Brot der Armen

Unter Brot der Armen wird meist die Kastanie gemeint. in Krisenzeiten jedoch waren einst Pilze eine willkommene Ergänzung auf dem Speisezettel.

Mindestens einal im Jahr zieht es uns in den Wald. Frische Bergluft, prachtvolle Aussicht und am Ende liegen ein paar Pilze im Korb. Längst nicht alles, was sich da präsentiert findet den Weg in den Korb. Schönheiten lassen wir ebenso stehen wie Gefährliches. Die Schnecken und Maden müssen auch von etwas leben.

Herbstwetter mit Panorama

Die Rundsicht ist perfekt. Links hinter den Tannen erkennt man den Übergang von Obwalden ins Haslital, rechts unten ist noch etwas vom tief blauen Lungernsee zu sehen.

Blick Richtung Giswilerstock Glaubenberg und Jänzigrat

Die Cumuli verheissen einen weiteren schönen Tagesverlauf.

Der Speicher ist geräumt…

Notfalls könnte man in der Hütte Schutz finden oder gar übernachten.

Die Hütte ist verlassen, das Vieh ist vor kurzem ins Tal gefahren

Wenn „Alpabfahrt“ ist, bekränzen und schmücken die Bauern ihre Tiere und hängen ihne schwere „Fahrtreicheln“ an den Hals, damit sie weniger zu tragen haben – die Bauern 😉

Der Fliegenpil z-amanita-muscaria- zeigt sich von bester Seite
Ein weiterer Kerl zieht seine Show ab

Fliegenpilze, diese Schönheiten lassen wir so, wie sie sind stehen! Ihr Gift bekäme uns nicht gut! Man soll davon Tobsuchtanfälle und Sprach- und Sehstörungen bekommen. Man trifft ihn vom Flachland bis in die Berge an. Nadelwälder sind sein Gebiet. Auch unter Birken ist er auffindbar. Es wird gesagt, dass im hohen Norden, Fliegenpilze nach Abschälen der Haut verzehrt werden. Es scheint, dass diese Exemplare weniger gift in sich tragen. Von einem Versuch würde ich ablassen!

Ein alter Maronenröhrling-xerocomus-badius

Dieser Maronenröhrling überlassen wir seinem weiteren Schicksal. Er liebt Nadelwälder. Im jüngeren Stadium ist er ein gutter Speisepilz.

Reh- oder Habichtspilz-Sarcodon-imbricatus

Die Rehpilze in dieser Grösse kann man ernten. Wir schneiden sie fein und trocknen sie. Als Gewürz geben sie einer Fleischsauce ein spezielles Aroma.

Grüner Knollenblätterpilz (!) oder Scheidenstreifling?

Was sehen wir denn da? Einer aus der Gattung der Wulstlinge, ein grüner Knollenbätterpilz oder ein Scheidenstreifling?

Grauer Scheidenstreifling

Letzterer findet man weit verbreitet, bevorzugt in Buchenwäldern. Da wir diese nie ernten, wollten wir hier keine Bestimmung vornehmen. Dazu müsste man den Pilz ausgraben. Das bedeutet schliesslich die Zerstörung. Also soll er weiter seiner Bestimmung entgegenwachsen. Vielleicht wird er Beute eines Dilettanten aus dem Süden…!

Aussicht vom Rastplatz

Nach einer kurzen Rast bei Wurst und Brot geht die Suche weiter. Das sehr trockene Wetter diesen Sommer zeigt Wirkung

Dieser Steinpilz hat sich zu wenig gut getarnt! Ein Fall für den Korb!

 

Die Pilze schiessen nicht so wuchtig aus dem Boden. Obwohl diverse Fussspuren zeigen, dass da schon andere Personen waren, finden sich sehr gut erhaltene und praktisch nicht befallene Steinpilz-Exemplare. Es lohnt sich, aufmerksam zu sein!

Auch zu wenig gut versteckt: Steinpilz; boletus-edulis
Ein herrliches Exemplar!

Ein herrliches Exemplar! Der Hut hat nicht die typische Farbe. Die Trockenheit hat es wohl bewirkt.

