SG Nidwalden, Flugunfall HB-818 am Haldigrat, Gigi

Aus einer Diskussion mit Fliegerveteranen der SG Nidwalden und der ehemaligen SG Luzern kam ich auf den Flugunfall am Gigi, westlich des Haldigrates mit der Ka 8 HB-818 zu sprechen. Ein nicht markiertes und nicht gemeldetes Seil spielte Schicksal sogar zwei mal!

MaschIng. und Segelflugpionier,August Hug

Mein Fluglehrer August Hug (+) lehrte uns: „Unfälle passieren nicht, sie werden verursacht!“

Schon 1946 schrieb der Chronist August Hug: (…) … dann, eines schönen Tages wurde unser Prunkstück, das „Baby“ ein Opfer der Lüfte. Es war eine Föhnlage, natürlich hatte man viel zu diskutieren – Anflug vom Rigi, Föhnwellen, Streckenflüge etc. – alles fantastische Möglichkeiten. Die treuen Vögel warteten, ganz auf sich alleine angewiesen auf die grossen Könner. Plötzlich brach der „Wester“ herein. Die unbewachten Vögel wurden herumgeblasen. Ein Windstoss griff unter die Flügel des Baby’s, hob es mit samt dem Hatemann hoch und warf es auf den Rücken. Also „Hütet euch vor dem, nach dem Föhn, hereinbrechenden West!)“

„Luigi“, der Ex SG-Luzerner kramte da den „Haldi“ hervor, indem er diesen kürzlich begangen hatte. So ergab das eine das andere…

“(…) Dann möchte ich Dir noch berichten, dass ich am Pfingstmontag mit der Seilbahn nach Niederrickenbach hochgefahren bin. Eigentlich wollte ich weiter zur Musenalp, um von dort nach Niederrickenbach zurückzugehen. Dieses Bähnli fuhr aber nicht. So suchte ich die Talstation des Haldigrat-Sessellifts auf, wo ein stattlicher Holzpavillon für ein Freilichtspiel aufgestellt worden ist. Die Aufführungen müssen aber um ein Jahr auf Juni 2021 verschoben werden. Bau- und Forstmaschinen, einige Fahrzeuge, aber sonst war niemand zu sehen. Der Bahnbetrieb auch hier eingestellt! Oder aber doch nicht? Als ich bemerkte, dass die Sessel um etwa 5 Meter vorrücken, betätige ich die Sprechtaste. Kurz darauf meldet sich Herr Mathis, Bahnbetreiber und Gastwirt des Berggasthauses persönlich. Da eine Handvoll Ausflügler zu Tal geseilt werden, ergibt sich die Möglichkeit hochzufahren. Ein anderer Senior stösst dazu und schon geht es luftig dem Haldigrat entgegen. Die Alpen hier sind noch nicht bestossen, aber die Sömmerung wird nächstens angetreten.  

Erinnerungen steigen auf an jenes etwa 40 Jahre zurückliegende Winter-Skiwochenende der SG Luzern auf dem Haldigrat. Wir waren ja auch nur wenige winterfeste Segelflieger, jedenfalls weiss ich noch, dass Du, Röbi das eingefädelt hattest. Was ich noch weiss ist die halsbrecherische Skiabfahrt am andern Morgen im pistenlosen Schnee. Oben setzten wir uns hin, tranken etwas, genossen die Bergwelt und die wunderbare Aussicht auf das Luzerner Mittelland. Gegenüber Wiesenberg und Stanserhorn, über dem Grat der steinige Schutthaufen Brisen. Kein Rummel. Die Stille wird nur durch einen Flugzeugschlepp unterbrochen. Natürlich, die Nidwaldner, wer denn sonst! Klinkpunkt über dem Haldigrat. Abendsonne. Dann mit dem Wirt die letzte Fahrt zurück. Das war ein unerwartetes herrliches Bergerlebnis. Wäre auch ein TIp für einen Ausflug, gegebenenfalls mit Übernachtung, in Wiederholung unseres Winterausfluges nach langer Zeit! Oder auch Quadriga-Treffen, nachdem der diesjährige Segelflug-Veteranenausflug der seuchenhalber abgesagt worden ist.)“

