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Respekt dem Adler

Der Adler gehört zu den Greifvögeln. Ihnen wird gutes Sehen nachgesagt. „Er sieht wie ein Sperber“ oder „wie mit Sperberaugen gesehen“. Nicht alle sind gleicher Ansicht. Jeder hat in seiner Welt recht, auch jener, der alleine damit lebt…!

„(…) Ein Adler sieht nie klar. Nur scharf. Und da sind Welten dazwischen….)“ Schlechte Reklame? „Dank Laser-Operation – sehen wie ein Adler und ein Leben ohne Brille“?

Welten:

klar ­se­hen: Bescheid wissen, Zusammenhänge erkennen, verstehen

scharf sehen: Per „Autofokus“ sieht das Auge Objekt scharf  – Zeichen vor uns, Objekte in der Ferne.  –  sehen wir die Welt wirklich so scharf, wie wir denken?

Die Welt dazwischen: genauer Hinsehen, ungefähr genau ist besser als absolut falsch.

„(…) Altbacken ein Adler im Kopfbild. Als US-Wappentier vielsagend und passé: Puritanisch und missionarisch (Bote der Gottheit), grösste Kriegsgurgel (Unantastbarkeit) und das oberste Recht, daß keiner auf der Suche nach seinem Glück behindert werden darf (Glücksbringer).)“ Mit einem Feldstecher anstelle würden Zusammenhänge kaum klarer…

Das Wort Neger löst bei mir keine ab- oder geringschätzigen Assotiationen aus, die Gehirnpickern folgen. „Adler“ löst keinen Bezug an den Deutschen Reichs- oder Bundesadler aus, sondern an den excellenten Flieger.  Winglets an Jets und an modernen Segelflugzeugen wurden da abgeschaut um die Aerodynamik zu verbessern.

Gehirnpicker4Ich erinnere mich an viele Segelflüge. Mäusebussarde waren stets verlässliche Thermikboten! Im Gebiet des Piz Albris im Engadin gesellte sich ein Adler in meine Nähe und kreiste längere Zeit mit mir im Thrmikschlauch. Kolleginnen und Kollegen wissen Ähnliches zu berichten. Er hätte mich leicht „abtrocknen“ (übersteigen) können. Der Genuss, mit einem „Grossen“, mit 15 m Spannweite,  die Thermik ausfliegen  war es ihm wert, darauf zu verzichten. Vor mir brauchte er sich nicht zu fürchten. Umgekehrt ist jedoch Vorsicht angebracht, besonders wenn eine Brut aufgezogen wird.

Seeadler in der Thermik
Majestät Seeadler

Der Lebensraum des Seeadlers erstreckt sich vom Polargebiet über die Tundra, den borealen Nadelwald, den sommergrünen Laubwald, den Steppen bis in den mediterranen Raum. „(…) Seeadler sterben nicht an mangelnder Sicht sondern an Bleivergiftung!…)“ Q.

Der Adler ist und bleibt der König der Alpen (NZZ).

K6E Adlerschaden2
Glück gehabt. Sicher gelandet!

Kollege „Kusi“ erfuhr es hautnah. Er kam nach einem frontalen Angriff eines Adlers mit dem Schrecken davon. Seine Ka 6E war arg lädiert. Die Seitenflosse war halbwegs zerstört und das Höhenruder im Weg eingeschränkt. Kusi glaubte nach dem Knall an einen vorsichtigen Weiterflug. Den Fallschirm liess er daher ungenutzt.  Er landete sicher in San Vittore.

K6E Adlerschaden 3
Der „Vogelschaden“

 

 

Der Schaden war ernster als vermutet! Die K6 E, HB-839, konnte  repariert werden. Der Adler hat kaum überlebt. Kusis Erlebnis war kein Einzelfall => Jenny hat für den Zeitraum 1962 bis 2008 zwanzig dokumentierte Fälle ausgewertet.

Ein Adler sieht sehr weit – aber nicht in die Zukunft. Muss er nicht. Erfinden von Werkzeugen, Produktionsmaschinen, Roboter, Computer, Vergangenheitsbewältigung, Arbeitsteilung, Politik, fremde Sterne,  Krieg sind nicht seine Themen.  Selbst „Personenfreizügigkeit“ duldet er in seinem Revier nicht! Er dient der Erhaltung seiner Art, wie es ihm die Natur einhauchte.

