Die "Dreiheit" in der Führung – das Mass aller Dinge?


 

Die Zahl Drei hat es offenbar in sich. Vielleicht wollte man Gott spielen und eiferte der Heiligen Dreifaltigkeit nach… Nur, man hat etwas nicht bedacht. Etwa so, wie wenn man dem Unterschied zwischen Gott und einem Chefarzt nachfragt. Die Antwort ist deutlich genug: Gott weiss, dass er kein Chefarzt ist. Es geht nicht nur um die „Götter in Weiss“. Auch andere Koriphäen sehen sich hoch über der Pyramide in einsamen Höhen, von wo aus sie die Marionetten tanzen und ihrer Schizophrenie frönen lassen. Zurück zu der Dreiheit: Der Farbkreis besteht ebenfalls aus drei Grundfarben Gelb, Rot und Blau. Damit lassen sich alle andern bunten Farben mischen.

Zwölfteiliger Farbkreis nach Johannes Itten (1961)
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Die drei „K“ waren die Eselsbrücke in der militärischen Führungsschulung: „Kommandieren, Kontrollieren, Korrigieren. Sie waren aber mehr als das! Sie waren das Markenzeichen feudalen Führungsverhaltens nach dem Stil „X“ von Mc Gregor. Heute meint man, dies hätte etwa bis 1950 gegolten. Nachwehen merkte man bis in die 70-er Jahre!

Symbolik der Zahl Drei

Eine Trias (auch Triade) REL. => Götterdreiheit.

Die magische Zahl drei

Was wäre die Welt ohne das Dreieck?

Und was wäre ohne Dreiecksverhältnisse?

Dreiecksverhältnisse – Astrodienst

Dreiecksbeziehungen

Oft gestellte Fragen über die drei Affen

Der Schneider, welcher sich auf dem automatischen Sog nach oben bis in die Unfähigkeit entwickelte, er wurde, nachdem man ihn offenbar nicht mehr als Schulkommandant einer Rekrutenschule wollte oder eben, weil seine Zeit dafür abgelaufen war, mit der Funktion als Militärattaché belohnt. Er stand eher für „Ziel, Plan, Methode“, was ein fataler Verstoss gegen die militärische Doktrin der Einheitlichkeit bzw. die heilige Dreiheit darstellte. Eine mögliche Reaktion:

nichts hörennichts sehen – von den Soldaten bis zu den Kleinaktionären herrscht  grosses Schweigen (Foto aus martins linksblog)

In der Praxis aber erwiesen sich die drei „K“ mehr denn je als die drei „Z“. Sie bedeuten: Zeigen, Zusehen, Zusammenscheissen (Zusammenstauchen).

Die drei „K“ oder auch die drei „Z“ eignen sich für Sachgeschäfte mit hohem Zeitdruck bzw. dann, wenn man es mit schwachen Mitarbeitern zu tun hat. => Imperativer Fall; Befehl (und Gehorsam) => Ziel und Ausführung zwingend vorgeschrieben. Bei Nichtbefolgen gibt es verschiedene disziplinäre Massnahmen von der Ausgangssperre über den leichten oder gar scharfen Arrest bis zum Extremfall, wenn jemand standrechtlich erschossen wird… Im dümmeren Fall wird einer beordert, mit der Zahnbürste den Platz fürs Hauptverlesen der Kaserne zu wischen oder eine verlorene Zeltschnur im Gehölz zu suchen…

Ab den 70-ern wurden die drei „F“ eingeführt. Sie stehen für Fördern, Fordern Feedbacken und sollten mehr dem Stil Y von Mc Gregor entsprechen. Eine Sprache  alleine reichte für die drei Wörter nicht mehr aus… Da kommt mir in den Sinn: „Wenn umorganisiert wird, und alles in englisch umschrieben und bezeichnet wird, wird’s schwierig…! Oder man steht vor einer Übernahme oder einer Fusion, was nichts anderes bedeutet, dass die Unternehmung ihre Identität verloren hat. Situativ-kooperative Führung wurde vorgefaselt.

Diese Art der Führung eigne sich für Alltagsgeschäfte, bzw. für durchschnittliche Mitarbeiter. => Normalfall; Auftrag => Ziel vorgeschrieben, Art der Ausführung frei.