Erst als wir in Buochs regelmässig ein Schleppflugzeug da hatten, konnten wir die spärlichen Thermikküchen suchen und finden. Es war die Gruppe 4711, die sich zu 1789 wandelte, welche auf einer Bergwanderung auf den Haldigrat und die dort starken Aufwinde aufmerksam machten. Fortan galt der „Haldi“ sehr oft als Schleppziel. Es war mühsam, mit dem 90-PS Piper, anfangs war es Hächlers HB-ONA, dann die SGN-eigene HB-OBP, beide mit einem 90 Ps Continantal-Motor ausgerüstet, auch schweres Gerät dort hinauf zu baggern (Blanik L 13). Spätern rissen sich die Deltagleiter den Hang unter die Nägel. Für Segelflieger wurde es zu gefährlich. Die Luft war oft zu  verseucht von Metallrohren, Segeltuch, Spanndrähten und den daran hängenden, oft gestikulierenden Mannen.

Etwas unterhalb in west-nordwestlicher Richtung liegt das Gigi. Ein Heuseil hat dort schon Schicksal gespielt. Es war am Pfingstmontag, 07. 06. 1976. Unser junge Kollege, Thomas F. blieb daran hängen. Wir konnten einen weissen Fleck, ein Stück der Tragfläche der Ka 8, HB-818 vom Flugplatz aus hängen sehen, nachem die Meldung per Funk von einem anderen Sgelflugzeug eingegangen war. Die sagte: „Segelflugzeug westlich Haldigrat abgestürzt!“ Ich war ohne Funktion auf dem Flugplatz. Als ich davon erfuhr, begann es in mir zu „motoren“. Fehler durfte ich jetzt keinen machen und Zeit verplämpern auch nicht! Jemand brachte mich mit dem Seilausziehauto „Herby“ zur Stanserstrasse. Ich kramte meine 100’000-er Karte, Blatt Brünigpass, hervor (ich habe es noch!), zeichnete das fragliche Koordinatenquadrat ein, um den Piloten des Rettungshelikopters einen Fixpunkt geben zu können und seckelte auf die Betriebswache der DMP und alarmierte von dort per Telefon die Helibasis in Alpnach. Diese hielt einen Pikett-Dienst aufrecht. Schliesslich war es die REGA, die übernahm. Ein Berggängerehepaar kam zu Fuss auf den Flugplatz um das Geschehene zu melden. Sie nahmen an, dass der Pilot umgekommen sei. Derweil lag Thomas, nur leicht verletzt im Luzerner Kantonsspital. Er kam mit einem Schädelschwartenriss und einer Gehirnerschütterung davon. Der Flügelstummel und die Stahlrohrkonstruktion der Ka 8  nahmen die Aufprallenergie fast voll auf! Wäre es eine Ka 6 gewesen, hätte die Sperrholzkonstruktion wohl weniger Energie absorbiert! Im Nachhinein wurde uns klar, dass Hans B., eben die Flugprüfung hinter sich, zusammen mit Thomas den Haldi probieren wollten. Sie flogen fast in Formation. Hans flog etwas enger am Hang. Er musste das Seil unterflogen haben ohne es zu sehen! Sie wollten um die Bergkante herum an die tragende Flanke des Haldigrates fliegen. Insofern hatten wir Glück im Unglück, denn wir hätten gut und gerne die beiden Ka 8 an einem Tag praktisch gleichzeitig verlieren können! Das Seil war nicht bekannt. Im Blatt Nidwalden  1:25’000 waren damals 187 Seile eingetragen. Die Niederberger Seilbahnen in Dallenwil waren geschäftstüchtig! Und die Bergbauern wussten wie man ergonomisch und effizient die Arbeit erledigte. Thomas hatte die gesetzlich Höhe eingehalten, doch der seitliche Abstand mit 60 m war um einige Meter unterschritten. Später wurde der seitliche Abstand anstelle der 60 m mit „genügendem Abstand“ festgelegt.

