraus, wer dringender Geld braucht. Wir wollen informieren.

Der Finanzblog, weil Weltpolitik unser finanzielles Umfeld langfristig stark prägt. Und wo Unruhen sind oder wo sogar Krieg ist, geht es immer um Geld. Wir werden ihnen aber nie sagen, wie sie damit auch Geld verdienen können. Das wiedersteht uns. Auf der andern Seite sind wir aber auch keine Armeegegner, obschon wir mit Vielem nicht einverstande sind. Es gibt einen Spruch: «Wer keine eigene Armee hat, hat eine fremde!» Ich habe lange Sold bezogen und mich mit fiktiven Terroranschlägen herum geschlagen, als dies noch nicht in den Armeeleitbildern stand. Das gibt zusätzlich eine etwas andere Weltanschauung. Der Frage «Hunh oder Ei?» gehen wir nicht nach. Das muss sich ergänzen.

Die Pakistan-Beiträge stehen auch im Personalblog. Er hat mehr Erfahrung mit Menschen, die Munition und Waffen erzeugt haben. Ich war in meiner Funktion (CFO) auch Personalchef in einem Hightech-Unternehmen. Wir haben Ingenieure angestellt und erzählt, wir produzieren Maschinen, die Damen-Rassierapparte automatisch montieren oder Sitzmotoren für Autos der Luxusklasse (im unten stehenden Artikel wird eben für dieses Unternehmen Reklame gemacht – sie fabrizieren auch Militärfahrzeuge). Und dann haben wir eine Maschine gebaut, die Patronen-Blister automatisch füllt. Kriegsmaschinerie. Wobei Waffen auch als Abschreckung eingesetzt werden (können). Vielleicht erzählt der Personalblogger einmal, wie man mit solchen zweischneidigen Situationen umgehen kann, muss, soll.

 

«The world’s most dangerous place

Nothing else has worked: it is time for Pakistan to try democracy

THE war against Islamist extremism and the terrorism it spawns is being fought on many fronts. But it may well be in ... lesen sie beim Economist weiter …»

 


Handgranate


… der gefährlichste Platz auf der Welt …

Der Aufmachung des Artikel sieht eher nach Krieg, als nach Demokratie aus. Noch herrscht weder Krieg noch extremer Terror in Pakistan. Yahya wird vermutlich reagieren. Reagieren, wie der heutige Journalismus reagiert. Morgen lest ihr noch einmal etwas über Gold. Etwas fehlerfreier als dies das Schweizer Fernsehen in der Tageschau dem Schweizervolk bekannt macht. Mediengeilheit, Informationsgehalt überhaupt nicht überprüft und einen Externen sprechen lassen, bei dem im Hintergrund der PR-Effekt klimpert und die Erfahrung eher zittert. Pakistan und Gold sind heute wichtige Themen. Themen wo Leute Erfahrungen aufzeigen sollten, die auch solche haben. Beim Fernsehen gäbe es genügend gute Leute. Viele sind gleich alt wie ich, sind aufgestiegen oder leiten eigene Sendungen. Persönlichkeiten die Erfahrung haben. Frech? Nein, damals war die Armee noch anders orientiert, man war vermutlich nicht nur zufällig auf der gleichen Soldliste. Diese Einheit gibt es nicht mehr. Die elektronischen Medien kann man nicht mehr im Griff halten. Vielleicht ersetzen diese halt doch einmal unser tägliches Fernsehen.

Gut und Böse wird dann noch viel schwieriger von einander zu unterscheiden. Ob der Glaube hilft, die Religion. Keiner weiss es. Aber daher schalten wir die Berichte über Pakistan gelegentlich auf zwei Blogs rund um Religion die keine Hemmungen mit Andersgläubigen haben. Damit der Leserkreis erweitert wird. Einerseits bei libref., der liberalen reformierten Landeskirche und beim Kirchgemeindeverband des Kantons Bern.

Eine etwas friedlichere Welt wäre manchmal wirklich angebracht. Zumindest die am höchsten entwickelten Lebewesen könnten mit gutem Beispiel vorangehen.