Irgend wann, beisst sich alles in den Schwanz. Seit etwa 1990 gelten wieder drei „K“. Sie stehen für Kontext, Kultur, Kraft. Diese Art von Führung eigne sich für Sachgeschäfte ohne Zeitdruck (wo kommt dies noch vor?) und für gute Mitarbeiter (wer hat nur solche?). => Partizipativer Fall; Delegation /Anregung => Ziel und Ausführung frei. Somit:

„Alles menschliche Tun und Denken geht den Weg vom Primitiven über das Komplizierte zum Einfachen“ (Antoine de Saint-Exupéry) oft hat man den Eindruck, das Gegenteil davon sei wahr! 

Spitz gesagt: „Wähle den Führungsstil und kategorisiere die Mitarbeitenden!“

Der Erkenntnisse gibt es viele… Trotzdem werden die Räder immer wieder neu erfunden. Und es wird dabei gut verdient. Man denke etwa an Bill Gates, der uns alle paar Jahre dazu zwingt, zu lernen, was wir eigentlich schon wissen (sollten). Seine schöpferische Zerstörung erkennt man darin, dass etwa das Schreiben am PC immer wieder mit neuen Programmen verkauft wird. Die alten Programme werden nicht mehr gewartet. Man soll sich die neuen beschaffen und damit bewährte Gewohnheiten über Bord werfen. Und man soll sich gefälligst an das „neue Wissen“, neuer als das neueste Neu, ähnlich wie das neue, noch weissere Weiss in den Waschmittelreklamen, halten.

Marc Twain“ sagte treffend: „Als wir die Ziele aus den Augen verloren, verdoppelten wir die Anstrengungen.“

Der römische Philosoph Seneca wusste schon: „Wer den Hafen nicht kennt, in der er segeln will, für den ist kein Wind ein günstiger“. Heute dem Sinn nach angewendet: Wenn eine Unternehmung nicht weiss, wohin sie will oder „welches die richtigen Dinge“ sind – „doing the right things“, wird es untergehen, auch wenn es „die Dinge richtig tut“ – „doing the things right“. Allein die Fortschreibung des Bestehenden wird nicht genügen, um sich strategisch richtig und zielgerichtet zu verhalten. Die Grundfragen „Was“, „Wie“, „Wo“, „Wann“ und „Womit“ müssen immer neu gestellt und beantwortet werden. Also: „Do the right things right, right now!“

Andere Dreiheiten:

  • Drei Könige 
  • Markt, Profit und Wettbewerb
  • Neue heilige Dreifaltigkeit: => Effizienz, Wettbewerb, Gewinn.
  • Drei Phasen beim Krftstrom
  • Produktion, Handel, Dienstleistungen
  • Wankelmotor, der dreieckiger Läufer ist eine Art von „Dreibogengleichweit“; allerdings ist der Wankelmotor ein Viertakter!

2 x 3 = 6 dachte Stephan Marti, als er sein „Marti’sche Sechseck“ erdachte und es über das magische Dreieck hob.

 

Ob also die Dreiheit der letzte Schrei ist, darüber lässt sich streiten. Das Mass aller Dinge ist sie bestimmt nicht!

Die Erde hat eine Achse und daher zwei Pole. Die vier Haupt-Himmelsrichtungen ergeben sich aus der Aufteilung Nord-Süd (Grosskreise) und Ost-West (Kleinkreise)

Dem Zürcher Führungsansatz liegt die Vierheit inne. Sie schreibt sich PEAK und meint Planen, Entscheiden, Anordnen, und Kontrollieren (motivierend Kontrollieren wäre noch zu empfehlen).

Max Lüscher braucht für die Visualisierung der Gefühle ebenfalls die 4-heit: Er ist  mit Farben der menschlichen Psyche auf der Spur. Die 4 Denktypen des 4-Farben-Systems nach Max Lüscher. 

 

Lüscher-Farbtest: „Die Grundlage ist eine andere Psychologie als die übliche, es ist eine logische, klare Psychologie. Die habe ich dann angewandt auf die Farbdiagnostik. Und diese Farbdiagnostik wird angewandt in der Medizin, zur Persönlichkeits-Beurteilung, zur Auslese des Personals.“ Der Lüscher-Test als „objektive Methode zur Definierung des psycho-physiologischen Zustandes“. 

