Personalauswahl – Lebenslauf


Es lohnt sich, systematisch vorzugehen. Es ist wichtig zu wissen, welche Eigenschaften der geeigneetste Bewerber haben soll. Dazu kann ein Anforderungsprofil wertvolle Dienste leisten. Ein Anforderungsprofil liefert die optimalen Eigenschaften die ein Bewerber haben sollte.

Woraus bestehen die Bewerbungsunterlagen? Die meist gefundene Zusammenstellung:

Bewerbungsschreiben ; Lebenslauf mit Foto; Ausbildungsnachweis bestehend aus Schulzeugnissen, Ausbildugszeugnisse, Diplome, Angaben über berufliche Fort- und Weiterbildung; (Tätigkeitsnachweis), Arbeitszeugnisse, Empfehlunge; Referenzen.

Bei der Auswertung der Unterlagen werden formale und inhaltliche Gesichtspunkte beachtet. Ausserdem wird auf Vollständigkeit geachtet.

Beim Lebenslauf ist es wichtig, dass alle Zeitangaben lückenlos dargestellt sind. Auslassungen bestimmter Zeitabschnitte können wichtige Hinweise auf den Bewerber geben. Wie will er sich darstellen?  Hat er etwas zu verstecken oder zu verheimlichen? Sieht er Schwächen bei sich selbst? Wie ist sein Idealbild? Welches sind seine Ziele?

Je nach Einsatzgebiet wird ein Lebenslauf gründlicher angeschaut. Die Zeitfolgeanalyse jedoch lohnt sich immer. Wenn ich Leute aus dem Ausland rekrutiere, gehört ein Führungszeugnis mit wenigen Ausnahmen automatisch zu den verlangten Unterlagen.

„Us em bluemete Trögli“:

  • Jener Bewerber um einen Job im Bereich Metallverarbeitung in einem sicherheitstechnisch heiklen Bereich konnte eine Abwesenheit von 2 Jahren einfach nicht auf die Reihe bringen. Er wollte vorübergehnd bei einem Metzger tätig gewesen sein. Er nannte gar eine Adresse. Als ich versuchte, in seiner Anwesenheit dort nachzufragen, wurde die Verunsicherung gross. Er begann von der Mitarbeit in einem Zirkus zu schwafeln um abzulenken bis er schliesslich zugab, dass er in der fraglichen Zeit hinter schwedischen Gardinen sass. …
  • Ein anderer Bewerber machte widersprühliche Angaben. Die Linie setzte die Bedenken in den Wind und setzte sich durch. Er wurde angestellt. Man wollte den Bewerber unbedingt – weil man sonst niemand hatte! Der gut aussehend Mann gab sich höflich und zuvorkommend. Er konnte das wahre Gesicht relativ lange verbergen. Schliesslich aber kam alles an die Oberfläche. Undefinierbare Absenzen, Verspätete Rückkehr aus den Ferien ohne glaubwürdige Erklärung und viele andere Einzelheiten drangen durch. Schliesslich entpuppte sich der feine Herr als Krimineller. Diebstahl, Handel mit Drogen, Verkehr im Rotlichtmilieu, Versicherungsbetrug und Mord standen auf dem Kerbholz. Es gelang ihm schliesslich, ins Ausland zu entfliehen, wo er schliesslich tot aufgefunden wurde…
  • Ein Führungszeugnis bzw. Auszug aus dem Strafregister hätte bei der Anstellung des „Fensterbauers“, der in Zug zwei Frauen umbrachte, möglicherweise grosses Unheill verhindert. Lesen Sie im Blick: …Der Mörder ist der Fensterbauer…

Die dilletantische Bemerkung:

„(…) «Wenn wir eine Bank wären, würden wir das machen. Doch in unserer Branche ist das absolut nicht üblich», sagt Mark Bachmann, Geschäftsführer von 4B.…)“

Lesenswert:

Der Lebenslauf (Bewerbungsratgeber, Berufszentrum NRW)

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