Für mich gab es noch ein kleines Nachspiel: Der Inspektor vom damaligen L+A (eidg. Luftamt), heute BAZL, kam bei der Befragumg von Thomas auf Hans B., kontrollierte dessen Flugbuch und stellte fest, dass Hans Burch zwar die Flugprüfung bestanden hatte, dass aber noch ein Bedingungsflug (45 Minuten) fehlte. Ich war der Prüfungsexperte. Hans hatte den Auftrag, bis zum erfüllten Bedinungsflug nur unter Aufsicht des Fluglehrers fliegen zu dürfen. Das verminderte mein „Vergehen“. Es blieb bei einem kleinen Rüffel. 🙁  Ichgab mich flexibel und Hans nahm ich zur Prüfung, damit wir mindestens drei Kandidaten hatten und da das Wetter und die Jahreszeit günstig waren konnte erwartet werden, dass Hans seinen Bedingungsflug in den nächsten Tagen erfüllte. Was dann auch geschah. 🙂

Ich erinnere mich heute noch gerne an die nette Geste von Thomas der mir eine Flasche Kirsch meine Bemühungen überreichte, als er wieder genesen zurück war! Ich habe den Ihalt mit Inbrunst hinter die Binde gegossen….!

KA 8, HB-818, Unfall am Gigi, Haldigrat

Gelb, das Gigiseil (gibt es heute nicht mehr), Roter Pfeil:Kollisionspunkt; gelber Pfeil auf einem Bödeli lag die Ka 8

Links im Bild der Brisen rechts davon der Haldigrat.

Gigi, Ka HB-818, Positonsangabe

Flugunfall am Gigi, HB-818. Es passte alles!

KA 8, HB-818, Unfall am Gigi

Wäre das Flugzeug zu früh eingesteckt, wäre es in den vor dem Bödeli  fast rechtwinklig in den Hang geprallt, wäre es etwas zu spät gewesen, wäre es nach der kleinen Fläche des Bödelis ins Tobel hinab gefallen! Beide Fälle hätten für den Piloten fatale Folgen gehabt.

Später, ich war in Meiringen im Dienst, erreichte uns die Nachricht, dass die Werks-PC 7 am Haldigrat in ein Seil geflogen sei und dabei vollständig zerstört wurde. Die beiden Werkpiloten Ekhart M. und …. G. kamen dabei um. Das Seil zum Gigi war denen nicht im Weg. Es ging anders. Die beiden hatten einen Werkflug hinter sich und waren auf dem Weg zurück. Weil sie noch grosse Höhe hatten, wollten sie diese mit einer Kunstflug- und Vrillenübung abschliessen. G., noch etwas unerfahren aber voll drauf, immer ans Limit zu gehen, war offenbar der Initiant. Da der PC-7 mit Aussenlasten versehen war, war das Verhalten in der Vrille anders. Die Massenverteilung gab dem Flieger eine andere, für die Piloten noch ungewohnte Dynamik. So konnte die Vrille nicht rechtzeitig beende werden und es mussten beide leider bitter Erde essen…(nach Daniele Del Giudice („Das Abheben des Schattens vom Boden“ ) Ekhart kannte ich persönlich. G. nicht. Man sagte ihm nach, er sein ein Typ „mit dem Grind durch die Wand“! Als er kaum die Kunstflug abgelegt hatte, suchte er beim BAZL um Bewilligung für Tiefflugakrobatik mit Unterschreitung der Mindesthöhe nach. Der Motorfluginspektor Monod sah es ungerne, weil noch zu wenig Erfahrung vorlag, formell konnte er das Ersuchen nicht ablehnen. Er soll widerwillig gesagt haben: „…. so soll der G. doch seinen Grind irgendwo einstecken!“…

Die beiden Flugunfallberichte sind nicht abrufbar. Man müsste sie bei der SUST speziell verlangen. Man bekäme sie bestimmt mit einer entsprechenden Begründung für das Interesse.

Thomas erinnert sich: Ausser einer Narbe iist nichts hängen geblieben. Der Kassier des Vereins verzichtete auf einen Schadensersatz. Den Unfallbericht habe ich nach einigen Jahren entsorgt. Ich hatte nach dem Wiederbeginnen mit Segelfliegen (11.9.76, 2 Flüge Rhönlerche dann wieder K-8; HB-920) sehr grossen Respekt beim Hangfliegen, was sich dann aber nach ein paar Flügen wieder normalisiert hat. Der Kontakt zu Hans B. wurde abgebrochen. Berufliche Prioritäten schufen Distanz.