Von den beiden lassen wir den linken stehen!
Ein Prachtskerl!
Frauentäubling, violette Form;  Russula cyanoxantha

Den Frauentäubling – Pilz des Jahres 1994 -lassen wir auch stehen. Blätterpilze sind nicht meine bevorzugten! Er soll essbar und wohlschmeckend sein. Aber eben: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Die angetroffenen Boviste („Stübenorchis“ oder „Staubsäcke“) waren bereits im fortgeschrittenen Stadium. Nur einige wenige nahmen wir mit.

Ein Hasenbovist

Am Ende des Tages gab es doch etwas zum Rüsten!

Einige Eierschwämmli und ein paar Semmelstoppelpilze waren auch dabei! Wir trafen auch Perlpilze an. Wir liessen sie stehen! Mit Eierpilzen wurden wir heuer nicht verwöhnt! Es tut auch nichts zur Sache!

Eieerpilze – Pfifferlinge, relativ gut getarnt
Doch noch was zum Rüsten!

Spaghetti ai funghi oder Eierpilze an Nudeln oder Spaghetti, Marke „Brigitte“ sind nicht zu verachten.

Spaghetti mit Eierschwämmchen, ein Schmaus! Dazu ein Glas Merlot del Ticino!

Für so was fahren wir nicht nach Italien um dort (gefrevelte) Pilze aus der Schweiz zu essen! Es wurde schon gesagt, dass man in Mailand Karten vom Glaubenberg mit allen Pilzvorkommen kaufen könne! Und: Ab dem 10. jeden Monats kann man in den Südtälern von Graubünden und in weiten Teilen des Tessin kaum mehr parkieren. Alles ist verstopft von italienischen Pilzsucher-Autos. Ob sich der Aufwand lohnt? Vor dem 10. müssen sie herkommen um zu rekognoszieren, danach nochmals um zu ernten. Die erlaubten Mindestmengen werden sehr oft überschritten. Hegen und Pflegen sind wohl Fremdwörter! Die Kontrollen finden spärlich statt. Aber wer erwischt wird, muss die „Beute“ abgeben und eine Busse bezahlen.

Waldameisen, ungestört an und in ihrem Bau

Es sind nicht nurPilze, die man zu Gesicht bekommt! Das Drumherum ist ebenso spannend!


60% Steuern?

Bund, Kantone und Gemeinden erheben rund 30 verschiedene Steuern. Zusammen nehmen sie damit über 130 Milliarden Franken pro Jahr ein.

Betrachtet man direkte und indirekte Steuern sowie  Gebühren und weitere Abgaben, so ist 60% keine utopische Zahl!

Der Staat kennt keine Steuermoral! Ist von Moral die Rede so verstehe ich darunter Benimmregeln , diktiert durch die Mächtigen für die Übrigen.

Werden Steuern erhoben, wird kaum je über Nachhaltigkeit nachgedacht! Die Steuererhebeung erfolgt willkürlich, ohne Beachtung der späteren Verwendung. Die Rechtfertigung wird in die „finanzwirtschaftliche Souverenität verpackt! Dies ermöglicht Politikern immer wieder neuen Ausgabenprogramme aufzugleisen!

Eine Bevorzugung der Eliten, hoher Einkommen und Vermögen ist mit nichts zu begründen.

Man gebe den kleinen Einkommen und Vermögen die gleiche %-uale Steuerlast wie Bevorzugten und Unternehmen. Das entstehende Manko lasse man durch eine neu angesetzte Steuer ausgleichen. Was wäre die Folge? Eliten, hohe Einkommen und Vermögen sowie Unternehmen würden sich neu orientieren und teilweise abziehen. Sie hätten die Möglichkeiten dazu und könnten es sich leisten. Sie gäben so ihrer Unzufriedenheit Ausdruck. Kleine können dies nicht!

Die Unternehmenssteuern sind in der Schweiz im internationalen Vergleich tief. Und Firmen profitieren von einer Infrastruktur, an die sie wenig, wenn sie Neuzuzuüger sind, nichts beigesteuert haben!

Silvio Borner: „(…) Schon, doch wirklich modern wäre es zu sagen, Unternehmenssteuern haben ökonomisch gesehen keine Berechtigung mehr. Letztlich führen diese nur zu einer Doppelbelastung des Kapitals. Wenn wir Energiesteuern einführen würden, müsste man diese Steuern abbauen. …)“

Borner wäre dafür, dass man Unternehmenssteuern abbauen würde und dafür eine Energiesteuern einführen würde!

Nur mit dem Abbau von Steuern kann der Staat vor weiteren Ausgaben gezwungen werden. Wenn Abbau, dann für alle!

