Bergkäse von der Balisalp

Um 1973 verbrachten wir Sommerferien auf dem Hasliberg. Auf der Balisalp unterhalb von Käserstatt konnten wir ein altes Chalet mieten. Mein Schwiegervater war in seinen besten Jahren mit seinem Bergwanderclub schon dort.

Eines Tages  wollte ich frischen Rahm besorgen und wanderte mit der Jungmannschaft zur Käserstatt, wo ich mich bei einem Älpler nach der Möglichkeit erkundigte. Irgendwie kam ihm dies etwas seltsam vor. Aber als ich ihm erzählte, dass mein Grossvater auch Käser war, wurde er aufmerksam. Schliesslich bekam ich zwei Liter fischen und konzentrierten Rahm. Da weder er noch ich wussten, was der Marktpreis war, verlangte er zwölf Franken! Und wir durften am nächsten Tag bei der Herstellung eins Käses zuschauen.

Die Herstellung folgte einem uralten, bewährten Rezept. Es wurden Laibe von ca. 15 kg hergestellt.

Der Vorgang:

Käsekessi (Kupfer)

Das Anzünden des Feueers ist ein spezielles Zeremoniell! Feine Holzspäne, abgespalten von einem Klotz werden zuerst ins Petrol eingelegt. Dann wird trockenes fein gespatenes Holz auf geschichtet, Danach kommen etwas gröbere Stücke dazu. Die getränkten Späne werden nun in den Holzhaufen gesteckt und mittel eines Feuerzeuges oder mit einem Streichholz zum Feuer entfacht.

Man gibt ca. 140 l Milch ins saubere Käsekessi. Zuerst wird die Morgenmilch (nicht entrahmt) schonend aufgewärmt und gut umgerührt. Dann kommt die Abendmilch vom Vortag dazu

Käsereiharfe

(entrahmt). Nun wird die Milch langsam auf 32°C erwärmt..

Bruchrührer

Dann wird ca. 2,5 l Käsemilch mit Labpulver dazu gegeben (ist 2 Tage gestanden um genügend Bakterien zu bilden). Nun wird der Kessel vom Feuer weg geschwenkt. Der Inhalt muss nun gründlich gerührt werden. Danach wird das Kessi zugedeckt und der Inhalt muss ca. eine halbe Stunde ruhen.

Die inzwischen entstandene weisse Schicht (Ziger) wird jetzt mit der Harfe geteilt und mittels einer hölzernen Handschaufel bzw einer Schuffe (heute  aus Plastik!) weiter zerteilt und gemischt.

Schuffe

Das Gemisch bleibt eine halbe Stunde stehen. Danach wird dieses mit dem Bruchrührer durch ständiges Umrühren  so lange bearbeitet, bis die  Korngröse von etwa 5 mm erreicht ist.

Nun kommt der Kessel wieder üpers Feuer. Es folgt weiteres Umrühren mit dem Rührwerkzeug.

Jetzt ist es so weit, dass der Inhalt aus dem Kessi genommen werden kann. Das Käsekorn wird nun mit der Käseleinen erfasst, aus dem Kessi gehoben und der so entstandene Käsesack in den Käsereif gelegt. Der Käsesack wird jetzt gepresst um die Flüssigkeit heraus zu drücken. Nach diesem Vorpressen wird der Käsesack dem Reif entnommen und der Käse neu eingewickelt und wieder in den Reif gelegt. Es erfolgt erneutes Pressen.

 

 

 

Nach einem Tag wird wird der Käse aus dem Reif genommen, das Tuch (Leinen) wird entfernt und der Käse wird im Spycher (Lagerhhütte) für 2 Tage ins Salzwasser gelegt (der Käse darf im Salzwasser schimmen, er ragt ca 1 cm aus dem Salzwasserspiegel. Der schwimmende Käse nimmt hier Salz auf und gibt Molke ab. Langsam bildet sich die Rinde und sein Geschmack wird intensiver.

Nun wird der Käse gelagert, regelmässig mit Salzwasser abgerieben, gewendet und gelagert. Zu gegebener Zeit wird der Käse angebohrt um die Reifung zu kontrollieren. Ein kleines Stück wird zum Probieren abgebrochen, mit dem Rest des Zäpflis wir das Loch wieder verschlossen. Bei dieser Kontrolle wird der Salzgehalt beurteilt und die Konsistenz der Masse überprüft. Falls zu wenig Salz drin ist kann mit zusätzlichem Salzen nachgeholfen werden.