Text: Stephan MartiFinanzblog


Pakistan: Wahl der Parteiführer


 

 

Hier berichtet, Dr. Yahya Hassan Bajwa aus Pakistan

yahya hassan bajwa, Rahim Yar Khan, 8.1. 08

Heute war eine Pressekonferenz mit dem Sohn von BB, Bilawal Zardari Bhutto.

Er wurde gefragt, ob es demokratisch sei, wie er zum Parteiführer gewählt wurde? Seine Antwort: So wird es bei uns in der Partei gemacht. Dann fragte ein anderer, ob es demokratisch sei, dass man wie ein Haus oder ein Auto auch die Führung erbt. Er meinte, dass aus jedem Haus ein Bhutto hervortreten wird…

Da kann man nur hoffen, dass die Oxford Uni ihm während dem Studium noch das Rüstzeug für Demokratie mitgibt…

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„…Der Sohn der ermordeten pakistanischen Oppositionspolitikerin Benazir Bhutto hat eine Untersuchung des Mordfalles durch die Vereinten Nationen gefordert. Er traue den Ermittlungen der pakistanischen Regierung nicht, sagte Bilawal Bhutto Zardari in London. Der 19-Jährige äußerte außerdem die Sorge, Pakistan könne „zerfallen“, falls es keine demokratischen Wahlen geben werde. Pakistans Präsident Pervez Musharraf empfing das englische Ermittler-Team, das er zur Untersuchung des Bhutto-Mordes angefordert hatte….“

 

Der Kindersoldat im Parteigefüge wird vielleicht politische Karriere machen oder er wird „verheizt“, um anderen Interessenten den Weg frei zu machen…
odh


Pakistan: Corner Meeting mit Pervais Elahi


Hier berichtet, Dr. Yahya Hassan Bajwa aus Pakistan per Mail, Eingang: 08. 01. 08, 15:15 Uhr.

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Corner Meeting mit Pervais Elahi, dem Chef der Muslim League-Q Gruppe

yahya hassan bajwa, Rahim Yar Khan, 6.1.08

Grossanlass im Stadium wie die PPP oder ML-Nawaz Gruppe? Nein, man hat gelernt. Anstatt vor leeren Rängen zu sprechen, zieht man den Sadeq Club vor. Auch hier passen etwa 5000 Personen, doch hier sieht es wenigstens voll aus. Parteileute versprechen, dass noch vor dem 18.2. das Stadium gefüllt wird.

Der Toppkandidat Zafar Waraich und auch die übrigen ML-Q Kandidaten sind gefordert. Sie müssen den Sadeq Club mit Anhängern füllen. In einem Gespräch wurde mir mitgeteilt, dass die meisten Leute aus den Dörfern herbeigekarrt werden müssen. Die Stadtbevölkerung hat weder Zeit, noch Interesse. Wir treffen uns am Vorabend des 6.1.08, um die Toyota Kleinbusse den Personen zu verteilen, die versprochen haben, Leute herbeizuschaffen. Pro Bus passen 20, zusammengepfercht 22 Personen rein. Die Fahrzeuge werden mit Kleinplakaten beklebt. Die Fähnchen und weiteres Propagandamaterial werden mitgegeben. Der Strasse vor dem Haus von Waraich sieht man die Klebeaktion an – der Müll liegt immer noch dort.