Er wiegt etwa fünf Kilo. Seine Augen sind größer als die eines erwachsenen Menschen. Wenn die menschlichen Augen die gleiche Charakteristik hätten, wären sie so gross wie eine Grapefruit. Jehova sagte über den Adler: „Weit in die Ferne schauen seine Augen unablässig“ (Hiob 39:29). Und was Jehova selbst betrifft, er schaut „weit in die Ferne“ der Zeit — in die Zukunft….)“ Nun, in die Zukunft zu schauen sollen  Astrologen und Kaffeesatzleser! Den möglichen Trend in die Zukunft und was wäre wenn… allerdings ist denen nicht zu überlassen.

Adler fliegen in relativ grosser Höhe (etwa 1000m).  Sie sind sie in der Lage, die Landschaft unter ihnen mit erstaunlichen Details zu erkennen. Sie können sogar die geringsten Bewegungen oder Farbänderungen während des Fluges entdecken. Eine besondere Augenstruktur macht es möglich. Das Auflösungsvermögen der Netzhaut von Greifvögeln ist etwa drei bis vier Mal größer als beim Menschen. Sie nehmen Dinge deshalb viel schärfer wahr. Ihre Netzhaut hat zwei Sehgruben. Eine ist seitwärts gerichtete und die andere ist nach vorn gerichtet.  Hier sind besonders viele Sehzellen. Sie ermöglichen ein etwa achtfaches Auflösungsvermögen im Vergleich zur menschlichen Netzhaut.  Greife können also wie die Menschen nach vorne schauen, ihr Gesichtsfeld und die räumliche Wahrnehmung wird aber durch den zusätzlichen seitlichen Blick erheblich erweitert. Farben können sie in vollem Umfang erkennen.

Das sprichwörtlich scharfe Adlerauge erreicht die beste Auflösung wie bei vielen Greifen beim Blick zur Seite und nicht nach vorn. Um ihre Beute beim Sturzflug im Auge behalten zu können, müssten sie daher den Kopf drehen. Das würde jedoch ihren Luftwiderstand stark erhöhen und sie außerdem ins Trudeln bringen. Aber es geht auch anders: Habicht, Adler, Bussard und Co. stoßen in einer logarithmischen Spirale herab.

Taggreifvögel können Ultraviolett wahrnehmen. Urinspuren von Mäusen und anderen kleinen Säugetieren reflektieren ultraviolettes Licht. Sie erkennen die Urinspuren von Mäusen am Boden und wissen so, ob es in einem Gebiet viele Beutetiere gibt. Q.

„(…) Bei Menschen ist der Teil der Netzhaut mit der besten Sehkraft die Sehgrube mit der höchsten Konzentration der Zapfenzellen. Adler haben zwei Sehgruben, was ihnen eine unglaubliche Sehschärfe verleiht. Menschen haben nur eine Sehgrube in jedem Auge – für beidäugiges oder nach vorne gerichtetes Sehen. Wenn wir auf ein Objekt sehen, sind unsere beiden Augen darauf gerichtet. Das erlaubt unserem Gehirn beide Bilder zu vereinen und ein Gefühl der Tiefe zu geben. Der Adler hat eine Sehgrube für beidäugiges Sehen, hat aber auch eine Sehgrube für einäugiges Sehen. Das erlaubt jedem Auge seitwärts zu sehen und ein getrenntes Bild zu erhalten. Adler können auf diese Weise nach vorne und zur Seite gleichzeitig sehen.
Der Adler hat eine Sehperspektive von 360 Grad und zusätzlich eine besondere Fokussierungskraft. Menschen müssen, um zu fokussieren, die Form der Linse verändern. Ein Adler kann die Form der Linse und der Hornhaut verstellen. Das gibt ihm eine besondere Fokussierungskraft.  Er kann auch ein Feld von 30.000 Hektar (116 Quadratmeilen) aus einer Höhe von 4.500 Metern (14.700 Fuß) absuchen oder kann mit Leichtigkeit einen versteckten Hasen aus einer Höhe von 90 Metern (300 Fuß) entdecken.
Um diese superscharfe Sehkraft zu erhalten sind die Zellen der Netzhaut des Adlers mit speziellen Farbtropfen versehen, die den Kontrast der Objekte gegen den blauen Himmel oder den grünen Wald verstärken. Auf Grund dessen kann der Adler kleinste Kontraständerungen aus einer Entfernung von tausend Meter entdecken und herabstossen um zu jagen….   Für einen Adler ist dieses Tröpfchen in den Zellen der Netzhaut von überragender Bedeutung… Aber wer machte diese genaue optische Feineinstellung? Fügte der Adler selbst oder auf Empfehlung anderer Tiere das Öl in sein Auge? Natürlich nicht. Die Adler benützten diese Eigenschaft von Geburt an, seit tausenden von Jahren….)“ Q
„(…) Im Leben der Indianer besaßen Tiere und Menschen eine enge Verbindung, weshalb Tiere eine wichtige Rolle in der spirituellen Welt spielten – waren sie doch an der Schöpfung der Erde beteilig gewesen. Sie waren vollkommener als der Mensch und wurden deshalb als heilig angesehen. Der Adler war für Indianer, eine Art heiliges Wappentier. In zahlreichen symbolischen Tänzen, Riten und Zeremonien wird dies ausgedrückt. Der Adler galt als Symbol der Unantastbarkeit, Glücksbringer neben anderen Tieren und Bote der Gottheit. Er stand und steht noch heute in der Dreiheit Himmel-Adler-Mann. …)“ Q.
Ich zolle dem Adler meinen Respekt.


