Pharisäer unter uns

Unsere Doppelgarage  war während fast 22 Jahren mit zwei Autos belegt. Als wir damals hier ankamen, war das Zweitauto Gesprächsstoff für einen, wie sich noch herausstellen sollte, linksgedrillten Querkopf von der Sorte „Ich weiss alles besser“ und „ich stecke meine Nase überall hinein“ (was eigentlich nur Schweine tun). Ein Zweitauto sei nicht vorgesehen gewesen, als die Überbauung geplant und realisiert wurde. In unserem Kaufvertrag jedoch gab es weder einen entsprechenden Passus, noch sonst ein Servitut diesbezüglich. Man muss noch wissen: Auf den Garagen hat jeder einen Gemüsegarten.

Als das Zweitauto den Geist aufgab und weil wir beide nicht mehr berustätig sind, beschränkten wir uns auf ein Fahrzeug. Das gab Gelegenheit, „UHU- und Bastelarbeiten“ bequemer erledigen zu können. Also belegteiich die Hälfte des Bodens der Garage mit einem befahrbaren Holzboden und einem Kunststoffbelag (Wärmedämmung). Die Garagehälfte wurde durch einen Vorhang von der anderen getrennt. Ziel: Temperierung sowie Staubschutz. Zusätzlich hatte ich einen festen Arbeitstisch zum Basteln installiert.

Nun hat ein findiger Kopf, vielleicht jemand, der andern das Schwarze unter den Fingernägeln nicht leiden mag herausgefunden, dass die Garage zum Teil missbräuchlich bewirtschaftet werde. Klar: laut Grundbuch müssen drei Garagenplätze ausgewiesen werden. Diese sind stets da, ob belegt oder nicht! Falls weitere Parkplätze ausnahmsweise nötig sind, kann ich fremde gegen Entgelt beützen.

Es scheint im Hals quer zu stecken, dass wir dem Untermieter gestattet haben, seinen Roller zusätzlich zu seinem Auto auf seinen Parkplatz zu stellen. Er bezahlt dafür nichts.

Platz für Roller

Weil er offenbar keine Ahnung davon hat was „Seines“ und „Meines“ ist, brachte ich Markierungen an. Darauf wurde ich bezichtigt, „Landnahme“ getätigt zu haben – was eindeutig nicht stimmt – mit der Androhung, dass der Richer es zu unseren Ungunsten richten werde (den richterlichen Entscheid hellseherisch voraus gesagt). Ein eingebildeter Pfau würde sein Rad schlagen und so handeln. Der Richter- verlängerter Rockzipfel der Mutter? Der höher über dem Niveau liegende Arbeitsplatz sagt nichts über die wahre Grösse des Bediensteten aus. Vielleicht trifft folgender Vergleich: „… wie eine Alphütte an der Eiger Nordwand. Hoch angesiedelt aber sonst sehr primitiv…!“

Das Bauamt kam zu zweit (!) zu Besuch (Die Kosten bezahlt der Steuerzahler). Auf eine entsprechende Eingaben (Verpfeifung) müsste innert drei Tagen gehandelt werden. Die Garage müsste auf die vorgesehene Funktion zurück gebaut werden (Platz für zwei Autos). Am liebsten hätte man es gesehen, wenn der Vorhang auch entfernt worden wäre. Man machte sogar den Vorschlag, ich soll doch ein kleines E-Fahrzeug kaufen um den PLatz zu besetzen. Nun, ich werde kein Zweitfahrzeug beschaffen nur um jemanden das Onanieren zu ermöglichen! Den geforderten Platz können sie haben. Was ich  damit mache oder nicht, ist dann alleine meine Sache. „My Home is my Castle!“ Vielleicht stelle ich ein paar Feldstühle und einen klappbaren Campingtisch auf, damit ich mit Bekannten anstossen kann und dass jene, die dauernd aufpassen, was man macht, eine durstige Gurgel bekommen!