Prof. Dr. Max Lüscher, Brunnen im Juni 2010

Sein Farbtest ist als Methode der Persönlichkeits-Diagnostik weltweit verbreitet, seine Bücher wurden in 29 Sprachen übersetzt (weitere folgen): Der Schweizer Psychologe Dr. Max Lüscher hat erforscht, wie Menschen auf Farbe reagieren. Am 9. September wird er 87-jährig – und er leitet immer noch seine Seminare!  „Der Test ist eine objektive Methode zur Definierung des psycho-physiologischen Zustandes. “ 

Es gibt also 4 Himmelsrichtungen, 4 Jahreszeiten, die Stadt-Viertel (auch wenn es einmal fünf davon gibt…!)

Wir kennen:

  • die 4 Elemente: 1 Feuer, 2 Wasser, 3  Luft, 4 Erde oder
  • die 4 Temperamente: 1 cholerisch, 2 phlegmatisch, 3 sanguinisch, 4 melanchonisch
  • die 4 Typen von C. G. Jung: Denken, Fühlen, Empfindung und Intuition und viele weitere wie etwa Erich Fromm (die Idealtypen), und v. a.
  • Sigmund Freud vergass neben den Kategorien 1 phallisch, 2 oral, 3 anal, die 4 visuelle Erotik, sonst hätte auch er die 4-heit  zusammengebracht.

Andere Vierheiten:

  • Wer sich im Wilden Westen nicht zu benehmen wusste, wurde  geteert, gefedert und gevierteilt!
  • Vier Denktypen nach Lüscher (rezeptives, provokatives, objektives und reflexibles Denken)
  • Vier Jasskartenfarben für 4 Spieler, mit den wichtigen Wys: 4 Under, 4 Nell, 4 Ober, 4 Könige, 4 Asse, 4 von der gleichen Farbe
  • Was wäre die Welt ohne 4-Eck (= 2 3-Ecke)? Nicht einmal 4-eckige Augen wären nach langem in die Glotze schauen möglich…!
Hierarchie der Vierecke (Wiki)

Etwas Besonderes hat man sich beim Bau des „Pentagon“ einfallen lassen. vermutlich wollte man dem 5-Eckgebäude Tarnkappen- bzw. Stealth-Eigenschaften, => Tarnkappentechnik, einverleiben. Ob der Angriff durch Terroristen 2001 deswegen nicht noch grössere Schäden angerichtet hat?

Schon die Bleistift-Hersteller fanden, dass eine 6- Eckform für ihre einfachen „Mal- und Schreibmaschinen“ aus Zedernholz die beste Form sei.

Aus vier wird sechs: Lüschers sechs Denkstrukturen, sechs ethische Grundnormen, sechs Motivationsvektoren, die sechs Hauptvektoren eines Unternehmens.

 

Von den 4 Farben (=>Grundfunktionen über die 6 verbindenden Vektoren zum ganzheitlichen Betriebssystem (Lüscher)

Bewährt haben sich in der Technik die 6-Kant-Schrauben mit Muttern und die Innensechskante (Inbus).

Alles was 7 und mehr Ecken hat, wird ausser der 9-schwänzigen Katze praktisch als „rund“ empfunden…

9-schwänzigen Katze
 

Zuguterletzt: Der Werkzeuge gibt es heute viele – oft mehr als nötig – die Kunst ist es, die richtige Auswahl und die richtige Kombination zu finden.

Zurück zum Einfachen

Bevor viel Theorie studiert werden muss, soll das bereits Bekannte angewendet werden! Führen: Ich glaube, dass beim Führen das Wichtigste, das Interesse und der Respekt gegenüber dem Mitarbeiter ist!
Jeder Bauer weiss, dass er nur mit gut ernährten, gesunden und gepflegten Tieren gute Resultate erzielt, vor allem, wenn er mit ihnen arbeiten muss(te). Nur mit den Menschen will man den Rank nicht finden wollen! Aber es gab ja auch die Pferdeschinder! Diese findet man noch heute, etwa wenn ein Pferd im Sport an Spitzenleistungen herangeführt werden soll. Selbst Maschinen werden regelmässig gepflegt und auf die Dauer nur im grünen Bereich belastet. Eine erhöhte Dauerleistung ist nur innert festgelegten Grenzen und nur kurzfristig zugelassen.
Einmal mehr sei auf den Hawthorne-Effekt und Frederick Herzberg und dessen  Zwei-Faktoren-Theorie hingewiesen. Interessant ist, dass der Mensch sich selber am wenigsten kennen will.

