Der Markt – wirklich das Mass aller Dinge?


Der Markt sorgt für Innovation, mehr Leistung, für Gewinne und daher für mehr Lohn, vorausgesetzt, man lässt ihm alle Freiheiten.
Die Ideologie: Der Markt allein führt zum Glück. Daher der Schrei nach mehr Markt und weniger Staat.
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Der Markt reguliere sich selber, so die Lehre der Ökonomen. Der Wettbewerb sorge dafür, dass sich ein Einzelner nicht übermässig bereichere (Folge der Konkurrenz). Sinkende Preis und Margen seien das Ergebnis. Angebot und Nachfrage würden zu einem Gleichgewicht zwischen den Interessen der Anbieter und Abnehmer führen. Adam Smith (1723-1790) bezeichnete dies als „die unsichtbare Hand des Marktes“.
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Dieses Modell funktionioniert nur unter gewissen Bedingungen: Gleiche Voraussetzungen für alle Marktteilbehmer, gleicher Informationsstand, gleiche und sofortige Reaktion aller bei erkannten Veränderungen. Angebot und Nachfrage muss störungsfrei funktionieren. Jeder trägt die von ihm verursachten Kosten selber. Die Kosten der Produktion muss bei zunehmender Stückzahl zunehmen.
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Es ist leicht zu erkennen, dass die Praxis ganz anders aussieht. Den idealen Markt (siehe bei Ralf Wagner, Leitfaden Volkswirtschaftslehre © 1996-2003) gibt es wohl nicht! Weil verschiedene der genannten Bedingungen nicht eintreffen oder einseitig verändert werden, fördert der Markt die Profite für eine privilegierte Minderheit.
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Das kann man jetzt deutlich an einem praktischen Beispiel erkennen: NZZ, …Die „Big Three“ aus Detroit am Bettelstab… Nach Jahren der Gewinnabschöpfung müssten nun die Kapitalisten einfach neues Kapital nachschiessen und erneut ein Risiko eingehen – allein der Staat und somit die Steuerzahler, bis und mit den Kleinverdienern, sollen es richten. Die Investition wird einmal mehr sozialisiert. Daher: Mehr Markt – mehr Staat? – oder auch hier: „Das Kapital bedient sich nach Belieben
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CHO Consulting H. Odermatt, Stellenvermittlung / Stellenangebote und Personalberatung, Flüelistrasse 25, CH-6072 Sachseln, Tel.: 041 660 39 79
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Dipl. Pflegefachpersonen DN I / DN II / HF, PsyKP / AKP, FAGE, Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege für Heime, Spitäler in der deutschsprachige Schweiz.
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2 thoughts on “Der Markt – wirklich das Mass aller Dinge?”

  1. Hallo Gerardo. Urwalden, ob dem Wald liegt gar nicht so hinter dem Mond, wie viele meinen. Als Nidwaldner fühle ich mich hier in dieser herrlichen Geografie wohl. Das geht vielen anderen auch so. Sie arbeiten auswärts und schlafen hier. Den Steuervogt freuts. Wir müssen versuchen, un in den Nischen des Marktes zu bewegen…

  2. Ah, endlich noch ein (Blog) Kollege aus Obwalden. Das ist ja spannend 😉

    Über „den Markt“ könnte Mensch wirklich viel diskutieren. Ich persönlich „glaube“ nicht an den Markt. Im Gegenteil, wenn ich so sehe was alles dem Markt „geopfert“ wird, komm ich wirklich sehr ins Nachdenken.

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