Im Herbst wird der Käse den Händlern angeboten. Nach weiterem Lagern kommt der Käse auf den Markt.

*****

Bodè Rädi, alt Schiffmeister 1872 – 1960

Die Käse die mein Grossvater herstellte, waren etwas grösser! Er stellte Spalenkäse (Sprinz),  Bergkäse fett und mager her. Die letzte Alpsaison meisterte er noch im Alter von 80 Jahren.  1949 war ich mit ihm einen Sommer lang in der Lochhütte in Wiesenberg und 1950 im Wigerts in Maria Rickenbach. Alersunterschied: 70 Jahre! Auf dem Bild unten ist Kari Schmid, mein Stiefcousin zu sehen, der auf der KLewenalp die Käselaibe versorgt. Mein Grossvater war der Käser. Mit den Käsereiabfällen mästete er Schweine, die auch gutes Gewicht auf die Waage brachten.

Karl Schmid, auf Klewenalp, Rädis Käserei

Diese Art der  Käseherstellung ist inzwischen verschwunden.

Mit Hygiienemassnahmen soll die Bildung von Listerien verhindert werden. Teilweise absurde EU-Normen, die gar die Farbe des Käses vorgeschrieben haben, haben Spuren hinterlassen. Heute kommt vermehrt pasteurisierte Milch zum Einsatz.


Ursula, die neue Märlitante

Wir erinnern uns an Trudy Gerster, die Märlitante! Heute baut sich Ursula eine Kompetenz auf, die in eine ähnliche Richtung deutet.

Ursula

Sie finden man, frau unter „Jede Daag Ursula

„(…) Wenn Kinder etwas lieben, dann wollen sie es jeden Tag. So entstand meine Idee. Kinder lieben Geschichten. Sie möchten eine Geschichte immer und immer wieder hören, am liebsten jeden Tag. Meine selbstgeschriebenen und selbst illustrierten Geschichten erzähle ich bewusst auf Schweizerdeutsch. Die Themen wähle ich sorgfältig aus und erzähle sie altersgerecht. Die Geschichten widerspiegeln Alltagssituationen aus der Welt der Kinder. Sie sind lehrreich, witzig und regen die Fantasie des Kindes an, was wiederum einen positiven Effekt auf die Entwicklung des Kindes hat…)“

Wenn Sie kleine Kinder haben oder welche betreuen, dann treten Sie hier in eine Fundgrube! Schauen Sie her- oder hinein! Es lonht sich!

Weitersagen ist erwünscht! 🙂


Covid-19, perfekte Pflege und Fragezeichen

Dank

Rückblickend auf den Virusbefall Covid-19 und die erfolgreiche Behandlung in der Zeit Nov-Dez. 2020 bin ich veranlasst, allen die zum Erfolg beigetragen haben, meinen herzlichen Dank auszusprechen.

Dieser geht an Brigitte, mein Frau, an die Hausarztpraxis Dorfplatz Dr. med. Tanja Michel und Dr. med. Martin Sigg sowie an Frau Dr. med. Carola Stadelmann in Sachhseln, dem Kantonsspital Obwalden Bereich Medizin um Chefarzt Dr. med. Thomas Kaeslin und die Covid-19-IPS, erster Stock am LUKS, Luzerner Kantonsspital inkl. die rückwärtigen Dienste und die Ambulanzen der beiden genannten Spitäler!

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Als im Frühjahr 2020 bezüglich Corona Massnahmen angeordnet wurden, waren wir schon eine Woche zuvor in selbst gewählter Quarantäne. Eine Jugendorganisation bot Botengänge an, die wir über mehrere Monate benützten. Die Dienstleistung funktionierte tadellos. Einmal pro Woch wurde bestellt und  jeweils am Freitag wurde geliefert. Je präziser der Bestellzettel desto kleiner die möglichen Abweichungen!

Vorsicht, Corona Virus!