Thomas wurde für einige Jahre Motorflieger und beruflich schlug es ihn kurzfristig ins Ausland. Ich konnte mich kürzlich mit ihm kurz schliessen. Es geht ihm gut!

Der Verlust von HB-818 schmerzte. Nur via eine Subvention der Pro Aero, konnten sich die Nidwaldner endlich eine Ka ( leisten. Sie kam im Rohbau. Dieser wurde bei Schempp-Hirt in Lizenz gebaut. Sie wurde durch die SG Nidwalden fertig gestellt. Ganz am Schluss setzte der Malermeister zum „Glanzzsprutz“ an. Viel Verdünner, wenig Farbpigmente. Es kam was kommen musste: Die Farbe riss und die nagelneue Ka ( sah schon aus als hääte sie das zweite mal 2000 Stunden drauf! Wir sahen schon einmal etwas ähnliches. Bei Pilatus wurde der Bücker Jungmann auf eine „Bücker Lerche“ mit Lycoming Motor umgebaut. Eswar die HB-URN. Nach dem „Glanzsprutz“ mit dem bekannten Spinnennetz nahm jemand ein breites, scharzes Klebbeband und setzte einen Streifen zwischen R und N. Nun wusste es alle URIN lautete die neue Bezeichnung – und es war auch einer, ein Seich! Der Verantwortlich für den Fehlsprutz tat mir leid. War er doch ein loyaler Mitarbeiter und schaffiger Typ!

Toni aus Queensland: „(…)

Guten Tag Herbie. – Schoen, von Dir zu hoeren – und wie immer mit interresanten Berichten. Da kommen Erinnerungen aus laengst vergangenen Zeiten auf. Ich mag mich an den Birrer Unfall erinnern. Ich lebte damals im Pilatusblock und schaute im TV Raum die Nachrichten als vom Hunterunfall berichtet wurde. Da ist auch August Hug – ich werde Ihn nie vergessen.  – Ich denke, die K8 die in das Seil flog habe ich auch geflogen – immer mit zuviel Respeckt vor dem Hang. Da ist ja die Rede von Hans Burc

Tony Widmer, in seiner Tiger Moth

h, den ich suche, er flog die andere K8. Der Ekhart der mit dem PC 7 verunglueckte – war das ein Vorarlberger? Dann habe ich Ihn auch gekannt. Freitag abend fuhr Er nach Hause in den Vorarlberg und wenn ich wollte konnte ich mit Ihm ins Reinthal mitfahren um meine Eltern zu besuchen. Nochmals danke schoen fuer den e-mail. – Ja, ich bin jetzt 70 Jahre alt und kriege nicht genug vom Fliegen mit der Tigermoth,

Alles Gute –  Toni


Fluglehrer Tony Birrer gibt das Werkzeug ab

Grenchen – Fast vier Jahre in der Luft verbracht: Pilot mit den meisten Flugstunden hört auf.

Tony Birrer gibt mit 79 Jahren den Steuerknüppel ab. Seine Flugschule auf dem Grenchner Regionalflughafen wird aufgelöst.

Tony Birrer war 48 Jahre lang Fluglehrer auf einmotorigen Flugzeugen und verbrachte fast vier Jahre in der Luft.
© Peter Brotschi
Peter Brotschi, Autor des Berichtes über Tony Birrer

Fast vier Jahre lang in der Luft mit einmotorigen Flugzeugen: So viele Flugstunden hat Tony Birrer gesammelt. Der Fluglehrer schaut auf ein Leben zurück, das er ganz im Dienst der Leichtaviatik verbracht hat. Instruktor in der Luft zu sein war für ihn weit mehr als ein Job, es war die Berufung schlechthin. Nun hört er auf und seine Flugschule auf dem Grenchner Flughafen wird aufgelöst.

