Unglück oder Katastrophe?

Würde das Schweizer Fernsehen mit seinen Fernsehreportern auf einem Schiff z.B. 100 Jahre Mittwoch feiern und würde das Schiff sinken, so wäre dies ein Unglück. Falls jedoch Sascha Rufer schwimmen könnte, wäre es eine Katastrophe! Wem will Sacha Ruefer, dieser kommt einem vor, als wäre er ein „Portionenploderi“, wohl was beweisen? Uns Zuschauern muss er nichts beweisen! Und uns gegenüber muss er sich auch nicht profilieren! Oder ist er etwa in eine „Profilierungsneurose“ verfallen?

Als die englische Fussballmannschaft der kroatischen unterlag, mag es für das Engländerteam und seine Fans ein Unglück gewesen sein. Für uns Schweizer ist jedoch Sascha Ruefer nicht nur eine Zumutung, sondern eine Katastrophe, ohne dass ein Schiff mit ihm untergehen muss…!

Immer wenn Ruefer im Spiel ist und es Alternativen gibt, schalten wir um! Das ARD berichtet weit angenehmer! Da muss ja wohl etwas nicht stimmen, sind doch die eher behäbigen und wortkargen Schweizer immer irgend wie in Konfrontation mit mit den Leuten aus dem „grossen Kanton“ und deren geschliffenen Sprache. Ruefer würde, gäbe es ihn noch, den Altbundesrat Kurt Furgler mit seiner scharfen Zunge übertrumpfen.

Ruefer trat  die Nachfolge von Bernard Thurnheer an. Seinem Vorgänger kann er jedoch das Wasser bei Weitem nicht reichen!

Sie könnten noch dazu lernen, die Sportjournalisten vom Leutschenbach!

Neben Rufer wäre Dani Kern der Ehrgeizige und Alleswisser zu erwähnen. Seine Ratschläge an die Spieler sollte er besser lassen! Es ist einfach, aus der Vogelperspektive das Geschehen zu übersehen. Von hier kann man hätte, wäre, würde, sollten usw. leicht überblicken. Die Spieler haben ein anderes Bild. Ihr Übersichtsniveau befindet sich 1, 6m +/- über dem Rasen. Spiele sind auch keine Bouquets oder mehr oder weniger schöne Blumensträusse. Und wenn, schon, sollten die Farben der Dresses der Spieler korrekt angegeben werden. Die Zuschauer sehen es selbst und farbig… Hat er einen Co-Kommentator neben sich, merkt man, dass es ihm überhaupt nicht behagt. Er muss aufpassen, der Nachbar könnte ja korrigierend eingreifen…. Wenn z.B. ein Ski-Crack als zweiter Sprecher anwesend ist gibt es Farbe in Kerns reportage. Muss er alleine reden, dann merkt jeder, wieviel Feinheiten er kennt! Und wenn dann mal etwas Ausserordentliches passiert, beginnt er ein Geschrei und Gelärm, dass man die Lautstärke praktisch auf Null stellen kann. Man hört ihn so noch, wenn das Fenster geöffnet ist!

Wechseln wir in die Formel 1. Michael Stäuble hat es drauf. Seine Reportage wäre nichts, könnte er nicht alles vom Monitor ablesen. Sämtlich Geschwindigkeiten gibt er mit drei Stellen hinter dem Komma an! wen der Kimi mit 212, 371 km/h unter wegs war und der Vettel sogar mit 212, 378 km/h, dann war letzterer wohl ein klein wenig schneller. Wieviel beträgt die Differenz? Und wie viele Meter wären dies? Auf Stäubles Pedanterie könnte ich verzichten. Ist Stäuble angesagt, schaue ich beim ORF Sport hinein, die machen es angenehmer und stehen nicht dauernd unter Profilierungsstress! Mit dem Paradiesvogel Rainer Maria Salzgeber, gehe ich weniger hart ins Gericht. Aus Jann Billeter kann noch etwas werden, vorausgesetzt, dass er nicht in rueferisches Fahrwasser gerät!

Niemand kann sein wie Beni Turnheer. Wer seine Arbeit selbstkritisch hinterfragt, kommt jedoch an erfolgreichen Beispielen nicht vorbei. Ich denke an Vico Rigassi, Sepp Renggli und Karl Erb und Hans Jucker!

Die „Ruefer’s“ behandeln ihrer Zuhörer wie Deppen, die ihrer Ansicht nach nicht in der Lage zu sein scheinen, selbst das Geschehen am  Bildschirm zu verfolgen. Das Geschehen zu begleiten ist eine edle Sache, wenn so viel wie nötig „geschnorrt“ wird. Weniger ist oft mehr! Das hat sich offenbar bei dieser Generation von Journalisten und Reportern noch nicht herum gesprochen. Die Dilettanten haben also noch persönliche Entwicklungsarbeit vor sich! Das übertriebene Ego werden sie wohl etwas zurück binden müssen! Es wird ihnen gutes Gelingen gewünscht!


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