„Der kluge Hausmann baut vor“

Anlässlich der Pandemie H1N1 2009/10 legte ich einen Notvorrat an Hygienemasken an. Nun konnten wir sie aus dem Keller holen, wo es 200 Stck gab. Das reichte für den Anfang. Als ich diese Masken beschaffte, kostete ein Pack à 50 Stck Fr. 4.95! Darin war erst noch eine Bescheinigung, dass die Normen des BAG erfüllt seien. Das Produkt war von 3M und gekauft habe ich es einst bei Migros. Die Masken, obwohl schon etwas länger gelagert, waren in tadellosem Zustand.

Hygiene Masken 3M MigrosWer den Preis von heutigen Angeboten mit jenem vor rund 10 Jahren vergleicht, stösst auf Überraschungen. Jemand machte  den grossen Reibach!  War der Landesindex der

Sonderregeln für Senioren, Blick
Hygiene Masken 3M Migros

 

Konsumentenpreise im  Dez 2010 = 100, so war dieser im Dezember 2020 = 98,1! Daraus folgt, dass die Teuerung praktisch unverändert blieb. Bezieht man die fortgeschrittene Rationalisierung in der Fertigung in die Betrachtung ein, müssten sie Preise heute noch gleich oder niedriger sein als vor rund 10 Jahren! Einige haben also an den Hygienemasken gewaltigt abgesahnt!

Man gab sich also grosse Mühe bezüglich Tragen von Masken, Wahrung der Distanz und Hygiene. Für einmal waren wir jene hinter den Schaufenstern!

Obwohl wir uns bemühten, bei Begegnungen den Wind jeweils Richtung Füdli zu verspüren, entgingen wir der Gefahr nicht! Sie kam von dort wo man sie am wenigsten erwartet!

Ghetto der Alten

Trotz aller Vorsicht wurde das Virus in einer REHA übertragen! Man tat sich offenbar schwer mit Fällen und deren Behandlung im Haus. Wen man früher entlassen konnte, durfte  nach einem Schnelltest, der negativ ausfiel gehen. – Nur, kaum zu Hause gings los! Fieber, Durchfall, Geschmacksverirrung, Husten. Ein weiterer Test zeigte ein positives Resultat. Dass das Virus intern übersprang ist eine logische Folge.

Während  Frau  mit einer Isolation auskam, musste Mann via Hausarzt notfallmässig ins Spital, wo man nach einer Nacht eine Verlegung in die spezialisierte Covid-IPS am LUKS in Luzern schnellstens an die Hand nahm.

Folgerung: Die Frauen sind halt doch die stärkeren „Männer“!

Ein Gesundheitswesen von der besten Seite

„(…) Sie alle haben es geschafft! Es ging für mich noch einmal gut!. Vielleicht bin ich dem Teufel ab dem Karren gefallen. Ein pensionierter Flugkapitän formulierte es anders: „(…) Ich glaube,  du bist dem „Teufel nicht vom Karren“ gefallen, sondern die Engel haben dich davon herunter geholt: Die in weiss oder hellgrün und dann natürlich und vor allem die, die irgendwo zwischen Himmel und Erde sind- aber höher als alle Flugzeuge… )“ Ich muss da etwas einfügen:

Antoine de Saint Exupèry kam auf den kleinen Prinzen weil ein türkischer Astronom im Jahre 1909 mit seinem Fernrohr den Planeten B612 ein einziges Mal gesehen hatte und Saint Ex davon hörte. Wem der Kleine Prinz von Antoine de Saint Exupéry nicht mehr geläufig ist, lese hier nach:   Deutsch, EnglischEnglisch, Italienisch, Polnisch, Ungarisch, Ungarisch, Tschechisch

Als der Kleine Prinz die Erde wieder verliess passierte folgende Szene:

„(…) „ Hier… das ist alles….“ Er zögerte noch ein bisschen, dann erhob er sich. Er tat einen Schritt. Ich konnte mich nicht rühren. Es war nichts als ein gelber Blitz bei seinem Knöchel. Er blieb einen Augenblick reglos. Er schrie nicht. Er fiel sachte, wie ein Baum fällt. Ohne das leiseste Geräusch fiel er in den Sand.)“ Aus: der Kleine Prinz, Antoine de Saint Exupèry. Kap. XXVI