34’847 Stunden in der Luft– vier ganze Jahre

Noch einmal steht Tony Birrer für das Zeitungsfoto vor seinem Flugzeug und streicht mit der Hand über den Propeller der Rockwell AC14 Commander. 48 Jahre lang war er Fluglehrer auf Leichtflugzeugen und war in dieser Zeit exakt 34’847 Stunden in der Luft. Das sind fast vier Jahre seines Lebens. Mit dieser Zahl steht er zuoberst auf dem Podest aller Pilotinnen und Piloten in der Schweiz in Sachen Flugstunden.

Insgesamt hat er 106’542 Landungen absolviert und dies alles ohne einen Unfall und ohne, dass der Flugzeugmotor auch nur einmal gestottert hätte. Über 3000 Personen durfte er in dem fast halben Jahrhundert fliegerisch begleiten, aus- und weiterbilden. 500 Schülerinnen und Schüler hat er von der ersten Flugstunde bis zur Motorflugprüfung begleitet. «Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich so vielen Menschen die Schönheit des Fliegens beibringen durfte», schreibt er im Abschiedsbrief an seine Kunden.

Als Experte des Bundesamtes für Zivilluftfahrt hat er 1350 Motorflugprüfungen abgenommen. 127 einmotorige Flugzeugtypen hat er selber geflogen.

Nichts deutete darauf hin, dass Tony Birrer dereinst der Mann mit den meisten Flugstunden in der Schweiz sein sollte, als er als Bauernsohn im Luzerner Hinterland aufwuchs. Doch er begeisterte sich früh für die Aviatik.

Aufgewachsen im Luzerner Hinterland

Nach der Lehre als Automechaniker arbeitete er in der damaligen Direktion der Militärflugplätze (DMP) und erlernte in der Freizeit das Segel- und Motorfliegen. Danach folgten Wanderjahre als Mechaniker und diverse anderen Jobs in Südafrika, Kanada und den USA.

Mit dem Ziel Linienpilot absolvierte er 1970 nach seiner Rückkehr die Instrumentenflug-Ausbildung in Zürich. Damals waren Pilotenstellen in der Verkehrsluftfahrt aber Mangelware. Deshalb folgte er dem Rat eines Kollegen und schloss die zusätzliche Ausbildung zum Fluglehrer ab. Das Praktikum führte ihn auf den heute geschlossenen Flugplatz Ascona.

Nun war Tony Birrer definitiv in seinem Wunschberuf angekommen und betätigte sich als leitender Fluglehrer in Beromünster. 1978 folgte die Selbstständigkeit mit einer eigenen Flugschulabteilung auf dem Flugplatz Triengen unter der Flugschule Flying Ranch. Nach zehn Jahren musste er dies wegen einer Nachfolgeregelung aufgeben und wechselte auf den Euro-Airport zur Flugschule Basel.

Vor 24 Jahren kam Birrer nach Grenchen

1996 gründete er erneut eine Einzelfirma und wechselte nach Grenchen, wo ihm der Verwaltungsrat der Regionalflugplatz Jura-Grenchen AG die Erlaubnis zum Führen einer Flugschule erteilt hatte.

Tony Birrer hat durch seine Leidenschaft für die Aviatik weit über das Pensionierungsalter gearbeitet. Durch die aktuelle Wirtschaftskrise und wegen seines gesundheitlichen Zustandes ist nun mit 79 Jahren Schluss.

Er verhehlt aber nicht, dass er gerne weiter aktiv geblieben wäre. Aber zurückschauend ist er zufrieden mit sich und seinem Berufsleben: «Ich würde nichts anderes machen, wenn ich nochmals auf Feld eins zurückgehen könnte», gibt er zu verstehen.

Privat zieht es Tony Birrer von seinem Wohnort Egerkingen zurück in den Heimatkanton nach Beromünster, wo er einst mit seiner Familie gelebt hat. Ganz aus der Fliegerszene wird Tony Birrer aber nicht verschwinden. Als Passagier und Begleitpilot wird er weiterhin mit seiner geliebten Leichtaviatik verbunden bleiben.

Tony schob och das Folgende nach: file:///C:/Users/Herbie/AppData/Local/Temp/CCE15062020_0004-2.pdf

Anmerkung: Ich lernte Tony im Birrfeld kennen, wo er einst auch aktiv war. Seinem Wunsch, dort selbständig eine eigene Flugschule zu betreiben, konnte ihm leider nicht gewährt werden. Nimmt man das Arbeitsjahr mit 48 Wochen (ex Ferien) à 42 Std, ergibt es ziemlich genau 20 Arbeitsjahre die Tony in der Luft war.