Am nächsten Morgen ist viel los. Die Fahrzeuge, die an beiden Strassenrändern parkiert sind, verstopfen beinah den ganzen Verkehr. Auf dem ganzen Vorplatz sieht man neue Gesichter. Man sieht ihnen an, dass sie aus den Dörfer kommen, um einmal eine Abwechslung zu haben – bezahlter Ausflug mit Mittagessen, dies wurde am Vortag betont. Bunt dekorierte Riksaw (dreirädrige Taxis) mit den grünen ML-Q Fähnchen. Die meisten Leute sitzen gelangweilt am Boden und warten. Freiwillig und umsonst kommen wohl die wenigsten. Ich möchte mich mit einem Riksawfahrer sprechen, doch der schläft – ich störe ihn nicht. Der nächste Fahrer wartet drei Meter weiter. „Wissen Sie, die PPP Leute sind doch alle festgenommen worden, weil sie an den Plünderungen teilgenommen haben. Die ML-Q sollte gewinnen.“ Ich frage ihn, wie viel man ihm für die Riksawmiete zahlt. Ein Fahrer sagt 400 Rupien, ein anderer 200. In dem Moment fliegt ein Helikopter in grosser Höhe über uns und wirft ML-Q Propagandamaterial ab. „Sehen Sie, das zahlt man aus den Steuern. Wir werden alle sicher der PPP unsere Stimme geben“ meinen zwei Fahrer. Immer mehr Leute stossen zu unserem Gespräch. „Die PPP hilft den Armen. Sie hat versprochen, dass das Energieproblem gelöst wird. Wir werden nach dem Anlass wieder die Fähnchen abnehmen, hier geht es nur um Geldverdienen. Mehl, Zucker, Öl, alles wird teurer. Ein Riksawfahrer sollte Premier Minister werden.“ Als erstes, meint einer, würden sie die Reichen erschiessen. Ein anderer ist gemässigter und widerspricht dieser Idee. Plötzlich tut sich was. Jetzt kommt Stimmung auf. 50 Motorradfahrer, meist zu zweit oder zu dritt, fahren mit ihren Fähnchen los. Aufregung. Es soll gleich losgehen. Doch in Pakistan dauert auch dies eine Weile. „Los, los. Es geht gleich los!“ Alle rennen zu den Fahrzeugen – wir quetschen uns zu sechs in einen Toyota Corolla. Die Kolonne setzt sich in Bewegung.

Die Strasse zum Club ist verstopft. Von überall her kommen die Kandidaten mit ihren herbei gekarrten Anhängern. Im Auto meint einer, dass heute alles teurer ist und dass deshalb die Leute nicht mehr zu Wahlveranstaltungen kommen. Aber auch die Angst vor Anschlägen spielt eine Rolle. Hunderte von Fahrzeugen sind um den Club parkiert und versperren da und dort den Einwohnern den Weg zu ihren Häusern. Sicherheit wird gross geschrieben. Überall Polizei, überall Kontrollen. Sogar ein mobiles Gefängnis ist dabei, auch die Feuerwehr steht da.

Langsam bewegt sich die Volksmasse unter dem überdachten Zeltplatz. Ein Redner legt los und plötzlich wird seine Stimme durch Musik übertönt – er steht ziemlich verwirrt am Podium. Er schreit noch lauter. Leider sitze ich direkt vor einem Lautsprecher – das überlebe ich nicht. Ein Platzwechsel ist angebracht und ich bringe mich in Sicherheit. Inzwischen hat sich der Platz fast gefüllt. Sicher etwa 5000 Leute. Der Gesichtsausdruck vieler scheint mir recht ausdruckslos. Einige schwenken Fähnchen. Wenigstens lacht ab und zu jemand. Der nächste Redner versucht mit dem Publikum einige Slogans einzuüben, doch die Leute sind nicht aus ihrer Reserve zu locken. Er begrüsst die Anwesenden, darunter auch eine Frauendelegation. An diesem Corner Meeting nehmen alle ML-Q Kandidaten und Kandidatinnen teil. Immer wieder wird verkündet, dass Pervais Elahi gleich ankommt. Erst jetzt bemerke ich einige Plakate, auch von Kandidatinnen. Eine Kandidatin ist sogar sehr freizügig – für pakistanische Verhältnisse – abgebildet, sie trägt nicht einmal eine Kopfbedeckung. Ein Journalistenkollege neben mir nimmt Platz. Für ihn hätte man lieber zwei Plätze reservieren sollen. Er sitzt halb auf meinem Stuhl. Dann läuft ein Mann mit einem Fassbauch an uns vorbei – gut, dass er nicht mein Sitznachbar ist. Jetzt kommt er. Die Leute geraten in Ekstase, zumindest jene, denen man dafür mehr bezahlt hat. Gleich 30 oder 40 Leute steigen über die Absperrung und versperren uns die Sicht. Die Sicherheitskräfte müssen sie immer wieder auffordern, sich hinzusetzen. Irgendjemandem wird es zu viel und er ruft einem Sicherheitsmann mit einer Kalaschnikow zu, er solle die Leute wegschicken. Dieser meinte locker: „Machen Sie das doch selber!“

