Raubtierkapitalismus (nach alt Kanzler Schmidt)


Wenn vor Somalia Piraten Schiffe kapern um Lösegelder zu erpressen, beginnt man den Schutz zu organisieren. Mehr im SPIEGEL ONLINE: …Deutsche Fregatte soll vor der Küste Ostafrikas Piraten jagen… Ob ein Schiff genügen wird?

Wenn gewisse Piraten „hinter dem Bankschalter“ unsere Ersparnisse plündern, ist man dagegen machtlos. Mehr im Blick: …Die Amis haben unsere Ersparnisse verjubelt…

Die „Lösegelder“ der modernen Piraten nennt man Boni. Solche, in Milliardenhöhe bezahlte letztes Jahr allein die UBS. Mehr in der NZZ: …UBS schüttet 12,1 Milliarden Franken Boni aus… Man stelle sich vor, welches Kapital man damit verzinsen und welches wirtschaftliche Potenzial man damit finanzieren und welche Wertschöpfung daraus resultieren könnte! Und man kann erahnen, wieviel es weltweit wäre!

Altkanzler Schmitt geißelt die globalen Verwerfungen des Raubtierkapitalismus und er appelliert an die Moral der Eliten

„(…) Auf die Finanzmarktkrise angesprochen, unterteilte Schmidt die Menschen in Kategorien: „Die Normalen, die auch ein bisschen Schmu machen und aus dem Supermarkt einen Riegel Schokolade mitnehmen. Die zweite Stufe sind die mit einer leichten kriminellen Ader. Und die dritte Stufe sind die Investmentbanker.“

Nun, man kann auch sagen, dass jeder sein Anlagerisiko selber bestimmen kann. Das stimmt. Aber er braucht auch eine gute, vertrauensvolle Beratung. Offenbar ist das nicht so einfach. Mehr in BVG-aktuell: …Luzerner PK droht Verlust von 8 Millionen…

Es tut not, dass der Schutz vor Haifischen (Helmut Schmidt in ZEIT ONLINE) und modernen Raubrittern aufgebaut wird, je schneller, desto besser.



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