Situationsplan, Auszug Parkplätze ; gelb: alggemeine Parzelle, P1 Parkplatz zu 1 auf allgemeinem Grund, jedoch mit Nutzungsrecht. Alle anderen haben einen eigenen Parkplatz ausserhalb der Garagen. Nur P1 hat einen auf Kosten der anderen. Eine Ausperzellierung, was anerkannte Fachleute vorschlugen, fand keine Einstimmigkeit – aus fadenscheinigen Gründen. Ein Staatsschmarotzer wird weiter gehätschelt!

Es ist üblich, dass Autos von allen jeweils kurzfristig auf der allgemeinen Parzelle abgestellt werden. Mit etwas XM („xundem“ Menschenverstand) und Flexibilität kann man viel erreichen. Wir reklamierten noch nie! Wir sind noch nie wegen eines auf der allgemeinen Parzelle parkierten Autos in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt gewesen.

Neuester Coup vom „Nasenstichs“: Ihm gehört  die Garage 1 und für P1 hat er ein Nutzungsrecht. Der Grund gehört allen und für die Hütte, die er darauf stellte hat er den übrigen Grundbesitzern ein Miteigentum untergejubelt hinterrücks, bzw. mit arglistiger Täuschung, wie und was denn sonst!?

Während ich also am Umstellen der Garage bin, musste ich das Auto für einige Tage vor der Garage parkieren. Die direkt Betroffenen hatten Verständnis. Als sie den Grund hörten, blieb nur ungläubiges Kopfschütteln.

Nun zog „Nasentstich“ wieder einmal eine seiner stümperlihaften Attacken ab! Es läuft etwa so ab: Zuerst kundschaftet er sorgfältig aus, ob die Luft „rein“ ist. Ist dies der Fall, dann lässt er unangemeldet, überfallartig und lautstark los. Mein Auto sei auf Allgemeingrund parkiert, es müsse weg. Es sei auch sein Miteigentum. Und ausserdem sei ich ein unverschämter Geizkragen usw. Nun, es gibt ein demokratisches Mittel. Herr „Nasenstich“ kann sein Anliegen zu Handen der Eigentümerversammlung einreichen. Wenn er Einstimmigkeit erreicht, und nur Einstimmigkeit gilt, hat er gesiegt. Ansonsten hat er die Möglichkeit einen Sch…stich zu versuchen…

Wäre es um eine einmalige Beschimpfung gegangen, hätte ich es einfach zur Kenntnis nehmen können. Da ist jedoch viel mehr dahinter, nämlich ein Jahre langes Mobbing der fiesesten Art.

Das Auto von „P1“ vor seiner Garage „1“ Dieses Bild sieht man schon seit Jahren!

Was er für sich für Rechte herausnimmt, gilt für andere, wenn Sie nicht in seiner Gunst stehen, noch lange nicht!

Da hat es einer (P2) weniger praktisch angerichtet. Bei Doppellinkshänder ist man geneigt tolerant zu sein. Ausserdem, es störte mich nicht! Immerhin ist der zweite Garagenplatz nicht belegt!
P2, diesmal hat er es praktischer angerichtet
Der zweite Garagenplatz  bei 2 ist nicht mit einem Autot…! Wie wird gesagt? „Auch Heuchler werden einst sterben!“

Es ist hie und da etwas Flexibilität gefragt!

Etwas praktischer gelöst (P2)
Flexible Lösung, wenn der Parkplatz (P4) vor dem Haus bereits belegt ist – niemanden störts, niemand reklamiert!

Herr „Nasenstich“ führt sich auf, als wäre er massgebend. Leider für ihn, er ist es nicht. Er hat unter den autonomen Hauseigentümern „Null“ Kompetenz! Es scheint so, als wäre er ein verhinderter Hauswart! Es könnte auch unerträglich sein, dauernd gegen eine inneren Leere zu kämpfen. „Alles geleert!“ Eines ist gesichert: Herr „Nasenstich“ hat in den letzten 23 Jahren stets nur bei uns etwas gegrunzt! Heuchler und Pharisäer also! Wären sie konsequent, die Symbiose des „Nasenstichs“ und seines Kumpels, „gemeinsam ist man stärker“, sie würde irgend wann im eigenen Mist ersticken.

Baum und Pilz – der Eine kann ohne den Anderen nicht leben… So auch „1+2“!

Schreiben Sie einen Kommentar