Der Kleine Prinz im Cocidumfeld

Ich fühlte mich tatsächlich wie ein kleiner Prinz, der auf den Händen getragen wurde. Ich nahm meinen Zustand gar nicht wahr. Daher hatte ich keine Zeit für Angst und Trauma gehabt. Viel mehr  begann ich sofort, mich zu wehren, begann mit Atemübungen in aufrechter und in liegender Position. Nicht aus rationaler Überlegung. Nein, der Organismus tat es von selbst! Die Physiotherapeutin hatte da kaum etwas zusätzliches anzubieten! Ein Arzt erklärte, mein Flämmchen hätte nur noch geflackert und eine etwas kräftige Böe hätte genügt…Der Blitz am Knöchel blieb aus! Der Wille schaltete den Organismus auf „Kampfmodus“

Der Kleine Prinz im Spital

Ich schreibe mein Glück jenen zu, die mich sorgfältig einfühlend und wohlwollend um- und versorgt haben. Ich spürte grosse Fachkompetenz und hohe Professionalität. Das unter Dauerbelastung stehende Personal, Ärzte wie Pflegepersonal schafften es!

Ich hatte genügend Gelegenheit und ich nutzte sie um zu erfahren, wer sich hinter Brille, Maske und Schutzanzug versteckte. Es waren Familienfrauen, die in einem Teilzeitpensum täglich ihre Kraft für Leute wie mich zur Verfügung stellten, während sie sich vor dem Virus zwar schützten und sich doch ängstigten. Es waren Pflegende mit einer Zusatzausbildung in Intensivpflege und es waren solche, die aus anderen Spezialgebieten kammen und kurzfristig für diese Art der Pflege und Betreuung geschult wurden. Eine Pflegefachfrau, sie kam aus den Philippinen, hatte eine Coronaerfahrung bereits hinter sich. Auf Google Maps suchte ich Ihre Stadt, wo sie aufgewachsen ist. Die grossen Distanzen lassen sich mit den heutigen Mitteln drastisch verkürzen, wenigstens mental.

Es ging um einen 24-Stundenbetrieb. Die Leute waren im Schichtbetrieb im Einsatz. Sie leisteten Überstunden, die sie kaum vernünftig abbauen konnten. Sie liessen diese Last über sich ergehen, waren trotzdem freundlich, konzentriert und s fehlte nicht an Empathie!

Ihre Vorgesetzten waren mit verbalem Lob und Anerkennunggrosszügig dafür, dass alle ja nur ihren Job gemacht hätten. Mit Verben alleine kann man nicht eine einzige Schnitte Brot kaufen! Betriebe, die ihr Budget nicht einfach über Bord werfen konnten, weil der Kostendruck gross ist, wurden innovativ. Anstelle von Sonderzulagen gaben sie dem Personal Einkaufsgutscheine ab. Die Geste kam an. Es erstaunt nicht, dass die Gewerkschaften die spezielle Situation ausnützen wollten. Schnell flatterten Lohnforderungen in die Spitäler. Es ist ihnen nicht zu verargen. Industrie, Gewerbe, wie die dienstleistende Industrie sowie der Tourismus ud die Gastronomie streckten beide Hände Richtung Staat aus. Nebst Hilfe wrde bisher auch Strukturerhaltung betrieben. Ein deutliches Zeichen: Die Zahl der Konkurse ging stark zurück!

Unverständnis

Den Impfkritikern und -verweigerern wie auch Demonstranten wünsche ich, dass sie sich keine Sekunde auf einer Covid-Intensivpflegestation aufhalten müssen und auch nicht dass sie das, was nach einer Entlssung folgt, erleben müssen!  Wer sich der Impfung entzieht, sollte sich auf eine einsame Insel zurück ziehen, wo es keine Möglichkeit gibt, andere anzustecken ausser seinesgleichen! Gleiches gilt für jene, die glauben, sie könnten egoistisch und ohne Rücksicht auf Verluste, feiern, saufen und kiffen. …  als sei nichts passiert.