Koranrezitation. Dann wird ein Gedicht zu Ehren des Propheten Muhammad (sws) vorgetragen. Endlich steht Zafar Waraich vor den Leuten. Sie lassen ihn hochleben und wollen nicht mehr aufhören. Waraich bittet sie zu stoppen. Nach einer Minute Beifall: „Im Namen Gottes, hören Sie auf!“ Doch der Aufruf verhallt. Er versucht ein zweites Mal mit seiner Rede zu beginnen. „Im Name Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen. Mein hoch verehrter Herr Präsident Pervais Elahi. Meine hoch verehrten Kandidatinnen und Kandidaten. Doch die ich am meisten verehre, das sind Sie, die heute hierher gekommen sind.“ Waraich fährt fort, dass nach dem Anschlag die Wahlaktivitäten eingestellt wurden. Tumulte, Plünderung und Zerstörung war die Folge. Er macht die PPP nicht dafür verantwortlich, fragt aber, woher denn plötzlich diese Massen gekommen sind. „Sie entscheiden! Vergessen Sie nicht, dass Sie die Vertreter von Rahim Yar Khan nach Islamabad schicken!“ Das Erreichte wird wieder den Leuten eingehämmert und die Gegner werden bloss gestellt. So hat der Hauptgegner von Waraich, damit er an den Wahlen teilnehmen kann, sich ein Universitätsdiplom gekauft. Man kann es ihm nicht beweisen, aber eine andere Person sass für ihn in der Prüfung. Da leider die Prüfungsunterlagen vorsorglich vernichtet wurden, kann man die Handschrift nicht mehr vergleichen. Makdoom Khusro Bakhtia ist der nächste Sprecher, ehemals staatlicher Aussenminister. Er spricht in Saraiki – eine Lokalsprache. Er rechnet mit der PPP ab und mit Asif Zardari, dem Herrn 10%, der sich geschickt die Parteiführung angeeignet hat. „Die Amerikaner sind nach der letzten Pressekonferenz von Herrn Zardari verwirrt. Doch wir stehen für Pakistan ein. Es geht um das Überleben Pakistans. Ist die PPP eine Partei des Volkes oder ist sie eine Erbgemeinschaft? Hat Benazir Bhutto die Führung an Zardari vererbt? Wo ist hier die Demokratie?“ fragt der Sprecher die Menge.

Dann tritt unter Hochrufe und Fähnchenschwingen Pervais Elahi vor das Publikum. Einige reisst es wirklich von den Stühlen. „Ich hoffe, dass Ihre Begeisterung bis zu den Wahlen grösser wird!“ ruft Elahi in die Menge. Er erinnert die Masse, das verschiedene Regierungen an der Macht waren, doch was haben sie für Rahim Yar Kahn gemacht. Ein langer Katalog an Errungenschaften der ML-Q für dieses Gebiet wird aufgezählt. „Die Zerstörung durch die PPP war nicht eine Spontanaktion, sondern sie war für den 9.1., nach den Wahlen geplant. Nun hat aber die PPP jetzt schon die Katze aus dem Sack gelassen! Was ist das für ein Demokratieverständnis von Bhutto, wenn sie sagt, dass, falls ihre Partei die Wahlen verliert, sie das Wahlergebnis nicht anerkennt?! Von Anfang an ist sich die PPP bewusst, dass sie verlieren wird und spricht daher bereits von Wahlbetrug. Sie ist verantwortlich für die Zerstörung unserer Wahlbüros und von Wahllokalitäten. Es ist schlimm, dass Frau Bhutto umgebracht wurde. Doch noch schlimmer ist, dass Mister 10% nun die Parteimacht an sich gerissen hat. Die PPP Wähler, wollen Sie die Macht an Zardari übergeben? Wählen Sie die Pakistan Muslim League, damit Pakistan nicht an Betrügern übergeben wird.“ Noch waren die letzten Worte nicht verhallt, als die ersten Leute fluchtartig den Ort verliessen. Bombenalarm? Nein, das Buffet wird nebenan gestürmt. Die Musik plärrt aus den Lautsprechern in die Leere. Als ich in das Zelt gelange, läuft mir gerade eine Person Finger leckend entgegen. Halbvolle Teller liegen herum, Einige haben sich gleich drei Cola-Flaschen geschnappt.

