Herbst


Herbst – „Die Tage werden kürzer, die Bremswege länger“

Was kann man über einen Tag schreiben? Früher führte man Tagebücher, deren Inhalt mit Schloss und Riegel (besser als hinter Schloss und Riegel kommen) versehen, vor Einsicht durch Unbefugte geschützt waren.

Tagebuch ohne Schloss

Millionen schreiben im Internet in sogenannte Blogs. Doch erst provokative Einträge sind für die Masse interessant

Zurück zum Bremsweg. Helm sei Dank schrieb ich 2002, als ich es schaffte, auf dem Fahrrad auf einer Kreuzung von einem Auto erfasst zu werden. Die Fahrerin begann den Bremsweg erst nach dem Crash. Der Velohelm schützte meinen Kopf vor Schlimmerem. Etwa 45 Jahre lang fuhr ich ohne Helm. Gerade rechtzeitig begann ich meine Gewohnheit zu ändern. Für mich muss kein Velohelm-Obligatorium eingeführt werden. Die gemachte Erfahrung genügt. Die Tips zum Helmtragen von Pro Velo sind lesenswert. Was nützen Velohelme wirklich? Es gibt immer ein Dafür und ein Dagegen für etwas. Sicherheit – mit oder ohne Helm, das ist eine Frage. Der Helm ist nur ein Teil des Ganzen. Verkehrssinn, Übersicht, eigenes korrektes Verhalten, geeignete (helle) Kleider oder gar Leuchtjacken und Vorsicht sind genau so wichtig wie der Helm. Und das korrekte Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer ist ebenso wichtig wie bauliche Massnahmen (Radwege).

Im Auto, welches der beste Helm sein soll, fühlt man sich besonders sicher. Das Vier-Augen-Prinzip nützt nicht in jedem Fall. Besonders dann, wenn im Rückspiegel ein Lastwagen immer grösser wird und es schliesslich kracht, weil der Bremsweg nicht ausreichte, wird es eng um das „Sicherheitsgefühl“. Die sichere Karosse wird dann nämlich zusammengeknautscht wie eine Kartonschachtel. Die Sicherheit auf der Strasse ist relativ. Man kann dann froh sein, wenn wenigstens die Knautschzone ihren Dienst nicht versagt und die Kopfstütze ihre Funktion erfüllt hat. Daher Kopf schützen – Nacken stützen!

Zur Sicherheit sagte ein ehemaliger Sicherheitsingenieur von der SUVA:

  1. Begegnen sich ein Mensch und ein Krokodil überraschend auf freier Wildbahn, dann ist die Sicherheit für den Menschen minimal.
  2. Wenn sich der Mensch mittels einer Ritterrüstung schützt, ist die Sicherheit relativ gross – weil Krokodile kein Büchsenfleisch (Spam ; billiges Doesenfleisch) mögen.
  3. Will dieser Mensch absolute Sicherheit gegenüber dem Krokodil haben, so töte er dieses z. B. mit einem Jagdgewehr!

Tierschützer würden eine andere Methode vorschlagen.


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