Autofriedhof – Umweltschutz kontra Wissenschaft


Über Friedhöfe zu schlendern ist nicht jeder-manns und jeder-fraus Sache. Auf der einen Seite ist die Ruhe, die Körper durchdringende schüttelnde Stille, auf der andern Seite ist die Unruhe, die den Atem anhalten, die Worte fehlen, Angst vor der Zukunft aufkommen lässt.

Keine Angst, der Personalblogger wird in diesem Artikel nicht erwähnt – er geniesst die wohlverdienten Ferien. Dafür meldet sich ab und zu der Finanzblogger – kurz SMS

Stephan Marti Schmiedrued

Jede Art von Friedhöfen schaue ich mir gerne an. Am meisten schlendere ich zur Zeit durch Zahlenfriedhöfe. Es sind nicht die Zahlen, die schuld sind, es sind die Menschen, die nicht mit diesen umgehen konnten. Der Grössenwahn ist meist schuld. Nicht die einzelne Flocke, der Schwarm, the Flock. Lesen sie doch einmal ganz genüsslich auf Stockflock. Friedhofstimmung an der Börse. Bei jedem Artikel ist es schön sagen zu können, auf welcher Seite man sich befindet – Leiche oder stiller Friedhofgänger.

Ethische Überlegungen werden an der Börse zunehmen. Zwangsläufig, denn Geld verdienen ist nichts Schlechtes und weniger verlieren schon gar nicht.

Über normale Friedhöfe mag ich zur Zeit nicht schreiben. Das hängt vermutlich mit den kurzfristigen Termineinträgen zusammen, die man liebend gerne um Jahre, ja Jahrzehnte hinausschieben würde. Aber da gibt es noch den Autofriedhof, bei dem sich vor allem die ökologischen Geister scheiden. Die Ökologie schlägt höhere Wellen, als die Kunst die von den meisten Besuchern nicht verstanden wird. Wenn sie einen Friedhof anschauen wollen, der seit Jahren mit Kunst umgeht, schauen sie einmal Schang Hutter in Bümpliz an.

Schauen sie Kaufdorf im Hinblick auf die Ökologie an. Ein Autofriedhof mitten im Gürbetal. Altöl kann auslaufen! Aber das meiste dürfte schon versickert sein. Seit Jahrzehnten. Wenn es ein Gesetz gegen das Liegenlassen von Autos auf ungesichertem Grund gibt, dann haben die Behörden versagt. Seit Jahrzehnten. Das soll keine Empfehlung sein, den alten Wagen jetzt irgendwo einfach ab zu stellen. So wie es auf tausenden von Bauernhöfen geschieht. Zusammen gerechnet ergibt sich ein Vielfaches an dem, was bei Franz Messerli herum steht. Und vermutlich ist in den ganz wilden Einzeldeponien das Motorenöl noch drin. Ob sich das Getriebe- und Differentialöl auch so schnell in der Natur abbaut, wie das Erdöl im Irak-Krieg? Das hat keiner vermutet …

… die Ökologie reagiert manchmal anders, als die Menschen annehmen. Vielleicht bleibt der Autofriedhof stehen, wie die Konkurrenz in einigen hundert Meter Entfernung. Wieso? Weil vielleicht Pflanzen gefunden werden die nur dort vorkommen. Oder weil man den natürlichen Abbau von Farben und Lacken wissenschaftlich untersuchen kann. So zu sagen archäologische Ausgrabungen der Neuzeit.

Wenn sie jetzt lachen wollen, ist das ihr Recht. Aber meist behält das Finanzblog recht. Beobachten und zuhören. Gehen sie selbst schauen. Dank der Kunst zieht es Menschen an, die die Natur und/oder alte Autos mögen …
Jaguar am Friedhofeingang

… spezielle Begrüssung am Friedhofeingang – es ist ein Jaguar, kein Daimler – Röschu zeigte uns das Innen-„Leben“ …

füfdezi

… Füfdezi und heute der Zwöufdezi

Morris bullish

… bullish auch der Morris, kommt ja schliesslich von Oxfort – meiner MG (Morris Garage) gefällt dies – wem es zu kompliziert wird, soll vorsichtig sein …

Polizei - rühr mich nicht an

… „Rühr-mich-nicht-an“ – das Springkraut ist schwach giftig, auch wenn dies hier ein Totengräber seit 28 Jahren isst – die Ökologie ist erstaunlich …

Schwankende Polizeiwagen

… und auch diese sollte man nicht berühren … aber noch stehen sie aufgestappelt …

autofahren

… bis sie zum Einsatz müssen: „Das Autofahren hat zum Zwecke, dass die Menschheit schnell verrecke!“ Nicht nach Willhelm Busch, sondern Reto Leibundgut. Um hier die Kunst zu erkennen, müssen sie sich länger mit dieser aus einander setzen, als mit den Wagenleichen. Reservieren sie sich mindestens zwei Stunden, dann sehen sie die Details …

… heute und morgen sogar als Spezialanlass – aber das ist nun wirklich Zufall … und den soll es nicht geben. Es gibt Einiges, das wir noch lernen müssen.

Ein Beitrag über «Geld und Finanzen – leicht erklärt» – einer Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn. Er wird auch im Personalblog aufgeschaltet.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Discountwolke von Scoach – Börse für strukturierte Produkte – HEULER: Börse «SCOACH» (e) heisst … «Stehlen mit grösster Heimlichkeit» (d)

Vor zwei Jahren erschienen: Brot, Wein und Bier – und Guiness-Rekord

Vor drei Jahren erschienen: 18. September – Merkel oder Schröder?

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig


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