Pakistan, ein hungerndes Volk – nicht nur nach Demokratie.

TransCommunication – Research and Communication – Dr yahya hassan bajwa –

POB 1351 – 5400 Baden – Switzerland – www.TransCommunication.info

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Während die Menschen dort nicht nur nach Demokratie hungern, überlegt man hier, wie man dem Übergewicht der Kinder begegnen soll.

„….Die Kampagne soll innert vier Jahren die Zahl der Übergewichtigen in der Schweiz stabilisieren; sie kostet 35 Millionen Franken. Die Stiftung wird aus Krankenkassen-Beiträgen (Fr. 2.40 pro Kopf und Jahr) finanziert. (sda/ges)“

odh


Polizei und Korruption in Pakistan


Hier berichtet, Dr. Yahya Hassan Bajwa aus Pakistan per Mail, Eingang: 07. 01. 08, 06:10 Uhr.

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Die pakistanische Polizei, Dein Freund und Helfer“ – oder: Wie Macht und Geld Recht sprechen…

yahya hassan bajwa, Rahim Yar Khan Polizeistation, 6.1.08

Ich sitze auf einem unbequemen Stuhl auf einer der vielen Polizeistationen in Rahim Yar Khan. Es ist das Zimmer des „Munschi“ oder auch „Muharrar“ (Polizeischreibers). Zwei Personen sind gerade damit beschäftigt, die vielen Anzeigen zu ordnen. Zwei andere sitzen einfach gelangweilt da. Ich werde von einem Bekannten begleitet, der selber Polizist ist und auf diesem Polizeiposten „arbeitet“, wenn er einmal da ist. Einige Minuten später erscheint der Munschi mit einem Plastiksack in der Hand. Ich werde ihm vorgestellt. „Salaam, wo ist Tee und bringt sofort auch was zum Knabbern mit. Das ist Gastfreundschaft!“ Inzwischen hat er seinen Plastiksack deponiert und nimmt Platz. „Wissen Sie, heute ist niemand sicher. Niemand weiss, ob er nicht erschossen wird. Ich arbeite schon seit 20 Jahren im Polizeiwesen. Die Armut ist das Hauptproblem.“ Er führt fort, als ich ihn frage, welche Gründe er dafür nennen könne, dass die Armut das Hauptproblem sei. Die Armut hängt mit der Bevölkerungsexplosion zusammen. Familien mit acht Personen und nur eine Person hat Arbeit. Wenn alle arbeiten würden, dann gäbe es weniger Probleme, doch die Arbeitslosigkeit ist gross und auch der Arbeitswille fehle vielen Menschen. Es sei bequemer, zuhause zu sitzen. Grossgrundbesitzer wollen zum Beispiel auch gar nicht, dass die Armen einer geregelten Arbeit nachgehen oder sich bilden. Sie bleiben praktisch Leibeigene. Diese Kultur muss man verändern. Er meint: „Wir, von der Polizei, sind ja nicht da, um einzelnen Grossgrundbesitzern zu dienen, sondern dem ganzen Volk.“ Die Lösung wäre, dass die Regierung der Unterschicht zu Arbeit verhilft. Jobs müssen geschaffen werden. Es gibt gute Beispiele wie in Sialkot, da würden in Familienarbeit Fussbälle hergestellt. Doch hier in Rahim Yar Khan, würden die Leute einfach zuhause herumsitzen. Er erzählt von einer allein stehenden Frau mit vier Kindern, die er mit jeweils 300 Rupien pro Monat unterstützt. Sie hätte in einer Fabrik gearbeitet. Das sei sehr schwer für sie gewesen, weil dort praktisch nur Männer arbeiten. Schlussendlich habe man sie entlassen. Jetzt verdiene sie gar nichts mehr.