Ich verstehe auch jene Politiker, Verbandsbosse und  …. nicht, die sich am Pflegepersonal, an der Ärzteschaft und an den betroffenn Personen zu profilieren versuchen. Viren kann man nicht verhandeln. Deren Auftreten kann man nicht planen. Aber man kann Kontakte reduzieren und Massnahmen treffen. Man müsste es nur konsequent tun. Es gibt Länder, die es können! Man sehe sich z.B. in Singapur um!

Bedauern

Mein Leidensgenosse hätte noch ein paar Jahre bescheidenen Daseins geschätzt. Christian, der kräftiger Mann, sportlich fit, knapp über dem AHV-Alter! Sein Arbeitgeber gab ihm nach der Altersguillotine noch ein ansehnliches Teilzeitpensum, weil er ihn und seine Arbeit schätzte. Die „Covidseuche“ erwischte Christian heftig. Er litt! Ärzte und das Pflegepersonal, selbst schon längst im gelben Bereich vor Dauerbelastung, betreuten ihn geduldig, ja aufopfernd und stets freundlich fast 24 Stunden pro Tag. Kein Mittel war ihnen zu viel, um ihn vorwärts zu bringen. Er, dem es das Leben nicht einfach machte, hätte es verdient, einen geruhsamen Lebensabend geniessen zu können. Es sollte nicht sein. Christian musste im Kampf gegen das Virus klein beigeben. Er hätte wohl mit dem Frust, zu Hause  bleiben zu müssen, gerne getauscht.

Impfstrategie

Wir bekamen einen Termin per 4. Febr, 2021. Zwei Tage vorher wurde der Termin anulliert. Fehlender Impfstoff. man liess uns die Priorität ohne jedoch den zeitlichen Horizont zu nennen! Planer irren genauer! 

Eutanasie durch die Hintertür?

Nikola Biller-Andorno UNI Zürich

Nikola Biller-Andorno Bioethikerin an der Universität Zürich:

«Ich halte es für gerechtfertigt, Älteren auch einen schlechteren Impfstoff zu geben» Weil die Wirksamkeit der Corona-Vakzine unterschiedlich ist, erhalten manche Geimpfte einen schlechteren Schutz. Die Bioethikerin Nikola Biller-Andorno sagt im Gespräch mit Stephanie Lahrtz, was ethisch vertretbar ist.

….Frau Biller-Andorno, ist es unethisch, älteren Menschen, die ja auf einen sehr guten Impfschutz angewiesen sind, einen weniger guten Impfstoff anzubieten?

Ich halte es derzeit für gerechtfertigt. Die Situation ist im Augenblick sehr komplex und verändert sich rasch. Quelle: NZZ vom 13.02.2021

Frau Biller-Andorno strotzt offenbar vor Selbstsicherheit. Schaut man ihre Karriereschritte an, kommt einem eher eine Johhopperin in den Sinn, als jemand der zielstrebig die Spitze der Berufung anstrebt. Als Deutsche verhält sie sich typisch. Sie schlägt einen Ton an, der besser in eine Deutsche Kaserne aus dem zweiten Weltkrieg passt als in die heutige Zeit, wo Humanität ihren Platz gefunden hat. Den anderen sagen wo es lang geht,  das kennen wir doch schon längst aus dem Mund von „Germaninnen und Germmanen“! Sie würde sich besser mit der ethischen Frage um Konzentrationslager auseinander setzen, als so einen Schwachsinn in die Welt setzen!

Falls sie den Impfstoff dereinst erhält, sofern sie diesen nicht schon durch die Hintertür empfangen hat, wird sie sicher freiwillig ein Placebo einnehmen und sich zusätzlich via Hypnose schützen wollen!

Ob die Jobhopperin eine Ahnung davon hat, was es bedeutet, Impstoff industriell herzustellen und was es nur schon an Betriebsmitteln dazu braucht – von der Logistik mal abgesehen!

So nicht Frau Biller-Andorno und in der Schweiz schon erst recht nicht!


Corona Frust

Vor der Glotze

Wir sind Zuhause eingesperrt,

wie das an meinen Nerven zerrt,

aufstehn, essen, Karten spielen,

hab am Finger jetzt schon Schwielen.

Ich verlier langsam den Mut,

weil Sylvia immer siegen tut.

Ich will mich ja zusammenreissen,

jetzt hilft wirklich nur bescheissen,

doch wie alles jetzt im Leben,

ging auch das daneben.

