Brennender „Schwanz“

Störche in Buochs, im Hintergrund der Rotzberg, dahinter der Pilatus

Zur Zeit, als noch zwei Staffeln, 17 u. 21, Mirage in Buochs stationiert waren, überquerten zwei Störche die Flugpiste als gerade eine Patrouille mittels Nachbrenner zu einem Dämmerungsflug starteten. Da meinte der eine zum anderen Storch: „Wir könnten auch so schnell fliegen, wenn uns der Schwanz brennen würde!“ Heute suchen Störche in der Nähe des Unterstandes 4 (lange Zeit als offener „Bunker“, Unterstand für das Flugmaterial der SG Nidwalden dienend) friedlich nach Nahrung und sie sind mit ihrer Fluggeschwindigkeit höchst zufrieden! Die Geschwindigkeit eines Weissstorches beträgt bis 45 km/h!

Mirage lll S J-2332, Copyright – Militärpostkartensammlung der Bibliothek Am Guisanplatz, Bern
Mirage III C J-2313 in Buochs, Bezug des Gnadenbrotes 😉
Mirage III C, Frontansicht
Mirage III C in Schweden – Pilot Ueli Äschlimann, einstiger Rottenkamerad im Campo Bacilieri in Locarno
Golden Mirage, letzter Flug ins „Altersasyl“ mit Pilot Paul Starkl
Letzter Flug mit dem Mirage nach Buochs, anlässlich der Ausmusterung dieses Typs durch die Luftwaffe 1999 . Pilot: Paul Starkl, ehemaliger Segelflieger der SG Nidwalden

Paul, der einstige Flugmodellflieger und spätere Maschinenzeichnerlehrling kletterte die fliegerische Karriere hinauf bis zur Spitze. Dank der Mirage kratzte er an der Stratosphäre… Er blieb dem Delta (Mirage) treu. In der Freizeit frönte er mit dem Deltagleiter seinem luftigen Element.

Die Störche halten ihren Stand im Gegensatz zu Kampfflugzeugen, die regelmäßig ersetzt werden müssen. Stand der Kriegstechnik, beschränkte Lebensdauer, Gewinn von Know how, etc. sind Gründe. Politik u. Kriegsmaterialindustrie verstehen es, den Markt aus Eigeninteressen zu beflügeln.

Militärflugzeuge gehören mitunter zum teuersten Schrott, den sich die Gesellschaft leistet, oder dazu gezwungen wird, diesen  sich zu leisten!

 Stimmt der Gewinn, schafft Schrott Wohlstand!

Da es keine armen Rüstungsproduzenten oder arme Waffenhändler gibt, muss in deren Produkt, das eigentlich Schrott ist, eine sagenhafter Gewinn verborgen sein.

„(…) Fangen wir mit einem markanten Beispiel an, damit Sie den Titel gleich richtig zuordnen: •Der Gewinn ist der einzige und allein entscheidende Faktor (Motivator) des wirtschaftlichen Handelns und der Motors des Güter- und Geld-Kreislaufs! Anhand des vorigen Beispieles über den Auto- und Traktorenhandel habe ich dies ausgeführt. Nun ein ungewohntes Beispiel aus der „alten Welt“: Die Rüstungsindustrie Die Produkte der Rüstungsindustrie wie Panzer, Flugzeuge, Raketen und Muniti-on wollen wir ja grundsätzlich nie selbst „einsetzen“ müssen. Wir beschaffen sie hauptsächlich zur Abschreckung eines möglichen Gegners. Wer könnte unser Gegner sein? Früher hiess dies in Militärspielen einfach „Rot“ gegen „Blau“. Die Antwort auf „Wer war rot?” wurde jedem Soldaten und seiner Phantasie überlassen. Der von der Mehrzahl sich vorgestellte rote Feind im Osten existiert nun nicht mehr. Deshalb werden – unter dem Einfluss der sich erhalten wollenden Globalfinanz – Ersatzfeinde wie „Schurkenstaaten und Globalterrorismus“ geschaffen, was die US-Regierung, vorbei am Willen des amerikanischen Volkes und aller anderen Völker, aufgrund ihrer totalen Finanzabhängigkeit zu demonstrieren hat mit der Durchführung konstruierter Kriege. Das zieht den Ausbruch des Finanzkollaps ein wenig in die Länge.