Unternehmen können besser Druck auf den Staat ausüben. Das muss aber nicht bedeuten, dass der Staat den Mittelstand mit Steuern und Abgaben aller Art zu terrorisieren hat!


Auf, zur Ruine Besserstein

Der Plan: Rebbergwanderung vom Samstag, 8. September 2018

Burgstelle Besserstein

Die Burg Besserstein liegt stolz, auf geschichtsträchtigem Boden über Villigen auf einem Ausläufer des Geissberges. Das Besondere: Auf dem Geissberg gibt es eine Gämsenkolonie. Dank guten Bedingungen entwickelte sich die Kolonie, obwohl isoliert gut was dazu führte, dass die im Argau geschützte Gämse zum Abschuss frei gegeben wurde.

Wie kommt man als Innerschweizer auf die Idee, sich auf die Burgstelle Besserstein zu begeben? Ganz einfach via Einladung durch den Organisator, mit dessen Bitten doch noch weitere Interessierte mit zu bringen.

Segelflugwetter statt Wanderwetter? Das Kirchlein von Villigen lugt ganz scheu hervor!

Nun, die Rueder „Rued Milan, Natur- und Vogelschutz-Verein Rued“, angeführt vom äSäMäS, verkleideten sich zur Abwechslung in Önologen.

Villigen, im Hintergrund das PSI

Aufdem Umweg über das Pe eS I (PSI), dem Paul Scherrer Institut (PSI) =>  Wer war Paul Scherrer? | Paul Scherrer Institut (PSI) – und, das PSI in Kürze: nicht zu verwechseln mit dem PSI-Phänomen der Prapsychologie, die uns mit schwarzer Magie auch schon angelogen hat, wandelte der Anführer, trotz Pendel in den Klamotten auf Pfaden von abgefallenen Pädagogen.

Stephan, äSäMäS

Er griff in die Trickkiste und deren Schubladen. „Links sind die weissen und rechts die roten Trauben!“ und, nach Süden gerichtet: „Links ist die eine und rechts die andere Hälfte der Schweiz, ergo sind wir mitten in der Schweiz!“ Ich glaubte bisher, die Mitte des Kreises sei das Zentrum. Dort setzte ich über Jahre am Reissbrett den Zirkel an. Und die Mitte des Quadrats liegt an der Schnittstellen der Diagonalen. Daher liegt der geografische Mitelpunkt der Schweiz auf der obwaldnerischen Älggialp SachselnEs würde sich lohnen diese einmal selbst zu besteigen! Der Referent des PSI, der nette Herr aus “ in Ulm und um Ulm herum“ vermittelte uns erfogreich eine eher schwierige Theorie, die, wie er sagte, an sich äusserst einfach sei. Die Umsetzung allerdings erfordere mindestens so viel Gehirnschmalz. Für sein Bemühen wurde er mit einem kleinen Präsent, einer Flasche vom Guten aus Schödlers Weinberg „entschädigt“. Oder habe ich da etwas nicht richtig mitbekommen?

Schliesslich sollten wir auf den Klang der Gläser hören. Die einen seien Kristallgläsr und die anderen „Bleigläser“. Das Aroma sei aus den Kristallgläsern um Potenzen besser! Es gibt schon viel über gute Weingläser zu wissen. Doch meine Nase ist nicht die einesSpürhundes! => Weinglas 1×1: Was du über Weingläser wissen solltest

Istvan, vielleicht mit einem Gen von Dschingis Khan 😉 , 16 Mio Menschen sollen seine Gene in sich haben….

äSäMäS hat nun einen neuen Fan, den Istvan! Er hält Beeren in Ehren, selbst den „falschen Holunder“ erkennt er wohl erst später als Plunder!

Das Fähnlein der Rueder Ornitologen war sehr schwach besetzt. Ob es am Wetter lag oder sonst an wem oder was, lassen wir jetzt dahin gestellt. Es wurde ergänzt aus zwei vom Fliegervirus Befallenen aus Urwalden, der eine, Istvan, kommt ursprünglich aus Budapest, ist gut integrierter Papierschweizer, wohnt in Urwalden nid dem Wald.  Der andere, Herbie ist ein echter Nidwaldner, wohnt jedoch in Urwalden ob dem Wald. Dank dem dass sein Geschlecht zu den alten Landleuten von Nidwalden gehört, hat er Landrecht in Obwalden!