Test

Frühlingseintrag zum Frühlingstestbirke
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Konstant ist nur die stete (Ver-) Änderung

Dies gilt auch für ein Blog. Der Anbieter ändert die Geschäftsziele. Schon ist Gelerntes und Vertrautes zu einem guten Teil nutzlos.
Das Bild Mit Klarer Sicht ex personalblog1 hat bald einmal ausgedient. Sie werden sich leicht an etwas Neues gewöhnen. Es wird so aussehen:Mit klarer Sicht n Zu den Veränderungen: Das Analogtelefon wurde weitgehend durch ISDN abgelöst. Ich musste meines kürzlich erstzen. Nachträglich erfuhr ich zufällig (der Installateur und Lieferant machte mich nicht darauf aufmerksam), dass ab 2017 eine weitere Neuerung ins Haus steht. Dann wird das Telefon über IP, wie PC, Internet… angeschlossen. Analog und ISDN-Telefone kann man dann dem Receycling zuführen.
„(…) Bestehende Festnetztelefone: Alle Telefone, die das Frequenztonwahlverfahren unterstützen, können weiterverwendet werden, in dem sie am Router angeschlossen werden. Mit diesen Geräten wird keine verbesserte Sprachqualität erreicht. ISDN-Telefone werden nicht mehr unterstützt und können daher nicht weiterverwendet werden…“ so die Swisscom und weiter: Kunden mit einem ISDN-Anschluss bekommen auch Festnetztelefonie IP und können mit der Option Multiline auch weiterhin mehrere Nummern und Sprachkanäle beziehen. Dazu werden sie von einem ISDN-Anschluss auf einen analogen Anschluss migriert. Daher bedarf es in vielen dieser Fälle einer Anpassung der Hausinstalltion, da ISDN eine spezielle Verkabelung verwendet. In diesem Fall schreibt die Swisscom zwingend einen Tehnikereinsatz vor…)“ siehe auch:
Ich verstehe nicht warum die Sprachqualität noch verbessert werden soll, ist dies doch bereits hervorragend!

Ab 2024 sollen in der Schweiz alle Radioprogramme nur noch digital und hauptsächlich über DAB+-Plattformen verbreitet werden. Dies ist das Ziel eines Massnahmenplans der Radiobranche, die spätestens 2024 die analoge UKW-Verbreitung ihrer Programme einstellen will. Mehr:

Autofahrer werden einfach ein neues Auto kaufen anstatt eines DAB-Radios…

Freilich gibt es technische Argumente. Ein wesentlicher Vorteil des Digitalradios ist der Wegfall des Frequenzwechsels. Mit dem DAB+-Standard lassen sich zwischen 18 und 24 Programme
über eine Frequenz übertragen. Dadurch kann das Programmangebot massiv ausgebaut werden Benötigen die Verbraucher wirklich mehr Angebote?). Auch in der Telefonie scheinen die Vorteile, die Nachteile zu übertreffen. PC Welt sieht es wie dargestellt.

Die Industrie ist aber an der „schöpferischen Zerstörung“ (Schumpeter) ebenso interessiert. Schliesslich muss „Wachstum“ erzeugt werden.