Die Kandidaten für das Provinz- und Nationalparlament geben bei den Wahlen Hunderttausende von Rupien aus. Auch würden sie für Stimmen je 1000 Rupien bezahlen. „Wissen Sie, Politik ist ein grosses Business“, meint er und reicht mir eine Tasse Tee. „Ich kenne Leute, die nur wenig Land hatten und heute, nachdem sie MNA sind, sind die steinreich. Eine solche Person wird nicht dem Volk dienen, sondern es aussaugen.“ Ein Beispiel aus der Baubranche zeigt das normale Vorgehen bei der Vergabe von Aufträgen: Der Bauauftrag hat ein Volumen von 10 Millionen Rupien. 10% behält der Bezirksleiter. 30% behalten die oberen Beamten, sie müssen weiteren Beamten ebenfalls einen Teil abgeben. Einen Teil fliesst in die Taschen des Bauunternehmers. Der Betrag, der für den Strassenbau verwendet wird, beträgt am Schluss vielleicht 10-20%. „Also, kein Wunder, dass man die Strasse, sobald sie fertig gebaut ist, gleich wieder reparieren muss“ meint mein Gesprächspartner.

Weiss man, wer die Zerstörung währen den anschliessenden Unruhen nach der Ermordung von Benazir Bhutto verübt hat?“ wollte ich wissen. Die Anzeigen sind gegen Unbekannt erhoben worden. Doch die Polizei hat Videoaufnahmen, die die Täter zeigen. Die PPP-Führung stand vor den brennenden Gebäuden und hat lachend zugeschaut. Gegen diese kann die Polizei nicht vorgehen, das sind Grossgrund- und Fabrikbesitzer. Während den Unruhen habe die Polizei keinen Auftrag von Oben erhalten, um gegen die Demonstranten vorzugehen. Wenn durch die Polizei ein Demonstrant ums Leben gekommen wäre, wäre wohl die Situation völlig ausser Kontrolle geraten.

Inzwischen betritt ein hoher Polizeioffizier, ein Inspektor, das Büro. Er unterhält sich mit dem Munschi. Es geht um einen verzwickten Fall. Es gibt Augenzeugen, die die Unschuld einer Person bezeugen können. Sogar die Anzeigeerstatter geben zu, dass die Anzeige manipuliert sei. Doch die Augenzeugen wollen nicht vor Gericht erscheinen, weil sie polizeilich in einem anderen Fall gesucht werden. Ich frage, ob denn der Fall nicht abgeschrieben wird, wenn sogar die Anzeigesteller zugegeben, dass es eine falsche Anzeige sei. Ein Polizist sagt, dass man in einem solchen Fall Muhammad Ali Jinnah (der Gründer Pakistans, der auf der 1000er Note abgebildet ist) einladen muss. Gelächter. Der Polizeibericht muss fair sein, meint der Inspektor. Solange es keine Beweise gibt, darf man eine Person auch nicht festnehmen oder gar ins Gefängnis überführen. In einem solchen Fall kann nur Geld etwas bewirken. Ich frage, ob das bedeutet, dass eine arme Person nie Recht bekommt. „Wissen Sie“, meint er, „der arme Mann bekommt kein Recht, weil er gar keine Rechte hat.“ Zwischendurch sprechen der Inspektor und Munschi miteinander. Plötzlich sagt der Inspektor, dass er mit dem Munschi draussen sprechen wolle. Der winkt ab und sagt zu mir: „Wir müssen Korruption bekämpfen! Doch, wenn Polizisten nicht genug verdienen, dann ist das praktisch eine Einladung zur Korruption. Wir versuchen trotzdem unser Bestes.“

Ich wechsle das Thema und will wissen, wie die Polizei gegen den Terrorismus vorgeht. Der Munschi erwidert: „Benazir soll nicht nach Islamabad, weil sich dort Terroristen befänden. Ja, tun die Musharraf nichts?“ Er führt fort und meint, dass die Regierung alle Informationen habe. Es gibt keine Terroristen, ohne dass es die Regierung weiss. Auch hier in Rahim Yar Khan gibt es Koranschulen, die würden aber keine Terroristen hervorbringen und hier gab es auch noch nie einen Selbstmordanschlag. Diese Terroristen werden „geboren“ und die Regierung weiss, wo. „Wenn wir diese Informationen haben, weshalb weiss es die Regierung nicht, die Geheimdienste“, wollte der Munschi wissen. „Osama sitzt doch im Knast und die USA benutzt ihn. Der hat doch nichts getan. Er wird benutzt. Terrorismus ist ein grosses Theater der Geheimdienste. Die ganze Geschichte mit Baitullah Masud ist doch ein Witz. Doch, wer soll schon dagegen protestieren, niemand will Schläge einstecken!“ Der Munschi fordert eine Rechtsreform. In Pakistan würde man nach dem Britischen Recht leben, das vor 200 Jahren eingeführt wurde. Ein Rechtschaffener Mensch, unser Munschi. „Wollen Sie noch den Posten anschauen? Ja! Also, bitte zeigt ihm alles. Auch das Schlachthaus… äh, nein, wir sind keine Metzger. Auch den Aufenthaltsraum der Gefangenen.“ Meinem Munschi war der Ausrutscher sichtlich peinlich…