Herbie, der Unterwaldner

Und schliesslich waren da noch zwei Bankfrauen, die eine, sie hört auf den Namen Doris, ist aus der Peripherie von Zürich.

Doris

Die andere die auf Ursula hört sit mindestens zeitweise teilansässig im Ruedertal, kommt aus Urdorf, zweitbekannteste Ortschaft neben Härkingen in der Schweiz gemäss äSäMäS!

Ursula

Da wären noch Walter (Kassier) und Helen zu erwähnen, sie leben in Schlossrued und Paul aus Matt im Ruedertal, der leider nicht kommen konnte und Brigitte, die wegen eines unverhofften Besuchs kurzfristig passen musste…

Walter und Helen

Auf dem Aufstieg zum Besserstein wurde der erste Tropfen kredenzt. Ich konnte es nicht lassen und musste eines meiner Brötchen vertilgen. Ohne Salami, dieser lag noch am Abend schön im Kühlschrank! Auch das Weinglas blieb zu Hause liegen!

Ein Teil der Festung; Hier wurden wahrscheinlich u.a. Panzerkäse und Bundesziegel getestet. Resultat: Der Panzerkäse fliegt weiter! 😉

 

Auf der Anhöhe über dem Bunker aus dem 2. Weltkrieg findet man eine Feuerstelle à la Schweizer Familie. Das Brennbecken, ein „Di“-Boden, lädt zum Feuern ein. Doch einige Koriphäen entwickelten mehr Rauch!

Vielleicht wird doch noch was… An dieser Stelle wurden wohl vor Urzeiten per Feuer Signale weiter geleitet.

Auch „Feuern“ will gelernt sein! Nun kam die ganze mit geschleppte Palette aus Schödlers Weingut zur Probe: Filou, Menuett, Sinphonie , Variation und Classic. Auf Stephans Imperativ hin sollte ich aus dem Classic (Pinot Noir) die Seelenverwandtschaft zum 100% – Pinot Noir aus Frankreich herasusspüren! Ein Ding der Unmöglichkeit. Der Boden und das Klima des Franzosen: 2015 Comte Senard Aloxe-Cortondes, der an einer der besten Lagen im Burgund gedeiht und der „Bözberger“, Schödlers Pinot Noir sind wohl zwei paar Stiefel! Aber vielleicht lags am Weinglas…!

Aussicht pur!
…und einen Winkel weiter…
… und noch einen!

Bei guter Sicht, was heute nicht der Fall war, zeigt sich das Alpenrelief in grosser Breite!

Für mich werde ich „Filou“ (Riesling – Sylvaner, trocken), „Serenade“(Cuvée Blanc) und „Grazioso“(Pinot noir Rosé) in aller Ruhe zu Hause kredenzen und versuchen dem Aroma auf die Spur zu kommen.

Gepäck auf, Abmarsch vorwärts Marsch!
…verstanden…
Man könnte gar im Trockenen Feuern…

Wie alles, ausser der Wurst hat auch ein Ausflug sein Ende. Der Abstieg erfolgte ereignislos. Stephan wollte mit dem Ausreissen von ein paar Neophyten, deren Ausbreitung verhindern – Blasen gegen Windmühlen!Ich glaube, dass es das Drüsige Springkraut war.

Neopyten

Seinem Vorschlag, wer wolle, können nun selbst noch auf Entdeckungreisen gehen wurde keine Nachachtung geschenkt. Alle hatten ihren Teil in den Beinen.  So blieb noch was sich gehört: Ein Dank an Stephan, äh, äSäMäS für Organisation und Getränke!


Obwalden plant neue Steuern

Die Regierung schreibt, sie habe mit der Steuerstrategie 2005 bis anhin Erfolgsgeschichte geschrieben. Erfolg für wen? Geschenke an Reiche! Geringschätzung gegenüber Rentnern. Die Wertschätzung ihnen gegenüber hält sich in engen Grenzen. Warum soll man sich für sie noch einen Finger krümmen? Sie sterben ja eh aus – früher oder später… Obwalden habe sich zu den sieben ressourcenstarken Kantonen entwickelt.

Grafik: aus dem Abstimmungsbüchlein des Kantons OW

Nun wird beklagt, dass keine Mittel aus dem Nationalen Finanzausgleich (NFA) mehr fliessen! Und Zahlungen aus dem Härteausgleich fallen definitv weg. War dies nicht voraussehbar? Der Trend (blaue Linie) ist schon lange bekannt!

