Panta Rhei – ein schwimmendes Gewächshaus


Die Panta Rhei – ein Architekten – Furz? – ist äusserlich kein sonderlich schönes Passagierschiff auf den Schweizer Seen. Das sieht sogar der Stapi von Zürich, Elmar Ledergerber, so! Mich erinnert es eher an ein schwimmendes Gewächshaus der Zürcher Stadtgärtnerei.

 

Foto: H. Odermatt

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Das Schiff soll nun endlich bereit sein. Mehr im Tagi: «Panta Rhei» sticht endlich in See…

 

Vor dem Umbau: Foto: H. Odermatt

Die Frühlingsfahrt auf dem Winterschiff scheint weiter Fragezeichen aufzuwerfen. Die Begeisterung scheint Grenzen zu haben. Das Schlingern könnte damit zu tun haben, dass der Massenausgleich durch den nicht zahlenden Ballast im Bug daran mitschuldig ist. Wenn ein Schiff nicht kursstabil ist, ist meist der Schwerpunkt am falschen Ort.

 

„(…) Wie es schien, wollte der Kapitän den Rückstand zwischen Wädenswil und Männedorf reduzieren, indem er volle Kraft voraus gab, doch geriet das Boot dabei arg ins Schlingern, so dass er den Gashebel wieder zurücknahm. Diese Beobachtung konnte allerdings nicht verifiziert werden. «Unsere Kapitäne sind zum Fahren da, nicht zum Reden», hatte eine Vertreterin der Schifffahrtgesellschaft kundgetan…

…Derweil sagte die alte Dame mit dem eindrücklichen Hut zu ihrer Nachbarin: «Es isch nüt Schöns – s isch halt keis Dampfschiff!»

Die Vorgeschichte:

Das Schiff musste nach der Jungfernfahrt schon bald aus dem Verkehr gezogen werden. Es verursachte zu hohe Wellen, was den Ufern und Seemauern nicht gut bekommt. Der Tiefgang war zu gross. Auch hecklastig war das Schiff. Das Gesamtgewicht erwies sich um 18 % zu hoch.
Mit seitwärts angebrachten Verdrängungskörpern sollte der Tiefgang reduziert werden und im verlängerten Bugwulst wurden einige Tonnen Blei verstaut. Damit wurde die Hecklastigkeit zu einem teil ausgeglichen. Achtern wurde das Schiff zusätzlich um 2,5 m verlängert und es wurden im Unterwasserbereich des Hecks Leitbleche montiert, die eine Strömungsverbesserung bringen sollen. „Weight and Balance“ lernt jeder Privatpilotenschüler in den ersten Theoriestunden zum PPL. Es geht darum, das Flugzeug so zu beladen, dass der Schwerpunkt innerhalb der zulässigen Grenzen liegt.

Wird ein Flugzeug oder ein Schiff gebaut, müssen die Auf- und Einbauten so gestaltet werden, dass ein richtiger Massenausgleich vorliegt und dass der vorgesehene Schwerpunkt erreicht wird. Müssen grosse Mengen an Ballast einen Ausgleich schaffen, zeugt dies von nicht sorgfältiger statischer Berechnung. Auch ist es weder wirtschaftlich noch ökologisch sinnvoll, dauernd unbezahlte Last herumschleppen zu müssen.

Seit Menschengedenken werden Schiffe gebaut. Es ist erstaunlich, dass in derheutigen Zeit, wo die Ingenieure die besten Schulen hinter sich haben, über Computer mit Simulationsmodellen, Computern mit fast grenzenlosen Rechnerkapazitäten, über Einrichtungen für Schleppversuche verfügen und auf reichlich Erfahrung zurück blicken können, ein Schiff nicht auf Anhieb richtig gebaut werden kann!

Alte Schiffbauer haben doch aufgezeigt, dass man es kann. Siehe: „DS Schwyz, eine Rarität“ und DS Italia im Artikel „Panta Rhei

Mehr auch bei Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft: … Das neue Schiff „Panta Rhei“…

Einige Kommentare:

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