Eine Richtigstellung: Während seiner aktiven Zeit ereignete sich auf der Axalp ein fataler Flugunfall. Paul Birrer war Militärpilot (Kommandant FlSt 11), Teamleader der Patruoille Swiss  und flog den Hunter J-4014 zu Schrott und kam dabei um. Paul war nicht der Bruder von Tony, wie es auch Fredi Birrer nicht war, der im Schupfart als Fluglehrer tätig war. Dies teilte mir Tony heute mit! Der Hunter sollte im Rückenflug über die Krete fliegen.  Er touchierte dabei bei einem Fotoshooting eine Krete über der Axalp. Trümmer töteten auch den Piloten Ernst Saxer.

Der Unfallflug am 18. April 1968 über der Axalp des Hunter MK 58 J-4014 mit P. Birrer am Steuer
Ernst Saxer,(+), Pilot Flst10 und Fotograf  Tödlicher Unfall auf der Axalp am 18. 04 .68 (Bild: BZ)

Kreten werden mithilfe des Zielgerätes an- und überflogen, wenn es in geringem Abstand sein muss. Es war offenbar zu tief oder es hat geblendet.Der Überflug sollte im Rückenflug erfolgen etwa nach dem Schema: Aufziehen in Normalfluglage (+g), 180° um die Längsachse drehen auf Kretenhöe, Nase nach unten ziehen wie beim Beenden eines Loops, aufdrehen in Normallage und den Fluchtweg im Gelände mit +g fortsetzen. Bei diesem Manöver muss wohl etwas dazwischen gekommen sein!

HB-FAN, nach dem Unfall durch Ernst Saxer am Dambuschpass

Mit Ernst Saxer tritt auch jener Pilot ab, der einst den ersten Pilatus Porter, HB-FAN, während Eiselins Dhaulaghiri Expedition hoch oben auf dem Nordost Col kaputt flog.

Emil Wick um 1978

Man gab dem Steuerknüppel die Schuld am Desaster, indem behauptet wurde, die Manschette über dem Alurohr des Sticks habe sich abgelöst. Der Steuerknüppel wurde mehrfach nachgebaut und mit vierschiedenen Toleranzen (extremen weit, normal extrem eng) und auf die Temperaturen, die geherrscht haben mussten, gekühlt. Kein Versuchsträger versagte!  Der Steuerknüppel war es

Offiziell wurde die Besatzung mittels einer DC 3 zu finden. Es war wohl zu hoch für diese Grossmutter. Als man keine Lebenszeichen fand, wurde die Übung abgebrochen. Man staunte nicht schlecht, als die bereits für verschollen erklärte Mannschaft zu Fuss in Pokhara eintraf. Ab dieser Zeit herrschte Eiszeit zwischen der Expeditionsleitung und dem Porterteam.

Dass der Motorenmechaniker Hans Reiser von Pilatus wegen des nötigen Motorenwechsels am HB-FAN mit von der Partie war, wurde versehentlich „vergessen“!

Siehe auch: http://www.flymicro.com/everest/index.cfm?page=docs/History/Emil_Wick.htm


Die Herde bewegt sich wieder

Dem Schokoladier Dubler wurde vom orangen Riesen der Stinkefinger gezeigt! Seine beliebten Mohrenköpfe sind aus den Regalen geworfen worden! Rassismusvorwurf!

Es scheint aber doch noch vernünftige Leute bei Migros zu geben. In Basel bleiben die Mohrenköpfe im Regal!

Wenn wir in unserem Dialekt zu pflegen sagen: „Morè chumi de hei (morgen komme ich nach Hause), kann es passieren, dass man zur Antwort bekommt: „Moorè sind schwarz Leyt!“ Keine Hintergedanken! Keine Assoziationen im Zusammenhang mit Neger, Negerlein, Schwarzhäutige usw.! Und jetzt, gibts deswegen ein Problem? Mit nichten. Die Menschen können es einordnen. Sie verzeichnen keinen „Lustgewinn“ bzw. verspüren keinen Ekel!