Die Kosten für Gesundheit und Bildung würden stetig steigen, während die Einnahmen nicht in gleichem Masse zunehmen würden. Es bestehe Handlungsbedarf weil jährliche Defizite von 40 Mio Franken entstehen würden.

Grafik: aus dem Abstimmungsbüchlein des Kantons OW

Die „Erfolgsgeschichte“ hatte offenbar eine kurze Lebensdauer! Sogar die Flat Rate Tax wurde in Frage gestellt! Der Abwärtstrend (blaue Linie) ist schon lange bekannt! Was wurde dagegen unternommen?

Die Flat Rate Tax begünstigte vorerst vor allem Firmen und hohe Einkommen! Obere Einkommen wurden im Eiltempo entlastet während man für untere Einkommen gemächliches Schneckentempo einschlug. Gleichbehandlung?

Obwalden gelte heute als attraktiver Wirtschafts- und Wohnstandort. Mit dem Zufluss neuer Mittel wuchs aber auch die Ausgabenfreudigkeit! Wurde aus dem Vollen geschöpft?

Der Wasserkopf (Personal, Behörden) zwischen 2008- 2018 um 13% auf 6,7 Mio Franken gestiegen. Wurden kleine Königreiche aufgebaut? Die Ergänzungsleistungen AHV/IV stiegen um 48% auf 3,8 Mio Franken. Sind auch viele finanzschwache Personen in den Kanton Obwalden gezogen? Die ausserkantonalen Schulbeiträge stiegen um 60% auf 6,6 Mio Franken. Werden anstelle von Stipendien auch zinslose Darlehen gewährt? Die individuelle Prämienverbilligung wuchs um 71% auf 10,1 Mio Franken. Das müsste detailliert dargestellt werden! Spital- und Gesundheitswesen nahm um 80% (!) auf Mio Franken % zu. Das Gesundheitswesen war schon einmal der grösste Kostenfaktor im Staatshaushalt. Daraufhin wurde die Fusion der Spitäler Ob- und Nidwaldens lanciert. Fusioniert ist immer noch nicht und wird es kaum je sein!

Nicht nur der Kanton, sondern auch die Gemeinden haben kräftig ausgegeben und ihre Personalbestende erhöht. Das Bauamt Sachseln /Giswil kam lange Jahre mit einer Person aus! Und heute? Giswil zählt 3, Sachseln inkl. 1 Lernender 10!

Grosse Projekte wurden mit Sondersteuern mitfinanziert. So gab es die Sondersteuer zur Finanzierung des Ausbaus des Kantonsspitals von 0,2 Steuereinheiten (Aufhebung per 2006). Neu wird das Hochwasserschutzprojekt mittels Sondersteuer mitfinanziert.

Bei natürliche Personen soll der Steuerfuss von 2,95 auf 3,45 Einheit angehoben werden (+10,02%). Bei den „übernatürlichen“ bzw. juristischen Personen soll der Anstieg von von 6 auf 6,3 % (+0.378 %) steigen. Gleichbehandlung?

Es wird bald etwas zu ändern geben, falls das Stimmvolk das Gesetz über die Umsetzung von Massnahmen der Finanzstartegie 2027 annimmt – was nicht zu hoffen ist!

„(…) Natürliche Personen finden in Obwalden bemerkenswerte steuerliche Vorteile. Die Steuersätze für Einkommens- und Vermögenssteuern gehören zu den tiefsten der Schweiz, seit 2017 sind die Erbschafts- und Schenkungssteuern abgeschafft. Dank dem lukrativen Steuermodell mit Flat Rate Tax sprechen auch finanzielle Beweggründe für einen Umzug nach Obwalden. Überprüfen Sie das mit Hilfe unserer Steuerrechner.)“

Mit dem attraktiven und konstanten Steuerklima ist es wohl vorbei! (https://www.iow.ch/de/home/). Anstatt im Pilgerschrittverfahren vorwärts ( zwei Schritte vorwärts, einer zurück), läuft es rückwärts. Wann ist der Zustand von einst „Obwalden = Steuerhölle“ wieder erreicht!