So kann es wohl doch nur eine Frage der Zeit sein, bis alle Rüstungsgüter als Schrott bezeichnet werden müssen. Sie werden verrosten oder durch technisches Veralten unbrauchbar werden. Also haben sie ja trotzdem ihren Zweck erfüllt: Sie haben einen theoretisch möglichen Erd- oder Weltraum-krieg verhindert und den Produzenten und den anderen dabei Tätigen Ein-kommen und quantitativen Wohlstand mit den dazu gehörenden Mangelbe-schwerden beschert. Dies scheint die gelungene Mischung aus Hauptzweck und Nebeneffekt gewesen zu sein. Und die wirtschaftliche Lehre daraus ist doch frappant: „Schrott mit Gewinn schafft Wohlstand!“ Als Rüstungshersteller hat man selten unbekannte direkte Konkurrenten. Man kennt deren Preispolitik oder spricht sich vorher ab. Zudem gibt es Rüstungsprodukte, die aus politischen Gründen nur bei ganz wenigen An-bietern gekauft werden können. Aus einer Monopolstellung heraus ist diesen Anbietern nie durch Konkurrenzkampf die Gewinnmarge wie Schnee in der Sonne dahin geschmolzen. Versuchte einer, die anderen preistechnisch gegeneinander auszuspielen, wurde er grosszügig (mindestens auf Millionenbasis) bestochen. Der Regierungsbeamte musste ja kein eigenes Geld ausgeben. Er verfügte über ein grosszügig bemessenes Budget. (Wie gern haben die Schweizer Zuständigen doch 1993 die 3,5 Milliarden Franken für 60 neue Kampfflugzeuge bewilligt!) Dieses Spiel funktionierte in der Rüstungsindustrie so hervorragend, dass diese jahrelang grösste Gewinne machen konnte. Zurzeit liest man viel über den „Untergang der amerikanischen Rüstungsindustrie“. Das Heer ihrer Spezialisten wie Elektroniker und Ingenieure zählte zu den Spitzenverdienern der Nation. Dies zeigt wieder, dass Firmen durch gesunde Gewinnmargen auch ihre Angestellten fürstlich bezahlen können und dies auch tun. Also konstatieren wir aus Erfahrung, dass uns tatsächlich – ausser unserem persönlichen Talent – die Gewinnmarge zu Qualitäts-Wohlstand verhelfen kann, indem nicht nur die Leiter eines Unternehmens, sondern alle darin Tätigen zu selbstverantwortlichen Unternehmern werden, die ihre Leistung als ihr Kapital in das Ganze einbringen, weshalb der Gewinn aus der gemeinschaftlichen Aufwendung gerecht an alle im Betrieb verteilt wird. …)“

Copyright bei Hans-Jürgen Klaussner / WEG-Genossenschaftsbund Postfach 3008 CH 2500 Biel / Bienne – 3

Lesen Sie mehr  ab Seite 167 bis S 171 unter: HuMan2004-Seite 001 – 440 A5  –  www.mimgeno.ch › app › download › HuMan2004-Seite… PDF

Störche haben eine dauernde Einsatzbereitschaft. Eine Flotte von 30 modernen Kampfflugzeugen sind nur etwa zu einem Drittel einsatzbereit. Die übrigen zwei Drittel sind im Unterhalt, in der Revision,  in der „Normalisation“ (update), in der Instruktion oder im Ausland im Spezialtraining. Im Angriffsfall vermag die Flotte den Luftraum für mindestens 2 Wochen zu halten…. Was ist danach?

Störche hingegen verfolgen eine langfristige und evolutionäre Strategie. Ihre Entwicklung ist längst abgeschlossen (Anpassungen ausgenommen). In der Gegend von Buochs-Ennetbürgen sah man Störche etwa vor 60 Jahren noch nicht. Es scheint, dass sich die Bedingungen zu Gunsten der Langbeine verändert haben (Erwärmung). Adebar soll den Menschen erhalten bleiben!

Otto Lilienthal nahm sich den Storch zum Vorbild, nachzulesen in seinem Buch „Der Vogelflug„, als Grundlage desr Fliegekunst.

Lilienthal, Vogelflug

Es ist bedauernswert, dass dieser geniale Mann so früh „Erde essen“ musste. Der Begriff stammt von Daniele Del Giudice in seinem Buch: Das Abheben des Schattens.


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