Neben Kreuzworträtsel lösen,

muss ich zwischendurch mal dösen,

wenn meine müden Augen,

beim Lesen nicht mehr taugen

und auf keinen Fall vergessen,

all die Pillen aufzuessen.

Am Abend lass ich die Glotze laufen

und könnte mir die Haare raufen,

denn die Bilder jeden Tag

sind wirklich eine echte Plag,

denn all die Menschen die da sitzen,

behandelt man mit Spritzen.

So denk ich an die Zeit zurück,

mit Kaffee, Gespräch und Glück

und an all die Morgenstunden,

in den schönen Kaffeerunden.

Frust

Ruedi Gysi, 29. Januar 2021

Ruedi’s Sicht der Dinge! Es gibt auch andere: z.B.:

Christian, ein kräftiger Mann, sportlich fit, knapp über dem AHV-Alter. Sein Arbeitgeber gab ihm nach der Altersguillotine noch ein 60-% Pensum, weil er ihn und seine Arbeit schätzte.  Die „Covidseuche“ erwischte Christian heftig. Er litt! Ärzte und das Pflegepersonal, selbst schon längst im gelben Bereich vor Dauerbelastung, betreuten ihn geduldig, ja aufopfernd und stets freundlich fast 24 Stunden pro Tag. Kein Mittel war ihnen zu viel, um ihn vorwärts zu bringen. Er, dem es das Leben nicht einfach machte, hätte es verdient, einen geruhsamen Lebensabend geniessen zu können. Es sollte nicht sein. Christian musste im Kampf gegen das Virus klein beigeben. Er hätte wohl mit dem Frust, zu Hause zu bleiben müssen, gerne getauscht.


Dünger aus der Sahara

Über die Kraft der Thermik und über die Winde wurde an dieser Stelle schon mehrmals berichtet. Wetterphänomene und -ereignisse faszinieren immer wieder!

Die Kraft im Wind wurde schon früh erkannt und genutzt. Landeroberer und Seefahrer  wie z.B. Christoph Columbus, Vasco da Gama,  sowie Polarforscher wir z.B. Roald Amundsen, und Fritjof Nansen,  waren mit Segelschiffen den Geheimnissen auf der Spur.

Denken wir auch an die Windmühlen Sie erleben heute eine Renaisance in der Stromproduktion.

Es wird dauernd gebetsmühlenartig geschrieben, sie würden erneuerbare Energie gewinnen! Die Schreiberlinge, Politiker , ja gar wissenschaftlich  Orientierte usw. haben gute Schulen besucht. Dort sind sie auch in Physik  Da istunterrichtet worden. Von daher müssten sie es eigentlich wissen. Energie  kann erzeugt werden.  Die Generatoren werden von Motoren angetrieben oder sie werden mit Wasserkraft oder eben mit Wind angetrieben. Energie kann auch gespeichert werden (Akkumulatoren, Stauseen). Man nennt sie potentielle Energie. Die Wirkung kinetischer Energie kann nach dem Abgang einer Lawine festgestellt werden. Ist die Energie verbraucht, ist sie weg. Die Lawine kehrt nie an ihren Ursprung zurück! Ergo: Niemand kann Energie erneuern!

Flitspritze (DDT)

Diese unzulässigen Behauptungen sind schon so verbreitet und eingetrichtert, dass man sie selbst mit *Flitsppritzen DDT)“ nicht mehr ausrotten kann!

Starke Südströmungen bingen Saharastaub nach Europa. Gletscher und Schneefelder zeugen davon. Es bilden sich jeweils rötlichbraune Ablagerungen und Einschlüsse in den Schnee- und Eismassen.

Giswilerstock im Winter bei klarer Sicht

Kürzlich war es wieder soweit. Der Hauptmotor respektive der „Staubsauger“ war das Tief über Spanien

Saharastaub Fr 4.2.21

Autofahrer erkennen jeweils den gelblichen, feinen Staub auf der Oberfläche des Wagens insbesondere auf der Frontscheibe. Die Besitzer von Autowaschanlagen freuts!