Literatur /erwähnt aus:

Lüscher; „Aber ich muss nicht“ Heyne

Lüscher; „Der 4-Farben-Mensch“, Mosaik

Lüscher; „Die Harmonie im Team“; Econ

Bildungs– Hintergrund  A-M-E-NP

Menschenbilder in der Führung (Deutsch)hot – Von Menschenbildern

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Cash Guru:

Guru,  Alfred Herbert

02.08.2010 08:37 Jetzt kommen Neueinschätzungen zuhauf! -/- Wall Street – heute Nachmittag kommen weitere Konjunkturdaten – die Unsicherheit vom Freitag wird vorerst andauern. Ist das Glas halbvoll oder halbleer? -/- Hj-Ausweise – diese Woche stehen einige interessante Ausweise an: Zurich (ZFS), Swiss Re, Swisscom, Petroplus, Transocean und dazu weitere Nebenwerte. Danach ist das Gros der Ausweise durch, ein voller Überblick möglich. Vor allem die Ausweise Swiss Re und ZFS werden den Stand der Versicherungs-Industrie vermitteln.

03.08.2010 08:40 Kurzer Ausflug in den Norden ?! -/- CH-Börse – die Trader stehen auf der anderen Seite der Strasse. Und schauen vorerst zu! -/-Arbonia ForsterAFG Gewinn 1. Hj. Gewinn 1,3 Millionen Franken (Verlust 23,3 Millionen), Umsatz praktisch unverändert bei 628,6 Millionen Franken (626,4). Fürs 2.Hj: „vorsichtig optimistisch.“ -/- UBS – will Aktivitäten in den USA neu aufbauen und forcieren. Es werden Top-Leute aller Couleurs angestellt. Und mit grosser Publizität begleitet (od: Werden Räder neu erfunden?”). P

04.08.2010 08:42 Swatch bleibt Geldmaschine!-/- swatch – Gewinn 1.Hj plus 54,5pc. „Wachstum bleibt ausserordentlich stark.“ -/-  Swisscom – 1,Hj. Umsatz stagniert, Reingewinn minus 12,5pc (Rückstellungen Gerichtsfall Mehrwertsteuer Fastweb). Aussichten weiter gut, Dividende wird sicherlich wieder erhöht werden. -/- Transocean – bringt heute nach NY-Börsenschluss Ausweis. Alles möglich… -/- Optionen – Händler etwas ratlos ob der neuen Schwäche!P

05.08.2010 08:40 Givaudan verdoppelt Gewinn – Versicherungen mit Fragezeichen -/- Givaudan – 1.Hj. Gewinn  200 Millionen Franken (95), Umsatz plus 10,2pc. Bruttomargen erhöht. Ausblick „weiter optimistisch.“ -/- Givaudan – 1.Hj. Gewinn  200 Millionen Franken (95), Umsatz plus 10,2pc. Bruttomargen erhöht. Ausblick „weiter optimistisch.“ -/- Swiss Re –Gewinn 812 Millionen Dollar (Vorjahr 343 Dollar Verlust), Gewinn pro Aktie CHF 2,65 (-1,13). Sorgenkind: Prämienrückgang auf 4,679 Milliarden Dollar (5,098). Stimmt Analysten nachdenklich. Combined Versicherungskapital rückläufig auf 10 Milliarden Dollar (12)! -/- Transocean – 2.Q. Umsatzrückgang 13pc auf 2,5 Milliarden Dollar. Beschlossene Dividende gestoppt: „Abklärungen der Schweizer Behörden verzögern Auszahlung…“ -/- UBS – muss wegen ARS (Auction Rate Securities) 81 Millionen Dollar bezahlen. UBS wird Schiedsspruch möglicherweise weiter vor Gericht ziehen.

06.08.2010 08:36 Roche bringt positive Avastin-Studie! -/-Roche – schlägt zurück! Vergleichende Studie zeigt, dass Patienten mit Avastin die längste Gesamtüberlebensrate bei fortgeschrittenem Lungenkrebs haben. -/- StarragHeckert – Umsatz und Gewinn rückläufig. Umsatz minus 31pc, Auftragseingang minus 27pc. Gewinn 3,1 Millionen Franken (8,3). Auftragseingang belebt sich wieder. Optimistisch für zweite Jahreshälfte. -/-
Transocean – Loch verschlossen, gut für die anderen Plattformen im Golf von Mexiko. Fachleute meinen, Transocean habe eine geschickt abgesicherte Versicherung für die Plattform im Rücken. Dividendenfrage ruft nach Erklärung.

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