Die Herde springt wieder einem Alphatier oder mehreren hinterher. In der Masse sei das Individuum dümmer, sagte einst Sigmund Freud sinngemäss. Den Beweis fand er u.a. beim Militär, wo das eigene Denken durch Befehle anderer ausgeschaltet wird. Dass es funktioniert wird erzwungen. Wer sich weigert, wird im Kriegsfall standrechtlich erschossen.

„Die Migros gehört den Leuten“

sollte man meinen, wenn man der Werbekampagne glaubt! Und was haben „wir“ dazu zu sagen, zu dem was uns gehört? Mit der Strafaktion von MIGROS und bald nachahmenden Unternehmungen wird das Ross einmal mehr am Schwanz aufgehängt! Rüppel, die sich um Respekt und Ehre anderer scheren, werden mit diesen Strafmassnahmen kaum in ihrem Verhalten zum Guten beeinflusst.

Dutty hätte so was nie gemacht. Eher hätte er einen dritten Stein ins Fenster des Bundeshauses geworfen! „(…) Gottlieb Duttweiler, Chef des Landesrings der Unabhängigen, wirft zwei Steine gegen ein Fenster des Bundeshauses, um die Aufmerksamkeit der Behörden auf die Konsequenzen einer Blockade zu lenken. Der Schaden beläuft sich auf Fr. 182.90. …)“ Siehe auch: Duttis Steinwurf: Mythos und Wahrheit (pdf)

Das Fehlverhalten von US-Polizisten löst geradezu einen Shitstorm aus, der sich bis in unser Land fortsetzt und grosse Herde in Gang versetzt. Die Herde übersieht jedoch, dass die Anwendung von Waffen durch US-Polizisten System hat. Weil sich praktisch jeder US-Bürger und US-Bürgerin eine oder mehrere Waffen leisten darf und dieser mehr vertraut als den Polizisten, muss, derjenige, der überleben will, sehr schnell reagieren und das Gegenüber ausschaltn. Tut er oder sie es nicht, ist klar, wer dann tot ist. Die gesetzhütende Person!

Es wird viel dummes Zeug geschwätzt. Jene die das tun, fühlen sich kompetent! Sie glauben, sie könnten Ordnungskräfte mit einem falschen Verständnis disziplinieren. Was sind dies für Manieren?! Ein paar Schwätzer und Schwätzerinnen machen sich wichtig. Sie wollen Kompetenz markieren. Kleine Gernegrosse!

Jennifer mit Migrationshintergrund bekommt Bauchschmerzen, wenn sie Mohrenkopf hört!“ Ich arbeite jetzt schon seit mehreren Jahren für die Migros. Und ich muss sagen, ich bin wirklich froh, dass wir jetzt keine Dubler-«Mohrenköpfe» mehr verkaufen. Ich musste die nämlich den ganzen Tag anschauen, die werden bei uns direkt an der Kasse angeboten. … Ich hatte vor gut einem Jahr eine äusserst unangenehme Begegnung mit einem älteren Mann an der Kasse. Nennen wir ihn mal Herr Brunner. Er sagte mir ins Gesicht, dass es absolut richtig sei, dass diese Produkte «Mohrenköpfe» hiessen. Die Schwarzen müssten wissen, wo ihre Grenzen lägen, schimpfte Herr Brunner.

Jennifer scheint krank zu sein und die vorgesetzten Personen haben es noch nicht bemerkt. Und sie selbst könnte ja den Arbeitsplatz wechseln. Jener mit mit einer Mehlallergie muss es auch tun, wenn er in der Bäckerei tätig ist!

Und sie finden tüchtige Schreiberlinge, die froh sind um jeden Stoff und ist er noch so blöd! Können sie nichts abschreiben, spitzen sie die Ohren und bringen es aufs Papier oder in die TV-Sendung.. Und dann auch noch verkehrt statt „lätz“ (falsch),  Dabei sagt der Volksmund: „Vom Hören sagen lernt man lügen!“ Hauptsache die Kasse klingelt! Wollen diese Medienaktiven die Wahrheit finden? Es wäre nicht ihre Aufgabe. Sie sind wie andere nicht in der Lage, die „Drei Wahrheiten“ auseinander zu halten: meine, ihre und die richtige!   Ihre Aufgabe ist es, wahr zu berichten. Die Schlüsse können wir daraus selbst ziehen!