Giswilerstock, Saharastaub 05. 02. 21

Die kräftige Strömung aus Süden hat aber auch positive Aspekte. Europa kommt so gratis zu wertvollem Dünger! Meteo Schweiz hat abgeschätzt, dass am Freitag den 4. 2. 21 ca. 2g / m2 über der Schweiz schwebten. Umgerechnet wären dies 82’670 Tonnen Staub bzw. Dünger, der „gratis“ da abgeladen wird!

Saharastaub 1, 138.217.453, © earthobservatory.nasa.gov

„(…)  Eine Studie zeigt zum Beispiel, dass der Saharastaub für die Vielfalt der Pflanzenwelt im Amazonasgebiet sehr wichtig ist. Mit dem Passatwind wird der Staub von Afrika über den Atlantik nach Südamerika getragen und alleine im Amazonasgebiet werden jährlich rund 40 Millionen Tonnen des Saharastaubs abgelagert.

Staubeintrag csm_20140124_GlobalerStaub_NASA_AWI_7329812141

Der Staubeintrag in den Südozean stammt aus Patagonien und Australien. Beide Quellen waren während vergangener Eiszeiten erheblich verstärkt. (rot=Staub; blau=Meersalz; grün=organisches Material und Ruß; weiß=Sulfatpartikel).


Walter Korner (KoWa)

Liebe Segelflieger und Segelfliegerinnen sowie Ehemalige Mitglieder der SG Nidwalden. KoWa,  wie ihn seine engsten Freunde nannten, ist nicht mehr unter uns.

 

Walti war eifriger Flugmodellbauer. Der Virus wurde ihm wohl von seinem Bruder Edi übertragen. Das „richtige Fliegen“ jedoch reizte ihn auch. Auch da eiferte er Edi nach.

Hans Stocker, Walter Korner, Modell mit Staustrahltriebwerk

Bevor er zur SG Nidwalden stiess, war er Flugmodellbauer, zusammen mit seinem Bruder Edi. Es ist wohl klar, woher das Virus kam.

Das „richtige Fliegen“ jedoch reizte ihn. Auch da eiferte er Edi nach. Ergo trat er in die SGN ein. Sein fliegerischer Tatendrang führte ihn u.a. auch nach Samaden, wo er mit seinem jüngeren Bruder Franz im Doppelsitzer das Engadin aus der dritten Dimension erforschte. Im engeren Freundeskreis innerhalb der SGN war Walti „KoWa“.

Das Trio aus der Gruppe „1789“. von linkes: Rolf K. Bucher, KoWa, Bruno Tuschak
Ein Fireball

Es war ihm wichtig, den Wind richtig im Gesicht zu spüren. Dies gelang ihm am besten in seinem Fireball auf dem Vierwaldstättersee. Später renovierte er zusammen mit Franz einen ziemlich herunter gekommenen englischen Kreuzer und danach kam noch ein „Zugvogel“ zum Einsatz. Bald einmal war ein Motorboot gefragt. Die Freizeitbeschäftigung auf dem See war familienfreundlicher, als jene auf dem Flugplatz!

Maria, Waltis Schwester erinnert sich:: „(…) Da sich Seppi und Walti dem Segeln verschrieben hatten, fuhren sie einst nach Holland und holten sich zwei Segelschiffe im Baukastensystem vom Typ Waarship mit Kajüten,  wo die ganze Familie Platz drin hatte. Die Schiffe wurden perfekt ausgebaut. Im Sommer shipperten wir beide Familien im Zugerseee herum, und ankerten am Ufer, wo wir ein Feuer machten und im Schiff übernachteten.  Das Waarship von Seppi liegt immer noch im Zugersee und gehört jetzt Adrian, meinem Sohn.)“.
Waarship  

Beruflich schlug es Walti nach Durban in Südafrika, wo er für die AMEXCO ein paar Jahre tätig war. Zurück in der Schweiz, stand er vor einer Entscheidung. Wenn er wieder Richtung Durban verreiste, dann für immer. Er entschied sich anders.

Aus beruflichen und privaten Gründen kam er nicht mehr auf den Flugplatz zurück. Eine Zeit lang wohnte er im Elsass, wo er Landhaus bewohnte. Mit seiner Familie wohnte er in Cham.

Wer Walti kannte der weiss, dass er feiner Kamerad war, auf den man zählen konnte. Wir denken gerne an ihn zurück!