Zum Schluss zwei Anmerkungen. Man erinnere sich, als der Munschi das Zimmer betrat, hielt er einen Plastiksack in einer Hand. Darin waren die Einnahmen, die die Quartierleute bezahlt hatten. Früher, so mein Begleiter, wäre der Betrag mehrere Hunderttausend Rupien gewesen. Jetzt seien es nur noch bescheidene Beträge, da der Zuständigkeitsrayon dieser Polizeistation verkleinert worden sei. Doch der Munschi habe genug verdient, so dass er eine Fabrik für Plastiksackherstellung eröffnet habe und nun ein schönes Haus besitze. Der SHO, der wegen Depression im Moment frei hat, besitzt bereits drei Fabriken und habe pro Tag 3000 Rupien für sein Essen ausgegeben – das ist praktisch ein Monatslohn eines armen Mannes. Depressiv sei er, weil es sich nun für ihn kaum mehr lohne, auf die Polizeistation zu kommen…

Während unserem Gespräch trat ein höherer Polizeioffizier ins Büro – der Inspektor, der den Polizeivorsteher vertritt. Mein Begleiter fragte mich, ob ich verstanden hätte, was da abgelaufen sei. Der Inspektor wollte im verzwickten Fall der falschen Anzeige, dass der Munschi mit ihm privat draussen spreche, doch jener habe abgewinkt und gesagt, dass man gegen Korruption vorgehen muss. Ein anderer Polizist meinte, dass man in einem solchen Fall Muhammad Ali Jinnah einladen muss. Vor meinen Augen und mitten in unserem Gespräch wurde folgendes beschlossen, ohne dass ein Aussenstehender es verstanden hätte: In diesem verzwickten Fall, wird Schmiergeld bezahlt. 5% erhält unser Munschi (mit einer Fabrik). Je 10% der Inspektor und der SHO (Polizeivorsteher mit drei Fabriken). Weitere 10% der DSP (der Verantwortliche für den Distrikt). Die Polizei, Dein Freund und Helfer – in jeder Situation.

TransCommunication – Research and Communication – Dr yahya hassan bajwa –

POB 1351 – 5400 Baden – Switzerland – www.TransCommunication.info

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Pakistan ist eine Atommacht mit ungewissem Weg und gleichzeitig Entwicklungsland. Ein grosser Teil der Bevölkerung ist ohne Arbeit, dafür haben sie grosse Familien. Wie diese ernährt werden ist mir schleierhaft. Viele Menschen sind ungebildet, weil man sich die Schule nicht leisten kann oder weil gewisse Kreise Ungebildete wie Leibeigene behandeln – billige und willige Arbeitskräfte… Wer die Übersicht hat, bereichert sich. Korruption gehört zum Alltag wie essen und schlafen. Wie kann ein Land unter solchen Vorzeichen garantieren, dass mit den Mitteln (atomare Waffen) in ihren Händen kein Unfug betrieben wird? Vielleicht sind es die ausländischen Instruktoren, welche die Fäden in den Händen behalten. Vielleicht ist das einfach eine andere Form einer „Besetzung“. Im weltweiten Interessensbereich einer Grossmacht und deren Strategien muss es mehrere Formen der Einflussnahme geben. Man gewinnt eine „Schachfigur“ für sich, gibt ihr zum Schein nach aussen „Machtmittel“ in die Hand, die aber lediglich in seinem Land stationiert sind… Beide Seiten profitieren. Eine ein wenig mehr. Ob der „Grosse Bruder“ auch das Scharnier des Bösen im Griff hat? oder muss er sich die „Tragödie Pakistan“ (Joschka Fischer) erst einmal verdauen? (odh)