Diskriminierungsfragen gäbe es viele zu beantworten. Ich glaube kaum, dass „Batam“, der Chirurg aus Montenegro auf die Strasse ziehen würde, um seinem Land einen neuen Namen zu geben!. Man redet über die kleinen Appenzelller. Dass man sich über die Thurgauer und die Schächentaler lustig macht, ist noch niemandem aufgefallen! Einer der kürzesten Witze gefällig? Es hat einst ein Thurgauer ein Velo gekauft! Die Thurgauer nehmen es sportlich! Ich kenne sie zu gut. Den Italiener sagt man: „Wenn du mal gross bist, musst du dann (erst) arbeiten…!“

Ein klarer Fall

È gspritztè Wissè, isch bi eys nid rassistisch! 🙂

Autoposer, was ist denn das schon wieder für ein neudeutsches Wort, wurden kürzlich als Lackaffen bezeichnet. Sehr unflätig, nicht? Sie haben doch lediglich Freude am speziellen Sound….! Sie beschöftigen sich mit Nebensächlichkeiten. Das berufliche Niveau scheint im Keller zu sein. Das kann nerven! So schlecht ist es gar nicht. Sonst würden sie noch Dümmeres tun! Sie suchen mit falschen Mitteln die innere Balance! Sigmund Freude würde heute sagen, sie suchten mit mehrerern verchromten Auspuffrohren nicht nach dem „Brumm“ oder dem „Sound“, sondern nach übertriebener Männlichkeit, das übergrosse, dominante Sexorgan! Ersatzhandlung!

Es löst bei einigen hypersensiblen Zeitgeistern negative Assotiationen aus, wenn sie vom Negerlein oder vom Mohr hören! Es scheint, dass diese Zeitgenossen ein krankhaftes Wesen in sich tragen. Weil sie sich in der heutigen, schnell lebenden Zeit überfordert fühlen, brauchen sie ein Ventil! Anstatt ihre innere Balance zu suchen, wolllen sie anderen ihre Ideologie aufzwingen.

Man such in der Lutherbibel nachdem Mohr! Der Theologe Christoph Kähler, der die Revision der Lutherbibel 2017 leitete, verteidigt das Festhalten an dem Ausdruck „Mohr“ an einer Textstelle gegen Kritik

Bei uns waren es die Klosterfrauen, die an der Schule lehrten, die das Nicknegerlein aufgestellt hatten von den Missionen erzählten und eben von den Negern und den herzigen „Negerli“. Man missionierte auf fast unbemerkbare Weise und betrieb so eine Art Hirnwäsche. Es wurde entsprechende Literatur empfohlen wie etwa das „Manna“ und  der „Jesusknabe“. Kaum jemand von uns nahm deswegen Schaden! Wir wussten es schon früh einzuordnen!

Migros nimmt Dubler-Mohrenkopf aus Sortiment, verkauft aber selber M-Budget «Schoggichöpf» und «kleiner Mohr»

Diskriminierung Wienerli Berlinerli

Was sagt nun unser Kollge „Schwarz“ dazu? Oder etwa Dieter Moor, dessen name zwar kein „h“ enthält aber tönt wie?

Howgh, Gutmenschen haben gesprochen. Eigentlich dürfen wir froh sein, dass es in der Schweiz keine anderen Probleme zu lösen gibt…. Hoffentlich führt der Leitbock die Herde nicht über einen steilen Abgrund ins Verderben, sonst haben wir in der Schweiz nichts mehr zu diskutieren… Aber Hitzköpfe mit durchgebrannten Sicherungen aus andern Kulturen, die hier ihren Frust ablassen wollen, wird man wohl entsprechend etwas härter anfassen müssen – immer der Situation angepasst und mit dem nötigen Repekt gegenüber einem anderen Menschen. Ansonsten würde man die gut integrierten Menschen arg desavouieren!


Genau hingeschaut