Man wird den Verdacht nicht los, dass eine günstige Situation geschaffen wurde um Kapital anzulocken. Jetzt, da von Seiten der EU Druck auf das Steuergebahren in der Schweiz aufgebaut wird, ist der Puff draussen und am Verklingen! Der Mittelstand soll’s primär einmal mehr richten und Rentnner werden mehrfach bestraft: Einmal werden Renten quasi auf Jahre hinaus „eingefroren“. Durch die Teuerung wird deren Kaufkraft stetig vermindert. Formuliert heisst es so: „(…) Aufgrund der aktuellen finanziellen Situation muss auch für das Jahr….auf eine Anpassung der übrigen Renten verzichtet werden. Der Vortsnad hat am…. definitiv entschieden (Art…. Vorsorgeregelement)“ – So läuft es schon seit Jahren!

Sie zäehlen sich zur Crème de lan Crème oder den Mehrbesseren,warum auch immer. Sie zeichenen sich dadurchaus, dass sie Macht ausüben oder es versuchen. Es ist sie am Wirksamsten, sich auf die Kleinen zu stürzen! Grosse fressen Kleine, diktieren was zu tun ist und vermessen sich daran, Moral vorzugeben.Moral sind die Verhaltensregeln der Mächtigen gegenüber den Übrigen! Sie stemmen sich gegen die Ethik!

Sie verhalten sich wie jenen, denen man eine Unniform anmisst und ihnen eine Pistole in die Hand drückt! Gäbe es den Landvogt noch, sie würden auf dem Landenberg aus- und eingehen!Hoffentlichfällt das Volk auf dies Schlangen. bzw. Bauernfängerei nicht ein!

OW, Finanzstrategie 2027+ (Quelle: „Aktuell“)

Der Landesindex der Konsumetenpreise mit Basis 100 im Mai 2000 beträgt im Juli 2018 108,6!

Nun sollen sie mit höheren Steuern belastet werden. Falls jemand Wohneigentum hat, fällt die Steuer für den Eigenmietwert an. Die Bemessung dieser Steuer richte sich nach der Kaufkraft, doch kein Rentner mit Haus bekam beim Eintritt ins Rentenalter eine Anpassung der Eigenmietwertsteuer, wegen der nun geringeren Kaufkraft!

Was auf das Volk zukommt ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich.Sie spricht für sich!

Steuerrechnung, Veränderungen; Quelle: Luzerner Zeitung

Da auch noch diverse Tarifanpassungen vorgesehen sind, dersteigt die Gesamtbelastung weit über die Schmerzgrenze!

Über die Schattenseiten der bisherigen „erfolgreichen“ und kurzbeinigen Steuerstartegie wir kam gesprochen: stark gestiegene Preise für Eigenheime, (die sich Einheimische bald kaum mehr leisten können) sowie die überstarke Zuname des Verkehrs auf der A8 sprechen für sich.

Anstatt des Mittelstandes möge man die Profiteure der bisherigegn, kurzsichtigen „Steuerstrategie“ an die Kandarre nehemn. Davor jedoch haben die Mächtigen Angst wie der Teufel vor dem Weihwasser! Es ist mit den Krähen, die einander keine Augen auspicken!

 

Kommentare (SRF News…)

Jörg Frey (giogio) Montag, 8. Januar 2018, 15:02 Uhr: – Zuerst grossartige Steuergeschenke an die Reichen und Superreichen mit dem Da auch Versprechen, die Steuerausfälle würden dann durch Neuzuzüge kompensiert. Und siehe da: 10 Jahre später merkte der so raffinierte Regierungsrat, dass diese Strategie in die Hosen gegangen ist. Und wer soll nun für dieses Debakel aufkommen? Natürlich der Durchschnittsbürger mit höheren Steuern und die Armen mit weniger Prämienverbilligungen. Nur die Reichen lässt man ungeschoren und höbelet ihnen weiter!!

W. Ineichen (win) Montag, 8. Januar 2018, 23:01 Uhr: – Asylbewerber betreffen diese Sparmassnahmen selbstverständlich nicht.

antigone kunz (antigonekunz) Dienstag, 9. Januar 2018, 18:28 Uhr: – Ich weiß als eine von Zürich und doch liebe Obwaldner Regierung, warum so zaghaft bei den juristischen Personen. Die Erfahrung zeigt, wenn diese ihr Anwesenheit von Steuergeschenken abhängig machen, ist es mit deren Sesshaftigkeit nicht weit her. Bei der nächsten Gelegenheit gehen die auf und davon.